Die Ringfoto GmbH & Co. KG, die größte Kooperative des Fotofachhandels in Europa, hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen, sieht sich jedoch weiterhin auf einer stabilen wirtschaftlichen Basis. Auf der Gesellschafterversammlung in Frankfurt stellte die Geschäftsführung die Geschäftszahlen vor und skizzierte zentrale Projekte für das laufende Jahr.
Der Umsatz der Ringfoto GmbH & Co. KG lag 2025 bei 466,8 Millionen Euro und damit 5,29 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Lagerumsatz verringerte sich um 5,4 Prozent auf 369,7 Millionen Euro. Besonders deutlich fiel der Rückgang im Segment der Systemkameras aus, das ein Minus von 11,7 Prozent verzeichnete.

Der Konzernumsatz einschließlich der Tochtergesellschaften in Österreich und den Niederlanden belief sich auf 580,2 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 29,2 Millionen Euro.
Der Jahresüberschuss lag mit 1,7 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Dennoch verweist das Unternehmen auf eine Eigenkapitalrentabilität beziehungsweise Ausschüttungsquote an die Kommanditisten von 26,1 Prozent. Zusätzlich zahlte die Zentrale Boni in Höhe von 16,5 Millionen Euro an die angeschlossenen Fachhändler aus. Zusammen mit dem Jahresüberschuss ergab sich eine Gesamtausschüttung von rund 18,2 Millionen Euro. Einschließlich der durchgereichten Lieferantenboni flossen den Mitgliedsbetrieben insgesamt knapp 24,8 Millionen Euro zu.
Positiv entwickelte sich nach Unternehmensangaben die Eigenmarke Voigtländer. Mit dem Portrait Heliar 75 mm F1.8 und der Einführung der Fernglasserie Voigtländer VIENNA wurde das Sortiment erweitert. Die Marke bleibt damit ein wichtiger Bestandteil der Premiumstrategie der Unternehmensgruppe.

Positive Entwicklung: Erweiterung der Eigenmarke Voigtländer um die Vienna Fernglas-Serie.
© Voigtländer/Ringfoto
Für 2026 kündigt Ringfoto mehrere neue Projekte an. Dazu zählt die neue Academy App, über die Fachhändler und Verkaufspersonal mit Schulungs- und Informationsinhalten versorgt werden. Nach Angaben des Unternehmens nutzen bereits mehr als 300 Personen das Angebot.
Ebenfalls neu ist die Zubehörlinie alfo.essentials, die seit Juni für die Partnerbetriebe verfügbar ist. Einen Schwerpunkt legt Ringfoto zudem auf den Ausbau digitaler Vertriebswege. Mit dem am 17. Juni gestarteten alfo.marketplace wurde eine Plattform geschaffen, über die angeschlossene Fachhändler Produkte direkt an Endkunden verkaufen können. Dabei soll die regionale Nähe zwischen Händler und Käufer eine zentrale Rolle spielen.
Ein weiteres Großprojekt ist die Automatisierung des Logistikzentrums. Nach rund zwei Jahren Planung soll das neue System zum 1. Juli 2026 in Betrieb gehen. Geschäftsführer Thilo Röhrig sieht darin einen wichtigen Schritt für die zukünftige Leistungsfähigkeit der Kooperation.

Ringfoto Geschäftsführer Thilo Röhrig.
© Ringfoto
„Eines der größten Projekte der Ringfoto Gruppe ist die Automatisierung des Logistikzentrums. Nach fast zwei Jahren Planungszeit kann das neue System am 1. Juli 2026 starten und bietet der Kooperation und seinen Partnern zahlreiche Effizienz-Vorteile und Sicherheit für die Zukunft“, erklärte Röhrig.
Fazit
Trotz rückläufiger Umsätze und eines geringeren Jahresüberschusses hält Ringfoto an seinem Kurs fest. Die Kombination aus Ausschüttungen an die Mitgliedsbetriebe, dem Ausbau digitaler Vertriebskanäle, neuen Eigenmarkenangeboten und Investitionen in die Logistik zeigt, dass die Kooperation ihre wirtschaftliche Basis stärken und gleichzeitig die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum schaffen will.







