Der Brennweitenbereich von 70 bis 200 Millimetern mit durchgängiger Lichtstärke 1:2,8 zählt seit vielen Jahren zu den meistgenutzten Telezooms im Markt. Ob Sport, Reportage, Event oder Porträt – diese Objektivklasse gilt als Arbeitsgerät im professionellen Umfeld. Mit dem NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S II präsentiert Nikon nun eine überarbeitete Version für das Z-System, die in mehreren zentralen Punkten ansetzt.

NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S II.
Das Objektiv bringt 998 Gramm auf die Waage und ist damit 362 Gramm leichter als die erste Generation. Zudem wurde die Baulänge um 12 Millimeter reduziert. Der interne Zoommechanismus hält den Schwerpunkt beim Verstellen der Brennweite konstant. Das erleichtert den Einsatz auf Gimbals und sorgt auch bei Videoaufnahmen für stabile Balance.

Der interne Zoommechanismus hält den Schwerpunkt des Nikkor Z 700-200mm f/2.8 VR SII beim Verstellen der Brennweite konstant.
Die integrierte Bildstabilisierung ist mit bis zu sechs Blendenstufen angegeben. In Kombination mit kompatiblen Kameras steht Synchro-VR zur Verfügung, um Verwacklungen sowohl in der Bildmitte als auch in den Randbereichen zu minimieren. Gerade im Telebereich erweitert dies die Einsatzmöglichkeiten bei wenig Licht oder bei bewegten Motiven.
Ein zentrales Update betrifft den Autofokus. Das neue System mit Silky Swift Voice Coil Motor arbeitet laut Hersteller bis zu 3,5-mal schneller als beim Vorgänger und gleichzeitig leiser. Auch die Scanzeit im Telebereich wurde verkürzt, die Fokussierung beim Zoomen präzisiert. Für Sport-, Wildlife- und Reportageanwendungen, bei denen Reaktionsgeschwindigkeit und Treffsicherheit entscheidend sind, kann dies ein relevanter Fortschritt sein.

Die Naheinstellgrenze des Nikkor Z 70-200mm f/2.8 VR SII konnte auf 38 Zentimeter bei 70 Millimeter- und 80 Zentimeter bei 200 Millimeter-Brennweiteneinstellung für mehr Flexibilität bei Nahaufnahmen verkürzt werden.
Optisch setzt Nikon auf einen neu gerechneten Aufbau mit 18 Linsen in 16 Gruppen. Dazu gehören unter anderem ED- und Super-ED-Glas, asphärische Elemente sowie eine SR-Linse. Vergütungen wie ARNEO und meso-amorphe Beschichtungen sollen Geisterbilder und Streulicht reduzieren. Die Blende mit elf abgerundeten Lamellen ist auf ein gleichmäßiges Bokeh ausgelegt. Gleichzeitig wurde die Naheinstellgrenze auf 38 Zentimeter bei 70 Millimetern und 80 Zentimeter bei 200 Millimetern verkürzt, was den kreativen Spielraum im Nahbereich erweitert.
Auch ergonomisch wurden Anpassungen vorgenommen. Der Stativadapterring ist abnehmbar und mit einem ARCA-SWISS-kompatiblen Fuß ausgestattet. Ein Einstellring mit zuschaltbarem Klickstopp erlaubt wahlweise taktiles Feedback für Foto oder stufenlose, geräuschlose Bedienung für Video. Das Gehäuse ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet.

Der Stativadapterring ist abnehmbar und mit einem ARCA-SWISS-kompatiblen Fuß ausgestattet.
Zurab Kiknadze, Product Manager bei Nikon Europe, ordnet das neue Modell als konsequente Weiterentwicklung ein: Durch die Kombination aus ergonomischen Verbesserungen, neuem optischem Aufbau, gesteigerter AF-Leistung sowie reduzierter Größe und Gewicht könne das Objektiv das Z-System insgesamt auf eine höhere Leistungsstufe bringen.
Das NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S II soll ab Mitte März 2026 im Handel verfügbar sein.

Durch spezielle Dichtungen ist das Nikkor Z 70-200 mm f/2.8 VR SII gegen Witterungseinflüsse und Feuchtigkeit geschützt.
Fazit
Der 70–200mm-Bereich bleibt ein Kernsegment im professionellen Objektivmarkt. Mit geringerem Gewicht, überarbeitetem Autofokus, optimierter Stabilisierung und neuem optischen Design adressiert Nikon zentrale Anforderungen aus Praxis und Videoproduktion. Für Anwenderinnen und Anwender der ersten Generation könnten insbesondere die deutliche Gewichtsreduktion, die höhere AF-Geschwindigkeit sowie die verbesserte Balance bei Videoanwendungen Argumente für einen Umstieg darstellen.
Preis: ca. 3.350 Euro.







