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Fotoausstellungen

16.09.2019 - 30.04.2020
Naturliebhaber kommen vor allem im Herbst im Ostseebad Zingst auf ihre Kosten. Die Landschaft präsentiert sich zu jeder Tageszeit in besonderem Licht und vom Zug der Kraniche bis hin zur Brunft der Hirsche bietet die Landschaft herrliche Erlebnisse. Dazu kommt ein abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit fotografischen Höhepunkten. Begleitet wird das Herbstprogramm von beeindruckenden Fotoausstellungen.
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Fotografie in Zingst: Der Herbst bringt herrliche Ausstellungen
Naturliebhaber kommen vor allem im Herbst im Ostseebad Zingst auf ihre Kosten. Die Landschaft präsentiert sich zu jeder Tageszeit in besonderem Licht und vom Zug der Kraniche bis hin zur Brunft der Hirsche bietet die Landschaft herrliche Erlebnisse. Dazu kommt ein abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit fotografischen Höhepunkten. Begleitet wird das Herbstprogramm von beeindruckenden Fotoausstellungen.

Sven Meurs „Großstadt Wildnis“

Wildschweine in Berliner Gärten, Füchse in der Innenstadt von Köln, Eisvögel im Düsseldorfer Stadtpark! Unsere Großstädte sind oft artenreicher als das Umland. Warum kommen die Wildtiere in die Städte, wie leben die verschiedensten Tierarten inmitten der für Menschen gemachten Umwelt und wie kann man sie schützen? Auf spannende und humorvolle Art gibt der Fotograf Sven Meurs Antworten, indem er die Natur deutscher Großstädte zeigt und sich auf die Suche nach Tieren macht, die sich mit der Großstadt arrangiert haben.

Open-Air Postplatz
1.10.2019 bis 30.4.2020

Vortrag 1.11.2019 um 18 Uhr

 

Sven Lamprecht „Heimat – im besonderem Licht“

 

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© Sven Lamprecht

 

Ein wirklich gutes Bild lebt von den ganz besonderen Lichtstimmungen und den Momenten in der Natur. Der Fotograf Sven Lamprecht versucht so oft wie nur möglich draußen zu sein, um eben genau diese Momente abzupassen und eine Situation einzufangen, die den Unterschied macht. Die Ausstellung zeigt das Spektrum seines kreativen Schaffens. Auf sensible Weise nähert er sich der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und hält sie fotografisch in unterschiedlichen Lichtstimmungen fest. Als Mitglied der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen engagiert er sich in der Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern.

Hotel Vierjahreszeiten
1.10.2019 bis  2.2.2020
Tag des Fotobuches: 02.10.2019 um 11:00 Uhr

 

 

Berthold Steinhilber „Deutschland – eine Reise durch die Zeit“

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© Berthold Steinhilber

 

Deutschland im Jahr 2019: eine funktionierende und stabile Demokratie, geschätzt von vielen anderen Staaten, der allgemeine Wohlstand ist sehr hoch und gleichzeitig wachsen die Sorgen der Bürger. Die Globalisierung und Migration verunsichert die Menschen, einige fürchten sich vor der Zukunft, andere sehnen sich nach Sicherheit und Vertrautheit. In welche Richtung geht Deutschland? Wer sich Gedanken macht, wohin wir gehen, sollte wissen, woher wir kommen. Deshalb stand am Anfang der fotografischen Arbeit die Frage: Woher kommen die Deutschen und was hat sie kulturell geprägt?

Max Hünten Haus
16.9.2019 bis  15.1.2020
Tag des Fotobuches 02.10.2019 um 11:00 Uhr

 

 

Götz Schleser „Politische Porträts“

 

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© Götz Schleser

 

Angela Merkel, Andrea Nahles, Christian Lindner oder Wolfgang Schäuble: Was ist es, das einen Politiker ausmacht? Die politische Gesinnung, natürlich. Eine individuelle Interessenslage, versteht sich. Und der menschliche Aspekt ist mitunter auch nicht ganz unwichtig. Alles das in ein Bild zu bekommen, das ist das Ansinnen des Berliner Fotografen Götz Schleser. In seinen Fotografien entstehen darum keine simplen Abbilder, sondern politische Porträts im eigentlichen Sinne. Schleser zeigt, worum es geht – im Amt und im Menschen, immer im Wechselspiel mit Fassade, Schönfärberei und Meinung (ob die des Abgebildeten oder des Fotografen sei dahingestellt) und so ehrlich, wie es dabei eben möglich ist.

Leica Galerie Zingst
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

 

Milán Radisics „Water. Shapes. Earth – Wasser formt die Erde“

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© Milán Radisics

 

Es ist die Natur, die Milán Radisics ständig zur neuen kreativen Auseinandersetzung herausfordert und inspiriert. Sein aktuelles Projekt WATER.SHAPES.EARTH handelt vom Wasser. Es zeigt, woher das Wasser kommt, wie es die Erde verwandelt, alles Leben beeinflusst und wie es an vielen Orten verschwindet. Nach vielen Stunden Recherche auf Satellitenkarten macht der Fotograf die passenden Orte für seine Motive ausfindig und fotografiert aus der Luft heraus mit Hilfe einer Drohne. Die vielen Einzelbilder setzt er am Computer zusammen und erzielt dadurch eine enorm detailreiche Auflösung, die vom Grashalm bis zu Vogelnestern oder auch menschlichen Fußabdrücken unendlich viele Details preisgibt. Die quadratische Form der Bilder unterstützt ihre abstrakte und malerische Wirkung.

Hotel Stone
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

Jan Richard Heinicke „Natur im Stadtraum«

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© Jan Richard Heinicke

 

Singapur steht vor großen Herausforderungen. Der Stadtstaat, dessen Einwohnerzahl sich in den letzten Jahrzehnten versechsfacht hat, wächst weiter und wird besonders stark vom Klimawandel betroffen sein. Glücklicherweise entsteht gleichzeitig eine neue Bewegung, die aus Architekten, Farmern und normalen Bürgern besteht. Ihr Ziel ist es, die Natur zurück in die Stadt zu bringen.

So findet die Natur Eingang in der Architektur, ungenutzte Flächen werden zu Farmen. Beides trägt enorm zur Minderung der städtischen Temperatur bei und kann den Kampf gegen die Klimafolgen unterstützen.

Epson Digigraphie Galerie
1.10.2019 bis  2.2.2020

 

 

Tag des Fotobuches - Zingst liest

 

Ebenfalls unterhaltsam präsentieren ausgewählte Fotografen ihre Fotobücher und Kalender zum „Tag des Fotobuches“ am 02.10.2019 im Max Hünten Haus. Der „Tag des Fotobuches“ ist fester Bestandteil der Veranstaltungen?im Herbst unter dem Leitgedanken „Natur im Fokus“. Eine Auswahl ganz besonderer Neuerscheinungen (zum Teil in Verbindung mit Bilderschauen) sind in Zingst zu sehen. Das Besondere: Die Fotografen sind anwesend und stellen ihre Werke persönlich vor, beantworten Fragen, nehmen sich Zeit für alle Interessierten und signieren ihre Bildbände und Kalender.

2.10.2019 um 11:00 Uhr
Max Hünten Haus
Eintritt: kostenfrei

 

 

 

29.08.2019 - 26.10.2019
Fotoausstellung Zürich . Die Galerie RossArt zeigt nicht nur bekannte ikonographische Werke des herausragenden Jahrhunderttalents Henri Cartier-Bresson, sondern auch reizvolle Motive und Portraits, die auf den zahlreichen, weltumspannenden Reisen des französischen Fotografen entstanden sind. 29.8. bis 26.10.2019
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Henri Cartier-Bresson - Das Auge der Welt
Fotoausstellung Zürich . Die Galerie RossArt zeigt nicht nur bekannte ikonographische Werke des herausragenden Jahrhunderttalents Henri Cartier-Bresson, sondern auch reizvolle Motive und Portraits, die auf den zahlreichen, weltumspannenden Reisen des französischen Fotografen entstanden sind. 29.8. bis 26.10.2019

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C) Henri Cartier-Bresson. Juvisy, France. Gelatine-silver print, 1938.



Das rastlose Bedürfnis, die zahlreichen Schauplätze der Geschichte und ihre Akteure einzufangen, führte ihn bereits mit 23 Jahren an die Elfenbeinküste, wenig später nach New York. Mit 29 photographierte er die Krönung George des VI in London und nur wenige Monate später wurde er im spanischen Bürgerkrieg gesichtet. Stets die Leica Kleinbildkamera als treue Begleiterin an seiner Seite, gefüllt mit schwarz-weissem Filmmaterial. Noch heute erstaunt uns, wie Cartier-Bresson mit dieser vergleichsweise bescheidenen Ausrüstung Bilder von einer so intensiv ästhetischen Dichte schaffen konnte. Wie kein Zweiter prägte er stilistisch ganze Generationen von Photographen, zog Museumsleute, Sammler und Betrachter in seinen Bann.

 

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(C) Henri Cartier-Bresson. Camondo Steps, Galata, Istanbul, Turkey.
Gelatine-silver print, around 1965/1966.

 

 

Das Werk Henri Cartier-Bresson spiegelt fast ein ganzes Jahrhundert wider. Mit dem Blick auf ein ebenso abenteuerliches wie schaffensreiches Leben hat man für die intime und feine Ausstellung deshalb Bilder gewählt, die Cartier-Bressons interessierten Blick auf die zahlreichen bereisten Orte, etwa Indien, Mexico, Amerika oder die Türkei widerspiegeln. Im Dialog dazu gibt es jene Bilder-Ikonen, wie etwa Giacometti im Regen, den berühmten Sonntag an der Marne, ein brillantes Jean-Paul Satre Portrait oder den Duke of Windsor. So entsteht ein lebhaftes, spannendes Miteinander der Bilder, die man ganz diskret aus einer renommierten Privatsammlung übernehmen konnte.

 

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((C) Henri Cartier-Bresson. Behind the Gare Saint-Lazare.
Silver-gelatine print, 1932.



Ohne unbescheiden zu sein, darf man Cartier-Bresson wohl zurecht 'das Auge der Welt' nennen. Die perfekte Komposition, auch unter Zeitdruck und in unkomfortablen Situationen, war immer sein Anspruch. Mit welch wunderbaren Bildern er diesen Anspruch eingelöst hat, dass kann man vom 29. August diesen Jahres in der RossArt Galerie betrachten. Die Züricher Galeristin Svetlana Miniati hat für die Show eine Selektion zusammengestellt, die ganz wunderbar Gelegenheit bietet, museale Exponate im Original zu erleben, wie auch den Blick auf jene Photographien zu richten, welche den Blick des weit herumgekommenen und viel gereisten Cartier-Bresson dokumentieren.

(Text: Hans Irrek)

 

 

Galerie RossArt, Marktgasse 9, Zürich

22.08.2019 - 31.10.2019
Fotoausstellung Hamburg . Fassungslos über die Details, die nach und nach während des NSU-Prozesses aufgerollt werden, beschließt die Fotografin Paula Market, dieses dunkle Kapitel des rechten Terrors in Deutschland fotografisch weiter zu durchdringen.  2014 begibt sie sich auf eine Spurensuche, um Handlungsorte und Menschen zu erkunden, die Teil der komplexen NSU-Geschichte sind. 22.8. bis 31.10. 2019
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Eine Reise durch Deutschland. Die Mordserie des NSU
Fotoausstellung Hamburg . Fassungslos über die Details, die nach und nach während des NSU-Prozesses aufgerollt werden, beschließt die Fotografin Paula Market, dieses dunkle Kapitel des rechten Terrors in Deutschland fotografisch weiter zu durchdringen.  2014 begibt sie sich auf eine Spurensuche, um Handlungsorte und Menschen zu erkunden, die Teil der komplexen NSU-Geschichte sind. 22.8. bis 31.10. 2019
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Vom 6. Mai 2013 bis zum Urteilsspruch am 11. Juli 2018 fand
vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München der NSU-Prozess statt. 
Anklagebank, Schwurgerichtssaal 101, Oberlandesgericht München.
 
 
 
Der 11. Juli 2018 war ein Tag, auf den die Hinterbliebenen der Opfer lange warten mussten. Der Tag, an dem Beate Zschäpe als einzige Verbliebene der NSU–Kernzelle sowie weitere Unterstützer der Terrorgruppe endlich verurteilt wurden. Vorausgegangen war einer der längsten und aufwändigsten Prozesse der deutschen Geschichte. Nun wurde im Urteilsspruch die besondere Schwere der Schuld bei Zschäpe festgestellt und diese zu lebenslanger Haft verurteilt. Ab 1999 hatte der NSU um Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe elf Menschen aus rassistischen Motiven umgebracht, mehre Sprengstoffanschläge initiiert und 15 Raubüberfälle begangen. Mit dem Tod von Böhnhardt und Mundlos endete die Mordserie, und die Behörden mussten eingestehen, in eine völlig falsche Richtung ermittelt zu haben.
 
 
 
FREELENS-Markert-03
 
Neben zahlreichen anderen Medien nutze die Bildzeitung den Begriff „Döner-Morde“ vor Auffliegen des NSU für ihre rassistisch motivierte Mordserie. 2011 wurde er zum Unwort des Jahres gewählt. „Der Ausdruck steht prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde.“ (Pressemitteilung der Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres) — Archiv des Axel-Springer-Verlags, Berlin.
 
 
 
 2014 begibt sie sich auf eine Spurensuche, um Handlungsorte und Menschen zu erkunden, die Teil der komplexen NSU-Geschichte sind. Dabei wird der Fotografin klar, dass sie schnell an Grenzen stößt, um der Komplexität des Themas gerecht werden zu können. Paula Markert entscheidet sich für eine zurückgenommene Erzählweise. Sie führt den Betrachter an Orte, die fast aufreizend banal wirken, aber in dem Moment, wo man erfährt, dass sie in den Täterbiographien eine wichtige Rolle spielen, extreme Aufladung erleben.
 
 
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Nach der Enttarnung des NSU wurden beim Bundesamt für Verfassungsschutz
potenziell relevante Akten zum Umfeld der Täter vernichtet, der damalige Präsident Heinz Fromm trat daraufhin zurück. In zwei Schritten im Abstand von zwei Tagen sollen insgesamt sieben Operativakten vernichtet worden sein. 2016 tauchten mutmaßlich zurückgehaltene, relevante Beweisstücke im BfV auf. — Bundesamt für Verfassungsschutz, Köln.
 
 
 
Sie zeigt Leute, die einst mit den NSU-Akteuren zu tun hatten, präsentiert Hinterbliebene der Opfer, porträtiert ehemalige Ermittler und Anwälte. Ihren Fotos stellt sie zahlreiche Textdokumente (Prozessprotokolle, Interviews etc.) zur Seite, die der Geschichte wichtige Aspekte zuführen und helfen, diese besser zu durchdringen. Auch nach dem 11. Juli sind längst nicht alle Wahrheiten ans Licht gekommen. Paula Markerts Arbeit ist auch als Mahnung zu begreifen, die nach diesem Prozess unbeantworteten Fragen weiterhin aufzuarbeiten und den Kampf gegen rechtsradikal motivierte Gewalt konsequent fortzuführen.
 
 
Paula Markert (*1982) lebt in Hamburg und ist für zahlreiche große deutsche Magazine tätig. Daneben arbeitet sie an ihren eigenen, freien Projekten, die sich mit politisch brisanten Themen beschäftigen. Ihre Serien wurden mehrfach ausgezeichnet und in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. »Eine Reise durch Deutschland. Die Mordserie des NSU«, an der die Fotografin mehrere Jahre gearbeitet hat, wird in der FREELENS Galerie erstmals umfangreich ausgestellt. Zeitgleich erscheint dazu ein Buch bei Hartmann Projects.
 
 
Freelens Galerie, Alter Steinweg 5, Hamburg
 
 
09.08.2019 - 18.08.2019
Fotoausstellungen Berlin . Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des BFF – Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e. V. sind vier beachtenswerte Ausstellungen "Ikonen" + "Your Signatur - das bleibt" + "Thomas Billard" + "Volker Hinz" bei X Lane in Berlin zu sehen. 9.8. bis 18.8.2019
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50 Jahre BFF in Berlin: Vier große Jubiläumsausstellungen
Fotoausstellungen Berlin . Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des BFF – Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e. V. sind vier beachtenswerte Ausstellungen "Ikonen" + "Your Signatur - das bleibt" + "Thomas Billard" + "Volker Hinz" bei X Lane in Berlin zu sehen. 9.8. bis 18.8.2019

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Thomas Billhardt
Vietnam, 1968
© Thomas Billhardt/Camera Work
Ausstellung “Thomas Billhardt”

 

Am 6.6.2019 wurden die renommierten Fotografen Thomas Billhardt(* 1937) und Volker Hinz (* 1947) in die BFF-Hall of Fameaufgenommen. Beide schufen einzigartige und unvergessliche Bilder des 20. Jahrhunderts: Während Billhardtfür die Darstellung der DDR und ihren sozialistischen Bruderländern steht, gilt Hinzals Dokumentarist der BRD und des Westens. Eine Auswahl ihrer ikonischen Werke wird jeweils in Form einer Einzelausstellung gezeigt.

 

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Volker Hinz
Woody Allen, 1994
© Volker Hinz
Ausstellung “Volker Hinz”

 

Die Gruppenausstellung „Ikonen“zeigt derweil 100 Werke der bekanntesten BFF-Mitglieder und Ehrenmitglieder. Ergänzend zur bestehenden BFF-Sammlung wurden hierfür Bildikonen der letzten Jahrzehnte zusammengetragen; darunter Arbeiten von Andreas Feininger, F.C. Gundlach, Esther Haase, Hans Hansen, Thomas Hoepker, Herlinde Koelbl, Walter Schels, Oliviero Toscani, Christian von Alvensleben u.v.a.

 

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Hans-Jürgen Burkard
Sowjetische Elitegarde
“Kantemirov” probt den ABC-Krieg, 1989
© Hans-Jürgen Burkard Mitgliederausstellung “Your Signature – das bleibt”

 

 

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Jacques Schumacher
Der Hühnerbaron, 1997
© Jacques Schumacher
Ausstellung „Ikonen“

 

Die vierte Präsentation bündelt unter dem Titel „Your Signature – das bleibt“die fotografischen Werke von 144 BFF-Mitgliedernund gibt somit einen exzellenten Überblick über die inhaltliche Vielfalt und die homogene Qualität der Werke, die in den Reihen des BFF entstanden sind. Fotografie als Aufstand gegen die Vergänglichkeit, der Augenblick für die Ewigkeit wider Erosion und Verschleiß, Inflations- und Konjunkturzyklen, Moden und Trends, Alter und (Wieder-)Geburt. Bilder, für die es kein Morgen, kein Heute und kein Gestern gibt – Bilder, die bleiben.

 

X LANE by NATULIS GROUP AG, Reichenberger Straße 154, Berlin

 

20.07.2019 - 29.09.2019
Fotoausstellung Braunschweig . Im Museum für Photographie zeigt man passend zum Sommer die Ausstellung "Reiselust und Müßiggang", die mit ihren Bildern von Landschaften, Wegen und Abwegen der Freizeitkultur erzählt und die zeitgenössische Fotografie im Dialog mit der Sammlung zeigt. 20.7. bis 29.9.2019
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Reiselust und Müßiggang
Fotoausstellung Braunschweig . Im Museum für Photographie zeigt man passend zum Sommer die Ausstellung "Reiselust und Müßiggang", die mit ihren Bildern von Landschaften, Wegen und Abwegen der Freizeitkultur erzählt und die zeitgenössische Fotografie im Dialog mit der Sammlung zeigt. 20.7. bis 29.9.2019

Ausgestellt werden Arbeiten von Boris Becker | Francis Bedford | Louis Auguste und Auguste Rosalie Bisson | Katharina Bosse | Käthe Buchler | Rebecca Hackemann | Calvert Richard Jones | Erik Kessels | Andreas Meichsner | Jürgen Nefzger | Christian Paier | Txema Salvans | Charles R. Savage | Pascal Sébah |
Félix Teynard | Christa Zeißig.

 

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 Fuerteventura, aus der Serie „Willkommen im Club“, 2008, 
FineArt-Pigmentprint © Andreas Meichsner

 

Der Sommer und die Ferienzeit werden zum Anlass im Museum für Photographie eine Ausstellung zur Thematik des Reisens, des Urlaubs, der Freizeit und der ‚entschleunigten’ Landschafts- und Lebenserfahrung unter künstlerischen Gesichtspunkten zu zeigen.
Hierbei werden zeitgenössische fotografische Arbeiten von internationalen KünstlerInnen im Dialog mit wichtigen Werken aus dem historischen Sammlungsbestand des Museums für Photographie seit dem 19. Jahrhundert vorgestellt.

 

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Leo in the Swimming Pool, France, 2018, Analogue Darkroom Print on Fuji Paper, 17,8 cm x 24 cm
© Katharina Bosse VG Bild-Kunst Bonn, 2019

 

Mit Blick auf die Geschichte der Fotografie seit ihrer Entwicklung im 19. Jahrhundert und der parallelen Entwicklung der durch technischen Fortschritt erreichten Mobilität des Menschen, gehört die Reisefotografie zu einem ihrer wichtigen Themen. Waren es zunächst Aspekte wie die Naturwahrnehmung des Erhabenen und des kulturhistorisch Besonderen, die im Kontext von Reisen nur wenigen vorbehalten war, entwickelte sich im 20. Jahrhundert der Tourismus, der Reisen für viele Menschen ermöglichte. Ob mit dem eigenen Auto, dem Wohnwagen, Zug oder Flugzeug – Ausflüge, Freizeit in der Natur, Reise oder Strandleben gehören heute zu den allgemeinen Erfahrungen, wozu auch die soziale Absicherung von Urlaubstagen in der Arbeitswelt beigetragen hat.

 

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Andreas Meichsner, Benidorm, aus der Serie „Costa Iberica“, 2009, 80×100,
FineArt-Pigmentprint © Andreas Meichsner

 

Die künstlerische Fotografie widmet sich mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten der Thematik und schließt auch kritische Gesichtspunkte wie den Massentourismus oder die Veränderung der Landschaft durch den Eingriff des Menschen ein.
Besondere Veranstaltungen begleiten das Projekt. Hierzu zählen eine erneute Kooperation mit dem Herzog Anton Ulrich-Museums sowie ein Vortrag des bekannten Schauspielers, Autors und Fotografen Hanns Zischler, der sich am 28.9. mit dem ersten Film von Jean-Luc Godard „Opération Béton“ aus dem Jahr 1954 beschäftigt. Der Dokumentarfilm entstand an der berühmten Staumauer Grande Dixence in der Schweiz, an deren Bau Godard als Arbeiter selber mitwirkte. Auch die innerhalb der Ausstellung gezeigte großformatige Fotoarbeit „Lac de Dixence“ von Boris Becker entstand 2003 hier.

 

Nogent-sur-Seine-

 

Jürgen Nefzger, aus der Serie »Fluffy Clouds: Nogent-sur-Seine, Frankreich«, 2003,
C-Print, Aludibond, Courtesy Galerie Françoise Paviot, Paris  © Jürgen Nefzger

20.07.2019 - 30.11.2019
Ausstellung München . Einen Ausflug in die Abenteuerwelt der Raumfahrt verspricht der Besuch der Ausstellung "Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space" in der ERES Stiftung, die anläßlich der ersten Mondlandung in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli vor 50 Jahren initiiert wurde. Es erwarten einen eine überwältigende Vielfalt verschiedenster Ausstellungsstücke von Neil Armstrongs Raumanzug über die damalige Direktübertragung des Ereignisses bis zu einer Schallplattensammlung deren Musik sich in irgendeiner Form um den Mond dreht - dieses alles in dem Schwerelosigkeit vermittelten mit Silberfolie ausgekleideten Räumen (Digitaldruck auf Spiegelfolie / Peter Kohler) durch die durchsichtige Kissen, die 1966 Andy Warhol entworfen hatte, schweben.
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Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space
Ausstellung München . Einen Ausflug in die Abenteuerwelt der Raumfahrt verspricht der Besuch der Ausstellung "Zero Gravity - Apollo 11 and the nation of space" in der ERES Stiftung, die anläßlich der ersten Mondlandung in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli vor 50 Jahren initiiert wurde. Es erwarten einen eine überwältigende Vielfalt verschiedenster Ausstellungsstücke von Neil Armstrongs Raumanzug über die damalige Direktübertragung des Ereignisses bis zu einer Schallplattensammlung deren Musik sich in irgendeiner Form um den Mond dreht - dieses alles in dem Schwerelosigkeit vermittelten mit Silberfolie ausgekleideten Räumen (Digitaldruck auf Spiegelfolie / Peter Kohler) durch die durchsichtige Kissen, die 1966 Andy Warhol entworfen hatte, schweben.

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Peter Kogler
Ohne Titel, 2019
Digitaldruck auf Aluminium
© ERES-Stiftung

 

Wer 1969 alt genug war, um bei einer Direktfernsehübertragung dabei zu sein, der wird die Landung auf dem Mond für immer als ein unvergessliches und faszinierendes Ereignis im Gedächtnis haben. in der Ausstellung in der ERES Stiftung kann man diese wichtige Zeit nachvollziehen und miterleben.

 

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ERES Zero Raumansicht

 

 

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Lukas Kindermann: Meteorit 1:1 2016 3D Druck aus Quarzsand
Courtesy the artist 

 

 

Die Ausstellung begrenzt sich keineswegs nur auf die Mondlandung, sie zeigt die ganzen Verändungen und Geschehnisse, die während der Zeit des Beginns dier Weltraummissionen die Menschheit mit vollkommen neuen Erkenntnissen konfrontiert. Anhand von mehr als 30 künstlerischen Positionen zeigt die Ausstellung die ungeheure Dynamik, mit der sich die Raum- und Grenzerweiterungen in bildender Kunst, Architektur, Musik, Film und Design parallel zu den Weltraummissionen entwickeln.

 

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Annie Leibovitz
Eileen Collins, Johnson Space Center, Houston, 1999
C-Print
© the artist
Foto: Dominik Gigler

 

 

Hier kann man die Rede John F. Kennedys zur Raumfahrt hören, kann einen kleinen Planeten der  an einem "seidenen Faden" von der Decke hängt und die Zerbrechlichkeit unserer Welt symbolisiert, bewundern oder die Briefmarken und Postkarten aus der Sowjetunion studieren, die zu Ereignissen der russischen Raumfahrt gedruck wurden, studieren. Die Serie endet aprubt zu dme Zeitpunkt als man in Moskau merkte dass das Wettrennen zur Landung auf den Mond nicht mehr zu gewinnen war. 

 

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Thomas Bayrle: Großer Mantel 1968 / 02
Siebdruck auf Kunststoff, Kleiderbügel
Courtesy the artist / Galerie Johann Widauer, Innsbruck

 

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Robert Rauschenberg
Stoned Moon Series
Earth Crust, 1969

Farblithographie auf Papier,
Ed. 15/42
© Gemini G.E.L., Los Angeles / Robert Rauschenberg Foundation
Foto: Dominik Gigler

 

 

Die Ausstellung ist als Teamarbeit entstanden zu der viele Leihgaben aus Privatsammlungen und von den Künstlern selbst zur Verfügung gestellt wurde.

 

Teilnehmende Künstler

Ant Farm, Galina Balaschowa, Thomas Bayrle, Martha Boto, Lygia Clark, Attila Csörg?, Siegfried Ebeling, Stano Filko, Dan Flavin, Richard Buckminster Fuller, Gregor Hildebrandt, Anna Jermolaewa, Lukas Kindermann, Peter Kogler, Annie Leibovitz, Sonia Leimer, Sol LeWitt, Otto Muehl, Lowell Nesbitt, Nam June Paik,Walter Pichler, Michelangelo Pistoletto, Sigmar Polke, Wolf D. Prix/COOP HIMMELB(L)AU, Robert Rauschenberg, Fred Sandback, Hans Schabus, Richard Serra, Mark Wallinger, Andy Warhol, Lawrence Weiner

 

Während der Ausstellung sind einige Vorträger in Planung, deren Orte und Termine in Kürze bekanntgegebn werden.

 

ERES Stiftung Römer Straße 15, München

 

 

 

 

19.07.2019 - 10.11.2019
Fotoausstellung Düsseldorf . Das NRW-Forum präsentiert 400 Werken, die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. 19.7. - 10.11.2019
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Martin Parr - Retrospektive
Fotoausstellung Düsseldorf . Das NRW-Forum präsentiert 400 Werken, die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. 19.7. - 10.11.2019

„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“ – Martin Parr

 

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Martin Parr: Knokke, Belgium 2001,
© Martin Parr / Magnum Photos

 

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Der Fotografen tastet die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick ab und hält ihr gleichzeitig den Spiegel vor.

 

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Martin Parr: Sedlescombe, England 1995-1999
© Martin Parr / Magnum Photos

 

Die Ausstellung zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. 

 

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Martin Parr: GERMANY. Dusseldorf. KGV Am Schwarzen Weg.
Ursula and Wolfgang Opitz with dog Lina. 2018
© Martin Parr / Magnum Photos

 

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

 

NRW-Forum, Ehrenhof 2, Düsseldorf

19.07.2019 - 03.10.2019
Fotoausstellung Hamburg . Die Reihe "Hamburger Helden", die mit der Ausstellung "Die Zweite Heimat" des Fotografen Peter Bialobrzeski im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen wurde, wird im Sommer 2019 mit dem Fotografen Walter Schals (*1936) im Haus der Photographie der Deichtorhallen fortgesetzt. 19.7. bis 3.10.2019
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Walter Schels – Leben
Fotoausstellung Hamburg . Die Reihe "Hamburger Helden", die mit der Ausstellung "Die Zweite Heimat" des Fotografen Peter Bialobrzeski im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen wurde, wird im Sommer 2019 mit dem Fotografen Walter Schals (*1936) im Haus der Photographie der Deichtorhallen fortgesetzt. 19.7. bis 3.10.2019

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Walter Schels, Bodybuilding, 1980
40 x 40 cm, Pigment-Print
© Walter Schels
Copyright: © Walter Schels

 

 

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Walter Schels wie kaum ein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen des menschlichen Lebens. Der Ausnahmefotograf hat sich für viele seiner Projekte an die Ränder der Existenz begeben: Seine Serien und Langzeitprojekte widmen sich der Geburt ebenso wie dem Sterben; Menschen mit Behinderung werden ebenso wie bekannte Persönlichkeiten im Stil eines klassischen Studiofotografen vor vorwiegend neutralen, oft dunklem Hintergrund porträtiert. Er löst die Figur aus seinem Lebensraum und konzentriert sich auf den Körper sowie die Mimik der Porträtierten. Seine Fotoarbeiten haben ihm den Ruf eines nachdenklichen Existentialisten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Portraitfotografie eingebracht.

 

WalterSchels_BeimFriseur_02_1974_30x30

Walter Schels. Ohne Titel, aus der Serie »Beim Friseur«, 1974
10 x 15 cm, Silbergelatine-Print, Vintage
© Walter Schels
Copyright: © Walter Schels

 

Die von Ingo Taubhorn kuratierte Ausstellung LEBEN wird einige von Schels bekanntesten Serien präsentieren und diese durch neue Arbeiten ergänzen, die das menschliche Sein in seinen vielen Ausprägungen abbildet und visuell reflektiert. Darunter wird die bisher noch nicht gezeigte Serie Transsexuell zu sehen sein, in der Walter Schels die Entwicklung vom Zeitpunkt der ersten Hormonbehandlung bis zur abgeschlossenen Geschlechtsumwandlung junger Menschen zeigt.

 

WalterSchels_Totenhände_04_2005

Walter Schels, Totenhände, 2005
25 x 25 cm, Pigment-Print
© Walter Schels
Copyright: © Walter Schels

 

 

WalterSchels_Baby_1982_30x22

110 x 150 cm, Pigment-Print
© Walter Schels
Copyright: © Walter Schels


1936 in Landshut geboren, war Walter Schels zunächst als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf tätig, bevor er 1966 in New York seine fotografische Karriere begann. 1970 eröffnete er in München sein eigenes Studio und arbeitete für Magazine wie den Stern und Eltern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Goldmedaille des Art Directors Club für Deutschland, dem Hansel-Mieth-Preis und dem World Press Photo Award 2004. Walter Schels ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.). Er lebt und arbeitet in Hamburg.

 

 

18.07.2019 - 18.08.2019
Fotoausstellung Hannover . Richtiger Standpunkt, richtige Perspektive und frühes Licht sind einige der Zutaten, die Peter Mathis Fotografien ausmachen. Ausgestellt werden seine wunderbaren, schwarzweißen Bergbilder in der Galerie für Fotografie, GAF.
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Peter Mathis - Bergwelten
Fotoausstellung Hannover . Richtiger Standpunkt, richtige Perspektive und frühes Licht sind einige der Zutaten, die Peter Mathis Fotografien ausmachen. Ausgestellt werden seine wunderbaren, schwarzweißen Bergbilder in der Galerie für Fotografie, GAF.

Bergwelt 01

 

Bizarre Bergketten in feinsten Graustufen, Nebelschwaden, die ihre Umgebung auflösen und einen letzten Blick auf einen wuchtigen Gipfel freigeben, oder die gewaltige Lichtdramaturgie der Natur beim Aufziehen von Extremwetterlagen. Szenen wie diese hält der österreichische Fotograf Peter Mathis in seinen klassischen Schwarzweiß-Fotografien von Bergwelten mit der Kamera fest. Dabei geht es ihm um das Festhalten des einen, flüchtigen Augenblicks, der seinen Bergwelten jene Magie verleiht, die häufig der Einmaligkeit des Lichtes zu verdanken ist. Verbindet sich dieses magische Licht dann noch mit exzellenter Komposition und herausragender Printtechnik, dann entstehen Bilder, die weit über die bloße Abbildung von Natur hinausgehen. In ihrer Majestätik und Schönheit werden die steinernen Monumente in den Fotos auch zu einem Mahnmal für uns, den Betrachter. Denn mit dem Anwachsen des Bergtourismus sind die Bergwelten von den Alpen bis zum Himalaya stark gefährdet. Zu sehr haben Menschen dort bereits ihre Spuren hinterlassen.

 

Bergwelt 02

 

Bergwelt 03

 

 

Peter Mathis jahrzehntelange Erfahrungen im hochalpinen Bereich erlauben es ihm, bei fast jedem Wetter, in einsame Regionen der alpinen Welt vorzudringen. Oft steigt er schon den Tag vorher auf Skiern in den Berg, übernachtet im Zelt und ist bereit, wenn das früheste Morgenlicht ein einmaliges Bild offenbart. »Das ist wie Schatzsuche«, sagt er, »man weiß, was man sucht, findet aber manchmal etwas völlig anderes.« Den Einblick in das Naturschauspiel in ferner Höhe reduziert er auf den Bereich zwischen reinem Schwarz und reinem Weiß und lässt dadurch eine Welt entstehen, die sich aus klaren Linien, Formen, Kontrasten und dem nuancenreichen Spiel von hell-dunkel zusammensetzt. Dieser virtuose Umgang mit dem Medium verleiht den Bergen in seinen Bildern jene Erhabenheit, die ihre Größe und Einmaligkeit erkennen lässt.

 

Bergwelt 04

 

Peter Mathis, geb. 1961, arbeitet seit 1986 als Fotograf. Die Leidenschaft für Extremsportarten verband er schon früh mit seiner fotografischen Profession. Für seine Outdoor- und Sportfotografie wurde er international bekannt. Seit 2009 widmet er sich verstärkt der Landschaftsfotografie. Die Auslotung der Gesetzmäßigkeiten der Schwarzweiß-Fotografie steht dabei im Mittelpunkt seines Schaffens. Für seine Arbeiten erhielt er u.a. den Hasselblad Master und den Master of European Photography. Peter Mathis lebt und arbeitet in Hohenems in Österreich.

 

Galerie für Fotografie Hannover, GAF, Eisfabrik, Seilerstraße 15d, Hannover

13.07.2019 - 31.08.2019
Fotoausstellung Salzburg . Die kühle Strenge, der gewählte Bildausschnitt und die Abkehr von gewohnter Postkarten-Farbigkeit weisen Axel Hütte als Becher- Schüler der Kunstakademie Düsseldorf aus. Gezeigt werden in 34 Galerie Ruzicska Bilder in denen Axel Hütte die Relikte antiker griechischer und römischer Ausgrabungsstätten in der Türkei besucht und sie fotografisch festgehalten hat. 13. Juli bis 31. August
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Axel Hütte - Traces of Memory
Fotoausstellung Salzburg . Die kühle Strenge, der gewählte Bildausschnitt und die Abkehr von gewohnter Postkarten-Farbigkeit weisen Axel Hütte als Becher- Schüler der Kunstakademie Düsseldorf aus. Gezeigt werden in 34 Galerie Ruzicska Bilder in denen Axel Hütte die Relikte antiker griechischer und römischer Ausgrabungsstätten in der Türkei besucht und sie fotografisch festgehalten hat. 13. Juli bis 31. August

Huette02 Kopie

EPHESOS, TERRACE HOUSES (BIRD 18)
2018
GLASS PRINT
EX.: 1/4
72 × 86 CMS / 28 1/3 × 33 3/4 IN.

 

In der diesjährigen Sommerausstellung in der Galerie Ruzicska beweist Axel Hütte  (*1951 Essen) mit seiner neuen Serie einmal mehr, dass er der unbestrittene Meister analoger Fotografe ist. Seit dem Jahr 2017 hat AXEL HÜTTE mehrmals die Relikte antiker griechischer und römischer Ausgrabungsstätten in der Türkei besucht, um sie fotografsch festzuhalten. Der vom Künstler gewählte Zugang zu den Baudenkmälern gewährt dem Betrachter eine distanzierte, atmosphärische Sicht: der teilweise radikale Anschnitt der Gebäude führt weg von gewohnten Sehmustern hin zu einer Verschiebung der Wahrnehmung (Ephesos-1).

 

 

Huette 03 Kopie

APHRODISIAS NIGHT
2017
DITONE PRINT
EX.: 1/4
124 × 149 CMS / 48 3/4 × 58 2/3 IN.

 

Axel Hütte bricht mit der Tradition einer gefühlsbetonten Überhöhung der Kulturdenkmäler der Antike, indem er von touristischer Hochglanzfotografe absieht und seine Motive in dunstiger Unschärfe einfängt. Anstelle des illusionistischen Blickes in den Tiefenraum dominieren Fläche und Symmetrie (Sagalassos-4, Ephesos Night). Licht und Raum zeigen sich somit als die wesentlichen Parameter in Hüttes künstlerischem Konzept.

Die prächtige, historische Architektur entzieht sich einer asketischen Dokumentation: sie ist extrovertiert, theatralisch, festlich beleuchtet in der Nacht (Ephesos Night, Hierapolis Night). Das große Format unterstreicht den Tableaucharakter, das Foto evoziert malerische Qualitäten (Milet-1, Sagalassos 3+4).

 

Huette01 Kopie

 

MILET-1 (AGORA)
2018
DITONE PRINT 
EX.: 1/4
206 × 156 CMS / 81 × 61 1/2 IN.

 

Im Jahr 3.000 vor Christus entwickelten sich erste, frühe Hochkulturen auf türkischem Boden. Die Funde von Troja und Pergamon sowie der Ruinen des Artemis Tempels in Ephesos (eines der sieben Weltwunder der Antike) sind Beispiele für den archäologischen Reichtum der Region. Die überlieferten Argonautensagen, die in der Odyssee beschriebenen Abenteuer des Odysseus und andere griechische Mythen mit Bezug auf diese Region belegen die Existenz antiker Handelsrouten.Axel Hütte hat sich bei der Erkundung dieser geschichtsträchtigen Region vorwiegend auf die antiken Relikte hellenistisch-römischer Zeit konzentriert, Ephesos sei exemplarisch beschrieben:

Ephesos Night zeigt eines der wichtigsten Gebäude römischer Baukultur in der Region: die Celsusbibliothek wurde zwischen 100 und 110 n. Chr. von Gaius Iulius Aquila für seinen Vater, den Senator Tiberius Iulius Celsus Polemaeanus, gestiftet und über der Grabkammer mit dem Sarkophag des Verstorbenen errichtet. Über eine noch heute erhaltene neunstufge Freitreppe erreichte man die Vorhalle, von der aus der dreigeschossige Bibliotheksraum betreten werden konnte. Die Buchrollen waren in schrankartigen Nischen verwahrt, die über Galerien in den Obergeschossen zu erreichen waren. 270 n. Chr. wurde das Bauwerk durch ein Erdbeben zerstört, die Fassade 1970-78 durch das Österreichische Archäologische Institut wieder aufgebaut. Die von Axel Hütte festgehaltene Szenerie zeigt das hell erleuchtete, nächtliche Entrée, welches die gesamte Bildfäche einnimmt. Die durch das Licht gesteigerte Dramaturgie der Architektur zeugt von einer zeitlosen, zum Stillstand gekommenen ewigen Gültigkeit.

 

Galerie Nikolaus Ruzicska, Faistauergasse, Salzburg

 

13.07.2019 - 22.09.2019
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Unter dem Titel Unter dem Titel "The Donkey that became a Zebra: Darkroom Stories" zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. Bis 22.9.2019
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Michel Campeau - The Donkey that became a Zebra: Darkroom Stories
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Unter dem Titel Unter dem Titel "The Donkey that became a Zebra: Darkroom Stories" zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. Bis 22.9.2019

Campeau_DonkeyCart_SMC

Donkey Cart, Tijuana, Mexico, 
Aus der Serie "The Donkey that Became a Zebra"
Sammlung Michel Campeau

 

Zeit seines künstlerischen Schaffens hat der kanadische Fotograf Michel Campeaudas Medium Fotografie ergründet. Mit Leidenschaft und immer neuen Fragen. Wie und warum fotografieren wir? Wie entstand das analoge Bild? Was verraten Aufnahmen und ihre Nutzung über Alltagstraditionen, Familie und Identität? Wie hat die Fotografie den Blick auf uns selbst verändert? Was ist vom Analogen im digitalen Zeitalter geblieben?  

Im Fokus steht Campeaus oft augenzwinkerndes Prinzip: Er konstruiert seine Biografie mit eigenen und den Bildern anderer. Zu sehen sind von Campeau fotografierte, gesammelte und reproduzierte Bilder, darunter Einblicke in Dunkelkammern sowie Aufnahmen von fotografischem Zubehör. Die von Celina Lunsford kuratierte Ausstellung präsentiert den Wandel von der analogen zur multimedialen Fotografie – und Michel Campeaus Faszination für die Zeit vor dem digitalen Rausch. 

 

 

Campeau_oT-RedEye©MC

Ohne Titel Aus der Serie "Red-Eye Trompe l'oeil" (1998-2005)
copyright Michel Campeau

 

Campeau_Self-FamilyKitchen_©MC

Oben: Self-Portrait at Light Table, Montréal, Quebec, 1984
Unten: In the Family Kitchen, Montréal, Quebec, c. 1950
Text: "L'enfance me court après".
Aus der Serie "Heartquakes" (1988)
copyright Michel Campeau (oben) / Sammlung Michel Campeau (unten)

 

 Michel Campeau (*1948, Montreal) ist seit mehr als 40 Jahren international aktiv. Sein dokumentarisches Projekt »Disraeli: une expérience humaine en photographie« (1973) war Auftakt seiner einzigartigen Praxis, die subjektiven, narrativen und ontologischen Aspekte des Mediums Fotografie zu erforschen. Mit Beginn der digitalen Fotografie fotografierte er die schwindenden klassischen Fotolabore. Zugleich begann er, Amateurfotografie aus Kanada und anderswo zu sammeln und seinen eigenen kreativen Weg auch mit der Fotografie Dritter zu gestalten. Sein Ziel war es, den Motiven hinter dem fotografischen Schaffen der Anderen näher zu kommen – und damit seinem eigenen Wunsch, die Welt in Bildern zu erzählen. 

Wegen seines vielseitigen Schaffens gilt Michel Campeau als einer der bedeutendsten Fotografen seiner Generation. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt – u.a. in der National Gallery of Canada, Ottawa (2014) und im Centre Pompidou, Paris (2015) – und sind in zahlreichen Sammlungen zu finden, u.a. im Musée Nicéphore Niépce, Chalon-sur-Saône und im Folkwang Museum Essen. 

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30-32, Frankfurt am Main 

12.07.2019 - 13.10.2019
Fotoausstellung München . Die Ausstellung umfasst über 100 originale Fotografien, davon zahlreiche zum Teil großformatige Ausstellungsabzüge aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Ann und Jürgen Wilde gelang es in über vier Jahrzehnten weitreichender und intensiver Recherche ein Konvolut an Werken zusammenzutragen, das Kenne Biermanns Schaffen repräsentativ sichtbar macht und zu den umfangreichsten Sammlungen zum Werk der Fotografin zählt. 12.7. bis 13.10.2019
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Aenne Biermann. Vertrautheit mit den Dingen
Fotoausstellung München . Die Ausstellung umfasst über 100 originale Fotografien, davon zahlreiche zum Teil großformatige Ausstellungsabzüge aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Ann und Jürgen Wilde gelang es in über vier Jahrzehnten weitreichender und intensiver Recherche ein Konvolut an Werken zusammenzutragen, das Kenne Biermanns Schaffen repräsentativ sichtbar macht und zu den umfangreichsten Sammlungen zum Werk der Fotografin zählt. 12.7. bis 13.10.2019

Aenne Biermann 02

Aenne Biermann
Blick aus meinem Atelierfenster, 1929
Silbergelatine-Abzug, 23,6 x 17,3 cm
Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

Aenne Biermann (1898-1933) zählt heute zu den festen Größen der „Neuen Fotografie“. Obwohl sie nur wenige Jahre fotografierte und anders als Fotografenkolleginnen wie beispielsweise Florence Henri, Germaine Krull oder Lucia Moholy weder eine künstlerische Ausbildung erfahren hatte, noch in den Avantgardekreisen der Großstadtzentren verkehrte, entwickelte Aenne Biermann einen eigenen, signifikant modernen Bildstil, der sie innerhalb kürzester Zeit als Vertreterin der zeitgenössischen Avantgardefotografie etablierte. Klare Strukturen, präzise Kompositionen mit Licht und Kontrast sowie detailbetonte Bildausschnitte zeichnen Aenne Biermanns Fotografien aus. Sie entlocken den Personen und Gegenständen ihres alltäglichen Umfelds eine besondere Poesie und stellen, wie Aenne Biermann 1930 schreibt, eine „Vertrautheit mit den Dingen“ her.

 

Aenne Biermann_Kinderhande

Aenne Biermann
Kinderhände, 1928
Silbergelatine-Abzug, 12,3 x 16,6 cm
Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

 

Aenne Biermann_Betrachtung

Aenne Biermann
Betrachtung, 1930
Silbergelatine-Abzug, 58 × 42 cm
Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

Aufgewachsen in einer jüdischen Fabrikantenfamilie am Niederrhein erfuhr Aenne Biermann zwar keine höhere Schulbildung, wurde aber in ihren musischen Neigungen gefördert und erhielt Klavierunterricht. Nach der Heirat mit dem Kaufmann Herbert Biermann 1920 zog sie nach Gera/Thüringen und wurde Teil eines großbürgerlich-intellektuellen Milieus, das modernen Strömungen in Kunst und Kultur äußerst aufgeschlossen gegenüberstand und diese auch im eigenen Lebensradius kultivierte. Den Ausgangspunkt der Auseinandersetzung mit der Fotografie bildete für Aenne Biermann die Geburt der Kinder Helga (1920) und Gerd (1923). Zunächst nur als Mittel zur Dokumentation der Entwicklungsphasen ihrer Kinder eingesetzt, erschloss sich Aenne Biermann ab Mitte der 1920er-Jahre mit der Fotografie einen eigenständigen, kreativen Wirkungsbereich. Sie richtete ihre Kamera auf Pflanzen, Dinge, Menschen und Alltagssituationen und nutzte das Medium als künstlerischen Zugang zu ihrem persönlichen Umfeld.

 

Aenne Biermann 01

Aenne Biermann
Bahnschienen, 1932
Silbergelatine-Abzug, 24,1 x 17,5 cm
Foto: Sibylle Forster
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

1928 richtete der Kunstkritiker Franz Roh eine erste Einzelausstellung der Fotografin im Graphischen Kabinett Günther Franke in München aus und stellte ihre Werke in „Das Kunstblatt“, der richtungsweisenden Monatszeitschrift für zeitgenössische Kunst in Deutschland vor. Daraufhin folgten Beteiligungen an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen zur modernen Fotografie, wie beispielsweise „Film und Foto“ (1929), sowie Einzelausstellungen in Oldenburg, Jena und Gera. Aenne Biermanns Aufnahmen wurden in Fotowettbewerben prämiert und in Büchern, Kunstzeitschriften und illustrierten Magazinen veröffentlicht. 1930 erschienen ihre Fotografien schließlich in der von Franz Roh initiierten Buchreihe „Fototek“. „Aenne Biermann. 60 Fotos“ ist eine der seltenen Werkmonografien der Zeit. Durch den frühen Tod der Künstlerin und die erzwungene Emigration der Familie in den 1930er-Jahren ging das Archiv der Fotografin weitgehend verloren und muss als verschollen gelten.

 

Die Ausstellung umfasst über 100 originale Fotografien, davon zahlreiche zum Teil großformatige Ausstellungsabzüge aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Leihgaben aus den Beständen des Museum Folkwang, Essen, dem Museum für Angewandte Kunst Gera, dem Museum Ludwig, Köln, der Staatlichen Museen zu Berlin / Kunstbibliothek, dem Münchner Stadtmuseum, der Galerie Berinson, Berlin, dem Nachlass Franz Roh und der Sammlung Dietmar Siegert, München sowie dem Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich ergänzen die Ausstellung.

Kuratorin der Ausstellung: Dr. Simone Förster unter Mitarbeit von Anna Volz

Eine Ausstellung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München in Kooperation mit dem Museum Folkwang, Essen.

Pinakothek der Moderne, Barer Straße 29, München

 

10.07.2019 - 05.10.2019
Fotoausstellung Graz . In einer spannenden Ausstellung stellt das Atelier Jungwirth die Bilder des Tiroler Fotografen Georg Sailer vor, die den Besucher in eine Welt aus Kopien, Fälschungen und Kulissen führt, ie mehr versprechen als sie halten. 10.7. bis 5.10.2019
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Gregor Sailer - The Potemkin Village
Fotoausstellung Graz . In einer spannenden Ausstellung stellt das Atelier Jungwirth die Bilder des Tiroler Fotografen Georg Sailer vor, die den Besucher in eine Welt aus Kopien, Fälschungen und Kulissen führt, ie mehr versprechen als sie halten. 10.7. bis 5.10.2019

FP Carson City VI : Vårgårda, Sweden, 2016

Carson City VI / Vårgårda, Sweden, 2016
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

 

Der Begriff „Potemkinsche Dorf“, wird auf einen russischen Feldmarschall im 18. Jahrhundert zurückgeführt, existiert heute ganz real in vielen Ländern. Manchmal will man einfach in bester „potemkinscher“ Tradition den Eindruck von Größe, Sauberkeit, Ordnung oder Stärke vermitteln. Andernorts dienen die unbewohnten Bauten und Straßenzüge für militärische Übungen oder als Testgelände für die Autoindustrie. Und dann gibt es das Paradies für Kopien aller Art: China, wo man gleich ganze Dörfer und Städte nachbaut.

 

FP Complexe de Tir en Zone UrBaine I, French Army, France, 2015

Complexe de Tir en Zone UrBaine I, French Army, France, 2015
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

FP Junction City, Fort Irwin, US Army, Mojave Desert, California, USA, 2016

Junction City, Fort Irwin, US Army, Mojave Desert, California, USA, 2016
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Gregor Sailer, der in Dortmund Kommunikationsdesign und Fotografie studierte, hat nach „Closed Cities“ erneut das Thema Urbanität auf ungewöhnliche Weise in seinen Fokus genommen. Seine Fotografien zeigen eindrucksvoll, mit welchen Mitteln man versucht, des Kaisers neue Kleider architektonisch in Szene zu setzen.

 

FP Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany, 2017

Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany,
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Besonders deutlich wird das in Russland sichtbar, wo man an mehreren Orten mit Aufklebern, Tapeten und Planen versuchte, Präsident Putin reges Leben vorzugaukeln. Als Betrachter lernt man nicht nur faszinierende Nicht-Orte wie die militärische Übungszone Schnöggersburg oder das Testgelände für Autos in Vårgårda kennen, sondern wird zudem mit einer einzigartigen Ästhetik konfrontiert. Sailer hält stets Abstand, zeigt, wo immer es perspektivisch möglich ist, auch die Kehrseite der Medaille. Und schafft es dabei, durch die weitgehend menschenleeren Szenerien und die sehr reduzierte Farbgebung Ruhe und Intensität herzustellen.

 

FP Suzdal IV, Vladimir Oblast, Russia, 2016

Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany, 2017
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Die Arbeiten des vielfach ausgezeichneten österreichischen Fotografen waren in den vergangenen Jahren unter anderem bei Ausstellungen in Washington DC, Paris, Arles, Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Barcelona, Genf, Mailand, Wien, Pragund Budapest zu sehen. Seine Werke sind Teil von Sammlungen wie dem Rupertinum in Salzburg, dem Belvedere und der Albertina in Wien.

Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz

06.07.2019 - 12.10.2019
Ausstellung Frankfurt am Main . Neben großformatigen Tableaus, einer Vielzahl an Einzelbildern sowie einer Videoinstallation werden zwei Kurzfilme und Filmausschnitte aus einem Spielfilm gezeigt, die das vielfältige Zusammenspiel beider Kunstformen verdeutlichen. Die neue Ausstellung „Moving/Image. An Exploration of Film and Photograph“ der DZ BANK Kunstsammlung lässt mit annähernd 180 Werken von rund 40 internationalen Künstlerinnen und Künstlern Filme im Kopf entstehen. Bis 12.10.2019
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Moving/Image. An Exploration of Film and Photography
Ausstellung Frankfurt am Main . Neben großformatigen Tableaus, einer Vielzahl an Einzelbildern sowie einer Videoinstallation werden zwei Kurzfilme und Filmausschnitte aus einem Spielfilm gezeigt, die das vielfältige Zusammenspiel beider Kunstformen verdeutlichen. Die neue Ausstellung „Moving/Image. An Exploration of Film and Photograph“ der DZ BANK Kunstsammlung lässt mit annähernd 180 Werken von rund 40 internationalen Künstlerinnen und Künstlern Filme im Kopf entstehen. Bis 12.10.2019

DZ Abb_4_Barney_TheExecutionerSong

Matthew Barney
CREMASTER 2: The Executioner's Song, 1998, chromogener Abzug, Rahmen: 69 x 59 cm

 

Gastkuratorin der Ausstellung ist die renommierte Filmwissenschaftlerin Ellen M. Harrington, Direktorin des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, die damit ein wenig Hollywood-Feeling ins ART FOYER bringt. Die Schau verweist auf gemeinsame ästhetische und erzählerische Erscheinungsformen von Film und Fotografie.

Vertreten sind fotografische Werke aus der Sammlung von Vito Acconci, Michael Ackerman, Mac Adams, John Baldessari, Matthew Barney, Anna und Bernhard Blume, Christian Boltanski, Gregory Crewdson, Tacita Dean, Maya Deren, Philip-Lorca di Corcia, Michel François, Mario Giacomelli, Angela Grauerholz, Lynn Hershman Leeson, Marie-Jo Lafontaine, Terrence Malick, Chris Marker, Tracey Moffatt, Julian Rosefeldt, Stefanie Schneider, Cindy Sherman, Piotr Uklanski u.a.
Die Ausstellung teilt sich in zwei zentrale Bereiche auf, in „Dialog“ und „Montage“. Beide Begriffe stammen aus der Filmtheorie. In der Sektion „Dialog“ ist eine Vielzahl an fotografischen Einzelbildern zu sehen. Sie lassen zwar an eine Aneinanderreihung von Film Stills denken, haben aber völlig eigenständige künstlerische Aussagen.

Gregory Crewdson (*1962 in Brooklyn, New York, USA) etwa weckt Erinnerungen an das Science-Fiction-Filmgenre: In einer nächtlichen Szene in einem amerikanischen Vorort wird dessen beschauliche Alltäglichkeit von einem Lichtkegel gestört – wobei die Lichtquelle selbst außerhalb des Bildfeldes liegt und so eine beunruhigende Anmutung entstehen lässt.

Ein unmittelbares Verhältnis zum Film haben hingegen die Fotografien Matthew Barneys (*1967 in San Francisco, USA). Sie tragen denselben Titel wie seine parallel entstandene filmische „Cremaster“-Serie, und auch sie erinnern an Standbilder eines Films, sind aber dennoch autonome Werke.

 

DZ Sherman_oT__69

Cindy Sherman
Ohne Titel #69, 1981, Chromogener Abzug, 50 x 61 cm

 


Die meisten der ausgestellten Arbeiten bringen das Filmische – ganz ohne Film – zum Vorschein. Am berühmtesten geschieht dies bei den Fotografien von Cindy Sherman (*1954 in Glen Ridge, New Jersey, USA), in denen die Künstlerin selbst in verschiedener Kostümierung Posen einnimmt. Diese ahmen zwar nie konkrete Vorbilder nach, erinnern aber in Mimik und Gestik an Frauenfiguren des Kinos. Bei den Aufnahmen bediente sich die Künstlerin einer filmischen Technik, der sogenannten Rückprojektion.

Andere fotografische Kunstwerke der Sektion stehen in rein assoziativem Kontext zum Film. In den beiden Bildern von Mario Giacomelli (*1925 in Senigallia, Italien; †2000 ebenda) beispielsweise lässt die Darstellung der jungen Paare an einen Michelangelo Antonioni-Film denken oder erinnern an die Filmepoche des Neorealismus.

In der Filmtheorie bezieht sich der Begriff der „Montage“, der den zweiten Bereich der Ausstellung umschreibt, auf die Zusammenführung von Bild- und Tonmaterial. Gezeigt werden mehrteilige Werke, die als Komposition von Bildern thematisch zusammenhängen.

 

DZ Abb_11_17_Moffatt

Tracey Moffatt
Up in the Sky, 1997, Offsetdruck, 72 x 100 cm, (Detail)


Durch die aneinandergereihte Anordnung von 25 Bildern suggeriert beispielsweise die Arbeit der australischen Künstlerin Tracey Moffatt (*1960 in Brisbane, Australien) eine Erzählung. Der Plot findet im Outback Australiens statt und zeigt eindringlich die herrschende Armut, Gewalt und Verzweiflung, wobei die Figuren einer jungen weißen Frau und eines Aborigine-Babys die Bilderserie beherrschen.

Das großformatige Tableau der Künstlerin Tacita Dean (*1965 in Canterbury, England) mit dem romantischen Motiv einer wilden Küstenlandschaft erzählt von der überwältigenden Erhabenheit der Natur. Der Titel „T+I“ ergibt sich aus den Initialen von Tristan und Isolde; das Tableau besteht aus einer Montage von 25 Fotogravüren, die zusammen das Motiv einer alten Postkarte nachbilden. In die Druckplatten hat Dean Begriffe wie „START“, „RAIN“ und „EXIT“ hineingeritzt, die an Regieanweisungen erinnern.

Eine weitere Naturdarstellung bildet die Video-Klang-Installation von Marie-Jo Lafontaine (*1950 in Antwerpen, Belgien), welche die Künstlerin für den Eingangsbereich des Gebäudes Westend 1 der DZ BANK in Frankfurt am Main geschaffen hat. Klangunterlegte Aufnahmen von sich wiederholenden Wolkenformationen werden auf eine runde Aluminiumscheibe projiziert und verweisen auf die Entfremdung des Menschen von der Natur.

 

DZ Abb._17_Malick_Eltern

Terrence Malick
Film-Still aus: The Tree of Life, USA 2011.
Mit freundlicher Genehmigung des Filmverleihs im Nordseepark, Hüblingen.

 

Zusätzlich zu den Bildgruppen gibt es einen kleinen Kinobereich, in dem zwei Kurzfilme mit Schlüsselcharakter gezeigt werden: „Meshes of the Afternoon“ (1944) von Maya Deren (*1917 in Kiev, Ukraine; †1961 in New York, USA) und „La Jetée“ (1962) von Chris Marker (*1921 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich; †2012 in Paris) sowie Ausschnitte aus dem Spielfilm „The Tree of Life“ (2011) von Terrence Malick (*1943 in Ottawa, Kanada). Dabei werden die Rollen insofern vertauscht als filmische Werke präsentiert werden, die das Handwerkszeug, die spezifische Beschaffenheit und Wirkung der Fotografie aufgreifen und experimentell verwerten.


MOVING/IMAGE
An Exploration of Film and Photography
Eine Ausstellung von Ellen M. Harrington

ART FOYER der DZ BANK, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

 

 

 

 

03.07.2019 - 06.10.2019
Fotoausstellung Hannover . Die Ausstellung „Gezielte Setzungen. Übermalte Fotografie in der zeitgenössischen Kunst“ geht der Frage nach, warum es in den letzten Jahren verstärkt malerisch überarbeitete Fotografie gibt? Ist sie als Reaktion auf die Erfahrung der digitalen Welt zu deuten? Bis 6.10.2019
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Übermalte Fotografie in der zeitgenössischen Kunst
Fotoausstellung Hannover . Die Ausstellung „Gezielte Setzungen. Übermalte Fotografie in der zeitgenössischen Kunst“ geht der Frage nach, warum es in den letzten Jahren verstärkt malerisch überarbeitete Fotografie gibt? Ist sie als Reaktion auf die Erfahrung der digitalen Welt zu deuten? Bis 6.10.2019

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Gerhard Richter
12.4.92, 1992
Sammlung niedersächsische Sparkassenstiftung im
Sprengel Museum Hannover
Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Nach einem historischen Auftakt mit Werken von Arnulf Rainer, Sigmar Polke und Gerhard Richter aus den 1960er- bis 1980er-Jahren wird der Blick auf jüngere Positionen aus dem deutschsprachigen Kunstdiskurs gerichtet. Mit Shannon Bool, Helen Feifel, Sabrina Jung, Peter Klare, Florian Merkel und Anna Vogel konzentriert sich die erste Überblicksausstellung zum Thema der übermalten Fotografie auf eine neue Generation, die nach dem Foto-Boom der 1990er-Jahre souverän das Bild im Hinblick auf eine hybride Form weiterentwickelt hat. Die Ausstellung wird gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hannover.

 

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Sabrina Jung
Irmgard aus: Women 2018
Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

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Florian Merkel
Mann mit Bass, 1987-1990
Copyright Florian Merkel 2019

 

Nachdem die manuelle Bearbeitung, genauer: die farbige Übermalung, im 19. Jahrhundert noch als ein Verfahren diente, um die technischen UnzulängIichkeiten des Mediums zu kompensieren, wandelte sich das Verhältnis von Fotografie und Übermalung im 20.Jahrhundert in entscheidender Weise. Nach der Verbreitung der Farbfotografie im Alltag ist in kunsthistorischer Hinsicht hier vor allem die Zeit der 1970er-Jahre hervorzuheben, in der die Form der Übermalung im Zuge einer Auseinandersetzung von Malerei und Fotografie verstärkt (wieder-) eingesetzt wurde. Zu jener Zeit, für welche die Positionen von Arnulf Rainer(*1929), SigmarPolke(1941-2010) und Gerhard Richter (*1 9 32) einstehen, ging es primär um medienreflexive FragestelIungen. Nach der zeitgleichen (erneuten) künstlerischen Emanzipation der Fotografie ist der Stellenwert der ÜbermaIung dann zunächst zurückgegangen.

 

Heute ist der Wettkampf, der aus der künstlerischen Selbstbehauptung der Fotografie entsprungen ist, längst obsolet. Und genau desha mag die Renaissance der Übermalungen von Fotografien in der jüngeren Vergangenheit überraschen: Warum gibt es in den letzten Jahren verstärkt malerisch überarbeitete Fotografie? Sind die medialen Grenzen der Bild-Gattungen heute vollständig aufgegeben worden? Ist die Renaissance des Manuellen im Feld des Fotografischen vielleicht sogar als eine Reaktion auf die Erfahrung der digitalen Welt zu deuten? Die Ausstellung will diese neue Form einer zeitgenössischen Bildsprache in seiner Breite untersuchen und den unterschiedIichen künstlerischen Ansätzen Raum geben.

 

Sp 07_klare

Peter Klare
Ramblas Pocitos, 2019
Peter Klare. Galerie Springer Berlin, Berlin
Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

SP 06_bool Kopie

Shannon Bool
Popy Groover, 2010
Galerie Kadel WIlborn, Düsseldorf
copyright Bool, 2019

 

Florian Herkel(*1961), Peter Klare(*1969), Shannon Bool(*1972), Sabrina Jung (*1978), Anna Vogel(*1981) und Helen Feifel (*1983) konzentriert sich diese erste Überblicksausstellung zum Thema der  übermalten Fotografie auf eine neue Generation, die nach dem Foto-Boom der 1990er-Jahre souverän das Bild im Hinblick auf eine hybride Form weiterentwickelt hat. Es wird dabei zu fragen sein, inwiefern allgemeine gesellschaftliche Phänomene, soziale, kommunikative oder gar politische FragestelIungen hier Themen der Auseinandersetzung sind  und ob die Fotografie hier überhaupt noch erkennbar bleibt.

 

Als Ausstellungsessay angelegt, beschäftigt sich die parallel laufende Ausstellung „Kunst Landschaft. Naturwelten in der Kunst ab 1950“ mit dem Verhältnis von Kunst, Landschaft und Natur. Eingegrenzt auf den Zeitraum von den 1950er-Jahren bis heute, in dem sich das Verhältnis zu Natur und Umwelt noch einmal deutlich wandelte, wird gezeigt, wie sehr unser Umgang mit der Natur von Widersprüchen geprägt ist, die sich auch in der Kunst widerspiegeln. In der Ausstellung werden die beiden Begriffe Kunst und Landschaft in unterschiedlichsten künstlerischen Positionen reflektiert und bearbeitet, von Grethe Jürgens bis Heinrich Riebesehl, von Franz Gertsch bis Martha Rosler.

 

28.06.2019 - 24.08.2019
Fotoausstellung Wien .  Der Fotoreporter und Journalist Ara Güler zählt zu den bedeutendsten Fotografen der Türkei und porträtierte über 60 Jahre lang auf besonders eindrucksvolle Weise seine Heimatstadt Istanbul. Seine unvergleichlichen Schwarzweiß-Aufnahmen der Metropole am Bosporus aus den 1950er- und 1960er Jahren sind weltbekannt. Die Leica Galerie Wien stellt seine Arbeit vom 28. Juni bis 24. August 2019 vor.
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Ara Güter - Das Auge Istanbuls
Fotoausstellung Wien .  Der Fotoreporter und Journalist Ara Güler zählt zu den bedeutendsten Fotografen der Türkei und porträtierte über 60 Jahre lang auf besonders eindrucksvolle Weise seine Heimatstadt Istanbul. Seine unvergleichlichen Schwarzweiß-Aufnahmen der Metropole am Bosporus aus den 1950er- und 1960er Jahren sind weltbekannt. Die Leica Galerie Wien stellt seine Arbeit vom 28. Juni bis 24. August 2019 vor.

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Ara Güler: Das Goldene Horn im Hintergrund
die Süleymaniye-Moschee Istanbul 1962

 

„I do not take photographs for people to look and be impressed. I photograph what I see. Some see. Some don‘t.“ – Ara Güler

Der Magnum-Fotograf Ara Güler begleitete nicht nur politische Entwicklungen, sondern lichtete auch prominente Persönlichkeiten wie beispielsweise Salvador Dalí, Marc Chagall, Alfred Hitchcock, Willy Brandt, Maria Callas, Bertrand Russell, Pablo Picasso, Indira Gandhi und Winston Churchill ab.

 

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Ara Güler wurde für seine Werke bereits mehrfach ausgezeichnet: 1961 bezeichnete ihn „Photography Annual“ als einen der sieben besten Fotografen weltweit, im Jahr 1962 wurde er zum „Master der Leica“ gekürt und 1999 erhielt er die türkische Auszeichnung als „Fotograf des Jahrhunderts“. Güler selbst versteht sich als „visueller Historiker“, der „festhält, was ihn umgibt“. Als Künstler wird er ungern bezeichnet, denn der Nachwelt etwas zu überliefern, ist laut Güler wichtiger als das Künstlerische.

Ara Güler

Ara Güler wurde am 16. August 1928 in Istanbul geboren. Erst nach einer Schauspielausbildung und einem abgebrochenen Studium der Wirtschaftswissenschaften entschied er sich für eine Karriere als Bildjournalist. Güler begann als Autodidakt, durch seine Arbeit für türkische Publikationen wurde er jedoch schnell bekannt. Als Journalist und Fotoreporter bereiste er mit seiner Leica Kamera die ganze Welt und arbeitete für zahlreiche internationale Magazine. Darüber hinaus übernahm er 1961 die Position des Chefs der Fotoredaktion der Zeitschrift „Hayat“ („Das Leben“).

Die Fotografien der Ausstellung können käuflich erworben werden.

 

Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien

22.06.2019 - 03.08.2019
Fotoausstellung Greifswald . Eine fotografische Reise um die Welt kann man in der STP Galerie erleben, wo die Bilder von Beat Presser poetische und spannende Geschichten von seinen Ausflügen in ferne Länder erzählen. Vom 22. Juni bis 3. August 2019
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Beat Presser - Einmal um die Welt
Fotoausstellung Greifswald . Eine fotografische Reise um die Welt kann man in der STP Galerie erleben, wo die Bilder von Beat Presser poetische und spannende Geschichten von seinen Ausflügen in ferne Länder erzählen. Vom 22. Juni bis 3. August 2019

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Beat Presser: Krieger, Ghana, 1987

 

Durch ungewöhnliche Kompositionen, überraschende Anschnitte und mystisches Licht, wirkt die Realität bei den Bldern von Beat Presser unwirklich und echt zugleich. In diese künstlerischen Wirklichkeiten, bettet er das wahre Leben, trägt in respektvollen und authentischen Bildern den Alltag aus fernen Ländern über die Grenzen hinweg. Unweigerlich beginnt man die Schnelllebigkeit und Materialität der modernenGesellschaft zuhinterfragen.

 

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Beat Presser: BAOBAB, Madagaskar, 1990

 

Der am 14. Juli 1952 in Basel geborene Fotograf träumte ursprünglich davon, ans Theater zu gehen, entscheidet sich aber bereits als 15-­jähriger für die Fotografie. Ohne eine formale Ausbildung zu absolvieren, lernt er stattdessen bei erfahrenen Fotografen und später auch bei Filmproduktionsfirmen in Basel, Paris und New York. Mitte der siebziger Jahre gibt er die Fotozeitschriften Palm Beach NewsundThe Village Cry heraus. Dank dieser Zeitschrif tentwickelt sich der Kontakt zu Klaus Kinski und Werner Herzog, der dazu führt, dassBeat Presser als Kameraassistent und Standfotograf bei Fitzcarraldo und später als Standfotograf bei Cobra Verde und Invincible mitwirkt. In der Folge steht er selbst hinter der Kamera, führt Regie, schneidet und produziert eigene Filme.

 

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Beat Presser: Fruits de mer, Madagaskar, 1992

 

Seit 1987 arbeitet Beat Presser eng mit der Grafik-­Designerin Vera Pechel zusammen und ab 1990 wendet sich Beat Presser wieder ausschließlich der Fotografie zu und erstellt Fotoreportagen u.a. in Indien, Madagaskar, im Sahel, Ägypten, Osterinseln,  Schweizer  Alpen.  Ab  2000  lebt  Beat  Presser vorwiegend in Südostasien in buddhistischen Klöstern und berichtet in seinem Buch Oase der Stille über das Leben der Mönche und Nonnen. Ab 2009 widmet er sich der  Seefahrt  im  Indischen Ozean, vor der Küste Ostafrikas und Indonesiens. Seit Ende der 80er Jahre arbeitet Beat Presser im Ausstellungsbereich immer wieder eng mit dem Goethe Institut zusammen und leitet zudem Foto-­ und Filmseminare in Südamerika, Asien und Afrika, oft  in  Kooperation mit  der  Schweizer  Botschaft. Seit 2010 verfolgt Beat Presser ein Projekt über den Neuen Deutschen Film und seine Protagonisten.  Diese Arbeit, bestehend aus Fotografien und Filmen, wird jetzt – nach neun Jahren –  erstmals in München in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgestellt.

Galerie STP, Mühlenstraße 20, Greifswald

15.06.2019 - 10.08.2019
Fotoausstellung Berlin . In der Galerie Camera Work zeigen mehr als 70 Fotografien das Wirken und Schaffen von ausgewählten Ensemble-Leitern: Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Kent Nagano,Sir Simon Rattle und Christian Thielemans. Sechs Dirigenten wurden für die Ausstellung "Maestri - Musik und Leidenschaft" von 14 Künstlern porträtiert. 15.6.2019 bis 10.8.2019
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Maestri - Musik und Leidenschaft
Fotoausstellung Berlin . In der Galerie Camera Work zeigen mehr als 70 Fotografien das Wirken und Schaffen von ausgewählten Ensemble-Leitern: Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Kent Nagano,Sir Simon Rattle und Christian Thielemans. Sechs Dirigenten wurden für die Ausstellung "Maestri - Musik und Leidenschaft" von 14 Künstlern porträtiert. 15.6.2019 bis 10.8.2019

Kent Nagano_München_2015©Felix Broede

Kent Nagano München 2015 © Felix Broede / Courtesy of CAMERA WORK

 

Die Ausstellung »Maestri – Musik und Leidenschaft« ist eine fotokünstlerische Hommage an sechs legendäre Dirigenten: Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Kent Nagano, Sir Simon Rattle und Christian Thielemann. Die Fotografien zeigen nicht nur die Passion der weltberühmten Dirigenten, sondern porträtieren auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der »Genies der Musikgeschichte«.

 

 

Christian Thielemann_Dresden©Lois Lammerhuber

Christian Thielemann Dresden © Lois Lammerhuber / Courtesy of CAMERA WORK

 

Daniel Barenboim Berlin_Staatsoper_2009©FelixBroede

Daniel Barenboim Berlin, Staatsoper 2009 © FelixBroede /  Courtesy of CAMERA WORK

 

14 Künstlerinnen und Künstler, sechs Dirigenten, eine Ausstellung: »Maestri« zeigtin mehr als 70 Fotografien das Wirken und Schaffen von ausgewählten Ensemble-Leitern. Die Themenausstellung lädt die Besucherinnen und Besucher ein, die weltbekannten Dirigenten in Stille zu erleben –in Fotografien, die sie bei ihrer Arbeit, in Inszenierungen und im privaten Umfeld zeigen. Alle musikalischen Leiter vereint die Musik, doch sind ihr Stil und ihre charakteristischen Merkmale ihrer Persönlichkeitenhöchst unterschiedlich.Bekannten nationalenund internationalen Fotokünstlern gelingt es, diese Eigenheiten in ihren fotografischen Werken aufzuzeigen und einen anderen Zugang zur Welt der Dirigenten zu ermöglichen. Dabei wird sichtbar, wie sich der musikalische Stil auch in der Schlagfigur, in den Bewegungsschemata, in der Dynamik und in der Artikulation widerspiegelt. Darüber hinaus erlauben zahlreicheFotografien auch einen Einblick in private Momente.

 

 

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Herbert von Karajan © DieterBlum / Courtesy of CAMERA WORK

 

Künstler in der Ausstellung:

Dieter Blum, Felix Broede, Arthur Elgort, Milton H. Greene, Mat Hennek, Lois Lammerhuber, Siegfried Lauterwasser, Robert Lebeck, Suzie Maeder, Konstantin Odin, Jim Rakete, Herb Ritts, Thomas R. Seiler, Steve J. Sherman

 

 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin  

 

 

15.06.2019 - 18.08.2019
Fotoausstellung Berlin . In der Ausstellung "Im [Un]Ruhestand" geben über 200 Porträts von Arne Westerberg ganz individuelle Antworten auf Fragen zur demographischen Alterung, zu einem funktionierenden Rentensystem und zur Bedeutung der Arbeit in unserer Gesellschaft. Gezeigt werden die Porträts im f3 freiraue für Fotografie. 15.6. bis 18.8.2019
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Arne Westerberg - Im (Un)Ruhestand
Fotoausstellung Berlin . In der Ausstellung "Im [Un]Ruhestand" geben über 200 Porträts von Arne Westerberg ganz individuelle Antworten auf Fragen zur demographischen Alterung, zu einem funktionierenden Rentensystem und zur Bedeutung der Arbeit in unserer Gesellschaft. Gezeigt werden die Porträts im f3 freiraue für Fotografie. 15.6. bis 18.8.2019

 

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Kathi King, Kellnerin geboren 1923.
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 
copyright Arne Wesenberg

 

Der Politiker WGregor Gysi, der Fotograf Walter Schels, die Professorin Jeanine Meerapfel, der WC-Wächter Werner Berlin, der Schriftsteller Rafik Schami, der Schauspieler Michael Gwisdek, die Sozialpädagogin Petra Peterich haben etwas gemeinsam: Sie arbeiten, obwohl sie das gesetzliche Rentenalter längst erreicht haben.

 

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Gregor Gysi, Politiker, geboren 1948
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 
copyright Arne Wesenberg

 

 

 

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Kurt Gehrdt, Kaufmann, geboren 1923
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 
copyright Arne Wesenberg

 

 

Ihre Motivation dafür ist ganz unterschiedlich. Petra Peterich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben: „Warum ich das alles mache? Weil es eine gesellschaftliche Aufgabe ist – und weil ich es kann!“, Werner Berlin finanziert mit seiner Tätigkeit die gemeinsamen Urlaube mit seiner Frau, während der Fotograf Walter Schels schlicht meint: „Das Leben ist zu kurz, um mit dem Arbeiten aufzuhören.“

 

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Wolfgang Beltracchi, Künstler und Jahrhundertfälscher, geboren 1051
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 

copyright Arne Wesenberg

 

 

 

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Volker Hinz, Fotograf geboren 1947
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 
copyright Arne Wesenberg

 

Die Zahl der älteren Beschäftigten in Deutschland nimmt rasant zu. Die Erwerbsbeteiligung der 60- bis 64-jährigen hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht. Gleichzeitig stehen dem Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren immer weniger Menschen zur Verfügung. Aktuell ist die Rente mit 69 Jahren in der Diskussion.

Der Lübecker Fotograf Arne Wesenberg porträtierte über sieben Jahre lang mit der analogen Großbildkamera die Lebensrealität derjenigen, die – freiwillig oder aus ökonomischer Notwendigkeit heraus – im Alter berufstätig sind. 

 

f3 freiraum für fotografie, Waldemarstraße 17, Berlin

 

13.06.2019 - 30.04.2020
Fotoausstellung Zingst . Die Motive von Lars Heidemann hat auf der Halbinsel Fischland-Dara-Zingst Menschen porträtiert, die sich in besonderer Weise für die Umwelt engagieren. Seine Bilder sind in einer Open-Air-Installation im Zingster Museumshof präsentiert - ein Ort wie er nicht besser zu diesen Bildern passen könnte und Bilder wie geschaffen für diesen Platz. Bis 30.4.2019
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Lars Heidemann - Mensch und Umwelt
Fotoausstellung Zingst . Die Motive von Lars Heidemann hat auf der Halbinsel Fischland-Dara-Zingst Menschen porträtiert, die sich in besonderer Weise für die Umwelt engagieren. Seine Bilder sind in einer Open-Air-Installation im Zingster Museumshof präsentiert - ein Ort wie er nicht besser zu diesen Bildern passen könnte und Bilder wie geschaffen für diesen Platz. Bis 30.4.2019

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"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" - dieser Weisheit folgend hat der Fotograf Lars Heidemann Menschen fotografiert, die sich für die Umwelt engagieren und in deren Leben sich der behutsame Umgang mit unserer Welt, widerspiegelt. 

 

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Am Beginn der Arbeit zu dem Projekt "Mensch und Umwelt" von Lars Heidemann stand die Fragestellung ob es ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein gibt und wie es sich im alltäglichen Leben ausdrückt. Lars Heidemann hat Menschen gefunden, die bei dem was sie sowohl im Beruf, als auch im Privatleben tun, ein gutes Beispiel sind und die an die Umwelt denken. Umweltfreundliches Handeln beginnt zum Beispiel mit dem bewussten Verzicht auf problematische Materialien, dem sparsamen Umgang mit Werkstoffen und setzt sich auch in der Ernährung fort. 

 

Es entstanden Porträts von 17 Persönlichkeiten in ihrer vertrauten Umgebung, zu Hause oder an ihrem Arbeitsplatz. Die Ausstellung "Mensch und Umwelt" ist nicht als abgeschlossene Serie zu verstehen. Lars Heidemann, engagierter Umweltaktivist mit der Kamera, möchte das Langzeitprojekt fortführen, dass er mit einer analogen Mittelformatkamera auf Schwarzeißfilm verwirklicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.06.2019 - 10.11.2019
Fotoausstellung Berlin . Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. Das legendäre Fotobuch ist Helmut Newton's Sumo, die drei Assistenten sind Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis. 7.6. bis 10.11.2019
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Helmut Newton und three boys from Pasadena
Fotoausstellung Berlin . Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. Das legendäre Fotobuch ist Helmut Newton's Sumo, die drei Assistenten sind Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis. 7.6. bis 10.11.2019
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Helmut Newton Iman American Vogue Hotel Negresco Nice 1989
copyright Helmut Newton Estate
 
 
 
Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. 1999, vor 20 Jahren, veröffentlichte der TASCHEN-Verlag sein erstes monumentales Kunstbuch: Helmut Newton’s SUMO. Es kam in einem ungewöhnlich großen Format von 70 x 50 cm auf den Markt, in einer Auflage von 10.000 Exemplaren, alle vom Fotografen persönlich signiert, und wurde mit einem von Philippe Starck entworfenen Metallständer ausgeliefert. Etwas später wurde der von zahlreichen Prominenten signierte SUMO auf einer Charity-Auktion zum teuersten Buch des 20. Jahrhundert.
 
 
Newton Newton
 
Helmut Newton Jerry Hall,  American Vogue Miami Florida 1974 
copyright Helmut Newton Estate
 
 
2009, vor zehn Jahren, organisierte die Helmut Newton Stiftung eine ungewöhnliche, gewissermaßen adäquate Ausstellung zu dieser legendären Publikation: die 464 Buchseiten hingen gerahmt an der Wand, Seite an Seite, in drei Reihen übereinander. Der Besucher konnte in der Ausstellung sprichwörtlich alles auf einmal sehen. Die mehr als 400 ikonischen Bilder von Newton aus den Genres Mode, Porträt und Akt in Schwarz-Weiß und Farbe konnten so individuell und gleichzeitig miteinander in Beziehung gesetzt werden. Nun, erneut zehn Jahre später und 20 Jahre nach dessen Entstehung, wird SUMO erneut in der Helmut Newton Stiftung präsentiert: Wir begegnen im Buch und in der Berliner Ausstellung unter anderem Newtons berühmten Big Nudes, vielen Modebildern für die unterschiedlichen Ausgaben der Vogue, für Elle, Stern oder Vanity Fair sowie Porträts von bekannten Schauspielerinnen oder Künstlern, darunter Liz Taylor und Jodie Foster oder Salvador Dalí und Andy Warhol.
 
 
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Torso 51 2011 copyright Mark Arbeit
 
 
Ergänzt wird Newtons SUMO-Ausstellung durch die erweiterte Präsentation der „Three Boys from Pasadena“. Während vor zehn Jahren die drei ehemaligen Assistenten von Helmut Newton – Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis – mit jeweils einer oder mehrerer Werkgruppen innerhalb eines Ausstellungsraumes gezeigt wurden, wird nun jedem der drei amerikanischen Fotografen, die mittlerweile ein eigenständiges und vielschichtiges Œuvre geschaffen haben, ein eigener Raum zur Verfügung gestellt. Mark Arbeit ergänzt als neue Serien lebensgroße Fotogramme von weiblichen Modellen sowie kleinformatige Fotogramme von Spielzeug-Puppen, die als Hommage an Helmut Newton und seine Sammelleidenschaft zu verstehen sind. George Holz zeigt – neben den Schwarz-Weiß-Aktbildern der früheren Ausstellung – zahlreiche seiner bekannten Hollywood-Porträts, darunter Madonna, Andie MacDowell, Jack Nicholson oder Steven Spielberg, von denen viele zuvor in renommierten Zeitschriften und auf deren Titelseiten publiziert wurden.
 
 
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Vinyl Eyes Galliano Paris 2004 copyright Just Loomis
 
 
Just Loomis schließlich hat einige seiner „Backstage“-Arbeiten ausgewählt, die seine „Americana“-Serie aus der Berliner Ausstellung 2009 ergänzen. Mit „Backstage“ zeigt uns Loomis die andere Seite des strahlenden Modebusiness, die Konzentration und Hektik vor dem Auftritt auf dem Laufsteg, aber auch Emotionen unterschiedlicher Art.
 
Helmut Newton Stiftung, Museum für Fotografie, Jebenstraße 2, Berlin Charlottenburg
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 George Holz, Nicole Stark, 2018,                    Mark Arbeit,  Handcuffs #2, Homage to Helmut Newton,                        Just Loomis, Anne V, Versace, Milan, 2004
 copyright  George Holz                      2018,  copyright Mark Arbeit                                   copyright Just Loomis
 
 
Erstmals wird auch die exquisite private Fotosammlung von Helmut und June Newton öffentlich gezeigt, die sich seit kurzem als Depositum in der Helmut Newton Stiftung befindet. In „June’s Room“ hängen – parallel zu SUMO und Three Boys from Pasadena – nun über 50 wertvolle Vintage Prints in der originalen Rahmung, darunter Porträts von August Sander, Brassaï, Ralph Gibson, Mary Ellen Mark, Irving Penn oder George Hurrell, Aktbilder von Man Ray, Robert Mapplethorpe, Henri Cartier-Bresson, Frantisek Drtikol, Diane Arbus und Chris von Wangenheim, Modeaufnahmen von Horst P. Horst, George Hoyningen-Huene, Richard Avedon sowie Landschaften von Franco Fontana und Peter Beard – kurzum, eine Auswahl der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. 
 
Anlässlich der Ausstellung ist Helmut Newtons neu aufgelegtes SUMO-Buch (TASCHEN, 2009) in der Walther-König-Buchhandlung der Helmut Newton Stiftung erhältlich. 
 
 

 

07.06.2019 - 25.08.2019
Fotoausstellung Berlin . SIBYLLE, die wohl bekannteste Mode- und Kulturzeitschrift der DDR, feiert ihr Comeback in einer Ausstellung im Berliner Willy-Brandt-Haus, die in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock, entstand. Mit über zweihundert Werken zeigt sie eindrucksvoll die Entwicklung der Zeitschrift SIBYLLE und der Modefotografie in der DDR. 7.6. bis 25.8.2019
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SIBYLLE - Comeback einer DDR Modezeitschrift
Fotoausstellung Berlin . SIBYLLE, die wohl bekannteste Mode- und Kulturzeitschrift der DDR, feiert ihr Comeback in einer Ausstellung im Berliner Willy-Brandt-Haus, die in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock, entstand. Mit über zweihundert Werken zeigt sie eindrucksvoll die Entwicklung der Zeitschrift SIBYLLE und der Modefotografie in der DDR. 7.6. bis 25.8.2019

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Sibylle 2/1964, Cover, Foto Günter Rössler, Reprofoto: Werner Mahler

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen dreizehn Fotografen Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquardt, Elisabeth Meinke, Roger Melis, Hans Praefke, Günter Rössler, Rudolf Schäfer, Wolfgang Wandelt, Michael Weidt, Ulrich Wüst, die den fotografischen Stil des Magazins entscheidend prägten. Beginnend mit Arno Fischers street photography, indem er in den 1960er Jahren die Modefotografie auf die Straße holte oder Sibylle Bergemanns Porträts der melancholisch und zugleich souverän wirkenden jungen Schauspielerin Katharina Thalbach, bis hin zu Sven Marquardts inszenierten Fotografien der alternativen Kunstszene Berlins.

 

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Sibylle 1/1986, Cover, Foto Joane-Bettina Schäfer, Reprofoto: Werner Mahler


Ute Mahler, langjährige Sibylle-Fotografin, erklärt: "40 Seiten Mode, 40 Seiten Kultur... Es ging um Stil, Geschmack und die Ermutigung zur Individualität...¦ In der Sibylle haben in all den Jahren die besten Fotografen des Landes gearbeitet. Sie wurden mit ihren Porträts, Reportagen, essayistischen Serien oder mit Landschaftsfotografie bekannt, deshalb ist auch die Modefotografie in dem Heft so besonders, weil wir alle in unserem Stil fotografiert haben." Von 1956 bis 1995 erschien die Zeitschrift sechsmal jährlich im Verlag für die Frau in Leipzig. Mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren trug sie maßgeblich zum damaligen Frauenbild und zur Reflexion der gesellschaftlichen Verhltnisse bei. Über zweihundert Werke in der Ausstellung zeigen die Entwicklung der Zeitschrift SIBYLLE und der Modefotografie in der DDR." 

 

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Sibylle 2/1980, S. 14, Foto Ute Mahler, Reprofoto: Werner Mahler


Eine Ausstellung in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock, konzipiert von Dr. Ulrich Ptak, in Berlin ergänzt von Ute Mahler. Katalog: Sibylle. 1956-1995, Herausgeber Ute Mahler und Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock), Hartmann Projects Verlag, 336 Seiten, ISBN 978-396070-0074, 39,80 Euro

06.06.2019 - 10.08.2019
Fotoausstellung Berlin . Die Capitis Studios in Berlin präsentieren die Schwarzweißbilder von Raúl Cañibano, die ein Kuba ohne Stereotype, ohne bunte Häuserfassaden und amerikanische Oldtimer zeigen. Die Arbeit ist eng mit der Heimat des Fotografen verbunden – sein besonderer Blick porträtiert das Land und seine Menschen tiefgreifend und sensibel. Bis 10.8.2019
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Raúl Cañibano – Esencia
Fotoausstellung Berlin . Die Capitis Studios in Berlin präsentieren die Schwarzweißbilder von Raúl Cañibano, die ein Kuba ohne Stereotype, ohne bunte Häuserfassaden und amerikanische Oldtimer zeigen. Die Arbeit ist eng mit der Heimat des Fotografen verbunden – sein besonderer Blick porträtiert das Land und seine Menschen tiefgreifend und sensibel. Bis 10.8.2019

FP Tierra Guajira 2016

„Tierra Guajira“, Cienfuegos, 2016.
© Raúl Cañibano


Die dokumentarischen Porträts sind aussagekräftig und zeitlos. Man sieht Szenen des Alltags, spielende Kinder und das ländliche Leben. Szenisch setzt Cañibano narrative Bilder zusammen. Er spielt mit Bildebenen, verschiedenen Blickwinkeln, Licht und Schatten, sodass die Fotografien eine besondere Vielschichtigkeit und Komplexität erhalten. Sein sehr eigener Sinn für Komposition unterscheidet die Bilder von anderer Streetphotography, auch indem er mit der Hierarchisierung der Bildebenen bricht. So ist es die Fähigkeit innerhalb eines Bildes verschiedene Geschichten zu erzählen und häufig mehrere Aktionen auf einmal stattfinden zu lassen, die seine Bilder auszeichnet. Sie erfordern mehr als nur einen raschen Blick, um sie vollständig zu erfassen.
Die Ausstellung  zeigt eine Auswahl von Fotografien aus verschiedenen Werkzyklen Cañibanos von 1992 bis 2017 und wird vom Fotokünstler selbst kuratiert. Im Fokus stehen die Porträts der Menschen, die Esencia Kubas.

 

FP Havanna 2006

„Ocaso“, Rincón, Havanna 2006
© Raúl Cañibano

 

 

FP Havanna, 2012

„Ocaso“, Havanna, 2012
© Raúl Cañibano


Raúl Cañibano wurde 1961 in Havanna geboren. Nach einer Ausbildung zum Schweißer widmete er sich unter dem Einfluss des kubanischen Fotografen Alfredo Sarabia (1951–1992) als Autodidakt der Fotografie und präsentierte 1993 seine erste Soloausstellung in Havanna. 1999 gewann er den „Primer Salón Nacional de Fotografia“, den ersten kubanischen Nationalpreis für Fotografie. Seit 1993 wurden Cañibanos Werke in verschiedenen Ausstellungen weltweit gezeigt, so z.B. im Nationalmuseum der Schönen Künste in Havanna, Kuba, der Casa de América in Madrid, Spanien, im Royal National Theatre in London, Großbritannien, dem Frankston Arts Centre in Melbourne, Australien und der Kunsthalle Rostock. In den CAPITIS Studios / Berlin werden seine Arbeiten erstmalig in Berlin präsentiert.
Heute lebt und arbeitet Cañibano als Werbefotograf in Havanna. Er ist Mitglied der
nationalen Union der Schriftsteller und Künstler Kubas (UNEAC). Seine Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen weltweit, so z.B. dem ICP - Internationales Zentrum für Fotografie, New York, USA, der Michael Horbach Stiftung, Köln, dem CEART – Kunstzentrum Tomás y Valiente, Fuenlabrada, Madrid, Spanien oder der Juan Mulder-Sammlung, Perú vertreten.

Capitis Studios, Kronenstraße 71, Berlin

05.06.2019 - 15.09.2019
Fotoausstellung München . Wieder einmal kann man im Kunstfoyer der Versicherungskammer eine hervorragende Ausstellung bewundern. Vorgestellt wird der jüdisch amerikanische Fotograf und Maler Saul Leiter, eine der herausragenden Figuren der Nachkriegsfotografie und führenden Pioniere der Farbfotografie des 20. Jahrhunderts. Bis 15. September 2019
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Saul Leiter - Retrospektive
Fotoausstellung München . Wieder einmal kann man im Kunstfoyer der Versicherungskammer eine hervorragende Ausstellung bewundern. Vorgestellt wird der jüdisch amerikanische Fotograf und Maler Saul Leiter, eine der herausragenden Figuren der Nachkriegsfotografie und führenden Pioniere der Farbfotografie des 20. Jahrhunderts. Bis 15. September 2019

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 Saul Leiter, Untitled, 1950er (Selbstporträt), © Saul Leiter Foundation

 

In den Aufnahmen von Saul Leiter fließen die Genres der Street-, Life-, Porträt-, Still-Life-, Mode- und Architekturfotografie zusammen. Der Künstler verstand sich immer mehr als Maler denn als Fotograf. "Saul Leiters Straßenfotografie - damit ist er beispiellos in diesem Genre - ist eigentlich Fotografie gewordene Malerei", so Fotojournalist und Dozent Rolf Nobel zu den Werken von Saul Leiter. 

 

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 Saul Leiter, Taxi, ca. 1957, © Saul Leiter Foundation

 

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 Saul Leiter, Red Umbrella, ca. 1958, © Saul Leiter Foundation

 

 

Saul Leiter fand seine Motive wie Schaufenster, Passanten, Autos, Schilder und immer wieder Regenschirme in der unmittelbaren Umgebung seiner New Yorker Wohnung im East Village, die er fast 60 Jahre lang bewohnte.  Sein fotografischer Ansatz ist weder auf spektakuläre Momente des Alltags noch auf spannungsgeladene soziale Konflikte ausgerichtet, sondern auf scheinbar belanglose und flüchtige Eindrücke des urbanen Lebens, die er in seinen Aufnahmen atmosphärisch verdichtet. Das Experimentieren mit Farbfilmen gab ihm die Möglichkeit, den fotografischen Augenblick in die Nähe der Malerei zu übertragen.

 

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 Saul Leiter, Postmen, 1952, © Saul Leiter Foundation

 

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 Saul Leiter, Soames Bantry, Nova, 1960, © Saul Leiter Foundation

 

Die Unschärfe im Detail, die Verwischung von Bewegung und die Minderung der Tiefenschärfe, den Ausgleich oder gewollten Entzug von notwendigem Licht und die Verfremdung durch Fensterdurchsichten und Spiegelungen - dies alles verschmilzt zur Farbsprache eines halb realen, halb abstrahierten urbanen Raums.

 

Saul Leiter (1923–2013) erfährt erst seit wenigen Jahren die verdiente Würdigung als einer der führenden Pioniere der Farbfotografie. Das mag daran liegen, dass Leiter sich selbst lange in erster Linie als Maler verstand. 1946 nach New York gekommen, stellte er gemeinsam mit den Abstrakten Expressionisten (u.a. Willem de Kooning) aus. In den späten 1940er Jahren begann er, neben der Malerei, schwarz-weiß zu fotografieren. Wie Robert Frank oder Helen Levitt fand er seine Motive auf den Straßen New Yorks, war dabei aber sichtbar an Abstraktion interessiert. Edward Steichen war einer der Ersten, der Leiters Fotografien entdeckte und sie in den 1950er-Jahren in zwei wichtigen Fotoausstellungen und in seinem Diavortrag Experimental Photography in Color im New Yorker MoMA zeigte. Farbfotografie galt damals noch als Gebrauchskunst, deren Platz in der Werbung war.

 

Saul Leiters Farbfotografie lebt von den farbigen und kompositorischen Ausdrucksmitteln, mit denen er an die Tradition und visuelle Sprache der abstrakten „New York School“ anknüpft, etwa in Anleihen bei Mark Rothkos Farbfeldmalerei oder Franz Klines kraftvollen Bildkompositionen. 

"Eines Tages kaufte ich eine Rolle Farbfilm. Mir gefiel was ich sah!", so lautete der lapidare Kommentar von Saul Leiter zum Thema Farbfotografie. Sowohl in seiner Malerei als auch in seinen Fotografien tendiert er deutlich zu Abstraktion und Flächigkeit. Oft findet man große, tiefschwarze, von Schatten hervorgerufene Flächen, die bis zu drei Viertel seiner Fotografien einnehmen. Passanten werden nicht als Individuen in das Bild aufgenommen, sondern als verschwommene Farbimpulse, überlagert von Scheiben oder zwischen Hauswänden und Verkehrszeichen. Die Übergänge zwischen Abstraktion und Figurativem in seinen Malereien und Fotografien sind beinahe nahtlos. 

Ende der 50er Jahre begann Saul Leiter seine Karriere als Mode- und Werbefotograf. "Ich dachte Mode sei vielleicht etwas was ich machen könnte." Henry Wolf, Art Director, sah in dem lyrischen Fotostil die Chance für die Entwicklung neuartiger Fotostrecken, auch und gerade in Farbe. Insgesamt fotografierte er rund zwanzig Jahre für verschiedene klassische und neue Magazine.

 

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 Saul Leiter, Lanesville, ca. 1958, © Saul Leiter Foundation

 

Auch Akt gehört zu Saul Leiters Werk. Schwarzweißbilder bildeten die Grundlage für übermalte Aktfotos und erinnern zugleich an seine abstrakte Malerei.

Erst Anfang der 1990er Jahre integrierte Jane Livingston Saul Leiter in ihrem Buch „The New York School: Photographs 1936 – 1963“ und machte den Galeristen Howard Greenberg auf ihn aufmerksam. Es folgten Ausstellungen in Greenbergs Galerie in New York und mit dem Erscheinen der ersten Monografie „Early Color“ wird die internationale Fotoszene auf den Künstler Saul Leiter aufmerksam. Heute gelten seine Werke aus den 1940er und 1950er Jahren als Ikonen der modernen Farbfotografie. 

Saul Leiter stirbt  am 26. November 2013 in New York.

Versicherungskammer Kulturstiftung, Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München

31.05.2019 - 15.10.2019
Fotoausstellung Zingst . Zum Fotofestival horizonte zingst wird die Leica Galerie die ungewöhnlichen Tierporträts von Ekaterina Sevrouk zeigen, die mit ihren Bildern  in letzte Paradiese entführt.  Die kunstvollen Anordnungen aus Tierrpräperaten und Pflanzenarrangements der Künstlerin Ekaterina Sevrouk beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und Phantasie.24.5. bis 15.10.2019
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Ekaterina Sevrouk – Last Paradise
Fotoausstellung Zingst . Zum Fotofestival horizonte zingst wird die Leica Galerie die ungewöhnlichen Tierporträts von Ekaterina Sevrouk zeigen, die mit ihren Bildern  in letzte Paradiese entführt.  Die kunstvollen Anordnungen aus Tierrpräperaten und Pflanzenarrangements der Künstlerin Ekaterina Sevrouk beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und Phantasie.24.5. bis 15.10.2019

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Fotoausstellung „Last Paradise“ mit Bildern von Ekaterina Sevrouk.
Gedruckt wurden die Exponate in der intensiven Farbgebung
des Chromaluxe-Farbsublimationsverfahren.

 

Für ihr Projekt „Last Paradise“ besuchte die Fotografin immer wieder naturkundliche Museen und hatte freien Zugang zu Bereichen, die als „toter Zoo“ benannt werden. Die Zahl dieser Präparate wächst ständig um weitere Exemplare. „Last Paradise” schärft den Blick für eine wundervolle Natur, die schon Vergangenheit ist und mahnt damit, der weiteren Zerstörung Einhalt zu gebieten.

 

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Die Fotoausstellung “Last Paradise“ von Ekaterina Sevrouk zeigt
in kunstvollen Arrangements bedrohte und bereits ausgestorbene Tierarten.

 

 

Ekaterina Sevrouk:  „Ich möchte, ohne wie ein Moralapostel zu wirken, eine morbide Ästhetik des „letzten Paradieses“, unserer überwältigenden Ignoranz schaffen. Gewiss ist auch ein humoristisches Element vorhanden – die Prämisse und ihre Verwirklichung erinnern ein wenig an russischen Humor.“

 

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Fotoausstellung „Last Paradise“  von Ekaterina Sevrouk.
Die Bilder haben eine suggestive Anziehungskraft und beziehen
ihre Wirkung aus Perfektion und kunstvollem Arrangement.

 

In Moskau geboren zog sie nach dem Studium der deutschen Philologie und Kunstgeschichte 2011 nach Wien. Seit 2015 lebt sie in Berlin, wo sie als selbständige Fotografin mit dem Schwerpunkt auf sozial engagierten Kunstprojekten tätig ist.

Mit ihrer Leica S ist es der Fotografin gelungen, alle Details bis ins Kleinste sichtbar und lebendig zu machen. Die Ausstellungsbilder wurden im ChromaLuxe-Farbsublimationsverfahren gedruckt, um ein Maximum an Intensität und Leuchtkraft zu erzielen.

 

 

25.05.2019 - 31.08.2019
Fotoausstellung Zingst . Im Max Hünten Haus in Zingst an der Ostsee werden anlässliche des Fotofestivals horizonte die Bilder des japanischen Naturfotografen Takehiko Sato gezeigt. Außerdem wird der Fotograf in diesem Jahr mit dem "horizonte international photo award" ausgezeichnet. Fotoausstellung Zingst .
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Takehiko Sato - Geheimnisvolle Welt - magische Natur"
Fotoausstellung Zingst . Im Max Hünten Haus in Zingst an der Ostsee werden anlässliche des Fotofestivals horizonte die Bilder des japanischen Naturfotografen Takehiko Sato gezeigt. Außerdem wird der Fotograf in diesem Jahr mit dem "horizonte international photo award" ausgezeichnet. Fotoausstellung Zingst .

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Tanz der Schmetterlinge.
Hunderte von Schmetterlingen auf dem Weg zu einer Wasserquelle. Der Fotograf lag inmitten des Geschehens,
als ein großer Schwarm seinen Durst stillen wollte (Thailand).

 

 

Die Fotografien von Takehiko Sato lassen sich zwar der Naturfotografie zuzordnen, aber innerhalb dieses Spektrums von Motiven bewegt sich der Fotograf völlig frei von konventionellen Vorstellungen der Makrofotografie. Viele der Lebewesen, die Takehiko Sato fotografiert, sind so klein, dass sie für gewöhnlich übersehen werden. Solche „unsichtbaren“ Lebewesen ziehen ihn als Motive geradezu magisch an. Wenn er in entlegenen Wäldern unterwegs ist und auf diese kleinen Kreaturen trifft, spürt er immer eine besondere Atmosphäre. Zum Beispiel gibt es eine bestimmte Art von Bakterien, die zur Familie der Amöben zählt, die weder Pflanzen noch Tiere noch Pilze sind. Sato findet solche Entdeckungen hochspannend, weil er bei ihnen so etwas wie den Ursprung des Lebens spürt. Der Fotograf nimmt sich die Zeit, um genau hinzuschauen. Denn auf den ersten Blick ist selten zu erkennen, was ein Lebewesen wirklich ausmacht.

 

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Wunderliches Netzwerk auf dem Waldboden.
Schleimpilze sind weder Pilze noch Tier noch Pflanze. Es sind einzellige Lebewesen,
die in mannigfaltigen Farben und Mustern ein eigenes Aderwerk bilden.

 

Takehiko Sato bekennt: „Ich würde mir wünschen, dass der Betrachter meiner Bilder die Vielfalt und das Wunder des Lebens spüren kann. Aber ich denke, dass die meisten Menschen in ihrem Alltag vergessen haben, dass sie zu einem großen Ganzen gehören und das Bewusstsein dafür möchte ich wecken.“ Denn wenn es das Leben gibt, dann gibt es auch den Tod. Dieser Teil des Lebens ist absolut natürlich und kann jedes Lebewesen sofort und ohne Vorwarnung treffen. In seinen Fotografien möchte Takehito Sato tote und lebendige Dinge gleichzeitig zeigen, Bilder, in denen der Tod zu neuem Leben führt. Es gibt beispielsweise ein Bild mit den Schmetterlingen, das geradezu mysteriös ist. Es zeigt die Spannung zwischen Schönheit und Vergänglichkeit. Das ist für Sato die tiefe Empfindung der Natur, das Geheimnis des Lebens.

Der Japaner ist Jahrgang 1983. Nach seinem Studium der Forstzoologie, entschied sich Takehiko Sato für die Fotografie. Im Jahr 2018 gewann er den Japan Photography Association Newcomer Award.

 

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Preisverleihung „horizonte international photo award“ v.l.n.r. Kuratur des Festivals Klaus Tiedge, 
Geschäftsführer der Kur- und Tourismusgesellschaft Zingst, Matthias Brath, der Fotograf Takehiko Sato und
Andreas Kuhn, ehemaliger Bürgermeister von Zingst.

 

Der japanische Naturfotograf Takehiko Sato wird in diesem Jahr mit dem „horizonte international photo award“ ausgezeichnet. Die Anerkennung wird dem Fotografen zuerkannt, weil er mit seiner Kamera in bisher nicht bekannte Motivwelten vordringt. Sato lädt die Betrachter zu einer Entdeckungsreise voller visueller Überraschungen in verborgene Bereiche ein.

 

 

 

 

 

23.05.2019 - 08.08.2019
Fotoausstellung Hannover . Licht spielt in der Arbeit des brasilianischen Fotografen Gustavo Minas eine wichtige Rolle. Er fühlt sich von Farben magisch angezogen. Zur Eröffnung der Ausstellung mit Gustavo Minas am Donnerstag, dem 23. Mai 2019 in der Freelens Galerie spricht Lois Lammerhuber, Fotograf und Verleger.
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Gustavo Minas - Maximum Shadow Minimal Light
Fotoausstellung Hannover . Licht spielt in der Arbeit des brasilianischen Fotografen Gustavo Minas eine wichtige Rolle. Er fühlt sich von Farben magisch angezogen. Zur Eröffnung der Ausstellung mit Gustavo Minas am Donnerstag, dem 23. Mai 2019 in der Freelens Galerie spricht Lois Lammerhuber, Fotograf und Verleger.

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Oft ist Gustavo Minas früh morgens unterwegs, noch lieber aber am späten Nachmittag, wenn die urbane Kulisse beginnt, ihre langen Schatten zu werfen. Minas streift durch das Licht- und Schattenreich der brasilianischen Großstädte und bringt sich nach und nach in einen Zustand der Selbstvergessenheit. Ein Zustand, der ihn überaus produktiv werden lässt. Das Sonnenlicht verfängt sich auf den Fronten von Läden und in den Gesichtern der Passanten und verändert sie auf faszinierende Weise. Es sind genau diese Momente, für die der Fotograf ein Auge hat. Die Ergebnisse bergen komplexe Licht- und Spiegelsituationen in sich, die für den Betrachter nicht so einfach zu entschlüsseln sind.

 

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Minas Szenen sind bestimmt von schillernden Farben, Reflexionen auf Glas, Schattenspiel, bunten Kleidern und dem Zusammenspiel von menschlichen Gesten und geometrischen Formen. Immer wieder erreicht der Fotograf eine faszinierende Balance aus formalen Elementen und überraschenden Inhalten. Das eine Mal sind seine Bilder äußerst rätselhaft, ein anderes Mal fesseln sie durch die Einfachheit des Vorgefundenen. Gustavo Minas ist jemand, der sich üblichen Konzepten der Straßenfotografie entzieht und dem es gelingt, alltägliche Szenen in Mysterien zu verwandeln.

 

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Gustavo Minas (Jahrgang 1981) hat zunächst Journalismus studiert, um darauf ein Jahr nach Europa zu reisen und in London als Kellner zu jobben. Nach seiner Rückkehr in sein Heimatland arbeitete er für eine etablierte Tageszeitung in São Paulo. Während dieser Zeit entdeckte er auch die Fotografie für sich und studierte bei dem bekannten brasilianischen Fotografen Carlos Moreira. Seit 2009 fotografiert er und hat seither mit seinen Arbeiten verschiedene Preise gewonnen. Minas Fotos wurden in internationalen Magazinen veröffentlicht und in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. »Maximum Shadow Minimal Light« ist seine erste Einzelausstellung in Europa.

Zeitgleich zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Buch im Lammerhuber Verlag.

 

 

19.05.2019 - 19.09.2019
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwiggalerie zeigt in der Ausstellung Fotografien aus der John Kobel Foundation mit glamourösen Bildern von Hollywood Ikonen wie unter anderem Audrey Hepburn, Alfred Hitchcock und Marion Brando. Die Schau widmet sich der Porträt- und Standbildfotografen der Goldene Ära der amerikanischen Filmbranche. Ihre Fotografien, die in die ganze Welt geschickt werden, sind essentiell für die Erschaffung eines Starimages und für die Bewerbung der Kinofilme. 19.5.-19.9.2019
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Hollywood Icons
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwiggalerie zeigt in der Ausstellung Fotografien aus der John Kobel Foundation mit glamourösen Bildern von Hollywood Ikonen wie unter anderem Audrey Hepburn, Alfred Hitchcock und Marion Brando. Die Schau widmet sich der Porträt- und Standbildfotografen der Goldene Ära der amerikanischen Filmbranche. Ihre Fotografien, die in die ganze Welt geschickt werden, sind essentiell für die Erschaffung eines Starimages und für die Bewerbung der Kinofilme. 19.5.-19.9.2019

Icons 09 Audrey Hepburn by Bud Fraker for Sabrina Fair, 1954. Paramount Pictures ∏ John Kobal Foundation

Audrey Hepburn by Bud Fraker for Sabrina Fair,1954. Paramount Pictures
© John Kobal Foundation

 

Die Ausstellung zeigt die größten Namen der Filmgeschichte, angefangen mit den Stummfilm-Legenden Charlie Chaplin und Mary Pickford, über brillante Interpreten der frühen Tonfilm-Ära wie Marlene Dietrich und Cary Grant bis hin zu Nachkriegsgiganten wie Marlon Brando, Sophia Loren und Marcello Mastroianni. In den frühen 1920er Jahren ist das Filmemachen als Industrie in und um Los Angeles angesiedelt. Darsteller, Regisseure und Techniker strömen nach Kalifornien, um Ruhm und Reichtum zu suchen. Garbo stammt aus Schweden, Dietrich aus Deutschland, Hedy Lamarr aus Österreich, Chaplin und Cary Grant stammen aus England, aber es ist Hollywood, das jedem von ihnen zu internationalem Ruhm verhilft.

 

 

Icons Marlon Brando by Irving Lippman, 1953. Columbia Pictures ∏ John Kobal Foundation

Marlon Brando by Irving Lippman for The Wild One, 1953. Columbia Pictures
© John Kobal Foundation

 

 

Icons 04 Marlene Dietrich by Eugene Robert Richee for Morocco, 1930. Paramount Pictures ∏ John Kobal Foundation

Marlene Dietrich by Eugene Robert Richee for Morocco, 1930. Paramount Pictures
© John Kobal Foundation

 

 

Die Filmgeschichte wird zumeist aus der Sicht von Schauspielern oder Regisseuren geschrieben, wobei dem gigantischen Unternehmen, das ihre Filme möglich macht, wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. ´ Hollywood Icons präsentiert die damals noch  unbekannten Porträt- und Standbildfotografen, die ungesehen hinter den Kulissen arbeiten, deren glamouröse Fotografien jedoch für den Ruhm der Stars und die Werbung für Filme von entscheidender Bedeutung sind. Die vielen Millionen Bilder, die die Hollywood-Studios während des Goldenen Zeitalters verteilen, sind das Werk von Kamerakünstlern, die schnell, effizient und manchmal brillant an der Förderung des Hollywood-Stils weltweit arbeiten.

 

Icons 07 Director Alfred Hitchcock by Ernest Bachrach for Notorius, 1946. RKO ∏ John Kobal Foundation

Director Alfred Hitchcock by Ernest Bachrach for Notorious, 1946. RKO
© John Kobal Foundation

 

 

Icons 11 Gary Cooper by Bud Fraker for Mr. Deeds Goes to Town, 1936. Frank Capra Productions, Columbia Pictures ∏ John Kobal Foundation

Gary Cooper by Bud Frakerfor Mr. Deeds Goes to Town, 1936. Frank Capra Productions/Columbia Pictures
© John Kobal Foundation

 

John Kobal hat sich intensiv mit diesem Hollywood-Material auseinandergesetzt. Er beginnt als Filmliebhaber, wird später Journalist, dann Schriftsteller und schließlich ein herausragender Filmhistoriker. Die Fotografien dieser Ausstellung stammen aus seiner Sammlung und lassen den alten Glanz des klassischen Hollywoods wieder lebendig werden.
Die Ausstellung zeigt vor allem Schwarz-Weiß-Fotografien, doch auch Farbaufnahmen finden sich unter den Werken. Über 200 Werke aus der John Kobal Foundation versammeln die großen Namen Hollywoods. Ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern von Judy Garland bis Fred Astaire, von James Dean bis Elizabeth Taylor.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Simon Crocker, dem Vorsitzenden der John Kobal Foundation, und Robert Dance, John Kobal Foundation, in Zusammenarbeit mit der Terra Esplêndida.

 

Die Ausstellung wird gefördert vom Freundeskreis der LUDWIGGALERIE. Kulturpartner ist WDR 3.

Ludwiggalerie, Konrad-Adenauer-Allee 46, Oberhausen

 

 

 

15.05.2019 - 22.09.2019
Fotoausstellung Aachen . as Centre Charlemagne – zwischen Dom und Rathaus – präsentiert mit der Ausstellung Through a Solideres Lens – Europe in the Fifties Arbeiten des in New York lebenden Fotografen Bill Perlmutter. Vom 15.5. bis 22.9.2019
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Through a Soldier’s Lens: Europe in the Fifties
Fotoausstellung Aachen . as Centre Charlemagne – zwischen Dom und Rathaus – präsentiert mit der Ausstellung Through a Solideres Lens – Europe in the Fifties Arbeiten des in New York lebenden Fotografen Bill Perlmutter. Vom 15.5. bis 22.9.2019

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Im Dezember 1954 besteigt der damals 22-Jährige Bill Perlmutter einen Truppentransporter nach Deutschland, um für US-amerikanische Armeemagazine zu arbeiten. Zuvor hat er die USA nie verlassen und reist mit einer Vorstellung von Europa an, wie er es aus Filmen und der Literatur kennt.

Zwar sind die Spuren des Krieges knapp zehn Jahre nach dessen Ende noch überall sichtbar, doch interessiert sich der junge Fotograf in erster Linie für die Menschen, die sich trotz aller Entbehrungen wieder in ihrem Alltag eingerichtet haben. Voller Neugier und mit großer Empathie hält Perlmutter Szenen und Momente des Alltagslebens fest, in Deutschland, aber auch Frankreich, Italien, Spanien und Portugal, wo er sich in den nächsten beiden Jahren aufhält. Er findet die „wunderbaren Orte“, von denen er gelesen hatte, kann manches Vorurteil revidieren und unerwartete Eindrücke gewinnen.

 

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Bill Perlmutters Werk reflektiert eine Zeit des Neuanfangs und wie auch des Beharrens, festgehalten in den Gesichtern, Gesten und Haltungen der Menschen. Besonders in den Kindern findet er seine Protagonisten, die mit großer Unbefangenheit vor der Kamera agieren. Die Bühne ihrer Aufführungen sind die Straßen, Plätze und Parks. Hier stößt Perlmutter auf eine Fülle von Sujets und erlaubt sich in Bildausschnitt und Perspektive bisweilen humorvolle Kommentare.

Das Gespür für den richtigen Augenblick zwischen Nähe und Distanz kennzeichnet die Arbeiten Perlmutters auch nach mehr als 60 Jahren seit ihrer Entstehung. Die Ausstellung Through a Soldier´s Lens - Europe in the Fifties zeigt mit 80 Arbeiten eine Auswahl seiner 6 x 6 Rolleiflex Aufnahmen aus den Jahren 1954-1956.

 

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Bill Perlmutter wurde am 5. September 1932 in New York geboren. Nach einem Studium der Filmtechnik und ersten fotografischen Arbeiten in New York schloss er 1954 sein Fotografiestudium an der Army Signal Corps School in Fort Monmouth, New Jersey, ab. Nach seiner zweijährigen Tätigkeit als angestellter Pressefotograf für Zeitschriften der US-Armee arbeitete Perlmutter ab 1958 als freier Fotograf. In fast sechs Jahrzehnten hat er weltweit fotografiert und seine Bilder wurden in zahlreichen Magazinen und Bildbänden veröffentlicht.
Perlmutters Fotos sind in diversen US-amerikanischen Museumskollektionen vertreten, u.a. in den New Yorker Sammlungen des Museum of Modern Art, The Whitney Museum of American Art, The Smithsonian Museum und The Museum of the City of New York.

Heute lebt und arbeitet Bill Perlmutter in New York City.

 

In Zusammenarbeit mit der Galerie Hilaneh von Kories Berlin und dem Suermondt-Ludwig-Museum Aachen

 

 

 

 

 

26.04.2019 - 27.07.2019
Fotoausstellung Ludwigshafen . In einer Sonderausstellung zeigt das Stadtmuseum Ludwigshafen über 50 schwarz-weiß-Fotografien, die Annedore Rieder in den Jahren 1950-54 mit einer zweiäugigen Rollencord-Kamera aufnahm. 26.4. bis 27.7.2019
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Annedore Rieder - Eine Stadt und ihre Menschen in den 1950er Jahren
Fotoausstellung Ludwigshafen . In einer Sonderausstellung zeigt das Stadtmuseum Ludwigshafen über 50 schwarz-weiß-Fotografien, die Annedore Rieder in den Jahren 1950-54 mit einer zweiäugigen Rollencord-Kamera aufnahm. 26.4. bis 27.7.2019

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Flirt - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Die originalen Negative von  Annedore Rieder wurden im Format 50 auf 50 cm aktuell digital restauriert sowie bearbeitet im Sinn der Fotografin und der damaligen Praxis. Diese modern prints bestehen aus Abzügen auf Barytpapier mit dem Trägermaterial Alu-Dibond. Hinzu kommt eine weitere Auswahl von Fotografien in Form digitaler Diashows auf Monitoren.

 

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Lutherkirche Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Die 1950er-Jahre waren für Ludwigshafen, seine Stadtentwicklung und sein wachsendes Selbstverständnis nachdem Ende des Zweiten Weltkriegs eine prägende Epoche. Die Industriebetriebe nahmen ihre Arbeit wieder auf, das Stadtbild veränderte sich, neue Bau- und Verkehrskonzepte entstanden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen jedoch die Menschen dieser Stadt, inmitten von Alltagssituationen. In schwarzweiß  fotografiert wurden sie von Annedore Rieder, die im Jahr 1919 als Annedore Reinhard in Ludwigshafen zur Welt kam.

 

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Hafen - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

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Markt - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Als junge Frau war sie erfolgreiche Leichtathletin beim TSG Friesenheim und erlernte dann den Beruf der Chemotechnikerin. Nach ihrer Heirat mit dem Physiker und BASF-Angestellten Dr. Fritz Rieder wohnte die Familie am Ebertpark im Stadtteil Friesenheim. Als Mutter von drei Kindern war ihr eine eigene Karriere im Kontext des Familienmodells und Frauenbildes ihrer Zeit verwehrt.

In ihrer Freizeit befreundete sich Annedore Rieder mit Paul Carell, der das erste namhafte Fotostudio in der Ludwigstraße inne hatte. Durch ihn erlernte sie das professionelle Fotografieren. Ihre künstlerisch beeindruckenden Aufnahmen stammen größtenteils aus den Stadtteilen Friesenheim, Hemshof, Oppau sowie der Innenstadt. Die von ihr benutzte Kamera war eine kostbare zweiäugige Rolleicord. Annedore Rieder verstarb in Ludwigshafen im Jahr 2007.

 

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ViaduktStadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

 

Die Ausstellung präsentiert eine behutsam kuratierte Auswahl aus dem Gesamtbestand der Fotografin. Entstanden ist ein eindrückliches Portrait von Menschen in ihrer Stadt Ludwigshafen zu einer Zeit, als der Wiederaufbau noch nicht vom sogenannten Wirtschaftswunder abgelöst worden war.

Ein Ausstellungskatalog ist in Planung.

Stadtmuseum Ludwigshafen, Im Rathaus-Center (obere Ebene), Rathausplatz 20, Ludwigshafen am Rhein

22.03.2019 - 30.08.2019
Ausstellung München . Fotoarbeiten aus China des amerikanischn Künstlers  Robert Rauschenberg und zeitgenössische Installationen und Skulpturen aus Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak und Terry Winters zeigt die Alexander Tutsek Stiftung. 22.3.bis 30.8.2019
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Robert Rauschenberg – Study for Chinese Summerhall
Ausstellung München . Fotoarbeiten aus China des amerikanischn Künstlers  Robert Rauschenberg und zeitgenössische Installationen und Skulpturen aus Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak und Terry Winters zeigt die Alexander Tutsek Stiftung. 22.3.bis 30.8.2019

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Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation / 
Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind die Fotografien von Robert Rauschenberg (1925-2008): Anfang der 1980er Jahre ging der Amerikaner als einer der ersten westlichen Künstler nach China. Dort erkundete er mit einer Hasselblad Kamera das ihm unbekannte Land. Er ging nach China mit dem Wunsch, ein Zeichen zu setzen, eine Geste des Interesses an der fernen und fremden Kultur. Im interkulturellen Austausch sah er die Möglichkeit den Frieden in der Welt zu wahren. Zum ersten Mal benutzte Rauschenberg Farbfilme für eine Serie  und hat daraus ein künstlerisch wie politisch aufregendes Projekt entwickelt.

 

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Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation
/ Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 201

 

 

Die dabei entstandenen Fotografien lesen sich wie Aufzeichnungen von Gesten des Alltags, des modernen wie des traditionellen Lebens in einer sich wandelnden chinesischen Gesellschaft. Aus dem Fundus von über fünfhundert Farbfotografien schuf er nach seiner Rückkehr in die USA eine große Bildmontage unter dem Titel „Chinese Summerhall“ (1982), eine Installation in einer Länge von über 30 Metern. Dieses Werk brachte er 1985 nach China zurück. Es wurde enthusiastisch gefeiert. Innerhalb von 18 Tagen haben 300.000 Besucher die Ausstellung im heutigen National Art Museum gesehen.

 

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Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation / 
Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Aus der Serie der über fünfhundert Farbfotografien wählte er 28 Motive aus und edierte sie 1983 als „Study for Chinese Summerhall“, die in der Münchner Ausstellung zu sehen sind. Jedes einzelne Blatt trägt seine Signatur. Bisher selten gezeigt, ziehen sie sich nun wie ein Band durch die Räume der Jugendstilvilla.

 

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Terry Winters, Marseille Template/8 2004-2006, 
75 x 34x 34 cm,Glas, formgeblasen, Holz
Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung
© Terry Winters, Courtesy Matthew Marks Galerie

 

Rauschenbergs Fotoserie sind vier Arbeiten in Glas von renommierten internationalen Künstlerinnen und Künstlern gegenübergestellt. So präsentiert die Künstlerin Mona Hatoum ihr Werk Turbulence (Black) aus dem Jahr 2014, für das sie tausende von schwarzen Glasmurmeln neben- und übereinander legt. Die kanadische Künstlerin Jana Sterbak (*1955) schafft mundgeblasene Schalen und schachtelt sie eng ineinander, sodass der Eindruck einer Spirale entsteht („Hard Entry“, 2004). Der ägyptische Künstler Hassan Khan (*1975) macht die kunstvolle Replik eines Knotens in Glas („The Knot“, 2012) und der amerikanische Künstler Terry Winters (*1949) transformiert die Idee des Gefäßes in intuitive organische Formen wie Sphären und Blasen („Marseille Templates“, 2004-2006).

 

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München

 

 

 

 

 

 

 

28.02.2019 - 17.11.2019
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019
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Ann Wilde: Re – visions
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019

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Kathleen Seltzer, ohne Titel., 1976
Silbergelatineabzug
© Kathleen Seltzer

 

Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde mit Leidenschaft, Engagement und Fachkenntnis eine gleichermaßen vielfältige wie einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen. Sie umfasst mehrere tausend Fotografien, die Künstlerarchive zu Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch, eine umfangreiche Fachbibliothek und zahlreiche Dokumente zur Geschichte der Fotografie.

 

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Marcia Resnick, aus der Serie: Re – visions, 1978
 Silbergelatineabzug
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München
© Marcia Resnick

 

 

 

 

Seit 2010 sind diese außerordentlichen Bestände als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Kathleen Seltzer, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Dank dieses frühen Engagements konnte sich das Werk der Fotografinnen als fester Bestandteil der Fotografiegeschichte etablieren.

 

Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres Geburtstages öffnet die Stifterin nun erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie-Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva-Maria Schön, Kathrin Sonntag, Heidi Specker und Vibeke Tandberg.

 

Judith Joy Ross, Michelle Fraser Protesting the US War in Iraq, Bethlehe...

Judith Joy Ross, Michelle Fraser, Protestin the war in Iraq, Bethlehem,
Pennsylvannia, 2006
Silbergelatineabzug
Sammlung Ann Wilde, Zülpich
© Judith Joy Ross

 

 

Pinakothek der Moderne, Barerstraße 29, München

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