Anlässlich des 50-jährigen Verschwindens von Bas Jan Ader (1942-1975) auf See, verschafft die Hamburger Kunsthalle ihren Besuchern die rare Gelegenheit, das Werk des niederländischen Künstlers kennenzulernen. Vom 11. April bis 24. August 2025 werden seine 16mm-Filme, Dia-Installationen, Fotografien und Videos zusammen mit umfassendem Dokumentationsmaterial in einer seltenen Einzelausstellung gezeigt.
Im Juli 1975 begann der 33-jährige Künstler mit einem winzigen Segelboot eine künstlerisch motivierte Atlantiküberquerung mit dem Titel „In search of the miraculous (songs for north Atlantic)“. Etwa zehn Monate nach seiner Abreise trieb das leere Boot vor der Küste Irlands an. Jan Bas Aders Leiche wurde nie gefunden.
Bas Jan Aders künstlerisches Werk ist zugleich melancholisch und absurd, emotional und konzeptuell, einfach und komplex. Aus dem Fallen als Symbol des Scheiterns macht er mit diversen fotografischen Serien und seinen berühmten 16-mm-Filmen eine Profession. Der Moment des Kontrollverlusts wird bei ihm zu einer bewussten Entscheidung. Scheitern wird zur unausweichlichen Lebenserfahrung. Zeitlebens war Ader auf der Suche nach einer existentiellen Verortung des Menschen, nach dem Verborgenen und dem Wunderbaren, dem er unter Einsatz seines Körpers und letztlich auch seines Lebens nachspürte.










