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Peter Knapp Mon temps + Jean Painlevé Les Pieds dans l’eau

29. Oktober 2022 - 12. Februar 2023

Peter Knapp Mon temps

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Peter Knapp, Saki, für Rhône-Poulenc, Étretat, 1977
© Peter Knapp / Fotostiftung Schweiz

«Was mich antreibt: Ideen in Bilder zu übersetzen. Ich möchte meine Gedanken visualisieren, meine Fantasien und Geschichten bildlich ausdrücken. Je ne prends pas de photos, je les fais.»

 

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Peter Knapp, Für Dim, Paris, ca. 1968
© Peter Knapp / Fotostiftung Schweiz

 

Mit dieser Haltung wurde Peter Knapp, 1931 in Bäretswil im Zürcher Oberland geboren, in den 1960er- und 70er-Jahren zu einer einflussreichen Figur der internationalen Modewelt. Nach seiner Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Zürich hatte er insbesondere als Art Director der in Paris erscheinenden Zeitschrift Elle grossen Erfolg: In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, der sich nicht zuletzt in der Mode spiegelte, fand er die passenden Bilder für die Befreiung des Körpers und der Gedanken.

 

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Peter Knapp, Modeaufnahme, 1975
© Peter Knapp / Fotostiftung Schweiz

 

Elle, unter der Chefredakteurin Hélène Lazareff ein Leitmedium der Emanzipation, trug wesentlich zu einer lebensfrohen Demokratisierung weiblicher Kleidung bei: Prêt-à-porter statt Haute-couture, Minijupe statt Korsett, Funktionalität statt steifer Eleganz, selbstbewusste Frauen auf den Strassen statt Mannequins im Studio. Sowohl die Layouts wie auch die Fotografien von Peter Knapp vermittelten dieses neue Körper- und Lebensgefühl, in dem sich viele Frauen der 1960er-Jahre wiedererkannten.

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Peter Knapp, Elle, Nr. 1324, 03.05.1971
© Peter Knapp / Fotostiftung Schweiz

 

 

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Peter Knapp, Grace Coddington, für Vogue, London, 1971
© Peter Knapp / Fotostiftung Schweiz

 

Die Ausstellung in der Fotostiftung Schweiz präsentiert nicht nur das Schaffen des Fotografen und Art Directors, sondern lässt auch die Stimmung einer Epoche und den damaligen Wandel der Gesellschaft aufleben.
Begleitend zur Ausstellung erscheint die Publikation Peter Knapp – Mon temps. Modefotografie 1965–1980 im Verlag Scheidegger & Spiess, herausgegeben von Peter Pfrunder.

 

 

Jean Painlevé Les Piers dans l‘eau

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Geneviève Hamon, Jean Painlevé mit Caméflex-Kamera
(mit einer von Geneviève Hamon entworfenen Tragevorrichtung), Roscoff, ca. 1958
© Les Documents Cinématographiques / Archives Jean Painlevé, Paris

Jean Painlevé Les pieds dans l‘eau 29.10.2022–12.02.2023 Der französische Regisseur Jean Painlevé (1902–1989) widmete sich Zeit seines Lebens mit grosser Leidenschaft und Hingabe dem wissenschaftlichen Film und der Dokumentation der Fauna, insbesondere der Tierarten der Unterwasserwelt.

 

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Jean Painlevé, Hippocampe femelle, ca. 1934–1935
© Les Documents Cinématographiques / Archives Jean Painlevé, Paris

 

 

In gut 50 Jahren drehte Jean Painlevé über 200 Kurzfilme, die sich durch seine ebenso akribische wie experimentelle Herangehensweise sowie seine technischen Finessen auszeichnen. Die Werke, die in der Ausstellung gezeigt werden – eine Auswahl zahlreicher Schwarzweiss- und Farbfilme, Fotografien und Dokumente –, spiegeln seine Faszination für die Wissenschaft wider aber auch sein Bedürfnis, das Staunen über die Tierwelt, die unsere Welt bewohnt, zu teilen.

Jean Painlevé nutzte den Film als Medium, um lebende Organismen zur erkunden und unter Anwendung bestimmter Techniken die Merkmale ihrer Anatomie festzuhalten. Er beobachtete seine Motive genau und hielt ihre Bewegungen und Entwicklungen fest. Dabei interessierte er sich vor allem für die Meeresfauna und insbesondere für Krebse, Krabben, Seesterne oder Seeigel, deren Lebensraum die Küstenlandschaft ist, vor allem das Vorland – der durch die Gezeiten abwechselnd von Wasser bedeckte und freiliegende Grenzbereich zwischen Land und Meer.

 

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Jean Painlevé, Buste d’hippocampe, ca. 1931
© Les Documents Cinématographiques / Archives Jean Painlevé, Paris

 

 

Jean Painlevé realisierte zahlreiche seiner Filme in Zusammenarbeit mit seiner Lebensgefährtin und Kollaborateurin Geneviève Hamon (1905–1987). Nach 1930 werden einige von Painlevés Filmen von informativen, teils didaktischen Kommentaren begleitetet. Auch seine Stummfilme kamen als pädagogische Instrumente zum Einsatz. Sie richten sich an ein breites Publikum und vermitteln – damals wie heute – ein besseres Verständnis der Natur und versuchen, uns die Fragilität verschiedener Ökosysteme vor Augen zu führen.

Eine Ausstellung des Jeu de Paume, Paris, Adaption durch das Fotomuseum Winterthur. Kuratorin: Pia Viewing in Partnerschaft mit Brigitte Berg, Direktorin des Les Documents Cinématographiques / Archives Painlevé, Paris.

Über Jean Painlevé
Jean Painlevé wird 1902 in Paris geboren. Im Jahr 1930 gründet Painlevé das Institut de Cinématographie Scientifique mit dem Ziel, wissenschaftliche Kinofilme zu fördern und deren Vertrieb zu unterstützen. Er baut zudem die Produktionsfirma La Cinégraphie Documentaire (später: Les Documents Cinématographiques, auch heute noch aktiv) auf. In den 1930er- und 1940er-Jahren steht er unterschiedlichen Instituten, Ämtern und Vereinen vor. Von 1968 bis 1982 arbeitet er als Professor an der Universität Vincennes. Painlevé stirbt im Jahr 1989.

 

Fotomuseum Winterthur, Grüzenstraße 44-45,  Winterthur

 

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Details

Beginn:
29. Oktober 2022
Ende:
12. Februar
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
https://www.fotomuseum.ch/

Veranstaltungsort

Fotomuseum Winterthur (Winterthur)
Grüzenstrasse 44-45
Winterthur, Kanton Zürich 8400 Schweiz