Kontakt Links Suchen 

Top Aktuell

17.6.2021
Die Fotografie lebte immer von der Kreativität aller, die sich für dieses faszinierende Medium begeistern. Diese Begeisterung scheint zumindest bei vielen, die ihr Geschäft damit betreiben, abhandengekommen zu sein. Das Imaging-Business als Basis und damit auch als Voraussetzung für ein lukratives Geschäft im globalen Breitenmarkt bricht mehr und mehr in sich zusammen, was bringt die Zukunft....
...Klick zum Weiterlesen
Man merkt die Absicht …
Die Fotografie lebte immer von der Kreativität aller, die sich für dieses faszinierende Medium begeistern. Diese Begeisterung scheint zumindest bei vielen, die ihr Geschäft damit betreiben, abhandengekommen zu sein. Das Imaging-Business als Basis und damit auch als Voraussetzung für ein lukratives Geschäft im globalen Breitenmarkt bricht mehr und mehr in sich zusammen, was bringt die Zukunft....

Noch wird es mindestens drei Monate dauern, bis auch wirklich jeder, der möchte, sein Impfangebot erhalten hat und ein Leben ohne größere Beschränkungen für alle wieder selbstverständlich sein wird. Auch wenn wir jetzt schon versuchen, uns langsam wieder locker zu machen, hat es oftmals den Anschein, als kröchen gleichzeitig wie nach der Pest die Ratten in Form von Legionen selbsternannter Experten aus allen Löchern und verkünden u. a. auch den Neuaufbruch in der Fotobranche. Gefeiert werden soll das neue „Normal“, was immer das sein könnte. Neue Eliten und neue Geschäftsmodelle für Fotografen soll die Pandemie auf wundersamer Weise hervorgezaubert haben und überhaupt: Alles wird gut!

 

 

Alles wird gut? Die Berlin Photo Week will baden gehen!
Haubentaucher RAW-Gelände, Berlin Courtesy Berlin Photo Week-web

 

Zu wünschen wäre es. Fotografie und das Fotografieren haben so viele Anhänger wie nie zuvor.  Nie wurde so viel mit Fotos kommuniziert. Die Aufträge für individualisierte Fotoprodukte, vor allem für Foto-Prints von Smartphones und für Fotobücher seien in der Pandemie sogar gestiegen, heißt es. Das Interesse an Fotoausstellungen war nie höher. Museen und Kulturinstitute feiern die Fotokunst und ihre Autoren. Fotofestivals, besonders gern begleitet von Fotomärkten des Fotofachhandels und der Fotoindustrie, sprießen überall wie Pilze aus dem Boden. Die  Tourismusbranche hat längst die Strahlkraft der Fotografie zu nutzen gelernt und jeder Industriezweig der etwas auf sich hält veranstaltet einen Fotowettbewerb, um die Blicke auf sich zu lenken.  Trotzdem scheint die Fotoindustrie selbst, von wenigen Ausnahmen abgesehen, dies nicht für sich und die Schaffung einer breiten und gesunden Geschäftsbasis nutzen zu können.

Wenn sogar manche Fachmedien,  Branchenverbände  oder auch manche Handelskooperationen glauben, den desaströsen Einbruch bei den Kameraverkäufen mit höheren Preisen kompensieren zu können und die Kamerahersteller gleichzeitig  außer Preisnachlässen, Rabatten und Cash-Back-Aktionen keine wirksamen Marketingtools mehr einfallen, wird der Fotografie die Basis entzogen. Ihre gesellschaftlich relevante Innovationskraft und die daraus resultierende, technische Führungsrolle scheint Legende. Einst lieferten Imaging Technologien, entwickelt von den Kameraherstellern,  die Basis für den Fortschritt in der Wissenschaft, Informationstechnik, Telekommunikation, der industriellen Fertigung, der Qualitätsprüfung - in der Medizin ebenso wie in der Automotive-Branche.

Das Imaging-Business als Basis und damit auch als Voraussetzung für ein lukratives Geschäft im globalen Breitenmarkt bricht mehr und mehr in sich zusammen. Die Folge: Statt Forschung und Entwicklung  profitieren die Aktionäre, die, um sie bei der Stange zu halten, mit Dividenden statt mit nachhaltigen Gewinnaussichten, umgarnt werden.

Die Fotografie lebte immer von der Kreativität aller, die sich für dieses faszinierende Medium begeistern. Diese Begeisterung scheint zumindest bei vielen, die ihr Geschäft damit betreiben abhandengekommen zu sein. Bleibt zu hoffen, dass sich die Marktteilnehmer während der Pandemie intensiv Gedanken darüber gemacht haben, wie man die global steigende Begeisterung für die Fotografie auch für ein wirtschaftlich interessantes Wachstum gewinnen und erweitern kann.

Fotofestivals wie die „horizonte zingst“ und der „Oberstdorfer Fotogipfel“ aber auch die Mutter aller Fotofestivals „die rencontres“ in Arles sowie die  „open Air“ Fotokunst Events „La Gacilly Photo“ in Frankreich und sein Klon in Baden bei Wien haben vorgemacht, wie sich Massen für die Fotografie begeistern lassen. Neue Großereignisse wie „Photopia“ in Hamburg und die „Berlin Photo Week“ stehen in den Startlöchern.

Ob die Kameraindustrie aus den Erfolgen dieser Events etwas lernen wird? Zumindest ist sie ja als Sponsor bei den meisten dabei und hat dabei miterlebt, was Fotoenthusiasten begeistert: nämlich das Erlebnis von Kreativität, von guten Bildern und des Bildermachens. Um das über eine Kamera oder ein anderes Fotoprodukt zu vermitteln, bedarf es mehr als einen schnelleren Autofokus, eine effektivere Bildstabilisation oder präzisere Belichtungssteuerung. Es braucht Ideen, zur Erweiterung der kreativen, fotografischen Grenzen. Es braucht innovative Techniken zur Gestaltung neuer, so bisher nie gesehener Bilder.   

Ob sich allein durch Fotoevents die Begeisterung für die Fotografie steigern oder nur aufrechterhalten lässt, scheint unwahrscheinlich. Und allzu durchschaubar ausschließlich kommerziell ausgerichtete Strategien, um neue Fotoeliten zu aktivieren, wecken eher Unbehagen. Frei nach Goethe: Man merkt die Absicht und man ist verstimmt. Hoffen wir, dass die Berliner mit ihrem ehrgeizigen Projekt der Berlin Photo Week auch nach dem Umzug aus der Arena ins Freibad nicht auch selbst baden gehen und den angestrebten und verkündeten „next level“ in der Fotografie erreichen und nicht nur ein paar Euro mehr oder weniger in der eigenen Tasche.

Heiner Henninges

 

16.6.2021
Die Akademie der Künste vergibt im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgelegten Programms NEUSTART KULTUR das Sonderstipendium INITIAL zur Recherche und Entwicklung künstlerischer Arbeiten. Das Programm umfasst insgesamt 5 Millionen Euro. Es werden 791 Stipendien in Höhe von 6.000 € vergeben. Bewerbungen sind bis 15. Juli möglich. Für Kulturveranstaltungen hat die Bundesregierung aktuell einen Sonderfond eingerichtet.
...Klick zum Weiterlesen
Stipendien für KünstlerInnen
Die Akademie der Künste vergibt im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgelegten Programms NEUSTART KULTUR das Sonderstipendium INITIAL zur Recherche und Entwicklung künstlerischer Arbeiten. Das Programm umfasst insgesamt 5 Millionen Euro. Es werden 791 Stipendien in Höhe von 6.000 € vergeben. Bewerbungen sind bis 15. Juli möglich. Für Kulturveranstaltungen hat die Bundesregierung aktuell einen Sonderfond eingerichtet.

INITIAL – Akademie der Künste

adk_PP_Fassade_von_rechts_c_Erik-Jan_Ouwerkerk

Akademie der Künste Foto Erik Jan Ouwerkerk

 

Infolge der Corona-Pandemie ist ein Flurschaden noch nicht absehbaren Ausmaßes in allen Bereichen künstlerischer Produktion entstanden. Zahlreiche Künstler*innen sind in eine prekäre Lage geraten. Die Akademie der Künste vergibt im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgelegten Programms NEUSTART KULTUR das Sonderstipendium INITIAL zur Recherche und Entwicklung künstlerischer Arbeiten. Die Stipendien dienen dem Schutz und der Ermöglichung künstlerischer Produktion und sind Grundlage sowie Anstoß für künstlerische Langzeitprojekte, deren Vorbereitung und Entwicklung während der Pandemie erschwert sind.
 

In Anlehnung an die sechs Sektionen der Akademie der Künste richtet sich das Stipendium an professionell arbeitende Künstler*innen der Kunstsparten Bildende Kunst, Baukunst, Literatur, Musik, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst / Hörspiel sowie an Nachwuchskünstler*innen, die mit ersten Werken in Erscheinung getreten sind. Das Programm umfasst insgesamt 5 Millionen Euro. Es werden 791 Stipendien in Höhe von 6.000 € für einen Zeitraum von vier Monaten (Oktober 2021 bis Ende Januar 2022) vergeben. Die Auswahl erfolgt durch mit Akademie-Mitgliedern besetzten Jurys. Pro Kunstsparte werden 1.000 Bewerbungen zugelassen.
 Ein eigens eingerichtetes Online-Bewerbungsportal ist auf www.adk.de/initial freigeschaltet. Bewerbungen sind bis zum 15. Juli 2021 möglich.

 

Sonderfond des Bundes für Kulturveranstaltungen

 

Mit dem Sonderfonds stellt die Bundesregierung 2,5 Milliarden Euro bereit, um die Wiederaufnahme und finanzielle Planbarkeit von Konzerten, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und vielen anderen kulturellen Veranstaltungen in den kommenden Monaten zu unterstützen. 

Der Sonderfonds besteht aus einer Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die wegen der geltenden Hygienebestimmungen der Länder nur mit reduziertem Publikum stattfinden können. Hinzu kommt eine Ausfallabsicherung für geplante Veranstaltungen, falls es aufgrund der Corona-Pandemie zu einer Absage kommt.

Die Länder setzen den Sonderfonds operativ um und führen die Antragsbearbeitung und Bewilligung über ihre Landeskulturbehörden oder beauftragte Stellen durch. Anträge werden am Veranstaltungsort gestellt. Die einheitliche IT-Plattform zur Registrierung von Kulturveranstaltungen wird von der Freien und Hansestadt Hamburg betrieben. Das Land Nordrhein-Westfalen betreut die Service-Hotline.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Die Botschaft ist klar: Es kann wieder losgehen. Ab heute können Kulturveranstaltungen für Hilfen aus dem Sonderfonds angemeldet werden. Das ist ein guter Tag für Künstlerinnen und Künstler, für Kulturveranstalterinnen, Bühnenbauer, und für alle, die das bunte kulturelle Leben in unserem Land so schätzen. Wir freuen uns darauf, nach vielen Monaten der Pandemie bald wieder gemeinsam Kultur erleben zu können. Um das Wiederaufleben möglich zu machen, haben wir das größte Kulturförderprogramm seit Gründung der Bundesrepublik auf den Weg gebracht. Mit dem Sonderfonds für Kulturveranstaltungen schaffen wir jetzt die notwendige Verlässlichkeit für die Planungen der Kulturveranstalter.“

Kulturveranstalter können sich unter http://www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de für den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen registrieren.

 

 

 

1.6.2021
Am 26. Mai 2021 ist Gerd Sander, Enkelsohn von August Sander verstorben. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn erinnert an ihn, der Initiator und bedeutender Mitbegründer der heute im Kölner Mediapark ansässigen Institution war, in deren Mittelpunkt das August Sander Archiv steht.
...Klick zum Weiterlesen
Fotograf, Kunsthändler und Fotoexperte Gerd Sander verstorben
Am 26. Mai 2021 ist Gerd Sander, Enkelsohn von August Sander verstorben. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn erinnert an ihn, der Initiator und bedeutender Mitbegründer der heute im Kölner Mediapark ansässigen Institution war, in deren Mittelpunkt das August Sander Archiv steht.

Gunther und Gerhard Sander, Kuchhausen, 1944, CT20-109_21cm

Gunther und Gerhard Sander, Kuchhausen, 1944.
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
- August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn

 

Der Name Sander ist jedem Fotografieinteressierten ein Begriff, denn August Sander (17.11.1876 Hersdorf bis 20.4.1964 in Köln)  war einer wichtigsten Fotografen seiner Zeit, der wesentlich die Porträtgeschichte der Fotografie des 20. Jahrhunderts beeinflusste. Mit seinem Werk "Menschen des 20. Jahrhunderts" schuf er ein „epochemachendes“ Fotoprojekt.

Jetzt ist sein Enkel Gers Sander im Alter von 81 verstorben. Das Archiv mit Tausenden von originalen Negativen, Originalabzügen, Dokumenten und Materialien des Altmeisters, das Gerd Sander nach dem Tod seines Vaters Gunther Sander (1907–1987), Sohn von August Sander (1876–1964), übernahm und schrittweise um wesentliche Stücke ergänzt hat, wurde von der SK Stiftung Kultur 1993 erworben. Der Ankauf des August Sander Archivs erwies sich dabei als besonders fortschrittlich, konnte sich in Deutschland aufbauend darauf eine der ersten auf Photographie konzentrierten Institutionen entwickeln. 

Die institutionelle und programmatische Arbeit, die sich gemäß der sachlich dokumentarischen und künstlerisch-konzeptuellen Photographie mit Ausstellungen und Publikationen insbesondere an das Werk von August Sander anschließt, hat Gerd Sander bis 2008 als Vorsitzender des Beirats der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur begleitet. Verschiedene Wanderausstellungen und Publikationen zum Werk von August Sander konnten durch die Zusammenarbeit mit ihm entstehen. Wegweisend war das ab 1994 laufende Projekt „August Sander: In der Photographie gibt es keine ungeklärten Schatten!“ mit Publikation und internationaler Ausstellungstournee. Einflussreich wirkte im Jahr 2000 die umfangreiche Ausstellung „Zeitgenossen. August Sander und die Kunstszene der 20erJahre im Rheinland“ in der damaligen Josef-Haubrich-Kunsthalle Köln. Einen hohen Stellenwert hat nicht zuletzt die siebenbändige Ausgabe des Werks „Menschen des 20. Jahrhunderts“ mit einem begleitenden Studienband (2001) zum Werk von August Sander, die gemeinsam mit Susanne Lange und Gabriele Conrath-Scholl herausgegeben wurden. 

Auch zu künstlerischen Werken, die in hiesiger Stiftung ausgestellt wurden, hat Gerd Sander, der als Photograph ausgebildet war, später als Galerist und Kunsthändler arbeitete, wesentliche Brücken geschlagen. Dazu gehören solche von Marcel Broodthears, William Christenberry und Rosalind Solomon. Mit seinem Schaffen legte Gerd Sander einen der wichtigen Grundsteine dafür, dass das Werk seines Großvaters heute nach wissenschaftlich musealen Gesichtspunkten aufgearbeitet, aus verschiedenen Perspektiven kontextualisiert und weiterhin der Weltöffentlichkeit vorgestellt wird. 

1.6.2021
Fotoausstellung Berlin . Eine Sonderausstellung der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums und der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin zeigt "Vorbilder / Nachbilder. Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850–1930" im Berliner Museum für Fotografie. Bis 5.9.2021
...Klick zum Weiterlesen
Vorbilder / Nachbilder
Fotoausstellung Berlin . Eine Sonderausstellung der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums und der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin zeigt "Vorbilder / Nachbilder. Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850–1930" im Berliner Museum für Fotografie. Bis 5.9.2021
Nutzungsbedingungen / AGB's   |   Impressum   |   Datenschutzerklärung   |   Haftungsausschluss