Thypoch, die Objektivmarke des chinesischen Herstellers Shenzhen Dongzheng Optical Technology, entwickelt manuell einstellbare Objektive mit Festbrennweiten für spiegellose Kameras und Messsuchersysteme. Das neue Eureka 28mm f/2.8 ASPH. Gehört zur besonders kompakten Eureka Objektivreihe des Unternehmens und orientiert im Look an historischen Konstruktionen wie dem Dallmeyer 28mm f/2.8 Anastigmat für die Ilford Advocate-Kamera. Die Entwicklung geht laut Hersteller auf den Wunsch nach einer kompakten Optik für 35mm-Film zurück. Im Mittelpunkt der Entwicklung standen eine geringe Vignettierung, niedrige Verzeichnung und eine kompakte Bauweise. Nach Angaben von Thypoch entstanden drei optische Entwicklungsstufen, bevor man sich nun vorgestellte Version festlegte.

Thypoch Eureka 28 mm F2.8 mit M-Adapter in Matte Black und Pearl White.
Die optische Konstruktion nutzt sieben Linsen in sechs Gruppen, darunter eine asphärische Linse und drei Linsen aus Gläsern mit hohem Brechungsindex. Eine Mehrschichtvergütung soll Reflexe und Streulicht reduzieren. Thypoch nennt eine gleichmäßige Schärfe bis in die Bildecken, Vermeidung von Abbildungsfehlern sowie ein natürlich wirkendes Bokeh als herausragende Eigenschaften dieses Objektivs. Die Blende mit acht Lamellen erzeugt bei punktförmigen Lichtquellen eine klar definierte Sternabbildung.

Optische Konstruktion und MTF-Kurve des Eureka 28 mm F2.8 M-Mount.
Mit einem Gewicht von 106 Gramm und einer Baulänge von 19,7 Millimetern gehört das Eureka 28mm f/2.8 ASPH. zu den kompaktesten M-Objektiven seiner Klasse. Das Objektiv besitzt ein Gehäuse aus Messing und ist in den Versionen Pearl White und Matte Black erhältlich. Neben der M-Version bietet Thypoch auch eine X-Mount-Ausführung sowie ein M-X-Adapterset an. Nach Herstellerangaben ist das Objektiv bereits lieferbar.

Optische Konstruktion und MTF-Kurve des Eureka 28 mm F2.8 X-Mount.
Fazit
Das Eureka 28mm f/2.8 ASPH. Von Thypoch knüpft sichtbar an die Formensprache klassischer Messsucherobjektive an, ohne die optische Konstruktion auf historische Standards zu begrenzen. Gerade an einer Leica M kann der zurückhaltende Retro-Look eine stimmige Verbindung zwischen Kamera und Fremdobjektiv schaffen. Für viele Nutzerinnen und Nutzer liegt der Reiz solcher Kombinationen nicht zuletzt in der Möglichkeit, den Charakter klassischer M-Systeme mit aktuellen optischen Rechnungen und alternativen Werkzeugen für eine individuelle Bildsprachen zu verbinden.
Preise:
Eureka 28mm f/2.8 ASPH. X-Mount: ca. 800 Euro
Eureka 28mm f/2.8 ASPH. mit M-X-Adapter: ca. 900 Euro







