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22.9.2020
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photographs – stellt die Leica Camera AG in den Capitis Studios Berlin die Bildserie „Water“ des LOBA Gewinners 2019, Mustafah Abdulaziz, sowie die Serie „Hiding from Baba Yaga“ der Gewinnerin des LOBA Newcomer Awards 2019, Nanna Heitmann, vom 1. bis 31. Oktober 2020 aus.
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Die LOBA Gewinner 2019 ausgestellt in Berlin
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photographs – stellt die Leica Camera AG in den Capitis Studios Berlin die Bildserie „Water“ des LOBA Gewinners 2019, Mustafah Abdulaziz, sowie die Serie „Hiding from Baba Yaga“ der Gewinnerin des LOBA Newcomer Awards 2019, Nanna Heitmann, vom 1. bis 31. Oktober 2020 aus.

LOBA Gewinner 2019, Mustafah Abdulaziz

 

Loba 4 © Mustafah Abdulaziz_Water

Foto Mustafah Abdulaziz 

 

Das Langzeitprojekt „Water“, für das der Amerikaner Mustafah Abdulaziz seit mehr als acht Jahren auf der Welt unterwegs ist, verdeutlicht, wie Menschen mit der Natur interagieren und was es für die Zivilisation und Zukunft bedeutet. „Fotografien haben von Natur aus das Potenzial, schön zu sein, damit bin ich vorsichtig. Es muss mit etwas anderem in Einklang gebracht werden, was den Inhalt und den Aufbau angeht, sonst glaube ich nicht daran, und wenn ich nicht daran glaube, kann ich das auch nicht vom Betrachter erwarten.

 

Loba 7 © Mustafah Abdulaziz_Water

Foto Mustafah Abdulaziz 

 

Loba 2 © Mustafah Abdulaziz_Water

Foto Mustafah Abdulaziz 

 

Loba 1 © Mustafah Abdulaziz_Water

Foto Mustafah Abdulaziz 

 

Für die Bilder in ‚Water‘ bedeutet das, dass ich jeden Teil meiner visuellen Herangehensweise immer wieder neu evaluiere. Es muss einen kontinuierlichen und organischen Entdeckungsprozess ergeben. ‚Water‘ ist mein Weg, die Welt zu erkunden, auf relevante und verantwortungsvolle Weise teilzuhaben und einem überwältigend großen, aber immens wichtigen Thema Bedeutung zu verleihen. Ich mache diese Arbeit nicht nur, weil sie mir große Erfüllung bringt, sondern weil sie notwendig ist. Unsere Beziehung zum Planeten könnte die wichtigste Angelegenheit unserer Zeit sein“, erläutert der LOBA Gewinner 2019, Mustafah Abdulaziz, seine Serie.

 

LOBA Newcomer Awards 2019: Nanna Heitmann

 

Loba 4 © Nanna Heitmann_Hiding from Baba Yaga

Foto Nanna Heitmann

 

Eine Reise in das Reich der Mythen: Der Jenissei, einer der längsten Ströme der Erde, leitete die deutsche Fotografin Nanna Heitmann wie ein roter Faden durch Sibirien. „Schnell wurde mir klar, dass der Fluss selbst keine große Rolle spielt. Meistens habe ich nach interessanten Charakteren Ausschau gehalten, denn seit jeher suchen an den Ufern des Jenissei und der angrenzenden Taiga Menschen Schutz und Freiheit: geflohene Leibeigene, Kriminelle, Abtrünnige oder einfach Abenteurer und Altgläubige“, berichtet Nanna Heitmann.

 

Loba 2 © Nanna Heitmann_Hiding from Baba Yaga

Foto Nanna Heitmann

 

Loba 7 © Nanna Heitmann_Hiding from Baba Yaga

Foto Nanna Heitmann

 

 

Die Mutter der Fotografin stammt aus Russland. Abgesehen von Moskau, war für die LOBA Newcomer Award Gewinnerin Russland immer nur ein großer dunkler Fleck auf der Landkarte. Daher entschied sie sich, ein Auslandssemester in Tomsk, Sibirien, zu absolvieren. Bislang waren ihre Vorstellungen von Russland hauptsächlich von sowjetischen Kinderfilmen und slawischen Märchen geprägt, die sie als Kind gelesen hat und die sie auch für ihr Fotoprojekt „Hiding from Baba Yaga“ inspiriert haben. Baba Yaga ist eine wichtige Figur in der slawischen Folklore. Sie ist eine unberechenbare und gefährliche Hexe, die in einer kleinen Hütte mitten im Wald lebt. Für ihr Fotoprojekt lieh sich Heitmann einen Jeep und eine Campingausrüstung aus und fuhr mit ein paar Bildinspirationen und möglichen Zielen im Kopf in Richtung der Republik Tuwa. Dem Lauf des Jenissei folgend, kam Nanna Heitmann durch die raue Wildnis der sibirischen Taiga, einer Region, die reich an uralten Mythen und Ritualen ist. Sie sah ihre Reise als eine Dokumentation des Lebens entlang des Flusses, aber auch der Mythen in dieser Region. Sie suchte nach traumähnlichen Bildern.

 

 

 

Capitis Studios Berlin, Kronenstraße 71, Berlin

 

 

 

 

21.9.2020
Jeden Tag ein Polaroidfoto zum Abreißen - das bietet das Photobarium 2021 und das Photobarium Private 2021 erschienen im Verlag seltmann+söhne.
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Photdarium 2021 und Photobarium Private 2021
Jeden Tag ein Polaroidfoto zum Abreißen - das bietet das Photobarium 2021 und das Photobarium Private 2021 erschienen im Verlag seltmann+söhne.

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Die 365 schönsten Polaroids wurden für das Photodarium ausgewählt, in hoher Qualität gedruckt, mit Hochglanz-Lack veredelt und von Hand geleimt und gebunden. Auf jeder Rückseite findet sich ein kleiner Text mit der oft sehr persönlichen Geschichte des Bildes sowie einem Hinweis zum Fotografen und zum verwendeten Polaroid-Film.

Das Photodarium speist sich aus über 2.000 Einsendungen und zeigt intime und künstlerische Momentaufnahmen von bekannten Fotografen und Newcomern, von Profis und Polaroidfans aus aller Welt. 

 

Webshop_Kachel_Photodarium_Private_2021

 

Und für alle die mehr wollen, gibt es das limitierte Photodarium Private. Diese Nude-Edition entblößt jeden Tag ein unzensiertes Akt-Polaroid. Ein moderner, junger und emanzipierter Blick auf Erotik jenseits pornographischer Klischees.

Das Photodarium 2021 und Photodarium Private 2021 sind im Verlag seltmann+söhne erschienen und können im Buchhandel oder online und versandkostenfrei unter www.seltmannundsoehne.com bestellt werden.

 

Photodarium 2021 Preis: 29,80 Euro

Photodarium Private 2021 Preis: 35,00 Euro

 

 

 

17.9.2020
Der französisch-algerische Künstler Mohamed Bourouissa (geb.1978) wird für die Ausstellung „Free Trade“ mit dem renommierten und mit 30.000 britischen Pfund dotierten Deutsche Börse Photographs Foundation Prize ausgezeichnet. Seine spektakuläre Installation „Free Trade“ wurde erstmals im Rahmen des Festivals „Rencontres de la Photographie“ in einem Monoprix-Supermarkt in Arles (Frankreich) gezeigt.
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Gewinner Deutsche Börse Photographs Foundation Prize 2020: Mohamed Bourouissa
Der französisch-algerische Künstler Mohamed Bourouissa (geb.1978) wird für die Ausstellung „Free Trade“ mit dem renommierten und mit 30.000 britischen Pfund dotierten Deutsche Börse Photographs Foundation Prize ausgezeichnet. Seine spektakuläre Installation „Free Trade“ wurde erstmals im Rahmen des Festivals „Rencontres de la Photographie“ in einem Monoprix-Supermarkt in Arles (Frankreich) gezeigt.

DB 04 Press image _ DBPFP 2020 _ Mohamed Bourouissa, NOUS SOMMES HALLES, 2002-2003

Mohamed Bourouissa
NOUS SOMMES HALLES, 2002-2003
In collaboration with Anoushkashoot
© Mohamed Bourouissa, Kamel Mennour, Paris & London
and Blum & Poe, Los Angeles

 

Der in Paris lebende Fotograf Bourouissa widmet sich in seinen Projekten vorwiegend der Darstellung von marginalisierten Gesellschaftsgruppen und benachteiligten Menschen. Bourouissa nutzt für seine Arbeiten unterschiedliche Medien wie Fotografie, Video, Malerei und Skulptur. In seinen Projekten widmet er sich vor allem der Untersuchung sozioökonomischer Prozesse sowie unsichtbarer Spannungen zwischen verschiedenensozialen Milieus und den damit einhergehenden kulturellen Spaltungen. „Free Trade“ wirft einen umfassenden Blick auf die Beziehung zwischen Individuen und den komplexen Systemen von Märkten und Kapital. Darüber hinaus reflektiert die Installation historische und soziale Einflüsse auf die Ästhetik, von der Kunstgeschichte bis hin zur Rapkultur.

 

DB 03 Press image _ DBPFP 2020 _ Mohamed Bourouissa, La République, 2006

Mohamed Bourouissa
La République, 2006
From the series Périphérique
© Mohamed Bourouissa, Kamel Mennour, Paris & London and Blum & Poe, Los Angeles

 

 

Teil der Ausstellung ist „Périphérique“ (2005-2008), eines der ersten Projekte von Bourouissa, das mit gängigen Stereotypen von Jugendlichen in den berüchtigten Banlieues von Paris bricht. Gezeigt werden zudem ein Projekt, das die Praxis des Zigarettenschmuggels in einer Pariser U-Bahnstation dokumentiert, sowie eine Arbeit aus Polaroid-Aufnahmen von Menschen, die beim Diebstahl von Alltagsgegenständen aus einem Supermarkt erwischt wurden. In einem späteren Projekt schafft Bourouissa mithilfe von „Augmented Reality“ virtuelle Skulpturen, um das vergessene undgesichtslose ‚Heer von Arbeitslosen‘ darzustellen.

 

DB 02 Press image _ DBPFP 2020 _ Mohamed Bourouissa, La Prise, 2008

Mohamed Bourouissa
La Prise, 2008
From the series Périphérique

© Mohamed Bourouissa, Kamel Mennour, Paris & London and Blum & Poe, Los Angeles

 

„Temps Mort“ (2009) zeigt den Tagesablauf eines Gefangenen, dessen einzige Verbindung zum Künstler ein Handy ist. Das Video vermittelt den feinfühligen Austausch zwischen den beiden Individuen – und zugleich die wachsende Diskrepanz zwischen einem Leben in Gefangenschaft und dem Leben in Freiheit.

„Bourouissa scheint sich sowohl der Erwartung, dass seine Werke die Banlieues möglichst authentisch abbilden sollen, als auch der Tatsache bewusst zu sein, dass sie weit entfernt von der Welt, die sie zeigen, auf dem Kunstmarkt gekauft undverkauft werden“, schreibt Cécile Bishop im Ausstellungskatalog. „Durch seine Arbeitlenkt er den Umlauf von Bildern (und Geld) so um, dass seine Subjekte zu aktiven Teilnehmern bei der Erschaffung – und dem Verkauf – von Kunstwerken werden.“

Bourouissa selbst sagt über seine Arbeit: „Die Kunstgeschichte, wie sie mir währendmeiner Schulzeit vermittelt wurde, enthielt weder Aspekte meiner Heimatkultur noch waren Spuren oder Einflüsse der Menschen um mich herum erkennbar. Ich wollte deshalb versuchen, meine kulturelle Herkunft in die Kunstgeschichte einzubringen. Für mich geht es grundsätzlich um Integration – wie wir unsere eigene Geschichte indie Geschichtsbücher einfließen lassen können.“

Anne-Marie Beckmann, Direktorin der Deutsche Börse Photography Foundation, sagte:
„Wir freuen uns sehr, den Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2020 an Mohamed Bourouissa zu verleihen, dessen Arbeit nicht nur inhaltlich ausgesprochen relevant und aktuell ist, sondern auch bemerkenswert innovativ und ansprechend im Umgang mit dem Medium Fotografie. Seit Beginn erkennt der Deutsche Börse Photography Foundation Prize die große Bedeutung, die Fotografie und Fotografen bei der Betrachtung, Reflektion und dem Mitgestalten der Welt spielen. Wir sind stolz auf dieses Vermächtnis, mutige, innovative und eigenständige Arbeiten zu erkennen und auszuzeichnen. Ebenso stolz sind wir nach wie vor auf die Bandbreite der teilnehmenden Künstler, die kaum größer sein könnte.
Vorausblickend scheint es angebracht, diesen Augenblick zu nutzen, um zu reflektieren, wie sich der Preis anlässlich seines 25-jährigen Bestehens im kommenden Jahr 2021 anpassen und weiterentwickeln kann. Inspiriert durch intensive Diskussionen der diesjährigen Jury wollen wir eine offene und sachkundige Auseinandersetzung mit der Rolle des Preises anregen und darüber, welche Überlegungen berücksichtigt werden müssen, um den Anforderungen einer sich rasch verändernden Welt weiterhin gerecht zu werden. Wir kehren daher zurück zu der Ausgangsfrage: Wie kann der Preis als Unterstützung und sichtbare, effektive Plattform für die Fotografen bestmöglich gestaltet werden? Wir freuen uns auf dienächsten 25 Jahre.“

 

DB 08 Press image - Mohamed Bourouissa _ TPG installation shot

Mohamed Bourouissa, Installation shot
Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2020
The Photographers’ Gallery, London
© Kate Elliott and The Photographers’ Gallery

 

Die renommierte Auszeichnung, die 1996 von der Photographers’ Gallery ins Lebengerufen wurde und seit 2016 gemeinsam mit der Deutsche Börse Photography Foundation vergeben wird, geht nun in ihr vierundzwanzigstes Jahr. Sie wird jährlich an einen lebenden Fotokünstler beliebiger Nationalität vergeben, der im Rahmen einer Ausstellung oder Publikation in Europa in den letzten zwölf Monaten einen bedeutenden Beitrag zum Medium Fotografie geleistet hat.

 

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