Im Berliner Gropius Bau wird vom 9. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027 die Ausstellung „Christoph Schlingensief – Es ist nicht mehr mein Problem, macht Eure Scheiße alleine“ gezeigt. Die Ausstellung beleuchtet das visionäres genreübergreifendes Schaffen des Künstlers Die umfangreichste Werkschau des Künstlers in Deutschland seit über zehn Jahren versteht sich dabei nicht als klassische Retrospektive, sondern bringt zentrale Werkgruppen Schlingensiefs in Dialog.

Christoph Schlingensief, Church of Fear, Biennale Venedig, 2003, Courtesy: Nachlass des Künstlers © Christoph Schlingensief, Foto: Edzard Piltz
„Christoph Schlingensief hat die Grenzen zwischen Theater, Film, Oper, politischer Aktion und bildender Kunst konsequent aufgehoben. Seine Arbeiten konfrontieren uns mit den Widersprüchen ihrer Zeit und fordern dazu auf, gesellschaftliche Wirklichkeiten immer wieder neu zu befragen“, schreibt Jenny Schlenzka, Direktorin Gropius Bau.

Christoph Schlingensief Chance 2000 – Partei der letzten Chance, 1998, Installationsansicht, MAK, 2026 © Aino Laberenz, Foto: kunst-dokumentation.com/MAK
Christoph Schlingensief zählt zu den einflussreichsten deutschen Künstler*innen seiner Generation. Obwohl seine Arbeiten unmittelbar auf politische und gesellschaftliche Fragestellungen ihrer Entstehungszeit reagierten, entfalten sie auch im Hier und Jetzt eine besondere Relevanz: Sowohl seine frühe Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Diskriminierung und der Fragilität demokratischer Gesellschaften als auch seine Forderung nach Haltung und Austausch berühren wesentliche Debatten der Gegenwart. In acht Räumen und dem zentralen Lichthof präsentiert Christoph Schlingensief: Es ist nicht mehr mein Problem, macht eure Scheiße alleine Installationen und Videoarbeiten, die durch dokumentarisches Film- und Archivmaterial kontextualisiert werden. Rund neun Werkkomplexe aus der Zeit vom Ende der 1990er bis zum Ende der 2000er Jahre machen dabei seine künstlerischen Strategien sowie die permanente Bewegung des Fragens, Zweifelns und Scheiterns sichtbar, die seine Praxis prägte.







