Mit der Mission 1 Serie präsentiert GoPro eine neue Kameralinie, die sich an Filmschaffende, Kreative und eine ambitionierte Gruppe von Nutzerinnen und Nutzer richtet. Die Baureihe umfasst drei Modelle und kombiniert einen neu entwickelten 50-Megapixel-1-Zoll-Sensor mit dem ebenfalls neuen GP3-Prozessor. Ziel ist eine kompakte Bauform bei gleichzeitig erweiterten Video- und Fotofunktionen.
Im Zentrum der Serie steht der Sensor mit 1,6 µm großen nativen Pixeln sowie 3,2 µm Fused-Pixeln im Quad-Bayer-Design. In Verbindung mit dem GP3-Prozessor, der auf einer 5-nm-Architektur basiert, sollen eine verbesserte Lichtausbeute, ein Dynamikumfang von bis zu 14 Blendenstufen sowie eine effiziente Verarbeitung ermöglicht werden. Eine integrierte Neural Processing Unit übernimmt Aufgaben der Bildoptimierung, insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Mission 1 von GoPro mit Handgriff.
Die Modelle Mission 1 Pro und Mission 1 Pro ILS unterstützen Videoaufnahmen in 8K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde sowie 4K mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde. Zeitlupenaufnahmen sind in Full-HD mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde möglich. Open-Gate-Aufnahmen im 4:3-Format stehen mit bis zu 8K30 und 4K120 zur Verfügung und erlauben flexiblere Anpassungen im Schnitt. Das Basismodell Mission 1 bietet reduzierte Spezifikationen mit maximal 8K30 und 4K120.
Ein wesentliches Merkmal ist die Integration professioneller Videofunktionen. Dazu zählen Bitraten von bis zu 240 Mbit/s, 10-Bit-Farbaufzeichnung mit GP-Log2, HLG-HDR sowie Timecode-Synchronisation für Mehrkamera-Setups. Ergänzt wird dies durch eine 32-Bit-Float-Audioaufnahme, vier integrierte Mikrofone sowie Unterstützung für drahtlose Audioübertragung via Bluetooth.

Rückseite der Mission 1 Pro von Gopro..
Die Mission 1 Pro ILS stellt eine Variante mit Wechselobjektivanschluss dar und ist kompatibel mit Micro-Four-Thirds-Objektiven. Damit richtet sich das System an eine Gruppe von Anwenderinnen und Anwendern, die eine größere gestalterische Kontrolle über die Bildwirkung benötigt. Gleichzeitig bleibt die kamerainterne Stabilisierung erhalten.
Auch die Fotofunktion wurde erweitert. Die Serie ermöglicht 50-Megapixel-Aufnahmen im RAW-Format sowie Serienbildgeschwindigkeiten von bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Unterstützt wird dies durch automatische Szenenerkennung und HDR-Verarbeitung.

GoPro Mission 1 Pro ILS von vorn.
Das Gehäuse der Kameras ist ohne zusätzliches Zubehör bis zu einer Tiefe von 20 Metern wasserdicht. Ergänzend steht ein modulares Zubehörsystem zur Verfügung, darunter ein Media-Modul mit erweiterten Anschlüssen, ein drahtloses Mikrofonsystem, verschiedene Griffvarianten sowie ND-Filter und Beleuchtungslösungen. Ein neuer Enduro-2-Akku erhöht die Laufzeit auf über fünf Stunden bei Full-HD-Aufnahmen.
Nicholas Woodman, Gründer und CEO von GoPro, ordnet die neue Serie als Reaktion auf Anforderungen professioneller Nutzender ein und spricht von einer Entwicklung, die gezielt auf kompakte Kinokameras abzielt. Pablo Lema, Senior Vice President Product, betont die Kombination aus Sensor und Prozessor als Grundlage für die Leistungssteigerung in dieser Geräteklasse.
Die Kameras lassen sich in das bestehende Software-Ökosystem integrieren. Die zugehörige App ermöglicht automatische Cloud-Uploads, Erstellung von Highlight-Videos sowie Bearbeitung und Verwaltung von Inhalten.
Die Mission 1 Pro, Mission 1 Pro Grip Edition und Mission 1 sind ab Ende Mai im Handel verfügbar. Weitere Varianten wie die Mission 1 Pro ILS folgen im dritten Quartal.
Fazit
Mit der Mission 1 Serie erweitert GoPro das eigene Portfolio in Richtung kompakter Kinokameras mit professionellen Funktionen. Der neue Sensor und Prozessor bilden die technische Grundlage für hohe Auflösungen, flexible Aufnahmeformate und erweiterte Steuerungsmöglichkeiten. Die Integration eines Wechselobjektivsystems in der ILS-Variante sowie das modulare Zubehörkonzept wurde für eine jene Gruppe von Anwenderinnen und Anwendern entwickelt, die erhöhte Anspruch an Bildgestaltung und Produktionsabläufe stellen.
Preise: ab ca. 2.500 Euro.







