
Durch die Übergabe samt Unterzeichnung wird aus der Final-RefCam ganz offiziell ein Kulturgut in der Sammlung des Deutschen Museums. Auf dem Bild von links nach rechts: Sonja Neumann, Kuratorin für Foto und Film, Generaldirektor Michael Decker, Entwickler und Firmenchef Thomas Riedel und Dominik Scholler von der Bundesliga. Bild: Deutsches Museum, München | Reinhard Krause
Die winzige Kamera ist am Headset auf Augenhöhe des Schiedsrichters angebracht. Die HD-Bilder wirken deshalb fast so, als sehe man das Spiel mit den Augen des Schiedsrichters. Gleichzeitig wird auch der Ton übertragen – man bekommt also mit, was Vinčić im WM-Finale Lionel Messi mit auf dem Weg gab. Wenn der Schiedsrichter über den Platz läuft oder sich Spieler zur Brust nimmt, ist die Perspektive so, als stehe man selbst auf dem Spielfeld.

Übergabe der Schiedsrichterkamera von Thomas Riedel (re.) an Generaldirektor Michael Decker.
Foto: Deutsches Museum
Ursprünglich sollten die Bilder zu Trainingszwecken für die Schiedsrichterausbildung dienen, inzwischen bekommt sie auch das Fernseh-publikum zu sehen. Die Videos zeigen sehr anschaulich, wie dynamisch so ein Spiel ist – und wie schwer Schiedsrichterentscheidungen sein können. Nach dem Anschauen von ein paar Videos steigt der Respekt vor den Schiedsrichtern erheblich – und dank des Tons bekommt man auch mit, dass der Unparteiische oft auch eine Diplomatenrolle auf dem Rasen spielt.
„Bei der Konstruktion der RefCam stand die Anforderung im Vordergrund, eine extrem leichte Kamera zu bauen, die die Schiedsrichter in keiner Weise behindert und dennoch hervorragende Bilder in Sendequalität liefert“, erklärt Thomas Riedel. „Dass diese Entwicklung nach ihren erfolgreichen Einsätzen in den größten Stadien der Welt nun einen dauerhaften Platz im Deutschen Museum erhält – direkt neben Meilensteinen der Technikgeschichte –, ist für unser gesamtes Team eine besondere Ehre.“







