Die ZEISS Gruppe hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem soliden Ergebnis beendet und dabei in einem zunehmend anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld weiter zugelegt. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um neun Prozent auf knapp 11,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich auf 1,552 Milliarden Euro, was einer EBIT-Rendite von 13 Prozent entspricht.
Das Unternehmen sieht sich weiterhin mit geopolitischen Spannungen, Handelshemmnissen und einer spürbaren Zurückhaltung bei Investitionen konfrontiert. Diese Rahmenbedingungen prägten das abgelaufene Geschäftsjahr deutlich und wirkten sich unterschiedlich auf die vier Unternehmenssparten aus. ZEISS reagierte darauf mit gezielten Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz sowie mit einer konsequenten Fortführung der Investitionen in Forschung und Entwicklung. Mit einem Anteil von rund 15 Prozent am Umsatz bleibt dieser Bereich ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie.

Andreas Pecher, Vorsitzender des Vorstands © Zeiss
„ZEISS befindet sich nach wie vor in einem dynamischen und herausfordernden Geschäftsumfeld“, so Andreas Pecher, Vorstandsvorsitzender der ZEISS Gruppe. Geopolitische Spannungen, Handelshemmnisse und die Auseinandersetzungen zwischen den großen Wirtschaftsräumen haben sich im Geschäftsjahr 2024/25 weiter verschärft. Dies schlug direkt auf die Investitionsbereitschaft der Industrie und das Konsumklima durch. „Die Verunsicherung auf den Märkten ist im vergangenen Geschäftsjahr erneut gewachsen. Das erforderte angepasstes strategisches Handeln und zielgerichtete, verstärkte Resilienz-Maßnahmen“, erklärt Pecher.
Ein differenziertes Bild zeigt sich in den einzelnen Geschäftsbereichen. Die Sparte Semiconductor Manufacturing Technology verzeichnete mit einem Umsatzplus von 23 Prozent auf gut fünf Milliarden Euro das stärkste Wachstum. Treiber waren hier vor allem die anhaltend hohe Nachfrage nach Halbleitertechnologien und Investitionen in moderne Fertigungskapazitäten.
Industrial Quality & Research entwickelte sich hingegen weitgehend stabil und lag mit rund 2,33 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Die Sparte Medical Technology steigerte ihren Umsatz auf 2,7 Milliarden Euro und profitierte von einer insgesamt robusten Nachfrage im Medizintechnikmarkt. Consumer Markets wuchs moderat auf rund 1,57 Milliarden Euro, getragen von einer Erholung einzelner Konsumsegmente.
Trotz des positiven Gesamtbildes bleibt der Ausblick angespannt. Die Unternehmensführung rechnet weiterhin mit volatilen Märkten und einer hohen Unsicherheit in zentralen Wirtschaftsregionen. Strategische Flexibilität und Innovationsfähigkeit gelten daher als entscheidende Faktoren für die kommenden Jahre.
Fazit
ZEISS hat im Geschäftsjahr 2024/25 gezeigt, dass sich auch unter schwierigen globalen Rahmenbedingungen stabiles Wachstum erzielen lässt. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer breit aufgestellten Konzernstruktur und kontinuierlicher Investitionen in Forschung und Entwicklung. Gleichzeitig verdeutlicht das unterschiedliche Abschneiden der Sparten, dass die Herausforderungen je nach Marktsegment variieren. Für die weitere Entwicklung bleibt entscheidend, wie erfolgreich das Unternehmen seine Resilienz-Strategie angesichts eines weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Umfelds umsetzen kann.







