Das Archiv einer Nation: Die Vereinigten Staaten von Amerika wurden durch die von Thomas Jefferson unterzeichnete Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 selbständig und lösten sich damit von Großbritannien. Die USA bestehen mit ihren 51 Bundesstaaten daher seit nunmehr 250 Jahren. Erster Präsident wurde George Washington. Aus Anlass des 250-jährigen Jubiläums der Verselbständigung der Vereinigten Staaten von Amerika hat die große Zeitschrift ‚National Geographic‘ ihre Archive geöffnet und typische Ansichten aller US-Bundesstaaten ausgewählt.

Arizona
Justin Locke 1955
Am Hopi Point Overlook tauchen die Nachmittagsschatten
die sich ständig wandelnde Landschaft des Grand Canyon
in neue Farben.
© National Geographic

Arkansas
Willard R. Culver 1946
Reisende in Arkansas genießen den Luxus eines neuen
Touristenhotels auf den Bergrücken der Blue
Ozarks – Teil des Nachkriegswandels des Bundesstaates
von der Landwirtschaft hin zu einer vielfältigeren
Wirtschaftsstruktur.
© National Geographic
Der daraus entstandene große, im Taschen Verlag, Köln, erschienene Bildband „The United States of America“ würdigt in alphabetischer Reihenfolge von Alabama bis Wyoming alle 51 Bundesländer der USA. Zu jedem Bild werden Fotograf, Ort und Jahr der Aufnahme genannt sowie eine kurze Beschreibung des Motivs gegeben. Auf diese Weise werden in über 700 Fotografien die Menschen, die Geschichte und die Vielfalt des Landes in all seiner Schönheit präsentiert. Sie dokumentieren gleichzeitig 250 Jahre des Wandels und des Wachstums – von atemberaubenden Landschaften bis hin zur aufstrebenden Industrie, vom stimmungsvollen Landleben bis hin zu rasch wachsenden Städten.

Connecticut
Willard R. Culver 1936
Die 1752 erbaute und
mit Efeu bewachsene Connecticut Hall bildet die Kulisse für Yale-Studenten, die sich auf dem Old Campus der Universität entspannen.
© National Geographic

Florida
Chris Johns, 1994
Während sie in ihren
Seminole-Kanus durch die Everglades pflügen, beobachten Glen Simmons und Don
Edwards die Veränderungen, die sich im Laufe der Jahrzehnte vollzogen haben.
„Früher sah ich auf einen Blick eine Million Vögel“, erzählte Simmons dem Autor Alan Mairson in
der Aprilausgabe 1994 National Geographic. „Sie verdunkelten
stundenlang den Himmel.“
© National Geographic
Die von dem Fotografiespezialisten David Wallner ausgewählten Bilder reichen von den Skipisten Colorados zu den Jazzbars von New Orleans, von den luxuriösen Hollywood Hills zu einem Friseursalon in Kentucky und von Manhattans Chinatown zu einer Flusstaufe am Mississippi.

Idaho
Fotograf unbekannt
um 1900
Bootsleute auf einem Fluss in Idaho. Das lange Ruder diente dazu, das Boot
durch Stromschnellen auf Flüssen wie
dem Snake oder dem Salmon zu steuern.
© National Geographic

Colorado
CHARLES E. GROVER, 1953
Während sie eine Pause vom Skispaß in der Sonne einlegt,
blickt eine Frau über die verschneiten Rocky Mountains. In
den 1950er Jahren entwickelte sich Colorado zur Wintersport-
Hochburg einer Nation, die nun mehr Zeit für Gesundheit
und Freizeit hatte.
© National Geographic
Nebenbei ist zudem die gesamte Entwicklung der Fotografie von frühen Schwarzweiß- und farbigen Autochrome-Aufnahmen der 1920er- und 1930er-Jahre über Kodachrome-Bilder aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts bis hin zur schärfer gezeichneten Reportagefotografie der 1970er- und 1980er-Jahre sowie schließlich zu den digitalen Bildern der späten 1990er-Jahre zu erleben und sind jeweils mit dem Namen des Fotografen, dem Jahr der Aufnahme sowie einer kurzen Bildunterschrift versehen. Der Reigen der Fotografen reicht – neben vielen anderen – von Sam Abell über Bill Allard, Jim Brandenburg, Gerd Ludwig, David Allen Harvey, Bruce Davidson bis Eugene Richards und Paul A. Zahl.

Louisiana Tyrone Turner, 2007
Der Trompeter Kenneth Terry und die New
Birth Brass Band spielen in der Preservation
Hall, zwei Jahre nach den verheerenden
Zerstörungen durch den Hurrikan Katrina. „Was wir in New Orleans machen, gibt es nirgendwo
anders“, sagte Terry dem „National Geographic“-Autor Joel
K. Bourne Jr. „Der Jazz, den wir spielen, kommt
aus der Seele.“
© National Geographic

Kentucky
David S. Boyer, 1964 Von einer fast außerirdisch anmutenden Kanzel aus spricht ein Führer des National Park Service zu den Besuchern der Mammoth Cave, dem mit 390 Meilen bekannten Gängen längsten Höhlensystem der Welt. Auf demselben Felsen stand 1876 der Schauspieler Edwin Booth und trug Hamlets Monolog vor, wodurch die Kammer ihren Namen erhielt: Booth’s Amphitheater.
© National Geographic
Das Bild auf dem Umschlag wurde 1957 von B.A. Stewart fotografiert und zeigt auf der Vorderseite den Flug eines Zeppelin über den Hafen von New York und auf der Rückseite die Einfahrt der „Mayflower II“. Die Texte schrieb Jell Z. Klein, der 19 Jahre bei der New York Times tätig war, die anschaulichen Bildunterschriften steuerte der Journalist Joe Vogert bei.

Mississippi
Nathan Benn 1973
Ein junger Basketballspieler versucht einen Skyhook
in Jones Village, einer nicht eingemeindeten
Gemeinde im Mississippi-Delta.
© National Geographic
Mit einem einleitenden Essay des Fotoredakteurs David Walker, Vorworten zu jedem Bundesstaaten-Kapitel und den aussagekräftigen Fotografien würdigt der große Bildband nicht nur das weltweit führende Fotomagazin ‚National Geographic‘, sondern auch die Menschen sowie die Geschichte und die Schönheit der Vereinigten Staaten von Amerika in ihrer ganzen Vielfalt.
H.-G. v. Zydowitz
National Geographic
The United States of America
792 Seiten mit über 700 Fotografien
Format: 38×28 cm, Hardcover, mit Schutzumschlag
Sprache: Englisch
Köln, Taschen Verlag
ISBN: 978-3-7544-0246-7;
Preis: 125 Euro
Erhältlich über www.taschen.com







