Die OM System PEN ist die erste Kamera der PEN-Serie unter der Marke OM System. Die kompakte Micro-Four-Thirds-Systemkamera kombiniert das für die PEN-Reihe typische Design mit einem elektronischen Sucher, 5-Achsen-Bildstabilisierung, Staub- und Spritzwasserschutz sowie Funktionen der Computational Photography. Die Markteinführung ist für den 1. Oktober 2026 vorgesehen.

Frontansichten der OM System PEN in Silber und Schwarz.
© OM Digital System
Die PEN arbeitet mit einem Live-MOS-Sensor mit 20,37 Millionen effektiven Pixeln und dem TruePic-IX-Bildprozessor. Zur Ausstattung gehört ein elektronischer Sucher. Das Gehäuse ist nach IPX1 gegen Spritzwasser geschützt und staubgeschützt. Voraussetzung für den angegebenen Schutz ist die Verwendung eines entsprechend geschützten Objektivs. Damit erhält die PEN erstmals in der Geschichte der Serie einen elektronischen Sucher und einen Schutz gegen Staub und Spritzwasser.
Die integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung arbeitet mit kompatiblen Micro-Four-Thirds-Objektiven. Nach CIPA2024 erreicht sie eine Kompensationsleistung von bis zu 5,5 EV-Stufen in der Bildmitte und bis zu 4,5 EV-Stufen im Randbereich. Als Autofokussystem kommt ein 121-Punkt-Kreuzsensor-Phasendetektions-AF auf dem Bildsensor zum Einsatz. Erstmals innerhalb der PEN-Serie gehört zudem eine Motiverkennung auf Basis künstlicher Intelligenz für Menschen sowie Katzen und Hunde zur Ausstattung. Hinzu kommen unter anderem Starry Sky AF und ein Staubreduktionssystem für den Bildsensor.

Oberseiten der OM System PEN in Silber und Schwarz.
© OM Digital System
Ein Schwerpunkt liegt auf den Color- und Monochrome-Profileinstellungen. Die Color Profile Control erlaubt die Anpassung der Sättigung von zwölf einzelnen Farben in jeweils elf Stufen. Zusätzlich lassen sich Highlight- und Shadow-Control sowie Vignettierungseffekte kombinieren. Vier Farbprofile stehen zur Auswahl. Für Schwarzweißaufnahmen gibt es ebenfalls vier Voreinstellungen. Dabei können unter anderem Farbfilter, Kontrast, Vignettierung, Filmkorn und Tone Effects kombiniert werden. Die Auswirkungen der Einstellungen lassen sich bereits bei der Aufnahme im elektronischen Sucher kontrollieren. Ein Profile-Control-Schalter an der Vorderseite ermöglicht den direkten Zugriff.

Sein Ansichten der OM System PEN in Silber und Schwarz mit M-Zuiko Digital 14-42mm F3,5-5,6 III.
© OM Digital System
Auch die von OM System als Computational Photography bezeichneten Funktionen sind direkt über die Kamera abrufbar. Eine separate CP-Taste führt zu Tripod High Res Shot, Handheld High Res Shot, Live ND mit ND2 bis ND16, Focus Stacking, HDR1 und HDR2 sowie Multiple Exposure. Funktionen, die bei konventionellen Arbeitsweisen teilweise eine nachträgliche Bearbeitung am Rechner erfordern, werden damit bereits bei der Aufnahme verarbeitet.
Für unterschiedliche Aufnahmesituationen stehen ein AUTO-Modus mit Szenenerkennung und 24 SCN-Modi aus sechs Themenbereichen zur Verfügung. Ergänzt wird die Ausstattung durch 16 Art Filter und Pro Capture. Dabei können bis zu zwölf Bilder vor dem vollständigen Auslösen aufgezeichnet werden. Die Serienaufnahme erreicht bis zu 30 Bilder pro Sekunde und unterstützt RAW. Bis zu zwölf individuell benennbare Custom-Modi lassen sich speichern.

Beispielbild mit der OM System PEN und dem M-Zuiko-Digital 14-42mm F3,5-5,6 III.
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Für Videoaufnahmen bietet die PEN die Modi OM-Cinema1 und OM-Cinema2 sowie Unterstützung für vertikale Videos und S&Q-Aufnahmen für Slow- und Quick-Motion-Sequenzen. Eine Aufnahmeleuchte dient als Tally Light beziehungsweise On-Air-Licht. Die Profile-Control-Funktion kann ebenfalls bei Videoaufnahmen verwendet werden, ausgenommen S&Q-Aufnahmen.
Parallel zur Kamera führt OM System das M.Zuiko Digital 14-42mm F3.5-5.6 III ein. Das Standardzoom deckt umgerechnet auf das Kleinbildformat einen Brennweitenbereich von 28 bis 84 Millimetern ab. Der optische Aufbau umfasst acht Linsen in sieben Gruppen. Die maximale Bildvergrößerung beträgt 0,53-fach bezogen auf das Kleinbildformat. Das Objektiv besitzt einen einziehbaren Mechanismus sowie einen IPX1-Spritzwasserschutz und ein staubgeschütztes Design. Es unterstützt zudem Focus Stacking. Die Einführung ist für Anfang Oktober vorgesehen.

M-Zuiko-M14-42-mm F3,5-5,6 III
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Für die drahtlose Bildübertragung und Fernsteuerung steht die aktualisierte OM Image Share App OI.Share in Version 1.5 zur Verfügung. Die neue Profile Library kann Farb-, Tonwert- und weitere Bildeinstellungen aus entsprechenden Aufnahmen auslesen und als Profile in der Kamera speichern. Die Profile Library unterstützt neben der neuen PEN auch die OM-3 und OM-3 ASTRO.

OMSystem PEN Rückseite mit geöffnetem und geschlossenen Display.
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Fazit
Die OM System PEN markiert innerhalb der PEN-Serie einen konstruktiven Wechsel. Das bisherige kompakte PEN-Konzept wird erstmals mit einem elektronischen Sucher und einem Staub- und Spritzwasserschutz kombiniert. Technisch positioniert sich die Kamera als Micro-Four-Thirds-Systemmodell mit 20,37-Megapixel-Sensor, Bildstabilisierung, Phasendetektions-AF und einem vergleichsweise umfangreichen Paket an Computational-Photography-Funktionen. Die Color- und Monochrome Profile Control ergänzt diese Ausstattung um eine kamerainterne Möglichkeit zur gezielten Gestaltung von Farb- und Schwarzweißbildern.
Im OM-System-Portfolio steht die PEN damit als kompakte Systemkamera innerhalb der PEN-Produktfamilie. Die Vorstellung ist zugleich die erste Einführung einer PEN-Kamera unter der Marke OM System. Die Markteinführung erfolgt am 1. Oktober 2026 in Silber und Schwarz.
Preise:
OM System PEN: ca. 1.000 Euro
OM System PEN mit M.Zuiko Digital 14-42mm F3.5-5.6 III: ca. 1.100 Euro







