Marilyn nackt am Pool: Der Fotograf und Autor Lawrence Schiller (* 1936) begann seine Karriere als Fotojournalist für ‚Life‘, ,Time‘ und ‚Paris Match‘, für die er früh einige der größten Ikonen der 1960er Jahre von Marilyn Monroe bis zu Barbra Streisand, von Muhammad Ali und Patterson bis zu Robert Redford und Paul Newman fotografierte. Zudem war er später Regisseur oder Produzent von 20 Kinofilmen, darunter Dokumentarfilme, wie ‚The American Dreamer‘ und der Oscar-prämierte ‚Schussfahrt vom Mount Everest‘. Von seinen Fernsehproduktionen gewannen ‚Gnadenlos‘ und ‚Peter der Große‘ fünf Emmys.

„When I looked over the script it
didn’t take me very long to find the
one scene I was sure I wanted to
shoot.“
— Lawrence Schiller
Monroe by the pool’s edge,
Something’s Got to Give, May 1962.
Copyright: Lawrence
Schiller/Courtesy TASCHEN and
Holden Luntz Gallery
Der im Taschen Verlag, Köln, erschienene Bildband „Marilyn & Me“ erzählt die Geschichte von einem Idol, das kaum drei Monate später unter nach wie vor ungeklärten Umständen verstarb, und einem jungen Fotografen aus Brooklyn, der noch ganz am Anfang seiner Laufbahn stand. „Sie sind schon berühmt. Jetzt werden Sie mich berühmt machen“ sagte der noch unbekannte Lawrence Schiller zu Marilyn Monroe, als sie über die Fotos redeten, die er von ihr machen sollte. Und in der Tat war es letztlich Marilyn Monroe (1926 – 1962), die Lawrence Schiller bei ihrem letzten Film „Something’s got to Give“ zu seinem großen Durchbruch als Fotograf verhalf.

“Paula was like a Svengali to Marilyn. At work, her mother hen, her shadow. . . .Paula believed in Marilyn, and that allowed Marilyn to believe that she could become a great actress.”
—Lawrence Schiller
With acting coach and confidant Paula Strasberg, 1962. Copyright: Lawrence
Schiller/Courtesy TASCHEN and
Holden Luntz Gallery
Schiller hatte den weltbekannten Filmstar zwar bereits ein Jahr zuvor am Set von ‚Machen wirʼs inLiebe‘ für ‚Paris Match‘ fotografiert, doch stand der damals gerade mal 25jährige noch ganz am Anfang seiner Laufbahn und nichts hatte ihn auf den Tag vorbereiten können, als sich Marilyn Monroe bei den nun anstehenden Filmaufnahmen nackt am Swimmingpool präsentierte. „Marilyn war schon, wenn sie Kleider anhatte, das Traummotiv eines jeden Fotografen – und noch umwerfender ohne. Ihre nasse Haut glänzte, ihre Augen funkelten, ihr Lächeln war aufreizend“, erinnert sich Schiller an den Moment, der für ihn zum Karrierebooster werden sollte und gleichzeitig Marilyn die erhofften Schlagzeilen und Titelseiten der Magazine einbrachten.

Monroe on the set of her last film, Something’s Got to Give, May 1962.
Copyright: Lawrence
Schiller/Courtesy TASCHEN and
Holden Luntz Gallery
Mit mehr als 100 Bildern, darunter seltenen Outtakes von den Aufnahmen zu Marilyns letztem Film, ist der Bildband ein wahres und zugleich unerwartetes Porträt des nach wie vor weltbekannten Filmstars in ihren letzten Lebensmonaten. Zudem ist die in insgesamt acht Kapiteln ausführlich geschilderte sowie immer wieder auch durch persönliche Bemerkungen von Lawrence Schiller ergänzte Entstehungsgeschichte der Nacktaufnahmen des Filmstars am und im Swimmingpool fast ebenso aussagekräftig wie die Fotografien selbst.
H.-G. v. Zydowitz
Lawrence Schiller
Marilyn & Me
200 Seiten
Format: 24×33 cm, Hardcover mit Schutzumschlag
Sprache: Englisch/Deutsch
Köln, Taschen-Verlag
ISBN: 978-3-8365-6314-7;
Preis 60 Euro
Erhältlich über www.taschen.com










