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10.4.2021
Am 9. April 2021 ist die renommierte Schauspielerin und Fotografin June Newton alias Alice Springs, Witwe des weltberühmten Fotografen Helmut Newton, im Alter von 97 Jahren in ihrem Wohnort Monte Carlo gestorben.
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Fotografin June Newton mit 97 Jahren gestorben
Am 9. April 2021 ist die renommierte Schauspielerin und Fotografin June Newton alias Alice Springs, Witwe des weltberühmten Fotografen Helmut Newton, im Alter von 97 Jahren in ihrem Wohnort Monte Carlo gestorben.

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Helmut Newton 
Hotel Volney, New York 1972
copyright Helmut Newton Estate / courtesy Helmut Newton Foundation

 

June Newton wurde 1923 im australischen Melbourne als June Browne geboren. Nach der Schulzeit folgten eine Ausbildung zur Schauspielerin und zahlreiche Engagements unter dem Pseudonym June Brunell. 1947 lernte sie Helmut Newton kennen, der gerade in Melbourne ein Fotostudio eingerichtet hatte, und heiratete ihn ein Jahr später. 1956 wurde sie mit dem australischen Erik Kuttner Award als beste Theaterschauspielerin ausgezeichnet. Im gleichen Jahr zogen die Newtons nach London, wo Helmut für die britische Vogue arbeitete; 1961 übersiedelten sie nach Paris, wo auf Helmut Newton eine Festanstellung bei der französischen Vogue wartete.

 

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Alice Springs
Chateau Marmont, Hollywood, 1991
copyright Alice Springs / courtesy Helmut Newton Foundation

 

Ihre Schauspiel-Karriere konnte June Newton in Frankreich nicht fortsetzen, stattdessen begann sie 1970 selbst mit der Fotografie. Sie vertrat zunächst ihren kurzzeitig erkrankten Ehemann für eine Werbefoto-Shooting und startete gleich danach eine eigene Karriere unter dem Pseudonym Alice Springs. Anfang der 1970er-Jahre fotografierte sie mehrere Kampagnen für den französischen Haarstylisten Jean Louis David, die Aufnahmen wurden als ganzseitige Anzeigen in renommierten Modezeitschriften publiziert. Bereits 1974 war das erste Alice-Springs-Motiv auf dem Cover der französischen Elle zu sehen und später immer wieder auch im Editorial der Modezeitschriften Vogue, Marie Claire oder Nova.

 

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Alice Springs
Nicole Kidmann Hollyood 1981
copyright Alice Springs / courtesy Helmut Newton Foundation

 

 

In der Folgezeit vermittelte ihr José Alvarez, der damals in Paris eine Werbeagentur leitete, Aufträge für Werbeaufnahmen von pharmazeutischen Produkten. Und Alvarez, inzwischen Chef der „Éditions du Regard“, war es auch, der 1983 den ersten Porträtband von Alice Springs verlegte, denn ab Mitte der siebziger Jahre kamen zahlreiche Porträtaufträge von Zeitschriften wie Egoïste,Interviewoder Vanity Fairhinzu. Die Liste der von Alice Springs porträtierten KünstlerInnen, SchauspielerInnen und MusikerInnen liest sich wie ein Who’s Who der internationalen Kulturszene aus den vergangenen vierzig Jahren diesseits und jenseits des Atlantiks. In ihren Werken dokumentierte Alice Springs nicht allein das Aussehen der Prominenten oder der namenlosenZeitgenossen, sondern fing auch deren Ausstrahlung ein. Zuweilen fasste sie die Porträtierten im engen Bildausschnitt als Brust- oder Dreiviertelporträt, etwa ihre Kollegen Richard Avedon, Brassaï und Ralph Gibson, aber auch andere Prominente aus dem Filmbusiness, darunter Nicole Kidman, Audrey Hepburn, Dennis Hopper, Billy Wilder oder Claude Chabrol. Obwohl sie mitunter näher heranging und spontaner auf überraschende Aufnahmesituationen reagierte als manch anderer Fotograf, ließ Alice Springs jedem und jeder Einzelnen seine respektive ihre Individualität. Dabei gelang es ihr immer wieder, dem allgemeingültigen und bekannten Bild ein möglichst klischeefreies, neues und ungewöhnliches Abbild hinzuzufügen.

 

June Newton 03

Alice Springs
Brigitte Nielsen and son, Beverly Hills 1990
copyright Alice Springs / courtesy Helmut Newton Foundation

 

1976 betreute sie als Art Director die Publikation White Women und in der Folge alle weiteren Bücher und Ausstellungskataloge von Helmut Newton. Zwei Jahre später wurden ihre eigenen Portraits erstmals in einer Einzelausstellung in Amsterdam präsentiert, der zahlreiche Ausstellungen weltweit folgten. 1981verließen Helmut und June Newton Paris und siedelten nach Monaco über, die Wintermonate verbrachten sie seitdem regelmäßig im Chateau Marmont in Los Angeles, wo sie seitdem immer wieder auch die Hollywood-Prominenz trafen und porträtierten.

1995 entstand der Dokumentarvideofilm Helmut by June für den französischen Fernsehsender Canal Plus, und drei Jahre später der gemeinsame Bildband Us and Them, begleitet von einer Ausstellungstournee durch mehrere Länder. Es ist ein ungewöhnliches Projekt mit intimen Selbstporträts, gegenseitigen Porträts und Bildnissen zahlreicher Prominenter, jeweils als Diptychon angeordnet, in Gegenüberstellung der beiden Bildautoren Helmut und June Newton (ak.a. Alice Springs).

2004 veröffentlichte sie ihre Autobiographie Mrs. Newton. Im gleichen Jahr starb ihr Ehemann Helmut, so dass sie neben dem Amt als Präsidentin der Helmut Newton Foundation von ihm auch die Aufgabe übernahm, den von den Newtons initiierten und größtenteils finanzierten Umbau des ehemaligen Offizierskasinos am Bahnhof Zoologischer Garten zu einem Fotografie-Museum zu vollenden. Mit der ihr eigenen Willenskraft stellte sie sich auch dieser Herausforderung, so dass im Sommer 2004 die Helmut Newton Foundation im Museum für Fotografie eröffnet werden konnte. June Newton wurde als Stiftungspräsidentin zur treibenden Kraft der Entwicklung des Ausstellungskonzeptes für die Helmut Newton Stiftung in den ersten Jahren. Entstanden in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ist es eine weltweit einmalige Institution.

Zentraler Teil der Eröffnungsausstellung war Us and Them, ergänzt durch die letzten Porträts von Helmut Newton auf dem Sterbebett, aufgenommen in Los Angeles im Januar 2004. 2010 und 2016 widmeten sich zwei Ausstellungen auf der gesamten Wechselausstellungsfläche ihrem Schaffen. In der Zwischenzeit sind – neben dem kompletten Werk von Helmut Newton – auch alle Negative, Kontaktabzüge, die fotografischen Abzüge, Ausstellungsplakate und Publikationen von Alice Springs nach Berlin überführt worden und werden seitdem dort aufgearbeitet. Der Stiftungsdirektor Matthias Harder wird den 100. Geburtstag June Newtons im Juni 2023 zum Anlass nehmen, eine neue große Alice Springs-Retrospektive zusammenzustellen. Dass June Newton dies selbst nicht mehr begleiten und erleben kann, bedauert das ganze Team der Helmut Newton Stiftung zutiefst.

 

8.4.2021
Fotoausstellung Essen . In der Ausstellung STOPFER geben die Folkwang Studierenden des Masterprogramm Photography Studies Einblicke in ihre aktuellen Arbeitsprozesse. Gezeigt werden junge künstlerische Projekte aus dem Bereich Fotografie, bei denen es sich explizit nicht um Abschlussarbeiten handelt. Der Zutritt ist zur Zeit mit Corona-Schnelltest und Zeitfenster-Buchung möglich. Die Ausstellung läuft bis 27. Juni 2021
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STOPOVER - Projekte der Studierenden der Folkwang Universität der Künste
Fotoausstellung Essen . In der Ausstellung STOPFER geben die Folkwang Studierenden des Masterprogramm Photography Studies Einblicke in ihre aktuellen Arbeitsprozesse. Gezeigt werden junge künstlerische Projekte aus dem Bereich Fotografie, bei denen es sich explizit nicht um Abschlussarbeiten handelt. Der Zutritt ist zur Zeit mit Corona-Schnelltest und Zeitfenster-Buchung möglich. Die Ausstellung läuft bis 27. Juni 2021

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Elena Kruglova

 

Mit STOPOVER präsentieren Studierende des Masterstudienprogramms Photography Studies der Folkwang Universität der Künste ihre aktuellen Studienprojekte und geben Einblicke in die Entstehungsprozesse ihrer Arbeiten. Zu sehen ist ein ‚Stopover‘, das die Zwischenstadien einer künstlerischen Entwicklung – von der intensiven Beschäftigung mit einem spezifischen Thema bis hin zur experimentellen Bildfindung – vorstellt und gleichzeitig den facettenreichen Umgang mit Fotografie sichtbar werden lässt.

Eine Ausstellung der Folkwang Universität der Künste in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang

 

Näheres zum Eintritt in das Museum

https://www.museum-folkwang.de/de/ihr-besuch/preise-und-tickets/preise.html

 

 

8.4.2021
„What Stays – Archiving Care“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen der JUNGEN AKADEMIE, dem Stipendiat*innenprogramm der Akademie der Künste, transmediale festival und Goethe-Institut Slowakei. Im Rahmen des Projektes werden drei Online-Stipendien für internationale Künstler*innen aller Sparten vergeben, deren Arbeiten sich mit sogenannten digitalen Gegenarchiven, experimentellen, archivarischen Praktiken und der Rolle von Technologie im Kontext von alternativer Geschichtsschreibung und Erinnerungspraktiken auseinandersetzen. Bewerbung ab sofort möglich.
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What Stays – Archiving Care. Online-Stipendien zu vergeben
„What Stays – Archiving Care“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen der JUNGEN AKADEMIE, dem Stipendiat*innenprogramm der Akademie der Künste, transmediale festival und Goethe-Institut Slowakei. Im Rahmen des Projektes werden drei Online-Stipendien für internationale Künstler*innen aller Sparten vergeben, deren Arbeiten sich mit sogenannten digitalen Gegenarchiven, experimentellen, archivarischen Praktiken und der Rolle von Technologie im Kontext von alternativer Geschichtsschreibung und Erinnerungspraktiken auseinandersetzen. Bewerbung ab sofort möglich.
Für die Realisierung eines solchen künstlerischen Projektes werden die dreimonatigen Stipendien mit je 3.000 Euro dotiert. Die Online-Residenzen finden digital von Juni bis September 2021 auf einer eigens eingerichteten Website statt und werden im Rahmen von Veranstaltungen der Projektpartner präsentiert.

Zum Projekt:
„What Stays – Archiving Care“ untersucht, wie sogenannte Gegenarchive durch Gesten der Fürsorge geschaffen werden und dabei alternative Geschichtsnarrative hervorbringen. Das Projekt erforscht, wie Objekte, Landschaften, artifizielle Umgebungen und Körper durch mündliche Überlieferungen, archivarische Werkzeuge und experimentelle digitale Praktiken neu gedacht werden können. Mit der Frage, welche Rolle nicht-menschliche Akteure bei der Gestaltung neuer Wissenssysteme und dem Verständnis von Zivilisation, Kultur und Natur spielen, fördert „What Stays – Archiving Care“ künstlerische und technologische Praktiken, die das Potenzial bergen, die Wahrnehmung von Vergangenheit und Zukunft zu verändern.

In der Jury sind vertreten:
• Helen Pritchard, Professorin für Queer Feminist Technoscience & Digital Design, University of Plymouth
• Oulimata Gueye, freie Kuratorin und Journalistin
• Clara Herrmann, Leiterin JUNGE AKADEMIE, Akademie der Künste, Berlin
• Markus Huber, Institutsleiter Goethe-Institut Slowakei
• Nora O Murchú, künstlerische Leiterin transmediale festival, Berlin
 
Bewerbungsschluss ist der 4. Mai 2021.
 
Bewerben unter:
 
 
 
 
6.4.2021
Ausstellung Berlin . Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstlern der Gegenwart. Der Gropius Bau widmet Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinite Mirror Room. Der Untertitel der Ausstellung lautet "A Bouquet of Love I Saw in the Universe" 23. April bis 15. August 2021
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Yayoi Kusama - Eine Retrospektive
Ausstellung Berlin . Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstlern der Gegenwart. Der Gropius Bau widmet Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinite Mirror Room. Der Untertitel der Ausstellung lautet "A Bouquet of Love I Saw in the Universe" 23. April bis 15. August 2021
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