Adobe bündelt den Zugriff auf seine Kreativ- und Produktivitätsprogramme in einem neuen ChatGPT-Plugin. Die Lösung verknüpft mehr als 70 Anwendungen und Dienste, sodass Bild-, Video-, Design- und Dokumentenprojekte direkt aus einer Unterhaltung mit ChatGPT heraus erstellt und anschließend bei Bedarf in den jeweiligen Adobe-Programmen weiterbearbeitet werden können.

Bündeln die Werkezeuge der Adobe Creative Suite: Open AI und Adobe.
Adobe stellt ein einheitliches ChatGPT-Plugin vor, das zahlreiche bisher getrennte Schnittstellen in einer Anwendung zusammenführt. Über das Plugin lassen sich Funktionen aus Programmen wie Photoshop, Firefly, Lightroom, Premiere, Adobe Express, Illustrator, InDesign, Acrobat und Adobe Stock direkt aus einer ChatGPT-Konversation heraus nutzen. Nach einer Beschreibung der gewünschten Aufgabe übernimmt das Plugin die Auswahl der benötigten Adobe-Dienste im Hintergrund.

Mit dem Adobe ChatGPT-Plugin einfach die Größe von Videos ändern.
© Adobe
Nach Angaben des Unternehmens eröffnet dies neue Arbeitsabläufe für die Erstellung visueller Inhalte. Mehrere Fotos können mit einem einheitlichen Bildstil versehen, anschließend als Creative-Cloud-Projekt gespeichert und beispielsweise in Produkt- oder Verpackungsdarstellungen eingebunden werden. Ebenso lassen sich längere Videos in kurze Fassungen umwandeln und für verschiedene Social-Media-Plattformen anpassen. Designvorlagen können bearbeitet, animiert oder als druckfertige PDF-Dokumente ausgegeben werden.

Adobe Plugin für ChatGPT Screenshot.
© Adobe
Für umfangreichere Bearbeitungen endet der Arbeitsablauf nicht im Chat. Projekte können direkt in Anwendungen wie Photoshop, Premiere oder Adobe Express übernommen und dort mit den jeweiligen Spezialfunktionen weitergeführt werden. Dadurch bleibt ChatGPT der Einstiegspunkt für die Erstellung von Inhalten, während die eigentliche Detailbearbeitung in den etablierten Programmen erfolgt.
Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Zusammenführung der bislang getrennten ChatGPT-Konnektoren von Bedeutung. Adobe vereinfacht damit den Zugang zum eigenen Softwareangebot und bindet einen wachsenden KI-Arbeitsplatz unmittelbar an das Creative-Cloud-Ökosystem an. Die Integration zeigt zugleich, wie sich generative KI zunehmend von einzelnen Funktionen zu vollständigen Produktionsabläufen entwickelt.

Edit Design-Tool im Adobe-Plugin für ChatGPT.
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Fazit
Für Fotografie und Videoproduktion schafft das neue Adobe ChatGPT-Plugin einen durchgängigen Arbeitsablauf zwischen KI-gestützter Inhaltserstellung und professioneller Nachbearbeitung. Besonders bei der Vorbereitung von Bildserien, der Anpassung von Videos an unterschiedliche Ausgabekanäle oder der schnellen Erstellung von Layouts kann dies den Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen reduzieren. Die eigentliche Bild- und Videobearbeitung verbleibt jedoch weiterhin in den spezialisierten Adobe-Programmen, sodass das Plugin vor allem als zentrale Steuerung für bestehende Werkzeuge an Bedeutung gewinnt.
Das Adobe ChatGPT-Plugin steht im Rahmen der unterstützten Adobe-Dienste zur Verfügung.






