Vom 30.01.2026 bis 26.04.2026 zeigt das Willy-Brandt-Haus Berlin die Gewinnerbilder des internationalen Wettbewerbs UNICEF Deutschlands. Jedes Jahr werden Bilder und Reportagen professioneller Fotojournalist:innen ausgezeichnet, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern dokumentieren. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen unterschiedliche Facetten der prekären Lebenssituation von Millionen Kindern weltweit, deren Rechte tagtäglich verletzt werden – und die dabei allzu häufig unsichtbar bleiben.
Die prämierten Reportagen und Dokumentationen, faszinieren durch ihre besondere ästhetische und journalistische Qualität sowie durch Empathie und Respekt gegenüber Kindern. Aber sie erschrecken auch, wenn man so direkt mit dem Leid mancher KInder konfrontiert ist – mit ausgemergelten Körpern und und Gesichtern mit unendlich viel Traurigkeit. Viele Bilder versprechen aber auch über Hoffnung für die Zukunft der Kinder.
Das Siegerbild der französischen Fotojournalistin Elise Blanchard zeigt die zehnjährige HajiraStresemann aus der afghanischen Provinz Nangarhar – beim versunkenen Lernen in ihrem Zuhause, in einem abgelegenen Dorf östlich von Kabul. Es steht für die stille, aber unbeirrbare Widerstandskraft von Millionen afghanischer Mädchen, denen seit mehr als vier Jahren der Zugang zur weiterführenden Schulbildung verwehrt bleibt.
Mirja Linnekugel, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus erklärt: „Bildung ist der Schlüssel zu einer gerechten und freien Zukunft. Doch in Afghanistan wird dieser Schlüssel
zurzeit Millionen von Mädchen verwehrt – mit Folgen für ganze Generationen. Das diesjährige Gewinnerbild erinnert uns an die Situation im Land und macht gleichzeitig Hoffnung, dass die
Neugier und der Wissensdurst letztlich stärker sind, als jedes Verbot.
„Elise Blanchards Arbeit zeigt, was journalistisches Erzählen im besten Falle vermag: Sie schafft Empathie, Respekt und Nähe“, sagte Peter-Matthias Gaede, Juryvorsitzender und Mitglied des Deutschen Komitees von UNICEF. „In Blanchards Bild des Mädchens Hajira wird ein oft so abstrakter Begriff ganz konkret: Menschenwürde.“
Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 28, Berlin










