Vom 13.6. bis 20.9.2026 ist im Stadthaus Ulm die Ausstellung „Black Cowboys“ mit Aufnahmen von Sabine Bungert und Stefan Dolfen zu sehen, die quer durch Amerika reisen und zahlreiche Fotografien und Videointerviews mit Black Cowboys und Black Cowgirls machten.
Das romantisierte Image des weißen Cowboys prägt bis heute das Bild des „Wilden Westens“. Mit der Realität hat dieses Stereotyp nicht viel zu tun. Ein Viertel der Cowboys waren Afroamerikaner und haben diesen legendären Abschnitt der amerikanischen Geschichte entscheidend mitgeprägt. Doch Hollywood hat einen Mythos erschaffen, der aus ausnahmslos weißen „Westernhelden“ bestand, die zudem häufig nach realen Schwarzen Vorbildern entwickelt wurden. Somit wurde die Bedeutung der Schwarzen für die Entwicklung der USA übergangen. Durch dieses „Whitewashing“ weiß heute kaum jemand von der Existenz Schwarzer Cowboys.
In den letzten Jahren ist in den USA eine Schwarze Gemeinschaft entstanden, deren Anhänger*innen sich als Black Cowboys und Black Cowgirls bezeichnen und die sich darum bemühen, dass der Anteil der historischen Black Cowboys an der Geschichte der USA gesehen wird.
2022 und 2023 reisten Sabine Bungert und Stefan Dolfen von Maryland nach Kalifornien, über Arizona, New Mexico nach Texas, weiter nach South und North Carolina und nach Chicago. Sie trafen zahlreiche Black Cowboys und Black Cowgirls: Rodeoreiter, Farmer, Mitglieder Schwarzer Reitclubs, Museumsdirektoren, Unternehmerinnen, Pastorinnen und Künstlerinnen und besuchten Trail Ride Events, Black Cowboy Festivals und Rodeo-Veranstaltungen. Das Ergebnis ist ein umfassendes fotografisches Werk mit zusätzlichen Videointerviews, in denen die Cowboys und Cowgirls ihre Geschichten erzählen.









