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Fotoausstellungen

29.10.2021 - 12.01.2022
Fotoausstellung Berlin . Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus präsentiert die Sony World Photography Awards 2021. Insgesamt wurden für den diesjährigen Wettbewerb 330.000 Fotos von Fotograf:innen aus über 220 Ländern eingereicht –120 bestplatzierte und prämierte Werke sind ab Oktober im Willy-Brandt-Haus Berlin zu sehen.  
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Sony World Photography Awards 2021
Fotoausstellung Berlin . Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus präsentiert die Sony World Photography Awards 2021. Insgesamt wurden für den diesjährigen Wettbewerb 330.000 Fotos von Fotograf:innen aus über 220 Ländern eingereicht –120 bestplatzierte und prämierte Werke sind ab Oktober im Willy-Brandt-Haus Berlin zu sehen.  

Sony © Craig Easton, United Kingdom, Photographer of the Year, Professional competition, Portraiture, Sony World Photography Awards 2021_7

© Craig Easton, United Kingdom, Photographer of the Year, Professional competition, Portraiture,
Sony World Photography Awards 2021

 

Der internationale, renommierte Wettbewerb zeigt im 14. Jahr das Beste, was die zeitgenössische Fotografie vom Studenten über Amateur bis hin zu Profifotografen zu bieten hat. Kaum ein Fotowettbewerb hält so unterschiedliche Fotografie-Genres bereit: Mit Naturaufnahmen, ausdrucksstarke Porträts, abstrakten Fotos und vielem mehr zeigen die Sony World Photography Awards einen Querschnitt durch die Welt der Fotografie. 

 

Sony World © Brais Lorenzo, Spain, 2nd Place, Professional competition, Portfolio, Sony World Photography Awards 2021_3

© Brais Lorenzo, Spain, 2nd Place, Professional competition, Portfolio,
Sony World Photography Awards 2021

 

Die diesjährigen Bilder formen eine einzigartige Sammlung und widmen sich Themen wie einer Heuschreckenplage in Ostafrika, einer jahrhundertealten Fototechnik oder bewegenden Zeugnissen menschlicher Anpassungsfähigkeit in Syrien. 

 Als „Photographer of the Year“ wurde Craig Easton für seine Fotoserie „Bank Top“ ausgezeichnet - ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Autor und Dozenten Abdul Aziz Hafiz. Es untersucht die Darstellungen – und Fehldarstellungen – lokaler Gemeinschaften in Nordengland und fokussiert dabei insbesondere auf das Stadtviertel Bank Top in Blackburn mit seiner stark in sich geschlossenen Gemeinschaft. Ein Jahr lang arbeiteten Easton und Hafiz eng mit den Einwohner:innen zusammen, um ihre Geschichten und Erfahrungen in einer Reihe von Schwarzweißporträts und begleitenden Texten zu erkunden. Beleuchtet wurden dabei Themen wie soziale Benachteiligung, Wohnen, Arbeitslosigkeit, Einwanderung und Mitbestimmung sowie die Auswirkungen der früheren und aktuellen Außenpolitik. Das Projekt wendet sich gegen Vereinfachungen und Verallgemeinerungen, will Kontext zu der Frage liefern, wie diese Gemeinschaften entstanden, und ein besseres Verständnis für ihre jetzige Entwicklung vermitteln. 

 

Sony World © Frank Machalowski, Germany, 2nd Place, Professional competition, Architecture and Design, Sony World Photography Awards 2021_02

© Frank Machalowski, Germany, 2nd Place, Professional competition, Architecture and Design, Sony World Photography Awards 2021

 

Sony © Coenraad Heinz Torlage, Student Photographer of the Year, Academy of Design and Photography, South Africa, Student Competition, Sony World Photography Awards 2021_10

© Coenraad Heinz Torlage, Student Photographer of the Year, Academy of Design and Photography,
South Africa, Student Competition, Sony World Photography Awards 2021

 

 

Sony © Tamary Kudita, Zimbabwe, Open Photographer of the Year, Open competition, Creative, Sony World Photography Awards 2021

© Tamary Kudita, Zimbabwe, Open Photographer of the Year, Open competition, Creative,
Sony World Photography Awards 2021

 

Den Titel „Open Photographer of the Year“ erhielt Tamary Kudita für ihr herausragendes Porträt „African Victorian“, das sie in der Kategorie Kreativ eingereicht hatte. Das Foto zeigt eine junge schwarze Frau in viktorianischer Kleidung, die traditionelle Shona-Kochutensilien in der Hand hält. Das Bild hinterfragt die stereotype Kontextualisierung des schwarzen weiblichen Körpers und bietet eine alternative visuelle Sprache, durch die eine vielschichtige afrikanische Identität präsentiert wird. 

 

Sony World © Patrick Meinhardt, Spain, 2nd Place, Professional competition, Sport, Sony World Photography Awards 2021_2

© Patrick Meinhardt, Spain, 2nd Place, Professional competition, Sport,
Sony World Photography Awards 2021

 

Fotografien wie diese oder die von Patrick Meinhardt vom Iron Fit Bodybuilding Wettbewerb in Nairobi – der nach langer Corona-Pandemie bedingter Sportpause Ende 2020 wieder stattfinden durfte – bringen den Betrachter:innen die aktuellen gesellschaftlichen Ereignisse und Herausforderungen vor Augen und bündeln so ein gesamtes Jahr in Bildern. 

 

 

 WILLY-BRANDT-HAUS Stresemannstr. 28, Berlin 

 

 

 

26.10.2021 - 13.11.2021
Fotoausstellung Regensburg . Auf der Ausstellungsfläche Ebene 2 im Donau-Einkaufszentrum in Regensburg tummeln sich kleine Tiere einmal ganz groß. Eine große Ausstellung mit Bildern von kleinen Tieren. „Groß“ im wörtlichen Sinne, denn die Nahaufnahmen von kleinen und ganz kleinen Tieren aufgenommen von Maximilian Weinzierl werden riesig vergrößert im Format 1,60 x 1,20 m präsentiert.
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Maximilian Weinzierl: NAH - kleine Tiere ganz groß
Fotoausstellung Regensburg . Auf der Ausstellungsfläche Ebene 2 im Donau-Einkaufszentrum in Regensburg tummeln sich kleine Tiere einmal ganz groß. Eine große Ausstellung mit Bildern von kleinen Tieren. „Groß“ im wörtlichen Sinne, denn die Nahaufnahmen von kleinen und ganz kleinen Tieren aufgenommen von Maximilian Weinzierl werden riesig vergrößert im Format 1,60 x 1,20 m präsentiert.

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Maximilian Weinzierl vor einem seiner Bilder
in der Fotoausstellung in Regensburg

 

Im Oktober gibt es im Donau-Einkaufszentrum Regensburg eine große Einzelausstellung mit Fotos des Regensburger Fotografen Maximilian Weinzierl. „Groß“ im wörtlichen Sinne, denn seine Nahaufnahmen von kleinen Tieren werden riesig vergrößert im Format 1,60 x 1,20 m präsentiert. Farbintensive Leinwanddrucke erlauben fantastische Einblicke in die wundersame Welt des Kleinen.

 

MaximilianWeinzierlBettaSplendens

 

MaximilianWeinzierlExtatosoma

 

 

Kreaturen wie Insekten, Spinnen oder Garnelen etc. können in dieser Größe beim Betrachten schon mal ein Schaudern hervorrufen – zumal man sich vor manchen Fotos in die Position eines Beutetiers versetzt fühlen kann, zum Beispiel Auge in Auge mit einer heimischen Kreuzspinne. Maximilian Weinzierl fotografiert die Kleindarsteller auf seinen Dschungelreisen wildlife vor Ort oder aber im heimischen Terrarium, wo das Licht studiolike perfekt eingerichtet werden kann. Im Terrarium entstehen nach langem Beobachten des Verhaltens und der Eigenheiten seiner Bewohner ungeahnte Makroeinsichten in einen Kosmos der den meisten von uns verborgen ist. Der Blickwinkel der Kamera ist dabei vis a vis ausgerichtet und dadurch werden aus den kleinen Tieren porträtierte Persönlichkeiten. Und zu jedem der Tiermotive gibt es interessante Geschichten über aussergewöhnliche Lebensweisen zu erzählen.

 

MaximilianWeinzierlStilpnochlora

 

Maximilian Weinzierl ist Profifotograf, Journalist und Redakteur, – und neben dem Fotografieren und der Fototechnik an allem interessiert was da kreucht und fleucht. Als langjähriger Autor für das ColorFoto-Magazin produziert er monatlich Beiträge in den Rubriken Bildgestaltung, Fotografiepraxis und digitale Bildbearbeitung. Der studierte Diplompsychologe und Germanist ist zudem als Auftragsfotograf tätig; mit seinem Geschäftspartner verwirklicht er kreative Fotoprojekte aller Art. Er leitet zudem Fotoworkshops und veranstaltet Fotoreisen für ambitionierte Fotografen.

16.10.2021 - 04.12.2021
Fotoausstellung Köln . Jeff Mermelsteins Straßenfotografie zeigt unauffällige Gemeinsamkeiten, wie die identischen Farbtöne eines Karottensalates und der Stickerei auf dem Hemd des Verzehrenden.Gleichzeitig fokussiert sie auf Details, die durch ihre starke Vergrößerung die Privatsphäre der abgebildeten Menschen zu verletzen scheinen und jeden Makel preisgeben.
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Jeff Mermelstein - Hardened
Fotoausstellung Köln . Jeff Mermelsteins Straßenfotografie zeigt unauffällige Gemeinsamkeiten, wie die identischen Farbtöne eines Karottensalates und der Stickerei auf dem Hemd des Verzehrenden.Gleichzeitig fokussiert sie auf Details, die durch ihre starke Vergrößerung die Privatsphäre der abgebildeten Menschen zu verletzen scheinen und jeden Makel preisgeben.

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Jeff Mermelstein
#nyc, 2016
© Jeff Mermelstein
courtesy Galerie Bene Taschen

 

Jeff Mermelstein, geb. 1957 in New Jersey, lässt jahrzehntelange Arbeit mit der Leica Kamera hinter sich und wechselt zur Handykamera seines iPhones. In seiner Serie Hardened entdeckt Mermelstein mit unkonventionellen Kompositionen und skurrilen Objekten die Straßenfotografie im Zeitalter der sozialen Medien neu.Im digitalen Zeitalter inszenieren sich Menschen als Street Photographer auf den sozialen Netzwerken. Auch Jeff Mermelstein postet seine Bilder auf Instagram und greift damit diesen Trend auf.

 

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Jeff Mermelstein
#nyc, 2016
© Jeff Mermelstein
courtesy Galerie Bene Taschen

 

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Jeff Mermelstein
#nyc, 2016
© Jeff Mermelstein
courtesy Galerie Bene Taschen

 

Mermelstein ist ein Meister der Tarnung; er fotografiert als Voyeur aus der Deckung heraus. Intime und absurde Momente werden festgehalten. Die Nahaufnahme eines Mannes, der gerade in einen Pfirsich beißt, offenbart jede Pore in dessen Gesicht und führt die Betrachtenden bis an seine Intimsphäre heran. Tiere, Menschen und Objekte sind wiederum durch unscharfe Ausschnitte verfremdet.

 

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Jeff Mermelstein
#brooklyn #nyc, 2016
© Jeff Mermelstein
courtesy Galerie Bene Taschen

 

Verpixelte Objekte und Verschwommenes rücken in den Vordergrund, wie z.B. die glitzernde Oberfläche eines Skateboards, die nur für Kenner als solche zu erfassen ist. Bildebenen verschmelzen und lassen sich lediglich durch genaue Beobachtung voneinander unterscheiden und entschlüsseln. So entpuppt sich der Blick in einen scheinbar hellen Tunnel als das Innere eines mit einem dunklen Softgetränk gefüllten Pappbechers.

Das gleichnamige Buch Hardened von Jeff Mermelstein erschien 2019 im Mörel Verlag

Die Galerie Bene Taschen: wurde 2011 in Köln gegründet und vertritt einige der international führenden Künstler der zeitgenössischen Fotografie und Malerei.

Galerie Bene Taschen, Moltkestr. 81, Köln

 

08.10.2021 - 21.01.2022
Fotoausstellung Nürnberg . Der renommierte Naturfotograf Norbert Rosing schmückt nun zum dritten Mal die Galerie Wände in der Leica Galerie mit seinen atemberaubenden Schwarz-Weiß Aufnahmen. Das Thema ist diesmal Wild West. Die Aufnahmen sind unterwegs durch den Wilden Westen Amerikas entstanden. 8.10.2021 bis 21.1.2022
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Norbert Rosing - Wild West
Fotoausstellung Nürnberg . Der renommierte Naturfotograf Norbert Rosing schmückt nun zum dritten Mal die Galerie Wände in der Leica Galerie mit seinen atemberaubenden Schwarz-Weiß Aufnahmen. Das Thema ist diesmal Wild West. Die Aufnahmen sind unterwegs durch den Wilden Westen Amerikas entstanden. 8.10.2021 bis 21.1.2022

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Bison im Nebel. Er wärmt sich regungslos über einer Fumarola auf. Yellowstone NP

 

„Wild West“ – Ein Begriff, durch welchen sich viele Menschen ein ganz eigenes Bild erschaffen oder etwas mit diesem verbinden. Doch für den Fotografen hat dieser Begriff eine ganz besondere Bedeutung: Inspiriert von den Aufnahmen und den Beobachtungen des amerikanischen Landschaftsfotografen Ansel Adams, war es schon immer ein großer Wunsch und auch ein Traum für den deutschen Naturfotografen gewesen, die Naturdenkmäler des Westens und auch des Südwestens der USA mit eigenen Augen zu sehen und mit seiner Kamera nicht nur zu erkunden, sondern natürlich auch einzufangen. Von Wurzeln alter Mammutbäume bis hin zu gewaltigen Gebirgslandschaften. Ein inspirierendes und spannendes Spiel aus Licht, Kontrast und Komposition, welche diese Aufnahmen ganz einzigartig machen. 

 

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Rosing 12

Hunderte Jahre alte Zypressenbäume am Lago de  Camecuaro in Zentral Mexiko

 

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Mammutbäume im Giant Forest im Nebel, Kalifornien

 

 

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Bisons über einer heissen Fumarole im Yellowstone NP bei - 30 Grad

 

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Vollmondaufgang über dem Half Dome im Yosemite NP

 

Unterwegs durch den Wilden Westen Amerikas entstehen Aufnahmen von Traumlandschaften, die geprägt sind von einer ebenmäßigen Serie von Schwarz, Weiß und Grautönen. Yosemite, Sequoia und Vermilion Cliff sind nur ein paar Standorte seiner langen, aber aufregenden Reise. 

 

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Die Leica Galerie Nürnberg nimmt die Besucher mit auf genau diese monochrome Reise in den weiten Westen der USA und zeigt eine Selektion der faszinierenden Schwarz-Weiß Serie, anliegend am gleich benannten und aktuellen Bildband „Wild West“ des Fotografen Norbert Rosing. 

Nach über einem Jahr wird es nun wieder offiziell eine Vernissage geben!
Sie findet am 8. Oktober um 18 Uhr statt. Auch Norbert Rosing wird dabei sein, einen kleinen Vortrag halten und einen Rundgang durch die Ausstellung begleiten.

Jeder, der Interesse hat, muss sich jedoch vorher bei anmelden.

Hier gehts zur Anmeldung

Für den Besuch gilt die 3G-Regel.

 

Am Samstag 9. Oktober folgt auch ein weiteres Event.
Zu drei verschiedenen Uhrzeiten signiert der Norbert Rosing in der Galerie seinen aktuellen Bildband "Wild West", aber natürlich auch seine anderen Bildbände mit anschließendem Galerierundgang.
Hierfür bitte ebenfalls vorher kostenfrei zum jeweiligen Termin anmelden. 

Zur kostenfreien Anmeldung

 

03.10.2021 - 26.10.2021
Fotoausstellung Köln. Schwerpunkt der Arbeit von Guenay Ulutuncok sind Reportagen über politische und soziale Konflikte, sowie kulturelle und ethnische Vielfalt, für deutsche und internationale Magazine. 1982-1986 dokumentiert er auf mehreren Reisen und Aufenthalte in den Nahen Osten und nach Nordafrika  unter anderem Themen-Schwerpunkte wie die Nahostkrise, den Libanonkrieg, Afghanistan, den Zypernkonflikt und den Westsaharakrieg. Die Bilder werden in der Michael Horbach Stiftung bis zum 26.10.2021 vorgestellt.
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Guenay Ulutuncok - Spuren der Vergangenheit 1981-2021
Fotoausstellung Köln. Schwerpunkt der Arbeit von Guenay Ulutuncok sind Reportagen über politische und soziale Konflikte, sowie kulturelle und ethnische Vielfalt, für deutsche und internationale Magazine. 1982-1986 dokumentiert er auf mehreren Reisen und Aufenthalte in den Nahen Osten und nach Nordafrika  unter anderem Themen-Schwerpunkte wie die Nahostkrise, den Libanonkrieg, Afghanistan, den Zypernkonflikt und den Westsaharakrieg. Die Bilder werden in der Michael Horbach Stiftung bis zum 26.10.2021 vorgestellt.

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Aus den Reportagen Äthiopien/Eritrea, 1991–2003: Nach dem Sturz des Mengistu-Regimes,
dem rund  30.000 Menschen zum Opfer fielen, übernimmt die EPRDF die Kontrolle über Äthiopien. Nach 25 Jahren Befreiungskrieg hat die EPLF die Kontrolle in Eritrea übernommen.
Auf dem Weg nach Eritrea. Tigray, 1991.

 

 

Guenay Ulutuncok  ist 1954 in Istanbul geboren. Während des Studiums arbeitet er als Volontär, Fotograf und Layouter bei der Stadtzeitung “Kölner Volksblatt”. Nach dem Studium Architektur und Tropen- Technologie in Köln, Ende 1981 ist er Mitbegründer der Fotografenagentur “laif Photos & Reportagen” in Köln.

 

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Minenraeumer von Cap Anamur.
Der Kölner Feuerwerker Lothar Schimmelpfennig und seine Kollegen, Pioniere der ehemaligen NVA der DDR, haben 150 km nördlich der namibischen Grenze, in Xangongo, Angola, ihr Container-Camp eingerichtet. 116 Tonnen schweres Gerät wurde über Namibia ins Land geschafft. Der Auftrag ist, 95.000 Minen zu entschärfen und sie zur Explosion zu bringen, damit sie nicht wieder eingesetzt werden können. In Angola gibt es über 80.000 Minen verkrüppelte Menschen, November 1992. Das Bild: Feuerwerker Lothar Schimmelpfennig auf dem Minenfeld. Explosion eine Panzermine mit Sprengstoff TNT

 


Ab 1986 liegt der Schwerpunkt der Reportagen bei Themen aus Afrika, südlich der Sahara. 1992 veröffentlicht Guenay Ulutuncok den Bildbandes “ANGOLA - Ich spreche von einem Land, das wir suchen” (Marino-Verlag, München). 1993 veröffentlicht er als Herausgeber das Buch “Ez Kurdim - Ich bin eine Kurdin” - Aufstand der kurdische Frauen, (Marino-Verlag, München). 1994 kommen die Veröffentlichungen des Bildbandes ”AFRIKAS KINDER” und “AFRICA`S CHILDREN” (Peter Hammer Verlag, Wuppertal) hinzu.

 

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Namibia | Der schwere Weg in die Unabhängigkeit:  Neues Selbstbewusstsein.
Zweite erlaubte Maifeier der Arbeiter im Township, eine Manifestation des Freiheitswillens.
Katutura, Namibia,1988.

 

 

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Aus den Reportagen „Angola“ 1988–1996
Eine Frau während der Hungerkatastrophe in der Huila-Provinz. Angola, 1990.

 


2000-2010 Dokumentation und mehrere Internationale-Ausstellungen über den tropischen Regenwald in Afrika, 2004 ist er  Mitherausgeber des Buches “Zehn Jahre seit dem Genozid. Ruanda.”, sowie beteiligt an dem Entwurf und der Produktion eines multimedialen Gesamtkonzeptes für die “Gedenkstätte Murambi” in Ruanda.
2012 tritt er als Herausgebers des Bildbandes „Drei Generationen“ in Erscheinung. Er porträtierte türkische Migranten in Lebensgröße, als Teil der bundesdeutschen Wirklichkeit, als Teil dieser Republik.

 

Michael Horbach Stiftung. Wormser Straße 23, Köln

 

 

01.10.2021 - 31.12.2021
Fotoausstellung München . Im Münchner Leica Store in der Maffeistraße 4 wird am 1. Oktober die Ausstellung "Muse" eröffnet, die Fotografien des deutschen Künstlers und Hollywoodstars Thomas Kretschmann zeigt, der seit rund zehn Jahren mit seiner Leica Szenen am Set aufnimmt und Kollegen und Kolleginnen hinter den Kulissen oder auf seinen Reisen aufnimmt.
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Thomas Kretschmann - Muse
Fotoausstellung München . Im Münchner Leica Store in der Maffeistraße 4 wird am 1. Oktober die Ausstellung "Muse" eröffnet, die Fotografien des deutschen Künstlers und Hollywoodstars Thomas Kretschmann zeigt, der seit rund zehn Jahren mit seiner Leica Szenen am Set aufnimmt und Kollegen und Kolleginnen hinter den Kulissen oder auf seinen Reisen aufnimmt.

 

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Thomas Kretschmann Muse XXXII
copyright and courtesy Thomas Kretschmann

 

Die zentrale Serie MUSE entstand über die letzten Jahre am hauseigenen Pool, in den Hügeln von Los Angeles. Ähnlich wie bei Helmut Newton findet man auch im Werk des ehemaligen Profischwimmers Kretschmann regelmäßig Orte, die Wasser, Schwimmen oder Meer symbolisieren. So ist es nur schlüssig, dass der Fotograf seine langjährige Partnerin und Muse Brittany Rice in einem mehrteiligen Unterwasserzyklus ablichtete. Mal wie in Trance schwebend, mal auf- und mal abtauchend, nur im zarten Negligé, verführt sie die Betrachter wie Friedrich de la Motte Fouquets Undine oder eine Sirene aus dem alten Griechenland.

 

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Thomas Kretschmann Muse XXIV
copyright and courtesy Thomas Kretschmann

 

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Thomas Kretschmann Muse XVIII
copyright and courtesy Thomas Kretschmann

 

Aber auch Amerika ist ein großes Thema in Thomas Kretschmanns Bilderwelt. Aus dieser zeigt er seine ganz eigene Interpretation der bereits 1974 von Johnny Cash besungenen Ragged Old Flag, die kürzlich im Rolling Stone Magazine abgedruckt wurde. Oder er führt uns mitten in die Unruhen, die im Mai 2020 in L.A. stattfanden. Kretschmann, der Dokumentarist, der leise, aber intensiv kommentiert und den Betrachter mit jedem Bild an seiner Kurzgeschichte teilhaben lässt.

 

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Thomas Kretschmann Big Muse II
copyright and courtesy Thomas Kretschmann

 

Natürlich dürfen aber auch die Wegbegleiter, die zum einen Kollegen, zum anderen Freunde sind, in der Ausstellung nicht fehlen. Wir begegnen in aktuellen Porträts dem Multi-Talent Heidi Klum ebenso wie Kretschmanns Schauspielkollegen Daniel Radcliffe, der – bärtig und rauchend – kaum mehr an den jungen Zauberlehrling Harry Potter erinnert, dessen Filme ihn berühmt machten.

 

29.09.2021 - 28.11.2021
Fotoausstellung München . Im Münchner Kunstfoyer Versicherungskammer Kulturstiftung wird die Arbeit des Fotografen Bill Brandt vorgestellt. Fast sämtliche Bilder Brandts – sowohl die sozialdokumentarischen aus der Vorkriegszeit als auch diejenigen seiner späteren eher »künstlerischen« Phase – besitzen einen ausgeprägten poetischen Gehalt, aber auch jene typische Aura der Fremdheit und des Geheimnisvollen, in der sich Realität und Fiktion, wie auch in seinem persönlichen Leben, stets miteinander verbinden.
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Bill Brandt
Fotoausstellung München . Im Münchner Kunstfoyer Versicherungskammer Kulturstiftung wird die Arbeit des Fotografen Bill Brandt vorgestellt. Fast sämtliche Bilder Brandts – sowohl die sozialdokumentarischen aus der Vorkriegszeit als auch diejenigen seiner späteren eher »künstlerischen« Phase – besitzen einen ausgeprägten poetischen Gehalt, aber auch jene typische Aura der Fremdheit und des Geheimnisvollen, in der sich Realität und Fiktion, wie auch in seinem persönlichen Leben, stets miteinander verbinden.

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East End girl dancing the ‘Lambeth Walk’, 1939
copyright Bill Brandt / Bill Brandt Archive Ltd.

 

Bill Brandt gilt als einer der einflussreichsten britischen Fotografen des 20. Jahrhunderts und als einer derjenigen Künstler, die – zusammen mit Brassaï, Henri Cartier-Bresson und anderen – die Grundlagen der modernen Fotografie schufen. Sein Werk kann mit Fug und Recht als eklektisch betrachtet werden, reflektiert es doch eine Schaffensperiode von knapp fünf Jahrzehnten, in denen er sich nahezu sämtlichen fotografischen Genres widmete: Sozialdokumentation, Porträts, Akte undLandschaften.

 

Brandt 05

St. Paul’s Cathedral in the moonlight , 1942
© Bill Brandt / Bill Brandt Archive Ltd.

 

Brandt, unter dem bürgerlichen Namen Hermann Wilhelm Brandt 1904 in Hamburg als Sohn einer wohlhabenden Familien russischer Abstammung geboren, verbrachte einige Lebensjahre in Wien und Paris, ehe er 1934 beschloss, sich in London niederzulassen. Angesichts einer zunehmenden Feindseligkeit gegenüber allem Deutschen, die aus dem Aufstieg des Nationalsozialismus resultierte, versuchte er, sämtliche Spuren seiner Herkunft zu verwischen, wobei er so weit ging zu behaupten, er sei von Geburt britischer Staatsbürger. Diese Vertuschung und die Schaffung einer neuen Identität trugen dazu bei, Brandts Leben mit einer Aura von Geheimnis und Konflikt zu umgeben, was sich unmittelbar auch in seinem Werk niederschlug. Seine Bilder wollen eine Vision des Landes konstruieren, das ihm zur Wahlheimat geworden war, allerdings handelt es sich dabei nicht um das reale Land, sondern um die Vorstellung, die er sich in seiner Kindheit durch Lektüre und durch Erzählungen von Verwandten von diesem Land gemacht hatte.

 

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Halifax; ‘Hail Hell and Halifax’, 1937
© Bill Brandt / Bill Brandt Archive Ltd.

 

Brandt 06

Elephant & Castle Underground, 1940
© Bill Brandt / Bill Brandt Archive Ltd.

 

Als Kind erkrankte Brandt an Tuberkulose, weshalb er von seiner Familie zur Erholung in die Schweizer Sanatorien in Agra und Davos geschickt wurde, und es scheint, dass er sich in dieser Zeit erstmals für Fotografie zu interessieren begann. Nach einigen Jahren in der Schweiz ging er nach Wien, um sich einer neuartigen, auf Psychoanalyse basierenden Behandlung gegen Tuberkulose zu unterziehen. Brandts Fotografie, die von einer postromantischen Anmutung durchdrungen ist, wirkt insofern immer leicht zwiespältig, als sie gleichermaßen Anziehung und Ablehnung hervorruft. Dies lässt sich mit dem Begriff des Unheimlichen in Verbindung bringen, den Freud 1919 in seinem gleichnamigen Aufsatz eingeführt hatte. Das Adjektiv unheimlich, das nach Eugenio Trías »die Bedingung und Grenze des Schönen konstituiert«, ist eines der charakteristischen Merkmale, das in Brandts gesamtem Schaffen immer präsent bleibt.

 

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Top Withens, West Riding, Yorkshire, 1945
© Bill Brandt / Bill Brandt Archive Ltd.

 

Psychoanalytische Theorien gehörten zu den Grundpfeilern des Surrealismus, und ihr Einfluss machte sich in der gesamten Pariser Kulturszene der 1930er Jahre bemerkbar. Mit seiner ersten Lebensgefährtin und späteren Ehefrau Eva Boros zog Brandt 1930 in die französische Hauptstadt, wo er als Assistent im Studio von Man Ray arbeitete. Zu dieser Zeit übernahm er die Ideen, die in einer Stadt voller junger Künstler zirkulierten; viele von ihnen waren Immigranten, die versuchten, in einer professionellen Kunstwelt Fuß zu fassen. Seine Bilder aus dieser Anfangsperiode lassen eine ganze Palette psychoanalytischer »Themen« erkennen, die eindeutig den Einfluss des Surrealismus auf ihn widerspiegeln, auch wenn er sich nie aktiv an einer der historischen Avantgarde-Gruppen beteiligte.

 

Bill Brandt starb 1983 in London.

03.09.2021 - 16.01.2022
Fotoausstellung Köln . In Kooperation der Photographischen Sammlung / SK Stiftung Kultur und der DGPh, Deutsche Gesellschaft für Photographie, findet die Jubiläumsausstellung zum 70. Geburtstag der DGPh statt. 70 bedeutende sowie selten vorgestellte Werke, deren Provenienz auf die Sammlung der DGPh zurückgehen, werden in einer interessanten Auswahl präsentiert. 3.9.2021 bis 16.1.2022
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DGPh zum 70. - Blick in die Sammlung
Fotoausstellung Köln . In Kooperation der Photographischen Sammlung / SK Stiftung Kultur und der DGPh, Deutsche Gesellschaft für Photographie, findet die Jubiläumsausstellung zum 70. Geburtstag der DGPh statt. 70 bedeutende sowie selten vorgestellte Werke, deren Provenienz auf die Sammlung der DGPh zurückgehen, werden in einer interessanten Auswahl präsentiert. 3.9.2021 bis 16.1.2022

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Karneval, Rheinpromenade, Mainz, 1984
© Thomas Berndt

 

Die Exponate gehören zu einem Gesamtkonvolut von rund 1700 Photographien, die 1993 von der SK Stiftung Kultur erworben wurden. Über Jahrzehnte gewachsen, spiegelt die Sammlung die Geschichte der DGPh ebenso wie die der Fotografie im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

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Foto August Sander
Haustochter, 1926
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
- August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn

 

Die Werke kamen meist als Schenkungen im Kontext von Preisverleihungen wie des Kulturpreis oder des Dr.-Erich-Salomon-Preis sowie von unterschiedlichen Ausstellungsprojekten in die Sammlung. Besonders hervorzuheben sind bedeutende Teilkonvolute wie eine umfassende Anzahl von Originalabzüge von August Sander, ein ebenso umfangreicher Bestand mit Werken der Gruppe fotoform aus dem Bereich der subjektiven fotografie, auch Albert Renger-Patzsch ist mit repräsentativen Motiven vertreten.

 

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Foto Liselotte Strelow
Axel Springer, 1956
© VG Bild-Kunst, Bonn

 

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Foto Robert Lebeck
Patrice Lumumba, Leopoldville, Kongo, 1960
© Archiv Robert Lebeck

 

 

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Foto Man Ray
Rayographie, 1923
© Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn

 

 

Parallel zu den fotografischen Exponaten präsentiert die Jubiläumsausstellung erstmals zahlreiche Materialien und Dokumente aus dem Archiv der DGPh. In einer ausführlichen Vitrinenstrecke werden Briefe, Skripte, Presserezensionen, Ephemera, Photographien und Drucksachen gezeigt. So werden besondere Ereignisse bis in die Gegenwart hinein lebendig, spannende Hintergründe und überraschende Details verweisen auf kollektive wie persönliche Erinnerungsmomente.

 

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Foto Fritz Brill
Klebstoff-Verhalten, 1968
© Archiv Fritz Brill

 

 

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Foto Harold Edgerton
Milchtropfen-Krone, 1957
© Estate of Harold Edgerton

 

 

Die Ausstellung zeigt Fotografien von Erich Angenendt, Herbert Bayer, Thomas Berndt, Kilian Breier, Fritz Brill, Henri Cartier-Bresson, Harold E. Edgerton, Alfred Eisenstaedt, Hugo Erfurth, Herbert W. Franke, Robert Häusser, Heinz Hajek-Halke, Heinrich Heidersberger, Peter Keetman, Heinrich Kühn, Siegfried Lauterwasser, Robert Lebeck, Peter Magubane, Felix H. Man, Floris M. Neusüss, Beaumont Newhall, Hilmar Pabel, Man Ray, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Karl Hugo Schmölz, Toni Schneiders, Otto Steinert, Liselotte Strelow, Carl Strüwe, Ludwig Windstosser, Reinhart Wolf.

Begleitende Publikation, dt./engl.: Blick in die Sammlung: Der DGPh zum 70., Konzeption und Text Claudia Pfeiffer, hg. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, 2021, 28 S. 
Preis: 9 Euro

12.06.2021 - 19.12.2021
Ausstellung Düsseldorf . Der Blick auf Plakate, Kunstdrucke, Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Einladungskarten in Kombination mit analog gefertigten Fotografien vermittelt einen lebhaften Eindruck der vielen Auftritte und Lesarten, die die Motivwelt von Bernd und Hilf Becher zwischen den 1960er- und 2010er-Jahren international durchlaufen hat. 12.6. bis 19.12.2021
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Bernd & Hilla Becher: Photo & Druckgraphik
Ausstellung Düsseldorf . Der Blick auf Plakate, Kunstdrucke, Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Einladungskarten in Kombination mit analog gefertigten Fotografien vermittelt einen lebhaften Eindruck der vielen Auftritte und Lesarten, die die Motivwelt von Bernd und Hilf Becher zwischen den 1960er- und 2010er-Jahren international durchlaufen hat. 12.6. bis 19.12.2021

SK Becher bhb-167

 

Fotografien von Bernd und Hilla Becher werden Druckwerken aus dem Gebrauchskontext von Präsentationen und Publikationen gegenübergestellt, die die Entwicklung ihres einflussreichen Werkschaffens wie auch die Rezeptionsgeschichte exemplarisch vor Augen führen.

In ihrem Werk haben sich Bernd und Hilla Becher mit Bauten und Konstruktionen aus dem industriellen Kontext befasst, so in Deutschland, den Beneluxländern, Frankreich, Großbritannien und den USA. Fördertürme, Hochöfen, Kühl- und Wassertürme gehören als fotografische Motive zu den bekannten Erkennungszeichen ihrer Arbeit. Diese erstreckt sich jedoch über dieserart Einzelmotive deutlich hinaus und widmet sich unter der Maßgabe einer eigens für ihre Ansichten formulierten Bildgrammatik zugleich der fotografischen Dokumentation gesamter Industrieanlagen und Landschaften. Dabei hatte das Künstlerpaar sein Motivspektrum bereits in den 1960er-Jahren weitgehend definiert, was die Möglichkeit zur sukzessiven Bearbeitung der Objekt- und Werkreihen gab.

 

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Die Gründe für den Erfolg ihres fotografischen Werks sind ausnehmend komplex. So war es zunächst außergewöhnlich, fast exotisch, dass sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit einer Gegenstandswelt zuwendeten, die traditionell allenfalls im angewandten Bereich der Industrie- und Architekturfotografie akzeptiert war. Doch gleichzeitig waren ihre Themen und vor allem ihre formale Interpretation irritierend neu, reizvoll, pur und gegenwartsbezogen. Sie räumten auf mit dem Vorurteil, dass das alltägliche Arbeitsumfeld, speziell in den Regionen des Bergbaus und der Montanindustrie, weit entfernt ästhetischer Reize nichts als Schweiß, schwarzen Rauch und Milieuschilderungen zu bieten hätte.

 

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Ihre sachlich und detailreich registrierten Schwarz-Weiß-Ansichten der in Werkanlagen angetroffenen Bauten, die sie mit Kenntnis um die Funktion und Geschichte der Objekte in Bildgruppen ordneten, fanden somit vor allem auch im Kontext der Minimal- und Konzeptkunst großes Verständnis – auch wenn Bechers selbst ihre Arbeiten gern darüber hinaus in weitere Kreise hinein kommuniziert wussten. Die Werke, die 1969 mit einer Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf als „Anonyme Skulpturen“ eingeführt wurden, überzeugten zunehmend durch ihre fotografische Präzision, ihre intuitive wie durchdachte Eigenwilligkeit und ihre repetitive Konsequenz. Auch aus der Perspektive des Denkmalschutzes erhielten die Werke von Bernd und Hilla Becher hohe Anerkennung.

Dies spiegelt sich in einer Jahrzehnte währenden Reihe von Ausstellungs- und Publikationsprojekten wider, die Bernd und Hilla Becher gemeinsam mit Institutionen, mit Museen, Galerien und Verlagen durchführten. Abgesehen von Buchpublikationen, sind vermeintlich ephemere Druckwerke, die mit solchen Ereignissen einhergehen, selten zu sehen. Diese erweisen sich jedoch in der aktuellen Ausstellung als aufschlussreiche Dokumente, machen sie nicht allein auf die Wirkungsunterschiede zwischen originaler Fotografie und graphisch eingesetztem und gedrucktem Bild aufmerksam, sondern auch auf den Wandel und die Ansprüche des Kunstbetriebs. Zeitabhängig lassen sich ästhetische und typographische Vorlieben und Gestaltungskonventionen entdecken. Nicht zuletzt sind die hier präsentierten Druckwerke Teil einer wesentlichen Vermittlungsarbeit zwischen Institution, Künstler und Betrachter.

 

Eine Ausstellung von Max Becher in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf.

 

Kunstarchiv Kaieswerth, Suitbertus-Stiftsplatz, Düsseldorf

 

10.02.2021 - 23.01.2022
Auch im Jahr 2021 hat das Leopold Museum in Wien eine Reihe spannender Ausstellungen vorgesehen. Darunter sind auch fotografische Leckerbissen wie wechselnde Bilder in der Dauerpräsentation "Wien 1900 Aufbruch in die Moderne" oder zum Herbst die Ausstellung "Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis".
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Das Jahr im Leopold Museum Wien
Auch im Jahr 2021 hat das Leopold Museum in Wien eine Reihe spannender Ausstellungen vorgesehen. Darunter sind auch fotografische Leckerbissen wie wechselnde Bilder in der Dauerpräsentation "Wien 1900 Aufbruch in die Moderne" oder zum Herbst die Ausstellung "Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis".

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Gruppenaufnahme der Secessionskünstler. Hintere Reihe von links nach rechts: Anton Stark, Gustav Klimt (im Malerkittel), Adolf Böhm, Wilhelm List, Maximilian Kurzweil, Leopold Stolba, Rudolf Bacher. Vordere Reihe: Koloman Moser, Maximilian Lenz, Ernst Stöhr, Emil Orlik, Carl Moll. und Kolo Moser (vor Klimt sitzend). 

Photographie von Moriz Nähr. April 1902

 

Ab der für 10. Februar vorgesehenen Öffnung nach dem aktuellen Lockdown zeigt das Leopold Museum wieder die mehr als 1.300 Objekte umfassende Dauerpräsentation Wien 1900. Aufbruch in die Moderne, wobei Grafiken, Fotografien und Archivalien regelmäßig getauscht werden und für reichlich Abwechslung innerhalb der Wien 1900-Ausstellung sorgen. Immer wieder wird die Dauerpräsentation auch durch Neuerwerbungen und (Dauer-)Leihgaben ergänzt. Die Präsentation spannt einen Bogen von ca. 1870 bis 1930 und zeichnet sich durch mediale Vielfalt aus, die von Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie über Archivalien, Glas, Keramik, Metall, Textilien, Leder und Schmuck bis hin zu Möbelstücken und Wohnungseinrichtungen reicht. Aus konservatorischen Gründen werden Fotografien, grafische Arbeiten und Archivalien regelmäßig ausgetauscht, wodurch neue Blickwinkel entstehen.

Zwei Ausstellungen, deren Start von Sommer 2019 auf den Spätherbst verschoben werden mussten und die bisher lediglich wenige Tage im Dezember 2020 zu sehen waren – Emil Pirchan. Visuelle Revolution und Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900 zum 250. Geburtstag des Komponisten werden bis 6. Juni verlängert.

Emil Pirchan - Visuelle Revolution

 

Leopold Pirchon

Fotoatelier A. Frankl, Berlin, Emil Pirchan mit Masken im Berliner Atelier, 1923 © Sammlung Steffan/Pabst, Zürich, Foto: Sammlung Steffan/Pabst, Zürich © Nachlass Emil Pirchan, Sammlung Steffan/Pabst, Zürich

 

Bis 05.04.2021 Emil Pirchan (1884–1957) war ein Pionier des expressionistischen Bühnenbildes, aber auch fantasiereicher Plakatgestalter, der im konkurrenzstarken Metier Werbegrafikbeträchtliche Erfolge feierte. Zudem war er Kostümbildner, Designer, Buchillustrator, Autor mehrerer Künstlermonografien, Romancier, Lehrer und noch etliches mehr. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museum Folkwang in Essen.

 

 

Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis 24.09.2021–23.01.2022
KuratorInnen: Verena Gamper, Gregor Schmoll

 

Leopold Ruff

 

Thomas Ruff, Anderes Porträt Nr. 109A/32, 1994/95
© Courtesy Thomas Ruff, Foto: Thomas Ruff © Bildrecht Wien, 2021

 

In dieser Ausstellung, die auf die Leidenschaft des Philosophen Ludwig Wittgenstein für die Fotografie fokussiert, steht erstmals sein Wirken als Autor, Sammler und Arrangeur von Fotografien im Mittelpunkt. Gezeigt wird das unveröffentlichte Fotoalbum der 1930er-Jahre, ein Kompositporträt aus Aufnahmen der Schwestern Wittgensteins und jener des Philosophen, inszenierte Selbstporträts, Aufnahmen des Haus Wittgenstein, Auszüge der Nonsense Collection und die Ansichtskartenkorrespondenz Wittgensteins.

 

 

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Ludwig Wittgenstein/Moriz Nähr, Kompositporträt Hermine, Helene, Margarethe und Ludwig Wittgenstein, undatiert
© The Ludwig Wittgenstein Archive Cambridge, Foto: The Ludwig Wittgenstein Archive Cambridge

 

Seine Arbeiten werden mit der fotografischen Praxis und Theorie zeitgenössischer KünstlerInnen wie Baldessari, Bechtold, Boltanski, Darboven, Förg, Goldin, Jürgenssen, Lombardi, Maurer, Polke, Ruff, Sherman, Sieverding, Spiluttini, Warhol, Weibel, Zobernig u. a. in Dialog gesetzt. Die auch experimentelle Auseinandersetzung der Familie Wittgenstein mit dem Medium Fotografie wird in Form einer historisch-biografischen Rückblende vorgestellt und es wird dazu eingeladen, Wittgensteins Verständnis des Mediums für eine zeitgenössische Re-Vision fruchtbar zu machen.

 

 

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