Die analoge Fotografie steht im Mittelpunkt eines erweiterten Workshop-Angebots von Jobo. Parallel dazu stellt der Hersteller neue Großformatkameras der Summit-Serie von Chamonix vor, die auf besonders kompakte Ausrüstung ausgelegt sind.
Seit rund zehn Jahren organisiert Jobo im Rahmen der Plattform Jobo artisan Workshops zur analogen Fotografie. Das Programm reicht von Grundlagenkursen zur Filmentwicklung bis zu Seminaren für die Arbeit mit Großformatkameras. Hinzu kommen thematische Veranstaltungen mit Schwerpunkt auf Praxis und fotografischer Theorie.
Zu den geplanten Terminen zählen ein Reiseworkshop im Juni nach Südtirol sowie ein weiterer Kurs Ende September in Prag. Beide Veranstaltungen widmen sich der Arbeit mit Großformatkameras im Gelände. Wer noch keine eigene Kamera besitzt, kann während des Workshops ein Leihgerät nutzen.

Ein Fotoreiseworkshop von Jobo führt nach Prag.
Ein Printing-Workshop im Oktober richtet sich an Interessierte, die sich mit klassischen Ausarbeitungsverfahren beschäftigen möchten. Geleitet wird die Veranstaltung von Printerin Susanne Kreutzer, die unter anderem für RecomArt Silbergelatineprints für Fotokünstler, Museen und Galerien produziert hat.
Im November ist eine weitere Ausgabe der „Jobo Schule des Sehens“ geplant. Die Fotokünstler Steffen Diemer und Detlef Grosspietsch diskutieren dabei gemeinsam mit Teilnehmenden über die Geschichte der Fotografie und ihre Bezüge zur bildenden Kunst.
Parallel zum Workshopprogramm vertreibt Jobo seit rund zehn Jahren die Fachkameras des Herstellers Chamonix exklusiv in Europa. Die Modelle kombinieren Konstruktionen aus Holz und Carbon mit geringem Gewicht.
Ein aktuelles Zubehörprodukt sind die Summit-Planfilmkassetten für das 8×10-Zoll-Format. Mit einer Bauhöhe von 4,8 Millimetern fallen sie deutlich dünner aus als klassische Filmhalter mit 14,8 Millimetern. Dadurch lassen sich im gleichen Stauraum etwa drei Summit-Kassetten transportieren.

Die neuen Summit 810 und 810X zusammengefaltet für einen einfachen Transport. zusammengefaltet.
„Inzwischen haben wir vielleicht nur wenige, dafür aber umso stärker begeisterte Kunden“, sagt Johannes Bockemühl.
Da die Filmebene der Summit-Kassetten näher an der Mattscheibe liegt, benötigen viele Kameras einen Fokus-Adapter. Chamonix hat deshalb zwei Kameramodelle entwickelt, deren Konstruktion direkt auf die Summit-Kassetten abgestimmt ist. Die hintere Standarte ist so ausgelegt, dass Fokus- und Filmebene ohne zusätzlichen Adapter übereinstimmen. Standard-8×10-Filmhalter sind bei diesen Kameras nicht kompatibel.
Die Chamonix Summit 810X verfügt über ein konvertibles Rückteil für Hoch- und Querformat. Sie wiegt rund 2460 Gramm und bietet einen Balgenauszug von 95 bis 550 Millimetern. Zusammengeklappt misst die Kamera etwa 310 × 320 × 59 Millimeter.
Die Variante Summit 810 arbeitet ausschließlich im Querformat und verzichtet auf die Drehfunktion des Rückteils. Dadurch reduziert sich das Gewicht auf rund 2100 Gramm. Der maximale Balgenauszug beträgt 460 Millimeter, das Packmaß liegt bei etwa 268 × 320 × 59 Millimetern.
Interessierte können verschiedene Chamonix-Kameras sowie die Summit-Filmhalter im Jobo artisan Studio in Gummersbach nach Terminvereinbarung testen. Auch im Rahmen der Workshops besteht Gelegenheit, die Systeme im praktischen Einsatz kennenzulernen.
Fazit
Mit Workshops zur analogen Fotografie und den auf minimalistische Ausrüstung ausgelegten Summit-Kameras setzt Jobo weiterhin auf das Großformatsegment. Die Kombination aus kompakten Filmhaltern und speziell angepassten Kameras richtet sich an Anwenderinnen und Anwender, die mit möglichst leichtem Equipment arbeiten möchten.
Preis:
Chamonix Summit 810X: ca. 6300 Euro
Chamonix Summit 810: ca. 6300 Euro







