Aus 27.846 Einreichungen, die aus 144 Ländern kamen, hat die Jury des Global Peace Photo Awards die Arbeit „The Cut“ der italienischen Fotografen zum Friedensbild des Jahres 2026 gewählt. Zum vierzehnten Mal wurden die Gewinner:innen des internationalen Fotowettbewerbs Global Peace Photo Award mit der Alfred-Fried-Friedensmedaille ausgezeichnet. Der mit 6.000 Euro dotierte Hauptpreis „Peace Image of the Year 2026“ ist mit 6.000 Euro dotiert.
Das sind die Sieger der Kategorien:
Kinderkategorie:
Sesilia Shainidze aus Georgien für „My Family“
Kategorie Einzelbilder:
Silvia Alessi aus Italien für „The Cut”
Kategorie Bildserien:
Antonio Denti aus Italien für „Il Mare in Mezzo (The Sea In Between)“
Aleksandra Kossowska aus Polen für „The World by Touch“
Mahmoud Abu Hamda aus Palestina für „Wings of Childhood and Peace“
In einem einzigen Foto hat die italienische Fotografin Silvia Alessi das Aufbegehren gegen die Unterdrückung von Frauen, einen Moment der Befreiung und die Sehnsucht, Frieden mit dem Leben machen zu können, festgehalten. Es sind aus Afghanistan nach Pakistan geflüchtete Frauen, von denen hier jede demonstrativ und selbstbewusst einen Föhn in die Luft reckt.
Neben so vielem anderen haben die in Afghanistan seit August 2021 regierenden radikalislamistischen und erzreaktionären Taliban den Frauen auch Schönheitssalons verboten. Was einst zu den wenigen Berufen gehörte, in denen afghanische Frauen noch arbeiten konnten, ist nun illegal.
Was in Afghanistan ausgelöscht ist, nicht geübt werden kann, nicht gelernt werden kann, eignen sich junge geflüchtete Frauen nun in Pakistan an. In Klassenräumen mit Spiegeln, Friseur-Utensilien, Mannequin-Bedarf. Jeder Föhn eine Waffe im Kampf um So fasste Jurymitglied Peter-Matthias Gaede in seiner Laudatio die Preiswürdigkeit der Arbeit von Silvia Alessi zusammen.
Silvia Alessi wurde darüber hinaus in der Kategorie „Bestes Einzelbild“ ausgezeichnet. Das Preisgeld von 1.000 Euro wurde von der Photographischen Gesellschaft (PHG), der zweitältesten fotografischen Gesellschaft der Welt, zur Verfügung gestellt. Selbstbestimmung, Identität und Sichtbarkeit, um Teilhabe und das Recht, einen Beruf zu wählen.

Das mit 1.000 Euro dotierte beste Friedensbild in der Kinder- und Jugendkategorie, „The Children’s Peace Image of the Year 2026“, gewann die elfjährige Sesilia Shainadze aus Georgien mit ihrem Bild „My Family“.
Das mit 1.000 Euro dotierte beste Friedensbild in der Kinder- und Jugendkategorie, „The Children’s Peace Image of the Year 2026“, gewann die elfjährige Sesilia Shainadze aus Georgien mit ihrem Bild „My Family“. Das ausgezeichnete Bild zeigt eine Szene im Haus der Großmutter, wo Sesilia mit ihr, mit Onkel, Tante, Cousinen und ihrem Hund ein Bühnenbild arrangiert hat, das ganz ihre eigene Idee war. Sie liebt es, dass bei ihrer Großmutter immer viel los ist, fröhlich und bunt.
Frieden sei ja nicht nur die Abwesenheit von Krieg, er beginne, wo sich Familien in Wärme, Liebe, Zuwendung und Glück begegneten. Für Sesilia, sei das ihre gegenwärtige Vorstellung von einer friedlichen Welt. Sesilia lebt in der Hafenstadt Batumi an der georgischen Schwarzmeerküste wo sie die fünfte Klasse des Schul-Lyzeums „Masterclass“ besucht, eine staatliche Bildungseinrichtung mit hohen Ansprüchen an das Erlernen von Fremdsprachen und in der Vermittlung demokratischer Werte und ökologischer Verantwortung.
Die beiden Hauptpreise wurden von Sonja Raus, Vorstandsdirektorin der Vienna Insurance Group (VIG), übergeben, die seit vielen Jahren den Global Peace Photo Award unterstützt. Bei der Vergabe des Friedensbildes 2026 wurde Sonja Raus von der ebenfalls langjährigen Sponsorin des Awards Silvia Lammerhuber, geschäftsführende Inhaberin der Edition Lammerhuber, unterstützt.
Lois Lammerhuber, der gemeinsam mit seiner Frau Silvia Lammerhuber den Global Peace Photo Award initiiert hat und seit Anbeginn organisiert, erinnerte daran, dass „Frieden nicht die Abwesenheit von Krieg ist, sondern etwas, das ich als „Gelungenes Leben“ bezeichnen möchte. Mit all ihrer kreativen und künstlerischen Leidenschaft formulieren die Fotograf:innen eine Ode an den Respekt vor der Zerbrechlichkeit unserer Welt. Sie beschwören die Beziehungen zwischen den Menschen und der Natur als eine Mission für ein verantwortungsvolles Leben. Mit ihren Talenten, ihrem Blick und ihren Visionen beschreiben sie jene gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, die uns nicht mehr loslassen dürfen. Sie fesseln den Blick mit Fotografien, die vom Auge direkt im Herzen Wurzeln schlagen, und uns ermutigen, sich gegen die Gleichgültigkeit und den herrschenden Populismus zu wehren. Ein Appell an die Welt, der fest ins Herz unseres Awards eingeschrieben ist.“








