Die industrielle 2D-Bildverarbeitung steht zunehmend vor der Aufgabe, leistungsfähige Inspektionen ohne komplexe Systemarchitekturen umzusetzen. LMI Technologies adressiert diesen Bedarf mit der Einführung der Gocator 2D-Smartkameras, die Bildaufnahme, Verarbeitung und Software in einem Gerät vereinen und vollständig ohne externe Rechner oder Cloud-Anbindung auskommen.
Die neuen Smartkameras basieren auf der bekannten Gocator-Plattform und nutzen die GoPxL-Vision-Inspektionssoftware. Zentrales Merkmal ist die Edge-Verarbeitung auf Basis von NVIDIA Jetson Orin NX, die KI-gestützte Auswertungen direkt im Gerät ermöglicht. Regelbasierte Bildverarbeitung und KI-Modelle lassen sich parallel einsetzen, was sowohl klassische Prüfaufgaben als auch lernbasierte Inspektionen unterstützt. Typische Anwendungen reichen von Defekterkennung und Messaufgaben über OCR und Farbinspektion bis hin zum Lesen von Barcodes und Aufgaben der Rückverfolgbarkeit.

GoPxl 2D-Scannen
Hardwareseitig integrieren die Gocator 2D-Smartkameras Kamera, Prozessor und Software in einem robusten IP67-Gehäuse. Die Global-Shutter-Modelle sind mit Auflösungen von 5 oder 12 Megapixeln verfügbar und erreichen Bildraten von bis zu 84 Bildern pro Sekunde bei einer Latenz von unter 10 Millisekunden. Damit eignen sie sich auch für High-Speed-Anwendungen in der Fertigung. Die Unterstützung gängiger Industrieprotokolle wie EtherNet/IP, PROFINET, Modbus und MQTT erleichtert die Einbindung in Automatisierungs- und SPS-Umgebungen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die GoPxL-Softwareplattform. Über eine browserbasierte Oberfläche mit Drag-and-Drop-Workflows lassen sich Inspektionen entwerfen, testen und in Betrieb nehmen, ohne Programmcode schreiben zu müssen. Live-Debugging-Funktionen sowie die Möglichkeit, KI-Modelle mit klassischen Bildverarbeitungswerkzeugen zu kombinieren, bieten Flexibilität für unterschiedliche Anforderungen. Für erweiterte Szenarien unterstützt die Plattform auch Python-Skripte und kundenspezifische Workflows, etwa für Maschinenhersteller oder Systemintegratoren.
Ausgelegt sind die Gocator 2D-Smartkameras vor allem für Anwendungen mit Einzelkameras oder kleineren Multistationen, bei denen PC-basierte Systeme oft mit höherem Integrations- und Wartungsaufwand verbunden sind. Die einheitliche Plattform erlaubt es, einmal entwickelte Prüflogiken auf weitere Geräte oder Fertigungslinien zu übertragen. Für Anwender, die bereits Gocator-3D-Smart-Sensoren einsetzen, lassen sich 2D- und 3D-Inspektionen innerhalb derselben Softwareumgebung kombinieren und gemeinsam verwalten.

Mark Radford, CEO von LMI Technologies
Mark Radford, CEO von LMI Technologies, ordnet die Neuentwicklung wie folgt ein: „Die Gocator 2D-Smartkamera wurde für die Realität der industriellen Bildverarbeitung entwickelt: Kunden wollen präzise Ergebnisse bei voller Liniengeschwindigkeit, ohne die Komplexität PC-basierter Systeme. Durch die Kombination von High-Speed-Bildaufnahme mit edge-nativer KI und unserer GoPxL Drag-and-Drop-Softwareoberfläche in einem einzigen robusten Gerät liefern wir ein echtes All-in-One-2D-Vision-System.“
Die Gocator 2D-Smartkameras sind ab sofort erhältlich und werden durch ein Sortiment an zertifiziertem Zubehör wie C-Mount-Objektiven, Beleuchtung, Kabeln, Netzteilen und Montagekomponenten ergänzt. Damit lässt sich eine vollständige Inspektionslösung aus einer Hand aufbauen.
Fazit
Mit den Gocator 2D-Smartkameras verfolgt LMI Technologies einen konsequent integrierten Ansatz für die industrielle 2D-Bildverarbeitung. Die Kombination aus Edge-basierter KI, deterministischer Echtzeitverarbeitung und einer einheitlichen Softwareplattform zielt auf reduzierte Systemkomplexität und eine beschleunigte Inbetriebnahme. Für Fertigungsumgebungen, in denen kompakte, skalierbare und wartungsarme Vision-Lösungen gefragt sind, stellt das Konzept eine praxisnahe Alternative zu klassischen PC-basierten Systemen dar.







