Mit der Ausstellung „Personal Perspectives“ wird in diesem Sommer vom 26.6. bis 20.9. in der Leica Galerie Wetzlar die eigene Geschichte gefeiert, vor allem aber auch die Bedeutung der Galerien im Kontext der Kulturarbeit von Leica gewürdigt. In Kooperation mit den weltweit tätigen Leica Galeristinnen und Galeristen ist eine spannende und vielseitige Ausstellung entstanden. Mit vielen Leica Klassikern und ebenso vielen Neuentdeckungen.

Alex Webb
Zuckerwatte, Oaxaca, Mexiko 1990
aus der Ausstellung „Personal Perspectives. 50 Fotografien
für 50 Jahre Leica Galerien“, Leica Galerie Wetzlar 2026
Dass Ausstellungen des Mediums Fotografie überall präsent sind, ob in Galerien oder in musealen Institutionen, war vor 50 Jahren alles andere als selbstverständlich. Hier hat Leica und vor allem Karin Rehn-Kaufmann Weitblick bewiesen. „Die Leica Galerien sind weit mehr als nur Ausstellungsräume, sie sind emotionale Begegnungsorte. Hier wird Fotografie nicht nur gezeigt, sondern auch erlebt. Sie schaffen Räume, in denen Geschichten sichtbar werden, in denen Perspektiven aufeinandertreffen und in denen die Werte von Leica – Präzision, Authentizität und Humanismus – spürbar werden“, sagt Karin Rehn-Kaufmann, Generalbevollmächtigte der Leica Galerien. „Gerade in einer zunehmend digitalen und schnelllebigen Welt sind diese physischen Orte von unschätzbarem Wert. Sie ermöglichen den direkten Austausch zwischen Künstlerinnen, Künstlern und Publikum, fördern Dialog und Inspiration und geben der Fotografie eine Bühne, die berührt und nachhallt. Sie verbinden Technik mit Emotion, Handwerk mit Haltung und schaffen echte kulturelle Relevanz.“

Ragnar Axelsson
Hjelmer Hammeken, Grönland 1995
aus der Ausstellung „Personal Perspectives. 50 Fotografien
für 50 Jahre Leica Galerien“, Leica Galerie Wetzlar 2026

Thomas Hoepker
Alte im Schnee, Hamburg, Deutschland 1954
aus der Ausstellung „Personal Perspectives. 50 Fotografien
für 50 Jahre Leica Galerien“, Leica Galerie Wetzlar 2026
Mit der Eröffnung der ersten Leica Galerie am Unternehmensstandort in Wetzlar vor 50 Jahren legte das Unternehmen den Grundstein für sein kulturelles Engagement, dessen Erfolgskonzept bis heute fortgeführt wird. Im April 1976 eröffnete in Wetzlar im Foyer des damaligen Leica Verwaltungsgebäudes ein erster Ausstellungsbereich. International folgten in den nächsten Jahrzehnten weitere Standorte, von New York City über Prag und Frankfurt am Main bis Tokio. Eine besondere Wegmarke sollte die Eröffnung der Leica Galerie in Salzburg 2008 durch Karin Rehn-Kaufmann werden. Denn in der Folgezeit begann mit ihrem Engagement als Generalbevollmächtigte der Leica Galerien der rasche Aufbau des internationalen Netzwerks, zu dem heute 27 Galerien zählen. Tendenz: Weiter steigend, noch in diesem Jahr wird die Eröffnung der Leica Galerie in Shanghai gefeiert.

Steve McCurry
Mädchen mit grünem Schal, Pakistan 2002
aus der Ausstellung „Personal Perspectives. 50 Fotografien
für 50 Jahre Leica Galerien“, Leica Galerie Wetzlar 2026
Die Ausstellung „Personal Perspectives“: Der bereits vor gut einem Jahr erfolgte Aufruf an die derzeitigen Galeristinnen und Galeristen, ihre Favoriten und Lieblingsbilder aus den Leica Galerieprogrammen auszuwählen, stieß auf breite Resonanz. So vielfältig die Programme der Galerien sind, so facettenreich waren auch die Vorschläge, wobei die Klassiker sich neben jüngeren Positionen gut behaupten mussten. Das Spektrum der Ausstellung reicht von den großen Klassikern wie Werner Bischof, Elliott Erwitt, Gianni Berengo Gardin und Thomas Hoepker über Bruce Gilden und Barbara Klemm bis hin zu Ralph Gibson und Joel Meyerowitz. Klassische bildjournalistische Positionen sind ebenso vertreten wie freikünstlerische Arbeiten – vom Porträt bis zur Reportage und natürlich immer wieder auch das Genre der Street Photography, das wie kaum ein anderes mit der Leica Fotografie verbunden ist. Ein Wiedersehen mit Gewinnern des Leica Oskar Barnack Awards ist möglich, ebenso die Entdeckung jüngerer fotografischer Positionen, die in überraschende Dialoge zu den Klassikern treten, wie die Arbeiten von Franziska Stünkel, Lys Arango oder M’hammed Kilito belegen. Und so zeigt die Jubiläumsausstellung in der Leica Galerie Wetzlar Geschichte und Geschichten – immer aus persönlicher Perspektive und mit fundierter Expertise.
„Meine Hoffnung ist, dass die Leica Galerien auch in Zukunft Orte bleiben, die Menschen berühren, zum Nachdenken anregen und inspirieren. Orte, an denen Fotografie nicht nur betrachtet, sondern auch gefühlt wird. Wenn sie diese emotionale Kraft bewahren, werden sie auch in den nächsten Jahrzehnten ein lebendiger Bestandteil der Kulturarbeit als Kompass, als Begegnungsraum und als Quelle neuer Visionen bleiben“, so Karin Rehn-Kaufmann.







