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Fotoausstellungen

28.11.2020 - 05.04.2021
Fotoausstellung Münster . Die weltbesten Naturfotografien des internationalen Wettbewerbs "Wildlife Photographen of the Year" sind zum neunten Mal im Westfälischen Pferdemuseum Münster zu sehen. Alle 100 ausgezeichneten Fotos werden als erstes Museum in Deutschland dort präsentiert. Anschließend gehen die Bilder als Wanderausstellung auf große Welttournee. 28.11.2020 bis 5.4.2021
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Wildlife Photographer of the Year
Fotoausstellung Münster . Die weltbesten Naturfotografien des internationalen Wettbewerbs "Wildlife Photographen of the Year" sind zum neunten Mal im Westfälischen Pferdemuseum Münster zu sehen. Alle 100 ausgezeichneten Fotos werden als erstes Museum in Deutschland dort präsentiert. Anschließend gehen die Bilder als Wanderausstellung auf große Welttournee. 28.11.2020 bis 5.4.2021

Wild © Matthew Maran, Wildlife Photographer of the Year 2020

© Matthew Maran, Wildlife Photographer of the Year 2020

 

Jedes Jahr zeichnet das Londoner Natural History Museum in einem internationalen Wettbewerb die besten Naturfotografien aus. Der Titel „Wildlife Photographer of the Year“ gilt als einer der wichtigsten und begehrtesten Preise für Naturfotografen. Seit seiner Premiere im Jahr 1964 verfolgt der Wettbewerb das Ziel, ein Bewusstsein für die Schönheit der Welt zu schaffen. Gleichzeitig sind die preisgekrönten Fotos ein eindringlicher Appell, verantwortungsvoll mit der Natur und ihren Lebewesen umzugehen.

 

Wild © Arshdeep Singh, Wildlife Photographer of the Year 2020

© Arshdeep Singh, Wildlife Photographer of the Year 2020

 

An dem diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich Fotografen aus 86 Ländern mit fast 50.000 Aufnahmen: Von Pflanzenporträts, Unterwasserwelten über Tierfotografien bis hin zu Luftaufnahmen – die Bandbreite der eingereichten Bilder ist groß und deckt alle Aspekte der Natur ab. Eine Jury aus internationalen Experten wählt daraus die 100 besten Motive aus, die anschließend als Wanderausstellung auf große Welttournee gehen. 

 

Wild © Hannah Vijayan, Wildlife Photographer of the Year 2020

© Hannah Vijayan, Wildlife Photographer of the Year 2020

 

Die offizielle Bekanntgabe der Gewinner findet erst Mitte Oktober in London statt, doch schon jetzt gibt es einen ersten Vorschmack auf die diesjährige Ausstellung. So gehört zu den Preisträgern das seltene Porträt eines Rotschenkligen Kleideraffen, aufgenommen von dem jungen indischen Naturfotografen Arshdeep Singh. Der ausschließlich in Vietnam, Laos und Kambodscha vorkommende Langur ist durch den Verlust des Lebensraums, durch Bejagung und durch den Tierhandel bedroht. Er lebt hauptsächlich in den Kronen der Bäume – was es schwierig macht, ihn zu fotografieren. Doch Arshdeep hatte Glück und ihm gelang diese unvergessliche Aufnahme, als der Langur ihn für eine Sekunde ansah.

Ausgezeichnet wird auch der britische Fotograf Matthew Maran, der den Streit von vier jungen Rotfüchsen um ihre Beute, eine Wanderratte, mit seiner Kamera festhielt. Die Jagd steht auch beim Foto der jungen Kanadierin Hannah Vijayan im Fokus, die genau in dem Moment auf den Auslöser drückte, als ein Grizzlybär im Katmai National Park and Preserve in Alaska einen Lachs aus einem Fluss zieht. Es war genau die Komposition, auf die Hannah gewartet hatte – der Bär spiegelt sich mit seinem Fang vollständig im Wasser.

 

Die weiteren Siegerfotos werden am 13. Oktober 2020 bei der offiziellen Preisverleihung im Natural History Museum vorgestellt, in diesem Jahr zum ersten Mal nur virtuell. Ab dem 28. November 2020 sind dann die 100 „Wildlife Fotografien des Jahres“ in einer Ausstellung im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster zu bewundern.

 

31.10.2020 - 19.12.2020
Fotoausstellung Köln . Straßenlandschaften, Porträts und Architekturbilder von New York und Paris gehörten zu den Motiven mit denen der amerikanische Fotograf Louis Stettner bekannt wurde. Einen Abschnitt seines Werkes zeigt die infocusgalerie von Burkhard Arnold. 31.10.2020 bis 19. Dezember 2020
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Louis Stettner - Early Works
Fotoausstellung Köln . Straßenlandschaften, Porträts und Architekturbilder von New York und Paris gehörten zu den Motiven mit denen der amerikanische Fotograf Louis Stettner bekannt wurde. Einen Abschnitt seines Werkes zeigt die infocusgalerie von Burkhard Arnold. 31.10.2020 bis 19. Dezember 2020

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Louis Stettner
Newspaper Reader in Train Penn-Station New-York,1958

 

“Was für ein Leben – zwischen Fotografie und bildender Kunst, Plastik und Tafelmalerei, Frankreich und Amerika. Ein Leben zwischen Ländern und Kulturen, Sprachen und Befindlichkeiten. Nicht dass sich Louis Stettner nicht hätte entscheiden können. Aber er brauchte wohl dieses Oszillieren zwischen den Kontinenten, den Städten und Disziplinen, um immer wieder neu den großen Fragen des Lebens nachstellen zu können. »Being a photographer«, hatte er einmal gesagt, »means perpetual discovery.« 1922 geboren, 2016 gestorben hat Stettner praktisch das gesamte 20. Jahrhundert durchmessen. (…) so Hans-Michael Koetzle, freier Schriftsteller, Fotohistoriker und Kurator, zu Louis Stettner

Letztlich waren es zwei Pole, die Stettner prägten und zwischen denen die eigene Kamerakunst vermittelt: Zum einen der linke Humanismus der von Grossman initiierten Photo League, zum anderen der am Formalen interessierte Ansatz eines Brodovitch. »Form cannot really exist without content«, brachte es Stettner auf den Punkt. Umgekehrt ist Inhalt ohne ein Ringen um die Form zumindest keine Kunst. In Stettners Werk gelangen beide Aspekte auf überzeugende Weise zur Deckung: Das tief empfundene Interesse am Menschen und ein wacher, bisweilen kühner, an der visuellen Überraschung interessierter, surrealistisch inspirierter Blick. Das gilt für sein  in New York entstandenes OEuvre ebenso wie für seine Auseinandersetzung mit Paris. (...) Hans-Michael Koetzle

 

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Louis Stettner
Manhattan from the Brooklyn-Promenade, 1954

 

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Louis Stettner
Girl playing in Circles, Penn-Station New-York, 1958

 

In Paris waren es Namen wie Doisneau, Boubat, Cartier-Bresson, die zu Freunden werden und ihn in seinem Weg bestätigten. Brassaï nicht zu vergessen, der nicht nur einen wunderbaren, einfühlsamen Text zu Stettners erstem Buch bzw. Mappenwerk – »10 Photographs« (1949) – beigesteuert hat. Er war auch Vorbild, Wegweiser, väterlicher Freund: »He was my master.« Nicht nur sei Paris eine große Inspiration gewesen, sagte Stettner, auch hätten ihm die Leute Gewissheit gegeben, »that I was doing something important.« Mode, Werbung, Journalismus: die Fotografie kann vieles sein, Auftrag und Selbstauftrag. Früh positionierte sich Stettner als unabhängiger Autor, als Street photographer, der sich wachen Auges den Offenbarungen des Alltags stellte. Paris wurde, wie er sagte, sein Outdoor-Studio und »la vie quotidienne« zu seinem großen Thema. In Frankreich war dies die hohe Zeit einer so genannten »Photographie humaniste«. Auch bei Stettner steht der Mensch, der kleine Mann im Mittelpunkt. Aber seine Bilder sind weniger anekdotisch, weniger offensichtlich, weniger an Geschichten als an Atmosphäre interessiert. Stettner suchte nicht Antworten, sondern stellte Fragen. Seine Bilder irritieren, präsentieren sich nicht selten als Geheimnis: Mysterien in Schwarzweiß, gestützt durch eine Lust am Experiment, die sich in mutigen Anschnitten, Unschärfen, Spiegelungen, in Dynamik, in Bewegung äußert oder einer Leere, die an Atget erinnert. (…) Hans-Michael Koetzle

 

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Louis Stettner
On a Dutch-Ferry Holland, 1958

 

 

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Louis Stettner
On Madison-Ave, New-York 1976

 

»Flaubert said, what he destested most in art is something that’s clever«, zitierte Stettner den großen Realisten, der neben Walt Whitman zu seinen »favorite poets«, seinen Lieblingsdichtern zählte. Stettners eigenes Werk ist alles andere als clever, vielmehr gut gesehen, tief empfunden, ehrlich und voller Überraschungen. »Art doesn’t work by pleasing other people«, definiert er selbst. »It’s by moving other people. Deeply.«

Auszüge aus einem Text von Hans-Michael Koetzle.

 

 

infocusgalerie, Hautstraße 114, Köln

 

 

 

26.10.2020 - 08.11.2020
Fotoausstellung Berlin . Als Erinnerung an Newtons Berliner Zeit und sein außergewöhnliches Werk präsentiert die Helmut Newton Stiftung eine große Outdoor-Ausstellung auf der 85m langen Wand am Kraftwerk in Berlin-Kreuzberg. Etwa 30 Motive aus allen Schaffensperioden Newtons sind für die temporäre Präsentation HELMUT NEWTON ONE HUNDRED ausgewählt worden. Parallel werden 250 City-Light-Plakate in ganz Berlin mit Newton-Motiven bespielt, mit großzügiger Unterstützung von WALL. 26.10. bis 8.11.2020
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Helmut Newton One Hundred
Fotoausstellung Berlin . Als Erinnerung an Newtons Berliner Zeit und sein außergewöhnliches Werk präsentiert die Helmut Newton Stiftung eine große Outdoor-Ausstellung auf der 85m langen Wand am Kraftwerk in Berlin-Kreuzberg. Etwa 30 Motive aus allen Schaffensperioden Newtons sind für die temporäre Präsentation HELMUT NEWTON ONE HUNDRED ausgewählt worden. Parallel werden 250 City-Light-Plakate in ganz Berlin mit Newton-Motiven bespielt, mit großzügiger Unterstützung von WALL. 26.10. bis 8.11.2020

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Helmut Newton Amica, Milan, 1982
© Helmut Newton Estate

 

Am 31. Oktober 2020 wäre Helmut Newton100 Jahre alt geworden. Im Herbst 2003 wurde seine Stiftung in Berlin-Charlottenburg gegründet und im Sommer 2004 eröffnet; seitdem wurden hier mehr als 50 Ausstellungen präsentiert. Dieses besondere Jubiläum nimmt die Helmut Newton Stiftungzum Anlass, den Ausnahmefotografen zu ehren, indem sein legendäres und zeitlos innovatives Œuvre erstmals und frei zugänglich in einer großen Outdoor-Ausstellung im Berliner Stadtraum präsentiert wird.

 

Helmut Newton 02

Helmut Newton Jerry Hall, American Vogue, Paris,1974
© Helmut Newton Estate

 

1920 als Sohn eines jüdischen Knopffabrikanten in Berlin-Schöneberg geboren, ließ sich Newton zwischen 1936 und 1938 von der renommierten Modefotografin Yva zum Fotografen ausbilden. In ihrem Studio in der Schlüterstraße entstanden seine ersten Selbstporträts, doch wenig später musste Newton aus Berlin fliehen. Eines der letzten Gebäude, die er beim Verlassen des Bahnhof Zoos in Richtung Triest sah, war das Militärkasino in der Jebensstraße. Dort sollte viele Jahre später seine Stiftung entstehen, sein Archiv lagern und sein eigenes Werk sowie das seiner Frau June (alias Alice Springs) in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden. Trotz der tragischen Umstände, unter denen Newton Berlin verlassen musste, blieb Berlin in seinem Herzen, und er kehrte regelmäßig in seine Heimatstadt zurück. So produzierte er 1979 für die zweite Ausgabe der VOGUE Deutschland beispielsweise eine fotografische Hommage an die Orte seiner Jugend.

 

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Helmut Newton Human and Dummy III, Paris,1978
© Helmut Newton Estate
 
 

 

Die Bildserie „Naked and Dressed“ für die französische VOGUE, die den Übergang vom Mode- zum Aktbild markierte, sowie die „Big Nudes“ machten Newton Anfang der 1980er-Jahre auch über die Modewelt hinaus berühmt und inspirierten zahlreiche Kollegen und bildende Künstler zu Nachahmungen oder Neu-Interpretationen. Newton lotete auch danach das Wechselverhältnis zwischen Exhibitionismus und Voyeurismus raffiniert und subversiv aus und arbeitete für nahezu alle namhaften Magazine und Modelabels weltweit. Im Mittelpunkt stand selten ein bloßer Modeentwurf, sondern meist auch eine originelle Parallelgeschichte, die in einigen Fällen eine Spur Suspensewie von Alfred Hitchcock enthielt und in anderen surreale Vorläufer zu haben schien. Häufig war nicht klar, wo die Wirklichkeit endete und die Inszenierung begann; alles wurde zum verwirrenden Spiel um Macht und Verführung.

 

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Helmut Newton Mario Valentino, Monte Carlo,1998
© Helmut Newton Estate

 

Newton schuf ein unvergleichliches Werk voll subtiler Verführung und zeitloser Eleganz. Mal zitierte er Szenen aus der Mythologie und Kunstgeschichte, etwa Leda und der Schwan, mal inszenierte er seine Fotografien als Reminiszenz seiner Jugend, darunter Motive wie Swimmingpools und exklusive Hotels. Letztlich begleiteten und kommentieren Newtons Aufnahmen den Wandel der Rolle der Frau in der westlichen Gesellschaft jener Zeit.

 

Im Rahmen von HELMUT NEWTON ONE HUNDRED wird im Erdgeschoss des Museums vom 31. Oktober bis 8. November 2020 ein Filmprogramm rund um das Werk von Newton gezeigt, darunter „Helmut by June“ (1995), die erweiterte Version von Julian Benedikts „SUMO“-Film sowie der Dokumentarfilm „Helmut Newton – The Bad and The Beautiful“ von Gero von Boehm, der Anfang Juli 2020 seine Welt-Premiere in Berlin feierte.

 

Der Außenwerber Wall, der sich in Berlin regelmäßig und tatkräftig für eine vielfältige Kulturlandschaft engagiert, unterstützt die Helmut Newton Foundation durch die großzügige Bereitstellung von Plakatflächen. So werden 250 City Light Poster-Flächen im Stadtbild einen Teil der Jubiläums-Ausstellung bilden.

 

85m langen Wand am Kraftwerk in Berlin-Kreuzberg, Köpenicker Straße 70

Helmut Newton Stiftung, Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, Berlin

 

 

 

 

 

 

16.10.2020 - 10.01.2021
Fotoausstellung Berlin . Die umfassende Gruppenausstellung im Gropius Bau untersucht auf welche Weise Männlichkeit seit den 1960er Jahren durch Fotografie und Film erlebt, performativ hergestellt und sozial konstruiert wird. In einer Zeit, in der sich klassische Männlichkeitsbilder in der Krise befinden und Begriffe wie „toxische“ und „fragile“ Männlichkeit gesellschaftliche Diskurse prägen, Vorgestellt werden über 300 Arbeiten von 50 internationalen Künstlern. 16.10.2020 bis 10.1.2021
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Masculinities: Liberation through Photography
Fotoausstellung Berlin . Die umfassende Gruppenausstellung im Gropius Bau untersucht auf welche Weise Männlichkeit seit den 1960er Jahren durch Fotografie und Film erlebt, performativ hergestellt und sozial konstruiert wird. In einer Zeit, in der sich klassische Männlichkeitsbilder in der Krise befinden und Begriffe wie „toxische“ und „fragile“ Männlichkeit gesellschaftliche Diskurse prägen, Vorgestellt werden über 300 Arbeiten von 50 internationalen Künstlern. 16.10.2020 bis 10.1.2021

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Thomas Dworzak, Taliban portrait. Kandahar, Afghanistan, 2002, Ausstellungsdruck
copyright: Collection T. Dworzak/Magnum Photos

 

Die Ausstellung offertiert ein Panorama der filmischen und fotografischen Auseinandersetzung mit dem Maskulinen in all seiner Widersprüchlichkeit und Komplexität. Zentrale Bezugspunkte der Ausstellung sind Themen wie Patriarchat, Macht, queere Identität, race und Klasse, Sexualität sowie die weibliche Wahrnehmung von Männlichkeit, welche als ein weitgehend fließendes, performatives Identitätskonzept ins Blickfeld rückt. 

 

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Karlheinz Weinberger, Horseshoe Buckle, 1962
Courtesy: Galerie Esther Woerdehoff
copyright: Karlheinz Weinberger

 

 

In sechs Abschnitten setzt sich die Ausstellung mit Männlichkeit in ihren vielfältigen Erscheinungsformen auseinander. Das erste Kapitel, Die Erschütterung des Archetyps, untersucht die Darstellung konventioneller und klischeehafter männlicher Subjekte wie Soldaten, Cowboys, Athleten, Stierkämpfer, Bodybuilder und Ringkämpfer

Das zweite Kapitel, Männliche Ordnung: Macht, Patriarchat und Raum, lädt die Betrachter ein, über die Konstruktion männlicher Macht, Geschlecht und Klasse nachzudenken.

 

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Adi Nes, Untitled, Aus der Serie „Soldiers“, 1999
Courtesy: Adi Nes und Praz-Delavallade Paris, Los Angeles
copyright: Adi Nes

 

 

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Catherine Opie, Rusty, 2008
Courtesy: Regen Projects, Los Angeles; Thomas Dane Gallery, London
copyright: Catherine Opie

 

Im Gegensatz zu den Konventionen des traditionellen Familienporträts geht es den Künstlern, die im dritten Kapitel, "Zu Nah an Zuhause: Familie und Vaterschaft", versammelt sind, darum, das „Chaos“ des Lebens zu dokumentieren. Ihre Bilder sind Reflexionen von Misogynie, Gewalt, Sexualität, Sterblichkeit, Intimität und sich entfaltenden Familiendramen, die eine komplexe und nicht immer angenehme Sicht von Vaterschaft und Maskulinität zeigen. 

Den Vorurteilen und rechtlichen Beschränkungen zum Trotz, denen sich Homosexualität in Europa, den Vereinigten Staaten und darüber hinaus im Verlauf des letzten Jahrhunderts ausgesetzt gesehen hat, veranschaulichen die im vierten Kapitel, Männlichkeit queeren, gezeigten Werke, wie Künstler*innen seit den 1960er Jahren eine neue, politisch aufgeladene, queere Ästhetik geschaffen haben.

Das fünfte Kapitel, Die Rückeroberung des Schwarzen Körpers, rückt Künstler in den Vordergrund, die im Laufe der letzten fünf Jahrzehnte bewusst Erwartungen, die im Zusammenhang mit race, Gender und dem weißen Blick stehen, unterlaufen haben, indem sie die Macht zurückforderten, ihre eigenen Identitäten zu gestalten.

 

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Masahisa Fukase, Aus der Serie „Family“, 1971–90
Upper row, from left to right: A, a model; Toshiteru, Sukezo, Masahisa. Middle row, from left to right: Akiko, Mitsue, Hisashi Daikoji. Bottom row, from left to right: Gaku, Kyoko, Kanako, and a memorial portrait of Miyako, 1985
copyright: Masahisa Fukase Archives

 

In den 1960er und 1970er Jahren versuchten Aktivisten mit dem Aufkommen der zweiten Welle des Feminismus, tief verwurzelte Vorstellungen von Maskulinität aufzudecken und zu kritisieren, um alternativen Sichtweisen auf Gender und Repräsentation Raum zu geben. Vor diesem Hintergrund werden im sechsten Kapitel, Frauen über Männer: Die Revidierung des männlichen Blicks, Arbeiten versammelt, die Männer zu ihrem Sujet machen, Männlichkeit aus feministischer Perspektive untersuchen und die gesellschaftliche Konstruktion von binären Geschlechterzuordnungen aufbrechen.

Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Bau, erklärt: „Heute werden gängige Vorstellungen davon, was es bedeutet ein Mann zu sein oder zu werden, zunehmend hinterfragt. Besonders für jüngere Generationen, die auf eine ganz andere Weise mit diesen Fragen konfrontiert sind, bietet die Ausstellung Masculinities: Liberation through Photography eine nuancierte Auseinandersetzung mit Männlichkeiten in all ihren Facetten und Zwischentönen. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten von über 50 internationalen Künstler*innen schlagen eine Brücke von klassischen Männlichkeitsbildern zu fluiden geschlechtlichen Identitäten und schaffen es so, einer komplexen Wirklichkeit gerecht zu werden.

 

Künstler

Bas Jan Ader, Laurie Anderson, Kenneth Anger, Liz Johnson Artur, Knut Åsdam, Richard Avedon, Aneta Bartos, Richard Billingham, Cassils, Sam Contis, John Coplans, Jeremy Deller, Rineke Dijkstra, George Dureau, Thomas Dworzak, Hans Eijkelboom, Fouad Elkoury, Hal Fischer, Samuel Fosso, Anna Fox, Masahisa Fukase, Sunil Gupta, Kiluanji Kia Henda, Peter Hujar, Isaac Julien, Rotimi Fani-Kayode, Karen Knorr, Deana Lawson, Hilary Lloyd, Robert Mapplethorpe, Peter Marlow, Ana Mendieta, Annette Messager, Duane Michals, Tracey Moffatt, Andrew Moisey, Richard Mosse, Adi Nes, Catherine Opie, Elle Pérez, Herb Ritts, Kalen Na'il Roach, Paul Mpagi Sepuya, Collier Schorr, Clare Strand, Mikhael Subotzky, Larry Sultan, Wolfgang Tillmans, Hank Willis Thomas, Piotr Ukla?ski, Andy Warhol, Karlheinz Weinberger, Marianne Wex, David Wojnarowicz und Akram Zaatari

Kuratiert von Alona Pardo, Barbican Centre London 

 

 

 

Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

 

 

12.10.2020 - 21.11.2020
Fotoausstellung Berlin . Die MCLAUGHLIN Galerie zeigt den international renommierten Fotografen Ashkan Sahihi und präsentiert seine erste Ausstellung zu THE NEW YORK YEARS in Deutschland. In 40 atmosphärischen und intimen fotografischen Porträts zeigt Ashkan Sahihi Koryphäen des kreativen Milieus in ihrem persönlichen Leben in New York City und hält besondere Momente der Kontemplation, des Nachdenkens und der Konversation außerhalb ihres öffentlichen Lebens fest. 12. Oktober bis 21. November 2020
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Ashkan Sahihi: THE NEW YORK YEARS
Fotoausstellung Berlin . Die MCLAUGHLIN Galerie zeigt den international renommierten Fotografen Ashkan Sahihi und präsentiert seine erste Ausstellung zu THE NEW YORK YEARS in Deutschland. In 40 atmosphärischen und intimen fotografischen Porträts zeigt Ashkan Sahihi Koryphäen des kreativen Milieus in ihrem persönlichen Leben in New York City und hält besondere Momente der Kontemplation, des Nachdenkens und der Konversation außerhalb ihres öffentlichen Lebens fest. 12. Oktober bis 21. November 2020

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Foto : Ashkan Sahih
Willem Dafoe, Soho, NYC, 1998 

 

Neben zeitgenössischen Kunstikonen wie Cindy Sherman, Jeff Koons oder Frank Stella porträtiert Sahihi verschiedene Charakterdarsteller wie Dennis Hopper und Willem Dafoe, gefeierte Autor*innen und Denker*innen wie Paul Auster und Siri Hustvedt und legendäre Musiker*innen wie John Cage, Solange, Philip Glass, Curtis Mayfield sowie Rapper des Wu-Tang-Clan. Die ausgewählten Fotografien weisen auf Sahihis umfassendes New Yorker Archiv hin und sind zum ersten Mal zu sehen.

 

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Foto: Ashkan Sahih
Nam June Paik, Chinatown, NY 1999

 

 

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Foto: Ashkan Sahih
Cindy Sherman, NY 2000

 

Seine Porträts beleuchten kulturelle Einstellungen und prägen die kollektive Wahrnehmung von New York City als internationale Hauptstadt der Künste. Sahihis THE NEW YORK YEARS beleuchtet das Who's who des kreativen Milieus, das New York zu dem Weltruhm verhalf, auf den es sich noch heute stützt: intellektuell, nie normal und immer visionär.

 

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Foto: Ashkan Sahih
Arnulf Rainer, NY 1998

 



Ashkan Sahihi lebt und arbeitet in Berlin.

Das Begleitbuch THE NEW YORK YEARS erscheint am 8. Oktober 2020 im DISTANZ Verlag und wird bei MCLAUGHLIN erhältlich sein

 

MCLAUGHLIN Galerie, Linienstraße 32, Berlin-Mitte

10.10.2020 - 28.11.2020
Fotoausstellung Berlin . Die Serie "Belong" versteht sich als visuelle Hommage an die Schönheit der Natur in West Australia und umfasst Akt- und Porträtfotografien, in denen die Formschönheit des weiblichen Körpers eine ästhetische Symbiose mit der Natur eingeht. Gezeigt werden mehr als 30 neue fotografische Arbeiten von Russell James. Die Ausstellung wird weltweit erstmals in der Galerie Camera Work vorgestellt und findet im Rahmen des European Month of Photographs statt. 10.10. bis 26.11.2020
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Russell James - Belong
Fotoausstellung Berlin . Die Serie "Belong" versteht sich als visuelle Hommage an die Schönheit der Natur in West Australia und umfasst Akt- und Porträtfotografien, in denen die Formschönheit des weiblichen Körpers eine ästhetische Symbiose mit der Natur eingeht. Gezeigt werden mehr als 30 neue fotografische Arbeiten von Russell James. Die Ausstellung wird weltweit erstmals in der Galerie Camera Work vorgestellt und findet im Rahmen des European Month of Photographs statt. 10.10. bis 26.11.2020

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© RUSSELL JAMES, BELLA FULL FIGURE PORTRAIT
PRINCE REGENT FALLS, 2019

 

»Belong« von Russell James ist ein Fotokunst-Erlebnis, das die zerbrechliche Beziehung zwischen Natur und Mensch hinterfragt. James erinnert mit der Serie, die zwischen 2012 und 2019 in der Kimberly-Region in West Australia fotografiert wurde, an die Schönheit des Planeten und das dafür schwindende  Bewusstsein seitens der Menschen. Entgegen vieler Serien, die die Zerstörung der Umwelt in den Fokus setzen, konzentriert sich »Belong« auf die inspirierende Schönheit, die in Teilen immer noch existiert. Es ist auch ein Aufruf an die Menschheit, die Welt für zukünftige Generationen zu bewahren.

 

 

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© RUSSELL JAMES, KENDALL IN KIMBERLEY, 2012

 

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© RUSSELL JAMES, SHARK AND LANDSCAPE, 2019

 

Der größte Teil der Serie zeigt atemberaubende und sublime Landschaftsfotografien, die dank der charakteristischen Bildsprache von Russell James eine eindringliche Erfahrung beim Betrachter auslösen. Daneben umfasst »Belong« Akt- und Porträtfotografien, in denen die Formschönheit des weiblichen Körpers eine ästhetische Symbiose mit der Natur eingeht. Dadurch wird die Wahrnehmung der Demut vor dem natürlichen Lebensraum intensiviert.

 

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© RUSSELL JAMES, BELLA IN LILY POND, 2019

 

Russell James

Russell James (*1962 in Perth) zählt zu den weltweit führenden Mode- und Aktfotografen. Der gebürtige Australier führte ein bewegtes Leben als Polizist einer Spezialeinheit und als Fotomodel, bevor ihm Ende der 1990er Jahre in New York der internationale Durchbruch als Fotograf gelang. In den Folgejahren hat er sich auf dem internationalen Kunstmarkt als Künstler etabliert, der die klassische Ästhetik der Modefotografie des späten 20. Jahrhunderts mit zeitgenössischen Elementen und einer formenden Stilistik verbindet. Daher gilt er auf dem Kunstmarkt als Fotograf, der die Arbeit von Künstlern wie Herb Ritts und Patrick Demarchelier weiterentwickelt und die Supermodel-Fotografie im 21. Jahrhundert maßgeblich beeinflusst. Mit dieser Synergie zwischen klassischer und zeitgenössischer Fotokunst prägt er auch das weltweite Bild des Unternehmens Victoria's Secret, für das Russell James seit vielen Jahren als offizieller Fotograf tätig ist. Seine fotografischen Arbeiten reflektieren aber auch die Kultur seines Heimatlandes Australien. Besondere Landschaften, beeindruckende Szenerien und spektakuläre Lichtverhältnisse tragen zum individuellen Stil des Künstlers bei.

 

 

 

 

CAMERA WORK · Kantstraße 149 · Berlin

09.10.2020 - 16.05.2021
Fotoausstellung Berlin . Die Berliner Helmut Newton Stiftung präsentiert in ihrer neuen Ausstellung „America l 970s/80s" die Werke von vier großen Fotografen, die ein Bild des Landes in dieser Zeit zeigen: Evelyn Hofer, Sheila Metzger, Joel Meyerowitz und Helmut Newton. Vom 9.10.2020 bis 16.5.2021
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America l 1970s/80s
Fotoausstellung Berlin . Die Berliner Helmut Newton Stiftung präsentiert in ihrer neuen Ausstellung „America l 970s/80s" die Werke von vier großen Fotografen, die ein Bild des Landes in dieser Zeit zeigen: Evelyn Hofer, Sheila Metzger, Joel Meyerowitz und Helmut Newton. Vom 9.10.2020 bis 16.5.2021

Helmut Newton Taylor

Helmut Newton ElizabethTaylor, Los Angeles,1985
© Helmut Newton Estate
 
 

Nach seiner Festanstellung bei der französischen Vogue im Jahr 1 961 arbeitete Helmut Newton parallel auch für die amerikanische Ausgabe des Modemagazins. Einige dieser Aufnahmen entstanden in Europa, andere in den USA. In New York lieferte Newton seine Bilder direkt an Alexander Liberman, der die amerikanische Vogue von den 1 960ern bis in die l 990er Jahre leitete - und nebenbei sehr erfolgreich als Maler, Bildhauer und Fotograf arbeitete. Newton mochte die Vereinigten Staaten und die sprichwörtliche Freiheit in jenen Jahren, und so pendelte er regelmäßig zwischen der Alten und Neuen Welt hin und her.

 

Helmut Newton_Sigourney Weaver_Los Angeles 1983_copyright Helmut Newton Estate

Helmut Newton Sigourney Weaver, Los Angeles,1983
© Helmut Newton Estat

 

In den 970er-Jahren fotografierte Newton Mode und Akt in Amerika vor allem in New York, Las Vegas, Miami oder Los Angeles; diese Aufnahmen wurden sowohl in unterschiedlichen Magazinen als auch teilweise in seinem zweiten Bildband (,,Sleepless Nights", 1 978) publiziert . Nach 1980, als Helmut und June Newton regelmäßig nach Los Angeles reisten, um im Chateau Marmont die Wintermonate zu verbringen, kamen zahlreiche Porträts der ,Berühmten und Berüchtigten' in und um Hollywood hinzu, entstanden für Zeitschriften wie Egoiste, Interview, Vanity Fair oder New Yorker, sowie einige Aktbilder für den Playboy Die Fokussierung innerhalb der Ausstellung zeigt deutlich, dass sich Newtons Bildsprache während seiner Arbeit in den USA in diesen Jahren verändert hat und ins besondere das Genre Porträt für ihn immer wichtiger wurde.

 

Helmut Newton 00

Joel Meyerowitz Darrell, Provincetown,1983
© Joel Meyerowitz, courtesy oft he Howard Greenberg Gallery
 
 

 

Etwa parallel zu den gezeigten Newton-Bildern entstanden die Porträts von Joel Meyerowitz in Provincetown, Massachusetts. Der Fotograf zog sich in den späten l 970er- und frühen l 980er-Jahren von New York aus jeden Sommer in das ehemalige idyllische Fischerörtchen zurück - und porträtierte dort mit seiner Großbildkamera, meist plein air, gleichgesinnte Freigeister, die ebenfalls die Sommerfrische, die Erholung am Meer und die Natur suchten, Männer und Frauen, Junge und Ältere, allein oder als Paar. Wir sehen intensive und neugierige Blicke zurück in die Kamera und nur wenige Posen; die Menschen, darunter zahlreiche Freunde und Bekannte von Meyerowitz, wirken offen, unverstellt, authentisch.

Die groß angelegte Porträtserie hatte seinerzeit keinen Auftraggeber, es war ein freies Projekt. So entstand ein faszinierendes Gesellschaftsporträt einer liberalen, individualistische n Community an der amerikanischen Ostküste. Es zeigt ein anderes, freieres, mitunter freizügigeres Amerika, als wir es heute kennen. Meyerowitz hat diese Porträts vor Kurzem in seinem Archiv wiederentdeckt, eine Auswahl ist im Herbst 2019 erstmals in Buchform erschienen - und wird nun in der Helmut Newton Stiftung zum ersten Mal öffentlich ausgestellt

 

Sheila Metzner_Rebecca Diamond necklace_1984_copyright Sheila Metzner

Sheila Metzner, Rebecca, Diamond Necklace, 1984
© Sheila Metzner

 

Die amerikanische Fotografin Sheila Metzner verband eine sehr enge Freundschaft mit Helmut und June Newton. Die gegenseitigen, bislang unveröffentlichten Porträts aus Südfrankreich, die in der Ausstellung in zwei Vitrinen ausgebreitet werden, bezeugen dieses besondere Verhältnis. Sheila Metzner arrangiert in ihrem Werk ansonsten minimalistische Dinge auf einer ebensolchen Bühne als pure Form; in der fotografischen Nahansicht wirken sie wie eine Erscheinung ihrer selbst, verdichtet als metaphysische Essenz. Die zarte Tonung der Fotografien, entstanden als Fresson-Prints, die an Bromöldrucke der Avantgardisten der 1910er-Jahre erinnern, entrückt den  Bildinhalt,  die  floralen und  künstlerischen  Formen,  ins Tagtraumhafte. Aber auch Menschen tauchen im Werk von Sheila Metzner wiederholt auf, seien es die eigenen fünf Kinder, weibliche und männliche Modelle, etwa für ihre raffinierten Modeinszenierungen oder nackte, odaliskenhafte Schönheiten. Metzner, die noch immer in New York lebt, besuchte Joel Meyerowitz Ende der l 970er-Jahre in Provincetown und wurde dort von ihm porträtiert, wie wir hier sehen. So schließt sich in dieser Ausstellung, die einer Art Zeitreise in ein progressives und cooles Amerika entspricht, gleich mehrfach ein Kreis.

In June's Room schließlich werden 30 Aufnahmen von Evelyn Hofer präsentiert, die in den 1960er und 70er-Jahren in New York entstanden sind, eine Art subjektives Stadtporträt mit Straßenszenen und Panoramen, Interieurs und Porträts, in Schwarz-Weiss und Farbe. Insbesondere ihre subtilen Farbbilder des New Yorker Alltagslebens, ausgeführt im DyeTransfer­ Verfahren, sind neben denen von Saul Leiter oder Helen Levitt Pionierleistungen eines poetisch-magischen Realismus in der Street Photography, die nachfolgende Fotografengenerationen prägen sollten. Hofer wurde in Deutschland geboren, verließ ihre Heimat mit der Familie 1933 Richtung Madrid, später nach Paris, Zürich und Mexiko, um 1946 schließlich nach New York überzusiedeln. Dort arbeitete sie im Auftrag unter anderem für Modemagazine und frei an eigenen Buchprojekten, stets mit großformatiger Plattenkamera und Stativ. Daraus resultierte ein bewusstes, konzentriertes und langsames Arbeiten, das spontane Reaktionen vor und hinter der Kamera ausschloss.

 

 

Helmut Newton Stiftung, Jebensstraße, Berlin

 

 

05.10.2020 - 16.01.2021
Fotoausstellung Nürnberg . Aus einem breiten Spektrum aus Bildern speist sich die Ausstellung in der Nürnberger Leica Galerie mit kleiner, aber doch typischer Ausschnitt der Fotografien von Dr. Paul Wolff und Alfred Tritschler: Eine fiktive Fahrt mit dem Auto, die in ihrer Heimatstadt Frankfurt beginnt, durch zahlreiche fränkische Städte und Dörfer führt und in der Reichsstadt Nürnberg endet. Vom 5. Oktober 2020 bis 16. Januar 2021
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Dr. Paul Wolff & Alfred Tritschler: „Mit dem Kraftwagen von Frankfurt nach Nürnberg"
Fotoausstellung Nürnberg . Aus einem breiten Spektrum aus Bildern speist sich die Ausstellung in der Nürnberger Leica Galerie mit kleiner, aber doch typischer Ausschnitt der Fotografien von Dr. Paul Wolff und Alfred Tritschler: Eine fiktive Fahrt mit dem Auto, die in ihrer Heimatstadt Frankfurt beginnt, durch zahlreiche fränkische Städte und Dörfer führt und in der Reichsstadt Nürnberg endet. Vom 5. Oktober 2020 bis 16. Januar 2021

Wolff&Tritschler5

 

 

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Dr. Paul Wolff und Alfred Tritschler die wohl bekanntesten Fotografen Deutschlands. Sie betrieben schon vor dem Krieg eine sehr renommierte Bildagentur in Frankfurt/M., die bald auch international bekannt wurde. Kaum eine Illustrierte, kaum ein Fotoband, in denen ihre Bilder fehlten. Viele der Fotografien, die in jener Zeit entstanden, wurden mit dem damals noch jungen Kleinbildformat aufgenommen. Die technische Perfektion der verwendeten Leica-Kameras, das gestalterische Können der beiden Fotografen und die sehr erfolgreiche Vermarktung ihrer Bilder und Publikationen machten sie zu „Pionieren der Kleinbildkamera“.

 

Wolff&Tritschler6

 

Wolff&Tritschler1

 

Das Leistungsangebot ihrer Agentur ist enorm breit: von den ikonischen Bildern der Frankfurter Altstadt bis zu Industrie- und Reisereportagen, von Menschen in damals modernen Lebensumgebungen, bis zu Fotografien im Stil der Neuen Sachlichkeit – alles wurde bildnerisch gestaltet und fotografisch festgehalten.

Aus diesem breiten Spektrum wird in der vorliegenden Ausstellung ein kleiner, aber doch typischer Ausschnitt der Fotografien von Dr. Paul Wolff und Alfred Tritschler gezeigt: Eine fiktive Fahrt mit dem Auto, die in ihrer Heimatstadt Frankfurt beginnt, durch zahlreiche fränkische Städte und Dörfer führt und in der Reichsstadt Nürnberg endet.

 

Wolff&Tritschler3

 

 

Das Auto wurde in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts zunehmend zum zuverlässigen Verkehrsmittel. Anders als mit der Eisenbahn, konnte man auf der Reise mit dem Kraftwagen seine ganz individuellen Fahrstrecken planen, jederzeit die Fahrt unterbrechen und sich an den Schönheiten auch abgelegener Orte erfreuen. Von der Begeisterung für diese neuen Möglichkeiten und Freiheiten, von dem damit verbundenem neuen Lebensstil erzählen die Bilder dieser Ausstellung.

Die meisten ihrer Fotografien sind natürlich inszeniert, aber wie hier Architektur und Landschaft,Technik und Menschen in einer Bildatmosphäre verbunden wurden, das ist phantastisch!

Wolfram Reuter
Leica Galerie Nürnberg

 

 

Leica Galerie Nürnberg,
Obere Wörthstraße 8
Nürnberg

04.10.2020 - 31.01.2021
Fotoausstellung München . Wenn die US-Amerikaner am 3. November 2020 ihre Stimmzettel abgeben, ist die Wahl zum neuen US-Präsidenten im Grunde längst entschieden. Denn die politischen Identitäten in den USA kennen kein Datum. Sie sind jederzeit und überall sichtbar. Der Münchner Fotograf Jens Schwarz hat eben diese Identitäten in seinem neuesten Multimedia-Projekt Blue Donkey & Red Elephant: Tales from the American Electorate eingefangen, das das Amerikahaus München vom 04. Oktober 2020, bis 31. Januar 2021, zeigt.
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Jens Schwarz: Blue Donkey & Red Elephant: Tales from the American Electorate
Fotoausstellung München . Wenn die US-Amerikaner am 3. November 2020 ihre Stimmzettel abgeben, ist die Wahl zum neuen US-Präsidenten im Grunde längst entschieden. Denn die politischen Identitäten in den USA kennen kein Datum. Sie sind jederzeit und überall sichtbar. Der Münchner Fotograf Jens Schwarz hat eben diese Identitäten in seinem neuesten Multimedia-Projekt Blue Donkey & Red Elephant: Tales from the American Electorate eingefangen, das das Amerikahaus München vom 04. Oktober 2020, bis 31. Januar 2021, zeigt.

AH 2020-10-02 Blue Donkey and Red Elephant (c) Jens Schwarz (8)

Jack & Chandler, Cincinnati, Ohio, 09/2019 
© Jens Schwarz 

Jack ist alleinerziehender Vater aus Cincinnati, Ohio. Der Gärtner und Handwerker lebt hier gemeinsam mit seiner Tochter Chandler, die vor kurzem die High School beendet hat. 

 

 Durch Fotos, Video und Audio untersucht Schwarz unterschiedliche und teils gegensätzliche Lebensstile, soziale Gefüge, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen innerhalb des politischen Spektrums. Mit seinen Aufnahmen erfasst er das komplexe Narrativ hinter diesen politischen Identitäten. Da ist beispielsweise die Krankenschwester Jana, die nach Präsident Obamas erster Amtszeit begonnen hat, für die Demokraten und für einen sozialen Wandel zu kämpfen. Oder Jim aus Black Oak, Tennessee, in dessen Plastiktüte sich das Gericht befindet, das das Time Magazine zum „most Republican food“ erklärt hat: „Sweet and Sour Chicken“. 

 

AH 2020-10-02 Blue Donkey and Red Elephant (c) Jens Schwarz (7)

Jana, Charlotte, North Carolina, 03/2020 
© Jens Schwarz 
Jana Brooks ist Krankenschwester aus Charlotte, North Carolina und Wahlvorsteherin der demokratischen Partei. 

 

AH 2020-10-02 Blue Donkey and Red Elephant (c) Jens Schwarz (5)

 Jim, Black Oak, Tennessee, 03/2020 
© Jens Schwarz 
Jim mit einer Tüte „Sweet and Sour Chicken“ in Black Oak, Tennessee 

 

 Das Projekt ist das Ergebnis von Jens Schwarz Reisen nach Ohio, Kentucky, North Carolina und Tennessee während des amerikanischen Vorwahlkampfs 2019 und 2020. Schwarz liefert vor dem Hintergrund des politischen Wahlzirkus einen einzigartigen Blick auf das amerikanische „heartland“ und damit auf jene Staaten, in denen die Wahl entschieden wird. Seine Reise ist auch ein stückweit Teil seiner eigenen Biografie. Mit seiner Ausstellung Displaced – Migration into Germany über die deutsche Willkommenskultur während des „Flüchtlingssommers 2015“ im  Gepäck kam Schwarz im Herbst 2019 nach Cincinnati, Ohio, der US-Partnerstadt von München. Das Projekt, das er in Kooperation mit dem Amerikahaus München im Rahmen des Deutschlandjahres USA im dortigen Contemporary Arts Center zeigte, gab ihm die Möglichkeit, mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen. 

 

AH 2020-10-02 Blue Donkey and Red Elephant (c) Jens Schwarz (4)

Wahllokal Pct 09, Charlotte, North Carolina, 03/2020 
© Jens Schwarz 
Wähler in Charlotte, North Carolina, stimmen am Super Tuesday über die Delegierten für die National Convention ab. 

 

AH 2020-10-02 Blue Donkey and Red Elephant (c) Jens Schwarz (1)

Jack & Billy, Cincinnati, Ohio, 09/2019 
© Jens Schwarz 
Billy ist Jacks Nachbar. Beide leben in South Fairmont, einem Vorort von Cincinnati, Ohio. 

 

Seine Erfahrungen während dieser Zeit spiegeln sich in Blue Donkey & Red Elephant: Tales from the American Electorate wieder, die bis Ende Januar 2021 im Amerikahaus München zu sehen ist. Wenn also am 19. Januar 2021 der neue oder alte Präsident der USA vereidigt wird, werden die Stimmen der Protagonist*innen der Ausstellung vielleicht in einem neuen Licht erscheinen. Doch egal, ob die demokratischen Esel oder die republikanischen Elefanten das Rennen machen werden, eines haben beide Tiere gemeinsam: Veränderung ist nicht ihre Stärke. Schwarz‘ Projekt, das offen auf beide Seiten schaut, setzt sich mithilfe einer tieferen und subtileren visuellen Erzählung mit der amerikanischen Identität auseinander, die umfassender ist, als sie in der massenmedialen Verkürzung oftmals ihren Ausdruck findet. 

 

Amerikahaus, Karolinenplatz 3, München

 

 

03.10.2020 - 29.11.2020
Fotoausstellung Berlin . f³ – freiraum für fotografie stellt die Ausstellung mit Bildern blinder Fotografen vor - klingt paradox. Ist der Akt des Fotografierens nicht unweigerlich mit dem Sehen verbunden? Die Ausstellung beweist das Gegenteil: Um visuelle Kunst zu erschaffen, bedarf es einer starken inneren Vision, ausgefeilter Technik und Teamwork. Die Ausstellung findet im Rahmen des EMOP Berlin - European Month of Photography 2020 statt. 3.10. bis 29.11.2020
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Blinde Fotografinnen und Fotografen
Fotoausstellung Berlin . f³ – freiraum für fotografie stellt die Ausstellung mit Bildern blinder Fotografen vor - klingt paradox. Ist der Akt des Fotografierens nicht unweigerlich mit dem Sehen verbunden? Die Ausstellung beweist das Gegenteil: Um visuelle Kunst zu erschaffen, bedarf es einer starken inneren Vision, ausgefeilter Technik und Teamwork. Die Ausstellung findet im Rahmen des EMOP Berlin - European Month of Photography 2020 statt. 3.10. bis 29.11.2020

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Mary Hartwig

BLINDE FOTOGAF*INNEN präsentiert die Arbeit von vier Bildautoren, die im Laufe ihres Lebens erblindet sind. Sie setzen sich seit vielen Jahren mit dem für sie eigentlich Unmöglichen auseinander: dem Sehen. Für ihre Fotografien nutzen sie die Technik des Lightpaintings, die beinahe ebenso alt ist, wie die Fotografie selbst. In völlig abgedunkelten Räumen oder bei Nacht arbeiten die Fotograf*innen mit unterschiedlichen Lichtquellen und mittels Langzeitbelichtung die Aspekte eines Bildes heraus, die sie ihrem Gegenüber vermitteln möchten. Sie erhalten dabei Unterstützung von sehenden Assistenten, die die Motive ihren Anweisungen entsprechend arrangieren und ihnen verbal detailliert übersetzen, was sie visuell nicht wahrnehmen können.
 
 
f3_BlindeFotograf*innen_Korn_03
Silja Korn
 
 
 
Diese Zusammenarbeit ermöglicht den blinden Fotograf*innen ein hohes Maß an Kontrolle über die entstandenen Bilder. Die konzentrierte Auseinandersetzung mit dem Medium führt zu individuellen und einzigartigen Bildsprachen: Susanne Emmermann befasst sich in einem abstrakten Spiel von Farben und Formen mit dem Thema Hände:
„Hände transportieren, wie Augen, Gefühle. Hände geben Halt. Sie stehen für Liebe und die Gegenwart des Anderen. Aber natürlich auch für Aggression, was für mich aber nicht im Mittelpunkt steht.“
 
Mary Hartwigs expressionistische Erzählformen entführen uns in verwunschene Welten, die an die Erlebnisse der Alice im Wunderland erinnern.
Silja Korn untersucht den Ausdruck ihres eigenes Selbst in rauschhafter Farbigkeit. Silja Korn (*1966) ist seit ihrem 12. Lebensjahr vollblind. Sie arbeitet seit 30 Jahren als Erzieherin/Spracherzieherin und fotografiert seit 2004.
 
 
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Gerald Pirner
 
 
 
Gerald Pirner schließlich fokussiert in seiner intensiven schwarz/weiß Serie auf das Selbstporträt und sein widersprüchliches Verhältnis zum Licht. Gerald Pirner erblindet 1989. Seit 2014 arbeitet er als freischaffender Essayist und Fotograf. Er ist Gründungsmitglied des Fotostudios für blinde Fotograf*innen in Berlin, welches 2019 mit dem Jurypreis der 11. Wiesbadener Fototage als herausragendes und zukunftsweisendes Projekt ausgezeichnet wurde.
 
 
f3_BlindeFotograf*innen_Emmermann_04
 
Susanne Emmermann
 
 
Susanne Emmermann (*1959) ist Fotografin und Reporterin. Im Projekt Blinde Reporter unterwegs besucht sie Ausstellungen in Berlin und Brandenburg und befragt Experten sowie Besuchern, um sich ein umfassendes Bild von den Arbeiten machen zu können.
 
Mary Hartwig (1950-2019) erblindete bedingt durch einen Gendefekt schleichend. Ab 2017 widmete sie sich intensiv der Fotografie und nahm an zahlreichen Ausstellungen teil.
 
 
 
 
FOTO-FÜHRUNG: 4. Oktober und 1. November 2020, 11 Uhr, Eintritt frei (Anmeldung erforderlich unter info@fhochdrei.org)LIGHTPAINTING WORKSHOP:
Von Blinden Sehen lernen Jeden Mittwoch während der Ausstellungslaufzeit, 18 – 21 Uhr
Eintritt 10 € / ermäßigt 8 € (Anmeldung erforderlich unter info@fhochdrei.org)
Weitere Begleitveranstaltungen zu der Ausstellung unter www.fhochdrei.org
 
 
f³ – freiraum für fotografie, Waldemarstraße 17, Berlin
 
 
02.10.2020 - 04.10.2020
Fotoausstellung Berlin . Eine Fotoausstellung im öffentlichen Raum präsentiert der BFF im Rahmen der EMOP in Berlin in der Reihe BFF-Triebwerk zwischen Brandenburger Tor in Richtung Reichstag. Die Freiluft-Präsentation zwischen Brandenburger Tor und Reichstag findet mit mobilen Verkehrsschildern statt. Vom 2. bis 4. Oktober 2020
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BFF Freiluftpräsentation: close by - das Miteinander
Fotoausstellung Berlin . Eine Fotoausstellung im öffentlichen Raum präsentiert der BFF im Rahmen der EMOP in Berlin in der Reihe BFF-Triebwerk zwischen Brandenburger Tor in Richtung Reichstag. Die Freiluft-Präsentation zwischen Brandenburger Tor und Reichstag findet mit mobilen Verkehrsschildern statt. Vom 2. bis 4. Oktober 2020

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BFF close by Fiene Wollstadt

 

Covid-19-Pandemie: Kontaktsperren wurden verhängt und wieder gelockert, die Wahrnehmung von Körper und Körperkontakt zum neuen Feld. Jede Zoom-Konferenz und jeder Gang vor die Tür wurde vom Gefühl begleitet, nur noch beinahe zusammen zu sein. Mit dem Schließen von Grenzen kam die europäische Idee physisch erlebbar zum Erliegen.

 

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BFF close by Hans-Jürgen Burkard

 

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BFF close-by Frank Stoeckel

 

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BFF close-by Matthias Krueger

 

Pandemie: ein Ausnahmezustand, der neue Realitäten schafft.Wie wird sich das Miteinander, vom persönlichen Umfeld bis hin zu globalen Zusammenhängen, verändern? Diese Frage mit vielen Facetten wird uns überall auf der Welt weiter beschäftigten. Sie zu visualisieren, zu dokumentieren, zu visionieren ist das Thema der Fotoausstellung close by in der Reihe BFF-Triebwerk.Dabei ist der Gedanke des Miteinanders bereits tief verankert in der DNA des Berufsverbandes Freie Fotografen und Filmgestalter (BFF): Eine wertvolle Vielfalt mit 500 Mitgliedern, die keinen Sieger sucht - und damit keine Verlierer produziert - sondern die Neugierde auf das diverse Andersartige im Vordergrund steht, ein wechselseitiges Entdecken geprägt von Interesse und Respekt.

 

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BFF close-by Klaus Lange

 

Gezeigt werden Werke folgender BF-Fotografen

Manu Agah, Thomas Billhardt, Bert Brüggemann, Hans-Jürgen Burkard, Sarah Buth, Benno Cray, Samantha Dietmar, Markus Esser, Guntram Gerst, Ilan Hamra, Peter Heck, Michael Heinsen, Heiko Hellwig, Stefan Hobmaier, Steffen Hofemann, Felix Holzer, Perter Hönnemann, Steffen Jänicke, Lars Jockumsen, Maximilian König, Henning Kreitel, Matthias Krüger, Klaus Lange, Alexandra Lechner, Stephan Lucius Lemke, Frank Linders, Gerhard Linnekogel, Klaus Mellenthin, Florian W. Müller, Jens Oellermann, Bernd Opitz, Stephan Ortmanns, Simon Pauli, Simon Puschmann, Ma Raab, Darius Ramazani, Philipp Rathmer, Claus Rudolph, Götz Schleser, J. Konrad Schmidt, Tobias Schult, Christoph Siegert, Martin Sigmund, Jörg Steck, Wolf-Peter Steinheisser, Kai Stiepel, Frank Stöckel, Marc Trautmann, Sabine von Bassewitz, Christoph von Haussen, Viviane Wild, Fiene Wollstadt.

 

 

Schirmherr: Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa in Berlin.

Eintritt frei, Anmeldung nicht notwendig.

 

 

 

 

26.09.2020 - 10.01.2021
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus vereint das fotografische Werk der beiden Schwestern Lotte und Ruth Jacobi. Hineingeboren in eine Fotografendynastie, führen sie ab 1931 zusammen das Fotoatelier Jacobi, mitten im Berliner Westen am Kurfürstendamm, wo die Avantgarde zu Hause ist. Vom 26.9.2020 bis 10.1.2021
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Ruth und Lotte Jacobi Fotografien
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus vereint das fotografische Werk der beiden Schwestern Lotte und Ruth Jacobi. Hineingeboren in eine Fotografendynastie, führen sie ab 1931 zusammen das Fotoatelier Jacobi, mitten im Berliner Westen am Kurfürstendamm, wo die Avantgarde zu Hause ist. Vom 26.9.2020 bis 10.1.2021

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Lotte Jacobi: Lotte Lenya, Berlin, 1928
© The University of New Hampshire, 2019 

 

Als Repräsentantin der „Neuen Fotografie“ wurde Lotte Jacobi bereits in den 1920ern berühmt, während ihre jüngere Schwester Ruth weitgehend unbekannt blieb. Zum ersten Mal ist das fotografische Werk – bestehend aus Porträts, Stillleben, Reportagen, Lichtbildern und Experimentalaufnahmen – dieser vierten Generation einer Fotografenfamilie in einer Ausstellung vereint. Neben Schwarz-Weiß-Aufnahmen erlauben Briefe, persönliche Dokumente, Familienfotos und Texte zur Historie einen tiefen Einblick in die Lebenswelt der Schwestern.

 

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Lotte Jacobi: Claire Bauroff, „Drehung“, Berlin, 1928
© The University of New Hampshire, 2019 

 

Lotte Jacobi (1896-1990) übernimmt 1927 das väterliche Atelier, nachdem sie an der Staatlichen Höheren Fachschule für Phototechnik in München eine zweijährige Ausbildung zur Fotografin absolvierte. Sie wird bereits in den 1920er Jahren mit ihren Porträts u.a. von Albert Einstein, Käthe Kollwitz, Lotte Lenya oder Klaus und Erika Mann berühmt.

 

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Ruth Jacobi: Kinderporträt, ohne Ort und Datum
© Jüdisches Museum Berlin 

 

Ruth Jacobi (1899-1995) steht zeitlebens im Schatten ihrer Schwester. Sie erhält ihre Ausbildung an der Photographischen Lehranstalt des Lette-Vereins in Berlin. Ihr Werk umfasst Porträts, Stillleben, Reportage- und Reisefotografien sowie Pflanzen- und Experimentalfotografien. Das Œuvre von Ruth Jacobi ist bis heute noch wenig erforscht.

 

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Ruth Jacobi: Spaziergängerin mit Gans, New York, 1928
© Jüdisches Museum Berlin 

 

Neben den Schwarz-Weiß-Aufnahmen werden zahlreiche Briefe, persönliche Dokumente und Fotos der Familie Jacobi aus der Zeit in Westpreußen, Berlin und den USA gezeigt. So entsteht ein persönliches Bild einer der ältesten Fotografenfamilien im Deutschland der Vorkriegszeit.

20.09.2020 - 08.11.2020
Fotoausstellung Berlin . In ihren zumeist seriellen Fotoarbeiten bewegt sich die Fotografin Heidi Specker von der Architektur über Objekte zum Menschen. Ihrer Geburtsstadt Damme widmet sie eine Serie von 70 Fotografien, die in der Kommunalen Galerie Berlin gezeigt werden. 20.9. bis 8.11.2020
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Heidi Specker - Damme
Fotoausstellung Berlin . In ihren zumeist seriellen Fotoarbeiten bewegt sich die Fotografin Heidi Specker von der Architektur über Objekte zum Menschen. Ihrer Geburtsstadt Damme widmet sie eine Serie von 70 Fotografien, die in der Kommunalen Galerie Berlin gezeigt werden. 20.9. bis 8.11.2020

Heidi Specker - DAMME-Freunde

Heidi Specker - DAMME-Freunde

 

Heidi Specker gehört zu den wichtigen Vertreterinnen zeitgenössischer Fotografie. Nach fotografischen Erkundungen im Stadtraum, kehrt sie 2019 zurück in ihre Geburtsstadt Damme und widmet ihr eine Serie von 70 Fotografien. Im katholischen Damme in Südniedersachen herrscht die Normalität. Isolierte Momentaufnahmen einer Landschaft von Asphalt, Beton und Backstein, die Anonymität und Ödnis kundtun; Monokulturen von unendlichen Maisfeldern und Windräder stehen für den Strukturwandel. Anstelle des Späti übernimmt im ländlichen Großraum der mobile Fuhrpark vom Getränkegroßhandel die alkoholische Versorgung.

 

Heidi Specker - DAMME-Rote Scheune

Heidi Specker - DAMME-Rote Scheune

 

Heidi Specker - DAMME-Trecker

Heidi Specker - DAMME-Trecker

 

Im Focus der Fotografin stehen die Jugendlichen, die sie an ihrem ehemaligen Gymnasium antrifft- priviligiert in ihrem Zustand zwischen Träumerei und Erwartung des Zukünftigen. Eine persönliche Rückschau auf Klassengemeinschaft, die Schulfreundinnen, erste Tanzstunden. Stellvertretend erzählt Heidi Specker vom Aufbruch und hält Rückschau und wir ahnen, dass sich hier unsere eigenen Lebensstationen und Wege kreuzen: Bilder von dort wo alles begann. So oder so ähnlich muss es gewesen sein.

Heidi Specker, Professorin an der Hochschule für Buchkunst und Grafik in Leipzig, lebt und arbeitet in Berlin.

 

Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, Berlin

19.09.2020 - 17.12.2020
Fotoausstellung Hamburg . Die Fotoarbeit von Enver Hirsch und Philipp Meuser die in der Freelens Galerie zeigt wird, beschäftigt sich mit dem Innen und Außen der letzten noch existierenden Behelfsheime. Sie dokumentiert einen Häusertyp und dessen Materialist, bei dem Nachkriegsgeschichte sichtbar wird und sie ist die letztmögliche Dokumentation eines Provisoriums, welches die Zeit bis heute überdauert hat. 19. September bis 17. Dezember 2020
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Enver Hirsch und Philipp Meuser - Behelfsheim
Fotoausstellung Hamburg . Die Fotoarbeit von Enver Hirsch und Philipp Meuser die in der Freelens Galerie zeigt wird, beschäftigt sich mit dem Innen und Außen der letzten noch existierenden Behelfsheime. Sie dokumentiert einen Häusertyp und dessen Materialist, bei dem Nachkriegsgeschichte sichtbar wird und sie ist die letztmögliche Dokumentation eines Provisoriums, welches die Zeit bis heute überdauert hat. 19. September bis 17. Dezember 2020

 

Behelfsheim_print_01

Aus der Arbeit »Behelfsheim« von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

 

Während und kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs entstanden im zerstörten Hamburg tausende von Behelfsheimen inmitten von Kleingartenvereinen, da diese vom Bombardement der Alliierten weitgehend verschont geblieben waren. Konstruiert aus Trümmern oder einfachsten Baumaterialien in Form des standardisierten Reichseinheitstyps, haben die meisten dieser Häuser seit ihrer Entstehung eine stetige bauliche Veränderung erfahren, um sie strukturell oder räumlich aufzuwerten.

 

Behelfsheim_print_02

Aus der Arbeit »Behelfsheim« von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

 

 

Behelfsheim_print_07

Aus der Arbeit »Behelfsheim« von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

 

Die Erstbewohner*innen und ihre Nachkommen wurden mit einem lebenslangen Bleiberecht ausgestattet, aber die Zeit der Behelfsheime geht nun langsam dem Ende entgegen, da diese Wohnform nicht länger geduldet wird: Hamburgs Bevölkerungszahl wächst stetig, Wohnraum in der Stadt wird zunehmend knapper und das dauerhafte Wohnen in Schrebergärten ist den Behörden ein Dorn im Auge. Nach dem Tod oder Auszug der Bewohner*innen werden die Häuser abgerissen oder auf die Größe einer Schrebergartenlaube zurückgebaut.

 

Behelfsheim_print_08

Aus der Arbeit »Behelfsheim« von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

 

Enver Hirsch, geboren 1968 in Hamburg, studierte von 1989 bis 1992 Fotografie am Bournemouth and Poole College of Art and Design. Seit 1994 wird seine Arbeit international ausgestellt und in Büchern und Magazinen veröffentlicht. 2018 co-kuratierte er die Off-Triennale-Ausstellung  »Sightseeing the Real«. In seinen persönlichen Projekten beschäftigt er sich meist mit den absurden Spuren, die Menschen im Laufe ihres urbanen Lebens zurücklassen. Enver Hirsch lebt und arbeitet in Hamburg.

Philipp Meuser, geboren 1986 in Hamburg, hat Fotografie an der HAW Hamburg studiert. Er hat  dokumentarische Fotoprojekte in Israel, Spanien, den USA und Deutschland realisiert. Seine Arbeiten werden international ausgestellt und erscheinen in zahlreichen Magazinen. 2018 co-kuratierte er die Off-Triennale-Ausstellung  »Sightseeing the Real«. Er ist Teilnehmer bei »Parallel-European Photo Based Platform« und erhielt zuletzt ein Arbeitsstipendium der Claussen-Simon-Stiftung. Philipp Meuser lebt und arbeitet in Hamburg.

 

 

FREELENS e.V., Alter Steinweg 15, Hamburg

19.09.2020 - 25.10.2020
Fotoausstellung Frankfurt . Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt Arbeiten der Stipendiaten des Recommended Olympus Fellowship. Liebesdienste, verschiedene kulturelle Wurzeln in der eigenen Familie sowie Altlasten deutscher Geschichte: Mit ihren fotokünstlerischen Projekten erlauben Karla Hiraldo Volteau, Tobias Kruse und Mika Sperling, die beiden Preisträgerinnen und der Preisträger des Stipendiums recommended, sehr persönliche Einblicke ins Private. Bis 25.10.2020
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Recommended Olympus Fellowship
Fotoausstellung Frankfurt . Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt Arbeiten der Stipendiaten des Recommended Olympus Fellowship. Liebesdienste, verschiedene kulturelle Wurzeln in der eigenen Familie sowie Altlasten deutscher Geschichte: Mit ihren fotokünstlerischen Projekten erlauben Karla Hiraldo Volteau, Tobias Kruse und Mika Sperling, die beiden Preisträgerinnen und der Preisträger des Stipendiums recommended, sehr persönliche Einblicke ins Private. Bis 25.10.2020

Das Stipendium recommended wurde 2017 von Olympus gemeinsam mit dem Fotografie Forum Frankfurt (FFF), dem Foam Fotografiemuseum Amsterdam und dem Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg gegründet. Ziel ist die Förderung der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie.

 

Frankfurt fff_recommended2020_Hiraldo-Voleau_Yusuke-VI

Karla Hiraldo Voleau (*1992, Dominikanische Republik) beschäftigt sich am Beispiel der Datingkultur in Japan
mit den Mechanismen moderner Beziehungen. 

 

Frankfurt fff_Kruse

 

Tobias Kruse (*1979, Deutschland) nähert sich zeitenübergreifend Orten und Stimmungen
seiner ostdeutschen Heimat. 

 

Frankfurt fff_recommended2020_Sperling_Touch

 

Mika Sperling (*1990, Russland) untersucht den Einfluss multikultureller Herkunft
auf Identität und die Beziehungen in ihrer eigenen Familie. 

 

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30-32, Frankfurt am Main

12.09.2020 - 10.01.2021
Fotoausstellung Winterthur . Der letztes Jahr verstorbene Robert Frank zählt zu den bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Im Zentrum der Ausstellung in der Fotostiftung steht die erzählerische Kraft von Robert Franks Bildsprache, die sich gegen alle Konventionen entwickelte und erst dann internationale Anerkennung erfuhr, als sich Frank bereits von der Fotografie verabschiedet und dem Medium Film zugewandt hatte. Bis 10.1.2021
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Robert Frank - Memories
Fotoausstellung Winterthur . Der letztes Jahr verstorbene Robert Frank zählt zu den bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Im Zentrum der Ausstellung in der Fotostiftung steht die erzählerische Kraft von Robert Franks Bildsprache, die sich gegen alle Konventionen entwickelte und erst dann internationale Anerkennung erfuhr, als sich Frank bereits von der Fotografie verabschiedet und dem Medium Film zugewandt hatte. Bis 10.1.2021

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Robert Frank, "Los Angeles", 1955
© Andrea Frank Foundation; courtesy Pace/MacGill Gallery, New York

 

Robert Franks 1958/59 erschienenes Buch «The Americans» ist vielleicht das einflussreichste der Fotogeschichte. Als eine Art Roadmovie entwirft es ein düsteres Gesellschaftsporträt, das damals ganz Amerika aufschreckte. Und sein persönlicher, zwischen Dokumentation und subjektivem Ausdruck changierender Stil veränderte die Nachkriegsfotografie radikal. Doch «The Americans» war kein spontaner Geniestreich. Bereits in Franks Frühwerk gibt es Vor- und Nebengeschichten, die enge Verbindungen zu Themen und Bildern seines legendären Buchs aufweisen.

 

Frank_FP 13

Robert Frank, Trolley – New Orleans, 1955
© Andrea Frank Foundation; courtesy Pace/MacGill Gallery, New York

 

 

Presse_FSS_Frank_01

 


Die Fotostiftung Schweiz verfügt über eine Kollektion von kaum bekannten Arbeiten, an denen sich die Verfestigung von Franks subjektivem Stil nachvollziehen lässt. Neben Essays aus der Schweiz und Europa umfasst sie auch Werke aus den USA der frühen 50er Jahre, die den bekannten Klassikern ebenbürtig sind, aber aus editorischen Gründen unpubliziert blieben. 

 

Presse_FSS_Frank_04

Robert Frank, London, 1951
© Andrea Frank Foundation; courtesy Pace/MacGill Gallery, New York

 

 

Die Ausstellung wird mit Leihgaben des Fotomuseum Winterthur ergänzt. Sie wird begleitet von der Ausstellung «Robert Frank, Books and Films 1946–2019», in der Verleger Gerhard Steidl seine über 15-jährige editorische Zusammenarbeit mit Robert Frank resümiert. Zu dieser Schau erscheint eine gleichnamige Publikation.

 

Fotostiftung Schweiz, Grüzenstrasse 45, CH-8400 Winterthur 

 

11.09.2020 - 25.10.2020
Fotoausstellung Wien . Mit zwei Ausstellungen startet WestLicht in die Herbstsaison: World Press Photo zeigt die prämierten Einzelbilder und Serien des Wettbewerbs und außerdem das Projekt des österreichischen Fotografen Simon Lehrer. Men don't play / Men do play. 11.9. bis 25.10.2020
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World Press Photo 20 und Simon Lehner. Men don't play / Men do play
Fotoausstellung Wien . Mit zwei Ausstellungen startet WestLicht in die Herbstsaison: World Press Photo zeigt die prämierten Einzelbilder und Serien des Wettbewerbs und außerdem das Projekt des österreichischen Fotografen Simon Lehrer. Men don't play / Men do play. 11.9. bis 25.10.2020

Westlicht 006_Nicolas Asfouri_Agence France-Presse

2020 Photo Contest, World Press Photo Story of the Year
Nominee and General News, Stories, 1st Prize 
Hong Kong Unrest 
© Nicolas Asfouri, Agence France-Presse

 

Bereits zum neunzehnten Mal in Folge läßt WestLicht die Ergebnisse des World Press Photo Award als Ikonen der Zeitgeschichte des vergangenen Jahres Revue passieren und zeigt auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Sport und Natur. In diesem Jahr wurden 44 Fotografen aus 24 Ländern prämiert. Beworben hatten sich rund 4.300 Kandidaten mit fast 74.000 Fotografien. 

 

Westlicht 014_Kim Kyung-Hoon_Reuters

2020 Photo Contest, Sport, Stories, 3rd Prize 
Japan’s Veteran Rugby Players 
© Kim Kyung-Hoon for Reuters 
Die Mitglieder des Fuwaku-Teams machen
vor einem Freundschaftsspiel in Fukaya, Japan, Dehnübungen.

 

 

Westlicht 012_Alain Schroeder

2020 Photo Contest, Nature, Singles, 1st Prize 
Final Firewell 
© Alain Schroeder 
Die Leiche eines einmonatigen Orang-Utans liegt auf dem OP-Abdecktuch eines Rettungsteams in der Nähe der Stadt Subulussalam auf Sumatra in Indonesien. Sie starb kurz nachdem sie mit ihrer verletzten Mutter auf einer Palmölplantage gefunden wurde.

 

Simon Lehner. Men don't play / Men do play

 

Für Men don’t play / Men do play hat sich Simon Lehner sich zwischen 2015 und 2019 an die inszenierten Kriegsschauplätze der so genannten Airsoft-Szene begeben, die mit Luftdruckgewehren und Plastikmunition bewaffnet in den Wäldern von Polen, Ungarn, Tschechien und Österreich die Schlachten in internationalen Konfliktzonen nachspielen.

 

Westlicht 019_Simon Lehner

Simon Lehner, Soldiers, aus der Serie: Men Don’t Play 
© Simon Lehner 

Die Mobilmachung wird mit hoher Ernsthaftigkeit und enormen Materialeinsatz betrieben: bis zu 1.500 Kombattanten, Panzer, Hubschrauber, echte Taktik und fingierter Tod. Lehners Reportage über soldatische Männlichkeitsrituale dehnt die Grenzen des Mediums und stellt den klassischen Kameraaufnahmen gleichberechtigt digital generierte 3D-Bilder an die Seite. 

 

 

 

11.09.2020 - 06.01.2021
Fotoausstellung Düsseldorf . Werke des großen deutschen Reportagenfotografen Walter Vogel zeigt die Leica Galerie. Besucher der Galerie Düsseldorf dürfen sich auf beeindruckende und bislang noch nie öffentlich gezeigte Werke, unter anderem von Düsseldorf, freuen. Vom 11. September 2020 bis 6. Januar 2021
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Walter Vogel - Meister der Vielfalt
Fotoausstellung Düsseldorf . Werke des großen deutschen Reportagenfotografen Walter Vogel zeigt die Leica Galerie. Besucher der Galerie Düsseldorf dürfen sich auf beeindruckende und bislang noch nie öffentlich gezeigte Werke, unter anderem von Düsseldorf, freuen. Vom 11. September 2020 bis 6. Januar 2021

© Walter Vogel_Dalmatiner, Kein Interesse an Fußball, Düsseldorf, 1956

© Walter Vogel
Dalmatiner, Kein Interesse an Fußball, Düsseldorf, 1956.

 

Walter Vogel – ob als Milieu-Chronist des Ruhrgebiets, weltgewandter Reisefotograf, begeisterter Zirkusgänger, nachtschwärmerischer Travestiefotograf oder aber genussvoller Espresso-Liebhaber: Immer erkennt man den Chronisten seiner Zeit, den klassischen Bildreporter, der mit erfahrenem Blick und perfekter Präzision unvergessliche Bildmotive geschaffen hat.

 

© Walter Vogel_Kommunionskinder, August-Thyssenhütte, Duisburg-Bruckhaus

© Walter Vogel
Kommunionskinder, August-Thyssenhütte, Duisburg-Bruckhaus

 

2019 wurde Walter Vogel für sein Lebenswerk sowie sein unermüdliches und gleichermaßen herausragendes Engagement als Fotograf geehrt und in die Leica Hall of Fame berufen. SeinThemenrepertoire ist vielfältig, sein Stil dabei unverwechselbar – somit zählt Walter Vogel heute zu den großen deutschen Reportagefotografen. Seinen Weg in die Fotografie oder besser gesagt, den Mut, seine Leidenschaft für die Fotografie zum eigentlichen Beruf zu machen, hat er vergleichsweise spät gefunden. Zwar hatte er schon als Jugendlicher die Fotografie für sich entdeckt, doch nach seiner Ausbildung arbeitete er zunächst viele Jahre als Ingenieur in der Chemieindustrie. Bereits das in der Maschinenschlosserlehre verdiente Geld wurde sorgsam gespart und schon 1954 konnte er sich eine Leica IIf leisten.

 

© Walter Vogel_Lüttich, 1973

© Walter Vogel
Lüttich, 1973

 

Mit dreißig Jahren dann ein beruflicher Neustart: Vogel begann ein Fotografiestudium bei Otto Steinert an der Folkwangschule in Essen. Gleich nach dem Examen erfolgte die Selbständigkeit, neben Werbe- und Modeaufnahmen wurde dann die Magazinfotografie ein wichtiges Standbein. Mit einem ersten Buch im Selbstverlag (For Sale, 1980) entdeckte Vogel eine neue Aufgabe, denn neben den Fotografien waren die begleitenden Texte ebenfalls von ihm. Spätestens sein Espresso-Buch von 1993 war der publizistische Durchbruch. Auch dieses Projekt entstand auftragsfrei, doch Vogels Gespür für das Thema – noch bevor es Trend wurde – sollte ihm eine ganze Folge von Publikationen rund um die Welt des Kaffees ermöglichen. Längst ist eine Vielzahl von Bildbänden erschienen, die das gesamte Spektrum des Fotografen präsentieren. Mit seiner von Authentizität, Präzision und manchmal auch sublimen Humor geprägten Bildsprache, gehört Vogel zu den großen deutschen Fotografen des analogen Zeitalters.

 

Leica Galerie, Königsallee 60, Düsseldorf

 

10.09.2020 - 25.10.2020
Fotoausstellung Wien . World Press Photo 2020 macht in Wien bereits zum neunzehnten Mal in Folge bei WestLicht Station. Die prämierten Einzelbilder und Fotoserien des World Press Photo Award sind Ikonen der Zeitgeschichte und lassen das vergangene Jahr Revue passieren. Sie zeigen auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Sport und Natur. 10.9. bis 25.10.2020
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World Press Photo 2020
Fotoausstellung Wien . World Press Photo 2020 macht in Wien bereits zum neunzehnten Mal in Folge bei WestLicht Station. Die prämierten Einzelbilder und Fotoserien des World Press Photo Award sind Ikonen der Zeitgeschichte und lassen das vergangene Jahr Revue passieren. Sie zeigen auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Sport und Natur. 10.9. bis 25.10.2020

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WINNER: WORLD PRESS PHOTO OF THE YEAR 
2020 Photo Contest, World Press Photo of the Year 

Title: Straight Voice 
©Yasuyoshi Chiba, Agence France-Presse 

 

 „Straight Voice“ heißt das diesjährige Gewinnerbild des japanischen Agence France-Presse Fotografen Yasuyoshi Chiba. Es zeigt einen jungen Aktivisten im Sudan, der bei einer Protestkundgebung gegen die Militärregierung am 19. Juni 2019 ein Gedicht rezitiert. Aufgenommen während eines Stromausfalls wird die Szene von den Mobiltelefonen der Demonstrant_innen beleuchtet. Die Armee hatte das Internet blockiert und absichtlich Stromausfälle produziert, um die Aufständischen zu zerstreuen. „Es war der einzige friedliche Protestmoment, den ich während meines Aufenthalts erlebt habe. Ihr ungebrochener Zusammenhalt fühlte sich an wie eine Glut, die jeden Moment wieder aufflammen kann“, sagt Chiba zu seinem Foto. 

 

003_Nikita Teryoshin

 

2020 Photo Contest, World Press Photo of the Year
Nominee and Contemporary Issues, Singles, 1st Prize 
Nothing Personal - the Back Office of War 
©Nikita Teryoshin 

Ein Geschäftsmann sperrt am Ende eines Ausstellungstages auf der Internationalen Verteidigungsausstellung und -konferenz (IDEX) in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, zwei Panzerabwehrgranatenwerfer weg.

 

 

006_Nicolas Asfouri_Agence France-Presse

2020 Photo Contest, World Press Photo Story of the Year
Nominee and General News, Stories, 1st Prize 
Hong Kong Unrest 
©Nicolas Asfouri, Agence France-Presse 

 

Die Schüler in Hongkong auf dem Schulweg, nachdem sie an einer Kundgebung der Menschenkette teilgenommen haben. Die Proteste begannen Ende März in Hongkong als Reaktion auf Regierungsvorschläge zur Änderung bestehender Rechtsvorschriften und zur Auslieferung an das chinesische Festland. Anti-Regierungs-Demonstrationen nahmen in den folgenden Wochen Fahrt auf, als sich demokratiefreundliche Gruppen zusammenschlossen und Studenten eine große Rolle bei Protesten und Kundgebungen der Menschenkette spielten. 

 

 

009_Steve Winter_for National Geographic

2020 Photo Contest, Contemporary Issues, Stories, 2nd Prize
The Tigers Next Door 
© Steve Winter for National Geographic 

Kevin Antle posiert mit seinen Mitarbeitern in einem Schwimmbad, das sie in einer Tigershow in South Carolina, USA, benutzen. Touristen zahlen ab 399 US-Dollar pro Stück, um an einer morgendlichen Tour teilzunehmen, bei der sie spielen und mit Jungen fotografiert werden.

 

 

 

10.09.2020 - 18.12.2020
Fotoausstellung Berlin . Zum Auftakt der Herbstsaison zeigt Kicken Berlin in der Ausstellung ‚Helga Paris. Notizen’ einen Querschnitt durch das Werk der Photographin der 1970er und -80er Jahre mit Vintage-Abzügen, Motiven aus dem von Paris selbst aufgelegten zehnteiligen ‚Mappenwerk’ – ihrer eigenen kanonischen Werkauswahl – sowie bislang unveröffentlichten Arbeitsabzügen. Bis 18.12.2020
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Helga Paris. Notizen
Fotoausstellung Berlin . Zum Auftakt der Herbstsaison zeigt Kicken Berlin in der Ausstellung ‚Helga Paris. Notizen’ einen Querschnitt durch das Werk der Photographin der 1970er und -80er Jahre mit Vintage-Abzügen, Motiven aus dem von Paris selbst aufgelegten zehnteiligen ‚Mappenwerk’ – ihrer eigenen kanonischen Werkauswahl – sowie bislang unveröffentlichten Arbeitsabzügen. Bis 18.12.2020

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Helga Paris (*1938)
„Kinder mit Masken“, 1968
© Helga Paris

 

Als eine der bedeutendsten autonomen Stimmen in der ostdeutschen Photographie hat Paris Portraits von Menschen und Orten entworfen, sei es an ihrem Lebensmittelpunkt Berlin, in Halle oder auf Reisen in Osteuropa. Mit ihrer einfühlsamen, respektvollen Alltagsbeobachtung zählt Paris zu den „wichtigen Fotografinnen unserer Zeit“ (Ulrich Domröse). Ihre Werke sind Teil nationaler und internationaler Museen und Sammlungen. 2019 widmete ihr die Berliner Akademie der Künste eine umfassende Retrospektive.

 

Begonnen hat Helga Paris mit der Photographie Ende der 1960er Jahre als Autodidaktin zuerst im privaten Umfeld. Ihr Radius erweitert sich in den folgenden Jahren auf die Nachbarschaft in Berlin-Prenzlauer Berg. Ihre vorurteilsfreie, unspektakuläre Alltagsbeobachtung zeigt die Menschen als Teil einer Gemeinschaft und in sozialer Interaktion wie auch als Persönlichkeiten, etwa in der Serie der Berliner Kneipen. Auch Reisen nach Osteuropa prägten Helga Paris’ frühe Arbeit: in Siebenbürgen und Georgien erlebt die Photographin neue, selbstbewusste Reaktionen auf ihre Kamera und entdeckte für sich Bilder souveräner Weiblichkeit.

 

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Helga Paris (*1938)
„Pauer“, aus der der Serie „Berliner Jugendliche“, 1984
© Helga Paris

 

 

Wichtige Serien wie ‚Berliner Jugendliche‘ (1981/82) oder ‚Frauen im Bekleidungswerk VEB Treff-Modelle’ (1984) vertiefen die Porträtarbeit. ‚Berliner Jugendliche‘ ist Paris‘ erste größere Porträtserie. Paris fixiert behutsam die Ambivalenz wie auch die Offenheit der Jugendlichen. Manche von ihnen, etwa ‚Pauer‘, werden mehrfach porträtiert. Auch bei den Näherinnen der Treff-Modelle zeigt Helga Paris die Frauen mit aufmerksamer Empathie als Individuen in einem zeitlich gebundenen, sozialen Kontext. Erstmals geben nie zuvor veröffentlichte Arbeitsabzüge zusammen mit den von Helga Paris ausgewählten Hauptmotiven der Serie einen tieferen Einblick in den Werkprozess der Künstlerin.

 

Parallel widmete sich die Fotografin in einem Langzeitprojekt von 1981 bis 1989 dem Selbstporträt. Kontinuierlich reagiert sie wie in einem visuellen Tagebuch auf kleinste Nuancen in Stimmung und Ausdruck. So verdichtet sie die Befragung wie Vergewisserung des eigenen Selbst zur „Positionierung des Ichs gegenüber Tendenzen gesellschaftlicher Vereinnahmung“ (Gabriele Muschter).

 

Kicken Berlin, Kaiserdamm 118, Berlin

 

 

09.09.2020 - 30.10.2020
Fotoausstellungen Wien . Mit dem österreichischen Fotografen Gerhard Trommler zeigt die AnzenbergerGallery einen Meister der klassischen Schwarzweiß-Fotografie. Mit vielen exzellenten, vom Fotografen selbst ausgearbeiteten Vintage Prints wird in poetischer Weise das tägliche Leben der Bauern in der ruhen Kulturlandschaft des Waldviertels erzählt. 9.9. bis 30.10.2020
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Gerhard Trumler: Das Land vor dem Winter
Fotoausstellungen Wien . Mit dem österreichischen Fotografen Gerhard Trommler zeigt die AnzenbergerGallery einen Meister der klassischen Schwarzweiß-Fotografie. Mit vielen exzellenten, vom Fotografen selbst ausgearbeiteten Vintage Prints wird in poetischer Weise das tägliche Leben der Bauern in der ruhen Kulturlandschaft des Waldviertels erzählt. 9.9. bis 30.10.2020

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In Gerhard Trumlers Fotografien entdeckt man ein sagenumwobenes Gebiet, bekommt Einblicke in Häuser und entdeckt einzigartige Charaktere. Gerhard Trumler, geb. 1937, verbrachte seine frühe Jugend im Waldviertel, und die fotografische Dokumentation der bäuerlichen Kultur bildete stets ein Anliegen seiner fotografischen Arbeit. In der gezeigten Serie wird das Wesentliche seines Schaffens besonders spürbar, sowie der Einfluss großer amerikanischer Fotografen wie etwa Paul Strand, Ansel Adams, Alfred Stieglitz, oder auch Edward Weston.

 

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Seine Traumlandschaft zeigt er, der sie kennt, wie fast kein anderer, mit großer Leidenschaft und meisterhafter Technik und hält eine verschwindende Region fest. Eine so detailreiche und ausgesprochen ausführliche historische Dokumentation im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts gibt es wohl kein zweites Mal in Österreich, wodurch das Werk Trumlers sowohl im Jetzt als auch für kommende Generationen einen wichtigen Grundstein für das Verständnis und Wissen vom ländlichen Leben und der Natur schafft.

 

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AnzenbergerGallery; Brotfabrik Wien, Absberggasse 27, Wien

 
09.09.2020 - 25.10.2020
Fotoausstellung Pirmasens . Im Kulturzentrum Forum Alte Post werden die Arbeiten von nein Ostkreuz-Fotografinnen und Fotografen vorgestellt, die in einer Zeitspanne von 30 Jahren entstanden sind.Das Konzept für die Ausstellung wurde von Ostkreuz für das Forum Alte Post konzipiert, die ausgewählten Fotoserien werden erstmalig in dieser Zusammenstellung der Öffentlichkeit präsentiert. 9.9. bis 25.10.2020
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Gemeinsam - 30 Jahre Deutsche Einheit - 30 Jahre OSTKREUZ-Agentur der Fotografen
Fotoausstellung Pirmasens . Im Kulturzentrum Forum Alte Post werden die Arbeiten von nein Ostkreuz-Fotografinnen und Fotografen vorgestellt, die in einer Zeitspanne von 30 Jahren entstanden sind.Das Konzept für die Ausstellung wurde von Ostkreuz für das Forum Alte Post konzipiert, die ausgewählten Fotoserien werden erstmalig in dieser Zusammenstellung der Öffentlichkeit präsentiert. 9.9. bis 25.10.2020

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Ohne Titel, aus der Serie Schmale Pfade, 2016
Ina Schoenenburg / OSTKREUZ

 

Gezeigt werden bedeutende Fotoserien aus der Zeit vor und nach 1990, dem Jahr der Deutschen Wiedervereinigung. Neun Ostkreuz-Fotografinnen und Fotografen dokumentieren in ihren Arbeiten eine 30 Jahre umfassende Zeitspanne, in der sich das Leben vieler Menschen im Großen und im Kleinen, wie auch das Land, in dem sie leben, stark veränderte.

 

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Kinder schauen dem Abriss eines Hochhauses zu, aus der Serie Halle Neustadt, 2004
Jordis Antonia Schlösser / OSTKREUZ

 

Ausgehend von den sozialen und politischen Veränderungen, die mit dem Mauerfall 1989 und der Deutschen Einheit ab 1990 einhergingen, untersuchen die Ostkreuz-Mitglieder eindrücklich das Leben im Osten wie im Westen, in den neuen sowie in den alten Bundesländern der Bundesrepublik. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dabei der Mensch, der stets in seine Umgebung eingebunden ist: in die Gesellschaft, die Stadt, in der er lebt, seine Nachbarschaft, die Familie, seine Freundschaften.

Wie prägte die deutsche Wiedervereinigung vor 30 Jahren das Leben der Menschen und welche Auswirkungen und Spuren lassen sich heute noch im Zusammenleben finden?

Die Bilder zeigen den Alltag der Menschen, aber auch die Erschütterungen und noch gegenwärtigen Einflüsse der Wiedervereinigung. Sie sind Zeugen der vielschichtigen Veränderungen und Einschnitte, die dieser politische und gesellschaftliche Umbruch für die persönlichen Lebensumstände jedes Einzelnen mit sich brachte. Sie werfen die Frage auf, wie ein Gefühl der Gemeinsamkeit entstehen und was mit dem Leben einzelner Menschen passieren kann, wenn sich die Grundlagen einer Gesellschaft radikal verändern.

 

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Campingplatz, Harsz, Polen, aus der Serie Gärtners Reise, 2008
Sibylle Fendt / OSTKREUZ

 

Vor 30 Jahren, als mit dem Inkrafttreten des Einigungsvertrags der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland wirksam wurde und die Wiedervereinigung als jahrelanger Prozess begann, gründeten sieben Fotografinnen und Fotografen die Agentur Ostkreuz, um sich zusammen gegenüber dem Neuen zu wappnen und gegenseitig zu stärken. Heute zählt sie 23 Mitglieder. Diese kommen aus dem ehemaligen Osten und dem Westen der Bundesrepublik aber auch aus anderen Ländern. Gemeinsam ist ihnen das Interesse an den Menschen und der Gesellschaft, in der sie leben. Ostkreuz gilt als renommiertestes, von Fotografinnen und Fotografen geführtes Kollektiv Deutschlands. Die Mitglieder sind mehrfach ausgezeichnete Autorenfotografinnen und -fotografen.

Die Agentur Ostkreuz selbst steht sinnbildlich für die Deutsche Wiedervereinigung, da sie von Beginn an das Zusammenleben der Menschen und das Zusammenwachsen beider Teile Deutschlands fotografisch begleitete und dokumentierte.

Beteiligte Fotografinnen und Fotografen:
Sibylle Fendt, Ute Mahler, Werner Mahler, Thomas Meyer, Ina Schoenenburg, Jordis Antonia Schlösser, Stephanie Steinkopf, Linn Schröder, Maurice Weiss.

 

 

 

 

07.09.2020 - 25.05.2021
Ausstellung Essen . Die Ausstellung „Kindheit im Ruhrgebiet“ wurde als Erinnerungsausstellung unter partizipativer Beteiligung der Bevölkerung des Ruhrgebiets konzipiert. Das Ruhr Museum setzt mit dieser Galerieausstellung die Reihe seiner Präsentationen zu populären Themen der Ruhrgebietsgeschichte fort. Bis 25.5.2021
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Kindheit im Ruhrgebiet
Ausstellung Essen . Die Ausstellung „Kindheit im Ruhrgebiet“ wurde als Erinnerungsausstellung unter partizipativer Beteiligung der Bevölkerung des Ruhrgebiets konzipiert. Das Ruhr Museum setzt mit dieser Galerieausstellung die Reihe seiner Präsentationen zu populären Themen der Ruhrgebietsgeschichte fort. Bis 25.5.2021

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Zwei Milchholer in Buer

 

Die Fotografien, die die Erinnerungsstücke begleiten, sind keine persönlichen Erinnerungen. Die 120 Bilder stammen aus dem Fotoarchiv des Ruhr Museums, das Fotografien professioneller Fotografen zur Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets sammelt. Die gezeigten Bilder stammen von Presse-, Werks-, Dokumentar- und freien Fotografen, die eigenständig Projekte verfolgten. Die meisten der Aufnahmen waren für Veröffentlichungen gedacht, aber es sind auch wenige Aufnahmen aus dem privaten Umfeld der Berufsfotografen darunter. 

Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien sind Teil eines kollektiven Gedächtnisses des Ruhrgebiets geworden. Dieses kollektive Bildgedächtnis wird in der Ausstellung mit den konkreten subjektiven Erinnerungen der Leihgeberen kombiniert, so dass die Besucheren der Ausstellung eigenständig Querbezüge zwischen Objekten und Bildern herstellen kön-nen. Die Bilder der Berufsfotograf*innen rahmen die Exponate auf der Aus-stellungsfläche quasi ein. Sie formen einerseits mit Motiven, wie sie nur im Ruhrgebiet vorkommen – dem Spielen auf der Halde, in der Siedlung, vor dem Werkstor, am Kanal –, und andererseits mit allgemeingültigen Bildern von Schule, Freizeit und Familie einen „Bezugsrahmen“ zur ausgestellten Erinnerung im Inneren der Ausstellungsfläche. 

 

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In der Ausstellung

 

Was auffällt: Schauplätze der Kindheit sind neben dem elterlichen Zuhause und der Schule die Straße, die Siedlung oder die Industriebrache. Bis in die 1980er Jahre haben Kinder in Deutschland, vor allem im Ruhrgebiet, wei-testgehend draußen gespielt. Das Phänomen der „unsichtbaren“ Groß-stadtkinder, deren soziales Leben in geschlossenen Räumen stattfindet, ist jüngeren Datums und mit ein Grund, die Ausstellung mit den späten 1980er Jahren enden zu lassen. 

 

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Kinderbetreuung der Zeche Graf Moltke

 

Die Galerieausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Essen e.V. entstanden. Sie zeigt auf der 21-Meter-Ebene des Ruhr Museums auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein 66 Objekte mit den persönlichen Geschichten ihrer Besitzer*innen. Die Einzel-objekte stammen aus der Zeit von 1945 bis 1989 und kommen aus allen Lebensbereichen: von der Schule über Feste, Familienfeiern und Hobbies bis hin zu Spiel und Sport, drinnen wie draußen. 

Die Auseinandersetzung mit den Exponaten soll Besucheren anregen, die eigenen Kindheitserinnerungen zu wecken und zu vergleichen. Ergänzt wird die Ausstellung durch fünf Spielinseln, die alte Erinnerungen hervor holen oder zu neuen Erinnerungen beitragen möchten. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit vielen Highlights rundet die Ausstellung ab. 

 

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Aerztliche Untersuchung in der Tegelschule

 

 „Die persönlichen Erinnerungen der Menschen sind der Ausgangspunkt für ein großes Panorama der Kindheit im Ruhrgebiet über vier Jahr-zehnte, welches die individuellen Erinnerungen der Leihgeber*innen und ihren durch die Objekte vermittelten Geschichten mit der in der Fotografischen Sammlung des Ruhr Museums beheimateten kollektiven Erinnerung zum Ruhrgebiet verbindet. So entsteht ein höchst persönliches und gleich-zeitig zu verallgemeinerndes Bild einer historischen Kindheit in einer besonderen Region“, skizziert Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums. 

 

Das partizipatorische Konzept 

"Das Interesse dem Ruhr Museum Gegenstände aus der Kindheit zu überlassen, war im Ruhrgebiet überwältigend. Schon nach dem ersten Aufruf im März 2018 war aber auch das Bedürfnis erkennbar, zu den Objekten auch die persönlich erlebte Geschichte mitteilen zu wollen. Dieses Bedürfnis wurde aufgegriffen und in den Mittelpunkt der Ausstellung gestellt“, erklärt Michaela Krause-Patuto, Kuratorin der Ausstellung. Mit dem Fokus auf den persönlichen Geschichten schloss die Ausstellung aber gleichzeitig den Anspruch aus, die Geschichte der Kindheit im Ruhrgebiet lückenlos darzustellen. 

Im Sommer 2019 startete ein zweiter Aufruf, der sich explizit an potentielle Leihgeberinnen und Leihgeber wendete, die ihre Kindheit in den 1960er bis 1980er Jahren erlebt hatten. Die Resonanz war erneut überwältigend. In der Summe waren es etwa 300 Anrufe und E-Mails, die das Museum innerhalb von zwei Wochen erhielt. Für die Ausstellung ausgewählt wurden solche, die entweder stellvertretend für die Erinnerung Vieler stehen oder derartig einzigartig sind, dass sie spezifisch für die Kindheit im Ruhrgebiet erscheinen. 

 

Ruhr Museum in der Kohlenwäsche, Galerie, 21-Meter-Ebene , UNESCO-Welterbe Zollverein , Gelsenkirchener Straße 191, Essen 

 

05.09.2020 - 02.10.2020
Fotoausstellung Berlin . David Drebins Leitmotiv ist die Darstellung der Frau in Verbindung mit Sehnsüchten, Fantasien und ihrer Beziehung zur Großstadt. Unnahbar, unerreichbar und zugleich unwiderstehlich umgibt die Frauen in den Fotografien eine aufregend-reizvolle Atmosphäre. Die Werkschau in der Galerie Camera Work findet anläßlich des 50. Geburtstags des Künstlers statt. 5.9. bis 2.10.2020
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David Drebin: 15 Years – Collected Dreams
Fotoausstellung Berlin . David Drebins Leitmotiv ist die Darstellung der Frau in Verbindung mit Sehnsüchten, Fantasien und ihrer Beziehung zur Großstadt. Unnahbar, unerreichbar und zugleich unwiderstehlich umgibt die Frauen in den Fotografien eine aufregend-reizvolle Atmosphäre. Die Werkschau in der Galerie Camera Work findet anläßlich des 50. Geburtstags des Künstlers statt. 5.9. bis 2.10.2020

CW This is London

THIS IS LONDON, 2019
© David Drebin / Courtesy of CAMERA WORK

 

Die Austellung "15 Years – Collected Dreams" umfasst mehr als 15 großformatige Fotografien, darunter selten ausgestellte Hauptwerke wie »Movie Star« und »Dreams of Central Park«, neue Arbeiten und spektakuläre Lightboxes. Anlässlich der Ausstellung erscheint das Fotobuch »Collectors Edition« (teNeues).

 

CW Me and Me

ME AND ME, 2008
© David Drebin / Courtesy of CAMERA WORK

 

Seit 15 Jahren wird David Drebin von der Galerie CAMERA WORK vertreten. In dieser Zeit hat er sich zu einem einflussreichen und bedeutenden zeitgenössischen Fotokünstler entwickelt. In der Ausstellung, die Drebins künstlerische Entwicklung der letzten 15 Jahre anhand ausgewählter Hauptwerke nachzeichnet, können die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in das Schaffenswerk des Künstlers erhalten.

 

CW Iloveyou with Girl

ILOVEYOU WITH GIRL, 2006
© David Drebin / Courtesy of CAMERA WORK

 

David Drebins Leitmotiv ist die Darstellung der Frau in Verbindung mit Sehnsüchten, Fantasien und ihrer Beziehung zur Großstadt. Unnahbar, unerreichbar und zugleich unwiderstehlich umgibt die Frauen in den Fotografien eine aufregend-reizvolle Atmosphäre. Zum Voyeur werdend, genießt der Betrachter einen Blick in Apartments und Stadtszenerien, in denen glamouröse Frauen geheimnisvoll inszeniert sind. Dabei lässt Drebin den Betrachter an Sehnsüchten, Träumen und Hoffnungen der Frauen teilhaben. So gelingen dem Künstler Szenerien voll ergreifender Intimität und Nähe, die Humor, Liebe, Erotik, Einsamkeit und Melancholie miteinander kombinieren. David Drebins cineastische Bildsprache spiegelt sich auch in seinen epochalen Panoramen wider. Von New York und Los Angeles bis Paris, London und Hongkong: Die Großstadtpanoramen, in ihrem Format eine Hommage an das Kino Hollywoods, bilden mit den imposanten Häuserdschungeln eine nahezu unendliche Projektionsfläche für die Vielfalt an Verführungen und die Einsamkeit des Individuums im Umgang mit seinen Gedanken und Sehnsüchten. Dabei wird für den Betrachter auch die moderne Erhabenheit im Form der Großstadt erlebbar.

 

CW Dreams of Hong Kong

DREAMS OF HONG KONG, 2009
© David Drebin / Courtesy of CAMERA WORK

 

 

David Drebin

David Drebin (geb. 1970) verbrachte seine Kindheit in Toronto, bevor er für sein Studium an der Parsons The New School for Design nach New York zog. Nach seinem erfolgreichen Abschluss 1996 erlangte er schnell eine hohe Reputation als internationaler Werbe- und Modefotograf. Bereits 2005 hatte David Drebin seine erste Einzelausstellung bei CAMERA WORK. Eine Auswahl seiner Bilder erschien 2007 in der Monografie »Love And Other Stories«, es folgten die Bildbände »The Morning After« (2010), »Beautiful Disasters« (2012), »Chasing Paradise« (2015), »Dreamscapes« (2016), »Love & Lights« (2017), »Before They Were Famous« (2019) und »Collectors Edition« (2020) im teNeues Verlag. Heute zählt David Drebin mit seiner bekannten Bildsprache zu den einflussreichsten Künstlern im Bereich der zeitgenössischen Fotografie. Auf dem internationalen Fotokunstmarkt werden für seine Werke in Ausstellungen, auf Kunstmessen und auf Auktionen Preise von bis zu 100.000 € erzielt. Der Künstler lebt in New York.

 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin

 

29.08.2020 - 09.10.2020
Fotoausstellung Köln . Die Ausstellung „René Groebli – Platin Palladium Prints“ in der infocus Galerie führt den Betrachter in das spannende Werk René Groeblis mit Bildern ein, die mittels des edelsten, wertbeständigsten und exklusivsten Verfahrens entstanden sind. Jede Vergrößerung ist ein Unikat und Print verliert mit der Zeit nichts von seiner Intensität und nimmt auch dauerhaft keinen Schaden durch die Lichteinwirkung. Die Grauabstufungen sind im Vergleich zu den Silber Gelatine Abzügen um ein Vielfaches reicher und so fein, dass selbst in dunklen Bereichen noch Zeichnung erkennbar ist. Aus aktuellem Anlass wurde die Ausstellung auf den Sommer und Herbst verschoben. 29.8. bis 9.10.2020
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René Groebli - Platinum Prints 1946 - 2006
Fotoausstellung Köln . Die Ausstellung „René Groebli – Platin Palladium Prints“ in der infocus Galerie führt den Betrachter in das spannende Werk René Groeblis mit Bildern ein, die mittels des edelsten, wertbeständigsten und exklusivsten Verfahrens entstanden sind. Jede Vergrößerung ist ein Unikat und Print verliert mit der Zeit nichts von seiner Intensität und nimmt auch dauerhaft keinen Schaden durch die Lichteinwirkung. Die Grauabstufungen sind im Vergleich zu den Silber Gelatine Abzügen um ein Vielfaches reicher und so fein, dass selbst in dunklen Bereichen noch Zeichnung erkennbar ist. Aus aktuellem Anlass wurde die Ausstellung auf den Sommer und Herbst verschoben. 29.8. bis 9.10.2020

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Copyright René Groebli, Courtesy in focus Galerie, Köln

 

Großen Einfluss auf das frühe fotografische Werk René Groeblis hatte sein Freund, der bekannte Schweizer Fotograf Robert Frank. Die Subjektivität in Robert Franks Werk beschäftigte René Groebli und führte ihn hin zu seiner eigenen subjektiv-poetischen Bildsprache. Groebli wollte fotografieren, was nicht greifbar ist: Bewegung, Dynamik und Geschwindigkeit - wie bei „Magie der Schiene", einem wegweisenden Fotoessay, welches 1949 entstand und in einem Zusammenspiel von Rauch, Geruch, Landschaft, Romantik und Stimmung die französische Dampfeisenbahn als Symbol der Kraft versinnbildlicht hat und Gefühle - wie bei „Das Auge der Liebe", ein fotografisches Liebesgedicht, ein Werk voll zeitloser Poesie, welches 1953 entstand.

 

Groebli_Rene-Magie_der_Schiene-1949-#559

Copyright René Groebli, Courtesy in focus Galerie, Köln

 

Die Bilder bestechen durch die Schönheit der Bewegungen, das Spiel mit der Silhouette, dem gedämpften Licht, den tiefen Schatten, dem Kontrast von Schärfe und Unschärfe, dem Verhüllen und Enthüllen. Sie leben von der Andeutung und der Assoziation. Man erblickt Stillleben, ein Interieur des Hotelzimmers, einen Blick aus dem Fenster, gar eine Szene im benachbarten Cafe - aber im Mittelpunkt steht etwas, das der Fotograf mit den Augen der Liebe betrachtet: seine Frau Rita.

 

Groebli_Rene-Maler-Paris-1949-#1436

Copyright René Groebli, Courtesy in focus Galerie, Köln

 

Auch der Fotograf Edward Steichen, damals bereits Kurator am Museum of Modern Art (MoMA) in New York, war beeindruckt von der Serie „Das Auge der Liebe", welche 1954 als kleines Buch in einer Auflage von 1000 Stück erschien. Zusammen mit Robert Frank kam Edward Steichen 1953 nach Zürich, um für sein großes Ausstellungsprojekt „The Family of Man" zu recherchieren. Steichen besuchte den damals 26- jährigen Fotografen Groebli, dessen sitzender Akt aus der vorliegenden Serie er sogleich für die renommierte fotografische Sammlung des MoMA erwarb. Außerdem wählte er ein Foto einer Tanzszene für die Ausstellung „The Family of Man" aus.

Die perfekte Beherrschung der fotografischen Technik, gepaart mit einer enorm starken künstlerischen Energie haben René Groebli zu einem wahren Meister der Fotografie gemacht. Stilbildend hat er die Fotografie von heute beeinflusst.

 

in focus Galerie - B. Arnold, Hauptstraße 114, Köln

 

 

 

 

 

29.08.2020 - 08.11.2020
Fotoausstellung Burghausen . London kommt ins bayerische Niederbayern! Das Haus der Fotografie zeigt die Ausstellung "norbert schoerner . gegendlicht" mit Arbeiten des Fotografen und Filmemachers, der seit 1989 in London lebt und arbeitet. Dort startete der in Mühldorf a. Inn geborene Künstler seine Laufbahn mit Fotografien für die beiden einflussreichen Kultur- und Modemagazine The Face und i-D. 29.8. - 8.11.2020
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norbert schoerner . gegendllicht
Fotoausstellung Burghausen . London kommt ins bayerische Niederbayern! Das Haus der Fotografie zeigt die Ausstellung "norbert schoerner . gegendlicht" mit Arbeiten des Fotografen und Filmemachers, der seit 1989 in London lebt und arbeitet. Dort startete der in Mühldorf a. Inn geborene Künstler seine Laufbahn mit Fotografien für die beiden einflussreichen Kultur- und Modemagazine The Face und i-D. 29.8. - 8.11.2020

Burg schoerner 1

Foto: © Norbert Schoerner 

 

 Seinen Bildern ist das Erzählen, das Verzerren der Konventionen und das Überziehen der Wirklichkeit mit vielen Schichten zu eigen. Das narrative und cineastische Moment zieht sich sowohl durch seine künstlerischen Arbeiten als auch durch seine Fotostrecken und Filme für die Welt der Mode, der Kunst und der kommerziellen Werbung. Für Prada, Swarovski, Shiseido, Jil Sander und viele mehr produziert der visionäre Kreative nicht nur technisch perfekte Bilder, sondern entwickelt jedes Projekt zu etwas Singulärem, das die Grenzen von vorgegebenen Definitionen neu befragt. 

 

Burg schoerner 3

Foto: © Norbert Schoerner 

 

In der Ausstellung beleuchten Fotografien und Videos aus unterschiedlichen Serien das überbordende, stets von einem roten Faden durchwobene Werk Norbert Schoerners. 

Zahlreiche Fotoserien von Norbert Schoerner wurden bislang in The Face, ID, NY Times, Vogue und Harper’s Bazar veröffentlicht. Zugleich realisierte er für Comme des Garçons, Swarovski, Shiseido, Prada und Lacoste Werbekampagnen und Coverart wie 2020 für das Album von Lady Gaga. 

 

Burg schoerner 2

 

Foto: © Norbert Schoerner 

 

Schoerner ist außerdem Autor zahlreicher Bücher wie The Order of Things 2002, Hell in Zusammenarbeit mit Jake und Dinos Chapman mit Saatchi Galerie 2003, The Impossible Image: Fashion Photography im Digital Age Phaidon 2000, Apocalypse Royal Academy London 2000, Beauty in Vogue Condé Nast 2007, The Concise Dictionary of Dress Victoria and Albert Museum 2010, Third Life Violette Editions 2012 und Nearly Eternal Claire de Rouen Books London 2015. 

Ein Teil seines filmischen Werks war 2014 beim Cannes Filmfestival zu sehen.

 

Künstlerführungen mit Norbert Schoerner:

10.10.2020 um 17 Uhr und um 19 Uhr

 

 

 

 

15.08.2020 - 31.03.2021
Fotoausstellung Zingst . Ab 8. August wird die Jordanstraße wieder eine große Ausstellung zieren. Die Outdoor-Ausstellung im XXL-Format zeigt berührende Bilder von Freunden und Industrie-Partnern des Umweltfotofestivals »horizonte zingst«. Thematisch im Mittelpunkt steht die Natur, die es zu schützen gilt. 15.8.2020 bis 31.3.2021
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Eine Augenweide - Open Air
Fotoausstellung Zingst . Ab 8. August wird die Jordanstraße wieder eine große Ausstellung zieren. Die Outdoor-Ausstellung im XXL-Format zeigt berührende Bilder von Freunden und Industrie-Partnern des Umweltfotofestivals »horizonte zingst«. Thematisch im Mittelpunkt steht die Natur, die es zu schützen gilt. 15.8.2020 bis 31.3.2021

JP20_Partnerausstellung_Zeiss_©Timm_Allrich

Weststrand - Mecklenburg-Vorpommern von einer seiner schönsten Seiten.

 © Timm Allrich - Partner Zeiss

 

Eine Augenweide wird die Ausstellung in Zingst werden, die inspirierend vor allem eines vermittelt: Die Freude an kreativer Fotografie. In dieser Bilderschau wird sichtbar, was die Fotografie zu leisten vermag. Die Bilder sprechen in unterschiedlicher Weise Emotionen an und bleiben damit geradezu unauslöschlich in der Erinnerung. Es sind besondere Könner mit der Kamera, die diese Bilder gemacht haben.

 

JP20_Partnerausstellung_Epson_©Ray_Collins

Mit Phantasie lassen sich in den flüchtigen Formen der Wellenbilder
Tiere und Landschaften entdecken.

© Ray Collins Partner: Epson

 

JP20_Partnerausstellung_Sigma_©Mark_Ford

Life on the Edge. Detailaufnahme des Rio Tinto in Spanien.

© Mark James Ford
Partner: Sigma

 

 

Zusammengestellt wurde die Ausstellung von Fachleuten aus der Fotoindustrie und von Medien-Machern. In der Summe ist es das Bekenntnis einer Branche zum besseren Bild. Mit den Marken, die hier vertreten sind, verbinden sich zeitgemäße Fototechnik und Produkte, ohne die fotografische Abbildungen auf dem hier gezeigten Niveau nicht machbar wären.

 

JP20_Partnerausstellung_Geo_©Esther_Horvath

Auf Futtersuche. Eine Eisbärenmutter und ihr Junges erscheinen im hellen Schein-
werferlicht des „Polarsterns“. Sie sehen sich die Flaggen und die Ausrüstung auf der Eisscholle an. Mit diesem Foto hat die Fotografin Esther Horvarth 2020 den World Press Photo Award gewonnen.

© Esther Horvath Partner: Geo-Magazin

 

 

JP20_Partnerausstellung_Nikon_©Tanja_Brandt

© Tanja Brandt - Partner Nikon

Besondere Bewunderung verdienen die Fotografinnen und Fotografen, die mit ihren Bildern die Augen der Betrachter auf Motive lenken, die ohne die großartige kreative Leistung im Verborgenen blieben. Diese Bilderschau soll eine Augenweide sein – voller visueller Überraschungen, bewegender Eindrücke und der Vermittlung nachhaltiger Erkenntnisse.

 

15.08.2020 - 31.03.2021
Fotoausstellung Zingst . Mit einem exklusives Fotoprojekt stellt die Open Air Porträt-Galerie 86 Zingster vor. Präsentiert werden die Bilder unter anderem im Hafen, an der Jordanstraße, am Max Hünten Haus und in der Strandstraße. "Wir in Zingst" will nach dem Lockdown ein einzigartiger fotografischer Begrüßungscocktail sein. Er zeigt Unternehmer und Akteure hinter den Kulissen, die vor allem eines sein wollen: gute Gastgeber. 51.8.2020 bis 31.3.2021
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Wir in Zingst - Gesichter und Gedanken zu einem besonderen Ort
Fotoausstellung Zingst . Mit einem exklusives Fotoprojekt stellt die Open Air Porträt-Galerie 86 Zingster vor. Präsentiert werden die Bilder unter anderem im Hafen, an der Jordanstraße, am Max Hünten Haus und in der Strandstraße. "Wir in Zingst" will nach dem Lockdown ein einzigartiger fotografischer Begrüßungscocktail sein. Er zeigt Unternehmer und Akteure hinter den Kulissen, die vor allem eines sein wollen: gute Gastgeber. 51.8.2020 bis 31.3.2021

Zingst 003

Ronald Salut
© Christoph Künne

 

In Anlehnung an die Aktion „Faces of Festival“, die im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« von Fotografen des Magazins DOCMA entstand, wurde das Projekt "Wir in Zingst"entwickelt. Die Redaktionsmannschaft, unter der Leitung von Christoph Künne, setzte ihre digital-fotografische Kompetenz, um in kürzester Erarbeitungszeit 86 Zingster zu porträtieren und die „Geistesblitze“ zu dokumentieren. Die Arbeiten wurden von Epson gedruckt wurde und sind über den Ort verteilt bis März 2021 zu sehen.

 

Zingst 001

Renate Gerdnun
© Christoph Künne

 

 

Zingst 002

Veronika Zmitraite
© Christoph Künne

 

Zusammenhalt ist nicht nur das richtige Stichwort für die Intention dieser großen Porträtaktion, sondern kennzeichnet auch den Leitgedanken des Ortes während der Corona-Krise. Die Porträts zeigen nicht nur die Gesichter der Menschen, die Zingst gestaltet und entwickelt haben, sie geben auch gleich noch spontan Gedanken preis, die ihnen in den Kopf gekommen sind. Das macht diese Porträt-Galerie aussagekräftig und unterhaltsam.

 

Zingst 005

Karl-Heinz Holz
© Christoph Künne

 

Zingst_Arne Nehls

Arne Nehls
© Christoph Künne

 

Diese Mischung aus Begegnung auf Augenhöhe und heiterem Gedankenlesen kennzeichnet den offenen Geist, der im frischen, klaren Küstenklima bestimmend ist. Dieses gelungene Beispiel offener Kommunikation richtet sich gleichermaßen an die Gäste, die ihre Gastgeber und Akteure hinter den Kulissen kennenlernen, sowie an die Zingster, die generationsübergreifend für den Ort und seine Menschen einstehen. „Ich war sehr erfreut über die zahlreichen Zusagen der Zingster, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Das zeigt einmal mehr den wachsenden Zusammenhalt des Ortes, gerade in einer Zeit der Bewältigung besonders schwieriger Situationen durch die Corona-Pandemie“, so Markus Weiß, Innenmarketing, der Kur-und Tourismus GmbH Zingst. Mit der Entwicklung des Ortes soll sich auch dieses Projekt entwickeln und zukünftig weitere Akteure zeigen.

 

https://www.zingst.de/veranstaltungen/das-exklusive-fotoprojekt-wir-in-zingst

 

 

 

 

14.08.2020 - 10.01.2021
Fotoausstellung Mannheim . "In 80 Bildern um die Welt – Reisefotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert" kann man sich in der Sonderausstellung im Reiss-Engelhorn-Museen in die weite Welt entführen lassen. Präsentiert werden Werke von frühen Fotopionieren über Bildikonen der legendären Stern-Reporter bis zu Vertretern der klassischen Moderne wie Henri Cartier-Bresson und Robert Häuser. 14.8.2020 bis 10.1.2021
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In 80 Bildern rund um die Welt
Fotoausstellung Mannheim . "In 80 Bildern um die Welt – Reisefotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert" kann man sich in der Sonderausstellung im Reiss-Engelhorn-Museen in die weite Welt entführen lassen. Präsentiert werden Werke von frühen Fotopionieren über Bildikonen der legendären Stern-Reporter bis zu Vertretern der klassischen Moderne wie Henri Cartier-Bresson und Robert Häuser. 14.8.2020 bis 10.1.2021

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Ruhender Reiter, Kamerun
Jürgen Heinemann, 1964
© Jürgen Heinemann

 

In Corona-Zeiten ist das Reisen plötzlich nicht mehr selbstverständlich und unterliegt zahlreichen Einschränkungen. Die Sehnsucht nach der Ferne bleibt jedoch ungebrochen. Seit ihrer Erfindung konservieren Reisefotografien Erinnerungen und laden zum Träumen ein. Zu Land, zu Wasser und in der Luft steuert die Ausstellung Sehnsuchtsorte an. Sie zeigt, wie sich das Reisen, aber auch die Fototechnik im Laufe der Zeit verändert haben.

 

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Abu Simbel, der große Tempel für Ramses II.
Pascal Sébah, um 1875
Quelle: rem, Forum Internationale Photographie

 

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Orientalische Gasse in Marrakesch, Marokko
Peter Thomann, 1964
© Peter Thomann

 

Die Bilder stammen aus den reichen Beständen des Forums Internationale Photographie. Viele davon sind erstmals zu bewundern. Neben dem Robert-Häusser-Archiv und der zeitgenössischen Sammlung des renommierten Fotohistorikers Helmut Gernsheim birgt das Forum einen besonderen Schatz: rund 4.000 einzigartige Albuminpapierabzüge, die Wilhelm, Carl und Anna Reiß von ihren zahlreichen Reisen mit nach Mannheim gebracht haben. Die Geschwister der alteingesessenen Mannheimer Unternehmerfamilie gehörten zu jenen gut betuchten Europäern, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Weg machten, um die Welt mit eigenen Augen zu erkunden. Die Ausstellung folgt ihnen unter anderem nach Rom, an den Golf von Neapel, zu den Pyramiden in Ägypten, ins Heilige Land und zum Fuji in Japan.

 

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Der große Fischzug, Strand von Kayar, Senegal
Robert Lebeck, um 1960
© Archiv Robert Lebeck

 

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Straßenfotograf, Genua
Robert Häusser, 1959
© Robert Häusser – Robert-Häusser-Archiv/Curt-Engelhorn-Stiftung, Mannheim

 

Dank der Erfindung der Fotografie wenige Jahre zuvor konnten die neuen Reisedestinationen dauerhaft und wirklichkeitsgetreu festgehalten werden. Die ersten Touristen fotografierten jedoch noch nicht selbst, sondern nahmen vor Ort die Dienste von Ateliers in Anspruch, die meistens von europäischen Fotografen betrieben wurden. Im Zeitalter des Massentourismus und der Digitalfotografie geht von diesen frühen Aufnahmen ein besonderer Zauber aus. Sie bestechen durch ihre Detailschärfe und sind teils kunstvoll handkoloriert.

 

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Kalktuff-Formationen, Mono Lake, Kalifornien
Volkhard Hofer, 1988
© Volkhard Hofer

 

Diesen frühen Aufnahmen stehen in der Ausstellung die Arbeiten bedeutender Fotografinnen und Fotografen des 20. Jahrhunderts gegenüber. In ihrem jeweils ganz eigenen Stil halten sie nahe und exotische Orte in Schwarz-Weiß und Farbe fest. Während manche Bilder zum Schmunzeln einladen, wecken andere das Fernweh.

Darunter befinden sich Werke der STERN-Fotografen Thomas Höpker (*1936), Robert Lebeck (1929-2014), Peter Thomann (*1940), Dieter Heggemann (1923-1999) und Michael Friedel (*1935). Sie reisten im Auftrag des Magazins um die Welt. Ihre eindringlichen Momentaufnahmen von Land und Leuten wurden zu Ikonen des Bildjournalismus. Auch die Bilder des deutsch- amerikanischen Fotografen Fritz Henle (1909-1993) zierten die Titelblätter großer Zeitschriften. Mit seiner geliebten Rolleiflex-Kamera besuchte er Sehnsuchtsorte wie Venedig, Florenz, Jerusalem oder die Türkei. Fee Schlapper (1927-2000) und Jürgen Heinemann (*1934) haben sich der humanistischen Fotografie verschrieben. In ihren feinfühligen Werken porträtieren sie den Alltag in fremden Ländern. Die Reisefotografien von Robert Häusser (1924-2013) tragen ebenfalls eine unverwechselbare Handschrift. Die durchkomponierten Bilder des ersten deutschen Hasselblad-Preisträgers versprühen eine ganz besondere Schwarz-Weiß-Magie.

 

Folgende Bildautoren werden gezeigt:

19. Jahrhundert: Pascal Sébah, Giogio Sommer, Tamamura Kozaburo

20. Jahrhundert: Ferenc Berko, Henri Cartier-Bresson, Erwin Fieger, Michael Friedel, Flor Garduño, Helmut Gernsheim, Bruce Gilden, Robert Häusser, Dieter Heggemann, Jürgen Heinemann, Fritz Henle, Volkhard Hofer, Thomas Höpker, Fee Schlapper, Peter Thomann

 

Reiss-Engelhorn-Museen, Forum Internationaale Photographie, Museum Zeughaus C5, Mannheim

12.08.2020 - 15.11.2020
Ausstellung Bonn . Im Kunstmuseum Bonn präsentiert Nico Jana Weber ihre neue, im Rahmen eines Arbeitsstipendiums in Paris entwickelte Arbeit Tropic Telecom. Die aus Bonn stammende und in Ludwigshafen am Rhein lebende Künstlerin Nico Jana Weber (*1983) ist die Gewinnerin des Bonner Kunstpreis 2019. 12.8. bis 15.11.2020
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Nico Joana Weber. Tropic Telecom
Ausstellung Bonn . Im Kunstmuseum Bonn präsentiert Nico Jana Weber ihre neue, im Rahmen eines Arbeitsstipendiums in Paris entwickelte Arbeit Tropic Telecom. Die aus Bonn stammende und in Ludwigshafen am Rhein lebende Künstlerin Nico Jana Weber (*1983) ist die Gewinnerin des Bonner Kunstpreis 2019. 12.8. bis 15.11.2020

Kunstmuseum Weber 02

Nico Jana Weber, tropic Telecom, Film Still, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

In verschiedenen künstlerischen Medien verhandelt Nico Jana Weber die ästhetischen und politischen Prägungen von Architektur und Landschaft in transkulturellen Kontexten. Bei Webers Arbeit Tropic Telecom ist der Protagonist der Videoinstallation ein Albino-Alligator, der die Betrachter durch Orte französischer Kolonial- und Migrationsgeschichte sowie ab 1970 entstandene Großsiedlungen am Stadtrand von Paris führt. Die 3D-Animation des Alligators wurde in Kooperation mit dem DNEG Greenlight Trainee Programme, London entwickelt. Eingebettet wird das Video in eine eigens geschaffene Rauminstallation, für die Weber präzise bildhauerische Setzungen vornimmt. Die verwendeten Materialien und Formen greifen Motive von Art Déco-Architektur im Geiste des Exotismus ebenso auf wie Elemente brutalistischer und postmoderner Bauten. So entsteht ein konzeptuell dichtes und zugleich luftig assoziatives Gefüge aus Referenzen und neu geschaffenen Bildern, die das gegenwärtige Paris in seiner hybriden postkolonialen Realität reflektieren.

 

Kunstmuseum Weber 01

Nico Jana Weber, tropic Telecom, Film Still, VG Bild-Kunst, Bonn 2020



Seit seiner Neukonzipierung im Jahr 2009 ist der Bonner Kunstpreis, der alle 2 Jahre vergeben wird, an ein drei- bis sechsmonatiges Arbeitsstipendium in einer frei wählbaren europäischen Metropole gekoppelt. Seit 2019 wird das Stipendium von Dr. Stephanie und Wolfgang Bohn mit einer Summe von 10.000 Euro unterstützt. Zusätzlich stiftet das Ehepaar Bohn weitere 5.000 Euro, um einen Ankauf aus der Bonner Kunstpreis-Ausstellung für die Sammlung des Kunstmuseum Bonn zu ermöglichen.


Kuratorin der Ausstellung: Dr. Barbara J. Scheuermann

 

Kunstmuseum Bonn, Helmut-Kohl-Allee 2, Bonn

09.08.2020 - 18.10.2020
Fotoausstellung Erfurt . Die Ausstellung in der Kunsthalle wird hauptsächlich den Teil Lee Millers fotografischen Schaffens beleuchten, der wohl zu ihren wichtigsten gehört, den sie uns hinterlassen hat: ihre Kriegsfotografien. Und so kehren anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes Lee Millers Fotografien nun in gewisser Weise an die Schauplätze zurück, wo die Aufnahme einstmals entstanden waren. 9. August bis 18. Oktober 2020
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Lee Miller - To believe it
Fotoausstellung Erfurt . Die Ausstellung in der Kunsthalle wird hauptsächlich den Teil Lee Millers fotografischen Schaffens beleuchten, der wohl zu ihren wichtigsten gehört, den sie uns hinterlassen hat: ihre Kriegsfotografien. Und so kehren anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes Lee Millers Fotografien nun in gewisser Weise an die Schauplätze zurück, wo die Aufnahme einstmals entstanden waren. 9. August bis 18. Oktober 2020

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Copyright Lee Miller Archives Lee Miller wearing special helmet borrowed 

 

Vor nunmehr 75 Jahren begleitete Lee Miller im Auftrag der Vogue als Kriegsfotografin die amerikanischen Truppen beim Vormarsch von der Normandie über Paris, den Elsass, das Rheinland, Hessen und Thüringen bis an die Elbe nach Torgau (und danach nach Bayern) und hat dabei viele, heute bekannte Aufnahmen von den Schauplätzen des 2. Weltkrieges gemacht. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von über einhundert der damals entstandenen Fotografien.

Den Meisten ist Lee Miller (1907–1977) vor allem als Model, Muse und surrealistische Fotografin aus Poughkeepsie (New York) bekannt, die 19-jährig Condé Nast, dem Verleger der Vogue, buchstäblich in die Arme lief, fortan begehrtes Modell für Fotografen, wie Edward Steichen oder George Hoyningen-Huene, wurde, dann in Paris Muse und Partnerin von Man Ray war und in dessen Künstlerkreisen verkehrte, alsbald aber hinter der Kamera genauso aktiv war wie davor und dann, zurück in New York, ihr eigenes erfolgreiches Fotostudio eröffnetet und erstmalig in der Julien Levy Gallery ausgestellt wurde, bevor sie, aufgrund einer kurzzeitigen Ehe mit Aziz Eloui Bey über den Umweg Ägypten, zu Kriegsbeginn mit dem Surrealisten Roland Penrose liiert in England lebte.

 

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Copyright Lee Miller Archives Fire Masks London England 1941

 

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Copyright Lee Miller Archives Released prisoners in striped prison dress



Die Erfurter Ausstellung wird nun aber hauptsächlich den Teil ihres fotografischen Schaffens beleuchten, der nun folgen sollte und wohl zu dem wichtigsten gehört, den sie uns hinterlassen hat: ihre Kriegsfotografien. Und so kehren anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes Lee Millers Fotografien nun in gewisser Weise an die Schauplätze zurück, wo die Aufnahme einstmals entstanden waren. Neben einer Auswahl an Fotografien, die den gesamten Zeitraum ihres Kriegseinsatzes abdeckt, werden in Erfurt auch vertiefend bisher nicht oder selten gezeigte Aufnahmen aus Weimar, Buchenwald und Jena zu sehen sein. Abzüge einzelner Fotografien werden dabei neben Lee Millers stark vergrößerten Originalkontaktbögen zu sehen sein.

 

Copyright_LeeMillerArchives_Visitors_tour_Buchenwald_Germany_1945

Copyright Lee Miller Archives Visitor's tour Buchenwald Germany 1945



Lee Millers Leben war gezeichnet von traumatischen Ereignissen, doch es waren vor allem die in ihrer Erinnerung eingebrannten Bilder des Krieges, die sie bis ans Lebensende verfolgen sollten. Die meisten dieser Bilder hatte sie nie auf Film verewigen können und wollen. Sie widersetzten sich ihrem fotografischen Blick. Ihre Kamera schwieg dann. Nur mit surrealistischer Methode konnte sie sich scheinbar überhaupt dem nähern, was heute fotografisch von ihr überliefert ist. Vom Unterbewusstsein gesteuerte und automatisierte Darstellungen der vorgefundenen Realität, oder auch ein vielschichtiger Bildaufbau, gezielte Fragmentierung und fordernde Nahaufnahmen.

 

Kunsthalle Erfurt,Fischmarkt 7, Erfurt

08.08.2020 - 03.10.2020
Fotoausstellung Bad Homburg . Nach Monaten der Planung und Renovierung eröffnet die Taunus Foto Galerie ihre Türen! Die Galerie zeigt Werke bekannter Fotografen in Abzügen von höchster Qualität und in limitierter Auflage für interessierte Sammler und für jeden, der an neuen Kunstwerken zu Hause oder im Büro interessiert ist. Eröffnet wird mit einer Solo-Ausstellung von Yi Sun. 8.8. bis 3.10.2020
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Yi Sun - Die heilenden Narben der Erde
Fotoausstellung Bad Homburg . Nach Monaten der Planung und Renovierung eröffnet die Taunus Foto Galerie ihre Türen! Die Galerie zeigt Werke bekannter Fotografen in Abzügen von höchster Qualität und in limitierter Auflage für interessierte Sammler und für jeden, der an neuen Kunstwerken zu Hause oder im Büro interessiert ist. Eröffnet wird mit einer Solo-Ausstellung von Yi Sun. 8.8. bis 3.10.2020

SUn Yi 02

 

Yi Sun ist in China geboren und seit vielen Jahren in England zu Hause. Er ist ein Multitalent mit einer seltenen Karriere-Kombination als Wissenschaftler und Künstler. Im Jahr 2009 ergatterte er einen hoch begehrten Stipendien-Platz an der Universität Cambridge und machte dort seinen Ph.D. in Biowissenschaften. Heute leitet er seine eigene Forschungsgruppe an der Universität Birmingham, um neue Therapien für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln.

Schon in jungen Jahren fühlte Yi sich zu den visuellen Künsten hingezogen, was ihn – zusammen mit seiner Liebe für die Natur motivierte, Luftbildfotograf zu werden. Sein Vorgehen ist dabei akademisch und analytisch, mit dem Sinn eines Künstlers für Romantik. Stets strebt er nach der besten Komposition und scheut sich dabei nicht, kräftige Farben einzusetzen, um beim Betrachter tiefe Emotionen zu erwecken. Sein Fokus liegt dabei zum einen auf der ungezähmten, unverfälschten Wildnis, anderseits auf dem menschlichen Einfluss auf diesen Planeten. Indem er atemberaubende fotografische Werke schafft, möchte er das Bewusstsein für vernachlässigte Umweltfragen schärfen und die Liebe für unseren schönen, aber zerbrechlichen Planeten stimulieren.

 

Sun, Yi, Shark Bay, Study 11, Western Australia, 2017

 

 

Die meisten seiner Bilder nimmt er aus kleinen Flugzeugen oder Hubschraubern mit offenen oder gar keinen Türen heraus auf. Sein Markenzeichen sind Fotos, die gerade nach unten aufgenommen werden, während die Maschine akrobatische Flugmanöver absolviert. Dies erfordert es, innerhalb von Sekundenbruchteilen Bildkompositionen zu entwerfen und aufzunehmen. Yi konzentriert sich darauf, wirklich einmalige Bilder zu schaffen. Der Einfluss moderner, abstrakter Kunst führt ihn zu einfachen, kräftigen Kompositionen und Farben. So sehen seine Kunstwerke oft wie moderne, abstrakte Gemälde aus.

Durch viele Jahre disziplinierter Selbstreflektion ist Yi zu einem international anerkannten Fotografen geworden, der etliche renommierte Fotografie-Auszeichnungen gewonnen hat. Seine fotografische Reise hat ihn bislang in über 30 Länder geführt, zu rauen Wüsten, riesigen Ozeanen, stillen Seen, schlängelnden Flüssen, fremdartigen Vulkanmassiven, farbprächtigen Regenwäldern und imposanten Gletschern.

 

Die Taunus Foto Galerie arbeitet in enger Kooperation mit www.boshamgallery.com, einer ähnlichen Galerie mit langjähriger Erfahrung in England. In der Galerie findet sich die Gelegenheit, Original-Abzüge in allerbester Qualität von Werken bekannter Fotografen hautnah zu erleben. Wie bei klassischen Kunstwerken ist das tatsächliche Erleben um ein Vielfaches besser als jeder Screenshot.

Taunus Foto Galerie, Audenstr.6, Bad Homburg 

21.07.2020 - 17.01.2021
Fotoausstellung München . Einen Einblick in das Werk der deutschen Künstlerin Astrid Klein gibt die Ausstellung "Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe" in der Pinakothek der Moderne. Astrid Klein zählt zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Kleins Arbeiten wurden schon vielfach ausgezeichnet. 21.7.2020 bis 17.1.2021
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Astrid Klein. Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe
Fotoausstellung München . Einen Einblick in das Werk der deutschen Künstlerin Astrid Klein gibt die Ausstellung "Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe" in der Pinakothek der Moderne. Astrid Klein zählt zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Kleins Arbeiten wurden schon vielfach ausgezeichnet. 21.7.2020 bis 17.1.2021

AKL_07561_Eine_Frau_muss_geliebt_werden

 

Astrid Klein 
Eine Frau muß geliebt werden…
1978
Fotoarbeit, 181 x 140 cm
Seit 2019 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Foto: Sprüth Magers
© Astrid Klein

 

Zentraler Aspekt des Gesamtwerks von Astrid Klein (1951) ist die Auseinandersetzung mit dem politischen Klima im Nachkriegsdeutschland und der westlichen Welt, mit Ängsten und Sehnsüchten, die über die Medien global transportiert werden. Sie untersucht diese grenzübergreifenden, gleichwohl stereotypisierten Machtverhältnisse, wobei ihr künstlerischer Ansatz auf der wahrnehmungspsychologischen Hinterfragung tradierter Bildkultur fußt. Ihre konzeptuelle Herangehensweise steht dabei in enger Verbindung mit amerikanischen Zeitgenossen, John Baldessari, Jenny Holzer, Barbara Kruger oder Richard Prince.

Dank der substanziellen Förderung der Michael & Eleonore Stoffel Stiftung wurden 2019 fünf Werke von Astrid Klein für die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne erworben. Der nunmehr sieben Exponate umfassende Sammlungsbestand zentraler Fotoarbeiten und Collagen aus den 1970er-1980er Jahren wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem wird eine großformatige, aus zerschossenen Spiegeln bestehende Installation der Künstlerin gezeigt, die die BesucherInnen beim Aufgang in das 1. Obergeschoss mit einem fragmentierten Abbild ihrer selbst konfrontiert.

 

AKL_Untitled_Dass_vollkommene_Liebe

 

Astrid Klein 
daß vollkommene Liebe…
1979
Fotoarbeit, 149 x 125 cm,
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
© Astrid Klein

 

Vier der fünf neu erworbenen Werke von Astrid Klein knüpfen in besonderem Maß an die bereits im Sammlungsbestand vorhandene Fotoarbeit "daß vollkommene Liebe" von 1979 an. Darunter bildet das Werk "Eine Frau muss geliebt werden ..." von 1978 in Format und Bildsprache ein visuelles Pendant. Die zwei Werke zeigen eine Szene physischer Nähe zwischen Mann und Frau, in der sich Bedrängnis und Aneignung des weiblichen Körpers offenbaren. Ein jeweils quer über das Bild gelegter Schriftzug liest sich dabei wie der bevormundende Gedanke des im Bild agierenden männlichen Protagonisten. Astrid Klein kombiniert hier die Ausdrucksgewalt eines Bildes mit der Prägnanz einer Textstelle, und führt vor, wie leicht wir uns der Illusion hingeben, dass Text Bild erklärt und Bild Text illustriert. Die Wahrnehmung des Betrachters wird durch die Dissonanz zwischen den beiden Ausdrucksvarianten aktiviert und zum eigentlichen Thema der Werke.

Noch entlarvender ist das Verhältnis von Bild und Text in den drei Collagen von 1980, die zur Serie "Les Taches dominicales" (Sonntagsarbeiten) gehören Astrid Klein verbindet in diesen Arbeiten eine Bildästhetik, die sie dem damals populären Genre des Fotoromans entlehnt, mit Textpassagen aus poetischen und philosphischen Schriften.

 

 

AKL_15097_BB

 

Astrid Klein 
BB
1980
Collage, 117,5 x 88 cm
Seit 2019 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Foto: Sprüth Magers
© Astrid Klein

 

In "BB" erstreckt sich die unter diesem Kürzel bekannt geordene Brigitte Bardot der wiederholte Schrftzug "Ich weiß keine bessere Welt". Eswirkt als spreche die Protagonistin diesen Satz in Reaktion auf den Übergriff einer männlichen Hand, die ihr das Handtuch von ihrer nackten Haut zu entziehen versucht. Der Satz ist jedoch auch titelgebender Ausdruck eines Gedichts aus Ingeborg Bachmanns Spätwerk. Auf ähnliche Weise verdichtet Astrid Klein in den beiden anderen Collagen weitere Zitate, etwa von Erik Satie und Georges Bataille. Wessen Stimme spricht und wem wird sie zugeordnet? Mit diesen Leitfragen eröffnet Astrid Klein immer wieder die Suche nach neuen Sinn- und Sinnesebenen.

 

AKL_20437_Endzeitgefuhle_1982

 

Astrid Klein 
Endzeitgefühle II
1982 
Fotoarbeit, 500 x 700 cm
Seit 2019 Michael & Eleonore Stoffel Stiftung in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Foto: Sprüth Magers 
© Astrid Klein

 

 

Die wandfüllende Arbeit "Endzeitgefühl II" von 1982 ist ein weiteres Hauptwerk der Künstlerin, das den thematischen Fokus der Sammlungspräsentation entscheidend erweitert. Es besticht mit einem kraftvollen Motiv: dunkle Hunde-Silhouetten stürzen aus dem geschwärzten linken Bildrand quer an einer vermauerten Tür vorbei. Der spannungsreiche Moment dieses monumentalen Bildes liegt in der Ambivalenz seines Ausdrucks: Flucht oder Angriff, Sackgasse oder Schlupfloch? Ende oder Kehrtwende? Alles schwingt hier gleichzeitig mit, worin auch die Brücke zu dem bereits in der Sammlung vorhandenen Werk "Gleichzeitigkeiten" von 1984 geschlagen wird.

 

AKL_Install_TRANSCENDENTAL_HOMELESS_CENTRALNERVOUS_Deichtorhallen_HH_Sammlung_Falckenberg_Photo_Timo_Ohler_2018_29

 

Astrid Klein 
untitled
1993
Spiegel, Maße variabel
Leihgabe der Künstlerin
© Astrid Klein
Courtesy of the artist and Sprüth Magers

 

Die Spiegelinstallation "untitled", 1993 bildet den Auftakt und Abschluss der konzentrierten Sammlungsschau.

 

Pinakothek der Moderne, Barer Straße 29, 80799 München

20.07.2020 - 01.10.2020
Fotoausstellung Zingst . Mit einer neuen Ausstellung begeistert die EPSON Digigraphie Galerie Zingst und zeigt geheimnisvoll Tiefsee-Wesen fotografiert von Peter Lebeda.Er stellt als erster von zwei Gewinnern des diesjährigen Epson Digigraphie-Fotowettbewerbs in Zingst aus. Zur Jury gehörte Klaus Tiedge, Kurator des Umweltfotofestivals »horizonte zingst«. Bis 1. Oktober 2020
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Tiefsee – trügerische Schönheit
Fotoausstellung Zingst . Mit einer neuen Ausstellung begeistert die EPSON Digigraphie Galerie Zingst und zeigt geheimnisvoll Tiefsee-Wesen fotografiert von Peter Lebeda.Er stellt als erster von zwei Gewinnern des diesjährigen Epson Digigraphie-Fotowettbewerbs in Zingst aus. Zur Jury gehörte Klaus Tiedge, Kurator des Umweltfotofestivals »horizonte zingst«. Bis 1. Oktober 2020

Zingst JP20_AUS_Tiefsee_trügerische_Schönheit_©Peter_Lebeda_04

 

Peter Lebeda formt aus Plastikverpackungen geheimnisvolle Tiefsee-Wesen, die mit Hilfe von Lichteffekten eine ganz eigene Kraft erzeugen. Die Arbeit thematisiert den gedankenlosen Konsum von Plastik als Verpackungsmaterial, der die Natur und die Menschheit durch die Vermüllung der Ozeane in eine Katastrophe treibt. Der fotografische Ansatz ist dabei nicht dokumentarisch, sondern Lebeda inszeniert seinen eigenen Plastikmüll im Fotostudio und benutzt dabei gelernte Bildwelten.

 

Zingst JP20_AUS_Tiefsee_trügerische_Schönheit_©Peter_Lebeda_02



Mit polarisiertem Licht fotografiert, werden aus Plastikverpackungen geheimnisvolle Tiefsee-Wesen, die im Scheinwerferkegel eines Tauchboots erscheinen. Zeitlos treiben sie im ewigen Dunkel der Tiefsee. Kein Ort, kein Standpunkt, der uns hilft, sie zu bestimmen. Eine apokalyptische Vision oder Realität? Ein großer Anteil des Plastikmülls landet in den Ozeanen unserer Welt. 

 

Zingst JP20_AUS_Tiefsee_trügerische_Schönheit_©Peter_Lebeda_03



Laut aktuellen Schätzungen haben sich dort allein am Meeresboden etwa 80 Millionen Tonnen Plastikmüll angesammelt. Der Fotograf arbeitet ausschließlich mit den klassischen Mitteln Kamera und Licht, was Sorgfalt und Zeitaufwand erfordert. Eine nachträgliche, stark verändernde digitale Bildbearbeitung erfolgt nicht.

 

Zingst JP20_AUS_Tiefsee_trügerische_Schönheit_©Peter_Lebeda_01

 

„Digigraphie“ beschreibt ein zertifiziertes Verfahren für den digitalen Kunstdruck. Dabei werden Fotografien unter strengen einheitlichen Produktionsstandards in limitierter Auflage gedruckt. Qualitative Inkjet-Drucktechnologie in Kombination mit hochwertigen Fotopapieren sorgen hier für größtmögliche Qualität sowie Haltbarkeit. Alle Werke der Ausstellung werden nach dem Epson Digigraphie-Standard produziert.

 

18.07.2020 - 31.01.2021
Fotoausstellung Saarbrücken . Die über 190 Exponate zählende Ausstellung "Boris Becker - Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten" in der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz wird in zwei aufeinander folgenden zeitlichen Blöcken gezeigt, der erste vom 18. Juli bis zum 18. Oktober 2020, der zweite vom 27. Oktober 2020 bis zum 31. Januar 2021.
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Boris Becker - Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten
Fotoausstellung Saarbrücken . Die über 190 Exponate zählende Ausstellung "Boris Becker - Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten" in der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz wird in zwei aufeinander folgenden zeitlichen Blöcken gezeigt, der erste vom 18. Juli bis zum 18. Oktober 2020, der zweite vom 27. Oktober 2020 bis zum 31. Januar 2021.

I.Becker-Bunker-Saarbrücken, Burbacher Markt, 1986

Boris Becker: Saarbrücken, Burbacher Markt, 1986
© Boris Becker, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die heute noch zahlreich vorzufindenden Bunkergebäude aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielen für Boris Becker seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn eine wichtige Rolle und boten ihm Anlass zur Erarbeitung der ersten umfangreichen Serie seines Werks. Als Relikte der Vergangenheit scheinen die Bauten ihrer ursprünglichen Funktion beraubt, sind sie doch vielfach in eine neue Nutzung überführt. Dennoch ist ihr Verweis in die Geschichte stets vorhanden. Boris Becker lotet die höchst unterschiedlichen Bauformen mittels Schwarz-Weiß-Fotografie sowie auch in Farbe aus, betrachtet sie in ihrem zumeist städtebaulichen Umfeld und bildet Oberflächenstrukturen und vorgefundene Details ab.

 

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Boris Becker: Hochbunker, Hamburg, Marckmannstraße, 1986
© Boris Becker, VG Bild-Kunst, Bonn, 2020

 

 Von 1984 bis 1990 schuf Boris Becker (Jg. 1961) die Reihe „Hochbunker“, die in unserer Ausstellung ausführlich vorgestellt wird. Seine ersten Bunker-Bilder entstanden noch bevor er bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie zu studieren begann. Für diese Ausstellung hat der Künstler sein umfangreiches Archiv der Bunker-Aufnahmen ausführlich gesichtet und aus gegenwärtiger Perspektive reflektiert. 

 

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 Boris Becker: Hochbunker, Bremen, Hauptbahnhof, 1986
© Boris Becker, VG Bild-Kunst, Bonn, 2020

 

Boris Becker arbeitete einige Male auch in Saarbrücken - ein erstes Mal im Kontext der „Hochbunker“: 1985 entstanden SW-Aufnahmen der Bunker in der Schmoller-, Breitenbacher- und Richard-Wagner-Straße. Ein Jahr darauf fertigte er eine Farbaufnahme des Bunkers am Burbacher Markt. 2014/15 nahm Boris Becker an dem Projekt „Mapping the Museum“ in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums teil. Hierbei entstanden Bilder aus dem damals noch im Rohbau befindlichen Erweiterungsgebäude der Modernen Galerie, von denen einige nun in unserer Ausstellung zu sehen sind. 

Der Künstler kannte die „Bunker – Archéologie“ des französischen Philosophen Paul Virilio, der ein fotografisches Inventar der von den Deutschen erbauten Atlantikwall- Bunker schuf. Der Katalog der gleichnamigen Ausstellung von 1975 ist ein dokumentierendes Exponat der Ausstellung und zeigt, dass Boris Beckers „Hochbunker“ als der deutsche Beitrag zu diesem Thema mit Virilios Projekt korrespondieren. 

 

Die dreisprachige Publikation (dt./engl./frz.) stellt, über die Exponate der Ausstellung hinaus, den gesamten Werkkorpus der Hochbunker in über 890 Fotografien vor, die Becker sowohl mit Mittel- als auch Großformatkamera aufgenommen hat. Sie ist erschienen im Snoeck Verlag, mit Texten von Gabriele Conrath-Scholl, Roland Augustin, und einem Langgedicht von Marcel Beyer; Preis: 68 EUR. Das Buch wurde 2019 von der Photographischen Sammlung / SK Stiftung Kultur, Köln herausgegeben. 

 

Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Bismarckstraße 11-19 D Saarbrücken 

 

18.07.2020 - 04.10.2020
Ausstellung Basel . Mit der Ausstellung The Incredible World of Photographs feiert das Kunstmuseum Basel gleich zwei Premieren: Erstmals wird ein umfassendes Porträt der Fotosammlung Ruth und Peter Herzog in der Schweiz gezeigt und für das Kunstmuseum ist es die erste Ausstellung, die sich mit der Geschichte der Fotografie befasst. 18.7. bis 4.10.2020
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The Incredible World of Photography Sammlung Ruth und Peter Herzog
Ausstellung Basel . Mit der Ausstellung The Incredible World of Photographs feiert das Kunstmuseum Basel gleich zwei Premieren: Erstmals wird ein umfassendes Porträt der Fotosammlung Ruth und Peter Herzog in der Schweiz gezeigt und für das Kunstmuseum ist es die erste Ausstellung, die sich mit der Geschichte der Fotografie befasst. 18.7. bis 4.10.2020
 
Kunstmuseum Basel o1
Künstler: Unbekannt, 1950-1960, Handkolorierter Silbergelatineabzug
Credit: unknown / © as a collection by Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel. All rights reserved.
 
 
 

Ein Flohmarktfund in den 1970er Jahren hat zur Entstehung der einmaligen Fotosammlung Ruthund Peter Herzog geführt, die nunmehr über 500‘000 Fotografien umfasst. Die Bestände derFotosammlung reichen aus der Frühzeit des Mediums bis in die 1970er Jahre, so dass alle wichtigen Entwicklungen der analogen Fotografie vertreten sind. Gerade für das 19. Jahrhundert hat das Sammlerpaar wichtige Entdeckungen gemacht, die das Verständnis für die bewegte Geschichte der Fotografie erweitert haben. Heute gehören Ruth und Peter Herzog zu den wichtigsten Fotosammlern weltweit.

Ruth und Peter Herzog haben nichts Geringeres als eine fotografische Enzyklopädie des Lebens im Industriezeitalter geschaffen. Die Myriaden anonymer Meisterwerke bringen eine schier unüberschaubare Menge von Motiven und Themen rund um den Globus ans Licht und zeigen, wie Fotografie Geschichte(n) erzählt. In der Gesamtheit ermöglicht die Sammlung verschiedene Zugänge, um der Welt mit und in der Fotografie auf den Grund zu gehen. Dabei wird eins deutlich: Die Fotografie gibt es nicht. Vielmehr entfaltet jede einzelne Fotografie ein dichtes Netz aus sozialen, institutionellen und historischen Beziehungen.

 

Kunstmuseum Basel 02

William Bambridge1866-1867, Albuminabzug
© as a collection by Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel. All rights reserved.

 

 

Auftakt zu langfristiger Kooperation

Die rund 400 Exponate aus dem umfassenden Bestand stellen ausgewählte Schwerpunkte der einzigartigen Sammlung vor. Dazu gehören insbesondere die Amateurfotografie, die kommerzielle und wissenschaftliche Fotografie des 19. Jahrhunderts sowie die Werbe- und Pressefotografie des 20. Jahrhunderts. Das Kunstmuseum zeigt bisher nie gesehene Werke von Schweizer und internationalen Fotografen. Während der einzelne Abzug die bevorzugte Form der Fotografie in Kunstmuseen ist, präsentiert die Ausstellung die materielle Vielfalt fotografischer Objekte. Dazu gehören Daguerrotypien, Ambrotypien, Ferrotypien, Salzpapierabzüge, Albuminpapierabzüge, Autochrome und Silbergelatineprints.

Die Ausstellung ist der Auftakt einer langfristigen Kooperation des Kunstmuseums Basel mit dem Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel, dem die Fotosammlung Ruth und Peter Herzog seit 2015 angehört. Das Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel, stellt nicht nur die wertvollen Leihgaben zur Verfügung, sondern konzipierte für das Kunstmuseum auch eine innovative Ausstellungsarchitektur, die unmittelbar aus der Arbeitssituation im Kabinett und aus den Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit dem reichen Spektrum historischer Fotografien und ihrer Materialität entwickelt wurde.

 

Kunstmuseum Basel 03

Werbeaufnahme für Sofamöbel
Unbekanntum 1950, C-Print
© as a collection by Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel. All rights reserved.

 

Die Vielfalt der Fotosammlung Ruth und Peter Herzog und ihr Charakter als eine «Enzyklopädie des Lebens» (Martin Heller, 1989) werden in einen Parcours aus neun aufeinander folgenden Räumen übersetzt. Jeder Raum ist so gestaltet, das sich den Besuchern verschiedartige visuelle Zugänge bieten, um in Motive und Themen einzutauchen: Von der Betrachtung einzelner Objekte in Auslegeordnungen auf Tischen bis hin zu Wandprojektionen von Einzelbildern.

 

 Kunstmuseum Basel 04 

 Porträts von Malern und Bildhauern
Pierre Petit, Charles Reutlinger, Pierre Etienne Carjat, Legé & Bergeron, et al.
1860-1875, Albuminabzüge
as a collection by Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel. All rights reserved

 

 

An ausgewählten Stellen bringt die Ausstellung die historischen Originalaufnahmen mit Hauptwerken des Kunstmuseums Basel und Leihgaben aus Sammlung der Emanuel Hoffmann-Stiftung zusammen, darunter Gemälde von Vincent van Gogh und Robert Delaunay, Arbeiten auf Papier von Andy Warhol und Martin Schongauer, aber auch Fotografien von Thomas Demand und Bernd und Hilla Becher. Anhand dieser Konstellationen wird das spannungsvolle Verhältnis zwischen Fotografie und Kunst in den Blick genommen und nach motivischen und formalen Korrespondenzen sowie nach (verhandelbaren) Grenzen gefragt. Der wechselseitige Einfluss wird exemplarisch anhand von Grundfragen der Fotografie vermittelt, z.B. Serialität, Reproduktion und dem Verhältnis zu Farbe bzw. ihrer Absenz.

 
 

Interaktive Installation

Grundlage für die Arbeit an der Ausstellung The Incredible World of Photography ist ein anspruchsvolles Inventarisierungs- und Digitalisierungsprojekt des Bestandes der Fotosammlung Ruth und Peter Herzog, das vom Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett, Basel, seit 2015 durchgeführt wird. Aus diesen digitalen Beständen hat das Studio für mediale Architekturen iart zusammen mit Studierenden vom Bachelor-Studiengang Digital Ideation der Hochschule Luzern eine interaktive Installation in der Ausstellung erarbeitet. Mithilfe von künstlicher Intelligenz ermöglicht die Installation den Besuchern einen individuellen Zugang zur umfangreichen Sammlung.

Scannt man sein Museumsticket an einer der zwei interaktiven Stationen, erscheint eine zufällig ausgewählte Fotografie in gross. Um dieses initiale Bild wird dann eine Familie motivisch ähnlicher Bilder geschart. Werden zwei Tickets gescannt, dann führt der Algorithmus beide Bilder zusammen. So entstehen Fluchtlinien zwischen Motiven verschiedener Zeiten. Der Algorithmus arbeitet mit Bilderkennung und zaubert immer wieder neue formale Zusammenhänge zutage.

 
 
Kunstmuseum Basel, St. Alban-Graben, Basel
 
 
 
 
 
 
 
 
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16.07.2020 - 11.10.2020
Fotoausstellung Berlin . In der Sonderausstellung zeigt das Museum für Fotografie „FOTOGRAFIE. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“. Im Mittelpunkt steht das Magazin „FOTOGRAFIE. Zeitschrift internationaler Fotokunst“ und sein Herausgeber Wolfgang Schulz. Anhand von rund 240 Arbeiten von Wolfgang Schulz und anderer Fotografen beleuchtet die Ausstellung eine wichtige Zeit des Umbruchs in der Geschichte der westdeutschen Fotografie. 16.7. bis 11.10.2020
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Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980
Fotoausstellung Berlin . In der Sonderausstellung zeigt das Museum für Fotografie „FOTOGRAFIE. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“. Im Mittelpunkt steht das Magazin „FOTOGRAFIE. Zeitschrift internationaler Fotokunst“ und sein Herausgeber Wolfgang Schulz. Anhand von rund 240 Arbeiten von Wolfgang Schulz und anderer Fotografen beleuchtet die Ausstellung eine wichtige Zeit des Umbruchs in der Geschichte der westdeutschen Fotografie. 16.7. bis 11.10.2020

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 Wolfgang Schulz, Selbstportrait, Riesweiler, 1978, Silbergelatine, Privatsammlung,
© Wolfgang Schulz

 

 

In den Jahren um 1980 erlangte die Fotografie einen neuen Stellenwert im Kunstbetrieb. Neue fotografische Herangehensweisen wurden erprobt, Museen begannen, sich für das Medium zu interessieren, erste Fotogalerien wurden gegründet, 1977 hatte die Fotografie auf der documenta ihren ersten großen Auftritt, und es wurden Zeitschriften gegründet. Ausgangspunkt der Ausstellung zu dieser spannenden Umbruchszeit ist das Magazin „FOTOGRAFIE. Zeitschrift internationaler Fotokunst“ (später „Fotografie: Kultur jetzt“), das zwischen 1977 und 1985 vierzigmal erschien und von Wolfgang Schulz herausgegeben wurde.

 

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Heinrich Riebesehl, Schillerslage (Hannover), Okt. 78,
aus der Serie „Agrarlandschaften“, 1978, Silbergelatinepapier,
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

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Verena von Gagern, Barbara, 1978, Silbergelatinepapier,
Museum für Kunst und Gewerbe
 Hamburg, © Verena von Gagern

 

Das Magazin entwickelte sich schnell zu einem viel beachteten, häufig umstrittenen überregionalen Szeneblatt: ein überaus lebendiges Forum für einen weitverzweigten Aufbruch, in dem Kunstkommerz noch keine prägende Rolle spielte. Wolfgang Schulz versuchte, sich festschreibenden Normen zu entziehen und verfolgte als Redakteur der Zeitschrift wie auch als Fotograf, der ein beachtliches Werk geschaffen hat, sehr unterschiedliche Stile und Sujets. Die Zeitschrift scheint heute beinahe vollständig vergessen. Doch die Leistungen des Herausgebers und der beitragenden Autor*innen und Fotograf*innen verdienen es, genauer betrachtet zu werden. Die von ihnen gefundene Mischung aus Bildern und Texten ist eine bedeutende Quelle zur Erkundung einer fotografischen Szene, die um 1980 mit Nachdruck an der Etablierung der Fotografie als einer eigenständigen Kunstform arbeitete.

 

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 Miron Zownir, Berlin, 1980, Silbergelatinepapier, Leihgabe des Künstlers,
© Miron Zown
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Das Projekt ist ein erster Versuch, ein wichtiges Stück Fotogeschichte in Westdeutschland wiederzuentdecken. Die Ausstellung gliedert sich in vier Abschnitte: Sie würdigt das fotografische Werk von Wolfgang Schulz aus der Zeit um 1980, stellt Werke verschiedener Fotograf*innen vor, deren Arbeit prägend für die Jahre um 1980 wurde, präsentiert alle vierzig Ausgaben der Zeitschrift „Fotografie“ (die in ihrem Nebeneinander ein eindrucksvolles gestalterisches Panorama ergeben) und lässt in Video-Interviews Zeitzeugen im Sinne einer „Oral History“ zu Wort kommen.

 

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Angela Neuke, Begräbnis Baader, Ensslin, Raspe, 1977,
Silbergelatinepapier, LVR Landesmuseum Bonn,
© L. Lutz, 2020

 

Wolfgang Schulz war nicht nur Herausgeber dieser Zeitschrift, sondern auch ein bemerkenswerter Fotograf. Er versuchte sich festschreibenden Normen zu entziehen und verfolgte unterschiedliche Stile und Sujets. So folgte er bei seinen Irland-Bildern der erzählerischen Tradition der Bildreportage, erstellte aber auch eine streng dokumentarisch anmutende Typologie von Scheunen und deren Erscheinungsformen. Mit einer Serie über Unterholz wendete er sich dem Unspektakulären zu und er porträtierte seinen Freundeskreis und die Fotoszene, die bei ihm ein- und ausging. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal überhaupt die fotografischen Arbeiten von Wolfgang Schulz aus der Zeit um 1980.

 

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 Wolfgang Schulz, Michael, 1980, Silbergelatinepapier, Privatsammlung,
© Wolfgang Schulz

 

Vorgestellt wird außerdem eine breite Auswahl von Werken der in der Zeitschrift vertretenen Fotografen aus der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg und von zahlreichen weiteren Leihgebern. Ihre Arbeiten stehen stellvertretend für die verschiedenen Konzepte und künstlerischen Ansätze und lassen die fotografische Szene jener Zeit in Ausschnitten lebendig werden. Die Fotografien stammen von Hans Christian Adam, Gosbert Adler, Dieter Appelt, Heiner Blum, Joachim Brohm, Dörte Eißfeldt, Verena von Gagern, André Gelpke, Dagmar Hartig, Andreas Horlitz, Hans-Martin Küsters, Reinhard Matz, Angela Neuke, Heinrich Riebesehl, Wilhelm Schürmann, Holger Stumpf, Ulrich Tillmann/Wolfgang Vollmer, Petra Wittmar und Miron Zownir

Die Ausstellung wird kuratiert von Reinhard Matz, Steffen Siegel und Bernd Stiegler in Zusammenarbeit mit Esther Ruelfs, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Für die Ausstellungsstation in Berlin wurde sie in Zusammenarbeit mit Ludger Derenthal, Kunstbibliothek, erweitert.

Zur Ausstellung ist bereits ein Katalog bei Spector Books, Leipzig erschienen: 240 Seiten, ISBN: 9783959052825, Buchhandelspreis: 28 €.

Die Anzahl der zeitgleich im Museum zugelassenen Besucher ist begrenzt, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ebenso verpflichtend wie die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern. Um Schlangenbildungen vor Ort zu vermeiden, ist der Besuch ausschließlich mit einem Zeitfensterticket möglich. Es wird empfohlen, Tickets im Vorfeld online zu buchen: www.smb.museum/tickets.

 

 

 

Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, Berlin-Charlottenburg

11.07.2020 - 27.09.2020
Fotoausstellung Braunschweig . Die Ausstellung im Museum für Photographie stellt die fotografische Arbeit von drei internationalen Künstlerinnen unterschiedlicher Generationen vor: Daniela Domani (*1965 in Bologna, lebt in Berlin), Kata Geibl (*1989 in Budapest, lebt dort und in Den Haag) und Sauna Kannisto (*1974 FI, lebt in Helsinki). 11.7.2020 bis 27.9.2020
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Illusionen der Beobachtung
Fotoausstellung Braunschweig . Die Ausstellung im Museum für Photographie stellt die fotografische Arbeit von drei internationalen Künstlerinnen unterschiedlicher Generationen vor: Daniela Domani (*1965 in Bologna, lebt in Berlin), Kata Geibl (*1989 in Budapest, lebt dort und in Den Haag) und Sauna Kannisto (*1974 FI, lebt in Helsinki). 11.7.2020 bis 27.9.2020

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© Daniela Comani, aus der Serie:
Eine glückliche Ehe, fortlaufende Serie seit 2003

 

Die Ausstellung stellt die bildnerischen Konzepte von Daniela Comani, Kata Geibl und Sauna Kannisto vor, die an soziologische, empirische, wissenschaftliche oder naturwissenschaftliche Zusammenhänge erinnern, diese aber in künstlerisch-individuelle und illusionistische Bildwelten überführen. Die farbfotografischen und schwarzweißfotografischen Arbeiten der Künstlerinnen basieren dabei auf unterschiedlichen Inszenierungsformen und interpretieren wie bei der Werkgruppe „Planet Earth:21st Century“ von Daniela Comani auch vorgefundene digitale Bilder.  

Die italienische Künstlerin Daniela Comani bezieht sich in vielen ihrer konzeptuell mehrteilig angelegten Werkgruppen in humorvoll ebenso wie subtil kritischer Weise auf Aspekte geschlechtsspezifischer Zuordnungen in sozio-kulturell unterschiedlich geprägten Bereichen unserer Gesellschaft. Beispielhaft hierfür ist u.a. das fortlaufende Projekt „Eine glückliche Ehe“ (seit 2003), in dem die Künstlerin in unterschiedlichen Szenen des Alltags gleichzeitig als Mann und Frau erscheint. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus der Werkgruppe und stellt darüber hinaus die schon erwähnte jüngste Werkgruppe von Daniela Comani „Planet Earth: 21st Century“ 2015-19, eine Inszenierung mit Postkarten von Stadtansichten, vor. Ausgangspunkt der Werkgruppe ist die Auseinandersetzung mit den virtuellen Repräsentationsmodellen von Städten wie sie in den kartografischen 3D-Softwares bei Google und Apple im Internet eingesetzt werden, um scheinbar repräsentativ Großstädte vorzustellen. Daniela Comani manipuliert die eigentlich selektiven Bilder der digitalen Großfirmen in eigenen Ansichten.

 

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© Kata Geibl, aus der Serie „There is Nothing New Under the Sun“, 2018-19

 


Erstmals in einer Ausstellung in Deutschland zu sehen ist die Arbeit der ungarischen Künstlerin Kata Geibl. In ihrer mehrteiligen Werkgruppe „Sisyphus“ (2018) setzt sich die aktuell in Den Haag und Budapest lebende Künstlerin in poetisch-illusionistischen Bildern mit scheinbaren Versuchsmodellen der Wissenschaft auseinander. Ihr Titel wirkt metaphorisch und spielt auf die Diskrepanz zwischen Vertrauen in die rationale Wissenschaft und die stets sich neu ergebenden neuen Rätsel existentieller Zusammenhängen an.

 

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© Kata Geibl: aus der Werkgruppe „Sisyphus“, 2018,
Archival pigment prints

 

 

Wie für Sisyphus, der in der Mythologie als Strafe immer wieder einen Stein den Berg hinaufrollen muss, gibt auch die Existenz in ihren unterschiedlichen Formen der Forschung und dem Menschen immer wieder neue Rätsel auf. Die Entstehung bedrohlicher Viren wie COVID-19 sind hierfür ein aktuelles Beispiel.  An „Sisyphus“ anknüpfend, spielt auch die aktuelle Serie „There is Nothing New Under the Sun“ (2019) von Kata Geibl mit ihren bisweilen mythisch wirkenden Bildwelten auf wiederkehrende existientielle Fragestellungen an und schafft Bilder mit psychologischer Intensität. Bezugspunkt des Titels ist hierbei ein Bibelzitat.

 

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Sanna Kannisto, Corduelis spinus, 2015, Ink-Jet Print, 65 x 92 cm

 

Wie Bühnen zum Studium der Natur wirken die Szenarien, mit denen die finnische Fotokünstlerin Sanna Kannisto in ihren unterschiedlichen Werkserien der vergangenen Jahre Bildwelten schafft, in denen Insekten, Pflanzen, Vögeln u.a.m. ästhetisch in eine eigene Zeitlosigkeit überführt erscheinen. Seit etwa zwei Jahrzehnten liegt der Fokus der fotografischen Arbeit von Sanna Kannisto auf der Beobachtung von Natur und ihren besonderen Erscheinungsformen, wie sie sich in den Landschaften des Regenwaldes, der Flora und Fauna samt ihren unterschiedlichen Spezies von Reptilien, Insekten, Fröschen, Fledermäusen oder  auch in der besonderen Schönheit von Vögeln darstellt.
Während im Bereich naturwissenschaftlicher Forschung im Vordergrund steht, Pflanzen, Tiere und Phänomene der Natur über Zeiträume in ihrem jeweiligen Lebensraum und in ihrer Artenvielfalt zu beobachten, sie zu klassifizieren und Erkenntnisse mit objektivierenden Aussageansprüchen zu erlangen, geht es in den Arbeiten von Sanna Kannisto eher darum, die Besonderheit der Natur und die vom Menschen entwickelten Methoden ihrer Beobachtung, Erforschung und Wahrnehmung zu thematisieren, um diese in individuelle ästhetische Modelle zu überführen.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus unterschiedlichen Werkphasen der Künstlerin, die aktuell auch eine große Überblickausstellung im Finnish Museum for Photography mit dem Titel „Sanna Kannisto: Sense of Wonder“ hat.

 

 

 

07.07.2020 - 17.10.2020
Fotoausstellung Stuttgart . Unter dem Titel „Voll. Fett. Lecker.“ zeigt die Leica Galerie Stuttgart die phantasievollen Aufnahmen des Stuttgarter Fotokünstlers Claus Friedrich Rudolph. Die Bilder von Claus Friedrich Rudolph, der „Fellini von Stuttgart“ oder „Zirkuskind“ genannt wurde, suchen sicher in der europäischen Kunstfotografie ihresgleichen. Vom 7.7. bis 17.10.2020
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Claus Friedrich Rudolph - Voll. Fett. Lecker.
Fotoausstellung Stuttgart . Unter dem Titel „Voll. Fett. Lecker.“ zeigt die Leica Galerie Stuttgart die phantasievollen Aufnahmen des Stuttgarter Fotokünstlers Claus Friedrich Rudolph. Die Bilder von Claus Friedrich Rudolph, der „Fellini von Stuttgart“ oder „Zirkuskind“ genannt wurde, suchen sicher in der europäischen Kunstfotografie ihresgleichen. Vom 7.7. bis 17.10.2020

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Portrait Claus Friedrich Rudolph

 

Claus Friedrich Rudolph wurde am 26.01.1954 in Stuttgart geboren. Von 1972 bis 1974 durchlief er seine Ausbildung bei Karin Weishaupt Matthes. Bis zum Beginn seiner selbstständigen Fotografentätigkeit mit eigenem Studio im Jahre 1982 war er als Assistent in Stuttgart, Düsseldorf und New York beschäftigt. Unter Ivan Nagel war er als Theaterfotograf (1985 bis 1987) tätig.

 

Leica Blüten_2019 © Claus Friedrich Rudolph

Blüten, 2019 © Claus Friedrich Rudolph

 

Leica Heilpflanzen_2020 © Claus Friedrich Rudolph

Heilpflanzen 2020 © Claus Friedrich Rudolph

 

Dabei wäre Claus Friedrich Rudolph fast in einem anderen Beruf gelandet. Auf seinem Weg zur Schule musste er täglich an einer Straßenbahnhaltestelle umsteigen, die unmittelbar an einem Kino lag. Die Darstellungen der damaligen Kinoplakate, auf welchen der Film in vielen Facetten verdichtet abgebildet wurde, übte eine große Faszination auf ihn aus und ließ ihn zunächst die Ausbildung zum Plakatmaler einschlagen. Eine Tätigkeit als Serigraph (Künstlerischer Siebdruck) schloss sich an. Sowohl die Detailvielfalt der Kinoplakate wie auch der Kunstdrucke und die gewissenhafte, penible Ausarbeitung finden sich in seinen Fotografien wieder.

 

 

Leica Ihr seid alle gleich_2019 © Claus Friedrich Rudolph

Ihr seid alle gleich, 2019 © Claus Friedrich Rudolph

 

Leica Wo geht die Liebe hin wenn Du weg bist_2011 © Claus Friedrich Rudolph

Wo geht die Liebe hin wenn Du weg bist, 2011 © Claus Friedrich Rudolph

 

 

Die Ausstellung in der Leica Galerie Stuttgart zeigt Rudolphs Schaffen in einem breiten Spektrum. So wird auch eines seiner bekanntesten Werke „Wo geht die Liebe hin, wenn Du weg bist“ in einer Größe von 180 x 270 cm gezeigt. Eigens dazu verfrachtete Claus Friedrich Rudolph ein Museums-Rhinozeros an einem nebeligen Morgen auf den Bodensee, um es abzulichten.

Ebenso Bestandteil der Stuttgarter Fotoschau ist eine erst unlängst entstandene Fotoserie, ein künstlerisches Inszenierungsprojekt, das auf den der niederländischen und flämischen Malerei ab Mitte des 16. bis frühen 18. Jahrhunderts basiert. Bildtitel wie Blüten, Obst, Fisch, Mehl, Käse oder Kaffee geben einen Vorgeschmack auf opulente, sorgfältig arrangierte Fotokunstwerke, die Claus Friedrich Rudolph gemäß dem Ausstellungstitel „Voll. Fett. Lecker.“ kunstvoll arrangiert hat. Auf den Fotos ist ein gewisser Überfluss dargestellt, in einer präsentativ-ansprechenden Anordnung:

Röter kann die Tomate nicht sein, glänzender und knackiger kein Apfel, frischer kein Fisch. Wenn man aber genau hinschaut, entdeckt man, dass bewusst Accessoires der heutigen Zeit eingebaut wurden: Badelatschen wurden mit alten Gefäßen kombiniert, Gummistiefel oder russische Stoffschuhe mit alten Gewändern. Trotz all der überfließenden Pracht, trotz des Reichtums der Bilder schwingt ein nachdenklicher Ton mit: Wir leben in der Verschwendung, im Überfluss, in Wollust, im Luxus und wissen es so oft nicht mehr zu schätzen. Wir werfen es weg, dabei ist es doch ein Wunder!

 

 

 

Seit Februar 2019 ist Claus Friedrich Rudolph mit der russischen Künstlerin Tanya Krylowa verheiratet – standesgemäß fand die Hochzeit in einem Zirkuszelt statt. Ihre Plastiken aus Bronzeguss und Cartapesta sind Teil dieser Ausstellung und als Figuren aus den Fotowerken entnommen.

05.07.2020 - 31.01.2021
Fotoausstellung München . "From a New Yorker’s Perspektive – Photographs by Christopher Makos" ist eine Hommage an die „Celebrity Culture“ der 1980er Jahre und erzählt dabei eine ganz eigene Geschichte über das Selbstverständnis Amerikas in dieser Zeit. Gezeigt werden in der Ausstellung im Foyer des Münchner Amerika Hauses 25 Fotos. Bis 31.1.2021
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From a New Yorker’s Perspective – Photography by Christopher Makos
Fotoausstellung München . "From a New Yorker’s Perspektive – Photographs by Christopher Makos" ist eine Hommage an die „Celebrity Culture“ der 1980er Jahre und erzählt dabei eine ganz eigene Geschichte über das Selbstverständnis Amerikas in dieser Zeit. Gezeigt werden in der Ausstellung im Foyer des Münchner Amerika Hauses 25 Fotos. Bis 31.1.2021

Jean Michel Basquiat May 29 1984 (c) Christopher Makos

Jean Michel Basquiat May 29 1984
(c) Christopher Makos

 

Die 1980er Jahre in den USA waren geprägt vom wirtschaftlichen Aufschwung und einer aufstrebenden Konsumkultur, die Künstler*innen aus der ganzen Welt inspirierte. Andy Warhol wurde zum Gesicht einer popkulturellen Bewegung, die den Konsum ebenso feierte wie sie ihn kritisierte. Mittelpunkt der Party war Warhols Studio „The Factory“ in New York City, wo sich die berühmtesten Künstler*innen, Musiker*innen und Schauspieler*innen dieser Zeit fast zufällig begegneten. Mittendrin: der Fotograf Christopher Makos, ein enger Vertrauter Warhols. 

 

Liza Minnelli and John Lennon (c) Christopher Makos

Liza Minnelli and John Lennon (c) Christopher Makos

 

 Im Inneren von Warhols „The Factory“ 

Makos‘ Fotografien öffnen den Ausstellungsbesucher*innen die Türen zur 860 Broadway Factory. Dem Ort, an dem Schauspielerin Liza Minnelli mit Ex-Beatle John Lennon über sein neues Album sprach. An dem der Künstler Jean-Michel Basquiat seine ersten Erfolge feierte und Mick Jagger von den Rolling Stones ein und ausging. Makos porträtierte die Ikone Warhol ebenso wie dessen Freund*innen und fing in Schnappschüssen den „American Way of Life“ in den 1980er Jahren ein. Wenn er Andy Warhol mit einer Frauenperücke zeigt oder Elizabeth Taylor inmitten eines Biker-Treffens fotografiert, paart sich Banalität mit Glamour und Realität mit Fiktion. 

 

Andy Warhol American Flag (c) Christopher Makos

Andy Warhol American Flag (c) Christopher Makos

 

 Eine Ikone unter Ikonen 

In der Fotografenszene war Makos kein Unbekannter. Anfang der 1970er Jahre zog Makos nach Paris, um Architektur zu studieren und absolvierte eine Ausbildung bei dem berühmten Fotografen Man Ray, kehrte aber anschließend nach New York zurück. Sein 1977 erschienenes Buch White Trash, das die Punkszene New Yorks dokumentierte, katapultierte ihn mitten hinein in New Yorks Fotografenszene, die seinen grafischen, teils provokativen fotorealistischen Stil feierte. Andy Warhol wurde auf Makos aufmerksam und bot ihm einen Job in seiner „Factory“ an. So wurde Makos fortan nicht nur künstlerischer Berater Warhols, er begleitete ihn auch auf unzähligen Reisen, unter anderem nach West-Berlin. Einige Aufnahmen dieser Reise sind auch in der Ausstellung zu sehen. 

 

Mick Jagger (c) Christopher Makos

Mick Jagger (c) Christopher Makos

 

Bilder mit Symbolcharakter 

From a New Yorker’s Perspective – Photography by Christopher Makos ist eine Hommage an die „Celebrity Culture“ der 1980er Jahre und erzählt dabei eine ganz eigene Geschichte über das Selbstverständnis Amerikas in dieser Zeit. LGBTQ-Ikone Divine findet hier ebenso ihren Platz wie Ivana Trump, die Makos kurz nach ihrer Scheidung vom jetzigen US-Präsidenten Donald Trump im Trump Tower trifft. Sie sind die neuen Superstars, die dank Film und Fernsehen Erfolge feierten und so zur Blaupause für die Generation MTV wurden. Mit einem Porträt von Nicola Formichetti, Modedesigner und Fashion Director von Lady Gaga, aus dem Jahr 2011 schließt sich der Kreis zwischen der It-Crowd von gestern und der It-Crowd von morgen. 

 

Jedes der 25 Fotos der Ausstellung, die im Foyer des wiedereröffneten Amerikahauses am Karolinenplatz zu sehen ist, wird von Christopher Makos selbst kommentiert. Die Videos sind sowohl per QR-Code in der Ausstellungsfläche als auch auf der Website www.amerikahaus.de abrufbar. 

Eintritt frei

 

Amerikahaus, Karolinenplatz 3, München 

 

10.06.2020 - 03.01.2021
Fotoausstellung Frutigen . Die Fotoausstellung «We are the forest» entführt in den Regenwald von Borneo. Gezeigt werden Bilder international bekannter und teilweise preisgekrönter Wildtier- und Naturfotografen. Präsentiert werden die Bilder, die eine Liebeserklärung von BOS Schweiz an den Bornesischen Regenwald sind, im Tropenhaus Freudigen im Schweizer Kanton Bern. Bis 3. Januar 2021
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We are the forest
Fotoausstellung Frutigen . Die Fotoausstellung «We are the forest» entführt in den Regenwald von Borneo. Gezeigt werden Bilder international bekannter und teilweise preisgekrönter Wildtier- und Naturfotografen. Präsentiert werden die Bilder, die eine Liebeserklärung von BOS Schweiz an den Bornesischen Regenwald sind, im Tropenhaus Freudigen im Schweizer Kanton Bern. Bis 3. Januar 2021

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copyright Andrew Suryono

 

 

Knapp 30 ausgewählte Exponate der Ausstellung "We are the forest" werden im Tropenhaus Frutigen ausgestellt. Eingebettet in den Tropengarten können die berührenden Bilder aus einem besonderen Blickwinkel betrachtet werden. Es entsteht ein aussergewöhnliches Szenario, in dem sich Fotografie und Umgebung zu einem neuen Ganzen zusammenfügen.

 

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copyright Marco Gaiotti

 

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copyright Mark Edward Harris / BOSF / BOS / Schweiz

 

 

Die Ausstellung wird zudem von einem spannenden Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene begleitet. Im Shop des Tropenhauses finden unsere Plüsch-Orang-Utans, Turnbeutel und Schals für die Laufzeit der Ausstellung ein temporäres zu Hause.

 

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copyright Bjoern Vaughn / BOSF / BOS Schweiz

 

 

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copyright Tim Flach

 

Bilder folgender zehn Fotografen (unter anderem Preisträger und Nominierte des Sony World Photography Awards und der Wildlife, Nature und Environmental Photographer of the Year Awards) werden im Tropenhaus zu sehen sein: Tim Flach, Mark Edward Harris, Andrews Suryono, Jayaprakash Bojan, Marco Gaiotti, Maxime Aliaga, Björn Vaughn, Thomas Marent, Aaron Gekoski und Dikky Oesin.

 

Nähere Informationen:

https://www.bos-schweiz.ch/de/regenwald/fotoausstellung.htm

 

Die Exponate selbst, sowie Nachdrucke stehen in den meisten Fällen zum Verkauf. Alle Fotografen spenden einen Teil des Erlöses (in der Regel 50 Prozent) an BOS Schweiz. Dieses Geld kommt der Projektarbeit auf Borneo zugute. Bei Kaufinteresse bitte an info@bos-schweiz.ch wenden. 

Seit der Gründung im Jahr 2004 engagiert sich BOS Schweiz für den Schutz der letzten Borneo-Orang-Utans und den Erhalt ihres Lebensraumes. Mit Orang-Utan-Freunden in der Schweiz und  BOS-Partnerorganisationen sind ist die grosse BOS-Familie zusammen gewachsen.

 

 

04.06.2020 - 29.01.2021
Fotoausstellung München . Die Ausstellung in der Alexander Tutsek-Stiftung versammelt eine Auswahl von 70 Fotoarbeiten aus den letzten 20 Jahren. Alle ausgestellten Werke stammen aus der von Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek aufgebauten Sammlung der Stiftung. Die Ausstellung dokumentiert die Suche einer jungen Generation von Fotografen und Künstler nach einem eigenen Selbstverständnis und einer neuen Bildsprache. Bis 29.1.2021
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About us. Junge Fotografie aus China
Fotoausstellung München . Die Ausstellung in der Alexander Tutsek-Stiftung versammelt eine Auswahl von 70 Fotoarbeiten aus den letzten 20 Jahren. Alle ausgestellten Werke stammen aus der von Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek aufgebauten Sammlung der Stiftung. Die Ausstellung dokumentiert die Suche einer jungen Generation von Fotografen und Künstler nach einem eigenen Selbstverständnis und einer neuen Bildsprache. Bis 29.1.2021

AT Ren Hang, Untitled 22, 2012, Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung © Image courtesy Estate of Ren Hang and Blindspot Gallery Kopie

Ren Hang, Untitled 22, 2012
© Courtesy of the Estate of Ren Hang & Blindspot Gallery

 

 

Wie sehen Bilder aus, die zwischen Traum, Rausch und der Wirklichkeit einer sich radikal wandelnden Gesellschaft entstehen? Hin- und hergerissen zwischen den in der Kindheit und Jugend gesammelten Erfahrungen, ihrer Herkunft aus einem oft ländlich geprägten Umfeld und den neuen Herausforderungen, die ein Leben in Megastädten wie Peking, Shanghai oder Chengdu mit sich bringen, erzählen die Arbeiten von den höchst individuellen Lebenswelten der Künstler*innen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Themen kreisen unter anderem um Selbstwahrnehmung, subjektive Erfahrungen und alltägliche Lebensformen. Fast alle Gattungen von Porträt-, Landschafts- und Dokumentarfotografie bis hin zur experimentellen Fotografie und künstlerischen Fotoinstallationen sind vertreten und geben einen Eindruck von der Bandbreite, der in der Ausstellung vertretenen Positionen.

 

AT Liang Xiu Kopie

Liang Xiu, Fringe of Society: Male Roles, Female Roles, 2016
© Image Courtesy of the artist and Three Shadows +3 Galler

 

AT Chen Ronghui, Freezing Land 30, 2016-2018, Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung © Image courtesy of the artist and Three Shadows +3 Gallery

Chen Ronghui, Freezing Land 30, 2016-2018, Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung
© Image courtesy of the artist and Three Shadows +3 Gallery

 

About Us. Junge Fotografie aus China« vereint mit Preisen vielfach ausgezeichnete, international gezeigte Künstler wie u.a. Yang Fudong (documenta 11, Venedig Biennale 2007), Ren Hang (1987 – 2017, Maison Européenne de la Photographie, C|O Berlin) oder Jiang Pengyi (DSL Collection, Paris; UniCredit Art Collection) neben im Westen noch unbekannteren „Newcomern“, wie u.a. Liang Xiu (eine der wenigen weiblichen Künstlerinnen in China, die mit dem Medium der Fotografie arbeiten) oder Wang Ningde, dessen Schwarz-Weiss Fotografien eine Welt jenseits des modernen China widerspiegeln.
 
Dienstag - Freitag 14.00 - 18.00 Uhr
 
Alexander Tutsek Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München
19.05.2020 - 31.10.2020
Fotoausstellung München . Die Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne zeigt ab aus ihren Sammlungsbeständen ein seltenes Konvolut von originalen Fotografien von August Sander, die dieser während einer Italienreise im Jahr 1927 aufgenommen hatte. Ergänzt wird die Sammlungspräsentation mit Dokumenten, Archivalien und historischen Buchpublikationen, die den Entstehungs- und Überlieferungszusammenhang der Fotografien illustrieren.Vom 19. Mai bis Oktober 2020
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August Sander - Sardinien 1927
Fotoausstellung München . Die Stiftung Ann und Jürgen Wilde in der Pinakothek der Moderne zeigt ab aus ihren Sammlungsbeständen ein seltenes Konvolut von originalen Fotografien von August Sander, die dieser während einer Italienreise im Jahr 1927 aufgenommen hatte. Ergänzt wird die Sammlungspräsentation mit Dokumenten, Archivalien und historischen Buchpublikationen, die den Entstehungs- und Überlieferungszusammenhang der Fotografien illustrieren.Vom 19. Mai bis Oktober 2020

August Sander_Sardinien 1927

August Sander, Bauernkinder, Iglesiente, 1927
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Pinakothek der Moderne, München
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln/VG Bild-Kunst Bonn 2020

 


August Sander (1876 –1964) gilt als einer der bedeutendsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Sehens der 1920er- und 1930er-Jahre. Mit seinem epochalen Porträtwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ nimmt er eine herausragende Position innerhalb der Fotografiegeschichte des vergangenen Jahrhunderts ein.
Wenige Jahre bevor er mit dem Bildband „Antlitz der Zeit“ (1929), dem Ankündigungsband zu seinem epochalen Porträtwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“, als Porträtist der Gesellschaftsordnung der Weimarer Republik bekannt wurde, unternahm er 1927 mit dem befreundeten Schriftsteller und Italienliebhaber Ludwig Mathar (1882–1958) eine gemeinsame Reise nach Italien. Mathar hatte 1926 seine Reisebeschreibung „Primavera. Frühlingsfahrten ins unbekannte Italien“ veröffentlicht und plante ein Buch über die wenig bekannte Insel Sardinien. Im Frühjahr 1927 durchstreiften der Schriftsteller und der Fotograf für mehrere Wochen das zu dieser Zeit noch wenig bereiste Eiland, das als geheimnisvolles, unbequemes und geradezu exotisches Reiseziel galt.

Die Sammlungspräsentation zeigt 25 originale Abzüge der Sardinienserie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Sie entstammen einem von Ludwig Mathar angelegten Erinnerungsalbum, das Ann und Jürgen Wilde 1975 aus dem Nachlass des Schriftstellers erwarben und 1995 erstmals in einer Kabinettausstellung und einem Begleitbuch veröffentlichten. Ergänzt wird die Sammlungspräsentation mit Dokumenten, Archivalien und historischen Buchpublikationen, die den Entstehungs- und Überlieferungszusammenhang der Fotografien illustrieren.

 

Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, Saal 8, Kunstareal, München

 

15.05.2020 - 01.11.2020
Fotoausstellung Völklinger Hütte . Einen künstlerischen Blick auf Afrika mit 43 Fotografien von neun Fotografen bietet die Ausstellung im Weltkulturerbe Völkinger Hütte im Saarland. Präsentiert werden Arbeiten heraus-ragender afrikanischer Fotografen. Die Fotografien zeigen einen Blick auf Afrika jenseits von Stereotypen. Vom 15. Mai bis 1. November 2020
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Afrika - im Blick der Fotografen
Fotoausstellung Völklinger Hütte . Einen künstlerischen Blick auf Afrika mit 43 Fotografien von neun Fotografen bietet die Ausstellung im Weltkulturerbe Völkinger Hütte im Saarland. Präsentiert werden Arbeiten heraus-ragender afrikanischer Fotografen. Die Fotografien zeigen einen Blick auf Afrika jenseits von Stereotypen. Vom 15. Mai bis 1. November 2020

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Yoriyas: Wie im Traum, 2016. Aus der Serie "Casablanca Not the Movie"
Copyright Foto: Yoriyas
Der marokkanische Künstler Yoriyas zeigt seine Heimatstadt Casablanca
jenseits des berühmten Hollywood-Films und jenseits von
Touristen-Führern und orientalistischen Fantasien

 

 

Was wissen wir über Nairobi, Casablanca oder Kinshasa? Die Fotoarbeiten prägt eine interne Perspektive und ein künstlerischer Blick afrikanischer Künstler auf ihre Heimatregionen. Sie erzählen vom Alltag in den Städten, von Industrie, den Spuren der Vergangenheit und von Pop-Kultur. Die Ausstellung bietet im Weltkulturerbe Völklinger Hütte den künstlerischen Positionen afrikanischer Künstler ein Forum und ermöglicht den Besuchern so einen facettenreichen und vielleicht auch überraschenden Blick auf die afrikanische Kultur. Manche der Fotografen haben ihre Arbeiten schon auf bedeutenden Ausstellungen gezeigt, andere präsentieren ihre Werke erstmals in Deutschland.  

 

Afrika Kibuuka_Mukisa_Oscar_Bboy_Denis

Kibuuka Mukisa Oscar: Bboy Denis practicing his air flares on the
streets of Mbuya, Kampala, 2015. Aus der Serie "Breaking Uganda"
Copyright Foto: Kibuuka Mukisa Oscar
Kibuuka Mukisa Oscar feiert die positive Lebensenergie der Breakdance-Kultur in Uganda.

 

 

Afrika Fethi_Sahraoui_Portraet_eine_jungen_Anhaengers_Stadiumphilia

Fethi Sahraoui: Porträt eines jungen Anhängers, 2015. Aus der Serie „Stadiumphilia“
Copyright Foto: Fethi Sahraoui
Fethi Sahraoui zeigt die Momente der Freiheit von Kindern in algerischen Fußballstadien

 

 

Themen sind unter anderem das ambivalente Erbe des Bergbaus in Südafrika, Umweltverschmutzung, das Leben in der Demokratischen Republik Kongo oder auch die Kultur der Fußballstadien in Algerien.

Da sind zum Beispiel die Fotos von Osborne Macharia, der durch seine Foto-Serie für den Oscar-prämierten Film „Black Panther“ bekannt ist. Ilan Godfrey beschäftigt sich mit dem Erbe des Bergbaus in Südafrika, Fabrice Monteiro ist zu verschmutzten Orten in Afrika gefahren und hat dort eine Fotoserie mit mythisch anmutenden Figuren geschaffen. Léonard Pongo entdeckt im Kongo das ‚Unheimliche‘ im Sinne Sigmund Freuds, Fethi Sahraoui zeigt die Momente der Freiheit von Kindern in algerischen Fußballstadien. Alice Mann porträtiert die weibliche Subkultur des Formationstanzes in weniger privilegierten Gesellschaften Südafrikas. Kibuuka Mukisa Oscar feiert die positive Lebensenergie der Breakdance-Kultur in Uganda, Omar Victor Diop porträtiert Menschen aus der urbanen afrikanischen Kultur-Szene. Und der marokkanische Künstler Yoriyas zeigt seine Heimatstadt Casablanca jenseits des berühmten Hollywood-Films und jenseits von Touristen-Führern und orientalistischen Fantasien.

 

Afrika Alice_Mann_The_Curro_Thatchfield_Primary_Majorettes_Drummies

Alice Mann: The Curro Thatchfield Primary Majorettes Drummies, 2018. Aus der Serie "Drummies"
Copyright Foto: Alice Mann
Alice Mann porträtiert die weibliche Subkultur des Formationstanzes
in weniger privilegierten Gesellschaften Südafrikas.

 

 

Die Schirmherrschaft der Ausstellung „Afrika – Im Blick der Fotografen“ hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller übernommen. Zur Ausstellung ist ein Katalogbuch erschienen. Kooperationspartner der Ausstellung ist der PopRat Saarland.

 

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abrice Monteiro: Untitled #2, 2013. Aus der Serie „The Prophecy“
Copyright Foto: Fabrice Monteiro
Fabrice Monteiro ist zu verschmutzten Orten in Afrika gefahren und
hat dort eine Fotoserie mit mythisch anmutenden Figuren geschaffen.

 

 

Die Künstler:

Omar Victor Diop (Senegal), Ilan Godfrey (Südafrika), Osborne Macharia (Kenia), Kibuuka Mukisa Oscar (Uganda), Léonard Pongo (Kongo), Alice Mann (Südafrika), Fabrice Monteiro (Senegal), Fethi Sahraoui (Algerien), Yoriyas (Marokko)
Kurator: Frank Krämer, Ausstellungsleiter Weltkulturerbe Völklinger Hütte

 

 

 

09.03.2020 - 22.11.2020
Atemberaubende Bilder aus der Welt der Adventure- und Actionsportfotografie sind auf der Red Bull Illume Exhibiert Tour zu sehen. Dort werden die Finalistenbilder der Image Quest auf 2x2 Meter großen Leuchtkästen ausgestellt. 9.3. bis 22.11.2020
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Die Red Bull Illume Tournee
Atemberaubende Bilder aus der Welt der Adventure- und Actionsportfotografie sind auf der Red Bull Illume Exhibiert Tour zu sehen. Dort werden die Finalistenbilder der Image Quest auf 2x2 Meter großen Leuchtkästen ausgestellt. 9.3. bis 22.11.2020

RBI19_Exhibition-Bruneck_©Damian-Agreiter

 

 

Das sind die nächsten Stationen der Tournee:

 

 

 

  • WEBERZEILE, Ried (AT): 31. März - 22. April
  • FISCHAPARK, Wiener Neustadt (AT): 07. - 16. Mai
  • MAX.CENTER, Wels (AT): 22. Mai - 05. Juni
  • MARIANDL, Krems (AT): 08. - 20. Juni
  • CENTER VIC, Ljubljana (SI): 22. - 30. Juni
  • CITYCENTER, Celje (SI): 01. - 12. Juli
  • ATRIO, Villach (AT): 27. Juli - 14. August
  • EUROPARK, Salzburg (AT): 17. - 31. August
  • SILLPARK, Innsbruck (AT): 02. - 30. September
  • MURPARK, Graz (AT): 02. - 15. Oktober
  • HUMA ELEVEN, Wien (AT): 17. - 31. Oktober
  • ZIMBAPARK, Bürs (AT): 03. - 22. November

 

19.02.2020 - 27.09.2020
Fotoausstellung München . Zu seinem 100. Geburtstag widmet die Stiftung F.C. Gundelach in Kooperation mit dem Münchner Kunstfoyer Versicherungskammer Kulturstiftung dem bedeutenden Fotografen Toni Schneiders eine Gesamtschau, die ihn als ‚fotoformer‘, als Porträts und als Reise- und Landschaftsfotograf neu entdeckt.
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Schaut her! Toni Schneiders Retrospektive
Fotoausstellung München . Zu seinem 100. Geburtstag widmet die Stiftung F.C. Gundelach in Kooperation mit dem Münchner Kunstfoyer Versicherungskammer Kulturstiftung dem bedeutenden Fotografen Toni Schneiders eine Gesamtschau, die ihn als ‚fotoformer‘, als Porträts und als Reise- und Landschaftsfotograf neu entdeckt.

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Toni Schneiders Zwiebelblüten, Hamburg 1949
© Nachlass Toni Schneiders/Stiftung F.C. Gundlach

 

»Die Fotografie hat viele Gesichter! [...] Aber ich bin kein Reporter. Mich interessiert es mehr, was ich mit dem vorhan- denen Licht anfangen kann, um zu meinen Bildern zu kommen [...] und die Menschen und die kleinen und großen Dinge ringsherum mit den Mitteln der Fotografie in eine bildhafte Form zu bringen.«
Toni Schneiders, „Ich über mich“ 1972

Toni Schneiders ist einer der stilprägenden Fotografen Deutschlands nach 1945. Mit seinen feinsinnigen Aufnahmen hat er entscheidend dazu beigetragen, die Bildsprache der fotografischen Avantgarde der 1950er-Jahre zu erweitern. Als Mitbegründer der Fotografengruppe ‚fotoform’ 1949 und als Teil der Bewegung ‚subjektive fotografie‘ seit 1952 schuf er formal gestaltete Einzelbilder und entwickelte eine sachliche Bildästhetik, die er auf seine Fotoreportagen auf Reisen in aller Welt übertrug. Die Traditionslinien aus der Befreiung des fotografischen Ausdrucks durch Toni Schneiders und seine Weggefährten reichen bis in die aktuelle Fotografie.

Möglich geworden ist diese Retrospektive auch durch die Mitwirkung der Tochter des Fotografen, Ulrike Schneiders, deren Kenntnis seines Oeuvres bei Entstehung von Ausstellung und Buch von großer Hilfe war. Neben den längst zu fotografischen Ikonen gewordenen Werken können so auch bisher unveröffentlichte Motive aus dem Negativarchiv vorgestellt werden.

 

Toni Schneiders‘ Weggefährte Peter Keetman, mit dem ihn eine jahrzehntelange Freundschaft und ein stetiger Aus- tausch über das von beiden geliebte Medium Fotografie verband, fasste 1999 zusammen: „Toni Schneiders’ herzerfri- schende Art mit Menschen umzugehen, stand und steht seiner zurückhaltenden Bescheidenheit gegenüber. Soweit es sein eigenes Werk betrifft, und wenn er etwas ergreift und beginnt, so entsteht daraus – schlicht gesagt – photographi- sche Kammermusik.“

 

fotoform

 

Toni Schneiders war einer der jungen Fotografen, die nach neuen Wegen in der Fotografie suchten. Mit fünf Gleichgesinnten rief er am 17. September 1949 die Gruppe „fotoform“ ins Leben, um der Fotografie den Mut zur Gestaltung zurückzugeben und eine neue Formensprache durchzusetzen. Sie formulierten kein programmatisches Manifest, aus den Äußerungen einzelner Mitglieder entsteht jedoch ein Mosaik ihrer Intentionen: Ludwig Windstos- ser definierte im November 1949: „‚fotoform‘ ist der Name einer Arbeitsgemeinschaft von sechs jungen Berufs-Fo- tografen Westdeutschlands, die bemüht ist, einen neue Richtung in der Fotografie zu suchen.“

Die neue Fotografie bezog sich in ihren auf die Moderne ausgerichteten Aspekten zunächst auf die Bildsprache der Avantgarde der 1920er-Jahre, suchte dann aber den Neuanfang und fand zu einem eigenständigen zeitgemäßen Ausdruck. Nur Aufnahmen, die von allen Mitgliedern akzeptiert worden waren, durften unter dem Gruppennamen ausgestellt werden. Befreit vom Korsett fotografischer Regeln und in kreativer Auseinandersetzung mit progressiven Kräften in Kunst, Fotografie und Publizistik, entwickelten sie eine vielfältige Bildsprache, die sich als fotografische Gestaltung auf der Basis von Wirklichkeit durch Perspektive, Ausschnitt, Experiment und Abstraktion beschreiben lässt.

Der erste gemeinsame Auftritt der Gruppe war die Ausstellung im progressiven Circolo Fotografico Milanese im Janu- ar 1950, bereits auf der Photo- und Kino-Ausstellung in Köln vom 6. bis 14. Mai 1950, der späteren photokina, gelang der Gruppe der Durchbruch.

 

Menschenbild

 

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Toni Schneiders
Stahlfänger, Stahlwahlzwerk Wuppermann, Leverkusen 1959
© Nachlass Toni Schneiders/Stiftung F.C. Gundlach

 

 

Toni Schneiders war der Menschen-Fotograf unter den Mitgliedern der ‚fotoform‘-Gruppe. „Jedes Thema ist mir recht, wenn es wichtig genug ist, aber unerschöpflich und immer wieder verpflichtend steht das Bild des Menschen im Mittelpunkt“, äußerte sich Toni Schneiders zu den Prämissen seiner Motivwahl. In einer Vielzahl seiner Menschen-Bil- der folgte er dem Prinzip des gestalteten Einzelbildes: Menschen wurden mit Bewegungsunschärfen eingefangen, in starken Schwarzweiß-Kontrasten als Silhouetten-Figuren abgebildet und aus der Vogelperspektive aufgenommen. Sie sind als Einzelfiguren vollkommen freigestellt oder verwoben mit ihrer Umwelt, welche mit großer Aufmerksamkeit für das Strukturdetail im radikalen Bildausschnitt wiedergegeben ist. Selbst kleinfigurige, oftmals im Gegenlicht gezeigte Figuren sind bei Toni Schneiders noch Hauptthema der künstlerischen Aussage.

Toni Schneiders‘ Reiselust führte ihn in vielen, teilweise exotischen Ländern und in intensiver Weise an die Men- schen heran. Beispielhaft hierfür sind die Porträts griechischer Fischer oder der Wasserträgerinnen in Äthiopien. Das Werk Toni Schneiders‘ zeigt ein oft vielschichtiges Menschenbild, welches in der fotografischen Gestaltung immer auch auf sein Gemachtsein verweist und dennoch authentischen Gehalt zu tragen vermag.

 

Reisebild

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Toni Schneiders Oktopedi, Thasos 1961
© Nachlass Toni Schneiders/Stiftung F.C. Gundlach

 

 

Toni Schneiders‘ Leben war das Reisen und Publizieren, das Kofferpacken und mit tausenden von Bildern heimkeh- ren. Seine große Neugier auf die Welt „da draußen“ führte ihn bereits 1955 für mehrere Monate nach Äthiopien, gefolgt von Reisezielen wie Sardinien (1956) oder Kreta (1958), Spanien (1963), Jugoslawien (1965) oder Portugal (1968). 1961 führte ihn ein Auftrag der Japan Airlines nach Japan. Eine weitere Fernreise ging nach Malaysia, Sin- gapur, Indonesien und Bali. Dazwischen Frankreich, die Niederlande, Schweden, Norwegen oder Dänemark. Damit stand Schneiders beispielhaft für eine Gattung der Fotografie, die in den 1950er und 1960er Jahren ein goldenes Zeitalter erlebte: die Reisefotografie. Veröffentlichen konnte er seine Aufnahmen in Zeiten des aufkommenden Mas- sentourismus in auflagenstarken Zeitschriften wie Merian und spezialisierten Buchverlagen – wobei Toni Schneiders‘ Bücher nie Reiseführer im engeren Sinne waren.

Mit Aufgeschlossenheit, Sympathie und wachem Verständnis näherte er sich Ländern und Kulturen im Dreiklang von Landschaft, Mensch und Architektur. Der Name des Fotografen stand für eine handwerklich saubere, durchaus ambitionierte, künstlerisch interessierte Fotografie. Darüber hinaus gelang es Toni Schneiders auch in dieser seiner „Brot-und-Butter-Fotografie“, kompromisslos einer eigenen, wiedererkennbar subjektiven Handschrift zu folgen.

 

Toni Schneiders, Entdecker des Realen

 

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Toni Schneiders Zwiebelblüten, Hamburg 1949
© Nachlass Toni Schneiders/Stiftung F.C. Gundlach

 

 

Die Gruppe ‚fotoform‘, die die formale Gestaltung der Fotografie zur Maxime erklärte, bestand bis 1957. Die ‚subjek- tive fotografie‘, die den individuellen Ausdruck des Fotografen im Bild zu sehen verlangte, hatte ihren dritten und letzten großen Auftritt 1958 auf der photokina in Köln. Aus diesen Anfängen entwickelte Toni Schneiders, wie seine Weggefährten, seine persönliche fotografische Handschrift weiter.

Für Toni Schneiders bestand der fotografische Arbeitsalltag in Aufnahmen für Werbung, Zeitschriften und Bildbände. Immer aber arbeitete er an einem eigenen, gültigen Ausdruck und erschuf ein weit über das perfekt Handwerkliche hinausführendes Werk von Aufnahmen, die als Entdeckungen des Realen beschrieben werden können. Bildgegen- stand waren für ihn Landschaft und Natur, Objekte und Materialien, die er in seinem unmittelbaren Lebensumfeld vorfand. Viele Bildgegenstände wie Wasser und Eis am Bodensee oder grafische Strukturen von Feldern, Hecken und Wegen fotografiert er über Jahrzehnte immer wieder. Bis in die 1980er Jahre hinein bleibt er wesentlich seiner Bildsprache treu, die er in der Zeit von ‚fotoform‘ und ‚subjektiver fotografie‘ gefundenen hatte. Manche der Aufnah- men von Toni Schneiders verraten erst durch einen Blick auf die Datierung, dass sie deutlich nach der Hochzeit der fotografischen Avantgarde der frühen 1950er-Jahre entstanden sind. Mit der Leica, in den Mittelformaten 6 x 6 und 6 x 7 Zentimeter, aber auch auf 9 x 12 Zentimeter Planfilm und noch größer mit der Linhoff Balgenkamera, setzte er subtil das Gesamtspektrum der Grauskala für die Bildgestaltung ein. Er zeigt Formen, Strukturen, harte Kontraste, Linien, die seinen Motiven Spannung verleihen, aber nichts wirkt konstruiert, aufgesetzt oder gewollt.

 

Expertenführungen durch die Ausstellung mit Hans-Michael Koetzle
Samstag, 29. Februar 12:30 Uhr und 17:30 Uhr / Sonntag, 29. März 12:30 Uhr
und 17:30 Uhr / Samstag, 4. April 12:30 Uhr und 17:30 Uhr / Sonntag, 19.
April 12:30 Uhr und 17:30 Uhr / Samstag, 16. Mai 12:30 Uhr und 17:30 Uhr /
Sonntag, 7. Juni 12:30 Uhr und 17:30 Uhr
Ohne Anmeldung, kostenfrei

 

Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung | Maximilianstr. 53, München

 

 

 

 

 

 

 

 

15.11.2019 - 18.10.2020
Ausstellung München . In der Pinakothek der Moderne präsentiert eine Überblickschau die Arbeiten von Ingo Maurer. Mit mehr als 80 Objekten sowie Modellen und Fotografien führt die Ausstellung in die faszinierende Welt von Licht und Schatten wie sie der vielfach ausgezeichnete und international renommierte Lichtgestalter Ingo Maurer mit seinen Werken geschaffen hat. Die Eröffnung der Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit Ingo Maurer und seinem Team entstand, erlebte der phantasievolle Designer Ingo Maurer nicht mehr. Bis 18.10.2020
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Ingo Maurer Intim, Design or what?
Ausstellung München . In der Pinakothek der Moderne präsentiert eine Überblickschau die Arbeiten von Ingo Maurer. Mit mehr als 80 Objekten sowie Modellen und Fotografien führt die Ausstellung in die faszinierende Welt von Licht und Schatten wie sie der vielfach ausgezeichnete und international renommierte Lichtgestalter Ingo Maurer mit seinen Werken geschaffen hat. Die Eröffnung der Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit Ingo Maurer und seinem Team entstand, erlebte der phantasievolle Designer Ingo Maurer nicht mehr. Bis 18.10.2020

IngoMaurerPendulum_FotoStephanGörlich

Ingo Maurer mit Pendulum, 2019.
Foto: Stephan Görlich 

 

So begeistert die Ausstellung von den Besuchern aufgenommen wurde, so blieb doch der Wermutstropfen, dass Ingo Maurer, der vor wenigen Wochen mit 87 Jahren verstorben war, sie nicht mehr erleben konnte. In der Rotunde der Pinakothek, wo die Installation des über dem Boden schwebenden Pendelums hängt, die Ingo Maurer für das Haus realisiert hatte, machte in diesen Tagen nur ein schwarzer Streifen an der Aufhängung auf den Tod seines Meister aufmerksam. Bis Februar 2020 wird es dort noch zu sehen sein. 

 

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 Aussellungsansicht „Ingo Maurer intim. Design or what?“
Foto: Anna Seibel 

 

 

Eine Treppe tiefer taucht man in die leuchtende Welt von Ingo Maurer ein, dessen Lichtobjekte mit soviel Poesie und Witz geschaffen sind, wie man sie sonst bei Leuchtkörpern nicht findet. Ingo Maurer wollte mit seinen Leuchten ein Lächeln in die Gesichter der Menschen zaubern  - "erfolgreich sind wir, wenn wir ein Gefühl in den Menschen auslösen" wie er sich äußerte. Für Ingo Maurer war die Symbiose aus Licht und Schatten ein wichtiges Gesaltungmitten.

 

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"Oh Man, its a Ray!"

 

Seine Phantasie neue Objekte zu gestalten war schier grenzenlos und immer wieder ließ er sich auch von anderen Künstlern inspieren, auf die er sich in den Namen seiner Werke dann auch bezog. Seine Leuchte "Oh Man, its a Ray!", ist ein mit Glühbirnen versehenes Mobile aus Kleiderbügeln das an die Arbeiten des berühmten Fotografen und Objektkünstlers Man Ray, der seine Bilder so trefflich mit Licht gestalten konnte, erinnern soll.

 

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"Remember Yves"

 

Zu manchen der Leuchten von Ingo Maurer gehört eine Schnurre, wie die bei seiner letzten Arbeit "Remember Yves". An der Stelle, wo das Objekt jetzt aus der Wand springt und an derselben einen Schatten hinterlässt, hing einst ein Yves Klein Bild. Die Handschuhe inspierten Maurer, als sie zum Trocknen auf der Leine hingen durch das typische Yves Klein Blau zu dieser Arbeit.

 

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"Bibibibi"

 

EIne humorvolle Geschichte steckt auch hinter der Entstehung der Leuchte "Bibibibi" (1982). Bei Woolworh in der Münchner Leopoldstraße entdeckte er zwei rote Kunststoff Geflügelbeine, die er unbedingt kaufen wollte. Das wurde strikt abgelehnt und auch alle Überredungskünste halfen nicht das  Erwünschte zu erlangen. Was blieb dem armen Künstler übrig als sich das Stück einfach mitzunehmen und daraus eine Lampe zu gestalten.

 

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"Living Vegas"

 

Kaum verwundert, dass der Lichtfanatiker ein Fan von der Glitzerstart Las Vegas war. Inspiriert durch die bunt leuchtenden Autokennzeichen in den USA, komponerte er vielfarbiges Licht "Living Vegas". Allein die Namensgebung seiner Werk macht den Humor und Witz von Ingo Maurer klar - Ru Ku Ku, Ringelpiez oder OOp's.

 

 

 

 

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Rose, Rose on the Wall, 2005

 

 

 Ingo Maurer (1932 Insel Reichenau, Bodensee – 2019 München) widmete sich seit 1966 fast ausschließlich dem Licht und gestaltete mit der Leuchte „Bulb“ sein erstes bekanntes Statement in Form einer ikonenhaften Glühbirne. Seitdem entwickelte er mit seinem Team in seiner Münchener Firma komplexe, raffinierte und aufwendige Lichtobjekte und Beleuchtungskonzepte für private und öffentliche Räume sowie spektakuläre Unikate. 

Seinen internationalen Durchbruch hatte Maurer 1984 mit dem neuartigen Lichtsystem „YaYaHo“, einem der ersten Niedervolt-Seilsysteme für Halogenreflektoren. Bekannt sind bis heute viele seiner Leuchten, unter anderem „Zettel’z“ von 1997, die der Nutzer selbst mitgestalten kann. Seine „EL.E.DEE“ aus dem Jahre 2001 gilt als erste LED-Tischlampe. 2008 konzipierten er und das Unternehmen Osram mit „Early Future“ die weltweit erste serienreife OLED-Leuchte. 

 

Seit 1985 entwickelte Ingo Maurer auch Lichtinstalltionen im öffentlichen Raum. Zu ihnen gehören mehrere , U-Bahnhöfe in München, die Silver Cloud im Residenztheater aber auch im nahen und fernen Ausland fand man großen Gefallen an dem Können Ingo Maurers. So kann man seine Lichtinstallationen unter anderem am Gare du Nord in Paris, am Torre Velasca in Mailand oder In New York den Snowflake bewundern. 

 

 

Brigitte Henninges

 

 

Die neue Sammlung - The Design Museum in der Pinakothek der Moderne, Barer Straße, München

08.11.2019 - 04.10.2020
Ausstellung München . Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen in der Pinakothek dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern. Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet? 8.11.2019 - 4.10.2020
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Feelings. Kunst und Emotion
Ausstellung München . Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen in der Pinakothek dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern. Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet? 8.11.2019 - 4.10.2020

Da Corte_ Chelsea Hotel


Alex Da Corte (*1980),?Still aus: Chelsea Hotel No. 2, 2010 ?HD Video, Farbe, Ton, 3‘ 4‘‘?2019
erworben durch PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.
?© Alex Da Corte

 

Die Ausstellung FEELINGS möchte den unmittelbaren Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachtenden anregen, um eine intensive emotionale Auseinandersetzung zu motivieren. Geheimnisvolle Motive und atmosphärische Bildräume prägen die ausgestellten Arbeiten. Freude, Begeisterung, Ärger, Abscheu, Traurigkeit sowie unzählige weitere emotionale Reaktionen können sich bei der Betrachtung einstellen. Die Auswahl der Exponate ist subjektiv, auf den kunsthistorischen Kontext oder erklärende Wandinformationen wird bewusst verzichtet.

 

Taylor 02

Sam Taylor Johnson, Soliloqui I, 1998, Farblithographie, C-Print, 211 x 257 cm (Blattmaß)
1999 erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.
Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Sam Taylor Johnson

 

 

 

TaylorJohson_SoliloquiIV_0

Sam Taylor Johnson?Soliloqui IV, 1998 ?Farblithographie,?C-Print, 222 x 257 cm (Blattmaß)?1999
erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.
?Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen
?© Sam Taylor Johnson

 

 

Wann zieht uns ein Bild an, wann stößt es uns ab? Die Erforschung der Emotionen ist ein noch junger Zweig in der Psychologie, der Soziologie, den Geschichts- und den Neurowissenschaften. Spätestens seit der Aufklärung stand der Mensch vor allem als Vernunftwesen im Vordergrund, die Welt- und Bildbetrachtung wurde vornehmlich intellektuell dominiert. Heute allerdings lässt sich belegen, dass uns emotionale Kräfte viel stärker beeinflussen, als wir es bisher wahrhaben wollten. Nicht zufällig setzen Politik und Werbung schon lange und durchaus manipulativ darauf, mit Bildern Gefühle hervorzurufen und diese eigennützig einzusetzen. Kunst hingegen entsteht in freien Zusammenhängen, schafft eine rein persönliche Verbindung zum Publikum und existiert ohne erkennbaren Zweck.

 

Wearing_Signs_0

Gillian Wearing (*1963)?In this emptiness women are an answer for me
(aus der Serie "Signs that say what you want them to say and not Signs that say what someone else wants you to say"), 1992-1993?C-Print auf Aluminium montiert, 44,5 x 29,7 cm?2014
erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.?Foto: Wilfried Petzi?
© Gillian Wearing, courtesy Maureen Paley, London

 

Die Betrachtung von Kunstwerken birgt die Möglichkeit, die eigene Gefühlswelt besser kennenzulernen. Denn nicht selten wecken Bilder Assoziationen mit Erfahrungen, die förmlich „unter die Haut gehen“ und bisweilen über lange Zeit hinweg gespeichert wurden. Kunst berührt unser persönliches emotionales Archiv. Ob Werke als angenehm oder als unangenehm empfunden werden, ob sie irritieren oder beglücken, hängt wesentlich von den gespeicherten Erfahrungen ab.

 

Kantor_Die tote Klasse_0

Tadeusz Kantor ?Die tote Klasse, 1975 ?Rauminstallation, Holzboden, -bänke, -tische, Puppen,
Kleidung,?150 x 150 x 300cm?2007
erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.?Foto:
Bayerische Staatsgemäldesammlungen,

Sibylle Forster?© Tadeusz Kantor

 

Bei der Betrachtung von Kunst wird dem Gefühl meist weniger Bedeutung beigemessen als dem Verstand. Denn es scheint der Komplexität und intellektuellen Tiefe von Kunst zu widersprechen. Diese Dominanz des Rationalen schreckt viele ab, sich insbesondere mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen.

 

FEELINGS möchte diese Schwellenängste unterlaufen. Denn die Intuition stellt einen wesentlichen Zugang zur Kunst dar. Und schließlich basiert auch die Entstehung eines Werkes auf persönlichem Erleben. FEELINGS möchte diese Perspektive auf die Kunst in den Mittelpunkt stellen.  

 

Die Ausstellung zeigt Beiträge folgender Künstler und Künstlerinnen:

Hans Aichinger, Monika Baer, Heike Kathi Barath, Vlassis Caniaris, Gregory Crewdson, Alex Da Corte, Nathalie Djurberg und Hans Berg, Drei Hamburger Frauen,Marlene Dumas, Elmgreen & Dragset, Tracey Emin, Gotthard Graubner, Jenny Holzer, Thilo Jenssen, Tadeusz Kantor, Ruprecht von Kaufmann, Mike Kelley und Paul McCarthy, Jochen Klein, Rosa Loy, Rosilene Luduvico, Stephan Melzl, Olaf Metzel, Miwa Ogasawara, Catherine Opie, Laura Owens, Richard Prince, Bernhard Prinz, Alexandra Ranner, Wilhelm Sasnal, Markus Schinwald, Norbert Schwontkowski, Cindy Sherman, Sam Taylor Johnson, Jessica Vaughn, Gillian Wearing, Amelie von Wulffen und Artur Zmijewski.

 

Die gezeigten Werke entstammen dem Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der Sammlung Goetz sowie weiteren privaten Sammlungen.

 

 

 

 

Kuratoren: Bernhart Schwenk und Nicola Graef

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