Mit der Avata 360 stellt DJI eine Drohne vor, die 360°-Bildaufnahme und FPV-Flugkonzept in einem System zusammenführt. ((FPV-First Person View deutsch: Flug aus der Ich-Perspektive. Gemeint ist damit eine Steuerungsart bei Drohnen, bei der Pilotinnen und Piloten das Kamerabild der Drohne in Echtzeit sehen – so, als würden sie selbst im Cockpit sitzen. Das Livebild wird meist auf eine FPV-Brille oder ein Display übertragen).Das Modell nutzt zwei wechselbare Objektive und setzt auf 1-Zoll-äquivalente Sensoren für 8K-Video mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde sowie HDR-Unterstützung. Fotos sind mit bis zu 120 Megapixeln möglich. Alternativ steht ein Einzelobjektiv-Modus für klassische 4K-Aufnahmen zur Verfügung.

DJI FPV-Brille und RC221 Fernsteuerung
Die 360°-Erfassung ermöglicht es, Perspektiven erst in der Nachbearbeitung festzulegen. Inhalte lassen sich direkt exportieren oder nachträglich neu kadrieren (Kadrieren oder Kadrage) bezeichnet in Fotografie und Film die bewusste Auswahl und Gestaltung des Bildausschnitts, also das Festlegen, was innerhalb des Bildrahmens sichtbar ist und was draußen bleibt. Es ist ein zentrales Mittel der Bildkomposition, um den Fokus auf wichtige Elemente zu lenken und eine bestimmte Wirkung zu erzielen).
Grundlage dafür sind unter anderem große Pixel mit 2,4 Mikrometern und ein erweiterter Dynamikumfang, der Details in hellen und dunklen Bildbereichen erhält.
Für die Livebildübertragung kommt das O4+-System zum Einsatz. Es überträgt das Kamerabild in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde und erreicht laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 20 Kilometern. Die Verbindung ist auf hohe Störungsresistenz ausgelegt und richtet sich an stabile FPV-Anwendungen.

Die 360°-Erfassung der Avata 360° von DJI ermöglicht es, Perspektiven erst in der Nachbearbeitung festzulegen.
Die Flugzeit beträgt bis zu 23 Minuten. Zur Sicherheitsausstattung gehören eine omnidirektionale Hinderniserkennung, auch bei Nacht, sowie integrierte Propellerschützer. Ein beschädigtes Linsenelement kann eigenständig mit einem optionalen Ersatzkit ausgetauscht werden.
Softwareseitig bietet das System Funktionen wie „Spotlight Free“ zur automatischen Motivverfolgung, „ActiveTrack 360°“ für situationsabhängiges Tracking sowie einen FPV-Modus mit Rollbewegungen. Ergänzt wird dies durch eine Ein-Klick-Bearbeitung in der App und ein virtuelles Gimbal, das nachträgliche Kamerabewegungen ohne mechanische Stabilisierung erlaubt. Intelligente Tracking-Algorithmen erkennen Personen, Fahrzeuge oder Tiere auch innerhalb von 360°-Aufnahmen.
Die Drohne verfügt über 42 GB internen Speicher, ausreichend für rund 30 Minuten 8K-360°-Video. Daten lassen sich per WLAN 6 mit bis zu 100 MB/s übertragen. Eine Minute Videomaterial kann damit innerhalb weniger Sekunden in die App geladen werden.
Die Avata 360 ist mit verschiedenen Steuerungsoptionen kompatibel, darunter klassische Fernsteuerungen sowie FPV-Brillen und Motion Controller. Damit lassen sich sowohl präzise Kamerafahrten als auch immersive Flugerlebnisse realisieren.

DJI Avata 360° Fly More Kit
Die DJI Avata 360 ist bereits vorbestellbar, die Auslieferung beginnt im April.
Fazit
Die Avata 360 verbindet 360°-Kameratechnik mit FPV-Flug und adressiert damit Content-Produktion und immersive Anwendungen gleichermaßen. Der Fokus liegt auf flexibler Nachbearbeitung, kombiniert mit automatisierten Aufnahme- und Trackingfunktionen. Die technische Ausstattung richtet sich an Nutzergruppen, die sowohl klassische Drohnenaufnahmen als auch frei definierbare Perspektiven aus einer Aufnahme generieren möchten.
Preise:
DJI Avata 360: ca. 460 Euro.
DJI Avata 360 (DJI RC 2): ca. 720 Euro.
DJI Avata 360 Fly More Combo: ca. 940 Euro.
DJI Avata 360 Motion Fly More Combo: ca. 940 Euro.







