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Fotoausstellungen

26.10.2019 - 18.01.2020
Fotoausstellung Nürnberg . Hardo Reimann ist ein Quereinsteiger in die Fotografie. Eigentlich ist er Anwalt und Notar, aber schon während der Schulzeit fesselte ihn die Fotografie, und sie hat ihn nicht mehr losgelassen. Mehr und mehr wurden dabei die Menschen und ihre verschiedenen Lebensumgebungen zu seinem fotografischen Schwerpunkt. Auch die vorliegende Ausstellung in der Leica Galerie zeigt Bilder, die sich diesem Thema widmen, und zwar in Nepal. ??Wie kam es zu diesen Bildern, und was soll damit vermittelt werden??? 26.10.2019 bis 18.1.2020
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Hardo Reimann: „Mitrata“ - Hilfe für Nepals Kinder
Fotoausstellung Nürnberg . Hardo Reimann ist ein Quereinsteiger in die Fotografie. Eigentlich ist er Anwalt und Notar, aber schon während der Schulzeit fesselte ihn die Fotografie, und sie hat ihn nicht mehr losgelassen. Mehr und mehr wurden dabei die Menschen und ihre verschiedenen Lebensumgebungen zu seinem fotografischen Schwerpunkt. Auch die vorliegende Ausstellung in der Leica Galerie zeigt Bilder, die sich diesem Thema widmen, und zwar in Nepal. ??Wie kam es zu diesen Bildern, und was soll damit vermittelt werden??? 26.10.2019 bis 18.1.2020

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Mit zwei langjährigen Freunden bereiste Hardo Reimann erstmals im Jahr 2000 die Khumbu-Region im Nordosten von Nepal. Es war eine Trekkingsreise mit Zelt. ?Beeindruckt von der wunderschönen Landschaft, aber auch tief betroffen von den Lebensumständen der Sherpa, der Volksgruppe, die in dieser Region wohnt, reifte bei ihm und seinen Freunden der Entschluss, nicht nur zurückzukehren, sondern auch Überlegungen und Anstrengungen zu unter-nehmen, um unmittelbar und gezielt für ausgesuchte Projekte Hilfe leisten zu können.?In den darauffolgenden Jahren bereisten er und sein Freund Walter Staaden, oft mehrfach im Jahr Nepal und insbesondere das Khumbu, und sie erhielten über zwei junge Sherpa- Guides unmittelbaren Kontakt zur regionalen Bevölkerung, deren Lebensweise, deren Nöte und Sorgen, sowie auch zu deren buddhistischer Religion. Die beiden Guides vereinbarten bei dem – damals – noch einzig lebenden Lehrer des Dalai Lama, Trushe Rinpoche, eine Audienz, dessen Wunsch es war, im Khumbu wiederum eine Schule für tibetische Medizin anzusiedeln. Die dafür erforderliche Genehmigung erteilte der Dalai Lama nach einem persönlichen Treffen mit ihm in München.?In der Folgezeit wurde nicht nur die Schule für tibetische Medizin errichtet, es kam auch zu zahlreichen anderen Hilfsprojekten, wie zum Beispiel dem Aufbau von Schulen für Waisen und Behinderte.?

 

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Anlass der Reise, bei der die ausgestellten Bilder entstanden, war die Zeit des „Bardos“ (dem buddhistischen Nachtodzustand) von Trushe Rinpoche, der in seinem Heimatskloster Thupten Choling aufgebahrt war. Dort wurde von ihm Abschied genommen.??Die schlichten, aber sehr gefühlvollen Fotografien von Hardo Reimann versuchen Einblick in die Lebensumgebung der Kinder Nepals zu geben, in ihre Nöte und Entbehrungen. Gleichzeitig berichten die Bilder von der Hoffnung und den Bemühungen, durch Bildung und ein bescheidenes Gesundheits-wesen das Leben zu meistern. Die Unterstützung aus Deutschland soll dabei helfen, den langen Weg in eine bessere Zukunft der Kinder Nepals zu erleichtern.?

 

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Vielleicht gelingt es den eindrucksvollen Schwarzweiß-Fotografien, Einblick, Interesse und Verständnis für diese anspruchsvolle humane Aufgabe zu vermitteln. Dann wäre das Ziel der Ausstellung erreicht.?

 

Leica Galerie Nürnberg - Obere Wörthstraße 8, Nürnberg

 

 

17.10.2019 - 25.01.2020
Mit seinen unkonventionellen Kampagnen für Benetton ist der italienische Fotograf Oliviero Toscani weltberühmt geworden. Jetzt kommt Oliviero Toscani nach Graz in das Atelier Jungwirth, wo der am 17. Oktober einen Talk, am 19. und 20. Oktober eine zweitägige Masterclass hält und in einer Ausstellung vom 21. Oktober 2019 bis 25. Januar 2020 seine außergewöhnlichen Bilder zu bewundern sind.
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Oliviero Toscani kommt ins Atelier Jungwirth nach Graz
Mit seinen unkonventionellen Kampagnen für Benetton ist der italienische Fotograf Oliviero Toscani weltberühmt geworden. Jetzt kommt Oliviero Toscani nach Graz in das Atelier Jungwirth, wo der am 17. Oktober einen Talk, am 19. und 20. Oktober eine zweitägige Masterclass hält und in einer Ausstellung vom 21. Oktober 2019 bis 25. Januar 2020 seine außergewöhnlichen Bilder zu bewundern sind.
OlivieroToscaniPORTRAIT
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
 
 
 
Oliviero Toscani schuf neben der Arbeit für Benetton auch ikonische Bilder und Kampagnen für Esprit, Chanel oder Fiorucci. Er arbeitete für Elle, Vogue, GQ, Harper’s Bazaar, Esquire, Stern und Libération. Er gründete das Magazin „Colors“ und er war maßgeblich an der Kreativschmiede „Fabrica“ von Benetton beteiligt. Er veröffent-
lichte mit dem Buch „Die Werbung ist ein lächelndes Aas“ eine Abrechnung mit der Branche und zugleich einen Bestseller, der bis heute als Standardwerk gilt. Seit 2007 reist er für sein Projekt RAZZA UMANA um die Welt. Ziel ist es, die Vielfalt der Menschen mit Fotografien und Videos einzufangen.
 
 
Oliviero Toscani, Cuori Scritte
 
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
Oliviero Toscani, Cuori Scritte
 
 
 
 
 
Erstmals kommt Oliviero Toscanit ins Atelier Jungwirth nach Graz  für eine Ausstellung, einen Talk und einen Workshop.
Am 17. Oktober wird er einen seiner viel beachteten Talks halten, bei denen Toscani seine Sicht der Dinge stets wortgewaltig und prägnant präsentiert. Am selben Tag wird seine Ausstellung in der Galerie eröffnet.
 
 
 
Oliviero Toscani, Preservativi
 
 
 
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
Oliviero Toscani, Preservativi
 
 
Am 19. und 20. Oktober veranstaltet das Atelier Jungwirth eine zweitägige Masterclass mit dem gebürtigen Mailänder, der nicht nur für FotografInnen, sondern auch für Kreative aller Sparten spannende Einblicke in Toscanis Denken vermittelt. Im Vordergrund steht nicht die Technik, sondern die Kunst, hinter die Oberfläche der Dinge zu blicken. Titel des Workshops: „Is taking pictures enough to be a photographer?“
 
 
Nähere Informationen zum Programm sowie Tickets für den Talk und den Workshop sind im Atelier Jungwirth erhältlich (www.atelierjungwirth.com).
 
 
 
 
Oliviero Toscani, United Colors of Benetton, 1992
 
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
Oliviero Toscani, United Colors of Benetton, 1992
 
 
 
Informationen:
 
 
Oliviero Toscani in Graz.
17.10.2019 / Talk
Congress Graz | Steiermarksaal, Schmiedgasse 2, 8010 Graz
Einlass: 16.30 Uhr, Beginn: 17 Uhr, Dauer: ca. 99 Minuten
Kosten: 66,– (inkl. 13% MwSt)
Seine Vorträge in englischer Sprache bieten nicht nur authentische Einblicke in das
internationale Fashion- und Werbedenken, sondern auch eine offene Analyse kreativer
Prozesse. Toscani, der seine Talks stets mit aktuellen Fragestellungen anreichert, rüttelt
wie kein zweiter an Tabus und macht damit jungen wie etablierten Kreativen Mut zum
Quer- und Andersdenken. Kommunikation ist bei ihm nie Selbstzweck, sondern hat die
Aufgabe, gesellschaftliche Phänomene zu spiegeln. Durch seine faszinierende Arbeit
und seine Hartnäckigkeit ist es ihm gelungen, auch traditionelle Unternehmen mit
gänzlich neuen Methoden zu evolutionieren. Seine Talks sind stets Anziehungspunkt
für Menschen aus allen Berufsfeldern der sogenannten Kreativindustrie.
 
17.10.2019 / Ausstellungseröffnung
im Atelier Jungwirth, Opernring 12, um 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 21. Oktober bis 25. Januar 2020
 
 
19. und 20.10.2019 / Masterclass • 33 hours
„Is taking pictures enough to be a photographer?“
Inkl. 2x Mittagessen (exkl. Getränke), 1x Dinner Snack, Wasser und Kaffee
Start: 19.10., 9 Uhr • Ende: 20.10., 18 Uhr
Kosten: 1.555,– (inkl. 20% MwSt)
Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz
Die Masterclass wird in englischer Sprache gehalten.
Infos und Anmeldung:
Atelier Jungwirth, T: +43/316/815505, mail@atelierjungwirth.com
 
 
Oliviero Toscani, Razza Umana
 
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
Oliviero Toscani, Razza Umana
 
 
 
 
Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz
 
 
17.10.2019 - 19.01.2020
Ausstellung München . In über 60 Jahren architektonischer Praxis hat Balkrishna V. Yoshi eine Vielzahl an unterschiedlichen Projekten verwirklicht, wofür Doshi 2018 mit dem renommierten Pritzker-Preis geehrt wurde. Die Ausstellung, die in der Pinakothek der Moderne gezeigt wird, ist ein Projekt des Vitra Design Museums und der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit der Vastushilpa Foundation. 17.10.2019 bis 19.1.2020
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Balkrishna V. Yoshi. Architektur für den Menschen
Ausstellung München . In über 60 Jahren architektonischer Praxis hat Balkrishna V. Yoshi eine Vielzahl an unterschiedlichen Projekten verwirklicht, wofür Doshi 2018 mit dem renommierten Pritzker-Preis geehrt wurde. Die Ausstellung, die in der Pinakothek der Moderne gezeigt wird, ist ein Projekt des Vitra Design Museums und der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit der Vastushilpa Foundation. 17.10.2019 bis 19.1.2020

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Doshis Bibliothek im Untergeschoss seines Wohnhauses: »Kamala House«,
Ahmedabad, 1963, Erweiterung 1986 
© Vastushilpa Foundation, Ahmedabad 

 

Balkrishna V. Doshi (* 1927 in Pune, Indien) ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. Seit den 1950er-Jahren hat er mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich. Zu den Pionierleistungen gehören unter anderem das Indian Institute of Management (1977-1992), sein eigenes Architekturbüro Sangath (1980) und die berühmte Wohnsiedlung Aranya für Menschen mit geringem Einkommen (1989). Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete.

 

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Einer der weitläufigen, lichtdurchfluteten Korridore des »Indian Institute of  Management« (IIM), 
Bangalore, 1977-92 
© Courtesy of Vastushilpa Foundation, Ahmedabad, 
Foto: Vinay Panjwani – India

 

 

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 Treppenaufgang zu den Arbeitsplätzen in Doshis 
Architekturbüro: »Sangath Architect’s Studio«, 
Ahmedabad, 1980 
© Vastushilpa Foundation, Ahmedabad 

 

Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. Doshis Gesamtwerk wird vom 17. Oktober 2019 bis zum 19. Januar 2020 im Architekturmuseum der TUM in einer Retrospektive gezeigt. Anhand einer Fülle von Originalzeichnungen, Architekturmodellen, Plänen, Malereien, Fotografien, Filmen und begehbaren Rauminstallationen wird sein Schaffen in den Bereichen Architektur, Städtebau, Design und Kunst umfassend präsentiert.

12.10.2019 - 23.02.2020
Fotoausstellung Berlin . Mit rund 200 Aufnahmen zeigt das Berliner Museum für Fotografie die erste umfassende Einzelausstellung des Stuttgarter Fotografen Ludwig Windstosser. Die Ausstellung ermöglicht einen erstmaligen Einblick in Leben und Werk des Fotografen. Die Arbeiten stammen aus der Sammlung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, die den Nachlass Ludwig Windstossers bewahrt. 12. Oktober 2019 bis 23. Februar 2020
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Ludwig Windstosser - Fotografie der Nachkriegsmoderne
Fotoausstellung Berlin . Mit rund 200 Aufnahmen zeigt das Berliner Museum für Fotografie die erste umfassende Einzelausstellung des Stuttgarter Fotografen Ludwig Windstosser. Die Ausstellung ermöglicht einen erstmaligen Einblick in Leben und Werk des Fotografen. Die Arbeiten stammen aus der Sammlung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, die den Nachlass Ludwig Windstossers bewahrt. 12. Oktober 2019 bis 23. Februar 2020

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 Ludwig Windstosser: Zeitungsfrau, 1970, Farbpapier,
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

 

Durch seine Firmenporträts avancierte Ludwig Windstosser (1921–1983) zum führenden Industriefotografen der westdeutschen Nachkriegszeit und ist dennoch bis heute weitgehend unbekannt. In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war Windstosser Mitglied der Gruppe fotoform und beteiligte sich an den Ausstellungen und Buchprojekten der subjektiven fotografie. In Anknüpfung an die fotografischen Tendenzen der 1920er- und frühen 1930er-Jahre prägte vor allem fotoform die Bildsprache der fotokünstlerischen Nachkriegsavantgarde.

 

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 Ludwig Windstosser: Der Aussenseiter, 1949, Silbergelatinepapier,
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

 

 

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 Ludwig Windstosser: Kumpel mit Berglehrling, ohne Datum, Silbergelatinepapier,
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

 

Steile Perspektiven, ungewöhnliche Bildausschnitte und starke Kontraste finden sich auch in den Werbeaufnahmen, die Windstosser als Industriefotograf ab den frühen 1950er-Jahren für viele Firmen – vom Stahlbau über Pharmahersteller bis hin zur Textilbranche – realisierte. So porträtierte er das Bergbauunternehmen Ruhrkohle AG, das für den Aufschwung der westdeutschen Wirtschaft eine maßgebliche Rolle spielte. In seinen Fotografien zeigt er den Produktionsablauf von den Schächten bis hin in die heimischen Öfen und entwickelt dabei ein Bild vom Bergbau, das auch heute noch im kollektiven Gedächtnis präsent ist.

 

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 Ludwig Windstosser: Blick vom I-Punkt Berlin auf die Innenstadt mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche,
um 1971, Farbpapier
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

 

Auch für seine zahlreichen Buchprojekte fing Windstosser den nachkriegsdeutschen Zeitgeist mit seiner Kamera ein. Die Bildbände führen das Lebensgefühl in Großstädten einerseits sowie ein breites Spektrum an Landschaftsaufnahmen andererseits vor Augen. Der 1972 erschienene Bildband „Berlin: teils teils“ ist ein Porträt West-Berlins, in einer von Wiederaufbau und Fortschritt aber auch dem Wunsch nach Normalität und Sicherheit geprägten Zeit. Dieses Spannungsfeld zieht sich durch geschickte Gegenüberstellungen durch das gesamte Farbfotobuch.

Die Karriere Ludwig Windstossers steht exemplarisch für das Wirken vieler FotografInnen in der Zeit des westdeutschen Wirtschaftswunders, seine Arbeit ist andererseits einzigartig in der Vielseitigkeit ihrer Bildsprache.

Der zur Ausstellung im Kerber Verlag erscheinende Begleitband vertieft die drei Hauptaspekte im Schaffen Windstossers – künstlerische Fotografie, Industriefotografie, Stadt- und Landschaftsaufnahmen.

 

Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, Berlin

10.10.2019 - 30.11.2019
Große Ausstellungen zur Berlin Photo Week findet man in der Berliner Location Chaussee 36: Olaf Heine mit "Saudade", Erwin Blumenfeld mit "Chasing Dreams" in The Whisper und die Gruppenausstellung "Walls Come Tumbling Down!" mit Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfgang Krolow, Will McBride und Günter Zins. 10. / 11. 10 bis 10. / 30. 11. 2019
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Berlin Photo Week - Olaf Heine, Erwin Blumenfeld und mehr...
Große Ausstellungen zur Berlin Photo Week findet man in der Berliner Location Chaussee 36: Olaf Heine mit "Saudade", Erwin Blumenfeld mit "Chasing Dreams" in The Whisper und die Gruppenausstellung "Walls Come Tumbling Down!" mit Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfgang Krolow, Will McBride und Günter Zins. 10. / 11. 10 bis 10. / 30. 11. 2019

Saudade

Olaf Heine Palm tree

Olaf Heine 
Palm Tree Forest (Detail) Bahia 2013
© + courtesy of teh artist

 

Die neu kuratierte Ausstellung von Olaf Heine, "Saudade" (bras. Portugiesisch: Sehnsucht) zeigt ca. 20 großformatige Arbeiten des renommierten Porträt- und Musikerfotografen. Seit2010 spürt er der Seele Brasiliens nach und füllt gleichzeitig Worte des legendären, brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer mit Leben:

„Das ganze Universum ist aus Kurven gemacht“. Kurven in der Architektur, in menschlichen Körpern und übertragen auch im Lebensgefühl. Und wenn alles aus Kurven gemacht ist, ist nichts gerade. Es geht dabei nicht nur um den Kurvenreichtum der Gebäude und derbrasilianischen Frauen, sondern um eine Fortsetzung im Leben: Alles ist flexibel und in stetem Wandel. Von der Intensität der Sehnsucht bis zur Leichtigkeit der Formen zeigt Olaf Heine ein faszinierendes Land in all seiner Vielfalt und Schönheit. 

 

6_Olaf Heine_Yasmin, Rio de Janeiro, 2013_copyright + courtesy the artist

Olaf Heine 
Yasmin, Rio de Janeiro, 2013
© + courtesy of teh artist

 

Heine zeigt jenen Sehnsuchtsort, den die erste Generation der brasilianischen Modernisten in Architektur, Literatur und Musik Mitte des 20. Jahrhunderts als ästhetischen Ausdruck einer sich zum positiv wandelnden, sozialen, politischen und urbanen Gesellschaft gestaltet hat. Eine Wunschvorstellung und vermeintliche Utopie, der manch einer gerade im tagesaktuellen Kontext mit Sehnsucht hinterherblickt: Saudade!

 

Chasing Dreams

 

Erwin Blumenfeld Nude

Erwin Blumenfeld
Nude Under Grid, New York, 1950
© 2019 Estate of Erwin Blumenfeld
courtesy Hwaed Green Gallery, NYC

 

In Zusammenarbeit mit dem Erwin Blumenfeld Estate und der legendären Howard Greenberg Gallery in New York werden unter dem Titel Chasing Dreamca. 40 fotografische wie experimentelle Darstellungen und Studien des weiblichen Körpers gezeigt; von seinen surrealistischen Akten aus der Pariser Zeit (1936 – 1941) bis hin zu seinen grafischen und illustrativen Arbeiten der 40er und 50er Jahre, nachdem der Künstler in die USA immigriert war.

 

;Erwin Blumenfeld Cubist

Erwin Blumenfeld
Cubist Nude seated, New York 1944
© 2019 Estate of Erwin Blumenfeld
courtesy Hwaed Green Gallery, NYC

 

 

Walls Come Tumbling Down!

 

8_Will McBride_Babys zeigen an der Mauer_1961_copyright und courtesy the artist

Will McBride
Banies zeigen an der Mauer, 1961
© + courtesy the artist

 

Nach Fall der Berliner Mauer sowie der Abschaffung der Grenzkontrollen innerhalb Europas schien ein neues, mauerloses Zeitalter der Öffnung vor uns zu liegen. Doch im Zeitalter von Donald Trump und Co existieren weltweit mehr Mauern als 1989. Anlässlich des 30. Jubiläums des Berliner Mauerfalls widmet sich die Gruppenausstellung 'Walls Come Tumbling Down!' mit Arbeiten von Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfgang Krolow, Will McBride und Günter Zint diesem Thema. Neben Fotografien der Berliner Mauer stehen aktuelle Werke, die zeigen, dass die Spuren der Teilung bis heute im Stadtbild sichtbar sind. Mit Fotografien von Sperren und Abgrenzungen weltweit wird außerdem die Frage aufgeworfen, was all diese Mauern über den heutigen Zustand unserer Welt verraten.

 

Daniel Müller Jansen

Daniel Müller Jansen
Auferstanden aus Ruinen Nr. 11 2007 bis 2009
© Daniel Müller Jansen, courtesy Chaussee 36

 

Chaussee 36

Im Herzen von Berlin-Mitte liegen die Räumen der Chaussee 36; es ist ein Ort des kreativen Austauschs und der künstlerischen Kooperation, mit diversen Ausstellungsräumlichkeiten und Shooting-Locations sowie einer eigenen Fotografie- und Designsammlung. Darüber hinaus befindet sich in diesem Denkmal-geschützen Haus eine Event-Agentur, eine Bibliothek, ein Verlag, eine Künstler-Residenz sowie ein analoges Fotolabor.

 

 

 

 

 

 

03.10.2019 - 12.01.2020
Fotoausstellung Hamburg . Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) widmet sich in der Ausstellung der Amateurfotografie und ihrer Innovationskraft. Täglich halten Milliarden Smartphone-Besitzende weltweit ihr Leben in Schnappschüssen fest. Sie teilen ihre Bilder in unzähligen Social Media-Kanälen, allen voran Instagram, mit ihren Freunden und mit Menschen, die sie nie persönlich getroffen haben. Fotografien sind zu einem zentralen Kommunikationsmedium geworden. Die Amateurfotografie scheint damit heute aktueller denn je. Vom 3.10.2019 bis 12.1.2020
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Amateurfotografie. Vom Bauhaus zu Instagram
Fotoausstellung Hamburg . Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) widmet sich in der Ausstellung der Amateurfotografie und ihrer Innovationskraft. Täglich halten Milliarden Smartphone-Besitzende weltweit ihr Leben in Schnappschüssen fest. Sie teilen ihre Bilder in unzähligen Social Media-Kanälen, allen voran Instagram, mit ihren Freunden und mit Menschen, die sie nie persönlich getroffen haben. Fotografien sind zu einem zentralen Kommunikationsmedium geworden. Die Amateurfotografie scheint damit heute aktueller denn je. Vom 3.10.2019 bis 12.1.2020

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Eckhard Schaar (1932–2012), Bodybuilder, um 1985, C-Prints unterschiedlicher Größe aus 12 Alben,
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © Eckhard Schaar

 

Das kreative Potential von Amateuren spielt seit der Erfindung der Fotografie eine wichtige Rolle und interessierte vor allem die Künstler des Bauhaus, die im unbekümmerten Umgang mit der Fotokamera eine große schöpferische Kraft sahen. Auch das demokratische und politische Potential der Amateurfotografie wurde in den 1920er Jahren entdeckt. Beides ist auch heute noch von großer Bedeutung für unseren Umgang mit Bildern. Die Amateurfotografie Anfang des 20. Jahrhunderts war der Beginn eines Massenphänomens, das heute mit der digitalen Bilderflut immer wieder beschworen wird.

 

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Umbo (i.e. Otto Umbehr, 1902–1980), Umbo selbst, 1926, Silbergelatinepapier, 18 x 13 cm,
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg,
© Phyllis Umbehr / Galerie Kicken Berlin / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Die Ausstellung vergleicht die Bildwelten der historischen und zeitgenössischen Amateurfotografen, beleuchtet ihre Motivation und Ziele und fragt, ob und wie sich die digitale, massenhaft praktizierte Amateurfotografie von der historischen unterscheidet. Zu sehen sind über 200 Exponate von zahlreichen Amateurfotografen, von Künstlern der klassischen Avantgarde und von zeitgenössischen Künstlern sowie Zeitschriften, Bücher und digitale Dokumente.

 

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Unbekannt, Vier Studierende auf dem Dach des Bauhauses in Dessau, 1927/28,
Silbergelatinepapier, 6 x 10,5 cm, Galerie Kicken Berlin, © unbekannt




Die Ausstellung gliedert sich in drei Kapitel: Schwerpunkte des ersten Teils "Wider alle Regeln" sind es Amateure und das Bauhaus, die eng miteinander verknüpft sind. Amateure inspirierten die Formensprache, die bis heute unter dem Label „Bauhaus-Fotografie“ kanonisiert wird, mit ihren ästhetischen Regelbrüchen, ihrer spezifischen Art, die Lebenswirklichkeit abzubilden und mit ihrer Idee, die Gesellschaft zu verändern.

Das zweite Kapitel "Die eigene Lebenswirklichkeit" verfolgt die Kontinuitäten der Bildwelten in der analogen und digitalen Amateurfotografie und zeigt, dass der unmittelbare Alltag und das private Umfeld zentrale Themen sind. Dazu zählen Freizeitaktivitäten, Reisen, das soziale Miteinander, das Selfie und die eigene Identität, Foodies oder etwa das geliebte Haustier.

Der dritte Teil "Gesellschaft verändern" beleuchtet die Amateurfotografie als demokratisches Instrument der Gesellschaftskritik in der Bewegung der Arbeiterfotografie der 1920er und 1930er Jahre und ihrer Verbindung zum Bauhaus, in der Protestkultur der 1970er Jahre und in den sozialen Netzwerke heute. Die Ausstellung stellt Instrumente wie „Protestselfies“, partizipative Projekte oder Bildersammlungen von Bürgerjournalist*innen vor, die zu aktuellen politischen Ereignissen Stellung nehmen und eine internationale Öffentlichkeit erreichen, und fragt nach ihrer gesellschaftlichen und politischen Relevanz.

 

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T. Lux Feininger (1910–2011), Gret Palucca sulla casa di Lyonel Feininger, um 1928,
Silbergelatinepapier, 24 x 18 cm, Galerie Kicken, Berlin,
© Nachlass von T. Lux Feininger
 

 

Was heute als typische „Bauhaus-Fotografie“ gilt – etwa die Kamera nach oben oder unten zu neigen – orientierte sich ursprünglich an den Bildern des privaten Knipsers. Die Bauhäusler durchbrachen die Konventionen der Bildproduktion, indem sie sich von der damals üblichen Zentralperspektive abwandten. Sie experimentierten mit „gekippten“ Ansichten, mit Spiegelungen und Tonwertverfälschungen, mit dem Porträt in Nahaufnahme, mit Doppelbelichtung und Fotomontagen. Diese Stilmittel, die sich in den 1920er Jahren am Bauhaus und an anderen Fotoschulen entwickelten und 1929 in der epochemachenden Ausstellung Film und Foto präsentiert wurden, zeigt das einführende Kapitel der Ausstellung anhand zahlreicher Aufnahmen der Avantgarde wie T. Lux Feininger(1910–2011), Werner David Feist (1909–1998), Lucia Moholy, László Moholy-Nagy, Robert Petschow (1888–1945), Franz Roh (1890–1965), Sasha Stone (1985–1940), oder Otto Umbehr alias Umbo (1902–1980). In der Gegenüberstellung mit faksimilierten Seiten aus Fehler- und Regelbüchern für die Amateurfotografie von 1905 bis 1943 wird ersichtlich, dass Amateure die Stilmittel der Bauhausfotografie deutlich geprägt haben.

 

Der Katalog zur Ausstellung mit dem Titel Amateurfotografie. Vom Bauhaus zu Instagram erscheint im Kehrer Verlag mit Beiträgen von Ulrike Bergermann, Susanne Holschbach, Florentine Muhry, Susanne Regener, Esther Ruelfs, Sven Schumacher und Bernd Stiegler, Englisch/Deutsch, 208 Seiten, 180 Abbildungen in S/W und Farbe.

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz 1, Hamburg

28.09.2019 - 09.02.2020
Ausstellung Wolfsburg . Zwölf Jahre nach seiner ersten und bisher einzigen musealen Einzelausstellung in Deutschland zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg mit rund fünfzig Arbeiten den bis dato umfassendsten Überblick über das Werk von Robin Rhode. Das Spektrum der zwischen 2000 und 2019 entstandenen Arbeiten reicht von Fotografie, digitalen Animationen und Super-8-Filmen über Performances bis hin zu einer eigens für die Wolfsburger Ausstellung in Jericho entstandenen Werkgruppe. 28.9.2019 bis 9.2.2020
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Robin Rhode. Memory Is The Weapon
Ausstellung Wolfsburg . Zwölf Jahre nach seiner ersten und bisher einzigen musealen Einzelausstellung in Deutschland zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg mit rund fünfzig Arbeiten den bis dato umfassendsten Überblick über das Werk von Robin Rhode. Das Spektrum der zwischen 2000 und 2019 entstandenen Arbeiten reicht von Fotografie, digitalen Animationen und Super-8-Filmen über Performances bis hin zu einer eigens für die Wolfsburger Ausstellung in Jericho entstandenen Werkgruppe. 28.9.2019 bis 9.2.2020

Rhode-Classic-Bike-2002

Robin Rhode  - Classic Bike 2002

 

Der südafrikanische Künstler Robin Rhode (*1976) hat sich mit seinem Werk, das sich durch eine innovative Kombination aus Linie, Körper und öffentlich zugänglichen Wänden als Bildträger auszeichnet, international einen Namen gemacht.

Verrückte Inszenierungen lenken den Blick auf die Bilder von Robin Rhode: Da ist eine Frau, die unter vollem Körpereinsatz mit einer Steinschleuder einen riesigen Polyeder zu manövrieren versucht, der Albrecht Dürers MelencoliaI von 1514 entnommen ist oder das Bild eines Fahrads wird angeschoben: Für die Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg wagt sich Robin Rhode in wahrsten Sinne des Wortes auf neues Terrain, in die geschichtsträchtige Stadt Jericho mitten in der israelisch-palästinensischen Konfliktregion. Auf alten Mauern aus der Zeit des Osmanischen Reiches sind im März 2019 neue Werke für seine Wolfsburger Ausstellung entstanden, die gewohnt subtil die Geschichte Jerichos, die drei ortsansässigen Religionen und den Nahostkonflikt thematisieren. Dabei bleibt Robin Rhode dem Alleinstellungsmerkmal seines multimedialen Werkes treu: der spannungsvollen Kombination aus Linie, Körper und der Wand als Bildträger. Schritt für Schritt entwickelt und verlebendigt er die Linie durch die performative Interaktion mit dem Körper, bis sie eine abstrakte Form oder ein Objekt definiert.
 
 
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Robin Rhode - Paradise-Selected
 
 
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Robin Rhode - Piano-Chair 2011
 
 
Sein Markenzeichen ist die Wand, die für ihn in den letzten acht Jahren in einem sozialen Brennpunktviertel in Johannesburg stand. Der Einfluss urbaner Musikkultur, Film, populärer Sportarten, Jugendkultur und die lokale Tradition des Geschichtenerzählens haben die Entwicklung der für Robin Rhode zunächst typischen Street-Art-Ästhetik beeinflusst. Im Gegensatz zur Street-Art und Graffitikunst geht es ihm jedoch nicht darum, was er im urbanen Kontext zurücklässt, sondern um den Prozess.
 
 
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Robin Rhode - Twilight-Selected still
 
 
Das Kunstwerk ist die fotografische Dokumentation der Entstehungsphasen seiner Narrative. Geboren in Kapstadt und aufgewachsen in Johannesburg studierte Robin Rhode zunächst Kunst am Technikon Witwatersrand, heute University of Johannesburg, gefolgt von einem Postgraduiertenprogramm an der South African School of Film, Television and Dramatic Art im Jahr 2000. Der Blick zurück ergibt sich für ihn schon allein aus seiner Biografie, denn seit 2002 lebt er in Berlin. Trotz der räumlichen Distanz spielen die Geschichte und die Gegenwart Südafrikas für ihn nach wie vor eine entscheidende Rolle.
Die Erinnerung ist für ihn sowie für den Dichter und Anti-Apartheid-Aktivisten Don Mattera (*1935), dessen Autobiografie der Ausstellungstitel entnommen ist, eine metaphorische Waffe, die der Auseinandersetzung mit hybrider Identität dient. So verhandeln die ausgestellten Werke Robin Rhodes nicht nur offenkundige Themen wie Sport, Musik, Design, Geometrie, Farbenlehre und Religion, sondern auch sozialpolitische Aspekte, wie insbesondere die Geschichte der „Coloured Communitys“ in Südafrika, die Robin Rhode nicht zuletzt auch aufgrund seiner eigenen Familiengeschichte ein besonderes Anliegen ist. Seine Bildsprache und -inhalte sind ein konzeptueller Spagat zwischen südafrikanischer Geschichte, Kultur, Mentalität sowie ihren Zeichen und Codes und dem visuellen Vokabular der europäisch-amerikanischen Moderne. Im Gegensatz zu den farbgewaltigen Wandarbeiten, die bis dato in Südafrika entstanden sind, erkundet er in Deutschland schwarz-weiße Zugänge zur Zeichnung. Hier zeichnet er nicht nur mit Seife, Kohle, Kreide und Farbe, sondern Alltagsgegenstände selbst wie Stühle, Fahrräder oder Betten werden zum performativen Zeicheninstrument. Die expressiven Zeichnungen, die er während seinen energiegeladenen Performances spontan entwickelt, stehen im Gegensatz zum perfektionierten Illusionismus und der intendierten Leichtigkeit seiner aufwändigen Wandarbeiten. Robin Rhode reduziert komplexe, bisweilen auch gesellschaftskritische oder -analytische Inhalte auf wenige visuelle Zeichen oder, wie er es ausdrückt, er vereinfacht das Chaos mit den Mitteln der Kunst.
 
 
Die Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg ist nach der Ausstellung im Haus der Kunst in München 2007 die erste Einzelausstellung nach 12 Jahren in Deutschland. Auf mehr als 800 Quadratmetern bietet sie mit digitalen Animationen, fotografischen Serien, skulpturalen Elementen sowie zwei Performances einen breiten Überblick über das Werk von Robin Rhode, der von 2000-2019 reicht.
 
Zur Ausstellung entsteht eine reich bebilderte Publikation (hg. v. Uta Ruhkamp; dt./engl.) mit einem Vorwort von Andreas Beitin und Florian Steininger, einer Einführung von Uta Ruhkamp, einem Gespräch mit dem Künstler, Gedichten von Don Mattera, James Matthews und Gladys Thomas sowie einem Interview von Dor Guez mit Robin Rhode zu den Jericho-Arbeiten (224 Seiten, ca. 140 Abbildungen).
 
 

Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg

 

 

21.09.2019 - 12.01.2020
Fotoausstellung Hannover . Die Fotografin und Medienkünstlerin Fiona Tan wird mit dem SPEKTRUM, dem internationalen Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. Aus diesem Anlass zeigt das Sprengel Museum die Arbeit der vielseitigen Künstlerin. 21.9.2019 bis 12.1.2020
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Fiona Tan - Goraiko
Fotoausstellung Hannover . Die Fotografin und Medienkünstlerin Fiona Tan wird mit dem SPEKTRUM, dem internationalen Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. Aus diesem Anlass zeigt das Sprengel Museum die Arbeit der vielseitigen Künstlerin. 21.9.2019 bis 12.1.2020

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Tan Ascent, 2016
Video Still 2-teilige Installation 77  min.,Loop
Courtesy the artist and Frith Street GaIIery
© FionaTan,2019

 

Die 1966 in Pekanbaru (Indonesien) geborene, heute in Amsterdam lebende Fotografin und Medienkünstlerin Fiona Tan zeichnet sich durch einen differenzierten Einsatz der Fotografie in einem sehr umfassenden Sinn aus, unter Berücksichtigung des Phänomens Zeit und an der Schnittstelle zum Medium Film. Ihr Werk ist von einem souveränen installativen Umgang mit dem Medium geprägt. Der Preis würdigt damit auch die ästhetische Intelligenz des Displays von Fotografie, für deren Geschichte Fiona Tan seit zwei Jahrzehnten Beiträge von höchster Exzellenz leistet.

 

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Fiona Tan Tomorrow, 2005
Installationsansicht 2-Kanal Videoinstallation
Courtesy the artist and Frith Street GaIIery
© FionaTan,2019

 

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Fiona Tan Ascent, 2016
Video Still 2-teilige Installation 77  min.,Loop
Courtesy the artist and Frith Street GaIIery
© FionaTan,2019

 

Wie der Untertitel „Goraiko“ (etwa: Ankunft des Lichts) andeutet, wird sich die Ausstellung in hohem Maße mit dem Thema des Lichts und der langsamen Bewegung beschäftigen. Diese beiden Themen verdichten sich in dem neuen Film-Foto-Projekt „Ascent“ (2016), das erstmals in Deutschland zu sehen sein wird. Es besteht aus einer 77-minütigen Projektion sowie aus 151 Einzelfotos, die sich inhaltlich mit den zahllosen fotografischen Darstellungen des „Fuji“, dem heiligen Berg Japans auseinandersetzen. „Ascent“ ist darüber hinaus eine Studie über seine visuelle Kultur und eine Hommage an die Geschichte der Fotografie und des Films.

 

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Fiona Tan, Island, 2008
Installationsansicht, HD Videoinstallation, 15 min. Loop
Courtesy the artist and Frith Street GaIIery
© FionaTan,2019

 

Tan ergänzt die visuelle Ebene um eine fiktive Erzählung und thematisiert so die Differenz zwischen unbewegten und bewegten Bildern. Neben dieser wichtigen Arbeit werden in der Ausstellung weitere Filme und Fotografien aus dem Werk von Fiona Tan zu sehen sein, in denen sie sich – neben medialen Reflexionen – auch mit Fragen von Migration, Gesellschaft und Geschichte beschäftigt.

Kurator: Dr. Stefan Gronert

 

Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover

 

 

20.09.2019 - 10.11.2019
Fotoausstellung Berlin . Fotografien aus der Sammlung Horbach zeigt die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus, kuratiert von Hans-Michael Koetzle in Zusammenarbeit mit Michael Horbach, der seine Sammlung als humanistischen Blick auf die Welt sieht. Vom 20. September bis 10. November 2019
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Eine bessere Welt - unbedingt!
Fotoausstellung Berlin . Fotografien aus der Sammlung Horbach zeigt die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus, kuratiert von Hans-Michael Koetzle in Zusammenarbeit mit Michael Horbach, der seine Sammlung als humanistischen Blick auf die Welt sieht. Vom 20. September bis 10. November 2019

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Bucht von Cienfuegos, Kuba, 2006 © Raul Canibano

 

"Lernen wir von fremden Kulturen und sehen wir ihren Reichtum", das ist das Anliegen von Michael Horbach mit seiner Ausstellungs- und Sammeltätigkeit. Seit gut anderthalb Jahrzehnten sammelt er Fotografie und er sammelt bewusst gegen den Strich.
In der Ausstellung Eine bessere Welt – unbedingt! wird ein Blick auf die fotografischen Positionen Kubas, Lateinamerikas und Afrikas geworfen. 150 Arbeiten von 24 Künstlern werden gezeigt, darunter bekannte wie Sebastião Salgado oder Alberto Korda, aber auch in Europa noch unbekannte kubanische Fotografen wie Juan Carlos Alom oder Alfredo Sarabia. Mit Beat Presser (Schweiz), Cristi- na García Rodero, Pep Bonet (Spanien), Jan Grarup (Dänemark) oder Thomas Dorn (Deutsch- land) sind auch europäische Fotografen mit ihrer Sicht auf Lateinamerika oder Afrika vertreten.

 

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Neuquén, Argentinien © Marcos Zimmermann 

 

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Mogadischu, Somalia, 2012 © Jan Grarup

 

Michael Horbach fasziniert das unverstellte Interesse am Menschen – die fast an August Sander erinnernden Porträts von Marcos Zimmermann, die surrealen Bildfindungen von Raúl Cañibano oder die aus der mexikanischen Mythologie schöpfenden Inszenierungen von Flor Garduño. Es sind Bilder, die sich mit den großen wie alltäglichen menschlichen Seins-Fragen auseinandersetzen. Die humanistische Botschaft ist klar: eine bessere Welt ist möglich!

 

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Bolivien, 2006 © Frank Gaudlitz

 

„Meine Fotosammlung verstehe ich als (neo)humanistischen Blick auf die Welt. Sie zeigt die unermessliche Schönheit dieser Welt, die Aura und die Seele ihrer Menschen – aber auch ihre Wunden. Was ist gefährdet, was unwiderruflich verloren, wofür lohnt es sich zu kämpfen? Wofür ist unsere westliche Kultur verantwortlich?“ Michael Horbach

Fotografen und Fotografinnen der Ausstellung: Juan Carlos Alom, Sà Bauer, Pep Bonet, Raúl Cañibano Ercilla, Arien Chang Castán, Hernán Díaz, Thomas Dorn, Miquel Frontera Serra, Flor Garduño, Frank Gaudlitz, Jan Grarup, Catalina Guiard Oliver, Hans Peter Jost, Alberto Korda, Lucana, Pierrot Men, Bill Perlmutter, Beat Presser, Cristina García Rodero, Sebastião Salgado, Alfredo Sarabia (sén.), Alfredo Sarabia (jún.), Martin Steffen, Marcos Zimmermann

Die Ausstellung wurde kuratiert von Hans-Michael Koetzle in Zusammenarbeit mit Michael Horbach. Katalog zur Ausstellung: „sehnsucht – anhelo : Sammlung Michael Horbach“, Kehrer Verlag, 2017, Hrsg. Hans-Michael Koetzle, Preis 39,90 Euro

20.09.2019 - 12.01.2020
Ausstellung Essen . Die Kabinettausstellung im Museum Folkwang ist die dritte zum Thema Bauhaus und widmet sich diesmal dem Künstler László Moholy-Nagy. Die Ausstellung verschafft einen Einblick in das multimediale Schaffen des Bauhausmeisters: Gezeigt werden rund 50 Arbeiten aus der museumseigenen Sammlung. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf Fotografien und Fotogrammen, es werden aber auch Filme, Collagen und Gemälde zu sehen sein.
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Bauhaus mit László Moholy-Nagy
Ausstellung Essen . Die Kabinettausstellung im Museum Folkwang ist die dritte zum Thema Bauhaus und widmet sich diesmal dem Künstler László Moholy-Nagy. Die Ausstellung verschafft einen Einblick in das multimediale Schaffen des Bauhausmeisters: Gezeigt werden rund 50 Arbeiten aus der museumseigenen Sammlung. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf Fotografien und Fotogrammen, es werden aber auch Filme, Collagen und Gemälde zu sehen sein.

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 Lotte Jacobi 
László Moholy-Nagy, Berlin, um 1929 
László Moholy-Nagy, Berlin Bromsilbergelatineabzug, 16,5 x 21,5 cm 
Museum Folkwang, Essen 

 

 

László Moholy-Nagy (1895–1946) wird 1923 von Walter Gropius ans Bauhaus berufen, wo er bis 1928 sowohl den Vorkurs als auch die Metallwerkstatt leitet. Eine eigene Werkstatt für Fotografie existiert am Bauhaus zu dieser Zeit noch nicht, jedoch tragen seine fotografischen und filmischen Experimente maßgeblich zur Integration neuer Medien in den Alltag der Schule bei. Mit seiner Arbeit vertritt Moholy-Nagy die Vision einer universellen Gestaltung, die verschiedene Kunstformen gleichberechtigt in sich vereint. Dieser Anspruch bildet sich in den Sammlungsbeständen des Museum Folkwang ab. Heute besitzt das Museum Folkwang mit rund 150 originalen Werken einen bedeutenden Bestand der Arbeiten Moholy-Nagys, dessen Kern seit 1994 ein umfangreiches Konvolut von Fotogrammen bildet. 

 

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László Moholy-Nagy 
Ohne Titel, Dessau, 1925 Untitled, Dessau 
Fotogramm, 23,8 x 17,8 cm 
Museum Folkwang, Essen 

 

 

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 László Moholy-Nagy 
Q XXV, 1923 
Öl auf Leinwand, 95 x 75 cm 
Museum Folkwang, Essen 

 

Neben zwei Leinwänden und drei Grafiken präsentiert die Kabinettausstellung eine Auswahl an Fotografien, Fotogrammen, Fotocollagen, Druckgestaltung und Filmen. Anhand des Konvoluts arbeitet die Präsentation die vielfältige Formensprache der kameralosen Fotografien heraus, die Moholy-Nagy und seine Frau Lucia ab etwa 1922 gemeinsam entwickeln: Von ihm als eine Form „reiner Lichtgestaltung“ beschrieben, treffen hier sowohl gegenständliche als auch abstrakte Bildfindungen aufeinander. Lucia Moholy ist selbst seit Anfang der 1920er Jahre auf dem Gebiet der experimentellen Fotografie tätig und hat wesentlichen Anteil an den theoretischen Schriften ihres Mannes. 

 

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László Moholy-Nagy 
Funkturm, Berlin, um 1928 Radio Tower, Berlin 
Bromsilbergelatineabzug, 23,6 x 17,5 cm 
Museum Folkwang, Essen 

Auch in seinen gegenstandsbezogenen Fotografien erkundet Moholy-Nagy die gestalterischen Möglichkeiten des technischen Bildes. Unter den Exponaten finden sich zeittypisch steile Perspektiven wie Funkturm in Berlin (um 1928). Gezeigt werden auch weniger bekannte Aufnahmen mit sozialdokumentarischem Charakter, wie Fischschuppen im Spreewaldwirtshaus (um 1928). Diese Facette in Moholy-Nagys Werk wird ebenfalls aus den Filmen des Künstlers ersichtlich, die in der Ausstellung in direkter Nachbarschaft zu den Bildwerken gezeigt werden. 

 

 

 

 

 

Folkwang Museum, 

20.09.2019 - 12.01.2020
Fotoausstellung Ulm . Zwei außergewöhnlichen Frauen fotografiert von dem amerikanischen Fotografen Douglas Kirkland stellt die Ausstellung im Stadthaus Ulm vor: Marilyn Monroe "An Evening with Marilyn" und "Coco Chanel - Three Weeks". 20.9.2019 bis 12.1.2020
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Douglas Kirkland: Elegant & Fabulös
Fotoausstellung Ulm . Zwei außergewöhnlichen Frauen fotografiert von dem amerikanischen Fotografen Douglas Kirkland stellt die Ausstellung im Stadthaus Ulm vor: Marilyn Monroe "An Evening with Marilyn" und "Coco Chanel - Three Weeks". 20.9.2019 bis 12.1.2020

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Marilyn Monroe, Hollywood, 1961 
© Douglas Kirkland/Photo Op 

 

Douglas Kirkland (*1934) hat sie alle fotografiert die Größen aus Film, Show-Business und sonstigen Künstlerkreisen. Mit seiner Porträt-Serie von Marilyn Monroe, die Kirkland im Auftrag des Hochglanzmagazins "Look" 1961 anfertigte, wurde er auf einen Schlag weltberühmt. Und seine im Jahr darauf entstandenen Fotografien von Coco Chanel zeigen die damals 79-jährige Mode-Ikone in ihrem letzten ungetrübten Jahr ihrer langen Karriere.

 

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Coco Chanel in ihrem Atelier, 31 Rue Cambon, Paris, 1962 
© Douglas Kirkland/Photo Op 

 

 

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Coco Chanel auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer, Paris, 1962 
© Douglas Kirkland/Photo Op 

 

Kirkland begann im Alter von 24 Jahren als „Staff Photographer“ beim Look Magazine. Dort erhielt er 1961 den Auftrag für eine Fotoserie mit Marilyn Monroe, deren Ziel es war, eine Cover-Aufnahme für die 25-jährige Jubiläumsausgabe des begehrten Hochglanzmagazins abzulichten. Später war Kirkland als fester Fotograf beim Life Magazin. 

 

 

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm

 

18.09.2019 - 16.11.2019
Fotoausstellung Berlin . Eine retrospektive Ausstellung des King Kong Magazins mit Fotografien der letzten sieben Ausgaben seit 2015 zeigen die Capitis Studios. King Kong präsentiert bahnbrechende Arbeiten von Künstlern, Models, Musikern und Bildermachern aus aller Welt. 18. September bis 16. November 2019
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Between Bodies by King Kong
Fotoausstellung Berlin . Eine retrospektive Ausstellung des King Kong Magazins mit Fotografien der letzten sieben Ausgaben seit 2015 zeigen die Capitis Studios. King Kong präsentiert bahnbrechende Arbeiten von Künstlern, Models, Musikern und Bildermachern aus aller Welt. 18. September bis 16. November 2019

 

(c) Ivar Wigan_2019

coyright Ivar Wigan, 2019

 

Die Ausstellung zelebriert den menschlichen Körper in seiner freizügigen und erotischen Natur. Aber sie schafft auch transitorische Darstellungsformen, die über die Konventionen der Gesellschaft hinausgehen, Grenzen austesten und binäre Systeme auflösen. Tagträume und Fantasien der Künstler werden in den Bildern abgebildet, sie werden durch das Medium der Fotografie und der Kunst verwirklicht, verarbeitet und durch den Betrachter gespiegelt. Damit entsteht eine neue Wirklichkeit der Extravaganz, des Mutes und der provokanten Schönheit des menschlichen Körpers.

 

(c) Mariano Vivanco_2016

copyright Mariano Vivanco 2016

 

(c) Paulina Otylie Surys_2016

copyright Paulina Otylie Surys 2016

 

 

(c) Ellen von Unwerth_2018

copyright Ellen von Unwerth, 2018

 

Teilnehmende Fotokünstler:

Georges Antoni, Elliott Jerome Brown Jr, Annie Collinge, Christian Coppola, Bon Duke, Nabil Elderkin, William Farr, Benjamin Hampson, Joseph Haxan, Jan Hoek, Martina Hoogland Ivanow, Eric Johnson, Matt Lambert, Alexandra Leese, Britt Lloyd, Mat Maitland, Sayaka Maruyama, Katja Mayer, Youssef Nabil, Partel Olivia, Paulina Otylie Surys, Warren Du Preez and Nick, Thornton Jones, Renata Raksha, Eugenio Recuenco, Derek Ridgers, Norman Jean Roy, Cara Stricker, Simon Thiselton, Torso, Ellen von Unwerth, Mariano Vivanco, Camille Vivier, Ivar Wigan, Josh Wilks, Yelena Yemchuk, The Dawn Lombardi Show.

 

Capitis Studios/Berlin ist ein Ort für Fotografie, an dem Ausstellungen und Events stattfinden. 

 

Capitis Studios, Kronenstraße 71, Berlin

16.09.2019 - 30.04.2020
Naturliebhaber kommen vor allem im Herbst im Ostseebad Zingst auf ihre Kosten. Die Landschaft präsentiert sich zu jeder Tageszeit in besonderem Licht und vom Zug der Kraniche bis hin zur Brunft der Hirsche bietet die Landschaft herrliche Erlebnisse. Dazu kommt ein abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit fotografischen Höhepunkten. Begleitet wird das Herbstprogramm von beeindruckenden Fotoausstellungen.
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Fotografie in Zingst: Der Herbst bringt herrliche Ausstellungen
Naturliebhaber kommen vor allem im Herbst im Ostseebad Zingst auf ihre Kosten. Die Landschaft präsentiert sich zu jeder Tageszeit in besonderem Licht und vom Zug der Kraniche bis hin zur Brunft der Hirsche bietet die Landschaft herrliche Erlebnisse. Dazu kommt ein abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit fotografischen Höhepunkten. Begleitet wird das Herbstprogramm von beeindruckenden Fotoausstellungen.

Sven Meurs „Großstadt Wildnis“

Wildschweine in Berliner Gärten, Füchse in der Innenstadt von Köln, Eisvögel im Düsseldorfer Stadtpark! Unsere Großstädte sind oft artenreicher als das Umland. Warum kommen die Wildtiere in die Städte, wie leben die verschiedensten Tierarten inmitten der für Menschen gemachten Umwelt und wie kann man sie schützen? Auf spannende und humorvolle Art gibt der Fotograf Sven Meurs Antworten, indem er die Natur deutscher Großstädte zeigt und sich auf die Suche nach Tieren macht, die sich mit der Großstadt arrangiert haben.

Open-Air Postplatz
1.10.2019 bis 30.4.2020

Vortrag 1.11.2019 um 18 Uhr

 

Sven Lamprecht „Heimat – im besonderem Licht“

 

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© Sven Lamprecht

 

Ein wirklich gutes Bild lebt von den ganz besonderen Lichtstimmungen und den Momenten in der Natur. Der Fotograf Sven Lamprecht versucht so oft wie nur möglich draußen zu sein, um eben genau diese Momente abzupassen und eine Situation einzufangen, die den Unterschied macht. Die Ausstellung zeigt das Spektrum seines kreativen Schaffens. Auf sensible Weise nähert er sich der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und hält sie fotografisch in unterschiedlichen Lichtstimmungen fest. Als Mitglied der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen engagiert er sich in der Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern.

Hotel Vierjahreszeiten
1.10.2019 bis  2.2.2020
Tag des Fotobuches: 02.10.2019 um 11:00 Uhr

 

 

Berthold Steinhilber „Deutschland – eine Reise durch die Zeit“

JP19_Fotoschau_Deutschland_eine_Reise_durch_die_Zeit_©Berthold_Steinhilber_01

© Berthold Steinhilber

 

Deutschland im Jahr 2019: eine funktionierende und stabile Demokratie, geschätzt von vielen anderen Staaten, der allgemeine Wohlstand ist sehr hoch und gleichzeitig wachsen die Sorgen der Bürger. Die Globalisierung und Migration verunsichert die Menschen, einige fürchten sich vor der Zukunft, andere sehnen sich nach Sicherheit und Vertrautheit. In welche Richtung geht Deutschland? Wer sich Gedanken macht, wohin wir gehen, sollte wissen, woher wir kommen. Deshalb stand am Anfang der fotografischen Arbeit die Frage: Woher kommen die Deutschen und was hat sie kulturell geprägt?

Max Hünten Haus
16.9.2019 bis  15.1.2020
Tag des Fotobuches 02.10.2019 um 11:00 Uhr

 

 

Götz Schleser „Politische Porträts“

 

JP19_Fotoschau_Politische_Porträts_©Götz_Schleser_01

© Götz Schleser

 

Angela Merkel, Andrea Nahles, Christian Lindner oder Wolfgang Schäuble: Was ist es, das einen Politiker ausmacht? Die politische Gesinnung, natürlich. Eine individuelle Interessenslage, versteht sich. Und der menschliche Aspekt ist mitunter auch nicht ganz unwichtig. Alles das in ein Bild zu bekommen, das ist das Ansinnen des Berliner Fotografen Götz Schleser. In seinen Fotografien entstehen darum keine simplen Abbilder, sondern politische Porträts im eigentlichen Sinne. Schleser zeigt, worum es geht – im Amt und im Menschen, immer im Wechselspiel mit Fassade, Schönfärberei und Meinung (ob die des Abgebildeten oder des Fotografen sei dahingestellt) und so ehrlich, wie es dabei eben möglich ist.

Leica Galerie Zingst
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

 

Milán Radisics „Water. Shapes. Earth – Wasser formt die Erde“

JP19_Fotoschau_Water.Shapes.Earth_©Milán_Radisics_02

© Milán Radisics

 

Es ist die Natur, die Milán Radisics ständig zur neuen kreativen Auseinandersetzung herausfordert und inspiriert. Sein aktuelles Projekt WATER.SHAPES.EARTH handelt vom Wasser. Es zeigt, woher das Wasser kommt, wie es die Erde verwandelt, alles Leben beeinflusst und wie es an vielen Orten verschwindet. Nach vielen Stunden Recherche auf Satellitenkarten macht der Fotograf die passenden Orte für seine Motive ausfindig und fotografiert aus der Luft heraus mit Hilfe einer Drohne. Die vielen Einzelbilder setzt er am Computer zusammen und erzielt dadurch eine enorm detailreiche Auflösung, die vom Grashalm bis zu Vogelnestern oder auch menschlichen Fußabdrücken unendlich viele Details preisgibt. Die quadratische Form der Bilder unterstützt ihre abstrakte und malerische Wirkung.

Hotel Stone
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

Jan Richard Heinicke „Natur im Stadtraum«

JP19_Fotoschau_Natur_im_Stadtraum_©Jan_Richard_Heinicke_01

© Jan Richard Heinicke

 

Singapur steht vor großen Herausforderungen. Der Stadtstaat, dessen Einwohnerzahl sich in den letzten Jahrzehnten versechsfacht hat, wächst weiter und wird besonders stark vom Klimawandel betroffen sein. Glücklicherweise entsteht gleichzeitig eine neue Bewegung, die aus Architekten, Farmern und normalen Bürgern besteht. Ihr Ziel ist es, die Natur zurück in die Stadt zu bringen.

So findet die Natur Eingang in der Architektur, ungenutzte Flächen werden zu Farmen. Beides trägt enorm zur Minderung der städtischen Temperatur bei und kann den Kampf gegen die Klimafolgen unterstützen.

Epson Digigraphie Galerie
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

 

Tag des Fotobuches - Zingst liest

 

Ebenfalls unterhaltsam präsentieren ausgewählte Fotografen ihre Fotobücher und Kalender zum „Tag des Fotobuches“ am 02.10.2019 im Max Hünten Haus. Der „Tag des Fotobuches“ ist fester Bestandteil der Veranstaltungen?im Herbst unter dem Leitgedanken „Natur im Fokus“. Eine Auswahl ganz besonderer Neuerscheinungen (zum Teil in Verbindung mit Bilderschauen) sind in Zingst zu sehen. Das Besondere: Die Fotografen sind anwesend und stellen ihre Werke persönlich vor, beantworten Fragen, nehmen sich Zeit für alle Interessierten und signieren ihre Bildbände und Kalender.

2.10.2019 um 11:00 Uhr
Max Hünten Haus
Eintritt: kostenfrei

 

 

 

14.09.2019 - 26.10.2019
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung in der Salon–Galerie von Alexander Ochs trägt den schlichten Titel "Till Brenner: Bilder". Präsentiert werden neben Portraits von Künstlern und Musikern, Architekturen und abstrakte Arbeiten aus dem Ruhrgebiet sowie Fotografien, die auf Reisen in China und den USA entstanden. Vom 14. September bis 26. Oktober 2019
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Till Brönner: Bilder
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung in der Salon–Galerie von Alexander Ochs trägt den schlichten Titel "Till Brenner: Bilder". Präsentiert werden neben Portraits von Künstlern und Musikern, Architekturen und abstrakte Arbeiten aus dem Ruhrgebiet sowie Fotografien, die auf Reisen in China und den USA entstanden. Vom 14. September bis 26. Oktober 2019

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Lisa Tomaschewsky, Actress, 2018 copyright Till Brönner

 

Till Brönner (1971) ist einer der bekanntesten und vielseitigsten Jazz–Trompeter in Europa. Der Villa Massimo Stipendiat und Professor für Jazz und Pop an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden veröffentlichte sein erstes Album Generations of Jazz als 22-Jähriger und konnte schon damals Künstler wie Ray Brownoder Frank Chastenierfür seine Produktion gewinnen. Weitere Kooperationen mit Jazzgrößen wie Dave Brubeckoder Klaus Doldingersowie der legendären Hildegard Knef folgten.

 

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Hannelore Elsner, Berlin, 2013 copyright Till Brönner

 

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Warrior, Thyssen Krupp Steel Germany, 2019 copyright Till Brönner

 

Beeinflusst durch eine Begegnung mit dem großen amerikanischen Jazz-Fotografen William Claxton begann Brönner zu fotografieren und es lag für ihn nahe, dass er Musiker vor die Linse seiner Leica ‚M‘ Kamera holte. Wie auch in seiner Musik bleibt er immer ein zugewandtes ‚Gegenüber‘, die Kamera scheint die Distanz zum fotografierten Motiv aufzugeben und verletzt dabei nie die Grenzen desselben.

 

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Katharina Grosse, Berlin 2019, copyright Till Brönner

 

Die gilt auch und umso mehr für die 185 Bilder, die der Künstler derzeit in seiner  Solo-Ausstellung Melting Pottim Duisburger Museum Küppersmühle zeigt. Rund ein Jahr tauschte Brönner die Trompete mit der Kamera und bereiste das Ruhrgebiet. In einem Interview mit Jens Hinrichsen in der monopol spricht Brönner über seine dortige Arbeit und zitiert den Bullshit-Filter: „Da wird gecheckt, ob du echt bist und Gutes im Schilde führst… im Stollen kann ein Arschloch hundert Leute ins Verderben reißen… ich will nicht  sagen, dass es im Ruhrgebiet keine gibt - aber es lohnt sich nicht, dort ein Arschloch zu sein.“

Die zwischen Till Brönner und Alexander Ochs kuratierte Werkauswahl ist einem Soundtrack nicht unähnlich und zeigt einen exklusiven Einblick in das nun zehnjährige Bildschaffen des vielseitigen Künstlers. 

 

Als Trompeter macht der Künstler Till Brönner Musik. Als Fotograf macht er Bilder. Die man sehen und hören kann.

Alexander Ochs Galerie, Schillerstraße 15, Berlin

 

 

13.09.2019 - 30.11.2019
Mit dem Ausstellungsprojekt No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989—Today wird bei C/O Berlin die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer einerseits historisch dokumentiert und andererseits „live“ erfahrbar gemacht. Die Ausstellung präsentiert tagsüber Fotografie, Video und Film sowie dokumentarisches Material. Nachts wird ein Teil der Ausstellungsfläche bei C/O Berlin zum Club. 13.9. bis 30.11.2019
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No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989 - Today
Mit dem Ausstellungsprojekt No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989—Today wird bei C/O Berlin die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer einerseits historisch dokumentiert und andererseits „live“ erfahrbar gemacht. Die Ausstellung präsentiert tagsüber Fotografie, Video und Film sowie dokumentarisches Material. Nachts wird ein Teil der Ausstellungsfläche bei C/O Berlin zum Club. 13.9. bis 30.11.2019

c o Berlin 02

Outside Snax Club, 2001 (Ausschnitt) © Wolfgang Tillmans . Courtesy Galerie Buchholz Berlin/Köln

 

„Für mich ist ein Club eine große Abstraktionsmaschine, die ständig Bilder produziert. Die sind oft an der Grenze des Sichtbaren, wenn der Nebel kommt und man an die Decke schaut und die Lichter betrachtet. Da blitzen und schimmern ungreifbare Dinge auf.“
– Wolfgang Tillmans 
 

Kaum war 1989 die Mauer gefallen, eigneten sich junge Hausbesetzer, Künstler, Galeristen und DJs aus Ost und West die Stadt an. Leerstehende Gebäude, Fabriken und Flächen wurden mit neuem Leben gefüllt, überall entstanden Clubs, Bars, Galerien, Ateliers und Studios. Diese junge Club- und Kulturszene entwickelte sich zum Motor für die Wiederbelebung der Stadt und die Neuausrichtung einer ganzen Generation junger Kreativer. Die Berliner Szene ab 1989 hat Techno zwar nicht erfunden, dennoch lässt sich das, was auf Veranstaltungen wie Tekknozid und in Clubs wie dem Ufo, Tresor und Planet geschah, rückblickend als Urknall und Wegbereitung für die bislang letzte große europäische Jugendkultur beschreiben. Mit visuellen Effekten und neuen künstlerischen Ansätzen bewegte sich das Berliner Clubleben im Grenzbereich zwischen Video, Film, Projektion und Musik. Diese Verbindung zur Kunst bot vielen aufstrebenden Künstler*innen viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie neue Perspektiven und Räume für Austausch, Begegnung und gemeinsames Feiern jenseits von Alltag und Vernunft. 

 

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o.T., 2012 (Ausschnitt) © Wolfgang Tillmans

 

Die Ausstellung präsentiert tagsüber Fotografie, Video und Film sowie dokumentarisches Material und bietet so einen Einblick in die Entwicklung der Berliner Clubkultur der letzten 30 Jahre. Nachts wird ein Teil der Ausstellungsfläche bei C/O Berlin zum Club: Besucher*innen können auf einer Reihe von Partys mit bekannten DJs, Sound- und Visualkünstler*innen der damaligen und aktuellen Clubszene bei 
C/O Berlin die Nacht durchtanzen und das Erlebnis erneut zur Kunst machen. 
Die Ausstellung wurde kuratiert von Felix Hoffmann (Hauptkurator . C/O Berlin Foundation) und Heiko Hoffmann (Gastkurator) und zeigt Werke von Camille Blake, Tilman Brembs, Ben de Biel, Salvatore di Gregorio, Martin  Eberle, Matthias Fritsch, Dan Halter, Erez Israeli, Romuald Karmakar, Steffen Köhn, Tillman Künzel, Sven Marquardt und Marcel Dettmann, George Nebieridze, Alva Noto, Pfadfinderei, Mike Riemel, Carolin Saage, Giovanna Silva, Wolfgang Tillmans, Lisa Wassmann und Michael Wesely.
 
C/O Berlin Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin 
13.09.2019 - 10.01.2020
Fotoausstellung Greifswald . Die Ausstellungsreihe zum Thema Aktfotografie geht in die dritte Runde. An sieben Schauplätzen in Greifswald präsentieren vier Fotografen ihre Arbeiten zum Thema Akt. Inhaltlich teilt sich die Ausstellung in zwei Bereiche, die auch in zwei Eröffnungen gewürdigt werden. 13. September 2019 bis 10. Januar 2020
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Ausstellungsreihe Aktfotografien
Fotoausstellung Greifswald . Die Ausstellungsreihe zum Thema Aktfotografie geht in die dritte Runde. An sieben Schauplätzen in Greifswald präsentieren vier Fotografen ihre Arbeiten zum Thema Akt. Inhaltlich teilt sich die Ausstellung in zwei Bereiche, die auch in zwei Eröffnungen gewürdigt werden. 13. September 2019 bis 10. Januar 2020

Uwe Ommer

© Uwe Ommer - Storm & Rain, 2019

 

 

III. Akt Greifswald - 1. Szene
Zur Greifswalder Kulturnacht am 13. September macht der international bekannte Pariser Fotograf Uwe Ommer den Auftakt mit seiner Soloshow „Aktfotografie aus sechs Jahrzehnten“ in der Galerie STP (Start 19:00 Uhr). Spannend ist hierbei die Bandbreite in der Aktfotografie von Ommer. Die gezeigten Fotografien reichen von ästhetischen Studioaufnahmen, über weiblichen Selbstinszenierungen, weiter über die Komplexität der Ladyboys of Thailand, bis hin zu schrillen 80er Jahre Aufnahmen und Akten in überwältigenden Landschaften Islands. Manche Arbeiten sind weltbekannt, einige nur wenig gezeigt und andere werden erstmalig präsentiert. Der Fotograf wird zur Vernissage anwesend sein. Die Ausstellung geht bis 16. November 2019.

 

Vincent Leifer

© VIincent Leifer - Roots Of Life I., 2019

 

III Akt Greiswald - 2. Szene

Vincent Leifer, Ingo Müller, Peter Warkentin 

Weiter geht es am 25. Oktober um 17:00 Uhr in der Caspar-David-Friedrich-Filiale der Sparkasse | Markt 10 | (2. Etage). Hier präsentiert der Greifswalder Fotograf Vincent Leifer seine Soloausstellung „Roots Of Life“. Nach vielen Jahren der digitalen Arbeitsweise, widmet sich Leifer nun wieder den Ursprüngen der Fotografie. Mit Großformatkamera lichtet er natürliche Frauen in hiesigen Wäldern und Landschaften ab. Die Abzüge entstehen im Sinne der Entschleunigung und Wertschätzung in der hauseigenen Dunkelkammer. Der Fotograf wird zur Vernissage anwesend sein. Die Ausstellung geht bis 10. Januar 2020.
 
 
Ingo Müller
 
© Ingo Müller_Diva_2019
 
 

Am gleichen Abend laden wir Sie im Anschluss zu einem kleinen Spaziergang durch die Greifswalder Altstadt ein, um zwei weitere regionale Fotografen zu entdecken. Ingo Müller aus Gelbensande und Peter Warkentin aus Bützow. In fünf Schaufenstern der Innenstadt präsentieren die Fotografen ihre vielfältigen Positionen zum Thema Akt (Lady M. / Männermoden Krafczyk / Möbel Mews / Augenoptik Manke / Marc O´ Polo). Die Stationen sind mit roten Fußabdrücken am Boden markiert. Beide Fotografen werden zur Vernissage anwesend sein. Die Arbeiten sind bis 29. November 2019 zu sehen.
 
 
Peter Warkentin
 
© Peter Warkentin - Posituren IV, 2018
 
 
Der kleine Rundgang führt schließlich in die Galerie STP, wo nach einem kleinen Snack ein weiteres Highlight wartet. Uwe Ommer und Dr. Peter Konschake laden zur Podiumsdiskussion zum Thema Aktfotografie ein. Lauschen Sie dem Gespräch oder finden Sie Gelegenheit Ihre Fragen und Anregungen zum Thema einzubringen.
 
 
 
Galerie STP, Mühlenstraße 20, Greifswald


 
13.09.2019 - 12.10.2019
Fotoausstellung München . Im Rahmen der "Various Others" zeigt die Galerie Klüser 2 in Kooperation mit der New Yorker Galerie Sperren Westware die Ausstellung "l Mondo Anomale" mit fotografischen Tierdarstellungen, u.a. von William Wegman, der für seine kuriosen Inszenierungen seiner Weimaraner-Hunde im Stil menschlicher Porträtfotografie bekannt ist. 13.9. bis 12. 10.2019
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Il Mondo Animale
Fotoausstellung München . Im Rahmen der "Various Others" zeigt die Galerie Klüser 2 in Kooperation mit der New Yorker Galerie Sperren Westware die Ausstellung "l Mondo Anomale" mit fotografischen Tierdarstellungen, u.a. von William Wegman, der für seine kuriosen Inszenierungen seiner Weimaraner-Hunde im Stil menschlicher Porträtfotografie bekannt ist. 13.9. bis 12. 10.2019

William Wegman, Hansel und Gretel, 2007, pigment print, 86,36x91,44 cm © William Wegman, Courtesy Sperone Westwater Gallery

William Wegman, Hansel und Gretel, 2007, pigment print, 86,36x91,44 cm © William Wegman,
Courtesy Sperone Westwater Gallery

 

Sperone Westwater und Galerie Klüser präsentieren die Werke des Künstlers Wiliam Wgman nun erstmals in München. ‚Il Mondo Animale’ eröffnet den Blick auf die künstlerische Auseinandersetzung mit der Tierwelt, die beständige Aktualität des Themas und die mannigfaltigen Erscheinungsformen des Tiermotivs in der zeitgenössischen Kunst.

 

William Wegman, Qey, 2017, pigment print, 111,76 x 86,36 cm, © William Wegman, Courtesy Sperone Westwater Gallery

William Wegman, Qey, 2017, pigment print, 111,76 x 86,36 cm, © William Wegman,
Courtesy Sperone Westwater Gallery

 

Olaf Metzel, Strand (Pferd), 1993 (2002), cibachrome on dibond, 90 x 248 cm, Copyright Olaf Metzel : VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Olaf Metzel, Strand (Pferd), 1993 (2002), cibachrome on dibond, 90 x 248 cm,
Copyright Olaf Metzel / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

In den Räumen der Galerie Klüser 1 laden Arbeiten aus den Beständen der Galerie sowie der Sammlung Klüser zur Erkundung zeichnerischen, malerischen und skulpturalen Schaffens der letzten fünf Jahrzehnte ein – mit der Ausnahme eines etwas älteren Dinosauriereis. Domestizierte wie wilde Tiere sind darin Protagonisten verschiedenster Art und zeigen sich in gegenständlicher wie abstrakter, ideeller wie materieller Gestalt.

Ein ganzer Raum ist Julian Rosefeldts Arbeit ‚Das Wort ist immer die Avantgarde der Handlung’ (2018) gewidmet, in der der Künstler die politische Symbolik des Pferdes im kunsthistorischen Kontext in die gegenwärtige Situation in Italien übersetzt. Reiterlos galoppieren vier Pferde durch Rom, auf ihren Schabracken Auszüge der italienischen Verfassung.

 

Galerie Klüser, Georgenstraße 15, München
Galerie Klüser 2 Türkenstraße 23, München

 

12.09.2019 - 21.11.2019
Fotoausstellung Berlin . Mit der Ausstellung "30 Jahre Freiheit . Die Samtene Revolution in Fotografien von Karel Cudin" erlaubt das Tschechische Zentrum in Berlin einen spannenden Blick auf ein wichtiges Stück Geschichte. Vom 12. September bis 21. November 2019
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30 Jahre Freiheit . Die Samtene Revolution
Fotoausstellung Berlin . Mit der Ausstellung "30 Jahre Freiheit . Die Samtene Revolution in Fotografien von Karel Cudin" erlaubt das Tschechische Zentrum in Berlin einen spannenden Blick auf ein wichtiges Stück Geschichte. Vom 12. September bis 21. November 2019

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Vor der deutschen Botschaft, Prag September 1989, Foto: Karel Cudlín

 

Inzwischen sind sie dreißig Jahre alt, die schwarz-weißen Dokumentaraufnahmen, in denen Karel Cudlín die Samtene Revolution von 1989 festgehalten hat. Mit ihrer Eindringlichkeit, ihrem Blick für Details und die absurden Seiten des Lebens machen sie für die heutigen Betrachter eine Welt lebendig, die es so nicht mehr gibt. Karel Cudlín dokumentierte nicht nur die großen Demonstrationen vom November 1989 in Prag, bei denen aus jedem einzelnen Gesicht Hoffnung und Freude sprechen, er hielt auch Alltagsszenen ab Mitte der 1980er Jahre fest, war im Spätsommer 1989 direkt mit dabei, als sich DDR-Bürger in die westdeutsche Botschaft in Prag flüchteten und dort auf ihre Ausreise hofften. Er verfolgte 1991 in den Kasernen von Milovice, wie der Abzug der sowjetischen Soldaten vor sich ging, und er begleitete später als einer seiner offiziellen Fotografen Václav Havel in dessen Zeit als Staatspräsident.

 

 

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Prag 1989, Foto: Karel Cudlín

 

Ergänzend zu den Fotografien zeigt das Nationalmuseum Prag in Texten und Filmaufnahmen eine Dokumentation der Samtenen Revolution und erinnert an die Entwicklungen, die ihr vorangingen.

1987 hatte Karel Cudlín sein Fotografie-Studium an der Prager FAMU beendet und begonnen, für die Zeitschrift Mladý Sv?t zu arbeiten. Die in Berlin gezeigten Fotografien entstanden zwar zu dieser Zeit, Karel Cudlín nahm sie jedoch für den Privatgebrauch auf. Auf nicht genehmigten Demonstrationen zu fotografieren war zu der Zeit nicht ganz ungefährlich. Von den Demonstrierenden oder flüchtenden DDR-Bürgern konnte er leicht für einen Spitzel gehalten werden. Für die Staatsmacht wiederum wäre sein Material eine lohnende Quelle zur Identifizierung von „Staatsfeinden“ gewesen. Für den Fotografen galt deshalb der Grundsatz, lieber den Film zu vernichten, als ihn herauszugeben. Auch die Aufnahmen im streng abgeschirmten Militärgebiet Milovice waren keine einfachen Schnappschüsse. Es bedurfte schon einiger List und Hartnäckigkeit, um so nahe an die Soldaten heranzukommen, um die Zeichen einer untergehenden Weltordnung und die Unsicherheit in den Augen der Soldaten festzuhalten.

 

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Prag 1984, Foto: Karel Cudlín

 

Bis heute ist der Autor dieser ikonographischen Bilder der Wendezeit einer der wichtigsten Dokumentarfotografen Tschechiens. Seine Werke waren in zahlreichen Einzel- und in Hunderten Gruppenausstellungen rund um die Welt zu sehen, sind in Sammlungen vertreten und in Publikationen abgebildet. Karel Cudlín hat für die Wochenzeitung  Respekt und viele andere Medien und Agenturen gearbeitet, das Atelier für Dokumentarfotografie an der FAMU geleitet, wurde mit dem Preis der Revolver Revue ausgezeichnet und gewann fast zwanzig Mal den Wettbewerb Czech Press Photo.

 

 

Tschechisches Zentrum, Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße, Berlin

08.09.2019 - 24.11.2019
Fotoausstellung Plech . Das Deutsche Kameramuseum Plech zeigt in rund 30 packenden Aufnahmen von Europas vergessenen Krieg, die der Bamberger Till Mayer und der Ukrainer Oleas Kromplias fotografiert haben. Die Ausstellung läuft vom 8. September bis 24. November 2019
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Donbas - Europas vergessener Krieg
Fotoausstellung Plech . Das Deutsche Kameramuseum Plech zeigt in rund 30 packenden Aufnahmen von Europas vergessenen Krieg, die der Bamberger Till Mayer und der Ukrainer Oleas Kromplias fotografiert haben. Die Ausstellung läuft vom 8. September bis 24. November 2019

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Foto Oles Kromplias

 

Regelmäßig besucht der Bamberger Journalist Till Mayer das Kampfgebiet im Donbas (Ost-Ukraine). Zusammen mit dem ukrainischen Fotografen Oles Kromplias dokumentiert er den Alltag der Soldaten und Zivilisten längs der Schützengräben. Dabei entstanden mehrere Reportagen für SPIEGEL-Online und verschiedene andere Publikationen. Politisch haben die beiden Fotografen oft sehr unterschiedliche Anschauungen. Was sie eint: Sie wollen mit ihrer Kamera an die Folgen eines weltweit vergessenen Konflikts erinnern.

 

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Foto Till Mayer

 

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Foto Till Mayer

 

Sie wollen die Schicksale der Menschen aufzeigen, die an der Frontlinie (über-)leben müssen. Das Deutsche Kameramuseum in Plech präsentiert eine Fotoreportage mit den besten Bilder der beiden Journalisten aus diesem Krieg mit dem Tiitel: "Donbas - Fotos von Europas vergessener Krieg".

 

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Foto Oleas Kromplias

 

Der Förderverein Deutsches Kameramuseum in Plech e. V. und Museumsleiter Kurt Tauber laden zur öffentlichen Vernissage am Sonntag, 8. September 2019, 14 Uhr, nach Plech ein. Die beiden Fotografen werden anwesend sein und über ihre Arbeit berichten. Die gut 30 packenden Aufnahmen, übrigens alle in klassischem Schwarzweiß, werden in der Galerie im Deutschen Kameramuseum in Plech ausgestellt.

06.09.2019 - 23.11.2019
Fotoausstellung Köln . Die jüngste Werkgruppe von Pieter Hugo " La Cucaracha " entstand 2018 in Mexiko und wird von PRISKA PASQUER erstmals in Europa vorgestellt. Die Fotoserie zeigt Menschen und Situationen, denen er während seines Aufenthalts in Mexico City, Oaxaca oder Juchitán begegnet ist. In den Portraits und Stillleben tritt die Offenheit des Reisenden für ebenso exemplarische wie unerwartete Situationen zutage. 6.9. bis 23.11.2019
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Pieter Hugo - La Cucaracha
Fotoausstellung Köln . Die jüngste Werkgruppe von Pieter Hugo " La Cucaracha " entstand 2018 in Mexiko und wird von PRISKA PASQUER erstmals in Europa vorgestellt. Die Fotoserie zeigt Menschen und Situationen, denen er während seines Aufenthalts in Mexico City, Oaxaca oder Juchitán begegnet ist. In den Portraits und Stillleben tritt die Offenheit des Reisenden für ebenso exemplarische wie unerwartete Situationen zutage. 6.9. bis 23.11.2019

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 Pieter Hugo
After Siqueiros, Oaxaca de Juárez, 2018

 

 

Starke Farben, überbordende Vegetation, kraftvolles Leben und die für europäische Augen ungewohnte Sichtbarkeit von Tod und Vergänglichkeit sprechen aus den atemberaubend intensiven Bildern dieser Werkgruppe. Man trifft auf Straßenkehrer, die als Laienspielgruppe Szenen aus einem monumentalen Wandgemälde des Revolutionsmalers David Alfaro Siqueiros nachstellen. Als Revolutionslied wurde auch das titelgebende Volkslied von der Kakerlake „La Cucaracha“ im mexikanischen Bürgerkrieg der 1920er Jahre umgedichtet, das die Soldaten des Diktators karikierte.

 

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 Pieter Hugo
 Muxe Portrait #3, Juchitán de Zaragoza, 2018

 

 

Eine Portraitreihe zeigt die ausgeprägte Transgender-Kultur der „Muxe“ von Juchitán, in der sich Pieter Hugo mehr für die Erscheinung und den Ausdruck einer älteren Generation interessierte als für den häufiger dargestellten, klischeehaften Jugendkult. Junge Menschen, alte Menschen, Hochzeit, Prostitution, Kampfsport, Rinderschlachtung, Nudistenstrand, und eine gerichtsmedizinische Station – die Motive zeigen die ganze Bandbreite der Comédie Humaine.

 

Pieter Hugo (* 1976 in Johannesburg) lebt und arbeitet in Kapstadt, Südafrika. Bedeutende museale Einzelausstellungen fanden unter anderem im Berardo- Museum in Lissabon, im Kunstmuseum Wolfsburg, im Museum für Fotografie Den Haag, im Musée de l'Elysée in Lausanne, im Ludwig-Museum in Budapest, im Fotografiska in Stockholm und im MAXXI in Rom statt. Er hat mehrere Fotobücher veröffentlicht, die mit großem Kritikerlob aufgenommen wurden.

Hugo wurde 2012 für den Deutsche Börse Photography Prize nominiert. 2015 war er der Künstler 'In Focus' für den Taylor Wessing Photographic Portrait Prize in der National Portrait Gallery in London und für den sechsten Zyklus des Prix Pictet nominiert.

 

Galerie Priska Pasquer, Albertusstr. 18, Köln

 

06.09.2019 - 31.10.2019
Fotoausstellung Wien . Die Anzenberger Gallery zeigt die Fotos des Wiener Fotografen Michael Horowitz aus dem New York vor 50 Jahren. Dort besuchte der junge Mann die aufstrebende Pop Art-Ikone Kiki Kogelnik, die New York im Sturm eroberte. 6. September bis 31. Oktober 2019
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Michael Horowitz: Kiki Kogelnik 1969 New York und andere Porträts
Fotoausstellung Wien . Die Anzenberger Gallery zeigt die Fotos des Wiener Fotografen Michael Horowitz aus dem New York vor 50 Jahren. Dort besuchte der junge Mann die aufstrebende Pop Art-Ikone Kiki Kogelnik, die New York im Sturm eroberte. 6. September bis 31. Oktober 2019

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Vor genau 50 Jahren besucht der junge Fotograf Michael Horowitz die aufstrebende Pop Art-Ikone Kiki Kogelnik in New York. Die 26-jährige Künstlerin aus der 4000-Seelen-Gemeinde Bleiburg im Jauntal erobert New York im Sturm. Sie steht am Beginn einer vielversprechenden Karriere. Die kommunikative junge Frau findet in Amerika bald Anschluss an die New Yorker-Kunstszene um Andy Warhol, Claes Oldenburg und Roy Lichtenstein, die die Pop Art als Gegenpol zum abstrakten Expressionismus entwickeln. Zu jener Zeit schafft die extravagante Performerin Space Art-Bilder und Hangings - Skulpturen aus Körperumrissen in Vinyl - die sie auf Kleiderhaken aufhängt. Arbeiten, die heute sicher zu ihren wichtigsten zählen.

 

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1969 begleitet Michael Horowitz Kiki Kogelnik durch ihr New York. Die beiden durchstreifen drei Tage lang Museen, performen auf Baustellen skurrile Acts und ziehen sich danach leicht erschöpft in Kikis Wohnung zurück, um auch hier das Leben der Superwoman fotografisch zu dokumentieren. Einer einzigartigen Frau, die ein außergewöhnliches Lebensmotto hat: "Künstler sein ist kein Beruf, sondern eine Form zu existieren, eine passionierte Art ein Mensch zu sein." Die Fotos des Wiener Fotografen Michael Horowitz aus dem New York vor 50 Jahren manifestieren dies auf einmalig unkonventionelle Art.

 

Michael Horowitz, Fotograf, Journalist, Schriftsteller und Verleger. Autor von Biografien u.a. über Heimito von Doderer, Karl Kraus, H. C. Artmann, Helmut Qualtinger und Leonard Bernstein. Zahlreiche in- und ausländische Auszeichnungen, darunter das „Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ und das „Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse“ sowie der „Prix de la Jeunesse“ bei den Filmfestspielen in Cannes für das Drehbuch „Caracas“. Sein fotografisches Werk wurde zuletzt 2017 im „Jüdischen Museum Wien“ gezeigt, sowie zuvor während der EXPO in Hannover, der Salzburger Festspiele und des „steirischen herbst“. Im Dezember 2020 folgt anlässlich seines 70. Geburtstages eine Ausstellung seines Oeuvres in der Albertina Wien.

 

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In der Ausstellung zu sehen sind zudem zwei Werke von Kiki Kogelnik, die dankenswerterweise von der Galerie Kovacek & Zetter zur Verfügung gestellt wurden.

 

06.09.2019 - 27.10.2019
Fotoausstellung Zürich . Der Grandseigneur der Modefotografie hat die Photobastei! im Herbst zu Gast. Mit seinem unverwechselbaren Stil sind die Bilder von F. C. Gundlach immer wieder ein optischer Leckerbissen. Die Ausstellung 500.000 MEILEN – mit F.C. Gundelach um die Welt zeigt mit mehr als 100 Exponaten in schwarz-weiss und Farbe einen repräsentativen Ausschnitt über die klare Bildsprache sowie die ästhetische Haltung des Fotografen.6.9.-27.10.2019
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500.000 Meilen - Mit F. C. Gundlach um die Welt
Fotoausstellung Zürich . Der Grandseigneur der Modefotografie hat die Photobastei! im Herbst zu Gast. Mit seinem unverwechselbaren Stil sind die Bilder von F. C. Gundlach immer wieder ein optischer Leckerbissen. Die Ausstellung 500.000 MEILEN – mit F.C. Gundelach um die Welt zeigt mit mehr als 100 Exponaten in schwarz-weiss und Farbe einen repräsentativen Ausschnitt über die klare Bildsprache sowie die ästhetische Haltung des Fotografen.6.9.-27.10.2019

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In mehr als vier Jahrzehnten aktiver Tätigkeit avancierte er zu einem der bekanntesten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Seine zeitlosen Modeaufnahmen sind vielfach zu Ikonen geworden und haben das visuelle Gedächtnis ganzer Generationen geprägt. Neben F.C. Gundlachs prägnanter Formen- und Bildsprache, basiert ein essentieller Teil seines Erfolges auf seiner frühen und ausgeprägten Reisetätigkeit, die ihn wie keinen anderen Modefotografen der deutschen Nachkriegsära um den gesamten Globus führte. 500.000 Meilen reiste F.C. Gundlach von Location zu Location um die Welt.

 

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Die Ausstellung bietet Einblick in die kulturellen Interessen sowie die bisweilen abenteuerlichen Umstände, unter denen die Bilder von F. C. Gundlach überall auf der Welt entstanden.
Zu sehen sind bekannte Ikonen ebenso wie noch nie gezeigte Motive als Vintages und grossformatige Neu-Abzüge.

Eine Ausstellung der Stiftung F.C. Gundlach Hamburg kuratiert von Natalja Aljasova und Jasmin Seck.

 

 

Photobastei, Sihlquai 125, Zürich

 

06.09.2019 - 13.11.2019
Fotoausstellung Wien . Die vornehmlich in den 1970er Jahren entstandene Serie „The English“ ist eine sehr persönliche Erforschung des britischen Lebensstils von Ian Berry. Obwohl Ian Berry im Norden von England geboren und aufgewachsen ist, war er in der eigenartigen Situation zwar Engländer zu sein, aber aufgrund seiner vielen Jahre im Ausland dennoch nur wenig über England zu wissen. Vom 9. September bis 13. November 2019.
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Ian Berry - The English
Fotoausstellung Wien . Die vornehmlich in den 1970er Jahren entstandene Serie „The English“ ist eine sehr persönliche Erforschung des britischen Lebensstils von Ian Berry. Obwohl Ian Berry im Norden von England geboren und aufgewachsen ist, war er in der eigenartigen Situation zwar Engländer zu sein, aber aufgrund seiner vielen Jahre im Ausland dennoch nur wenig über England zu wissen. Vom 9. September bis 13. November 2019.

 

Ian Berry 01

 

Berry ist ein engagierter Vertreter des klassischen Bildjournalismus, der eine authentische Wirklichkeit vermitteln will und die Welt mit all ihrer Schönheit, aber auch Scheußlichkeit zeigt. Er arbeitete immer sehr präzise, am liebsten mit natürlichem Licht, suchend, sich Zeit nehmend, für andere fast unsichtbar werdend, aber immer den Menschen zugewandt. Die meisten seiner Fotos wurden mit Leica-Kameras auf Ilford Film aufgenommen.

Er liefert uns seinen persönlichen und partiellen Einblick in das britische Alltagsleben. Der Betrachter muss daher seine eigenen Schlüsse über die Bilder und ihren Inhalt ziehen.

 

 Am 4. April 1934 in Preston, Lancashire, England geboren. 1952 Übersiedlung nach Südafrika, dort von 1956–58 für die Daily Mail in Johannesburg und ab 1959 für das Magazin Drum tätig.1962 Wechsel nach Paris, dort Kontakt zu Henri Cartier-Bresson, 1963 außerordentliches Mitglied der Agentur Magnum, 1967 Vollmitglied. 1964 Umzug nach London, hier wurde er der erste feste Fotograf beim Observer Magazine. Weltweite Aufträge führten u.a. in die Tschechoslowakei, den Kongo, nach Israel, Irland, Vietnam, China und immer wieder nach Südafrika. Berry nutzte viele Jahre ausschließlich Leica-Kameras. 2012 ehrte ihn Leica mit einer schwarzlackierten, persönlich gewidmeten Leica M9-P. Ian Berry lebt im südenglischen Salisbury.

 

Leica Galerie, Walfischgasse 1, Wien

06.09.2019 - 20.10.2019
Fotoausstellung Wien . "Das Weltgeschehen in der Westbahnstraße" so kündigt WestLicht die World Press Photo Ausstellung an, in der die prämierten Einzelbilder und Fotoserien des Awards gezeigt werden und auf eindringliche Weise die Ereignisse aus Politik, Gesellschaft, Sport und Natur vorstellen. Parallel zur World Press Photo Ausstellung ist die interaktive Installation des belgischen Fotojournalisten Max Pinschers und seines Landsmanns Dies Depoorter zu sehen. 6.9. bis 20.10.2019
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World Press Photo Award in Wien
Fotoausstellung Wien . "Das Weltgeschehen in der Westbahnstraße" so kündigt WestLicht die World Press Photo Ausstellung an, in der die prämierten Einzelbilder und Fotoserien des Awards gezeigt werden und auf eindringliche Weise die Ereignisse aus Politik, Gesellschaft, Sport und Natur vorstellen. Parallel zur World Press Photo Ausstellung ist die interaktive Installation des belgischen Fotojournalisten Max Pinschers und seines Landsmanns Dies Depoorter zu sehen. 6.9. bis 20.10.2019

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World Press Photo 2019
Foto John Moore, Getty Images
Das honduranische kleine Mädchen Yanela Sanchez weint, als sie und
ihre Mutter Sandra Sanchez am 12. Juni 2018 von US-Grenzbeamten in McAllen, Texas,
in Haft genommen werden.

 

 

Seit 1955 schreibt die World Press Photo Foundation, eine unabhängige Plattform des Fotojournalismus mit Sitz in Amsterdam, den World Press Photo Contest aus. Eine jährlich wechselnde Jury beurteilt die Einsendungen von Fotografen aus aller Welt. Das Ergebnis des renommierten Wettbewerbs, das jeweils als Wanderausstellung um den Globus tourt, gilt als wichtigste Leistungsschau der internationalen Pressefotografie. 

 

003_Marco Gualazzini_Contrasto

Erster Preis Stories Umwelt
© Marco Gualazzini, Contrasto
Ein verwaister Junge geht an einer Mauer vorbei, mit Zeichnungen,
die Granatwerfer mit Raketenantrieb darstellen, in Bol, Tschad.

 

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Erster Preis Einzelbild Umwelt
© Brent Stirton Getty Images
Petronella Chigumbura (30), Mitglied einer rein weiblichen Anti-Wilderer-Einheit namens Akashinga, nimmt an Stealth- und Verschleierungstraining im Phundundu Wildlife Park in Simbabwe teil.

 

 

Trophy Camera ist eine Kamera, die nur preisverdächtige Fotografien schießt. WestLicht zeigt die interaktive Installation des belgischen Fotojournalisten Max Pinckers (*1988) und seines Landsmanns Dries Depoorter (*1991) parallel zur World Press Photo Ausstellung in der Reihe zeitgenössischer fotografischer Positionen in der oberen Galerie. Pinckers und Depoorter haben die selbstkonstruierte Kamera auf Basis aller seit 1955 prämierten World Press Photos des Jahres so programmiert, das sie eine Fotografie nur dann speichert, wenn sie eine maximale Übereinstimmung mit den analysierten Kriterien und gesetzten Standards der preisgekrönten Aufnahmen festgestellt. Das Projekt fragt nach wiederkehrenden ästhetischen Strategien des Fotojournalismus und thematisiert jüngste Entwicklungen auf dem Gebiet der automatischen Bilderstellung. WestLicht Besucher können die Kamera in der Ausstellung ausprobieren. 

 

WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien

05.09.2019 - 03.11.2019
Fotoausstellung Wetzlar . Die Bilder des amerikanischen Magnum-Fotografen Alex Webb stellt die Leica Galerie in Wetzlar vor. Die Motive des vielfach ausgezeichneten Fotografen haben eine unverwechselbare Bildsprache und bestechen durch gekonnte Lichtführung und einen bestechenden Gestaltung. Bis 3. November 2019
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Alex Webb - The Suffering of Light
Fotoausstellung Wetzlar . Die Bilder des amerikanischen Magnum-Fotografen Alex Webb stellt die Leica Galerie in Wetzlar vor. Die Motive des vielfach ausgezeichneten Fotografen haben eine unverwechselbare Bildsprache und bestechen durch gekonnte Lichtführung und einen bestechenden Gestaltung. Bis 3. November 2019

© Alex Webb Bombay India 1981

© Alex Webb Bombay India 1981

 

Durch Licht, die Farbe und die Atmosphäre der Tropen inspiriert, erkundet Alex Webb die Straßen der Welt. Nicht nur um das tägliche Leben zu dokumentieren, sondern auch um einzigartige und gelegentlich rätselhafte Momente zu entdecken. Bekannt geworden ist er vor allem durch seinen prägnanten Einsatz von Farbe. Die Ausstellung „The Suffering of Light“ des renommierten zeitgenössischen Magnum-Fotografen präsentiert eine ganz persönliche Auswahl von 35 Exponaten aus seinem vielschichtigen und umfangreichen OEuvre. Die Exponate geben einen Einblick in das Schaffen des Fotografen aus nahezu drei Jahrzehnten. Neben Motiven aus Indien, Griechenland, Grenada und Haiti sind Aufnahmen aus Kuba und Mexico zu sehen – Ländern, denen Webb zwei seiner Bücher, La Calle und Violet Isle, gewidmet hat. Letzteres entstand in Zusammenarbeit mit seiner Frau, der Fotografin Rebecca Norris Webb.

 

© Alex Webb Bombardopolis Haiti 1986

© Alex Webb Bombardopolis Haiti 1986

 

 

© Alex Webb Thessaloniki 2003

© Alex Webb Thessaloniki 2003

 

Alex Webb wurde am 5. Mai 1952 in San Francisco geboren. Schon als Jugendlicher entwickelte er Interesse an der Fotografie. Von 1970 bis 1974 studierte er Literatur und Geschichte in Havard, ab 1972 auch Fotografie im Apeiron-Photo-Workshop in New York. Als freischaffender Fotograf hat er seine zunächst schwarzweißen und später farbigen Serien in renommierten Magazinen veröffentlicht. Seit 1979 ist er Vollmitglied der Agentur Magnum. Webb präsentierte seine Arbeiten in zahlreichen Bildbänden und Ausstellungen und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit der Leica Medal of Excellence (2000), der David-Octavius-Hill-Medaille der Deutschen Fotografischen Akademie (2002) und einem Guggenheim Stipendium (2007).

 

01.09.2019 - 30.10.2019
Fotoausstellung Köln . In der Ausstellung "Russian Times 1988-2018" in der Michael Horbach Stiftung wird das längste und erst kürzlich abgeschlossene Projekt von Frank Gaudlitz vorgestellt Es verfolgt die gesellschaftliche Entwicklung in Russland über einen Zeitraum von 30 Jahren, beginnend 1988 mit Aufnahmen aus der ehemaligen Sowjetunion zu Zeiten von Perestroika und Glasnost. 1.9. bis 30.10.2019
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Frank Gaudlitz - Russian Times 1988-2018
Fotoausstellung Köln . In der Ausstellung "Russian Times 1988-2018" in der Michael Horbach Stiftung wird das längste und erst kürzlich abgeschlossene Projekt von Frank Gaudlitz vorgestellt Es verfolgt die gesellschaftliche Entwicklung in Russland über einen Zeitraum von 30 Jahren, beginnend 1988 mit Aufnahmen aus der ehemaligen Sowjetunion zu Zeiten von Perestroika und Glasnost. 1.9. bis 30.10.2019

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© Frank Gaudlitz
Siegespark, Denkmal für die Helden des 1. Weltkrieges, Moskau, Mai 2017

 

Von 1992 bis ins neue Jahrtausend entstand ein umfangreiches Bildkonvolut über eine Periode großer gesellschaftlicher Depressionals Auswirkung blutiger Verteilungskriege, in der zwar Reformen neue Freiheiten und Rechte versprachen, vielfach aber Rechtlosigkeitund Armut das Ergebnis für die Mehrheit der Russen war. Neben den großen Metropolen St. Petersburg und Moskau, den Provinzstädten um den goldenen Ring, fand Gaudlitz seine Bilder auch im asiatischen Teil des Landes, in den GULAGs und Nickelbergwerken auf der Halbinsel Taimyr, den zentralasiatischen Regionen des Baikalsees, im Altai oder den Steinkohlerevieren Kemerovos.

 

Der inhaltlichen Schwerpunkt der aktuellen Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Inszenierung und Realität und wurde im Gegensatz zu den vorangegangenen Bildkapiteln in Farbe aufgenommen. Gaudlitz bewegte sich ganz bewusst in den Klischees der russischen Kultur und suchte Orte auf, an denen ein patriotisches Bildvokabular bemüht wird, das Russland als Sieger- und Großmacht darstellt, in der Stilistik aber oftmals an die kommunistische Zeit erinnert. Das Auseinanderdriften von Ideal und Wirklichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch diese Langzeitstudie und macht die ganze Disparität innerhalb der russischen Gesellschaft deutlich.

 

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© Frank Gaudlitz
Kriegsveteranen auf der Ehrentribüne zum Tag des Sieges, Moskau, 9. Mai 2017

 

 

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© Frank Gaudlitz
Moskau 2018

 

Frank Gaudlitz, 1958 in Vetschau geboren, studierte an der HGB in Leipzig bei Arno Fischer und arbeitet vorwiegend analog an selbstkonzipierten Langzeitprojekten in Russland, Osteuropa und Südamerika. Seine großen fotografischen Folgen spannen einen Bogen zwischen epochalen Ereignissen und Einzelschicksalen und wurden in Fotobänden und internationalen Einzelausstellungen veröffentlicht und vielfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

 

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© Frank Gaudlitz
13 Staatliches Russisches Museum, Sankt Petersburg, März 1994

 

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© Frank Gaudlitz
Sankt Petersburg , März 1994

 

Von 1990–94 begleitete er den Abzug des russischen Militärs aus Ostdeutschland. In den Porträtprojekten „Warten auf Europa“(2003–05) und „Casa Mare“ (2005–08) hinterfragte er die Befindlichkeit der Menschen Osteuropas. 2010 überquerte er für seine Arbeit „Sonnenstrasse“ auf den Spuren A.v. Humboldts in sieben Monaten die südamerikanischen Anden, um sich danach in der mehrjährigen Arbeit „A Mazo“ dem Leben von Transfrauen am Amazonas zu widmen.

 

Michael Horbach Stiftung, Wormser Straße 23, Köln

 

 

01.09.2019 - 27.10.2019
Fotoausstellung Berlin . Die Kommunale Galerie Berlin stellt die Camera Obscura Fotografie von Karen Stuke, die sich auf den Roman "Austerlitz" von W.G. Sebald bezieht, vor. Die Ausstellung ist eine immersive Installation von großformatigen Bildern, Licht und Sound, die speziell für den Ort der Kommunalen Galerie konzipiert wurde. bis 27.10.2019
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Karen Stuke: Wandelhalle - Auf den Spuren von Sebalds Austerlitz
Fotoausstellung Berlin . Die Kommunale Galerie Berlin stellt die Camera Obscura Fotografie von Karen Stuke, die sich auf den Roman "Austerlitz" von W.G. Sebald bezieht, vor. Die Ausstellung ist eine immersive Installation von großformatigen Bildern, Licht und Sound, die speziell für den Ort der Kommunalen Galerie konzipiert wurde. bis 27.10.2019
Karen Stuke_Wandelhalle_Prag

 Karen Stuke Wilsonovo nádraží, Prag aus der Serie
„Wandelhalle – Auf den Spuren von Sebalds Austerlitz“, 2013 

 
 
Eine der eindringlichsten Betrachtungen der Literatur über Zeit, Verlust und Wiederfindung erzählt die Geschichte von Jacques Austerlitz. Der Architekturhistoriker, der im Alter von fünf Jahren mit einem Kindertransport nach England geschickt wurde, kam bei Pflegeeltern in Wales unter. Während er seine Vergangenheit wieder entdeckt, begibt sich Austerlitz auf eine Reise durch Zeit und Raum, von der Mitte
des 20. Jahrhunderts bis zum heutigen England.
Karen Stuke folgte dieser Reise mit ihrer Lochkamera. Sie erzählt die Orte der Austerlitz - Geschichte auf ihre Weise: Flüchtige Bilder, die durch Lichtspuren erzeugt werden, rufen verschwommene, bewegte und vielschichtige Erinnerungen voll atmosphärischer Dichte auf.
 
 
 
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Karen Stuke Ausstellungsansicht, The Wapping Project, 2013 

 
 
 
 
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Karen Stuke The Journey, aus der Serie „Wandelhalle –
Auf den Spuren von Sebalds Austerlitz“, 2013 

 
 
 
Das Werk von Karen Stuke mit dem ursprünglichen Titel "Stuke - After Sebald's Austerlitz" wurde von The Wapping Project mit Mitteln des Women's Playhouse Trust in Auftrag gegeben und 2013 erstmals in Wapping, London, ausgestellt.
Karen Stuke studierte Visuelle Kommunikation an der FH Bielefeld und der Akademie Minerva Groningen. 1999 hat sie in Bielefeld ihr Studium bei Gottfried Jäger abgeschlossen.
Sie will das 'andere', das absolute Foto machen. Das Bild, das alles in sich vereint, die ganze Szene, den ganzen Akt, das ganze Programm. So kam sie fast zwangsläufig zu demanachronistisch langsamen Instrument, der Camera Obscura.
Parallel dazu wird die Open - Air-Ausstellung „ Am Ende des Tunnels“ vor dem Eingang
des Bahnhofs Charlottenburg (einem der letzten Zustiegsbahnhöfe der Züge in Berlin) gezeigt. Sie stellt die Geschichte der Kindertransporte am historischen Ort mit Bildern und Texten auf Litfaßsäulen dar. Sie ist eine britisch-deutsche Kooperation mit den Universitäten Nottingham Trent und Aberystwyth.
 

 

Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, Berlin

29.08.2019 - 26.10.2019
Fotoausstellung Zürich . Die Galerie RossArt zeigt nicht nur bekannte ikonographische Werke des herausragenden Jahrhunderttalents Henri Cartier-Bresson, sondern auch reizvolle Motive und Portraits, die auf den zahlreichen, weltumspannenden Reisen des französischen Fotografen entstanden sind. 29.8. bis 26.10.2019
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Henri Cartier-Bresson - Das Auge der Welt
Fotoausstellung Zürich . Die Galerie RossArt zeigt nicht nur bekannte ikonographische Werke des herausragenden Jahrhunderttalents Henri Cartier-Bresson, sondern auch reizvolle Motive und Portraits, die auf den zahlreichen, weltumspannenden Reisen des französischen Fotografen entstanden sind. 29.8. bis 26.10.2019

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C) Henri Cartier-Bresson. Juvisy, France. Gelatine-silver print, 1938.



Das rastlose Bedürfnis, die zahlreichen Schauplätze der Geschichte und ihre Akteure einzufangen, führte ihn bereits mit 23 Jahren an die Elfenbeinküste, wenig später nach New York. Mit 29 photographierte er die Krönung George des VI in London und nur wenige Monate später wurde er im spanischen Bürgerkrieg gesichtet. Stets die Leica Kleinbildkamera als treue Begleiterin an seiner Seite, gefüllt mit schwarz-weissem Filmmaterial. Noch heute erstaunt uns, wie Cartier-Bresson mit dieser vergleichsweise bescheidenen Ausrüstung Bilder von einer so intensiv ästhetischen Dichte schaffen konnte. Wie kein Zweiter prägte er stilistisch ganze Generationen von Photographen, zog Museumsleute, Sammler und Betrachter in seinen Bann.

 

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(C) Henri Cartier-Bresson. Camondo Steps, Galata, Istanbul, Turkey.
Gelatine-silver print, around 1965/1966.

 

 

Das Werk Henri Cartier-Bresson spiegelt fast ein ganzes Jahrhundert wider. Mit dem Blick auf ein ebenso abenteuerliches wie schaffensreiches Leben hat man für die intime und feine Ausstellung deshalb Bilder gewählt, die Cartier-Bressons interessierten Blick auf die zahlreichen bereisten Orte, etwa Indien, Mexico, Amerika oder die Türkei widerspiegeln. Im Dialog dazu gibt es jene Bilder-Ikonen, wie etwa Giacometti im Regen, den berühmten Sonntag an der Marne, ein brillantes Jean-Paul Satre Portrait oder den Duke of Windsor. So entsteht ein lebhaftes, spannendes Miteinander der Bilder, die man ganz diskret aus einer renommierten Privatsammlung übernehmen konnte.

 

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((C) Henri Cartier-Bresson. Behind the Gare Saint-Lazare.
Silver-gelatine print, 1932.



Ohne unbescheiden zu sein, darf man Cartier-Bresson wohl zurecht 'das Auge der Welt' nennen. Die perfekte Komposition, auch unter Zeitdruck und in unkomfortablen Situationen, war immer sein Anspruch. Mit welch wunderbaren Bildern er diesen Anspruch eingelöst hat, dass kann man vom 29. August diesen Jahres in der RossArt Galerie betrachten. Die Züricher Galeristin Svetlana Miniati hat für die Show eine Selektion zusammengestellt, die ganz wunderbar Gelegenheit bietet, museale Exponate im Original zu erleben, wie auch den Blick auf jene Photographien zu richten, welche den Blick des weit herumgekommenen und viel gereisten Cartier-Bresson dokumentieren.

(Text: Hans Irrek)

 

 

Galerie RossArt, Marktgasse 9, Zürich

29.08.2019 - 06.10.2019
Fotoausstellung Hannover . Die Fotogalerie GAF widmet dem Meer eine außergewöhnlich Ausstellung. Zwölf Fotografinnen und Fotografen thematisieren ganz unterschiedlich in ihren Geschichten das Meer in einer inhaltlichen Vielfalt, die der Breite  des Themas Rechnung tragen soll. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Zeitschrift mare, die im April 1997 das erste Mal erschien und seitdem für ihre Texte, Fotos und Grafik zahlreiche Auszeichnungen erhielt, 29.8. bis 6.10.2019
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Das Meer
Fotoausstellung Hannover . Die Fotogalerie GAF widmet dem Meer eine außergewöhnlich Ausstellung. Zwölf Fotografinnen und Fotografen thematisieren ganz unterschiedlich in ihren Geschichten das Meer in einer inhaltlichen Vielfalt, die der Breite  des Themas Rechnung tragen soll. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Zeitschrift mare, die im April 1997 das erste Mal erschien und seitdem für ihre Texte, Fotos und Grafik zahlreiche Auszeichnungen erhielt, 29.8. bis 6.10.2019

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Evgenia Arbugaeva - Tiksi

 

Das Meer ist Sehnsuchtsort und Problemfeld zugleich. Wild, gewaltig und geheimnisvoll. Voll von Mysterien, Rätseln und Geschichten. Über die Jagd nach einem weißen Wal, dem alten Mann und das Meer oder die Schatzinsel. Es löst in uns die widersprüchlichsten Gefühle aus: Angst und Freude, Ruhe, Fernweh und Begeisterung. Politik, Wissenschaft und Kultur entdecken mehr und mehr den hohen Stellenwert des Lebensraumes Meer, der 71 Prozent der Erdoberfläche ausmacht, von den Tropen bis hin zu den Polargebieten.

 

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 Joachim Ladefoged - La Poile2

 

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Martin Kim - Der Bittgang

 

Nahrung und Energie, Klimaveränderungen, Verschmutzung, Flüchtende und Welthandel sind nur einige der Stichworte, die andeuten, wie sehr das Geschehen auf den Meeren Einfluss auf das Leben der Menschheit hat. Viele dieser Entwicklungen bedrohen die Meere, ihre Bewohner und die Menschen, die am Meer und vom Meer leben. Dabei ist das Meer die Lebensgrundlage einer wachsenden Weltbevölkerung. Weltweit decken 2,9 Milliarden Menschen 20 Prozent ihres Proteinbedarfs durch Fisch. Und das Klima auf der Erde wird im Wesentlichen von der Wechselwirkung zwischen Atmosphäre und Ozean bestimmt. Ohne das Meer können wir auf diesem Planeten nicht überleben.

 

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Florian Manz - Watt für ein Vergnügen

 

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Heidi und Hans Jürgen Koch - König des Eises

 

Über Jahrhunderte hinweg haben die Arbeiter des Meeres, wie Victor Hugo sie in seinem gleichnamigen Roman nannte, das Leben an den Küsten der Meere geprägt. Mit Ihrer Arbeit und ihrer Kultur. Aber die Verschmutzung und Erwärmung des Meeres und der industrielle Fischfang entzieht den Fischern, Muschel- und Seetangsammlern allmählich die Lebensgrundlage. Alte Kulturen sterben aus. Heute bestimmt mehr und mehr der Tourismus das Leben in den Küstenorten.

 

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Oksana Yushko - Toilers by the sea

 

Die russische Fotografin Evgenia Arbugaeva hat in »Es war einmal in Sibirien« ihre sibirische Heimat am Rande des Nordpolarmeeres auf ungemein poetische Weise fotografiert. Die Wellenbilder des australischen Fotografen Ray Collins, veröffentlicht in der mare-Geschichte »Bilder die Wellen schlagen«, gleichen Skulpturen. Der Niederländer Jan Hoek persifliert in »Fake Pirates« die verzweifelte Suche westlicher Journalisten nach wirklichen Piraten. In »Watt für ein Vergnügen« zeigt der deutsche Fotograf Florian Manz das Duhner Wattrennen. Dem Fotografenpaar Heidi & Hans-Jürgen Koch ist es in »König des Eises« gelungen, Eisbären auf nie dagewesene Weise in Zoos zu fotografieren. »Strandvolks Begehren« der russischen Fotografin Oksana Yushko ist eine knallbunte Darstellung des Strandlebens am Schwarzen Meer.

 

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Stefanie Silber - Süderoog

 

Die deutsche Fotografin Stefanie Silber hat in »Ein Sommer auf Süderoog« das stille Leben auf einer Hallig portraitiert. Der Italiener Massimo Berruti beschreibt in »Leben unmöglich« das Problem in Gaza Stadt, wo Salzwasser in das Grundwasser einsickert und die Trinkwasserversorgung gefährdet. »Der Bittgang« des deutschen Fotografen Martin Kim ist eine Auseinandersetzung mit dem Missbrauch von Inuit-Kindern durch katholische Priester in Alaska. Der Däne Joachim Ladefoged hat für seine Reportage »La Poile« den Alltag der Kabeljaufischer in Kanada fotografiert.»Der Pfuhl von Rio« ist die Geschichte des Italieners Dario De Dominicis über die Verschmutzung der Küste vor der brasilianischen Metropole.Für das »Kap der Ozeanografen« hat der deutsche Fotograf Stefan Kröger das renommierte Meeres-Forschungsinstitut Woods Hole an der Ostküste der USA besucht.

 

GAF Galerie für Fotorafie,  Seilerstraße 15d, Hannover

 

 

 

 

 

28.08.2019 - 03.11.2019
Fotoausstellung Berlin . Die beiden Gewinner des Greenpeace Photo Awards - den Kanadier IIan Willms und den Argentinier Pablo E. Piovano - stellt der Freiraum für Fotografie mit ihren Serien vor. 28. August bis 3. November 2019
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Green Peace Photo Award Ausstellung
Fotoausstellung Berlin . Die beiden Gewinner des Greenpeace Photo Awards - den Kanadier IIan Willms und den Argentinier Pablo E. Piovano - stellt der Freiraum für Fotografie mit ihren Serien vor. 28. August bis 3. November 2019

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Foto Ian Willms

 

Die Serien der beiden Gewinner befassen sich mit Landrechten, Klimawandel und den Folgen der Ölausbeutung. Pablo E. Piovano (*1981) dokumentiert in seiner Serie Patagonien – Land im Konflikt die seit Jahrzehnten andauernden Landkonflikte in Patagonien. In der Region Araukanien in Chile verteidigen die  Mapuche ihr Landrecht als gebürtige Ureinwohner*innen – auch gegen die Regierung, die sie als Terroristen anklagt. Sie kämpfen gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen und fordern das Recht ein, ihre jahrhundertealten Traditionen zu leben. In seinen Bildern kontrastiert Piovano die einzigartige Schönheit, den Artenreichtum und die kulturelle Vielfalt Patagoniens mit dem brutalen Kampf um seine Zukunft.

 

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Foto Ian Willms

 

Ian Willms (*1985) zeigt in seinem Projekt As Long as the Sun Shines die Folgen der Ölausbeutung im kanadischen Alberta. Vor der Kulisse der Rocky Mountains reißen enorme Rodungsflächen tiefe Wunden ins Land. Mit massivem Wasser-, Energie- und Chemikalienaufwand wird das Öl aus den Teersanden gewaschen – eine „Ökokatastrophe von höchster Brisanz“ (Lars Lindemann, Fotochef Magazin GEO). Über acht Jahre fotografierte Ian Willms einfühlsam die Zusammenhänge von wirtschaftlichem Aufschwung, globalem Klimawandel und sozialer Ungerechtigkeit gegenüber Ureinwohnern.

 

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Foto Pablo E. Piovano

 

Freiraum für Fotografie, Waldemarstraße 17, Berlin

22.08.2019 - 31.10.2019
Fotoausstellung Hamburg . Fassungslos über die Details, die nach und nach während des NSU-Prozesses aufgerollt werden, beschließt die Fotografin Paula Market, dieses dunkle Kapitel des rechten Terrors in Deutschland fotografisch weiter zu durchdringen.  2014 begibt sie sich auf eine Spurensuche, um Handlungsorte und Menschen zu erkunden, die Teil der komplexen NSU-Geschichte sind. 22.8. bis 31.10. 2019
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Eine Reise durch Deutschland. Die Mordserie des NSU
Fotoausstellung Hamburg . Fassungslos über die Details, die nach und nach während des NSU-Prozesses aufgerollt werden, beschließt die Fotografin Paula Market, dieses dunkle Kapitel des rechten Terrors in Deutschland fotografisch weiter zu durchdringen.  2014 begibt sie sich auf eine Spurensuche, um Handlungsorte und Menschen zu erkunden, die Teil der komplexen NSU-Geschichte sind. 22.8. bis 31.10. 2019
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Vom 6. Mai 2013 bis zum Urteilsspruch am 11. Juli 2018 fand
vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München der NSU-Prozess statt. 
Anklagebank, Schwurgerichtssaal 101, Oberlandesgericht München.
 
 
 
Der 11. Juli 2018 war ein Tag, auf den die Hinterbliebenen der Opfer lange warten mussten. Der Tag, an dem Beate Zschäpe als einzige Verbliebene der NSU–Kernzelle sowie weitere Unterstützer der Terrorgruppe endlich verurteilt wurden. Vorausgegangen war einer der längsten und aufwändigsten Prozesse der deutschen Geschichte. Nun wurde im Urteilsspruch die besondere Schwere der Schuld bei Zschäpe festgestellt und diese zu lebenslanger Haft verurteilt. Ab 1999 hatte der NSU um Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe elf Menschen aus rassistischen Motiven umgebracht, mehre Sprengstoffanschläge initiiert und 15 Raubüberfälle begangen. Mit dem Tod von Böhnhardt und Mundlos endete die Mordserie, und die Behörden mussten eingestehen, in eine völlig falsche Richtung ermittelt zu haben.
 
 
 
FREELENS-Markert-03
 
Neben zahlreichen anderen Medien nutze die Bildzeitung den Begriff „Döner-Morde“ vor Auffliegen des NSU für ihre rassistisch motivierte Mordserie. 2011 wurde er zum Unwort des Jahres gewählt. „Der Ausdruck steht prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde.“ (Pressemitteilung der Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres) — Archiv des Axel-Springer-Verlags, Berlin.
 
 
 
 2014 begibt sie sich auf eine Spurensuche, um Handlungsorte und Menschen zu erkunden, die Teil der komplexen NSU-Geschichte sind. Dabei wird der Fotografin klar, dass sie schnell an Grenzen stößt, um der Komplexität des Themas gerecht werden zu können. Paula Markert entscheidet sich für eine zurückgenommene Erzählweise. Sie führt den Betrachter an Orte, die fast aufreizend banal wirken, aber in dem Moment, wo man erfährt, dass sie in den Täterbiographien eine wichtige Rolle spielen, extreme Aufladung erleben.
 
 
FREELENS-Markert-05
Nach der Enttarnung des NSU wurden beim Bundesamt für Verfassungsschutz
potenziell relevante Akten zum Umfeld der Täter vernichtet, der damalige Präsident Heinz Fromm trat daraufhin zurück. In zwei Schritten im Abstand von zwei Tagen sollen insgesamt sieben Operativakten vernichtet worden sein. 2016 tauchten mutmaßlich zurückgehaltene, relevante Beweisstücke im BfV auf. — Bundesamt für Verfassungsschutz, Köln.
 
 
 
Sie zeigt Leute, die einst mit den NSU-Akteuren zu tun hatten, präsentiert Hinterbliebene der Opfer, porträtiert ehemalige Ermittler und Anwälte. Ihren Fotos stellt sie zahlreiche Textdokumente (Prozessprotokolle, Interviews etc.) zur Seite, die der Geschichte wichtige Aspekte zuführen und helfen, diese besser zu durchdringen. Auch nach dem 11. Juli sind längst nicht alle Wahrheiten ans Licht gekommen. Paula Markerts Arbeit ist auch als Mahnung zu begreifen, die nach diesem Prozess unbeantworteten Fragen weiterhin aufzuarbeiten und den Kampf gegen rechtsradikal motivierte Gewalt konsequent fortzuführen.
 
 
Paula Markert (*1982) lebt in Hamburg und ist für zahlreiche große deutsche Magazine tätig. Daneben arbeitet sie an ihren eigenen, freien Projekten, die sich mit politisch brisanten Themen beschäftigen. Ihre Serien wurden mehrfach ausgezeichnet und in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. »Eine Reise durch Deutschland. Die Mordserie des NSU«, an der die Fotografin mehrere Jahre gearbeitet hat, wird in der FREELENS Galerie erstmals umfangreich ausgestellt. Zeitgleich erscheint dazu ein Buch bei Hartmann Projects.
 
 
Freelens Galerie, Alter Steinweg 5, Hamburg
 
 
09.08.2019 - 31.10.2019
Fotoausstellung Salzburg . Die Ausstellung "Playing the Past" im Salzburger Fotohof lädt zum Spiel mit der Vergangenheit und zeigt eine interaktive Installation ukrainischer Pressebilder aus den Jahren 1957-1971 ein. Der Hauptteil der Ausstellung sind Fotografien aus dem Archiv von Irina Pap. 9. August bis 31. Oktober 2019
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Playing the Past
Fotoausstellung Salzburg . Die Ausstellung "Playing the Past" im Salzburger Fotohof lädt zum Spiel mit der Vergangenheit und zeigt eine interaktive Installation ukrainischer Pressebilder aus den Jahren 1957-1971 ein. Der Hauptteil der Ausstellung sind Fotografien aus dem Archiv von Irina Pap. 9. August bis 31. Oktober 2019

 

 

Irina Pap, 1963

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Iryna Pap, 1963



Die 1917 geborene Pressefotografin Iryna Pap arbeitete unter anderem für die sowjetische Zeitung Izvestia. Ihr Werk steht repräsentativ für einen sozialen Realismus in der Fotografie der UdSSR, welcher von Fotografien lächelnder Fabrikarbeiter und städtischer Neubauprojekte, bis hin zur Dokumentation parteiinterner Kongresse reicht. Die affirmative Bildsprache kann in ihrem Kontext, sowohl als Form der Dokumentation, wie auch als Dokument per se verstanden werden.

 

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Irina Pap − The Willow Sketch, Maria Formaniuk, Studentin der Theateruniversität Kiew , 1960

 

In der Präsentation im FOTOHOF archivwerden diese Bilder inklusive ihrer originalen Hüllen und Beschriftungen auf Karten reproduziert ausgestellt und können so von den Besuchern benutzt, zu neuen Bildgruppen zusammengestellt oder auch nach eigenen Kriterien ausgewählt werden: ein Spiel mit den Bildikonen der unmittelbaren sowjetischen Vergangenheit, aber auch ein Versuch der Aufarbeitung der Bildsprache dieser Zeit.

Ein zweiter Teil der Ausstellung besteht aus einer Installation mit dem Titel Unfixing. Projiziert werden zwei optisch verzerrte Schwarzweiß-Filme, welche die Fotografen Valery Miloserdov und Dima Sergeev im eigenen Familienarchiv fanden

Beide Ausstellungsteile zeigen unterschiedliche Möglichkeiten der Dokumentation und der Erinnerung historischer Ereignisse auf. Einerseits die offizielle Pressefotografie in einem Nahbereich zur Propaganda, andererseits private Amateurfilme, in denen eine Aktion zum Frühjahrsputz im öffentlichen Raum und eine Angelobung von Rekruten gezeigt werden.

Für das FOTOHOF archiv ist diese Einladung an das ukrainische Künstlerkollektiv IZOLYATSIA eine Möglichkeit des Austausches im Umgang mit historischer Fotografie. Auch das FOTOHOF archivbesitzt Fotografien, die in der Zeit vor und während des Dritten Reichs aufgenommen wurden und die heute in kritischer Form betrachtet werden müssen. Die Ausstellung und das Gespräch mit der Kuratorin Kateryna Filyuk und den Künstlern Valery Miloserdov und Dima Sergeev soll dies für eine breite Öffentlichkeit ermöglichen.

 

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Irina Pap − Studierende der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew
lesen die Geschichte Juri Gagarins in der Zeitung, 1961



Das Künstlerkollektiv IZOLYATSIA wurde 2010 in Donetsk / Ukraine gegründet und übersiedelte nach der Besetzung ihrer Räumlichkeiten im Zuge der Kriegshandlungen 2014 nach Kiew. IZOLYATSIA versucht künstlerische Aktivitäten mit sozialen Interaktionen zu verbinden.

 

Die Ausstellung "Playing the Past" wird im Rahmen eines Gespräches mit den aus der Ukraine stammenden KünstlerInnen und der Kuratorin am Donnerstag, 8. August 2019 um 19:00 Uhr im FOTOHOF archiv eröffnet.

 

Fotohof, Sparkassenstraße 2, Salzburg

 

 

 

 

 

02.08.2019 - 28.09.2019
Fotoausstellung Salzburg . Der Fotohof zeigt die Bilder von Dana Lixenberg, die in Watts, einem Stadtteil in Los Angeles South Central. Auslöser Langzeit-Porträtstudien der Bewohner gemacht hat und deren Auslöser die Ausschreitungen und Unruhen des Jahres 1992 waren. 2. August bis 28. September 2019
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Dana Lixenberg – Imperial Courts 1993-2015
Fotoausstellung Salzburg . Der Fotohof zeigt die Bilder von Dana Lixenberg, die in Watts, einem Stadtteil in Los Angeles South Central. Auslöser Langzeit-Porträtstudien der Bewohner gemacht hat und deren Auslöser die Ausschreitungen und Unruhen des Jahres 1992 waren. 2. August bis 28. September 2019

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Dana Lixenberg − Dee Dee and her son Emir, 2013
aus der Serie: Imperial Courts 1993−2015
Courtesy of the Artist and GRIMM, Amsterdam | New York

 

Im Zentrum von Imperial Courts 1993-2015 stehen die Bewohner von Watts, einem Irekären Stadtteil in Los Angeles South Central. Die Ausschreitungen und Unruhen des Jahres 1992, die in Folge des Freispruches der vier Polizisten, die den Afroamerikaner Rodney King 1991 bei seiner Verhaftung schwer misshandelten hatten, erschütterten damals ganz Los Angeles.. Lixenberg hatte im Auftrag eines holländischen Magazins die Unruhen dokumentiert und sich im Anschluss für die Schicksale der einzelnen BewohnerInnen zu interessieren begonnen. 

 

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Dana Lixenberg − China II, 1993
aus der Serie: Imperial Courts 1993−2015
Courtesy of the Artist and GRIMM, Amsterdam | New York



Bei ihren zahlreichen Besuchen ab 1993 porträtierte sie die Menschen vor Ort immer wieder im klassischen Schwarz-Weiß Großformat im Freien bei natürlichem Licht. Die Porträts sind von gegenseitigem Respekt getragen und zeigen die Abgebildeten als selbstbewusste wie auch verletzliche Individuen.  

Über einen Zeitraum von mehr als 2 Jahrzehnten veränderten sich nicht nur die Physiognomie und der Habitus der Dargestellten, sondern auch das allgemeine Erscheinungsbild des urbanen Raums. Im Verlauf des Projekts waren einige Bewohner getötet worden, andere kamen ins Gefängnis oder verschwanden. Aus den Kindern der früheren Fotografien wurden Erwachsene, die Video- und Audioaufzeichnungen von Lixenberg geben in der Ausstellung einen zusätzlichen Einblick in das Gesamtprojekt der Künstlerin, einem vielschichtigen und berührenden sozialen Dokument über das Vergehen der Zeit in einer Randzone der Gesellschaft.  

 

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Dana Lixenberg − Trouble, 2009
aus der Serie: Imperial Courts 1993−2015
Courtesy of the Artist and GRIMM, Amsterdam | New York

 


Nach Abschluss des Projektes verarbeitete Lixenberg ihr Material zu dem Buch "Imperial Courts 1993−2015", verlegt bei Roma Publications, Amsterdam.  
Große internationale Aufmerksamkeit für ihre Arbeit erlangte die Fotografin besonders durch die Verleihung des international renommierten "Deutsche Börse Photography Foundation Prize", 2017. 

Dana Lixenberg, geb.1964 in Amsterdam, 1984 London College of Printing, 1987 Gerrit Rietveld Akademie, lebt und arbeitet in Amsterdam und New York.

Christiane Kuhlmann ist Kuratorin für Fotografie am Museum der Moderne Salzburg
Imperial Courts wurde durch den holländischen Mondriaan Fonds unterstützt

 

 

Fotohof,, Inge-Morath-Platz 1-3, Salzburg

26.07.2019 - 21.09.2019
Fotoausstellung Berlin . Fotografien von Rudi Weissenstein, Ellen Auerbach und Christian Boltanski zeigt Grisebach. Rudi Weissenstein (1910 Iglau, Böhmen - 1992 Tel Aviv) war einer der größten Fotografen Israels. Er dokumentierte das Alltagsleben des sich im Aufbau befindenden jüdischen Staates; dabei war der Traum einer Heimat sein großes Thema. 26.7. bis 21.9.2019
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Rudi Weissenstein – Exil und Fotografie
Fotoausstellung Berlin . Fotografien von Rudi Weissenstein, Ellen Auerbach und Christian Boltanski zeigt Grisebach. Rudi Weissenstein (1910 Iglau, Böhmen - 1992 Tel Aviv) war einer der größten Fotografen Israels. Er dokumentierte das Alltagsleben des sich im Aufbau befindenden jüdischen Staates; dabei war der Traum einer Heimat sein großes Thema. 26.7. bis 21.9.2019

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Rudi Weissenstein. Ben Yehuda School Tel Aviv. 1939. © The PhotoHouse 

 

Hinter seinen optimistischen Bildern verbergen sich die komplexe Psychologie und ambivalenten Emotionen der Exilant*innen. Weissensteins Werke beschäftigen sich mit den Themen Hoffnung, Aufbau und Identität. Angetrieben und geprägt vom Verlust seiner alten Heimat, wird in seinen Bildern die Rolle von Identität bei der Erschaffung einer neuen Gesellschaft sichtbar. Dabei spielen individuelle Erfahrungen ebenso wie soziale Erinnerung eine wesentliche Rolle. Gerade sein Beispiel aus Palästina zeigt, wie divers die Exilbedingungen für Fotografen aus Deutschland waren. Wie viele andere musste sich Rudi Weissenstein seine Existenz mühsam aufbauen mit seinem Laden Pri Or (Hebräisch: Fotohaus), in dem er Touristen-, Strand- oder Aufnahmen von Soldaten verkaufte.

Einen ähnlichen Weg durchlief die Fotokünstlerin Ellen Auerbach (1906 Karlsruhe – 2004 New York City), die drei Jahre zuvor, 1933, auswanderte und mit ihrer Freundin Liselotte Grschebina in Tel Aviv unter dem Namen Ishon (Hebräisch: Augapfel – Pupille) ein kleines Studio für Kinderportraits gründete, bevor sie ihre Lebensreise weiter nach London und New York führte. Dank Leihgaben der Akademie der Künste Berlin finden auch Ellen Auerbachs Werke Eingang in die Ausstellung, um das Thema Exil und Fotografie zu vertiefen.

Boltanski

Boltanski

Christian Boltanski. Die Jüdische Schule (aus dem Portfolio „The Frozen Leopard" II), 1992.
© Christian Boltanski, Galerie Klüser

 

 

 

In der Ausstellung werden zudem Werke des Künstlers Christian Boltanski (*1944 – lebt in Paris) gezeigt. Boltanskis gepflasterte Fotowand „Die Jüdische Schule“ (aus dem Portfolio „The Frozen Leopard“ II, 1992) gemahnt beispielsweise an die Vergessenen, die wie Siegfried Kracauer es formulierte wie „unter einer Schneedecke vergraben“ zu sein scheinen. 

Die Ausstellung mit größtenteils noch nie gezeigten Werken von Weissenstein untersucht so im Verbund mit Arbeiten seiner Zeitgenossin Ellen Auerbach nicht nur die kunsthistorischen Merkmale der Fotokunst Weissensteins, sondern vertieft und vergegenwärtigt über den Konnex mit Christian Boltanskis Werken das große Thema der Erinnerung – sowohl der eigenen als auch der kollektiven.

 

 

Fasanenstraße 27, Berlin

 

 

 

20.07.2019 - 29.09.2019
Fotoausstellung Braunschweig . Im Museum für Photographie zeigt man passend zum Sommer die Ausstellung "Reiselust und Müßiggang", die mit ihren Bildern von Landschaften, Wegen und Abwegen der Freizeitkultur erzählt und die zeitgenössische Fotografie im Dialog mit der Sammlung zeigt. 20.7. bis 29.9.2019
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Reiselust und Müßiggang
Fotoausstellung Braunschweig . Im Museum für Photographie zeigt man passend zum Sommer die Ausstellung "Reiselust und Müßiggang", die mit ihren Bildern von Landschaften, Wegen und Abwegen der Freizeitkultur erzählt und die zeitgenössische Fotografie im Dialog mit der Sammlung zeigt. 20.7. bis 29.9.2019

Ausgestellt werden Arbeiten von Boris Becker | Francis Bedford | Louis Auguste und Auguste Rosalie Bisson | Katharina Bosse | Käthe Buchler | Rebecca Hackemann | Calvert Richard Jones | Erik Kessels | Andreas Meichsner | Jürgen Nefzger | Christian Paier | Txema Salvans | Charles R. Savage | Pascal Sébah |
Félix Teynard | Christa Zeißig.

 

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 Fuerteventura, aus der Serie „Willkommen im Club“, 2008, 
FineArt-Pigmentprint © Andreas Meichsner

 

Der Sommer und die Ferienzeit werden zum Anlass im Museum für Photographie eine Ausstellung zur Thematik des Reisens, des Urlaubs, der Freizeit und der ‚entschleunigten’ Landschafts- und Lebenserfahrung unter künstlerischen Gesichtspunkten zu zeigen.
Hierbei werden zeitgenössische fotografische Arbeiten von internationalen KünstlerInnen im Dialog mit wichtigen Werken aus dem historischen Sammlungsbestand des Museums für Photographie seit dem 19. Jahrhundert vorgestellt.

 

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Leo in the Swimming Pool, France, 2018, Analogue Darkroom Print on Fuji Paper, 17,8 cm x 24 cm
© Katharina Bosse VG Bild-Kunst Bonn, 2019

 

Mit Blick auf die Geschichte der Fotografie seit ihrer Entwicklung im 19. Jahrhundert und der parallelen Entwicklung der durch technischen Fortschritt erreichten Mobilität des Menschen, gehört die Reisefotografie zu einem ihrer wichtigen Themen. Waren es zunächst Aspekte wie die Naturwahrnehmung des Erhabenen und des kulturhistorisch Besonderen, die im Kontext von Reisen nur wenigen vorbehalten war, entwickelte sich im 20. Jahrhundert der Tourismus, der Reisen für viele Menschen ermöglichte. Ob mit dem eigenen Auto, dem Wohnwagen, Zug oder Flugzeug – Ausflüge, Freizeit in der Natur, Reise oder Strandleben gehören heute zu den allgemeinen Erfahrungen, wozu auch die soziale Absicherung von Urlaubstagen in der Arbeitswelt beigetragen hat.

 

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Andreas Meichsner, Benidorm, aus der Serie „Costa Iberica“, 2009, 80×100,
FineArt-Pigmentprint © Andreas Meichsner

 

Die künstlerische Fotografie widmet sich mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten der Thematik und schließt auch kritische Gesichtspunkte wie den Massentourismus oder die Veränderung der Landschaft durch den Eingriff des Menschen ein.
Besondere Veranstaltungen begleiten das Projekt. Hierzu zählen eine erneute Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museums sowie ein Vortrag des bekannten Schauspielers, Autors und Fotografen Hanns Zischler, der sich am 28.9. mit dem ersten Film von Jean-Luc Godard „Opération Béton“ aus dem Jahr 1954 beschäftigt. Der Dokumentarfilm entstand an der berühmten Staumauer Grande Dixence in der Schweiz, an deren Bau Godard als Arbeiter selber mitwirkte. Auch die innerhalb der Ausstellung gezeigte großformatige Fotoarbeit „Lac de Dixence“ von Boris Becker entstand 2003 hier.

 

Nogent-sur-Seine-

 

Jürgen Nefzger, aus der Serie »Fluffy Clouds: Nogent-sur-Seine, Frankreich«, 2003,
C-Print, Aludibond, Courtesy Galerie Françoise Paviot, Paris  © Jürgen Nefzger

20.07.2019 - 30.11.2019
Ausstellung München . Einen Ausflug in die Abenteuerwelt der Raumfahrt verspricht der Besuch der Ausstellung "Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space" in der ERES Stiftung, die anläßlich der ersten Mondlandung in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli vor 50 Jahren initiiert wurde. Es erwarten einen eine überwältigende Vielfalt verschiedenster Ausstellungsstücke von Neil Armstrongs Raumanzug über die damalige Direktübertragung des Ereignisses bis zu einer Schallplattensammlung deren Musik sich in irgendeiner Form um den Mond dreht - dieses alles in dem Schwerelosigkeit vermittelten mit Silberfolie ausgekleideten Räumen (Digitaldruck auf Spiegelfolie / Peter Kohler) durch die durchsichtige Kissen, die 1966 Andy Warhol entworfen hatte, schweben.
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Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space
Ausstellung München . Einen Ausflug in die Abenteuerwelt der Raumfahrt verspricht der Besuch der Ausstellung "Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space" in der ERES Stiftung, die anläßlich der ersten Mondlandung in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli vor 50 Jahren initiiert wurde. Es erwarten einen eine überwältigende Vielfalt verschiedenster Ausstellungsstücke von Neil Armstrongs Raumanzug über die damalige Direktübertragung des Ereignisses bis zu einer Schallplattensammlung deren Musik sich in irgendeiner Form um den Mond dreht - dieses alles in dem Schwerelosigkeit vermittelten mit Silberfolie ausgekleideten Räumen (Digitaldruck auf Spiegelfolie / Peter Kohler) durch die durchsichtige Kissen, die 1966 Andy Warhol entworfen hatte, schweben.

ERES_ZERO_o.T.(Astronaut Peter Kogler)

Peter Kogler
Ohne Titel, 2019
Digitaldruck auf Aluminium
© ERES-Stiftung

 

Wer 1969 alt genug war, um bei einer Direktfernsehübertragung dabei zu sein, der wird die Landung auf dem Mond für immer als ein unvergessliches und faszinierendes Ereignis im Gedächtnis haben. in der Ausstellung in der ERES Stiftung kann man diese wichtige Zeit nachvollziehen und miterleben.

 

ERES_ZERO_Raumansicht_1

ERES Zero Raumansicht

 

 

Zero Gravity_Kindermann_ 1-1

Lukas Kindermann: Meteorit 1:1 2016 3D Druck aus Quarzsand
Courtesy the artist 

 

 

Die Ausstellung begrenzt sich keineswegs nur auf die Mondlandung, sie zeigt die ganzen Verändungen und Geschehnisse, die während der Zeit des Beginns dier Weltraummissionen die Menschheit mit vollkommen neuen Erkenntnissen konfrontiert. Anhand von mehr als 30 künstlerischen Positionen zeigt die Ausstellung die ungeheure Dynamik, mit der sich die Raum- und Grenzerweiterungen in bildender Kunst, Architektur, Musik, Film und Design parallel zu den Weltraummissionen entwickeln.

 

Zero Gravity_Leibovitz_Eileen Collins

Annie Leibovitz
Eileen Collins, Johnson Space Center, Houston, 1999
C-Print
© the artist
Foto: Dominik Gigler

 

 

Hier kann man die Rede John F. Kennedys zur Raumfahrt hören, kann einen kleinen Planeten der  an einem "seidenen Faden" von der Decke hängt und die Zerbrechlichkeit unserer Welt symbolisiert, bewundern oder die Briefmarken und Postkarten aus der Sowjetunion studieren, die zu Ereignissen der russischen Raumfahrt gedruck wurden, studieren. Die Serie endet aprubt zu dme Zeitpunkt als man in Moskau merkte dass das Wettrennen zur Landung auf den Mond nicht mehr zu gewinnen war. 

 

ERES_ZERO_Bayrle

Thomas Bayrle: Großer Mantel 1968 / 02
Siebdruck auf Kunststoff, Kleiderbügel
Courtesy the artist / Galerie Johann Widauer, Innsbruck

 

Zero Gravity_Rauschenberg_Earth Crust

Robert Rauschenberg
Stoned Moon Series
Earth Crust, 1969

Farblithographie auf Papier,
Ed. 15/42
© Gemini G.E.L., Los Angeles / Robert Rauschenberg Foundation
Foto: Dominik Gigler

 

 

Die Ausstellung ist als Teamarbeit entstanden zu der viele Leihgaben aus Privatsammlungen und von den Künstlern selbst zur Verfügung gestellt wurde.

 

Teilnehmende Künstler

Ant Farm, Galina Balaschowa, Thomas Bayrle, Martha Boto, Lygia Clark, Attila Csörg?, Siegfried Ebeling, Stano Filko, Dan Flavin, Richard Buckminster Fuller, Gregor Hildebrandt, Anna Jermolaewa, Lukas Kindermann, Peter Kogler, Annie Leibovitz, Sonia Leimer, Sol LeWitt, Otto Muehl, Lowell Nesbitt, Nam June Paik,Walter Pichler, Michelangelo Pistoletto, Sigmar Polke, Wolf D. Prix/COOP HIMMELB(L)AU, Robert Rauschenberg, Fred Sandback, Hans Schabus, Richard Serra, Mark Wallinger, Andy Warhol, Lawrence Weiner

 

Während der Ausstellung sind einige Vorträger in Planung, deren Orte und Termine in Kürze bekanntgegebn werden.

 

ERES Stiftung Römer Straße 15, München

 

 

 

 

19.07.2019 - 10.11.2019
Fotoausstellung Düsseldorf . Das NRW-Forum präsentiert 400 Werken, die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. 19.7. - 10.11.2019
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Martin Parr - Retrospektive
Fotoausstellung Düsseldorf . Das NRW-Forum präsentiert 400 Werken, die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. 19.7. - 10.11.2019

„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“ – Martin Parr

 

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Martin Parr: Knokke, Belgium 2001,
© Martin Parr / Magnum Photos

 

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Der Fotografen tastet die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick ab und hält ihr gleichzeitig den Spiegel vor.

 

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Martin Parr: Sedlescombe, England 1995-1999
© Martin Parr / Magnum Photos

 

Die Ausstellung zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. 

 

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Martin Parr: GERMANY. Dusseldorf. KGV Am Schwarzen Weg.
Ursula and Wolfgang Opitz with dog Lina. 2018
© Martin Parr / Magnum Photos

 

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

 

NRW-Forum, Ehrenhof 2, Düsseldorf

19.07.2019 - 03.10.2019
Fotoausstellung Hamburg . Die Reihe "Hamburger Helden", die mit der Ausstellung "Die Zweite Heimat" des Fotografen Peter Bialobrzeski im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen wurde, wird im Sommer 2019 mit dem Fotografen Walter Schals (*1936) im Haus der Photographie der Deichtorhallen fortgesetzt. 19.7. bis 3.10.2019
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Walter Schels – Leben
Fotoausstellung Hamburg . Die Reihe "Hamburger Helden", die mit der Ausstellung "Die Zweite Heimat" des Fotografen Peter Bialobrzeski im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen wurde, wird im Sommer 2019 mit dem Fotografen Walter Schals (*1936) im Haus der Photographie der Deichtorhallen fortgesetzt. 19.7. bis 3.10.2019

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Walter Schels, Bodybuilding, 1980
40 x 40 cm, Pigment-Print
© Walter Schels
Copyright: © Walter Schels

 

 

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Walter Schels wie kaum ein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen des menschlichen Lebens. Der Ausnahmefotograf hat sich für viele seiner Projekte an die Ränder der Existenz begeben: Seine Serien und Langzeitprojekte widmen sich der Geburt ebenso wie dem Sterben; Menschen mit Behinderung werden ebenso wie bekannte Persönlichkeiten im Stil eines klassischen Studiofotografen vor vorwiegend neutralen, oft dunklem Hintergrund porträtiert. Er löst die Figur aus seinem Lebensraum und konzentriert sich auf den Körper sowie die Mimik der Porträtierten. Seine Fotoarbeiten haben ihm den Ruf eines nachdenklichen Existentialisten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Portraitfotografie eingebracht.

 

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Walter Schels. Ohne Titel, aus der Serie »Beim Friseur«, 1974
10 x 15 cm, Silbergelatine-Print, Vintage
© Walter Schels
Copyright: © Walter Schels

 

Die von Ingo Taubhorn kuratierte Ausstellung LEBEN wird einige von Schels bekanntesten Serien präsentieren und diese durch neue Arbeiten ergänzen, die das menschliche Sein in seinen vielen Ausprägungen abbildet und visuell reflektiert. Darunter wird die bisher noch nicht gezeigte Serie Transsexuell zu sehen sein, in der Walter Schels die Entwicklung vom Zeitpunkt der ersten Hormonbehandlung bis zur abgeschlossenen Geschlechtsumwandlung junger Menschen zeigt.

 

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Walter Schels, Totenhände, 2005
25 x 25 cm, Pigment-Print
© Walter Schels
Copyright: © Walter Schels

 

 

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110 x 150 cm, Pigment-Print
© Walter Schels
Copyright: © Walter Schels


1936 in Landshut geboren, war Walter Schels zunächst als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf tätig, bevor er 1966 in New York seine fotografische Karriere begann. 1970 eröffnete er in München sein eigenes Studio und arbeitete für Magazine wie den Stern und Eltern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Goldmedaille des Art Directors Club für Deutschland, dem Hansel-Mieth-Preis und dem World Press Photo Award 2004. Walter Schels ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.). Er lebt und arbeitet in Hamburg.

 

 

13.07.2019 - 22.09.2019
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Unter dem Titel Unter dem Titel "The Donkey that became a Zebra: Darkroom Stories" zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. Bis 22.9.2019
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Michel Campeau - The Donkey that became a Zebra: Darkroom Stories
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Unter dem Titel Unter dem Titel "The Donkey that became a Zebra: Darkroom Stories" zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. Bis 22.9.2019

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Donkey Cart, Tijuana, Mexico, 
Aus der Serie "The Donkey that Became a Zebra"
Sammlung Michel Campeau

 

Zeit seines künstlerischen Schaffens hat der kanadische Fotograf Michel Campeaudas Medium Fotografie ergründet. Mit Leidenschaft und immer neuen Fragen. Wie und warum fotografieren wir? Wie entstand das analoge Bild? Was verraten Aufnahmen und ihre Nutzung über Alltagstraditionen, Familie und Identität? Wie hat die Fotografie den Blick auf uns selbst verändert? Was ist vom Analogen im digitalen Zeitalter geblieben?  

Im Fokus steht Campeaus oft augenzwinkerndes Prinzip: Er konstruiert seine Biografie mit eigenen und den Bildern anderer. Zu sehen sind von Campeau fotografierte, gesammelte und reproduzierte Bilder, darunter Einblicke in Dunkelkammern sowie Aufnahmen von fotografischem Zubehör. Die von Celina Lunsford kuratierte Ausstellung präsentiert den Wandel von der analogen zur multimedialen Fotografie – und Michel Campeaus Faszination für die Zeit vor dem digitalen Rausch. 

 

 

Campeau_oT-RedEye©MC

Ohne Titel Aus der Serie "Red-Eye Trompe l'oeil" (1998-2005)
copyright Michel Campeau

 

Campeau_Self-FamilyKitchen_©MC

Oben: Self-Portrait at Light Table, Montréal, Quebec, 1984
Unten: In the Family Kitchen, Montréal, Quebec, c. 1950
Text: "L'enfance me court après".
Aus der Serie "Heartquakes" (1988)
copyright Michel Campeau (oben) / Sammlung Michel Campeau (unten)

 

 Michel Campeau (*1948, Montreal) ist seit mehr als 40 Jahren international aktiv. Sein dokumentarisches Projekt »Disraeli: une expérience humaine en photographie« (1973) war Auftakt seiner einzigartigen Praxis, die subjektiven, narrativen und ontologischen Aspekte des Mediums Fotografie zu erforschen. Mit Beginn der digitalen Fotografie fotografierte er die schwindenden klassischen Fotolabore. Zugleich begann er, Amateurfotografie aus Kanada und anderswo zu sammeln und seinen eigenen kreativen Weg auch mit der Fotografie Dritter zu gestalten. Sein Ziel war es, den Motiven hinter dem fotografischen Schaffen der Anderen näher zu kommen – und damit seinem eigenen Wunsch, die Welt in Bildern zu erzählen. 

Wegen seines vielseitigen Schaffens gilt Michel Campeau als einer der bedeutendsten Fotografen seiner Generation. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt – u.a. in der National Gallery of Canada, Ottawa (2014) und im Centre Pompidou, Paris (2015) – und sind in zahlreichen Sammlungen zu finden, u.a. im Musée Nicéphore Niépce, Chalon-sur-Saône und im Folkwang Museum Essen. 

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30-32, Frankfurt am Main 

12.07.2019 - 13.10.2019
Fotoausstellung München . Die Ausstellung umfasst über 100 originale Fotografien, davon zahlreiche zum Teil großformatige Ausstellungsabzüge aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Ann und Jürgen Wilde gelang es in über vier Jahrzehnten weitreichender und intensiver Recherche ein Konvolut an Werken zusammenzutragen, das Kenne Biermanns Schaffen repräsentativ sichtbar macht und zu den umfangreichsten Sammlungen zum Werk der Fotografin zählt. 12.7. bis 13.10.2019
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Aenne Biermann. Vertrautheit mit den Dingen
Fotoausstellung München . Die Ausstellung umfasst über 100 originale Fotografien, davon zahlreiche zum Teil großformatige Ausstellungsabzüge aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Ann und Jürgen Wilde gelang es in über vier Jahrzehnten weitreichender und intensiver Recherche ein Konvolut an Werken zusammenzutragen, das Kenne Biermanns Schaffen repräsentativ sichtbar macht und zu den umfangreichsten Sammlungen zum Werk der Fotografin zählt. 12.7. bis 13.10.2019

Aenne Biermann 02

Aenne Biermann
Blick aus meinem Atelierfenster, 1929
Silbergelatine-Abzug, 23,6 x 17,3 cm
Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

Aenne Biermann (1898-1933) zählt heute zu den festen Größen der „Neuen Fotografie“. Obwohl sie nur wenige Jahre fotografierte und anders als Fotografenkolleginnen wie beispielsweise Florence Henri, Germaine Krull oder Lucia Moholy weder eine künstlerische Ausbildung erfahren hatte, noch in den Avantgardekreisen der Großstadtzentren verkehrte, entwickelte Aenne Biermann einen eigenen, signifikant modernen Bildstil, der sie innerhalb kürzester Zeit als Vertreterin der zeitgenössischen Avantgardefotografie etablierte. Klare Strukturen, präzise Kompositionen mit Licht und Kontrast sowie detailbetonte Bildausschnitte zeichnen Aenne Biermanns Fotografien aus. Sie entlocken den Personen und Gegenständen ihres alltäglichen Umfelds eine besondere Poesie und stellen, wie Aenne Biermann 1930 schreibt, eine „Vertrautheit mit den Dingen“ her.

 

Aenne Biermann_Kinderhande

Aenne Biermann
Kinderhände, 1928
Silbergelatine-Abzug, 12,3 x 16,6 cm
Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

 

Aenne Biermann_Betrachtung

Aenne Biermann
Betrachtung, 1930
Silbergelatine-Abzug, 58 × 42 cm
Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

Aufgewachsen in einer jüdischen Fabrikantenfamilie am Niederrhein erfuhr Aenne Biermann zwar keine höhere Schulbildung, wurde aber in ihren musischen Neigungen gefördert und erhielt Klavierunterricht. Nach der Heirat mit dem Kaufmann Herbert Biermann 1920 zog sie nach Gera/Thüringen und wurde Teil eines großbürgerlich-intellektuellen Milieus, das modernen Strömungen in Kunst und Kultur äußerst aufgeschlossen gegenüberstand und diese auch im eigenen Lebensradius kultivierte. Den Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit der Fotografie bildete für Aenne Biermann die Geburt der Kinder Helga (1920) und Gerd (1923). Zunächst nur als Mittel zur Dokumentation der Entwicklungsphasen ihrer Kinder eingesetzt, erschloss sich Aenne Biermann ab Mitte der 1920er-Jahre mit der Fotografie einen eigenständigen, kreativen Wirkungsbereich. Sie richtete ihre Kamera auf Pflanzen, Dinge, Menschen und Alltagssituationen und nutzte das Medium als künstlerischen Zugang zu ihrem persönlichen Umfeld.

 

Aenne Biermann 01

Aenne Biermann
Bahnschienen, 1932
Silbergelatine-Abzug, 24,1 x 17,5 cm
Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

1928 richtete der Kunstkritiker Franz Roh eine erste Einzelausstellung der Fotografin im Graphischen Kabinett Günther Franke in München aus und stellte ihre Werke in „Das Kunstblatt“, der richtungsweisenden Monatszeitschrift für zeitgenössische Kunst in Deutschland vor. Daraufhin folgten Beteiligungen an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen zur modernen Fotografie, wie beispielsweise „Film und Foto“ (1929), sowie Einzelausstellungen in Oldenburg, Jena und Gera. Aenne Biermanns Aufnahmen wurden in Fotowettbewerben prämiert und in Büchern, Kunstzeitschriften und illustrierten Magazinen veröffentlicht. 1930 erschienen ihre Fotografien schließlich in der von Franz Roh initiierten Buchreihe „Fototek“. „Aenne Biermann. 60 Fotos“ ist eine der seltenen Werkmonografien der Zeit. Durch den frühen Tod der Künstlerin und die erzwungene Emigration der Familie in den 1930er-Jahren ging das Archiv der Fotografin weitgehend verloren und muss als verschollen gelten.

 

Die Ausstellung umfasst über 100 originale Fotografien, davon zahlreiche zum Teil großformatige Ausstellungsabzüge aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Leihgaben aus den Beständen des Museum Folkwang, Essen, dem Museum für Angewandte Kunst Gera, dem Museum Ludwig, Köln, der Staatlichen Museen zu Berlin / Kunstbibliothek, dem Münchner Stadtmuseum, der Galerie Berinson, Berlin, dem Nachlass Franz Roh und der Sammlung Dietmar Siegert, München sowie dem Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich ergänzen die Ausstellung.

Kuratorin der Ausstellung: Dr. Simone Förster unter Mitarbeit von Anna Volz

Eine Ausstellung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München in Kooperation mit dem Museum Folkwang, Essen.

Pinakothek der Moderne, Barer Straße 29, München

 

10.07.2019 - 05.10.2019
Fotoausstellung Graz . In einer spannenden Ausstellung stellt das Atelier Jungwirth die Bilder des Tiroler Fotografen Georg Sailer vor, die den Besucher in eine Welt aus Kopien, Fälschungen und Kulissen führt, ie mehr versprechen als sie halten. 10.7. bis 5.10.2019
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Gregor Sailer - The Potemkin Village
Fotoausstellung Graz . In einer spannenden Ausstellung stellt das Atelier Jungwirth die Bilder des Tiroler Fotografen Georg Sailer vor, die den Besucher in eine Welt aus Kopien, Fälschungen und Kulissen führt, ie mehr versprechen als sie halten. 10.7. bis 5.10.2019

FP Carson City VI : Vårgårda, Sweden, 2016

Carson City VI / Vårgårda, Sweden, 2016
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

 

Der Begriff „Potemkinsche Dorf“, wird auf einen russischen Feldmarschall im 18. Jahrhundert zurückgeführt, existiert heute ganz real in vielen Ländern. Manchmal will man einfach in bester „potemkinscher“ Tradition den Eindruck von Größe, Sauberkeit, Ordnung oder Stärke vermitteln. Andernorts dienen die unbewohnten Bauten und Straßenzüge für militärische Übungen oder als Testgelände für die Autoindustrie. Und dann gibt es das Paradies für Kopien aller Art: China, wo man gleich ganze Dörfer und Städte nachbaut.

 

FP Complexe de Tir en Zone UrBaine I, French Army, France, 2015

Complexe de Tir en Zone UrBaine I, French Army, France, 2015
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

FP Junction City, Fort Irwin, US Army, Mojave Desert, California, USA, 2016

Junction City, Fort Irwin, US Army, Mojave Desert, California, USA, 2016
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Gregor Sailer, der in Dortmund Kommunikationsdesign und Fotografie studierte, hat nach „Closed Cities“ erneut das Thema Urbanität auf ungewöhnliche Weise in seinen Fokus genommen. Seine Fotografien zeigen eindrucksvoll, mit welchen Mitteln man versucht, des Kaisers neue Kleider architektonisch in Szene zu setzen.

 

FP Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany, 2017

Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany,
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Besonders deutlich wird das in Russland sichtbar, wo man an mehreren Orten mit Aufklebern, Tapeten und Planen versuchte, Präsident Putin reges Leben vorzugaukeln. Als Betrachter lernt man nicht nur faszinierende Nicht-Orte wie die militärische Übungszone Schnöggersburg oder das Testgelände für Autos in Vårgårda kennen, sondern wird zudem mit einer einzigartigen Ästhetik konfrontiert. Sailer hält stets Abstand, zeigt, wo immer es perspektivisch möglich ist, auch die Kehrseite der Medaille. Und schafft es dabei, durch die weitgehend menschenleeren Szenerien und die sehr reduzierte Farbgebung Ruhe und Intensität herzustellen.

 

FP Suzdal IV, Vladimir Oblast, Russia, 2016

Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany, 2017
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Die Arbeiten des vielfach ausgezeichneten österreichischen Fotografen waren in den vergangenen Jahren unter anderem bei Ausstellungen in Washington DC, Paris, Arles, Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Barcelona, Genf, Mailand, Wien, Pragund Budapest zu sehen. Seine Werke sind Teil von Sammlungen wie dem Rupertinum in Salzburg, dem Belvedere und der Albertina in Wien.

Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz

06.07.2019 - 12.10.2019
Ausstellung Frankfurt am Main . Neben großformatigen Tableaus, einer Vielzahl an Einzelbildern sowie einer Videoinstallation werden zwei Kurzfilme und Filmausschnitte aus einem Spielfilm gezeigt, die das vielfältige Zusammenspiel beider Kunstformen verdeutlichen. Die neue Ausstellung „Moving/Image. An Exploration of Film and Photograph“ der DZ BANK Kunstsammlung lässt mit annähernd 180 Werken von rund 40 internationalen Künstlerinnen und Künstlern Filme im Kopf entstehen. Bis 12.10.2019
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Moving/Image. An Exploration of Film and Photography
Ausstellung Frankfurt am Main . Neben großformatigen Tableaus, einer Vielzahl an Einzelbildern sowie einer Videoinstallation werden zwei Kurzfilme und Filmausschnitte aus einem Spielfilm gezeigt, die das vielfältige Zusammenspiel beider Kunstformen verdeutlichen. Die neue Ausstellung „Moving/Image. An Exploration of Film and Photograph“ der DZ BANK Kunstsammlung lässt mit annähernd 180 Werken von rund 40 internationalen Künstlerinnen und Künstlern Filme im Kopf entstehen. Bis 12.10.2019

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Matthew Barney
CREMASTER 2: The Executioner's Song, 1998, chromogener Abzug, Rahmen: 69 x 59 cm

 

Gastkuratorin der Ausstellung ist die renommierte Filmwissenschaftlerin Ellen M. Harrington, Direktorin des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, die damit ein wenig Hollywood-Feeling ins ART FOYER bringt. Die Schau verweist auf gemeinsame ästhetische und erzählerische Erscheinungsformen von Film und Fotografie.

Vertreten sind fotografische Werke aus der Sammlung von Vito Acconci, Michael Ackerman, Mac Adams, John Baldessari, Matthew Barney, Anna und Bernhard Blume, Christian Boltanski, Gregory Crewdson, Tacita Dean, Maya Deren, Philip-Lorca di Corcia, Michel François, Mario Giacomelli, Angela Grauerholz, Lynn Hershman Leeson, Marie-Jo Lafontaine, Terrence Malick, Chris Marker, Tracey Moffatt, Julian Rosefeldt, Stefanie Schneider, Cindy Sherman, Piotr Uklanski u.a.
Die Ausstellung teilt sich in zwei zentrale Bereiche auf, in „Dialog“ und „Montage“. Beide Begriffe stammen aus der Filmtheorie. In der Sektion „Dialog“ ist eine Vielzahl an fotografischen Einzelbildern zu sehen. Sie lassen zwar an eine Aneinanderreihung von Film Stills denken, haben aber völlig eigenständige künstlerische Aussagen.

Gregory Crewdson (*1962 in Brooklyn, New York, USA) etwa weckt Erinnerungen an das Science-Fiction-Filmgenre: In einer nächtlichen Szene in einem amerikanischen Vorort wird dessen beschauliche Alltäglichkeit von einem Lichtkegel gestört – wobei die Lichtquelle selbst außerhalb des Bildfeldes liegt und so eine beunruhigende Anmutung entstehen lässt.

Ein unmittelbares Verhältnis zum Film haben hingegen die Fotografien Matthew Barneys (*1967 in San Francisco, USA). Sie tragen denselben Titel wie seine parallel entstandene filmische „Cremaster“-Serie, und auch sie erinnern an Standbilder eines Films, sind aber dennoch autonome Werke.

 

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Cindy Sherman
Ohne Titel #69, 1981, Chromogener Abzug, 50 x 61 cm

 


Die meisten der ausgestellten Arbeiten bringen das Filmische – ganz ohne Film – zum Vorschein. Am berühmtesten geschieht dies bei den Fotografien von Cindy Sherman (*1954 in Glen Ridge, New Jersey, USA), in denen die Künstlerin selbst in verschiedener Kostümierung Posen einnimmt. Diese ahmen zwar nie konkrete Vorbilder nach, erinnern aber in Mimik und Gestik an Frauenfiguren des Kinos. Bei den Aufnahmen bediente sich die Künstlerin einer filmischen Technik, der sogenannten Rückprojektion.

Andere fotografische Kunstwerke der Sektion stehen in rein assoziativem Kontext zum Film. In den beiden Bildern von Mario Giacomelli (*1925 in Senigallia, Italien; †2000 ebenda) beispielsweise lässt die Darstellung der jungen Paare an einen Michelangelo Antonioni-Film denken oder erinnern an die Filmepoche des Neorealismus.

In der Filmtheorie bezieht sich der Begriff der „Montage“, der den zweiten Bereich der Ausstellung umschreibt, auf die Zusammenführung von Bild- und Tonmaterial. Gezeigt werden mehrteilige Werke, die als Komposition von Bildern thematisch zusammenhängen.

 

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Tracey Moffatt
Up in the Sky, 1997, Offsetdruck, 72 x 100 cm, (Detail)


Durch die aneinandergereihte Anordnung von 25 Bildern suggeriert beispielsweise die Arbeit der australischen Künstlerin Tracey Moffatt (*1960 in Brisbane, Australien) eine Erzählung. Der Plot findet im Outback Australiens statt und zeigt eindringlich die herrschende Armut, Gewalt und Verzweiflung, wobei die Figuren einer jungen weißen Frau und eines Aborigine-Babys die Bilderserie beherrschen.

Das großformatige Tableau der Künstlerin Tacita Dean (*1965 in Canterbury, England) mit dem romantischen Motiv einer wilden Küstenlandschaft erzählt von der überwältigenden Erhabenheit der Natur. Der Titel „T+I“ ergibt sich aus den Initialen von Tristan und Isolde; das Tableau besteht aus einer Montage von 25 Fotogravüren, die zusammen das Motiv einer alten Postkarte nachbilden. In die Druckplatten hat Dean Begriffe wie „START“, „RAIN“ und „EXIT“ hineingeritzt, die an Regieanweisungen erinnern.

Eine weitere Naturdarstellung bildet die Video-Klang-Installation von Marie-Jo Lafontaine (*1950 in Antwerpen, Belgien), welche die Künstlerin für den Eingangsbereich des Gebäudes Westend 1 der DZ BANK in Frankfurt am Main geschaffen hat. Klangunterlegte Aufnahmen von sich wiederholenden Wolkenformationen werden auf eine runde Aluminiumscheibe projiziert und verweisen auf die Entfremdung des Menschen von der Natur.

 

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Terrence Malick
Film-Still aus: The Tree of Life, USA 2011.
Mit freundlicher Genehmigung des Filmverleihs im Nordseepark, Hüblingen.

 

Zusätzlich zu den Bildgruppen gibt es einen kleinen Kinobereich, in dem zwei Kurzfilme mit Schlüsselcharakter gezeigt werden: „Meshes of the Afternoon“ (1944) von Maya Deren (*1917 in Kiev, Ukraine; †1961 in New York, USA) und „La Jetée“ (1962) von Chris Marker (*1921 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich; †2012 in Paris) sowie Ausschnitte aus dem Spielfilm „The Tree of Life“ (2011) von Terrence Malick (*1943 in Ottawa, Kanada). Dabei werden die Rollen insofern vertauscht als filmische Werke präsentiert werden, die das Handwerkszeug, die spezifische Beschaffenheit und Wirkung der Fotografie aufgreifen und experimentell verwerten.


MOVING/IMAGE
An Exploration of Film and Photography
Eine Ausstellung von Ellen M. Harrington

ART FOYER der DZ BANK, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

 

 

 

 

03.07.2019 - 06.10.2019
Fotoausstellung Hannover . Die Ausstellung „Gezielte Setzungen. Übermalte Fotografie in der zeitgenössischen Kunst“ geht der Frage nach, warum es in den letzten Jahren verstärkt malerisch überarbeitete Fotografie gibt? Ist sie als Reaktion auf die Erfahrung der digitalen Welt zu deuten? Bis 6.10.2019
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Übermalte Fotografie in der zeitgenössischen Kunst
Fotoausstellung Hannover . Die Ausstellung „Gezielte Setzungen. Übermalte Fotografie in der zeitgenössischen Kunst“ geht der Frage nach, warum es in den letzten Jahren verstärkt malerisch überarbeitete Fotografie gibt? Ist sie als Reaktion auf die Erfahrung der digitalen Welt zu deuten? Bis 6.10.2019

SP 02_richter  

Gerhard Richter
12.4.92, 1992
Sammlung niedersächsische Sparkassenstiftung im
Sprengel Museum Hannover
Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Nach einem historischen Auftakt mit Werken von Arnulf Rainer, Sigmar Polke und Gerhard Richter aus den 1960er- bis 1980er-Jahren wird der Blick auf jüngere Positionen aus dem deutschsprachigen Kunstdiskurs gerichtet. Mit Shannon Bool, Helen Feifel, Sabrina Jung, Peter Klare, Florian Merkel und Anna Vogel konzentriert sich die erste Überblicksausstellung zum Thema der übermalten Fotografie auf eine neue Generation, die nach dem Foto-Boom der 1990er-Jahre souverän das Bild im Hinblick auf eine hybride Form weiterentwickelt hat. Die Ausstellung wird gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hannover.

 

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Sabrina Jung
Irmgard aus: Women 2018
Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

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Florian Merkel
Mann mit Bass, 1987-1990
Copyright Florian Merkel 2019

 

Nachdem die manuelle Bearbeitung, genauer: die farbige Übermalung, im 19. Jahrhundert noch als ein Verfahren diente, um die technischen UnzulängIichkeiten des Mediums zu kompensieren, wandelte sich das Verhältnis von Fotografie und Übermalung im 20.Jahrhundert in entscheidender Weise. Nach der Verbreitung der Farbfotografie im Alltag ist in kunsthistorischer Hinsicht hier vor allem die Zeit der 1970er-Jahre hervorzuheben, in der die Form der Übermalung im Zuge einer Auseinandersetzung von Malerei und Fotografie verstärkt (wieder-) eingesetzt wurde. Zu jener Zeit, für welche die Positionen von Arnulf Rainer(*1929), SigmarPolke(1941-2010) und Gerhard Richter (*1 9 32) einstehen, ging es primär um medienreflexive FragestelIungen. Nach der zeitgleichen (erneuten) künstlerischen Emanzipation der Fotografie ist der Stellenwert der ÜbermaIung dann zunächst zurückgegangen.

 

Heute ist der Wettkampf, der aus der künstlerischen Selbstbehauptung der Fotografie entsprungen ist, längst obsolet. Und genau desha mag die Renaissance der Übermalungen von Fotografien in der jüngeren Vergangenheit überraschen: Warum gibt es in den letzten Jahren verstärkt malerisch überarbeitete Fotografie? Sind die medialen Grenzen der Bild-Gattungen heute vollständig aufgegeben worden? Ist die Renaissance des Manuellen im Feld des Fotografischen vielleicht sogar als eine Reaktion auf die Erfahrung der digitalen Welt zu deuten? Die Ausstellung will diese neue Form einer zeitgenössischen Bildsprache in seiner Breite untersuchen und den unterschiedIichen künstlerischen Ansätzen Raum geben.

 

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Peter Klare
Ramblas Pocitos, 2019
Peter Klare. Galerie Springer Berlin, Berlin
Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

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Shannon Bool
Popy Groover, 2010
Galerie Kadel WIlborn, Düsseldorf
copyright Bool, 2019

 

Florian Herkel(*1961), Peter Klare(*1969), Shannon Bool(*1972), Sabrina Jung (*1978), Anna Vogel(*1981) und Helen Feifel (*1983) konzentriert sich diese erste Überblicksausstellung zum Thema der  übermalten Fotografie auf eine neue Generation, die nach dem Foto-Boom der 1990er-Jahre souverän das Bild im Hinblick auf eine hybride Form weiterentwickelt hat. Es wird dabei zu fragen sein, inwiefern allgemeine gesellschaftliche Phänomene, soziale, kommunikative oder gar politische FragestelIungen hier Themen der Auseinandersetzung sind  und ob die Fotografie hier überhaupt noch erkennbar bleibt.

 

Als Ausstellungsessay angelegt, beschäftigt sich die parallel laufende Ausstellung „Kunst Landschaft. Naturwelten in der Kunst ab 1950“ mit dem Verhältnis von Kunst, Landschaft und Natur. Eingegrenzt auf den Zeitraum von den 1950er-Jahren bis heute, in dem sich das Verhältnis zu Natur und Umwelt noch einmal deutlich wandelte, wird gezeigt, wie sehr unser Umgang mit der Natur von Widersprüchen geprägt ist, die sich auch in der Kunst widerspiegeln. In der Ausstellung werden die beiden Begriffe Kunst und Landschaft in unterschiedlichsten künstlerischen Positionen reflektiert und bearbeitet, von Grethe Jürgens bis Heinrich Riebesehl, von Franz Gertsch bis Martha Rosler.

 

13.06.2019 - 30.04.2020
Fotoausstellung Zingst . Die Motive von Lars Heidemann hat auf der Halbinsel Fischland-Dara-Zingst Menschen porträtiert, die sich in besonderer Weise für die Umwelt engagieren. Seine Bilder sind in einer Open-Air-Installation im Zingster Museumshof präsentiert - ein Ort wie er nicht besser zu diesen Bildern passen könnte und Bilder wie geschaffen für diesen Platz. Bis 30.4.2019
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Lars Heidemann - Mensch und Umwelt
Fotoausstellung Zingst . Die Motive von Lars Heidemann hat auf der Halbinsel Fischland-Dara-Zingst Menschen porträtiert, die sich in besonderer Weise für die Umwelt engagieren. Seine Bilder sind in einer Open-Air-Installation im Zingster Museumshof präsentiert - ein Ort wie er nicht besser zu diesen Bildern passen könnte und Bilder wie geschaffen für diesen Platz. Bis 30.4.2019

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"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" - dieser Weisheit folgend hat der Fotograf Lars Heidemann Menschen fotografiert, die sich für die Umwelt engagieren und in deren Leben sich der behutsame Umgang mit unserer Welt, widerspiegelt. 

 

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Am Beginn der Arbeit zu dem Projekt "Mensch und Umwelt" von Lars Heidemann stand die Fragestellung ob es ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein gibt und wie es sich im alltäglichen Leben ausdrückt. Lars Heidemann hat Menschen gefunden, die bei dem was sie sowohl im Beruf, als auch im Privatleben tun, ein gutes Beispiel sind und die an die Umwelt denken. Umweltfreundliches Handeln beginnt zum Beispiel mit dem bewussten Verzicht auf problematische Materialien, dem sparsamen Umgang mit Werkstoffen und setzt sich auch in der Ernährung fort. 

 

Es entstanden Porträts von 17 Persönlichkeiten in ihrer vertrauten Umgebung, zu Hause oder an ihrem Arbeitsplatz. Die Ausstellung "Mensch und Umwelt" ist nicht als abgeschlossene Serie zu verstehen. Lars Heidemann, engagierter Umweltaktivist mit der Kamera, möchte das Langzeitprojekt fortführen, dass er mit einer analogen Mittelformatkamera auf Schwarzeißfilm verwirklicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.06.2019 - 10.11.2019
Fotoausstellung Berlin . Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. Das legendäre Fotobuch ist Helmut Newton's Sumo, die drei Assistenten sind Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis. 7.6. bis 10.11.2019
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Helmut Newton und three boys from Pasadena
Fotoausstellung Berlin . Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. Das legendäre Fotobuch ist Helmut Newton's Sumo, die drei Assistenten sind Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis. 7.6. bis 10.11.2019
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Helmut Newton Iman American Vogue Hotel Negresco Nice 1989
copyright Helmut Newton Estate
 
 
 
Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. 1999, vor 20 Jahren, veröffentlichte der TASCHEN-Verlag sein erstes monumentales Kunstbuch: Helmut Newton’s SUMO. Es kam in einem ungewöhnlich großen Format von 70 x 50 cm auf den Markt, in einer Auflage von 10.000 Exemplaren, alle vom Fotografen persönlich signiert, und wurde mit einem von Philippe Starck entworfenen Metallständer ausgeliefert. Etwas später wurde der von zahlreichen Prominenten signierte SUMO auf einer Charity-Auktion zum teuersten Buch des 20. Jahrhundert.
 
 
Newton Newton
 
Helmut Newton Jerry Hall,  American Vogue Miami Florida 1974 
copyright Helmut Newton Estate
 
 
2009, vor zehn Jahren, organisierte die Helmut Newton Stiftung eine ungewöhnliche, gewissermaßen adäquate Ausstellung zu dieser legendären Publikation: die 464 Buchseiten hingen gerahmt an der Wand, Seite an Seite, in drei Reihen übereinander. Der Besucher konnte in der Ausstellung sprichwörtlich alles auf einmal sehen. Die mehr als 400 ikonischen Bilder von Newton aus den Genres Mode, Porträt und Akt in Schwarz-Weiß und Farbe konnten so individuell und gleichzeitig miteinander in Beziehung gesetzt werden. Nun, erneut zehn Jahre später und 20 Jahre nach dessen Entstehung, wird SUMO erneut in der Helmut Newton Stiftung präsentiert: Wir begegnen im Buch und in der Berliner Ausstellung unter anderem Newtons berühmten Big Nudes, vielen Modebildern für die unterschiedlichen Ausgaben der Vogue, für Elle, Stern oder Vanity Fair sowie Porträts von bekannten Schauspielerinnen oder Künstlern, darunter Liz Taylor und Jodie Foster oder Salvador Dalí und Andy Warhol.
 
 
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Torso 51 2011 copyright Mark Arbeit
 
 
Ergänzt wird Newtons SUMO-Ausstellung durch die erweiterte Präsentation der „Three Boys from Pasadena“. Während vor zehn Jahren die drei ehemaligen Assistenten von Helmut Newton – Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis – mit jeweils einer oder mehrerer Werkgruppen innerhalb eines Ausstellungsraumes gezeigt wurden, wird nun jedem der drei amerikanischen Fotografen, die mittlerweile ein eigenständiges und vielschichtiges Œuvre geschaffen haben, ein eigener Raum zur Verfügung gestellt. Mark Arbeit ergänzt als neue Serien lebensgroße Fotogramme von weiblichen Modellen sowie kleinformatige Fotogramme von Spielzeug-Puppen, die als Hommage an Helmut Newton und seine Sammelleidenschaft zu verstehen sind. George Holz zeigt – neben den Schwarz-Weiß-Aktbildern der früheren Ausstellung – zahlreiche seiner bekannten Hollywood-Porträts, darunter Madonna, Andie MacDowell, Jack Nicholson oder Steven Spielberg, von denen viele zuvor in renommierten Zeitschriften und auf deren Titelseiten publiziert wurden.
 
 
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Vinyl Eyes Galliano Paris 2004 copyright Just Loomis
 
 
Just Loomis schließlich hat einige seiner „Backstage“-Arbeiten ausgewählt, die seine „Americana“-Serie aus der Berliner Ausstellung 2009 ergänzen. Mit „Backstage“ zeigt uns Loomis die andere Seite des strahlenden Modebusiness, die Konzentration und Hektik vor dem Auftritt auf dem Laufsteg, aber auch Emotionen unterschiedlicher Art.
 
Helmut Newton Stiftung, Museum für Fotografie, Jebenstraße 2, Berlin Charlottenburg
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 George Holz, Nicole Stark, 2018,                    Mark Arbeit,  Handcuffs #2, Homage to Helmut Newton,                        Just Loomis, Anne V, Versace, Milan, 2004
 copyright  George Holz                      2018,  copyright Mark Arbeit                                   copyright Just Loomis
 
 
Erstmals wird auch die exquisite private Fotosammlung von Helmut und June Newton öffentlich gezeigt, die sich seit kurzem als Depositum in der Helmut Newton Stiftung befindet. In „June’s Room“ hängen – parallel zu SUMO und Three Boys from Pasadena – nun über 50 wertvolle Vintage Prints in der originalen Rahmung, darunter Porträts von August Sander, Brassaï, Ralph Gibson, Mary Ellen Mark, Irving Penn oder George Hurrell, Aktbilder von Man Ray, Robert Mapplethorpe, Henri Cartier-Bresson, Frantisek Drtikol, Diane Arbus und Chris von Wangenheim, Modeaufnahmen von Horst P. Horst, George Hoyningen-Huene, Richard Avedon sowie Landschaften von Franco Fontana und Peter Beard – kurzum, eine Auswahl der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. 
 
Anlässlich der Ausstellung ist Helmut Newtons neu aufgelegtes SUMO-Buch (TASCHEN, 2009) in der Walther-König-Buchhandlung der Helmut Newton Stiftung erhältlich. 
 
 

 

31.05.2019 - 15.10.2019
Fotoausstellung Zingst . Zum Fotofestival horizonte zingst wird die Leica Galerie die ungewöhnlichen Tierporträts von Ekaterina Sevrouk zeigen, die mit ihren Bildern  in letzte Paradiese entführt.  Die kunstvollen Anordnungen aus Tierrpräperaten und Pflanzenarrangements der Künstlerin Ekaterina Sevrouk beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und Phantasie.24.5. bis 15.10.2019
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Ekaterina Sevrouk – Last Paradise
Fotoausstellung Zingst . Zum Fotofestival horizonte zingst wird die Leica Galerie die ungewöhnlichen Tierporträts von Ekaterina Sevrouk zeigen, die mit ihren Bildern  in letzte Paradiese entführt.  Die kunstvollen Anordnungen aus Tierrpräperaten und Pflanzenarrangements der Künstlerin Ekaterina Sevrouk beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und Phantasie.24.5. bis 15.10.2019

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Fotoausstellung „Last Paradise“ mit Bildern von Ekaterina Sevrouk.
Gedruckt wurden die Exponate in der intensiven Farbgebung
des Chromaluxe-Farbsublimationsverfahren.

 

Für ihr Projekt „Last Paradise“ besuchte die Fotografin immer wieder naturkundliche Museen und hatte freien Zugang zu Bereichen, die als „toter Zoo“ benannt werden. Die Zahl dieser Präparate wächst ständig um weitere Exemplare. „Last Paradise” schärft den Blick für eine wundervolle Natur, die schon Vergangenheit ist und mahnt damit, der weiteren Zerstörung Einhalt zu gebieten.

 

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Die Fotoausstellung “Last Paradise“ von Ekaterina Sevrouk zeigt
in kunstvollen Arrangements bedrohte und bereits ausgestorbene Tierarten.

 

 

Ekaterina Sevrouk:  „Ich möchte, ohne wie ein Moralapostel zu wirken, eine morbide Ästhetik des „letzten Paradieses“, unserer überwältigenden Ignoranz schaffen. Gewiss ist auch ein humoristisches Element vorhanden – die Prämisse und ihre Verwirklichung erinnern ein wenig an russischen Humor.“

 

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Fotoausstellung „Last Paradise“  von Ekaterina Sevrouk.
Die Bilder haben eine suggestive Anziehungskraft und beziehen
ihre Wirkung aus Perfektion und kunstvollem Arrangement.

 

In Moskau geboren zog sie nach dem Studium der deutschen Philologie und Kunstgeschichte 2011 nach Wien. Seit 2015 lebt sie in Berlin, wo sie als selbständige Fotografin mit dem Schwerpunkt auf sozial engagierten Kunstprojekten tätig ist.

Mit ihrer Leica S ist es der Fotografin gelungen, alle Details bis ins Kleinste sichtbar und lebendig zu machen. Die Ausstellungsbilder wurden im ChromaLuxe-Farbsublimationsverfahren gedruckt, um ein Maximum an Intensität und Leuchtkraft zu erzielen.

 

 

15.05.2019 - 22.09.2019
Fotoausstellung Aachen . as Centre Charlemagne – zwischen Dom und Rathaus – präsentiert mit der Ausstellung Through a Solideres Lens – Europe in the Fifties Arbeiten des in New York lebenden Fotografen Bill Perlmutter. Vom 15.5. bis 22.9.2019
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Through a Soldier’s Lens: Europe in the Fifties
Fotoausstellung Aachen . as Centre Charlemagne – zwischen Dom und Rathaus – präsentiert mit der Ausstellung Through a Solideres Lens – Europe in the Fifties Arbeiten des in New York lebenden Fotografen Bill Perlmutter. Vom 15.5. bis 22.9.2019

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Im Dezember 1954 besteigt der damals 22-Jährige Bill Perlmutter einen Truppentransporter nach Deutschland, um für US-amerikanische Armeemagazine zu arbeiten. Zuvor hat er die USA nie verlassen und reist mit einer Vorstellung von Europa an, wie er es aus Filmen und der Literatur kennt.

Zwar sind die Spuren des Krieges knapp zehn Jahre nach dessen Ende noch überall sichtbar, doch interessiert sich der junge Fotograf in erster Linie für die Menschen, die sich trotz aller Entbehrungen wieder in ihrem Alltag eingerichtet haben. Voller Neugier und mit großer Empathie hält Perlmutter Szenen und Momente des Alltagslebens fest, in Deutschland, aber auch Frankreich, Italien, Spanien und Portugal, wo er sich in den nächsten beiden Jahren aufhält. Er findet die „wunderbaren Orte“, von denen er gelesen hatte, kann manches Vorurteil revidieren und unerwartete Eindrücke gewinnen.

 

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Bill Perlmutters Werk reflektiert eine Zeit des Neuanfangs und wie auch des Beharrens, festgehalten in den Gesichtern, Gesten und Haltungen der Menschen. Besonders in den Kindern findet er seine Protagonisten, die mit großer Unbefangenheit vor der Kamera agieren. Die Bühne ihrer Aufführungen sind die Straßen, Plätze und Parks. Hier stößt Perlmutter auf eine Fülle von Sujets und erlaubt sich in Bildausschnitt und Perspektive bisweilen humorvolle Kommentare.

Das Gespür für den richtigen Augenblick zwischen Nähe und Distanz kennzeichnet die Arbeiten Perlmutters auch nach mehr als 60 Jahren seit ihrer Entstehung. Die Ausstellung Through a Soldier´s Lens - Europe in the Fifties zeigt mit 80 Arbeiten eine Auswahl seiner 6 x 6 Rolleiflex Aufnahmen aus den Jahren 1954-1956.

 

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Bill Perlmutter wurde am 5. September 1932 in New York geboren. Nach einem Studium der Filmtechnik und ersten fotografischen Arbeiten in New York schloss er 1954 sein Fotografiestudium an der Army Signal Corps School in Fort Monmouth, New Jersey, ab. Nach seiner zweijährigen Tätigkeit als angestellter Pressefotograf für Zeitschriften der US-Armee arbeitete Perlmutter ab 1958 als freier Fotograf. In fast sechs Jahrzehnten hat er weltweit fotografiert und seine Bilder wurden in zahlreichen Magazinen und Bildbänden veröffentlicht.
Perlmutters Fotos sind in diversen US-amerikanischen Museumskollektionen vertreten, u.a. in den New Yorker Sammlungen des Museum of Modern Art, The Whitney Museum of American Art, The Smithsonian Museum und The Museum of the City of New York.

Heute lebt und arbeitet Bill Perlmutter in New York City.

 

In Zusammenarbeit mit der Galerie Hilaneh von Kories Berlin und dem Suermondt-Ludwig-Museum Aachen

 

 

 

 

 

28.02.2019 - 17.11.2019
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019
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Ann Wilde: Re – visions
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019

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Kathleen Seltzer, ohne Titel., 1976
Silbergelatineabzug
© Kathleen Seltzer

 

Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde mit Leidenschaft, Engagement und Fachkenntnis eine gleichermaßen vielfältige wie einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen. Sie umfasst mehrere tausend Fotografien, die Künstlerarchive zu Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch, eine umfangreiche Fachbibliothek und zahlreiche Dokumente zur Geschichte der Fotografie.

 

Resnick 2018-1952-15 Ascher

Marcia Resnick, aus der Serie: Re – visions, 1978
 Silbergelatineabzug
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München
© Marcia Resnick

 

 

 

 

Seit 2010 sind diese außerordentlichen Bestände als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Kathleen Seltzer, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Dank dieses frühen Engagements konnte sich das Werk der Fotografinnen als fester Bestandteil der Fotografiegeschichte etablieren.

 

Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres Geburtstages öffnet die Stifterin nun erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie-Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva-Maria Schön, Kathrin Sonntag, Heidi Specker und Vibeke Tandberg.

 

Judith Joy Ross, Michelle Fraser Protesting the US War in Iraq, Bethlehe...

Judith Joy Ross, Michelle Fraser, Protestin the war in Iraq, Bethlehem,
Pennsylvannia, 2006
Silbergelatineabzug
Sammlung Ann Wilde, Zülpich
© Judith Joy Ross

 

 

Pinakothek der Moderne, Barerstraße 29, München

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