DxO stellt mit PureRAW 6 eine neue Version seiner Software zur Vorverarbeitung von RAW-Dateien vor. Im Mittelpunkt stehen die Erweiterung der DeepPRIME-Technologie auf Kameras mit Bayer-Sensoren, eine neue DNG-Komprimierung sowie KI-basierte Funktionen zur Bildbereinigung und Optimierungen für den Workflow.

Beispiel mit und ohne DxO Pure RAW 6 Entwicklung

Beispiel mit und ohne DxO Pure RAW 6 Entwicklung
Die Software ist als erster Verarbeitungsschritt im RAW-Workflow konzipiert. Sie übernimmt Rauschminderung, Objektiv- und Sensorkorrekturen sowie die Vorbereitung der Dateien für die weitere Bearbeitung in Programmen wie Adobe Lightroom oder anderen Bildeditoren.
Eine zentrale Neuerung ist DeepPRIME XD3. Die Technologie war bisher nur für Kameras mit X-Trans-Sensoren verfügbar und steht nun auch für Modelle mit Bayer-Sensoren bereit. Das neuronale Netzwerk analysiert Sensordaten während der RAW-Konvertierung und kombiniert Rauschreduktion mit der Rekonstruktion feiner Details. Ziel ist eine verbesserte Bildqualität bei Aufnahmen mit hoher ISO-Empfindlichkeit oder in Situationen mit geringem Licht.
„DxO PureRAW 6 führt unsere Mission fort, die Grenzen des Möglichen in der RAW-Bildverarbeitung zu verschieben“, erklärt Jean-Marc Alexia, Vice President Product Strategy bei DxO. „Mit dieser Version machen wir außergewöhnliche Bildqualität so zugänglich wie nie zuvor. DeepPRIME XD3 erweitert die Leistungsfähigkeit unseres neuronalen Netzwerks auf sämtliche Kameratypen, während gezielte Workflow-Verbesserungen ein schnelleres und effizienteres Arbeiten ermöglichen.“

DxO Pure RAW macht gute Bilder besser!
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Dateiverwaltung. PureRAW 6 führt eine neue Komprimierung für DNG-Dateien ein, die laut DxO RAW-Qualität bei deutlich reduzierter Dateigröße ermöglichen soll. Die erzeugten DNG-Dateien können bis zu viermal kleiner sein als unkomprimierte Varianten, ohne den Dynamikumfang oder die Flexibilität der RAW-Daten zu verändern. Dadurch sollen Verarbeitung und Archivierung großer Bildbestände erleichtert werden.
Neu ist außerdem eine KI-gestützte Sensorflecken-Erkennung. Die Funktion identifiziert Staubspuren auf dem Sensor automatisch und entfernt diese beim Export der Bilder. Die Korrektur lässt sich auf einzelne Aufnahmen oder komplette Bildserien anwenden. Ein einstellbarer Schwellenwert ermöglicht es, die Empfindlichkeit der Erkennung anzupassen.

Stapelverarbeitung, bei der das Programm die nächste Datei bereits vorbereitet, während die aktuelle noch verarbeitet wird.
Für größere Bildmengen hat man in PureRAW 6 eine Stapelverarbeitung integriert. Dabei wird die nächste Datei bereits vorbereitet, während die aktuelle noch verarbeitet wird. Ziel ist ein höherer Durchsatz bei der Verarbeitung umfangreicher RAW-Bibliotheken.
DxO PureRAW 6 steht für macOS und Windows zur Verfügung. Eine 14-tägige Testversion wird über die Website des Herstellers angeboten.
Fazit
Mit PureRAW 6 erweitert DxO seine RAW-Vorverarbeitung um neue KI-Funktionen und eine überarbeitete DeepPRIME-Technologie. Die Unterstützung von Bayer-Sensoren für DeepPRIME XD3 sowie die neue DNG-Komprimierung zielen vor allem auf mehr Effizienz bei großen Bildbeständen. Ergänzende Automatisierungen wie die Sensorflecken-Erkennung und die schnellere Stapelverarbeitung richten sich an Workflows mit hohen Bildmengen.
Preis:
DxO PureRAW 6: ca. 130 Euro.






