Steigende Energie- und Logistikkosten infolge geopolitischer Spannungen wirken sich zunehmend auf die Papierindustrie aus. Der Spezialpapierhersteller Felix Schoeller reagiert darauf mit einem temporären Kostenzuschlag über alle Segmente hinweg.
Auslöser der Entwicklung ist unter anderem der Krieg im Nahen Osten, der internationale Transportketten belastet. Störungen im Luft- und Seeverkehr führen zu Verzögerungen und höheren Frachtraten. Parallel dazu steigen die Preise für Öl und Gas deutlich. Diese Dynamik treibt nicht nur die Energiekosten, sondern auch die Preise für Rohstoffe und Logistikleistungen weltweit nach oben. Zunehmend betroffen sind auch langfristig angelegte Beschaffungs- und Energiekonzepte.
Nach Angaben des Unternehmens bleibt die Versorgungslage stabil. Einschränkungen bei der Rohstoffverfügbarkeit sieht Felix Schoeller derzeit nicht. Der Austausch mit Kundschaft und Lieferkettenpartnern wurde intensiviert, um auf Veränderungen reagieren zu können.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Marktvolatilität führt das Unternehmen ab dem 1. April 2026 einen temporären Kostenzuschlag ein. Dieser gilt bis auf Weiteres für alle Geschäftsbereiche. Ziel ist es, die gestiegenen Kosten zumindest teilweise auszugleichen und Planungssicherheit zu schaffen.
Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Osnabrück beobachtet die Entwicklung der Energie- und Logistikmärkte fortlaufend. Maßnahmen sollen flexibel an die jeweilige Marktsituation angepasst werden.
Seit 2018 wird das Unternehmen in fünfter Generation von Hans-Christoph Gallenkamp geführt. Das Portfolio umfasst unter anderem Foto- und Digitaldruckpapiere, Dekorpapiere sowie Spezialanwendungen für Industrie und Medizin.
Fazit:
Die Einführung eines temporären Zuschlags zeigt, wie stark externe Kostenfaktoren die Papierindustrie beeinflussen. Unternehmen wie Felix Schoeller reagieren mit kurzfristigen Preisanpassungen, während langfristige Strategien unter den Bedingungen volatiler Energie- und Transportmärkte neu bewertet werden.







