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Fotoausstellungen

25.05.2019 - 31.08.2019
Fotoausstellung Zingst . Im Max Hünten Haus in Zingst an der Ostsee werden anlässliche des Fotofestivals horizonte die Bilder des japanischen Naturfotografen Takehiko Sato gezeigt. Außerdem wird der Fotograf in diesem Jahr mit dem "horizonte international photo award" ausgezeichnet. Fotoausstellung Zingst . Im Max Hünten Haus in Zingst an der Ostsee werden anlässliche des Fotofestivals horizonte die Bilder des japanischen Naturfotografen Takehiko Sato gezeigt. Außerdem wird der Fotograf in diesem Jahr mit dem "horizonte international photo award" ausgezeichnet.
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Takehiko Sato - Geheimnisvolle Welt - magische Natur"
Fotoausstellung Zingst . Im Max Hünten Haus in Zingst an der Ostsee werden anlässliche des Fotofestivals horizonte die Bilder des japanischen Naturfotografen Takehiko Sato gezeigt. Außerdem wird der Fotograf in diesem Jahr mit dem "horizonte international photo award" ausgezeichnet. Fotoausstellung Zingst . Im Max Hünten Haus in Zingst an der Ostsee werden anlässliche des Fotofestivals horizonte die Bilder des japanischen Naturfotografen Takehiko Sato gezeigt. Außerdem wird der Fotograf in diesem Jahr mit dem "horizonte international photo award" ausgezeichnet.

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Tanz der Schmetterlinge.
Hunderte von Schmetterlingen auf dem Weg zu einer Wasserquelle. Der Fotograf lag inmitten des Geschehens,
als ein großer Schwarm seinen Durst stillen wollte (Thailand).

 

Die Fotografien von Takehiko Sato lassen sich zwar der Naturfotografie zuzordnen, aber innerhalb dieses Spektrums von Motiven bewegt sich der Fotograf völlig frei von konventionellen Vorstellungen der Makrofotografie. Viele der Lebewesen, die Takehiko Sato fotografiert, sind so klein, dass sie für gewöhnlich übersehen werden. Solche „unsichtbaren“ Lebewesen ziehen ihn als Motive geradezu magisch an. Wenn er in entlegenen Wäldern unterwegs ist und auf diese kleinen Kreaturen trifft, spürt er immer eine besondere Atmosphäre. Zum Beispiel gibt es eine bestimmte Art von Bakterien, die zur Familie der Amöben zählt, die weder Pflanzen noch Tiere noch Pilze sind. Sato findet solche Entdeckungen hochspannend, weil er bei ihnen so etwas wie den Ursprung des Lebens spürt. Der Fotograf nimmt sich die Zeit, um genau hinzuschauen. Denn auf den ersten Blick ist selten zu erkennen, was ein Lebewesen wirklich ausmacht.

 

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Wunderliches Netzwerk auf dem Waldboden.
Schleimpilze sind weder Pilze noch Tier noch Pflanze. Es sind einzellige Lebewesen,
die in mannigfaltigen Farben und Mustern ein eigenes Aderwerk bilden.

 

Takehiko Sato bekennt: „Ich würde mir wünschen, dass der Betrachter meiner Bilder die Vielfalt und das Wunder des Lebens spüren kann. Aber ich denke, dass die meisten Menschen in ihrem Alltag vergessen haben, dass sie zu einem großen Ganzen gehören und das Bewusstsein dafür möchte ich wecken.“ Denn wenn es das Leben gibt, dann gibt es auch den Tod. Dieser Teil des Lebens ist absolut natürlich und kann jedes Lebewesen sofort und ohne Vorwarnung treffen. In seinen Fotografien möchte Takehito Sato tote und lebendige Dinge gleichzeitig zeigen, Bilder, in denen der Tod zu neuem Leben führt. Es gibt beispielsweise ein Bild mit den Schmetterlingen, das geradezu mysteriös ist. Es zeigt die Spannung zwischen Schönheit und Vergänglichkeit. Das ist für Sato die tiefe Empfindung der Natur, das Geheimnis des Lebens.

Der Japaner ist Jahrgang 1983. Nach seinem Studium der Forstzoologie, entschied sich Takehiko Sato für die Fotografie. Im Jahr 2018 gewann er den Japan Photography Association Newcomer Award.

Der japanische Naturfotograf Takehiko Sato wird in diesem Jahr mit dem „horizonte international photo award“ ausgezeichnet. Die Anerkennung wird dem Fotografen zuerkannt, weil er mit seiner Kamera in bisher nicht bekannte Motivwelten vordringt. Sato lädt die Betrachter zu einer Entdeckungsreise voller visueller Überraschungen in verborgene Bereiche ein.?

 

Vernissage: 27.5.2019 um 11 Uhr im Max Hünten Haus, Zingst

 

 

 

24.05.2019 - 15.10.2019
Fotoausstellung Zingst . Zum Fotofestival horizonte zingst wird die Leica Galerie die ungewöhnlichen Tierporträts von Ekaterina Sevrouk zeigen, die mit ihren Bildern  in letzte Paradiese entführt.  Die kunstvollen Anordnungen aus Tierrpräperaten und Pflanzenarrangements der Künstlerin Ekaterina Sevrouk beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und Phantasie.24.5. bis 15.10.2019
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Ekaterina Sevrouk – Last Paradise
Fotoausstellung Zingst . Zum Fotofestival horizonte zingst wird die Leica Galerie die ungewöhnlichen Tierporträts von Ekaterina Sevrouk zeigen, die mit ihren Bildern  in letzte Paradiese entführt.  Die kunstvollen Anordnungen aus Tierrpräperaten und Pflanzenarrangements der Künstlerin Ekaterina Sevrouk beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und Phantasie.24.5. bis 15.10.2019

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Fotoausstellung „Last Paradise“ mit Bildern von Ekaterina Sevrouk.
Gedruckt wurden die Exponate in der intensiven Farbgebung
des Chromaluxe-Farbsublimationsverfahren.

 

Für ihr Projekt „Last Paradise“ besuchte die Fotografin immer wieder naturkundliche Museen und hatte freien Zugang zu Bereichen, die als „toter Zoo“ benannt werden. Die Zahl dieser Präparate wächst ständig um weitere Exemplare. „Last Paradise” schärft den Blick für eine wundervolle Natur, die schon Vergangenheit ist und mahnt damit, der weiteren Zerstörung Einhalt zu gebieten.

 

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Die Fotoausstellung “Last Paradise“ von Ekaterina Sevrouk zeigt
in kunstvollen Arrangements bedrohte und bereits ausgestorbene Tierarten.

 

 

Ekaterina Sevrouk:  „Ich möchte, ohne wie ein Moralapostel zu wirken, eine morbide Ästhetik des „letzten Paradieses“, unserer überwältigenden Ignoranz schaffen. Gewiss ist auch ein humoristisches Element vorhanden – die Prämisse und ihre Verwirklichung erinnern ein wenig an russischen Humor.“

 

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Fotoausstellung „Last Paradise“  von Ekaterina Sevrouk.
Die Bilder haben eine suggestive Anziehungskraft und beziehen
ihre Wirkung aus Perfektion und kunstvollem Arrangement.

 

In Moskau geboren zog sie nach dem Studium der deutschen Philologie und Kunstgeschichte 2011 nach Wien. Seit 2015 lebt sie in Berlin, wo sie als selbständige Fotografin mit dem Schwerpunkt auf sozial engagierten Kunstprojekten tätig ist.

Mit ihrer Leica S ist es der Fotografin gelungen, alle Details bis ins Kleinste sichtbar und lebendig zu machen. Die Ausstellungsbilder wurden im ChromaLuxe-Farbsublimationsverfahren gedruckt, um ein Maximum an Intensität und Leuchtkraft zu erzielen.

 

 

23.05.2019 - 08.08.2019
Fotoausstellung Hannover . Licht spielt in der Arbeit des brasilianischen Fotografen Gustavo Minas eine wichtige Rolle. Er fühlt sich von Farben magisch angezogen. Zur Eröffnung der Ausstellung mit Gustavo Minas am Donnerstag, dem 23. Mai 2019 in der Freelens Galerie spricht Lois Lammerhuber, Fotograf und Verleger.
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Gustavo Minas - Maximum Shadow Minimal Light
Fotoausstellung Hannover . Licht spielt in der Arbeit des brasilianischen Fotografen Gustavo Minas eine wichtige Rolle. Er fühlt sich von Farben magisch angezogen. Zur Eröffnung der Ausstellung mit Gustavo Minas am Donnerstag, dem 23. Mai 2019 in der Freelens Galerie spricht Lois Lammerhuber, Fotograf und Verleger.

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Oft ist Gustavo Minas früh morgens unterwegs, noch lieber aber am späten Nachmittag, wenn die urbane Kulisse beginnt, ihre langen Schatten zu werfen. Minas streift durch das Licht- und Schattenreich der brasilianischen Großstädte und bringt sich nach und nach in einen Zustand der Selbstvergessenheit. Ein Zustand, der ihn überaus produktiv werden lässt. Das Sonnenlicht verfängt sich auf den Fronten von Läden und in den Gesichtern der Passanten und verändert sie auf faszinierende Weise. Es sind genau diese Momente, für die der Fotograf ein Auge hat. Die Ergebnisse bergen komplexe Licht- und Spiegelsituationen in sich, die für den Betrachter nicht so einfach zu entschlüsseln sind.

 

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Minas Szenen sind bestimmt von schillernden Farben, Reflexionen auf Glas, Schattenspiel, bunten Kleidern und dem Zusammenspiel von menschlichen Gesten und geometrischen Formen. Immer wieder erreicht der Fotograf eine faszinierende Balance aus formalen Elementen und überraschenden Inhalten. Das eine Mal sind seine Bilder äußerst rätselhaft, ein anderes Mal fesseln sie durch die Einfachheit des Vorgefundenen. Gustavo Minas ist jemand, der sich üblichen Konzepten der Straßenfotografie entzieht und dem es gelingt, alltägliche Szenen in Mysterien zu verwandeln.

 

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Gustavo Minas (Jahrgang 1981) hat zunächst Journalismus studiert, um darauf ein Jahr nach Europa zu reisen und in London als Kellner zu jobben. Nach seiner Rückkehr in sein Heimatland arbeitete er für eine etablierte Tageszeitung in São Paulo. Während dieser Zeit entdeckte er auch die Fotografie für sich und studierte bei dem bekannten brasilianischen Fotografen Carlos Moreira. Seit 2009 fotografiert er und hat seither mit seinen Arbeiten verschiedene Preise gewonnen. Minas Fotos wurden in internationalen Magazinen veröffentlicht und in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. »Maximum Shadow Minimal Light« ist seine erste Einzelausstellung in Europa.

Zeitgleich zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Buch im Lammerhuber Verlag.

 

 

04.05.2019 - 13.07.2019
Fotoausstellung Nürnberg . Man kann fast sagen, sie sind sein Markenzeichen – die Eisbären. Auf vielen Reisen hat der bekannte Naturfotograf Norbert Rosing faszinierende einmalige Motive von den größten an Land lebenden Raubtieren geschossen. Die Nürnberger Leica Galerie zeigt eine Auswahl seiner Bilder aus der Arktis. 4. Mai bis 13. Juli 2019
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Norbert Rosing: Wilde Arktis – Im Reich der Eisbären
Fotoausstellung Nürnberg . Man kann fast sagen, sie sind sein Markenzeichen – die Eisbären. Auf vielen Reisen hat der bekannte Naturfotograf Norbert Rosing faszinierende einmalige Motive von den größten an Land lebenden Raubtieren geschossen. Die Nürnberger Leica Galerie zeigt eine Auswahl seiner Bilder aus der Arktis. 4. Mai bis 13. Juli 2019

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Norbert Rosing ist einer der renommierteste Arktis- und Eisbärenkenner Deutschlands. Zwei Jahrzehnte durchquerte er auf über fünfzig Reisen die kanadische Arktis und Spitzbergen im äußersten Norden Europas, um die Faszination dieses großen Lebensraums zu fotografieren. 

 

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Es begann aus Liebe zur Fotografie, zur Natur und Rosings unbändigen Reiselust und Neugier. Der Weg ist das Ziel, immer wieder auf Entdeckungsreisen zu sein ist Norbert Rosings  Leben. Den größten Teil des Jahres ist Norbert Rosing unterwegs im Auto, im Flugzeug, auf dem Boot oder Motorschlitten, um zu seinen Tieren oder zu entlegenen Landschaften zu gelangen. 

Die Bilder, die er auf diesen Reisen schafft, sind legendär, ganz besonders seine prächtigen Farbaufnahmen von wilden Tieren in der arktischen Natur - aber inzwischen auch seine ausdrucksstarken, äußerst ästhetischen Schwarzweiß-Fotografien.

Im Herbst 2016 verbrachte er mehrere Wochen an der Westküste Grönlands. Die imposanten Eisberge, das atemberaubende Licht und die unendlichen Weiten der Landschaft schlugen ihn in ihren Bann, und er hielt seine Eindrücke mit der Kamera fest.

Und immer wieder hat es ihm ein Tier besonders angetan: der Eisbär mit seinem kräftigen Körper, mit seinem dichten, fast weißen Fell, aber auch mit seinem ausgeprägten Sozialverhalten. Wie keinem anderen ist es dem Fotografen gelungen, das Leben dieses Tieres in seinem arktischen, zunehmend bedrohten Lebensraum in eindrucksvollen Bildern festzuhalten. Der Eisbär, der mit dem Reifen spielt, die Eisbärenmutter mit ihren Jungen, der Eisbär auf der treibenden Eisscholle … Bilder die weltberühmt geworden sind. 

Leica Galerie Nürnberg, Obere Wörthstraße 8, Nürnberg

 

 

Cover Rosing

 

Einen Eindruck von Norbert Rosings Bilderwelt vermittelt auch der im Knesebeck Verlag erschienene Bildband "Up Here". Das Buch ist eine unvergleichliche Kollektion seiner schönsten Bilder. Es versammelt die besten Aufnahmen von Norbert Rosing aus der Zeit von 1988 bis 2016. 

Knesebeck Verlag

Norbert Rosing

Up Here Fotografische Abenteuer im hohen Norden

Gebunden, 160 Seitenmit 150 Farbabbildungen

Preis 75 Euro

ISBN 978-3-86873-918-3

 

 

 

 

26.04.2019 - 27.07.2019
Fotoausstellung Ludwigshafen . In einer Sonderausstellung zeigt das Stadtmuseum Ludwigshafen über 50 schwarz-weiß-Fotografien, die Annedore Rieder in den Jahren 1950-54 mit einer zweiäugigen Rollencord-Kamera aufnahm. 26.4. bis 27.7.2019
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Annedore Rieder - Eine Stadt und ihre Menschen in den 1950er Jahren
Fotoausstellung Ludwigshafen . In einer Sonderausstellung zeigt das Stadtmuseum Ludwigshafen über 50 schwarz-weiß-Fotografien, die Annedore Rieder in den Jahren 1950-54 mit einer zweiäugigen Rollencord-Kamera aufnahm. 26.4. bis 27.7.2019

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Flirt - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Die originalen Negative von  Annedore Rieder wurden im Format 50 auf 50 cm aktuell digital restauriert sowie bearbeitet im Sinn der Fotografin und der damaligen Praxis. Diese modern prints bestehen aus Abzügen auf Barytpapier mit dem Trägermaterial Alu-Dibond. Hinzu kommt eine weitere Auswahl von Fotografien in Form digitaler Diashows auf Monitoren.

 

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Lutherkirche Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Die 1950er-Jahre waren für Ludwigshafen, seine Stadtentwicklung und sein wachsendes Selbstverständnis nachdem Ende des Zweiten Weltkriegs eine prägende Epoche. Die Industriebetriebe nahmen ihre Arbeit wieder auf, das Stadtbild veränderte sich, neue Bau- und Verkehrskonzepte entstanden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen jedoch die Menschen dieser Stadt, inmitten von Alltagssituationen. In schwarzweiß  fotografiert wurden sie von Annedore Rieder, die im Jahr 1919 als Annedore Reinhard in Ludwigshafen zur Welt kam.

 

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Hafen - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

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Markt - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Als junge Frau war sie erfolgreiche Leichtathletin beim TSG Friesenheim und erlernte dann den Beruf der Chemotechnikerin. Nach ihrer Heirat mit dem Physiker und BASF-Angestellten Dr. Fritz Rieder wohnte die Familie am Ebertpark im Stadtteil Friesenheim. Als Mutter von drei Kindern war ihr eine eigene Karriere im Kontext des Familienmodells und Frauenbildes ihrer Zeit verwehrt.

In ihrer Freizeit befreundete sich Annedore Rieder mit Paul Carell, der das erste namhafte Fotostudio in der Ludwigstraße inne hatte. Durch ihn erlernte sie das professionelle Fotografieren. Ihre künstlerisch beeindruckenden Aufnahmen stammen größtenteils aus den Stadtteilen Friesenheim, Hemshof, Oppau sowie der Innenstadt. Die von ihr benutzte Kamera war eine kostbare zweiäugige Rolleicord. Annedore Rieder verstarb in Ludwigshafen im Jahr 2007.

 

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ViaduktStadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

 

Die Ausstellung präsentiert eine behutsam kuratierte Auswahl aus dem Gesamtbestand der Fotografin. Entstanden ist ein eindrückliches Portrait von Menschen in ihrer Stadt Ludwigshafen zu einer Zeit, als der Wiederaufbau noch nicht vom sogenannten Wirtschaftswunder abgelöst worden war.

Ein Ausstellungskatalog ist in Planung.

Stadtmuseum Ludwigshafen, Im Rathaus-Center (obere Ebene), Rathausplatz 20, Ludwigshafen am Rhein

13.04.2019 - 15.06.2019
Fotoausstellung Greifswald . Vier Künstler/innen aus Frankreich - Francois Delebecque, Jean-Christophe Ballohm Alain Cornu, und Anna Muller - stellt die Galerie STP in der Ausstellung "French Romanticism" mit Ihren Arbeiten vor. 13.4. bis 15.6. 2019
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French Romanticism
Fotoausstellung Greifswald . Vier Künstler/innen aus Frankreich - Francois Delebecque, Jean-Christophe Ballohm Alain Cornu, und Anna Muller - stellt die Galerie STP in der Ausstellung "French Romanticism" mit Ihren Arbeiten vor. 13.4. bis 15.6. 2019
Francois
 
Francois Delebecque PALMIERS BÈNIN 2015
 
 
Die Romantik hat in den verschiedensten Ländern starke Spuren hinterlassen und findet selbst nach Jahrhunderten immer neue Wege in die Kunst der Gegenwart. In dieser Ausstellung tragen vier Künstler/innen aus Frankreich die Gedanken der historischen Romantik in ihren Fotografien weiter. Malerische Bäume, die nächtlichen Dächer über Paris, mystisches Licht in einsamer Landschaft und ruinöse Architektur erzählen von der Stimmung und den Motiven einer wohl niemals vergessenen Zeit.
 
 
Alain
 
© Alain Cornu TREES 2005
 

Galerie STP, Mühlenstraße 20, Greifswald

11.04.2019 - 29.06.2019
Fotoausstellung Köln . Zehn bis dreißig Jahre alt sind die Polaroids von HG Esch, die in der mirko mayer Galerie gezeigt werden. Diese zunächst nur als Test genutzten Bilder haben eine eigene Geschichte hinter sich: Oberflächenrisse und kleine Knicke verleihen ihnen eine geheimnisvolle Aura. 11.4. bis 29.6..2019
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HG Esch - Vom Proof zur Kunst
Fotoausstellung Köln . Zehn bis dreißig Jahre alt sind die Polaroids von HG Esch, die in der mirko mayer Galerie gezeigt werden. Diese zunächst nur als Test genutzten Bilder haben eine eigene Geschichte hinter sich: Oberflächenrisse und kleine Knicke verleihen ihnen eine geheimnisvolle Aura. 11.4. bis 29.6..2019

FP Burj_al_Arab_2001

Burj al Arab, 2001

 

Zur Zeit erlebt das Sofortbild eine Renaissance. Welchen Charme dieses Medium auch nach Jahrzehnten entwickelt zeigen die Bilder des Architekturfotografen HG Esch. Die in der Ausstellung vorgestellten Polaroids sind mindestens zehn bis dreißig Jahre alt, meist erheblich mehr. Sie haben also eine eigene Geschichte hinter sich, sind durch Oberflächenrisse und kleine Knicke, oft gar durch ganze Schicht-Abreißungen. Es spricht für die Umsicht des Fotografen HG Esch, die er seinem Werk angedeihen lässt, dass er solche Bilder nicht wegwirft oder aussondert, sondern so lagert, dass sie eines Tages neue Interpretationen erfahren können.
Die letzten der hier vorgestellten Polaroid-Arbeiten stammen aus den Jahren 2004 und 2005. Ein wenig ist, wie erwähnt, von dem Sofortbild noch übriggeblieben. 

 

FP Sankt_Mauritius_Cologne_1993

Sankt Mauritius Cologne, 1993

 

 

FP Christi_Auferstehung_Cologne_1996

Christi Auferstehung Cologne, 1996

 

 

HG Esch, 1964 in Neuwied geboren, absolvierte eine klassische Fotoausbildung. Seit 1989 arbeitet er als freischaffender Architekturfotograf für nationale und internationale Architekturbüros. Neben Auftragsarbeiten ist dabei ein eigenständiges Werk entstanden. Bekannt wurden die vielfach international ausgestellten und in mehreren Buchpublikationen veröffentlichten Serien wie Megacities, City and Structure oder Cities Unknown, die sich mit westlichen und asiatischen Megastädten beschäftigen.

 

mirko mayer Galerie, Erftstraße 29, Köln

07.04.2019 - 23.06.2019
Fotoausstellung Aachen . Diese Retrospektive im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion Aachen zeigt erstmals in Deutschland den Facettenreichtum von Bruce Davidsons Werk in der größten Übersicht über sein Gesamtwerk. Vom 7. April bis 23. Juni 2019. Vernissage 7. April 12 Uhr
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Bruce Davidson – Retrospektive
Fotoausstellung Aachen . Diese Retrospektive im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion Aachen zeigt erstmals in Deutschland den Facettenreichtum von Bruce Davidsons Werk in der größten Übersicht über sein Gesamtwerk. Vom 7. April bis 23. Juni 2019. Vernissage 7. April 12 Uhr

New York City, USA, 1962© Bruce Davidson_Magnum Photos

New York City, USA, 1962
© Bruce Davidson /Magnum Photos

 

 

Exakt 60 Jahre ist es her, dass Bruce Davidson 1959 von Magnum Photos als vollwertiges Mitglied aufgenommen wurde. Damals war der US-Amerikaner gerade einmal 26 Jahre alt. Seither hat er die Agentur, von der er von keinem Geringeren als Magnum-Mitgründer Henri Cartier-Bresson erfuhr, als sie sich im Paris der 1950er begegneten, geprägt wie kaum ein anderer. In den Folgejahren bi s in die 1960er hinein schärfte Bruce Davidson sein Profil mit Arbeiten über Subkulturen und Lebenswelten am Rand der Gesellschaft. Dazu gehören Serien über einen Kleinwüchsigen in der Zirkuswelt (The Dwarf), eine Clique junger Freigeister (Brooklyn Gang), Alltag rund um Rassentrennung versus Integration (Freedom Rides). Davidson gilt heute daher als richtungsweisender Pionier der Sozialdokumentarischen Fotografie. In den 1960ern lichtete er die Bürgerrechtsbewegung (Time of Change) ebenso ab wie Harlem als sozialen Brennpunkt New Yorks (East 100th Street). Jahrzehnte später wendete er sich Landschaften zu, zuletzt bis 2013 der Nature of Los Angeles.

Diese Retrospektive zeigt erstmals in Deutschland den Facettenreichtum von Bruce Davidsons Werk in der größten Übersicht über sein Gesamtwerk. Der humanistische Ansatz seiner Fotografie und eine moralische Haltung schimmern stets durch, wenn der 1933 Geborene sich länderübergreifend eine Vielzahl von Realitäten stets mit persönlichem Blick und Hingabe visuell zu eigen macht.

Kunst- und Kulturzentrum, Austraße 9, Aachen

Weitere Infos:

www.kuk-monschau.de

 

05.04.2019 - 15.06.2019
Fotoausstellung Wien . Das Projekt „Last Paradise“ von Ekaterina Sevrouk entstand im "toten Zoo" des Haus der Natur in Salzburg. Es soll die Ambivalenz zwischen scheinbarer Erhaltung bzw. Neugestaltung mit der einhergehenden Zerstörung auf ihre ganz eigene Art visualisiert werden. Ausgestellt werden die Motive in der Leica Galerie Wien. 5. April bis 15. Juni 2019
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Ekaterina Sevrouk – Last Paradise
Fotoausstellung Wien . Das Projekt „Last Paradise“ von Ekaterina Sevrouk entstand im "toten Zoo" des Haus der Natur in Salzburg. Es soll die Ambivalenz zwischen scheinbarer Erhaltung bzw. Neugestaltung mit der einhergehenden Zerstörung auf ihre ganz eigene Art visualisiert werden. Ausgestellt werden die Motive in der Leica Galerie Wien. 5. April bis 15. Juni 2019

Ekaterina

copyright Ekaterina Sevrouk

 

 

 

 

Für ihr Projekt „Last Paradise“ besuchte Ekaterina Sevrouk immer wieder das Haus der Natur in Salzburg und hatte freien Zugang zum sogenannten „toten Zoo“. So wird in vielen Museen die taxidermische Sammlung liebevoll benannt, die durch den fortschreitenden Klimawandel und anderen Umständen durch zahlreiche weitere Exemplare ergänzt wird.
Mit viel Liebe fürs Detail arrangiert und inszeniert sie ihre Motive. Durch das Einsetzen von teils sehr kräftigen Farben unterstützt sie die Wirkung in einer poppigen und extravaganten Art und Weise. Mit ihrer Leica S ist es ihr gelungen alle Details bis ins Kleinste sichtbar und lebendig zumachen.

Ekaterina Sevrouk ist in Moskau geboren,studierte Philologie und Kunstgeschichte bevor sie im Jahr 2011 nach Wien zog.Seit 2015 lebt sie in Berlin, wo sie als selbständige Fotografin arbeitet.
Die Fotografin war schon unter den Finalisten beim Leica Oskar Barnack Award 2017.
Die Fotografien der Ausstellung können käuflich erworben werden.

 


Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien

 

 

04.04.2019 - 05.05.2019
AusstellungHannover. Der belgische Fotograf Michel Vanden Eeckhoudt war ein Streethunter. Sein Jagdgebiet, wenn man es so bezeichnen will, war die Straße und manchmal, wie in Zoos, auch der halböffentliche Raum. Im Jahre 2015 ist der Fotograf, der sich weltweit einen großen Namen gemacht hatte, nach langer schwerer Krankheit gestorben. Jetzt zeigt die GAF eine Retrospektive seines Schaffens. 4. April bis 5. Mai 2019
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Michel Vanden Eeckhoudt - Bittersweet
AusstellungHannover. Der belgische Fotograf Michel Vanden Eeckhoudt war ein Streethunter. Sein Jagdgebiet, wenn man es so bezeichnen will, war die Straße und manchmal, wie in Zoos, auch der halböffentliche Raum. Im Jahre 2015 ist der Fotograf, der sich weltweit einen großen Namen gemacht hatte, nach langer schwerer Krankheit gestorben. Jetzt zeigt die GAF eine Retrospektive seines Schaffens. 4. April bis 5. Mai 2019

 

 

 

Auf seinen Streifzügen mit der Leica durch die Straßen der Welt hat er immer wieder Tiere fotografiert. Niedlich sind diese Bilder nicht. Humor haben sie, aber dann stellt sich im Nachklang jedoch häufig eine zweifelnde Bitterkeit ein. »Bittersweet», Titel dieser Ausstellung und auch seines Fotobandes beim Kehrer Verlag, trifft den Charakter seiner Arbeit ins Schwarze. Es sind mysteriöse Bilder, fast schon surreal. Vieles in ihnen versteht man erst auf den zweiten Blick. Dann aber trifft es die Seele. So wie das Porträt des Affen Ouakari. Sein glatzköpfiger und unbehaarter Kopf sieht irgendwie verbeult aus und gleicht einem Monster aus einem Alptraum, dabei aber irgendwie anrührend. Seine feingliedrigen menschlichen Hände drücken an die Glaswand seines Gefängnisses. Die langen Haare seines Fells umwabern ihn wie ein Pelzmantel. »Dieser charmante Prinz, der in einer abstoßenden Erscheinung eingesperrt ist«, so schrieb ein Kritiker, »fleht uns mit ausgestreckten Armen an, von seinem Bann befreit zu werden.«

ALLEMAGNE 1978-1

 

Die Gefangenschaft von Tieren ist eines von Vanden Eeckhoudts großen Themen, seit seinem ersten Zoobesuch als Jugendlicher. Und so hat er sich – inzwischen Fotograf - neben der Welt der französischen Vorstädte und der Arbeiterklasse in seiner Arbeit auch immer wieder der Tierwelt gewidmet. Daran interessierte ihn besonders das Verhältnis von Tieren zu Menschen und die Lebensumstände von Wildtieren in Zoos. Seine verstörenden Fotos von ihnen sind niemals reißerisch, aber stets pointiert. Die Tiere sind lediglich die Platzhalter für uns Menschen. Anhand von ihnen beschreibt er seine Sicht auf die Welt.

 

ALLEMAGNE 1997-6

 

»Ich mag es, dass die Bilder Fragen stellen, die zum Nachdenken anregen«, sagte er einmal. »Deshalb beschränke ich die Legenden auf das Nötigste. Wenn wir zu viele Details angeben, kann dies den Pfad, der dem Betrachter angeboten wird, einschränken. Eine gewisse Mehrdeutigkeit gefällt mir. Humor und Schmerz, Leichtigkeit und Angst: Diese beiden Facetten sind in meiner Arbeit immer präsent. Das Leben ist so.«

 

ILE MAURICE 1991-5

 

Michel Vanden Eeckhoudt (*1947 in Brüssel) war Mitglied der französischen Agentur Vu seit ihrer Gründung 1986. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem in der Galerie Delpire, Galerie Vu, Galerie Camera Obscura, Paris; Box Galerie, Brussels; Leica Gallery, Tokyo and Solms; ICP New York; Musée de l'Elysée, Lausanne; Musée de la Photographie, Charleroi; Centro Andaluz de la Fotografia ,Almeria. Sein Lebenswerk wurde in insgesamt 12 Büchern publiziert.

 

GAF Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15d, Hannover

04.04.2019 - 21.07.2019
Fotoausstellung Wien . Bei Westlicht Schauplatz für Fotografie werden zwei neue Ausstellungen eröffnet: Édouard Baldus „Transit und Monument“ (4.4.-21.7.2019) und Katharina Gaenssler „Atlas und Sequenz“ (5.4.-21.7.2019)
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Édouard Baldus/ Katharina Gaenssler
Fotoausstellung Wien . Bei Westlicht Schauplatz für Fotografie werden zwei neue Ausstellungen eröffnet: Édouard Baldus „Transit und Monument“ (4.4.-21.7.2019) und Katharina Gaenssler „Atlas und Sequenz“ (5.4.-21.7.2019)

Édouard Baldus - Transit und Monument

 

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Édouard Baldus Pont de la Mulatière, Lyon Albuminabzug, aus dem Album:
Chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée, 1861–1863

 

Anlässlich des 180. Geburtstags der Fotografie unternimmt WestLicht eine Reise in die Frühzeit des Mediums: Mit dem deutsch-französischen Pionier Édouard Baldus (1813–1889), der als einer der ersten professionellen Architekturfotografen gilt, wird eine Schlüsselfigur der Fotografie im 19. Jahrhundert gewürdigt. Die Ausstellung eröffnet den Blick in sein fulminantes Werk Chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée aus dem Jahr 1863, das zu den bedeutendsten Fotobüchern der Geschichte zählt. Weltweit sind lediglich acht vollständige Exemplare des Albums bekannt, das jetzt gezeigte befindet sich im Besitz der Fotosammlung OstLicht in Wien.

 

 

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Édouard Baldus Toulon Albuminabzug, aus dem Album:
Chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée, 1861–1863

 

Kuratiert von Anna Auer
Die Werke von Édouard Baldus stammen aus der Fotosammlung OstLicht, Wien.

 

Katharina Gaenssler - Atlas und Sequenz

 

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Katharina Gaenssler HD (Turm) D LC, 2013 Buchobjekt,
35 × 25 × 3,5 cm 248 Fotografien, 252 Seiten 

 

Katharina Gaenssler (*1974) hat sich auf die fotografische Komprimierung und Transposition von Räumen spezialisiert. In tausenden Aufnahmen scannt sie mit ihrer Kamera Orte und durchfahrene Distanzen akribisch ab und errichtet sie an anderer Stelle als wandfüllende Kollagen neu oder bindet sie zu voluminösen, mitunter mehrbändigen Atlanten.

Parallel zu den historischen Reise- und Architekturaufnahmen der Alben von Édouard Baldus eröffnet WestLicht erstmals in Österreich einen Einblick in das umfassende Buchwerk der international präsentierten und vielfach ausgezeichneten Künstlerin. Im Erblättern der einzelnen Seiten werden Gaensslers Reisen – etwa die Sechstagetour mit der Transsibirischen Eisenbahn – und die von ihr durchmessenen, für die Öffentlichkeit oft unzugänglichen Räume neu erfahrbar. Griffig und widerständig zugleich, können ihre Bücher als Archive gelesen werden, in denen sich aktuelle bildtheoretische Perspektiven ebenso entfalten wie ein betörender Eigensinn der Objekte.

Kuratiert von Rebekka Reuter

02.04.2019 - 01.05.2019
Fotoausstellung Süddeutschland . An drei Orten wird die Wanderausstellung Schönheit des Alterns“ der 28-Jährigen Laura Zalenga zu sehen sein: Bis Anfang Mai 2019 sind zehn ihrer insgesamt 25 Fotos aus der Reihe zusammen mit Werken anderer Künstler in der Galerie Weidmann in Stattgart-Cannstatt zu bestaunen. Weiter geht es vom 26. Juni bis 10. Juli mit allen 25 Bildern im Rahmen einer Doppelausstellung in Biberach, sowie am 17. November in der Gedächtniskirche in Ummendorf.
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Laura Zalenga - Schönheit des Alterns
Fotoausstellung Süddeutschland . An drei Orten wird die Wanderausstellung Schönheit des Alterns“ der 28-Jährigen Laura Zalenga zu sehen sein: Bis Anfang Mai 2019 sind zehn ihrer insgesamt 25 Fotos aus der Reihe zusammen mit Werken anderer Künstler in der Galerie Weidmann in Stattgart-Cannstatt zu bestaunen. Weiter geht es vom 26. Juni bis 10. Juli mit allen 25 Bildern im Rahmen einer Doppelausstellung in Biberach, sowie am 17. November in der Gedächtniskirche in Ummendorf.

Schönheit des Alterns_Laura Zalenga_3

 

„Für ein früheres Projekt fotografierte ich jahrelang spontan Menschen auf den Straßen von Städten, in denen ich lebte oder die ich besuchte“, erläutert die Fotografin, wie ihr die Idee zu dem Projekt kam. „Mehr als einmal traten Tränen in die Augen einer älteren Dame, als ich ihr sagte, dass ich sie schön fände und gerne ein Portrait von ihr machen würde. Da war mir klar, dass ich mit meinen Fotos zeigen möchte, wie schön Altern sein kann.“ Das Festhalten der Gesellschaft an einem ‚Immer 20-Jährigen‘ Schönheitsideal verdamme die Menschen zum Unglücklichsein.

„Wir freuen uns sehr, eine solch talentierte Künstlerin unterstützen zu dürfen. Junge Menschen sind unsere Zukunft. Vor allem begeistert uns, wie Laura mit ihren Fotos die Gesellschaft aufwecken möchte“, freut sich Joey Toh, Director Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung bei Picanova. „Ihr großartiges Talent hat sie nicht nur als Gewinnerin unseres Fotowettbewerbs anlässlich der photokina unter Beweis gestellt, sie ist auch eine von sieben im Rahmen des Adobe Creative Residency-Programms geförderten Künstler.“

Laura Zalenga resümiert: „Seit ich dieses Projekt mache, habe ich nur noch Augen für Menschen ab 80 Jahren aufwärts. Die alten Menschen bringen mir so viel Dankbarkeit und Lob für mein Engagement entgegen. Das zeigt mir, dass unsere Gesellschaft noch viel im Umgang mit dem Altern ändern muss.“

 

Weitere Termine, zahlreiche Vorträge und ein Buch zum Thema sind geplant. Die 120x80cm Forex-Drucke mit Alu-Rückrahmen wurden in der Kölner Produktion von Picanova hergestellt und der Fotografiekünstlerin zur Verfügung gestellt.

 

Picanova ist einer der weltweit führenden Anbieter für individuelle Wanddekoration, sowie Home und Lifestyle-Produkte. An vier eigenen Produktionsstandorten in Deutschland, den USA, Lettland und China produzieren wir hochwertige und langlebige Premiumprodukte, die sowohl private, als auch professionelle Kunden in über 170 Ländern glücklich machen.

27.03.2019 - 04.05.2019
Fotoausstellung Hamburg . Der Fotokünstler Christopher Thomas stellt seine Städteporträts – Hamburg, New York, Paris, Los Angeles und Venedig – bei Persiehl & Heine, Galerie für Fotografie, vor. 27. März 2019 bis zum 4. Mai 2019
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Christopher Thomas – Cities in Silence
Fotoausstellung Hamburg . Der Fotokünstler Christopher Thomas stellt seine Städteporträts – Hamburg, New York, Paris, Los Angeles und Venedig – bei Persiehl & Heine, Galerie für Fotografie, vor. 27. März 2019 bis zum 4. Mai 2019

brooklyn bridge

Brooklyn Bridge, New York

 

Unzählige Male fotografiert: Motive wie den Pariser Eiffeltum oder die Brooklyn Bridge in New York. Trotzdem gelingt es dem Fotografen Christopher Thomas seine Stadtaufnahmen neu zu interpretieren und den Bildern einen besonderen Charme zu geben.

 

Eiffelturm

Eiffelturm Paris

 

Die schwarz-weißen Stadtansichten von Christopher Thomas beeindrucken durch ihre ganz besondere Ästhetik: Thomas zeigt die schlafende Stadt in ihren frühen Morgenstunden, in der Abenddämmerung oder in der Nacht, wenn die Straßen leer sind. Dann ist die Betriebsamkeit des Tages verblasst, die Stadt ist von der Hektik entkoppelt und die menschenleeren Straßen und Plätze strahlen Ruhe aus.

 

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Elbphilharmonie, Hamburg

 

Moulin Rouge

Moulin Rouge, Paris

 

Die Intensität der Aufnahmen ist hoch, denn in der Stille der Bilder entsteht eine ganz eigene Stimmung, die bekannte Orte in ein neues Licht rückt. „Ich möchte dem Betrachter zeigen, was er zwar kennt, aber so noch nicht bewusst wahrgenommen hat“, erklärt Thomas. Um die richtige Perspektive zu finden, steht er manchmal stundenlang auf einem Platz. Charakteristisch für seine Fotografien sind extrem lange Belichtungszeiten von bis zu 20 Minuten: Es entstehen reduzierte Polaroid-Aufnahmen, in diffusem Licht, die fast etwas Märchenhaftes haben und wie aus einem längst vergangenen Jahrhundert zu sein scheinen.

 

Persiehl & Heine, Galerie für Fotografie GbR, Bergstraße 11, Hamburg

 

 

23.03.2019 - 30.06.2019
Fotoausstellung Mannheim . Was würde besser zu einer Frühlingsausstellung passen als das Thema Paris. Mit einem der populärsten Reporter im Paris der 1930er Jahren Gaston Paris  beginnen die Reisse-Engelhorn-Museen eine Kooperation mit dem berühmten Museum Centre Pompidou. 23.3.  bis 30.6.2019
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Gaston Paris – Die unersättliche Kamera
Fotoausstellung Mannheim . Was würde besser zu einer Frühlingsausstellung passen als das Thema Paris. Mit einem der populärsten Reporter im Paris der 1930er Jahren Gaston Paris  beginnen die Reisse-Engelhorn-Museen eine Kooperation mit dem berühmten Museum Centre Pompidou. 23.3.  bis 30.6.2019

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Kiki de Montparnasse
Kiki de Montparnasse (1901-1953) war eine feste Größe der Pariser Bohème, Sängerin,
Schauspielerin und Modell berühmter Maler.
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Nein – auch wenn man meinen könnte, dass ein Fotograf, der sich auf Bilder der Seine-Stadt konzentriert – den Namen Paris als Künstlernamen gewählt hätte, es ist nicht so. Denn der äußerst talentierte, fleißige und viel publizierte Fotograf wurde wahrlich1905 als Gaston Paris geboren. Kaum ein Motiv in Paris, dass er nicht mit seiner Kamera festhielt seien es Tänzerinnen der Folies Bergère, die berühmte Sängerin Edith Piaf, die Armen der Pariser Vorstädte oder eine ungewöhnliche Ansicht des Eiffelturms.

 

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Blick vom Eiffelturm
Paris, 1937
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Edith Piaf
Die französische Sängerin Edith Piaf (1915-1963) bei einer Schallplattenaufnahme
Paris, 1937-1938
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Gefangenenlager
Gefangenenlager „Oradour“, errichtet von der französischen Besatzungsmacht für Nazi-
Gefangene in Tirol, 1945/46. Der Name „Oradour“ erinnert an den Ort in Frankreich, den die
SS aus Rache für Partisanenangriffe vollkommen zerstört hatte.
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Fotostudio
Fensterauslage eines Fotostudios
Berlin, 1945
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Mit seinen zahlreichen Reportagen in französischen illustrierten Zeitungen, vor allem im legendären Magazin VU, schuf der Fotograf ein schillerndes Bild von Paris und der französischen Gesellschaft vor dem Zweiten Weltkrieg. Nach 1945 folgten Bildberichte aus den französischen Besatzungszonen in Deutschland und Österreich, bevor Gaston Paris weiter auf die Welt der Illusionen setzte und für das neue Genre der Fotoromane fotografierte. 

 

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Plakat „Gaston Paris: Die unersättliche Kamera“
Gestaltung: rem gGmbH, Foto: © Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Die Schau ist der Auftakt zu einer Kooperation mit dem Centre Pompidou Paris. Erstmals wird eine Ausstellung des weltweit renommierten Museums zuerst an einem anderen Ort gezeigt, bevor sie in Paris zu bewundern ist.

 

Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus C5, Mannheim

 

23.03.2019 - 16.06.2019
Fotoausstellung Düsseldorf . Die Ausstellung „Von mir aus. Junge Fotografie aus Düsseldorf“ im KIT – Kunst im Tunnel stellt die vier jungen Künstlerinnen und Künstler Conrad Müller, Donja Nasseri, Arisa Purkpong und Alexander Romey vor, die ihre bildnerische Ausdruckskraft im Medium der Fotografie verwirklichen. Die Ausstellung wurde initiiert und gefördert durch die DZ BANK Kunstsammlung.
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Von mir aus
Fotoausstellung Düsseldorf . Die Ausstellung „Von mir aus. Junge Fotografie aus Düsseldorf“ im KIT – Kunst im Tunnel stellt die vier jungen Künstlerinnen und Künstler Conrad Müller, Donja Nasseri, Arisa Purkpong und Alexander Romey vor, die ihre bildnerische Ausdruckskraft im Medium der Fotografie verwirklichen. Die Ausstellung wurde initiiert und gefördert durch die DZ BANK Kunstsammlung.

Conrad Müller, Ohne Titel, 2018

Foto Conrad Müller
Ohne Titel, 2018.

 

Der Titel “Von mir aus“ der von Künstlerinnen und Künstlern ausgesucht wurde, steht für ihre intensive Auseinandersetzung mit sich und ihrem Umfeld: Was bedeutet es, in der Welt zu sein, wo und wie positioniere ich mich?

Die Fotografie ist das Medium unserer Zeit und fungiert als komplexes visuelles Gedächtnis. Sie gehört zur kollektiven Alltagssprache, einer Sprache, die schnelllebig ist und einen Überfluss an Bildern produziert, die auf maximale Subjektivität ausgerichtet sind. In den letzten Jahrzehnten haben digitale Techniken und Geräte die fotografischen Aufnahmeverfahren, die Bearbeitung und die Ästhetik von Bildern immer weiter verändert. Eine rasante technische Entwicklung lässt Bilder im virtuellen Raum universal zirkulieren. Wie rezipieren wir heute Bilder? Was bleibt uns von ihnen überhaupt noch in Erinnerung? Und welches Bild ist eine Erinnerung wert?

„Von mir aus“ bedeutet, sich auszuprobieren, neue Wege zu gestalten und damit die Beziehung zur Fotografie zu hinterfragen und zu verändern.

Für diese Ausstellung haben Conrad Müller, Donja Nasseri, Arisa Purkpong und Alexander Romey miteinander künstlerisch und intellektuell kollaboriert. Sie sind geprägt von ihrem Umfeld, dem Leben an der Kunstakademie Düsseldorf, dem Wissen und den Erfahrungen, die ihnen dort vermittelt werden und dem Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Im KIT bringen sie ihre eigens für diese Ausstellung geschaffenen Arbeiten zusammen.  

Die Ausstellung wurde initiiert und gefördert durch die DZ BANK Kunstsammlung der DZ BANK AG (Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank AG), die sich vor drei Jahren mit der WGZ BANK AG verbunden hat. Beide Häuser haben seit Jahrzehnten eine enge Verbindung zur Kunst. Um neue Wege aus einer alten Fördertradition zu beschreiten, soll im KIT – Kunst im Tunnel alle zwei Jahre eine Ausstellung mit Werken junger Künstlerinnen und Künstler aus dem Akademieumfeld gezeigt werden, die gerade erst beginnen, sich in der Kunstwelt zu verorten. Auf diese Weise lebt das Förderprojekt der ehemaligen WGZ BANK fort, bei gleichzeitiger Erweiterung der Öffentlichkeit und einer Fokussierung auf innovative künstlerische Methoden.

 

Kuratorin der Ausstellung: Gertrud Peters

KIT Kunst im Tunnel,  Grabbeplatz 4, Düsseldorf

 

22.03.2019 - 30.08.2019
Ausstellung München . Fotoarbeiten aus China des amerikanischn Künstlers  Robert Rauschenberg und zeitgenössische Installationen und Skulpturen aus Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak und Terry Winters zeigt die Alexander Tutsek Stiftung. 22.3.bis 30.8.2019
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Robert Rauschenberg – Study for Chinese Summerhall
Ausstellung München . Fotoarbeiten aus China des amerikanischn Künstlers  Robert Rauschenberg und zeitgenössische Installationen und Skulpturen aus Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak und Terry Winters zeigt die Alexander Tutsek Stiftung. 22.3.bis 30.8.2019

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Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation / 
Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind die Fotografien von Robert Rauschenberg (1925-2008): Anfang der 1980er Jahre ging der Amerikaner als einer der ersten westlichen Künstler nach China. Dort erkundete er mit einer Hasselblad Kamera das ihm unbekannte Land. Er ging nach China mit dem Wunsch, ein Zeichen zu setzen, eine Geste des Interesses an der fernen und fremden Kultur. Im interkulturellen Austausch sah er die Möglichkeit den Frieden in der Welt zu wahren. Zum ersten Mal benutzte Rauschenberg Farbfilme für eine Serie  und hat daraus ein künstlerisch wie politisch aufregendes Projekt entwickelt.

 

Robert Rauschenberg_Study for Chinese Summerhall (3)

 

Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation
/ Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 201

 

 

Die dabei entstandenen Fotografien lesen sich wie Aufzeichnungen von Gesten des Alltags, des modernen wie des traditionellen Lebens in einer sich wandelnden chinesischen Gesellschaft. Aus dem Fundus von über fünfhundert Farbfotografien schuf er nach seiner Rückkehr in die USA eine große Bildmontage unter dem Titel „Chinese Summerhall“ (1982), eine Installation in einer Länge von über 30 Metern. Dieses Werk brachte er 1985 nach China zurück. Es wurde enthusiastisch gefeiert. Innerhalb von 18 Tagen haben 300.000 Besucher die Ausstellung im heutigen National Art Museum gesehen.

 

Robert Rauschenberg_Study for Chinese Summerhall (7)

 

Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation / 
Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Aus der Serie der über fünfhundert Farbfotografien wählte er 28 Motive aus und edierte sie 1983 als „Study for Chinese Summerhall“, die in der Münchner Ausstellung zu sehen sind. Jedes einzelne Blatt trägt seine Signatur. Bisher selten gezeigt, ziehen sie sich nun wie ein Band durch die Räume der Jugendstilvilla.

 

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Terry Winters, Marseille Template/8 2004-2006, 
75 x 34x 34 cm,Glas, formgeblasen, Holz
Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung
© Terry Winters, Courtesy Matthew Marks Galerie

 

Rauschenbergs Fotoserie sind vier Arbeiten in Glas von renommierten internationalen Künstlerinnen und Künstlern gegenübergestellt. So präsentiert die Künstlerin Mona Hatoum ihr Werk Turbulence (Black) aus dem Jahr 2014, für das sie tausende von schwarzen Glasmurmeln neben- und übereinander legt. Die kanadische Künstlerin Jana Sterbak (*1955) schafft mundgeblasene Schalen und schachtelt sie eng ineinander, sodass der Eindruck einer Spirale entsteht („Hard Entry“, 2004). Der ägyptische Künstler Hassan Khan (*1975) macht die kunstvolle Replik eines Knotens in Glas („The Knot“, 2012) und der amerikanische Künstler Terry Winters (*1949) transformiert die Idee des Gefäßes in intuitive organische Formen wie Sphären und Blasen („Marseille Templates“, 2004-2006).

 

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München

 

 

 

 

 

 

 

21.03.2019 - 16.05.2019
Robert Lebeck- Deutschland im März Fotoausstellung Hamburg . Der berühmte Bildjournalist Robert Lebeck starb 2014 im Alter von 85 Jahren in Berlin. Am 21. März 2019 wäre der Fotograf 90 Jahre alt geworden Anlass für die FREELENS Galerie Robert Lübeck mit der Ausstellung „Deutschland im März“ zu ehren. Vom 21. März bis 16. Mai 2019
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Robert Lebeck - Deutschland im März
Robert Lebeck- Deutschland im März Fotoausstellung Hamburg . Der berühmte Bildjournalist Robert Lebeck starb 2014 im Alter von 85 Jahren in Berlin. Am 21. März 2019 wäre der Fotograf 90 Jahre alt geworden Anlass für die FREELENS Galerie Robert Lübeck mit der Ausstellung „Deutschland im März“ zu ehren. Vom 21. März bis 16. Mai 2019

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Aus der Ausstellung »Deutschland im März«. Foto: Robert Lebeck

 

1983 ist das Jahr, in dem die Angst vor dem Atomkrieg wächst. Die schlechte wirtschaftliche Lage auf dem Weltmarkt führt zu einer Krise der Stahl- und Werftindustrie. Die Arbeitslosenzahlen nehmen deutlich zu. Die Grünen ziehen erstmals als politische Kraft in den Bundestag.

Im Vorfeld der Bundestagswahl fragt der Stern den Hamburger Fotografen Robert Lebeck, ob der ein Stimmungsbild der Republik einfangen könne. Ohne genauen Plan fährt der Fotograf los. Doch schon nach kurzer Zeit ergeben sich die Motive. Am Ende druckt der Stern seine Bilder auf 12 Doppelseiten. Es wird die größte Reportage, die Lebeck im Magazin je veröffentlichen sollte.

 

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Aus der Ausstellung »Deutschland im März«. Foto: Robert Lebeck

 

Und eine der stärksten, denn Lebeck legt mit seinen Bildern den Finger direkt in die Wunde. Auf dem Eröffnungsbild sieht man einen Mann, der sich aus übriggebliebenen Abfällen des Fischmarktes bedient, um seinen Hunger zu stillen. Kontrastiert wird es mit einer Szene vom Ball des Sports, ein gesellschaftliches Großereignis, bei dem sich die geladenen Gäste mit lukullischen Kostbarkeiten verwöhnen lassen.

Lebecks Ansichten sind skurril und tun gleichzeitig weh. Es gibt eine Szene des sterbenden Waldes. Das Problem des sauren Regens treibt die Menschen damals stark um. In Berlin bekommt er einen Künstler vor die Kamera, der eine Landschaft mit einem darüber schwebenden Hakenkreuz malt. Die Schatten der Vergangenheit scheinen lang. In einer weiteren Szene sieht man eine brennende US-Flagge als Ausdruck der Angst vor der Stationierung von Atomraketen.

Der Fotograf zeichnet in seiner Reportage ein schonungsloses Bild einer Republik, was viele Reaktionen hervorruft und ihm den Ruf eines Nestbeschmutzers einbringt. Mit dem zeitlichen Abstand von dreieinhalb Jahrzehnten kann die Reportage heute als ein Höhepunkt im Werk des Fotografen und des Bildjournalismus in Deutschland bezeichnet werden.

 

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Aus der Ausstellung »Deutschland im März«. Foto: Robert Lebeck

 

Robert Lebeck (1929 in Berlin geboren) entschloss sich nach seinem Studium der Völkerkunde die Laufbahn eines Fotografen einzuschlagen. Zunächst arbeitete er als Fotoreporter für Heidelberger Zeitungen. 1955 wurde er Leiter des Redaktionsbüros der Revue in Frankfurt/Main, wenig später Mitarbeiter von Kristall. Seine ungewöhnlichen Fotoreportagen machten den Stern auf ihn aufmerksam, der Lebeck für sein festes Reporterteam engagierte. Nach einem Intermezzo als Chefredakteur bei Geo kehrte er zum Stern zurück. 1991 erhielt Lebeck den Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. 2002 bekam er den Infinity Award für die Publikation Kiosk vom I.C.P. in New York. 2007 erhielt er als erster Fotograf den Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk. Neben seiner Tätigkeit als Fotoreporter hat Lebeck sich auch als Sammler alter Fotografie einen Namen gemacht. Robert Lebeck starb 2014 im Alter von 85 Jahren in Berlin.

 

FREELENS e.V., Alter Steinweg 15, Hamburg

 

 

16.03.2019 - 01.06.2019
Fotoausstellung Berlin . Anlässlich des 80. Geburtstages von Boris Mikhailov zeigt C/O Berlin mehr als 400 Fotografien, die einen Überblick über sein Gesamtwerk geben. Boris Mikhailov, 1938 in Charow, Ukraine geboren, zählt zu den wichtigsten Chronisten des Alltags einer (post-)sowjetischen Gesellschaft.16. März bis 1. Juni 2019
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Boris Mikhailov – Before Sleep / After Drinking
Fotoausstellung Berlin . Anlässlich des 80. Geburtstages von Boris Mikhailov zeigt C/O Berlin mehr als 400 Fotografien, die einen Überblick über sein Gesamtwerk geben. Boris Mikhailov, 1938 in Charow, Ukraine geboren, zählt zu den wichtigsten Chronisten des Alltags einer (post-)sowjetischen Gesellschaft.16. März bis 1. Juni 2019

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Boris Mikhailov zeigt Menschen, die sich durch die politischen, kulturellen und sozialen Umwälzungen im ehemaligen Ostblockstaat Ukraine verändert haben. Es sind Antihelden, deren Armut, Nacktheit und Sexualität Mikhailov offenlegt. Der direkte Umgang mit seiner Umgebung und seine Bildsprache haben den Fotografen zu einem der wichtigsten Protagonisten einer schonungslosen, brutal-ehrlichen und manchmal fast voyeuristischen Fotografie gemacht. In der Auseinandersetzung mit seinem Land und den Menschen ist Mikhailov einzigartig.

 

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Bis heute hat er mit der Wahl seiner Themen und Ästhetik nicht nur jegliche Tabus gebrochen, sondern auch viele seiner Zeitgenossen beeinflusst. Bis in die 1990er-Jahre wurden seine Arbeiten jedoch kaum öffentlich gezeigt. Erst 1994 kam Mikhailov mit einem Stipendium nach New York, 1996 nach Berlin und wird seitdem international wahrgenommen. Mit einem virtuosen Werk aus fast 50 Jahren gilt Boris Mikhailov als prominenteste Stimme der Gegenwartsfotografie und steht sowohl politisch als auch künstlerisch für eine neue Generation einer postsowjetischen Welt.

 

 

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Dabei verweben sich Themen wie Körper, Systemkritik, Mortalität und Humor mit dem biografischen Hintergrund von Mikhailov. Projektion, gerahmtes Bild an der Wand und Tischvitrinen unterstreichen Spielarten seiner Arbeit ebenso die Materialität von Fotografie als Objekt. So entsteht ein dichter formalistischer, ideologischer und emotionaler Dialog mit Boris Mikhailovs Gesamtwerk.

 

Boris Mikhailov studierte an der Technischen Universität Charkov Elektrotechnik und war zunächst als Ingenieur tätig, bevor er als Autodidakt Ende der 1960er-Jahre beginnt zu fotogra eren. Die frühen Serien der 1960er- und 70er-Jahre zeigen oft persönliche Bilder von Freunden, Bekannten oder Partnern des Künstlers. Dabei ist die Welt in seinen Bildern immer ungeschönt und rau – Alltagsszenen, Armut, Sexualität, Verzweiflung, Resignation, Verfall eines vergessenden Osteuropas. Mikhailov widmet sich stets den Ausgestoßenen der Gesellschaft. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit präsentiert, darunter zuletzt im Sprengel Museum, Hannover (2013), in der Berlinischen Galerie, Berlin (2012), im Museum of Modern Art, New York (2011), im Tate Modern, London (2010), in der Kunsthalle Wien (2010) und im Ukrainischen Pavillon auf der Biennale di Venezia (2007). Boris Mikhailov lebt und arbeitet in Charkow sowie in Berlin.

 

C/O Berlin, Amerika Haus, Hardenberstraße 22-24, Berlin

 

 

16.03.2019 - 16.06.2019
Fotoausstellung Berlin . In Kooperation mit der Leica Camera AG zeigt die Kulturstiftung Schloss Britz die Ausstellung „Magic Moments“ mit einer Bildauswahl aus sechs Jahrzehnten unvergesslicher Momente in legendären Fotografien. 16.3. bis 16.6.2019
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Leica – Magic Moments
Fotoausstellung Berlin . In Kooperation mit der Leica Camera AG zeigt die Kulturstiftung Schloss Britz die Ausstellung „Magic Moments“ mit einer Bildauswahl aus sechs Jahrzehnten unvergesslicher Momente in legendären Fotografien. 16.3. bis 16.6.2019

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© Fabio Ponzio,  courtesy Leica Camera AG

 

 

Mit einer Leica zu fotografieren ist wie ein langer zärtlicher Kuss, wie das Abfeuern einer automa­tischen Pistole, wie eine Stunde auf der Couch des Analytikers.“

Henri Cartier-Bresson

 

Die Kamera ist ein Schlüssel zur Welt. Und insbesondere die Leica M hat den Weg zu besonderen Ereignissen und außergewöhnlichen Menschen geöffnet. Sie dient den Fotografinnen und Fotografen für Fotojournalismus und Sozialreportagen, eignet sich aber genauso für Street Photography, poetische Landschaftsbilder oder aber stille Porträts.

Die Kamera ist ein Schlüssel zur Welt. Und insbesondere die Leica M hat den Weg zu besonderen Ereignissen und außergewöhnlichen Menschen geöffnet. Sie dient den Fotografinnen und Fotografen für Fotojournalismus und Sozialreportagen, eignet sich aber genauso für Street Photography, poetische Landschaftsbilder oder aber stille Porträts.

 

ERIC COTE_Magic Moments

© Éric Côté, courtesy Leica Camera AG

 

Ohne Zweifel ist die Leica M nicht einfach nur eine Kamera. Sie ist legendär, für viele sogar ein Sammelobjekt oder Statussymbol. Sie ist weit mehr als das selbstverständlich zuverlässige, präzi­se Arbeitsgerät, denn jeder Fotograf entwickelt ein individuelles Verhältnis zu seiner Kamera. Eine Leica ist zugleich diskrete Beobachterin, blitzschnelle Komplizin und vertraute Begleiterin, die nicht nur jeden Tag perfekt funktioniert, sondern sie kann darüber hinaus auch eine magische Verbin­dung zu den größten Fotografen und bekanntesten Aufnahmen herstellen.

 

Zahlreiche Fotografien, die sich in das kollektive Bewusstsein eingebrannt haben sind mit der Leica M entstanden. Wich­tige Momente des Weltgeschehens genauso wie die kleinen zufälligen Begegnungen des Alltags, Porträts von prominenten Zeitgenossen ebenso wie von namenlosen Unbekannten. In Magic Mo­ments sehen wir Mutter Teresa, die Beatles, aber auch anonyme Reisende, spielende Kinder und flüchtige Passanten. Jeder Fotograf hat seine eigene Bildsprache und so sind klar gestaltete Kompositionen gleichermaßen zu entdecken, wie perspektivische Verrätselungen.

Die Ausstellung zeigt Werke von rund 40 Fotografen, darunter auch Henri Cartier-Besson, René Burri, Sebastião Salgado, Martine Franck, Herlinde Koelbl u.a.. Sie alle verbindet die Wahl ihres Handwerkzeuges miteinander: Die Leica M.

 

Elliott Erwitt sprach liebevoll von seiner „kleinen Freundin“. Ein Ausdruck dessen, wie persönlich die Wahl der „richtigen“ Kamera ist, der man dann in den meisten Fällen auch sein Leben lang treu blieb. Als Handwerkzeug bestimmt der gewählte Fotoapparat das künstlerische Arbeiten entscheidend mit und ist ein essentieller Teil des kreativen Prozesses.

 

Dank ihrer relativ kleinen Größe und des leisen Auslösers kann das Gegenüber die Kamera leicht übersehen. Vorzüge, die die Chronisten des Zeitgeschehens zu schätzen wissen. Immer wieder gelang es Fotografen, mit der Leica M den einen richtigen, den magischen Moment zu erkennen und festzuhalten.

 

Im Rahmen dieser Ausstellung auf Schloss Britz wird der Blick zurück auf die großen Erfolge der Analogfotografie geworfen. Am Beginn der Kleinbildfotografie steht ebenfalls eine Leica. 1914 erfand Oskar Barnack, Mitarbeiter der Optischen Werke  Ernst Leitz in Wetzlar, die „Ur-Leica“. Die Ausstellung würdigt auch den Pionier der Fotografie. Die Firmengeschichte von Leica (LeitzCamera) ist eng mit der Stadt Wetzlar verbunden. Heute hat die Leica Camera AG in dieser Stadt wieder ihren Hauptsitz und seit 60 Jahren ist Wetzlar Partnerstadt von Berlin-Neukölln.

 

Die Bildauswahl aus sechs Jahrzehnten zeigt unvergessli­che Momente in legendären Fotografien. Ein hochkarätiges Kaleidoskop voller Abwechslung und Überraschungen – ganz so, wie das Leben selbst.

 

15.03.2019 - 05.05.2019
Fotoausstellung Zürich . In einer grossen Gruppenausstellung widmet sich die Photobastei vom 15. März bis 5. Mai der Fotografie von Frauen. Die Ausstellung umfasst unter anderem Werke von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Marianne Müller und Ruth Orkin.
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Womenphotographer vol. I
Fotoausstellung Zürich . In einer grossen Gruppenausstellung widmet sich die Photobastei vom 15. März bis 5. Mai der Fotografie von Frauen. Die Ausstellung umfasst unter anderem Werke von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Marianne Müller und Ruth Orkin.

Merry Alpern

(c) Merry Alpern, Shopping

 

Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden.

 

Nan Goldin

 

(c) Nan Goldin, Nan one month after being battered, Berlin 1984

 



Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel.

 

Inge Morath

 

Inge Morath ›A lama at Times Square‹, 1957

 

 

 

Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre. Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden? Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?

 

Roswitha Hecke

(c) Roswitha Hecke "Irene", Zürich 1978

 


Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

 

Ruth Orkin

(C) Ruth Orkin,  ›American girl in Italy‹, Florenz, 1951



Die Wanderausstellung, kuratiert von Gisela Kayser (Freundeskreis Willy-Brandt-Haus) und Katharina Mouratidi (f3 – freiraum für fotografie), kommt nach der Premiere in Berlin nach Zürich. Sie wird ergänzt mit Schwerpunkten zu Nan Goldin, Roswitha Hecke und Merry Alpern, kuratiert von Romano Zerbini.

 

Photobastei, Sihlquai 125, Zurich 

 

 

08.03.2019 - 30.06.2019
Fotoausstellung Frankfurt . Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin Graciela Iturbide mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.  8. März bis 30. Juni 2019 
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Graciela Iturbide
Fotoausstellung Frankfurt . Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin Graciela Iturbide mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.  8. März bis 30. Juni 2019 

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Our Lady of the Iguanas, Juchitán, Mexika, 1979
 copyright Gracia Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, Madrid, 2019

 

Ihre Bilder sind immer schwarzweiß – und zeigen zugleich alle Schattierungen der menschlichen Existenz. Traditionen und ihre Brüchigkeit, Glaube und Religion, Gemeinschaft und Tod gehören zu den zentralen Themen von Graciela Iturbide. Ihr über fünf Jahrzehnte entstandenes OEuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der mexikanischen und der gesamten lateinamerikanischen Fotografie. 

 

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Angel Woman, Sonoran Desert, Mexika, 1979
copyright Gracia Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, Madrid, 2019

 

Zu sehen sind frühe Arbeiten wie die Langzeitstudie »Juchitán de las Mujeres«. Die Dokumentation der matriarchalen Gemeinschaft im südmexikanischen Staat Oaxaca, entstanden zwischen 1979 und 1986, machte Iturbide bekannt – und zeigt ihre einzigartige Handschrift. Ihre Bilder pendeln stets zwischen dem Dokumentarischen und dem Poetischen, zeigen mehrere Realitätsebenen und spiegeln so symbolträchtig die Vielschichtigkeit des Lebens. Kulturelle Spannungen zwischen Tradition und westlicher Moderne etwa macht die Fotografin sichtbar in ihrem Projekt mit den indigenen Seri-Indianern in der Sonora-Wüste. Außerdem zeigt das FFF Porträts der Straßengang »White Fence« im Los Angeles der 1980er Jahre, sehr persönliche Innenaufnahmen aus dem Haus von Frida Kahlo, sowie Sujet-Bilder von Gärten, Landschaften und Vögeln, die Iturbide in ihrem Heimatland und auch auf ihren Reisen nach Indien, Italien, Korea oder Madagaskar schuf. 

 

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Rosario, Christina, Ester, White Fence Gang, East Los Angeles, USA 1986
copyright Gracia Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, Madrid, 201

 

Graciela Iturbide, Tochter einer traditionellen katholischen Familie, studierte zunächst Film an der Nationalen Universität Mexico City, ehe sie inspiriert von ihrem Lehrer Manuel Álvaro Bravo die Fotokamera für sich entdeckte. Zugleich war die Fotografie für sie ein Weg, den Tod ihrer sechsjährigen Tochter zu verarbeiten. Iturbides Arbeiten wurden in aller Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem W. Eugene Smith Fund Grant, dem International Grand Prize of the Museum of Photography in Hokkaido, Japan, und dem renommierten Hasselblad-Award (2008). Graciela Iturbide lebt und arbeitet im Künstlerviertel Coyoacán in Mexico-City. 

 

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30-32, Frankfurt am Main

 

 

08.03.2019 - 07.06.2019
München – Tokio Fotoausstellung . Im April dieses Jahres zeigt der Fotokünstler Michael Nischke– zeitgleich mit der Ausstellung im Hotel Pullman Munich –  ausgewählte Motive seiner Iceland-Serie auf seiner zweiten Ausstellung in Tokyo. Bis 7. Juni 2019
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Michael Nischke – Iceland
München – Tokio Fotoausstellung . Im April dieses Jahres zeigt der Fotokünstler Michael Nischke– zeitgleich mit der Ausstellung im Hotel Pullman Munich –  ausgewählte Motive seiner Iceland-Serie auf seiner zweiten Ausstellung in Tokyo. Bis 7. Juni 2019

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Foto Michael Nischke

 

Im September 2015 reiste Michael Nischke erstmals nach Island, ein Jahr später folgte die zweite Exkursion. Der für seine Stadt-Panoramen bekannte Fotograf wollte die Natur und das Leben Islands mit seiner ganz eigenen Sichtweise dokumentieren. So stellt er klassische Landschaftsfotografie neben fast wie gemalt aussehende Bildmotive und nutzt teilweise Blitzlicht, um ganze Eisberge oder ein Flugzeugwrack in der stockfinsteren Nacht zu beleuchten. Er arbeitet grundsätzlich konzeptionell und in den meisten Fällen mit Stativ, damit die exakte Bildgestaltung bereits in der Kamera geschieht. Der von ihm gewählte Farbraum grenzt schrille, bunte Farborte aus. Es sind eher die leisen, matten Farbtöne die seine Arbeiten ausmachen.

 

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Foto Michael Nischke

 

 

Galerie-Nischke-Iceland 1

Foto Michael Nischke

 

Wer seine Arbeiten kennt, der wird immer wieder überrascht von einem ganz eigenen Blick auf die Landschaften und Situationen. Auch mit dieser Serie hat er es wieder einmal geschafft scheinbar „verbrauchte“ Bildwelten neu zu interpretieren. Anders als bei seinen Panorama-Fotografien, arbeitet er mit dem klassischen, rechteckigen Bildformat und gibt so den Bildern eine Ausstrahlung der Ruhe.

 

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Foto Michael Nischke

 

Einige der ausgestellten Exponate weckten sehr großes Interesse auf der letztmaligen Taiwan Photo 2018 in Taipei. Im April dieses Jahres zeigt der Fotokünstler – zeitgleich mit der Ausstellung im Hotel Pullman Munich–  ausgewählte Motive der Iceland-Serie auf seiner zweiten Ausstellung in Tokyo. 

Die Fotografien von Michael Nischke (DGPh) sind Bestandteil vieler privater Sammlungen, und in Japan wird er von der Galerie TOSEI in Tokyo vertreten. 

 

   

 

28.02.2019 - 17.11.2019
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019
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Ann Wilde: Re – visions
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019

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Kathleen Seltzer, ohne Titel., 1976
Silbergelatineabzug
© Kathleen Seltzer

 

Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde mit Leidenschaft, Engagement und Fachkenntnis eine gleichermaßen vielfältige wie einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen. Sie umfasst mehrere tausend Fotografien, die Künstlerarchive zu Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch, eine umfangreiche Fachbibliothek und zahlreiche Dokumente zur Geschichte der Fotografie.

 

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Marcia Resnick, aus der Serie: Re – visions, 1978
 Silbergelatineabzug
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München
© Marcia Resnick

 

 

 

 

Seit 2010 sind diese außerordentlichen Bestände als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Kathleen Seltzer, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Dank dieses frühen Engagements konnte sich das Werk der Fotografinnen als fester Bestandteil der Fotografiegeschichte etablieren.

 

Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres Geburtstages öffnet die Stifterin nun erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie-Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva-Maria Schön, Kathrin Sonntag, Heidi Specker und Vibeke Tandberg.

 

Judith Joy Ross, Michelle Fraser Protesting the US War in Iraq, Bethlehe...

Judith Joy Ross, Michelle Fraser, Protestin the war in Iraq, Bethlehem,
Pennsylvannia, 2006
Silbergelatineabzug
Sammlung Ann Wilde, Zülpich
© Judith Joy Ross

 

 

Pinakothek der Moderne, Barerstraße 29, München

22.02.2019 - 30.06.2019
Ausstellung Aachen . Schon in der Münchner Hypo Kunsthalle war die spannende Ausstellung "Lust der Täuschung - Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality" mit 280.000 Besucher ein Riesenerfolg. Jetzt ist die Ausstellung in das Aachener Kunstforum gewandert.. Mit Exponaten aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und mit Virtual-Reality-Arbeiten bietet die Ausstellung einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Parcours durch visuelle Spielformen von Schein und Illusion. Von 22.2. bis 30.6.2019
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Lust der Täuschung - Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality
Ausstellung Aachen . Schon in der Münchner Hypo Kunsthalle war die spannende Ausstellung "Lust der Täuschung - Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality" mit 280.000 Besucher ein Riesenerfolg. Jetzt ist die Ausstellung in das Aachener Kunstforum gewandert.. Mit Exponaten aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und mit Virtual-Reality-Arbeiten bietet die Ausstellung einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Parcours durch visuelle Spielformen von Schein und Illusion. Von 22.2. bis 30.6.2019

06 John De Andrea, Das Paar-zoomer

 

John De Andrea, Das Paar, 1978, lebensgroß, Polyester/Fiberglas/Ölfarbe/ Kleidung, Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Schenkung Peter und Irene Ludwig © John De Andrea/Louis K. Meisel Gallery, Foto © Anne Gold 



Seit jeher spielt die Kunst mit unserer Wahrnehmung und führt uns vor Augen, wie leicht wir zu täuschen sind. Seien es antike Fresken, die räumliche Tiefe simulieren, barocke Kirchenausstattungen, die das Irdische um göttliche Sphären zu erweitern scheinen oder heutige computergenerierte virtuelle Welten, in die man interaktiv eintauchen kann, anstattsie nur zu betrachten.

Die faszinierende Wirkung täuschender Kunst entsteht, indem der Betrachter ihrer Täuschung visuell erliegt, zugleich aber realisiert, dass er es mit einem Trick zu tun haben muss. Und selbst wenn die Konstruktionsweise von Werken wie Hans Peter Reuters Kachelraum (1976) oder James Turrells Elliptical Glass KEPLER 452b (2017) durchschaut ist, kann man sich ihrer Sogwirkung nicht entziehen. 

 

Wie steht es um unser Bild von der vermeintlichen Realität? In Zeiten von Photoshop und digitaler Filmanimation führen uns z.B. Evan Pennys abfotografierte hyper-realistische Porträtbüsten (2011) vor Augen, wie leicht wir etwas auf einem Foto Dargestelltes für ‚wahr‘ halten und getäuscht werden können.

Viele visuelle Täuschungen sind heute fester Bestandteil unseres Alltags. Dabei ist die Geschichte von Optik und künstlerischer Täuschung aufs Engste mit der technischen Weiterentwicklung der Medien verbunden: Der illusionistischen Wirkung einer Filmvorführung der Gebrüder Lumière konnten sich 1896 die damaligen Zuschauer – so die berühmte Anekdote – nicht entziehen: Sie meinten, ein Zug würde aus der Leinwand auf
sie zurasen. Beim heutigen kinoerfahrenen Betrachter löst dieser Film keinen vergleichbaren Effekt mehr aus. Einen ähnlich überraschenden Moment kann jedoch in der Ausstellung erleben, wer eine Virtual-Reality-Brille aufsetzt und in Chris Milks Arbeit Evolution of Verse (2015) eintaucht – noch ist das Medium so neu und die Umsetzung so überraschend, dass die Wahrnehmung eindrucksvoll getäuscht wird.

Im Unterschied zur Münchner Präsentation liegt der Fokus im Ludwig Forum stärker auf der Kunst der Gegenwart, bis hin zu immersiven Arbeiten, die mittels Digitaltechnik das Eintauchen in künstlerisch-virtuelle Welten ermöglichen.

Kontextualisiert und erweitert wird die Aachener Ausstellung durch zahlreiche Werke aus der Sammlung von Peter und Irene Ludwig.

Eine fantastische Schau für die ganze Familie, in der Kinder ebenso ihren Spaß haben wie Erwachsene.

 

 

Toast VR (Richard Eastes, Toni Eastes, Daniel Todorov)
Richie’s Plank Experience, 2017
Virtual Reality/Unity3D/Holzplanke
© Toast VR

 



Philipp Messner
Only you can make me Feel this Way (München), 2013
240 x 110 cm, Pigmentdruck/Hahnemühle Papier
Besitz des Künstlers
© Philipp Messner / VG Bild-Kunst, Bonn

 


KATALOG
Im Hirmer Verlag erscheint begleitend zur Ausstellung ein umfangreicher Katalog mit ca. 200 Farb-
abbildungen. Hrsg. v. Roger Diederen und Andreas Beitin. Mit Beiträgen aus den Neurowissenschaften so-
wie der Kunst-, Kultur- und Mediengeschichte von Andreas Beitin, Ute Engel, Marion Kern, Rudolf E. Lang,
Susanna Partsch und Monika Wagner.
ISBN 978-3-7774-3139-0


Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße  97-109, Aachen

22.02.2019 - 21.07.2019
Fotoausstellung Köln . Die Ausstellung „Poesie der Pflanze“ in der Photographischen Sammlung/ SK Stiftung Kultur stellt den Arbeiten Karl Blossfeldts etwa 40 Heliogravüren des amerikanischen Künstlers Jim Eine gegenüber. Im Zentrum der Ausstellung steht einerseits um das Sehen, das Beobachten und empfindsame Wahrnehmen von Pflanzen und Pflanzenwelten, dokumentiert via Kamera; andererseits um ein achtsames Anschauen photographischer Bilder, gefertigt aus der Hand zweier Künstler.22. Februar bis 21. Juli 2019
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Poesie der Pflanze – Photographien von Karl Blossfeldt und Jim Dine
Fotoausstellung Köln . Die Ausstellung „Poesie der Pflanze“ in der Photographischen Sammlung/ SK Stiftung Kultur stellt den Arbeiten Karl Blossfeldts etwa 40 Heliogravüren des amerikanischen Künstlers Jim Eine gegenüber. Im Zentrum der Ausstellung steht einerseits um das Sehen, das Beobachten und empfindsame Wahrnehmen von Pflanzen und Pflanzenwelten, dokumentiert via Kamera; andererseits um ein achtsames Anschauen photographischer Bilder, gefertigt aus der Hand zweier Künstler.22. Februar bis 21. Juli 2019

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Karl Blossfeldt: Freesie, o. J.
© Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln
in Kooperation mit der Sammlung Karl Blossfeldt in der Universität der Künste,
Berlin, Universitätsarchiv, 2019

 

Die immer wieder neu zu entdeckende Natur, die Vegetation mit ihren vielzähligen Gewächsen und Formen, ihre räumliche Disposition, das sie umspielende Licht ebenso wie die übergreifende Wirkung all dessen bilden das Zentrum der Ausstellung.

Die Werke von Karl Blossfeldt (1865–1932) und Jim Dine (*1935) gehen auf verschiedene künstlerische Richtungen und Generationen zurück, und doch wird in ihren Arbeiten deutlich, dass das Geheimnis der Natur, ihr Zauber ebenso wie ihre Regelmäßigkeit und Ordnung eine für die schöpferische Arbeit nicht versiegende Quelle ist. Beide Künstler verbindet die Liebe zur Natur, die differenzierte Auseinandersetzung mit ihrem Bildgegenstand ebenso wie ihre Präzision in der Umsetzung ihrer photographischen Kompositionen. 

 

 

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Karl Blossfeldt: Ananas. Fruchtstand, o. J.
© Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln in Kooperation
mit der Sammlung Karl Blossfeldt in der Universität der Künste, Berlin,
Universitätsarchiv, 2019

 

Karl Blossfeldtvon dem in der Ausstellung über 70 originale Photographien, umgesetzt als Gelatinesilberabzüge, gezeigt werden, erarbeitete seine Ansichten vor dem Hintergrund seiner Lehrtätigkeit an der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbemuseums, Berlin. Dort hatte der in Schielo (Harz, Sachsen-Anhalt) geborene Blossfeldt zwischen 1884/85 und 1888 studiert und in Folge als Modelleur in der Bronzewerkstatt gearbeitet. 

Das Jahr 1898 gilt als der eigentliche Beginn seiner photographischen Tätigkeit, denn Blossfeldt nutzte die von ihm erarbeiteten Photographien im Kunstunterricht zur Erarbeitung kunsthandwerklicher Stücke und individueller Zeichenentwürfe. Mittels photographischem Abbild konnte er seinen Studenten das von ihm in der Umgebung Berlins gesammelte Pflanzenmaterial nicht nur in quasi frisch dokumentiertem Zustand vor Augen führen – natürliche Pflanzen welkten und veränderten sich oft zu schnell –, sondern er konnte die Pflanzenteile in vielfach vergrößerter Auflösung und gelegentlich in von ihm fokussierter und spezifisch präparierter Gestalt zeigen. Blossfeldts Intention richtete sich vor allem auf die Besonderheit der einzelnen, ihn faszinierenden Formen, die er in aller Präzision herausarbeitete. Typisch für die Photographien von Karl Blossfeldt ist, dass er die Gestalt der Pflanze vor einem flächig neutralen Hintergrund freistellte. Insofern griff er zu einer der puristischsten Möglichkeiten einer Bildkomposition, die dem quasi wissenschaftlichen Aufzeigen anvisierter Gegebenheiten dient. 

Blossfeldts Ruhm begann mit der 1926 von Galerist Karl Nierendorf in Berlin ausgerichteten Ausstellung seiner Photographien gemeinsam mit Skulpturen aus Afrika und Neuguinea. 1928 veröffentlichte Blossfeldt seine bahnbrechende Publikation Urformen der Kunst, zu Beginn des Jahres 1932 folgte Wundergarten der Natur. Am 3. Dezember 1932 verstarb Karl Blossfeldt in Berlin. Heute gehört er zu den anerkanntesten Künstlern und Photographen des 20. Jahrhunderts. Ebenso wie die Arbeiten von August Sander und Albert Renger-Patzsch zählen die Pflanzenansichten Blossfeldts zu den entscheidenden Werken der Neuen Sachlichkeit in der Photographie.

 

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Jim Dine: Entrada Drive, 2001-2003
© Jim Dine, VG Bild-Kunst, Bonn 2019;
courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

 

Die Ausstellung „Poesie der Pflanze“ stellt den Arbeiten Blossfeldts etwa 40 Heliogravüren des amerikanischen Künstlers Jim Dine gegenüber. Sie sind größeren Formats und nähern sich der poetischen Wirkung der Pflanzenwelt in formal anderer und doch verwandter Weise. Hier wie da treffen wir auf eine höchst intensive Auseinandersetzung mit dem Bildgegenstand und der davon im Einzelnen auszuführenden Photographie gleichwie deren Einbindung in eine aufschlussreich weiterführende Bildreihe. 

 

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Jim Dine: Entrada Drive, 2001-2003
© Jim Dine, VG Bild-Kunst, Bonn 2019;
courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

 

Jim Dine, der in vielen verschiedenen künstlerischen Medien, sei es der Malerei, der Bildhauerei, der Druckgraphik, auch der Literatur und Lyrik Zuhause ist, wurde Ende der 1950er-Jahre im Kontext der Pop-Art-Szene in New York berühmt. Vor allem seine Werke, die Motive wie Bademäntel, Herzformen, Farbpaletten, Pinsel und Werkzeuge zeigen, sind heute einem großen Publikum bekannt. Aber auch das von der Natur Geschaffene erwarb sein unentwegtes Interesse, wie die Darstellungen und installativen Einbeziehungen von Bäumen, Ästen und Blumen verdeutlichen. Bereits 1969 entstand Dines Portfolio Vegetables, seine früheste Arbeit, die sich mit botanischen Formen und Farben auseinandersetzt. 

 

Photographische Sammlung/ SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, Köln 

 

22.02.2019 - 25.05.2019
Ausstellung Frankfurt .  Im Art Foyer der DZ BANK Kunstsammlung zeigt die Ausstellung „Nullpunkt der Orientierung. Fotografie als Verortung im Raum“ rund 60 Arbeiten von 18 internationalen Künstlerinnen und Künstlern, in denen Dreidimensionalität eine zentrale Rolle spielt.
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Nullpunkt der Orientierung
Ausstellung Frankfurt .  Im Art Foyer der DZ BANK Kunstsammlung zeigt die Ausstellung „Nullpunkt der Orientierung. Fotografie als Verortung im Raum“ rund 60 Arbeiten von 18 internationalen Künstlerinnen und Künstlern, in denen Dreidimensionalität eine zentrale Rolle spielt.

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Bild: Bruno Zhu
White Table with Cake and Tea, 2015, aus der Serie: Table Works

 

 

Die Werkauswahl nimmt die Geschichte des räumlichen Sehens seit der Camera obscura sowie aktuelle Phänomene unserer Bildkultur zum Ausgangspunkt einer umfassenden Betrachtung des Räumlichen in der Fotografie.

Präsentiert werden Arbeiten von Alexandra Baumgartner, Jose Dávila, Jan Paul Evers, Christiane Feser, Alex Hartley, Raphael Hefti, Gottfried Jäger, Barbara Probst, Louise Lawler, Georges Rousse, Lorna Simpson, Susa Templin, James Welling und Bruno Zhu sowie eigens für die Ausstellung erworbene Werke von Miriam Böhm, Lilly Lulay, Stefanie Seufert und Shirana Shahbazi.

Die Exponate zeigen einen freien, teils bildhauerischen Umgang mit dem Material ebenso wie eine Weiterverarbeitung gefundener Bilder in individuellen Praktiken der zeitgenössischen Kunst. Fast alle Werke bewegen sich aus dem Bild heraus und hinein in den Ausstellungsraum – eine begehbare Installation, monumentale spiegelnde Platten und objekthafte Kästen, die aus der Wand herausragen.

 

Wie bei Skulpturen spielen Mehransichtigkeiten eine Rolle, Oberflächen, die den Tastsinn reizen, wie etwa der Filz in Lorna Simpsons (*1960 in New York City, USA) „The Fire Escape“, 1995, oder vollkommen abstrakte Gefüge von Flächen im bildlichen oder realen Raum wie in den Werken von Miriam Böhm (*1972 in München). Jan Paul Evers (*1982 in Köln) dienen hingegen selbst aufgenommene und gefundene Bilder als Ausgangsmaterial einer sowohl digitalen als auch analogen Weiterbearbeitung in der Dunkelkammer.

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Bild Susa Templin
Totale Wohnung, aus der Serie: Begehbarer Raum aus der Werkgruppe "Totale Wohnung", 2011-2013

 


Susa Templin, Raphael Hefti, Louise Lawler und Barbara Probst spielen mit den Mechanismen der menschlichen Wahrnehmung von Raum und seiner fotografischen Übersetzung in die Fläche. Sie greifen in ihren Arbeiten einzelne Aspekte des fotografischen Apparats – wie die Verdichtung auf der Mattscheibe, Spiegelung, Perspektive und Maßstab – so auf, dass sie die Rahmenbedingungen des Sehens durch die Kamera und des damit verbundenen Blicks auf die Welt bewusst machen. In Susa Templins (*1965 in Hamburg) Installation „Totale Wohnung“, 2011–2013, verknüpft sich dies mit Zeit- und Raumerfahrungen in gegenwärtigen Wohnsituationen. Barbara Probst (*1964 in München) bringt in „Through the looking glass“, 1995, über die dritte Dimension hinaus auch die vierte Dimension Zeit in der Fotografie ins Spiel.

Die Arbeit von Georges Rousse (*1947 in Paris, Frankreich), die Irritation und Augentäuschung im Zusammenspiel von Fotografie und dritter Dimension vorführt, sowie die still-poetische Videoarbeit „Istanbul up and down“ von Lilly Lulay (*1985 in Frankfurt) lassen den Betrachter in die Tiefen des Bildes hineingleiten.

Im Gegensatz dazu öffnen sich zahlreiche Werke eher in den Ausstellungsraum oder ragen sogar plastisch in ihn hinein. Gottfried Jägers (*1937 in Burg) Collagen abfotografierter Bilder und belichteter Papiere irritieren die Wahrnehmung und konterkarieren unser natürliches Raumverständnis. Ähnliches passiert in den Arbeiten von Christiane Feser (*1977 in Würzburg), die das belichtete Papier als bildhauerisches Material auffasst und plastisch-reliefartige Gebilde herstellt, in denen sich nur schwer unterscheiden lässt, welche Schatten real sind und welche nur im Bild erscheinen.

Mitten im Ausstellungsraum steht der Betrachter den skulpturalen Objekten von Stefanie Seufert (*1969 in Göttingen) gegenüber, in denen die in der Dunkelkammer entstandenen immateriellen, rein optischen Lichträume zu körperlicher Präsenz gelangen.

In Alexandra Baumgartners (*1973 in Salzburg, Österreich) „The Coat“ und „Symbiosis“, 2016, greift etwas Unheimliches durch die räumliche Verschränkung von Wand und Boden, Bild und Objekt auf den Ausstellungsraum über.

 

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Bild: James Welling
XLII (42), 1988


Immer wieder streifen die Werke die Geschichte des Raumes, der Plastizität und auch der Skulptur in der Fotografie. So greifen Alexandra Baumgartners „The Coat“ und James Wellings (*1951 in Hartford, Connecticut, USA) Aufnahme „XLVII (42)“, 1988, das Motiv des Faltenwurfs auf, das als stilprägend für die Skulpturen des Mittelalters und der Renaissance gilt.

Zudem findet Jose Dávila (*1974 in Guadalajara, Mexiko) in „Fully Connected Network“, 2013, mit seinen Zitaten plastischer Kunstwerke eine unkonventionelle Antwort auf die Frage, wie Fotografie Skulptur aufnehmen soll – eine Frage, die schon seit der Erfindung des Mediums Mitte des 19. Jahrhunderts in theoretischen Texten diskutiert wird.

Dass die Fähigkeit der Fotografie, Oberflächen und Materialien möglichst illusionistisch wiederzugeben, auch für die heutige Bildkultur eine Rolle spielt, zeigt sich an den Skulpturen Bruno Zhus (*1991 in Porto, Portugal). Er führt auf spielerische Weise die Oberflächlichkeit der heutigen Konsumwelt vor, in der Objekte uns entmaterialisiert begegnen und Kaufentscheidungen auf Basis fotografischer Abbildungen getroffen werden.

 

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Bild: Shirana Shahbazis 
Mädchen laufend 01, 2017



Shirana Shahbazis (*1974 in Teheran, Iran) eigens für die Ausstellung entworfene Wandinstallation reflektiert die Wahrnehmungsmechanismen im gesellschaftlichen Gefüge einer globalisierten Welt mit ihren Traditionen, Zeichen und Symbolen. Die Arbeit macht im Hinblick auf das fotografische Bild spürbar, wie sehr der Kontext und der Ort der Rezeption sowie die Erfahrung des Betrachters das bestimmen, was gesehen wird.

Der Ausstellungstitel bezieht sich auf ein Zitat des Philosophen Edmund Husserl. Demnach markiere der „Nullpunkt unserer Orientierung“ eine Art Ur-Koordinate für sämtliche Ausrichtungen und Bewegungen, von denen aus wir unsere Umgebung wahrnehmen. 

 

DZ BANK Kunstsammlung - Art Foyere, Platz der Republik, Frankfurt/Main

 

20.02.2019 - 12.05.2019
Ausstellung München . Schon als Kind übt der Spiegel auf Jim Dine,1935 in Cincinnati, Ohio geboren, eine eigene Faszination aus. Diese wird zur Grundlage für eine intensive Beschäftigung mit dem Selbstporträt als einem immer wiederkehrenden Motiv. Im Kunstfoyer der Versicherungskammer kann man Jim Dines spannendes Werk bewundern ebenso wie eine monumentale Kopf-Skulptur in der städtischen Grünanlage vor dem Gebäude der Versicherungskammer Bayern, 20.2. bis 12.5.2019
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Jim Dine. I never look away
Ausstellung München . Schon als Kind übt der Spiegel auf Jim Dine,1935 in Cincinnati, Ohio geboren, eine eigene Faszination aus. Diese wird zur Grundlage für eine intensive Beschäftigung mit dem Selbstporträt als einem immer wiederkehrenden Motiv. Im Kunstfoyer der Versicherungskammer kann man Jim Dines spannendes Werk bewundern ebenso wie eine monumentale Kopf-Skulptur in der städtischen Grünanlage vor dem Gebäude der Versicherungskammer Bayern, 20.2. bis 12.5.2019

FP Das Damebrett

Das Damebrett, 1959 copyright Jim Dine

 

Nach seinem Kunststudium in Ohio, währenddessen er viele druckgrafische Techniken kennenlernt, übersiedelt er 1958 nach New York und wird rasch Teil der damals so innova- tiven und dynamischen Kunstwelt. Seine gegenständlichen Motive wie Bademäntel, Herzen, Werkzeuge oder Stiefel sind vor allem als Platzhalter seiner selbst zu interpretieren, als Vokabular seiner Gefühle, wie Dine es selbst erklärt. Diese – oberflächlich betrachtet – gegenstandsbezogene Kunst führte dazu, dass er missverständlicherweise mit Andy Warhol, Wayne Thiebaud und Roy Lichtenstein zu den Mitbegründern der amerikanischen Pop Art der 1960er-Jahre gezählt wurde, wodurch die zutiefst subjektive Dimension seiner Kunst zunächst verstellt war.

 

FP SelbstportrÑt mit MÅtze

© Jim Dine, Selbstporträt mit Mütze, 1991

 

Ab den 1970er-Jahren taucht das Selbstporträt wieder in seinen Arbeiten auf und bleibt bis heute als Motiv der künstlerischen Selbstreflexion ganz wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit, denn Dine beschäftigt schon immer das Subjektive, das Innerste. Fast zu jeder Zeit ist ein Selbstporträt in Arbeit. Erst gerade hat der Künstler in seinem Pariser Atelier vier neue Selbstporträts geschaffen, die Teil dieser Präsentation sind, wie auch die jüngste Arbeit mit dem Titel Ich in Apetlon, eine Lithografie, die in der burgenländischen Druckwerkstatt Chavanne & Pechmann entstanden ist.

 

FP Hard Times singend

© Jim Dine, Hard Times singend, 2009

 

Wenn ich an einem Spiegel oder einer reflektierenden Oberfläche vorbeigehe, werfe ich, aus welchem Winkel auch immer, einen gründlichen Blick auf mein Gesicht. Diese Gewohnheit stammt aus der Kindheit. Ich bin es, der mich selbst beobachtet, um in der Sekunde, in der ich mich selbst im Spiegelbild wahrnehme, das sogenannte Selbstporträt zu revidieren, zu formen. Ich kann dann ohne Kreide oder Stift im Kopf korrigieren, eine versehentliche Linie ausradieren und spüre auch das psychologische Moment, wenn mein Gesicht so aussieht, als hätte ich es noch nie zuvor gesehen. Ich sehe nie weg. (Jim Dine, Paris 2016)

 Die Ausstellung wurde organisiert in Kooperation mit der Albertina, Wien.

Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung, Maximilianstraße 53, München

18.02.2019 - 30.04.2019
Ausstellung Wien . Die Ausstellung „Unwägbarkeiten“ mit Werken von Gabriela Morawetz findet im Rahmen von Foto Wien und in Kooperation mit dem Polnischen Kulturinstitut in der Wiener Anzenberger Galerie statt.18. Februar bis 30. April 2019
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Gabriela Morawetz: Unwägbarkeiten
Ausstellung Wien . Die Ausstellung „Unwägbarkeiten“ mit Werken von Gabriela Morawetz findet im Rahmen von Foto Wien und in Kooperation mit dem Polnischen Kulturinstitut in der Wiener Anzenberger Galerie statt.18. Februar bis 30. April 2019

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Reproduktionen können Gabriela Morawetzs Werken nicht gerecht werden. Obwohl es fotografische Arbeiten sind, wirken sie mehr wie dreidimensionale Objekte. Es sind komplexe Kunstwerke auf Leinwand, Glas und Metall, in denen Reflektionen mit Materie spielen.

Mit Morawetz tritt die Fotografie in eine neue Dimension ein. In Schwerelosigkeit, ohne Erdanziehungskraft zu arbeiten, erscheint wie eine Metapher für die Arbeitsweise der Künstlerin. Von der Realität losgelöst, von einer Idee komplett eingenommen, weitergetragen von einer grundlegenden Energie zu einem unbekannten Resultat.

 

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Ihre Erkundungen machen aus Morawetz eine Alchemistin, der es gelingt, die Magie des Materials und die Praxis des Experiments zu verbinden. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Studio und Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Morawetz nach dem Studium der Malerei, Skulptur und Radierung an der Akademie der Künste in Krakau. All diese Techniken sind wie Echos in ihrer Arbeit präsent.

Gabriela Morawetz  ist gebürtige Polin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Von 1975 bis 1983 lebte sie in Venezuela und seither in Frankreich.

 

Anzenberger Gallery, Absberggasse 27, Wien

15.02.2019 - 30.06.2019
Fotoausstellung Thiemsburg .  In einer Sonderausstellung zeigt das Nationalparkzentrum Thiemsburg im Thüringer Nationalpark Hainich Fotografien des bekannten Naturfotografen Norbert Rosing unter dem Titel „Mein wildes Deutschland“. 15.2. bis 30.6.2019
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Norbert Rosing – Mein wildes Deutschland
Fotoausstellung Thiemsburg .  In einer Sonderausstellung zeigt das Nationalparkzentrum Thiemsburg im Thüringer Nationalpark Hainich Fotografien des bekannten Naturfotografen Norbert Rosing unter dem Titel „Mein wildes Deutschland“. 15.2. bis 30.6.2019

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Die Besucher erwarten  in der Ausstellung spektakuläre Schwarz-Weiß-Naturaufnahmen aus den schönsten Wildnisgebieten Deutschlands. Als besonderes Zuckerl wird Norbert Rosing persönlich bei der Eröffnung am 15. Februar 2019 um 15 Uhr anwesend sein wird, in die Ausstellung einführen, durch die Ausstellung begleitet und im Anschluss noch zum Bücher signieren zur Verfügung stehen.

Norbert Rosing ist seit vielen Jahren als Tier- und Naturfotograf weltweit unterwegs und hat dabei viele internationale Auszeichnungen erhalten. Seine Bücher „Wildes Deutschland – Bilder einzigartiger Naturschätze“ und „Deutschlands wilde Wälder – Eine Liebeserklärung“ zeigen unser Land und unsere Wälder, wie sie kaum jemand kennt. Natürlich auch immer wieder von ihm gern besucht und fotografiert: der Nationalpark Hainich! Norbert Rosings Buch zur Ausstellung heißt „Wildnis“ und zeigt eine Auswahl der schönsten Naturaufnahmen.

 

Adresse 9947 Schönstedt OT Alterstedt/Thiemsburg

 

 

 

 

 

 

09.02.2019 - 12.05.2019
Fotoausstellung Hannover . Mit einer Auswahl von etwa 200 Werken sowie zahlreichen Dokumenten aus dem Nachlass des als Otto Maximilian Umbehr 1902 in Düsseldorf geborenen Bauhaus Fotografen UMBO präsentiert das SprengelMuseum Hannover die erste große Retrospektive des Künstlers seit 24 Jahren. 9. Februar bis 12. Mai 2019
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Umbo. Fotograf
Fotoausstellung Hannover . Mit einer Auswahl von etwa 200 Werken sowie zahlreichen Dokumenten aus dem Nachlass des als Otto Maximilian Umbehr 1902 in Düsseldorf geborenen Bauhaus Fotografen UMBO präsentiert das SprengelMuseum Hannover die erste große Retrospektive des Künstlers seit 24 Jahren. 9. Februar bis 12. Mai 2019

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Ruth Landshoff
1927/28
Stiftung Bauhaus Dessau
copyrigh Phyllis Umbehr/Galerie Kicken Berlin/VG Bild-Kunst
Bonn, 2019
Foto:Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum
Hannnover

 


Mit seinem ungewöhnlichen Einfallsreichtum und seiner Experimentierfreude prägte UMBO die Fotografie des .,Neuen Sehens" in den 1920er-Jahren; Werke des Fotografen waren in allen bedeutenden Ausstellungen der Avantgarde seiner Zeit vertreten. UMBOs Atelier und Archiv wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach dem Ende des Krieges stand er- wie viele andere auch- vor einem Neuanfang.Erst in den 1 970er-Jahren wurde er in einer Einzelausstellung in der Spectrum Photogalerie im Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel, heute Sprengel Museum Hannover, vorgestellt. Dienun UM BO im Bauhausjahr 201 9 gewidmete Retrospektive ermöglicht es, einen der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts und eine vielschichtige Künstlerbiografie neu zu entdecken. Sie feiert zudem die Erwerbung des Nachlasses UMBO, die 2016 gemeinsam mit den Partnerinstitutionen Berlinische Galerie- Landesmuseum für Fotografie und Architektur und Stiftung Bauhaus Dessau dank der Unterstützung za hlreicher Partner möglich wurde.

 

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ohne Titel (Selbstporträt)
um 1955
Sprengel Museum Hannover, 2016
erworben von Phyllis Umbehr copyright Phyllis Umbehr /Galerie Kicken, Berlin
VG Bild-kunst, Bonn, 2019
Foto:Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum
Hannnover

 

 

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Ruth Maske
1927/1978
Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst,
Photographie und Architektur, Berlin
copyrigh Phyllis Umbehr/Galerie Kicken Berlin/VG Bild-Kunst
Bonn, 2019
Foto:Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum
Hannnover

 

 

DER FOTOGRAF
UMBO- dieser Name steht spätestens seit der von Herbert Molderings 1 995 eingerichteten Retrospektive dieses Künstlers als Synonym für eine Art ,Urknall' der modernen Fotografie Mitte der 1920er-Jahre. Otto Maximilian Umbeh r wurde 1 9 02 a I szweites v o n zehn Kindern eines Bau i ngen ieu rs und einer Lehrerin in Dusseldorf geboren. Er gilt unter dem Namen UMBO als Erfinder des Bildes der Neuen Frau, des neuen Bildes der Straße und der fotograf ischen Reportage schlechthin. Sein Name steht fu r denjugendbewegten Aufbruch der Wandervögel a u s der WiI helmi nischen Ära insfr ühe Bau haus. Er steht auch fu r die in den 192 Oer- Jahren vor allem durch osteu rapa isehe lmmigrant*innen befl ugelte Medienmetropole Berlin, für eine sich rasant entwickelnde Fil m-, Musik-, Theater- und Kleinkunstszene, fur Blicke in die Hinterhöfe und Wohnkuchen überquellender Mietskasernen.


Anlässlich der Ausstellung erscheint die Publikation UMBO. FOTOGRAF, herausgegeben von Inka Schube, 336 Seiten, ca. 2 30 Abbildungen undTexten von U mbo, Michael Glasmeier, Stella Jaeger, Anthea Kennedy & Ian Wiblin, Angela Lammert, Annel ie Lütgens, Sabrina Mandan ici, Patrick Rössler, Inka Schube, Bernd Stieg!er, Christoph Wagner und Georg Wiesing-Brandesca. 230 Abbildungen, Snoeck, 48,- Euro.


Sprengel Museum, Kurt Schwitters Platz, Hannover

02.02.2019 - 27.04.2019
Fotoausstellung Berlin – „Women on View Die Ästhetik des Begehrens in der Werbung“ ist das Thema der Ausstellung in den Räumen der Chaussee 36. Die Gruppenausstellung Women on View zeigt die Erotisierend des weiblichen Körpers in der Werbefotografie mit den Werken von namhaften wie Horst P. Horst, Erwin Blumenfeld, Helmut Newton, Peter Lindbergh, Herb Ritts, Irving Penn und Jeanloup Sieff.
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Women on View
Fotoausstellung Berlin – „Women on View Die Ästhetik des Begehrens in der Werbung“ ist das Thema der Ausstellung in den Räumen der Chaussee 36. Die Gruppenausstellung Women on View zeigt die Erotisierend des weiblichen Körpers in der Werbefotografie mit den Werken von namhaften wie Horst P. Horst, Erwin Blumenfeld, Helmut Newton, Peter Lindbergh, Herb Ritts, Irving Penn und Jeanloup Sieff.

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Hervé Plumet: Campaign for AUDI 2003, courtesy und ©  the artist

 

Die Abbildung des unbekleideten, idealen Menschen unterliegt in der westlichen Kunst einer langen Tradition. Doch erst die Moderne löste Nacktheit aus ihrem religiösen oder allegorischen Kontext heraus und zeigte sie offen und natürlich, auch in Verbindung mit Eros. Heute gehören nackte Körper, vor allem von Frauen, zur medialen Dauerware, sind aus der Werbebranche nicht wegzudenken.

 

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Ellen von Unwerth: Happy Socks Campaign, Los Angeles, 2015 courtesy the artist

 

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Guy Bourdin, French Vogue, Jnauar 1980, The Guy Bourdin Estate, 2018,
courrtesy Louis Alexander Gallery and Chaussee 36

 

Von Anfang an inszenierte die Werbeindustrie den weiblichen Körper zur besseren Vermarktung von Produkten, während sie männliche Nacktheit noch bis ins späte 20. Jahrhundert kaum beachtet ließ. Modelle verkörpern demnach das Idealbild westlicher, weiblicher Schönheit. Und doch widersetzten sie sich über Jahrzehnte hinweg einem einheitlichen Kanon, was auf die charakteristische Entwicklung der Präsentation von Frauenfiguren zurückzuführen ist. Besonders in Bildern der Mode- und Werbefotografie kannLifestyles konstatiert werden.

Die Gruppenausstellung Women on Viewthematisiert die Erotisierung des weiblichen Körpers in der Werbefotografie – angefangen bei der frühen Produktreklame der 1940er Jahre, über die Ära der Hyper-Erotisierung der Frau in den 1990er Jahren hin zu zeitgenössischen Positionen in der Werbefotografie. Präsentiert werden legendäre Plakate und Fotografien von namhaften Künstlern wie Horst P. Horst, Erwin Blumenfeld, Helmut Newton, Peter Lindbergh, Herb Ritts, Irving Penn undJeanloup Sieff, um nur einige zu nennen. Einerseits zeigt die Ausstellung verschiedene Darstellungsweisen der Frau in der Werbung auf. Andererseits hinterfragt sie die wechselseitigen Einflüsse der modischen und kommerziellen Fotografie bei der Schaffung ästhetischer Standards.

 

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Franco Rubartelli, Veruschka, Safari dress by Yves Saint Laurent, 1968,
courtesy Ira Stehmann Fine Art

 

Darüber hinaus verweist die Ausstellung auf den soziokulturellen Einfluss von Werbung. Diese ist ein Spiegelbild gesellschaftlicher Einstellungen und beeinflusst als Ab- und Vorbild gängige Rollenbilder und Vorstellungen von Schönheit. In unserer gegenwärtig mediendominierten Welt wird die Verbreitung von genormten Attraktivitätsvorstellungen und Schönheitsidealen zunehmend begünstigt. So führte die Nutzung einer Bildsprache, in der weibliche Modelle signifikant aufreizend und provokativ gezeigt wurden, in der Vergangenheit zu einer zunehmenden Sexualisierung in der Öffentlichkeit. Ist die Darstellung von Frauen heute immer noch ein Zeugnis der Begierde in unserem gesellschaftlichen Streben nach den Idealen menschlicher Vollkommenheit? Oder ist diese Form des Begehrens bereits im Wandel begriffen?

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation (dt.-engl.) mit einem Vorwort des Kurators der Helmut Newton Stiftung Matthias Harder, Texten der Soziologin Esther Loubradou sowie zahlreichen Abbildungen von historischen Werbefotografien.

 

Chaussee 36, Chausseestraße 36, Berlin

01.02.2019 - 12.05.2019
Fotoausstellung Berlin . Das Deutschen Historischen Museum zeigt die Ausstellung „Das exotische Land. Fotoreportagen von Stefan Moses“. Anhand von 250 Fotografien sowie Zeitschriften und Büchern zeichnet die Ausstellung Moses‘ Weg vom umtriebigen Fotoreporter zu einem der wichtigsten Porträtfotografen und Chronisten der Bundesrepublik nach. 1. Februar bis 12. Mai 2019
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Stefan Moses – Das exotische Land
Fotoausstellung Berlin . Das Deutschen Historischen Museum zeigt die Ausstellung „Das exotische Land. Fotoreportagen von Stefan Moses“. Anhand von 250 Fotografien sowie Zeitschriften und Büchern zeichnet die Ausstellung Moses‘ Weg vom umtriebigen Fotoreporter zu einem der wichtigsten Porträtfotografen und Chronisten der Bundesrepublik nach. 1. Februar bis 12. Mai 2019

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Frauen unter Trockenhauben im Friseursalon
Stefan Moses, undatiert
© Elsa Bechteler-Moses

 

 

Stefan Moses (1928-2018) zählt zu den großen Fotografen der Bundesrepublik. Seine Aufnahmen von Angehörigen verschiedenster Berufsgruppen – stets im Freien vor einem grauen Tuch entstanden – machten ihn Anfang der 1960er Jahre zu einem der gefragtesten Porträtfotografen Deutschlands. Weniger bekannt ist dagegen sein Frühwerk: Fotoreportagen, für die Moses seit 1950, meist im Auftrag illustrierter Zeitschriften des Münchner Kindler-Verlages, durch Deutschland, Europa und Übersee reiste. 1960 wechselte Moses zur führenden deutschen Illustrierten „Stern“, die für ihre aufwendigen Fotoreportagen die besten Fotografen Deutschlands engagierte. Stefan Moses reiste für das Magazin unter anderem nach Israel, Großbritannien und Chile. Immer wieder aber berichtete er mit großem soziologischem Gespür und einer unverkennbaren fotografischen Handschrift auch aus dem „exotischen“ Land Deutschland – einem Land, das sich nach Terror und Krieg mit Wiederaufbau und Wirtschaftswunder neu erfinden wollte.

 

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Rollmopspackerin
Stefan Moses, 1962, 1964
© Elsa Bechteler-Moses

 

Anlässlich seines ersten Todestags am 3. Februar 2019 zeigt die Ausstellung erstmals frühe und heute weitgehend unbekannte Fotoreportagen und Bildessays aus dem Nachlass Moses‘ neben einer Auswahl aus seinen berühmten Porträtserien „Deutsche“ und „Emigranten“ aus der Sammlung des Deutschen Historischen Museums. Politische Momentaufnahmen, gesellschaftliche Beobachtungen und humorvolle Alltagsimpressionen verdichten sich dabei zu einem Porträt der jüngeren deutschen und internationalen Zeitgeschichte. Gemeinsam ist ihnen Moses‘ ironisch-distanzierter, aber nie denunzierender Blick auf die Menschen und die gesellschaftlichen Verhältnisse. Deutschland und die Deutschen blieben dabei bis zuletzt sein Lebensthema. „Für mich ist Deutschland genau so exotisch wie Afghanistan oder Paraguay, überall unerforschte Gebiete“, begründete Stefan Moses einmal seine Jahrzehnte andauernden fotografischen Erkundungen.

 

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Schaulustige warten auf den Ausritt der Queen
Stefan Moses, 1962
© Elsa Bechteler-Moses

 

Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, Berlin

 

 

30.01.2019 - 10.06.2019
Ausstellung Hannover . Louisa Clement beschäftigt sich in Fotografien, Videos, Wandarbeiten, Skulpturen und neuen VR-Arbeiten mit dem Gefühl einer Irritation in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit. Mit ihrer jüngsten Arbeit „Aporias“ (2019) überträgt Louisa Clement ihre fotografische Arbeit in den virtuellen Raum. Die Ausstellung wurde vom Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit dem Ludwig Forum Aachen konzipiert.
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Louisa Clement - Remonte Control
Ausstellung Hannover . Louisa Clement beschäftigt sich in Fotografien, Videos, Wandarbeiten, Skulpturen und neuen VR-Arbeiten mit dem Gefühl einer Irritation in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit. Mit ihrer jüngsten Arbeit „Aporias“ (2019) überträgt Louisa Clement ihre fotografische Arbeit in den virtuellen Raum. Die Ausstellung wurde vom Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit dem Ludwig Forum Aachen konzipiert.

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Louisa Clement - Avatar

 

Ausgangspunkt für die Arbeit der 1987 in Bonn geborene Künstlerin ist der Mensch in einem digitalen Zeitalter, in dem auch die Integrität des Körpers durch vehemente Eingriffe der Medizin und Technik zunehmend in Frage gestellt wird.

 

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Mit ihrer jüngsten Arbeit „Aporias“ (2019) überträgt Louisa Clement ihre fotografische Arbeit in den virtuellen Raum. Mithilfe von VR-Geräten schließen sich die Betrachter einer Gruppe von drei künstlichen digitalen Körpern an, die wie gesichtslose Mannequins anmuten, und können in Interaktion mit diesen treten. Als ein Beitrag zum aktuellen Diskurs über künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen wirft die Künstlerin mit „Aporias“ Fragen zum Potenzial von Computerprogrammierung und den Grenzen menschlicher Fähigkeiten auf.

 

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Louisa Clement - Not lost in You


 
Louisa Clement studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Kunstakademie Düsseldorf. Es ist die erste groß angelegte museale Einzelausstellung der Künstlerin, sie wird von einem umfangreichen Katalog begleitet.

 

Sprengel Museum, Kurt Schwitters Platz, Hannover 
 

27.01.2019 - 05.05.2019
Fotoausstellung Leverkusen . Schon immer gab es gerade im Rheinland eine reiche und intensive Beschäftigung mit dem Medium Fotografie. Die Ausstellung im Museum Morsbroich zeigt Werke von Künstler, die in den 1970er und 1980er Jahren geboren sind und während ihrer Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf oder an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert haben. 27. Januar bis 5. Mai 2019
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Next Generations – Aktuelle Fotografie made im Rheinland
Fotoausstellung Leverkusen . Schon immer gab es gerade im Rheinland eine reiche und intensive Beschäftigung mit dem Medium Fotografie. Die Ausstellung im Museum Morsbroich zeigt Werke von Künstler, die in den 1970er und 1980er Jahren geboren sind und während ihrer Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf oder an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert haben. 27. Januar bis 5. Mai 2019

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Louisa Clement
Avatar 29, 2016
Inkjet Print, 115 x 86 cm
Courtesy die Künstlerin und WENTRUP Gallery Berlin



Die Fotografie als wesentliches künstlerisches Ausdrucksmittel unserer Zeit erfährt auf Biennalen und Festivals, in Ausstellungsreihen und auf Symposien mehr denn je eine Befragung und Analyse ihrer momentanen Beschaffenheit. Hintergrund ist ein radikaler Wandel in Produktion, Gebrauchsweisen und Verbreitung des Mediums. Begleitet wird dies durch die stetig wachsende, Schwindel erregende Anzahl neuer Fotografien in der Welt. Massentechnisch produzierte Bilder werden geteilt und kopiert und im Zeitalter der digitalen Revolution als riesiges Bildvolumen immer fluider.

 

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Moritz Wegwerth
NEWS, 2018
Inkjet Print on Archival Paper, 153,4 x 230cm
Courtesy der Künstler
© 2019 VG Bild-Kunst, Bonn



Wie reagieren Künstler, die durch die „Fotografieschulen“ des Rheinlands geprägt sind, auf diese Entwicklungen? Welche Rolle spielen die künstlerischen Errungenschaften ihrer Lehrer für die heutige Bildproduktion? Welche Erkenntnisse hält die Fotografie noch bereit? Diese Fragen stellt sich die aktuelle Ausstellung Next Generations. Aktuelle Fotografie made im Rheinland.

Die Ausstellung setzt den Fokus auf den aktuellen Diskurs zur zeitgenössischen Bildproduktion und befragt das Medium Fotografie exemplarisch in achtzehn unterschiedlichen künstlerischen Statements.

Die „Fotografieschulen“ des Rheinlands waren und sind international prägend: Die Auseinander-setzung mit Fotografie als konzeptuelles Medium verbindet sich im Rheinland mit den Namen Bernd und Hilla Becher. Bernd Becher wurde 1976 als Professor für Fotografie an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Damit trat er nicht nur die erste Professur für Fotografie in Deutschland überhaupt an. Er legte vielmehr gemeinsam mit seiner Frau den Grundstein für eine bis heute anhaltende Tradition konzeptueller Fotografie: Die berühmte „Becher-Schule“ entstand. Aus ihr sind bis heute bekannte Künstler*innen wie Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth hervorgegangen. Thomas Ruff und Andreas Gursky kehrten als Professoren an die Kunstakademie zurück und führten – wie aktuell Christopher Williams – den Diskurs um das fotografische Medium weiter. Indem sie in ihren künstlerischen Prozessen die Grenzen des Mediums verschoben, erweiterten sie ganz grundlegend die Vorstellung davon, was Fotografie sein kann.
1990 wurde mit der Kunsthochschule für Medien in Köln und dem damals einzigen Diplom-studiengang „Audiovisuelle Medien“ ein völlig neuer, zukunftsweisender Ort künstlerischer Lehre und Praxis für die Fotografie geschaffen. Die Professur für Künstlerische Fotografie an der KHM
wurde 1994 mit Jürgen Klauke besetzt. Nach einer Vertretungsprofessur durch Boris Becker leitet Beate Gütschow seit 2011 die Klasse. Das konzeptuelle Arbeiten an der Erweiterung des Fotogra-fischen führte über ein medienreflexives und genreübergreifendes Experimentieren mitunter auch zur völligen Verwerfung der herkömmlichen Fotografie mit all ihren tradierten Zuschreibungen und Bildherstellungstechniken.
Die hier nachkommenden Generationen von Künstler wissen um die Flüchtigkeit von Bildern im Netz. Sie reflektieren ihre Überpräsenz in unserer alltäglichen Wahrnehmung ebenso wie die Bedingungen ihrer Konstruktion und Reproduktion als Hybride zwischen analogen und digitalen Herstellungstechniken. Vor der Folie der Fotografiegeschichte verabschieden sie die alte Vorstellung von Fotografie als Abbild der Realität und binden das einst so verlockende Wirklichkeitsversprechen als langsam verhallendes Echo in ihre künstlerischen Arbeiten ein. Sichtbar wird die Differenz zwischen Abbildung und Abgebildeten und damit indirekt auch das Making-Of: die Fotografie als konstruiertes Bild. Warum die Fotografie trotz dieser Einsichten nichts an visueller Überzeugungskraft eingebüßt hat, erzählt die Ausstellung anhand von achtzehn aktuellen künstlerischen Positionen, die das Medium Fotografie für zukünftige Gebrauchsweisen öffnen.

 

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Alexander Basile
plate #002, 2018
C-Print, 80 x 120 cm
Courtesy Alexander Basile

 

Die Künstler der Ausstellung: Alexander Basile, Johannes Bendzulla, Mia Boysen, Louisa Clement,
Natalie Czech, Owen Gump, Alwin Lay, Peter Miller, Anne Pöhlmann, Johannes Post,
Sebastian Riemer, Morgaine Schäfer, Berit Schneidereit, Shigeru Takato, Christoph Westermeier, Anna Vogel, Moritz Wegwerth und Matthias Wollgast.



Kuratorinnen der Ausstellung sind Heide Häusler und Stefanie Kreuzer.

 

Museum Morsbroich, Gustav-Heinemann-Str. 80, Leverkusen

01.12.2018 - 19.05.2019
Fotoausstellung Berlin . Mit „Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton: Nudes“ wird es das erste Mal in der Geschichte der Helmut Newton Stiftung eine Ausstellung geben, die sich ausschließlich dem Genre Akt widmet. 1. Dezember 2018 bis 19. Mai 2019
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Nudes
Fotoausstellung Berlin . Mit „Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton: Nudes“ wird es das erste Mal in der Geschichte der Helmut Newton Stiftung eine Ausstellung geben, die sich ausschließlich dem Genre Akt widmet. 1. Dezember 2018 bis 19. Mai 2019

Saul Leiter Foundation, courtesy Howard Greenberg Gallery

 

Der nackte Körper gehört zur Kunst seit der berühmten Venus von Willendorf, die vor etwa 30.000 Jahren von einem unbekannten Künstler auf dem Gebiet des heutigen Österreich geschaffen wurde, und auch in der Fotografie, dem ältesten der neuen Medien, erscheint das Aktbild bereits in der Pionierzeit, also ab 1839. Seitdem hat sich eine ganz besondere Kombination von Exhibitionismus und Voyeurismus vor den Kameralinsen Tausender von Fotografen entwickelt, bis hin zur heutigen, schier unendlichen digitalen Distribution visualisierter Entblößungen. Die drei hier vorgestellten Fotografen gehören hingegen zu den einfühlsamsten und prägendsten Aktfotografen des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Saul Leiter hat parallel zu seiner Modefotografie für Harper’s Bazaar und seinen Farbabstraktionen, die seit den 1950er- Jahren in den Straßen New Yorks entstanden, auch Akt im Studio inszeniert. Diese stillen und intimen Schwarz-Weiß- Aufnahmen, die Leiter in der eigenen Dunkelkammer entwickelte, blieben zu seinen Lebzeiten gewissermaßen unter Verschluss; nur wenige Freunde kannten sie. Die weiblichen Modelle waren Freundinnen oder Geliebte des Künstlers, der sie in seiner New Yorker Wohnung porträtierte.
Nach seinem Tod im Jahr 2013 werden die unterschiedlichen Aspekte seines Werkes von der Direktorin der Saul Leiter Foundation, Margit Erb, aufgearbeitet, publiziert und teilweise auch neu editiert. So entstand vor kurzem im Steidl-Verlag eine Publikation zu dieser Aktserie unter dem Titel „In My Room“, in der New Yorker Howard Greenberg Gallery eine Ausstellung mit Neuvergrößerungen ausgewählter Akt-Motive – und nun in der Helmut Newton Stiftung erstmals überhaupt eine Präsentation mit über 200 Vintage oder Late Prints, die eine Hälfte gerahmt an der Wand, die andere als Bildschnipsel, von Leiter selbst fragmentiert, in einer Ausstellungsvitrine.

 

 David Lync Untitled Lodz, 2000, copyright David Lynch


Eine ähnliche Bildstimmung begegnet uns bei den Aktaufnahmen von David Lynch, die ein knappes halbes Jahrhundert später, vor allem in Lodz und Los Angeles, entstanden sind; die meisten in Schwarz-Weiß, einige wenige in Farbe. Es sind abstrakte Körperbilder, häufig vollformatige Details, die wir erst auf den zweiten Blick mit einem menschlichen Körper in Verbindung bringen. Lynch wählte während des Arbeitsprozesses ungewöhnliche Perspektiven und anschließend für die 25 Motive im externen Fotolabor ein großes Bildformat, das die weiblichen Modelle meist überlebensgroß erscheinen lässt; sie sind erstmals und exklusiv für die Berliner Ausstellung zusammengestellt und vergrößert worden.

 

Helmut Newton, Bergstrom over Paris, Paris 1976 copyright Helmut Newton Estate 

 

Helmut Newton hat mit seiner Aktfotografie in den 1970er-Jahren begonnen, diesseits und jenseits der Modebildproduktion, und bis zu seinem Lebensende 2004 auch in diesem Genre gearbeitet. Seine Serie „Naked and Dressed“, die den Übergang vom Mode- zum Aktbild in seinem Werk markiert, und die „Big Nudes“ machten ihn Anfang der 1980er-Jahre weltberühmt und inspirierten zahlreiche Kollegen und bildende Künstler zu Nachahmungen oder Neu-Interpretationen. Die jetzige Präsentation vereint etwa 80 solcher Ikonen aus manchen seiner bekannten Ausstellungen und Projekte wie „Helmut Newton’s Illustrated: Pictures from an Exhibition“, „White Women“, „Sleepless Nights“, „Big Nudes“, „Sex and Landscapes“, „Work“ oder „Us and Them“ sowie etwa 40 bislang ungezeigte Werke aus dem Stiftungsarchiv, darunter zahlreiche Original-Polaroids. Helmut Newton schuf ein unvergleichliches Werk voll subtiler Verführung und zeitloser Eleganz – auch und besonders im Akt-Genre: Darunter finden sich Porträts nackter Menschen an Swimmingpools, raffinierte Aufnahmen unbekleideter Schaufensterpuppen und andere modebasierte Aktbilder, halbnackte Modelle mit orthopädischen Stützprothesen oder provokante Inszenierungen sexueller Obsessionen in weiblicher Besetzung, die in unserer Rezeption vielen Imaginations- und Assoziationsmöglichkeiten Platz lassen.


Helmut Newton Stiftung, Museum für Fotografie, Jebenstraße 2, Berlin

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