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Fotoausstellungen

12.06.2021 - 19.12.2021
Ausstellung Düsseldorf . Der Blick auf Plakate, Kunstdrucke, Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Einladungskarten in Kombination mit analog gefertigten Fotografien vermittelt einen lebhaften Eindruck der vielen Auftritte und Lesarten, die die Motivwelt von Bernd und Hilf Becher zwischen den 1960er- und 2010er-Jahren international durchlaufen hat. 12.6. bis 19.12.2021
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Bernd & Hilla Becher: Photo & Druckgraphik
Ausstellung Düsseldorf . Der Blick auf Plakate, Kunstdrucke, Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Einladungskarten in Kombination mit analog gefertigten Fotografien vermittelt einen lebhaften Eindruck der vielen Auftritte und Lesarten, die die Motivwelt von Bernd und Hilf Becher zwischen den 1960er- und 2010er-Jahren international durchlaufen hat. 12.6. bis 19.12.2021

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Fotografien von Bernd und Hilla Becher werden Druckwerken aus dem Gebrauchskontext von Präsentationen und Publikationen gegenübergestellt, die die Entwicklung ihres einflussreichen Werkschaffens wie auch die Rezeptionsgeschichte exemplarisch vor Augen führen.

In ihrem Werk haben sich Bernd und Hilla Becher mit Bauten und Konstruktionen aus dem industriellen Kontext befasst, so in Deutschland, den Beneluxländern, Frankreich, Großbritannien und den USA. Fördertürme, Hochöfen, Kühl- und Wassertürme gehören als fotografische Motive zu den bekannten Erkennungszeichen ihrer Arbeit. Diese erstreckt sich jedoch über dieserart Einzelmotive deutlich hinaus und widmet sich unter der Maßgabe einer eigens für ihre Ansichten formulierten Bildgrammatik zugleich der fotografischen Dokumentation gesamter Industrieanlagen und Landschaften. Dabei hatte das Künstlerpaar sein Motivspektrum bereits in den 1960er-Jahren weitgehend definiert, was die Möglichkeit zur sukzessiven Bearbeitung der Objekt- und Werkreihen gab.

 

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Die Gründe für den Erfolg ihres fotografischen Werks sind ausnehmend komplex. So war es zunächst außergewöhnlich, fast exotisch, dass sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit einer Gegenstandswelt zuwendeten, die traditionell allenfalls im angewandten Bereich der Industrie- und Architekturfotografie akzeptiert war. Doch gleichzeitig waren ihre Themen und vor allem ihre formale Interpretation irritierend neu, reizvoll, pur und gegenwartsbezogen. Sie räumten auf mit dem Vorurteil, dass das alltägliche Arbeitsumfeld, speziell in den Regionen des Bergbaus und der Montanindustrie, weit entfernt ästhetischer Reize nichts als Schweiß, schwarzen Rauch und Milieuschilderungen zu bieten hätte.

 

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Ihre sachlich und detailreich registrierten Schwarz-Weiß-Ansichten der in Werkanlagen angetroffenen Bauten, die sie mit Kenntnis um die Funktion und Geschichte der Objekte in Bildgruppen ordneten, fanden somit vor allem auch im Kontext der Minimal- und Konzeptkunst großes Verständnis – auch wenn Bechers selbst ihre Arbeiten gern darüber hinaus in weitere Kreise hinein kommuniziert wussten. Die Werke, die 1969 mit einer Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf als „Anonyme Skulpturen“ eingeführt wurden, überzeugten zunehmend durch ihre fotografische Präzision, ihre intuitive wie durchdachte Eigenwilligkeit und ihre repetitive Konsequenz. Auch aus der Perspektive des Denkmalschutzes erhielten die Werke von Bernd und Hilla Becher hohe Anerkennung.

Dies spiegelt sich in einer Jahrzehnte währenden Reihe von Ausstellungs- und Publikationsprojekten wider, die Bernd und Hilla Becher gemeinsam mit Institutionen, mit Museen, Galerien und Verlagen durchführten. Abgesehen von Buchpublikationen, sind vermeintlich ephemere Druckwerke, die mit solchen Ereignissen einhergehen, selten zu sehen. Diese erweisen sich jedoch in der aktuellen Ausstellung als aufschlussreiche Dokumente, machen sie nicht allein auf die Wirkungsunterschiede zwischen originaler Fotografie und graphisch eingesetztem und gedrucktem Bild aufmerksam, sondern auch auf den Wandel und die Ansprüche des Kunstbetriebs. Zeitabhängig lassen sich ästhetische und typographische Vorlieben und Gestaltungskonventionen entdecken. Nicht zuletzt sind die hier präsentierten Druckwerke Teil einer wesentlichen Vermittlungsarbeit zwischen Institution, Künstler und Betrachter.

 

Eine Ausstellung von Max Becher in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf.

 

Kunstarchiv Kaieswerth, Suitbertus-Stiftsplatz, Düsseldorf

 

12.06.2021 - 31.07.2021
Fotoausstellung Köln . New York der 70er und 80er Jahre – Joseph Rodriguez sitzt hinter dem Steuer seines Taxis. Während seiner Fahrten entstehen seine ersten fotografischen Werke, die das alltägliche Leben in dieser Zeit aus Sicht eines Arbeiters dokumentieren. "TAXI: Journey Through My Windows 1977 - 1987" vorgestellt in der Galerie Bene Taschen entführt die Betrachtenden in die dreißig Jahre zurückliegende Vergangenheit der amerikanischen Metropole. 12.6. bis 31.7.2021
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Joseph Rodriguez - TAXI
Fotoausstellung Köln . New York der 70er und 80er Jahre – Joseph Rodriguez sitzt hinter dem Steuer seines Taxis. Während seiner Fahrten entstehen seine ersten fotografischen Werke, die das alltägliche Leben in dieser Zeit aus Sicht eines Arbeiters dokumentieren. "TAXI: Journey Through My Windows 1977 - 1987" vorgestellt in der Galerie Bene Taschen entführt die Betrachtenden in die dreißig Jahre zurückliegende Vergangenheit der amerikanischen Metropole. 12.6. bis 31.7.2021

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Joseph Rodriguez Meatpacking District, Greenwich Village, 1984
© Joseph Rodriguez + Courtesy Galerie Bene Taschen

Aus seinem Taxibeginnt Rodriguez, die vorbeirauschenden Momente mit der Kamera festzuhalten. Er fährt von Manhattan in die Bronx, von Queens nach New Jersey, von Brooklyn nach Staten Island, von Downtown nach Uptown, vom Meatpacking District zum East Village und bis nach Midtown Manhattan. Während seiner Touren begegnet er als „fahrender Flaneur“ auch den dunklen Seiten der Straßenszene.

 

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Joseph Rodriguez, TAXI Series, Self Portrait, NY 1984
© Joseph Rodriguez + Courtesy Galerie Bene Taschen

 

 

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Joseph Rodriguez, TAXI Series, Outside the Vault, a popular S&M club, 1984 
© Joseph Rodriguez + Courtesy Galerie Bene Taschen

 

Seine Routen sind unberechenbar, ebenso wie die Begegnungen, die seine Motive bestimmen. Im Vorbeifahren trifft der Blick des Fahrers auf Prostituierte, die auf Kunden warten, Obdachlose, die ein paar Cents erbetteln und triste Fassaden, die in die Höhe zu wachsen scheinen. Im Rück- und Seitenspiegel fliegen die Häuser und Autos vorüber; an der roten Ampel schiebt ein Vater den Kinderwagen über die Straße. Blickt man auf den Rücksitz des Wagens, sitzen dort die Fahrgäste: je nach Tages- oder Nachtzeit wechseln diese von Wohlhabenden der Upper East Side über Partygänger bis hin zu Familien auf dem Weg zur Sonntagsmesse.

 

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Joseph Rodriguez, Taxi series Familiy going to church in Sunday morning, NY 1984
© Joseph Rodriguez + Courtesy Galerie Bene Taschen

 

Wie der Filmklassiker Taxi Driver, der 1976 diese Eindrücke filmisch verarbeitet, fängt Rodriguez das pulsierende Lebensgefühl New York Citys ein. Beide Werke, Film und Fotografie, zeugen von der Faszination rundum die Person Taxifahrer, die wiederum ihre Wagen als stille Beobachtungsposten nutzen. Rodriguez´ Arbeiten erfassen Menschen in einer emotionalen Komplexität und agieren als Nadelöhr für alle Sichten und Geschichten, die er in einem Tagebuch notiert hat. In der Ausstellung sind diese Fotografien als Silver Gelatin Prints zu sehen.

 

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© Joseph Rodriguez + Courtesy Galerie Bene Taschen

 

 

Als ehemals drogenabhängiger Gefängnisinsasse, der durch das Taxifahren und seine Beobachtungen den Weg zur Fotografie gefunden hat, erklärt Rodriguez heute, dass ihm diese damals sein Leben gerettet hat.

Galerie Bene Taschen, Moltkestraße 81, Köln

Besuch nur mit Terminvereinbarung

 

 

10.06.2021 - 08.07.2021
Fotoausstellung München . In teils ruhigen, teils dynamischen Fotowerken berichtet Michael Nischke von den Eindrücken seiner Reisen nach Japan. Die Galerie arToxin stellt die Arbeiten von Michael Nischke, dessen Bilder schien in zahlreichen Ausstellung im In- und Ausland gezeigt wurden, vor.
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Michael Nischke - Made in Japan
Fotoausstellung München . In teils ruhigen, teils dynamischen Fotowerken berichtet Michael Nischke von den Eindrücken seiner Reisen nach Japan. Die Galerie arToxin stellt die Arbeiten von Michael Nischke, dessen Bilder schien in zahlreichen Ausstellung im In- und Ausland gezeigt wurden, vor.

Die auch in Japan kontrovers diskutierten Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokyo finden trotz weltweiter Pandemie statt – wenn auch mit extremen Einschränkungen. Die Ausrichtung in Japan beflügelt in jüngster Zeit das wiedererstarkte Interesse an Design, Kunst und Mode des immer wieder sehr fremd wirkenden Staates. Und so läßt uns Michael Nischke mit seinen Fotografien eintauchen in eine facettenreiche Welt voller Überraschungen.

 

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Michael Nischke  besuchte Japan 2017 und 2019 und eröffnete in Tokyo zwei seiner Fotoausstellungen. Glücklicherweise geschah dies während der Kirschblüte, so konnte er mit ausdrucksstarken Momentaufnahmen die besondere Atmosphäre in Tokyo, Kyoto und Hakone mit Farbfotografien festhalten. Der Film „Kirschblüten-Hanami“ von Doris Dörrie inspirierte ihn zu den teils ruhigen, teils dynamischen Fotowerken, die er einfing. Erst im Zusammenspiel der unterschiedlichen Motive zeigen sich die großen Gegensätze einer Gesellschaft zwischen tief empfundener Tradition und Naturliebe auf der einen Seite und einer Modernität auf der anderen, die teilweise in die Jahre gekommen zu sein scheint.

 

Nischke Hakone  SAKURA vipes (c)Nischkejpg Kopie

 

Wenn Ende März und Anfang April in Japan die Kirschblüte ihren spektakulären Höhepunkt erreicht, erlebt der Besucher ein Volk in Hochstimmung. Über den zeitlichen und geografischenVerlauf der lokal etwa zehn Tage dauernden Blüte wird bereits im Vorfeld umfassend in den Medien berichtet. Nach längerer Zeit des Reifens und sehr kurzer Zeit des Blühens erreicht das Blütenmeer in den unzähligen Parks, auf Straßen und auf dem Land den Moment vollendeter Schönheit.

Der Begriff „O-Hanami“ bezeichnet dabei die japanische Tradition die Blüten zu betrachten und mit speziellen Festen zu feiern. Vor allem die Aspekte der besonderen Schönheit der japanischen Kirschblüte aber auch die Vergänglichkeit spielen dabei eine große Rolle. In den vielen Parks versammeln sich nun Freunde, Kollegen sowie Familien und zelebrieren die weiße bis hellrosa gefärbte Blütenpracht.

 

Nischke Tokyo Shimbashi 2019 III (c)Nischkem Kopie

 

Im Kontrast dazu stehen die Bilder der Megacity Tokyo, welche die ehemalige „Übermorgenstadt" eher entschleunigt wirken lassen. Die sich abwechselnden Wirtschaftskrisen und die vielerorts sichtbare Überalterung der Gesellschaft zeigen ihre Spuren deutlich. Der Glanz des Wirtschaftsbooms scheint verblasst – fast so, als halte eine durch jüngste Naturkatastrophen zusätzlich sehr geprüfte Region den Atem an.

 

Nischke Tokyo Ginza VII (c)Nischke Kopie

 

Die Arbeiten ziehen durch grafische Formen, Kontraste, Schattenrisse und formale Strukturen den Blick an, mehr inspiriert durch kalligrafische Arbeiten und traditionelle Holzschnitte als durch visionäre Baukonzepte. Reduktion statt optischer Opulenz also – ganz im Sinne vieler japanischer Fotografen – kennzeichnet die Werke. Und die japanische Kunst des selektiven Betrachtens macht Michael Nischke sich zueigen und zeigt in seinen von einer klaren Alltagsästhetik geprägten Bildern das heutige von Widersprüchen geprägte Japan.

 

 

Michael Nischke (*1956 in Berlin-Schmargendorf) kam während seiner Schulzeit in Oslo (Norwegen) zur Fotografie. Er absolvierte später das Fotostudium in Köln und assistierte in den Jahren 1983 bis 1986 Prof. Heinrich Riebesehl. Neben seiner praktischen, fotografischen Arbeit verfasste er eine Vielzahl von renommierten und mit Preisen ausgezeichneten Fachbücher. Er gilt als einer der Protagonisten der Panorama-Fotografie in Deutschland und ist zudem berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh).

 

Michael Nischkes Werke wurden in den letzten Jahren schon in zahlreichen Ausstellungen gezeigt sowohl in Deutschland als auch international in Taipeh und Tokyo.

 

Ausstellungen / IN PLANUNG

 

  • ESCAPES September 2021, 1839 Contemporary Gallery, Taipei, TAIWAN
  • BELLA ITALIA Oktober 2021, gallery 176, Osaka, Japan
  • BLUE SKY November 2021, Galerie Tosei-Sha, Tokyo, Japan

 

 

Galerie arToxin
Angelika Donhärl & Gottfried Düren GbR
Kirchenstraße 23, München

10.06.2021 - 10.07.2021
Fotoausstellung Hamburg . In der Galerie der Messe Hamburg stellen 62 BFF-FotografInnen und FilmerInnen ihre Perspektive von der Zukunft vor. Die Fotografien und Filme werden in den Fenstern der Messe zur Karolinenstraße aufgehängt - und können so jederzeit und corona-sicher von den BesucherInnen betrachtet werden. 10.6. bis 10.7.2021
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BFF - Future Perfect - 12. Aufschlag
Fotoausstellung Hamburg . In der Galerie der Messe Hamburg stellen 62 BFF-FotografInnen und FilmerInnen ihre Perspektive von der Zukunft vor. Die Fotografien und Filme werden in den Fenstern der Messe zur Karolinenstraße aufgehängt - und können so jederzeit und corona-sicher von den BesucherInnen betrachtet werden. 10.6. bis 10.7.2021

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© EstherHaase


 
Thematisiert wird in den Arbeiten die existentielle Frage mit dem Blick nach vorne: Was bringt die Zukunft? Oder ist die Zukunft eher eine Vergangenheit? Wie werden wir leben oder wie wollen wir leben? Von sehr reellen Bildern zu Fantasiewelten, von dem Heute zu einer anderen Zeit. Ist der Blick der BFF-Profis optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft gerichtet? Wird es ein Aufbruch in eine Science Fiction Welt? - oder eher mit festem Gang ein Schritt nach dem Anderen.

 

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© Gerhard Linnekogel

 

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© Julia Marie Werner

 

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© Olff Appold


 
"Das Thema der Ausstellung haben wir bewusst so breit gewählt, um das kreative Potential jeder und jedes Einzelnen abrufen zu können. Deshalb wurde von uns auch in der Präsentationsform eine große Bandbreite erlaubt: Filme, Cinemagraphs, Gifs oder Fotografien konnten eingereicht werden," erklärt Bob Leinders, BFF-Regionalbeirat Hamburg, Initiator des "12. Aufschlags".

 

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© Reinhard Hunger

 

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© Philipp Rathmer

 

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© Bob Leinders


 
Diese Ausstellung stellt den ersten Schritt zu einem größeren Engagement des BFF in der Zusammenarbeit mit der Messe Hamburg und der im September stattfindenden Photopia dar.

 

 

 

 

22.05.2021 - 25.07.2021
Ausstellung Braunschweig . Die Duo-Ausstellung im Kunstverein Braunschweig von Karrabing Film Collective und Rory Pilgrim kombiniert bestehende und neu produzierte Filme, Zeichnungen und Objekte zu einem eindringlichen Lebensraum. Dabei beschäftigen die Künstler ökologische Herausforderungen und Formen von Gemeinschaften bzw. spekulative Modelle eines integrativen Zusammenlebens. Bis 25.7.2021
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Karrabing Film Collective / Rory Pilgrim - Where the Tide Takes Us
Ausstellung Braunschweig . Die Duo-Ausstellung im Kunstverein Braunschweig von Karrabing Film Collective und Rory Pilgrim kombiniert bestehende und neu produzierte Filme, Zeichnungen und Objekte zu einem eindringlichen Lebensraum. Dabei beschäftigen die Künstler ökologische Herausforderungen und Formen von Gemeinschaften bzw. spekulative Modelle eines integrativen Zusammenlebens. Bis 25.7.2021

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Karrabing Film Collective, Wutharr, Saltwater Deeams, Still, 2016

 

 

Von dem Rhythmus der Gezeiten getragen, verändert sich die Ausstellung im Laufe der Tage. Rory Pilgrim (*1988, Bristol) arbeitet miteiner Vielzahl an Medien, darunter Songwriting, Komposition, Film,Text, Zeichnung und Live-Performances. Pilgrim realisierte Einzelausstellungen im BadischenKunstverein (2020), bei Between Bridges (2019), in der Andriesse-Eyck Gallery oder der South London Gallery (beide 2018) sowie im Plymouth Art Centre (2017). 2019 wurdePilgrim mit dem Prix de Rome ausgezeichnet. Karrabing Film Collective ist ein indigenes Filmkollektiv, dass sich 2008 in Australien gegründet hat und aktuell aus rund 30 Mitgliedern besteht, 

 

 

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Rory Pilgrim - The open Sky

 

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Rory Pilgrim, Software Garden, Still, HD Film, 2019

 

 Die Filme der Gruppe wurden u. a. auf der Countour Biennale 8 (2017), den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin – Berlinale, Forum Expanded (2017), der documenta 14 (2017) und der Sydney Biennale (2016) präsentiert.

Kuratorinnen: Jule Hillgärtner, Nele Kaczmarek Assistenzkuratorin: Hendrike Nagel

 

https://kunstvereinbraunschweig.de/exhibitions/karrabing-rory-pilgrim/

 

21.05.2021 - 29.08.2021
Ausstellung Berlin . Die Ausstellung dokumentiert auf 400qm mit Mode, Fotografien, Plakaten, Filmen und Musik multimedial das Schaffen der Modemacherin Claudia Skoda in all seiner Vielseitigkeit. Viele der gezeigten Werke sind nie oder für lange Zeit nicht öffentlich zu sehen gewesen und werden jetzt im Berliner Kulturforum präsentiert. Bis 29.8.2021
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Claudia Skoda - Dressed to Thrill
Ausstellung Berlin . Die Ausstellung dokumentiert auf 400qm mit Mode, Fotografien, Plakaten, Filmen und Musik multimedial das Schaffen der Modemacherin Claudia Skoda in all seiner Vielseitigkeit. Viele der gezeigten Werke sind nie oder für lange Zeit nicht öffentlich zu sehen gewesen und werden jetzt im Berliner Kulturforum präsentiert. Bis 29.8.2021

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Ulrike Ottinger, Ohne Titel (Claudia Skoda, Tabea Blumenschein & Jenny Capitain),
Silbergelatine-Vintageprint, ca. 1977/78, © Ulrike Ottinger

 

Claudia Skoda (*1943 in Berlin) ist mit ihrer Mode eine Schlüsselfigur und Ikone der West-Berliner Undergroundszene der 1970er- und 80er-Jahre. Mit ihren außergewöhnlichen Designs revolutionierte sie das Verständnis von Strickmode; ihre spektakulären Modenschauen sorgten international für Aufsehen. Mit dieser ersten Einzelschau würdigt die Kunstbibliothek das Schaffen Claudia Skodas – in ihrer Heimatstadt Berlin. Die multimediale Sonderausstellung präsentiert rund 200 z. T. noch nie gezeigte Arbeiten von Claudia Skoda und Wegbegleiter*innen wie Martin Kippenberger, Luciano Castelli, Ulrike Ottinger, Tabea Blumenschein, Kraftwerk, Jim Rakete und vielen mehr.

 

Bereits in den 1980er Jahren galt ihr Design international als „Knitted Genius“ (Key, 1984) und sie selbst als „Queen of Texture“ (Paper, 1985). Sie ist für die Zeitschrift Elle neben Coco Chanel, Vivienne Westwood und Madonna eine der Frauen, die den Look des 20. Jahrhunderts geprägt haben. Bis heute arbeitet Claudia Skoda mit Kreativen verschiedenster Disziplinen zusammen – und bleibt zugleich die Königin ihres eigenen Metiers: Das Stricken, bevorzugt auf der Maschine. In ihrer Wohn- und Arbeitsgemeinschaft „fabrikneu“ in einer Fabriketage in der Zossener Straße in Kreuzberg traf sich ab Mitte der 1970er-Jahre die West-Berliner Bohème: Musiker*innen, Filmemacher*innen, Künstler*innen, Modemacher*innen.

 

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 Esther Friedman, Ohne Titel (Claudia Skoda in Jazz Hose),
Silbergelatine-Vintageprint, ca.1978, © Esther Friedman

 

Die Sonderausstellung im Kulturforum nähert sich dem Werk und Leben von Claudia Skoda in sieben thematischen Kapiteln:

 

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Im Kapitel „fabrikneu“ werden die frühen Jahre Skodas und ihre ersten Modeschauen in Kreuzberg thematisiert, wie „Shake Your Hips“ (1975), „Neues Spiel“ (1976) und „Pablo Picasso“ (1977). Der damals noch unbekannte Martin Kippenberger kreierte einen Fußboden mit rund 1.300 Fotografien von sich, Ulrike Ottinger und Esther Friedman – „Eine Woche aus dem Intimleben der Fam. Skoda und Bekanntenkreis“, so der Titel des Werks.

 

In der Ausstellung wird der Fußboden und auf ihm eine Auswahl an frühen Strickdesigns von Claudia Skoda zu sehen sein. Parallel lassen Super-8-Filme, Dias und Fotografien die fabrikneu-Modenschauen wieder aufleben.

 

Verhältnis zur Musik

Im nächsten Kapitel wird das besondere Verhältnis Claudia Skodas zur Musik erörtert: Es gehörten nicht nur zahlreiche Musiker*innen zu ihrem Kundenkreis – u. a. David Bowie, Malaria!, Tangerine Dream, die Neonbabies, Donna Summer, Cher, Tina Turner und Rufus Wainwright – ihre Kollektionen sind auch voller Anspielungen auf verschiedenste Musikrichtungen – Jazz, Glamrock, Disco, Punk, Elektro.

1981 wechselte Skoda für kurze Zeit selbst die Disziplin und landete gemeinsam mit Rosie Müller mit ihrer EP „I bin a Domina“ einen Undergroundhit. Elektromusik-Pionier Manuel Göttsching mischte das Stück, Ralf Hütter und Karl Bartos von der Band Kraftwerk gestalteten das Cover.

 

Extravagante Modenschauen

Ein weiteres Kapitel widmet sich Claudia Skodas extravaganten Modenschauen, vor allem „Laufsteg“ (1978), „Big Birds“ (1979), „Trommelfeuer“ (1982) und „Veit Fights“ (1983). Skoda setzte sich für jede dieser Shows ein Thema, das konsequent als Konzept in Choreographie, Styling, Musik und Plakatgestaltung bis zu einem Grad verfolgt wurde, wie es zu dieser Zeit noch nicht in der Modebranche üblich war. Mit diesen multidisziplinären Gesamtkunstwerken wurde sie zur Vorreiterin in der künstlerisch kontextualisierten Modepräsentation.

Zu „Big Birds“ beispielsweise gab es keinen Laufsteg, stattdessen wurde der Raum mit Absperrgittern durchtrennt und nur von einzelnen starken Scheinwerferkegeln beleuchtet. Das australische Performance-Duo Emu schlüpfte zu Beginn der Schau aus einem großen Ei. Parallel dazu lief ein Film mit Pinguinen in der Antarktis. Performer schwangen sich fast nackt und am ganzen Körper geschminkt auf einem Hochtrapez über die Models, die sich wie Vögel zu Elektrobeats bewegten. Skoda hatte sie zuvor in den Zoologischen Garten geschickt, um das Verhalten von Vögeln zu studieren.

 

Self-made Woman

Claudia Skodas DIY-Attitude wird im Kapitel „Self-made Woman“ thematisiert. Von Anbeginn arbeitete Claudia Skoda eigenständig. Die ausgeklügelte Formgebung einzelner Kollektionsteile ist wegen ihrer Komplexität für die Herstellung in größeren Serien unrentabel. Skoda wählt nicht selten Garne, die von der Industrie gar nicht verarbeitet werden können.

Auch in der Werbung und im Vertrieb bleibt Claudia Skoda unkonventionell: Bis 1982 nutzte sie fabrikneu als Strickatelier, promotete ihre Mode ausschließlich auf Messen und Modenschauen und belieferte einzelne ausgewählte Boutiquen in Düsseldorf, Paris, London oder New York mit einzelnen Kollektionsteilen. Ihren ersten eigenen Laden eröffnete sie – nach Rat von David Bowie – in SoHo in New York.

1988 holte der West-Berliner Senat sie in ihre Geburtsstadt zurück, um die Eröffnungsgala zur Kulturstadt Europas zu organisieren. Mit „Dressater – Dressed to Thrill“ kuratierte Skoda eine multidisziplinäre Schau und lud dazu innovative Modedesigner*innen aus der ganzen Welt ein. Als die Mauer ein Jahr später fiel, fiel auch Skodas Entscheidung zu bleiben. Es folgten Läden auf dem Ku'damm, der Linienstraße und der Alten Schönhauser Allee.

 

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 Luciano Castelli, Ohne Titel (Motiv zur Modenschau Big Birds, Claudia Skoda, Tabea Blumenschein), Silbergelatine-Vintageprint, 1979, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

 

Frauenfreundschaften und Frauenrollen

Skodas ikonisches „Jazz“-Muster war insbesondere Ende der 1970er als Unisex-Leggings allseits beliebt. Besonders liebt sie es jedoch den weiblichen Körper zu umgarnen. Ihre Kleider sind charakteristischerweise für selbstbewusste Frauen gestrickt: Hauteng, durchsichtig, expressiv, oft in erstaunlichen Farbkombinationen. Dieser verspielte und freizügige Zugang zum Thema Körper ist für sie kennzeichnend.

Im Kapitel „Frauenfreundschaften und Frauenrollen“ zeigt die Ausstellung, wie Skoda und ihre Kolleginnen und Freundinnen zusammenwirken. Unter anderem werden Fotoserien der Nachtsessions gezeigt, in denen Skoda gemeinsam mit Tabea Blumenschein und Jenny Capitain spontan feminine Looks in Rollenspielen vor der Fotokamera Ulrike Ottingers durchdekliniert – von glamourösen Diven der 1920er- bis zu blondierten Sexbomben der 1950er-Jahre. 

 

Modefotografie von Kunstfotograf*innen

Im Kapitel „Modefotografie“ wird Skodas ungewöhnliche Herangehensweise sowie ihr Faible für Fotografie deutlich. Skoda lässt ihre Strickdesigns nicht von bewährten Modefotograf*innen, sondern von Kunstfotograf*innen ablichten wie Silke Grossmann, Tina Winkhaus und Daniel 'DJ Punk' Josefsohn. In der Modefotografie Skodas geht es nicht in erster Linie um die Darstellung ihres Produkts, sondern um ein ästhetisches Konzept, um Stimmung, um Materialität.

 

Kunst und Mode

Immer wieder bewegt sich Skoda mit ihren Kollaborationen nah an der Kunst: Für die Edition „Masterpieces“ von 1986 gewann sie Entwürfe aus dem Kreis der Neuen Wilden von der ehemaligen Galerie am Moritzplatz – Rainer Fetting, Anne Jud, Salomé, Luciano Castelli – die sie in limitierter Auflage in Strick umsetzte. Alle noch existierenden Entwürfe werden in der Ausstellung im Kapitel „Kunst und Mode“ gezeigt.

Ebenfalls wird die von Skoda konzipierte Performance „Deep Diving for Whales“ 1997 im Deutschen Guggenheim dokumentiert. Für diesen Anlass strickte sie farbenreiche Ganzkörperanzüge, von denen sich in einen Strickschlauch eingelassene, große, mit Helium gefüllte Ballons zur Decke streckten, während sich die Models amphibienhaft durch den Raum bewegten.

 

Ausstellung als multimediale Dokumentation

 

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 Claudia Skoda posiert auf dem Dach der fabrikneu in ihrer Kollektion „Shake Your Hips“,
unbekannter Fotograf, ohne Titel, Polaroid, ca. 1975, © Claudia Skoda

 

 

Die Ausstellung dokumentiert auf 400qm mit Mode, Fotografien, Plakaten, Filmen und Musik multimedial das Schaffen der Modemacherin Claudia Skoda in all seiner Vielseitigkeit. Zugleich wird ein Eindruck von der experimentierfreudigen Energie und dem Zeitgeist der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre in West-Berlin vermittelt. Ein Großteil der Exponate stammt aus Claudia Skodas eigenem Archiv sowie aus Privatarchiven von Zeitzeug*innen und Freund*innen. Viele der gezeigten Werke sind nie oder für lange Zeit nicht öffentlich zu sehen gewesen.

 

Sammlung Modebild – Lipperheidesche Kostümbibliothek

 

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 Silke Grossmann, Bild für Claudia Skoda, in Zusammenarbeit mit Cynthia Beatt,
Silbergelatine-Vintageprint, 1983, © Silke Grossmann

 

Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, die mit der „Sammlung Modebild – Lipperheidesche Kostümbibliothek“ eines der weltweit bedeutendsten Bild- und Textarchive zur Geschichte der Mode besitzt, wendet sich mit der Ausstellung verstärkt der wissenschaftlichen Erforschung der Modenetzwerke Berlins Ende des 20. Jahrhunderts zu. Mit der Ausstellung geht ein Großteil des privaten Archivs von Claudia Skoda in den Bestand der Sammlung über und steht somit zukünftigen Generationen von Forscher*innen zur Verfügung.

 

Kulturforum, Matthäikirchplatz, Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21.05.2021 - 25.07.2021
Ausstellung Berlin . „SEEN BY #15“ ist der 15. Teil der Ausstellungskooperation zwischen der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin und der Universität der Künste Berlin im Museum für Fotografie. Sie hat zum Ziel, kursorische und künstlerische Strategien im Umgang mit zeitgenössischer Fotografie neu zu denken. Bis 25.7.2021
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SEEN BY #15: Nothing ever happened [yet]
Ausstellung Berlin . „SEEN BY #15“ ist der 15. Teil der Ausstellungskooperation zwischen der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin und der Universität der Künste Berlin im Museum für Fotografie. Sie hat zum Ziel, kursorische und künstlerische Strategien im Umgang mit zeitgenössischer Fotografie neu zu denken. Bis 25.7.2021

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 Samet Durgun, Keil Li at Patricia's Lap, Archival pigment print, 2020,
© Samet Durgun

 

„Intuitiv möchte man die Redewendung nothing ever happened ange-sichts gegenwärtiger globaler Konfliktlagen, die das Gegenteil nahelegen, zurückweisen“, so Maren Lübbke-Tidow, Kuratorin der Ausstellung. „Mas-sive Umbrüche in den Parteienlandschaften, nationalistische Tendenzen, Hetze von Verschwörungstheoretikern, Gewalt von rechts, autoritär agie-rende Regime, die zunehmende Abschottung Europas an den Außen-grenzen etc. beschreiben nur einen kleinen Ausschnitt gefährlicher politi-scher Entwicklungen. Man möchte mit der eigenen Stimme – und mit Bildern – dagegenhalten. Und dennoch stellt sich die Frage: Was kann mit Bildern tatsächlich gesagt und gewusst und werden?“ 

 

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 Friederike Goebbels, destruction x conservation, Siebdruck, 84 x 59 cm, auf leftover
Fotopapier, Ladungssicherungsnetz, 2019/20, © Friederike Goebbels

 

Die Beiträge der Ausstellung stehen für ein politisches Engagement – zugleich aber misstrauen sie dem Evidenzcharakter des fotografischen Bildes. Vielmehr spielen sie provokativ mit der Potenzialität von Bedeu-tungszuweisungen, mit der vorschnelle Behauptungen brüchig werden. So ist die Ausstellung „Nothing ever happened [yet]“ Ausdruck einer Suchbewegung jenseits vermeintlicher Gewissheiten, die sich mit dem Gebrauch des Mediums Fotografie noch immer – oder gerade heute, im digitalen Jetzt – nach vorne spielen. Welche Strategien können wir als Künstler*innen entwickeln, um die Fotografie (wieder) als ein Projekt zu entwerfen, mit der soziale Realität beschreibbar wird? 

 

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 Sina Link, I’m Yasmine, 16, Siebdruck auf retroreflectivem Textil,
Aluminium, 100 x 75 cm, 2021, © Sina Link

 

In dem Versuch der Beantwortung dieser Frage gerät man schnell in einen Konflikt, der irgendwo angesiedelt ist zwischen der Zurückweisung eines traditionell-dokumentarfotografischen Gebrauchs des Mediums einerseits und der Vergegenwärtigung einer mittlerweile ungehemmten Nutzung der Social Media-Formate mit ihren eigenen Mechanismen der Bedeutungsgenerierung andererseits. „Nothing ever happened [yet]“ ist der Versuch, mit bildnerischen Mitteln entgegen den zunehmend transitorischen Eigenschaften der Fotografie für ihre Präsenz oder Dauerhaftigkeit einzutreten. Oder anders: der Versuch, mit bildnerischen Mitteln so präzise wie nur möglich zu werden – auch wenn dies in der Konsequenz bedeutet, eine Offenheit der Bezüge zuzulassen.“ 

 

 

21.05.2021 - 05.09.2021
Fotoausstellung Berlin . Eine Sonderausstellung der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums und der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin zeigt "Vorbilder / Nachbilder. Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850–1930" im Berliner Museum für Fotografie. Bis 5.9.2021
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Vorbilder / Nachbilder
Fotoausstellung Berlin . Eine Sonderausstellung der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums und der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin zeigt "Vorbilder / Nachbilder. Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850–1930" im Berliner Museum für Fotografie. Bis 5.9.2021

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 Gambier Bolton (1854-1928),
Porträt eines Tigers, die Zähne bleckend (Londoner Zoo), um 1891, Kohledruck,
© Archiv der Universität der Künste, Berlin

 

Vorbilder / Nachbilder – die beiden Doppelworte verweisen auf Bezüge zwischen Bildern und auf eine Bildproduktion, bei der auf bereits vorliegende Bilder zurückgegriffen wird. In den Kunstakademien und Kunstge-werbeschulen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts dienten Fotografien als Vorlagen und „Vorbilder“ – als solche fungierten sie als ein eigener didaktischer Bildtypus. Fotografische Vorlagen waren wichtige Hilfsmittel in der kreativen Praxis angehender Künstler*innen; im Zuge ihrer Verwendung entstanden im Kunst-Unterricht „Nachbilder”: Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken. Und die benutzten Fotografien bilden ihrerseits nach, was in ihnen mit dem Auge der Kamera „aufgenommen” ist. 

 

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 Wilhelm von Gloeden (1856-1931),
Männlicher Akt mit Quadraturnetz, Taormina, um 1890, Albuminpapier,
© Archiv der Universität der Künste, Berlin

 

 Das Archiv der Universität der Künste Berlin bewahrt eine umfangreiche und wertvolle fotografische Lehrsammlung, die bis in die 1850er-Jahre zurückreicht und an Vorgängereinrichtungen, der Kun-stakademie und der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, entstanden ist. Mit ihren rund 25.000 fotografischen Einzelblättern ist sie innerhalb Deutschlands einzigartig. Lange Zeit wenig beachtet, konnte sie in den zurückliegenden Jahren archivarisch und wissen-schaftlich aufgearbeitet werden und wird nun im Rahmen der Aus-stellung erstmals einer größeren Öffentlichkeit gezeigt. 

 

MF_03_VorNach_Roettger_LeGray_Zweimaster

 Gustave Le Gray (1820-1884),
Le Brick, Zweimaster im Mondschein, 1856, Albuminpapier,
© Archiv der Universität der Künste, Berlin

 

Als die Fotografien „Vorbilder” waren, kam es auf das Motiv an, nicht auf den Fotografen oder die ästhetische Umsetzung – es handelte sich um Lehrmittel. Der Stellenwert der Fotografie innerhalb der Bildkünste ist inzwischen ein ganz anderer. Heute fallen die Namen bekannter Fotografen ins Auge, und die Fotografie wird als eigenständige Kunstgattung wahrgenommen. 

Zu den gebräuchlichsten Bildmotiven gehören Kunstreproduktionen, Landschaften, Naturstudien (Wasser, Wolken, Bäume, Pflanzen etc.), Ar-chitektur, Stillleben, Porträts, Genreszenen, Akte und Tierstudien sowie Orient- und Historiendarstellungen. Die Vorlagenstudien – in Frankreich als „Études d‘après nature” verbreitet – stammen von bekannten europäi-schen und amerikanischen Fotografen wie Fratelli Alinari, Ottomar An-schütz, Karl Blossfeldt, Adolphe Braun, Eugène Cuvelier, Georg Maria Eckert, Constantin Famin, Wilhelm von Gloeden, Albert Renger Patzsch, Jakob August Lorent, Gustave le Gray, James Robertson, Henry Peach Robinson, F. Albert Schwartz, Giorgio Sommer oder Carleton Watkins. 

 

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 Karl Blossfeldt (1865-1932),
Ahorn, Austrieb Blütenspross, 1890er-Jahre bis ca. 1930,
Gelatineentwicklungspapier,
© Archiv der Universität der Künste, Berlin

 

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Förderprogramms „Vernetzen – Erschließen – Forschen. Allianz für universitäre Sammlungen” erhielt das Archiv der Universität der Künste die finanzielle Unterstützung, die es ermöglichte, den umfangreichen Be-stand sorgfältig zu inventarisieren und zu digitalisieren. Die Fotografen und fotografischen Verfahren konnten so identifiziert werden. 

Die Ausstellung wird kuratiert von Ulrich Pohlmann, Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums, und Ludger Derenthal, Sammlung Foto-grafie der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin. 

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Snoeck Verlag, Köln erschienen:  
Buchhandelspreis: 68 €, Museumspreis: 39,80 €. 

 

Museum für Fotografie, Jebenstraße 2, Berlin-Charlottenburg

 

 

 

14.05.2021 - 26.09.2021
Fotoausstellung München . Einen Meister der inszenierten Fotografie stellt die Kunsthalle München mit dem niederländischen Fotografen Erwin Olaf vor. Ausgewählte Fotografien, Videos, Skulpturen und Multimediainstallationen aus vierzig Schaffensjahren zeigen in loser Chronologie Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er- zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er-Jahre. Bis 26. September 2021
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Erwin Olaf. Unheimlich schön
Fotoausstellung München . Einen Meister der inszenierten Fotografie stellt die Kunsthalle München mit dem niederländischen Fotografen Erwin Olaf vor. Ausgewählte Fotografien, Videos, Skulpturen und Multimediainstallationen aus vierzig Schaffensjahren zeigen in loser Chronologie Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er- zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er-Jahre. Bis 26. September 2021

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Royal-Blood Di † 1997-2000

 

In den Niederlanden gehört der Fotograf Erwin Olaf (*1959) zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste große Retrospektive in Deutschland. 

 

INSZENIERTE WELTEN

 

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Berlin Stadtbad Neukölln, 23rd of April 2012

 


Für die Verwirklichung seiner Serien arbeitet Erwin Olaf unter anderem mit Bühnen- und Maskenbildner*innen zusammen. Er erschafft eigene Welten, die unserer Alltagswelt zum Verwechseln ähneln und dennoch Rätsel aufgeben. Hinter ihrer makellos-plakativen, aus Film- und Werbeindustrie entlehnten Ästhetik werden gesellschaftskritische Fragen nach Selbstbestimmung, Gleichberechtigung oder Demokratie verhandelt. Bewusst gestaltet Olaf die Erzählungen seiner Bilder bedeutungsoffen: Es bleibt den Betrachter*innen überlassen, sich den Anspielungen gegenüber zu öffnen und die Leerstellen mit eigenen Assoziationen und Interpretationen zu füllen.

 

ZWISCHEN POLITIK UND POESIE

 

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Ladies-Hats Jeremiah II FC 2020


Wie ein roter Faden zieht sich Olafs politisches und soziales Interesse durch sein gesamtes Œuvre. Bei seinem engagierten Einsatz für eine tolerantere Gesellschaft schreckt er vor keiner Kontroverse zurück. Besonders in seinem Frühwerk setzte er dabei auf das Mittel der Provokation. Auch in seinem aktuellen Schaffen bezieht er sich auf polarisierende gesellschaftliche Debatten, wie etwa über den Klimawandel, Flüchtlingskrisen oder die Covid-19-Pandemie. Seit den 2000er-Jahren schlägt der Künstler jedoch ruhigere Töne an und nimmt Gefühle und Stimmungen in den Fokus – wie etwa den Moment nach einer erschütternden Nachricht, in dem sich die Trauer Bahn bricht (Grief, 2007) oder den unbestimmten Schwebezustand des Wartens (Waiting, 2014).

 

 

VORBILD MALEREI

 

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Im Wald Porträt-III  2020


Bereits in seinem Frühwerk ließ sich Olaf von den Gemälden alter Meister, wie den Selbstbildnissen Rembrandts, inspirieren (Ladies Hats, 1985–2020). Auch bei seiner neuesten Serie Im Wald (2020), die er eigens für die Ausstellung in der Kunsthalle München in den bayerischen und österreichischen Alpen fotografierte, stand die Malerei Pate. Hier waren es vor allem Künstler des 19. Jahrhunderts, wie etwa der Romantiker Caspar David Friedrich, der Symbolist Arnold Böcklin oder der Münchner Malerfürst Franz von Lenbach, an denen er sich orientierte. Durch diese Anleihen sowie eine besonders ausgefeilte Lichtführung erlangen Olafs Fotografien bisweilen eine fast malerische Qualität.

 

ZWISCHEN FAKT UND FIKTION

 

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Palm-Springs The-Family-Visit The-Niece 2018


Das Ausloten des Verhältnisses zwischen Fakten und Fiktionen ist bis heute ein wesentliches Merkmal von Olafs künstlerischem Schaffen. Seit Beginn der 2000er-Jahre nutzt er zu diesem Zweck auch die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung. So inszenierte er in seiner Serie Royal Blood (2000) seine Modelle als berühmte Unfall-, Anschlags- und Mordopfer der Weltgeschichte: von Sissi bis Prinzessin Diana. Es entstanden Bilder, die auf eindrückliche Weise die Möglichkeit visueller Manipulation offenlegen. Was erkennen wir und wie werden wir zu dieser Erkenntnis verleitet? Das ist eine Kernfrage von Olafs Schaffen, in dem er stets auch die Macht der Bilder in unserer Gesellschaft hinterfragt.

 

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Erwin Olaf Portrait 2021

 

Kunsthalle München, Theatinerstr. 8, München

 

 

06.05.2021 - 31.07.2021
Fotoausstellung Stuttgart . Die Leica Galerie Stuttgart präsentiert in der Ausstellung „Personal Best for Leica“ moderne Meisterwerke der Fotografie des legendären Fotografen Elliott Erwitt. Die beeindruckenden Schwarzweiß-Aufnahmen sind ein Zeugnis der jahrzehntelangen freundschaftlichen Verbindung des renommierten und weltweit bekannten Magnum Fotografen Elliott Erwitt zu Leica. 6.5. bis 31.7.2021
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Elliott Erwitt - Personal Best for Leica
Fotoausstellung Stuttgart . Die Leica Galerie Stuttgart präsentiert in der Ausstellung „Personal Best for Leica“ moderne Meisterwerke der Fotografie des legendären Fotografen Elliott Erwitt. Die beeindruckenden Schwarzweiß-Aufnahmen sind ein Zeugnis der jahrzehntelangen freundschaftlichen Verbindung des renommierten und weltweit bekannten Magnum Fotografen Elliott Erwitt zu Leica. 6.5. bis 31.7.2021

© Elliott Erwitt_MAGNUM Photos USA_FRANCE. Paris. 1989

Leica Galerie Stuttgart / © Elliott Erwitt
MAGNUM Photos USA FRANCE. Paris. 1989

 

Elliott Erwitt gilt als einer der bedeutendsten  Fotografen weltweit. Seine Arbeiten, meist in Schwarzweiß gehalten, widmen sich prominenten Persönlichkeiten und denkwürdigen Momenten der Zeitgeschichte – sie gelten als moderne Meisterwerke der Fotografie. Erwitt ist bekennender Hundeliebhaber. Daher spielen die Vierbeiner eine besondere Rolle in seinen fotografischen Werken. Zudem gilt Erwitts feiner und kluger Humor als sein Markenzeichen, der sich in vielen seiner Bilder widerspiegelt.

 

© Elliott Erwitt_MAGNUM Photos USA_Santa Monica. California. 1955

Leica Galerie Stuttgart / © Elliott Erwitt
MAGNUM Photos USA Santa Monica. California. 1955

 

1953 begann Erwitt für die unabhängige Fotografenagentur Magnum Photos zu arbeiten. Die Agentur wurde 1947 von den vier Fotografen Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David Seymour und George Rodger in Paris gegründet. Ein Jahr später war er bereits Vollmitglied der Agentur und übernahm von 1966 bis 1969 die Funktion des Magnum Präsidenten. Während dieser Zeit arbeitete er als Freelancer für verschiedene Magazine, wie „Collier’s“, „Look“, „Life“ und „Holiday“. Er porträtierte zahlreiche Prominente wie Marlene Dietrich, Jacqueline Kennedy und Marilyn Monroe. Legendär sind seine Aufnahmen von Fidel Castro und Che Guevara. In den Jahren 1974 und 1980 fungierte er erneut als Vizepräsident von Magnum.

 

© Elliott Erwitt_MAGNUM Photos USA_New York City. 2000

Leica Galerie Stuttgart / © Elliott Erwitt
MAGNUM Photos USA New York City. 2000

 

Leica Galerie Stuttgart, Calwer Straße 41, Stuttgart

29.04.2021 - 01.08.2021
Fotoausstellung Wien . Anlässlich seines 80. Geburtstages zeigt WestLicht Schauplatz für Fotografie in der Ausstellung Arakiss erstmals Fotografien aus Nobuyoshi Arakis neuester, 2020 entstandener Serie Paradise. Um dem unermüdlichen künstlerischen Schaffensdrang Arakis Rechnung zu tragen, ist Arakiss als häuserübergreifende Doppelausstellung konzipiert. Ab 20. Mai präsentiert die Galerie OstLicht ergänzend zur WestLicht Ausstellung weitere Aspekte aus Aralies Schaffen, das weit über das klassische Fotopublikum hinaus für Aufmerksamkeit und immer wieder auch für Kontroversen, sorgt. 29.4. bis 1.8.2021
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Nobuyoshi Araki - Arakiss
Fotoausstellung Wien . Anlässlich seines 80. Geburtstages zeigt WestLicht Schauplatz für Fotografie in der Ausstellung Arakiss erstmals Fotografien aus Nobuyoshi Arakis neuester, 2020 entstandener Serie Paradise. Um dem unermüdlichen künstlerischen Schaffensdrang Arakis Rechnung zu tragen, ist Arakiss als häuserübergreifende Doppelausstellung konzipiert. Ab 20. Mai präsentiert die Galerie OstLicht ergänzend zur WestLicht Ausstellung weitere Aspekte aus Aralies Schaffen, das weit über das klassische Fotopublikum hinaus für Aufmerksamkeit und immer wieder auch für Kontroversen, sorgt. 29.4. bis 1.8.2021

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Untitled, from the series »Paradise«, 2020
© Nobuyoshi Araki

 

In der Ausstellung Arakiss werden die großformatigen Stillleben, in denen Araki immer wieder Motive vergangener Schaffensperioden aufgreift, in den Kontext seiner Publikationen und seiner Arbeiten aus sechs Jahrzehnten gestellt. So beleuchtet der Ausstellungsparcours stets wiederkehrende Themenkomplexe im Werk des Künstlers: die obsessive Beschäftigung mit Sexualität und Tod, die Vermischung von dokumentarischer und fiktionaler Erzählung, den Bildersturm und Arakis Auseinandersetzung mit der Zensur.

 

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Sentimental Journey, 1971
© Nobuyoshi Araki, courtesy Fotosammlung OstLicht

 

Arakiss zeigt auch die Entwicklung von Arakis Schaffen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren, von seinen ersten Aufnahmen über die berühmte Serie Sentimental Journey und seine bekanntesten Bondage-Fotografien bis zu seinem neuesten Projekt.

 

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Selfportrait with Yoko, from »Colourscapes«, 1991
© Nobuyoshi Araki, courtesy Fotosammlung OstLicht

 

Die Ausstellung wurde in enger Kooperation mit dem in Tokio lebenden Fotografen konzipiert, der dem Haus und WestLicht Chef Peter Coeln seit seiner ersten WestLicht Ausstellung 2006 freundschaftlich verbunden ist. „Ich freue mich, dass wir im diesjährigen Jubiläumsjahr einem so wichtigen Ausnahmekünstler und engen Freund unseres Hauses diese umfassende Ausstellung widmen können“, so Coeln, dessen 2001 gegründeter Schauplatz für Fotografie heuer den zwanzigsten Geburtstag feiert. „Die für die aktuelle Schau entstandenen Arbeiten seiner jüngsten Serie Paradise sind ein wirklich außergewöhnliches Geburtstagsgeschenk“.

 

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Araki Buch Cover 1970–2020
© Nobuyoshi Araki, courtesy Fotosammlung OstLicht

 

Den roten Faden der Ausstellung bilden Arakis Bücher, die einen zentralen Stellenwert in seinem Schaffen einnehmen. Viele seiner Meisterwerke sind heute begehrte Sammlerstücke und veranschaulichen auf eindrückliche Weise, wie das Medium Fotografie im Medium Buch seine kongeniale Ergänzung finden kann.

 

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Erotos, 1993
© Nobuyoshi Araki, courtesy Fotosammlung OstLicht

 

Mit der Präsentation von mehr als 300 Bänden aus der Sammlung OstLicht ist die WestLicht Ausstellung die bislang umfassendste Retrospektive dieses in seinem Umfang und seiner Vielschichtigkeit einzigartigen OEuvres.

So verstand Arakis seine Anfang der 1970er Jahre auf den damals neuartigen Xerox-Kopiermaschinen gedruckten und in Handarbeit gebundenen Bücher als Statement gegen das Establishment. Mit seinem Opus Magnum Sentimental Journey, in dem er in sehr direkten Momentaufnahmen die eigene Hochzeitsreise dokumentiert, schuf er 1971 eines der bedeutendsten Fotobücher des 20. Jahrhunderts. Sein als „Ich-Fotografie“ apostrophierter autobiografischer Stil findet etwa in den Positionen von Larry Clark oder Nan Goldin seinen Widerhall. Arakis ab den 1980er Jahren entstandene Pseudo-Reportagen hinterfragen den Wahrheitsgehalt der Fotografie und sind in Zeiten von Fake News aktueller denn je. Die zeitgleich vermehrt auftretenden Selbstinszenierungen und Arakis manisch produzierter Output lassen ihn als einen frühen Protagonisten heutiger digitaler Fotopraktiken erscheinen.

 

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Kinbaku (bondage), from the series »Polanography«, c. 1985
© Nobuyoshi Araki, courtesy Fotosammlung OstLicht

 

Um dem unermüdlichen künstlerischen Schaffensdrang Arakis Rechnung zu tragen, ist Arakiss als häuserübergreifende Doppelausstellung konzipiert. Ab 20. Mai präsentiert die Galerie OstLicht unter anderem die monumentale Serie Kinbaku Shamaki, ein insgesamt 8 m langes, mehrteiliges Tableau von 53 mitAcryl übermalten Bondage-Fotografien zu sehen sein. Es ist dies das größte Werk Arakis und befindet sich wie die meisten der ausgestellten Exponate im Besitz der Sammlung OstLicht.

Die Ausstellungen werden von Hisako Motoo, Fabian Knierim und Michael Kollmann kuratiert und bleiben bis Sommer 2021 geöffnet.

 

 

23.04.2021 - 01.08.2021
Ausstellung Berlin . Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstlern der Gegenwart. Der Gropius Bau widmet Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinite Mirror Room. Der Untertitel der Ausstellung lautet "A Bouquet of Love I Saw in the Universe" 23.4. bis 1.8.2021
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Yayoi Kusama - Eine Retrospektive
Ausstellung Berlin . Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstlern der Gegenwart. Der Gropius Bau widmet Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinite Mirror Room. Der Untertitel der Ausstellung lautet "A Bouquet of Love I Saw in the Universe" 23.4. bis 1.8.2021

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Yayoi Kusama, „Anti-War“
nacktes Happening und Fahnenverbrennung auf der Brooklyn Bridge, 1968

 

Ein wesentliches Anliegen der Retrospektive ist es, die Entwicklung von Yayoi Kusamas Schaffen von frühen Gemälden und akkumulativen Skulpturen hin zu immersiven Erlebnisräumen nachzuzeichnen und insbesondere ihre bislang wenig beachtete künstlerische Aktivität in Deutschland und Europa aufzuarbeiten. Seit den 1960er Jahren hatte sich die Künstlerin selbst aktiv dafür eingesetzt, Ausstellungsprojekte jenseits ihres damaligen Lebensmittelpunktes New York zu realisieren und ihre Arbeiten im europäischen Kontext zu präsentieren. Dabei rückt auch die Rolle Kusamas als Pionierin des Personal Branding ins Blickfeld, die ihre künstlerische Persona und ihr multidisziplinäres Schaffen schon früh bewusst inszenierte und vermarktete.

 

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Yayoi Kusama, Infinity Mirror Room – Phalli’s Field, 1965
Installation, Mixed Media 
YAYOI KUSAMA, Courtesy: Ota Fine Arts, Victoria Miro

 

Der wegweisende Charakter ihrer Präsentationsformen und künstlerischen Sujets wird im Rahmen der Retrospektive durch Rekonstruktionen erlebbar, die Kusamas frühe Ausstellungsprojekte in Deutschland und Europa in den 1960er Jahren sowie zentrale Einzelausstellungen in den USA und Asien aus den 1950er bis 1980er Jahren zugänglich machen.

 

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YAYOI KUSAMA Portrait
copyright YAYOI KUSAMA, Courtesy: Ota Fine Arts, Victoria Miro & David Zwirner

 

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YAYOI KUSAMA Infinity Mirror Room - Love forever, 1966 )4
copyright YAYOI KUSAMA, Courtesy: Ota Fine Arts

 

Die Ausstellung beinhaltet neben umfangreichem Archivmaterial acht weitere Ausstellungsrekonstruktionen aus den Jahren 1952 bis 1983. Der Schwerpunkt liegt auf Kusamas bisher wenig erforschter Aktivität in Europa und hebt den performativen Charakter ihres Werkes hervor. Innovative Selbstinszenierungs- und Partizipationsstrategien innerhalb ihrer Arbeiten können als Vorläufer heutiger Tendenzen der sozialen Medien gelesen werden. Das Bestreben der Künstlerin, die Rolle der Frau in der Kunst neu zu definieren, liegt im Zentrum ihrer vielfältigen Tätigkeiten.

 

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Yoyoi Kusama, Kusama in ihrem Studio, New York, ca. 1961
copyright YAYOI KUSAMA

 

„Ich freue mich sehr, dass meine Retrospektive im wunderbaren Gropius Bau stattfinden wird. Dies ist eine Ausstellung, an die ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen, mit Liebe und Hoffnung.“ – Yayoi Kusama, 2021

 

Kuratiert von Stephanie Rosenthal

 

 

21.04.2021 - 27.06.2021
.Die Leica Galerie Wetzlar zeigt die Ausstellung „Arrivals and Departures“ des dänischen Fotografen Jacob Aue Solol, der in faszinierenden Schwarzweißaufnahmen mit der Leica M Monochrom seine Reiseerlebnisse mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking fotografierte. Bis 27.6.2021
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Jacob Aue Sobol - Arrivals and Departures
.Die Leica Galerie Wetzlar zeigt die Ausstellung „Arrivals and Departures“ des dänischen Fotografen Jacob Aue Solol, der in faszinierenden Schwarzweißaufnahmen mit der Leica M Monochrom seine Reiseerlebnisse mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking fotografierte. Bis 27.6.2021

Leica 2_Arrivals and Departures © Jacob Aue Sobol

Arrivals and Departures © Jacob Aue Sobol

 

Die Serie „Arrivals and Departures“ des dänischen Fotografen Jacob Aue Sobol (*1976) entstand auf seiner Reise mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking. Doch während der Fahrt ergaben sich kaum Gelegenheiten zum Fotografieren  und  die  Atmosphäre   im  Zug entsprach   nicht  Sobols  Erwartungen. So entschloss er sich, jeweils ein paar Tage inMoskau,Ulaanbaatar und Peking zu verbringen. Hier ließ er sich von den vielen neuen Endrücken inspirieren und fotografierte Landschaften, Straßenszenen,  vor allem aber die Menschen,die er in dieser Zeit kennenlernte. Sobols Motive sind kraftvoll und emotional, insbesondere  seine Porträts  erscheinen  radikal und direkt .In engen Ausschnitten vermitteln die Bilder die Vertrautheit und oft intime Nähe zu seinen neuen Freunden. Für denFotografen wurde dieFahrt durchRussland, die Mongolei und China auch eine Reise zu sich selbst. Die Motive versteht Sobol auch als Aufforderung an den Betrachter, das Bild als Spiegel der eigenen Gefühle zu betrachten.

 

Leica 6_Arrivals and Departures © Jacob Aue Sobol

Arrivals and Departures © Jacob Aue Sobol

 

Für Sobols expressive, kontrastreiche  schwarzweiße Bildsprache, die sich in den Landschaftsmotiven und Portraits zeigt, war die 2012 erstmals genutzte Leica M Monochrom ein perfekter Reisebegleiter. Mühelos gelang es dem Fotografen, die ihm eigene raue Bildästhetik auch digital fortzuführen.

 

Leica 1_Arrivals and Departures © Jacob Aue Sobol

Arrivals and Departures © Jacob Aue Sobol

 

Jacob Aue Sobol, 1976 in Kopenhagen geboren, besuchte nach dem Studium am European Film College ab 1998 die Fatamorgana, die dänische Schule für Fotografie und Bildende Kunst. Er lebte in Grönland, Guatemala  und Tokio, ab 2008  begann er in Bangkok und Kopenhagen zu arbeiten. Seine in diesen Ländern entwickelten Serien wurden international ausgestellt und in Bildbänden veröffentlicht. Er wurde 2007 Nominee der Agentur Magnum Photos und ist seit 2012 Vollmitglied. 2008 erhielt er den European Publishers Award for Photography für das Buch „I, Tokyo“.

 

Ein Interview mit Jacob Aue Sobol zu seiner Ausstellung ist auf dem Leica You Tube Kanal zu sehen:

https://www.youtube.com/user/Mrleicacamera

 

 

 

 

21.04.2021 - 10.10.2021
Fotoausstellung Wetzlar . Das Ernst Leitz Museum Wetzlar präsentiert die Ausstellung „The Eyes of Humanity“ des amerikanischen Magnum-Fotografen Steve McCurry – eine persönliche Auswahl aus 40 Jahren. Seine Fotografien erzählen Geschichten und haben Geschichte geschrieben. An der Schnittstelle von Reportage-, Porträt-, Reise- und Landschaftsfotografie gehört der Amerikaner Steve McCurry (*1950) seit langem zu den ganz großen Fotografen unserer Zeit. Bis 10.10.Oktober 2021
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Steve McCurry - „The Eyes of Humanity“
Fotoausstellung Wetzlar . Das Ernst Leitz Museum Wetzlar präsentiert die Ausstellung „The Eyes of Humanity“ des amerikanischen Magnum-Fotografen Steve McCurry – eine persönliche Auswahl aus 40 Jahren. Seine Fotografien erzählen Geschichten und haben Geschichte geschrieben. An der Schnittstelle von Reportage-, Porträt-, Reise- und Landschaftsfotografie gehört der Amerikaner Steve McCurry (*1950) seit langem zu den ganz großen Fotografen unserer Zeit. Bis 10.10.Oktober 2021

Leica CHINA_The Eyes of Humanity © Steve McCurry

CHINA The Eyes of Humanity © Steve McCurry
/ courtesy of the Ernst Leitz Museum, Wetzlar 2021

 

 

Für die Ausstellung „The Eyes of Humanity“ im Ernst Leitz Museum Wetzlar hat der Magnum-Fotograf eine persönliche Auswahl von rund 90 Farb-Motiven getroffen: Bilder, die ihm besonders am Herzen liegen und gleichzeitig einen wunderbaren Überblick auf sein reiches Lebenswerk geben. Die Fotografien entstanden in den letzten vier Jahrzehnten in insgesamt 26 Ländern. Dabei sind Motive aus Krisen- und Katastrophengebieten, wie den brennenden Ölfeldern in Kuwait 1991 oder aus den zerstörten Türmen des World Trade Centers in New York 2001, genauso wie beeindruckende Landschafts- und Alltagsszenen, vor allem aber Aufnahmen, die vom Schicksal der unterschiedlichsten Menschen und Lebensgemeinschaften auf der Welt berichten. 

 

Leica AFGHAN GIRL_The Eyes of Humanity © Steve McCurry

AFGHAN GIRL The Eyes of Humanity © Steve McCurry''
/ courtesy of the Ernst Leitz Museum, Wetzlar 2021

 

 McCurrys Werk steht in der Tradition einer humanistischen Fotografie und überwindet sprachliche und kulturelle Grenzen. Intensive Porträts aus Pakistan, Tibet, Äthiopien oder Ecuador: der unerschütterliche Optimismus und seine Menschenkenntnis ließen ihn immer wieder Zugang und Vertrauen zu den unterschiedlichsten Menschen finden. Nicht fehlen darf in der Ausstellung sein berühmtestes Bild: das „Afghanische Mädchen“, das McCurry 1984 in einem Flüchtlingslager in Pakistan fotografierte, avancierte zu einer weltweit gedruckten fotografischen Ikone. Erst 2002 konnte der Fotograf das bis dahin namenlose Mädchen nach 

langer Suche wiederfinden und die Geschichte von Sharbat Gula fortschreiben. Steve McCurry gelingt es immer wieder, Aufmerksamkeit auf diejenigen zu lenken, die ansonsten unbeachtet blieben. Mit unermüdlicher Energie und empathischer Neugier zeigt er in seinem Werk die betörende Schönheit, aber auch die Abgründe der Welt. 

 

Leica 1_INDIA_The Eyes of Humanity © Steve McCurry

INDIA The Eyes of Humanity
© Steve McCurry 
/ courtesy of the Ernst Leitz Museum, Wetzlar 2021

 

Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten der Ausstellung „The Eyes of Humanity“ sind auf der Leica Homepage zu finden unter: https://de.leica-camera.com/Leitz-Park/Leitz-Park 

Steve McCurry wurde am 23. April 1950 in Philadelphia, Pennsylvania, USA, geboren. Nach seinem Universitätsabschluss 1978 begann er weltweit zu reisen und zu arbeiten. McCurry hat für alle wichtigen internationalen Magazine gearbeitet, zahlreiche Bildbände veröffentlicht und wurde mit prestigeträchtigen Auszeichnungen geehrt, darunter die Robert Capa Gold Medal, der National Press Photographers Award sowie mehrfach beim World Press Photo Award. Seit 1986 ist er Contributor der Agentur Magnum. Er war der erste Fotograf, der von der Leica Camera AG 2011 in die Leica Hall of Fame berufen wurde. 

Ein Interview mit Steve McCurry zu seiner Ausstellung ist auf dem Leica YouTube Kanal zu sehen: https://www.youtube.com/user/Mrleicacamera 

 

 

19.04.2021 - 04.07.2021
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen wirft einen Blick auf die Familie in der aktuellen Fotografie. Seit der Erfindung der Fotografie ist die Familie steter Gegenstand fotografischer Betrachtung, sowohl in privaten Fotoalben als auch in künstlerischen Serien. Mehr als 20 internationale fotografische Positionen werden das Thema »Familie« aufgreifen.Vom 19. April bis 4. Juli 2021
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Family Affairs
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen wirft einen Blick auf die Familie in der aktuellen Fotografie. Seit der Erfindung der Fotografie ist die Familie steter Gegenstand fotografischer Betrachtung, sowohl in privaten Fotoalben als auch in künstlerischen Serien. Mehr als 20 internationale fotografische Positionen werden das Thema »Familie« aufgreifen.Vom 19. April bis 4. Juli 2021

Deichtor KatharinaBosse_Wald_A-Portrait-of-the-Artist-as-a-Young-Mother2009_c_KatharinaBosse

Katharina Bosse: Wald, 2007.
Aus der Serie A Portrait of the Artist as a Young Mother, 2009
© Katharina Bosse, VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Copyright: © Katharina Bosse, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

 

Die von Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie, zusammengestellte Ausstellung zeigt aktuelle künstlerische Projekte, die sowohl die Diversität fotografischer Herangehensweisen als auch die Verschiedenartigkeit familiärer Modelle, Lebensweisen und komplexen Dynamiken sichtbar machen. Der fotografische Blick durchbricht dabei das Alltägliche und stellt vorherrschende Normen infrage. Überkommene und neue Rollenbilder, intime Momente des Elternseins und des Älterwerdens, Überforderung und Chaos werden ebenso thematisiert wie Liebe, Halt und Verzweiflung an der eigenen Familie.
 

Deichtor ElinorCarucci_Three-generations2016_c_ElinorCarucci

Elinor Carucci: Three generations, 2016.
Aus der Serie Midlife, 2019
© Elinor Carucci
Copyright: © Elinor Carucci

 

Die unterschiedlichsten Mutterrollen werden beispielsweise zum Gegenstand in Katharina Bosses, Elinor Caruccis und Vincent Ferranés Arbeiten. Die Serien von Nancy Borowick, Gustavo Germano, Dario Mitidieri, Lee-Ann Olwage und Akihito Yoshida beschäftigen sich mit dem Verlust oder Tod von Familienmitgliedern. Mit Humor und Ironie blicken Jamie Diamond und Trent Parke in ihren Arbeiten auf die Interaktionsdynamik innerhalb der Familie. Die Vielfalt gegenwärtiger Familienkonzepte zeigt sich in den Serien von Eric Gyamfi und Daniel Schumann, aber auch die Reise in die persönliche Vergangenheit rückt in den Fokus: Lebohang Kganye und Linn Schröder erforschen ihre familiären Geschichten auf fotografische Art und Weise.
Die Auswahl der Serien erfolgte nach den Kriterien ihrer fotografischen und thematischen Diversität sowie ihrem Entstehungsdatum ab dem Jahr 2010. Damit entwickeln die beteiligten Künstler*innen das Erbe der vorangehenden Generation der künstlerischen Familienfotografie um Larry Sultan, Nan Goldin und Sally Mann weiter und erörtert den aktuellen Stand des Genres. In den ausgewählten Serien namhafter Fotograf*innen aus der ganzen Welt werden subjektive Erfahrungen und objektive Betrachtungen sichtbar gemacht, die Menschen über Grenzen hinweg teilen. Die Ausstellung FAMILY AFFAIRS ist damit auch als ein transkontinental gedachter fotografischer Diskurs zu verstehen.

 

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Lebohang Kganye: Ka 2 phisi yaka e pinky II, 2013.
Aus der Serie Ke Lefa Laka: Heirstory series, 2013
© Lebohang Kganye
Copyright: © Lebohang Kganye


 
Um den Betrachtenden die Möglichkeit zu geben, die jeweiligen Positionen in ihrer Tiefe wahrzunehmen, wurde die Zahl der ausgestellten Künstler*innen begrenzt und jeder Position ein eigener Raum zugeordnet. Ein weiterer Ausstellungsraum widmet sich dezidiert Familiengruppenporträts von verschiedensten Fotograf*innen. In einem separaten Leseraum können zudem die jeweiligen Fotobücher der Künstler*innen und weiterführende Kunstbücher eingesehen werden. Junge Besucher*innen erhalten am Ende des Parcours die Möglichkeit, ihre eigene Ausstellung zusammenzustellen.

 

Die KünstlerInnen

Nora Bibel (Deutschland), Nancy Borowick (USA), Katharina Bosse (Finnland), Elinor Carucci (Israel), John Clang (Singapur), Daniel W. Coburn (USA), Neil DaCosta (USA), Siân Davey (Vereinigtes Königreich), Jamie Diamond (USA), Hassan Fazili (Afghanistan), Vincent Ferrané (Frankreich), Gustavo Germano (Argentinien), Eric Gyamfi (Ghana), Lucia Herrero (Spanien), Lebohang Kganye (Südafrika), Grégoire Korganow (Frankreich), Katharina Mayer (Deutschland), Dario Mitidieri (Italien), Lee-Ann Olwage (Südafrika), Trent Parke (Australien), Linn Schröder (Deutschland), Daniel Schumann (Deutschland) und Akihito Yoshida (Japan)

 

 

 

 

 

18.04.2021 - 08.08.2021
Ausstellungsreigen Hannover . Mehrere ganz unterschiedliche Ausstellungsprojekte zeigt die Kestner Gesellschaftt in Hannover, die von Sound-Installation über eine Neon-Leuchtschrift bis zu Film und Fotografie. Bis 8. August 2021
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Kestner Gesellschaft - Ausstellungsreigen
Ausstellungsreigen Hannover . Mehrere ganz unterschiedliche Ausstellungsprojekte zeigt die Kestner Gesellschaftt in Hannover, die von Sound-Installation über eine Neon-Leuchtschrift bis zu Film und Fotografie. Bis 8. August 2021

Kestner Moyra Davey My Saints_2014_Vanitas

Moyra Davey My Saints 2014 Vanitas

 

 

Camille Henrot | Mother Tongue

18.4. bis 8.8.2021

 Wie finden wir einen Weg, um Ordnung in das Chaos unseres Lebens zu bringen? Wie gehen wir mit unserem gleichzeitigen Bedürfnis nach Bindung und Selbstbestimmung um? Und wie positionieren wir uns angesichts gesellschaftlicher und privater Erwartungshaltungen? Die Ausstellung „Mother Tongue“ der französischen Künstlerin Camille Henrot (* 1978 in Paris) kreist um existenzielle Emotionen. Die Werke der Ausstellung reflektieren das ambivalente Gefühl, hin und hergerissen zu sein zwischen dem Verlangen, sich zurückziehen und gleichzeitig Anteil nehmen zu wollen – sowohl auf persönlicher als auch auf politischer Ebene. Dabei navigieren Henrots Werke durch unsere Gegenwart im Spannungsfeld von rationalen Systemen und intuitivem Wissen.

Die Kestner Gesellschaft freut sich, die erste umfassende, institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin mit neuen Werkserien in Deutschland zu präsentieren. Zu sehen sind Zeichnungen, Malerei und Skulpturen, darunter die großformatigen Kalkputz-Fresken „Monday“ (2016) und die 3D-Filminstallation „Saturday“ (2017). Camille Henrot wurde auf der Biennale Venedig 2013 für ihr bahnbrechendes Werk „Grosse Fatigue“ mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet und erhielt 2017 die Carte Blanche im Palais de Tokyo in Paris, wo sie die monumentale Ausstellung „Days are Dogs“ präsentierte.

Der Titel der Ausstellung, „Mother Tongue“ (dt: Muttersprache), lässt sich auf verschiedene Arten lesen: Er kann auf die Sprache als Mittel der Weltaneignung bezogen werden ebenso wie auf die Zunge („Tongue”) als Organ des Ausdrucks, der tastenden Aneignung und des Konsums. Der Titel verweist auch auf das Verhältnis von Bindung und Trennung innerhalb der menschlichen Entwicklung, die im Säuglingsalter beginnt und sich das ganze Leben lang fortsetzt. .

 In der Zeit des coronabedingten Lockdowns ist der Zwiespalt zwischen persönlichen Bedürfnissen und der Positionierung hinsichtlich gesellschaftlicher Anforderungen spürbarer denn je. Die neue Serie „Is Today Tomorrow?“ entstand während des ersten Lockdowns, als sich Henrot, wie viele andere, in Selbstisolation übte. So entstanden täglich Werke mit Tagebuch-Charakter, die die spezifischen Momente widerspiegeln, in denen sie entstanden sind. Ihre Titel reflektieren diese besondere Zeitlichkeit: Sie alle enthalten dasWort „day“, wie beispielsweise „Blue Monday“, „Wait Another Day“ und „Ruin my Day“.

Dass Transformations- und Übergangsprozesse immer auch mit emotionaler Arbeit einhergeht, zeigt die eigens für die Ausstellung realisierte, überlebensgroße Bronzeskulptur „3,2,1“. Darin verliert ein hybrides Mensch-Vogelwesen eine Träne über die Menge an Abfall zu seinen Fü.en, die während der Produktion entstanden ist.

 

Henrots Werk wurde international mit umfassenden Einzelausstellungen unter anderen im Palais deTokyo, Paris (2017), in der Kunsthalle Wien (2017), im New Museum, New York (2014) und in der Tokyo Opera City Art Gallery (2019) gewürdigt. 2

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, unter anderem sind Gespräche mit Expert*innen der Philosophie und Psychologie geplant. Parallel zur Ausstellung entsteht ein umfangreicher Katalog, der Textbeiträge von Emily LaBarge, Legacy Russell, Marcus Steinweg und ein Interview mit der Künstlerin enthält. Der in Deutsch und Englisch geplante Katalog erscheint im Verlag Walter König.

 

Kuratorin: Julika Bosch

 

 

Susan Hiller | Lost and Found

18.4.2021 bis 8.8.2021

 

Kestner Susan Hiller, Lost and Found, 2016, Courtesy Lisson Gallery

Susan Hiller, Lost and Found, 2016, Courtesy Lisson Gallery

 

Sprachen konstruieren Welten. Sterben sie aus, verschwinden auch die kulturellen Gemeinschaften ihrer Sprecher*innen. Parallel zur Ausstellung von Camille Henrot ist die Arbeit „Lost and Found“ (2016) der US-amerikanischen Künstlerin Susan Hiller (1940–2019) zu sehen.

„Lost and Found“ ist eine Audio-Collage von Stimmen, die in 23 unterschiedlichen Sprachen Anekdoten, Lieder und Erinnerungen vortragen. Die Sprachen sind ausgestorben oder vom Aussterben bedroht, darunter zum Beispiel Aramäisch und Livländisch. Das Gesprochene wird von Untertiteln und einer oszillierenden Linie begleitet, die die Schallwellen visualisiert. Die Betrachter*innen erhalten so einen Zugang zu den unterschiedlichen Welten der Sprecher*innen und sind mit ihnen, über Zeit und Raum hinweg, durch die physische Erfahrung des Klangs verbunden. Susan Hiller verbindet in ihren Arbeiten eine archäologische Herangehensweise mit einem Interesse am kollektiv Unterbewussten und an einem kulturellen Gedächtnis, das sich nicht zuletzt auch durch Sprache ausdrückt.

 Susan Hiller war in zahlreichen Überblicksausstellungen vertreten.

 Kuratorin: Lea Altner

 

Moyra Davey | My Saints

18.4.2021 bis 8.8.2021

 

Kestner Moyra Screen Shot 2014-03-08 at 1.22.06 pm

Moyra Davey Screen Shot 2014-03-08 at 1.22.06 pm

 

Mit dem Projektraum „Shifting Present“ etabliert die Kestner Gesellschaft ein neues Format. Parallel zu den Ausstellungen werden in erster Linie Filme von internationalen Künstler*innen zu sehen sein. Als erste Position wird die kanadische Künstlerin Moyra Davey (* 1958 in Toronto, Kanada) vorgestellt, die neben Film auch in Fotografie arbeitet und das Schreiben zu ihrer künstlerischen Praxis macht.

Moyra Daveys Filme bestehen aus lose zusammenhängenden, bewegten Bildern und enthalten persönliche Erzählungen, die inneren Monologen gleichen. Indem sie ihre eigenen Erfahrungen mit denen bekannter Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Philosoph*innen in Beziehung setzt, sind Daveys Filme auch Reflexionen über die Natur der Existenz, des Denkens und des menschlichen Daseins.

 

Kestner Moyra Davey_My Saints_2014 _$50

Moyra Davey My Saints 2014  $50

 

In dem Film „My Saints“ (2014) befragt sie beispielsweise ihre Familie und Freund*innen zu „The Thief's Journal", dem radikalen, semi-autobiografischen Roman des französischen Schriftstellers Jean Genet.

Moyra Davey studierte an der Concordia University in Montréal, Kanada, und der University of California in San Diego, USA. 1989 wurde sie im Independent Study Program des Whitney Museum of AmericanArt, New York, USA aufgenommen. Davey hatte schon viele internationale Einzelausstellungen. 2017 nahm sie an der documenta 14 in Athen, Griechenland teil.

Moyra Davey lebt und arbeitet in New York, USA.

Kurator: Adam Budak

 

Sharon Lockhart | The Future Should Always Be Better

18.4.2021 bis 8.8.2021

 

Kestner Sharon Lockhart The Future Should Always be Better 2021

Sharon Lockhart The Future Should Always be Better 2021

 

Mit dem leuchtenden Neon-Schriftzug „The Future Should Always Be Better“ begrüsst die Fassade der Kestner Gesellschaft die Besucher.  Das Statement gestaltet von der amerikanischen Künstlerin Sharon Lockhart
(* 1964, Norwood, Massachusetts, USA) ragt auf wie ein Werbeslogan über den Goseriedeplatz. In Zeiten der Corona-Pandemie erscheint der Slogan hochaktuell, gleichzeitig thematisiert die Künstlerin eine allgemeine gesellschaftliche Erwartungshaltung von einer besseren Zukunft.

Sharon Lockhart setzt sich in ihren konzeptuellen Arbeiten mit sozialen Themen auseinander. In einer vielfältigen Praxis, die Installation, Fotografie, Film, Malerei und Bildhauerei umfasst, schafft sie fesselnde und komplexe Interaktionen zwischen den verschiedenen Medien und Formen. Die insbesondere für ihre Filme und Fotografien international bekannte Künstlerin wendet sich mit der Installation für die Kestner Gesellschaft erstmals einem neuem Medium zu: der Neon-Leuchtschrift.

Sharon Lockhart studierte am San Francisco Art Institute und ArtCenter College of Design, Pasadena, Kalifornien. 2017 vertrat Sharon Lockhart Polen auf der 57. Biennale Venedig mit ihrem multidisziplinären Projekt 'Little Review'. Sharon Lockharts Arbeiten wurden weltweit in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert. Lockhart wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als Professorin lehrte sie an der Roski School of Art and Design der University of Southern California und am California Institute of the Arts. Sharon Lockhart lebt und arbeitet in Los Angeles, Kalifornien.

Kurator: Adam Budak

 

Diamanda Galás | Broken Gargoyles

Termin wird noch bekanntgegeben

 

Kestner DiamandaGalas Portrait Foto LoganWhite (1)

Diamanda Galas Portrait Foto LoganWhite (1)

 

Die Kestner Gesellschaft präsentiert „Broken Gargoyles“, eine Sound-Installation der US-amerikanischen Sängerin, Komponistin und Pianistin Diamanda Galás. Sie arbeitete hierfür mit dem Künstler und Sounddesigner Daniel Neumann zusammen, wobei beide sich Pandemie-bedingt – Galás in San Diego und Neumann in New York – in Isolation befanden.

Basierend auf zwei Gedichten des deutschen Lyrikers Georg Heym – „Das Fieberspital“ und „Die Dämonen der Stadt“ – die er 1911 verfasste, setzt sich die Soundarbeit aus natürlichen, sowie stark  bearbeiteten Stimmen, manipuliertem Piano und anderen unterschiedlichen Tonquellen zusammen.

Zudem werden Teile ihres 2020 erschienenen Albums „De-Formation – Piano Variations. A Work For Solo Piano“, einem reinen Pianostück hinzugenommen, sowie Ausschnitte von Versen aus „Das Fieberspital“ gesprochen von dem Künstler Robert Knoke.

In „Das Fieberspital“ umschreibt Heym die verstörenden Zustände der an Gelbfieber erkrankten Menschen, die sich aufgrund unmenschlicher Behandlungsbedingungen und Isolation in Todesangst, Katatonie und Paralyse befinden. Diese in Sound umgewandelten Empfindungen verwebt Galás mit dem weiteren Gedicht Heyms – „Die Dämonen der Stadt“ – in dem Heym bereits 1911 die düsteren Vorboten des Ersten Weltkrieges beschreibt. Sichtbar werden die Gräueltaten des Ersten Weltkrieges durch das Werk des deutschen Antimilitaristen und Pazifisten Ernst Friedrich Krieg dem Kriege! aus dem Jahr 1924, auf das Galás mit ihrem Titel Bezug nimmt. In „Broken Gargoyles“ verbindet Diamanda Galás die beiden Gedichte Heyms und entdeckt darin die Vorboten für das Grauen des Ersten Weltkrieges.

Die Sound-Installation wird nun in der Ruine der ca. 1250 erbauten Nikolaikapelle in Hannover präsentiert, die außerhalb der damaligen Stadtmauer gelegen als Quarantäneort der im Mittelalter an Pest und Lepra erkrankten diente.

 Kurator: Robert Knoke

 

16.04.2021 - 17.07.2021
Fotoausstellung Salzburg . Die Leica Galerie Salzburg zeigt eine Ausstellung eines Fotografen, der für Magnum und für Time Life gearbeitet hat: Jean Marquis (*1926- 2019). Seine Bilder sind geprägt von seinem außerordentlicher Sensibilität für die trivialsten Situationen. Sein Feingefühl für Komposition, ausgewogene Kontraste und das Zusammenspiel von Licht und Schatten sind der unverwechselbare Fingerabdruck seiner Werke. Seine Portraits reichen von Alfred Hitchcock, Salvador Dali über Jean-Paul Sartre bis Brigitte Bardot. Bis 17.7.2021
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Jean Marquis - L´Art de Voir / Die Kunst des Sehens
Fotoausstellung Salzburg . Die Leica Galerie Salzburg zeigt eine Ausstellung eines Fotografen, der für Magnum und für Time Life gearbeitet hat: Jean Marquis (*1926- 2019). Seine Bilder sind geprägt von seinem außerordentlicher Sensibilität für die trivialsten Situationen. Sein Feingefühl für Komposition, ausgewogene Kontraste und das Zusammenspiel von Licht und Schatten sind der unverwechselbare Fingerabdruck seiner Werke. Seine Portraits reichen von Alfred Hitchcock, Salvador Dali über Jean-Paul Sartre bis Brigitte Bardot. Bis 17.7.2021

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Alger, Algérie, Cité ‘Climat de France’; Place des 200 colonnes.
Architecte : Fernand Pouillon, 1958

© Jean Marquis

 

Immer mit einem humanistischen Blick, hat Jean Marquis sehr unterschiedliche Szenen in lebendiger s/w Fotografie eingefangen -  Bilder aus der Welt der Mode, des Life Styles, Porträts bekannter Künstler, Straßenszenen aus Paris und vieles mehr.

Jean Marquis, geboren in Armentières, im Norden Frankreichs, verdankt seine Anfänge in der Fotografie einer Schlüsselfigur der internationalen Fotoszene der 1950er Jahre: Robert Capa, der Cousin seiner Frau Susie war.

 

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Alfred Hitchcock à la Cinémathèque Paris 1964 
© Jean Marquis

 

Marquis fand eine Anstellung bei Pictorial Service, das von Pierre Gassmann geleitete Labor und lernte dort die Grundlagen des Metiers. Mit einer von Henri Cartier-Bresson gekauften Leica begann er seine Karriere als Fotoreporter. Von 1953 bis 1957 war er selbst Mitglied der berühmten Fotoagentur MAGNUM, bevor er dann als Freelancer zahlreiche Fotoreportagen für The New York Times, l’Express, Time-Life, und Science & Vie realisierte. Ob in Montmartre, Paris oder im Hafen von Liverpool, in der Corrèze oder entlang der Deûle, stets war es ein sensibler und empathischer Blick mit welchem er die Menschen beobachtete.

 

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Salvador Dali avec chaines, Fonderie Susse Montrouge 1964 
© Jean Marquis

 

 

Ende 1955 begann er eine mehrjährige Zusammenarbeit mit L’Express. Sein Schwerpunkt: Französische Politik, Algerien, Bedingungen der Arbeiterklasse und der Bauern, kulturelles Leben sowie Porträts von Schriftstellern und Künstlern.

Auch im hohen Alter arbeitete er weiter, stellte aus, dokumentierte seine Bilder und gab Interviews zur Entwicklung seiner mehr als 60-jährigen Karriere. Jean Marquis starb am 2. September 2019 im Alter von dreiundneunzig Jahren, umgeben von seiner Frau Susie und seinen Kindern Isabelle und Frédéric.

 

Leica Galerie, Gaisbergstraße 12, Salzburg

 

01.04.2021 - 30.06.2021
Fotoausstellung München . Die Leica Galerie München präsentiert mit der Ausstellung „Drifter|Flash“ einzigartige Aufnahmen des Musikers, Designers und Fotografen Lenny Kravitz. Die Ausstellung „Drifter|Flash“ umfasst 27 Exponate, mit denen Kravitz unter Beweis stellt, dass er - als Musiker seit Jahrzehnten legendär, als Schauspieler und Designer erfolgreich - genauso mit der Kamera umzugehen weiß. „I am a drifter. Ich bin immer unterwegs – ein freier Geist, offen für Abenteuer.“ 1. April bis 30.6.2021
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Lenny Kravitz - Drifter|Flash
Fotoausstellung München . Die Leica Galerie München präsentiert mit der Ausstellung „Drifter|Flash“ einzigartige Aufnahmen des Musikers, Designers und Fotografen Lenny Kravitz. Die Ausstellung „Drifter|Flash“ umfasst 27 Exponate, mit denen Kravitz unter Beweis stellt, dass er - als Musiker seit Jahrzehnten legendär, als Schauspieler und Designer erfolgreich - genauso mit der Kamera umzugehen weiß. „I am a drifter. Ich bin immer unterwegs – ein freier Geist, offen für Abenteuer.“ 1. April bis 30.6.2021

SEEING A MAN ABOUT A HORSE © Lenny Kravitz

SEEING A MAN ABOUT A HORSE 
Leica Galerie München / © Lenny Kravitz

 

Die ersten fotografischen Erfahrungen von Lenny Kravitz reichen bis in seine früheste Kindheit zurück, denn sein Elternhaus war nicht nur musikalisch prägend, sondern es gab zudem die Leicaflex seines Vaters, der unter anderem auch als Bildjournalist für NBC News arbeitete, bevor er als Film- und Fernsehproduzent Karriere machte: „Ich spielte früher mit der Leica Kamera meines Vaters, hatte aber keine Ahnung, wie man sie benutzt. Ich fühlte mich von der Kamera und dem Design angezogen.“ Später kam ein weiterer medialer Aspekt hinzu, denn als Musiker wurde Kravitz ständig selbst fotografiert: „Ich freundete mich mit Fotografen an und ging in ihre Dunkelkammer und Studios, sah ihnen bei der Arbeit zu. Ich fand es magisch.“ Insbesondere die Fotografen Mark Seliger und Jean-Baptiste Mondino waren seine wichtigsten Lehrmeister. Dass für einen permanent im Rampenlicht stehenden Künstler die Fotografie auch Herausforderung sein kann, musste Kravitz früh erkennen, gab es mit wachsendem Erfolg als Rockstar doch kaum einen Ort, an dem ihn keine Paparazzi oder Fans mit ihren Kameras erwarteten. Sein Befreiungsschlag: einfach zurück fotografieren. Mit dem Bildband „Flash“, der von zahlreichen Ausstellungen begleitet wurde, reüssierte Kravitz 2015 erstmals als ernsthafter Fotograf.

 

ELIAS © Lenny Kravitz

ELIAS
Leica Galerie München / © Lenny Kravitz

 

Seit er mit fünfzehn aus seinem Elternhaus auszog, ist die Welt sein zu Hause. In seiner Ausstellung, die ausschließlich Schwarzweiß-Bilder umfasst, nimmt er den Betrachter mit auf seine Reise. Er präsentiert der Öffentlichkeit neben intimen Portraits und lakonischen Momentaufnahmen ebenfalls genau beobachtete Straßenszenen sowie Stillleben. So, wie Hotelzimmer auf seinen Reisen als Rückzugsort dienen können, nutzt Kravitz auch seine Kamera als vertrautes Instrument der Reflexion: über sich, seine Reisen und die Situationen, die er mit den unterschiedlichsten Menschen erlebt. Seine Spontanität und das Gespür für den besonderen Moment ermöglichen Bilder, die zeitlos erscheinen und darüber hinaus sehr viel über den Autoren und seine Sicht auf die Welt berichten.

 

TROMBONE SHORTY ON PHONE © Lenny Kravitz

TROMBONE SHORTY ON PHONE
Leica Galerie München / © Lenny Kravitz

 

Die Fotografie ist ein wichtiger Teil von Kravitz' Leben und eines seiner vielfältigen künstlerischen Interessen. In Erinnerung an seinen Vater entwarf er seine erste Kamera für Leica – die Sonderedition "Correspondent". Nach dem Projekt "Flash" ist "Drifter" seine zweite große Ausstellung.

Der Leica Store und die Leica Galerie München sind von Montag bis Samstag von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Ein Besuch der Ausstellung ist derzeit unter vorheriger Anmeldung unter der Telefonnummer +49 (0)89 69 313 89 0 möglich. Die Fotografien der Ausstellung können käuflich erworben werden.

Leica Galerie München, Maffeistraße 4, München

 

 

 

25.03.2021 - 22.08.2021
Fotoausstellung Leipzig . Auf einer Fläche von rund 1500 qm präsentiert das Museum der bildenden Künste Leipzig 60 Werke von Andreas Gurkst, der mit seinen riesigen, außergewöhnlichen Fotografien einer der berühmtesten und erfolgreichsten Künstler der Gegenwart ist. Zum ersten Mal wird Gursky in seiner Geburtsstadt in einer Einzelausstellung gezeigt. Der Besucht der Ausstellung ist momentan mit Voranmeldung möglich. Bis 22.8.2021
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Andreas Gursky
Fotoausstellung Leipzig . Auf einer Fläche von rund 1500 qm präsentiert das Museum der bildenden Künste Leipzig 60 Werke von Andreas Gurkst, der mit seinen riesigen, außergewöhnlichen Fotografien einer der berühmtesten und erfolgreichsten Künstler der Gegenwart ist. Zum ersten Mal wird Gursky in seiner Geburtsstadt in einer Einzelausstellung gezeigt. Der Besucht der Ausstellung ist momentan mit Voranmeldung möglich. Bis 22.8.2021

Andreas Gursky_Politik II

Andreas Gursky, Politik II, 2020, Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2020,
Courtesy: Sprüth Magers

 

Seit den 1980er Jahren ist Andreas Gursky (*1955) wesentlich an der Erschließung neuer Ausdrucksformen in der künstlerischen Fotografie beteiligt. Durch den Einsatz von Farbe, die extremen Großformate, die Erschließung neuer  ästhetischer Möglichkeiten der Digitalfotografie und die beständige kritische Reflexion über die Bedingungen der Produktion und Rezeption fotografischer Bilder prägt er den Diskurs derzeitgenössischen Fotografie bis heute nachhaltig.

 

Andreas Gursky_Bauhaus

Andreas Gursky, Bauhaus, 2020, © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2020,
Courtesy: Sprüth Magers

 

Im MdbK, Museum der bildenden Künste, kann Andreas Gurskys Schaffen nun in einer persönlichen Auswahl des Künstlers anhand von rund 60 Fotografien nachvollzogen werden. Neben bekannten Hauptwerken wie „Ruhrtal“ (1989), „Paris, Montparnasse“ (1993) oder „99 Cent“ (1999) sind auch neue Arbeiten aus dem Jahr 2020 zu sehen, die noch nie in einem musealen Zusammenhang ausgestellt waren, darunter „Bauhaus“ und „Kreuzfahrt“. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Leipzig., beide langjährige Partner des MdbK, haben uns auf dem Weg zur Realisierung begleitet und durch ihre Unterstützung die Ausstellung möglich gemacht.

 

Andreas Gursky_Chicago Board of Trade III

Andreas Gursky, Chicago Board of Trade III, 2009, © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2020, 
Courtesy: Sprüth Magers

 

Andreas Gurskys Bilder werden oft durch spontane visuelle Eindrücke ausgelöst, bevor der Künstler sie in einem langen, kreativen Prozess ausarbeitet. Seine Motive sind uns vertraut: Massenveranstaltungen, Arbeitswelt, Freizeit, Massentierhaltung, die internationalen Schauplätze des Konsums und der Finanzwirtschaft sowie ganz allgemein das komplexe Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt.

 

Andreas Gursky_Kreuzfahrt

Andreas Gursky, Kreuzfahrt, 2020, © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2020,
Courtesy: Sprüth Mager

 

Andreas Gurskys Werke wirken auf den ersten Blick dokumentarisch. Doch bei näherer Betrachtung vereint der Künstler in ein und demselben Werk verschiedene Zeitebenen sowie Nah- und Fernsicht mit außergewöhnlicher Tiefenschärfe. Er stellt unsere Sehgewohnheiten auf die Probe und irritiert. Seine Arbeiten sind komplexe Re-Konstruktionen der Wirklichkeit, getragen von einem umfassenden Blick auf unsere Welt mit zeitgeschichtlicher Relevanz.

Die umfangreiche Werkpräsentation von Andreas Gursky im MdbK  umfasst mehr als 35 Jahre seines künstlerischen Schaffens, Zeugnisse einer konsequenten Weiterentwicklung der künstlerischen Fotografie. Bereits während seines Studiums in den 1980er Jahren entdeckte der Fotograf sein Interesse an komplexen, groß dimensionierten Strukturen, anfangs in der Landschaft, später vor allem in der zeitgenössischen Architektur. In den Analogfotografien „Klausenpass“ (1984) und „Salerno“ (1990) werden die Wanderer im Hochgebirge zu kleinen, beinahe abstrakten Formen und die zu verladenden Autos und Container in der süditalienischen Hafenstadt zu faszinierenden Mustern. Die Individualität des Ortes und der Menschen tritt zu Gunsten grafischer Strukturen in den Hintergrund. Mit den Mitteln der Digitalfotografie verstärkte Andreas Gursky diese Effekte und begann zunehmend, seine eigene Bilderwelt zu konstruieren. Für „Paris, Montparnasse“ (1993), eines seiner frühen digitalen Werke, kombinierte er zwei Aufnahmen ein und desselben Gebäudes zu einem einzigen monumentalen Bild. Mit dem aus zahllosen Fotografien einzelner Waren zusammengesetzten „Amazon“ (2016) trieb er dieses Prinzip auf die Spitze.

 

Andreas Gursky_El_Ejido

Andreas Gursky, El Ejido, 2017, © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn, 2020,
Courtesy: Sprüth Magers

 

Neben diesen an Details geradezu überquellenden Bildern stehen auf wenige Elemente wie Himmel, Baukörper, Straße oder Feld reduzierte Bildräume, die an Werke der abstrakten Farbfeldmalerei erinnern. In den Fotografien „Rhein III“ (2018) und „Bauhaus“ (2020) konzentriert sich der Künstler auf grafische Strukturen und Farbflächen, die zum eigentlichen Gegenstand der Bilder werden, ohne dass der Bezug zur äußeren Realität gänzlich verloren ginge.

Andreas Gursky wurde 1955 in Leipzig in eine Fotografenfamilie geboren. Sein Großvater Hans Gursky (1890–1960) führte in Taucha ein eigenes Porträtatelier und einen Postkartenverlag. Sein Vater Willy Gursky (1921–2016) studierte unter anderem an der Leipziger Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe, der heutigen HGB, und betrieb von 1948 bis 1955 ein Atelier am Dittrichring. 1955 floh er in die Bundesrepublik, seine Frau Rosemarie und sein Sohn Andreas folgten ihm kurz darauf nach. Dieser familiäre Hintergrund wird in der Ausstellung thematisiert. Es sind Dokumente und Fotografien seines Vaters und Großvaters zu sehen. Trotz der familiären Tradition war es für Andreas Gursky keine Selbstverständlichkeit, Fotografie zu studieren. Entscheidend war vielmehr sein Entschluss, das Medium als künstlerische Ausdruckform zu denken, der ihn an die Kunsthochschule Essen und schließlich 1980 an die Düsseldorfer Kunstakademie in die Klasse von Bernd Becher (1931–2007) führte. 1987 schloss er dort sein Studium als Meisterschüler ab. Das gemeinschaftliche fotografische Schaffen von Bernd und Hilla Becher prägte Andreas Gursky durch den sachlichen, objektivierenden Blick und die Offenheit gegenüber zeitgenössischen Strömungen der bildenden Kunst.

Bereits im Sommer 2017 fanden erste Gespräche über eine große Ausstellung im MdbK statt. Andreas Gursky war vom ersten Moment an von der zeitgenössischen Architektur fasziniert und hat das Museum seitdem mehrmals zur Vorbereitung besucht. Insbesondere die Vielfalt und

Großzügigkeit der wohlproportionierten Räume nahm er als inspirierende Einladung wahr. Daher ist seine Werkpräsentation im dritten Obergeschoss des MdbK auf einer Fläche von rund 1.500 qm zu sehen.

 

Museum der bildenden Künste, Katharinenstraße 10, Leipzig

 

12.03.2021 - 08.08.2021
Fotoausstellung Köln . Photographien aus der Sammlung Garnatz und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur im Dialog zeigt die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Präsentiert werden Werke unter anderem von Bernd und Hilf Becher, Jürgen Klauke, Flores Neusüss und Thomas Struth. Geplant ist die Ausstellung jetzt vom 12.3. bis 8.8.2021
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SK Sftung Kultur: Von Becher bis Blume Ausstellung verlängert
Fotoausstellung Köln . Photographien aus der Sammlung Garnatz und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur im Dialog zeigt die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Präsentiert werden Werke unter anderem von Bernd und Hilf Becher, Jürgen Klauke, Flores Neusüss und Thomas Struth. Geplant ist die Ausstellung jetzt vom 12.3. bis 8.8.2021

SK 3_BerndundHillaBecher

Bernd und Hilla Becher: Charleroi-Montigny, B, 1984
© Estate Bernd & Hilla Becher, vertreten durch Max Becher,
courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – Bernd und Hilla Becher Archiv, Köln, 2020

 

Die Ausstellung „Von Becher bis Blume“ gibt insbesondere Einblick in die einflussreich wirkende Photographie der 1980er- und 1990er-Jahre, eine Zeit, in der innovative und bis heute bedeutende Bildwerke und Konzepte entstanden sind. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Rheinland zu, mit zahlreich ansässigen Künstlern, Museen und Galerien. Das Sammlerpaar Ute und Eberhard Garnatz war Teil dieses äußerst lebendigen Geschehens, bereits in den 1970er-Jahren haben sie begonnen, ihrer Sammeltätigkeit engagiert nachzugehen.

 

SK 1_Klauke_fliegende_huete

Jürgen Klauke: Ohne Titel (Fliegende Hüte), aus: Sonntagsneurosen, 1990-92
© Jürgen Klauke

 

SK 15_Neusuess

Floris Neusüss: Neusüss verlässt den Schatten, Kassel, 1976
© Floris Neusüss

 

Neben einer großen Kollektion von Gemälden, Skulpturen und Graphiken entwickelten sie eine eigenwillige und beachtlich facettenreiche Sammlung von Photographien, die teils bis in die 1950er-Jahre zurückreichen, vor allem aber photographische Arbeiten umfasst, die seit den 1980ern bis in die 2000er-Jahre entstanden. In jenem Jahrzehnt trat die Photographie mehr und mehr in den Kosmos der bildenden Künste ein. Beharrlich eroberte sich das Medium mit und neben den tradierten Genres einen eigenständigen Platz. Und auch dies verfolgten die Sammler mit aufmerksamem Blick: Ganz auf der Höhe der Zeit, richteten sie ihr Augenmerk auf Kunstschaffende, für die das photographische Bild Grundlage und die Kamera als technisches Werkzeug im künstlerischen Tagesgeschehen eine Selbstverständlichkeit darstellte.

 

SK 22_StruthJPG

Thomas Struth: Rijksmuseum Amsterdam 1, 1990
© Thomas Struth

 

SK 4_Chargesheimer

Chargesheimer: Ohne Titel (Konfetti streuendes Mädchen), um 1956/57
© Museum Ludwig Köln

 

Es wären zum einen jene zu nennen, die das die das dokumentarische Bild zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Konzepte gewählt haben; andererseits jene, die sich, weit weniger der Wirklichkeitstreue des Mediums verpflichtet, in experimentelle Gefilde begeben; und auch solche, die die Gegenstandswelt konterkarieren oder inszenieren respektive sich vorzugsweise die chemische Qualität des photographischen Prozesses zunutze machen, um so zu Bildwerken malerischer Formensprache zu gelangen.

 

SK 2_Becker

Boris Becker: Zeebrugge, 2003
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Für die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur eröffnet sich mit dieser Präsentation die Möglichkeit, photographische Positionen der Sammlung Garnatz mit den eigenen in einen Dialog zu setzen. Einen gemeinsamen Nenner finden die beiden Sammlungen insbesondere in den Arbeiten von Bernd und Hilla Becher, Werke etwa von Boris Becker, Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth bilden ebenfalls Korrespondenzen zwischen beiden Sammlungen. Darüber hinaus werden rare inszenatorische und experimentelle Arbeiten kontextualisiert. Sie treten solchen gegenüber, die an der Schnittstelle von Photographie und Malerei verortbar sind. So realitätsbezogen sich das Medium vorgibt, es begeistert durch die Bandbreite seiner Möglichkeiten, die graduell verschieden ins Abstrakte und Poetische reichen.

 

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Anna und Bernhard Blume: aus: Telekinetisch hysterische Szene (aus der Serie Trautes Heim“), 1986/87
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

So bietet Von Becher bis Blume ein weites und auch sehr abwechslungsreiches Spektrum unterschiedlicher Auffassungen, die sich so kontrastreich widersprüchlich wie erfrischend ungezwungen begegnen. Gezeigt werden über 150 Exponate, teils umfangreiche serielle Arbeiten von 22 Künstlerinnen und Künstlern, die die jüngere deutsche Photographie durch innovative Beiträge wesentlich geformt und nach wie vor großen Einfluss auf das künstlerische Medium haben.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch im Snoeck Verlag.

 

SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn Im Mediapark 7, Köln

 

 

 

 

 

12.03.2021 - 11.07.2021
Fotoausstellung Schließheim bei München . In der Flugwerft Schließheim werden die Luftbilder von Tom Hegen vorgestellt, die unseren Einfluss auf die Umwelt aus einer anderen Perspektive zeigen. Rund 30 der großformatigen Luftbilder aus der Reihe HABITAT sind zu sehen. Die Sonderausstellung zeigt aus der Vogelperspektive, wie der Mensch seinen Lebensraum prägt. Bis 11.7.2021
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HABITAT: Luftbilder von unserem Lebensraum
Fotoausstellung Schließheim bei München . In der Flugwerft Schließheim werden die Luftbilder von Tom Hegen vorgestellt, die unseren Einfluss auf die Umwelt aus einer anderen Perspektive zeigen. Rund 30 der großformatigen Luftbilder aus der Reihe HABITAT sind zu sehen. Die Sonderausstellung zeigt aus der Vogelperspektive, wie der Mensch seinen Lebensraum prägt. Bis 11.7.2021

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Ein Bild aus der "Toxic Water"-Serie zeigt orange gefärbtes Wasser
rund um ein Kohlebergerwerk in Ostdeutschland.

Foto: Tom Hegen

 

Von oben: Mit Aufnahmen aus Multicopter, Hubschrauber und Flugzeug wirft der Münchner Fotograf und Kommunikationsdesigner Tom Hegen den Blick auf die(Erd-)Oberfläche und fordert damit zu tiefgründigen Gedanken zu unserem Umgang mit der Umwelt heraus. 

Was uns ernährt, was uns antreibt, was uns verbindet und was uns wertvoll sein sollte: Tom Hegen hat die Luftbilder aus seiner Reihe „HABITAT“ in verschiedene Kapitel geordnet. Auf den ersten Blick sind da zunächst faszinierende Formen, strahlende Farben, gefällige Muster zu sehen. „Zucker fürs Auge“ nennt der Fotograf diese vordergründige Schönheit. „Ich arbeite gerne mit Ästhetisierung und Abstraktion“, sagt Hegen, „auch um die Betrachter zum Hinschauen zu verführen“. Denn wenn man dann etwas länger hinschaut und das Motiv – die Braunkohlegrube, die Straßenkreuzung oder die kahlen Bäume – erkennt, kommt fast automatisch das Nachdenken in Gang. Darüber, wie diese Landschaften entstanden sind. Darüber, welche Dimensionen die Eingriffe des Menschen auf die Umwelt haben.

 

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Ein Steinbruch von oben.
Foto: Tom Hegen

 

„Die Aufnahmen von Tom Hegen passen gut in die Serie von Ausstellungen mit Luftbildern, die wir hier bereits gezeigt haben“, sagt Gerhard Filchner, der Leiter der Flugwerft Schleißheim. „Dabei hat jeder Fotograf einen anderen Zugang: Da war der Blick des Geologen, der des Archäologen und jetzt steht der Mensch in der Umwelt im Mittelpunkt.“ Allen gemeinsam ist dabei die Perspektive von oben: „Die Aussicht ist ja einer der Gründe, warum man überhaupt fliegt“, sagt Filchner.

Ein Blick von noch viel weiter oben war es auch, der Tom Hegen zu HABITAT angeregt hat: „In der Sonderausstellung ‚‘Willkommen im Anthropozän‘ waren 2014 im Deutschen Museum Satellitenaufnahmen von der Zerstörung des Regenwaldes zu sehen. Das hat mich fasziniert und schockiert zugleich.“ Seine eigenen Luftbilder hat Hegen mithilfe eines Multicopters, aus dem Hubschrauber und kleineren Flugzeugen aufgenommen. „Damit ist man näher am Geschehen und kann detaillierte Ansichten einfangen.“ Dabei geht es ihm nicht so sehr um das einzelne Motiv, sondern vielmehr um einen Überblick darüber, wie der Mensch seinen Lebensraum prägt, gestaltet und organisiert. Der Wechsel in die Vogelperspektive macht dabei das Ausmaß noch deutlicher erkennbar. Nicht zuletzt würde sich Tom Hegen deshalb wünschen, dass seine Luftbilder die Betrachterinnen und Betrachter auch dazu anregen „Verantwortung für diese Eingriffe zu übernehmen“.

Die Sonderausstellung „HABITAT – Vom Mensch geprägte Lebensräume“ ist vom 12. März bis 11. Juli 2021 in der Flugwerft Schleißheim zu sehen.

11.03.2021 - 30.06.2021
Fotoausstellung München . Die Ausstellung Sebastião Salgado. EXODUS im Kunstfoyer in München zeigt Bilder mit denen ich der Fotograf in aller Dringlichkeit für soziale Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt hat, lange bevor er mit dem Projekt GENESIS und dem Film von Wim Wenders “Das Salz der Erde” (2014) einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Bis 30. Juni 2021
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Sebastião Salgado. EXODUS.
Fotoausstellung München . Die Ausstellung Sebastião Salgado. EXODUS im Kunstfoyer in München zeigt Bilder mit denen ich der Fotograf in aller Dringlichkeit für soziale Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt hat, lange bevor er mit dem Projekt GENESIS und dem Film von Wim Wenders “Das Salz der Erde” (2014) einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Bis 30. Juni 2021

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© Sebastião Salgado, Der Vung Tau Strand, der einst Cap Saint Jacques hieß,
ist der Ort von dem aus die meisten Boat People üchteten. Südvietnam. 1995.

 

In der fotografischen Serie EXODUS dokumentiert Salgado die Schattenseite der Neuzeit: Die rücksichtslose Ausbeutung der Natur und das Schicksal von Millionen Menschen auf der Flucht, die unter unwürdigsten Bedin- gungen um ihr Überleben ringen. Dieses große Elend zu erleben, raubt Salgado den Lebenswillen. Entkräftet und desillusioniert hört er für mehrere Jahre auf, zu fotografieren. Seine Frau Lélia Salgado aber entwickelt die Idee, den Regenwald wieder aufzuforsten. 1998 gründen sie das Istituto Terra und haben seither mehr als 2,5 Millionen Bäume wieder angepflanzt. Das Paradies, wie es Salgado aus der Kindheit kannte, ersteht wieder neu. Mit der Rückkehr der Natur schöpfen sie Hoffnung und beschließen, den Menschen zu zeigen, dass es sich lohnt, sich zu engagieren. Die Idee zum fotografischen Projekt GENESIS (Ausstellung weltweit / im Kunstfoyer München 2015) entsteht. Eine viel optimistischere Sicht derselben Erde, die Salgado so lange als verletzt und zerstört bezeugt hat.

 

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© Sebastião Salgado, Churchgate Bahnhof. Bombay (Mumbai), Indien. 1995.

 

2019 erhält er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der Börsenverein zeichnet den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado “als Bildkünstler aus, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht. Zugleich hat Sebastião Salgado mit seinem Istituto Terra eine Einrichtung geschaffen, die einen Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität und Ökosystemen leistet. Mit seinem fotografischen Werk, das in zahlreichen Ausstellungen und Büchern veröffentlicht ist, nimmt er die durch Kriege oder Klimakatastrophen entwurzelten Menschen genauso in den Fokus wie jene, die traditionell in ihrer natürlichen Umgebung verwurzelt sind. Dadurch gelingt es Sebastião Salgado, Menschen weltweit für das Schicksal von Arbeitern und Migranten und für die Lebensbedingungen indigener Völker zu sensibilisieren.

Indem der Fotograf seine aufrüttelnden, konsequent in schwarz-weiß gehaltenen Bilder als „Hommage an die Größe der Natur“ beschreibt und die geschändete Erde ebenso sichtbar macht wie ihre fragile Schönheit, gibt Sebastião Salgado uns die Chance, die Erde als das zu begreifen, was sie ist: als einen Lebensraum, der uns nicht allein gehört und den es unbedingt zu bewahren gilt.”

Die Ausstellung EXODUS wurde von Lélia Wanick Salgado kuratiert. Gezeigt werden 170 großformatige Fotografien in schwarz-weiß. Außerdem wird die Verleihung des Friedenspreises an Sebastião Salgado vom 20. Oktober 2019 in der Paulskirche und die Dankesbotschaft des Fotografen als ZDF-Filmdokument erlebbar gemacht.

 

Aufgrund Covid19 kann die Ausstellung EXODUS nur mit Onlinetickets besucht werden. Diese sind auf der Website der Versicherungskammer Kulturstiftung buchbar:  www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

 

Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung | Maximilianstr. 53, 80538 München

 

 

10.02.2021 - 23.01.2022
Auch im Jahr 2021 hat das Leopold Museum in Wien eine Reihe spannender Ausstellungen vorgesehen. Darunter sind auch fotografische Leckerbissen wie wechselnde Bilder in der Dauerpräsentation "Wien 1900 Aufbruch in die Moderne" oder zum Herbst die Ausstellung "Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis".
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Das Jahr im Leopold Museum Wien
Auch im Jahr 2021 hat das Leopold Museum in Wien eine Reihe spannender Ausstellungen vorgesehen. Darunter sind auch fotografische Leckerbissen wie wechselnde Bilder in der Dauerpräsentation "Wien 1900 Aufbruch in die Moderne" oder zum Herbst die Ausstellung "Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis".

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Gruppenaufnahme der Secessionskünstler. Hintere Reihe von links nach rechts: Anton Stark, Gustav Klimt (im Malerkittel), Adolf Böhm, Wilhelm List, Maximilian Kurzweil, Leopold Stolba, Rudolf Bacher. Vordere Reihe: Koloman Moser, Maximilian Lenz, Ernst Stöhr, Emil Orlik, Carl Moll. und Kolo Moser (vor Klimt sitzend). 

Photographie von Moriz Nähr. April 1902

 

Ab der für 10. Februar vorgesehenen Öffnung nach dem aktuellen Lockdown zeigt das Leopold Museum wieder die mehr als 1.300 Objekte umfassende Dauerpräsentation Wien 1900. Aufbruch in die Moderne, wobei Grafiken, Fotografien und Archivalien regelmäßig getauscht werden und für reichlich Abwechslung innerhalb der Wien 1900-Ausstellung sorgen. Immer wieder wird die Dauerpräsentation auch durch Neuerwerbungen und (Dauer-)Leihgaben ergänzt. Die Präsentation spannt einen Bogen von ca. 1870 bis 1930 und zeichnet sich durch mediale Vielfalt aus, die von Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie über Archivalien, Glas, Keramik, Metall, Textilien, Leder und Schmuck bis hin zu Möbelstücken und Wohnungseinrichtungen reicht. Aus konservatorischen Gründen werden Fotografien, grafische Arbeiten und Archivalien regelmäßig ausgetauscht, wodurch neue Blickwinkel entstehen.

Zwei Ausstellungen, deren Start von Sommer 2019 auf den Spätherbst verschoben werden mussten und die bisher lediglich wenige Tage im Dezember 2020 zu sehen waren – Emil Pirchan. Visuelle Revolution und Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900 zum 250. Geburtstag des Komponisten werden bis 6. Juni verlängert.

Emil Pirchan - Visuelle Revolution

 

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Fotoatelier A. Frankl, Berlin, Emil Pirchan mit Masken im Berliner Atelier, 1923 © Sammlung Steffan/Pabst, Zürich, Foto: Sammlung Steffan/Pabst, Zürich © Nachlass Emil Pirchan, Sammlung Steffan/Pabst, Zürich

 

Bis 05.04.2021 Emil Pirchan (1884–1957) war ein Pionier des expressionistischen Bühnenbildes, aber auch fantasiereicher Plakatgestalter, der im konkurrenzstarken Metier Werbegrafikbeträchtliche Erfolge feierte. Zudem war er Kostümbildner, Designer, Buchillustrator, Autor mehrerer Künstlermonografien, Romancier, Lehrer und noch etliches mehr. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museum Folkwang in Essen.

 

 

Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis 24.09.2021–23.01.2022
KuratorInnen: Verena Gamper, Gregor Schmoll

 

Leopold Ruff

 

Thomas Ruff, Anderes Porträt Nr. 109A/32, 1994/95
© Courtesy Thomas Ruff, Foto: Thomas Ruff © Bildrecht Wien, 2021

 

In dieser Ausstellung, die auf die Leidenschaft des Philosophen Ludwig Wittgenstein für die Fotografie fokussiert, steht erstmals sein Wirken als Autor, Sammler und Arrangeur von Fotografien im Mittelpunkt. Gezeigt wird das unveröffentlichte Fotoalbum der 1930er-Jahre, ein Kompositporträt aus Aufnahmen der Schwestern Wittgensteins und jener des Philosophen, inszenierte Selbstporträts, Aufnahmen des Haus Wittgenstein, Auszüge der Nonsense Collection und die Ansichtskartenkorrespondenz Wittgensteins.

 

 

Leopold 5407_WITTGENSTEIN_04

Ludwig Wittgenstein/Moriz Nähr, Kompositporträt Hermine, Helene, Margarethe und Ludwig Wittgenstein, undatiert
© The Ludwig Wittgenstein Archive Cambridge, Foto: The Ludwig Wittgenstein Archive Cambridge

 

Seine Arbeiten werden mit der fotografischen Praxis und Theorie zeitgenössischer KünstlerInnen wie Baldessari, Bechtold, Boltanski, Darboven, Förg, Goldin, Jürgenssen, Lombardi, Maurer, Polke, Ruff, Sherman, Sieverding, Spiluttini, Warhol, Weibel, Zobernig u. a. in Dialog gesetzt. Die auch experimentelle Auseinandersetzung der Familie Wittgenstein mit dem Medium Fotografie wird in Form einer historisch-biografischen Rückblende vorgestellt und es wird dazu eingeladen, Wittgensteins Verständnis des Mediums für eine zeitgenössische Re-Vision fruchtbar zu machen.

 

 

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