Mit Version 9 erhält die Bildbearbeitungssuite Nik Collection 9 ein umfangreiches Funktionsupdate. Im Mittelpunkt stehen KI-gestützte Maskierungswerkzeuge, ein neu entwickeltes Color-Grading-Modul sowie zusätzliche kreative Filter und überarbeitete Arbeitsabläufe.

Nik Collection 9: KI-Masken: Screenshot Oberfläche Silver Efex
Die neuen Tiefenmasken analysieren Bildinhalte und erzeugen daraus eine Tiefenkarte, die Anpassungen abhängig von der Entfernung zur Kamera erlaubt. Eingebettete Tiefendaten sind dafür nicht erforderlich. Übergänge zwischen Vorder- und Hintergrund lassen sich über Regler definieren und fein abstimmen. Ergänzend dazu ermöglichen KI-Masken eine automatische Motivauswahl auf Pixelebene. Bildbereiche können per Klick oder durch Markierung festgelegt und gezielt bearbeitet werden. Beide Funktionen stehen innerhalb der gesamten Suite zur Verfügung und erweitern bestehende Auswahlmethoden wie die U-Point-Technologie.

Nik Collection 9: Screenshot Color-Grading-Werkzeug in Nik Color Efex.
Ein zentrales Element der Aktualisierung ist das neue Color-Grading-Werkzeug in Nik Color Efex. Statt mehrerer Farbräder kommt ein einzelnes Bedienfeld zum Einsatz, das getrennte Anpassungen für Schatten, Mitteltöne und Lichter erlaubt. Diese Tonwertbereiche lassen sich einzeln oder gekoppelt verändern. Parameter wie Farbton, Sättigung und Luminanz werden über separate Regler gesteuert. Ergänzend stehen Mischmodi zur Verfügung, die aus der Ebenenbearbeitung bekannt sind und unterschiedliche Kombinationen von Effekt und Bild ermöglichen.
Auch die Effektpalette wurde erweitert. Der Lichthof-Filter simuliert typische Überstrahlungen analoger Filme mit steuerbaren Parametern für Intensität und Farbwirkung. Das Werkzeug für chromatische Abweichungen erzeugt gezielte Farbverschiebungen, wie sie aus dem Druck bekannt sind. Der Glas-Effekt ergänzt bestehende Texturen um verzerrende Strukturen, die sich individuell anpassen lassen.

Screenshot mit Lichthof-Effekten in Nik Collection 9 von DxO.
Die Integration von Mischmodi in Nik Color Efex und Nik Analog Efex erweitert die Kombinationsmöglichkeiten vorhandener Filter deutlich. Laut Hersteller stehen 18 Modi zur Verfügung, die unterschiedliche visuelle Ergebnisse erzeugen. In Verbindung mit vorhandenen Texturen ergeben sich zahlreiche Variationen.
Auch der Workflow wurde überarbeitet. Masken-Overlays verbessern die Sichtbarkeit lokaler Anpassungen. Presets lassen sich per Mouseover in Echtzeit prüfen. Eine neue Palette bündelt Werkzeuge für lokale Anpassungen, und Einstellungen können per Tastenkürzel zwischen Bildern übertragen werden.
„Was in Photoshop zehn Ebenen erfordern würde, lässt sich in Nik Collection mit nur wenigen Klicks umsetzen“, sagt Boris Oliviero, Product Director bei DxO. Mit der neuen Version werde dieses Prinzip weiter ausgebaut, gleichzeitig seien Geschwindigkeit und Bedienung optimiert worden.

Screeshot Glas-Effekt in Nik Colection 9
Fazit
Nik Collection 9 erweitert die Suite gezielt um KI-gestützte Auswahlwerkzeuge und ein neu strukturiertes Color-Grading. Die Kombination aus automatisierten Masken, erweiterten Effekten und Mischmodi erhöht die Flexibilität bei der Bildbearbeitung. Die Workflow-Anpassungen zielen auf eine schnellere Bedienung im Alltag.
Preise:
Nik Collection 9 (neue Lizenz): ca. 170 Euro.
Upgrade von Version 7 oder 8: ca. 90 Euro.






