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Fotoausstellungen

30.11.2019 - 10.05.2020
Fotoausstellung Berlin . Die Helmut Newton Stiftung zeigt in der Ausstellung „Body Performance“ Werke von Vanessa Beecroft, Yang Fudong, Inez & Vinoodh, Jürgen Klauke, Robert Longo, Robert Mapplethorpe, Helmut Newton, Barbara Probst, Viviane Sassen, Cindy Sherman, Bernd Uhlig und Erwin Wurm.
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Body Performance
Fotoausstellung Berlin . Die Helmut Newton Stiftung zeigt in der Ausstellung „Body Performance“ Werke von Vanessa Beecroft, Yang Fudong, Inez & Vinoodh, Jürgen Klauke, Robert Longo, Robert Mapplethorpe, Helmut Newton, Barbara Probst, Viviane Sassen, Cindy Sherman, Bernd Uhlig und Erwin Wurm.

YangFudongNewWomenIII,2013©theartist,courtesyMarianGoodmanGallery,ShanghARTGallery,SammlungWemhöner

Yang Fudong New Women III, 2013
© the artist, courtesy Marian Goodman Gallery, Shangh ART Gallery, Sammlung Wemhöner

 

Performance ist eine eigenständige Kunstform, und die Fotografie ist ihr ständiger Begleiter. In dieser Gruppenausstellung werden erstmals Fotosequenzen vereint, deren Ursprung in Performances, in Tanz- und Bühnengeschehen liegt, ergänzt durch eine paraphrasierte Street Photography und konzeptionelle Bildserien. Stets steht der Mensch und sein Körper im Mittelpunkt, und der Fotograf oder die Fotografin hat die jeweilige Aktion dokumentiert oder interpretiert, häufig auch initiiert. Die enge Verbindung zwischen Performance, Happening und Aktionskunst mit der Fotografie besteht bereits seit vielen Jahrzehnten und reicht von den Dadaisten und Surrealisten über die Wiener Aktionisten bis zu den aktuellen Körperinszenierungen im öffentlichen Raum eines Spencer Tunick. Mit den Werken der dreizehn international renommierten Künstler*innen entsteht in den Ausstellungsräumen der Helmut Newton Stiftung eine multiple Bühne, auf der wir unterschiedlich agierende, fotografierte Menschen sehen, die in parallele, tagtraumartige Realitätsebenen zu rutschen scheinen.

 

Vanessa Beecroft, VB55-Performance, Neue Nationalgalerie, Berlin 2005 © Vanessa Beecroft

Vanessa Beecroft, VB 55-Performance, Neue Nationalgalerie, Berlin 2005
© Vanessa Beecroft

 

Eine für das Werk von Helmut Newtonrelativ unbekannt gebliebene Serie, die seit den 1980er-Jahren in Monte Carlo entstand, sind die Aufnahmen des dortigen Balletts. Statt auf einer klassischen Bühne fotografierte er die Tänzer und Tänzerinnen auf den Straßen Monacos, den Treppenstufen hinter dem berühmten Casino, nahe eines Notausgangs im Theatergebäude oder nackt bei sich zuhause. So deklinierte er auch mit den Akteuren des „Ballet de Monte Carlo“ eine Kompositionsidee durch, die unnachahmlich für sein Werk steht: „Naked and Dressed“ – und thematisiert erneut das Wechselverhältnis von Exhibitionismus und Voyeurismus.

 

VivianeSassenUntitledfromRoxaneII,040,2017©VivianeSassen,courtesyStevensonGallery,CapeTown

Viviane Sassen Untitled from RoxaneII, 040, 2017
© Viviane Sassen, courtesy Stevenson Gallery, CapeTown

 

Dieses begegnet uns ebenfalls bei Bernd Uhligund seinen Interpretationen der Choreografien von Sasha Waltz, die er seit vielen Jahren begleitet. Für die Tanzfotografie ist die Figur-Raum-Komposition ein entscheidender formaler Aspekt, doch die Dokumentation des Bühnengeschehens bleibt stets auch Interpretation; im Fall von Bernd Uhlig und Sasha Waltz findet die visuelle Materialisierung einer genuin flüchtigen Kunstform eine geradezu kongeniale Verbindung. Mal zeigt er uns nahansichtige, gleichsam eingefrorene Gesten, mal das gesamte Bühnengeschehen im Sekundenbruchteil. So spielen in Uhligs Aufnahmen, wie in Waltzs Inszenierungen, Architektur und die Sinnlichkeit des Körpers abwechselnd die Hauptrolle.

 

Die italienische Künstlerin Vanessa Beecroftstellt in ihren großangelegten Performances nackte oder bekleidete Frauen auf und aus, was einer Tanztheaterinszenierung nicht unähnlich ist. Dies geschieht meist in Galerien und Museen, und häufig sind es öffentliche Veranstaltungen. Die Frauen sitzen dort an langen Tischen oder bilden stehend eine Formation, sie bewegen sich während der stundenlangen Aktionen nur im Zeitlupen-Tempo, während Beecroft diese „bewegte Bewegungslosigkeit“ fotografisch dokumentiert. Die Performance und ihr Bild sind letztlich gleichberechtigt im Werk. In ihrer legendären Performance „VB55“ in der Berliner Nationalgalerie hat sie im Jahr 2005 einige Dutzend Frauen in transparenten Nylonstrumpfhosen aufstellen lassen; sie waren bekleidet und doch nackt, was Helmut Newtons Bildidee „Naked and Dressed“ interessant paraphrasiert.

 

Jürgen Klaukehat in seiner lebensgroßen „Viva España“-Serie (1976/1979) dagegen nur zwei Menschen interagieren lassen; einen Mann und eine Frau, die auf einer dunklen Bühne einen sonderbaren Tanz aufführen. Von beiden Protagonisten sehen wir nur die Körper: der Mann steht, die Frau wirbelt kopfüber gleichsam um ihn herum. Die sukzessive Betrachtung der mehrteiligen Sequenz führt allerdings zur Illusion einer Bewegung zurück. Klauke lässt die bekleideten bzw. halbbekleideten Körper von Mann und Frau gleichsam verschmelzen, ähnlich wie er es zeitgleich in zahlreichen Travestie-Selbstporträts, das Weibliche und Männliche nivellierend, realisiert hat.

 

ErwinWurmOneMinuteSculptureI,1997©ErwinWurm,courtesyKönigGaleri

Erwin Wurm One Minute SculptureI, 1997
© Erwin Wurm, courtesy König Galeriei

 

Erwin Wurmgeht einen absurd-humoristischen Schritt weiter, wenn er Menschen um eine Miniperformance vor der Kamera bittet, die nur eine Minute dauert. Die Mitspieler verwandeln die Straße, Innenräume oder eine Erwin Wurm-Ausstellung mit entsprechenden interaktiven Objekten zu einer Bühne für die „One Minute Sculptures“. Es sind mal kuriose, mal alberne Verrenkungen und Verdrehungen, die Wurm sich für die Besucher ausdenkt, die für einen kurzen Zeitraum selbst zu einem Kunstwerk werden. Nicht immer gelingen die Versuche, auf schmalen Flächen zu liegen, seinen Kopf in eine Kiste zu stecken oder zwei Tassen auf dem Rücken liegend auf den ausgestreckten Beinen zu balancieren.

 

Viviane Sassenbegeistert seit Jahren die Modefotowelt. Auch sie arbeitet in erster Linie mit dem menschlichen Körper, etwa indem sie ihn aufs Äußerste für eine Aufnahme verdreht. Die Modelle werden von ihr eigenwillig choreographiert und inszeniert, beispielsweise farbig bemalt, verschattet, gespiegelt, durch Gegenstände überlagert und zumeist in fotografischen An- und Ausschnitten entindividualisiert, eine Methode, die wir aus dem Surrealismus kennen. Gelegentlich kehrt sie sogar das allgemein gültige statische Gefüge von oben und untenum, was zu einer gewissen Orientierungslosigkeit in der Rezeption führt.

 

Irritationen begegnen uns ebenfalls bei Cindy Sherman, und zwar bereits in der frühen kleinformatigen Schwarz-Weiß-Serie „Untitled Film Stills“, in der sie Ende der 1970er-Jahre wie eine Schauspielerin in immer neue Rollen zu schlüpfen scheint. Mal steht die junge Frau im Bad und betrachtet sich im Spiegel, mal schaut sie, auf einer niedrigen Fensterbank sitzend, aus dem Fenster einer Wohnung. Auf anderen Bildern taucht sie im urbanen Raum auf; es scheinen unspektakuläre Alltagsbeobachtungen zu sein, die jedoch bewusst inszeniert sind, mit sich selbst als Akteurin. Die Idee des Rollenspiels setzt sie später fort, wobei sie sich in den farbigen, unbetitelten Selbstporträts aus dem Jahr 2000 auch schon mal hinter dicken Schminkschichten und Perücken, Masken oder Brustprothesen versteckt. Im Spiel mit Veränderung, Camouflage und Repräsentanz zitiert Sherman natürlich auch das Medium Film.

 

29.11.2019 - 22.12.2019
Fotoausstellung Zürich . Das Archiv «Photo Zbinden» bereichert die Fotografiegeschichte der Schweiz um wertvolle Elemente der Atelier- und Studiofotografie. Die wertvollen Fotografien der Zbindens legen Zeugnis ab von einer sich stetig wandelnden Arbeits- und Lebenswelt einer ländlichen Region. In der Ausstellung in der Photobastei bilden die Fotografien von Robert Zbinden den Mittelpunkt. Vom 29.11. bis 22.12.2019
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100 Jahre Foto Zbinden - Eine Schwarzenburger Fotografendynastie
Fotoausstellung Zürich . Das Archiv «Photo Zbinden» bereichert die Fotografiegeschichte der Schweiz um wertvolle Elemente der Atelier- und Studiofotografie. Die wertvollen Fotografien der Zbindens legen Zeugnis ab von einer sich stetig wandelnden Arbeits- und Lebenswelt einer ländlichen Region. In der Ausstellung in der Photobastei bilden die Fotografien von Robert Zbinden den Mittelpunkt. Vom 29.11. bis 22.12.2019

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© Robert Zbinden, Familienaufnahme im Freien, 1959

 

 

Die Fotografendynastie Zbinden in Schwarzenburg begann 1916. Davor waren andere Fotografen im Dorf aktiv gewesen: von 1860 bis 1886 war Ulrich Hurst vor Ort. Um 1900 folgten G. Muheim, über den wenig bekannt ist, und Carl Albert Meier, der bis kurz vor seinem Tod 1928 sehr umtriebig war.
Nach seinem Ableben waren die Zbindens konkurrenzlos in der Region – einzig von 1984 bis 1998 fotografierte Jürg-Ulrich Ernst ebenfalls in Schwarzenburg.

 

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© Robert Zbinden, Brand des Kurzwellensenders am 6. Juli 1939

 

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© Robert Zbinden, Paar auf Kachelofen, 1958



So ist «Photo Zbinden» in der Region vielen ein Begriff und die Fotografien ein einzig-artiges Dokument ihrer visuellen Geschichte. Das Archiv kommt nach der Ausstellung als Schenkung ins Staatsarchiv Bern.
So ist «Photo Zbinden» in der Region vielen ein Begriff und die Fotografien ein einzigartiges Dokument der regionalen visuellen Geschichte. Das Archiv kommt nach der Ausstellung als Schenkung ins Staatsarchiv Bern.

Bereits Rudolf Zbinden hat die Bevölkerung der Region einfühlsam porträtiert und ihre Lebens- und Arbeitswelten festgehalten. Die Aufnahmen von Robert Zbinden zeigen einen an seiner Umgebung interessierten Beobachter, der es verstand, Stimmungen und Menschen einzufangen.
Ruth Clalüna-Zbinden und Peter Zbinden inszenierten in technisch perfekten Aufnahmen die Porträtierten in trendigen Kreationen.

 

Photobastei, Sihlquai 125, Zürich

 

 

28.11.2019 - 19.04.2020
Ausstellung München . In einer Sonderausstellung zeigt das Bayerische Nationalmuseum was es mit der Beziehung zwischen Hund und Mensch auf sich hat. Mehr als 200 Werke, darunter hochrangige Werke der bildenden Kunst und spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur, führen das uralte wechselvolle Mensch-Tier-Verhältnis in seinen verschiedenen Facetten vor Augen. Ein Highlight das ikonische Loriot-Porträt von Holger Jacobs Vom 28.11.2019 bis 19.4.2020
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Treue Freunde - Hunde und Menschen
Ausstellung München . In einer Sonderausstellung zeigt das Bayerische Nationalmuseum was es mit der Beziehung zwischen Hund und Mensch auf sich hat. Mehr als 200 Werke, darunter hochrangige Werke der bildenden Kunst und spektakuläre Zeugnisse der Alltagskultur, führen das uralte wechselvolle Mensch-Tier-Verhältnis in seinen verschiedenen Facetten vor Augen. Ein Highlight das ikonische Loriot-Porträt von Holger Jacobs Vom 28.11.2019 bis 19.4.2020

Loriot Dinter

Im Rahmen der Ausstellung „Treue Freude“wird das bekannte Porträt des legendären deutschen Humoristen Loriotmit seinen beiden Möpsen, aufgenommen von Holger Jacobsfür das Buch „Loriot - Möpse und Menschen“, gezeigt. Die insgesamt vierteilige Serie entstand am 12. April 1983 in Loriots Haus am Starnberger See.

 

Seit jeher ist der Hund treuer Freund und Begleiter des Menschen, doch die Beziehung ist nicht ungetrübt... In der Kunst und Kulturgeschichte spiegelt sich das unauflösliche und meist positiv besetzte Verhältnis zum beliebtesten Haustier auf vielfältige Weise.

 

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Lieblingshund König Ludwig I.
München, um 1850
Öl auf Pappe
© Bayerisches Nationalmuseum
Foto Bastian Krack

 

Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen sowie kaum bekannte Kunstwerke des Bayerischen Nationalmuseums eröffnen ein breites Spektrum von der Antike bis zur Gegenwart. Prominente Hundehalter wie die Queen, Sisi, David Bowie und Rudolph Moshammer sind ebenso vertreten wie Zeichnungen von Loriot und Rudi Hurzlmeier oder eine Pudel-Diamantbrosche von Grace Kelly. Die Ausstellung umfasst zahlreiche Gattungen – von der ägyptischen Hunde-Mumie über mittelalterliche Altartafeln bis zum Hunderoboter. Die einzelnen Kapitel behandeln Themen wie Treue und Freundschaft, Dienstbarkeit, Statussymbole und Erotik, aber auch die Gefährlichkeit des Hundes. In allen Bereichen erzählt die Ausstellung auch etwas über den Menschen selbst und unsere Vorstellung von Menschlichkeit.

 

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Siegfried
Thomas Theodor Heine
Diessen am Ammersee, 1921
Öl auf Holz
© Print & Coffee

 

 

Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog.

21.11.2019 - 01.02.2020
Fotoausstellung München . Im Jahr 2017 hat die Fotokünstlerin Candida Hörer Moskau besucht. Die Ausstellung in der Galerie Rüdiger Schöttle "Candida Hörer - In Moskau" zeigt neue, bisher unveröffentlichte Arbeiten, die dabei entstanden sind. 21.11.2019 bis 1.2.2020
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Candida Höfer - In Moskau
Fotoausstellung München . Im Jahr 2017 hat die Fotokünstlerin Candida Hörer Moskau besucht. Die Ausstellung in der Galerie Rüdiger Schöttle "Candida Hörer - In Moskau" zeigt neue, bisher unveröffentlichte Arbeiten, die dabei entstanden sind. 21.11.2019 bis 1.2.2020

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Candida Höfer, Bolshoi Teatr Moskwa II 2017, C-Print, 184 × 265 cm.
© Candida Höfer, Cologne / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

Seit mehr als fünf Jahrzehnten hat sich Candida Höfer als Künstlerin, die mit Fotografie arbeitet, einen Namen gemacht und international etabliert. Candida Höfers Arbeiten bleiben im Gedächtnis der Betrachterinnen und Betrachter: Die Bilder prachtvoller barocker Theater, menschenleerer lichtdurchfluteter Museen oder die vielfältigen Strukturen der Bibliotheken aus verschiedenen Epochen, wirken durch den Umgang mit Licht, Ordnung, Detail und Farbigkeit. Die Arbeiten entstehen auf vielfältigen Reisen und folgen eigenem Suchen oder erhaltenen Einladungen. 

 

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Candida Höfer , Dvorec Kulturi ZIL Moskwa II 2017, 2017, 180 x 142 C-print 
Courtesy of the artist and Galerie Rüdiger Schöttle 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Diese Arbeiten tragen Candida Höfers klassische Handschrift: Sie ermöglichen einen eindrücklichen und detailreichen Blick auf die Moskauer Architektur. So fasziniert etwa die Arbeit Bolshoi Teatr Moskwa II 2017 durch klare Ordnungsstrukturen, aber auch durch die Wärme des Lichtes und der Farben. Die zentral-perspektivische Aufnahme, das Fehlen von Menschen im Bild und der gewählte Ausschnitt laden ein, sich in das Bild hineinzubegeben, Platz zu nehmen und Teil der überwältigenden Architektur zu werden. Und wie so oft in Höfers Bildern ermöglicht dabei gerade die Abwesenheit von Menschen auch den Blick auf das, was Räume für Menschen bedeuten sollen, und wie diese Räume Wirkungen erzeugen. So wird das Bild nicht nur Projektionsraum für die Betrachtenden, es verweist auch auf die Intentionen derer, die solche Räume geschaffen haben, und auf die Nutzungen, die diese Räume in ihrer Geschichte erfahren.

Candida Höfer studierte 1976 bis 1982 Fotografie bei Bernd Becher in Düsseldorf. Bereits seit Mitte der siebziger Jahre sind ihre fotografischen Arbeiten auf zahlreichen Einzelausstellungen und in den wichtigsten Museen Europas und Amerikas vertreten.

 

Galerie Schöttle, Amalienstrasse 41, München

17.11.2019 - 29.02.2020
Fotoausstellung Salzburg . Die Ausstellung „America Icons“ auf Schloss Arenberg ist in vier Unterthemen gegliedert: Landcapes, Homeland, Landmarks und Urbanscapes. Die Bilder des Schweizer Fotografen Paolo Burlando sind gleichzeitig Verbeugung, Versinnbildlichen und kritische Beobachtung des American Way of Life. Vom 17.11.2019 bis 29.2.2020
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Paolo Burlando - American Icons
Fotoausstellung Salzburg . Die Ausstellung „America Icons“ auf Schloss Arenberg ist in vier Unterthemen gegliedert: Landcapes, Homeland, Landmarks und Urbanscapes. Die Bilder des Schweizer Fotografen Paolo Burlando sind gleichzeitig Verbeugung, Versinnbildlichen und kritische Beobachtung des American Way of Life. Vom 17.11.2019 bis 29.2.2020

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In der bewegten Geschichte der USA sind im Laufe der Zeit zahlreiche symbolträchtige Bilder entstanden. Der Schweizer Fotograf Paolo Burlando greift in der Serie „American Icons“ diese Ikonografie auf.  Das Projekt entstand und wuchs fast zufällig. 2010 besuchte Paolo Burlando die USA als Teil seines Sabbatical Leave als Universitätsprofessor. Seine M9 und M6 begleiteten ihn und halfen ihm, das Leben in diesem riesigen und vielfältigen Land zu erkunden. Anfangs noch ohne konkrete Ziele, aber mit der Zeit und einer erneuten Reise in die USA, kam er zu der Überzeugung, dass vermutlich in keinem Land der Welt Ikonen präsenter sind als dort.

 

American Icons 03

 

American Icons 02

 

Geboren 1960, begann Paolo Burlando als 17-Jähriger zu fotografieren. Parallel zu seiner Tätigkeit als Universitätsprofessor ist er ein begeisterter Beobachter und Entdecker des Lebens, wie es sich vor seiner Kamera abspielt. Ziel seiner ruhigen und diskreten Aufnahmen ist die Darstellung des gesellschaftlichen Lebens, ohne dabei den Respekt vor den Menschen zu verlieren.

Die Fotografien der Ausstellung sind in geringer Stückzahl limitiert und können käuflich erworben werden.

 

Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, Salzburg

15.11.2019 - 18.10.2020
Ausstellung München . In der Pinakothek der Moderne präsentiert eine Überblickschau die Arbeiten von Ingo Maurer. Mit mehr als 80 Objekten sowie Modellen und Fotografien führt die Ausstellung in die faszinierende Welt von Licht und Schatten wie sie der vielfach ausgezeichnete und international renommierte Lichtgestalter Ingo Maurer mit seinen Werken geschaffen hat. Die Eröffnung der Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit Ingo Maurer und seinem Team entstand, erlebte der phantasievolle Designer Ingo Maurer nicht mehr. Bis 18.10.2020
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Ingo Maurer Intim, Design or what?
Ausstellung München . In der Pinakothek der Moderne präsentiert eine Überblickschau die Arbeiten von Ingo Maurer. Mit mehr als 80 Objekten sowie Modellen und Fotografien führt die Ausstellung in die faszinierende Welt von Licht und Schatten wie sie der vielfach ausgezeichnete und international renommierte Lichtgestalter Ingo Maurer mit seinen Werken geschaffen hat. Die Eröffnung der Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit Ingo Maurer und seinem Team entstand, erlebte der phantasievolle Designer Ingo Maurer nicht mehr. Bis 18.10.2020

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Ingo Maurer mit Pendulum, 2019.
Foto: Stephan Görlich 

 

So begeistert die Ausstellung von den Besuchern aufgenommen wurde, so blieb doch der Wermutstropfen, dass Ingo Maurer, der vor wenigen Wochen mit 87 Jahren verstorben war, sie nicht mehr erleben konnte. In der Rotunde der Pinakothek, wo die Installation des über dem Boden schwebenden Pendelums hängt, die Ingo Maurer für das Haus realisiert hatte, machte in diesen Tagen nur ein schwarzer Streifen an der Aufhängung auf den Tod seines Meister aufmerksam. Bis Februar 2020 wird es dort noch zu sehen sein. 

 

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 Aussellungsansicht „Ingo Maurer intim. Design or what?“
Foto: Anna Seibel 

 

 

Eine Treppe tiefer taucht man in die leuchtende Welt von Ingo Maurer ein, dessen Lichtobjekte mit soviel Poesie und Witz geschaffen sind, wie man sie sonst bei Leuchtkörpern nicht findet. Ingo Maurer wollte mit seinen Leuchten ein Lächeln in die Gesichter der Menschen zaubern  - "erfolgreich sind wir, wenn wir ein Gefühl in den Menschen auslösen" wie er sich äußerte. Für Ingo Maurer war die Symbiose aus Licht und Schatten ein wichtiges Gesaltungmitten.

 

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"Oh Man, its a Ray!"

 

Seine Phantasie neue Objekte zu gestalten war schier grenzenlos und immer wieder ließ er sich auch von anderen Künstlern inspieren, auf die er sich in den Namen seiner Werke dann auch bezog. Seine Leuchte "Oh Man, its a Ray!", ist ein mit Glühbirnen versehenes Mobile aus Kleiderbügeln das an die Arbeiten des berühmten Fotografen und Objektkünstlers Man Ray, der seine Bilder so trefflich mit Licht gestalten konnte, erinnern soll.

 

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"Remember Yves"

 

Zu manchen der Leuchten von Ingo Maurer gehört eine Schnurre, wie die bei seiner letzten Arbeit "Remember Yves". An der Stelle, wo das Objekt jetzt aus der Wand springt und an derselben einen Schatten hinterlässt, hing einst ein Yves Klein Bild. Die Handschuhe inspierten Maurer, als sie zum Trocknen auf der Leine hingen durch das typische Yves Klein Blau zu dieser Arbeit.

 

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"Bibibibi"

 

EIne humorvolle Geschichte steckt auch hinter der Entstehung der Leuchte "Bibibibi" (1982). Bei Woolworh in der Münchner Leopoldstraße entdeckte er zwei rote Kunststoff Geflügelbeine, die er unbedingt kaufen wollte. Das wurde strikt abgelehnt und auch alle Überredungskünste halfen nicht das  Erwünschte zu erlangen. Was blieb dem armen Künstler übrig als sich das Stück einfach mitzunehmen und daraus eine Lampe zu gestalten.

 

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"Living Vegas"

 

Kaum verwundert, dass der Lichtfanatiker ein Fan von der Glitzerstart Las Vegas war. Inspiriert durch die bunt leuchtenden Autokennzeichen in den USA, komponerte er vielfarbiges Licht "Living Vegas". Allein die Namensgebung seiner Werk macht den Humor und Witz von Ingo Maurer klar - Ru Ku Ku, Ringelpiez oder OOp's.

 

 

 

 

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Rose, Rose on the Wall, 2005

 

 

 Ingo Maurer (1932 Insel Reichenau, Bodensee – 2019 München) widmete sich seit 1966 fast ausschließlich dem Licht und gestaltete mit der Leuchte „Bulb“ sein erstes bekanntes Statement in Form einer ikonenhaften Glühbirne. Seitdem entwickelte er mit seinem Team in seiner Münchener Firma komplexe, raffinierte und aufwendige Lichtobjekte und Beleuchtungskonzepte für private und öffentliche Räume sowie spektakuläre Unikate. 

Seinen internationalen Durchbruch hatte Maurer 1984 mit dem neuartigen Lichtsystem „YaYaHo“, einem der ersten Niedervolt-Seilsysteme für Halogenreflektoren. Bekannt sind bis heute viele seiner Leuchten, unter anderem „Zettel’z“ von 1997, die der Nutzer selbst mitgestalten kann. Seine „EL.E.DEE“ aus dem Jahre 2001 gilt als erste LED-Tischlampe. 2008 konzipierten er und das Unternehmen Osram mit „Early Future“ die weltweit erste serienreife OLED-Leuchte. 

 

Seit 1985 entwickelte Ingo Maurer auch Lichtinstalltionen im öffentlichen Raum. Zu ihnen gehören mehrere , U-Bahnhöfe in München, die Silver Cloud im Residenztheater aber auch im nahen und fernen Ausland fand man großen Gefallen an dem Können Ingo Maurers. So kann man seine Lichtinstallationen unter anderem am Gare du Nord in Paris, am Torre Velasca in Mailand oder In New York den Snowflake bewundern. 

 

 

Brigitte Henninges

 

 

Die neue Sammlung - The Design Museum in der Pinakothek der Moderne, Barer Straße, München

14.11.2019 - 16.01.2020
Fotoausstellung Hamburg . In den frühen 80er Jahren zieht es Ann-Christine Jansson aus der schwedischen Provinz über Stockholm nach Berlin-Kreuzberg. Ann-Christine Jansson wird eine genaue Beobachterin jener Umbruch- und Euphoriejahre, ihre Bilder sind voller Humor und doch blitzt eine tiefe Melancholie hindurch, wohl auch deshalb, weil man als Betrachter die weitere historische Entwicklung genau kennt. Ihre spannenden Bilder aus dieser Zeit, zeigt die Freelens Galerie. Vom 14.11.2019 bis 16.1.2020
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Ann-Christine Jansson - Umbrüche. Fotografien 1980-1995
Fotoausstellung Hamburg . In den frühen 80er Jahren zieht es Ann-Christine Jansson aus der schwedischen Provinz über Stockholm nach Berlin-Kreuzberg. Ann-Christine Jansson wird eine genaue Beobachterin jener Umbruch- und Euphoriejahre, ihre Bilder sind voller Humor und doch blitzt eine tiefe Melancholie hindurch, wohl auch deshalb, weil man als Betrachter die weitere historische Entwicklung genau kennt. Ihre spannenden Bilder aus dieser Zeit, zeigt die Freelens Galerie. Vom 14.11.2019 bis 16.1.2020

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Checkpoint Charlie Foto Ann-Christine Jansson

 

Ann-Christine Jansson landet in Berlin-Kreuzberg, genau dort, wo sich viele Subkulturen gebildet haben und wo erbitterte Häuserkämpfe toben. Linke, Alternative und Punks besetzen leer stehenden Wohnraum, auf der Straße kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Die Musikszene blüht auf, der krachige Sound der Einstürzenden Neubauten wird der Soundtrack des Lebensgefühls vieler junger Menschen, die hier leben.

 

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West Hausbesetzung Foto Ann-Christine Jansson


Für Ann-Christine Jansson ist das Leben in der Mauerstadt ein aufregender Gegenentwurf zu der Beschaulichkeit ihrer Heimat. Sie nutzt die Fotografie, um die Stadt zu erkunden. Gleichzeitig erkennt sie darin die sich ihr bietende Möglichkeit, einfacher auf andere zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Mit dem Blick der Fremden wird sie zur genauen Beobachterin des Lebens in der geteilten Stadt. Sie ist dabei, wenn Mai-Proteste stattfinden, sie porträtiert Akteure wie Blixa Bargeld und sie passiert als Touristin den Checkpoint Charlie, um ohne offizielle Genehmigung das Leben auf der anderen Seite der Mauer zu fotografieren. Ihre Fotos bietet sie verschiedenen Redaktionen an, die die Qualität ihrer eigenwilligen und persönlichen Interpretationen erkennen und der jungen Frau weitere Aufträge erteilen. In den Fotos wird die Sympathie der Fotografin für die Menschen deutlich, die auf beiden Seiten der Mauer versuchen, das gesellschaftliche Leben bunter und freier zu gestalten.

 

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West Kreuzberg Der 1. Mai Foto Ann-Christine Jansson


Noch ahnt Jansson ebenso wenig wie alle anderen, dass sie Zeugin eines aufregenden Stückes Geschichte werden wird. Der Mauerfall und die sich daraus ergebenden Konsequenzen, der Umbruch, aber auch der damit verbundene Aufbruch bieten außergewöhnlichen Stoff. Viele ihrer Bilder wirken aus heutiger Perspektive überaus symbolisch. 

 

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DDR Waehrungsunion Photo Ann-Christine Jansson



Ann-Christine Jansson (geb. 1950) studierte in Schweden Kunstgeschichte, Pädagogik und Soziologie. 1980 kam sie nach Berlin, wo sie fortan als Fotografin und Bildredakteurin arbeitete, sowohl für skandinavische als auch deutsche Magazine, darunter der Spiegel, Stern, taz und die Zeit. Ihre Bilder sind in zahlreichen Ausstellungen präsentiert worden, sie selbst hat auch Ausstellungen anderer Fotografen kuratiert. Zuletzt erschien ihr umfangreiches Buch »Turns/Umbrüche«.

 

Freelens Galerie, Alter Steinweg 15, Hamburg

 

14.11.2019 - 08.02.2020
Ausstellung Wien . Zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Schule präsentiert die AnzenbergerGallery eine Ausstellung von Minyó Szert. Mit suprematistischer Zeichnung, Abstraktion und analoger Fotografie bringt Minyó Szert einzigartige Interpretation Formen an den Rändern des Figuren zum Leben. 14.11.2019 bis 8.2.2020
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Minyo Szert: Ich, Form, Fotogramm
Ausstellung Wien . Zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Schule präsentiert die AnzenbergerGallery eine Ausstellung von Minyó Szert. Mit suprematistischer Zeichnung, Abstraktion und analoger Fotografie bringt Minyó Szert einzigartige Interpretation Formen an den Rändern des Figuren zum Leben. 14.11.2019 bis 8.2.2020

7layer-20-loresblrr[2] Die Arbeiten des ungarischen Künstlers Minyó Szert basieren auf geografischen Elementen und Strukturen, Bewegung und Konstruktion.

Minyó Szert entdeckte die Bauhaus-Schule und ihre stilistischen Feinheiten erstmals in den 1960er-Jahren in der ungarischen Botschaft in New Delhi. Er war von der Materialität zwischen Metall und Textilien und der luftigen, leichten Form der Möbel sehr eingenommen. Seine Bilder wirken malerisch und beziehen den Ausdruck der händisch geschaffenen Fotogramme in eine intensive Montage von konstruierten Bildern und Materialien mit ein. Sein kreativer Prozess ist ein Zeit-limitierter, eine analoge fotografische Performance in der Gegenwart und mit Live-Publikum.

 

AnzenbergerGallery
Brotfabrik Wien
Absberggasse 27
Wien

09.11.2019 - 31.01.2020
Fotoausstellung Berlin . Berühmte Bauten schon hundert Mal gesehen. Nicht wenn sie von Hannes Killian (1909- 1999) fotografiert sind. Seine außergewöhnlichen Bilder sind in einer Ausstellung bei Johanna Berede Photokunst zu sehen. 9.11.2019 bis 31.1.2020
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Hannes Kilian - Photographien 1937-1977
Fotoausstellung Berlin . Berühmte Bauten schon hundert Mal gesehen. Nicht wenn sie von Hannes Killian (1909- 1999) fotografiert sind. Seine außergewöhnlichen Bilder sind in einer Ausstellung bei Johanna Berede Photokunst zu sehen. 9.11.2019 bis 31.1.2020

© Hannes Kilian World Trade Center New York 1977

© Hannes Kilian 'World Trade Center‘,  New York 1977  
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST

 

Die am 9. November 2019 eröffnende Ausstellung „Hannes Kilian. Photographien 1937-1997“ in der Berliner Galerie Johanna Breede PHOTOKUNST belegt, wie sehr der weltgewandte Solitär aus Stuttgart inhaltlich und ästhetisch eine beeindruckende Zeitgenossenschaft aufweisen konnte. Seine stets wiederkehrenden Bildexperimente zeigen eindeutige Parallelen zur subjektiven Fotografie eines Otto Steinert, seine journalistische Arbeiten lehnen sich an die damals angesagte Life-Photographie an. Und ganz egal, ob künstlerisch oder dokumentarisch: Immer greift Hannes Kilian mit seiner Bildsprache auf den Formenfundus der Avantgarden zurück: Lichttechnische Experimente oder verspielte Perspektiven, wie etwa bei jener mittlerweile fast ikonischen Nachtaufnahme des Turms am Pavillon de la Marine Marchande von 1937, erzählen vom Weiterleben von Sachlichkeit und Neuem Sehen in den Trümmermeeren der Nachkriegsstädte.

 

Hannes Kilian

© Hannes Kilian Pavillion de la Marine Marchande, Weltausstellung Paris, 1937  
Courtesy Johanna Breede PHOTOKUNST


 

Johanna Breede Photokunst, Fasanenstraße 69, Berlin

09.11.2019 - 23.02.2020
Fotoausstellungen Merseburg . Im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg werden zwei interessante Ausstellungen gezeigt: Zum einem Leben in der DDR, Fotografien von Gerhard Weber, zum anderen in einer Kabinettausstellung Fotografien aus den 1920er/1930er Jahren von dem Merseburger Zahnarzt und Amateurfotografen Joachim Thörmer. Bis 23.2.2020
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Merseburg: Gerhard Weber - Leben in der DDR / Joachim Thörmer - Bilder der 1920er/1930er Jahre
Fotoausstellungen Merseburg . Im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg werden zwei interessante Ausstellungen gezeigt: Zum einem Leben in der DDR, Fotografien von Gerhard Weber, zum anderen in einer Kabinettausstellung Fotografien aus den 1920er/1930er Jahren von dem Merseburger Zahnarzt und Amateurfotografen Joachim Thörmer. Bis 23.2.2020

Gerhard Weber - Leben in der DDR

 

G Börlln 1975

Gerhard Weber: Auf der Dorfstraße, Börlln, 1975

 

In einer Sonderausstellung stellt das Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg Gerhard Weber mit 94 Fotografien zumeist der 1970er/1980er Jahre vor zu denen sich in Vitrinen Alltagsgegenstände aus der DDR, die im Bezug zu den Fotografien stehen bzw. von Merseburg oder allgemein von dem nicht mehr vorhandenen Land erzählen, gesellen. 

 

G Colditz 1987

Gerhard Weber: Getränkehändler, Colditz, 1987

 

G Kühren 1983

Gerhard Weber: Gummitwist, Grimma, Ortsteil Kühren, 1983

 

Gezeigt wird "Leben in der DDR" us Anlass des Mauerfalls vor 30 Jahren und gibt mit der Ausstellung einen Rückblick auf das Leben in der DDR, nicht auf den Staat und seinen Machtapparat, sondern auf den beruflichen wie privaten Alltag. 

Gerhard Weber, 1940 in Berlin-Kreuzberg geboren, lebt und arbeitet in Grimma, neben zeitgeschichtlichen und sozial-dokumentarischen Themen widmet er sich auch der Akt- und Landschaftsfotografie.

 

Joachim Thörmer: Fotografien der 1920er/1930er Jahre

 

J Bäcker

Joachim Thörmer
Ei, die schöne Torte!, Ort unbekannt, ohne Jahr
ausgestellt in Merseburg 1931

 

Den fotografische Nachlass von Joachim Thörmer (1899-1079), zeigt die Ausstellung "Fotografien der 1920er/1930er Jahre", eine Schenkung von Horst Fischer, Merseburg. Präsentiert werden 19 ausgewählte Fotografien der 1920er/1930er Jahre, einige Dokumente aus Joachim Thörmers Besitz

 

J Krummes Tor

Joachim Thörmer
Nächtlicher Blick durch das Krumme Tor, Merseburg, ohne Jahr
ausgestellt in Magdeburg 1933, in Merseburg 1938

 

J Kirche

Joachim Thörmer
Blick von der Ecke Johannisstraße zum Merseburger Markt und
zur Stadtkirche St. Maximi, ohne Jahr

ausgestellt in Merseburg 1938

 

Die Schenkung umfasst des Weiteren: zahlreiche Diapositive und Kleinbildnegative (vor allem Stadtansichten Merseburgs, ca. 1960 bis 1979),  zahlreiche kleinformatige Fotografien, u.a.  von der 1000-Jahrfeier Merseburgs 1933, Selbstporträts Thörmers (in verschiedenen Ausführungen), Ehrenurkunden für die Teilnahme bei Foto-Wettbewerben und diverse persönliche Schriftstücke und Dokumente  (Ansichtskarten, Fotoalben, Gratulationskarten, Zeitungsauschnitte u.a.m.).

 

 

08.11.2019 - 04.10.2020
Ausstellung München . Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen in der Pinakothek dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern. Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet? 8.11.2019 - 4.10.2020
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Feelings. Kunst und Emotion
Ausstellung München . Unter dem Blickwinkel des Emotionalen laden 100 Bilder, Objekte und Filme von rund 40 internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen in der Pinakothek dazu ein, sich Kunst auf intuitive Weise zu nähern. Was löst Kunst in uns aus? Wie sehr hängt der Blick auf Kunst von unseren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen ab? Welche Gefühle kommen bei der Betrachtung von Werken zum Vorschein, wenn allein die Intuition den Blick leitet? 8.11.2019 - 4.10.2020

Da Corte_ Chelsea Hotel


Alex Da Corte (*1980),?Still aus: Chelsea Hotel No. 2, 2010 ?HD Video, Farbe, Ton, 3‘ 4‘‘?2019
erworben durch PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.
?© Alex Da Corte

 

Die Ausstellung FEELINGS möchte den unmittelbaren Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachtenden anregen, um eine intensive emotionale Auseinandersetzung zu motivieren. Geheimnisvolle Motive und atmosphärische Bildräume prägen die ausgestellten Arbeiten. Freude, Begeisterung, Ärger, Abscheu, Traurigkeit sowie unzählige weitere emotionale Reaktionen können sich bei der Betrachtung einstellen. Die Auswahl der Exponate ist subjektiv, auf den kunsthistorischen Kontext oder erklärende Wandinformationen wird bewusst verzichtet.

 

Taylor 02

Sam Taylor Johnson, Soliloqui I, 1998, Farblithographie, C-Print, 211 x 257 cm (Blattmaß)
1999 erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.
Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Sam Taylor Johnson

 

 

 

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Sam Taylor Johnson?Soliloqui IV, 1998 ?Farblithographie,?C-Print, 222 x 257 cm (Blattmaß)?1999
erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.
?Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen
?© Sam Taylor Johnson

 

 

Wann zieht uns ein Bild an, wann stößt es uns ab? Die Erforschung der Emotionen ist ein noch junger Zweig in der Psychologie, der Soziologie, den Geschichts- und den Neurowissenschaften. Spätestens seit der Aufklärung stand der Mensch vor allem als Vernunftwesen im Vordergrund, die Welt- und Bildbetrachtung wurde vornehmlich intellektuell dominiert. Heute allerdings lässt sich belegen, dass uns emotionale Kräfte viel stärker beeinflussen, als wir es bisher wahrhaben wollten. Nicht zufällig setzen Politik und Werbung schon lange und durchaus manipulativ darauf, mit Bildern Gefühle hervorzurufen und diese eigennützig einzusetzen. Kunst hingegen entsteht in freien Zusammenhängen, schafft eine rein persönliche Verbindung zum Publikum und existiert ohne erkennbaren Zweck.

 

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Gillian Wearing (*1963)?In this emptiness women are an answer for me
(aus der Serie "Signs that say what you want them to say and not Signs that say what someone else wants you to say"), 1992-1993?C-Print auf Aluminium montiert, 44,5 x 29,7 cm?2014
erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.?Foto: Wilfried Petzi?
© Gillian Wearing, courtesy Maureen Paley, London

 

Die Betrachtung von Kunstwerken birgt die Möglichkeit, die eigene Gefühlswelt besser kennenzulernen. Denn nicht selten wecken Bilder Assoziationen mit Erfahrungen, die förmlich „unter die Haut gehen“ und bisweilen über lange Zeit hinweg gespeichert wurden. Kunst berührt unser persönliches emotionales Archiv. Ob Werke als angenehm oder als unangenehm empfunden werden, ob sie irritieren oder beglücken, hängt wesentlich von den gespeicherten Erfahrungen ab.

 

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Tadeusz Kantor ?Die tote Klasse, 1975 ?Rauminstallation, Holzboden, -bänke, -tische, Puppen,
Kleidung,?150 x 150 x 300cm?2007
erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.?Foto:
Bayerische Staatsgemäldesammlungen,

Sibylle Forster?© Tadeusz Kantor

 

Bei der Betrachtung von Kunst wird dem Gefühl meist weniger Bedeutung beigemessen als dem Verstand. Denn es scheint der Komplexität und intellektuellen Tiefe von Kunst zu widersprechen. Diese Dominanz des Rationalen schreckt viele ab, sich insbesondere mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen.

 

FEELINGS möchte diese Schwellenängste unterlaufen. Denn die Intuition stellt einen wesentlichen Zugang zur Kunst dar. Und schließlich basiert auch die Entstehung eines Werkes auf persönlichem Erleben. FEELINGS möchte diese Perspektive auf die Kunst in den Mittelpunkt stellen.  

 

Die Ausstellung zeigt Beiträge folgender Künstler und Künstlerinnen:

Hans Aichinger, Monika Baer, Heike Kathi Barath, Vlassis Caniaris, Gregory Crewdson, Alex Da Corte, Nathalie Djurberg und Hans Berg, Drei Hamburger Frauen,Marlene Dumas, Elmgreen & Dragset, Tracey Emin, Gotthard Graubner, Jenny Holzer, Thilo Jenssen, Tadeusz Kantor, Ruprecht von Kaufmann, Mike Kelley und Paul McCarthy, Jochen Klein, Rosa Loy, Rosilene Luduvico, Stephan Melzl, Olaf Metzel, Miwa Ogasawara, Catherine Opie, Laura Owens, Richard Prince, Bernhard Prinz, Alexandra Ranner, Wilhelm Sasnal, Markus Schinwald, Norbert Schwontkowski, Cindy Sherman, Sam Taylor Johnson, Jessica Vaughn, Gillian Wearing, Amelie von Wulffen und Artur Zmijewski.

 

Die gezeigten Werke entstammen dem Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der Sammlung Goetz sowie weiteren privaten Sammlungen.

 

 

 

 

Kuratoren: Bernhart Schwenk und Nicola Graef

08.11.2019 - 12.01.2020
Fotoausstellung Berlin . Die Akademie der Künste zeigt das in den Jahren zwischen 1968 und 2011 entstandene fotografische Werk von Helga Paris. Mit 275 Werken, darunter zahlreiche erstmals gezeigte Einzelbilder und Serien, ist dies ihre bisher größte Ausstellung und nach 25 Jahren die erste Retrospektive der Künstlerin in ihrer Heimatstadt Berlin. Bis 12.1.2020
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Helga Paris - Retrospektive
Fotoausstellung Berlin . Die Akademie der Künste zeigt das in den Jahren zwischen 1968 und 2011 entstandene fotografische Werk von Helga Paris. Mit 275 Werken, darunter zahlreiche erstmals gezeigte Einzelbilder und Serien, ist dies ihre bisher größte Ausstellung und nach 25 Jahren die erste Retrospektive der Künstlerin in ihrer Heimatstadt Berlin. Bis 12.1.2020

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Helga Paris
Selbst im Spiegel, 1971
Foto © Helga Paris. Quelle: ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

 

Neben der besonderen Fähigkeit der Fotografin, in ihren Bildern und Bildserien über die Jahrzehnte hinweg verdichtete Zeitgeschichte in ihrem Wandel erfahrbar zu machen, ist es ihre sich in zärtlich-würdevollen, nuancenreichen Schwarz-Weiß-Modulationen ausdrückende soziale Empathie, die ihr Werk unverkennbar macht.

 

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Helga Paris
Meteln (Christa und Gerhard Wolf), 1977
Foto © Helga Paris

 

 

adk19_Helga_Paris_Ohne Titel, aus Moskau 1992-93

Helga Paris
Ohne Titel, 1991/92
Aus der Serie Moskau 1991/92
Foto © Helga Paris

 

Helga Paris, 1938 im pommerschen Gollnow, heute Goleniów, geboren und in Zossen bei Berlin aufgewachsen, begann in den 1960er Jahren als Autodidaktin zu fotografieren. Sie wurde mit Aufnahmen ihrer Nachbarschaft im Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg, Bildern von Kneipenbesuchern, Müllfahrern, den Frauen aus dem Bekleidungswerk VEB Treffmodelle, Künstlern, Punks, Kindern aus Hellersdorf und Passanten vom Alexanderplatz eine der zentralen Chronistinnen des Berliner Ostens. Helga Paris fotografierte darüber hinaus u.a. in Siebenbürgen (1980), Georgien (1982), in Halle (1983–1985), wo ihre Serie Diva in Grau entstand, die erst 1989/90 gezeigt werden durfte, Wolgograd (1990), New York (1995) und Polen (1996/97). Seit 1996 ist Paris Mitglied der Sektion Film- und Medienkunst der Akademie der Künste.

 

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Helga Paris
Ohne Titel, 1975
Aus der Serie Berliner Kneipen
Foto © Helga Paris

 

Kuratorin der Ausstellung ist die Kunstwissenschaftlerin Inka Schube, die bereits mehrfach mit Helga Paris zusammengearbeitet hat. Die Filmemacherin Helke Misselwitz wird in einer Installation Gespräche mit Helga Paris über Herkunft, die sich wandelnde Stadt und ihre Arbeit als Fotografin in der DDR bis in die 2000er Jahre präsentieren.

Anlässlich der Ausstellung erscheint im Verlag Spector Books, Leipzig, der Fotoband Helga Paris. Leipzig Hauptbahnhof, 1981.

Eine Ausstellung der Akademie der Künste in Kooperation mit dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), mit freundlicher Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die die Erschließung des Vorlasses und die Neuprints dreier bislang unveröffentlichter Serien ermöglicht hat, sowie der DEFA-Stiftung.

Erstmals zu sehen sind u.a. Ausschnitte aus den umfangreichen Serien Leipzig, Hauptbahnhof (1981/82), Moskau (1991/92) und Mein Alex (2011).

 

Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Berlin

07.11.2019 - 31.12.2019
Fotoausstellung München . Anläßlich den 90. Geburtstages von Hans Magnus Enzensberger am 11. November präsentiert das Münchner Stadtmuseum in seiner neuen Lounge "Eine Hommage in Fotografien von Stefan Moses 1963-2009". ab 7. November 2020
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Hans Magnus Enzensberger - Eine Hommage in Fotografien von Stefan Moses
Fotoausstellung München . Anläßlich den 90. Geburtstages von Hans Magnus Enzensberger am 11. November präsentiert das Münchner Stadtmuseum in seiner neuen Lounge "Eine Hommage in Fotografien von Stefan Moses 1963-2009". ab 7. November 2020

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Foto Stefan Moses

 

 

Eine fotografische Hommage an ihn und dem ihm freundschaftlich und beruflich eng verbundenen Fotografen Stefan Moses (gest. 2018) zeigt das Münchner Stadtmuseum. Moses hat in einem Langzeitprojekt, von 1963 bis 2009, immer wieder Enzensberger und seine Familie fotografiert. Dadurch entstand ein Bildkorpus, der einzigartig ist in der Geschichte der Porträtfotografie sowie in der Kulturgeschichte Münchens. Der aus diesem Langzeitprojekt entstandene Bildband, erscheint im Schirmer / Mosel Verlag.

 

In der Lounge des Münchner Stadtmuseums soll künftig das Spontane seinen Platz haben, also wechselnde Präsentationen zu sehen sein - für Besucher kostenfrei.

31.10.2019 - 01.03.2020
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert mit "Un'Antologia" eine Hommage an Paolo Pellegrin lebenslange Beschäftigung mit dem menschlichen Dasein, dient aber auch als wichtige Erinnerung daran, dass Reportage-Fotografie weit mehr war, ist und bleibt als nur ein Medium für die tägliche Nachrichtenberichterstattung. 31.10.2019 bis 1.3.2020
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Paolo Pellegrin - Un'Antologia
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert mit "Un'Antologia" eine Hommage an Paolo Pellegrin lebenslange Beschäftigung mit dem menschlichen Dasein, dient aber auch als wichtige Erinnerung daran, dass Reportage-Fotografie weit mehr war, ist und bleibt als nur ein Medium für die tägliche Nachrichtenberichterstattung. 31.10.2019 bis 1.3.2020

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Paolo Pellegrin: USA. El Paso, Texas. 2011.
Zwei Männer, die versuchten, illegal in die USA einzureisen, laufen durch das trockene Flussbett
des Rio Grande zurück nach Ciudad Juárez, Mexiko, nachdem sie von der amerikanischen Grenzkontrolle entdeckt worden waren

© Paolo Pellegrin/Magnum Photos

 

 

Paolo Pellegrin (geboren 1964 in Rom) zählt zu den bekanntesten Dokumentar- und Kriegsfotografen weltweit. Der Gewinner zahlreicher Fotopreise und der Robert Capa Goldmedaille ist seit 2001 Mitglied der weltweit renommierten Fotoagentur Magnum Photos. Die Ausstellung wirft ein neues Licht auf die kreative Vision des italienischen Fotografen. Kuratiert von dem renommierten Kunsthistoriker Germano Celant, der als künstlerischer Leiter der Prada-Stiftung in Mailand tätig ist, wurde die Ausstellung erstmals im MAXXI, Rom, gezeigt. In Hamburg wird die Ausstellung durch zusätzliche Werke erweitert.

 

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Paolo Pellegrin: KOSOVO. Die Stadt Pristina. 2000.
Krähen über dem Friedhof

© Paolo Pellegrin/Magnum Photos

 

In seiner langen Karriere, die 1987 begann, hat Pellegrin viele Einzelausstellungen präsentiert. Die Zusammenstellung und Präsentation der Ausstellung in Hamburg überrascht, fordert und fasziniert zugleich: UN’ANTOLOGIA ist eine Meditation über die Auswirkungen, Folgen und das Vermächtnis von menschlichem Leid, wie Pellegrin es dokumentiert hat sowie eine Auseinandersetzung mit seiner künstlerischen Vision.

 

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Paolo Pellegrin: Rom. Italien, 2015
© Paolo Pellegrin/Magnum Photos

 

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Paolo Pellegrin: Ein tätowierter Mann. Rochester, NY. USA 2012
© Paolo Pellegrin/Magnum Photos

 

Mehr als 200 analoge und digitale Drucke, teils Vintage, teils unveröffentlicht, werden in der Ausstellung präsentiert, begleitet von einem Minimum an Wandtexten. Stattdessen werden die Fotografien durch Videoclips des Fotografen und eine spektakuläre Installation – von Pellegrin selbst konzipiert – kontextualisiert. Die in der Ausstellung gezeigten Notizbücher, Skizzen, Drucke, Negative, Folien und gedruckten Ephemera veranschaulichen den Prozess seiner visuellen Forschung, die einen immanent wichtigen Teil seiner Arbeitspraxis darstellt.  Der interaktive Charakter der Installation lädt die Besucher*innen zum Stöbern und Nachforschen ein, und ermöglicht es ihnen, die Arbeitsweise Pellegrins nachzuvollziehen.

 

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Paolo Pellegrin: Der Tod von Papst Johannes Paul II. Vatikanstadt,
2. April 2005
© Paolo Pellegrin/Magnum Photos

 

 

29.10.2019 - 31.01.2020
Mitten im Herzen von Stuttgart feiern am 29. Oktober ein Leica Store und eine Leica Galerie Eröffnung. Zum Auftakt zeigt die neue Leica Galerie die Ausstellung „Mein Blick“ mit Fotografien aus dem umfassenden Werk von Herlinde Koelbl.
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Leica Store und Galerie feiern Eröffnung mit einer Herlinde Koelbl Ausstellung
Mitten im Herzen von Stuttgart feiern am 29. Oktober ein Leica Store und eine Leica Galerie Eröffnung. Zum Auftakt zeigt die neue Leica Galerie die Ausstellung „Mein Blick“ mit Fotografien aus dem umfassenden Werk von Herlinde Koelbl.

Schlafzimmer_London©Herlinde Koelbl

Schlafzimmer London © Herlinde Koelbl

 

Die neuen Räumlichkeiten befinden sich in der Calwer Straße 41, einem belebten Viertel, das mit internationalen Restaurants, Außengastronomie und ausgewählten Fachgeschäften ein beliebter Treffpunkt bei jedem Stadtbummel ist.

Hier präsentiert der Leica Store auf zwei Ebenen das aktuelle Leica Produktportfolio aus dem Kamera- und Sportoptik-Sortiment und bietet ein vielfältiges Angebot an Fachliteratur sowie Leica Accessoires. Darüber hinaus zeigt die Leica Galerie zukünftig wechselnde hochkarätige Ausstellungen.

Zur Eröffnung ist in der neuen Leica Galerie Stuttgart die Ausstellung „Mein Blick“ mit Fotografien von Herlinde Koelbl zu sehen. Die Ausstellung umfasst ausgewählte Aufnahmen aus ihrem umfassenden Werk und repräsentiert das Schaffen der renommierten deutschen Fotokünstlerin in seiner ganzen Vielfalt. Die Fotostrecken von Herlinde Koelbl zeichnen sich vor allem durch fotografische Langzeitprojekte aus, oft ergänzt durch tiefgehende Gespräche. Ihr besonderes Interesse gilt dem Menschen: seinem kulturellen Umfeld, seinem Alltag, seiner Körperlichkeit, seiner Individualität. Mit präziser Beobachtungsgabe beschäftigt sie sich mit kulturellen, gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Themen und gibt Einblicke in die Vielschichtigkeit menschlicher Persönlichkeiten und Befindlichkeiten. Die Ausstellung beinhaltet unter anderem Aufnahmen aus den Projekten „Haare“, „Das deutsche Wohnzimmer“, „Schlafzimmer“, „Feine Leute“, „Beziehungen“ und „Portraits“.

Herlinde Koelbl hat über ein Dutzend Fotobücher publiziert, darunter Targets (2014), Mein Blick (2009), Haare (2007), Schlafzimmer (2002), Spuren der Macht (1999), Jüdische Portraits (1989), Feine Leute (1986) und Das deutsche Wohnzimmer (1980). Ihre Fotografien wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt und sind in vielen wichtigen Sammlungen vertreten.

 

Parallel zu ihren Büchern und Ausstellungen veröffentlicht Herlinde Koelbl häufig auch themengleiche Dokumentarfilme und Videoinstallationen. Ihre einfühlsamen und oft philosophischen Interviews erscheinen regelmäßig im ZEITmagazin. Sie wurde für ihr Schaffen bereits mehrfach ausgezeichnet, so zum Beispiel 2001 mit dem Dr. Erich-Salomon-Preis.

 

Der Leica Store und die Leica Galerie sind ab sofort von Montag bis Freitag von 10.00 bis 19.00 Uhr sowie samstags von10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

29.10.2019 - 26.01.2020
Fotoausstellung Wien .  Die Queen beim Selfie, Kim Kardashian und Kanye West bei der Hausgeburt, Lady Di mit ausgestrecktem Mittelfinger und Donald Trump im Clinch mit Miss Mexiko. Haben wir das gerade wirklich gesehen? Das werden sich die Besucher bei ihrem Besuch bei WestLicht Schauplatz für Fotografie in der Ausstellung "Fake Truth" mit Bildern von Alison Jackson fragen. 29.10.2019 bis 26.1.2020
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Alison Jackson - Fake Truth
Fotoausstellung Wien .  Die Queen beim Selfie, Kim Kardashian und Kanye West bei der Hausgeburt, Lady Di mit ausgestrecktem Mittelfinger und Donald Trump im Clinch mit Miss Mexiko. Haben wir das gerade wirklich gesehen? Das werden sich die Besucher bei ihrem Besuch bei WestLicht Schauplatz für Fotografie in der Ausstellung "Fake Truth" mit Bildern von Alison Jackson fragen. 29.10.2019 bis 26.1.2020

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Alison Jackson, Queen, Camilla, Kate, Hair Salon
© Alison Jackson

 

In Zeiten der allgegenwärtigen Rede über „Fake News“ wird die Unterscheidung von Wahrheit und Fiktion zunehmend schwieriger. Die Arbeiten von Alison Jackson verwischen permanent die Grenzen zwischen dem gerade noch Möglichen und dem eigentlich Undenkbaren. WestLicht zeigt die Fotografien der international vielfach ausgezeichneten, britischen Künstlerin (*1960) zum ersten Mal in Österreich. Rund 75 der großformatigen Prints, ergänzt um zahlreiche Videoarbeiten, sind in der Ausstellung zu sehen.

 

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Alison Jackson, Trump with Miss Mexico
© Alison Jackson

 

"Meine Fotografie beschäftigt sich mit dem Voyeurismus der Öffentlichkeit, mit der verführerischen Macht von Bildern und unserem Wunsch, ihnen Glauben zu schenken. Ich arbeite mit Schauspielern, die so zurechtgemacht sind, dass man sie für echt hält – und versetze sie dann in Szenen, die wir uns alle schon einmal vorgestellt, aber eben noch nie gesehen haben.“ 

 

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Alison Jackson, Reality TV Birth
© Alison Jackson

 

Unterstützt von einem Team professioneller Lookalikes und mit enormem Produktionsaufwand inszeniert Jackson ihre Szenen. Viel entsteht in Studioarbeit, mitunter geht sie aber auch auf die Straße und lässt das ganze mitfilmen, etwa wenn sie mit einem Double des gegenwärtigen US-Präsidenten und einer Horde leicht bekleideter Models vor den Trump Tower in New York zieht und einen Menschenauflauf verursacht. Kaum jemand ist vor ihr sicher, Boris Johnson und Vladimir Putin haben ebenso ihren Auftritt wie Brangelina und Marilyn Monroe. Jackson rückt unserer Celebrity Kultur zu leibe, die ebenso sehr von der Darstellungssucht ihrer Protagonisten lebt, wie von unserer Obsession mit ihnen und die letztlich Phänomene wie Donald Trump überhaupt erst möglich gemacht hat. Ihre Arbeiten stehen dabei eindeutig in der großen Tradition britischen Humors, in der schon immer klar war, dass geschmackvolle Zurückhaltung keine Kategorie von bissiger Satire ist. 

 

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Alison Jackson, Royal Selfie
© Alison Jackson

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Alison Jackson vor ihrer Arbeit “Diana Finger Up”
© Peter Coeln

 

Vor dem Hintergrund von Schlagworten wie „alternative Fakten“ und „post truth“ spielen Alison Jacksons inszenierte Fotografien geschickt mit unserer Erwartungshaltung und unserem Hunger nach Enthüllung. Was sich unsere Reality TV- und Homestory-geprägte Fantasie ausmalt, treiben ihre Bilder auf die Spitze. Sie geben einen grellen Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn nur lange genug „Fake News“ gerufen wird: Am Ende glaubt man alles oder überhaupt nichts mehr. 

Die Ausstellung Alison Jackson. Fake Truth ist in Zusammenarbeit mit Anke Degenhard entstanden. 

 

 WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien

 

 

 

 

26.10.2019 - 18.01.2020
Fotoausstellung Nürnberg . Hardo Reimann ist ein Quereinsteiger in die Fotografie. Eigentlich ist er Anwalt und Notar, aber schon während der Schulzeit fesselte ihn die Fotografie, und sie hat ihn nicht mehr losgelassen. Mehr und mehr wurden dabei die Menschen und ihre verschiedenen Lebensumgebungen zu seinem fotografischen Schwerpunkt. Auch die vorliegende Ausstellung in der Leica Galerie zeigt Bilder, die sich diesem Thema widmen, und zwar in Nepal. ??Wie kam es zu diesen Bildern, und was soll damit vermittelt werden??? 26.10.2019 bis 18.1.2020
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Hardo Reimann: „Mitrata“ - Hilfe für Nepals Kinder
Fotoausstellung Nürnberg . Hardo Reimann ist ein Quereinsteiger in die Fotografie. Eigentlich ist er Anwalt und Notar, aber schon während der Schulzeit fesselte ihn die Fotografie, und sie hat ihn nicht mehr losgelassen. Mehr und mehr wurden dabei die Menschen und ihre verschiedenen Lebensumgebungen zu seinem fotografischen Schwerpunkt. Auch die vorliegende Ausstellung in der Leica Galerie zeigt Bilder, die sich diesem Thema widmen, und zwar in Nepal. ??Wie kam es zu diesen Bildern, und was soll damit vermittelt werden??? 26.10.2019 bis 18.1.2020

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Mit zwei langjährigen Freunden bereiste Hardo Reimann erstmals im Jahr 2000 die Khumbu-Region im Nordosten von Nepal. Es war eine Trekkingsreise mit Zelt. ?Beeindruckt von der wunderschönen Landschaft, aber auch tief betroffen von den Lebensumständen der Sherpa, der Volksgruppe, die in dieser Region wohnt, reifte bei ihm und seinen Freunden der Entschluss, nicht nur zurückzukehren, sondern auch Überlegungen und Anstrengungen zu unter-nehmen, um unmittelbar und gezielt für ausgesuchte Projekte Hilfe leisten zu können.?In den darauffolgenden Jahren bereisten er und sein Freund Walter Staaden, oft mehrfach im Jahr Nepal und insbesondere das Khumbu, und sie erhielten über zwei junge Sherpa- Guides unmittelbaren Kontakt zur regionalen Bevölkerung, deren Lebensweise, deren Nöte und Sorgen, sowie auch zu deren buddhistischer Religion. Die beiden Guides vereinbarten bei dem – damals – noch einzig lebenden Lehrer des Dalai Lama, Trushe Rinpoche, eine Audienz, dessen Wunsch es war, im Khumbu wiederum eine Schule für tibetische Medizin anzusiedeln. Die dafür erforderliche Genehmigung erteilte der Dalai Lama nach einem persönlichen Treffen mit ihm in München.?In der Folgezeit wurde nicht nur die Schule für tibetische Medizin errichtet, es kam auch zu zahlreichen anderen Hilfsprojekten, wie zum Beispiel dem Aufbau von Schulen für Waisen und Behinderte.?

 

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Anlass der Reise, bei der die ausgestellten Bilder entstanden, war die Zeit des „Bardos“ (dem buddhistischen Nachtodzustand) von Trushe Rinpoche, der in seinem Heimatskloster Thupten Choling aufgebahrt war. Dort wurde von ihm Abschied genommen.??Die schlichten, aber sehr gefühlvollen Fotografien von Hardo Reimann versuchen Einblick in die Lebensumgebung der Kinder Nepals zu geben, in ihre Nöte und Entbehrungen. Gleichzeitig berichten die Bilder von der Hoffnung und den Bemühungen, durch Bildung und ein bescheidenes Gesundheits-wesen das Leben zu meistern. Die Unterstützung aus Deutschland soll dabei helfen, den langen Weg in eine bessere Zukunft der Kinder Nepals zu erleichtern.?

 

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Vielleicht gelingt es den eindrucksvollen Schwarzweiß-Fotografien, Einblick, Interesse und Verständnis für diese anspruchsvolle humane Aufgabe zu vermitteln. Dann wäre das Ziel der Ausstellung erreicht.?

 

Leica Galerie Nürnberg - Obere Wörthstraße 8, Nürnberg

 

 

26.10.2019 - 09.02.2020
Ausstellung Herford . In einer großen Ausstellung im Marta Herford wird in Bildern, Skulpturen und Installationen dem Ordnungsprinzip von Hell und Dunkel nachgespürt. Zu den Exponaten zählen auch zahlreiche Fotografien. Vom 26. Oktober 2019 bis 9. Februar 2020
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Im Licht der Nacht - Vom Leben im Halbdunkel
Ausstellung Herford . In einer großen Ausstellung im Marta Herford wird in Bildern, Skulpturen und Installationen dem Ordnungsprinzip von Hell und Dunkel nachgespürt. Zu den Exponaten zählen auch zahlreiche Fotografien. Vom 26. Oktober 2019 bis 9. Februar 2020

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FORT, Open End (2016), Night Rider (2017), The Shining (2013), Mixed Media,
Courtesy die Künstlerinnen und Sies + Höke, Düsseldorf, Ausstellungsansicht „Night Shift“,
Kunstverein in Hamburg, 2018, Foto: Fred Dott

 

Die Erfindung der Glühlampe ist eine Errungenschaft des 19. Jahrhunderts, die vor allem in den pulsierenden Metropolen dieser Welt dem natürlichen Wechsel von Tag und Nacht ein Ende setzte. Grell erleuchtete Tankstellen und Einkaufszentren, Schichtarbeit und Nachtclubs sind nur einige Facetten dieser Entwicklung.

 

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Hans Op de Beeck, Location 2, 2001, Sammlung Marta
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

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Jeff Wall, Passerby, 1996, Schwarz-Weiß-Fotografie, 259 × 335 cm,
Kunstmuseum Wolfsburg © Der Künstler

 

Die entgrenzte Nacht steht im Zentrum dieser großen Ausstellung, die mit Werken von der frühen Moderne bis zur Gegenwart der Frage nachgeht, wie das Ordnungsprinzip von Hell und Dunkel, von Aktivität und Schlaf auf den Kopf gestellt wird, wie sich Wahrnehmung und Lebensalltag grundlegend verändern und Zwischenwelten entstehen. In Bildern, Skulpturen und Installationen erlebt man, wie das Licht der Dämmerung die Fantasie beflügelt und im Schein künstlicher Beleuchtung die Maskerade nächtlicher Akteuren schillernd zu Tage tritt.

 

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Alexandra Ranner, Glückselige Männer, 2016,  HD Film, 12:30 Min., Loop 
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Silkeborg_Gigabild_Presse

Silke Silkeborg, Beleuchtung der Welt, 2015 -18, Leinwand aus 12 Panelen, 360 x 800 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ausstellung und Katalog entstehen als Kooperation zwischen KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION, Düsseldorf, und dem Museum Marta Herford. Der historische Kern im Marta Herford basiert zudem auf einer Teilübernahme der Ausstellung „Peindre la nuit“ aus dem Centre Pompidou Metz.

 

 

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Jan Sluijters, Moon night II, Laren, 1911, Öl auf Leinwand, 50,5 × 71,5 cm, Kunstmuseum Den Haag
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

Marta Herford, Goebenstraße, Herford

26.10.2019 - 12.01.2020
Ausstellung Wolfsburg . „Wer bin ich? Wie sehen mich andere? Wer will ich sein?“ Gerade während der Pubertät gewinnt die Frage nach der eigenen Identität an besonderer Bedeutung. Mit "Inside Out – Konstruktionen des Ichs" ermöglicht das Kunstmuseum Wolfsburg erstmals Jugendlichen selbst, eine Ausstellung zu diesem Thema zu konzipieren. Alle Volontäre des Museums haben gemeinschaftlich mit Heranwachsenden zwischen 14 und 17 Jahren ein kursorisches Programm erarbeitet. 26.10.2019 bis 12.1.2020
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Inside - Out. Konstruktionen des Ichs
Ausstellung Wolfsburg . „Wer bin ich? Wie sehen mich andere? Wer will ich sein?“ Gerade während der Pubertät gewinnt die Frage nach der eigenen Identität an besonderer Bedeutung. Mit "Inside Out – Konstruktionen des Ichs" ermöglicht das Kunstmuseum Wolfsburg erstmals Jugendlichen selbst, eine Ausstellung zu diesem Thema zu konzipieren. Alle Volontäre des Museums haben gemeinschaftlich mit Heranwachsenden zwischen 14 und 17 Jahren ein kursorisches Programm erarbeitet. 26.10.2019 bis 12.1.2020

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Die Transformation des eigenen Körpers, die erwachende Sexualität, sich herausbildende gesellschaftliche Aufgaben und Zuschreibungen führen dazu, dass sich die Jugendlichen in dieser Zeit erstmals der unterschiedlichen Identifikationsangebote aus der realen und digitalen Umwelt bewusst werden. Auch in der zeitgenössischen Kunst werden diese existenziellen Fragen verhandelt: In einem Wechselspiel aus Rezeption, Selbstdarstellung und -inszenierung diskutieren Künstler*innen verschiedene Repräsentationsformen von Identität und reflektieren dabei gesellschaftliche Rollen und stereotype Identitätsmuster. Neben dem kritischen Umgang mit dem Thema Identität werden den Jugendlichen fachliche und methodische Kompetenzen vermittelt sowie die Begeisterung für zeitgenössische Kunst gefördert.

Der Entstehungsprozess

 

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Harry Hachmeister
OHNE TITEL #3 [AUS DER SERIE “GRIT WIR KRIEGEN DICH”]
2005
Analoger C-Print, gerahmt, 5/5 + 2 AP
Bildmaß: 50 x 36 cm
© Grit Hachmeister © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

Aus einer Vorauswahl aus 200 Kunstwerken wählten die Jugendlichen gemeinsam mit den wissenschaftlichen Volontärinnen künstlerische Positionen nach eigenen Themenschwerpunkten aus und näherten sich im gegenseitigen Austausch dem Begriff der Identität an. Dabei kristallisierten sich Aspekte der sexuellen Selbstbestimmung, Schönheitsideale, Selbstinszenierung, Abgrenzung, Krisen und Konflikte für die Jugendlichen als besonders relevant heraus. Die Ausstellungsexponate beleuchten diese Themen exemplarisch.

 

Die Themen im Fokus

 

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Mário Macilau
UNTITLED (MOMENTS OF TRANSITION) #5
2014
Druck auf seidenmattem Papier
80 x 120 cm; 84 x 124 x 6 cm
Leihgabe der Daimler Art Collection, Stuttgart/Berlin
© Mário Macilau
Foto: Uwe Seyl, Stuttgart

 

 

Während feministische Künstlerinnen wie Ulrike Rosenbach sich selbst in den 1970er-Jahren in ihrer Kunst in männlicher Pose inszenierten, um auf geschlechterspezifische Diskriminierung aufmerksam zu machen, nutzen junge Netzkünstlerinnen wie Signe Pierce digitale Plattformen wie Instagram, um durch Formen der Selbstinszenierung ein mediales Alter Ego zu kreieren und dieses in Echtzeit einer digitalen Öffentlichkeit außerhalb des geschützten musealen Raumes zur Diskussion zu stellen. Mit ihren teils stark sexualisierten Darstellungen zeigt die Künstlerin, dass der eigene Körper wiederkehrend zur zentralen Konfliktzone und Ort der sozialen Auseinandersetzung wird.

 

Narcissus

Signe Pierce
THE MYTH OF NARCISSUS
2018
Foto von Signe Pierce + Eli Rezkallah für Plastik Magazine
Courtesy Signe Pierce
© Signe Pierce

 

Auch der Künstler Harry Hachmeister spielt in seiner fotografischen Langzeitserie mit stereotypen Geschlechterrollen und dokumentiert seine eigene Suche nach seiner sexuellen Identität. Das Thema der sozialen Verortung greift Richard Billingham auf, indem er das prekäre soziale Milieu seiner eigenen Familie beleuchtet. Die Künstlerin Cao Fei untersucht, inwiefern sich unsere persönlichen Träume und Interessen mit der industrialisierten Arbeits- und

Kritik an einer von Kapitalismus getriebenen Gesellschaft üben auch die Künstler*innen Sylvie Fleury und Daniele Buetti. Während Fleury mit ihren mit Luxusartikeln gefüllten Shoppingbacks die verbreitete Gier nach Markenprodukten spiegelt, über die wir uns selbst zu nobilitieren versuchen, ritzt Buetti den Models seiner Fotografien in einem gewaltvollen Akt die Markenzeichen als Narben in ihre makellos erscheinenden Gesichter. Dass Mode nicht nur Teil der Konsumkultur, sondern auch ein popkulturelles Ausdrucksmittel ist, zeigen die Fotografien von Mário Macilau, auf denen sich junge Menschen aus Mosambik in Outfits inszenieren, die sowohl traditionelle Elemente der südafrikanischen Mode, als auch europäischen Stilideen vereinen.

Das sind die Künstler der Ausstellung:

Nevin Alada?, Richard Billingham, Daniele Buetti, Daniela Comani, Birgit Dieker, Cao Fei, Sylvie Fleury, Harry Hachmeister, Isabell Heimerdinger, Johannes Kahrs, Barbara Kruger, Mário Macilau, Bjørn Melhus, Signe Pierce, Richard Prince, Ulrike Rosenbach, Kerry Tribe

 

Konzeptiert und realisatiert von Elena Engelbrechter, Birte Hinrichsen, Nathalie Stelmach in Zusammenarbeit mit Veronique D., Lilith G., Senta G., Lilli H., Emilia K., Katharina K., Alistair M., Noemy M., Aurelia N., Nòra P., Agatha S., Karen S.

 

Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg

 

 

Lebenswelt in Einklang bringen lassen.

25.10.2019 - 19.07.2020
Ausstellung München . Für die sechste Ausgabe der Serie „Der Öffentlichkeit“ hat Theaster Gates die raumgreifende Installation „Black Chapel“ entwickelt. Das vielteilige Werk reagiert auf die repräsentative Architektur der 800 Quadratmeter großen Mittelhalle des Haus der Kunst, indem es ihr ein komplexes, politisch wie spirituell aufgeladenes Narrativ entgegensetzt: zwei große Pavillons sowie Vitrinen beherbergen eine Vielzahl an Skulpturen, Fotografien und Dokumenten.
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Theaster Gates: Black Chapel
Ausstellung München . Für die sechste Ausgabe der Serie „Der Öffentlichkeit“ hat Theaster Gates die raumgreifende Installation „Black Chapel“ entwickelt. Das vielteilige Werk reagiert auf die repräsentative Architektur der 800 Quadratmeter großen Mittelhalle des Haus der Kunst, indem es ihr ein komplexes, politisch wie spirituell aufgeladenes Narrativ entgegensetzt: zwei große Pavillons sowie Vitrinen beherbergen eine Vielzahl an Skulpturen, Fotografien und Dokumenten.

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Theaster Gates im Gespräch zur Ausstellungseröffnung im Haus der Kunst

 

Der US-amerikanische Künstler Theaster Gates (*1973) schlägt mit seinem Werk eine Brücke zwischen Kunst und Leben. Er fasziniert mit spannungsgeladenen Raumkonstellationen, mit denen er das Beziehungsgeflecht zwischen der stereotypen Repräsentation Schwarzer Kultur und den dahinter liegenden Machtstrukturen sichtbar macht. Unter Einbezug einer vielgestaltigen Praxis, die Skulptur, Installation, Film, Performance, Improvisation, musikalische Komposition und Aktionen im urbanen Raum einschließt, verwandelt Theaster Gates Räume in Orte der künstlerischen Intervention, und damit in potentielle Plattformen für politischen, kulturellen und sozialen Wandel. 

 

 

 

Für die sechste Ausgabe der Serie „Der Öffentlichkeit“ hat Theaster Gates die raumgreifende Installation „Black Chapel“ entwickelt. Das vielteilige Werk reagiert auf die repräsentative Architektur der 800 Quadratmeter großen Mittelhalle des Haus der Kunst, indem es ihr ein komplexes, politisch wie spirituell aufgeladenes Narrativ entgegensetzt: zwei große Pavillons sowie Vitrinen beherbergen eine Vielzahl an Skulpturen, Fotografien und Dokumenten. Darüber hinaus zeigen riesige, rotierende Leuchttafeln Fotografien aus den Archiven der ikonischen Johnson Publishing Company. Erstmalig wurde dieses Bildmaterial in den Magazinen „Ebony“ und „Jet“ veröffentlicht – zwei Publikationen mit Kultstatus, die maßgeblich zur Verbreitung Schwarzer Kultur in den Vereinigten Staaten beitrugen. Das Zusammenspiel von Skulptur und Fotografie eröffnet einen Raum, der Fragen zu Schwarzer Geschichte, Spiritualität und Repräsentation thematisiert und visuell neu formuliert.In der benachbarten Archivgalerie macht Theaster Gates zudem die Plattensammlung von Jesse Owens zugänglich, die sich in seinem Besitz befindet.

 

 

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Ausstellungsansicht "Black Chapel" Foto Heiner Henninges

 

 

Der Athlet Jesse Owens (1913-1980) wuchs zu Zeiten der strikten Rassentrennung in den USA auf und wurde entsprechend wenig gewürdigt. Auf der Olympiade in Berlin holte der Ausnahmesportler 1936 unter den Augen Adolf Hitlers mehrere Goldmedaillen. Seine Erfolge wurden von der umstrittenen Regisseurin und Fotografin Leni Riefenstahl festgehalten, die dort den Propagandafilm „Olympia“ drehte.

Das Material ist nun als Teil eines neu entstandenen Films des Künstlers zu sehen und ermöglicht einen kritischen Blick auf die rassistische Bildpolitik.Die Wege von Jesse Owens und Leni Riefenstahl kreuzten sich erneut im Jahr 1972, als beide abermals zur Olympiade nach München reisten. Die Annäherung an die Lebensgeschichte von Jesse Owens über den Sound der mehr als 1800 Platten umfassenden Sammlung und deren Rezeption sowie das Aufeinanderprallen der rassistischen Ideologien der USA und Deutschlands, die Jesse Owens‘ Lebenszeit prägten, sind im Kontext der belasteten Geschichte des Haus der Kunst besonders aufschlussreich.

 

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Ausstellungsansicht "Black Chapel" Foto Heiner Henninges

 

„Come shout with us and shake your funky ass“ (Theaster Gates) 
Theaster Gates ist Gründer und Sänger des legendären Ensembles Black Monks (ehemals Black Monks of Mississippi). Die musikalischen Wurzeln der Gruppe liegen in der sogenannten „Music of the South“ - dem Blues, Funk und der Gospelmusik, greifen aber auch asketische Praktiken der östlichen Klostertraditionen auf.

Die Stimmen und Sounds heben experimentell die Besonderheiten des „Black Sounds“ hervor und rufen Sehnsucht, Freude, Schmerz und Ekstase wach.

 

25.10.2019 - 01.02.2020
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Für die Ausstellung im Art Foyer der DZ Bank hat Barbara Klemm 93 fotografische Kunstwerke von 22 internationalen Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt. Alle Werke folgen Bildkompositionen, die zeichnerische und malerische Assoziationen oder skulpturale Ansätze in sich tragen. Die Arbeiten spiegeln anschaulich Barbara Klemm feines Gespür für künstlerische Bildkompositionen wider. Bis 1.2.2020
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(An-)sichten - Das Künstlerische im Dokumentarischen
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Für die Ausstellung im Art Foyer der DZ Bank hat Barbara Klemm 93 fotografische Kunstwerke von 22 internationalen Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt. Alle Werke folgen Bildkompositionen, die zeichnerische und malerische Assoziationen oder skulpturale Ansätze in sich tragen. Die Arbeiten spiegeln anschaulich Barbara Klemm feines Gespür für künstlerische Bildkompositionen wider. Bis 1.2.2020

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Evelyn Richter
Rudolf Hausner, Altes Museum Berlin, 1979, aus der Serie:
Ausstellungsbesucher, Silbergelatine-Abzug, Blatt: 30 x 40 cm

 

Die renommierte Fotografin Barbara Klemm hat als Gastkuratorin für die aktuelle Ausstellung einen ganz persönlichen Blick auf die DZ BANK Kunstsammlung geworfen. Ihre Auswahl der Werke, sind unter dem Titel „Das Künstlerische im Dokumentarischen“ zusammengefasst,.
Barbara Klemm hat über vier Jahrzehnte die Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen begleitet und deren Wahrnehmung nachhaltig geprägt. Nicht wenige ihrer Bilder wurden zu Ikonen des 20. Jahrhunderts.


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Timm Rautert
New York (Wellington Hotel), 1969, aus der Serie: New York, 1969,
Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, Blatt: 40,6 x 50,8 cm

 



Auf Bilder der Kunstgeschichte verweisen etwa Timm Rautert (*1941 in Tuchel/Westpreußen), Simone Nieweg (*1962 in Bielefeld) und Arno Fischer (*1927 in Berlin; †2011 in Neustrelitz). Timm Rautert lässt mit seinem Bild „New York (Wellington Hotel)“ an die Gemälde eines Edward Hopper denken. Simone Niewegs „Kohlfeld, Düsseldorf“ erinnert an Landschaftsgemälde aus dem 18. Jahrhundert und Arno Fischers „Ostberlin, Friedrichshain“ verweist auf Édouard Manets „Frühstück im Freien“.

 

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Roger Ballen
Inmate, 2003, aus der Serie: Shadow Chamber,
Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, Blatt: 42,1 x 40,5 cm



Horizontale, Vertikale und Diagonale in den Arbeiten von Helen Levitt (*1913 in New York/USA; †2009 ebenda), Evelyn Richter (*1930 in Bautzen), Ulrich Wüst (*1949 in Magdeburg), Wolfgang Volz(*1948 in Tuttlingen), Roger Ballen (*1950 in New York/USA), Gabriele Basilico (*1944 in Mailand/Italien; †2013 ebenda) und Mario Giacomelli (*1925 in Senigallia/Italien; †2000 ebenda) und anderen erinnern an einen zeichnerischen Bildaufbau, der die Tiefenwirkung aufhebt oder verstärkt. Ulrich Wüst und Wolfgang Volz bilden dynamische Diagonalen mithilfe von Stühlen und Autos; Roger Ballen hebt  durch seine eigenwillige Anordnung von Mensch, Raum und Gegenständen die räumliche Wirkung gänzlich auf.

 

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Mario Giacomelli
Verrà la morte e avrà i tuoi occhi, 1954-1956,
Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, Blatt: 39,8 x 29,8 cm

 


Flächen wie Kreise, Rechtecke, Quadrate, Dreiecke und Rauten führen ebenso wie Striche, Linien und Punkte zur Abstraktion der Bildinhalte. Pietro Donzelli  (*1915 in Monte-Carlo/Monaco; †1998 in Mailand/Italien) geht mit Licht und Schatten um, als lege er ein Raster aus Linien und Flächen über die Motive.

Daneben können Unschärfen Pinselstriche simulieren, wie es Boris Savelev (*1947 in Czernowitz, Ukraine) in seiner Arbeit „Zwei Schatten, Moskau“ anwendet. Einerseits erzeugt er damit eine flächige Wirkung von Szenerien, die eigentlich perspektivisch hintereinander gelagert sind. Andererseits erscheinen die Schlieren auf der Glasscheibe oder die Schatten wie bewusst gesetzte Akzente mittels eines Pinsels.

 

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Sibylle Bergemann
Allerleirauh, Berlin, Heike, 1988,
Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, Blatt: 46,5 x 34,5 cm



Ein skulpturaler Ansatz ist bei Shirana Shahbazi (*1974 in Teheran/Iran), Arno Fischer sowie bei Claus Bury (*1946 in Gelnhausen) erkennbar. Und auch Sibylle Bergemann (*1941 in Berlin; †2010 in Gransee), die zu den großen fotografischen Künstlerinnen der DDR zählt, positioniert Körper und Körperlichkeit wie Skulpturen im Raum. Ihr sehr genauer Blick verbindet sie mit der ostdeutschen Fotografie der Leipziger Schule um Arno Fischer und Sibylle Bergemann. Aber auch Einzelpositionen aus dem ehemaligen Ost-Berlin (Ulrich Wüst) und Dresden (Evelyn Richter) gehören dazu. Evelyn Richter führt in ihren Museumsbildern zwei Ebenen zusammen: Sie verbindet in ihrer Serie „Ausstellungsbesucher“ den Betrachter mit dem Gemälde, das er sich gerade im Museum anschaut. Durch die Auswahl dieser Bilder ehrt Barbara Klemm ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem ehemals anderen Teil Deutschlands, die einer ähnlichen Bildauffassung folgen wie sie selbst.

 

Präsentiert werden Arbeiten aus der DZ BANK Kunstsammlung von Roger Ballen, Gabriele Basilico, Sibylle Bergemann, Laurenz Berges, Claus Bury, Pietro Donzelli, Arno Fischer, André Gelpke, Mario Giacomelli, Anthony Haughey, Helen Levitt, Will McBride, Simone Nieweg, Robert Rauschenberg, Timm Rautert, Evelyn  Richter, Heinrich Riebesehl, Boris Savelev, Shirana Shahbazi, Dennis Stock, Wolfgang Volz, Ulrich Wüst u.a.


Art Foyer der DZ Bank, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

 

21.10.2019 - 07.02.2020
Fotoausstellung Hof . Megacities fotografisch zu erschließen hat ich Christian Höhn vorgenommen. Sie sind kein Idyll, sondern Monster. Nicht gewachsen, sondern hingeklotzt. Auf keine Art bescheiden, sondern auftrumpfend auch in der Vertikalen. Über ihn und seine Arbeiten wird bei der Eröffnung am 18. Oktober um 17.30 Uhr Freiheitshalle in Hof der Buchautor, Journalist und Ausstellungskurator Hans-Michael Goetze sprechen. Ausstellung vom 21.10.2019 bis 7.2.2020
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Christian Höhn - Megacity
Fotoausstellung Hof . Megacities fotografisch zu erschließen hat ich Christian Höhn vorgenommen. Sie sind kein Idyll, sondern Monster. Nicht gewachsen, sondern hingeklotzt. Auf keine Art bescheiden, sondern auftrumpfend auch in der Vertikalen. Über ihn und seine Arbeiten wird bei der Eröffnung am 18. Oktober um 17.30 Uhr Freiheitshalle in Hof der Buchautor, Journalist und Ausstellungskurator Hans-Michael Goetze sprechen. Ausstellung vom 21.10.2019 bis 7.2.2020

Singapur II, 2006

Singapur 2006

 

Christian Höhns Augenmerk gehört den Riesenstädten der Welt, die er mit einer besonderen Aura des Unwirklichen fotografiert und mit ebenfalls rieseigen Formaten dem Publikum präsentiert.

 

Paris II, 2010

Paris 2010

 

 

Dr. Barbara Rök vom Germanischen Nationalmuseum Nürnberg schreibt dazu: „Seit über zehn Jahren beschäftigt sich Christian Höhn mit dem Phänomen der Megacity. Seine zumeist von erhöhtem Standort fotografierten Großstadtkulissen lösen vielfältige Assoziationen aus, vermitteln Monumentalität und nicht selten Gefühle wie Anonymität und Entfremdung. Die großformatigen Arbeiten zeigen auf eindrucksvolle Weise die Vielfalt und zugleich eine gewisse Uniformität der internationalen Urbanisierung. Gezielte Farbnuancierungen und Blickwinkel übersteigern jene klare Stadtästhetik, die Schein, Stil und Design zur zentralen Maxime erhebt, der man sich letztlich aber auch nicht entziehen kann. Die völlig menschenleeren Bilder drücken mehr aus, als man auf den ersten Blick erkennt. Der Betrachter zieht unwillkürlich Rückschlüsse auf die Bewohner, deren Umfeld, Befindlichkeiten, Bedürfnisse, Ansprüche, aber auch Ängste. So werden – obwohl unsichtbar – der Mensch sowie die Frage nach seiner Lebensideologie zum eigentlichen Thema.“

 

Shanghai IV, 2011

Shanghai 2011

 

Seoul I, 2010

Seoul 2010

 

Dubai VI, 2012

Dubai 2012

 

Das Thema ist für ihn nach wie vor zentral, denn weltweit gibt es immer mehr Beispiele dieser „schönen Monstren der Urbanität“, wie es der Foto-Philosoph Prof. Dr. Christoph Schaden mit Blick auf Höhns Bilder formulierte, Christian Höhn ist immer auf der Suche nach exzeptionellen Blickwinkeln. Er scheut keine Vorbereitung, sonst schwer zugängliche Standpunkte betreten zu dürfen. Viele seiner brillanten Aufnahmen sind von allerhöchsten Bauwerken aus aufgenommen. Er hat die Geduld, ausgesuchte Lichtstimmungen abzuwarten.

 

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Bejing 2012

 

Ein weiterer Höhepunkt seines Schaffens war u.a. die Ausstellung im Museum für Kommunikation in Nürnberg mit dem Titel „One Station“, bei der er berühmte Bahnhöfe in Szene setzte, die in der Weltliteratur eine Rolle spielen. Er denkt gerne in Serien, nicht in Einzelbildern.

 

Die Ausstellung findet im Foyer des Großen Hauses statt (Zugang über den Haupteingang am Volksfestplatz).

17.10.2019 - 25.01.2020
Mit seinen unkonventionellen Kampagnen für Benetton ist der italienische Fotograf Oliviero Toscani weltberühmt geworden. Jetzt kommt Oliviero Toscani nach Graz in das Atelier Jungwirth, wo der am 17. Oktober einen Talk, am 19. und 20. Oktober eine zweitägige Masterclass hält und in einer Ausstellung vom 21. Oktober 2019 bis 25. Januar 2020 seine außergewöhnlichen Bilder zu bewundern sind.
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Oliviero Toscani kommt ins Atelier Jungwirth nach Graz
Mit seinen unkonventionellen Kampagnen für Benetton ist der italienische Fotograf Oliviero Toscani weltberühmt geworden. Jetzt kommt Oliviero Toscani nach Graz in das Atelier Jungwirth, wo der am 17. Oktober einen Talk, am 19. und 20. Oktober eine zweitägige Masterclass hält und in einer Ausstellung vom 21. Oktober 2019 bis 25. Januar 2020 seine außergewöhnlichen Bilder zu bewundern sind.
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atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
 
 
 
Oliviero Toscani schuf neben der Arbeit für Benetton auch ikonische Bilder und Kampagnen für Esprit, Chanel oder Fiorucci. Er arbeitete für Elle, Vogue, GQ, Harper’s Bazaar, Esquire, Stern und Libération. Er gründete das Magazin „Colors“ und er war maßgeblich an der Kreativschmiede „Fabrica“ von Benetton beteiligt. Er veröffent-
lichte mit dem Buch „Die Werbung ist ein lächelndes Aas“ eine Abrechnung mit der Branche und zugleich einen Bestseller, der bis heute als Standardwerk gilt. Seit 2007 reist er für sein Projekt RAZZA UMANA um die Welt. Ziel ist es, die Vielfalt der Menschen mit Fotografien und Videos einzufangen.
 
 
Oliviero Toscani, Cuori Scritte
 
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
Oliviero Toscani, Cuori Scritte
 
 
 
 
 
Erstmals kommt Oliviero Toscanit ins Atelier Jungwirth nach Graz  für eine Ausstellung, einen Talk und einen Workshop.
Am 17. Oktober wird er einen seiner viel beachteten Talks halten, bei denen Toscani seine Sicht der Dinge stets wortgewaltig und prägnant präsentiert. Am selben Tag wird seine Ausstellung in der Galerie eröffnet.
 
 
 
Oliviero Toscani, Preservativi
 
 
 
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
Oliviero Toscani, Preservativi
 
 
Am 19. und 20. Oktober veranstaltet das Atelier Jungwirth eine zweitägige Masterclass mit dem gebürtigen Mailänder, der nicht nur für FotografInnen, sondern auch für Kreative aller Sparten spannende Einblicke in Toscanis Denken vermittelt. Im Vordergrund steht nicht die Technik, sondern die Kunst, hinter die Oberfläche der Dinge zu blicken. Titel des Workshops: „Is taking pictures enough to be a photographer?“
 
 
Nähere Informationen zum Programm sowie Tickets für den Talk und den Workshop sind im Atelier Jungwirth erhältlich (www.atelierjungwirth.com).
 
 
 
 
Oliviero Toscani, United Colors of Benetton, 1992
 
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
Oliviero Toscani, United Colors of Benetton, 1992
 
 
 
Informationen:
 
 
Oliviero Toscani in Graz.
17.10.2019 / Talk
Congress Graz | Steiermarksaal, Schmiedgasse 2, 8010 Graz
Einlass: 16.30 Uhr, Beginn: 17 Uhr, Dauer: ca. 99 Minuten
Kosten: 66,– (inkl. 13% MwSt)
Seine Vorträge in englischer Sprache bieten nicht nur authentische Einblicke in das
internationale Fashion- und Werbedenken, sondern auch eine offene Analyse kreativer
Prozesse. Toscani, der seine Talks stets mit aktuellen Fragestellungen anreichert, rüttelt
wie kein zweiter an Tabus und macht damit jungen wie etablierten Kreativen Mut zum
Quer- und Andersdenken. Kommunikation ist bei ihm nie Selbstzweck, sondern hat die
Aufgabe, gesellschaftliche Phänomene zu spiegeln. Durch seine faszinierende Arbeit
und seine Hartnäckigkeit ist es ihm gelungen, auch traditionelle Unternehmen mit
gänzlich neuen Methoden zu evolutionieren. Seine Talks sind stets Anziehungspunkt
für Menschen aus allen Berufsfeldern der sogenannten Kreativindustrie.
 
17.10.2019 / Ausstellungseröffnung
im Atelier Jungwirth, Opernring 12, um 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 21. Oktober bis 25. Januar 2020
 
 
19. und 20.10.2019 / Masterclass • 33 hours
„Is taking pictures enough to be a photographer?“
Inkl. 2x Mittagessen (exkl. Getränke), 1x Dinner Snack, Wasser und Kaffee
Start: 19.10., 9 Uhr • Ende: 20.10., 18 Uhr
Kosten: 1.555,– (inkl. 20% MwSt)
Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz
Die Masterclass wird in englischer Sprache gehalten.
Infos und Anmeldung:
Atelier Jungwirth, T: +43/316/815505, mail@atelierjungwirth.com
 
 
Oliviero Toscani, Razza Umana
 
atelierjungwirth.com/© Oliviero Toscani
Oliviero Toscani, Razza Umana
 
 
 
 
Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz
 
 
17.10.2019 - 19.01.2020
Ausstellung München . In über 60 Jahren architektonischer Praxis hat Balkrishna V. Yoshi eine Vielzahl an unterschiedlichen Projekten verwirklicht, wofür Doshi 2018 mit dem renommierten Pritzker-Preis geehrt wurde. Die Ausstellung, die in der Pinakothek der Moderne gezeigt wird, ist ein Projekt des Vitra Design Museums und der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit der Vastushilpa Foundation. 17.10.2019 bis 19.1.2020
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Balkrishna V. Yoshi. Architektur für den Menschen
Ausstellung München . In über 60 Jahren architektonischer Praxis hat Balkrishna V. Yoshi eine Vielzahl an unterschiedlichen Projekten verwirklicht, wofür Doshi 2018 mit dem renommierten Pritzker-Preis geehrt wurde. Die Ausstellung, die in der Pinakothek der Moderne gezeigt wird, ist ein Projekt des Vitra Design Museums und der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit der Vastushilpa Foundation. 17.10.2019 bis 19.1.2020

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Doshis Bibliothek im Untergeschoss seines Wohnhauses: »Kamala House«,
Ahmedabad, 1963, Erweiterung 1986 
© Vastushilpa Foundation, Ahmedabad 

 

Balkrishna V. Doshi (* 1927 in Pune, Indien) ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. Seit den 1950er-Jahren hat er mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich. Zu den Pionierleistungen gehören unter anderem das Indian Institute of Management (1977-1992), sein eigenes Architekturbüro Sangath (1980) und die berühmte Wohnsiedlung Aranya für Menschen mit geringem Einkommen (1989). Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete.

 

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Einer der weitläufigen, lichtdurchfluteten Korridore des »Indian Institute of  Management« (IIM), 
Bangalore, 1977-92 
© Courtesy of Vastushilpa Foundation, Ahmedabad, 
Foto: Vinay Panjwani – India

 

 

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 Treppenaufgang zu den Arbeitsplätzen in Doshis 
Architekturbüro: »Sangath Architect’s Studio«, 
Ahmedabad, 1980 
© Vastushilpa Foundation, Ahmedabad 

 

Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. Doshis Gesamtwerk wird vom 17. Oktober 2019 bis zum 19. Januar 2020 im Architekturmuseum der TUM in einer Retrospektive gezeigt. Anhand einer Fülle von Originalzeichnungen, Architekturmodellen, Plänen, Malereien, Fotografien, Filmen und begehbaren Rauminstallationen wird sein Schaffen in den Bereichen Architektur, Städtebau, Design und Kunst umfassend präsentiert.

17.10.2019 - 23.11.2019
Fotoausstellung München . In der Rathausgalerie Kunsthalle zeigt eine Werkschau Arbeiten aus den Jahren 1979 bis 2019 von Stefan Hunstein, der sich als Fotograf ebenso wie als Schauspieler einen großen Namen gemacht hat. 17.10.2019 bis 23.11.2019
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Stefan Hunstein - Fotografie ist die Botschaft
Fotoausstellung München . In der Rathausgalerie Kunsthalle zeigt eine Werkschau Arbeiten aus den Jahren 1979 bis 2019 von Stefan Hunstein, der sich als Fotograf ebenso wie als Schauspieler einen großen Namen gemacht hat. 17.10.2019 bis 23.11.2019

Man Son 69 - Installation Hamburger Kunsthalle, 2009 © Stefan Hunstein

Man Son 69 - Installation Hamburger Kunsthalle, 2009 © Stefan Hunstein

 

Von der dokumentarischen Bildsprache hält Stefan Hunstein nicht viel. Sichtbares lässt er in den Hintergrund treten und versucht, Unsichtbares sichtbar zu machen. Wichtig ist ihm die Auslotung der verschiedenen Ausdrucks- und Darstellungsmöglichkeiten des Mediums Fotografie. Mit feinsinnigem Gespür nähert sich Hunstein den Motiven und schafft eine sehr persönliche Bildsprache. Seine Fotografien aktivieren unser Sehen, drängen sich nicht auf oder konfrontieren mit autoritativer Deutung. Dass sie gleichsam Angebote zur Wahrnehmung sind, gehört zu einer ihrer spezifischen Qualitäten.

 

Der Blick in den Himmel, 2013 © Stefan Hunstein

Der Blick in den Himmel, 2013 © Stefan Hunstein

 

 

Ice (Nr. 11), 2014 © Stefan Hunstein

Ice (Nr. 11), 2014 © Stefan Hunstein

 

Als Schauspieler, der zum Ensemble des Bayerischen Staatsschspiels gehört, hatte Stefan Hunstein 1957 in Kassel geboren, schon seit Jahrzehnten Erfolg und nicht minder als Fotokünstler. Seine Fotografien wurden schon in zahlreichen Museen und Galerien ausgestellt und schmücken Sammlungen wie die der Pinakothek der Moderen, der Roland Berger Art Collection oder der Galerie im Lenbachhaus.

 

Schön wars!, 2010 © Stefan Hunstein

Schön war's!, 2010 © Stefan Hunstein

 

 

Die Augen der Attentäter, 2005 © Stefan Hunstein

Die Augen der Attentäter, 2005 © Stefan Hunstein

 

Stefan Hunstein studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. In den 1980er Jahren war er in Freiburg im Breisgaz und am Schauspielhaus Bochum engagiert. Nach dem Weggang von Bochum kam er nach kurzem Engagement kam erl als Ensemblemitglied an die Münchner Kammerspiele.

Zudem hat Hunstein sich einen Namen als Fernseh- und Kinoschauspieler und Rezitator gemacht, u. a. mit Texten von Thomas Bernhard. Seit seiner Jugend beschäftigt sich Stefan Hunstein mit Fotografie, ist Träger des Deutschen Photopreises (1991) und gestaltete als Fotokünstler zahlreiche Einzelausstellungen in mehreren Ländern Europas.

 

Rathausgalerie Kunsthalle, Marienplatz, München

17.10.2019 - 24.11.2019
Fotoausstellung Hannover . Hauptsache, es gibt ein Bild davon - eine Entwicklung in den Medien, die zu vielen Auswüchsen geführt hat. Likes, Follower und Reports sind heute die messbaren Parameter des sozialen Erfolgs. Um diese Thema drehen sich die Motive von Florian Müller, die in der Galerie für Fotografie ausgestellt sind. Bis 24.11.2019
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Florian Müller: Hashtags Unplugged - Von Lastern und Leitmotiven
Fotoausstellung Hannover . Hauptsache, es gibt ein Bild davon - eine Entwicklung in den Medien, die zu vielen Auswüchsen geführt hat. Likes, Follower und Reports sind heute die messbaren Parameter des sozialen Erfolgs. Um diese Thema drehen sich die Motive von Florian Müller, die in der Galerie für Fotografie ausgestellt sind. Bis 24.11.2019

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Es scheint kaum eine Nische zu geben, sei sie auch noch so kontrovers besetzt, die nicht irgendwo ihren tosenden digitalen Applaus in den sozialen Netzwerken bekommt. Kurzlebige Schönheitsideale, eine ungezügelte Sexualität und maßlose Selbstoptimierung werden in der postprivaten Öffentlichkeit sozialer Netzwerke zur Aufwertung der eigenen Existenz gefeiert als gäbe es kein Morgen mehr.

 

06_HashtagsUnplugged_FlorianMueller

 

Die Laster von einst sind zu den Leitmotiven im Jetzt geworden. Doch Instagram ist nicht nur das Sündenbabel einer Generation von Hedonisten und Narzissten, die den Exzess auf dem Scheiterhaufen der Moral feiert, es ist auch der Ort, an dem sich Andere abwerten, um ein wenig Menschlichkeit in Form von Zuspruch und Mitgefühl zu erhaschen, die in der echten Welt nicht für sie vorgesehen scheint. Wieder Andere vermitteln mit ihren Bildern die Sehnsüchte nach einer besseren Welt. Das Credo des Selbstdarstellungskults unserer Tage scheint zu lauten: Wir haben alle Freiheiten. Wir müssen uns nur entscheiden, wer wir sein wollen.

 

02_HashtagsUnplugged_FlorianMueller

 

Auf der sinnstiftenden Suche nach sich selbst nehmen viele Instagrammer eine Identität an, die oft schonungslos auf ihr Selbst in der Realität zurückwirkt. Die neue öffentliche Selbstenthüllung und Erzähllust brechen das einstige Konzept von Privatsphäre. Alle wollen herausstechen, gesehen werden, bedeutsam sein und mäandern unter der wachsamen Beobachtung ihrer Follower zwischen exzentrischen und konformistischen Ideen ihrer selbst hin und her. Zwischen grellbuntem Eskapismus und fahlgrauer Alltagsödnis, Thigh Gap und Gender Gap, Kätzchen und Zimmerpflanzen ist alles möglich. Hauptsache, es gibt ein Bild davon.

Nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter studierte der 1982 geborene Florian Müller an der Hochschule Hannover, an der er seit 2015 als Lehrbeauftragter im Studiengang "Fotojournalismus und Dokumentarfotografie" tätig ist. Neben der freien Arbeit für Redaktionen, Nichtregierungsorganisation und Stiftungen, treibt er teils aufwändige selbstinitiierte Fotoprojekte voran. Dabei steht für ihn immer die individuelle Lebenswirklichkeit seiner Protagonisten im Fokus, ohne dass er dabei das Gesellschaftliche große Ganze aus dem Auge verliert.

„Hashtags Unplugged“ wurde durch ein Stipendium der Kulturstiftung der VG Bild Kunst unterstützt.

 

GAF Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15d, Hannover

 

 

12.10.2019 - 23.02.2020
Fotoausstellung Berlin . Mit rund 200 Aufnahmen zeigt das Berliner Museum für Fotografie die erste umfassende Einzelausstellung des Stuttgarter Fotografen Ludwig Windstosser. Die Ausstellung ermöglicht einen erstmaligen Einblick in Leben und Werk des Fotografen. Die Arbeiten stammen aus der Sammlung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, die den Nachlass Ludwig Windstossers bewahrt. 12. Oktober 2019 bis 23. Februar 2020
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Ludwig Windstosser - Fotografie der Nachkriegsmoderne
Fotoausstellung Berlin . Mit rund 200 Aufnahmen zeigt das Berliner Museum für Fotografie die erste umfassende Einzelausstellung des Stuttgarter Fotografen Ludwig Windstosser. Die Ausstellung ermöglicht einen erstmaligen Einblick in Leben und Werk des Fotografen. Die Arbeiten stammen aus der Sammlung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, die den Nachlass Ludwig Windstossers bewahrt. 12. Oktober 2019 bis 23. Februar 2020

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 Ludwig Windstosser: Zeitungsfrau, 1970, Farbpapier,
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

 

Durch seine Firmenporträts avancierte Ludwig Windstosser (1921–1983) zum führenden Industriefotografen der westdeutschen Nachkriegszeit und ist dennoch bis heute weitgehend unbekannt. In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war Windstosser Mitglied der Gruppe fotoform und beteiligte sich an den Ausstellungen und Buchprojekten der subjektiven fotografie. In Anknüpfung an die fotografischen Tendenzen der 1920er- und frühen 1930er-Jahre prägte vor allem fotoform die Bildsprache der fotokünstlerischen Nachkriegsavantgarde.

 

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 Ludwig Windstosser: Der Aussenseiter, 1949, Silbergelatinepapier,
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

 

 

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 Ludwig Windstosser: Kumpel mit Berglehrling, ohne Datum, Silbergelatinepapier,
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

 

Steile Perspektiven, ungewöhnliche Bildausschnitte und starke Kontraste finden sich auch in den Werbeaufnahmen, die Windstosser als Industriefotograf ab den frühen 1950er-Jahren für viele Firmen – vom Stahlbau über Pharmahersteller bis hin zur Textilbranche – realisierte. So porträtierte er das Bergbauunternehmen Ruhrkohle AG, das für den Aufschwung der westdeutschen Wirtschaft eine maßgebliche Rolle spielte. In seinen Fotografien zeigt er den Produktionsablauf von den Schächten bis hin in die heimischen Öfen und entwickelt dabei ein Bild vom Bergbau, das auch heute noch im kollektiven Gedächtnis präsent ist.

 

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 Ludwig Windstosser: Blick vom I-Punkt Berlin auf die Innenstadt mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche,
um 1971, Farbpapier
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

 

Auch für seine zahlreichen Buchprojekte fing Windstosser den nachkriegsdeutschen Zeitgeist mit seiner Kamera ein. Die Bildbände führen das Lebensgefühl in Großstädten einerseits sowie ein breites Spektrum an Landschaftsaufnahmen andererseits vor Augen. Der 1972 erschienene Bildband „Berlin: teils teils“ ist ein Porträt West-Berlins, in einer von Wiederaufbau und Fortschritt aber auch dem Wunsch nach Normalität und Sicherheit geprägten Zeit. Dieses Spannungsfeld zieht sich durch geschickte Gegenüberstellungen durch das gesamte Farbfotobuch.

Die Karriere Ludwig Windstossers steht exemplarisch für das Wirken vieler FotografInnen in der Zeit des westdeutschen Wirtschaftswunders, seine Arbeit ist andererseits einzigartig in der Vielseitigkeit ihrer Bildsprache.

Der zur Ausstellung im Kerber Verlag erscheinende Begleitband vertieft die drei Hauptaspekte im Schaffen Windstossers – künstlerische Fotografie, Industriefotografie, Stadt- und Landschaftsaufnahmen.

 

Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, Berlin

11.10.2019 - 09.02.2020
Fotoausstellung München . In einer Sonderausstellung zeigt das Verkehrszentrum des Deutschen Museums Bilder des Multitalents Roger Fritz, der in seinem über 80-jährigen Leben nicht nur als Fotograf glänzte, sondern ebenso als Regisseur, Autor, Produzent, und Schauspieler. Vom 11. Oktober 2019 bis 9. Februar 2020
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Roger Fritz - Der bewegte Mensch
Fotoausstellung München . In einer Sonderausstellung zeigt das Verkehrszentrum des Deutschen Museums Bilder des Multitalents Roger Fritz, der in seinem über 80-jährigen Leben nicht nur als Fotograf glänzte, sondern ebenso als Regisseur, Autor, Produzent, und Schauspieler. Vom 11. Oktober 2019 bis 9. Februar 2020
 

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Foto Heiner Henninges

 

Sind die Bilder für das Museum fotografiert oder ist das Museum für die Bilder gebaut? Beides nicht, aber die Motive von Roger Fritz "Der bewegte Mensch" hätten keinen besseren Platz finden können als in dem Verkehrszentrum auf 12.000 Quadratmetern Fahrzeuge verschiedenster Kategorien zeigt. Ausstellungshallen, deren Eisenbeton Struktur 1906 von Wilhelm Bertsch entworfen, in ihrer Schlichtheit einfach begeistern.

 

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Einmal nicht langweilig wie man es von vielen Eröffnungen kennt:
die Rede von Autor und Kurator Hans-Michael Koetzle bei der Vernissage. Roger Fritz fotografiert den Laudator.
Foto Heiner Henninges

 

Als erstes fällt den meisten Menschen beim Namen Roger Fritz der Film „Mädchen, Mädchen“ ein, gedreht in den wilden 60er Jahren in München bei dem er auch die Schauspielerin Helga Anders, seine spätere Ehefrau von der er nach 5 Jahren geschieden wurde, kennengelernt hatte. Das war nicht sein erster und einziger Film: So assistiert er unter anderem Luchino Visconti bei „Boccaccio 70“ (I/F 1961) und „Il Gattopardo“ (I/F 1962) drehte in Deutschland dreht Roger Fritz Filme wie „Häschen in der Grube“ (1968), „Mädchen mit Gewalt“ (1969) und „Zwischen uns beiden“ (1971). In zahlreichen Filmen, unter anderem von Rudolf Thome („Fremde Stadt“, 1972), Sam Peckinpah („Steiner - Das Eiserne Kreuz“, 1976) und Rainer Werner Fassbinder („Lili Marleen“, 1981) steht Roger Fritz als Darsteller vor der Kamera.

 

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"Bewegte Menschen": Eine Kollage mit Bildern von Roger Fritz,
die in der Ausstellung im Verkehrszentrum zu sehen sein werden.
Fotos: Roger Fritz

 

 

1961 studiert er an der UFA-Nachwuchsschule für Schauspiel und Regie in Berlin. 1963 dreht Roger Fritz seinen ersten Kurzfilm „Verstummte Stimmen“, ausgezeichnet mit dem Bundesfilmpreis, sein zweiter Kurzfilm „Zimmer im Grünen“ erhält das Prädikat „Besonders wertvoll“.

 

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Ausstellung "Der bewegte Mensch".
Foto Heiner Henninges

 

 

Ausgebildet wurde Roger Fritz als Großhandelskaufmann und vor dem Filmen kam erst einmal die Fotografie. 1955 lernt er in München den Fotografen Herbert List kennen und assistiert ihm gelegentlich. Er beginnt selbst zu fotografieren und gewinnt als 20-Jähriger bei der photokina seinen ersten Preis, zwei Jahre später den nächsten. 1959 ist er Mitbegründer der legendären Zeitschrift twen. Er fotografiert für die Zeitschriften „Stern“, „Quick“, „Bunte“ und die französische „Vogue“ sowie für Rainer Werner Fassbinder und veröffentlicht 1982 das Buch zum Film „Querelle“.

Roger Fritz porträtiert nicht nur Menschen, die unterwegs sind, fahren, laufen oder auch im Verkehrsbetrieb innehalten und warten. Er hält das Besondere im Alltäglichen fest. Und in der Summe veranschaulichen seine Bilder aus drei Jahrzehnten, wie grundlegend Mobilität unser gesamtes Leben prägt.

 

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Bettina Gundler, Leiterin des Zweigmuseums
bei der Ausstellungseröffnung fotografiert von Roger Fritz
Foto Heiner Henninges

 

„Diese Bilderreihe passt ganz hervorragend ins Verkehrszentrum“, findet Bettina Gundler, Leiterin des Zweigmuseums am Bavariapark. „Unsere Autos, Züge, Räder, Kutschen und Co. repräsentieren ja, was uns bewegt. Roger Fritz‘ Fotos ergänzen das Was durch ein Wie – oder besser gesagt: durch ein So!“

 

Halle I des Verkehrszentrums des Deutschen Museums, Am Bavariapark 5, München

 

11.10.2019 - 30.11.2019
Fotoausstellung Berlin . In einer Vintage-Ausstellung wird erstmals in Deutschland "Erwin Blumenfeld - Chasing Dream", kuratiert von Chaussee 36 in The Wispre Hofkeller vorgestellt. Die umfangreiche Ausstellung widmet sich Erwin Blumenfelds experimentellem Ansatz in der Aktfotografie. Bis 30.11.2019
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Erwin Blumenfeld - Chasing Dreams
Fotoausstellung Berlin . In einer Vintage-Ausstellung wird erstmals in Deutschland "Erwin Blumenfeld - Chasing Dream", kuratiert von Chaussee 36 in The Wispre Hofkeller vorgestellt. Die umfangreiche Ausstellung widmet sich Erwin Blumenfelds experimentellem Ansatz in der Aktfotografie. Bis 30.11.2019

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Als einer der einflussreichsten Fotografen des zwanzigsten Jahrhunderts ist Erwin Blumenfeld (1897-1969) für die Arbeit am bekanntesten, die er schuf, nachdem er 1941 nach New York emigrierte, wo er als Modefotograf Karriere machte. Dabei hat er in der Zeit, in der er in Europa lebte, in seiner Heimatstadt Berlin, dann in Amsterdam und zuletzt in Paris, ein umfangreiches Œuvre erschaffen, das Zeichnungen, Collagen, Porträts und Akte umfasst.

 

;Erwin Blumenfeld Cubist

 

Chasing Dreams beleuchtet Blumenfelds Einzigartigkeit, die aus zwei ewig verfolgten Zielen resultiert: dem Drang zur Innovation und der Sehnsucht nach dem Femininem. Tatsächlich war er von den weiblichen Formen endlos verzaubert – in seiner professionellen Arbeit und, noch intensiver, im persönlichen Reich seiner Traumwelt. Aus rein technischer Perspektive betrachtet war Blumenfeld ein Meister der Solarisation, Doppelbelichtung, Schatten- und Spiegelbilder. Während der Mitte der 1930er Jahre lebte er in Paris und traf auf die Dadaisten, Surrealisten und Man Ray.

 

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Ihr Einfluss, der wie Treibstoff für seine Vorstellungskraft war, zeigt sich in seiner Arbeit offenkundig.Weit entfernt von den frühen, naturalistischen Aktfotos, die er in Amsterdam produzierte, oder den hochstilisierten Vogue-Covern, für die er in New York so bekannt war, zeugen diese vierzig überwiegend Vintage-Prints von der Faszination des Künstlers für die weibliche Form und reflektieren seine kontinuierlichen Experimente in ihrer Darstellung.  Es sind intime Studien des Femininem, die weder in Auftrag gegeben noch jemals zu seinen Lebzeiten ausgestellt wurden.

 

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Chasing Dreams ist ein Ausdruck dieser Dualität. Blumenfelds Akte vermitteln einen erotischen Spannung ohne diesen zu sexualisieren. Sie sind vielmehr das Resultat einer Vision, die eher von seinen Träumen als von seinen Begierden getrieben wird. Der weibliche Körper wird in inszenierter Form präsentiert, aber die Modelle bleiben unpersönlich und vermitteln die Essenz des Weiblichen anstelle des individuellen Charakters. Die Fotografien sind eine Projektion von Blumenfelds illusionärer Vorstellung und zeigen komplizierte Muster und Motive aus Licht und Schatten, in denen Anonymität vorherrscht, verstärkt durch Nahaufnahmen, in denen er die Köpfe der Modelle nicht zeigt. So zeigt Chasing Dreams eine poetische Darstellung seiner schwärmerischen Visionen, eine physische Manifestation lebenslanger fotografischer Innovation und der unerbittlichen Chimäre, die ihn besessen hat. Hier ist das gemeinsame Thema der starke Kontrast zwischen seinem akuten technischen Scharfsinn, der durch stundenlanges Verweilen in der Dunkelkammer geprägt ist, und der erhabenen Sinnlichkeit des Weiblichen, das sein Unterbewusstsein heimsuchte, und wie Blumenfeld diesen Kontrast in den Mittelpunkt stellte. Ein vom Krieg gequälter Mann, fasziniert von der Technik, hingerissen von der Schönheit und seinem inneren Selbst, letztendlich angetrieben von seinem Fachwissen und seinen Träumen auf einer ewigen Jagd.

 

Diese von Chaussee 36kuratierte Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Erwin Blumenfeld Estate organisiert.Chaussee 36 dankt Yvette Blumenfeld, Georges Deeton, Simone Klein für ihre Expertise bezüglich der Originalabzüge und der Howard Greenberg Gallerysowie Galerie Kicken für das Leihen der Kunstwerke.

 

10.10.2019 - 30.11.2019
Große Ausstellungen zur Berlin Photo Week findet man in der Berliner Location Chaussee 36: Olaf Heine mit "Saudade", Erwin Blumenfeld mit "Chasing Dreams" in The Whisper und die Gruppenausstellung "Walls Come Tumbling Down!" mit Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfgang Krolow, Will McBride und Günter Zins. 10. / 11. 10 bis 10. / 30. 11. 2019
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Berlin Photo Week - Olaf Heine, Erwin Blumenfeld und mehr...
Große Ausstellungen zur Berlin Photo Week findet man in der Berliner Location Chaussee 36: Olaf Heine mit "Saudade", Erwin Blumenfeld mit "Chasing Dreams" in The Whisper und die Gruppenausstellung "Walls Come Tumbling Down!" mit Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfgang Krolow, Will McBride und Günter Zins. 10. / 11. 10 bis 10. / 30. 11. 2019

Saudade

Olaf Heine Palm tree

Olaf Heine 
Palm Tree Forest (Detail) Bahia 2013
© + courtesy of teh artist

 

Die neu kuratierte Ausstellung von Olaf Heine, "Saudade" (bras. Portugiesisch: Sehnsucht) zeigt ca. 20 großformatige Arbeiten des renommierten Porträt- und Musikerfotografen. Seit2010 spürt er der Seele Brasiliens nach und füllt gleichzeitig Worte des legendären, brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer mit Leben:

„Das ganze Universum ist aus Kurven gemacht“. Kurven in der Architektur, in menschlichen Körpern und übertragen auch im Lebensgefühl. Und wenn alles aus Kurven gemacht ist, ist nichts gerade. Es geht dabei nicht nur um den Kurvenreichtum der Gebäude und derbrasilianischen Frauen, sondern um eine Fortsetzung im Leben: Alles ist flexibel und in stetem Wandel. Von der Intensität der Sehnsucht bis zur Leichtigkeit der Formen zeigt Olaf Heine ein faszinierendes Land in all seiner Vielfalt und Schönheit. 

 

6_Olaf Heine_Yasmin, Rio de Janeiro, 2013_copyright + courtesy the artist

Olaf Heine 
Yasmin, Rio de Janeiro, 2013
© + courtesy of teh artist

 

Heine zeigt jenen Sehnsuchtsort, den die erste Generation der brasilianischen Modernisten in Architektur, Literatur und Musik Mitte des 20. Jahrhunderts als ästhetischen Ausdruck einer sich zum positiv wandelnden, sozialen, politischen und urbanen Gesellschaft gestaltet hat. Eine Wunschvorstellung und vermeintliche Utopie, der manch einer gerade im tagesaktuellen Kontext mit Sehnsucht hinterherblickt: Saudade!

 

Chasing Dreams

 

Erwin Blumenfeld Nude

Erwin Blumenfeld
Nude Under Grid, New York, 1950
© 2019 Estate of Erwin Blumenfeld
courtesy Hwaed Green Gallery, NYC

 

In Zusammenarbeit mit dem Erwin Blumenfeld Estate und der legendären Howard Greenberg Gallery in New York werden unter dem Titel Chasing Dreamca. 40 fotografische wie experimentelle Darstellungen und Studien des weiblichen Körpers gezeigt; von seinen surrealistischen Akten aus der Pariser Zeit (1936 – 1941) bis hin zu seinen grafischen und illustrativen Arbeiten der 40er und 50er Jahre, nachdem der Künstler in die USA immigriert war.

 

;Erwin Blumenfeld Cubist

Erwin Blumenfeld
Cubist Nude seated, New York 1944
© 2019 Estate of Erwin Blumenfeld
courtesy Hwaed Green Gallery, NYC

 

 

Walls Come Tumbling Down!

 

8_Will McBride_Babys zeigen an der Mauer_1961_copyright und courtesy the artist

Will McBride
Banies zeigen an der Mauer, 1961
© + courtesy the artist

 

Nach Fall der Berliner Mauer sowie der Abschaffung der Grenzkontrollen innerhalb Europas schien ein neues, mauerloses Zeitalter der Öffnung vor uns zu liegen. Doch im Zeitalter von Donald Trump und Co existieren weltweit mehr Mauern als 1989. Anlässlich des 30. Jubiläums des Berliner Mauerfalls widmet sich die Gruppenausstellung 'Walls Come Tumbling Down!' mit Arbeiten von Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfgang Krolow, Will McBride und Günter Zint diesem Thema. Neben Fotografien der Berliner Mauer stehen aktuelle Werke, die zeigen, dass die Spuren der Teilung bis heute im Stadtbild sichtbar sind. Mit Fotografien von Sperren und Abgrenzungen weltweit wird außerdem die Frage aufgeworfen, was all diese Mauern über den heutigen Zustand unserer Welt verraten.

 

Daniel Müller Jansen

Daniel Müller Jansen
Auferstanden aus Ruinen Nr. 11 2007 bis 2009
© Daniel Müller Jansen, courtesy Chaussee 36

 

Chaussee 36

Im Herzen von Berlin-Mitte liegen die Räumen der Chaussee 36; es ist ein Ort des kreativen Austauschs und der künstlerischen Kooperation, mit diversen Ausstellungsräumlichkeiten und Shooting-Locations sowie einer eigenen Fotografie- und Designsammlung. Darüber hinaus befindet sich in diesem Denkmal-geschützen Haus eine Event-Agentur, eine Bibliothek, ein Verlag, eine Künstler-Residenz sowie ein analoges Fotolabor.

 

 

 

 

 

 

10.10.2019 - 12.01.2020
Ausstellung München . Die deutsche Vogue feiert 40. Geburtstag! Anlass genug für das Museum Villa Stuck einem der einflussreichsten Modemagazine der Welt eine Ausstellung zu widmen. "Ist das Mode oder kann das weg!?" erzählt die spannende Geschichte der Zeitschrift. Auf zwei Stockwerken werden wegweisende Fotografien aus dem Vogue-Archiv, stilbildende Modeshootings und ein Überblick über die wichtigsten Reportagen aus vier Jahrzehnten präsentiert. 10.10.2019 bis 12.1.2020
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Ist das Mode oder kann das weg!? 40 Jahre Vogue Deutschland
Ausstellung München . Die deutsche Vogue feiert 40. Geburtstag! Anlass genug für das Museum Villa Stuck einem der einflussreichsten Modemagazine der Welt eine Ausstellung zu widmen. "Ist das Mode oder kann das weg!?" erzählt die spannende Geschichte der Zeitschrift. Auf zwei Stockwerken werden wegweisende Fotografien aus dem Vogue-Archiv, stilbildende Modeshootings und ein Überblick über die wichtigsten Reportagen aus vier Jahrzehnten präsentiert. 10.10.2019 bis 12.1.2020

Vogue Eidinger

© VOGUE Deutschland, 2018, Lars Eidinger.
Foto: Luigi & Iango

 

Nach der Gründung 1892 in den USA erschien die deutsche Ausgabe der Vogue erstmals von April 1928 bis Oktober 1929 mit Verlagssitz in Berlin. Seit August 1979 wird die deutsche Vogue monatlich am Condé Nast-Hauptsitz München herausgegeben. Christiane Arp ist seit 2003 Chefredakteurin der deutschen Vogue, vorangegangen sind ihr unter anderem Angelica Blechschmidt und Christa Dowling.

 

Vogue Sarah Moon

© VOGUE Deutschland, 2017. Foto: Sarah Moon

 

Vogue Ugo

© Ugo Rondinone,
Courtesy Galerie Eva Presenhuber Zürich, New York

 

Vogue widmet sich seit vier Jahrzehnten den ästhetischen Phänomenen ihrer Zeit, stellt Mode in den Kontext von Gesellschaft und Kultur und ist dabei immer auf dem neuesten Stand der Fotografie und des Designs.

Die Ausstellung im Museum VILLA STUCK anlässlich des 40-jährigen Bestehens der deutschen Vogue ist eine Zeitreise in das Gestern, Heute, vor allem aber das Morgen des Mode-Journalismus, der längst nicht mehr auf das gedruckte Magazin beschränkt ist, sondern Mode auf vielen Plattformen digital, audio-visuell oder in Form von Events – erlebbar macht.

Diese Vielschichtigkeit wird in der Ausstellung, gestaltet von Thomas Mayfried und Swantje Grundler, mittels unterschiedlichster Medien und künstlerischer Gattungen aufgezeigt.

 Ein eigens eingerichtetes Atelier bietet die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Magazins zu blicken, unveröffentlichtes Material zu entdecken und in immer wieder wechselnden Aktionen Fotoshootings oder die handwerkliche Produktion von Designstücken aus nächster Nähe mitzuverfolgen.

 

 

Vogue Warsame

© VOGUE Deutschland, 2003, Yasmin Warsame.
Foto: Ruven Afanador

 

 

vogue Lagerfeld

© VOGUE Deutschland, 2008, Siri Tollerød und Toni Garrn.
Foto: Karl Lagerfeld

 

Einer der ersten Entwürfe von Karl Lagerfeld aus dem Jahr 1954 sowie ein Haute-Couture-Kleid aus seiner letzten Kollektion für Chanel sind zentrale Objekte eines Raumes, der dem im Februar verstorbenen Modeschöpfer gewidmet ist. Abgerundet wird die Schau durch Kreationen von Viktor & Rolf, einer Installation der in London geborenen Designerin Priya Ahluwalia, Forschungsstudien des Studiengangs Fashion & Technology der Kunstuniversität Linz und weiteren speziell für die Ausstellung entwickelten Arbeiten.

 

Museum Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, München

03.10.2019 - 12.01.2020
Fotoausstellung Hamburg . Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) widmet sich in der Ausstellung der Amateurfotografie und ihrer Innovationskraft. Täglich halten Milliarden Smartphone-Besitzende weltweit ihr Leben in Schnappschüssen fest. Sie teilen ihre Bilder in unzähligen Social Media-Kanälen, allen voran Instagram, mit ihren Freunden und mit Menschen, die sie nie persönlich getroffen haben. Fotografien sind zu einem zentralen Kommunikationsmedium geworden. Die Amateurfotografie scheint damit heute aktueller denn je. Vom 3.10.2019 bis 12.1.2020
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Amateurfotografie. Vom Bauhaus zu Instagram
Fotoausstellung Hamburg . Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) widmet sich in der Ausstellung der Amateurfotografie und ihrer Innovationskraft. Täglich halten Milliarden Smartphone-Besitzende weltweit ihr Leben in Schnappschüssen fest. Sie teilen ihre Bilder in unzähligen Social Media-Kanälen, allen voran Instagram, mit ihren Freunden und mit Menschen, die sie nie persönlich getroffen haben. Fotografien sind zu einem zentralen Kommunikationsmedium geworden. Die Amateurfotografie scheint damit heute aktueller denn je. Vom 3.10.2019 bis 12.1.2020

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Eckhard Schaar (1932–2012), Bodybuilder, um 1985, C-Prints unterschiedlicher Größe aus 12 Alben,
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © Eckhard Schaar

 

Das kreative Potential von Amateuren spielt seit der Erfindung der Fotografie eine wichtige Rolle und interessierte vor allem die Künstler des Bauhaus, die im unbekümmerten Umgang mit der Fotokamera eine große schöpferische Kraft sahen. Auch das demokratische und politische Potential der Amateurfotografie wurde in den 1920er Jahren entdeckt. Beides ist auch heute noch von großer Bedeutung für unseren Umgang mit Bildern. Die Amateurfotografie Anfang des 20. Jahrhunderts war der Beginn eines Massenphänomens, das heute mit der digitalen Bilderflut immer wieder beschworen wird.

 

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Umbo (i.e. Otto Umbehr, 1902–1980), Umbo selbst, 1926, Silbergelatinepapier, 18 x 13 cm,
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg,
© Phyllis Umbehr / Galerie Kicken Berlin / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Die Ausstellung vergleicht die Bildwelten der historischen und zeitgenössischen Amateurfotografen, beleuchtet ihre Motivation und Ziele und fragt, ob und wie sich die digitale, massenhaft praktizierte Amateurfotografie von der historischen unterscheidet. Zu sehen sind über 200 Exponate von zahlreichen Amateurfotografen, von Künstlern der klassischen Avantgarde und von zeitgenössischen Künstlern sowie Zeitschriften, Bücher und digitale Dokumente.

 

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Unbekannt, Vier Studierende auf dem Dach des Bauhauses in Dessau, 1927/28,
Silbergelatinepapier, 6 x 10,5 cm, Galerie Kicken Berlin, © unbekannt




Die Ausstellung gliedert sich in drei Kapitel: Schwerpunkte des ersten Teils "Wider alle Regeln" sind es Amateure und das Bauhaus, die eng miteinander verknüpft sind. Amateure inspirierten die Formensprache, die bis heute unter dem Label „Bauhaus-Fotografie“ kanonisiert wird, mit ihren ästhetischen Regelbrüchen, ihrer spezifischen Art, die Lebenswirklichkeit abzubilden und mit ihrer Idee, die Gesellschaft zu verändern.

Das zweite Kapitel "Die eigene Lebenswirklichkeit" verfolgt die Kontinuitäten der Bildwelten in der analogen und digitalen Amateurfotografie und zeigt, dass der unmittelbare Alltag und das private Umfeld zentrale Themen sind. Dazu zählen Freizeitaktivitäten, Reisen, das soziale Miteinander, das Selfie und die eigene Identität, Foodies oder etwa das geliebte Haustier.

Der dritte Teil "Gesellschaft verändern" beleuchtet die Amateurfotografie als demokratisches Instrument der Gesellschaftskritik in der Bewegung der Arbeiterfotografie der 1920er und 1930er Jahre und ihrer Verbindung zum Bauhaus, in der Protestkultur der 1970er Jahre und in den sozialen Netzwerke heute. Die Ausstellung stellt Instrumente wie „Protestselfies“, partizipative Projekte oder Bildersammlungen von Bürgerjournalist*innen vor, die zu aktuellen politischen Ereignissen Stellung nehmen und eine internationale Öffentlichkeit erreichen, und fragt nach ihrer gesellschaftlichen und politischen Relevanz.

 

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T. Lux Feininger (1910–2011), Gret Palucca sulla casa di Lyonel Feininger, um 1928,
Silbergelatinepapier, 24 x 18 cm, Galerie Kicken, Berlin,
© Nachlass von T. Lux Feininger
 

 

Was heute als typische „Bauhaus-Fotografie“ gilt – etwa die Kamera nach oben oder unten zu neigen – orientierte sich ursprünglich an den Bildern des privaten Knipsers. Die Bauhäusler durchbrachen die Konventionen der Bildproduktion, indem sie sich von der damals üblichen Zentralperspektive abwandten. Sie experimentierten mit „gekippten“ Ansichten, mit Spiegelungen und Tonwertverfälschungen, mit dem Porträt in Nahaufnahme, mit Doppelbelichtung und Fotomontagen. Diese Stilmittel, die sich in den 1920er Jahren am Bauhaus und an anderen Fotoschulen entwickelten und 1929 in der epochemachenden Ausstellung Film und Foto präsentiert wurden, zeigt das einführende Kapitel der Ausstellung anhand zahlreicher Aufnahmen der Avantgarde wie T. Lux Feininger(1910–2011), Werner David Feist (1909–1998), Lucia Moholy, László Moholy-Nagy, Robert Petschow (1888–1945), Franz Roh (1890–1965), Sasha Stone (1985–1940), oder Otto Umbehr alias Umbo (1902–1980). In der Gegenüberstellung mit faksimilierten Seiten aus Fehler- und Regelbüchern für die Amateurfotografie von 1905 bis 1943 wird ersichtlich, dass Amateure die Stilmittel der Bauhausfotografie deutlich geprägt haben.

 

Der Katalog zur Ausstellung mit dem Titel Amateurfotografie. Vom Bauhaus zu Instagram erscheint im Kehrer Verlag mit Beiträgen von Ulrike Bergermann, Susanne Holschbach, Florentine Muhry, Susanne Regener, Esther Ruelfs, Sven Schumacher und Bernd Stiegler, Englisch/Deutsch, 208 Seiten, 180 Abbildungen in S/W und Farbe.

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz 1, Hamburg

01.10.2019 - 19.01.2020
Fotoausstellung Bonn . Unter dem Titel „Fotografie in der Weimarer Republik“ zeigt die Sonderausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn Fotografien aus den Sammlungen der Stiftung F. C. Gundlach Hamburg, der Deutschen Fotothek Dresden und des LVR-LandesMuseum Bonn. Ein Kooperationsprojekt des LVR-LandesMuseums Bonn, der Stiftung F.C. Gundelach Hamburg und der Deutschen Fotothek Dresden mit Unterstützung von ullstein bald collection Berlin. Vom 1.10.2019 bis 19.1.2020
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Fotografie in der Weimarer Republik
Fotoausstellung Bonn . Unter dem Titel „Fotografie in der Weimarer Republik“ zeigt die Sonderausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn Fotografien aus den Sammlungen der Stiftung F. C. Gundlach Hamburg, der Deutschen Fotothek Dresden und des LVR-LandesMuseum Bonn. Ein Kooperationsprojekt des LVR-LandesMuseums Bonn, der Stiftung F.C. Gundelach Hamburg und der Deutschen Fotothek Dresden mit Unterstützung von ullstein bald collection Berlin. Vom 1.10.2019 bis 19.1.2020

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Theo Schafgans, Bildnis Gerhard Fieseler, 1927.
Copyright: © LVR-LandesMuseum Bonn, Dauerleihgabe Schafgans / Schafgans Archiv

 

Nur 14 Jahre währte die Weimarer Republik. Doch die ereignisreichen Jahre zwischen 1918 und 1933 waren entscheidend für die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, im Positiven wie im Negativen: 14 Jahre voller Gegensätze in Politik, Gesellschaft, Kunst und Technik.

 

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Werner Mantz, Opel-Werk Aachen 1929. LVR-LandesMuseum Bonn.
Copyright: VG-Bild-Kunst Bonn, 2019.

 

 

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Gelsenkirchen, 1920er Jahre. LVR-LandesMuseum Bonn.
Copyright: Albert Renger-Patzsch/Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich/VG Bild-Kunst, Bonn 2019.

 

Wie kaum ein anderes Medium hat die Fotografie das Gesicht dieser Epoche geprägt. Beflügelt durch die Neuerungen in Kamera-, Film- und Drucktechnik erlangte sie eine nie dagewesene Qualität und Wirkmacht. Durch das Bauhaus und die Idee eines „Neuen Sehens“ angeregt, wurden die Fotografinnen und Fotografen experimentierfreudig wie nie zuvor. Mit der Kamera blickten sie steil nach oben oder senkrecht herunter, aus fahrenden Autos heraus oder in vielfach spiegelnde Fensterscheiben hinein. Der Bauhauslehrer László Moholy-Nagy prophezeite 1927, dass Fotografie schon bald ein Unterrichtsfach „wie heute das abc oder einmaleins“ sein werde und der „fotografieunkundige der analphabet der zukunft“ sei.

 

Abb_01_df_pos-1986-a_0000006_ORIGProletarierin liest Zeitung

Hans Bresler: Proletarierin liest die Zeitschrift "Der Arbeiter-Fotograf" (Schwägerin des Fotografen), 1928. Deutsche Fotothek Dresden.
Copyright: Deutsche Fotothek / Hans Bresler

 

 

Abb_02_df_pos-1986-a_0000004_ORIGAn der Stanze

Hans Bresler: An der Stanze im Werk für Schokoladenformen und Blechemballagen Anton Reiche, Dresden-Plauen, Bamberger Straße, 1929. Deutsche Fotothek Dresden.
Copyright: Deutsche Fotothek / Hans Bresler

 

Fotografie und Text verbanden sich zur modernen Reportage. Presse-Fotografen wie Erich Salomon und Friedrich Seidenstücker wurden Stars. Die Berliner Illustrirte Zeitung war mit 2 Millionen Exemplaren die auflagenstärkste Wochenzeitung der Welt. Manipulationen und Agitationen mit Wort und Bild erlebten eine frühe Blüte.

 

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Hugo Erfurth, Porträt Otto Dix, 1929. LVR-LandesMuseum Bonn.

 

In 400 teils unveröffentlichten Fotografien aus der Weimarer Republik wirft die Ausstellung einen Blick auf diese turbulente Zeit. 15 Themenräume zu Fortschritt, Revolution, Arbeit, Architektur, Sport, Mode oder Tanz lassen Modernität und Lebensgefühl der Epoche ebenso spürbar werden wie ihre Widersprüchlichkeit und Zerbrechlichkeit. Dabei stehen bekannte Fotografennamen wie August Sander, Lotte Jacobi, Hugo Erfurth oder Alfred Eisenstaedt neben zahlreichen Bildern von unbekannten Autoren, die erstmals wieder zu entdecken sind. Ergänzt durch Zeitschriften, Fotobücher und Bildmagazine – viele durchblätterbar-, Postkarten und Plakate entsteht so ein perspektivenreicher Blick auf den Alltag der Weimarer Republik, auch jenseits der „Goldenen 20er“ in der quirligen Metropole Berlin.

Die Ausstellung ist gefördert durch die Kunststiftung NRW. Sie wird im Rahmen des Verbundprojektes „100 jahre bauhaus im westen“ präsentiert.

„100 jahre bauhaus im westen“ ist ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

 

 

 

28.09.2019 - 09.02.2020
Ausstellung Wolfsburg . Zwölf Jahre nach seiner ersten und bisher einzigen musealen Einzelausstellung in Deutschland zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg mit rund fünfzig Arbeiten den bis dato umfassendsten Überblick über das Werk von Robin Rhode. Das Spektrum der zwischen 2000 und 2019 entstandenen Arbeiten reicht von Fotografie, digitalen Animationen und Super-8-Filmen über Performances bis hin zu einer eigens für die Wolfsburger Ausstellung in Jericho entstandenen Werkgruppe. 28.9.2019 bis 9.2.2020
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Robin Rhode. Memory Is The Weapon
Ausstellung Wolfsburg . Zwölf Jahre nach seiner ersten und bisher einzigen musealen Einzelausstellung in Deutschland zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg mit rund fünfzig Arbeiten den bis dato umfassendsten Überblick über das Werk von Robin Rhode. Das Spektrum der zwischen 2000 und 2019 entstandenen Arbeiten reicht von Fotografie, digitalen Animationen und Super-8-Filmen über Performances bis hin zu einer eigens für die Wolfsburger Ausstellung in Jericho entstandenen Werkgruppe. 28.9.2019 bis 9.2.2020

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Robin Rhode  - Classic Bike 2002

 

Der südafrikanische Künstler Robin Rhode (*1976) hat sich mit seinem Werk, das sich durch eine innovative Kombination aus Linie, Körper und öffentlich zugänglichen Wänden als Bildträger auszeichnet, international einen Namen gemacht.

Verrückte Inszenierungen lenken den Blick auf die Bilder von Robin Rhode: Da ist eine Frau, die unter vollem Körpereinsatz mit einer Steinschleuder einen riesigen Polyeder zu manövrieren versucht, der Albrecht Dürers MelencoliaI von 1514 entnommen ist oder das Bild eines Fahrads wird angeschoben: Für die Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg wagt sich Robin Rhode in wahrsten Sinne des Wortes auf neues Terrain, in die geschichtsträchtige Stadt Jericho mitten in der israelisch-palästinensischen Konfliktregion. Auf alten Mauern aus der Zeit des Osmanischen Reiches sind im März 2019 neue Werke für seine Wolfsburger Ausstellung entstanden, die gewohnt subtil die Geschichte Jerichos, die drei ortsansässigen Religionen und den Nahostkonflikt thematisieren. Dabei bleibt Robin Rhode dem Alleinstellungsmerkmal seines multimedialen Werkes treu: der spannungsvollen Kombination aus Linie, Körper und der Wand als Bildträger. Schritt für Schritt entwickelt und verlebendigt er die Linie durch die performative Interaktion mit dem Körper, bis sie eine abstrakte Form oder ein Objekt definiert.
 
 
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Robin Rhode - Paradise-Selected
 
 
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Robin Rhode - Piano-Chair 2011
 
 
Sein Markenzeichen ist die Wand, die für ihn in den letzten acht Jahren in einem sozialen Brennpunktviertel in Johannesburg stand. Der Einfluss urbaner Musikkultur, Film, populärer Sportarten, Jugendkultur und die lokale Tradition des Geschichtenerzählens haben die Entwicklung der für Robin Rhode zunächst typischen Street-Art-Ästhetik beeinflusst. Im Gegensatz zur Street-Art und Graffitikunst geht es ihm jedoch nicht darum, was er im urbanen Kontext zurücklässt, sondern um den Prozess.
 
 
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Robin Rhode - Twilight-Selected still
 
 
Das Kunstwerk ist die fotografische Dokumentation der Entstehungsphasen seiner Narrative. Geboren in Kapstadt und aufgewachsen in Johannesburg studierte Robin Rhode zunächst Kunst am Technikon Witwatersrand, heute University of Johannesburg, gefolgt von einem Postgraduiertenprogramm an der South African School of Film, Television and Dramatic Art im Jahr 2000. Der Blick zurück ergibt sich für ihn schon allein aus seiner Biografie, denn seit 2002 lebt er in Berlin. Trotz der räumlichen Distanz spielen die Geschichte und die Gegenwart Südafrikas für ihn nach wie vor eine entscheidende Rolle.
Die Erinnerung ist für ihn sowie für den Dichter und Anti-Apartheid-Aktivisten Don Mattera (*1935), dessen Autobiografie der Ausstellungstitel entnommen ist, eine metaphorische Waffe, die der Auseinandersetzung mit hybrider Identität dient. So verhandeln die ausgestellten Werke Robin Rhodes nicht nur offenkundige Themen wie Sport, Musik, Design, Geometrie, Farbenlehre und Religion, sondern auch sozialpolitische Aspekte, wie insbesondere die Geschichte der „Coloured Communitys“ in Südafrika, die Robin Rhode nicht zuletzt auch aufgrund seiner eigenen Familiengeschichte ein besonderes Anliegen ist. Seine Bildsprache und -inhalte sind ein konzeptueller Spagat zwischen südafrikanischer Geschichte, Kultur, Mentalität sowie ihren Zeichen und Codes und dem visuellen Vokabular der europäisch-amerikanischen Moderne. Im Gegensatz zu den farbgewaltigen Wandarbeiten, die bis dato in Südafrika entstanden sind, erkundet er in Deutschland schwarz-weiße Zugänge zur Zeichnung. Hier zeichnet er nicht nur mit Seife, Kohle, Kreide und Farbe, sondern Alltagsgegenstände selbst wie Stühle, Fahrräder oder Betten werden zum performativen Zeicheninstrument. Die expressiven Zeichnungen, die er während seinen energiegeladenen Performances spontan entwickelt, stehen im Gegensatz zum perfektionierten Illusionismus und der intendierten Leichtigkeit seiner aufwändigen Wandarbeiten. Robin Rhode reduziert komplexe, bisweilen auch gesellschaftskritische oder -analytische Inhalte auf wenige visuelle Zeichen oder, wie er es ausdrückt, er vereinfacht das Chaos mit den Mitteln der Kunst.
 
 
Die Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg ist nach der Ausstellung im Haus der Kunst in München 2007 die erste Einzelausstellung nach 12 Jahren in Deutschland. Auf mehr als 800 Quadratmetern bietet sie mit digitalen Animationen, fotografischen Serien, skulpturalen Elementen sowie zwei Performances einen breiten Überblick über das Werk von Robin Rhode, der von 2000-2019 reicht.
 
Zur Ausstellung entsteht eine reich bebilderte Publikation (hg. v. Uta Ruhkamp; dt./engl.) mit einem Vorwort von Andreas Beitin und Florian Steininger, einer Einführung von Uta Ruhkamp, einem Gespräch mit dem Künstler, Gedichten von Don Mattera, James Matthews und Gladys Thomas sowie einem Interview von Dor Guez mit Robin Rhode zu den Jericho-Arbeiten (224 Seiten, ca. 140 Abbildungen).
 
 

Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg

 

 

21.09.2019 - 12.01.2020
Fotoausstellung Hannover . Die Fotografin und Medienkünstlerin Fiona Tan wird mit dem SPEKTRUM, dem internationalen Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. Aus diesem Anlass zeigt das Sprengel Museum die Arbeit der vielseitigen Künstlerin. 21.9.2019 bis 12.1.2020
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Fiona Tan - Goraiko
Fotoausstellung Hannover . Die Fotografin und Medienkünstlerin Fiona Tan wird mit dem SPEKTRUM, dem internationalen Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet. Aus diesem Anlass zeigt das Sprengel Museum die Arbeit der vielseitigen Künstlerin. 21.9.2019 bis 12.1.2020

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Tan Ascent, 2016
Video Still 2-teilige Installation 77  min.,Loop
Courtesy the artist and Frith Street GaIIery
© FionaTan,2019

 

Die 1966 in Pekanbaru (Indonesien) geborene, heute in Amsterdam lebende Fotografin und Medienkünstlerin Fiona Tan zeichnet sich durch einen differenzierten Einsatz der Fotografie in einem sehr umfassenden Sinn aus, unter Berücksichtigung des Phänomens Zeit und an der Schnittstelle zum Medium Film. Ihr Werk ist von einem souveränen installativen Umgang mit dem Medium geprägt. Der Preis würdigt damit auch die ästhetische Intelligenz des Displays von Fotografie, für deren Geschichte Fiona Tan seit zwei Jahrzehnten Beiträge von höchster Exzellenz leistet.

 

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Fiona Tan Tomorrow, 2005
Installationsansicht 2-Kanal Videoinstallation
Courtesy the artist and Frith Street GaIIery
© FionaTan,2019

 

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Fiona Tan Ascent, 2016
Video Still 2-teilige Installation 77  min.,Loop
Courtesy the artist and Frith Street GaIIery
© FionaTan,2019

 

Wie der Untertitel „Goraiko“ (etwa: Ankunft des Lichts) andeutet, wird sich die Ausstellung in hohem Maße mit dem Thema des Lichts und der langsamen Bewegung beschäftigen. Diese beiden Themen verdichten sich in dem neuen Film-Foto-Projekt „Ascent“ (2016), das erstmals in Deutschland zu sehen sein wird. Es besteht aus einer 77-minütigen Projektion sowie aus 151 Einzelfotos, die sich inhaltlich mit den zahllosen fotografischen Darstellungen des „Fuji“, dem heiligen Berg Japans auseinandersetzen. „Ascent“ ist darüber hinaus eine Studie über seine visuelle Kultur und eine Hommage an die Geschichte der Fotografie und des Films.

 

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Fiona Tan, Island, 2008
Installationsansicht, HD Videoinstallation, 15 min. Loop
Courtesy the artist and Frith Street GaIIery
© FionaTan,2019

 

Tan ergänzt die visuelle Ebene um eine fiktive Erzählung und thematisiert so die Differenz zwischen unbewegten und bewegten Bildern. Neben dieser wichtigen Arbeit werden in der Ausstellung weitere Filme und Fotografien aus dem Werk von Fiona Tan zu sehen sein, in denen sie sich – neben medialen Reflexionen – auch mit Fragen von Migration, Gesellschaft und Geschichte beschäftigt.

Kurator: Dr. Stefan Gronert

 

Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover

 

 

20.09.2019 - 12.01.2020
Ausstellung Essen . Die Kabinettausstellung im Museum Folkwang ist die dritte zum Thema Bauhaus und widmet sich diesmal dem Künstler László Moholy-Nagy. Die Ausstellung verschafft einen Einblick in das multimediale Schaffen des Bauhausmeisters: Gezeigt werden rund 50 Arbeiten aus der museumseigenen Sammlung. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf Fotografien und Fotogrammen, es werden aber auch Filme, Collagen und Gemälde zu sehen sein.
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Bauhaus mit László Moholy-Nagy
Ausstellung Essen . Die Kabinettausstellung im Museum Folkwang ist die dritte zum Thema Bauhaus und widmet sich diesmal dem Künstler László Moholy-Nagy. Die Ausstellung verschafft einen Einblick in das multimediale Schaffen des Bauhausmeisters: Gezeigt werden rund 50 Arbeiten aus der museumseigenen Sammlung. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf Fotografien und Fotogrammen, es werden aber auch Filme, Collagen und Gemälde zu sehen sein.

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 Lotte Jacobi 
László Moholy-Nagy, Berlin, um 1929 
László Moholy-Nagy, Berlin Bromsilbergelatineabzug, 16,5 x 21,5 cm 
Museum Folkwang, Essen 

 

 

László Moholy-Nagy (1895–1946) wird 1923 von Walter Gropius ans Bauhaus berufen, wo er bis 1928 sowohl den Vorkurs als auch die Metallwerkstatt leitet. Eine eigene Werkstatt für Fotografie existiert am Bauhaus zu dieser Zeit noch nicht, jedoch tragen seine fotografischen und filmischen Experimente maßgeblich zur Integration neuer Medien in den Alltag der Schule bei. Mit seiner Arbeit vertritt Moholy-Nagy die Vision einer universellen Gestaltung, die verschiedene Kunstformen gleichberechtigt in sich vereint. Dieser Anspruch bildet sich in den Sammlungsbeständen des Museum Folkwang ab. Heute besitzt das Museum Folkwang mit rund 150 originalen Werken einen bedeutenden Bestand der Arbeiten Moholy-Nagys, dessen Kern seit 1994 ein umfangreiches Konvolut von Fotogrammen bildet. 

 

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László Moholy-Nagy 
Ohne Titel, Dessau, 1925 Untitled, Dessau 
Fotogramm, 23,8 x 17,8 cm 
Museum Folkwang, Essen 

 

 

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 László Moholy-Nagy 
Q XXV, 1923 
Öl auf Leinwand, 95 x 75 cm 
Museum Folkwang, Essen 

 

Neben zwei Leinwänden und drei Grafiken präsentiert die Kabinettausstellung eine Auswahl an Fotografien, Fotogrammen, Fotocollagen, Druckgestaltung und Filmen. Anhand des Konvoluts arbeitet die Präsentation die vielfältige Formensprache der kameralosen Fotografien heraus, die Moholy-Nagy und seine Frau Lucia ab etwa 1922 gemeinsam entwickeln: Von ihm als eine Form „reiner Lichtgestaltung“ beschrieben, treffen hier sowohl gegenständliche als auch abstrakte Bildfindungen aufeinander. Lucia Moholy ist selbst seit Anfang der 1920er Jahre auf dem Gebiet der experimentellen Fotografie tätig und hat wesentlichen Anteil an den theoretischen Schriften ihres Mannes. 

 

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László Moholy-Nagy 
Funkturm, Berlin, um 1928 Radio Tower, Berlin 
Bromsilbergelatineabzug, 23,6 x 17,5 cm 
Museum Folkwang, Essen 

Auch in seinen gegenstandsbezogenen Fotografien erkundet Moholy-Nagy die gestalterischen Möglichkeiten des technischen Bildes. Unter den Exponaten finden sich zeittypisch steile Perspektiven wie Funkturm in Berlin (um 1928). Gezeigt werden auch weniger bekannte Aufnahmen mit sozialdokumentarischem Charakter, wie Fischschuppen im Spreewaldwirtshaus (um 1928). Diese Facette in Moholy-Nagys Werk wird ebenfalls aus den Filmen des Künstlers ersichtlich, die in der Ausstellung in direkter Nachbarschaft zu den Bildwerken gezeigt werden. 

 

 

 

 

 

Folkwang Museum, 

20.09.2019 - 12.01.2020
Fotoausstellung Ulm . Zwei außergewöhnlichen Frauen fotografiert von dem amerikanischen Fotografen Douglas Kirkland stellt die Ausstellung im Stadthaus Ulm vor: Marilyn Monroe "An Evening with Marilyn" und "Coco Chanel - Three Weeks". 20.9.2019 bis 12.1.2020
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Douglas Kirkland: Elegant & Fabulös
Fotoausstellung Ulm . Zwei außergewöhnlichen Frauen fotografiert von dem amerikanischen Fotografen Douglas Kirkland stellt die Ausstellung im Stadthaus Ulm vor: Marilyn Monroe "An Evening with Marilyn" und "Coco Chanel - Three Weeks". 20.9.2019 bis 12.1.2020

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Marilyn Monroe, Hollywood, 1961 
© Douglas Kirkland/Photo Op 

 

Douglas Kirkland (*1934) hat sie alle fotografiert die Größen aus Film, Show-Business und sonstigen Künstlerkreisen. Mit seiner Porträt-Serie von Marilyn Monroe, die Kirkland im Auftrag des Hochglanzmagazins "Look" 1961 anfertigte, wurde er auf einen Schlag weltberühmt. Und seine im Jahr darauf entstandenen Fotografien von Coco Chanel zeigen die damals 79-jährige Mode-Ikone in ihrem letzten ungetrübten Jahr ihrer langen Karriere.

 

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Coco Chanel in ihrem Atelier, 31 Rue Cambon, Paris, 1962 
© Douglas Kirkland/Photo Op 

 

 

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Coco Chanel auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer, Paris, 1962 
© Douglas Kirkland/Photo Op 

 

Kirkland begann im Alter von 24 Jahren als „Staff Photographer“ beim Look Magazine. Dort erhielt er 1961 den Auftrag für eine Fotoserie mit Marilyn Monroe, deren Ziel es war, eine Cover-Aufnahme für die 25-jährige Jubiläumsausgabe des begehrten Hochglanzmagazins abzulichten. Später war Kirkland als fester Fotograf beim Life Magazin. 

 

 

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm

 

16.09.2019 - 30.04.2020
Naturliebhaber kommen vor allem im Herbst im Ostseebad Zingst auf ihre Kosten. Die Landschaft präsentiert sich zu jeder Tageszeit in besonderem Licht und vom Zug der Kraniche bis hin zur Brunft der Hirsche bietet die Landschaft herrliche Erlebnisse. Dazu kommt ein abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit fotografischen Höhepunkten. Begleitet wird das Herbstprogramm von beeindruckenden Fotoausstellungen.
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Fotografie in Zingst: Der Herbst bringt herrliche Ausstellungen
Naturliebhaber kommen vor allem im Herbst im Ostseebad Zingst auf ihre Kosten. Die Landschaft präsentiert sich zu jeder Tageszeit in besonderem Licht und vom Zug der Kraniche bis hin zur Brunft der Hirsche bietet die Landschaft herrliche Erlebnisse. Dazu kommt ein abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit fotografischen Höhepunkten. Begleitet wird das Herbstprogramm von beeindruckenden Fotoausstellungen.

Sven Meurs „Großstadt Wildnis“

Wildschweine in Berliner Gärten, Füchse in der Innenstadt von Köln, Eisvögel im Düsseldorfer Stadtpark! Unsere Großstädte sind oft artenreicher als das Umland. Warum kommen die Wildtiere in die Städte, wie leben die verschiedensten Tierarten inmitten der für Menschen gemachten Umwelt und wie kann man sie schützen? Auf spannende und humorvolle Art gibt der Fotograf Sven Meurs Antworten, indem er die Natur deutscher Großstädte zeigt und sich auf die Suche nach Tieren macht, die sich mit der Großstadt arrangiert haben.

Open-Air Postplatz
1.10.2019 bis 30.4.2020

Vortrag 1.11.2019 um 18 Uhr

 

Sven Lamprecht „Heimat – im besonderem Licht“

 

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© Sven Lamprecht

 

Ein wirklich gutes Bild lebt von den ganz besonderen Lichtstimmungen und den Momenten in der Natur. Der Fotograf Sven Lamprecht versucht so oft wie nur möglich draußen zu sein, um eben genau diese Momente abzupassen und eine Situation einzufangen, die den Unterschied macht. Die Ausstellung zeigt das Spektrum seines kreativen Schaffens. Auf sensible Weise nähert er sich der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und hält sie fotografisch in unterschiedlichen Lichtstimmungen fest. Als Mitglied der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen engagiert er sich in der Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern.

Hotel Vierjahreszeiten
1.10.2019 bis  2.2.2020
Tag des Fotobuches: 02.10.2019 um 11:00 Uhr

 

 

Berthold Steinhilber „Deutschland – eine Reise durch die Zeit“

JP19_Fotoschau_Deutschland_eine_Reise_durch_die_Zeit_©Berthold_Steinhilber_01

© Berthold Steinhilber

 

Deutschland im Jahr 2019: eine funktionierende und stabile Demokratie, geschätzt von vielen anderen Staaten, der allgemeine Wohlstand ist sehr hoch und gleichzeitig wachsen die Sorgen der Bürger. Die Globalisierung und Migration verunsichert die Menschen, einige fürchten sich vor der Zukunft, andere sehnen sich nach Sicherheit und Vertrautheit. In welche Richtung geht Deutschland? Wer sich Gedanken macht, wohin wir gehen, sollte wissen, woher wir kommen. Deshalb stand am Anfang der fotografischen Arbeit die Frage: Woher kommen die Deutschen und was hat sie kulturell geprägt?

Max Hünten Haus
16.9.2019 bis  15.1.2020
Tag des Fotobuches 02.10.2019 um 11:00 Uhr

 

 

Götz Schleser „Politische Porträts“

 

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© Götz Schleser

 

Angela Merkel, Andrea Nahles, Christian Lindner oder Wolfgang Schäuble: Was ist es, das einen Politiker ausmacht? Die politische Gesinnung, natürlich. Eine individuelle Interessenslage, versteht sich. Und der menschliche Aspekt ist mitunter auch nicht ganz unwichtig. Alles das in ein Bild zu bekommen, das ist das Ansinnen des Berliner Fotografen Götz Schleser. In seinen Fotografien entstehen darum keine simplen Abbilder, sondern politische Porträts im eigentlichen Sinne. Schleser zeigt, worum es geht – im Amt und im Menschen, immer im Wechselspiel mit Fassade, Schönfärberei und Meinung (ob die des Abgebildeten oder des Fotografen sei dahingestellt) und so ehrlich, wie es dabei eben möglich ist.

Leica Galerie Zingst
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

 

Milán Radisics „Water. Shapes. Earth – Wasser formt die Erde“

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© Milán Radisics

 

Es ist die Natur, die Milán Radisics ständig zur neuen kreativen Auseinandersetzung herausfordert und inspiriert. Sein aktuelles Projekt WATER.SHAPES.EARTH handelt vom Wasser. Es zeigt, woher das Wasser kommt, wie es die Erde verwandelt, alles Leben beeinflusst und wie es an vielen Orten verschwindet. Nach vielen Stunden Recherche auf Satellitenkarten macht der Fotograf die passenden Orte für seine Motive ausfindig und fotografiert aus der Luft heraus mit Hilfe einer Drohne. Die vielen Einzelbilder setzt er am Computer zusammen und erzielt dadurch eine enorm detailreiche Auflösung, die vom Grashalm bis zu Vogelnestern oder auch menschlichen Fußabdrücken unendlich viele Details preisgibt. Die quadratische Form der Bilder unterstützt ihre abstrakte und malerische Wirkung.

Hotel Stone
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

Jan Richard Heinicke „Natur im Stadtraum«

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© Jan Richard Heinicke

 

Singapur steht vor großen Herausforderungen. Der Stadtstaat, dessen Einwohnerzahl sich in den letzten Jahrzehnten versechsfacht hat, wächst weiter und wird besonders stark vom Klimawandel betroffen sein. Glücklicherweise entsteht gleichzeitig eine neue Bewegung, die aus Architekten, Farmern und normalen Bürgern besteht. Ihr Ziel ist es, die Natur zurück in die Stadt zu bringen.

So findet die Natur Eingang in der Architektur, ungenutzte Flächen werden zu Farmen. Beides trägt enorm zur Minderung der städtischen Temperatur bei und kann den Kampf gegen die Klimafolgen unterstützen.

Epson Digigraphie Galerie
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

 

Tag des Fotobuches - Zingst liest

 

Ebenfalls unterhaltsam präsentieren ausgewählte Fotografen ihre Fotobücher und Kalender zum „Tag des Fotobuches“ am 02.10.2019 im Max Hünten Haus. Der „Tag des Fotobuches“ ist fester Bestandteil der Veranstaltungen?im Herbst unter dem Leitgedanken „Natur im Fokus“. Eine Auswahl ganz besonderer Neuerscheinungen (zum Teil in Verbindung mit Bilderschauen) sind in Zingst zu sehen. Das Besondere: Die Fotografen sind anwesend und stellen ihre Werke persönlich vor, beantworten Fragen, nehmen sich Zeit für alle Interessierten und signieren ihre Bildbände und Kalender.

2.10.2019 um 11:00 Uhr
Max Hünten Haus
Eintritt: kostenfrei

 

 

 

13.09.2019 - 30.11.2019
Mit dem Ausstellungsprojekt No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989—Today wird bei C/O Berlin die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer einerseits historisch dokumentiert und andererseits „live“ erfahrbar gemacht. Die Ausstellung präsentiert tagsüber Fotografie, Video und Film sowie dokumentarisches Material. Nachts wird ein Teil der Ausstellungsfläche bei C/O Berlin zum Club. 13.9. bis 30.11.2019
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No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989 - Today
Mit dem Ausstellungsprojekt No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989—Today wird bei C/O Berlin die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer einerseits historisch dokumentiert und andererseits „live“ erfahrbar gemacht. Die Ausstellung präsentiert tagsüber Fotografie, Video und Film sowie dokumentarisches Material. Nachts wird ein Teil der Ausstellungsfläche bei C/O Berlin zum Club. 13.9. bis 30.11.2019

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Outside Snax Club, 2001 (Ausschnitt) © Wolfgang Tillmans . Courtesy Galerie Buchholz Berlin/Köln

 

„Für mich ist ein Club eine große Abstraktionsmaschine, die ständig Bilder produziert. Die sind oft an der Grenze des Sichtbaren, wenn der Nebel kommt und man an die Decke schaut und die Lichter betrachtet. Da blitzen und schimmern ungreifbare Dinge auf.“
– Wolfgang Tillmans 
 

Kaum war 1989 die Mauer gefallen, eigneten sich junge Hausbesetzer, Künstler, Galeristen und DJs aus Ost und West die Stadt an. Leerstehende Gebäude, Fabriken und Flächen wurden mit neuem Leben gefüllt, überall entstanden Clubs, Bars, Galerien, Ateliers und Studios. Diese junge Club- und Kulturszene entwickelte sich zum Motor für die Wiederbelebung der Stadt und die Neuausrichtung einer ganzen Generation junger Kreativer. Die Berliner Szene ab 1989 hat Techno zwar nicht erfunden, dennoch lässt sich das, was auf Veranstaltungen wie Tekknozid und in Clubs wie dem Ufo, Tresor und Planet geschah, rückblickend als Urknall und Wegbereitung für die bislang letzte große europäische Jugendkultur beschreiben. Mit visuellen Effekten und neuen künstlerischen Ansätzen bewegte sich das Berliner Clubleben im Grenzbereich zwischen Video, Film, Projektion und Musik. Diese Verbindung zur Kunst bot vielen aufstrebenden Künstler*innen viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie neue Perspektiven und Räume für Austausch, Begegnung und gemeinsames Feiern jenseits von Alltag und Vernunft. 

 

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o.T., 2012 (Ausschnitt) © Wolfgang Tillmans

 

Die Ausstellung präsentiert tagsüber Fotografie, Video und Film sowie dokumentarisches Material und bietet so einen Einblick in die Entwicklung der Berliner Clubkultur der letzten 30 Jahre. Nachts wird ein Teil der Ausstellungsfläche bei C/O Berlin zum Club: Besucher*innen können auf einer Reihe von Partys mit bekannten DJs, Sound- und Visualkünstler*innen der damaligen und aktuellen Clubszene bei 
C/O Berlin die Nacht durchtanzen und das Erlebnis erneut zur Kunst machen. 
Die Ausstellung wurde kuratiert von Felix Hoffmann (Hauptkurator . C/O Berlin Foundation) und Heiko Hoffmann (Gastkurator) und zeigt Werke von Camille Blake, Tilman Brembs, Ben de Biel, Salvatore di Gregorio, Martin  Eberle, Matthias Fritsch, Dan Halter, Erez Israeli, Romuald Karmakar, Steffen Köhn, Tillman Künzel, Sven Marquardt und Marcel Dettmann, George Nebieridze, Alva Noto, Pfadfinderei, Mike Riemel, Carolin Saage, Giovanna Silva, Wolfgang Tillmans, Lisa Wassmann und Michael Wesely.
 
C/O Berlin Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin 
13.09.2019 - 10.01.2020
Fotoausstellung Greifswald . Die Ausstellungsreihe zum Thema Aktfotografie geht in die dritte Runde. An sieben Schauplätzen in Greifswald präsentieren vier Fotografen ihre Arbeiten zum Thema Akt. Inhaltlich teilt sich die Ausstellung in zwei Bereiche, die auch in zwei Eröffnungen gewürdigt werden. 13. September 2019 bis 10. Januar 2020
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Ausstellungsreihe Aktfotografien
Fotoausstellung Greifswald . Die Ausstellungsreihe zum Thema Aktfotografie geht in die dritte Runde. An sieben Schauplätzen in Greifswald präsentieren vier Fotografen ihre Arbeiten zum Thema Akt. Inhaltlich teilt sich die Ausstellung in zwei Bereiche, die auch in zwei Eröffnungen gewürdigt werden. 13. September 2019 bis 10. Januar 2020

Uwe Ommer

© Uwe Ommer - Storm & Rain, 2019

 

 

III. Akt Greifswald - 1. Szene
Zur Greifswalder Kulturnacht am 13. September macht der international bekannte Pariser Fotograf Uwe Ommer den Auftakt mit seiner Soloshow „Aktfotografie aus sechs Jahrzehnten“ in der Galerie STP (Start 19:00 Uhr). Spannend ist hierbei die Bandbreite in der Aktfotografie von Ommer. Die gezeigten Fotografien reichen von ästhetischen Studioaufnahmen, über weiblichen Selbstinszenierungen, weiter über die Komplexität der Ladyboys of Thailand, bis hin zu schrillen 80er Jahre Aufnahmen und Akten in überwältigenden Landschaften Islands. Manche Arbeiten sind weltbekannt, einige nur wenig gezeigt und andere werden erstmalig präsentiert. Der Fotograf wird zur Vernissage anwesend sein. Die Ausstellung geht bis 16. November 2019.

 

Vincent Leifer

© VIincent Leifer - Roots Of Life I., 2019

 

III Akt Greiswald - 2. Szene

Vincent Leifer, Ingo Müller, Peter Warkentin 

Weiter geht es am 25. Oktober um 17:00 Uhr in der Caspar-David-Friedrich-Filiale der Sparkasse | Markt 10 | (2. Etage). Hier präsentiert der Greifswalder Fotograf Vincent Leifer seine Soloausstellung „Roots Of Life“. Nach vielen Jahren der digitalen Arbeitsweise, widmet sich Leifer nun wieder den Ursprüngen der Fotografie. Mit Großformatkamera lichtet er natürliche Frauen in hiesigen Wäldern und Landschaften ab. Die Abzüge entstehen im Sinne der Entschleunigung und Wertschätzung in der hauseigenen Dunkelkammer. Der Fotograf wird zur Vernissage anwesend sein. Die Ausstellung geht bis 10. Januar 2020.
 
 
Ingo Müller
 
© Ingo Müller_Diva_2019
 
 

Am gleichen Abend laden wir Sie im Anschluss zu einem kleinen Spaziergang durch die Greifswalder Altstadt ein, um zwei weitere regionale Fotografen zu entdecken. Ingo Müller aus Gelbensande und Peter Warkentin aus Bützow. In fünf Schaufenstern der Innenstadt präsentieren die Fotografen ihre vielfältigen Positionen zum Thema Akt (Lady M. / Männermoden Krafczyk / Möbel Mews / Augenoptik Manke / Marc O´ Polo). Die Stationen sind mit roten Fußabdrücken am Boden markiert. Beide Fotografen werden zur Vernissage anwesend sein. Die Arbeiten sind bis 29. November 2019 zu sehen.
 
 
Peter Warkentin
 
© Peter Warkentin - Posituren IV, 2018
 
 
Der kleine Rundgang führt schließlich in die Galerie STP, wo nach einem kleinen Snack ein weiteres Highlight wartet. Uwe Ommer und Dr. Peter Konschake laden zur Podiumsdiskussion zum Thema Aktfotografie ein. Lauschen Sie dem Gespräch oder finden Sie Gelegenheit Ihre Fragen und Anregungen zum Thema einzubringen.
 
 
 
Galerie STP, Mühlenstraße 20, Greifswald


 
13.09.2019 - 06.01.2020
Fotoausstellung München . Im Stadtmuseum zeigt die Ausstellung "Der Greif - Public / Private" zum Teil verstörende fotografische Bilder, die zu privat, zu gewalttätig, zu politisch, zu subversiv oder zu explizit sind, um sie online zu teilen. Es sind Bilder, die niemals auf Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken gezeigt würden. Bis 6. Januar 2020
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Der Greif - Public / Private
Fotoausstellung München . Im Stadtmuseum zeigt die Ausstellung "Der Greif - Public / Private" zum Teil verstörende fotografische Bilder, die zu privat, zu gewalttätig, zu politisch, zu subversiv oder zu explizit sind, um sie online zu teilen. Es sind Bilder, die niemals auf Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken gezeigt würden. Bis 6. Januar 2020

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Der Greif#12 Rückseite Fotografie von Milan Gies, Rover
copyright Der Greif

 

Die Ausstellung zeigt Tableaus mit jeweils vier Bildern, in denen sich jeweils ein  Bildpaare zweimal gegenüber steht, dessen Motive einmal als good und bad bezeichnet werden und bei den zwei gleichen Motiven umgekehrt als bad und good. Dem Betrachter bleibt es überlassen sich seine eigene Meinung zu bilden, wie er die Bilder empfindet. Um das noch zu verstärken, sind manche Bilder hinter einem kleinen Vorhang versteckt und dem Besucher bleibt es überlassen, besonders harte Motive sehen zu wollen oder nicht. Immer ist die Frage was man zeigen kann was nicht. 

„Der Greif” ist eine vielfach ausgezeichnete Organisation für zeitgenössische Fotografie. Seit der Gründung 2008 beschäftigt sich das Kollektiv mit aktuellen Themen, die fotografische Bildproduktion, -distribution und -rezeption betreffen. 

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Der Greif#12 Titelseite Fotografie von Martha Friedel, Éclat
copyright Der Greif

 

Im Zusammenhang mit der Ausgabe 12 ihres Magazins, gastkuratiert vom britisch-südafrikanischen Künstlerduo Broomberg & Chanarin, zeigt „Der Greif” in einer interaktiven Installation eine speziell kuratierte Auswahl an Fotografien. Adam Broomberg & Oliver Chanarin erhalten über eine offene Ausschreibung hierfür fotografische Bilder, die zu privat, zu still, zu gewalttätig, zu politisch, zu subversiv oder zu explizit sind, um sie online zu teilen. Bilder, die niemals auf Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken gezeigt würden. 

 

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Der Greif, Blame the Algorithm, FORUM 050 Münchner Stadtmuseum  © Der Greif

 

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Der Greif, Blame the Algorithm, FORUM 050 Münchner Stadtmuseum  © Der Greif

 

Mithilfe eines ehemaligen „Content Moderator“, der in dieser Funktion lange Zeit Bilder für Facebook sichtete, wofür es eine eigene Schulung benötigt, wurden zensierte und unzensierte Bilder gegenüberstellt.

 

 

12.09.2019 - 21.11.2019
Fotoausstellung Berlin . Mit der Ausstellung "30 Jahre Freiheit . Die Samtene Revolution in Fotografien von Karel Cudin" erlaubt das Tschechische Zentrum in Berlin einen spannenden Blick auf ein wichtiges Stück Geschichte. Vom 12. September bis 21. November 2019
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30 Jahre Freiheit . Die Samtene Revolution
Fotoausstellung Berlin . Mit der Ausstellung "30 Jahre Freiheit . Die Samtene Revolution in Fotografien von Karel Cudin" erlaubt das Tschechische Zentrum in Berlin einen spannenden Blick auf ein wichtiges Stück Geschichte. Vom 12. September bis 21. November 2019

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Vor der deutschen Botschaft, Prag September 1989, Foto: Karel Cudlín

 

Inzwischen sind sie dreißig Jahre alt, die schwarz-weißen Dokumentaraufnahmen, in denen Karel Cudlín die Samtene Revolution von 1989 festgehalten hat. Mit ihrer Eindringlichkeit, ihrem Blick für Details und die absurden Seiten des Lebens machen sie für die heutigen Betrachter eine Welt lebendig, die es so nicht mehr gibt. Karel Cudlín dokumentierte nicht nur die großen Demonstrationen vom November 1989 in Prag, bei denen aus jedem einzelnen Gesicht Hoffnung und Freude sprechen, er hielt auch Alltagsszenen ab Mitte der 1980er Jahre fest, war im Spätsommer 1989 direkt mit dabei, als sich DDR-Bürger in die westdeutsche Botschaft in Prag flüchteten und dort auf ihre Ausreise hofften. Er verfolgte 1991 in den Kasernen von Milovice, wie der Abzug der sowjetischen Soldaten vor sich ging, und er begleitete später als einer seiner offiziellen Fotografen Václav Havel in dessen Zeit als Staatspräsident.

 

 

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Prag 1989, Foto: Karel Cudlín

 

Ergänzend zu den Fotografien zeigt das Nationalmuseum Prag in Texten und Filmaufnahmen eine Dokumentation der Samtenen Revolution und erinnert an die Entwicklungen, die ihr vorangingen.

1987 hatte Karel Cudlín sein Fotografie-Studium an der Prager FAMU beendet und begonnen, für die Zeitschrift Mladý Sv?t zu arbeiten. Die in Berlin gezeigten Fotografien entstanden zwar zu dieser Zeit, Karel Cudlín nahm sie jedoch für den Privatgebrauch auf. Auf nicht genehmigten Demonstrationen zu fotografieren war zu der Zeit nicht ganz ungefährlich. Von den Demonstrierenden oder flüchtenden DDR-Bürgern konnte er leicht für einen Spitzel gehalten werden. Für die Staatsmacht wiederum wäre sein Material eine lohnende Quelle zur Identifizierung von „Staatsfeinden“ gewesen. Für den Fotografen galt deshalb der Grundsatz, lieber den Film zu vernichten, als ihn herauszugeben. Auch die Aufnahmen im streng abgeschirmten Militärgebiet Milovice waren keine einfachen Schnappschüsse. Es bedurfte schon einiger List und Hartnäckigkeit, um so nahe an die Soldaten heranzukommen, um die Zeichen einer untergehenden Weltordnung und die Unsicherheit in den Augen der Soldaten festzuhalten.

 

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Prag 1984, Foto: Karel Cudlín

 

Bis heute ist der Autor dieser ikonographischen Bilder der Wendezeit einer der wichtigsten Dokumentarfotografen Tschechiens. Seine Werke waren in zahlreichen Einzel- und in Hunderten Gruppenausstellungen rund um die Welt zu sehen, sind in Sammlungen vertreten und in Publikationen abgebildet. Karel Cudlín hat für die Wochenzeitung  Respekt und viele andere Medien und Agenturen gearbeitet, das Atelier für Dokumentarfotografie an der FAMU geleitet, wurde mit dem Preis der Revolver Revue ausgezeichnet und gewann fast zwanzig Mal den Wettbewerb Czech Press Photo.

 

 

Tschechisches Zentrum, Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße, Berlin

08.09.2019 - 24.11.2019
Fotoausstellung Plech . Das Deutsche Kameramuseum Plech zeigt in rund 30 packenden Aufnahmen von Europas vergessenen Krieg, die der Bamberger Till Mayer und der Ukrainer Oleas Kromplias fotografiert haben. Die Ausstellung läuft vom 8. September bis 24. November 2019
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Donbas - Europas vergessener Krieg
Fotoausstellung Plech . Das Deutsche Kameramuseum Plech zeigt in rund 30 packenden Aufnahmen von Europas vergessenen Krieg, die der Bamberger Till Mayer und der Ukrainer Oleas Kromplias fotografiert haben. Die Ausstellung läuft vom 8. September bis 24. November 2019

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Foto Oles Kromplias

 

Regelmäßig besucht der Bamberger Journalist Till Mayer das Kampfgebiet im Donbas (Ost-Ukraine). Zusammen mit dem ukrainischen Fotografen Oles Kromplias dokumentiert er den Alltag der Soldaten und Zivilisten längs der Schützengräben. Dabei entstanden mehrere Reportagen für SPIEGEL-Online und verschiedene andere Publikationen. Politisch haben die beiden Fotografen oft sehr unterschiedliche Anschauungen. Was sie eint: Sie wollen mit ihrer Kamera an die Folgen eines weltweit vergessenen Konflikts erinnern.

 

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Foto Till Mayer

 

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Foto Till Mayer

 

Sie wollen die Schicksale der Menschen aufzeigen, die an der Frontlinie (über-)leben müssen. Das Deutsche Kameramuseum in Plech präsentiert eine Fotoreportage mit den besten Bilder der beiden Journalisten aus diesem Krieg mit dem Tiitel: "Donbas - Fotos von Europas vergessener Krieg".

 

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Foto Oleas Kromplias

 

Der Förderverein Deutsches Kameramuseum in Plech e. V. und Museumsleiter Kurt Tauber laden zur öffentlichen Vernissage am Sonntag, 8. September 2019, 14 Uhr, nach Plech ein. Die beiden Fotografen werden anwesend sein und über ihre Arbeit berichten. Die gut 30 packenden Aufnahmen, übrigens alle in klassischem Schwarzweiß, werden in der Galerie im Deutschen Kameramuseum in Plech ausgestellt.

06.09.2019 - 23.11.2019
Fotoausstellung Köln . Die jüngste Werkgruppe von Pieter Hugo " La Cucaracha " entstand 2018 in Mexiko und wird von PRISKA PASQUER erstmals in Europa vorgestellt. Die Fotoserie zeigt Menschen und Situationen, denen er während seines Aufenthalts in Mexico City, Oaxaca oder Juchitán begegnet ist. In den Portraits und Stillleben tritt die Offenheit des Reisenden für ebenso exemplarische wie unerwartete Situationen zutage. 6.9. bis 23.11.2019
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Pieter Hugo - La Cucaracha
Fotoausstellung Köln . Die jüngste Werkgruppe von Pieter Hugo " La Cucaracha " entstand 2018 in Mexiko und wird von PRISKA PASQUER erstmals in Europa vorgestellt. Die Fotoserie zeigt Menschen und Situationen, denen er während seines Aufenthalts in Mexico City, Oaxaca oder Juchitán begegnet ist. In den Portraits und Stillleben tritt die Offenheit des Reisenden für ebenso exemplarische wie unerwartete Situationen zutage. 6.9. bis 23.11.2019

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 Pieter Hugo
After Siqueiros, Oaxaca de Juárez, 2018

 

 

Starke Farben, überbordende Vegetation, kraftvolles Leben und die für europäische Augen ungewohnte Sichtbarkeit von Tod und Vergänglichkeit sprechen aus den atemberaubend intensiven Bildern dieser Werkgruppe. Man trifft auf Straßenkehrer, die als Laienspielgruppe Szenen aus einem monumentalen Wandgemälde des Revolutionsmalers David Alfaro Siqueiros nachstellen. Als Revolutionslied wurde auch das titelgebende Volkslied von der Kakerlake „La Cucaracha“ im mexikanischen Bürgerkrieg der 1920er Jahre umgedichtet, das die Soldaten des Diktators karikierte.

 

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 Pieter Hugo
 Muxe Portrait #3, Juchitán de Zaragoza, 2018

 

 

Eine Portraitreihe zeigt die ausgeprägte Transgender-Kultur der „Muxe“ von Juchitán, in der sich Pieter Hugo mehr für die Erscheinung und den Ausdruck einer älteren Generation interessierte als für den häufiger dargestellten, klischeehaften Jugendkult. Junge Menschen, alte Menschen, Hochzeit, Prostitution, Kampfsport, Rinderschlachtung, Nudistenstrand, und eine gerichtsmedizinische Station – die Motive zeigen die ganze Bandbreite der Comédie Humaine.

 

Pieter Hugo (* 1976 in Johannesburg) lebt und arbeitet in Kapstadt, Südafrika. Bedeutende museale Einzelausstellungen fanden unter anderem im Berardo- Museum in Lissabon, im Kunstmuseum Wolfsburg, im Museum für Fotografie Den Haag, im Musée de l'Elysée in Lausanne, im Ludwig-Museum in Budapest, im Fotografiska in Stockholm und im MAXXI in Rom statt. Er hat mehrere Fotobücher veröffentlicht, die mit großem Kritikerlob aufgenommen wurden.

Hugo wurde 2012 für den Deutsche Börse Photography Prize nominiert. 2015 war er der Künstler 'In Focus' für den Taylor Wessing Photographic Portrait Prize in der National Portrait Gallery in London und für den sechsten Zyklus des Prix Pictet nominiert.

 

Galerie Priska Pasquer, Albertusstr. 18, Köln

 

20.07.2019 - 30.11.2019
Ausstellung München . Einen Ausflug in die Abenteuerwelt der Raumfahrt verspricht der Besuch der Ausstellung "Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space" in der ERES Stiftung, die anläßlich der ersten Mondlandung in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli vor 50 Jahren initiiert wurde. Es erwarten einen eine überwältigende Vielfalt verschiedenster Ausstellungsstücke von Neil Armstrongs Raumanzug über die damalige Direktübertragung des Ereignisses bis zu einer Schallplattensammlung deren Musik sich in irgendeiner Form um den Mond dreht - dieses alles in dem Schwerelosigkeit vermittelten mit Silberfolie ausgekleideten Räumen (Digitaldruck auf Spiegelfolie / Peter Kohler) durch die durchsichtige Kissen, die 1966 Andy Warhol entworfen hatte, schweben. Bis 1. Februar 2020
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Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space
Ausstellung München . Einen Ausflug in die Abenteuerwelt der Raumfahrt verspricht der Besuch der Ausstellung "Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space" in der ERES Stiftung, die anläßlich der ersten Mondlandung in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli vor 50 Jahren initiiert wurde. Es erwarten einen eine überwältigende Vielfalt verschiedenster Ausstellungsstücke von Neil Armstrongs Raumanzug über die damalige Direktübertragung des Ereignisses bis zu einer Schallplattensammlung deren Musik sich in irgendeiner Form um den Mond dreht - dieses alles in dem Schwerelosigkeit vermittelten mit Silberfolie ausgekleideten Räumen (Digitaldruck auf Spiegelfolie / Peter Kohler) durch die durchsichtige Kissen, die 1966 Andy Warhol entworfen hatte, schweben. Bis 1. Februar 2020

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Peter Kogler
Ohne Titel, 2019
Digitaldruck auf Aluminium
© ERES-Stiftung

 

Wer 1969 alt genug war, um bei einer Direktfernsehübertragung dabei zu sein, der wird die Landung auf dem Mond für immer als ein unvergessliches und faszinierendes Ereignis im Gedächtnis haben. in der Ausstellung in der ERES Stiftung kann man diese wichtige Zeit nachvollziehen und miterleben.

 

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ERES Zero Raumansicht

 

 

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Lukas Kindermann: Meteorit 1:1 2016 3D Druck aus Quarzsand
Courtesy the artist 

 

 

Die Ausstellung begrenzt sich keineswegs nur auf die Mondlandung, sie zeigt die ganzen Verändungen und Geschehnisse, die während der Zeit des Beginns dier Weltraummissionen die Menschheit mit vollkommen neuen Erkenntnissen konfrontiert. Anhand von mehr als 30 künstlerischen Positionen zeigt die Ausstellung die ungeheure Dynamik, mit der sich die Raum- und Grenzerweiterungen in bildender Kunst, Architektur, Musik, Film und Design parallel zu den Weltraummissionen entwickeln.

 

Zero Gravity_Leibovitz_Eileen Collins

Annie Leibovitz
Eileen Collins, Johnson Space Center, Houston, 1999
C-Print
© the artist
Foto: Dominik Gigler

 

 

Hier kann man die Rede John F. Kennedys zur Raumfahrt hören, kann einen kleinen Planeten der  an einem "seidenen Faden" von der Decke hängt und die Zerbrechlichkeit unserer Welt symbolisiert, bewundern oder die Briefmarken und Postkarten aus der Sowjetunion studieren, die zu Ereignissen der russischen Raumfahrt gedruck wurden, studieren. Die Serie endet aprubt zu dme Zeitpunkt als man in Moskau merkte dass das Wettrennen zur Landung auf den Mond nicht mehr zu gewinnen war. 

 

ERES_ZERO_Bayrle

Thomas Bayrle: Großer Mantel 1968 / 02
Siebdruck auf Kunststoff, Kleiderbügel
Courtesy the artist / Galerie Johann Widauer, Innsbruck

 

Zero Gravity_Rauschenberg_Earth Crust

Robert Rauschenberg
Stoned Moon Series
Earth Crust, 1969

Farblithographie auf Papier,
Ed. 15/42
© Gemini G.E.L., Los Angeles / Robert Rauschenberg Foundation
Foto: Dominik Gigler

 

 

Die Ausstellung ist als Teamarbeit entstanden zu der viele Leihgaben aus Privatsammlungen und von den Künstlern selbst zur Verfügung gestellt wurde.

 

Teilnehmende Künstler

Ant Farm, Galina Balaschowa, Thomas Bayrle, Martha Boto, Lygia Clark, Attila Csörg?, Siegfried Ebeling, Stano Filko, Dan Flavin, Richard Buckminster Fuller, Gregor Hildebrandt, Anna Jermolaewa, Lukas Kindermann, Peter Kogler, Annie Leibovitz, Sonia Leimer, Sol LeWitt, Otto Muehl, Lowell Nesbitt, Nam June Paik,Walter Pichler, Michelangelo Pistoletto, Sigmar Polke, Wolf D. Prix/COOP HIMMELB(L)AU, Robert Rauschenberg, Fred Sandback, Hans Schabus, Richard Serra, Mark Wallinger, Andy Warhol, Lawrence Weiner

 

Während der Ausstellung sind einige Vorträger in Planung, deren Orte und Termine in Kürze bekanntgegebn werden.

 

ERES Stiftung Römer Straße 15, München

 

 

 

 

13.06.2019 - 30.04.2020
Fotoausstellung Zingst . Die Motive von Lars Heidemann hat auf der Halbinsel Fischland-Dara-Zingst Menschen porträtiert, die sich in besonderer Weise für die Umwelt engagieren. Seine Bilder sind in einer Open-Air-Installation im Zingster Museumshof präsentiert - ein Ort wie er nicht besser zu diesen Bildern passen könnte und Bilder wie geschaffen für diesen Platz. Bis 30.4.2019
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Lars Heidemann - Mensch und Umwelt
Fotoausstellung Zingst . Die Motive von Lars Heidemann hat auf der Halbinsel Fischland-Dara-Zingst Menschen porträtiert, die sich in besonderer Weise für die Umwelt engagieren. Seine Bilder sind in einer Open-Air-Installation im Zingster Museumshof präsentiert - ein Ort wie er nicht besser zu diesen Bildern passen könnte und Bilder wie geschaffen für diesen Platz. Bis 30.4.2019

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"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" - dieser Weisheit folgend hat der Fotograf Lars Heidemann Menschen fotografiert, die sich für die Umwelt engagieren und in deren Leben sich der behutsame Umgang mit unserer Welt, widerspiegelt. 

 

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Am Beginn der Arbeit zu dem Projekt "Mensch und Umwelt" von Lars Heidemann stand die Fragestellung ob es ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein gibt und wie es sich im alltäglichen Leben ausdrückt. Lars Heidemann hat Menschen gefunden, die bei dem was sie sowohl im Beruf, als auch im Privatleben tun, ein gutes Beispiel sind und die an die Umwelt denken. Umweltfreundliches Handeln beginnt zum Beispiel mit dem bewussten Verzicht auf problematische Materialien, dem sparsamen Umgang mit Werkstoffen und setzt sich auch in der Ernährung fort. 

 

Es entstanden Porträts von 17 Persönlichkeiten in ihrer vertrauten Umgebung, zu Hause oder an ihrem Arbeitsplatz. Die Ausstellung "Mensch und Umwelt" ist nicht als abgeschlossene Serie zu verstehen. Lars Heidemann, engagierter Umweltaktivist mit der Kamera, möchte das Langzeitprojekt fortführen, dass er mit einer analogen Mittelformatkamera auf Schwarzeißfilm verwirklicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

28.02.2019 - 17.11.2019
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019
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Ann Wilde: Re – visions
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019

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Kathleen Seltzer, ohne Titel., 1976
Silbergelatineabzug
© Kathleen Seltzer

 

Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde mit Leidenschaft, Engagement und Fachkenntnis eine gleichermaßen vielfältige wie einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen. Sie umfasst mehrere tausend Fotografien, die Künstlerarchive zu Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch, eine umfangreiche Fachbibliothek und zahlreiche Dokumente zur Geschichte der Fotografie.

 

Resnick 2018-1952-15 Ascher

Marcia Resnick, aus der Serie: Re – visions, 1978
 Silbergelatineabzug
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München
© Marcia Resnick

 

 

 

 

Seit 2010 sind diese außerordentlichen Bestände als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Kathleen Seltzer, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Dank dieses frühen Engagements konnte sich das Werk der Fotografinnen als fester Bestandteil der Fotografiegeschichte etablieren.

 

Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres Geburtstages öffnet die Stifterin nun erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie-Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva-Maria Schön, Kathrin Sonntag, Heidi Specker und Vibeke Tandberg.

 

Judith Joy Ross, Michelle Fraser Protesting the US War in Iraq, Bethlehe...

Judith Joy Ross, Michelle Fraser, Protestin the war in Iraq, Bethlehem,
Pennsylvannia, 2006
Silbergelatineabzug
Sammlung Ann Wilde, Zülpich
© Judith Joy Ross

 

 

Pinakothek der Moderne, Barerstraße 29, München

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