Künstliche Intelligenz verändert die Arbeit mit Bildern in Redaktionen und Bildagenturen. Der Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) reagiert darauf mit einem Positionspapier, das den Umgang mit KI-generierten und manipulierten Bildern aus Sicht der professionellen Bildbranche einordnet. Es soll als Grundlage für den Austausch mit Verlagen und Bildredaktionen dienen und den Fokus auf Qualitätssicherung, Transparenz und Verantwortung in der publizistischen Praxis richten.
Die zunehmende Verbreitung KI-generierter und veränderter Bilder stellt Bildagenturen, Redaktionen und Medienhäuser vor neue Herausforderungen. Neben rechtlichen Fragen rund um Urheberrecht, Datennutzung und Vergütung gewinnen vor allem die Verifikation von Bildinhalten sowie transparente Kennzeichnungspflichten an Bedeutung. Gleichzeitig halten KI-gestützte Werkzeuge Einzug in die Erstellung, Bearbeitung und Verbreitung visueller Inhalte.

Vor diesem Hintergrund hat der BVPA ein Positionspapier veröffentlicht, das die Sichtweise der professionellen Bildanbieter zusammenfasst und eine gemeinsame Grundlage für Gespräche mit Verlagen und Bildredaktionen schaffen soll. Anlass waren unter anderem Fälle, in denen KI-generierte oder manipulierte Bilder Eingang in die redaktionelle Berichterstattung gefunden hatten. Daraus ergaben sich Fragen nach der Verantwortung innerhalb der gesamten publizistischen Lieferkette und nach geeigneten Verfahren zur Sicherung der Glaubwürdigkeit visueller Inhalte.
Dem Papier ging ein Branchendialog voraus, an dem Vertreter verschiedener Mitgliedsagenturen teilnahmen. Im Mittelpunkt standen die Bewertung technischer Risiken und die Entwicklung praktikabler Verfahren, mit denen sich die Authentizität journalistischer Bilder nachvollziehbar sichern lässt. Die Ergebnisse dieses Austauschs flossen anschließend in die Beratungen des BVPA-Vorstands und in die Ausarbeitung des Dokuments ein.
Der Verband versteht das Positionspapier ausdrücklich nicht als abschließende Antwort auf alle Fragen rund um künstliche Intelligenz und Bildauthentizität. Vielmehr soll es eine gemeinsame Orientierung für den weiteren Dialog mit Bildredaktionen, Verlagen und weiteren Marktteilnehmern bieten. Gleichzeitig unterstützt es die Mitgliedsunternehmen dabei, ihre Positionen gegenüber Kunden und Partnern nachvollziehbar zu vermitteln.
Fazit
Das Positionspapier macht deutlich, dass die Diskussion über KI in der Bildbranche nicht allein eine technische oder rechtliche Frage ist. Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Arbeitsprozesse, Transparenz und die Verlässlichkeit journalistischer Bildquellen. Damit liefert der BVPA einen Orientierungsrahmen für den Austausch zwischen Bildanbietern und Medienhäusern und setzt einen Impuls für gemeinsame Standards im Umgang mit KI-generierten und bearbeiteten Bildern.
Hier können Sie das Positionspapier „Vertrauen in visuelle Informationen sichern – Verantwortung gemeinsam wahrnehmen“ als PDF herunterladen.







