Feuerrote Boliden, zahllose Grand-Prix-Siege und legendäre Sportwagen – keine andere Automarke löst so starke Emotionen aus wie Ferrari. Das berühmte Markenzeichen, das ‚Cavallino Rampante‘, das sich aufbäumende schwarze Pferd auf gelbem Grund, stammt ursprünglich von dem Familienwappen des italienischen Jagdfliegers Francesco Baracca, einem Helden des Ersten Weltkriegs. Nicht nur für Autofans wurde Ferrari zum Symbol für elegantes Design und Exklusivität sowie sportlichen Erfolg.
Der im Taschen Verlag, Köln, erschienene, großformatige Bildband „Ferrari“ zeichnet chronologisch auf fast 700 Seiten die einzigartige Geschichte der weltbekannten Automarke nach – nur wenige Marken verfügen über ein derart großes emotionales Potenzial wie Ferrari. Sieben Jahrzehnte lang – und ein Ende ist kaum in Sicht – hinterließ das von Enzo Ferrari 1947 gegründete Unternehmen eine unauslöschliche feuerrote Spur im Auto-Rennsport und begeisterte Formel-1- und Sportwagenfans rund um den Erdball.

Die Rennstrecke von Le Mans, auf der das
24-Stunden-Rennen stattfindet, ist nur einen Steinwurf entfernt,
aber das Ferrari-Team arbeitet in einer nahe gelegenen Werkstatt. Im Jahr 1950
wird der 195 S für das Rennen vorbereitet, bei dem er dem Team aus Luigi Chinetti und
„Eldé” (Léon Dernier) anvertraut wird.
© The Klemantaski Collection / Foto Louis Klemantaski
Mit einzigartigem Zugriff auf Fotos und vielen bislang unveröffentlichten Dokumenten aus den Archiven des Unternehmens, aber auch aus privaten Sammlungen aus aller Welt, werden die
Geschichten hinter den Protagonisten und Triumphen von Ferrari in insgesamt 10 Kapiteln von „Wo die Legende geboren wurde“ über „Die großen Champions“ und „Die legendären Rennen“ bis zu „Technik und Innovation“ erzählt. Zudem enthält der Band Auszüge aus den Tagebüchern des charismatischen Firmengründers.

In imposanter Pose: Enzo Ferrari beobachtet die Arbeiten an einem 12-
Zylinder-Motor.
© MONDADORI Portfolio
Das von dem italienischen Sportjournalisten und Schriftsteller Pino Allievi gestaltete Buch ist garniert mit Bildern der Fotografen Jesse Alexander, Louis Klemantaski und Rainer W. Schlegelmilch, die oftmals doppelseitig im Riesenformat 54×38 cm wiedergegeben sind. Es endet mit einer Aufzählung aller von 1947 bis 2024 von Ferrari in den verschiedenen Klassen erzielten Erfolge und den international gewonnenen Titeln, die mit Fahrernamen, wie Alberto Askari, Juan Manuel Fangio, Phil Hill, Jacky Ickx, Niki Lauda, Michael Schumacher, Kimi Räikkönen oder Sebastian Vettel verbunden sind. Eine bebilderte Aufstellung aller von 1940 bis 2024 entwickelten Ferrari-Modelle beendet den großen Bildband.

Die Seitenansicht des Ferrari 125 S, entworfen von Gioachino Colombo. Das Fahrzeug verfügte über einen 1,5-Liter-12-Volt-Motor.
Das Chassis wurde in Mailand von Gilco gebaut, die elliptische Rohrkonstruktion wog nur 44 kg
Mit freundlicher Genehmigung des Ferrari-Archivs.

Ein signiertes Foto, das die Schauspielerin Anna Magnani an
Ferrari geschickt hat. Hier ist sie in ihrem Kostüm für ihre Rolle in
„Die goldene Kutsche“ mit dem 212 Inter Coupé Vignale zu sehen, den sie so sehr liebte.
© Reporters Associati & Archivi / Mondadori Portfolio
Von spannenden Triumphen auf der Rennstrecke bis hin zur peniblen Handwerkskunst, die hinter jedem Modell steckt, macht der Bildband die Essenz dessen erlebbar, die Ferrari zu einem der begehrtesten Namen, zu einer Marke in der Automobilgeschichte werden ließ. Ob Sammler oder einfach nur Liebhaber einzigartigen Designs und unvergleichlicher Leistung – der große Bildband ist die ultimative Hommage an das bleibende Vermächtnis von Ferrari.
H.-G. v. Zydowitz
Pino Allievi
Ferrari
Fotografie: Jesse Alexander, Louis Klemantaski, Rainer W. Schlegelmilch
688 Seiten
Format: 38×28 cm, Hardcover
Text: Englisch
Köln, Taschen Verlag
ISBN: 978-3-7544-0135-4; € 125,–
Erhältlich unter www.taschen.com








