Die Zeiss Gruppe baut ihr Angebot für spiegellose Vollformatsysteme aus und ergänzt die Otus-ML-Familie um das neue Zeiss Otus ML 1.4/35. Die manuell fokussierbare Festbrennweite wird für Sony E-, Canon RF- und Nikon Z-Mount angeboten und richtet sich an Fotografierende, die einen klassischen 35-Millimeter-Bildwinkel mit hoher Lichtstärke kombinieren möchten.

Zeiss Otus 1.4/35 mit E-Mount
Mit der Erweiterung entsteht innerhalb der noch jungen ML-Serie ein Trio aus 35, 50 und 85 Millimetern. Bereits verfügbar sind das Zeiss Otus ML 1.4/50 und das Zeiss Otus ML 1.4/85. Die neue 35er-Variante positioniert sich als Werkzeug für Reportage-, Street- und Reisefotografie sowie dokumentarische Anwendungen. Der gemäßigte Weitwinkel erlaubt sowohl die Einbindung von Umfeld als auch eine gezielte Motivführung.
Optisch setzt das Unternehmen auf ein asphärisches Design zur Reduktion von Verzeichnung und chromatischen Aberrationen. Die Konstruktion ist laut Hersteller auf hohe Leistung bereits bei Offenblende f/1,4 ausgelegt. Die bekannte Zeiss T*-Vergütung soll Reflexionen, Streulicht und Geisterbilder minimieren und damit Kontrast und Farbtreue unterstützen. Eine Blende mit zehn Lamellen ist auf ein gleichmäßiges Bokeh ausgelegt.

Die Blende mit zehn Lamellen des Otus ML 1.4/35 liefert ein besonders gleichmäßiges Bokeh. © Zeiss
Im Unterschied zu vielen aktuellen Autofokus-Konstruktionen bleibt die ML-Reihe konsequent manuell. Der Metallfokusring mit Helikoid-Mechanik und großem Drehwinkel zielt auf präzise Scharfstellung. Die Blende lässt sich für Videoanwendungen entklicken, um stufenlose Übergänge zu ermöglichen. Das Vollmetallgehäuse ist für den Einsatz an spiegellosen Kamerasystemen konstruiert und soll Robustheit mit kompakter Bauweise verbinden. Gut ablesbare Skalen unterstützen die manuelle Arbeit.

Die komplette Reihe der Zeiss Otus Objektive mit Lichtstärke 1:1,4 und den Brennweiten 50, 85 und 35 Millimeter.
Mit der Otus-ML-Serie überträgt Zeiss zentrale Merkmale der klassischen Otus-Linie in ein moderneres, auf spiegellose Systeme abgestimmtes Konzept. Die traditionsreiche Marke, deren Dachgesellschaft Carl Zeiss AG ihren Hauptsitz in Oberkochen hat, erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund zwölf Milliarden Euro und investiert nach eigenen Angaben rund 15 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung.
Das Zeiss Otus ML 1.4/35 soll ab Frühjahr 2026 im Fachhandel erhältlich sein.
Fazit
Mit dem Otus ML 1.4/35 komplettiert Zeiss sein manuelles Festbrennweiten-Trio für spiegellose Vollformatsysteme um eine klassische Reportagebrennweite. Der Fokus liegt auf hoher Lichtstärke, kontrollierbarer Bildwirkung und mechanischer Präzision. Damit adressiert das Unternehmen eine Zielgruppe, die bewusst manuell arbeitet und Wert auf eine konsistente optische Charakteristik innerhalb eines Systems legt.
Preis:
Zeiss Otus ML 1.4/35: ca. 2.400 Euro.







