Etwas fotografieren, das man nicht sehen kann! Das ist Andreas Herzau (1962–2024) mit seinen Bildern der Bamberger Symphoniker gelungen. Die Ausstellung „Lichtakkord. Andreas Herzau fotografiert die Bamberger Symphoniker“, die ab dem 2. Oktober 2026 in der Villa Dessauer in Bamberg zu sehen ist, zeigt fast 200 Fotografien, die Andreas Herzau sowohl in Bamberg als auch auf mehreren Konzerttourneen aufgenommen hat.
Der Herausforderung „etwas fotografieren, das man nicht sehen kann!“ stellte sich Andreas Herzau, als er 2014 der Einladung folgte, den Jubiläumsband zum 70-jährigen Bestehen der Bamberger Symphoniker zu fotografieren. Seither begleitete Andreas Herzau das Orchester mit seiner Kamera bei Proben, Konzerten und Reisen rund um die Welt.
In seiner Rolle als ‚Hoffotograf‘ der Bamberger Symphoniker gelang es Andreas Herzau, „die Seele der Musik in die Seele der Fotografie hinüberzubringen“. Als Bildjournalist war ihm schon immer daran gelegen, die Möglichkeiten der klassischen Reportagefotografie zu erweitern. Nicht um das vermeintlich objektive Dokument ging es ihm, sondern um eine subjektive, präzise Form des Sehens und des Darstellens. Diese Haltung prägt seine unverwechselbare Bildsprache: extreme Anschnitte, steile Perspektiven, grafisch verdichtete Schwarzweißkompositionen, plakative Farbigkeit sowie das bewusste Spiel mit Auslassungen, mit Tiefen- und Bewegungsunschärfe charakterisieren seine Aufnahmen. Sie sind folglich weit mehr als eine visuelle Übersetzung des musikalischen Geschehens. Sie dokumentieren und interpretieren zugleich, abstrahieren und eröffnen neue Perspektiven auf das Orchester und seine Arbeit.
Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit der Museen der Stadt Bamberg und der Stiftung F.C. Gundlach, die das Archiv des im Jahr 2024 verstorbenen Fotografen bewahrt. Weitere Kooperationspartner sind die Bamberger Symphoniker und das Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg, wo vom 15.12.2026 bis 24.01.2027 ebenfalls eine Auswahl von Herzaus Symphoniker-Fotos gezeigt wird.
Wesentlich an Konzept und Gestaltung der Ausstellung beteiligt: Eleonora Cagol, Martin Habermeyer und Fabian Ludovico für die Museen der Stadt Bamberg; Sebastian Lux und Pascal Pakos für die Stiftung F.C. Gundlach; Steffen Härtel-Klopprogge und Ilka Jacobus für studio m2m3.
Ausstellungsdauer
2. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027
Villa Dessauer
Museen der Stadt Bamberg
Hainstraße 4a, 96047 Bamberg









