Noch bis zum 19. Juli kann man sich für die vierteilige Workshopserie „Everything but the Truth“ mit der Fotografin Viktoria Binschtok anmelden, die an den Samstagen 22.08., 28.11.2026 und 06.03., 05.06.2027, jeweils von 10 bis 17 Uhr im Fotografie Forum Frankfurt stattfindet.
Bei den Worjshops steht die Fotografie als freies künstlerisches Medium im Mittelpunkt. Statt die Welt zu dokumentieren, übersetzen wir Ideen in Bilder. Gemeinsam werden themenübergreifende Ansätze besprochen, individuelle Konzepte entwickelt und bis zu potentiellen Präsentationsformen begleitet. Die Teilnehmenden experimentieren mit analogen, digitalen oder KI-basierten Mitteln. Zur Diskussion stehen künstlerische Strategien wie Bildaneignung sowie Fragen von Autorenschaft und Bedeutungsverschiebung. So entsteht ein offener, selbstbewusster Umgang mit Fotografie – losgelöst vom Wahrheitsanspruch, der dem Medium seit seiner Erfindung zugeschrieben wird.
Viktoria Binschtok (*1972 in Moskau, Russland) wuchs in Minden, Westfalen auf. 1995 bis 2002 studierte sie Fotografie und Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In ihren fotografischen Arbeiten reflektiert sie das komplexe Themenfeld der Fotografie im Zeitalter ihrer digitalen Reproduktion und Zirkulation. Neben eigenen Fotografien verwendet die Künstlerin Bilder aus dem Fundus des Internets und anderer medialer Bildquellen, welche sie sich auf vielfältige Weise aneignet.
Ihre Arbeiten werden national und international ausgestellt – u.a.: Museum Folkwang Essen, 2012 RAY Trienniale, C/O Berlin, Centre Pompidou Paris und Metz, Fondazione Prada Milan, Frankfurter Kunstverein, Kunstmuseum Bonn, Hamburger Kunsthalle. Ab Juni 2026 sind ihre Arbeiten im Museum der Bildenden Künste Leipzig und der C/O Berlin zu sehen, ab Oktober 2026 im Finnish Museum of Photography in Helsinki, Finnland. Sie lebt und arbeitet seit 2002 in Berlin.









