Vom 13. bis 22. März 1965 dokumentierte Christian Skrein, 1945 in Österreich geboren, die Winterszenen des Films Help!, den die Beatles im noch unbekannten Skiort Obertauern drehten und für kurze Zeit zum Schauplatz internationaler Popgeschichte machten. Nach Yeah! Yeah! Yeah! war es der zweite Spielfilm unter der Regie von Richard Lester. Die Reportage von Christian Skrein ist noch bis 11. Oktober 2026 beim Fotofestival in Baden bei Wien zu sehen. Auch nach dem Festival kann man die spannenden Ausstellungen noch im umfangreichen Festivalkatalog von 2026 genießen.
Was als praktische Entscheidung begann – man suchte für den Monat März einen schneesicheren Drehort – entwickelte sich schnell zu einer Mischung aus Improvisation, Chaos und Popkultur- Euphorie. Da keiner der Beatles Schi fahren konnte, mussten viele Szenen mit Schilehrern als Doubles gedreht werden, während die Musiker selbst eher unbeholfen durch den Schnee stapften. Diese Umstände verliehen dem Film eine gewisse Leichtigkeit und passten letztlich gut zum humorvollen, teils absurden Stil von Help!.
Die Beatles wohnten im Hotel Edelweiss und gaben sogar ein spontanes Konzert im Hotel Marietta – übrigens ihr einziges in Österreich. Für die Beatles war der Film nur ein Teil ihres dichten Terminkalenders, doch für Obertauern bedeutete er einen Wendepunkt. Der Ort wurde international bekannt und ist bis heute eng mit dieser Episode der Musik- und Filmgeschichte verbunden.
Aus dem Foto Atelier wurde ein Film Atelier – allerdings in Los Angeles. Jahrzehnte später wurde Skrein mit dem Technik Oscar ausgezeichnet. Skrein gilt als wichtiger Chronist der „Swinging Sixties“ und als einer der bedeutendsten privaten Fotosammler Europas. Die Skrein Photo Collection gilt als eine der größten privaten Fotosammlungen weltweit. Sein gesamtes Beatles-Werk hat er dem Salzburg Museum überlassen.











