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Fotoausstellungen

04.04.2019 - 05.05.2019
AusstellungHannover. Der belgische Fotograf Michel Vanden Eeckhoudt war ein Streethunter. Sein Jagdgebiet, wenn man es so bezeichnen will, war die Straße und manchmal, wie in Zoos, auch der halböffentliche Raum. Im Jahre 2015 ist der Fotograf, der sich weltweit einen großen Namen gemacht hatte, nach langer schwerer Krankheit gestorben. Jetzt zeigt die GAF eine Retrospektive seines Schaffens. 4. April bis 5. Mai 2019
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Michel Vanden Eeckhoudt - Bittersweet
AusstellungHannover. Der belgische Fotograf Michel Vanden Eeckhoudt war ein Streethunter. Sein Jagdgebiet, wenn man es so bezeichnen will, war die Straße und manchmal, wie in Zoos, auch der halböffentliche Raum. Im Jahre 2015 ist der Fotograf, der sich weltweit einen großen Namen gemacht hatte, nach langer schwerer Krankheit gestorben. Jetzt zeigt die GAF eine Retrospektive seines Schaffens. 4. April bis 5. Mai 2019

 

 

 

Auf seinen Streifzügen mit der Leica durch die Straßen der Welt hat er immer wieder Tiere fotografiert. Niedlich sind diese Bilder nicht. Humor haben sie, aber dann stellt sich im Nachklang jedoch häufig eine zweifelnde Bitterkeit ein. »Bittersweet», Titel dieser Ausstellung und auch seines Fotobandes beim Kehrer Verlag, trifft den Charakter seiner Arbeit ins Schwarze. Es sind mysteriöse Bilder, fast schon surreal. Vieles in ihnen versteht man erst auf den zweiten Blick. Dann aber trifft es die Seele. So wie das Porträt des Affen Ouakari. Sein glatzköpfiger und unbehaarter Kopf sieht irgendwie verbeult aus und gleicht einem Monster aus einem Alptraum, dabei aber irgendwie anrührend. Seine feingliedrigen menschlichen Hände drücken an die Glaswand seines Gefängnisses. Die langen Haare seines Fells umwabern ihn wie ein Pelzmantel. »Dieser charmante Prinz, der in einer abstoßenden Erscheinung eingesperrt ist«, so schrieb ein Kritiker, »fleht uns mit ausgestreckten Armen an, von seinem Bann befreit zu werden.«

ALLEMAGNE 1978-1

 

Die Gefangenschaft von Tieren ist eines von Vanden Eeckhoudts großen Themen, seit seinem ersten Zoobesuch als Jugendlicher. Und so hat er sich – inzwischen Fotograf - neben der Welt der französischen Vorstädte und der Arbeiterklasse in seiner Arbeit auch immer wieder der Tierwelt gewidmet. Daran interessierte ihn besonders das Verhältnis von Tieren zu Menschen und die Lebensumstände von Wildtieren in Zoos. Seine verstörenden Fotos von ihnen sind niemals reißerisch, aber stets pointiert. Die Tiere sind lediglich die Platzhalter für uns Menschen. Anhand von ihnen beschreibt er seine Sicht auf die Welt.

 

ALLEMAGNE 1997-6

 

»Ich mag es, dass die Bilder Fragen stellen, die zum Nachdenken anregen«, sagte er einmal. »Deshalb beschränke ich die Legenden auf das Nötigste. Wenn wir zu viele Details angeben, kann dies den Pfad, der dem Betrachter angeboten wird, einschränken. Eine gewisse Mehrdeutigkeit gefällt mir. Humor und Schmerz, Leichtigkeit und Angst: Diese beiden Facetten sind in meiner Arbeit immer präsent. Das Leben ist so.«

 

ILE MAURICE 1991-5

 

Michel Vanden Eeckhoudt (*1947 in Brüssel) war Mitglied der französischen Agentur Vu seit ihrer Gründung 1986. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem in der Galerie Delpire, Galerie Vu, Galerie Camera Obscura, Paris; Box Galerie, Brussels; Leica Gallery, Tokyo and Solms; ICP New York; Musée de l'Elysée, Lausanne; Musée de la Photographie, Charleroi; Centro Andaluz de la Fotografia ,Almeria. Sein Lebenswerk wurde in insgesamt 12 Büchern publiziert.

 

GAF Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15d, Hannover

23.03.2019 - 30.06.2019
Fotoausstellung Mannheim . Was würde besser zu einer Frühlingsausstellung passen als das Thema Paris. Mit einem der populärsten Reporter im Paris der 1930er Jahren Gaston Paris  beginnen die Reisse-Engelhorn-Museen eine Kooperation mit dem berühmten Museum Centre Pompidou. 23.3.  bis 30.6.2019
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Gaston Paris – Die unersättliche Kamera
Fotoausstellung Mannheim . Was würde besser zu einer Frühlingsausstellung passen als das Thema Paris. Mit einem der populärsten Reporter im Paris der 1930er Jahren Gaston Paris  beginnen die Reisse-Engelhorn-Museen eine Kooperation mit dem berühmten Museum Centre Pompidou. 23.3.  bis 30.6.2019

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Kiki de Montparnasse
Kiki de Montparnasse (1901-1953) war eine feste Größe der Pariser Bohème, Sängerin,
Schauspielerin und Modell berühmter Maler.
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Nein – auch wenn man meinen könnte, dass ein Fotograf, der sich auf Bilder der Seine-Stadt konzentriert – den Namen Paris als Künstlernamen gewählt hätte, es ist nicht so. Denn der äußerst talentierte, fleißige und viel publizierte Fotograf wurde wahrlich1905 als Gaston Paris geboren. Kaum ein Motiv in Paris, dass er nicht mit seiner Kamera festhielt seien es Tänzerinnen der Folies Bergère, die berühmte Sängerin Edith Piaf, die Armen der Pariser Vorstädte oder eine ungewöhnliche Ansicht des Eiffelturms.

 

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Blick vom Eiffelturm
Paris, 1937
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Edith Piaf
Die französische Sängerin Edith Piaf (1915-1963) bei einer Schallplattenaufnahme
Paris, 1937-1938
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Gefangenenlager
Gefangenenlager „Oradour“, errichtet von der französischen Besatzungsmacht für Nazi-
Gefangene in Tirol, 1945/46. Der Name „Oradour“ erinnert an den Ort in Frankreich, den die
SS aus Rache für Partisanenangriffe vollkommen zerstört hatte.
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Fotostudio
Fensterauslage eines Fotostudios
Berlin, 1945
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Mit seinen zahlreichen Reportagen in französischen illustrierten Zeitungen, vor allem im legendären Magazin VU, schuf der Fotograf ein schillerndes Bild von Paris und der französischen Gesellschaft vor dem Zweiten Weltkrieg. Nach 1945 folgten Bildberichte aus den französischen Besatzungszonen in Deutschland und Österreich, bevor Gaston Paris weiter auf die Welt der Illusionen setzte und für das neue Genre der Fotoromane fotografierte. 

 

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Plakat „Gaston Paris: Die unersättliche Kamera“
Gestaltung: rem gGmbH, Foto: © Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Die Schau ist der Auftakt zu einer Kooperation mit dem Centre Pompidou Paris. Erstmals wird eine Ausstellung des weltweit renommierten Museums zuerst an einem anderen Ort gezeigt, bevor sie in Paris zu bewundern ist.

 

Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus C5, Mannheim

 

28.02.2019 - 23.03.2019
Ausstellung Leipzig . In der Leipziger Baumwollspinnerei wird unter dem Titel „Die Macht der Vervielfältigung“ eine Ausstellung " Die Macht der Vervielfältigung" des Goethe-Instituts Porto Alegre zu sehen. 28.2. bis 23.3.2019
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Die Macht der Vervielfältigung
Ausstellung Leipzig . In der Leipziger Baumwollspinnerei wird unter dem Titel „Die Macht der Vervielfältigung“ eine Ausstellung " Die Macht der Vervielfältigung" des Goethe-Instituts Porto Alegre zu sehen. 28.2. bis 23.3.2019

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Flavya Mutran / METAL MASTER: Cindy Sherman (1979), 2014/2015 / © Flavya Mutran

 

Von prä- zu postdigitaler reproduktiver Kunst, oder von Radierung über Xerox zu Augmented Reality in Südamerika und Deutschland“ zeigt das Goethe-Institut erstmalig 14 deutsche und brasilianische Künstlerinnen und Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung. Das Projekt verdeutlicht ganz konkret am Medium Grafik, wie Kunst politisch und gesellschaftlich relevante Fragen in Lateinamerika, aber auch in Deutschland historisch und heute zu stellen vermag. Nach Station in Porto Alegre eröffnet  die Ausstellung am 28. Februar 2019 in der Leipziger Baumwollspinnerei im Beisein des Präsidenten des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann, der Künstlerinnen und Künstler und des Kurators Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf.

 

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Marcelo Chardosim / Derrubada para Weingärtner, 2016 / © Marcelo Chardosim

 

In den 1950er Jahren gründete eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern in Rio Grande do Sul und seiner Landeshauptstadt Porto Alegre sogenannte Druckklubs, in denen sie gemeinsam arbeiteten und unterrichteten. Der Anspruch lautete: Kunst fürs Volk. Sie schufen damit eines der bis heute wichtigsten Zentren für reproduktive Kunst in Brasilien. Reproduktionen, Vervielfältigungen oder Kopien stellen den autoritären Originalitätsbegriff in Frage und dienen der massenmedialen Verbreitung, meist auch von Propaganda jedweder Art.

 

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Vera Chaves Barcellos / Epidermic Scapes, 1977/1982 Fotografie
copyright Arguivo da FVCB (Fundaciò Vera Chaves Barcellos)

 

 

So bietet die ehemalige Fotojournalistin Flavya Mutran, auf die Beziehung zwischen Fotografie und Objekt setzend, eine weitreichende Reflexion über die Technologie als sozialem Phänomen an. Eine politisch radikale Dimension eröffnen die Arbeiten der Künstler Xadalu und Marcelo Chardosim, die Kopie und Siebdruck als Medien des Protestes einsetzen – Xadalu unter anderem gegen die Zerstörung der indigenen Kulturen in Rio Grande do Sul und Marcelo Chardosim gegen die Zerstörung des öffentlichen Raums in Brasilien.

Leipziger Baumwollspinnerei Halle 12, Spinnerei 7, Leipzig

21.02.2019 - 14.04.2019
Ausstellung Bonn . In der Ausstellung der Videonale.17 – Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen unter dem thematischen Fokus Refracted Realities(Gebrochene Wirklichkeiten) werden im Kunstmuseum Bonn insgesamt 29 künstlerische Positionen präsentiert, die aus über 1.100 Einsendungen aus 66 Ländern von einer internationalen Jury ausgewählt wurden. 21. Februar bis 14. April 2019.
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Videonale – Refracted Realities
Ausstellung Bonn . In der Ausstellung der Videonale.17 – Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen unter dem thematischen Fokus Refracted Realities(Gebrochene Wirklichkeiten) werden im Kunstmuseum Bonn insgesamt 29 künstlerische Positionen präsentiert, die aus über 1.100 Einsendungen aus 66 Ländern von einer internationalen Jury ausgewählt wurden. 21. Februar bis 14. April 2019.

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Freedom of Movement copyright Fischer & elSani VG Bild-Kunst

 

Mit „Refraktion" wird die Brechung von Lichtwellen bezeichnet, wenn Licht von einem Medium auf ein anderes übergeht: Durch die Brechung verändert sich die Wahrnehmung dessen, was durch das Licht sichtbar gemacht wird. Das Wissen um das Phänomen der Refraktion fordert uns auf, Ausgangs- und Endpunkt unserer Wahrnehmung mit der Realität abzugleichen, unseren Blick zu korrigieren und das Objekt der Anschauung klar zu fokussieren. „Refraktion" im übertragenen Sinne meint also ein kritisches Reflektieren über die Mittel und Wege der Sichtbarmachung und folglich die Option einer Reartikulation unserer Sicht auf die Dinge, wie sie sind, waren oder vermeintlich immer schon gewesen sind.

 

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The Last Head & the Bird copyright Sorab Hura

 

In dem Bewusstsein einer immer komplexeren und widersprüchlicheren Verfasstheit von Wirklichkeit, die sich darüber hinaus immer weniger durch Einschluss von, sondern immer mehr durch Abgrenzung zu anderen Realitätskonzepten definiert, entstand das Thema der diesjährigen Videonale - Refracted Realities.

 

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Maskirovka copyright Tobias Zielony

 

Die gezeigten Arbeiten fragen danach, welche Möglichkeiten die Medien im Allgemeinen und die künstlerischen Medien im Besondern haben, um sich kritisch mit der eigenen Rolle für die Bildung von Meinung und Öffentlichkeit auseinanderzusetzen. Welche künstlerischen Strategien werden aktuell entwickelt, um alternative Blicke zu ermöglichen und neue Perspektiven zu integrieren?

Zur Eröffnung am Mittwoch, 20. Februar um 20.00 Uhr wird eine herausragende künstlerische Arbeit aus dem Wettbewerb mit dem mit 5.000 Euro dotierten Videonale Preis der fluentum collection ausgezeichnet.

Die Ausstellung zur Videonale.17 wird begleitet durch ein umfangreiches Festivalprogramm (21. – 24.2.2019) mit Künstlergesprächen, Vorträgen, Performances, Diskussionsrunden, Führungen, Workshops und Vermittlungsprogrammen im Kunstmuseum Bonn sowie im Künstlerforum Bonn. Mit Beiträgen von u.a. Erika Balsom, Zach Blas, Wibke von Bonin, Zabet Patterson, Ubermorgen.

 

Kunstmuseum Bonn ,Friedrich-Ebert-Allee 2, Bonn

 

 

20.02.2019 - 12.05.2019
Ausstellung München . Schon als Kind übt der Spiegel auf Jim Dine,1935 in Cincinnati, Ohio geboren, eine eigene Faszination aus. Diese wird zur Grundlage für eine intensive Beschäftigung mit dem Selbstporträt als einem immer wiederkehrenden Motiv. Im Kunstfoyer der Versicherungskammer kann man Jim Dines spannendes Werk bewundern ebenso wie eine monumentale Kopf-Skulptur in der städtischen Grünanlage vor dem Gebäude der Versicherungskammer Bayern, 20.2. bis 12.5.2019
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Jim Dine. I never look away
Ausstellung München . Schon als Kind übt der Spiegel auf Jim Dine,1935 in Cincinnati, Ohio geboren, eine eigene Faszination aus. Diese wird zur Grundlage für eine intensive Beschäftigung mit dem Selbstporträt als einem immer wiederkehrenden Motiv. Im Kunstfoyer der Versicherungskammer kann man Jim Dines spannendes Werk bewundern ebenso wie eine monumentale Kopf-Skulptur in der städtischen Grünanlage vor dem Gebäude der Versicherungskammer Bayern, 20.2. bis 12.5.2019

FP Das Damebrett

Das Damebrett, 1959 copyright Jim Dine

 

Nach seinem Kunststudium in Ohio, währenddessen er viele druckgrafische Techniken kennenlernt, übersiedelt er 1958 nach New York und wird rasch Teil der damals so innova- tiven und dynamischen Kunstwelt. Seine gegenständlichen Motive wie Bademäntel, Herzen, Werkzeuge oder Stiefel sind vor allem als Platzhalter seiner selbst zu interpretieren, als Vokabular seiner Gefühle, wie Dine es selbst erklärt. Diese – oberflächlich betrachtet – gegenstandsbezogene Kunst führte dazu, dass er missverständlicherweise mit Andy Warhol, Wayne Thiebaud und Roy Lichtenstein zu den Mitbegründern der amerikanischen Pop Art der 1960er-Jahre gezählt wurde, wodurch die zutiefst subjektive Dimension seiner Kunst zunächst verstellt war.

 

FP SelbstportrÑt mit MÅtze

© Jim Dine, Selbstporträt mit Mütze, 1991

 

Ab den 1970er-Jahren taucht das Selbstporträt wieder in seinen Arbeiten auf und bleibt bis heute als Motiv der künstlerischen Selbstreflexion ganz wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit, denn Dine beschäftigt schon immer das Subjektive, das Innerste. Fast zu jeder Zeit ist ein Selbstporträt in Arbeit. Erst gerade hat der Künstler in seinem Pariser Atelier vier neue Selbstporträts geschaffen, die Teil dieser Präsentation sind, wie auch die jüngste Arbeit mit dem Titel Ich in Apetlon, eine Lithografie, die in der burgenländischen Druckwerkstatt Chavanne & Pechmann entstanden ist.

 

FP Hard Times singend

© Jim Dine, Hard Times singend, 2009

 

Wenn ich an einem Spiegel oder einer reflektierenden Oberfläche vorbeigehe, werfe ich, aus welchem Winkel auch immer, einen gründlichen Blick auf mein Gesicht. Diese Gewohnheit stammt aus der Kindheit. Ich bin es, der mich selbst beobachtet, um in der Sekunde, in der ich mich selbst im Spiegelbild wahrnehme, das sogenannte Selbstporträt zu revidieren, zu formen. Ich kann dann ohne Kreide oder Stift im Kopf korrigieren, eine versehentliche Linie ausradieren und spüre auch das psychologische Moment, wenn mein Gesicht so aussieht, als hätte ich es noch nie zuvor gesehen. Ich sehe nie weg. (Jim Dine, Paris 2016)

 Die Ausstellung wurde organisiert in Kooperation mit der Albertina, Wien.

Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung, Maximilianstraße 53, München

18.02.2019 - 30.04.2019
Ausstellung Wien . Die Ausstellung „Unwägbarkeiten“ mit Werken von Gabriela Morawetz findet im Rahmen von Foto Wien und in Kooperation mit dem Polnischen Kulturinstitut in der Wiener Anzenberger Galerie statt.18. Februar bis 30. April 2019
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Gabriela Morawetz: Unwägbarkeiten
Ausstellung Wien . Die Ausstellung „Unwägbarkeiten“ mit Werken von Gabriela Morawetz findet im Rahmen von Foto Wien und in Kooperation mit dem Polnischen Kulturinstitut in der Wiener Anzenberger Galerie statt.18. Februar bis 30. April 2019

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Reproduktionen können Gabriela Morawetzs Werken nicht gerecht werden. Obwohl es fotografische Arbeiten sind, wirken sie mehr wie dreidimensionale Objekte. Es sind komplexe Kunstwerke auf Leinwand, Glas und Metall, in denen Reflektionen mit Materie spielen.

Mit Morawetz tritt die Fotografie in eine neue Dimension ein. In Schwerelosigkeit, ohne Erdanziehungskraft zu arbeiten, erscheint wie eine Metapher für die Arbeitsweise der Künstlerin. Von der Realität losgelöst, von einer Idee komplett eingenommen, weitergetragen von einer grundlegenden Energie zu einem unbekannten Resultat.

 

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Ihre Erkundungen machen aus Morawetz eine Alchemistin, der es gelingt, die Magie des Materials und die Praxis des Experiments zu verbinden. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Studio und Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Morawetz nach dem Studium der Malerei, Skulptur und Radierung an der Akademie der Künste in Krakau. All diese Techniken sind wie Echos in ihrer Arbeit präsent.

Gabriela Morawetz  ist gebürtige Polin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Von 1975 bis 1983 lebte sie in Venezuela und seither in Frankreich.

 

Anzenberger Gallery, Absberggasse 27, Wien

15.02.2019 - 21.04.2019
Fotoausstellung Berlin. Die Ausstellung in der Kommunalen Galerie Berlin geht den Fragen auf den Grund:Gibt es eine Art Kurzzeit-Zuhause, wenn wir häufiger den Wohnort wechseln (müssen)? Wie definieren wir den Begriff „Zuhause“, für uns selbst oder öffentlich? Gibt es überhaupt das eine Zuhause-Gefühl? Gezeigt werden Arbeiten der Preisträger und ausgewählter Shortlist-Kandidaten des Vonovia Award für Fotografie 2018. 15. Februar – 21. April 2019
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„Zuhause“
Fotoausstellung Berlin. Die Ausstellung in der Kommunalen Galerie Berlin geht den Fragen auf den Grund:Gibt es eine Art Kurzzeit-Zuhause, wenn wir häufiger den Wohnort wechseln (müssen)? Wie definieren wir den Begriff „Zuhause“, für uns selbst oder öffentlich? Gibt es überhaupt das eine Zuhause-Gefühl? Gezeigt werden Arbeiten der Preisträger und ausgewählter Shortlist-Kandidaten des Vonovia Award für Fotografie 2018. 15. Februar – 21. April 2019

© Vonovia Award für Fotografie 2018, Norman Hoppenheit (1. Preis Kategorie „Beste Fotoserie“), Dreesch, 2016_17, Foto Norman Hoppenheit (1)

1. Preis Kategorie „Beste Fotoserie“,  Foto Norman Hoppenheit

 

Völlig unterschiedliche Ansätze zeigen, dass „Zuhause“ Vieles sein kann, vor allem ein Gefühl, und nicht zwangsläufig an einen Ort gebunden ist.Der Vonovia Award für Fotografie kürt jährlich etablierte Fotograf, die sich auf konzeptionelle, dokumentarische, journalistische oder künstlerische Weise mit dem Thema „Zuhause“ auseinandersetzen. Aus 33 Shortlist-Kandidaten wurden vier PreisträgerInnen ausgewählt, die nun mit ihren vollständigen Serien zunächst in Berlin (15. Februar – 21. April, Kommunale Galerie Berlin) und anschließend in Bochum (25. Mai – 25. August, Kunstmuseum Bochum) gezeigt werden. Auch ausgewählte Arbeiten aus der Shortlist werden präsentiert, um die Diversität des Themas und seiner Interpretationen aufzuzeigen.

Das Preisgeld von 42.000 Euro wird jährlich aufgeteilt auf drei Hauptpreise für professionelle Fotografen und Künstlern, die mit dem Medium Fotografie arbeiten, sowie einen Nachwuchspreis für junge Fotografen unter 26 Jahren (1. Preis 15.000 Euro, 2. Preis 12.000 Euro, 3. Preis 10.000 Euro und Nachwuchspreis 5.000 Euro).

 

© Vonovia Award für Fotografie 2018, Norman Hoppenheit (1. Preis Kategorie „Beste Fotoserie“), Dreesch, 2016_17, Foto Norman Hoppenheit (3)

1. Preis Kategorie „Beste Fotoserie“, Dreesch, 2016-17, Foto Norman Hoppenheit

 

Der 1. Preis der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ ging an den freien Fotografen Norman Hoppenheit (geb. 1984) für seine Serie Dreesch, 2016/17, eine Plattenbausiedlung in Schwerin, in der er aufwuchs. „Hoppenheit geht mit seiner Serie der Frage nach, was von unseren Erinnerungen übrig bleibt. Wie ist es, wenn man nach Jahren an den Ort zurückkehrt, der einmal ein Zuhause war.“(Ute Mahler, Jurymitglied)

 

© Vonovia Award für Fotografie 2018, Paula Markert (2. Preis Kategorie „Beste Fotoserie“), Ring Halqa, 2018, Foto Paula Markert (1)

2. Preis Kategorie „Beste Fotoserie“© Vonovia Award für Fotografie 2018, Paula Markert Ring/Halqa, 2018, 
Foto Paula Markert

 

Mit dem 2. Preis in der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ wurde Paula Markert ausgezeichnet (geb. 1982), die als freischaffende Dokumentarfotografin in Hamburg tätig ist. Ihre neue Arbeit Ring/Halqa, 2018, ist Steilshoop gewidmet, einem Stadtteil im Norden Hamburgs, der 1969 für über 20.000 Menschen erbaut wurde.

 

© Vonovia Award für Fotografie 2018, Lara Wilde (3. Preis Kategorie „Beste Fotoserie“), Exposed Landscapes, 2016-18, Foto Lara Wilde (2)

3. Preis Kategorie „Beste Fotoserie“ © Vonovia Award für Fotografie 2018,
Lara Wilde, Exposed Landscapes, 2016-18, Foto Lara Wild
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Der 3. Preis in der Hauptkategorie „Beste Fotoserie“ ging an die freiberufliche Berliner Fotografin und Regisseurin Lara Wilde (geb. 1988). Ausgezeichnet wurde sie für ihre Serie Exposed Landscapes, 2016-2018, die einen Einblick in den Privatraum der Protagonisten gibt. 

 

© Vonovia Award für Fotografie 2018, Nanna Heitmann (Preisträger „Beste Nachwuchsarbeit“), Weg vom Fenster – Das Ende einer Ära, 2017, Foto Nanna Heitmann (2)

 

Preisträger „Beste Nachwuchsarbeit“ © Vonovia Award für Fotografie 2018, Nanna Heitmann,
Weg vom Fenster – Das Ende einer Ära, 2017, Foto Nanna Heitmann

 

In der Kategorie „Beste Nachwuchsarbeit“ setzte sich Nanna Heitmann (geb. 1995) mit ihrer Serie Weg vom Fenster – Das Ende einer Ära, 2017, gegen sieben Finalisten durch. Ihre Fotostrecke beschäftigt sich mit der Schließung der Zeche Prosper Haniel 2018. Sie war die letzte, noch aktive Zeche im Ruhrgebiet.

 

 

Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176

 

 

15.02.2019 - 30.06.2019
Fotoausstellung Thiemsburg .  In einer Sonderausstellung zeigt das Nationalparkzentrum Thiemsburg im Thüringer Nationalpark Hainich Fotografien des bekannten Naturfotografen Norbert Rosing unter dem Titel „Mein wildes Deutschland“. 15.2. bis 30.6.2019
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Norbert Rosing – Mein wildes Deutschland
Fotoausstellung Thiemsburg .  In einer Sonderausstellung zeigt das Nationalparkzentrum Thiemsburg im Thüringer Nationalpark Hainich Fotografien des bekannten Naturfotografen Norbert Rosing unter dem Titel „Mein wildes Deutschland“. 15.2. bis 30.6.2019

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Die Besucher erwarten  in der Ausstellung spektakuläre Schwarz-Weiß-Naturaufnahmen aus den schönsten Wildnisgebieten Deutschlands. Als besonderes Zuckerl wird Norbert Rosing persönlich bei der Eröffnung am 15. Februar 2019 um 15 Uhr anwesend sein wird, in die Ausstellung einführen, durch die Ausstellung begleitet und im Anschluss noch zum Bücher signieren zur Verfügung stehen.

Norbert Rosing ist seit vielen Jahren als Tier- und Naturfotograf weltweit unterwegs und hat dabei viele internationale Auszeichnungen erhalten. Seine Bücher „Wildes Deutschland – Bilder einzigartiger Naturschätze“ und „Deutschlands wilde Wälder – Eine Liebeserklärung“ zeigen unser Land und unsere Wälder, wie sie kaum jemand kennt. Natürlich auch immer wieder von ihm gern besucht und fotografiert: der Nationalpark Hainich! Norbert Rosings Buch zur Ausstellung heißt „Wildnis“ und zeigt eine Auswahl der schönsten Naturaufnahmen.

 

Adresse 9947 Schönstedt OT Alterstedt/Thiemsburg

 

 

 

 

 

 

15.02.2019 - 21.04.2019
Fotoausstellung Berlin . Der Freiraum für Fotografie zeigt die bewegende Ausstellung „Crazy – Leben mit psychischen Erkrankungen“. Präsentiert werden die Arbeiten von den fünf Fotografen Laia Abril (Spanien), Sibylle Fendt (Deutschland), Nora Klein (Deutschland), Louis Quail (UK) und Melissa Spitz (USA). 15. Februar bis 21. April 2019
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Crazy
Fotoausstellung Berlin . Der Freiraum für Fotografie zeigt die bewegende Ausstellung „Crazy – Leben mit psychischen Erkrankungen“. Präsentiert werden die Arbeiten von den fünf Fotografen Laia Abril (Spanien), Sibylle Fendt (Deutschland), Nora Klein (Deutschland), Louis Quail (UK) und Melissa Spitz (USA). 15. Februar bis 21. April 2019

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copyright Laia Abril

 

Jeder vierte von uns wird im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung leiden. Am häufigsten treten Angstzustände, Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen auf. Für die knapp 18 Millionen Betroffenen und ihr soziales Umfeld hat dies oft massive Einschränkungen in allen Lebensbereichen zur Folge.


Obwohl psychische Erkrankungen einen Großteil der Bevölkerung betreffen, sind sie oftmals mit Stigmata behaftet und werden tabuisiert. Über das Leben mit psychischen Erkrankungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen gibt es unklare Vorstellungen; individuelle Krankheitsbilder verunsichern Außenstehende. So gelingt es kaum, Betroffenen in ihrer Welt nahe zu kommen. Die fünf international renommierten Fotografen haben sich aus ganz persönlichen Gründen mit dem Thema auseinandergesetzt.
The Epilogue der spanischen Fotografin Laia Abril erzählt die Geschichte der Familie Robinson, die ihre jüngste Tochter durch Bulimie verlor. Das gleichnamige Buch wurde für den Paris Photo – Aperture Foundation PhotoBook Award 2014 nominiert.

 

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copyright Sibylle Fendt

 

In Gärtners Reise dokumentiert die Fotografin Sibylle Fendt die letzte Reise Lothar Gärtners und seiner an Demenz erkrankten Ehefrau Elke. Ihr Leben lang hatten sie als begeisterte Camper Europa im Wohnwagen bereist. Sibylle Fendt ist Mitglied der Agentur OSTKREUZ.

Nora Klein versucht in ihrer Serie Mal gut, mehr schlecht. die Erkrankung Depression in Bilder zu fassen. Der gleichnamige Bildband, erschienen im Hatje Cantz Verlag, war von der Stiftung Buchkunst für die Auszeichnung der Schönsten Deutschen Bücher 2017 nominiert.

 

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copyright Louis Quail 


Der Brite Louis Quail zeigt in seiner intimen fotografischen Annäherung Big Brother das Leben seines Bruders mit Schizophrenie. Die Serie ist mit dem Renaissance Photography Prize 2017 ausgezeichnet.


Die New Yorker Fotografin Melissa Spitz widmet ihre Arbeit You Have Nothing to Worry About dem Gefühlsleben ihrer schwer psychisch erkrankten Mutter. Melissa Spitz wurde vom TIME Magazine zur Instagram-Fotografin 2017 gewählt.

 

f3 freiraum für fotografie, Waldemarstraße 17, Berlin

 

09.02.2019 - 12.05.2019
Fotoausstellung Hannover . Mit einer Auswahl von etwa 200 Werken sowie zahlreichen Dokumenten aus dem Nachlass des als Otto Maximilian Umbehr 1902 in Düsseldorf geborenen Bauhaus Fotografen UMBO präsentiert das SprengelMuseum Hannover die erste große Retrospektive des Künstlers seit 24 Jahren. 9. Februar bis 12. Mai 2019
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Umbo. Fotograf
Fotoausstellung Hannover . Mit einer Auswahl von etwa 200 Werken sowie zahlreichen Dokumenten aus dem Nachlass des als Otto Maximilian Umbehr 1902 in Düsseldorf geborenen Bauhaus Fotografen UMBO präsentiert das SprengelMuseum Hannover die erste große Retrospektive des Künstlers seit 24 Jahren. 9. Februar bis 12. Mai 2019

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Ruth Landshoff
1927/28
Stiftung Bauhaus Dessau
copyrigh Phyllis Umbehr/Galerie Kicken Berlin/VG Bild-Kunst
Bonn, 2019
Foto:Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum
Hannnover

 


Mit seinem ungewöhnlichen Einfallsreichtum und seiner Experimentierfreude prägte UMBO die Fotografie des .,Neuen Sehens" in den 1920er-Jahren; Werke des Fotografen waren in allen bedeutenden Ausstellungen der Avantgarde seiner Zeit vertreten. UMBOs Atelier und Archiv wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach dem Ende des Krieges stand er- wie viele andere auch- vor einem Neuanfang.Erst in den 1 970er-Jahren wurde er in einer Einzelausstellung in der Spectrum Photogalerie im Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel, heute Sprengel Museum Hannover, vorgestellt. Dienun UM BO im Bauhausjahr 201 9 gewidmete Retrospektive ermöglicht es, einen der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts und eine vielschichtige Künstlerbiografie neu zu entdecken. Sie feiert zudem die Erwerbung des Nachlasses UMBO, die 2016 gemeinsam mit den Partnerinstitutionen Berlinische Galerie- Landesmuseum für Fotografie und Architektur und Stiftung Bauhaus Dessau dank der Unterstützung za hlreicher Partner möglich wurde.

 

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ohne Titel (Selbstporträt)
um 1955
Sprengel Museum Hannover, 2016
erworben von Phyllis Umbehr copyright Phyllis Umbehr /Galerie Kicken, Berlin
VG Bild-kunst, Bonn, 2019
Foto:Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum
Hannnover

 

 

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Ruth Maske
1927/1978
Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst,
Photographie und Architektur, Berlin
copyrigh Phyllis Umbehr/Galerie Kicken Berlin/VG Bild-Kunst
Bonn, 2019
Foto:Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum
Hannnover

 

 

DER FOTOGRAF
UMBO- dieser Name steht spätestens seit der von Herbert Molderings 1 995 eingerichteten Retrospektive dieses Künstlers als Synonym für eine Art ,Urknall' der modernen Fotografie Mitte der 1920er-Jahre. Otto Maximilian Umbeh r wurde 1 9 02 a I szweites v o n zehn Kindern eines Bau i ngen ieu rs und einer Lehrerin in Dusseldorf geboren. Er gilt unter dem Namen UMBO als Erfinder des Bildes der Neuen Frau, des neuen Bildes der Straße und der fotograf ischen Reportage schlechthin. Sein Name steht fu r denjugendbewegten Aufbruch der Wandervögel a u s der WiI helmi nischen Ära insfr ühe Bau haus. Er steht auch fu r die in den 192 Oer- Jahren vor allem durch osteu rapa isehe lmmigrant*innen befl ugelte Medienmetropole Berlin, für eine sich rasant entwickelnde Fil m-, Musik-, Theater- und Kleinkunstszene, fur Blicke in die Hinterhöfe und Wohnkuchen überquellender Mietskasernen.


Anlässlich der Ausstellung erscheint die Publikation UMBO. FOTOGRAF, herausgegeben von Inka Schube, 336 Seiten, ca. 2 30 Abbildungen undTexten von U mbo, Michael Glasmeier, Stella Jaeger, Anthea Kennedy & Ian Wiblin, Angela Lammert, Annel ie Lütgens, Sabrina Mandan ici, Patrick Rössler, Inka Schube, Bernd Stieg!er, Christoph Wagner und Georg Wiesing-Brandesca. 230 Abbildungen, Snoeck, 48,- Euro.


Sprengel Museum, Kurt Schwitters Platz, Hannover

02.02.2019 - 27.04.2019
Fotoausstellung Berlin – „Women on View Die Ästhetik des Begehrens in der Werbung“ ist das Thema der Ausstellung in den Räumen der Chaussee 36. Die Gruppenausstellung Women on View zeigt die Erotisierend des weiblichen Körpers in der Werbefotografie mit den Werken von namhaften wie Horst P. Horst, Erwin Blumenfeld, Helmut Newton, Peter Lindbergh, Herb Ritts, Irving Penn und Jeanloup Sieff.
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Women on View
Fotoausstellung Berlin – „Women on View Die Ästhetik des Begehrens in der Werbung“ ist das Thema der Ausstellung in den Räumen der Chaussee 36. Die Gruppenausstellung Women on View zeigt die Erotisierend des weiblichen Körpers in der Werbefotografie mit den Werken von namhaften wie Horst P. Horst, Erwin Blumenfeld, Helmut Newton, Peter Lindbergh, Herb Ritts, Irving Penn und Jeanloup Sieff.

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Hervé Plumet: Campaign for AUDI 2003, courtesy und ©  the artist

 

Die Abbildung des unbekleideten, idealen Menschen unterliegt in der westlichen Kunst einer langen Tradition. Doch erst die Moderne löste Nacktheit aus ihrem religiösen oder allegorischen Kontext heraus und zeigte sie offen und natürlich, auch in Verbindung mit Eros. Heute gehören nackte Körper, vor allem von Frauen, zur medialen Dauerware, sind aus der Werbebranche nicht wegzudenken.

 

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Ellen von Unwerth: Happy Socks Campaign, Los Angeles, 2015 courtesy the artist

 

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Guy Bourdin, French Vogue, Jnauar 1980, The Guy Bourdin Estate, 2018,
courrtesy Louis Alexander Gallery and Chaussee 36

 

Von Anfang an inszenierte die Werbeindustrie den weiblichen Körper zur besseren Vermarktung von Produkten, während sie männliche Nacktheit noch bis ins späte 20. Jahrhundert kaum beachtet ließ. Modelle verkörpern demnach das Idealbild westlicher, weiblicher Schönheit. Und doch widersetzten sie sich über Jahrzehnte hinweg einem einheitlichen Kanon, was auf die charakteristische Entwicklung der Präsentation von Frauenfiguren zurückzuführen ist. Besonders in Bildern der Mode- und Werbefotografie kannLifestyles konstatiert werden.

Die Gruppenausstellung Women on Viewthematisiert die Erotisierung des weiblichen Körpers in der Werbefotografie – angefangen bei der frühen Produktreklame der 1940er Jahre, über die Ära der Hyper-Erotisierung der Frau in den 1990er Jahren hin zu zeitgenössischen Positionen in der Werbefotografie. Präsentiert werden legendäre Plakate und Fotografien von namhaften Künstlern wie Horst P. Horst, Erwin Blumenfeld, Helmut Newton, Peter Lindbergh, Herb Ritts, Irving Penn undJeanloup Sieff, um nur einige zu nennen. Einerseits zeigt die Ausstellung verschiedene Darstellungsweisen der Frau in der Werbung auf. Andererseits hinterfragt sie die wechselseitigen Einflüsse der modischen und kommerziellen Fotografie bei der Schaffung ästhetischer Standards.

 

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Franco Rubartelli, Veruschka, Safari dress by Yves Saint Laurent, 1968,
courtesy Ira Stehmann Fine Art

 

Darüber hinaus verweist die Ausstellung auf den soziokulturellen Einfluss von Werbung. Diese ist ein Spiegelbild gesellschaftlicher Einstellungen und beeinflusst als Ab- und Vorbild gängige Rollenbilder und Vorstellungen von Schönheit. In unserer gegenwärtig mediendominierten Welt wird die Verbreitung von genormten Attraktivitätsvorstellungen und Schönheitsidealen zunehmend begünstigt. So führte die Nutzung einer Bildsprache, in der weibliche Modelle signifikant aufreizend und provokativ gezeigt wurden, in der Vergangenheit zu einer zunehmenden Sexualisierung in der Öffentlichkeit. Ist die Darstellung von Frauen heute immer noch ein Zeugnis der Begierde in unserem gesellschaftlichen Streben nach den Idealen menschlicher Vollkommenheit? Oder ist diese Form des Begehrens bereits im Wandel begriffen?

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation (dt.-engl.) mit einem Vorwort des Kurators der Helmut Newton Stiftung Matthias Harder, Texten der Soziologin Esther Loubradou sowie zahlreichen Abbildungen von historischen Werbefotografien.

 

Chaussee 36, Chausseestraße 36, Berlin

02.02.2019 - 06.04.2019
Fotoausstellung Greifswald . Maurizio Sapia stößt mit seinen Arbeiten an die Grenze zwischen Fotografie und Malerei und hat einen Stil mit hohem Wiedererkennungswert entwickelt. Die Galerie STP zeigt seine interessanten Arbeiten vom 2.2.-6.4.2019.
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Maurizio Sapia – On the Edge
Fotoausstellung Greifswald . Maurizio Sapia stößt mit seinen Arbeiten an die Grenze zwischen Fotografie und Malerei und hat einen Stil mit hohem Wiedererkennungswert entwickelt. Die Galerie STP zeigt seine interessanten Arbeiten vom 2.2.-6.4.2019.

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Zero Gravitiy, 2017

 

Maurizio Sapia wurde 1966 in Sanremo (Italien) geboren. Nach dem Abitur und am Ende seiner Karriere als Radfahrer zog er im Alter von 21 Jahren nach Mailand. Hier, fasziniert von der großen Kreativität in der Welt der Mode, absolvierte er Fotokurse am IED (European Design Institute). Er begann zunächst als Assistent und dann als Fotograf in einem Studio in Mailand zu arbeiten, wobei er sich auf den Bereich Stilllebenfotografie spezialisierte.

 

Maurizio Sapia_RESISTANCE, 2017

Resistance, 2017

 

Nach mehreren Jahren, 2001, gründete er mit drei Partnern das Studio h2o, wo er bis heute mit verschiedenen Modemagazinen und Werbeagenturen zusammenarbeitet. Er ist außerdem Teil einer Gruppe von Direktoren, IT-Technikern und Videoproduzenten, die sich zusammengeschlossen haben, um 3D-Videoaufzeichnungstechniken zu entwickeln.

 

Maurizio Sapia_FRACTURE, 2016

Fracture, 2016

 

In den letzten fünfzehn Jahren hat er durch das Medium Fotografie seine ganz persönliche Ausdrucksweise gesucht, frei von den Regeln der kommerziellen Fotografie. Zunächst durch den Einsatz traditioneller Fotografie und zunehmend durch die Nutzung von digitaler Bildbearbeitung und Videotechniken, hat er Gebiete erkundet, die an die Grenze zwischen Fotografie und Malerei stoßen. Er entwickelte einen sehr persönlichen Stil mit hohem Wiedererkennungswert.

 

Maurizio Sapia_BORDERS 2, 2018

Borders 2018

 

Durch Kombination klassischer Fotografie und intensiver Bildbearbeitung kreiert er digitale Collagen von intensiver Farbigkeit. Seine hundertfachen Selbstinszenierungen werden dabei zum Grundbaustein surrealer Formen mit dreidimensionaler Wirkung. Thematisch greift er gesellschaftliche, politische und persönliche Themen auf. Seine Erfahrung im Bereich der digitalen Umgebungen erweiterte sein Interesse schließlich auch auf interaktive Installationen. Er lebt und arbeitet in Mailand.

 

Galerie STP, Mühlenstraße 20, Greifswald

 

 

 

01.02.2019 - 12.05.2019
Fotoausstellung Berlin . Das Deutschen Historischen Museum zeigt die Ausstellung „Das exotische Land. Fotoreportagen von Stefan Moses“. Anhand von 250 Fotografien sowie Zeitschriften und Büchern zeichnet die Ausstellung Moses‘ Weg vom umtriebigen Fotoreporter zu einem der wichtigsten Porträtfotografen und Chronisten der Bundesrepublik nach. 1. Februar bis 12. Mai 2019
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Stefan Moses – Das exotische Land
Fotoausstellung Berlin . Das Deutschen Historischen Museum zeigt die Ausstellung „Das exotische Land. Fotoreportagen von Stefan Moses“. Anhand von 250 Fotografien sowie Zeitschriften und Büchern zeichnet die Ausstellung Moses‘ Weg vom umtriebigen Fotoreporter zu einem der wichtigsten Porträtfotografen und Chronisten der Bundesrepublik nach. 1. Februar bis 12. Mai 2019

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Frauen unter Trockenhauben im Friseursalon
Stefan Moses, undatiert
© Elsa Bechteler-Moses

 

 

Stefan Moses (1928-2018) zählt zu den großen Fotografen der Bundesrepublik. Seine Aufnahmen von Angehörigen verschiedenster Berufsgruppen – stets im Freien vor einem grauen Tuch entstanden – machten ihn Anfang der 1960er Jahre zu einem der gefragtesten Porträtfotografen Deutschlands. Weniger bekannt ist dagegen sein Frühwerk: Fotoreportagen, für die Moses seit 1950, meist im Auftrag illustrierter Zeitschriften des Münchner Kindler-Verlages, durch Deutschland, Europa und Übersee reiste. 1960 wechselte Moses zur führenden deutschen Illustrierten „Stern“, die für ihre aufwendigen Fotoreportagen die besten Fotografen Deutschlands engagierte. Stefan Moses reiste für das Magazin unter anderem nach Israel, Großbritannien und Chile. Immer wieder aber berichtete er mit großem soziologischem Gespür und einer unverkennbaren fotografischen Handschrift auch aus dem „exotischen“ Land Deutschland – einem Land, das sich nach Terror und Krieg mit Wiederaufbau und Wirtschaftswunder neu erfinden wollte.

 

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Rollmopspackerin
Stefan Moses, 1962, 1964
© Elsa Bechteler-Moses

 

Anlässlich seines ersten Todestags am 3. Februar 2019 zeigt die Ausstellung erstmals frühe und heute weitgehend unbekannte Fotoreportagen und Bildessays aus dem Nachlass Moses‘ neben einer Auswahl aus seinen berühmten Porträtserien „Deutsche“ und „Emigranten“ aus der Sammlung des Deutschen Historischen Museums. Politische Momentaufnahmen, gesellschaftliche Beobachtungen und humorvolle Alltagsimpressionen verdichten sich dabei zu einem Porträt der jüngeren deutschen und internationalen Zeitgeschichte. Gemeinsam ist ihnen Moses‘ ironisch-distanzierter, aber nie denunzierender Blick auf die Menschen und die gesellschaftlichen Verhältnisse. Deutschland und die Deutschen blieben dabei bis zuletzt sein Lebensthema. „Für mich ist Deutschland genau so exotisch wie Afghanistan oder Paraguay, überall unerforschte Gebiete“, begründete Stefan Moses einmal seine Jahrzehnte andauernden fotografischen Erkundungen.

 

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Schaulustige warten auf den Ausritt der Queen
Stefan Moses, 1962
© Elsa Bechteler-Moses

 

Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, Berlin

 

 

01.02.2019 - 06.04.2019
Fotoausstellung Salzburg . In einer abwechslungsreichen, poetischen und spannenden Ausstellung zeigt die Leica Galerie in Salzburg Bilder des italienischen Fotografen Emanuele Scorcelletti. Vom 1. Februar bis 6. April 2019
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Das Glück der Erde
Fotoausstellung Salzburg . In einer abwechslungsreichen, poetischen und spannenden Ausstellung zeigt die Leica Galerie in Salzburg Bilder des italienischen Fotografen Emanuele Scorcelletti. Vom 1. Februar bis 6. April 2019

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In „Das Glück der Erde...“ von Emanuele Scorcelletti treffen mehrere Welten aufeinander: der sagenhafte Wald von Brocéliande mit seinen majestätischen Pferden, die Welt der Promis - des Glanz und Glamours – sowohl hinter den Kulissen als auch auf dem Red Carpet und nicht zu vergessen die unendliche Kreativität des Künstlers, die er in Bereichen der Street- und Portrait-Photographie unter Beweis stellt.

Bekannte Sujets, die man nur allzu oft gesehen hat, werden von ihm neu interpretiert und mit viel Fantasie gekonnt in Szene gesetzt.

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Bei ihm geht es um Themen die auf den ersten Blick nicht gegensätzlicher sein könnten, doch vor der Kamera des Fotografen fließen sie auf natürliche Weise ineinander und werden eins- Eine unerwartete Liaison mit der unverwechselbaren Handschrift des Künstlers.
Promis wie Charlize Theron, Keira Knightley, Emma Watson, Vanessa Paradis, Scarlett Johansson, Penélope Cruz, Karl Lagerfeld, Mick Jagger, Jack Nicholson und zahlreiche mehr befinden sich ebenfalls in seinem Repertoire!

 

 

Emanuele Scorcelletti, geboren 1964 in Luxemburg, ist ein italienischer Fotograf und Fotojournalist. 2003 gewann er den World Press Photo Award mit einer Fotografie von Sharon Stone, die sich gekonnt zwischen hunderten Fotografen in Szene setzt. Er lebt und arbeitet u.a. in Paris.

30.01.2019 - 10.06.2019
Ausstellung Hannover . Louisa Clement beschäftigt sich in Fotografien, Videos, Wandarbeiten, Skulpturen und neuen VR-Arbeiten mit dem Gefühl einer Irritation in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit. Mit ihrer jüngsten Arbeit „Aporias“ (2019) überträgt Louisa Clement ihre fotografische Arbeit in den virtuellen Raum. Die Ausstellung wurde vom Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit dem Ludwig Forum Aachen konzipiert.
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Louisa Clement - Remonte Control
Ausstellung Hannover . Louisa Clement beschäftigt sich in Fotografien, Videos, Wandarbeiten, Skulpturen und neuen VR-Arbeiten mit dem Gefühl einer Irritation in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit. Mit ihrer jüngsten Arbeit „Aporias“ (2019) überträgt Louisa Clement ihre fotografische Arbeit in den virtuellen Raum. Die Ausstellung wurde vom Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit dem Ludwig Forum Aachen konzipiert.

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Louisa Clement - Avatar

 

Ausgangspunkt für die Arbeit der 1987 in Bonn geborene Künstlerin ist der Mensch in einem digitalen Zeitalter, in dem auch die Integrität des Körpers durch vehemente Eingriffe der Medizin und Technik zunehmend in Frage gestellt wird.

 

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Mit ihrer jüngsten Arbeit „Aporias“ (2019) überträgt Louisa Clement ihre fotografische Arbeit in den virtuellen Raum. Mithilfe von VR-Geräten schließen sich die Betrachter einer Gruppe von drei künstlichen digitalen Körpern an, die wie gesichtslose Mannequins anmuten, und können in Interaktion mit diesen treten. Als ein Beitrag zum aktuellen Diskurs über künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen wirft die Künstlerin mit „Aporias“ Fragen zum Potenzial von Computerprogrammierung und den Grenzen menschlicher Fähigkeiten auf.

 

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Louisa Clement - Not lost in You


 
Louisa Clement studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Kunstakademie Düsseldorf. Es ist die erste groß angelegte museale Einzelausstellung der Künstlerin, sie wird von einem umfangreichen Katalog begleitet.

 

Sprengel Museum, Kurt Schwitters Platz, Hannover 
 

27.01.2019 - 05.05.2019
Fotoausstellung Leverkusen . Schon immer gab es gerade im Rheinland eine reiche und intensive Beschäftigung mit dem Medium Fotografie. Die Ausstellung im Museum Morsbroich zeigt Werke von Künstler, die in den 1970er und 1980er Jahren geboren sind und während ihrer Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf oder an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert haben. 27. Januar bis 5. Mai 2019
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Next Generations – Aktuelle Fotografie made im Rheinland
Fotoausstellung Leverkusen . Schon immer gab es gerade im Rheinland eine reiche und intensive Beschäftigung mit dem Medium Fotografie. Die Ausstellung im Museum Morsbroich zeigt Werke von Künstler, die in den 1970er und 1980er Jahren geboren sind und während ihrer Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf oder an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert haben. 27. Januar bis 5. Mai 2019

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Louisa Clement
Avatar 29, 2016
Inkjet Print, 115 x 86 cm
Courtesy die Künstlerin und WENTRUP Gallery Berlin



Die Fotografie als wesentliches künstlerisches Ausdrucksmittel unserer Zeit erfährt auf Biennalen und Festivals, in Ausstellungsreihen und auf Symposien mehr denn je eine Befragung und Analyse ihrer momentanen Beschaffenheit. Hintergrund ist ein radikaler Wandel in Produktion, Gebrauchsweisen und Verbreitung des Mediums. Begleitet wird dies durch die stetig wachsende, Schwindel erregende Anzahl neuer Fotografien in der Welt. Massentechnisch produzierte Bilder werden geteilt und kopiert und im Zeitalter der digitalen Revolution als riesiges Bildvolumen immer fluider.

 

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Moritz Wegwerth
NEWS, 2018
Inkjet Print on Archival Paper, 153,4 x 230cm
Courtesy der Künstler
© 2019 VG Bild-Kunst, Bonn



Wie reagieren Künstler, die durch die „Fotografieschulen“ des Rheinlands geprägt sind, auf diese Entwicklungen? Welche Rolle spielen die künstlerischen Errungenschaften ihrer Lehrer für die heutige Bildproduktion? Welche Erkenntnisse hält die Fotografie noch bereit? Diese Fragen stellt sich die aktuelle Ausstellung Next Generations. Aktuelle Fotografie made im Rheinland.

Die Ausstellung setzt den Fokus auf den aktuellen Diskurs zur zeitgenössischen Bildproduktion und befragt das Medium Fotografie exemplarisch in achtzehn unterschiedlichen künstlerischen Statements.

Die „Fotografieschulen“ des Rheinlands waren und sind international prägend: Die Auseinander-setzung mit Fotografie als konzeptuelles Medium verbindet sich im Rheinland mit den Namen Bernd und Hilla Becher. Bernd Becher wurde 1976 als Professor für Fotografie an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Damit trat er nicht nur die erste Professur für Fotografie in Deutschland überhaupt an. Er legte vielmehr gemeinsam mit seiner Frau den Grundstein für eine bis heute anhaltende Tradition konzeptueller Fotografie: Die berühmte „Becher-Schule“ entstand. Aus ihr sind bis heute bekannte Künstler*innen wie Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth hervorgegangen. Thomas Ruff und Andreas Gursky kehrten als Professoren an die Kunstakademie zurück und führten – wie aktuell Christopher Williams – den Diskurs um das fotografische Medium weiter. Indem sie in ihren künstlerischen Prozessen die Grenzen des Mediums verschoben, erweiterten sie ganz grundlegend die Vorstellung davon, was Fotografie sein kann.
1990 wurde mit der Kunsthochschule für Medien in Köln und dem damals einzigen Diplom-studiengang „Audiovisuelle Medien“ ein völlig neuer, zukunftsweisender Ort künstlerischer Lehre und Praxis für die Fotografie geschaffen. Die Professur für Künstlerische Fotografie an der KHM
wurde 1994 mit Jürgen Klauke besetzt. Nach einer Vertretungsprofessur durch Boris Becker leitet Beate Gütschow seit 2011 die Klasse. Das konzeptuelle Arbeiten an der Erweiterung des Fotogra-fischen führte über ein medienreflexives und genreübergreifendes Experimentieren mitunter auch zur völligen Verwerfung der herkömmlichen Fotografie mit all ihren tradierten Zuschreibungen und Bildherstellungstechniken.
Die hier nachkommenden Generationen von Künstler wissen um die Flüchtigkeit von Bildern im Netz. Sie reflektieren ihre Überpräsenz in unserer alltäglichen Wahrnehmung ebenso wie die Bedingungen ihrer Konstruktion und Reproduktion als Hybride zwischen analogen und digitalen Herstellungstechniken. Vor der Folie der Fotografiegeschichte verabschieden sie die alte Vorstellung von Fotografie als Abbild der Realität und binden das einst so verlockende Wirklichkeitsversprechen als langsam verhallendes Echo in ihre künstlerischen Arbeiten ein. Sichtbar wird die Differenz zwischen Abbildung und Abgebildeten und damit indirekt auch das Making-Of: die Fotografie als konstruiertes Bild. Warum die Fotografie trotz dieser Einsichten nichts an visueller Überzeugungskraft eingebüßt hat, erzählt die Ausstellung anhand von achtzehn aktuellen künstlerischen Positionen, die das Medium Fotografie für zukünftige Gebrauchsweisen öffnen.

 

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Alexander Basile
plate #002, 2018
C-Print, 80 x 120 cm
Courtesy Alexander Basile

 

Die Künstler der Ausstellung: Alexander Basile, Johannes Bendzulla, Mia Boysen, Louisa Clement,
Natalie Czech, Owen Gump, Alwin Lay, Peter Miller, Anne Pöhlmann, Johannes Post,
Sebastian Riemer, Morgaine Schäfer, Berit Schneidereit, Shigeru Takato, Christoph Westermeier, Anna Vogel, Moritz Wegwerth und Matthias Wollgast.



Kuratorinnen der Ausstellung sind Heide Häusler und Stefanie Kreuzer.

 

Museum Morsbroich, Gustav-Heinemann-Str. 80, Leverkusen

25.01.2019 - 23.03.2019
Fotoausstellung Salzburg . Mit der Ausstellung Mark Steinmetz united states präsentiert die FOTOHOF galerie einen bemerkenswerten zeitgenössischen Fotografen aus den USA, dessen in 40 Jahren konsequenter und stoischer fotografischer Arbeit geschaffenes Werk viele KünstlerInnen - auch in Europa ? beeinflusst hat. Dennoch ist diese Werkschau, die Ausschnitte aus den wichtigsten Arbeitszyklen der letzten drei Jahrzehnten und Einblicke in alle bisher erschienenen 16 Fotobuch-Monografien zeigt, die erste Einzelausstellung des Künstlers in Österreich und zeugt von der Eigenstä ndigkeit und poetischen Kraft seiner Fotografie.
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Mark Steinmetz – united states
Fotoausstellung Salzburg . Mit der Ausstellung Mark Steinmetz united states präsentiert die FOTOHOF galerie einen bemerkenswerten zeitgenössischen Fotografen aus den USA, dessen in 40 Jahren konsequenter und stoischer fotografischer Arbeit geschaffenes Werk viele KünstlerInnen - auch in Europa ? beeinflusst hat. Dennoch ist diese Werkschau, die Ausschnitte aus den wichtigsten Arbeitszyklen der letzten drei Jahrzehnten und Einblicke in alle bisher erschienenen 16 Fotobuch-Monografien zeigt, die erste Einzelausstellung des Künstlers in Österreich und zeugt von der Eigenstä ndigkeit und poetischen Kraft seiner Fotografie.

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Mark Steimetz - Athens, Georgia, 1996

 

Steinmetz fasziniert als aufmerksamer Chronist. Seine Fotografien berichten ganz unaufdringlich vom amerikanischen Alltagsleben. Schauplatz der meisten Bilder ist der Dixie, die Südstaaten der USA mit ihrer schwülen Hitze, Gemächlichkeit und zusammengeschusterten Eleganz. Neugierde, Respekt und Zurückhaltung prägen die Begegnungen, die Steinmetz mit uns teilt. Seine Bilder erzählen von einer Welt jenseits einfacher politischer oder sozialer Zuschreibungen, die einen offenen Blick auf die US-amerikanische Gesellschaft oft verstellen. Mark Steinmetz bezeichnete seine Heimat einmal als ein "halbwüchsiges Land" und in diesem Sinne erhalten seine Fotografien, die oft von den Dilemmata der Jugend erzählen, eine hintergründigere und komplexere Ebene als viele vergleichbare Genrebilder.

 

 

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Mark Steinmetz . Camp Rockbrook, Hendersonville, North Carolina, 1996

 

Die szenischen Beobachtungen und Portraits von Mark Steinmetz besitzen eine intime Nähe, die sich gleichzeitig überraschend unaufdringlich anfühlt. Seine Arbeitsweise schafft eine Atmosphäre, die alle − den Fotografen, die Protagonisten und die Betrachter − in einen Zustand einer speziellen Verbundenheit führt, in der kein Raum für Posen bleibt.

Seine fotografischen Serien katalogisieren nahezu beiläufig all die Geldautomaten, Telefonzellen, Fastfood-Orte und Automobilien, die unsere Gegenwart in Raum und Zeit verflechten. Dennoch erscheint alles genauso losgelöst und Teil einer neuen, eigenen Fiktion.

 


Mark arbeitet geduldig in langfristigen und oft parallelen Projekten, die antizyklisch entstehen oder erscheinen. In Vorwärts-und Rückwärtsbewegungen zugleich formulieren sich diese zu Serien, die mit großem zeitlichen Abstand editiert und veröffentlicht werden. Anstatt in eine nostalgische Rückschau zu verfallen, erzählt Steinmetz von Sujets und Personen, die von aktueller Aufgeregtheit wie befreit wirken.

Sichtbar und abgeschlossen werden seine Projekte zuletzt in Buchform. Die Titel sind oft von einem Ort oder einer Region inspiriert und könnten thematisch auch Zeiträume einer Ära umfassen. In der southern trilogy beschreibt z.B. Greater Atlanta eine Atmosphäre, in der die unbeschwerte Euphorie der Benzin-hörigen Mobilität gebrochen scheint. Der Titel des ersten Teils, South Central, leitet sich von der Telefongesellschaft South Central Bell ab, die Knoxville verkabelte. Diese Serie erinnert an den sozioökonomischen Zustand der Region kurz vor der Digitalisierung des Alltags.

Diese Bilder kommen einem wie Szenen aus epischen Filmwerken vor und sie beschreiben pärzise und voller ehrlicher Faszination an den Menschen. Marks Fotografien erreichen einen sehr direkt, können Umstände und Zustände sichtbar machen und schaffen es gleichzeitig etwas Geheimnisvolles zu bewahren.

Mark Steinmetz ist bei der Vernissage am 24. Jänner anwesend und hält anschließend einen Workshop für angemeldete TeilnehmerInnen im FOTOHOF.

Die Ausstellung united states wurde 2017 in der Lothringer13 Halle und dem Amerikahaus in München erstmals gezeigt und von den Kuratoren Jörg Koopmann und Lene Harbo Pedersen mit Mark Steinmetz und dem FOTOHOF neu arrangiert.

Am 25. Jänner moderiert die Steinmetz-Spezialistin Giulia Zorzi (Micamera Milano) einen artist-talk mit Mark Steinmetz.

Mark Steinmetz, *1961; lebt und arbeitet in Athens, Georgia, USA.

Fotohof, Inge Morath-Platz 1-3, Salzburg

20.01.2019 - 31.03.2019
Fotoausstellung Erfurt . „Food for Your Eyes“ in der Kunsthalle Erfurt stellt vor wie internationale Food-Fotografie heute aussieht. Die Ausstellung ist aus dem von Foodfotografen Günter Beer ins Leben gerufene und organisierte „Food Photo Festival“ hervorgegangen. 20. Januar bis 31. März 2019
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Food For your Eyes
Fotoausstellung Erfurt . „Food for Your Eyes“ in der Kunsthalle Erfurt stellt vor wie internationale Food-Fotografie heute aussieht. Die Ausstellung ist aus dem von Foodfotografen Günter Beer ins Leben gerufene und organisierte „Food Photo Festival“ hervorgegangen. 20. Januar bis 31. März 2019

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Michael Crichton & Leigh MacMillan, Breakfast in America, © Michael Crichton

 

Längst ist die Modefotografie keine rein angewandt-kommerzielle Angelegenheit mehr. Künstler wie Jürgen Teller haben dem Genre eine unerwartet künstlerische Note verliehen, indem er die Standards verließ und höchst ungewöhnliche Perspektiven auf Models und Mode entwarf. 
Ähnliches gilt auch für einen anderen Bereich der angewandten Fotografie: das Fotografieren von Speisen und deren Zutaten für die Werbung, für Kochbücher etc. Auch hier hat die Zahl der Fotografen und Fotografinnen zugenommen, die sich an künstlerischen Bildlösungen orientieren und auf unerwartete Ansichten von Lebensmitteln und ihrer Verarbeitung setzen.

 

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Carmen Troesser, The Thaw, ©Carmen Troesser , Food Photo Festival Award 2017

 

Weltweit das einzige seiner Art ist das „Food Photo Festival“ in Vejle, Dänemark. Das von dem deutschen Foodfotografen Günter Beer ins Leben gerufene und organisierte „Food Photo Festival“ mit Vorträgen, Kursen und Ausstellungen  ist Treffpunkt  der besten Foodfotografen und Foodstylisten, Artdirektoren, Kochbuchautoren, Foodjournalisten sowie von interessierten Besuchern aus aller Welt.

 

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Sylvan Müller, Meat the green, Butcher 4, © Sylvan Müller

 

Zur internationalen „Food Photo Festival Biennale“ 2017 begrüßte Veranstalter und Kurator Günter Beer über 200 der besten Foodfotografen aus 26 Ländern zu Austausch und Werkschau. Von Pop-Art über klassische Foodfotografie bis hin zu Kurzfilmen reichte das Spektrum.

Zwei Preise wurden auf dem Festival vergeben: Carmen Troesser (USA) wurde mit dem Preis "Foodphoto 2017" ausgezeichnet. Der Preis "Food Feature" wurde dem Film "Hungry" von Maisie Crow (USA) zugesprochen.

 

Aus den Präsentationen dieser Biennale ist die Ausstellung „FOOD FOR YOUR EYES“ hervorgegangen. Kuratiert von Günter Beer umfasst die opulente Schau  fotografische Abzüge von 18 Fotografen sowie eine Multimediaarbeit.

 

Kunsthalle Erfurt, im Haus zum Roten Ochsen, Fischmarkt 7, Erfurt

 

19.01.2019 - 23.02.2019
Fotoausstellung Frankfurt am MainErstmals seit Jahrzehnten zeigt Walter Schels, einer der bedeutendsten Fotografen seiner Generation, in dieser Ausstellung in der Galerie Peter Sillem eine Auswahl von seltenen Vintage-Abzügen seiner berühmten Tierporträts. In einer Kabinettausstellung werden außerdem Hundefotografien aus den siebziger Jahren zu sehen sein. 19.1. bis 23.2.2019
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Walter Schels – Tiere
Fotoausstellung Frankfurt am MainErstmals seit Jahrzehnten zeigt Walter Schels, einer der bedeutendsten Fotografen seiner Generation, in dieser Ausstellung in der Galerie Peter Sillem eine Auswahl von seltenen Vintage-Abzügen seiner berühmten Tierporträts. In einer Kabinettausstellung werden außerdem Hundefotografien aus den siebziger Jahren zu sehen sein. 19.1. bis 23.2.2019

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Walter Schels, Elefant. 1993. Vintage, Silbergelatineabzug, 29 x 39 cm. © Walter Schels

 

Walter Schels, geboren 1936 in Landshut, arbeitete von 1957 bis 1965 als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf, bevor er nach New York ging, um Fotograf zu werden. 1970 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde mit Charakterstudien von Künstlern, Politikern und Prominenten der Kunst- und Geisteswelt bekannt. Mit der gleichen Intensität porträtiert er seit Jahrzehnten Tiere. Als leidenschaftlichem Erforscher der Physiognomie geht es Walter Schels darum, Wesen und Persönlichkeit eines Motivs in der Fotografie sichtbar zu machen.

 

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Walter Schels, Eule. 2000. Vintage, Silbergelatineabzug, 29 x 38 cm    © Walter Schels

 

In fotografischen Langzeitprojekten, etwa über Blinde, Menschen mit Behinderung, frühgeborene Kinder und Transsexuelle, widmet sich Schels Extremsituationen des menschlichen Lebens. Für seine Serie, die Hospizpatienten kurze Zeit vor und unmittelbar nach deren Tod zeigt, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Hansel-Mieth-Preis, den World Press Photo Award, eine Goldmedaille des Art Directors Club Deutschland sowie einen Lead Award. Walter Schels lebt und arbeitet seit 1990 in Hamburg. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt und sind Bestandteil vieler bedeutender Kunstsammlungen.  

 

Galerie Peter Sillem, Dreieichstraße 2, Frankfurt am Main

 

 

16.01.2019 - 14.03.2019
Fotoausstellung . Eine spannende Ausstellung erwartet die Besucher des Willy-Brandt-Hauses vom 16. Januar bis 14. März 2019 mit „bau1haus – Die Moderne der Welt“ Eine fotografische Reise von Jean Monitor. Einhundert Jahre nach Gründung des Bauhaus, der wohl populärsten und gleichzeitig umstrittensten Kunstschule in Weimar, werden die Spuren der architektonischen Moderne weltweit gezeigt.
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bau1haus – Die Moderne in der Welt
Fotoausstellung . Eine spannende Ausstellung erwartet die Besucher des Willy-Brandt-Hauses vom 16. Januar bis 14. März 2019 mit „bau1haus – Die Moderne der Welt“ Eine fotografische Reise von Jean Monitor. Einhundert Jahre nach Gründung des Bauhaus, der wohl populärsten und gleichzeitig umstrittensten Kunstschule in Weimar, werden die Spuren der architektonischen Moderne weltweit gezeigt.

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© Jean Molitor, Dänemark, Kopenhagen, Tankstelle Skovshoved, Arne Jacobsen, 1936

 

Das moderne Leben bricht sich nach 1918 Bahn. Bedürfnisse der Menschen nach Licht und Luft, nach Wohn- und Stadthygiene, der Einsatz neuer Materialien wie Beton, Stahl und Glas sowie innovative Entwurfsprinzipien wie Funktionalität ("Form folgt der Funktion") und organische Tendenzen im Bauen, führen zur klassischen Moderne in der Architektur, der Einsatz historischer Formen wird abgelehnt. Der Fotograf Jean Molitor ist seit 2009 in Europa, Afrika, Asien, Amerika und dem Nahen Osten unterwegs. Auf der ganzen Welt findet er die Erben des Bauhaus – sei es in Berlin oder Casablanca, Stuttgart oder Havanna, St. Petersburg oder Guatemala Stadt, Wien oder Bukavu im Kongo.

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© Jean Molitor, Marokko, Casablanca, Wohnhaus Salomon Benajal, Joseph und Elias Suraqui, 1931

 

Ganze Generationen sind mit der sachlich-nüchternen und funktionalen Bauhaus-Architektur konfrontiert und sozialisiert worden. Wegbereiter, Wegbegleiter und Erben der Moderne vereint eine Architektursprache, die mit dem Begriff Bauhaus allgemein verständlich wird. Für das Kunstprojekt bau1haus ist die Ästhetik der Bauten zentrales Element einer epochemachenden Bewegung in Architektur, Kunst und Design, die aus dem Jugendstil in die Moderne führt.

Der Berliner Fotograf Jean Molitor studierte künstlerische Fotografie an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Fischer. Seit 1994 ist er freischaffender Fotograf für Magazine, Zeitungen und Industrie. 2009 startete er sein Projekt bau1hauswww.bau1haus.de

Katalog von Hatje Cantz zur Ausstellung: 
bau1haus – die moderne in der welt / modernism around the globe
Fotografien Jean Molitor, Texte Dr. Kaija Voss, 40 Euro

Fachbuch vom bebra Verlag: 
Bauhaus – Eine fotografische Weltreise / A photographic journey around the world
Fotografien Jean Molitor, Texte Dr. Kaija Voss, 46 Euro

 

 

Nicht vergessen, der Eintritt zur Ausstellung ist  frei, aber ein Ausweis erforderlich.

Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 28, Berlin

13.01.2019 - 03.03.2019
Ausstellung Amsterdam . Am 12. Januar startet Foam eine neue Pop-Up-Location: Foam Next Door. In einem ehemaligen Büroraum in der Keizersgracht 617 - zwei Türen vom Museum entfernt - zeigt Foam die brandneue Ausstellung Foam Talent 2019 mit Werken einer neuen Generation bildender Künstler. 13. Januar - 3. März 2019
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Foam Next Door - Talent 2019
Ausstellung Amsterdam . Am 12. Januar startet Foam eine neue Pop-Up-Location: Foam Next Door. In einem ehemaligen Büroraum in der Keizersgracht 617 - zwei Türen vom Museum entfernt - zeigt Foam die brandneue Ausstellung Foam Talent 2019 mit Werken einer neuen Generation bildender Künstler. 13. Januar - 3. März 2019

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Kaelyn and the girls, from the series Frères d’une île pas très proche, 2018 © Durimel

 

Die Arbeit von zwanzig herausragenden jungen Künstler, die im Rahmen des jährlichen Foam Talent Call ausgewählt wurden, wurde erstmals im Foam Magazine # 52, Talent Issue, vorgestellt. Nach der Präsentation bei Foam Next Door wird die Foam Talent-Ausstellung nach New York, London und Frankfurt reisen.

Die 20 ausgewählten Fotografen geben Einblick in die heutige Position der zeitgenössischen Fotografie. Diese aufstrebenden Fotografen überschreiten mit Leichtigkeit die Grenzen des fotografischen Mediums. Objektinstallationen, bei denen die Erfahrung des Werkes ebenso wichtig ist wie der ästhetische Wert, sind ebenso leicht zu finden wie klassische zweidimensionale Fotografien, während Archivmaterial zusammen mit der vielschichtigen Langzeitforschung weiterhin eine wichtige Rolle spielt.

 

Foam, Keizersgracht 617, Amsterdam

12.01.2019 - 27.03.2019
Fotoausstellung Köln . Die Ausstellung "Strange Encounters" (merkwürdige Begegnungen) zeigt skurrile und humorvolle Beobachtungen, die der bekannte deutsche Reportagefotograf Thomas Hoepker auf seinen Reisen machen konnte. 12. Januar bis 27. März 2019
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Thomas Hoepker - Strange Encounters
Fotoausstellung Köln . Die Ausstellung "Strange Encounters" (merkwürdige Begegnungen) zeigt skurrile und humorvolle Beobachtungen, die der bekannte deutsche Reportagefotograf Thomas Hoepker auf seinen Reisen machen konnte. 12. Januar bis 27. März 2019

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Bild Thomas Hoepker

 

Thomas Hoepker (*1936, München) gilt als einer der bekanntesten Reportagefotografen der Welt. Anfangs als Fotoreporter und Korrespondent für den “stern” unterwegs, fotografierte er weltweit und machte unter anderem Bilder, die von zeitgeschichtlicher Bedeutung sind. Später wurde er Art Director beim stern, Executive Editor bei GEO und Präsident von Magnum Photos. Damit etablierte sich Hoepker in einigen der wichtigsten Positionen der internationalen Fotoszene. Buchprojekte, Filmproduktionen und unzählige Ausstellungen in den wichtigsten Museen und Galerien der Welt folgten.

 

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Bild Thomas Hoepker

 

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Bild Thomas Hoepker

 

"Als Fotojournalist, arbeitend für Zeitungen und Magazine, ist man oft mit den eher schlechten Situationen konfrontiert. Aber schon bald entdeckte ich, dass dort auch lustige oder merkwürdige Begegnungen zu finden sind, die es wert sind fotografiert zu werden," So Thomas Hoepker.

 

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Bild Thomas Hoepker

 

Neben "Strange Encounters" zeigt die in focus Galerie, Köln die berühmtesten Fotografien aus Thomas Hoepkers langer Karriere.

 

In focus Galerie, Hauptstraße 114, Köln

 

 

12.01.2019 - 24.02.2019
Fotoausstellung Rostock . In einer umfassenden Einzelausstellung, die zuerst in der Kunsthalle Rostock und anschließend in der Berliner Galerie Semjon Contemporary zu sehen ist, präsentiert die Schauspielerin Kaja Flint ihre klassisch in schwarz-weiß gestalteten, ungewöhnlichen Porträtaufnahmen. 12. Januar bis 24. Februar 0219
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Katja Flint – Eins
Fotoausstellung Rostock . In einer umfassenden Einzelausstellung, die zuerst in der Kunsthalle Rostock und anschließend in der Berliner Galerie Semjon Contemporary zu sehen ist, präsentiert die Schauspielerin Kaja Flint ihre klassisch in schwarz-weiß gestalteten, ungewöhnlichen Porträtaufnahmen. 12. Januar bis 24. Februar 0219

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Katja Flint, Mike, 2017 copyright Katja Flint

 

 

Seit über 30 Jahren formt und verkörpert Katja Flint als Schauspielerin menschliche Emotionen und Charakteristika. Nun wagt sie einen Perspektivwechsel, indem sie das Menschsein mit fotografischen Mitteln untersucht. Die Porträts erinnern an die ent- bzw. verrückte Mimik eines Francis Bacon oder an Samuel Becketts „Not I“ (1973), ohne ihren eigenen Standpunkt zu verlassen.

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Katja Flint, Hitchcock Jenny, 2018 copyright Katja Flint

 

„Die ungewöhnlichen Fotografien von Katja Flint sind eine Spielart des Porträts. Normalerweise setzen Künstler im Porträt auf Realismus oder eine Transformation im menschlichen Ausdruck, etwa auf Rollenspiele, und nicht auf Gefühle. In ihrem Hauptjob als Schauspielerin schlüpft Katja Flint immer wieder in neue Rollen und verkörpert andere Charaktere. Wenn sie allerdings selbst mit ihrer Kamera im heimischen Fotostudio den Part der Regisseurin, Beleuchterin und Ausstatterin übernimmt, ist sie an den unterschiedlichen Charaktereigenschaften eines Menschen, vor allem an echten menschlichen Emotionen interessiert. Kurze Regieanweisungen stehen am Anfang jeder Fotositzung, etwa: „Stell dir vor, du bist ein Tier, das bedroht wird.“ Alternativ gibt Flint dem ausgewählten Gegenüber einen Begriff von einer ziemlich langen, von ihr selbst zusammengestellten Liste zur Inspiration an die Hand, wie zum Beispiel Verwirrung, Verlorenheit, Staunen, Leichtigkeit, Transzendenz, Erwachen, Stolz, Lust, Neid oder Scham.

 

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Katja Flint, Angry Young Man, 2017 copyright Katja Flint

 

Flints selbst formuliertes künstlerisches Ziel ist es, in der Fotografie einen malerischen Effekt zu erzielen und gleichzeitig ins Innere des Menschen zu schauen. Das geschieht diskret und vorsichtig, mit großem Einfühlungsvermögen, nie aufdringlich oder gar desavouierend. Katja Flints Fotografien wirken authentisch, mitunter so intensiv, dass sie verstören, und durch den schwarzen Bildraum und das exponierte Gesicht gleichzeitig auch theatralisch und so könnten wir, gleichsam zur eigenen Beruhigung, darin nur die Darstellung einer Emotion sehen.

Die höchst sensible und empathische Kunst Katja Flints öffnet uns die Augen, unter anderem für uns selbst. Die mal subtilen, mal brachialen Aufnahmen menschlicher Emotionen, diese statischen und stillen Bilder, sind großes Kino. Sie entführt uns mit ihren düsteren und intensiven Menschenschilderungen in eine tragtraumhafte, ja kinematographische Parallelwelt. Möglich ist das wohl nur im Medium Fotografie und so schließt sich hier der Kreis medial in geradezu idealer Weise.“ Dr. Matthias Harder, Kurator der Helmut Newton Stiftung

 

Ab 30. März bis 4. Mai 2019 wird die Ausstellung in der Galerie Semjon Contemporary Berlin, Schröderstr. 1, Berlin, zu sehen sein.

Anlässlich der beiden Ausstellungen erscheint im Januar 2019 eine Monografie im DISTANZ Verlag.

Kunsthalle Rostock, Hamburger Str. 40, Rostock

11.01.2019 - 31.03.2019
Fotoausstellung Berlin . Das Haus am Kleistpark zeigt die Werkserie „Die zweite Heimat“ von Peter Bialobrzeski, einem der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart, dessen Arbeiten schon vielfach ausgezeichnet wurden. “Die zweite Heimat“ ist die Fortsetzung seines Projekts „Heimat“, das erstmals 2005 publiziert wurde. 11.1. bis 31.3.2019
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Peter Bialobrezeski – Die zweite Heimat
Fotoausstellung Berlin . Das Haus am Kleistpark zeigt die Werkserie „Die zweite Heimat“ von Peter Bialobrzeski, einem der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart, dessen Arbeiten schon vielfach ausgezeichnet wurden. “Die zweite Heimat“ ist die Fortsetzung seines Projekts „Heimat“, das erstmals 2005 publiziert wurde. 11.1. bis 31.3.2019

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Peter Bialobrzeski - Bochum 2012

 

Für Die zweite Heimat reiste Peter Bialobrzeski von 2011 bis 2016 mit seiner Kamera durch Deutschland. Mit seinen Fotografien versucht der Künstler, die soziale Oberfläche des Landes zu beschreiben, das ihm seit mehr als 50 Jahren eine Heimat bietet. In seinem Blick wird die Straße zum Resonanzraum. Ihn interessiert die Frage: Wie sieht das Land aus, in dem ich lebe, wenn ich es im Bild festhalte? Wie sieht die Gegenwart aus, wenn sie als Vergangenheit betrachtet wird?

Bialobrzeski fotografiert den vom Menschen geprägten Außenraum: Stadt, Land, Architektur. Menschen kommen vor, wenn sie dem Bild eine weitere Dimension verleihen. Der Künstler richtet seinen Blick auf häufig übersehene Objekte, die vordergründig keine Bedeutung zu haben scheinen und erst dann ihr Wesen zeigen, wenn sie wahrgenommen und in einen Kontext gebracht werden.

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Peter Bialobrzeski - Bei Wismar 2012

 

Man kann die Bilder von Peter Bialobrzeski auch als von außen gesehene Fragmente verstehen, als Anmerkungen. Die entstandenen Fotografien sprechen für sich selbst. Sie legen künstlerisch Zeugnis ab und erlauben, auch in soziologischen, dokumentarischen und damit historischen Zusammenhängen verstanden zu werden.

Peter Bialobrzeski (geb. 1961) ist einer der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart. Er lehrt seit 2002 als Professor für Fotografie an der Hochschule für Künste in Bremen. Seine Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Der Künstler stellt weltweit aus, seine Fotografien befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. Nach dem erfolgreichen Auftakt des Projektes im Haus der Photographie – Deichtorhallen Hamburg ist die Ausstellung nun auch in Berlin zu sehen. Das gleichnamige Buch erschien bei hartmann books.

 

Haus am Kleistpark, Grunewaldstraße 6-7, Berlin-Schöneberg

 

10.01.2019 - 03.03.2019
Ausstellung Zürich . Von Januar bis März stellt die Züricher Photobastei das Thema Punk in den Mittelpunkt ihrer Ausstellungen. Raw Power konzentriert sich auf die Metropolen London, New York, Berlin, Moskau und Zürich sowie auf die Länder China und Indonesien. Die Ausstellungen zeigen beispielhaft, wie unterschiedlich und doch konsequent Punk die bildende Kunst, den Blick der jungen Menschen und die Chiffren der Revolte in verschiedenen kulturellen Räumen und gesellschaftspolitischen Milieus beeinflusst hat - seit den 70er Jahren und bis heute. 10.1. bis 3.3.2019
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Punk
Ausstellung Zürich . Von Januar bis März stellt die Züricher Photobastei das Thema Punk in den Mittelpunkt ihrer Ausstellungen. Raw Power konzentriert sich auf die Metropolen London, New York, Berlin, Moskau und Zürich sowie auf die Länder China und Indonesien. Die Ausstellungen zeigen beispielhaft, wie unterschiedlich und doch konsequent Punk die bildende Kunst, den Blick der jungen Menschen und die Chiffren der Revolte in verschiedenen kulturellen Räumen und gesellschaftspolitischen Milieus beeinflusst hat - seit den 70er Jahren und bis heute. 10.1. bis 3.3.2019

Jonny Rosza

Bild:  Jonny Rosza: Leigh Bowery & Trojan, 1983

 

Punk Art - The Revolt Against Innocent

Erst langsam kristallisiert sich die tiefgehende Bedeutung und die weitreichende ästhetische Beeinflussung heraus, mit der die kulturellen und avantgardistischen Strömungen unserer Zeit auf die epochale Revolution durch die Dekade des Punks reagieren. Mehr noch als der musikalische Impuls trägt sich die Attitude, die Ästhetik und Formensprache jener Jahre durch Photographie, Mode und Design als Impuls einer ständig variierenden Entwicklung weiter. 

Keine Bewegung hat eine solche Freiheit an Äusserungsformen, eine so unbändige und zweckfreie Gestaltungslust hervorgebracht wie Punk. Dabei ist es durchaus interessant die ästhetische Dimension dieser Bewegung nicht als rein britische oder europäische zu sehen, sondern als eine Haltung die zur gleichen Zeit in Europa und Amerika an Fahrt aufnahm und niemals heterogen im Erscheinungsbild war. Das macht ihre Vitalität und den revolutionären Impuls aus und auch die daraus entstandene Vielfalt an kulturellen Äusserungen, die sich soziologisch besehen in den USA anders anfühlt als etwa in England. Vivienne Westwood hatte das immer betont: 'when the term punk surfaced it didn't mean anything. We were doing something and people gave it a name. Maybe it came from America where there was a similar attitude among some of the youth'. 

Über viele Jahre hinweg hat die schweizerische Neumann-Hug Collection paradigmatische Zeugnisse dieser Punk Attitude zusammengetragen, wohlweislich von beiden Kontinenten. Hier zeigt sich vorwiegend in Photographien, aber auch Videos, Textilien, Fanzines und anderen Zeitdokumenten wie vielfältig schöpferisch die Ausdrucksvarianten des Punks erscheinen. Musik und Performance, Typographie und Mode, Film und Photographie spiegeln sich in den Exponaten und genauso wichtig,- ein Zeitgefühl, dass sich bereits vor Jahrzehnten in einer experimentellen und Grenzen austesten Sexualität seinen Weg sucht. Transgender und Queer, die heute salonfähig und fester Bestandteil der Modemagazine sind, haben im Punk eine ernstzunehmende Bühne gefunden um sich provokativ zu entfalten. 

Mit Werken von Vivienne Westwood, Genesis P-Orridge, Jean-Michel Basquiat, Rick Owens, Hedi Slimanes, Banksy, Sven Marquard und vielen anderen

 

 

Iggy Pop

The Godfather of Punk

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Bild: Ed Caraeff courtesy Iconicimages, London

 

Der Sänger Iggy Pop gilt als "Godfather of Punk" und wird aufgrund seiner wilden Bühnenshows mit der Band "The Stooges" bekannt. Bei den oft skandalösen Auftritten stellt der Sänger seinen nackten Oberkörper zur Schau, schmiert sich mit Erdnussbutter ein oder verletzt sich mit Glasscherben. Das Debütalbum "The Stooges" erscheint 1969 - zwei weitere, "Fun House" und "Raw Power", folgen. Mit ihrer extremen Musik gelten "The Stooges" als Wegbereiter des Punkrock.
Ed Caraeff und Kevin Cummins haben kaum wie andere Fotografen verstanden, die schiere Energie – the Raw Power – des Künstlers auf Celluloid zu bannen. In Zusammenarbeit mit unserem Partner Iconicimages aus London zeigen wir eine Auswahl von Arbeiten dieser beiden Fotografen – und ein eindringliches Porträt von Iggy Pop!
Ed Caraeff ist Fotograf, Illustrator und Grafikdesigner und hat hauptsächlich in der Musikbranche gearbeitet. Von 1967 bis 1982 leitete, fotografierte und gestaltete er hunderte Plattencover für zahlreiche Künstler, darunter Elton John, Steely Dan, Carly Simon, Three Dog Night, Tom Waits und Dolly Parton. 
Kevin Cummins ist ein britischer Fotograf, der für Fotos von Rockbands und Musikern bekannt ist, darunter Mick Jagger, Ian Curtis, Joy Division, Morrissey, Courtney Love, Patti Smith und David Bowie. Er gilt als einer der meist verehrten Musik- und Porträtfotografen der Welt.

 

Olaf Ballnus

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Die hier zusammengetragen Bilder sind nicht die eines Fotoreporters, der mit festem Auftrag durch die Achtzigerjahre-Republik zog, eine umfassende Fotoserie über die merkwürdige Jugendbewegung namens Punk zu fabrizieren. Vielmehr blicken wir von innen in die Welt eins jungen Mannes aus dem Ruhrgebiet, der sich auf den Weg gemacht hat, auf den Weg machen musste, weil er eben da wo er war nicht reinpasste.

 

Kevin Cummins

So it Goes

The Athermath of Punk

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Der in Manchester geborene Cummins ist weltbekannt für seine legendären Musikerporträts u.a. von Liza Minnelli, Nick Cave, Patti Smith, Philip Glass, Oasis und David Bowie. Diese Bilder sind auf Zeitschriftenumschlägen, in Kunstgalerien, in internationalen Filmen zu sehen und befinden sich unter anderem in den Sammlungen von The National Portrait Gallery und The V&A.
Cummins hat wichtige Momente in der Musikszene seiner Heimatstadt Manchester festgehalten, und diese Bilder haben dazu beigetragen, die Kulturgeschichte der Stadt zu definieren. Sie porträtierten nicht nur Menschen und Orte, sondern schufen eine neue Sichtweise auf Manchester und bleiben eingebettet in das kulturelle Gedächtnis des Nordens. Schlafzimmerwände auf der ganzen Welt wurden und werden mit seinen Arbeiten dekoriert.

 

Eleni Kougionis

Punk auf Indonesisch

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Auf dem Fussboden liegen schnarchende Punks, während draußen der unüberhörbare Gesang des Muezzin durch die Nacht erklingt. Eine riesige Punkszene im Land mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit ist ein Kontrast, der mich stets faszinierte. Durch die städteübergreifende Vernetzung der Szene und der scheinbar grenzenlosen indonesischen Gastfreundschaft habe ich immer ein zu Hause bei Freunden. Eine Reise zwischen Punk Musik, traditionellen Werten, muslimischem Glauben, Alkoholexzessen und dem stetigen Kampf ums Überleben in einem von Armut geprägten Land. Dies unter einer Regierung, die Menschenrechtsverletzungen und Polizeirepression zum Alltag macht.

Der Punk auf dem Inselstaat fand seine Anfänge in den 1980er Jahren. Anfangs nur im Untergrund aktiv, entwickelte sich die Subkultur mit der Zeit zu einer breiteren Jugendbewegung, was eine grosse Provokation gegenüber der indonesischen Gesellschaft bedeutet. So wurden während eines Benefiz Punk-Rock Konzerts auf der Insel Sumatra im Jahre 2011 einige Dutzend Punks wegen Verstössen gegen die Scharia verhaftet und in ein polizeiliches Erziehungscamp gesteckt. Die Subkultur bewegt sich in einem Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlichen Zwängen und dem Drang zur Selbstbestimmung. Aufgrund dessen wuchs eine vielfältige «Do it yourself» - Kultur heran, die vielen Menschen mitunter das Überleben in einem Land ohne finanzielle Sicherheit ermöglicht. In Kollektiv Wohnungen und Häusern entstehen mit Siebdruck hergestellte Band Shirts oder Aufnäher, Musikkassetten werden produziert und verbreitet oder Konzerte und Ausstellungen organisiert.

Die Fotografin Eleni Kougionis, *1988 wohnhaft in Basel, zeigt die Fotoreportage ihrer ersten Reise nach Indonesien aus dem Jahr 2015, welche sie dank dem Förderpreis Globetrotter World Photo umsetzen konnte. Dort tauchte sie mit grosser Unterstützung heimischer Punks in die riesige und vielfältige Szene auf der Insel Java ein. Drei Jahre später begleitete sie ihre Freunde der Basler Hardcore Punk Band Heckler auf deren Süd-ostasien Tournee, wo sie bekannte Menschen und Orte wieder traf. Daraus entstanden der Film «Still Wrecked – Heckler Southeast Asia Tour» und weitere Bilder der Ausstellung.

 

Martina Strul

Chinarchy

 

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Chinarchy ist eine Rückblende auf den chinesischen Untergrund der Jahre 2004-2008. Im Fokus stehen Punks, die sich der hemmungslosen Goldgräberstimmung im eigenen Land komplett verweigern und Copy-CDs von westlichen Bands am Schwarzmarkt wie kostbare Juwelen handeln.

Die Journalistin und Fotografin Martina Strul staunte nicht schlecht, als sie auf ihrer ersten Chinareise 2004 anstatt die erhoffte Kung-Fu-Seligkeit zu finden, im chinesischen Untergrund landete, weil sie sich Hals über Kopf in einen Schanghaier Punk verliebt hatte. Damals hatte die Zürcherin noch keine Ahnung davon, dass sie diese Begegnung in eine tiefschürfende Lebenskrise stürzen könnte und ihr Weltbild von Grund auf zerstören würde. Durch die rosarote Brille hindurch war da anfangs vor allem ein neues Universum an Inspiration und Neugier im Zentrum dieser unfassbaren Liebe zu Superman. Einem ehemaligen Grafiker, der seinen Job an den Nagel hing, um als Punk die Musikwelt zu erobern.

In ihrem Fotobuch SHANGHIGH – LOVE HATE PUNK offenbart Martina Strul ihren persönlichen Blick auf diese Amour Fou. In Wort und Bild zeigt sie den Verlauf einer unmöglichen Liebe, die im Fadenkreuz von gegenseitigem Missverständnis und einer unüberwindbaren Hoffnungslosigkeit keine Überlebenschance hatte. Das Buch erschien 2016 im OFFIZIN Verlag, Zürich und landete auf der Shortlist des Graphic Design Awards Essence. Mit der Ausstellung CHINARCHY in der Photobastei entführt Martina Strul den Betrachter über die Grenzen Schanghais hinaus auf eine abenteuerliche Reise durch den chinesischen Untergrund in Peking, Nanjing und Wuhan. 

Um die chinesische Punkbewegung überhaupt ein wenig verstehen zu können, muss man die Zeitrechnung bis in die 80er-Jahre zurückspulen, als sich in China erste Rock- und Metal-Bands formierten. Spätestens als Cui Jians Song Nothing to my Name zur Protesthymne der Studentenbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens avancierte, war der Durchbruch des Rock’n’Rolls sogar in China für einen Augenblick massentauglich. Mit der brutalen Niederschlagung des Studentenstreiks in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1989 begann für den Vater des chinesischen Rock’n’Rolls ein Katz- und Maus-Spiel mit der Regierung. Erst verbot sie die Auftritte des Sängers ganz, später wurden diese zensiert erlaubt. Mit Cui Jian sahen sich Künstler aller Art dahin zurückgedrängt, wo sie herkamen: In die Löcher des chinesischen Untergrunds. 

Erst als Nirvanas Nevermind Anfang der 90er-Jahre den chinesischen Schwarzmarkt erreichte und die tragische Geschichte um den Selbstmord von Kurt Cobain den Nerv der Pekinger Jugendlichen traf, war Punk in China nicht mehr zu bremsen. 1997 etablierte sich der Untergrundclub Scream im Nordwesten der Hauptstadt als Bühne für Sinopunkbands der ersten Stunde. Die vier Bands Brain Failure, 69, A Jerks und Reflector schlossen sich zum Wuliao Contingent zusammen – eine Verschwörung gegen die Langweile – und ebneten mit der Verbreitung des gleichnamigen Samplers den Weg für Punkszenen in anderen Provinzen des Landes. 

 

 

Russian punk. Time of changes...

Perestroika and underground culture in USSR an Russia

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Sergei Borisov's Ausstellung widmet sich dem Untergrund und der Popkultur in Moskau und Sankt Petersburg sei den 1980er Jahren. Sergei Borisov's wurde weltbekannt für seine Bilder, die zu Symbolen der Perestroika wurden. Die Werke des Künstlers wurden schon in verschiedensten Galerien und Museen gezeigt und in den Auktionen unter anderem bei Sothebys Christies angeboten.

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Photobastei, Sihlquai 125, Zürich

 

 

 

19.12.2018 - 06.04.2019
Fotoausstellung Gelsenkirchen . Die vier Fotografen Sarah Blümel, Tom Pflaum, Natalie Richter und Vladimir Wegener zeigen die Spuren einer lebendigen Vergangenheit und thematisieren, wie es nach Ende der Kohlenförderung weitergeht. Über 60 Werke werden in der Ausstellung in der futuristischen Glasarkade im Wissenschaftspark Gelsenkirchen gezeigt. 19. Dezember 2018 bis 6. April 2019
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Schicht im Schacht – Leben ohne Kohle
Fotoausstellung Gelsenkirchen . Die vier Fotografen Sarah Blümel, Tom Pflaum, Natalie Richter und Vladimir Wegener zeigen die Spuren einer lebendigen Vergangenheit und thematisieren, wie es nach Ende der Kohlenförderung weitergeht. Über 60 Werke werden in der Ausstellung in der futuristischen Glasarkade im Wissenschaftspark Gelsenkirchen gezeigt. 19. Dezember 2018 bis 6. April 2019

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copyright Tom Pflaum

 

Die Ausstellung „Schicht im Schacht – Leben ohne Kohle“ beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema, das vor allem im Ruhrgebiet die Menschen bewegt. 2018 wird mit der Schließung des Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop das Ende des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet begangen. Der Steinkohlenbergbau als einer der wichtigsten Arbeitgeber und Motor des wirtschaftlichen Aufschwungs hat die Region bis heute geprägt. Inzwischen ist die Industriekultur zum Alleinstellungsmerkmal der Region geworden und der Doppelbock der Zeche Zollverein auch zum Wahrzeichen eines nach vorne gerichteten Ruhrgebiets. Doch in jedem Ende liegt ein neuer Anfang. Die Fotostellung richtet nun einen Blick auf die Region und ihre Hinterlassenschaften. Sarah Blümel, Tom Pflaum, Natalie Richter und Vladimir Wegener haben den Abschied von der Kohle mehrere Jahre lang aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beobachtet.

 

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copyright Sarah Blümel

 

Mit den Resten des Bergbaus und den Spuren, die dieser hinterlassen hat, befassten sich drei Absolventen der Folkwang Universität der Künste. Sie haben über mehrere Jahren hinweg eine fotografische Bestandsaufnahme lebendiger Bergbauvergangenheit aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: Sarah Blümel fotografierte den Alltag der ehemaligen Bergarbeitersiedlungen in der Jetztzeit. Vladimir Wegener inszenierte Bergehalden im Prozess der Rekultivierung und Natalie Richter nahm Objekte im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Kunst in den Blick. „In der fotografischen Auseinandersetzung geht es vorrangig um die Verbindung zwischen Arbeit, Kultur und Leben“, sagt Peter Liedtke, der die Ausstellung im Wissenschaftspark organisiert. „Gegenstände und Artefakte werden als Teil des Brauchtums und der Verbindung zwischen Mensch, Arbeit und Region thematisiert.

 

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Bergauartefakte - Grubenlampen copyright Natalie Richter

 

Der Blick auf die vom Menschen über industrielle Epochen hinweg veränderte Landschaft stellt die Frage nach dem Verhältnis zwischen Natur und Kultur und die Siedlungen erinnern daran, wie Arbeit und Lebensart nah und eng beieinander lagen.“ Die außergewöhnlichen Fotoarbeiten entstanden in einem Studienprojekt unter Leitung von Prof. Gisela Bullacher mit Unterstützung der RAG Aktiengesellschaft, dessen Ergebnisse in einer Buchreihe im C.H.Beck Verlag veröffentlicht wurden.

 

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copyright Vladimir Wegener

 

Der vierte Fotograf der Ausstellung, Thomas Pflaum, hat über 15 Jahre lang, seit 1993 das „Leben ohne Kohle“ portraitiert. In einem Langzeitprojekt, gefördert durch die VG Bild-Kunst, beobachtet er, wie die Transformation
einer Region nach der Schließung der letzten Zeche weiter geht, und fragt, ob alte Zechen als aufgehübschte Orte für Touristen und die Freizeitgesellschaft
reichen.


Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

 

08.12.2018 - 14.04.2019
Fotoausstellung Jena . Die Ausstellung in der Kunstsammlung Jena zeigt rund 150 Fotografien aus Italien, darunter viele der noch heute beliebten Reiseziele. Ihre Autoren sind einige der bekanntesten damals in Italien tätigen Fotografen, die hier gleichsam ihre Stadt porträtieren: Carlo Naya (Venedig), die Gebrüder Alinari (Florenz) und Giorgio Sommer (Neapel mit Umgebung). 8. Dezember 2018 – 14. April 2019
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Venedig, Florenz, Neapel 1877 - Eine Reise nach Italien
Fotoausstellung Jena . Die Ausstellung in der Kunstsammlung Jena zeigt rund 150 Fotografien aus Italien, darunter viele der noch heute beliebten Reiseziele. Ihre Autoren sind einige der bekanntesten damals in Italien tätigen Fotografen, die hier gleichsam ihre Stadt porträtieren: Carlo Naya (Venedig), die Gebrüder Alinari (Florenz) und Giorgio Sommer (Neapel mit Umgebung). 8. Dezember 2018 – 14. April 2019

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Giorgio Sommer
Neapel, Hafen, um 1865
Albumin-Abzug

 

Die Geschichte der Fotografie hat viele Anfänge. Einer von ihnen liegt in Italien – genauer am Comer See. Dort begann nicht nur eine der klassischen Routen der Grand Tour sondern auch die Fotografie auf Papier. „An einem der ersten Oktobertage des Jahres 1833“, berichtet William Henry Fox Talbot, „beschäftigte ich mich an den lieblichen Ufern des Comer Sees damit, Skizzen anzufertigen, oder, wie ich besser sagen sollte: Ich versuchte sie anzufertigen, leider nur mit dem geringstmöglichen Ergebnis. Danach dachte ich daran, es erneut mit einer Methode zu versuchen, die ich mehrere Jahre zuvor probiert hatte. Diese Methode bestand darin, eine Camera obscura zu nehmen und das Abbild der Gegenstände auf ein Stück durchsichtiges Papier zu projizieren, das auf eine Glasscheibe im Brennpunkt des Instruments gelegt wird. Auf diesem Papier sind die Gegenstände deutlich zu sehen und können mit einem Zeichenstift einigermaßen genau, wenngleich nicht ohne Zeitaufwand und Mühe, auf das Papier durchgepaust werden. Ich hatte diese einfache Methode bei früheren Besuchen in Italien in den Jahren 1823 und 1824 ausprobiert. Das brachte mich dazu, über die unnachahmliche Schönheit jener von der Natur gemalten Bilder nachzudenken, welche die gläserne Linse der Camera obscura in ihrem Brennpunkt auf das Papier projiziert – märchenhafte Bilder; Schöpfungen eines Augenblicks, und dazu bestimmt, ebenso schnell dahinzuschwinden. Während dieser Überlegungen kam mir die Idee, wie reizvoll es sein müßte, könnte man diese über­natürlichen Bilder veranlassen, sich selbst dauerhaft abzudrucken und immerwährend auf dem Papier zu verweilen! Und warum sollte das nicht möglich sein? Fragte ich mich.“

 

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Alphonse Bernoud
Florenz, Medici-Venus in der Tribuna der Uffizien, um 1860
Albumin-Abzug

 

Wie wir wissen, wurde es tatsächlich möglich – nicht zuletzt dank Talbots Erfindung. Italien wird in dieser Erinnerung gleich mehrfach erwähnt, und immer geht es darum, aus Eindrücken dauerhafte Bilder zu machen. War man unterwegs, so war die Mobilität das eine, die imaginäre Dauer das andere. Zurück in der Heimat sollte neben den flüchtigen Erinnerungen auch etwas Dauerhaftes im Reisegepäck sein: Bilder. Italien war schon für Talbot und später auch für viele hunderttausende Reisende aus aller Welt eine touristische Destination und das beliebteste Reiseland des 19. Jahrhunderts überhaupt. Es ist das Land, in dem Zitronen blühen, die Antike in die abendländische Geschichte hineinragt und die Renaissance unübersehbar die Gegenwart prägt. Reisende brachten nicht selten aufwendige Alben mit Originalfotografien mit nach Hause, die in wunderbaren Ansichten die wichtigsten Etappen ihrer „Grand Tour“ versammelten.

Die „Grand Tour“, die begüterte Reisende im 19. Jahrhundert unternahmen, war ein Bildungsparcours, der darauf zielte, aus Ansichten Einsichten zu machen und die Geschichte von der Antike bis in die Gegenwart Revue passieren zu lassen. So wie Dramen einem bestimmten Schema folgen, gilt das auch für Reisen: Auf der Bühne des kulturbeflissenen Besuchers Italiens erscheinen die wichtigsten Etappen der Kulturgeschichte in einer geordneten Folge. Am Ende einer solchen Reise blieben viele Erinnerungen und vielleicht sogar Notizen und Erwerbungen, aber höchst selten eine Fotografie, die man selber angefertigt hätte. Die Reisefotografie im Italien des 19. Jahrhunderts zeigt (und dies nicht nur dort) eine touristisch aufbereitete, systematisch erfasste und geordnete Welt. Nichts ist dort wirklich überraschend – außer die oft berückende Schönheit der Aufnahmen. Die Fotografien zeigen eine aus den Zeitläufen herausgenommene Welt, in der die Zeit längst zum Raum geworden ist. Von der Antike bis zu den Monumenten der zeitgenössischen Baukunst kann man sich auf gebahnten Wegen blätternd und betrachtend fortbewegen und sich dabei gelassen und geruhsam in den Bildern und Erinnerungen verlieren. Am Ende wird man nicht nur sich, sondern auch die Vergangenheit wiederfinden.

 

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Carlo Naya
Venedig – Canal Grande mit Ca’ d’Oro, um 1870/80
kolorierte Albumin-Abzug

 

Die Bilder der Ausstellung werden kommentiert und durch Dokumente und Texte aus der Zeit um 1876/77 ergänzt. Auf diese Weise kann man mit dem Blick des Fotografen durch ein Italien des 19. Jahrhunderts reisen, der ein überzeitlich gültiges Bild zeichnete, was die noch heute andauernde Faszination Reisender an diesem Land verdeutlicht.

Die Ausstellung knüpft an die seit den Tagen Goethes in Deutschland breit verwurzelte Italien-Sehnsucht an und zeigt die Bilder berühmter Ateliers in Kombination mit Texten aus einem frühen Baedecker-Reiseführer aus dem 19. Jahrhundert.

In der Ausstellung kann – neben dem Genuss an den Bildern – Blickwinkeln und Ursachen dieser so tief verwurzelten Sehnsucht nachgespürt werden. Hinzu kommt, dass es sich um historische Dokumente handelt, die nicht nur Veränderungen, sondern auch die sich wandelnde Sicht auf die Zeugnisse der Geschichte beschreiben.

 

Kunstsammlung Jena, Markt 7, Jena

 

07.12.2018 - 10.03.2019
Ausstellung Düsseldorf . Das Staatliche Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Vom 7. Dezember 2018 bis 10. März 2019 bringt die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ im NRW-Forum Düsseldorf Fotografien des Neuen Sehens in einen Dialog mit zeitgenössischen Künstlern.
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Bauhaus und Fotografie – Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst
Ausstellung Düsseldorf . Das Staatliche Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Vom 7. Dezember 2018 bis 10. März 2019 bringt die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ im NRW-Forum Düsseldorf Fotografien des Neuen Sehens in einen Dialog mit zeitgenössischen Künstlern.

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Yellow Vlei © Viviane Sassen

 

Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms „100 jahre bauhaus“. Unterstützt wird sie vom Fotodienstleister CEWE, der sich seit 2016 als Hauspartner des NRW-Forum Düsseldorf für die Förderung des Kulturgutes Fotografie einsetzt. 

Wie tragen die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstler*innen? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie  Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ verbindet Arbeiten des Neuen Sehens, wie sie von Bauhäuslern wie László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Marianne Brandt, Erich Consemüller und Walter Peterhans bekannt sind, mit Künstler*innen der Gegenwart wie Antje Hanebeck, Daniel T. Braun, Dominique Teufen, Doug Fogelson, Douglas Gordon, Kris Scholz, Max de Esteban, Stefanie Seufert, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Thomas Ruff, Viviane Sassen und Wolfgang Tillmans. Zeitgenössische Fotografien, Skulpturen und Videoinstallationen treten in einen Dialog mit der Sachlichen Fotografie im Jahrzehnt des Bauhauses.

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Antje Hanebeck, Borough, 2008, Textildruck im Spannrahmen, 230 x 230 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

Historischer Bezugspunkt der Ausstellung ist die Werkbundausstellung „Film und Foto“, die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Der für seine experimentellen Fotoarbeiten bekannte Bauhaus-Künstler Moholy-Nagy kuratierte damals jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie und untersuchte das Neue Sehen in der Fotografie. Die historische Werkschau, die als eine Art Manifest des Bauhaus-Künstlers zu verstehen ist und sich in die damalige Debatte um den Stellenwert der Fotografie in der Kunst einmischte, wird mit über 300 Exponaten virtuell rekonstruiert. Darüber hinaus wird ein Teil der Berliner Station präsentiert. Zusammen mit den fotografischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstler*innen ermöglicht die Ausstellung einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart. Einen Blick nach vorne werfen Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der Fakultät Design der Technischen Hochschule Nürnberg, die ihre eigenen, zukunftsorientierten Entwürfe präsentieren, mit denen sie auch auf elektronische und digitale Medien setzen.

 

Es stellen Studierende aus von Prof. Michael Jostmeier und Prof. Dr. Christoph Schaden, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Fakultät Design – Amir Khan Djahanschahi Afschar, Felix Berndt, Markus Eschrich, Eduard Gross, Daniel Höllinger, Heidi Fabiola Hofmann, Tatjana Hofmann, Alexander Hunzek, Remigius Kalisz, Svitlana Khisamutdinova, Thea Leyendecker, Katrin Mader, Thomas Michalczyk, Anastasia Miller, Max Müller, Robert Nixdorf, Philipp Oehler, Julius Rosen, Daria Schreiber, Ludwig Seibt, Benno Sellin, Stefanie Sordon, Marco Steiner, Kerim Turay, Simon Velthuis und Christian Wölfel, Paul Leyendecker und Markus Sauerbeck – sowie Studierende von Prof. Dr. Kris Scholz und Daniel T Braun, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Studienschwerpunkt Fotografie – Christian Himmelspach, Didem Alunbas, Dominik Kramm, Dominik Schmitt, Eda Sarikaya, Jasmin Dories, Mirko Müller und Philipp Rabe.

 

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Daniel T. Braun AZ Nr. 6, 2016 Fotogramm auf Farbfilm /
C- Print analog, ca. 84 x 120 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

Das Staatliche Bauhaus steht für eine industrienahe Gestaltung, aber auch für eine Institution mit viel Konfliktpotential, die bis heute wichtige Impulse für die Kunst und Kultur liefert. Die Bauhäusler verstanden sich als Pioniere eines auf die Zukunft gerichteten Gesellschaftsmodells, in dem das Industrielle als kollektive Leitkultur diente. Die neue avantgardistische Fotografie zeichnete sich unter anderem durch Motive der Industriekultur, extreme Perspektiven, ausschnitthafte Motive, die Beschäftigung mit Oberflächenbeschaffenheit und Materialeigenschaften oder das kameralose Fotografieren aus. Inwieweit ist technische Innovation heute die Richtschnur kultureller Entwicklungen? Welche Rolle spielt die Kunst und ist die Fotografie das adäquate Medium? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie“ untersucht, wie die Einflüsse des Bauhaus auch heute noch die Kunst beeinflussen, und erforscht anhand von aktuellen Arbeiten, was ein zeitgenössisches Neues Sehen sein könnte. 

Arbeiten der Serien „Umbra“ von Viviane Sassen und „Blitzlichtskulpturen“ von Dominique Teufen werden in Großformaten auf Kuben öffentlich zugänglich auf unserer Terrasse präsentiert. Die Realisierung der Arbeiten wurde unterstützt von dem Foto- und Online-Druckservice CEWE, der sich seit 2016 als Hauspartner des NRW-Forum Düsseldorf für die Förderung des Kulturgutes Fotografie einsetzt.

Nach der Eröffnung im NRW-Forum Düsseldorf wird die Ausstellung in Berlin und Darmstadt zu sehen sein. Die Ausstellung wird kuratiert von Prof. Dr. Kris Scholz (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken (Kunsthochschule Kassel), Prof. Dr. Christoph Schaden (Technische Hochschule Nürnberg GSO). Zur Ausstellung erscheint ein umfassender zweisprachiger Katalog.

 

06.12.2018 - 24.03.2019
Fotoausstellung Wien . Mit Lisette Model, Diane Arbus und Nan Goldin präsentiert WestLicht drei große amerikanische Fotografinnen mit über 100 ihrer Werke, die den Blick auf die menschliche Gesellschaft radikal erweiterten – um das Andere, das Außergewöhnliche, um soziale Randfiguren und exzentrische Persönlichkeiten. 6. Dezember 2018 bis 24. März 2019
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Model Arbus Goldin
Fotoausstellung Wien . Mit Lisette Model, Diane Arbus und Nan Goldin präsentiert WestLicht drei große amerikanische Fotografinnen mit über 100 ihrer Werke, die den Blick auf die menschliche Gesellschaft radikal erweiterten – um das Andere, das Außergewöhnliche, um soziale Randfiguren und exzentrische Persönlichkeiten. 6. Dezember 2018 bis 24. März 2019

 

Lisette Model
Coney Island Bather, New York City 1939
copyright Estate of Lisette Model

 

Die drei Fotografinnen hielten das gesellschaftliche Leben Amerikas, in dem sich als Einwanderungsland bis heute die Welt spiegelt, in unterschiedlichen Phasen des 20. Jahrhunderts fest. Über drei Generationen, angefangen mit der in Wien aufgewachsenen Model, formulierten sie den Dialog zwischen Fotografin und Porträtierten auf eigene Weise jeweils neu und verbanden das Dokumentarische mit dem Subjektiven. Ihre persönliche Sicht auf den Menschen und seine disparaten Lebenswelten, ihr Zugang zum Existentiellen und ihr Einsatz des Mediums Fotografie gingen mit einer Kritik bestehender Normen einher, die kulturelle und ästhetische Konventionen konsequent in Frage stellte. So sind ihre Werke – über 100 von ihnen sind nun im WestLicht zu sehen – einerseits Ausdruck ihrer Zeit und der verschiedenen Milieus, in denen sie sich bewegten, andererseits Hommagen an die Vielfalt des Seins.

 

LISETTE MODEL

 

Lisette Model
Singer at the Metropole Café, New York City 1946
copyright Estate of Lisette Model

 

Die in Wien geborene Lisette Model (1901–1983) richtete ihre Kamera – zunächst in Frankreich, nach ihrer Emigration 1938 in New York – bevorzugt auf Menschen an beiden Enden des sozialen Spektrums. Ob Underdog oder Millionär, das Gespür der Fotografin für Schwächen und besondere Charaktere verdichtet sich in ihren Bildern zu einer entlarvenden Schärfe, die über das Individuum hinaus auf die gesellschaftlichen Verhältnisse verweist. Ihre visuellen Kompositionen und speziell die ungewöhnliche Nahsicht, in der sie Menschen auf der Straße fotografierte, forderten herrschende Sehgewohnheiten heraus und begründeten einen neuen Stil in der Street Photography, der Einflüsse des Surrealismus ebenso erkennen lässt wie einer sozial engagierten Dokumentarfotografie. Models Haltung und Bildsprache haben mehrere Generationen von Fotograf_innen beeinflusst, darunter Diane Arbus, ihre bekannteste Schülerin.

 

DIANE ARBUS

 

 

Während des Studiums bei Lisette Model Ende der 1950er-Jahre eignete sich die New Yorkerin Diane Arbus (1923–1971) jene Techniken an, die ihr Werk letztlich definieren sollten. In der Aufzeichnung menschlicher Makel und Maskeraden deuten ihre Porträts auf die Risse und Ränder von Gesellschaft. Sie inszenieren das Fremde im Vertrauten und das Gewöhnliche im Grotesken. Inzwischen zu Ikonen der Fotografiegeschichte avanciert, führen die Menschenbilder von Arbus beharrlich jene Differenz vor Augen, die sie selbst so treffend als Kluft zwischen Absicht und Wirkung der Dargestellten bezeichnet hat. Dieses komplexe Gefälle von Selbstwahrnehmung, Wunschbild, Performance und Gesamteindruck in haarscharfe Bilder zu meißeln, kann als Kernkompetenz der Künstlerin gelten, die bei aller Empathie und Komplizenschaft mit ihren Sujets die Mittel der Fotografie für demaskierende Effekte nutzte.

 

NAN GOLDIN

 

Nan Goldin
Jimmy Paulette and Tabboo! in the Bathroom
New York City 1991
copyright Nan Goldin

 

So wundert es nicht, dass die Drag Queens um Nan Goldin (*1953) die Transvestitenbilder von Diane Arbus als brutal und unglamourös ablehnten. Auch wenn sich Goldins Werk nicht ohne Arbus und Model denken lässt, unterscheidet es sich wesentlich durch die kompromisslose Insiderposition der Fotografin, die sich selbst und ihre Szene – die New Yorker Subkultur und LGBT-Community der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre – in einem eindringlichen Porträt festhielt, vor Spiegeln, in Bars und Badezimmern, beim Sex und Drogenkonsum, als Teil einer Kultur des Überschwangs und der Angst, der Obsession und Abhängigkeit. Oft ohne ausreichendes Licht und in Bewegung entstanden ihre charakteristischen Schnappschüsse, mit denen Goldin ihren Freundinnen ein intimes Denkmal setzte und eine Bildsprache prägte, die später als Heroin Chic in der Modefotografie popularisiert wurde.

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg, und der Sammlung Jelitzka, Wien, mit zusätzlichen Leihgaben von: Bank Austria Kunstforum, Wien, Keitelman Gallery, Brüssel, Baudoin Lebon, Paris, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Fotosammlung OstLicht und Sammlung Verbund, Wien

Kuratiert von Gerald A. Matt und Rebekka Reuter

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Verlag für moderne Kunst erschienen, herausgegeben von Daniel Jelitzka und Gerald A. Matt, Vorwort von Peter Coeln und Roland Jörg, Texte von Astrid Mahler, Franziska Mecklenburg und Rebekka Reuter.

 

WestLicht Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien

 

06.12.2018 - 10.03.2019
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Mehr als 200 Menschen hat Stefan Enders rund um die Europäische Union porträtiert. Würdigung findet seine Arbeit jetzt in der Ausstellung „Weit weg von Brüssel“ im Frankfurter Museum für Kommunikation, wo auch das gleichnamige Buch, erschienen in der Edition Lammerhuber, präsentiert wird. 6. Dezember 2018 bis 10. März 2019
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Stefan Enders – Weit weg von Brüssel
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Mehr als 200 Menschen hat Stefan Enders rund um die Europäische Union porträtiert. Würdigung findet seine Arbeit jetzt in der Ausstellung „Weit weg von Brüssel“ im Frankfurter Museum für Kommunikation, wo auch das gleichnamige Buch, erschienen in der Edition Lammerhuber, präsentiert wird. 6. Dezember 2018 bis 10. März 2019

Enders Flugzeig

 

Niemand ahnte, welche Aktualität dieses Projekt bekommen würde, als Stefan Enders im März 2015 zu seiner Reise aufbrach. Als Fotograf wollte er etwas über die Menschen in der Europäischen Union erzählen. Und zwar nicht dort, wo man alles schon kennt, in den Zentren, sondern in den Rand- und Grenzregionen. Seine siebenmonatige Reise führte ihn 31000 km entlang der gesamten Außengrenze der EU – von Schottland über Portugal, Griechenland und Rumänien bis zum äußersten Nordosten Skandinaviens. Einmal „rund um die Europäische Union“.

Enders Soldat


Mehr als 200 Menschen hat Enders dabei porträtiert. Allen zollt er den gleichen Respekt: dem Fabrikdirektor genauso wie dem Gewerkschaftsboss, der Arbeiterin, den Arbeitslosen bis hin zu den in Europa gestrandeten Flüchtlingen. Die Bilder, begleitet von berührenden Geschichten, rücken Menschen und Lebenswirklichkeiten aus den Grenzgebieten ins Zentrum der EU. Herausgekommen ist eine Hommage an die Menschen dieses Europas, eine poetisch-kritische Auseinandersetzung voll Sympathie und Strahlkraft.

Museum für Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53, Frankfurt am Main

 

weit_weg_von_bruessel cover bund

 

Zur Ausstellung wird das gleichnamige Buch erschienen in der Edition Lammerhuber, präsentiert.
Stefan Enders – Weit weg von Brüssel
336 Seiten, Deutsch, Text in Englisch als Download
Hardcover Leinen
Preis 78 Euro
Bestellung bei Edition Lammerhuber

 

01.12.2018 - 19.05.2019
Fotoausstellung Berlin . Mit „Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton: Nudes“ wird es das erste Mal in der Geschichte der Helmut Newton Stiftung eine Ausstellung geben, die sich ausschließlich dem Genre Akt widmet. 1. Dezember 2018 bis 19. Mai 2019
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Nudes
Fotoausstellung Berlin . Mit „Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton: Nudes“ wird es das erste Mal in der Geschichte der Helmut Newton Stiftung eine Ausstellung geben, die sich ausschließlich dem Genre Akt widmet. 1. Dezember 2018 bis 19. Mai 2019

Saul Leiter Foundation, courtesy Howard Greenberg Gallery

 

Der nackte Körper gehört zur Kunst seit der berühmten Venus von Willendorf, die vor etwa 30.000 Jahren von einem unbekannten Künstler auf dem Gebiet des heutigen Österreich geschaffen wurde, und auch in der Fotografie, dem ältesten der neuen Medien, erscheint das Aktbild bereits in der Pionierzeit, also ab 1839. Seitdem hat sich eine ganz besondere Kombination von Exhibitionismus und Voyeurismus vor den Kameralinsen Tausender von Fotografen entwickelt, bis hin zur heutigen, schier unendlichen digitalen Distribution visualisierter Entblößungen. Die drei hier vorgestellten Fotografen gehören hingegen zu den einfühlsamsten und prägendsten Aktfotografen des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Saul Leiter hat parallel zu seiner Modefotografie für Harper’s Bazaar und seinen Farbabstraktionen, die seit den 1950er- Jahren in den Straßen New Yorks entstanden, auch Akt im Studio inszeniert. Diese stillen und intimen Schwarz-Weiß- Aufnahmen, die Leiter in der eigenen Dunkelkammer entwickelte, blieben zu seinen Lebzeiten gewissermaßen unter Verschluss; nur wenige Freunde kannten sie. Die weiblichen Modelle waren Freundinnen oder Geliebte des Künstlers, der sie in seiner New Yorker Wohnung porträtierte.
Nach seinem Tod im Jahr 2013 werden die unterschiedlichen Aspekte seines Werkes von der Direktorin der Saul Leiter Foundation, Margit Erb, aufgearbeitet, publiziert und teilweise auch neu editiert. So entstand vor kurzem im Steidl-Verlag eine Publikation zu dieser Aktserie unter dem Titel „In My Room“, in der New Yorker Howard Greenberg Gallery eine Ausstellung mit Neuvergrößerungen ausgewählter Akt-Motive – und nun in der Helmut Newton Stiftung erstmals überhaupt eine Präsentation mit über 200 Vintage oder Late Prints, die eine Hälfte gerahmt an der Wand, die andere als Bildschnipsel, von Leiter selbst fragmentiert, in einer Ausstellungsvitrine.

 

 David Lync Untitled Lodz, 2000, copyright David Lynch


Eine ähnliche Bildstimmung begegnet uns bei den Aktaufnahmen von David Lynch, die ein knappes halbes Jahrhundert später, vor allem in Lodz und Los Angeles, entstanden sind; die meisten in Schwarz-Weiß, einige wenige in Farbe. Es sind abstrakte Körperbilder, häufig vollformatige Details, die wir erst auf den zweiten Blick mit einem menschlichen Körper in Verbindung bringen. Lynch wählte während des Arbeitsprozesses ungewöhnliche Perspektiven und anschließend für die 25 Motive im externen Fotolabor ein großes Bildformat, das die weiblichen Modelle meist überlebensgroß erscheinen lässt; sie sind erstmals und exklusiv für die Berliner Ausstellung zusammengestellt und vergrößert worden.

 

Helmut Newton, Bergstrom over Paris, Paris 1976 copyright Helmut Newton Estate 

 

Helmut Newton hat mit seiner Aktfotografie in den 1970er-Jahren begonnen, diesseits und jenseits der Modebildproduktion, und bis zu seinem Lebensende 2004 auch in diesem Genre gearbeitet. Seine Serie „Naked and Dressed“, die den Übergang vom Mode- zum Aktbild in seinem Werk markiert, und die „Big Nudes“ machten ihn Anfang der 1980er-Jahre weltberühmt und inspirierten zahlreiche Kollegen und bildende Künstler zu Nachahmungen oder Neu-Interpretationen. Die jetzige Präsentation vereint etwa 80 solcher Ikonen aus manchen seiner bekannten Ausstellungen und Projekte wie „Helmut Newton’s Illustrated: Pictures from an Exhibition“, „White Women“, „Sleepless Nights“, „Big Nudes“, „Sex and Landscapes“, „Work“ oder „Us and Them“ sowie etwa 40 bislang ungezeigte Werke aus dem Stiftungsarchiv, darunter zahlreiche Original-Polaroids. Helmut Newton schuf ein unvergleichliches Werk voll subtiler Verführung und zeitloser Eleganz – auch und besonders im Akt-Genre: Darunter finden sich Porträts nackter Menschen an Swimmingpools, raffinierte Aufnahmen unbekleideter Schaufensterpuppen und andere modebasierte Aktbilder, halbnackte Modelle mit orthopädischen Stützprothesen oder provokante Inszenierungen sexueller Obsessionen in weiblicher Besetzung, die in unserer Rezeption vielen Imaginations- und Assoziationsmöglichkeiten Platz lassen.


Helmut Newton Stiftung, Museum für Fotografie, Jebenstraße 2, Berlin

30.11.2018 - 31.03.2019
Fotoausstellung München . Fotoarbeiten von Roni Horn bis Thomas Ruff aus der DZ BANK Kunstsammlung zeigt de Ausstellung des Münchner Stadtmuseums Die Ausstellung widmet sich der Landschaftsdarstellung in der zeitgenössischen Fotokunst. 30. November 2018 – 31. März 2019
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Land_Scope
Fotoausstellung München . Fotoarbeiten von Roni Horn bis Thomas Ruff aus der DZ BANK Kunstsammlung zeigt de Ausstellung des Münchner Stadtmuseums Die Ausstellung widmet sich der Landschaftsdarstellung in der zeitgenössischen Fotokunst. 30. November 2018 – 31. März 2019

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Naoya Hatakeyama, Blast 5707,
1998/1999, 100,5 x 150 cm, © VG Bild?Kunst, Bonn 2018

 

In einer breiten Übersicht mit Werken aus der DZ BANK Kunstsammlung wird durch verschiedene thematische Schwerpunkte verdeutlicht, dass im fotografischen Naturbild nicht nur die tradierte malerische Gattung adaptiert wird, sondern vielmehr neue Darstellungskonventionen hervorgebracht werden. Mit dem Blick auf Bilder der letzten fünf Jahrzehnte wird der medienspezifischen Erschließung der Welt bis ins digitale Zeitalter nachgegangen. Ob analog oder computerbasiert, den fotografischen Landschaften liegen oft gesellschaftliche Debatten und politische Diskurse zugrunde, die auch in der Ausstellung unter die Lupe genommen werden. Landschaftsdarstellungen sind, als ästhetische Phänomene und Produkte kultureller Konnotation, seit jeher Bedeutungsträger für eine große Vielfalt an Projektionen, Weltentwürfen und Geschichtsschreibungen. Sie dienen Identifikationsprozessen oder sind durch Abstraktionen verfremdet.

Die anhaltenden Debatten um ein neues Erdzeitalter – dem Anthropozän, in dem der Mensch zum wesentlichen Gestalter der Natur und zum Akteur geologischer und atmosphärischer Veränderungen wurde – regen dazu an, künstlerische Aneignungen von Landschaften neu zu betrachten und zu befragen: Was verraten uns die Darstellungen über das Verhältnis von Mensch und Natur? Was repräsentieren Landschaften heute, in unserer globalisierten und digitalisierten Weltordnung? Mit welchen philosophischen, ökologischen und ökonomischen Bedeutungen sind sie aufgeladen? Und wie bestimmen (trans-)historische, (trans-)kulturelle, geopolitische und hegemoniale Ordnungen unsere Wahrnehmung von Natur und Gelände?

 

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Beate Gütschow, LS # 7,
1999, 195,5 x 125 cm, © VG Bild?Kunst, Bonn 2018

 

Der Titel der Ausstellung ist ein Kunstwort, das die programmatische Ausrichtung des Projekts andeutet: LAND__SCOPE leitet sich vom Englischen „landscape“ (Landschaft) ab und setzt den Englischen Begriff „scope“ ein, der unter anderem mit Aussicht, Horizont oder Geltungsbereich übersetzt werden kann und dem altgriechischen „σκοπε ν“ (beschauen), entstammt. Diesen ?Geltungsbereich der Landschaft, in der zeitgenössischen Kunst, in ökologischen und gesellschaftspolitischen Debatten, möchte die Ausstellung aufzeigen und hinterfragen. Sie ist in sieben große Kapitel unterteilt, die die zahlreichen Spektren fotokünstlerischer Landschaftsdarstellung aufnehmen: Im Fokus der Sektion Ideallandschaften stehen die Kompositionsschemata, Darstellungsmodi und Bildtypen tradierter, malerischer Vorbilder von Naturbetrachtung. Die hier versammelten Arbeiten von Beate Gütschow, Stephen Shore und Sascha Weidner adaptieren und unterlaufen die Bedingungen kanonisierter Bildordnungen der westlich geprägten Kunstgeschichte. Sie befragen das Wechselverhältnis ästhetischer und moralischer Diskurse, die in der Gattung der Landschaftsmalerei bis in die Renaissance zurückreichen. Der Bereich Wüstungen mit Arbeiten von Inge Rambow, Walter Niedermayr und Andreas MüllerPohle widmet sich einer großen Bandbreite an Landschaftstransformationen. Von der massentouristischen Eroberung der Alpen bis hin zu postindustriellen Brachflächen werden verschiedene Formen der Naturzerstörung vor Augen geführt. In Anlehnung an Methoden mikrobiologischer Wasseranalyse werden Problematiken der standortbezogenen Verschmutzung unserer Flüsse ins Visier genommen. Das Kapitel Politische Territorien thematisiert historische und gegenwärtige Konflikte anhand ihrer Schauplätze. So verweisen großformatige Tapisserien von Stephan Schenk mit detaillierten Ansichten von natürlichem und scheinbar alltäglichem Gelände auf Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges. Die illegale Besiedlung der Sperrzone um den explodierten Atomreaktor in Tschernobyl in den Arbeiten von Andrej Krementschouk kündet von der Alternativlosigkeit und vom Willen der Menschen, in ihrer Heimat zu bleiben – aller gesundheitlichen Gefährdungen zum Trotz. Die großformatige Thermoaufnahme eines Flüchtlingslagers in der Türkei des Künstlers Richard Mosse – entstanden mittels eines militärischen Kamerasystems, das Wärme noch aus 30 Kilometern Entfernung aufzeichnet – durchkreuzt die Bildordnung einer idealtypischen Weltenlandschaft, indem sie die prekäre Lage ihrer „Bewohner“ impliziert. Unter dem Titel Landschaft als Konzept sind Werke zusammengetragen worden, die sich der Gattung als Folie für medienreflexive, kunsttheoretische und abstrakte Überlegungen annähern und sich diese zu Eigen machen. So legt Klaus Rinke durch die in der Bildfläche wiederholte und gestaffelte Figur seiner selbst in der Landschaft Parameter von Zeit und Raum fest. Claudia Angelmaier, die das Motiv von Albrecht Dürers Lindenbäumen aus verschiedenen Ausstellungskatalogen abfotografiert, verweist auf das diskrepante Verhältnis von Original und Reproduktion. Fragen danach, was wir eigentlich in einem Bild sehen und ob wir unseren Augen trauen können, stellen sich auch bei Fotografien der täuschend echten Natursimulationen von Miniaturmodellen und Dioramen der Künstlerin Sonja Braas oder in Form von Präparaten heimischer Tiere, die von Marc Cellier in nächtlichen Stadtlandschaften inszeniert werden.

 

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Peter Bialobrzeski, Transition 20,
2007, 126 x 152,5 cm, © VG Bild?Kunst, Bonn 2018

 

Dass der Natur selbst bildhafte Strukturen immanent sind oder entlockt werden können, führt das Kapitel Formkräfte der Natur vor Augen: Geländeoberflächen von Gebirgsmassiven lancieren zu abstrakten Bildformationen von Olivo Barbieri. Serielle Langzeitbeobachtungen eines Seestückes von Lucinda Devlin verdeutlichen die enormen Veränderungen auf die Erscheinung eines Ortes, die von Witterung, Tages- und Jahreszeit bestimmt wird. Die Idee, eine Fotografie entstünde mit dem „Zeichenstift der Natur“, wie sie vom Fotopionier Henry Fox Talbot formuliert wurde, wird von einer kameralosen Fotografie des Künstlers Raphael Hefti aufgegriffen; während das Bild Assoziation zu astronomischen Aufnahmen evoziert, wurde das Fotopapier tatsächlich mit Hilfe hochentzündlicher Bärlappsporen belichtet. Die landwirtschaftliche Nutzung und Kleingärtnerei sind das Thema der Sektion Agrarlandschaften, in der Bilder von satten Kohlfeldern Heinrich Riebesehls, Schrebergärten und Grabeland der Künstlerin Simone Nieweg und kunstvolle Heuskulpturen von Claus Bury das über Jahrhunderte geformte und prägende Erscheinungsbild unserer Breitengrade präsentieren. Dies geschieht nicht, ohne einen ironischen Bruch zur nach wie vor anhaltenden Romantisierung des „Landlebens“ zu erzeugen, wie Manfred Willmann uns in seinen Werken zeigt.

 

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Caroline Dlugos, Aus fremden Gärten (Kühe II),
1995, 100 x 129 cm, © VG Bild?Kunst, Bonn 2018

 

Der computerbasierten Bearbeitung und Erzeugung von Naturdarstellungen widmet sich die Sektion Digitale Landschaften. Lagen Werken von Jörg Sasse und Caroline Dlugos aus den 1990er Jahren noch analoge Fotografien zugrunde, die mit ihrer digitalen Nachbearbeitung die zunehmende Instabilität des fotografischen Mediums ankündigten, so werden mittlerweile, wie in den Arbeiten von Dan Holdsworth komplette Landschaften digital konstruiert. Gleichzeitig bietet das Internet zunehmend einen öffentlichen Zugang zu Fotografien professioneller Bildarchive wie der NASA und ermöglicht Künstlern wie Thomas Ruff die Aneignung dieser Bildwelten, unter anderem die dreidimensionale Erfahrung des Planeten Mars im musealen Raum. In der Zusammenschau von über 130 Kunstwerken, die zwischen 1972 und 2018 entstanden sind, zeichnet die Ausstellung den Facettenreichtum der fotografischen Naturdarstellungen bis in die Gegenwart nach, setzt die Weiterentwicklung und nicht selten die Überwindung der Gattung Landschaft mit Hilfe des Lichtbildes ins Relief. Die Ausstellung zeigt Werke u.a. von Lucinda Devlin, William Eggleston, Jochen Gerz, Beate Gütschow, Raphael Hefti, Dan Holdsworth, Carsten Höller, Roni Horn, Axel Hütte, Magdalena Jetelová, Sven Johne, Peter Keetman, Robert Longo, Richard Mosse, Heinrich Riebesehl, Thomas Ruff, Adrian Sauer, Stephen Shore, Hiroshi Sugimoto, Anna Vogel. Das Projekt ist eine Kooperation der DZ BANK Kunstsammlung und des Münchner Stadtmuseums. Zur Ausstellung erscheint eine 160-seitige Publikation im Snoeck Verlag mit Texten von Volker Demuth, Ulrich Pohlmann, Christina Leber, Dietmar Mezler, Erec Gellautz und Katharina Zimmermann.

 

Kuratoren der Ausstellung: Ulrich Pohlmann, Christina Leber, Katharina Zimmermann, Erec Gellautz

 

Stadtmuseum München, Sankt Jakobs-Platz 1, München

28.11.2018 - 07.03.2019
Fotoausstellung Wien . Im Rahmen des Alfred Fried Photography Awards werden seit zwei Jahren auch Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren aufgerufen, das Thema Frieden in einem Foto sichtbar zu machen. Das "Children Peace Image of the Year 2018" wurde "Daydreaming" von Kaja Tasevska aus Mazedonien. Zu der Ausstellung der Bilder lädt das Naturhistorische Museum Wien und die Edition Lammerhuber ein. 28.11.2018 bis 7.3.2019
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Peace- Die weltbesten Jugendfotos zum Thema Frieden
Fotoausstellung Wien . Im Rahmen des Alfred Fried Photography Awards werden seit zwei Jahren auch Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren aufgerufen, das Thema Frieden in einem Foto sichtbar zu machen. Das "Children Peace Image of the Year 2018" wurde "Daydreaming" von Kaja Tasevska aus Mazedonien. Zu der Ausstellung der Bilder lädt das Naturhistorische Museum Wien und die Edition Lammerhuber ein. 28.11.2018 bis 7.3.2019


 

Foto Kaja Tasevska



Wie einfühlsam und gekonnt auch Kinder ein fotografisches Thema umsetzen können, zeigt die Ausstellung „Peace“ im Naturhistorische Museum Wien. 2018 wurden 847 Fotos eingereicht. Eine Auswahl von 57 Arbeiten wird im Saal 50 des NHM Wien gezeigt.

Alfred Fried, der Namensgeber für den Preis, war ein österreichischer Pazifist und Schriftsteller, dem 1911 der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Der Award wird vom Österreichischen Parlament, UNESCO, IPI, der Photographischen Gesellschaft, der Edition Lammerhuber und World Press Photo vergeben und setzt ein starkes Zeichen für den Frieden. Eine international besetzte Jury wählt aus dem Kreis der nominierten Bilder das Kinder-Friedensbild des Jahres 2018.

 

 

 



Begleitend zur Ausstellung „Krieg – Auf den Spuren einer Evolution“ wurde der Saal 50 mit der Foto-Ausstellung „Peace“ als Friedenswerkstatt eingerichtet.
Für Erwachsene finden hier folgende Workshops zum Thema Frieden statt: Begegnung mit Text und Sprache Moderation: Erwin Urmann (Schriftsteller) & Iris Ott (Ausstellung & Bildung, NHM Wien) Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18.00–20.30 Uhr Bertha von Suttner revisited Samstag, 19. Jänner 2019, 14.00–17.00 Uhr Friedenswerkstatt: Peace – Eine unterschätzte Größe Sonntag, 3. März 2019, 14.00–17.00 Uhr Der Nachkrieg
Näherer Information und Anmeldung:
www.nhm-wien.ac.at/Fuehrungen/anmeldung


Naturhistorischen Museum Wien, Maria-Theresia-Platz, Wien



24.11.2018 - 31.03.2019
Fotoausstellung Münster . Bereits zum siebten Mal in Folge zeigt das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster als erstes deutsches Museum und exklusiv in Nordrhein-Westfalen die Ausstellung mit den hundert ausgezeichneten Bildern des „Wildlife Photographer of the Year“ Wettbewerbs. Vom 24. November 2018 bis zum 31. März 2019
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Wildlife Photographer of the Year
Fotoausstellung Münster . Bereits zum siebten Mal in Folge zeigt das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster als erstes deutsches Museum und exklusiv in Nordrhein-Westfalen die Ausstellung mit den hundert ausgezeichneten Bildern des „Wildlife Photographer of the Year“ Wettbewerbs. Vom 24. November 2018 bis zum 31. März 2019

Das goldene Paar © Marsel van Oosten - Wildlife Photographer of the Year

„Das goldene Paar“ von Marsel van Oosten, Naturfotograf des Jahres 2018

Der Titel „Wildlife Photographer of the Year“ ist einer der bedeutendsten Auszeichnungen für Naturfotografen. Der Wettbewerb, der jährlich vom renommierten Natural History Museum in London ausgerichtet wird, kürt immer wieder spektakuläre Bilder. Seit seinen Anfängen im Jahr 1964 verfolgt er das Ziel, die Arbeit von Naturfotografen zu fördern, um das öffentliche Interesse für den Tier- und Naturschutz zu stärken. Das Besondere: An dem Wettbewerb kann jeder teilnehmen, Profis und Amateure, gestandene und sehr junge Fotografen.

 

Träumender Leopard © Skye Meaker - Young Wildlife Photographer of the Year

„Träumender Leopard“ von Skye Meaker, Junger Naturfotograf des Jahres 2018

 

Sie sollen den Betrachter an die erstaunliche Pracht, die Dramatik und die Vielfalt des Lebens auf der Welt erinnern und ihm die Folgen menschlicher Eingriffe in die Natur ins Bewusstsein rufen.

„Die Gewinner zeigen die Fülle, Schönheit, Unverwüstlichkeit und Verletzlichkeit der Erde“, so der Veranstalter. Zu sehen sind unter anderem fliegende Fische, Blut trinkende Vögel, verkleidete Affen und ein Flamingo, der sich als Botschafter für eine Naturschutzorganisation betätigt.

 

Westfälisches Pferdemuseum Münster GmbH, Sentruper Straße 311, Münster

 

21.11.2018 - 02.03.2019
Ausstellung München . Anatomie in Kunst und Wissenschaft vom Barock bis heute ist das Thema der Ausstellung der Münchner Eres Stiftung. Die Ausstellung „Bodyscan“ führt dem Besucher mit mehr als 50 Exponaten einen reichen Schatz anatomischer Darstellungen und Kunstwerke sowohl alter als auch zeitgenössischer Kunst vor Augen. 21.11.2018 bis 2.3.2019
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Bodyscan – Anatomie in Kunst + Wissenschaft
Ausstellung München . Anatomie in Kunst und Wissenschaft vom Barock bis heute ist das Thema der Ausstellung der Münchner Eres Stiftung. Die Ausstellung „Bodyscan“ führt dem Besucher mit mehr als 50 Exponaten einen reichen Schatz anatomischer Darstellungen und Kunstwerke sowohl alter als auch zeitgenössischer Kunst vor Augen. 21.11.2018 bis 2.3.2019

 

BODYSCAN
Raumansicht
Mit Cinematic Rendering / Siemens Healthineers und Arbeiten von Eadweard Muybridge, Peter Kogler
Foto: Thomas Dashuber

  

Die Lehre vom Aufbau des Körpers ist eng mit der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft verbunden. Die genaue Dokumentation des Körpers zu Lehrzwecken entstand meist aus einer engen Zusammenarbeit zwischen bildendem Künstler und Anatom. Während sich die makroskopische Anatomie mit den Dingen beschäftigt, die mit bloßem Auge zu sehen sind, liegt der Schwerpunkt heute auf der Zellbiologie und damit auf molekularer Ebene.

In einem eigens für die Schau entwickelten Vitrinen-Display finden sich exquisite Wunderkammerstücke (Kurator: Georg Laue), gleichwertig arrangiert neben aktuellen Kunst-Positionen, anatomischen Schautafeln, Moulagen, Pappmaché -Modellen und popkulturellen Objekten wie Magazin-Covern oder Science-Fiction-Filmsequenzen (konzeptuelle Beratung: Peter Kogler). Die Besucher werden außerdem die Möglichkeit haben, mit bahnbrechenden bildgebenden Technologien durch den Körper zu reisen (VR-Brille, Cinematic Rendering).

In der aktuellen Kunst wird in Nachfolge der Body-Art der 60er- und 70er-Jahre der menschliche Körper als Sujet neu entdeckt und interpretiert. In einer digital bildgefluteten Welt transformiert sich der menschliche Leib zum immateriellen und virtuellen Wesen. Innovative Technologien der Körperdarstellung führen zu neuen Körperbildern. Computergesteuerte Stiftplotter ermöglichen die Auseinandersetzung und Neuinterpretation historischer anatomischer Kupferstichzeichnungen. Roboterkameras in Verbindung mit Bildbearbeitungsprogrammen z. B. von Google Maps lassen synthetisch anmutende Organe und Körperoberflächen entstehen, die – in Leuchtkästen platziert oder auf dehnbare Folie gedruckt – seltsam artifiziell und transhuman wirken.

 

 

Jean-Antoine Houdon
Écorché, ca. 1765
Privatsammlung | Private Collection
Foto: Thomas Dashuber

 

Franz Xaver Nißl
Acht Anatomische Relieftafeln | Eight Anatomical Relief Plates
Fügen, ca. 1780

Privatbesitz
Courteesy Kunstkammer Georg Laue
München London
Josef Knoll
See you all, 2014
Privaatsammlung 
copyright Josef Knoll
Foto: Thomas Dashuber 

 

»The Next Human« – das umfangreiche Wissenschaftsprogramm zur Ausstellung vermittelt den Besuchern Einblicke in die aktuellen, revolutionierenden Ergebnisse der molekularen Genetik (Kurator: Prof. Dr. Ulrich Blum). Schwerpunkte werden sein: Forschungen zur pluripotenten Stammzelle und zum Genom-Editing (Genschere CRISPR/Cas 9), die biotechnologische Verschmelzung von Mensch und Maschine sowie medizinethische Fragen, die sich aus den gentechnischen Möglichkeiten ergeben.

Die Ausstellung wird ergänzt durch:

Anatomische Lehrmodelle und Bücher
Z. B. ein Augenmodell aus der Werkstatt Louis Auzoux (1888), anatomische Lehrtafeln von JF Gautier d´Agoty oder ein männliches Skelett aus dem Besitz des Berliner Arztes Hans Laehr (um 1900)

Science-Fiction Filmsequenzen
Wie Fantastic Voyage von Richard Fleischer (1966) oder Ghost in the Shell von Rupert Sanders (2017)

und Visualisierungstechniken der Medizin
Wie die molekulare Körperdatensätze mit einer VR-Brille als Virtual Reality Platform sichtbar machen (CeMM – Centre for Molecular Medicine, Wien), das faszinierende 3D-Verfahren Cinematic Rendering (Siemens Healthineers) oder die Videoprojektion von Schnittbildanatomie des The Visible Human Project der U.S. National Library of Medicine.

 

 

Eres Stiftung, Römerstraße 15 München

17.11.2018 - 03.03.2019
Fotoausstellung Hamburg . In einer umfassenden Ausstellung zeigt das Haus der Photographie in den Deichtorhallen den deutschen Fotografen Michael Wolf (*1954). Vorgestellt werden elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation. 17. November 2018 bis 3. März 2019
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Michael Wolf – Life in Cities
Fotoausstellung Hamburg . In einer umfassenden Ausstellung zeigt das Haus der Photographie in den Deichtorhallen den deutschen Fotografen Michael Wolf (*1954). Vorgestellt werden elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation. 17. November 2018 bis 3. März 2019

 

 

Michael Wolf, Einzelbild der Wandinstallation The Real Toy Story, China, 2004
Digital C-print mounted on forex
Approx. 125 x 100 cm
© Michael Wolf 2018
Copyright: © Michael Wolf 2018

 

Die Ausstellung Michael Wolf – Life in Citiezeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten, bisher unveröffentlichten Arbeiten. Michael Wolfs Werke reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.
 
Nach einem Studium bei Otto Steinert begann Wolf seine berufliche Karriere als Fotojournalist und arbeitete für renommierte Magazine wie GEO. Im Jahr 1994 zog er nach Hongkong, wo er acht Jahre als Vertragsfotograf für das Stern-Magazin arbeitete. 2003 wechselte Michael Wolf das Metier und wurde ein autonomer visueller Künstler. Dennoch bleibt seine Arbeit in der Tradition sozial engagierter Dokumentarfotografie verwurzelt. Sein Kernthema ist das Leben der Menschen in den großen, sich ständig verändernden Metropolen der heutigen Welt. Der zweimalige World Press Photo Award-Gewinner stellte u.a. auf der Venedig Biennale für Architektur aus und ist in der Sammlung des Metropolitan Museum of Art in New York vertreten.
 

Michael Wolf, Architecture of Density, Hong Kong, 2003-2014
Digital C-print mounted on dibond; wooden frame, no glass
180 x 269 cm
© Michael Wolf 2018

 


Das Herzstück der Ausstellung ist Wolfs beeindruckende Wandinstallation The Real Toy Story (2000–2018), die in den Deichtorhallen mit 23 × 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt. Über 20.000 Billigspielzeuge »Made in China« bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen und Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur überwältigenden Anzahl heiter-bunter Spielzeuge aus der industriellen Massenproduktion.

 

Michael Wolf, Tokyo Compression, Tokyo, 2010-2013
Pigment print on Hahnemühle paper, wooden frame, museum glass
110,5 x 88,5 cm (frame size)
© Michael Wolf 2018
Copyright: © Michael Wolf

 


 
Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Die Stadt ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie 100 × 100 (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in der chinesischen Metropole, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Wolfs Hochhaus-Ansichten in Architecture of Density (2003–2014), die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und entdecken die Schönheit der in der monotonen, brutalen Architektur der Wohnkomplexe. Michael Wolfs Serie Tokyo Compression mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokio gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

 

 Michael Wolf, The Transparent City, Chicago, 2006
Digital C-print, wooden frame, perspex or museum glass
156 x 123 cm
© Michael Wolf 2018
Copyright: © Michael Wolf 2018


 
Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Les Rencontres de la photographie in Arles erstmalig gezeigt. Begleitet wird die Ausstellung von dem englischsprachigen Buch Michael Wolf Works bei Peperoni Books mit Texten von Marc Feustel, Jan-Philipp Sendker, Wim van Sindern und Michael Wolf.

 

Bis 14. November 2018 sind am Hamburger Jungfernstieg Bilder aus der Serie Tokyo Compression von Michael Wolf zu sehen. Der Verein lebendiger Jungfernstieg e.V., die Deichtorhallen Hamburg und die Wall Gmbh präsentieren gemeinsam auf dem Hamburger Jungfernstieg das siebente Mal kostenlos Kunst im öffentlichen Raum. Die Outdoor-Ausstellung ist der Auftakt zur Ausstellung im Haus der Photographie.

 

Begleitet wird die Ausstellung von dem englischsprachigen Buch Michael Wolf Works mit Texten von Marc Feustel, Jan-Philipp Sendker, Wim van Sindern und Michael Wolf. Peperoni Books. 296 Seiten, ca. 400 Abbildungen, 24,5 x 30 cm, gebunden. Preis 50 Euro

 

 

10.11.2018 - 30.03.2019
Ausstellung Ulm . Für die Ausstellung "Lichte Momente" ist es dem Stadthaus Ulm gelungen Werke international renommierter Künstler und einer Künstlerin ins Haus zu holen, die Licht als erlebbares, sinnliches erfahrbares Ereignis zeigen. Die zweigeteilte Ausstellung zum 25-jährigen Bestehen des Stadthauses (Eröffnung des größeren, 1. Teils am 10. November und des kleineren Kabinett-Teils am 14. Dezember) wird Fotografien, Lichtobjekte und Installationen präsentieren.
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Lichte Momente
Ausstellung Ulm . Für die Ausstellung "Lichte Momente" ist es dem Stadthaus Ulm gelungen Werke international renommierter Künstler und einer Künstlerin ins Haus zu holen, die Licht als erlebbares, sinnliches erfahrbares Ereignis zeigen. Die zweigeteilte Ausstellung zum 25-jährigen Bestehen des Stadthauses (Eröffnung des größeren, 1. Teils am 10. November und des kleineren Kabinett-Teils am 14. Dezember) wird Fotografien, Lichtobjekte und Installationen präsentieren.



Aus der Serie "Paradise Now", 2005-2208 copyright Peter Bialobrzeski



Das Stadthaus Ulm wurde von dem New Yorker Architekten Richard Meier entworfen. Charakteristisch für Richard Meiers Gebäude ist das Wechselspiel von Innen und Außen. Die Räume sind durchdrungen vom Tageslicht. Was liegt also näher, als zum 25-jährigen Bestehen des Stadthauses das Licht in den Mittelpunkt zu rücken?
Der Schwerpunkt  des ersten Ausstellungsteils liegt auf der Fotografie. Mit Peter Bialobrzeski, Julius von Bismarck, Klaus Heider, Jürgen Grözinger, Andrei Loginov und Ralf Peters werden große Persönlichkeiten der Branche und die "Geheim"-Tipps des Stadthauses präsentiert.
 
Peter Bialobrzeski, Hamburger Dokumentarfotograf, hat sich mit überbordend wuchernden Naturfragmenten im künstlichen Licht asiatischer Megacities beschäftigt, deren Schönheit angesichts des Klimawandels hinterfragt werden muss: „Paradise Now“.
Der 2013 verstorbene Maler, Fotograf und Grafiker Klaus Heider stammte aus Göppingen und hat sich zeitlebens künstlerisch mit Licht befasst. Ins Stadthaus kommen fotografische Lichtzeichnungen sowie Aufnahmen aus dem römischen Pantheon, dessen berühmte Kuppel und ihr Lichteinfall durch das „Opaion“  im Kuppelzentrum, die Durch- dringung von Wissenschaft und Kunst, zeitlebens zentrale, sinnlich erlebbare Themen Heiders waren.

 

Talking to Thunder (Palm tree), 2017
Courtesy Julius von Bismarck und alexander levy, Berlin / Sies und Höke, Düsseldorf /
Marlborough Contemporary New York


Dem in Berlin lebenden Julius von Bismarck - ein Meisterschüler Olafur Eliassons - ist es gelungen, in der spannungsgeladenen Atmosphäre  des venezolanischen Dschungels Blitze zu provozieren und z.B. in eine Palme einschlagen zu lassen. So konnte er fast skulpturale Blitz-Momente in Fotografien einfangen: „Talking to thunder“.
Jürgen Grözinger ist dem Stadthauspublikum  als herausragender Musiker und Projektleiter der neuen Musik bekannt. Dass er auch ein begabter Fotograf ist, zeigen seine Arbeiten, die das Leben zwischen Licht und Dunkelheit in Island schildern. An zwei Abenden im Februar und März wird Grözinger seine visuellen Arbeiten durch musikalische Live-Performances erweitern.

 

Winter#5 2016/2017
Foto copyright Ralf Peters
courtesy Bernhard Knaus Fine Art, Frankfurt

 


Ralf Peters Fotografien changieren zwischen Nacht und Tag und führen uns mit virtuosem Balanceakt auf den Grenzen der Gewohnheit unseres Bildgebrauchs an das Limit unseres Sehens. Die Arbeiten seiner Serie „Night/Colours“ zeigen Industriebauten, Brücken oder Bäume, denen er durch eine extreme Beleuchtung geradezu Plastizität verleiht.
Der ebenfalls in Berlin lebende Weißrusse Andrei Loginov  schließlich kreiert scheinbar in Lichtkästen schwebende Skulpturen, im Stadthaus sind es Bienenwaben.  In seiner Serie PROTOTYPES, zu der die "Biosynthese"-Arbeiten gehören, arbeitet Loginov interdisziplinär zwischen Objektkunst und 3D-Fotografie.


Ergänzt werden die Fotografien von Lichtobjekten von Klaus Heider und der Lichtkünstlerin rosalie. Unter anderem wird die kleinere Version des letzten Werks gezeigt, das die 2017 verstorbene Stuttgarter Künstlerin realisieren konnte: eine Licht-Klang- Installation zu Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die sie zur Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie schuf.
Der im Luftraum präsentierte Stofftunnel von Domenico Strazzeri ist Lichtinstallation, Bühnenbild und Tanzutensil in einem. Zu festgelegten Zeiten wird der Tunnel durch Mitglieder der Strado Compagnia Danza mit Performances bespielt.


Ein räumlich gesehen kleinerer, zweiter Teil der Ausstellung wird im Dezember im Kabinett eröffnet. Er wartet mit weiteren Highlights der internationalen, aktuellen Kunstszene auf. „Round Rainbow“ heißt eine Installation, die der weltweit gefragte Künstler Ólafur Elíassion im Stadthaus präsentiert.  Sie zaubert einen sich ständig wandelnden Regenbogen und Lichtreflexe ins Innere des Kabinetts. Der Berliner Künstler Ulrich Vogl antwortet mit subtilen Licht-Schatten-Spielen direkt auf die Architektur von Richard Meier. Vogl kreiert fürs Stadthaus ein „Window Ulm“, das sich wandelnde
Schattenspiele auf die Wände zaubert. Ein erstes Fenster dieser Art zeigte Vogl 2010 in Berlin. Inzwischen tourten seine Fenster stets als an den jeweiligen Ort angepasste Variation durch zahlreiche Metropolen. Lichtkinetische Objekte, eine Art Malerei mit Licht, die gleichermaßen mit Farbkraft wie Emotionalität begeistern, von rosalie runden diesen zweiten Ausstellungsteil der Ausstellung ab.
 


Während der Ausstellung werden - an zahlreichen Terminen über die gesamte Laufzeit - Tanz- und Klangperformances zu erleben sein.


09.11.2018 - 03.03.2019
Ausstellung Berlin . Die Ausstellung im Museum für Fotografie zeigt gleichermaßen eine fotografische Bildgeschichte der Revolution in Berlin wie ein Panorama der Unterhaltungskultur dieser Monate. Von Willy Römer sind die meisten Aufnahmen der Revolution in Originalkontaktabzügen überliefert. 9.11.2018 bis 3.3.2019
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Berlin in der Revolution 1918/19
Ausstellung Berlin . Die Ausstellung im Museum für Fotografie zeigt gleichermaßen eine fotografische Bildgeschichte der Revolution in Berlin wie ein Panorama der Unterhaltungskultur dieser Monate. Von Willy Römer sind die meisten Aufnahmen der Revolution in Originalkontaktabzügen überliefert. 9.11.2018 bis 3.3.2019



Willy Römer
Spartakisten hinter Zeitungspapierrollen beim Barrrikadenkampf in der Schützenstraße, 11.1.1919
copyright Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek - Phototthek Willy Romer / Willy Römer

 

Die Revolution im Winter und Frühjahr 1918/19 entschied sich in den Straßen der Reichshauptstadt Berlin. Mit Demonstrationen vor Reichstag und Schloss feierten die Berlinerinnen und Berliner am 9. November 1918 die Abdankung des Kaisers, im Zeitungsviertel wurden im Januar 1919 aus Druckpapierrollen die Barrikaden der Spartakisten gegen die anrückenden Regierungstruppen errichtet, über die Frankfurter Allee zog nach dem Ende der Kämpfe der große Trauerkondukt zum Friedhof in Friedrichsfelde. Mit dabei waren immer die Pressefotografen, die mit ihren großen Plattenkameras die Redner in der Menge, die Soldaten hinter den Maschinengewehren, die Plakatwagen der Parteien für die Wahlen zur Nationalversammlung sowie die zerstörten Häuser und verwüsteten Plätze aufnahmen. Doch gleichzeitig ging der Alltag in der Stadt weiter, besuchten die Menschen die vielen Kinos mit ihrem expandierendem Filmangebot, amüsierten sich in Revuen und Kabaretts, tanzten Two-Step und Foxtrott. Die Ausstellung im Museum für Fotografie zeigt gleichermaßen eine fotografische Bildgeschichte der Revolution in Berlin wie ein Panorama der Unterhaltungskultur dieser Monate.

 

Willy Römer
Möbelwagen als Barrrikaden der Streikenden in der Prenzlauer Straße, Ecke Linienstraße, 7.3. 1919
copyright Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek - Phototthek Willy Romer / Willy Römer

 

 

Willy Römer
Maschinengewehrstand hinter Barrikaden aus Zeitungspapierrollen vor dem Messehaus in der Schützenstraße 11.1.1919
copyright Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek - Phototthek Willy Romer / Willy Römer

 


In den ersten Tagen der Revolution waren die Gebrüder Otto und Georg Haeckel die wichtigsten Pressefotografen. Als erfahrene Kriegsreporter begleiteten sie reaktionsschnell die spontanen Kundgebungen Unter den Linden und vor dem Schloss. Die Fotografen arbeiteten ohne Auftrag und boten Verlagen wie Mosse oder Ullstein ihre Aufnahmen an. Belege von den Kampfhandlungen selbst gibt es nur wenige. Eher stellten die Fotografen in den Kampfpausen Szenen mit Soldaten mit schussbereiten Waffen oder an den Barrikaden nach. Von Willy Römer sind die meisten Aufnahmen der Revolution in Originalkontaktabzügen überliefert. Eine seiner Fotografien entstand sogar unmittelbar vor seiner eigenen Festnahme durch einen Trupp Spartakisten.
In den Kinos berichteten die Wochenschauen deutschlandweit von den Kundgebungen und Demonstrationen in Berlin, brachten Film-Porträts der Minister der neuen Reichsregierung und zeigten als Beweis für die wieder hergestellte Ordnung Alltagsszenen aus den Straßen der Hauptstadt. Gleichzeitig warben sie für die Nationalversammlung. Aufgrund der längeren Produktionsabläufe boten die Spielfilme im Winter 1918/19 noch keinen Reflex auf die Revolution. Doch ermöglichte die Aufhebung der Zensur die Produktion neuer, gewagter Filme, die sich etwa gegen die strafrechtliche Verfolgung Homosexueller richteten.

 

Willy Römer
Einzug der Jägerdivision, Vorbeimarsch der Garde-Jäger vor General Arnold Lequis,
links der Pressefotograf Walter Gircke mit seiner Kamera, 10./11.12.1918

copyright Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek - Phototthek Willy Romer / Willy Römer



Als Reaktion auf das Ende des Krieges und ohne zunächst den Gefahren der Revolutionskämpfe Rechnung zu tragen, herrschte im Winter und Frühjahr 1918/19 in Berlin eine beispiellose Vergnügungssucht. Neben Opernhäusern und Sprechtheatern frequentierten die Berlinerinnen und Berliner die populäreren Operetten- und Revuetheater, die Kinos, aber auch Ballhäuser oder Kaschemmen, um dort zu tanzen. Dabei gab es auch Revuen, die tagesaktuell auf Themen wie die Wohnungsnot und die Streiks reagierten. Die Misere der Kriegsinvaliden war gleichfalls ein Sujet der populären Musik. In dem Lied Bein ist Trumpf aus dem Jahr 1919 wird das Schicksal vieler kriegsversehrter Männer angesprochen: der Tanz mit dem Holzbein oder der Prothese im Getriebe eines sich immer weiter drehenden Weltgefüges.
Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds
Kooperationspartner: bpk-Bildagentur und ullstein bild

Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, Berlin

04.11.2018 - 10.03.2019
Ausstellung Siegen . "Sigmar Polke und die 1970er Jahre" wirft mit mehr als 350 Exponaten einen kaleidoskopischen Blick auf Sigmar Polkes künstlerische Produktion sowie sein Netzwerk in dieser Zeit.Präsentiert wird die Ausstellung vom Museum für Gegenwartskunst. Bis 10.3.2018
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Sigmar Polke und die 1970er Jahre
Ausstellung Siegen . "Sigmar Polke und die 1970er Jahre" wirft mit mehr als 350 Exponaten einen kaleidoskopischen Blick auf Sigmar Polkes künstlerische Produktion sowie sein Netzwerk in dieser Zeit.Präsentiert wird die Ausstellung vom Museum für Gegenwartskunst. Bis 10.3.2018

Sigmar Polke, Gaspelshof/ Mu Nieltam Netorruprup, 1975 Estate of Memphis Schulze 
(c) Estate Sigmar Polke/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

Vor einiger Zeit hat die Sammlung Lambrecht-Schadeberg eine Fotogruppe des Rubenspreisträgers Sigmar Polke (1941-2010) erworben. Die 85 Fotos aus dem Zeitraum 1973-78 stammen aus dem Besitz von Katharina Steffen, einer ehemaligen Partnerin des Künstlers. Sie hatte die Bilder von ihm während ihrer Beziehung erhalten und taucht oftmals auch selbst als Protagonistin auf. Die Fotos geben Anlass für einen kaleidoskopischen Blick auf Polkes künstlerische Produktion sowie sein Netzwerk in jener Zeit.

 

Sigmar Polke, Ohne Titel (Giornico), 1977 Sammlung Lambrecht-Schadeberg/Rubenspreisträger der Stadt Siegen
(c) The Estate of Sigmar Polke/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018



Die Orte des Geschehens: 1. Der Gaspelshof in Willich bei Düsseldorf, einer Künstlerkommune und zugleich Satellit der Düsseldorfer Szene, 2. Zürich, Wohnort Katharina Steffens mit lebendiger Untergrundszene, 3. Bern: Standort der wichtigen Galerie Toni Gerber und des legendären Kurators Harald Szeemann.

Beispielhaft zeigt sich an diesen Orten, wie weit verzweigte Verbindungen zwischen Künstlern aufgebaut und versponnen wurden. Ähnlich wie in der westdeutschen Szene gab es eine starke Aufbruchsstimmung in der Schweiz, allen voran die Aktivitäten der feministischen Künstlerinnen in der Frauenrakete in Zürich. Während in Düsseldorf eine stärkere Künstlerszene bestand, war die Züricher Szene eine heterogene Mischung aus Kulturschaffenden, Freigeistern, Studenten, Rockern etc.

 

Sigmar Polke, Quetta, Pakistan, 1974. Übermalte Fotografie.
Sammlung Lambrecht-Schadeberg/Rubenspreisträger der Stadt Siegen 
© 2018 The Estate of Sigmar Polke / VG Bild-Kunst, Bonn



Die Fotokamera Polkes war bei allen Reisen, Ausstellungseröffnungen, freundschaftlichen Aktivitäten und gemeinsamen Spielen dabei. Das Leben war eine Performance. Und immer ging es ihm wie den anderen Künstlern darum, die künstlerische Produktion und den künstlerischen Habitus neu zu finden.
Die 1970er Jahre bei Polke waren geprägt von der Übertragung der Kritik an bürgerlichen Ordnungen auf die eigene Lebensführung, so dass Kunst, revolutionärer Zeitgeist und Alltag sich gegenseitig durchdrangen.
Ein Katalog erscheint voraussichtlich im März 2019.

 

Ein Katalog erscheint im Frühjahr 2019.

  

Museum für Gegenwartskunst Siegen, Unteres Schloss 1, Siegen

 

 

10.05.2018 - 10.03.2019
Ausstellung Mannheim . Nach dem Erfolg der Mitmach-Ausstellung "Total genial!" bieten die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim auch in diesem Jahr ein Highlight für die ganze Familie an. Die Schau "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." im Museum Weltkulturen ist eine überraschende Safari in die Welt der Tiere.Die Besucher können selbst Teil der Szenerie werden. Mit der eigenen Kamera oder dem Handy kann man die witzigsten Szenen einfangen. 10. Mai 2018 bis 10. März 2019
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Rem Mannheim: "Einfach tierisch eine Safari für die ganze Familie“ ab 10.5.2018
Ausstellung Mannheim . Nach dem Erfolg der Mitmach-Ausstellung "Total genial!" bieten die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim auch in diesem Jahr ein Highlight für die ganze Familie an. Die Schau "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." im Museum Weltkulturen ist eine überraschende Safari in die Welt der Tiere.Die Besucher können selbst Teil der Szenerie werden. Mit der eigenen Kamera oder dem Handy kann man die witzigsten Szenen einfangen. 10. Mai 2018 bis 10. März 2019

  © Tricture by eli - eine lose Idee - GmbH

 

Einen Dinosaurier füttern, mit Tiger und Leoparden auf Tuchfühlung gehen, einen Delfin streicheln, mit Fischen tauchen oder eine Mammutfamilie retten – all das und noch viel mehr erwartet große und kleine Besucher ab 10. Mai 2018 in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. Die Mitmach-Ausstellung "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." lädt zu einer außergewöhnlichen Safari mit besonderem Foto-Spaß und spielerischer Wissensvermittlung ein.

 

  © Tricture by eli - eine lose Idee - GmbH

 

 

Der Museumsbesuch verwandelt sich in ein Abenteuer: Große fotorealistische Bilder entführen in die Welt der Tiere – von der Zeit der Saurier bis heute, von den Tiefen des Ozeans bis hoch in die Lüfte, von der Savanne Afrikas über den chinesischen Bambuswald bis ins heimische Maisfeld. Die Besucher begegnen vielen unterschiedlichen Tieren. Sie stehen Dino, Panda & Co. jedoch nicht nur Auge in Auge gegenüber, sondern können selbst Teil der Szenerie werden. Welche Pose sie einnehmen, bleibt den Gästen selbst überlassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Besucher können die Aktion mit ihrer eigenen Kamera oder dem Handy festhalten – ein Gewinn für jedes Familienalbum und Spaßgarantie für Facebook & Co. Die Bilder sind bis zu 6 Meter lang und 3,60 Meter hoch. Sie wurden zweidimensional gemalt, durch trickreiche Gestaltung und mit den Besuchern entsteht beim Fotografieren jedoch ein überraschender 3D-Effekt.  

Gleichzeitig nimmt die Schau Kinder und Erwachsene auf eine interaktive Wissensreise durch die Welt der Tiere mit. Eindrucksvolle Objekte aus dem Naturreich wie beispielsweise der Schädel eines T-Rex oder das Skelett eines großen Flugsauriers bringen den Besuchern die Giganten der Vorzeit nah. An zahlreichen Stationen ist Anfassen ausdrücklich erwünscht. Wie fühlt sich beispielsweise die Haut eines Hais oder der Zahn eines Mammuts an? Spannende Wissensinfos zu den einzelnen Tieren sorgen garantiert für Aha-Erlebnisse. Bei einem Quiz stellen die Gäste ihr neu gewonnenes Wissen unter Beweis.

Die Ausstellung "Einfach tierisch!" ist vom 10. Mai 2018 bis 10. März 2019 im Museum Weltkulturen D5 der Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen.

www.rem-mannheim.de

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