Adobe bündelt mit dem neu vorgestellten Adobe Creative Collective Stimmen aus Design, Fotografie, Filmproduktion, neuen Technologien und Kreativkultur. Die Initiative ist als Austauschformat angelegt, das weniger auf Trendprognosen setzt, sondern auf konkrete Einblicke in aktuelle Arbeitsweisen. Im Mittelpunkt stehen Fragen, wie Kreative KI heute in ihre Prozesse integrieren, welche interdisziplinären Workflows entstehen und wie sich der kreative Prozess dadurch verändert.
Der Ansatz zielt darauf, Entwicklungen nicht nur zu beobachten, sondern Rückmeldungen aus der Praxis systematisch in die Weiterentwicklung von Tools, Programmen und Ressourcen einfließen zu lassen. Adobe positioniert das Kollektiv damit als Schnittstelle zwischen Kreativschaffenden und Produktentwicklung. Der Fokus liegt auf realen Herausforderungen, etwa beim Umgang mit neuen KI-gestützten Workflows, aber auch auf neuen Möglichkeiten rund um Monetarisierung, Karrierewege und Formen kreativer Arbeit.
Adobe ordnet das Creative Collective in ein breiteres Engagement für die Branche ein. Dazu zählen Programme wie das Adobe Creative Apprenticeship und die Adobe Digital Academy, die den Einstieg in kreative Berufsfelder unterstützen sollen. Als Indikator für die wirtschaftliche Bedeutung kreativer Arbeit nennt das Unternehmen zudem Zahlen aus dem Behance-Umfeld: Im vergangenen Jahr wurden dort kreative Stellen im Wert von über 80 Millionen US-Dollar ausgeschrieben, verteilt auf mehr als 100.000 Positionen für Freiberufliche, Festangestellte und Auszubildende.
Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Tina Roth Eisenberg, Stefan Sagmeister, Karen X Cheng, Lindsay Adler und Scott Belsky. Das Spektrum soll unterschiedliche Perspektiven abbilden – von Fotografie über Design bis hin zu Bildung und Technologie.
Das Creative Collective ist als laufende Initiative angelegt. Ein konkreter Starttermin für erste öffentliche Formate oder eine feste Programmlogik wurde nicht genannt.
Fazit
Mit dem Adobe Creative Collective setzt Adobe auf ein Format, das aktuelle kreative Praxis dokumentieren und in die Weiterentwicklung von Werkzeugen zurückspiegeln soll. Entscheidend wird sein, ob die Initiative über prominente Namen hinaus dauerhaft verwertbare Erkenntnisse liefert – insbesondere dort, wo KI nicht nur neue Funktionen bringt, sondern bestehende Arbeitsabläufe und Berufsbilder verändert.







