Ein emotionaler Blick auf 50 Jahre „Rocky“: Der heute weltbekannte amerikanische Schauspieler Sylvester Stallone hat 1976, also vor nunmehr 50 Jahren, für den Film „Rocky“, der das Drama des Boxers Rocky Balboa zum Inhalt hat, sowohl das Drehbuch geschrieben als auch selbst die Hauptrolle gespielt. Damit legte er gleichzeitig den Grundstein für eine lange und erfolgreiche Filmkarriere. Inspiriert durch einen Kampf des Boxers Chuck Wepner gegen den damaligen Weltmeister Muhammad Ali ließ der Film, bei dem man sofort die Titelmelodie, den Gassenhauer „Eye of the Tiger“, im Ohr hat, das klassische amerikanische Märchen vom Aufstieg durch eigene Kraft wahr werden.
Mit der Figur des Rocky Balboa, eines völlig unbekannten Boxers aus Philadelphia, der sich allen Widrigkeiten zum Trotz mit Mut, Beharrlichkeit und Leidenschaft aus dem Elend zu Starruhm
hocharbeitet, hatte sich der gerade mal 30-jährige Sylvester Stallone, der bis dahin weder als Autor oder Regisseur noch als Schauspieler erfolgreich war, für den Film die Rolle seines Lebens auf den Leib geschrieben. „Rocky“ wurde über Nacht überraschend zur Sensation, spielte an den Kinokassen Millionen ein, gewann drei Oscars und machte Sylvester Stallone zum Weltstar. Danach entwickelte sich das Rocky-Phänomen zu einem Franchise mit sechs Filmen, darunter „Rocky Balboa“ in 2006.

Rocky Balboa (2006)
Rocky (Sylvester Stallone) pushes Mason Dixon (Antonio Tarver) to
the limit. Commentator: “This fight is as though Dixon got on-the-job
training in courage.” copyright Metro-Goldwyn-Mayer Studios

Rocky (1976)
Rocky Balboa (Sylvester Stallone)
vs. Apollo Creed (Carl Weathers). Stallone: “Carl and I decided to improvise just one small boxing segment — a series of missed blows which I would duck under and then come up and catch the champion with a hook. One improvisational movement caused Carl to miss and he broke his thumb. He was in great pain for the rest of the fight. As a matter of fact, we were both in great pain for the rest of the fight.” copyright Metro-Goldwyn-Mayer Studios
„Um mich zu schlagen, muss er mich töten. Um mich zu töten, müsste er die Größe haben, mir gegenüber zu stehen. Wenn er das macht, dann muss er das Risiko eingehen, selbst zu sterben. Ich weiß nicht, ob er dafür bereit ist.“ Man liebt Stallone für Sätze wie diese, weil sie einfache Botschaften enthalten, weil sie alle Zeiten überstehen und immer gültig sind. Weil man gerne so wäre wie er, wenn es darauf ankäme: Austeilen können – aber vor allem einstecken und weitermachen.
Herausgegeben von dem Filmhistoriker Paul Duncan versammelt der große, im Taschen Verlag, Köln erschienene Bildband „Rocky“ sämtliche Höhepunkte, aber auch die Tiefschläge der gesamten Rocky- Saga. Eine Fülle von Bildern, die während der Dreharbeiten entstanden sind, darunter viele Aufnahmen des berühmten Sportfotografen Neil Leifer, werden durch seltenes Archivmaterial aus der Bibliothek der Filmakademie und dem Amazon MGM-Archiv ergänzt. Ein Vorwort von Stallone und zahlreiche Interviews, die dieser im Laufe seiner Karriere gab, lassen die Entwicklung des Helden und der außergewöhnlichen Filmreihe nachverfolgen.
Die großformatige Retrospektive, die Bilder aus den sechs Rocky-Filmen wie auch von den jeweiligen Dreharbeiten zeigt, schickt den Underdog Sylvester Stallone noch einmal in den Ring und zeichnet die komplette Rocky-Saga voller Blut, Schweiß und Tränen nach.
H.-G. v. Zydowitz
Sylvester Stallone
Rocky. The Complete Films
Hrsg.: Paul Duncan
320 Seiten
Format: 26×35 cm, Hardcover
Sprache: Englisch
Köln, Taschen Verlag
ISBN 978-3-8365-9919-1;
Preis 75 Euro
Erhältlich unter www.taschen.com









