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Fotoausstellungen

19.03.2021 - 01.08.2021
Ausstellung Berlin . Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstlern der Gegenwart. Der Gropius Bau widmet Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinite Mirror Room.
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Yayoi Kusama - Eine Retrospektive
Ausstellung Berlin . Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstlern der Gegenwart. Der Gropius Bau widmet Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinite Mirror Room.

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Yayoi Kusama, „Anti-War“
nacktes Happening und Fahnenverbrennung auf der Brooklyn Bridge, 1968

 

Ein wesentliches Anliegen der Retrospektive ist es, die Entwicklung von Kusamas Schaffen von frühen Gemälden und akkumulativen Skulpturen hin zu immersiven Erlebnisräumen nachzuzeichnen und insbesondere ihre bislang wenig beachtete künstlerische Aktivität in Deutschland und Europa aufzuarbeiten. Seit den 1960er Jahren hatte sich die Künstlerin selbst aktiv dafür eingesetzt, Ausstellungsprojekte jenseits ihres damaligen Lebensmittelpunktes New York zu realisieren und ihre Arbeiten im europäischen Kontext zu präsentieren. Dabei rückt auch die Rolle Kusamas als Pionierin des Personal Branding ins Blickfeld, die ihre künstlerische Persona und ihr multidisziplinäres Schaffen schon früh bewusst inszenierte und vermarktete.

 

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Yayoi Kusama, Infinity Mirror Room – Phalli’s Field, 1965
Installation, Mixed Media 
YAYOI KUSAMA, Courtesy: Ota Fine Arts, Victoria Miro

 

Der wegweisende Charakter ihrer Präsentationsformen und künstlerischen Sujets wird im Rahmen der Retrospektive durch Rekonstruktionen erlebbar, die Kusamas frühe Ausstellungsprojekte in Deutschland und Europa in den 1960er Jahren sowie zentrale Einzelausstellungen in den USA und Asien aus den 1950er bis 1980er Jahren zugänglich machen.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal

 

 

05.03.2021 - 21.05.2021
Fotoausstellung Wien . Die Ausstellung stellt einen der wichtigsten europäischen Fotografen vor. Präsentiert wird sie in der AnzenbergerGallery in Wien, wo die Weltpremiere einer Wanderausstellung anläßlich des neuen Buches ist. Gezeigt werden ausschließlich Vintage Prints. 5. März bis 21. Mai 2021
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Jindrich Štreit »Village People 1965-1990«
Fotoausstellung Wien . Die Ausstellung stellt einen der wichtigsten europäischen Fotografen vor. Präsentiert wird sie in der AnzenbergerGallery in Wien, wo die Weltpremiere einer Wanderausstellung anläßlich des neuen Buches ist. Gezeigt werden ausschließlich Vintage Prints. 5. März bis 21. Mai 2021

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Über fünf Dekaden beschreibt Jind?ich Štreit, geb. 1946 in seinen Schwarzweiß-Fotografien das Leben auf dem Land in den tschechischen Regionen Nordmährens und Böhmen. Es ist eine umfassende fotografische, wie auch soziologische Studie, ähnlich in ihrem Umfang und künstlerischer Qualität, vergleichbar mit dem intensiven Werk eines Eugene Atget in Paris oder den Fotografien von Diane Arbus.

In einer eigenen Stilistik und Bildsprache, nur eben gewachsen im Verborgenen, am äußersten Ende der damaligen Welt, welche in Wirklichkeit ziemlich genau in der Mitte in Europas liegt. Diese Region ist geprägt von den Wirren und Beschädigungen der Weltkriege und einer nachfolgenden Diktatur, deren Rituale und Bildwelten, für uns heutige Betrachter, oft absurd erscheinen.

 

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Jind?ich Štreit beschreibt die Vereinzelung und Vereinsamung des Menschen im Alltag des sozialistischen Kollektives. Doch im Privaten, sowie auf den gemeinsamen Festen und Begegnungen zeigen die Fotografien die Lebensfreude, eine starke Gemeinschaft und Solidarität. In der Gegenüberstellung mit den Aufnahmen der offiziellen Kundgebungen und Feierlichkeiten des Staates wird dies um so deutlicher.

 

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Den Fotografien Jind?ich Štreits geht ein ‚Miteinander Leben‘ voraus. Der Fotograf kennt diese Menschen, welche er fotografiert. Daher ist diese Nähe erst möglich und seine empfindsame Bildsprache zu verstehen, diese radikale Poesie und Echtheit der Situation. Der Kontrast der Aufnahmen Streits zu den offiziellen ideologischen Darstellungen konnte nicht gravierender sein. Die Kritik an den bestehenden Lebensverhältnissen war in den Bildern immer vorhanden und konnte von einem totalitären Staat in seiner erstarrten Vokabel- und Zeichensprache nicht anders, als eine Kritik verstanden werden. Das führte ab den 80er Jahren zu einem Veröffentlichungsverbot in jeder Form, zu Festnahmen und ständigen Kontrollen durch die Staatsmacht. So blieb er, trotz permanentem Fotografierens bis zum Ende des Sozialismus in der Fotogeschichte ein Unbekannter. Seit den 90er Jahren, nach seiner Rehabilitierung, wurden seine Bilder weltweit gezeigt und sind in den wichtigsten Fotografischen Sammlungen vertreten. In seinem Heimatland ist er einer der bekanntesten Fotografen, wie auch ein geschätzter Lehrer an den führenden Fotohochschulen Tschechiens.

 

Thematisch und in der fotografischen Qualität stehen die Arbeiten Štreits den humanistischen Bildschöpfungen der großen Magnum-Fotografen nahe, ohne diese zu imitieren. Wie bei allen großen Fotografen ist es sein eigener, universeller Blick auf diese Welt, der seine Bilder so einmalig macht.

Jind?ich Štreit ist einer der wichtigsten europäischen Fotografen. Er steht in einer sozialen Foto-Tradition, die er mit Chris Killip, Anders Petersen und Josef Koudelka teilt. Immer noch fotografiert Jind?ich Štreit und gibt Workshops. Allerdings fehlt bisher auf dem internationalen Buchmarkt eine umfassende Monografie zum fotografischen Werk Jind?ich Štreits, welche seine Arbeit und so besondere Sicht auf das menschliche Leben einem Publikum über die tschechischen Grenzen hinweg vorstellen kann.

Das neue Buch und die Ausstellung "Village People" enthält Jind?ich Štreits berühmtesten Klassiker aus dieser Zeit so wie unveröffentlichte Arbeiten, die mit den bereits bekannten Bildern leicht Stand halten können, um fotografische Ikonen zu werden.

Das Buch enthält einen Text des Fotografen Vladimir Birgus.

Die Ausstellung in der AnzenbergerGallery in Wien, die die Weltpremiere einer Wanderausstellung zum Buch ist, zeigt ausschließlich Vintage Prints, die auch käuflich zu erwerben sind.

 

04.03.2021 - 02.06.2021
Fotoausstellung Düsseldorf . Die Ausstellung „MOVE!“ in der Leica Galerie Düsseldorf zeigt Aufnahmen der in Hamburg und London lebenden Fotografin Esther Haase, die sie als „ihre Liebsten“ bezeichnet. Darunter die speziell für das S Magazin mit der Leica S fotografierte Serie „Je t’aime“ sowie ganz neue, bislang noch nicht ausgestellte Werke. Dabei führen die vier häufigsten Ausrufe der Fotografin – „Move!“, „Hold it!“, „Do it again!“ und „I love it!“ – durch die Ausstellung.
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Esther Haase - Move
Fotoausstellung Düsseldorf . Die Ausstellung „MOVE!“ in der Leica Galerie Düsseldorf zeigt Aufnahmen der in Hamburg und London lebenden Fotografin Esther Haase, die sie als „ihre Liebsten“ bezeichnet. Darunter die speziell für das S Magazin mit der Leica S fotografierte Serie „Je t’aime“ sowie ganz neue, bislang noch nicht ausgestellte Werke. Dabei führen die vier häufigsten Ausrufe der Fotografin – „Move!“, „Hold it!“, „Do it again!“ und „I love it!“ – durch die Ausstellung.

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Fish and Chips with the Queen, London 2018
© Esther Haase

 

Esther Haase hat Vivienne Westwood, Angela Merkel und Karl Lagerfeld fotografiert, für die indische Vogue, die italienische Vanity Fair und Madame Figaro gearbeitet, Werbekampagnen für GUESS und Escada umgesetzt. Seit vielen Jahren ist sie für internationale Auftraggeber und renommierte Magazine tätig. Dabei wechselt sie spielerisch zwischen den Genres Mode, Portrait, Reportage und freien Kunstprojekten. Mit ihren Werken ist sie in internationalen Museen und Sammlungen vertreten.

 

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The Splash, Olga, Miami, November 1999
© Esther Haase

 

„Move!“ und „Do it again!“ geben einen Einblick in die für Esther Haase typische, farbenfrohe Bildwelt mit ihrer Spontanität und Ungezwungenheit des Augenblicks. „Hold it!“ zeigt charakterstarke Portraits, in denen sie Räume der Ruhe schafft und die vertrauensvolle Begegnung mit ihrem Gegenüber ins Bild setzt. „I love it!“ ist Ausdruck der detailliebenden Arbeitsweise von Esther Haase: Erst wenn das Maximum des herauszuholenden Gefühls einer Situation festgehalten wurde, gibt sich die Fotografin mit ihrer Arbeit zufrieden – wie die mit der Leica S fotografierten, intimen und erotischen Aufnahmen ein- und ausdrucksvoll beweisen.

 

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The perfect jump Samuel Hotel Westminster, Paris 2012
© Esther Haase

 

Jede Fotografie ist ein Moment in einer wunderbaren Kurzgeschichte – und wir mittendrin. „Für mich ist das Wichtigste, einen Eindruck von Spontaneität zu erzeugen – die Spur einer Bewegung“, so Esther Haase. Lebendigkeit und Dynamik, verbunden mit dem feinsinnigen Gespür der Fotografin - nur so entsteht die Atmosphäre, aus der die typischen, mit konsequent kraftvoller Weiblichkeit geladenen Bildwelten aufleben. Es ist ein Tanz der Sinne zwischen Fotografin, Kamera und Model.

 

 

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Thomas Stefan starring as bear, Tirol 2007
© Esther Haase

 

F.C. Gundlach schrieb im Vorwort zum Bildband Esther’s World: „Esthers Bilder zelebrieren die Freude am Sein, die Leidenschaft, das selbstbewusste Spiel mit der Sexualität, den Ausbruch aus dem starren Korsett des Alltags, vor allem aber den Menschen in seiner Gesamtheit: abenteuerlustig, stark, kühn, erotisch, manchmal auch melancholisch und in sich gekehrt, aber immer ganz bei sich selbst. Ihre Frauengestalten sind selbstbewusst und souverän, wie Esther selbst sind sie voller Energie und Emotion, immer in dynamischer Bewegung.“

 

 

Leica Galerie Düsseldorf in der KÖ Galerie (Königsallee 60) 

Virtuelle Vernissage: Donnerstag, den 4. März um 18.00 Uhr. Esther Haase im Interview zu ihrer Ausstellung. Der Link zur virtuellen Vernissage ist ab dem 4. März, 18.00 Uhr auf: bit.ly/leicaduesseldorf verfügbar.

 

 

 

03.03.2021 - 24.04.2021
Fotoausstellung Wien . »Es gibt zwei Arten von Fotografie: die von Elliott Erwin, und die aller Anderen.« so der bekannte amerikanische Fotograf William Wegmann über seinen Kollegen. Bei OstLicht Galerie für Fotografie widmet Erwies Hommage an die Metropole an der Seine eine neue Werkschau, die mit 56 seiner humorvollen und beschwingten Aufnahmen in die wahrscheinlich charmanteste Stadt der Welt führt. Ein Spaziergang mit Elliott Erwin durch die Straßen von Paris!  3.3.-24.4.2021
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Elliott Erwitt - Paris
Fotoausstellung Wien . »Es gibt zwei Arten von Fotografie: die von Elliott Erwin, und die aller Anderen.« so der bekannte amerikanische Fotograf William Wegmann über seinen Kollegen. Bei OstLicht Galerie für Fotografie widmet Erwies Hommage an die Metropole an der Seine eine neue Werkschau, die mit 56 seiner humorvollen und beschwingten Aufnahmen in die wahrscheinlich charmanteste Stadt der Welt führt. Ein Spaziergang mit Elliott Erwin durch die Straßen von Paris!  3.3.-24.4.2021

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Paris, 1966 
© Elliott Erwitt / Magnum Photos, courtesy OstLicht. Galerie für Fotografie 

 

Seit den 1940er-Jahren kehrt Magnum-Legende Elliott Erwitt wiederholt in seine Geburtsstadt zurück und wirft mit den Augen eines Flaneurs den Blick auf Boulevards, Straßencafés, Jardins und Cabarets, stets mit der Gabe, das Besondere im Alltäglichen zu entdecken. 

 

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Canal Saint-Martin, Paris, 1978 
© Elliott Erwitt / Magnum Photos, courtesy OstLicht. Galerie für Fotografie
 

 

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Paris, 1967 
© Elliott Erwitt / Magnum Photos, courtesy OstLicht. Galerie für Fotografie 

 

Erwitts Arbeiten zeichnet eine elegante Leichtigkeit und ein verschmitzter, warmherziger Humor aus, der in der Fotogeschichte seinesgleichen sucht. Seine Bilder scheinen uns beharrlich zuzuzwinkern. Diese charakteristische Sicht der Dinge hat sowohl Elliott Erwitts Auftragsarbeiten als auch seine freie Fotografie geprägt. Sie gibt den Grundton seiner Fotografien vor und verleiht damit insbesondere den politischen Reportagen und Alltagsbeobachtungen eine emotionale Komplexität, die weit über den stets auf den Punkt getroffenen Moment hinausreicht. 

 

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 Paris, 1978 
© Elliott Erwitt / Magnum Photos, courtesy OstLicht. Galerie für Fotografie 

 

Elliott Erwitt wählte die Arbeiten persönlich für seine Ausstellung in der Chanel Nexus Hall in Tokio (2012) aus, die Galerie OstLicht freut sich die Arbeiten nun in Wien zu zeigen. 

 

Elliott Erwitt in Chanel Rahmung 

Die Fotografien der Ausstellung stehen zum Verkauf. Bei allen Abzügen handelt es sich um Silber-gelatineprints, vorderseitig vom Künstler signiert. Jeder Print ist in einen hochwertigen schwarzen Holzrahmen von Chanel gefasst. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Corina Lueger: 

lueger@ostlicht.org 

OstLicht. Galerie für Fotografie, Absberggasse 27, Wien

 

 

28.02.2021 - 13.06.2021
Fotoausstellungen Alkersum/Föhr . Drei Fotokünstler stellt das Museum Kunst der Westküste, MKDW, innerhalb seines Artist-in-Residence-Programms vor: Nicole Uhland, Elina Brotherus und Thomas Wrede. Bis 13. Juni. Zeitgleich eröffnet außerdem die Ausstellung "In Elements" mit Arbeiten von Sjoerd Knibbeler, der es schafft mit dem Medium Fotografie Naturphänomene wie Luft oder Wind in ästhetisch faszinierenden Bilder zu verwandeln. Bis 5.8.2021
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Made on Föhr - In Elements
Fotoausstellungen Alkersum/Föhr . Drei Fotokünstler stellt das Museum Kunst der Westküste, MKDW, innerhalb seines Artist-in-Residence-Programms vor: Nicole Uhland, Elina Brotherus und Thomas Wrede. Bis 13. Juni. Zeitgleich eröffnet außerdem die Ausstellung "In Elements" mit Arbeiten von Sjoerd Knibbeler, der es schafft mit dem Medium Fotografie Naturphänomene wie Luft oder Wind in ästhetisch faszinierenden Bilder zu verwandeln. Bis 5.8.2021

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Neue Schätze im MKDW Jochen Hein das schwarze Meer 2018 rechts Foto Lukas Spoerl

 

Ein Ausflug in das Museum der Westküste lohnt sich auch in Zeiten in denen ein Rundgang nur viertuell stattfinden kann. Solange gibt es einen 3D-Rundgang zu dem sich das Museums-Team einiges hat einfallen lassen. So gibt es unter anderem eine offizielle Begrüßung durch die Museumsdirektorin Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, Kurzführungen der WissenschaftlerInnen und Artist Talks mit den KünstlerInnen. Das Online-Programm soll auch laufend ergänzt werden u.a. mit Workshopangeboten sowie musikalischen und lyrischen Beiträgen.

 

Made on Föhr

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Sjoerd Knibbeler. In Elements 2020 Foto Lukas Spoerl

 

„Made on Föhr“ – was verbirgt sich hinter diesem Prädikat, das darauf hinweist, dass offenbar etwas Besonderes auf der Nordseeinsel Föhr entstanden ist? In welcher Verbindung steht ein solches Gütesiegel mit dem Museum Kunst der Westküste (MKdW)?

Seit 2010 lädt das MKdW Künstler*innen als Artists in Residence (AiR) nach Alkersum ein und stellt ihnen eine in unmittelbarer Nähe zum Museum liegen- de Doppelhaushälfte unter Reet als Wohnung und Atelier für einen individuell abgesprochenen Zeitraum zur Verfügung. Was in der ersten Zeit des Bestehens des MKdW eher beiläufig und ohne definierten Rahmen geschah, entwickelte sich im Verlauf der vergangenen fünf Jahre zu einem ambitionierten und höchst produktiven Programm, das sich mittlerweile international einen Namen gemacht hat und sich hoher Nachfrage erfreut. 

 

Unter dem neuen Dach Made on Föhr ist erstmals eine Gruppenausstellung mit drei der AiRs entstanden. Ausgewählt wurden drei FotografInnen − Nicole Ahland, Elina Brotherus und Thomas Wrede –, deren Arbeiten während oder im Prozess der Vor- oder Nachbereitung eines Föhr-Aufenthalts entstanden sind. Für die Zusammenstellung der Werke sowie das Ausstellungs- und Katalogkonzept zeichnet Christiane Morsbach, MKdW, verantwortlich. 

 

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Nicole Ahland
Föhr courtesy of the artist VG Bild-Kunst Bonn 2020

 

Die Wiesbadenerin Nicole Ahland, deren Mutter aus Norddeutschland stammt, kannte die Insel Föhr zuvor nicht und hat bis zu ihrem Aufenthalt in Alkersum 2016 ausschließlich leer stehende Innenräume fotografiert. Mit dem Aufenthalt auf Föhr und währendeines von hier aus unternommenen Tagesausflugs nach Amrum richtete sie jedoch erstmals, selbst für sie unvorhergesehen, das Objektiv auch auf die Weiten von Marschlandschaft und Himmel.

 

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Thomas Wrede
Früher Morgen bei den Korallenmoosinseln 2016
courtesy of the artist VG Bild-Kunst Bonn 2020

 

Der in Münster lebende Thomas Wrede und die Kosmopolitin Elina Brotherus dagegen gehen über die vorgefundene Landschaft hinaus, implementieren noch anderes in ihre Werke. Auch Thomas Wrede, der wie Nicole Ahland mehrfach auf Föhr arbeitete, ist es zunächst wichtig, „in die Welt hinauszugehen“ und sich mit „der Landschaft mit ihrer spezifischen Lichtsituation“ auseinanderzusetzen. In seinen Arbeiten erschafft er dann, wie er es ausdrückt, „mit simplen Mitteln neue Bildwelten, die so nur in der Fotografie existieren können“. Die von Thomas Wrede als Real Landscapes ausgegebenen Werke der offenen gleichnamigen Serie spielen mit Wahrheit und Fiktion, denn Wrede sieht die echte Welt als einen Bestandteil einer Art Modellbausatz: „

 

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Elina Brotherus
One minute sculpture double bucket 2017 after Erwin Wurm
copyright VG Bild-Kunst Bonn 2020

 

Elina Brotherus, geleitet von der Auseinandersetzung mit wichtigen RepräsentantInnen der Kunstgeschichte seit den 1960er-Jahren, trieb bei ihrem Eintreffen auf Föhr seit Längerem die Beschäftigung mit dem österreichischen Bildhauer Erwin Wurm um, den sie nach ihrer Residenz in Föhr sogar persönlich kennenlernen sollte. Die humorvolle Herangehensweise an Motive des täglichen Lebens, die das Schaffen Wurms bestimmt, greift sie als Fotografin auf und übersetzt sie vielschichtig in ihre eigene (Bild-)Sprache. Während Wurm dreidimensional, objektbezogen, performativ arbeitet, überführt Elina die Idee seiner One Minute Sculptures unter gleichem Titel und mit sich selbst als Figur in frappierende Landschaftsaufnahmen. In wohl komponierten Bildern erscheint ihr Körper in skurrilen, teils skulptural anmutenden Interaktionen vor der sie umgebenden, oftmals rauen Natur.

 

 

Sjoerd Knibbeler - In Elements

 

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Sjoerd Knibbeler
In Elements 2020

 

Wie kann Wind sichtbar gemacht werden? Lässt sich das Element Luft darstellen? Wie kann fotografisch eingefangen werden, was sich vom menschlichen Auge für gewöhnlich nicht erfassen lässt?

 

Der in Amsterdam lebende Künstler Sjoerd Knibbeler (* 1981) beschäftigt sich mit komplexen Naturphänomenen. Ausgangspunkt ist sein Interesse an der Entdeckung der Welt durch menschliche Fantasie, an Erfindungen und Technologien. Jeder seiner Werkkomplexe setzt akribische Naturbeobachtungen, Experimente und den Austausch mit Wissenschaftler*innen voraus. Auf dieser Grundlage entstehen verschiedenartige Modelle, durch die flüchtige Momente – sei es ein Windstoß oder ein Sonnenstrahl – erfahrbar werden. Im Medium Fotografie lässt Sjoerd Knibbeler die gleichsam unsichtbaren Naturprozesse schließlich in ästhetisch ausgefeilten Bildern sichtbar werden und lädt zur inhaltlichen Auseinandersetzung ein.

Die Ausstellung umfasst schwerpunktmäßig Werke der Serien Current StudiesExploded Views und In Elements. Bereits im Jahr 2017 war der Künstler als Artist in Residence des MKdW ausgewählt worden. Der Aufenthalt auf der Insel Föhr bildete den Auftakt zur jüngsten Serie Exploded Views, die jetzt erstmals umfangreich gezeigt wird. Im Sommer 2020 suchte Knibbeler die Insel erneut auf, um sich thematisch dem Klimawandel zuzuwenden und mögliche menschliche Interventionen künstlerisch zu durchdenken. Die daraus hervorgegangenen Werke In Elements werden ebenfalls in dieser Einzelausstellung, die seine erste museale Schau in Deutschland ist, gezeigt.

Das Katalogbuch zur Ausstellung ist im Verlag Hatje Cantz erschienen.

Deutsch, Englisch | 144 Seiten | 70 Abb. | Hardcover | Preis 38 Euro

 

Hier geht es zum 3D Rundgang

https://www.mkdw.de/de/mkdw-3d

14.02.2021 - 01.05.2021
Fotoausstellung Siegen . Fachwerkhäuser aus der Region Siegen fotografisch dokumentiert erinnern an berühmten Arbeiten von Bernd und Hilf Becher deren Aufnahmen von Fachwerk- und Industriebauten vielfach ausgestellt und publiziert wurden. Seit 2015 setzt auch der Siegener Künstler Thomas Kellner, auf den Spuren der Bechers, Häuserfronten in Szene, Pandemisch korrekt wird die Ausstellung in der Art Galerie in Siegen am 14.Februar um 11 Uhr auf Zoom eröffnet. 14.2. bis 1.5.2021
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Thomas Kellner – Fachwerkhäuser des Siegner Indsutriegebietes heute
Fotoausstellung Siegen . Fachwerkhäuser aus der Region Siegen fotografisch dokumentiert erinnern an berühmten Arbeiten von Bernd und Hilf Becher deren Aufnahmen von Fachwerk- und Industriebauten vielfach ausgestellt und publiziert wurden. Seit 2015 setzt auch der Siegener Künstler Thomas Kellner, auf den Spuren der Bechers, Häuserfronten in Szene, Pandemisch korrekt wird die Ausstellung in der Art Galerie in Siegen am 14.Februar um 11 Uhr auf Zoom eröffnet. 14.2. bis 1.5.2021

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Bild: © Thomas Kellner Siegen und VG Bild-Kunst Bonn, Eiserntalstraße 117, aus der Serie: Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes heute, von Thomas Kellner


In einer Serie von 19 Architekturfotografien zeigt Thomas Kellner ausgesuchte Eiserfelder Fachwerkhäuser in ihrem heutigen Zustand. Als historischer Vergleich stellt er den Becherschen Schwarzweiß-Aufnahmen der 1960er Jahren seine eigenen Bilder entgegen. Ohne die erkennbare Verbindung beider Werke zu beschränken, gibt Kellner den Fotografien seine eigene Handschrift und spielt „mit der Transformation in Schwarzweiß, den Verschattungen, dem Fokus auf farbig gebliebene Details, der verträumten Unschärfe im Hintergrund“. Dadurch agieren seine Fotografien als eigenständige Kunstwerke regionaler Lebensform und erfüllen parallel eine vergleichende Funktion.
Indem im direkten Vergleich, ähnlich wie bei einem Suchbild, motivische und methodische Unterschiede zu den Bechers aufgedeckt werden, ist Kellners Werkserie nicht nur Spiegel einer sich wandelnden Wohnkultur und Teil der Sozial- und Wohngeschichte, sondern auch Zeugnis einer sich weiterentwickelnden, künstlerischen Fotografie. Kellners Fotografien eröffnen den Blick auf die Polarität eines Gebäudes, das durch optische Modernisierungsmaßnahmen im Wandel der Zeit verändert wurde und dem Originalbau nur noch in der Form gleicht. Die Be- und Verurteilung der sich abzeichnenden Veränderungen des Motivs ist ebenso dualistisch wie das architektonische Gebilde selbst.
Es ist jedoch nicht zu verkennen, dass die Fachwerkhäuser von 2015 an Identität verloren und ein Stück weit „um ihren Ausdruck gebracht wurden“, bei Kellner aber zu einem magischen Realismus zurückkehren.

Ausstellung

14. Februar – 1. Mai 2021
Art Galerie, Siegen

Eröffnung 14.Februar 2021 um 11 Uhr auf Zoom
Zur Eröffnung spricht Dr. Andrea Gnam
Art Galerie, Fürst-Johann-Moritz-Str. 1, 57072 Siegen
Nach dem Lockdown geöffnet zu den Geschäftszeiten
Zur Ausstellung ist ein Katalog im Verlag Seltmann Publishers in Berlin erschienen


 

13.02.2021 - 18.04.2021
Fotoausstellung Wien . Das Museum WestLicht feiert heuer seinen 20. Geburtstag und umso größer ist die Freude, dass man ab 13.2.2021 wieder öffnen kann. Gestartet wird mit der Ausstellung "Padhi Freiburger Fotokunst 1950-2000". Der selbstproklamierte Außenseiter der österreichischen Kunstszene fand in der Fotografie ein ideales Medium für seine vielgestaltige, Kunst und Leben vereinende Praxis. Bis 18.4.2021
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Padhi Frieberger - Fotokunst 1950 - 2000
Fotoausstellung Wien . Das Museum WestLicht feiert heuer seinen 20. Geburtstag und umso größer ist die Freude, dass man ab 13.2.2021 wieder öffnen kann. Gestartet wird mit der Ausstellung "Padhi Freiburger Fotokunst 1950-2000". Der selbstproklamierte Außenseiter der österreichischen Kunstszene fand in der Fotografie ein ideales Medium für seine vielgestaltige, Kunst und Leben vereinende Praxis. Bis 18.4.2021

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Padhi Frieberger (Selbstauslöser-Inszenierung) 
Wien, 1960/65 

 

WestLicht zeigt mit mehr als 100 Fotoarbeiten aus der Sammlung OstLicht – ergänzt um Mail Art – die bislang umfassendste Präsentation dieses so bedeutenden Teils des Gesamtwerks von Padhi Frieberger (1931–2016). Friebergers Fotografien sind fast ausnahmslos vom Künstler minutiös arrangiert, ihrer mitunter spontan anmutenden Ästhetik unterliegt eine klare Regie. Motivisch reicht das Spektrum von symbolisch aufgeladenen Inszenierungen über Porträts seiner Kollegen – darunter etwa Friedensreich Hundertwasser, Oswald Wiener oder André Heller – bis zu fotografischen Neuaufführungen seiner eigenen Objektkunst. Schon unter seinen Zeitgenossen stießen Friebergers Fotoarbeiten auf große Resonanz: Ihre singuläre Bildsprache wurde von Großtheoretiker Peter Weibel ebenso geschätzt wie von Österreichs bedeutendstem Vertreter der Life-Fotografie, Franz Hubmann. 

 

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»Ein Heller und ein« (André Heller) 
Schloss Hagenberg, Fallbach, 1965/68 

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Fotosammlung OstLicht, mit zusätzlichen Leihgaben der Galerie Konzett und von Brigitte Groihofer. 

 

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Ehem. Textilfabrik Fischapark, Weigelsdorf, 1982/87 

 

Padhi Frieberger erfuhr erste künstlerische Impulse in der Nachkriegszeit, im Umfeld des Wiener Art-Club sowie der Avantgardebewegungen der Wiener Gruppe und der Aktionisten. Bis ins späte 20. Jahrhundert war er eine präsente Figur der Wiener Kunstszene(n). Abgesehen von seiner Mitwirkung als ekstatischer Trommler bei verschiedenen Musikformationen gehörte er jedoch nie einer Gruppierung an, sondern blieb ein kritischer Außenseiter, auch der Subkultur. Die Konventionen des Kunstbetriebs empfand Frieberger als vereinnahmend, was seinem Anspruch an Autonomie zutiefst widersprach. Stattdessen verfolgte er die Utopie der Avantgarde, Kunst in konkreter Lebenspraxis aufgehen zu lassen. Er verstand sich nicht nur als Pionier der Kunst, sondern auch als Vorreiter der Lebensführung, lehnte etwa Alkohol und Nikotin strikt ab, ernährte sich vegetarisch und benutzte für Wegstrecken wann immer möglich ein Fahrrad. 

 

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Wien, 1957 

 

Bereits in den 1950er Jahren schuf er in Fortführung dadaistischer Montageverfahren eigenständige Assemblagen und Materialcollagen aus gefundenen Holz- oder Metall-Fragmenten, die auf Werke der Nouveaux Réalistes vorausweisen. Deren strukturelles Prinzip entwickelte er in viele Richtungen weiter. Etwa integrierte er Gebrauchsgegenstände, Schriftstücke und Bilder, in denen sich lebensweltlich-gesellschaftliche Realität widerspiegelte; aber auch malerische und plastische informelle Elemente, die teils die Ästhetik von Franz Wests Passstücken antizipieren. Aus Fotokopien, Zeitungsclips und ausgewählten Briefmarken collagierte, teils re-fotografierte Karten versandte er als Mail Art avant la lettre an Bekannte. Hier propagierte er Anliegen der Öko- und Friedensbewegung und nahm Bezug auf politische Debatten. Vor allem aber polemisierte er gegen „Pseudokünstler und Schaumschläger“. Eindringlich proklamierte er das wahre Künstlertum, wie er es etwa in Vincent van Gogh sah, und pochte auf dessen unhintergehbare Sensibilität, moralische Integrität und kompromisslose Authentizität, wozu auch ein asketisches Leben als Verkannter zählte. Frieberger selbst verkörperte und pflegte diesen Mythos erstaunlich überzeugend. 

 

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Friedensreich Hundertwasser 
Wien, um 1960/65 

 

Die Fotografie nutzte er in unterschiedlichen Registern, wobei die Bandbreite von Porträts befreundeter Kunstschaffender und „straighten“ Aufnahmen seiner Lebenspartnerinnen wie -umgebungen, bis zu Subjektiver Fotografie und abstrakten Farb- und Materialstudien reicht. All dies fand fallweise Eingang in seine Montagen wie auch in seine Fotoinszenierungen, in denen Friebergers künstlerische Position ihr wohl fruchtbarstes Medium fand: einen auf mehreren Ebenen gestaltbaren Bildraum, in dem er seine überbordenden ästhetischen Anliegen verbinden, somit selbstbestimmt kontextualisieren und vermitteln konnte. Nach genauer Planung stellte er Arrangements zusammen, die in der fotografischen Aufnahme als künstlerische Artikulation und zugleich als Abbild ihrer authentischen Ursprünge gelten können: Tableaux, die immer auf die realen Lebenszusammenhänge des Autors verweisen, auch wenn sie nicht als Selbstporträts konzipiert waren. Dazu zählte beispielsweise seine Garderobe, aus der er Kostüme für Mitwirkende schöpfte.

Neben ihm selbst, als dem wichtigsten Protagonisten seiner Künstlerfotografie, finden sich in Friebergers Fotoinszenierungen häufig Kinder, die das Ideal von Kreation als spielerisch-ernsthafte Findung ideal darstellten. Poetisch gestaltete Szenarien entstanden durch subtile Interventionen an Bäumen, Heuballen oder ruinösen Wänden, die in den Fotografien erscheinen, als wären Kunst, Natur und alte Bausubstanz harmonisch gewachsen. Ebenso stellte er seine Fotos und noch häufiger seine Objekte in die niederösterreichische Landschaft, wobei er Umgebung und Kunstwerke auch durch Doppelbelichtungen verschmolz. Schlagworte schrieb er als integrale Bestandteile der Komposition auf passende (Wand)Flächen, womit sie als Werktitel vor jeder missverständlichen Transkription sicher waren. Anlässlich der Vorbereitung seines Nachlasses begann Frieberger schließlich, auch die Rahmung seiner Fotografien bis ins kleinste Detail festzulegen. Der überwiegende Anteil des von ihm definierten fotografischen Werkblockes wurde nach seinem Tod von der Fotosammlung OstLicht übernommen und wird nun erstmals ausgestellt. 

 

WestLicht. Schauplatz für Fotografie , Westbahnstraße 40, Wien 

 

 

12.02.2021 - 18.04.2021
Fotoausstellung Berlin . f³ – freiraum für Fotografie zeigt eine Ausstellung deren Bilder sicher kaum Jemanden unberührt lassen. Für das Projekt HIDDEN – Tiere im Anthropozän haben sich 40 Fotograf:innen zusammengeschlossen,darunter einige der bekanntesten Wildlife-Bildjournalist:innen der Welt, wie Daniel Beltrán, Aaron Gekosk und Britta Jaschinski. Mit ihren Aufnahmen möchten sie den Finger in die Wunde legen und Bewusstsein für die unwürdigen Lebensbedingungen von Tieren schaffen, die wir tagtäglich dulden. 12.2. bis 18.4.2021
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HIDDEN – Tiere im Anthropozän
Fotoausstellung Berlin . f³ – freiraum für Fotografie zeigt eine Ausstellung deren Bilder sicher kaum Jemanden unberührt lassen. Für das Projekt HIDDEN – Tiere im Anthropozän haben sich 40 Fotograf:innen zusammengeschlossen,darunter einige der bekanntesten Wildlife-Bildjournalist:innen der Welt, wie Daniel Beltrán, Aaron Gekosk und Britta Jaschinski. Mit ihren Aufnahmen möchten sie den Finger in die Wunde legen und Bewusstsein für die unwürdigen Lebensbedingungen von Tieren schaffen, die wir tagtäglich dulden. 12.2. bis 18.4.2021
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Foto: Britta Jaschinski
 
 
Eigentlich ist es uns allen klar: Unser Konsumverhalten ist ökologisch schon lange nicht mehr tragbar. Doch wir akzeptieren Massentierhaltung, damit unser tägliches Stück Fleisch immer verfügbar ist und tragen Kleidung, die unter mensch- und tierunwürdigen Bedingungen hergestellt wird. Zu unserem Freizeitvergnügen besuchen wir Zoos, in denen Tiere weit entfernt von ihrem natürlichen Lebensraum gehalten werden. Der Glaube, dass wir bestimmte Tiere für unsere Bedürfnisse nutzen können, ist fest in uns verwurzelt: wir fangen und sperren sie ein, tragen ihre Haut, essen ihr Fleisch und experimentieren mit ihren Körpern im Namen der Wissenschaft. Wie kann es sein, dass wir zwischen Haus- und Nutztieren derartige Unterschiede machen?
 
 
 
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Foto Aitor Garmendia
 
 
 
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Foto Jo-Anne McArthur
 
 
.Mit Arbeiten von Stefano Belacchi, Daniel Beltrá, Adam Dean, Aitor Garmendia, Aaron Gekoski, Kelly Guerin, Paul Hilton, Jan van Ijken | Precious Animals, Britta Jaschinski, Lissy Jayne, Konrad Lozinski, Selene Magnolia, Jo-Anne McArthur, Kristo Muurimaa, Adam Oswell, Carlota Saorsa, Andrew Skowron, Timo Stammberger, Luis Tato, Gav Wheatley.
 
 

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Foto Paul Hilton

 

 

 Begleitpublikation

Zu der Ausstellung ist ein Buch erschienen, das während der Ausstellungsdauer im f³ – freiraum für fotografie erhältlich ist:

HIDDEN. Animals in the Anthropocene

Jo-Anne McArthur and Keith Wilson (Ed.), David Griffin (Designer)

ISBN: 978-1-59056-638-1

Engl., Hardcover, 320 pages, 45€

 
 
 
 
 
 
 
10.02.2021 - 23.01.2022
Auch im Jahr 2021 hat das Leopold Museum in Wien eine Reihe spannender Ausstellungen vorgesehen. Darunter sind auch fotografische Leckerbissen wie wechselnde Bilder in der Dauerpräsentation "Wien 1900 Aufbruch in die Moderne" oder zum Herbst die Ausstellung "Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis".
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Das Jahr im Leopold Museum Wien
Auch im Jahr 2021 hat das Leopold Museum in Wien eine Reihe spannender Ausstellungen vorgesehen. Darunter sind auch fotografische Leckerbissen wie wechselnde Bilder in der Dauerpräsentation "Wien 1900 Aufbruch in die Moderne" oder zum Herbst die Ausstellung "Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis".

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Gruppenaufnahme der Secessionskünstler. Hintere Reihe von links nach rechts: Anton Stark, Gustav Klimt (im Malerkittel), Adolf Böhm, Wilhelm List, Maximilian Kurzweil, Leopold Stolba, Rudolf Bacher. Vordere Reihe: Koloman Moser, Maximilian Lenz, Ernst Stöhr, Emil Orlik, Carl Moll. und Kolo Moser (vor Klimt sitzend). 

Photographie von Moriz Nähr. April 1902

 

Ab der für 10. Februar vorgesehenen Öffnung nach dem aktuellen Lockdown zeigt das Leopold Museum wieder die mehr als 1.300 Objekte umfassende Dauerpräsentation Wien 1900. Aufbruch in die Moderne, wobei Grafiken, Fotografien und Archivalien regelmäßig getauscht werden und für reichlich Abwechslung innerhalb der Wien 1900-Ausstellung sorgen. Immer wieder wird die Dauerpräsentation auch durch Neuerwerbungen und (Dauer-)Leihgaben ergänzt. Die Präsentation spannt einen Bogen von ca. 1870 bis 1930 und zeichnet sich durch mediale Vielfalt aus, die von Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie über Archivalien, Glas, Keramik, Metall, Textilien, Leder und Schmuck bis hin zu Möbelstücken und Wohnungseinrichtungen reicht. Aus konservatorischen Gründen werden Fotografien, grafische Arbeiten und Archivalien regelmäßig ausgetauscht, wodurch neue Blickwinkel entstehen.

Zwei Ausstellungen, deren Start von Sommer 2019 auf den Spätherbst verschoben werden mussten und die bisher lediglich wenige Tage im Dezember 2020 zu sehen waren – Emil Pirchan. Visuelle Revolution und Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900 zum 250. Geburtstag des Komponisten werden bis 6. Juni verlängert.

Emil Pirchan - Visuelle Revolution

 

Leopold Pirchon

Fotoatelier A. Frankl, Berlin, Emil Pirchan mit Masken im Berliner Atelier, 1923 © Sammlung Steffan/Pabst, Zürich, Foto: Sammlung Steffan/Pabst, Zürich © Nachlass Emil Pirchan, Sammlung Steffan/Pabst, Zürich

 

Bis 05.04.2021 Emil Pirchan (1884–1957) war ein Pionier des expressionistischen Bühnenbildes, aber auch fantasiereicher Plakatgestalter, der im konkurrenzstarken Metier Werbegrafikbeträchtliche Erfolge feierte. Zudem war er Kostümbildner, Designer, Buchillustrator, Autor mehrerer Künstlermonografien, Romancier, Lehrer und noch etliches mehr. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museum Folkwang in Essen.

 

 

Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis 24.09.2021–23.01.2022
KuratorInnen: Verena Gamper, Gregor Schmoll

 

Leopold Ruff

 

Thomas Ruff, Anderes Porträt Nr. 109A/32, 1994/95
© Courtesy Thomas Ruff, Foto: Thomas Ruff © Bildrecht Wien, 2021

 

In dieser Ausstellung, die auf die Leidenschaft des Philosophen Ludwig Wittgenstein für die Fotografie fokussiert, steht erstmals sein Wirken als Autor, Sammler und Arrangeur von Fotografien im Mittelpunkt. Gezeigt wird das unveröffentlichte Fotoalbum der 1930er-Jahre, ein Kompositporträt aus Aufnahmen der Schwestern Wittgensteins und jener des Philosophen, inszenierte Selbstporträts, Aufnahmen des Haus Wittgenstein, Auszüge der Nonsense Collection und die Ansichtskartenkorrespondenz Wittgensteins.

 

 

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Ludwig Wittgenstein/Moriz Nähr, Kompositporträt Hermine, Helene, Margarethe und Ludwig Wittgenstein, undatiert
© The Ludwig Wittgenstein Archive Cambridge, Foto: The Ludwig Wittgenstein Archive Cambridge

 

Seine Arbeiten werden mit der fotografischen Praxis und Theorie zeitgenössischer KünstlerInnen wie Baldessari, Bechtold, Boltanski, Darboven, Förg, Goldin, Jürgenssen, Lombardi, Maurer, Polke, Ruff, Sherman, Sieverding, Spiluttini, Warhol, Weibel, Zobernig u. a. in Dialog gesetzt. Die auch experimentelle Auseinandersetzung der Familie Wittgenstein mit dem Medium Fotografie wird in Form einer historisch-biografischen Rückblende vorgestellt und es wird dazu eingeladen, Wittgensteins Verständnis des Mediums für eine zeitgenössische Re-Vision fruchtbar zu machen.

 

 

01.02.2021 - 31.05.2021
Fotoausstellung Linz . Die OÖ Landes-Kultur GmbH präsentiert im Francisco Caroline Linz die erste umfassende Museumspersonale des renommierten Fotokünstlers in Österreich. Gezeigt werden Arbeiten aus allen wichtigen Serien und Schaffensphasen des Künstlers: vom fotojournalistisch geprägten Frühwerk ab den späten 1960er-Jahren, über sein vielschichtiges filmisches Oeuvre, bis hin zu aktuellen Farbfotografien im Kontext installativer Werkkonzepte. Bis 14. Februar 2021
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Roger Ballen - The Place of the Mind
Fotoausstellung Linz . Die OÖ Landes-Kultur GmbH präsentiert im Francisco Caroline Linz die erste umfassende Museumspersonale des renommierten Fotokünstlers in Österreich. Gezeigt werden Arbeiten aus allen wichtigen Serien und Schaffensphasen des Künstlers: vom fotojournalistisch geprägten Frühwerk ab den späten 1960er-Jahren, über sein vielschichtiges filmisches Oeuvre, bis hin zu aktuellen Farbfotografien im Kontext installativer Werkkonzepte. Bis 14. Februar 2021

Roger Ballen, Cat Catcher, 1998

Roger Ballen, Cat Catcher, 1998
© Roger Ballen

 

Soziale Außenseiter, Tiere und rätselhafte Objekte bevölkern die schaurig-schönen Fotografien von Roger Ballen. Mit seinen fotografischen Inszenierungen, die eine surreal-düstere, unheimliche Atmosphäre erzeugen, taucht Roger Ballen tief in die Abgründe der menschlichen Psyche.

 

Roger Ballen, Girl in white dress, 2002

Roger Ballen, Girl in white dress, 2002
© Roger Ballen

 

Roger Ballen, Head Inside Shirt, 2001

Roger Ballen, Head Inside Shirt, 2001
© Roger Ballen

 

Roger Ballen, geboren 1950 in New York, zählt zu den international bedeutendsten und einflussreichsten Fotokünstlern der Gegenwart. Er lebt und arbeitet seit über 40 Jahren in Johannesburg, Südafrika, und nimmt mit seinem ebenso faszinierenden wie verstörenden Werk eine singuläre, zwischen Dokumentation und Fiktion angesiedelte Position in der zeitgenössischen Fotografie ein.

 

Roger Ballen, Smoked Out, 2020

Roger Ballen, Smoked Out, 2020
© Roger Ballen

 

 

Francisco Carolinum Neu

 

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Blick in die Ausstellung „THE PLACE OF THE MIND. Roger Ballen – Retrospektive“, 
Francisco Carolinum Linz
© Michael Maritsch

 

Der neue Ort für Fotografie und Medienkunst in Linz Geschichten erzählen und mit aktuellen Themen Menschen begeistern - das sind die Ziele der im März dieses Jahres neu gegründeten OÖ Landes-Kultur GmbH und ihres Direktors Alfred Weidinger. Die Idee, am Standort Museumstraße ein Haus für Fotografie und Medienkunst zu etablieren, geht auf eine Umfrage unter 7.000 Kulturinteressierten zurück. Diese ergab, dass sich ein Großteil der Befragten ganz besonders für Fotografie begeistert.

Deshalb wurden in den letzten Wochen und Monaten zahlreiche bauliche Veränderungen am 125 Jahre alten, historistischen Architekturjuwel des deutschen Architekten Bruno Schmitz in der Museumstraße vorgenommen. 

Die Neupositionierung des nun wieder nach seinem Erbauer „Francisco Carolinum“ benannten Museums als modernes Haus für Fotografie und Medienkunst wird sukzessive erfolgen.

 

 

 

27.01.2021 - 11.04.2021
Fotoausstellung Berlin . In einer Online-Ausstellung zeigt das Berliner Willy-Brandt-Haus das Lonka Projekt, eine fotografische Hommage an die letzten Holocaust-Überlebenden. Die Wanderfotoausstellung findet anlässlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 statt. Die Ausstellung vom Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. wird zunächst als virtuelle Ausstellung und in Form von Online-Führungen ab 27.1.2021 zu sehen sein. Kuratorin in Berlin: Gisela Kayser, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.
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Das Lonka Projekt
Fotoausstellung Berlin . In einer Online-Ausstellung zeigt das Berliner Willy-Brandt-Haus das Lonka Projekt, eine fotografische Hommage an die letzten Holocaust-Überlebenden. Die Wanderfotoausstellung findet anlässlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 statt. Die Ausstellung vom Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. wird zunächst als virtuelle Ausstellung und in Form von Online-Führungen ab 27.1.2021 zu sehen sein. Kuratorin in Berlin: Gisela Kayser, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

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Tsafrir Abayov Shaul Paul Ladany 
Omer, Negev Desert, Israel 
Photo © Tsafrir Abayov / The Lonka Project, 2019 (Israel) 

 

 Am Lonka Projekt waren 250 Fotografen aus rund 26 Ländern beteiligt und haben Holocaust-Überlebende in ihrem privaten Umfeld fotografiert und ein einzigartiges Gesamtwerk geschaffen. Mitgewirkt haben renommierte Fotokünstler wie Gilles Peress, Douglas Kirkland, Steve McCurry, José Giribás, Kristian Schuller, Maurice Weiss oder Marissa Roth. 

Noch leben die letzten Überlebenden des Holocaust unter uns. Aber wer sind diese Menschen, wie gehen sie mit ihrer Geschichte um und wie konnten sie ihr Leben weiterführen? Das Lonka Projekt zeigt die Mütter, die Väter, die Großmütter, die Großväter, die Ehefrauen und  -männer und wie sie ihre Zukunft in die Hand genommen haben. Ein Vermächtnis an Bildern für alle, die bald keine Zeitzeugen mehr haben, welche das Geschehene unvergesslich machen können.  

 

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Steve McCurry Sonia Kam and Hannie Dauman 
Riverdale, Bronx, New York, USA 
Photo © Steve McCurry / The Lonka Project, 2020 (USA) 

 

Das Lonka Projekt wurde in Jerusalem von Jim Hollander und Rina Castelnuovo als Hommage an Rinas Mutter Lonka, Dr. Eleonora Nass (1926-2018), initiiert. Als Mädchen überlebte Lonka fünf Konzentrationslager der Nazis und repräsentiert die Lebenskraft der Holocaust-Überlebenden. Rina Castelnuovo sagt über die Ausstellung: „Wir haben beobachtet, wie sich das Projekt weiterentwickelt hat und zu einer internationalen Zusammenarbeit herangewachsen ist, bei der so viele ihre Talente mit Begeisterung eingebracht haben. Wir haben über ein ganzes Jahr hinweg stetig Bilder von Fotograf*innen erhalten und sind allen dankbar für ihren Einsatz.“ 

Die Portraitierten 

Entstanden sind Fotos, die ganze Biografien und unfassbare Geschichten in sich tragen. Es sind Geschichten wie die von dem zweifachen olympischen Rennläufer Professor Shaul Paul Ladany, der 1936 in Belgrad, Jugoslawien, geboren wurde. Als er acht Jahre alt war, überlebte Shaul das Konzentrationslager Bergen-Belsen sowie 1972 als israelischer Olympiateilnehmer den Anschlag von München.  

 

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Axel Martens Peggy Parnass 
Hamburg, Germany. 
Photo © Axel Martens / The Lonka Project, 2019 (Germany) 

 

 

Es ist auch die Geschichte von Peggy Parnass, die 1927 in Hamburg geboren wurde. 1939 beschloss ihre Mutter, sich von ihren Kindern zu trennen und sie in Sicherheit zu bringen.Peggy Parnass wurde eine gefeierte Journalistin, Autorin und Filmemacherin.Sie schrieb Hunderte von Artikeln über Massenmorde der Nazis, die Prozesse der Baader-Meinhof-Gruppe (RAF) und gilt als Ikone für die Schwulenbewegung und die Unterdrückten. 

Und es ist auch die Geschichte von Israel Meir Lau. 1945 wurde er mit acht Jahren beim Verlassen des Konzentrationslagers Buchenwald nach dessen Befreiung durch die US Army fotografiert. Später wählte man ihn zum Oberrabbiner von Israel sowie Chief Rabbi von Tel Aviv. Er erhielt den Israel-Preis für seine Haltung zu nicht-orthodoxen Konfessionen im Judentum und wurde vom französischen Präsidenten Sarkozy in die Ehrenlegion aufgenommen. Zudem war er viele Jahre Vorsitzender der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. 

 

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Roger Ballen Mordechai Perlov 
Johannesburg, South Africa 
Photo © Roger Ballen / The Lonka Project, 2019 (USA) 

 

Das Gedenken an diese und alle anderen Holocaust-Überlebenden will das Lonka Projekt wachhalten und bildet eine hoffentlich unvergessliche pädagogische und künstlerische Fotosammlung in einer Zeit, in der die Herausforderung der Holocaust-Erinnerung immer schwieriger wird.  

Finanziert mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin  

 

Ausstellung online www.fkwbh.de

 

 

21.01.2021 - 03.04.2021
Fotoausstellung Greifswald . Gezeigt werden in der Ausstellung ausschließlich Cyanotypien auf verschiedensten Oberflächen. Präsentiert werden die Bilder im Caspar-David-Friedrich-Zentrum, das wie fast alle Ausstellungsorte zur Zeit geschlossen ist und dem man eine baldige Öffnung wünscht. Bis 3. April 2021
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Ramona Czygan - Blue
Fotoausstellung Greifswald . Gezeigt werden in der Ausstellung ausschließlich Cyanotypien auf verschiedensten Oberflächen. Präsentiert werden die Bilder im Caspar-David-Friedrich-Zentrum, das wie fast alle Ausstellungsorte zur Zeit geschlossen ist und dem man eine baldige Öffnung wünscht. Bis 3. April 2021

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Wolkenfragment Cyanotypie auf Stoff 36x56cm, 2012 (Katalogcover)

 

Zu sehen ist in der Ausstellung eine Auswahl an aktuellen, fotografischen Arbeiten der 1983 in Bernau (bei Berlin) geborenen Künstlerin Ramona Czygan, die in Greifswald lebt und arbeitet. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald trieb Ramona Czygan neben ihrer Beschäftigung in einer Greifswalder Galerie ihre eigene künstlerische Karriere erfolgreich voran. 

 

 

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Blauwild Cyanotypie auf Damast 85x150cm, 2020

 

Die Werke der Greifswalder Fotokünstlerin sind bekannt für ihre spezifische blaue Färbung und ihre malerische Anmutung. Um diese Wirkung zu erzielen, arbeitet sie unter anderem mit der Lochkamera, analogen Kameras und handgemalten Filtern.1 Vor allem aber zieht sich die Technik der Cyanotypie – ein historisches Edeldruckverfahren innerhalb der Fotografie – durch das Werk der Künstlerin und sorgt für die durchgehende Blaufärbung der Abzüge. Als Trägermaterial kommen hierbei nicht nur Papier oder Leinwand zum Einsatz. Häufig nutzt Ramona Czygan Stoffe, die bereits eine eigene Geschichte haben. So erleben alte Bettbezüge und Tischdecken aus Damast oder Stofftaschentücher mit Spitzenbordüre eine Renaissance als Bildträger und nicht zuletzt als wirkungsvolles gestalterisches Element ihrer „blauen Wunder“.

 

Bereits vor zehn Jahren, im Jahr 2011, richtete die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft e.V. eine Personalausstellung von Ramona Czygan in den Räumlichkeiten der Caspar-David-Friedrich-Galerie aus. Nach wie vor bestechen ihre Landschaftsaufnahmen durch ruhige Kompositionen, die in Kombination mit der blauen Farbigkeit der Cyanotypie und den in sanfter Unschärfe verlaufenden Linien geradezu melancholisch anmuten. Inszenierte Arbeiten erinnern mitunter an Szenen aus Märchenfilmen.

Die künstlerische Entwicklung von Ramona Czygan schritt seither unbeirrt voran und so soll die Ausstellung „Ramona Czygan - Blue“ auch ganz neue Arbeiten der Fotokünstlerin zeigen. Frisch, mitunter wild-romantisch und mit neuen Motiven, gefunden in der Natur, aber auch in ihrem persönlichen Umfeld, überraschen die aktuellen Arbeiten. Durch direktes Auflegen von Naturmaterialien auf die chemisch behandelten Trägermedien und direkte Outdoor-Belichtung mittels Sonnenstrahlen, entstehen fotogrammartige Werke mit scharfen Kontrasten und einer an Sommerreigen erinnernden Energie. Dabei bleibt die Künstlerin – bei aller Lust am Experiment – sich und der Farbe Blau treu.

 

Im Rahmen der Ausstellung wird auch der Katalog "Signifikante Signaturen 74" vorgestellt.

11.01.2021 - 04.04.2021
Ausstellung Hamburg . Die Deichtorhallen zeigen auf vier Stockwerken der Sammlung Falckenberg die bisher größte Einzelausstellung der Künstlerin Katharina Sieverding. Die Ausstellung FOTOGRAFIEN, PROJEKTIONEN, INSTALLATIONEN legt einen besonderen Fokus auf die ungebrochen hohe Aktualität früherer Werke und das Interesse der Künstlerin installative Zugänge zum Medium Fotografie zu schaffen. 11.1.2020 bis 4.4.2021
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Katharina Sieverding - FOTOGRAFIEN, PROJEKTIONEN, INSTALLATIONEN
Ausstellung Hamburg . Die Deichtorhallen zeigen auf vier Stockwerken der Sammlung Falckenberg die bisher größte Einzelausstellung der Künstlerin Katharina Sieverding. Die Ausstellung FOTOGRAFIEN, PROJEKTIONEN, INSTALLATIONEN legt einen besonderen Fokus auf die ungebrochen hohe Aktualität früherer Werke und das Interesse der Künstlerin installative Zugänge zum Medium Fotografie zu schaffen. 11.1.2020 bis 4.4.2021

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Katharina Sieverding: DEUTSCHLAND WIRD DEUTSCHER XLI-92, 1992
Fünffarben-Offsetdruck
252 x 356 cm
Plakatierung in Berlin vom 30. April bis 12. Mai 1993
Copyright: © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst, Bonn 2020. Foto: © Uwe Walter

 

Rund 120 Arbeiten spannen einen Bogen durch alle Werkphasen der Künstlerin: Von den frühen großformatigen Fotografie-Montagen der 1960er-Jahre über die bildgewaltigen Selbstporträt-Serien und filmischen Werke der 1970er bis 1990er-Jahre bis hin zu gegenwärtigen Produktionen. Diese umfassen auch neue, bisher ungezeigte Arbeiten wie den dokumentarischen Film Metroboards über Sieverdings Kunst im öffentlichen Raum sowie das Werk Gefechtspause, das sich mit dem Lockdown während der Corona-Krise beschäftigt. 

 

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Katharina Sieverding: XI/78, SCHLACHTFELD DEUTSCHLAND, 1978
C-Print, Acryl, Stahlrahmen
300 x 375 cm
Copyright: © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst, Bonn 2020.
Foto: © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Seit mehr als fünf Jahrzehnten gehört Katharina Sieverding (geb. 1944 in Prag) zu den Pionieren, die früh die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten von Fotografie erkannt haben und das Medium fortwährend inhaltlich und formal erweitern. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Transformations- und Präsentationsvorgänge, Fragen nach Identität, Gender und Race. Bekannt geworden ist Sieverding durch die Konsequenz, mit der sie filmisch und fotografisch ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes Porträt seit den 1960er-Jahren einsetzt. Ab den 1970er-Jahren erarbeitet sie großformatige Montagen zu den gesellschaftlichen Fragen der Zeit, sei es zur atomaren Bedrohung durch den Kalten Krieg, zur RAF, zu weltpolitischen Krisen und zwischenmenschlichen Beziehungen, zur Verarbeitung des Nationalsozialismus und zur aktuellen Corona-Krise. Dabei hinterfragt sie die beschleunigten Bildprozesse der Gegenwart kritisch im Sinne einer Verantwortung auch sich selbst gegenüber.

 

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Katharina Sieverding: XXVIII/87, KONTINENTALKERN VI, 1987
C-Print, Acryl, Stahl
480 x 635 cm
Installationsansicht: Gedenkstätte im Reichstagsgebäude in Berlin zum Andenken an die ermordeten und verfolgten Mitglieder des Reichtages der Weimarer Republik, Deutscher Bundestag, Berlin 1992
Copyright: © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst, Bonn 2020. Foto: © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst, Bonn 2020



Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die 1978 entstandene Fotoarbeit Schlachtfeld Deutschland, ein Statement zur RAF-Zeit, und 1993 die Berliner Plakataktion Deutschland wird deutscher, mit der Sieverding auf die rechtsradikalen Übergriffe nach dem Mauerfall reagierte. Kurz zuvor realisierte die Künstlerin im Reichstagsgebäude die Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik.

 

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Katharina Sieverding: MATON SOLARISATION F-XXI/XXII A/B, 1969
C-Print, Acryl, Stahl
je 190 x 125 cm
© Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Foto: © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Copyright: © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Katharina Sieverding studierte 1963/64 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, von 1964 bis 1967 ist sie in der Klasse von Teo Otto an der Kunstakademie Düsseldorf. In dieser Zeit war sie an mehreren Theaterproduktionen als Bühnenbildnerin beteiligt, darunter im Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Burgtheater Wien, im Düsseldorfer Schauspielhaus und an der Deutschen Oper Berlin. 1967 wechselte Sieverding an der Kunstakademie Düsseldorf in die Klasse von Joseph Beuys. Es folgten Reisen und Vorträge über ihre Arbeit u.a. in die USA, nach Kanada, in die Volksrepublik China und in die Sowjetunion. Von 1990 bis 1992 war sie Gastprofessorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, anschließend Professorin an der Universität der Künste Berlin. Weitere Gastprofessuren am Center for Contemporary Art Kitakyushu in Japan, der Internationalen Sommerakademie in Salzburg sowie an der China Academy of Art in Hangzhou. Ihre Arbeiten wurden in 820 Gruppen- und 150 Einzelausstellungen gezeigt und sind in zahlreichen renommierten Sammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art, New York, im San Francisco Museum of Modern Art, im Stedelijk Museum, Amsterdam, in der Nationalgalerie, Berlin, im Museum Folkwang, Essen, und in der Kunstsammlung NRW, Düsseldorf.
 
Sieverding erhielt bereits 1967 den Ernst-Poensgen-Preis in Düsseldorf, hinzu kamen zahlreiche weitere Auszeichnungen und Stipendien, darunter der Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen (1975), der Förderpreis des BDI (1979), das Karl Schmidt-Rottluff-Stipendium (1980–1982), der Deutsche Kritikerpreis (1994), der Lovis Corinth-Preis (1996), der Kaiserring der Stadt Goslar (2004) und der Käthe-Kollwitz-Preis (2017).

 

 

01.12.2020 - 25.04.2021
Fotoausstellung Köln . Photographien aus der Sammlung Garnatz und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur im Dialog zeigt die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Präsentiert werden Werke unter anderem von Bernd und Hilla Becher, Jürgen Klauke, Flores Neusüss und Thomas Struth. Voraussichtlich vom 1. Dezember 2020 bis 25. April 2021.
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Von Becher bis Blume
Fotoausstellung Köln . Photographien aus der Sammlung Garnatz und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur im Dialog zeigt die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Präsentiert werden Werke unter anderem von Bernd und Hilla Becher, Jürgen Klauke, Flores Neusüss und Thomas Struth. Voraussichtlich vom 1. Dezember 2020 bis 25. April 2021.

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Bernd und Hilla Becher: Charleroi-Montigny, B, 1984
© Estate Bernd & Hilla Becher, vertreten durch Max Becher,
courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – Bernd und Hilla Becher Archiv, Köln, 2020

 

Die Ausstellung „Von Becher bis Blume“ gibt insbesondere Einblick in die einflussreich wirkende Photographie der 1980er- und 1990er-Jahre, eine Zeit, in der innovative und bis heute bedeutende Bildwerke und Konzepte entstanden sind. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Rheinland zu, mit zahlreich ansässigen Künstlern, Museen und Galerien. Das Sammlerpaar Ute und Eberhard Garnatz war Teil dieses äußerst lebendigen Geschehens, bereits in den 1970er-Jahren haben sie begonnen, ihrer Sammeltätigkeit engagiert nachzugehen.

 

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Jürgen Klauke: Ohne Titel (Fliegende Hüte), aus: Sonntagsneurosen, 1990-92
© Jürgen Klauke

 

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Floris Neusüss: Neusüss verlässt den Schatten, Kassel, 1976
© Floris Neusüss

 

Neben einer großen Kollektion von Gemälden, Skulpturen und Graphiken entwickelten sie eine eigenwillige und beachtlich facettenreiche Sammlung von Photographien, die teils bis in die 1950er-Jahre zurückreichen, vor allem aber photographische Arbeiten umfasst, die seit den 1980ern bis in die 2000er-Jahre entstanden. In jenem Jahrzehnt trat die Photographie mehr und mehr in den Kosmos der bildenden Künste ein. Beharrlich eroberte sich das Medium mit und neben den tradierten Genres einen eigenständigen Platz. Und auch dies verfolgten die Sammler mit aufmerksamem Blick: Ganz auf der Höhe der Zeit, richteten sie ihr Augenmerk auf Kunstschaffende, für die das photographische Bild Grundlage und die Kamera als technisches Werkzeug im künstlerischen Tagesgeschehen eine Selbstverständlichkeit darstellte.

 

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Thomas Struth: Rijksmuseum Amsterdam 1, 1990
© Thomas Struth

 

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Chargesheimer: Ohne Titel (Konfetti streuendes Mädchen), um 1956/57
© Museum Ludwig Köln

 

Es wären zum einen jene zu nennen, die das die das dokumentarische Bild zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Konzepte gewählt haben; andererseits jene, die sich, weit weniger der Wirklichkeitstreue des Mediums verpflichtet, in experimentelle Gefilde begeben; und auch solche, die die Gegenstandswelt konterkarieren oder inszenieren respektive sich vorzugsweise die chemische Qualität des photographischen Prozesses zunutze machen, um so zu Bildwerken malerischer Formensprache zu gelangen.

 

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Boris Becker: Zeebrugge, 2003
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Für die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur eröffnet sich mit dieser Präsentation die Möglichkeit, photographische Positionen der Sammlung Garnatz mit den eigenen in einen Dialog zu setzen. Einen gemeinsamen Nenner finden die beiden Sammlungen insbesondere in den Arbeiten von Bernd und Hilla Becher, Werke etwa von Boris Becker, Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth bilden ebenfalls Korrespondenzen zwischen beiden Sammlungen. Darüber hinaus werden rare inszenatorische und experimentelle Arbeiten kontextualisiert. Sie treten solchen gegenüber, die an der Schnittstelle von Photographie und Malerei verortbar sind. So realitätsbezogen sich das Medium vorgibt, es begeistert durch die Bandbreite seiner Möglichkeiten, die graduell verschieden ins Abstrakte und Poetische reichen.

 

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Anna und Bernhard Blume: aus: Telekinetisch hysterische Szene (aus der Serie Trautes Heim“), 1986/87
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

So bietet Von Becher bis Blume ein weites und auch sehr abwechslungsreiches Spektrum unterschiedlicher Auffassungen, die sich so kontrastreich widersprüchlich wie erfrischend ungezwungen begegnen. Gezeigt werden über 150 Exponate, teils umfangreiche serielle Arbeiten von 22 Künstlerinnen und Künstlern, die die jüngere deutsche Photographie durch innovative Beiträge wesentlich geformt und nach wie vor großen Einfluss auf das künstlerische Medium haben.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch im Snoeck Verlag.

 

SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn Im Mediapark 7, Köln

 

 

 

 

 

28.11.2020 - 05.04.2021
Fotoausstellung Münster . Die weltbesten Naturfotografien des internationalen Wettbewerbs "Wildlife Photographen of the Year" sind zum neunten Mal im Westfälischen Pferdemuseum Münster zu sehen. Alle 100 ausgezeichneten Fotos werden als erstes Museum in Deutschland dort präsentiert. Anschließend gehen die Bilder als Wanderausstellung auf große Welttournee. 28.11.2020 bis 5.4.2021
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Wildlife Photographer of the Year
Fotoausstellung Münster . Die weltbesten Naturfotografien des internationalen Wettbewerbs "Wildlife Photographen of the Year" sind zum neunten Mal im Westfälischen Pferdemuseum Münster zu sehen. Alle 100 ausgezeichneten Fotos werden als erstes Museum in Deutschland dort präsentiert. Anschließend gehen die Bilder als Wanderausstellung auf große Welttournee. 28.11.2020 bis 5.4.2021

Wild © Matthew Maran, Wildlife Photographer of the Year 2020

© Matthew Maran, Wildlife Photographer of the Year 2020

 

Jedes Jahr zeichnet das Londoner Natural History Museum in einem internationalen Wettbewerb die besten Naturfotografien aus. Der Titel „Wildlife Photographer of the Year“ gilt als einer der wichtigsten und begehrtesten Preise für Naturfotografen. Seit seiner Premiere im Jahr 1964 verfolgt der Wettbewerb das Ziel, ein Bewusstsein für die Schönheit der Welt zu schaffen. Gleichzeitig sind die preisgekrönten Fotos ein eindringlicher Appell, verantwortungsvoll mit der Natur und ihren Lebewesen umzugehen.

 

Wild © Arshdeep Singh, Wildlife Photographer of the Year 2020

© Arshdeep Singh, Wildlife Photographer of the Year 2020

 

An dem diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich Fotografen aus 86 Ländern mit fast 50.000 Aufnahmen: Von Pflanzenporträts, Unterwasserwelten über Tierfotografien bis hin zu Luftaufnahmen – die Bandbreite der eingereichten Bilder ist groß und deckt alle Aspekte der Natur ab. Eine Jury aus internationalen Experten wählt daraus die 100 besten Motive aus, die anschließend als Wanderausstellung auf große Welttournee gehen. 

 

Wild © Hannah Vijayan, Wildlife Photographer of the Year 2020

© Hannah Vijayan, Wildlife Photographer of the Year 2020

 

Die offizielle Bekanntgabe der Gewinner findet erst Mitte Oktober in London statt, doch schon jetzt gibt es einen ersten Vorschmack auf die diesjährige Ausstellung. So gehört zu den Preisträgern das seltene Porträt eines Rotschenkligen Kleideraffen, aufgenommen von dem jungen indischen Naturfotografen Arshdeep Singh. Der ausschließlich in Vietnam, Laos und Kambodscha vorkommende Langur ist durch den Verlust des Lebensraums, durch Bejagung und durch den Tierhandel bedroht. Er lebt hauptsächlich in den Kronen der Bäume – was es schwierig macht, ihn zu fotografieren. Doch Arshdeep hatte Glück und ihm gelang diese unvergessliche Aufnahme, als der Langur ihn für eine Sekunde ansah.

Ausgezeichnet wird auch der britische Fotograf Matthew Maran, der den Streit von vier jungen Rotfüchsen um ihre Beute, eine Wanderratte, mit seiner Kamera festhielt. Die Jagd steht auch beim Foto der jungen Kanadierin Hannah Vijayan im Fokus, die genau in dem Moment auf den Auslöser drückte, als ein Grizzlybär im Katmai National Park and Preserve in Alaska einen Lachs aus einem Fluss zieht. Es war genau die Komposition, auf die Hannah gewartet hatte – der Bär spiegelt sich mit seinem Fang vollständig im Wasser.

 

Die weiteren Siegerfotos werden am 13. Oktober 2020 bei der offiziellen Preisverleihung im Natural History Museum vorgestellt, in diesem Jahr zum ersten Mal nur virtuell. Ab dem 28. November 2020 sind dann die 100 „Wildlife Fotografien des Jahres“ in einer Ausstellung im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster zu bewundern.

 

31.10.2020 - 06.06.2021
Ausstellung Wolfsburg . Die Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg gliedert sich in 12 Kapitel von Expeditionen in den Weltinnenraum über Rund um den Mund bis zu Zahn der Zeit. Auf 2.250 Quadratmetern visualisieren Gemälde, Fotografien Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Videos und kulturgeschichtliche Objekte das Thema Mund. Bis 6.6.2021
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In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman
Ausstellung Wolfsburg . Die Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg gliedert sich in 12 Kapitel von Expeditionen in den Weltinnenraum über Rund um den Mund bis zu Zahn der Zeit. Auf 2.250 Quadratmetern visualisieren Gemälde, Fotografien Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Videos und kulturgeschichtliche Objekte das Thema Mund. Bis 6.6.2021

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Cindy Sherman
Untitled #257
1992
Cibachrome
176 x 117,5 cm (inkl. Rahmen)
Sammlung Kunstmuseum Wolfsburg
© Cindy Sherman & Metro Pictures

 

 

Als Schauplatz des hochinfektiösen Desasters erlebt der Mund- und Rachenraum gegenwärtig weltweit größte Aufmerksamkeit, bietet er doch mit seiner Schleimhaut das ideale Substrat für Überlebens- und Verbreitungsmöglichkeiten des Coronavirus – eine Aktualität, die man im Zuge der Ausstellungsvorbereitung nicht erwartet hatte. Der Mundraum ist damit ins Zentrum gesellschaftlicher, politischer und medialer Debatten gerückt.

 

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Installationsansicht
In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman Kunstmuseum Wolfsburg
Im Hintergrund (größtes Werk der Ausstellung: 6,5 x 10,66 x 1,11 m):
Piotr Uklanski, Untitled (Open Wide), 2012

Foto: Marek Kruszewski

 

 

Mit Lippen, Zunge und Zähnen ist der Mund in Gänze eine äußerst reizvolle Körperzone: Sprache, Schmerz und Schrei, Essen, Schlingen, Speien und Spucken, Lust und Leidenschaft. Diese emotionale Bandbreite von Ekel bis Empathie erfahren die Besucher*innen des Kunstmuseum Wolfsburg auf dem abwechslungsreichen Themenparcours.

So widmet sich eines der Ausstellungskapitel, „Zahn und Zierde“, den Zähnen und ihrem dekorativen, religiösen sowie auch ökonomischen Wert in unterschiedlichen Kulturen unserer Welt: Die neuseeländische Künstlerin Ane Tonga beschäftigt sich mit Traditionen rund um den goldenen Zahnschmuck in ihrer tongaischen Familie und setzt diesen fotografisch in Szene, während das Londoner Künstlerpaar Fantich & Young ganze Masken und Outfits aus Zähnen entwirft. Zähne sind jedoch nicht nur Dekor, sondern auch Waffe und werden in den Kapiteln„Schlund und Schlingen“ oder „Kuss und Vampirismus“ zum Tötungsinstrument, wenn der Werwolf bei Lucas Cranach Menschen verschlingt, Saturn bei Alfred Kubin seine Kinder verspeist oder der Liebesbiss des Vampirs bei Edvard Munch zum Todeskuss wird.

 

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Installationsansicht
In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman Kunstmuseum Wolfsburg
Fotografie-Serie im Hintergrund: Herlinde Koelbl, Schrei!, 2012/2020
Foto: Marek Kruszewski

 

Für die sinnliche Form des Kusses sind die Lippen und die Zunge zuständig, was in den intensiven Kussdarstellungen von Pablo Picasso oder Wolfgang Tillmans überaus deutlich wird. Luft und Laute verlassen unseren Mund indessen hörbar aber unsichtbar, was im entsprechenden Ausstellungskapitel beispielsweise in der überraschend langen Motivgeschichte des Homo Bulla, des Menschen, der Seifenblasen bläst, zum Ausdruck kommt. Insgesamt gliedert sich die Ausstellung in folgende 12 Kapitel: Expeditionen in den Weltinnenraum; Rund um den Mund; Zähne zeigen; Zahnschmerz & Kommerz; Zahn & Zierde; Auf der Zunge; Lecken & Schmecken; Schlund & Schlingen; Kuss & Vampirismus; Schreien & Speien; Luft & Laute sowie Zahn der Zeit.

 

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Installationsansicht In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman 
Foto: Marek Kruszewski 

 

 

In der 2.250 Quadratmeter großen Ausstellungshalle des Kunstmuseum Wolfsburg bieten in einer eigens konzipierten Architektur, die einen abstrahierten Mundraum darstellt, Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Videos und kulturgeschichtliche Objekte einen beeindruckenden Überblick über das Spektrum an Visualisierungen rund um das Orale. Vom ältesten Exponat der Schau, einer rund 2.600 Jahre alten altägyptischen Bronzefigur, welche die stillende Göttin Isis mit Harpokrates darstellt, über einen der berühmten Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt bis hin zu aktuellen Werken wie den Scream-Arbeiten von Christian Marclay, der skurrilen Zahnlandschaft von Mithu Sen oder einer ortsspezifischen Installation von Benjamin Houlihan, bei der er mit seiner Zunge Temperafarbe auf eine Wand leckt – die Schau im Kunstmuseum Wolfsburg präsentiert zum Thema Mund faszinierende Kunstwerke aus einer Reihe der bedeutendsten Museen.

 

Die Kuratorin Uta Ruhkamp hat, nachdem das Thema von dem Kulturwissenschaftler Hartmut Böhme und der Zahnärztin Beate Slominski an sie herangetragen worden war, eine außergewöhnliche Ausstellung erarbeitet. Die begleitende umfangreiche Publikation reicht über die Schau hinaus: In aller Munde. Das Orale in Kunst und Kultur erscheint im Verlag Hatje Cantz und wird mit 352 Seiten und Beiträgen namhafter Autor*innen das Thema der Ausstellung erweitern, vertiefen und mit rund 350 Abbildungen vielfältig illustrieren.

Erhältlich ist das Buch zur Ausstellung im Museumsshop oder unter kunstmuseum.de/shop für 45 Euro.

 

Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg

 

17.10.2020 - 04.04.2021
Fotoausstellung Waldkirchen . Paul Kooiker ist einer der wichtigsten konzeptuellen Fotografen der Niederlande. Die Ausstellung in der Galerie Zink Waldkirchen gibt einen Einblick in die Arbeits- und Denkweise des 1964 geborenen Niederländers Paul Komiker und zeigt in einer Auswahl von acht großformatigen Arbeiten die bahnbrechende Ästhetik seiner Fotografie. 17.10.2020 bis 4.4.2021
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Paul Kooiker - Pages
Fotoausstellung Waldkirchen . Paul Kooiker ist einer der wichtigsten konzeptuellen Fotografen der Niederlande. Die Ausstellung in der Galerie Zink Waldkirchen gibt einen Einblick in die Arbeits- und Denkweise des 1964 geborenen Niederländers Paul Komiker und zeigt in einer Auswahl von acht großformatigen Arbeiten die bahnbrechende Ästhetik seiner Fotografie. 17.10.2020 bis 4.4.2021

Wald Galerie Zink_Paul Kooiker_Untitled (muscles) 2019_114x86cm

 

Paul Kooiker oftmals seriell angelegten Arbeiten verfügen über eine sehr eigene Ästhetik, bei der nicht das eigentliche fotografische Motiv im Mittelpunkt steht, sondern die Ästhetik der Fotografie selbst zum Thema wird. Viele seiner Fotoserien entstehen oftmals im Kontext von Buchprojekten und seine Fotobücher sind meist in wenigen Tagen ausverkauft und gesuchte Sammlerobjekte.

 

Wald Galerie Zink_Paul Kooiker_Untitled (shoes) 2020_114x86cm

 

Wald Galerie Zink_Paul Kooiker_Untitled (wigs) 2020_114x86cm

 

Die acht großformatigen Arbeiten von Paul Kooiker zeigen die bahnbrechende Ästhetik seiner Fotografie, wenn er für AnOther, Dazed, Vogue oder für die internationale Avantgarde der Modewelt wie Rick Owens und dessen Frau Michèle Lamy fotografiert.

Es ist der „skulpturale Blick“ auf das Motiv, der seine Bilder so besonders macht. Die Person, die Persönlichkeit des Modells ist für ihn nicht interessant, seine Modelle fotografiert er meist so, dass man das Gesicht nicht erkennen kann, oder der Kopf sogar abgeschnitten ist.

 

Wald Galerie Zink_Paul Kooiker_Untitled (hair) 2020_114x86cm

 

Auch wenn es darum geht ein Produkt wie Mode, Schuhe, oder Schmuck in Szene zu setzten, ist für ihn das Produkt eher nebensächlich und nur das Objekt selbst zählt. Paul Kooiker bildet nicht ab, sondern er stellt die Frage an den Betrachter „Auf was schauen wir hier?“. In diesem Spannungsfeld entsteht eine eigenwillige Ästhetik, bei der das Motiv selbst zweitrangig wird und die Fotografie selbst zum Thema wird.  Zusätzlich bearbeitet Paul Kooiker seine Fotografien digital und erzeugt so durch die gezielt manipulierte Farbigkeit, Körnung und Unschärfen neue Referenzen zu Bildwelten aus anderen Zeiten.

 

Wald Galerie Zink_Paul Kooiker_The Rumour 2020

 

Die Arbeiten von Paul Kooiker befinden sich in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlung, wie zB. Akzo Nobel, Niederlande, DSM, Niederlande, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, Gemeentemuseum, Den Haag, Fries Museum, LeeuwardenDe Nederlandsche Bank, Amsterdam, ABN AMRO Collectie, the Netherlands, Caldic Collectie, Wassenaar, Ministry of Foreign Affairs, the Netherlands, Achmea Kunstcollectie, Zeist, H+F collection, the Netherlands, LUMC, Leiden, The Ordonez Falcon Collection, Spain, La Maison Rouge, Paris, Zabludowicz Collection, London.

 

Galerie Zink, Waldkirchen 2, Waldkirchen i. d. Oberpfalz

 

16.10.2020 - 17.03.2021
Fotoausstellung Berlin . Die umfassende Gruppenausstellung im Gropius Bau untersucht auf welche Weise Männlichkeit seit den 1960er Jahren durch Fotografie und Film erlebt, performativ hergestellt und sozial konstruiert wird. In einer Zeit, in der sich klassische Männlichkeitsbilder in der Krise befinden und Begriffe wie „toxische“ und „fragile“ Männlichkeit gesellschaftliche Diskurse prägen, Vorgestellt werden über 300 Arbeiten von 50 internationalen Künstlern. bis 17.3.2021
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Masculinities: Liberation through Photography
Fotoausstellung Berlin . Die umfassende Gruppenausstellung im Gropius Bau untersucht auf welche Weise Männlichkeit seit den 1960er Jahren durch Fotografie und Film erlebt, performativ hergestellt und sozial konstruiert wird. In einer Zeit, in der sich klassische Männlichkeitsbilder in der Krise befinden und Begriffe wie „toxische“ und „fragile“ Männlichkeit gesellschaftliche Diskurse prägen, Vorgestellt werden über 300 Arbeiten von 50 internationalen Künstlern. bis 17.3.2021

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Thomas Dworzak, Taliban portrait. Kandahar, Afghanistan, 2002, Ausstellungsdruck
copyright: Collection T. Dworzak/Magnum Photos

 

Die Ausstellung offertiert ein Panorama der filmischen und fotografischen Auseinandersetzung mit dem Maskulinen in all seiner Widersprüchlichkeit und Komplexität. Zentrale Bezugspunkte der Ausstellung sind Themen wie Patriarchat, Macht, queere Identität, race und Klasse, Sexualität sowie die weibliche Wahrnehmung von Männlichkeit, welche als ein weitgehend fließendes, performatives Identitätskonzept ins Blickfeld rückt. 

 

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Karlheinz Weinberger, Horseshoe Buckle, 1962
Courtesy: Galerie Esther Woerdehoff
copyright: Karlheinz Weinberger

 

 

In sechs Abschnitten setzt sich die Ausstellung mit Männlichkeit in ihren vielfältigen Erscheinungsformen auseinander. Das erste Kapitel, Die Erschütterung des Archetyps, untersucht die Darstellung konventioneller und klischeehafter männlicher Subjekte wie Soldaten, Cowboys, Athleten, Stierkämpfer, Bodybuilder und Ringkämpfer

Das zweite Kapitel, Männliche Ordnung: Macht, Patriarchat und Raum, lädt die Betrachter ein, über die Konstruktion männlicher Macht, Geschlecht und Klasse nachzudenken.

 

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Adi Nes, Untitled, Aus der Serie „Soldiers“, 1999
Courtesy: Adi Nes und Praz-Delavallade Paris, Los Angeles
copyright: Adi Nes

 

 

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Catherine Opie, Rusty, 2008
Courtesy: Regen Projects, Los Angeles; Thomas Dane Gallery, London
copyright: Catherine Opie

 

Im Gegensatz zu den Konventionen des traditionellen Familienporträts geht es den Künstlern, die im dritten Kapitel, "Zu Nah an Zuhause: Familie und Vaterschaft", versammelt sind, darum, das „Chaos“ des Lebens zu dokumentieren. Ihre Bilder sind Reflexionen von Misogynie, Gewalt, Sexualität, Sterblichkeit, Intimität und sich entfaltenden Familiendramen, die eine komplexe und nicht immer angenehme Sicht von Vaterschaft und Maskulinität zeigen. 

Den Vorurteilen und rechtlichen Beschränkungen zum Trotz, denen sich Homosexualität in Europa, den Vereinigten Staaten und darüber hinaus im Verlauf des letzten Jahrhunderts ausgesetzt gesehen hat, veranschaulichen die im vierten Kapitel, Männlichkeit queeren, gezeigten Werke, wie Künstler*innen seit den 1960er Jahren eine neue, politisch aufgeladene, queere Ästhetik geschaffen haben.

Das fünfte Kapitel, Die Rückeroberung des Schwarzen Körpers, rückt Künstler in den Vordergrund, die im Laufe der letzten fünf Jahrzehnte bewusst Erwartungen, die im Zusammenhang mit race, Gender und dem weißen Blick stehen, unterlaufen haben, indem sie die Macht zurückforderten, ihre eigenen Identitäten zu gestalten.

 

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Masahisa Fukase, Aus der Serie „Family“, 1971–90
Upper row, from left to right: A, a model; Toshiteru, Sukezo, Masahisa. Middle row, from left to right: Akiko, Mitsue, Hisashi Daikoji. Bottom row, from left to right: Gaku, Kyoko, Kanako, and a memorial portrait of Miyako, 1985
copyright: Masahisa Fukase Archives

 

In den 1960er und 1970er Jahren versuchten Aktivisten mit dem Aufkommen der zweiten Welle des Feminismus, tief verwurzelte Vorstellungen von Maskulinität aufzudecken und zu kritisieren, um alternativen Sichtweisen auf Gender und Repräsentation Raum zu geben. Vor diesem Hintergrund werden im sechsten Kapitel, Frauen über Männer: Die Revidierung des männlichen Blicks, Arbeiten versammelt, die Männer zu ihrem Sujet machen, Männlichkeit aus feministischer Perspektive untersuchen und die gesellschaftliche Konstruktion von binären Geschlechterzuordnungen aufbrechen.

Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Bau, erklärt: „Heute werden gängige Vorstellungen davon, was es bedeutet ein Mann zu sein oder zu werden, zunehmend hinterfragt. Besonders für jüngere Generationen, die auf eine ganz andere Weise mit diesen Fragen konfrontiert sind, bietet die Ausstellung Masculinities: Liberation through Photography eine nuancierte Auseinandersetzung mit Männlichkeiten in all ihren Facetten und Zwischentönen. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten von über 50 internationalen Künstler*innen schlagen eine Brücke von klassischen Männlichkeitsbildern zu fluiden geschlechtlichen Identitäten und schaffen es so, einer komplexen Wirklichkeit gerecht zu werden.

 

Künstler

Bas Jan Ader, Laurie Anderson, Kenneth Anger, Liz Johnson Artur, Knut Åsdam, Richard Avedon, Aneta Bartos, Richard Billingham, Cassils, Sam Contis, John Coplans, Jeremy Deller, Rineke Dijkstra, George Dureau, Thomas Dworzak, Hans Eijkelboom, Fouad Elkoury, Hal Fischer, Samuel Fosso, Anna Fox, Masahisa Fukase, Sunil Gupta, Kiluanji Kia Henda, Peter Hujar, Isaac Julien, Rotimi Fani-Kayode, Karen Knorr, Deana Lawson, Hilary Lloyd, Robert Mapplethorpe, Peter Marlow, Ana Mendieta, Annette Messager, Duane Michals, Tracey Moffatt, Andrew Moisey, Richard Mosse, Adi Nes, Catherine Opie, Elle Pérez, Herb Ritts, Kalen Na'il Roach, Paul Mpagi Sepuya, Collier Schorr, Clare Strand, Mikhael Subotzky, Larry Sultan, Wolfgang Tillmans, Hank Willis Thomas, Piotr Ukla?ski, Andy Warhol, Karlheinz Weinberger, Marianne Wex, David Wojnarowicz und Akram Zaatari

Kuratiert von Alona Pardo, Barbican Centre London 

 

 

 

Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

 

 

11.10.2020 - 30.04.2021
Fotoausstellung Salzburg . Die Ausstellung auf Schloss Arenberg „THE STILLS OF HANNIBAL - 20 Jahre Gletscherschauspiel"“ repräsentiert vielschichtig und kompetent das seit 20 Jahren anhaltende Abenteuer Hannibal und will eine Auswahl der entstandenen Bilder als eigenständige Kunstwerke vorstellen. Der Eintritt ist frei!. Vom 11.10.2020 bis 30.4.2021
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The Stills Of Hannibal
Fotoausstellung Salzburg . Die Ausstellung auf Schloss Arenberg „THE STILLS OF HANNIBAL - 20 Jahre Gletscherschauspiel"“ repräsentiert vielschichtig und kompetent das seit 20 Jahren anhaltende Abenteuer Hannibal und will eine Auswahl der entstandenen Bilder als eigenständige Kunstwerke vorstellen. Der Eintritt ist frei!. Vom 11.10.2020 bis 30.4.2021

Hannibal © eSeL[2]

Hannibal © eSeL

 

„Ich stehe in einer Schneelandschaft auf beinahe 3000 Metern und erlebe mit Tausenden eine Erzählung, die mir immer wieder unter die Haut geht.“ Regisseur Hubert Lepka.

Das Künstlerkollektiv Lawine Torrèn, unter der Leitung von Hubert Lepka, erzählt seit 20 Jahren die Lebensgeschichte des karthagischen Feldherren Hannibal. Inszeniert wurde dieses Schauspiel als atemberaubendes Naturtheater, als eine spektakuläre Show unter freiem Himmel, die als direktes Erlebnis der Sinne konzipiert wurde. Zehntausende Zuschauer sind staunend mittendrin. In einer Welt der Medienbilder wirkt dieses Naturschauspiel dem Verlust von Landschaft entgegen. Hannibal ist ein wohldurchdachtes Abenteuer, vollkommen analog und in Echtzeit.

 

Hannibal © Jürgen Skarwan[2]

Hannibal © Jürgen Skarwan

 

 

Hannibal © Ernst Lorenzi[2]

Hannibal © Ernst Lorenzi

 

Seit dem Entstehungsjahr 2001 wurde HANNIBAL insgesamt vor über 50.000 Menschen in über 40 Aufführungen und Generalproben gespielt. Jede Aufführung, der räumlich betrachteten größten zeitgenössische Performance der Welt, hatte ihr eigenes Wetter, wechselnde Darsteller und eine im wörtlichen Sinne fließende Geografie des Gletschers, der in seiner Langsamkeit den Ruhepuls der Gesamtchoreographie vorgibt. Ein narratives Bewegungstheater in einem sechs Kubikkilometer messenden Naturraum des Rettenbachgletscher in der Ötzaler Bergwelt.

Die Aufführungen der HANNIBAL-Performance wurden von vielen namhaften Fotografinnen und Fotografen portraitiert, dokumentiert und in deren eigenes Portfolio eingeschrieben.

 

Hannibal © Bernhard Spoettel[2]

Hannibal © Bernhard Spoettel

 

Hannibal © Peter Rigaud

Hannibal © Peter Rigaud

 

Hannibal ist eine Produktion von Sölden, Red Bull und Lawine Torrèn/Hubert Lepka

Für 2021 ist eine Aufführung am 16. April geplant.

Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, 5020 Salzburg

 

 

 

 

 

 

09.10.2020 - 16.05.2021
Fotoausstellung Berlin . Die Berliner Helmut Newton Stiftung präsentiert in ihrer neuen Ausstellung „America l 970s/80s" die Werke von vier großen Fotografen, die ein Bild des Landes in dieser Zeit zeigen: Evelyn Hofer, Sheila Metzger, Joel Meyerowitz und Helmut Newton. Vom 9.10.2020 bis 16.5.2021
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America l 1970s/80s
Fotoausstellung Berlin . Die Berliner Helmut Newton Stiftung präsentiert in ihrer neuen Ausstellung „America l 970s/80s" die Werke von vier großen Fotografen, die ein Bild des Landes in dieser Zeit zeigen: Evelyn Hofer, Sheila Metzger, Joel Meyerowitz und Helmut Newton. Vom 9.10.2020 bis 16.5.2021

Helmut Newton Taylor

Helmut Newton ElizabethTaylor, Los Angeles,1985
© Helmut Newton Estate
 
 

Nach seiner Festanstellung bei der französischen Vogue im Jahr 1 961 arbeitete Helmut Newton parallel auch für die amerikanische Ausgabe des Modemagazins. Einige dieser Aufnahmen entstanden in Europa, andere in den USA. In New York lieferte Newton seine Bilder direkt an Alexander Liberman, der die amerikanische Vogue von den 1 960ern bis in die l 990er Jahre leitete - und nebenbei sehr erfolgreich als Maler, Bildhauer und Fotograf arbeitete. Newton mochte die Vereinigten Staaten und die sprichwörtliche Freiheit in jenen Jahren, und so pendelte er regelmäßig zwischen der Alten und Neuen Welt hin und her.

 

Helmut Newton_Sigourney Weaver_Los Angeles 1983_copyright Helmut Newton Estate

Helmut Newton Sigourney Weaver, Los Angeles,1983
© Helmut Newton Estat

 

In den 970er-Jahren fotografierte Newton Mode und Akt in Amerika vor allem in New York, Las Vegas, Miami oder Los Angeles; diese Aufnahmen wurden sowohl in unterschiedlichen Magazinen als auch teilweise in seinem zweiten Bildband (,,Sleepless Nights", 1 978) publiziert . Nach 1980, als Helmut und June Newton regelmäßig nach Los Angeles reisten, um im Chateau Marmont die Wintermonate zu verbringen, kamen zahlreiche Porträts der ,Berühmten und Berüchtigten' in und um Hollywood hinzu, entstanden für Zeitschriften wie Egoiste, Interview, Vanity Fair oder New Yorker, sowie einige Aktbilder für den Playboy Die Fokussierung innerhalb der Ausstellung zeigt deutlich, dass sich Newtons Bildsprache während seiner Arbeit in den USA in diesen Jahren verändert hat und ins besondere das Genre Porträt für ihn immer wichtiger wurde.

 

Helmut Newton 00

Joel Meyerowitz Darrell, Provincetown,1983
© Joel Meyerowitz, courtesy oft he Howard Greenberg Gallery
 
 

 

Etwa parallel zu den gezeigten Newton-Bildern entstanden die Porträts von Joel Meyerowitz in Provincetown, Massachusetts. Der Fotograf zog sich in den späten l 970er- und frühen l 980er-Jahren von New York aus jeden Sommer in das ehemalige idyllische Fischerörtchen zurück - und porträtierte dort mit seiner Großbildkamera, meist plein air, gleichgesinnte Freigeister, die ebenfalls die Sommerfrische, die Erholung am Meer und die Natur suchten, Männer und Frauen, Junge und Ältere, allein oder als Paar. Wir sehen intensive und neugierige Blicke zurück in die Kamera und nur wenige Posen; die Menschen, darunter zahlreiche Freunde und Bekannte von Meyerowitz, wirken offen, unverstellt, authentisch.

Die groß angelegte Porträtserie hatte seinerzeit keinen Auftraggeber, es war ein freies Projekt. So entstand ein faszinierendes Gesellschaftsporträt einer liberalen, individualistische n Community an der amerikanischen Ostküste. Es zeigt ein anderes, freieres, mitunter freizügigeres Amerika, als wir es heute kennen. Meyerowitz hat diese Porträts vor Kurzem in seinem Archiv wiederentdeckt, eine Auswahl ist im Herbst 2019 erstmals in Buchform erschienen - und wird nun in der Helmut Newton Stiftung zum ersten Mal öffentlich ausgestellt

 

Sheila Metzner_Rebecca Diamond necklace_1984_copyright Sheila Metzner

Sheila Metzner, Rebecca, Diamond Necklace, 1984
© Sheila Metzner

 

Die amerikanische Fotografin Sheila Metzner verband eine sehr enge Freundschaft mit Helmut und June Newton. Die gegenseitigen, bislang unveröffentlichten Porträts aus Südfrankreich, die in der Ausstellung in zwei Vitrinen ausgebreitet werden, bezeugen dieses besondere Verhältnis. Sheila Metzner arrangiert in ihrem Werk ansonsten minimalistische Dinge auf einer ebensolchen Bühne als pure Form; in der fotografischen Nahansicht wirken sie wie eine Erscheinung ihrer selbst, verdichtet als metaphysische Essenz. Die zarte Tonung der Fotografien, entstanden als Fresson-Prints, die an Bromöldrucke der Avantgardisten der 1910er-Jahre erinnern, entrückt den  Bildinhalt,  die  floralen und  künstlerischen  Formen,  ins Tagtraumhafte. Aber auch Menschen tauchen im Werk von Sheila Metzner wiederholt auf, seien es die eigenen fünf Kinder, weibliche und männliche Modelle, etwa für ihre raffinierten Modeinszenierungen oder nackte, odaliskenhafte Schönheiten. Metzner, die noch immer in New York lebt, besuchte Joel Meyerowitz Ende der l 970er-Jahre in Provincetown und wurde dort von ihm porträtiert, wie wir hier sehen. So schließt sich in dieser Ausstellung, die einer Art Zeitreise in ein progressives und cooles Amerika entspricht, gleich mehrfach ein Kreis.

In June's Room schließlich werden 30 Aufnahmen von Evelyn Hofer präsentiert, die in den 1960er und 70er-Jahren in New York entstanden sind, eine Art subjektives Stadtporträt mit Straßenszenen und Panoramen, Interieurs und Porträts, in Schwarz-Weiss und Farbe. Insbesondere ihre subtilen Farbbilder des New Yorker Alltagslebens, ausgeführt im DyeTransfer­ Verfahren, sind neben denen von Saul Leiter oder Helen Levitt Pionierleistungen eines poetisch-magischen Realismus in der Street Photography, die nachfolgende Fotografengenerationen prägen sollten. Hofer wurde in Deutschland geboren, verließ ihre Heimat mit der Familie 1933 Richtung Madrid, später nach Paris, Zürich und Mexiko, um 1946 schließlich nach New York überzusiedeln. Dort arbeitete sie im Auftrag unter anderem für Modemagazine und frei an eigenen Buchprojekten, stets mit großformatiger Plattenkamera und Stativ. Daraus resultierte ein bewusstes, konzentriertes und langsames Arbeiten, das spontane Reaktionen vor und hinter der Kamera ausschloss.

 

 

Helmut Newton Stiftung, Jebensstraße, Berlin

 

 

07.09.2020 - 25.05.2021
Ausstellung Essen . Die Ausstellung „Kindheit im Ruhrgebiet“ wurde als Erinnerungsausstellung unter partizipativer Beteiligung der Bevölkerung des Ruhrgebiets konzipiert. Das Ruhr Museum setzt mit dieser Galerieausstellung die Reihe seiner Präsentationen zu populären Themen der Ruhrgebietsgeschichte fort. Bis 25.5.2021
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Kindheit im Ruhrgebiet
Ausstellung Essen . Die Ausstellung „Kindheit im Ruhrgebiet“ wurde als Erinnerungsausstellung unter partizipativer Beteiligung der Bevölkerung des Ruhrgebiets konzipiert. Das Ruhr Museum setzt mit dieser Galerieausstellung die Reihe seiner Präsentationen zu populären Themen der Ruhrgebietsgeschichte fort. Bis 25.5.2021

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Zwei Milchholer in Buer

 

Die Fotografien, die die Erinnerungsstücke begleiten, sind keine persönlichen Erinnerungen. Die 120 Bilder stammen aus dem Fotoarchiv des Ruhr Museums, das Fotografien professioneller Fotografen zur Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets sammelt. Die gezeigten Bilder stammen von Presse-, Werks-, Dokumentar- und freien Fotografen, die eigenständig Projekte verfolgten. Die meisten der Aufnahmen waren für Veröffentlichungen gedacht, aber es sind auch wenige Aufnahmen aus dem privaten Umfeld der Berufsfotografen darunter. 

Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien sind Teil eines kollektiven Gedächtnisses des Ruhrgebiets geworden. Dieses kollektive Bildgedächtnis wird in der Ausstellung mit den konkreten subjektiven Erinnerungen der Leihgeberen kombiniert, so dass die Besucheren der Ausstellung eigenständig Querbezüge zwischen Objekten und Bildern herstellen kön-nen. Die Bilder der Berufsfotograf*innen rahmen die Exponate auf der Aus-stellungsfläche quasi ein. Sie formen einerseits mit Motiven, wie sie nur im Ruhrgebiet vorkommen – dem Spielen auf der Halde, in der Siedlung, vor dem Werkstor, am Kanal –, und andererseits mit allgemeingültigen Bildern von Schule, Freizeit und Familie einen „Bezugsrahmen“ zur ausgestellten Erinnerung im Inneren der Ausstellungsfläche. 

 

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In der Ausstellung

 

Was auffällt: Schauplätze der Kindheit sind neben dem elterlichen Zuhause und der Schule die Straße, die Siedlung oder die Industriebrache. Bis in die 1980er Jahre haben Kinder in Deutschland, vor allem im Ruhrgebiet, wei-testgehend draußen gespielt. Das Phänomen der „unsichtbaren“ Groß-stadtkinder, deren soziales Leben in geschlossenen Räumen stattfindet, ist jüngeren Datums und mit ein Grund, die Ausstellung mit den späten 1980er Jahren enden zu lassen. 

 

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Kinderbetreuung der Zeche Graf Moltke

 

Die Galerieausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Essen e.V. entstanden. Sie zeigt auf der 21-Meter-Ebene des Ruhr Museums auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein 66 Objekte mit den persönlichen Geschichten ihrer Besitzer*innen. Die Einzel-objekte stammen aus der Zeit von 1945 bis 1989 und kommen aus allen Lebensbereichen: von der Schule über Feste, Familienfeiern und Hobbies bis hin zu Spiel und Sport, drinnen wie draußen. 

Die Auseinandersetzung mit den Exponaten soll Besucheren anregen, die eigenen Kindheitserinnerungen zu wecken und zu vergleichen. Ergänzt wird die Ausstellung durch fünf Spielinseln, die alte Erinnerungen hervor holen oder zu neuen Erinnerungen beitragen möchten. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit vielen Highlights rundet die Ausstellung ab. 

 

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Aerztliche Untersuchung in der Tegelschule

 

 „Die persönlichen Erinnerungen der Menschen sind der Ausgangspunkt für ein großes Panorama der Kindheit im Ruhrgebiet über vier Jahr-zehnte, welches die individuellen Erinnerungen der Leihgeber*innen und ihren durch die Objekte vermittelten Geschichten mit der in der Fotografischen Sammlung des Ruhr Museums beheimateten kollektiven Erinnerung zum Ruhrgebiet verbindet. So entsteht ein höchst persönliches und gleich-zeitig zu verallgemeinerndes Bild einer historischen Kindheit in einer besonderen Region“, skizziert Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums. 

 

Das partizipatorische Konzept 

"Das Interesse dem Ruhr Museum Gegenstände aus der Kindheit zu überlassen, war im Ruhrgebiet überwältigend. Schon nach dem ersten Aufruf im März 2018 war aber auch das Bedürfnis erkennbar, zu den Objekten auch die persönlich erlebte Geschichte mitteilen zu wollen. Dieses Bedürfnis wurde aufgegriffen und in den Mittelpunkt der Ausstellung gestellt“, erklärt Michaela Krause-Patuto, Kuratorin der Ausstellung. Mit dem Fokus auf den persönlichen Geschichten schloss die Ausstellung aber gleichzeitig den Anspruch aus, die Geschichte der Kindheit im Ruhrgebiet lückenlos darzustellen. 

Im Sommer 2019 startete ein zweiter Aufruf, der sich explizit an potentielle Leihgeberinnen und Leihgeber wendete, die ihre Kindheit in den 1960er bis 1980er Jahren erlebt hatten. Die Resonanz war erneut überwältigend. In der Summe waren es etwa 300 Anrufe und E-Mails, die das Museum innerhalb von zwei Wochen erhielt. Für die Ausstellung ausgewählt wurden solche, die entweder stellvertretend für die Erinnerung Vieler stehen oder derartig einzigartig sind, dass sie spezifisch für die Kindheit im Ruhrgebiet erscheinen. 

 

Ruhr Museum in der Kohlenwäsche, Galerie, 21-Meter-Ebene , UNESCO-Welterbe Zollverein , Gelsenkirchener Straße 191, Essen 

 

15.08.2020 - 31.03.2021
Fotoausstellung Zingst . Ab 8. August wird die Jordanstraße wieder eine große Ausstellung zieren. Die Outdoor-Ausstellung im XXL-Format zeigt berührende Bilder von Freunden und Industrie-Partnern des Umweltfotofestivals »horizonte zingst«. Thematisch im Mittelpunkt steht die Natur, die es zu schützen gilt. 15.8.2020 bis 31.3.2021
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Eine Augenweide - Open Air
Fotoausstellung Zingst . Ab 8. August wird die Jordanstraße wieder eine große Ausstellung zieren. Die Outdoor-Ausstellung im XXL-Format zeigt berührende Bilder von Freunden und Industrie-Partnern des Umweltfotofestivals »horizonte zingst«. Thematisch im Mittelpunkt steht die Natur, die es zu schützen gilt. 15.8.2020 bis 31.3.2021

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Weststrand - Mecklenburg-Vorpommern von einer seiner schönsten Seiten.

 © Timm Allrich - Partner Zeiss

 

Eine Augenweide wird die Ausstellung in Zingst werden, die inspirierend vor allem eines vermittelt: Die Freude an kreativer Fotografie. In dieser Bilderschau wird sichtbar, was die Fotografie zu leisten vermag. Die Bilder sprechen in unterschiedlicher Weise Emotionen an und bleiben damit geradezu unauslöschlich in der Erinnerung. Es sind besondere Könner mit der Kamera, die diese Bilder gemacht haben.

 

JP20_Partnerausstellung_Epson_©Ray_Collins

Mit Phantasie lassen sich in den flüchtigen Formen der Wellenbilder
Tiere und Landschaften entdecken.

© Ray Collins Partner: Epson

 

JP20_Partnerausstellung_Sigma_©Mark_Ford

Life on the Edge. Detailaufnahme des Rio Tinto in Spanien.

© Mark James Ford
Partner: Sigma

 

 

Zusammengestellt wurde die Ausstellung von Fachleuten aus der Fotoindustrie und von Medien-Machern. In der Summe ist es das Bekenntnis einer Branche zum besseren Bild. Mit den Marken, die hier vertreten sind, verbinden sich zeitgemäße Fototechnik und Produkte, ohne die fotografische Abbildungen auf dem hier gezeigten Niveau nicht machbar wären.

 

JP20_Partnerausstellung_Geo_©Esther_Horvath

Auf Futtersuche. Eine Eisbärenmutter und ihr Junges erscheinen im hellen Schein-
werferlicht des „Polarsterns“. Sie sehen sich die Flaggen und die Ausrüstung auf der Eisscholle an. Mit diesem Foto hat die Fotografin Esther Horvarth 2020 den World Press Photo Award gewonnen.

© Esther Horvath Partner: Geo-Magazin

 

 

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© Tanja Brandt - Partner Nikon

Besondere Bewunderung verdienen die Fotografinnen und Fotografen, die mit ihren Bildern die Augen der Betrachter auf Motive lenken, die ohne die großartige kreative Leistung im Verborgenen blieben. Diese Bilderschau soll eine Augenweide sein – voller visueller Überraschungen, bewegender Eindrücke und der Vermittlung nachhaltiger Erkenntnisse.

 

15.08.2020 - 31.03.2021
Fotoausstellung Zingst . Mit einem exklusives Fotoprojekt stellt die Open Air Porträt-Galerie 86 Zingster vor. Präsentiert werden die Bilder unter anderem im Hafen, an der Jordanstraße, am Max Hünten Haus und in der Strandstraße. "Wir in Zingst" will nach dem Lockdown ein einzigartiger fotografischer Begrüßungscocktail sein. Er zeigt Unternehmer und Akteure hinter den Kulissen, die vor allem eines sein wollen: gute Gastgeber. 51.8.2020 bis 31.3.2021
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Wir in Zingst - Gesichter und Gedanken zu einem besonderen Ort
Fotoausstellung Zingst . Mit einem exklusives Fotoprojekt stellt die Open Air Porträt-Galerie 86 Zingster vor. Präsentiert werden die Bilder unter anderem im Hafen, an der Jordanstraße, am Max Hünten Haus und in der Strandstraße. "Wir in Zingst" will nach dem Lockdown ein einzigartiger fotografischer Begrüßungscocktail sein. Er zeigt Unternehmer und Akteure hinter den Kulissen, die vor allem eines sein wollen: gute Gastgeber. 51.8.2020 bis 31.3.2021

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Ronald Salut
© Christoph Künne

 

In Anlehnung an die Aktion „Faces of Festival“, die im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« von Fotografen des Magazins DOCMA entstand, wurde das Projekt "Wir in Zingst"entwickelt. Die Redaktionsmannschaft, unter der Leitung von Christoph Künne, setzte ihre digital-fotografische Kompetenz, um in kürzester Erarbeitungszeit 86 Zingster zu porträtieren und die „Geistesblitze“ zu dokumentieren. Die Arbeiten wurden von Epson gedruckt wurde und sind über den Ort verteilt bis März 2021 zu sehen.

 

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Renate Gerdnun
© Christoph Künne

 

 

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Veronika Zmitraite
© Christoph Künne

 

Zusammenhalt ist nicht nur das richtige Stichwort für die Intention dieser großen Porträtaktion, sondern kennzeichnet auch den Leitgedanken des Ortes während der Corona-Krise. Die Porträts zeigen nicht nur die Gesichter der Menschen, die Zingst gestaltet und entwickelt haben, sie geben auch gleich noch spontan Gedanken preis, die ihnen in den Kopf gekommen sind. Das macht diese Porträt-Galerie aussagekräftig und unterhaltsam.

 

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Karl-Heinz Holz
© Christoph Künne

 

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Arne Nehls
© Christoph Künne

 

Diese Mischung aus Begegnung auf Augenhöhe und heiterem Gedankenlesen kennzeichnet den offenen Geist, der im frischen, klaren Küstenklima bestimmend ist. Dieses gelungene Beispiel offener Kommunikation richtet sich gleichermaßen an die Gäste, die ihre Gastgeber und Akteure hinter den Kulissen kennenlernen, sowie an die Zingster, die generationsübergreifend für den Ort und seine Menschen einstehen. „Ich war sehr erfreut über die zahlreichen Zusagen der Zingster, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Das zeigt einmal mehr den wachsenden Zusammenhalt des Ortes, gerade in einer Zeit der Bewältigung besonders schwieriger Situationen durch die Corona-Pandemie“, so Markus Weiß, Innenmarketing, der Kur-und Tourismus GmbH Zingst. Mit der Entwicklung des Ortes soll sich auch dieses Projekt entwickeln und zukünftig weitere Akteure zeigen.

 

https://www.zingst.de/veranstaltungen/das-exklusive-fotoprojekt-wir-in-zingst

 

 

 

 

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