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Fotoausstellungen

10.07.2019 - 05.10.2019
Fotoausstellung Graz . In einer spannenden Ausstellung stellt das Atelier Jungwirth die Bilder des Tiroler Fotografen Georg Sailer vor, die den Besucher in eine Welt aus Kopien, Fälschungen und Kulissen führt, ie mehr versprechen als sie halten. 10.7. bis 5.10.2019
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Gregor Sailer - The Potemkin Village
Fotoausstellung Graz . In einer spannenden Ausstellung stellt das Atelier Jungwirth die Bilder des Tiroler Fotografen Georg Sailer vor, die den Besucher in eine Welt aus Kopien, Fälschungen und Kulissen führt, ie mehr versprechen als sie halten. 10.7. bis 5.10.2019

FP Carson City VI : Vårgårda, Sweden, 2016

Carson City VI / Vårgårda, Sweden, 2016
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

 

Der Begriff „Potemkinsche Dorf“, wird auf einen russischen Feldmarschall im 18. Jahrhundert zurückgeführt, existiert heute ganz real in vielen Ländern. Manchmal will man einfach in bester „potemkinscher“ Tradition den Eindruck von Größe, Sauberkeit, Ordnung oder Stärke vermitteln. Andernorts dienen die unbewohnten Bauten und Straßenzüge für militärische Übungen oder als Testgelände für die Autoindustrie. Und dann gibt es das Paradies für Kopien aller Art: China, wo man gleich ganze Dörfer und Städte nachbaut.

 

FP Complexe de Tir en Zone UrBaine I, French Army, France, 2015

Complexe de Tir en Zone UrBaine I, French Army, France, 2015
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

FP Junction City, Fort Irwin, US Army, Mojave Desert, California, USA, 2016

Junction City, Fort Irwin, US Army, Mojave Desert, California, USA, 2016
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Gregor Sailer, der in Dortmund Kommunikationsdesign und Fotografie studierte, hat nach „Closed Cities“ erneut das Thema Urbanität auf ungewöhnliche Weise in seinen Fokus genommen. Seine Fotografien zeigen eindrucksvoll, mit welchen Mitteln man versucht, des Kaisers neue Kleider architektonisch in Szene zu setzen.

 

FP Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany, 2017

Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany,
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Besonders deutlich wird das in Russland sichtbar, wo man an mehreren Orten mit Aufklebern, Tapeten und Planen versuchte, Präsident Putin reges Leben vorzugaukeln. Als Betrachter lernt man nicht nur faszinierende Nicht-Orte wie die militärische Übungszone Schnöggersburg oder das Testgelände für Autos in Vårgårda kennen, sondern wird zudem mit einer einzigartigen Ästhetik konfrontiert. Sailer hält stets Abstand, zeigt, wo immer es perspektivisch möglich ist, auch die Kehrseite der Medaille. Und schafft es dabei, durch die weitgehend menschenleeren Szenerien und die sehr reduzierte Farbgebung Ruhe und Intensität herzustellen.

 

FP Suzdal IV, Vladimir Oblast, Russia, 2016

Schnöggersburg I, German Army Sachsen-Anhalt, Germany, 2017
Copyright atelierjungwirth.com/Gregor Sailer

 

Die Arbeiten des vielfach ausgezeichneten österreichischen Fotografen waren in den vergangenen Jahren unter anderem bei Ausstellungen in Washington DC, Paris, Arles, Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Barcelona, Genf, Mailand, Wien, Pragund Budapest zu sehen. Seine Werke sind Teil von Sammlungen wie dem Rupertinum in Salzburg, dem Belvedere und der Albertina in Wien.

Atelier Jungwirth, Opernring 12, Graz

26.06.2019 - 07.07.2019
Fotoausstellung Hannover . In der GAF Galerie für Fotografie zeigt die Bachelorausstellung 2019|2 dreizehn Arbeiten in unterschiedlichen Erzählformen: Dokumentarfilme, Fotobücher, dokumentarische Serien und Reportagen. In ihrer Vielfältigkeit und Bandbreite haben alle Projekte eine Gemeinsamkeit: sie erzählen eine Geschichte, die eng mit dem Menschen und dessen Lebensweise verbunden ist. 26.6. bis 7.7.2019
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Fotoausstellung Hannover . In der GAF Galerie für Fotografie zeigt die Bachelorausstellung 2019|2 dreizehn Arbeiten in unterschiedlichen Erzählformen: Dokumentarfilme, Fotobücher, dokumentarische Serien und Reportagen. In ihrer Vielfältigkeit und Bandbreite haben alle Projekte eine Gemeinsamkeit: sie erzählen eine Geschichte, die eng mit dem Menschen und dessen Lebensweise verbunden ist. 26.6. bis 7.7.2019

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Foto: China Hopson 

 

Die Arbeit »Heartbeat of a Mango Tree« von China Hopson setzt sich mit dem Schicksal von Reggae-Veteranen auf Jamaika auseinander und zeigt in Form von Portraits und essayistischen Aufnahmen ihre persönliche Sicht auf das Land, dessen Musik im November 2018 von UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurde.

 

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Foto: Niklas Grapatin

 

In der Nacht fotografierte Niklas Grapatin unter der Sternbrücke in Hamburg. Hier ist eine Parallelwelt entstanden, wie sie in der Stadt kaum noch zu finden ist. Ein Ort der Realitätsflucht und Unberechenbarkeit, der vor dem Untergang steht. Wie sieht ein Ort, der normalerweise mit Menschen überfüllt ist, ohne diese aus?

 

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Foto: Vivian Rutsch

 

Das Fotobuch »Still Here« von Vivian Rutsch erzählt auf persönliche Weise von den ungeklärten Todesfällen und sexuellem Missbrauch in ihrer Familie.

 

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Foto: Florian Manz

 

Florian Manz begleitet in seinem Film die junge Frau Hazel, die im Hambacher Forst einen Baum besetzt und für den Erhalt unserer Natur kämpft.

 

Cora Sundmacher beschäftigt sich in ihrer Abschlussarbeit mit dem Alltag der Patient*innen in der Psychiatrie Wunstorf. Mit ihrer Arbeit möchte sie der Stigmatisierung und Tabuisierung von psychischer Krankheit und Psychiatrien entgegenwirken.

Marcel Wogram’s Abschlussarbeit »The Days Of The Crayfish« setzt sich mit einer Identitätssuche im Bundesland Bayern auseinander und findet seinen Fokus zwischen langjähriger Tradition und aktuellem Fortschritt.

In ihrem Dokumentarfilm »Barcelona – Madrid« begleitet Claudia Levetzow vier Katalanen auf eine Demonstration nach Madrid, auf der sie sich für die Freilassung der katalanischen Politiker und Aktivisten einsetzen wollen, die wegen Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Gelder angeklagt werden.

»Nicht Aufhören« lautet der Titel von Fabian Mondls Arbeit über die zweite Lebenshälfte in Deutschland. Ein spannender Einblick in das Leben von Menschen im Rentenalter und ihrem Drang nach Beschäftigung. Ein Thema zu einem aktuellen Diskurs.

In seiner Portraitserie »Großer Sport!« zeigt Jan Helge Petri individuelle Hobby-Sportler, die sehr unterschiedlich sind, aber eines verbindet: die Liebe zu ihrer Sportart.

 

Florian Thoss setzt sich in seiner Arbeit »éadóchas« mit Nordirlands steigender Suizidrate auseinander. Dabei fokussierte er sich dabei auf den Stadtbezirk North Belfast.

 

Die Arbeit „»Insel der Stille« beschäftigt sich mit der Suche nach eigener Identität und führt Kateryna Kostyrko in leerstehende Freibäder während der Winterpause. Eine andere Sicht auf den bekanntesten öffentlichen Ort im Sommer mit einem Hauch Melancholie und Sehnsucht.

Die Abschlussarbeit »in bloom« von Paul Lehr ist eine fotografische Annäherung an unterschiedliche Männlichkeitsideale im Kontext des senegalesischen Ringens in Dakar. Sie wirft Fragen im Hinblick auf Körperlichkeit, Inszenierung und Intimität auf.

Florian Manz begleitet in seinem Film die junge Frau Hazel, die im Hambacher Forst einen Baum besetzt und für den Erhalt unserer Natur kämpft.

 

In seiner Arbeit »Paradies« versucht Lukas Kreibig das dunkle Kapitel seiner Jugend als Schulverweigerer aufzuarbeiten. Er geht nach Jahren des Verdrängens zu den Orten und Geschehnissen dieser Episode. In diesem Prozess der Konfrontation kombiniert er emotionale und abstrakte Fotografie mit alten Dokumenten und Bildern und lässt uns tief in die innere Gefühlswelt dieser für ihn schwierigen Zeit blicken.

 

GAF, Eisfabrik, Seilerstraße 15 d, Hannover

 

 

22.06.2019 - 03.08.2019
Fotoausstellung Greifswald . Eine fotografische Reise um die Welt kann man in der STP Galerie erleben, wo die Bilder von Beat Presser poetische und spannende Geschichten von seinen Ausflügen in ferne Länder erzählen. Vom 22. Juni bis 3. August 2019
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Beat Presser - Einmal um die Welt
Fotoausstellung Greifswald . Eine fotografische Reise um die Welt kann man in der STP Galerie erleben, wo die Bilder von Beat Presser poetische und spannende Geschichten von seinen Ausflügen in ferne Länder erzählen. Vom 22. Juni bis 3. August 2019

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Beat Presser: Krieger, Ghana, 1987

 

Durch ungewöhnliche Kompositionen, überraschende Anschnitte und mystisches Licht, wirkt die Realität bei den Bldern von Beat Presser unwirklich und echt zugleich. In diese künstlerischen Wirklichkeiten, bettet er das wahre Leben, trägt in respektvollen und authentischen Bildern den Alltag aus fernen Ländern über die Grenzen hinweg. Unweigerlich beginnt man die Schnelllebigkeit und Materialität der modernenGesellschaft zuhinterfragen.

 

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Beat Presser: BAOBAB, Madagaskar, 1990

 

Der am 14. Juli 1952 in Basel geborene Fotograf träumte ursprünglich davon, ans Theater zu gehen, entscheidet sich aber bereits als 15-­jähriger für die Fotografie. Ohne eine formale Ausbildung zu absolvieren, lernt er stattdessen bei erfahrenen Fotografen und später auch bei Filmproduktionsfirmen in Basel, Paris und New York. Mitte der siebziger Jahre gibt er die Fotozeitschriften Palm Beach NewsundThe Village Cry heraus. Dank dieser Zeitschrif tentwickelt sich der Kontakt zu Klaus Kinski und Werner Herzog, der dazu führt, dassBeat Presser als Kameraassistent und Standfotograf bei Fitzcarraldo und später als Standfotograf bei Cobra Verde und Invincible mitwirkt. In der Folge steht er selbst hinter der Kamera, führt Regie, schneidet und produziert eigene Filme.

 

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Beat Presser: Fruits de mer, Madagaskar, 1992

 

Seit 1987 arbeitet Beat Presser eng mit der Grafik-­Designerin Vera Pechel zusammen und ab 1990 wendet sich Beat Presser wieder ausschließlich der Fotografie zu und erstellt Fotoreportagen u.a. in Indien, Madagaskar, im Sahel, Ägypten, Osterinseln,  Schweizer  Alpen.  Ab  2000  lebt  Beat  Presser vorwiegend in Südostasien in buddhistischen Klöstern und berichtet in seinem Buch Oase der Stille über das Leben der Mönche und Nonnen. Ab 2009 widmet er sich der  Seefahrt  im  Indischen Ozean, vor der Küste Ostafrikas und Indonesiens. Seit Ende der 80er Jahre arbeitet Beat Presser im Ausstellungsbereich immer wieder eng mit dem Goethe Institut zusammen und leitet zudem Foto-­ und Filmseminare in Südamerika, Asien und Afrika, oft  in  Kooperation mit  der  Schweizer  Botschaft. Seit 2010 verfolgt Beat Presser ein Projekt über den Neuen Deutschen Film und seine Protagonisten.  Diese Arbeit, bestehend aus Fotografien und Filmen, wird jetzt – nach neun Jahren –  erstmals in München in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgestellt.

Galerie STP, Mühlenstraße 20, Greifswald

15.06.2019 - 10.08.2019
Fotoausstellung Berlin . In der Galerie Camera Work zeigen mehr als 70 Fotografien das Wirken und Schaffen von ausgewählten Ensemble-Leitern: Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Kent Nagano,Sir Simon Rattle und Christian Thielemans. Sechs Dirigenten wurden für die Ausstellung "Maestri - Musik und Leidenschaft" von 14 Künstlern porträtiert. 15.6.2019 bis 10.8.2019
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Maestri - Musik und Leidenschaft
Fotoausstellung Berlin . In der Galerie Camera Work zeigen mehr als 70 Fotografien das Wirken und Schaffen von ausgewählten Ensemble-Leitern: Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Kent Nagano,Sir Simon Rattle und Christian Thielemans. Sechs Dirigenten wurden für die Ausstellung "Maestri - Musik und Leidenschaft" von 14 Künstlern porträtiert. 15.6.2019 bis 10.8.2019

Kent Nagano_München_2015©Felix Broede

Kent Nagano München 2015 © Felix Broede / Courtesy of CAMERA WORK

 

Die Ausstellung »Maestri – Musik und Leidenschaft« ist eine fotokünstlerische Hommage an sechs legendäre Dirigenten: Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Kent Nagano, Sir Simon Rattle und Christian Thielemann. Die Fotografien zeigen nicht nur die Passion der weltberühmten Dirigenten, sondern porträtieren auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der »Genies der Musikgeschichte«.

 

 

Christian Thielemann_Dresden©Lois Lammerhuber

Christian Thielemann Dresden © Lois Lammerhuber / Courtesy of CAMERA WORK

 

Daniel Barenboim Berlin_Staatsoper_2009©FelixBroede

Daniel Barenboim Berlin, Staatsoper 2009 © FelixBroede /  Courtesy of CAMERA WORK

 

14 Künstlerinnen und Künstler, sechs Dirigenten, eine Ausstellung: »Maestri« zeigtin mehr als 70 Fotografien das Wirken und Schaffen von ausgewählten Ensemble-Leitern. Die Themenausstellung lädt die Besucherinnen und Besucher ein, die weltbekannten Dirigenten in Stille zu erleben –in Fotografien, die sie bei ihrer Arbeit, in Inszenierungen und im privaten Umfeld zeigen. Alle musikalischen Leiter vereint die Musik, doch sind ihr Stil und ihre charakteristischen Merkmale ihrer Persönlichkeitenhöchst unterschiedlich.Bekannten nationalenund internationalen Fotokünstlern gelingt es, diese Eigenheiten in ihren fotografischen Werken aufzuzeigen und einen anderen Zugang zur Welt der Dirigenten zu ermöglichen. Dabei wird sichtbar, wie sich der musikalische Stil auch in der Schlagfigur, in den Bewegungsschemata, in der Dynamik und in der Artikulation widerspiegelt. Darüber hinaus erlauben zahlreicheFotografien auch einen Einblick in private Momente.

 

 

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Herbert von Karajan © DieterBlum / Courtesy of CAMERA WORK

 

Künstler in der Ausstellung:

Dieter Blum, Felix Broede, Arthur Elgort, Milton H. Greene, Mat Hennek, Lois Lammerhuber, Siegfried Lauterwasser, Robert Lebeck, Suzie Maeder, Konstantin Odin, Jim Rakete, Herb Ritts, Thomas R. Seiler, Steve J. Sherman

 

 

Camera Work, Kantstraße 149, Berlin  

 

 

15.06.2019 - 18.08.2019
Fotoausstellung Berlin . In der Ausstellung "Im [Un]Ruhestand" geben über 200 Porträts von Arne Westerberg ganz individuelle Antworten auf Fragen zur demographischen Alterung, zu einem funktionierenden Rentensystem und zur Bedeutung der Arbeit in unserer Gesellschaft. Gezeigt werden die Porträts im f3 freiraue für Fotografie. 15.6. bis 18.8.2019
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Arne Westerberg - Im (Un)Ruhestand
Fotoausstellung Berlin . In der Ausstellung "Im [Un]Ruhestand" geben über 200 Porträts von Arne Westerberg ganz individuelle Antworten auf Fragen zur demographischen Alterung, zu einem funktionierenden Rentensystem und zur Bedeutung der Arbeit in unserer Gesellschaft. Gezeigt werden die Porträts im f3 freiraue für Fotografie. 15.6. bis 18.8.2019

 

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Kathi King, Kellnerin geboren 1923.
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 
copyright Arne Wesenberg

 

Der Politiker WGregor Gysi, der Fotograf Walter Schels, die Professorin Jeanine Meerapfel, der WC-Wächter Werner Berlin, der Schriftsteller Rafik Schami, der Schauspieler Michael Gwisdek, die Sozialpädagogin Petra Peterich haben etwas gemeinsam: Sie arbeiten, obwohl sie das gesetzliche Rentenalter längst erreicht haben.

 

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Gregor Gysi, Politiker, geboren 1948
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 
copyright Arne Wesenberg

 

 

 

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Kurt Gehrdt, Kaufmann, geboren 1923
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 
copyright Arne Wesenberg

 

 

Ihre Motivation dafür ist ganz unterschiedlich. Petra Peterich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben: „Warum ich das alles mache? Weil es eine gesellschaftliche Aufgabe ist – und weil ich es kann!“, Werner Berlin finanziert mit seiner Tätigkeit die gemeinsamen Urlaube mit seiner Frau, während der Fotograf Walter Schels schlicht meint: „Das Leben ist zu kurz, um mit dem Arbeiten aufzuhören.“

 

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Wolfgang Beltracchi, Künstler und Jahrhundertfälscher, geboren 1051
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 

copyright Arne Wesenberg

 

 

 

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Volker Hinz, Fotograf geboren 1947
Aus der Serie "Im (Un)Rhestand" 
copyright Arne Wesenberg

 

Die Zahl der älteren Beschäftigten in Deutschland nimmt rasant zu. Die Erwerbsbeteiligung der 60- bis 64-jährigen hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht. Gleichzeitig stehen dem Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren immer weniger Menschen zur Verfügung. Aktuell ist die Rente mit 69 Jahren in der Diskussion.

Der Lübecker Fotograf Arne Wesenberg porträtierte über sieben Jahre lang mit der analogen Großbildkamera die Lebensrealität derjenigen, die – freiwillig oder aus ökonomischer Notwendigkeit heraus – im Alter berufstätig sind. 

 

f3 freiraum für fotografie, Waldemarstraße 17, Berlin

 

13.06.2019 - 30.04.2020
Fotoausstellung Zingst . Die Motive von Lars Heidemann hat auf der Halbinsel Fischland-Dara-Zingst Menschen porträtiert, die sich in besonderer Weise für die Umwelt engagieren. Seine Bilder sind in einer Open-Air-Installation im Zingster Museumshof präsentiert - ein Ort wie er nicht besser zu diesen Bildern passen könnte und Bilder wie geschaffen für diesen Platz. Bis 30.4.2019
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Lars Heidemann - Mensch und Umwelt
Fotoausstellung Zingst . Die Motive von Lars Heidemann hat auf der Halbinsel Fischland-Dara-Zingst Menschen porträtiert, die sich in besonderer Weise für die Umwelt engagieren. Seine Bilder sind in einer Open-Air-Installation im Zingster Museumshof präsentiert - ein Ort wie er nicht besser zu diesen Bildern passen könnte und Bilder wie geschaffen für diesen Platz. Bis 30.4.2019

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"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" - dieser Weisheit folgend hat der Fotograf Lars Heidemann Menschen fotografiert, die sich für die Umwelt engagieren und in deren Leben sich der behutsame Umgang mit unserer Welt, widerspiegelt. 

 

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Am Beginn der Arbeit zu dem Projekt "Mensch und Umwelt" von Lars Heidemann stand die Fragestellung ob es ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein gibt und wie es sich im alltäglichen Leben ausdrückt. Lars Heidemann hat Menschen gefunden, die bei dem was sie sowohl im Beruf, als auch im Privatleben tun, ein gutes Beispiel sind und die an die Umwelt denken. Umweltfreundliches Handeln beginnt zum Beispiel mit dem bewussten Verzicht auf problematische Materialien, dem sparsamen Umgang mit Werkstoffen und setzt sich auch in der Ernährung fort. 

 

Es entstanden Porträts von 17 Persönlichkeiten in ihrer vertrauten Umgebung, zu Hause oder an ihrem Arbeitsplatz. Die Ausstellung "Mensch und Umwelt" ist nicht als abgeschlossene Serie zu verstehen. Lars Heidemann, engagierter Umweltaktivist mit der Kamera, möchte das Langzeitprojekt fortführen, dass er mit einer analogen Mittelformatkamera auf Schwarzeißfilm verwirklicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.06.2019 - 10.11.2019
Fotoausstellung Berlin . Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. Das legendäre Fotobuch ist Helmut Newton's Sumo, die drei Assistenten sind Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis. 7.6. bis 10.11.2019
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Helmut Newton und three boys from Pasadena
Fotoausstellung Berlin . Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. Das legendäre Fotobuch ist Helmut Newton's Sumo, die drei Assistenten sind Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis. 7.6. bis 10.11.2019
Newton 4_Helmut Newton_Iman_American Vogue_Hotel Negresco_Nice 1989
 
Helmut Newton Iman American Vogue Hotel Negresco Nice 1989
copyright Helmut Newton Estate
 
 
 
Ein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten: Das sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung, die am 6. Juni 2019 eröffnet wird. 1999, vor 20 Jahren, veröffentlichte der TASCHEN-Verlag sein erstes monumentales Kunstbuch: Helmut Newton’s SUMO. Es kam in einem ungewöhnlich großen Format von 70 x 50 cm auf den Markt, in einer Auflage von 10.000 Exemplaren, alle vom Fotografen persönlich signiert, und wurde mit einem von Philippe Starck entworfenen Metallständer ausgeliefert. Etwas später wurde der von zahlreichen Prominenten signierte SUMO auf einer Charity-Auktion zum teuersten Buch des 20. Jahrhundert.
 
 
Newton Newton
 
Helmut Newton Jerry Hall,  American Vogue Miami Florida 1974 
copyright Helmut Newton Estate
 
 
2009, vor zehn Jahren, organisierte die Helmut Newton Stiftung eine ungewöhnliche, gewissermaßen adäquate Ausstellung zu dieser legendären Publikation: die 464 Buchseiten hingen gerahmt an der Wand, Seite an Seite, in drei Reihen übereinander. Der Besucher konnte in der Ausstellung sprichwörtlich alles auf einmal sehen. Die mehr als 400 ikonischen Bilder von Newton aus den Genres Mode, Porträt und Akt in Schwarz-Weiß und Farbe konnten so individuell und gleichzeitig miteinander in Beziehung gesetzt werden. Nun, erneut zehn Jahre später und 20 Jahre nach dessen Entstehung, wird SUMO erneut in der Helmut Newton Stiftung präsentiert: Wir begegnen im Buch und in der Berliner Ausstellung unter anderem Newtons berühmten Big Nudes, vielen Modebildern für die unterschiedlichen Ausgaben der Vogue, für Elle, Stern oder Vanity Fair sowie Porträts von bekannten Schauspielerinnen oder Künstlern, darunter Liz Taylor und Jodie Foster oder Salvador Dalí und Andy Warhol.
 
 
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Torso 51 2011 copyright Mark Arbeit
 
 
Ergänzt wird Newtons SUMO-Ausstellung durch die erweiterte Präsentation der „Three Boys from Pasadena“. Während vor zehn Jahren die drei ehemaligen Assistenten von Helmut Newton – Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis – mit jeweils einer oder mehrerer Werkgruppen innerhalb eines Ausstellungsraumes gezeigt wurden, wird nun jedem der drei amerikanischen Fotografen, die mittlerweile ein eigenständiges und vielschichtiges Œuvre geschaffen haben, ein eigener Raum zur Verfügung gestellt. Mark Arbeit ergänzt als neue Serien lebensgroße Fotogramme von weiblichen Modellen sowie kleinformatige Fotogramme von Spielzeug-Puppen, die als Hommage an Helmut Newton und seine Sammelleidenschaft zu verstehen sind. George Holz zeigt – neben den Schwarz-Weiß-Aktbildern der früheren Ausstellung – zahlreiche seiner bekannten Hollywood-Porträts, darunter Madonna, Andie MacDowell, Jack Nicholson oder Steven Spielberg, von denen viele zuvor in renommierten Zeitschriften und auf deren Titelseiten publiziert wurden.
 
 
Newton 18_Vinyl Eyes_Galliano_Paris_2004_copyright Just Loomis
 
Vinyl Eyes Galliano Paris 2004 copyright Just Loomis
 
 
Just Loomis schließlich hat einige seiner „Backstage“-Arbeiten ausgewählt, die seine „Americana“-Serie aus der Berliner Ausstellung 2009 ergänzen. Mit „Backstage“ zeigt uns Loomis die andere Seite des strahlenden Modebusiness, die Konzentration und Hektik vor dem Auftritt auf dem Laufsteg, aber auch Emotionen unterschiedlicher Art.
 
Helmut Newton Stiftung, Museum für Fotografie, Jebenstraße 2, Berlin Charlottenburg
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 George Holz, Nicole Stark, 2018,                    Mark Arbeit,  Handcuffs #2, Homage to Helmut Newton,                        Just Loomis, Anne V, Versace, Milan, 2004
 copyright  George Holz                      2018,  copyright Mark Arbeit                                   copyright Just Loomis
 
 
Erstmals wird auch die exquisite private Fotosammlung von Helmut und June Newton öffentlich gezeigt, die sich seit kurzem als Depositum in der Helmut Newton Stiftung befindet. In „June’s Room“ hängen – parallel zu SUMO und Three Boys from Pasadena – nun über 50 wertvolle Vintage Prints in der originalen Rahmung, darunter Porträts von August Sander, Brassaï, Ralph Gibson, Mary Ellen Mark, Irving Penn oder George Hurrell, Aktbilder von Man Ray, Robert Mapplethorpe, Henri Cartier-Bresson, Frantisek Drtikol, Diane Arbus und Chris von Wangenheim, Modeaufnahmen von Horst P. Horst, George Hoyningen-Huene, Richard Avedon sowie Landschaften von Franco Fontana und Peter Beard – kurzum, eine Auswahl der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. 
 
Anlässlich der Ausstellung ist Helmut Newtons neu aufgelegtes SUMO-Buch (TASCHEN, 2009) in der Walther-König-Buchhandlung der Helmut Newton Stiftung erhältlich. 
 
 

 

07.06.2019 - 25.08.2019
Fotoausstellung Berlin . SIBYLLE, die wohl bekannteste Mode- und Kulturzeitschrift der DDR, feiert ihr Comeback in einer Ausstellung im Berliner Willy-Brandt-Haus, die in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock, entstand. Mit über zweihundert Werken zeigt sie eindrucksvoll die Entwicklung der Zeitschrift SIBYLLE und der Modefotografie in der DDR. 7.6. bis 25.8.2019
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SIBYLLE - Comeback einer DDR Modezeitschrift
Fotoausstellung Berlin . SIBYLLE, die wohl bekannteste Mode- und Kulturzeitschrift der DDR, feiert ihr Comeback in einer Ausstellung im Berliner Willy-Brandt-Haus, die in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock, entstand. Mit über zweihundert Werken zeigt sie eindrucksvoll die Entwicklung der Zeitschrift SIBYLLE und der Modefotografie in der DDR. 7.6. bis 25.8.2019

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Sibylle 2/1964, Cover, Foto Günter Rössler, Reprofoto: Werner Mahler

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen dreizehn Fotografen Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquardt, Elisabeth Meinke, Roger Melis, Hans Praefke, Günter Rössler, Rudolf Schäfer, Wolfgang Wandelt, Michael Weidt, Ulrich Wüst, die den fotografischen Stil des Magazins entscheidend prägten. Beginnend mit Arno Fischers street photography, indem er in den 1960er Jahren die Modefotografie auf die Straße holte oder Sibylle Bergemanns Porträts der melancholisch und zugleich souverän wirkenden jungen Schauspielerin Katharina Thalbach, bis hin zu Sven Marquardts inszenierten Fotografien der alternativen Kunstszene Berlins.

 

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Sibylle 1/1986, Cover, Foto Joane-Bettina Schäfer, Reprofoto: Werner Mahler


Ute Mahler, langjährige Sibylle-Fotografin, erklärt: "40 Seiten Mode, 40 Seiten Kultur... Es ging um Stil, Geschmack und die Ermutigung zur Individualität...¦ In der Sibylle haben in all den Jahren die besten Fotografen des Landes gearbeitet. Sie wurden mit ihren Porträts, Reportagen, essayistischen Serien oder mit Landschaftsfotografie bekannt, deshalb ist auch die Modefotografie in dem Heft so besonders, weil wir alle in unserem Stil fotografiert haben." Von 1956 bis 1995 erschien die Zeitschrift sechsmal jährlich im Verlag für die Frau in Leipzig. Mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren trug sie maßgeblich zum damaligen Frauenbild und zur Reflexion der gesellschaftlichen Verhltnisse bei. Über zweihundert Werke in der Ausstellung zeigen die Entwicklung der Zeitschrift SIBYLLE und der Modefotografie in der DDR." 

 

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Sibylle 2/1980, S. 14, Foto Ute Mahler, Reprofoto: Werner Mahler


Eine Ausstellung in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock, konzipiert von Dr. Ulrich Ptak, in Berlin ergänzt von Ute Mahler. Katalog: Sibylle. 1956-1995, Herausgeber Ute Mahler und Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock), Hartmann Projects Verlag, 336 Seiten, ISBN 978-396070-0074, 39,80 Euro

05.06.2019 - 15.09.2019
Fotoausstellung München . Wieder einmal kann man im Kunstfoyer der Versicherungskammer eine hervorragende Ausstellung bewundern. Vorgestellt wird der jüdisch amerikanische Fotograf und Maler Saul Leiter, eine der herausragenden Figuren der Nachkriegsfotografie und führenden Pioniere der Farbfotografie des 20. Jahrhunderts. Bis 15. September 2019
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Saul Leiter - Retrospektive
Fotoausstellung München . Wieder einmal kann man im Kunstfoyer der Versicherungskammer eine hervorragende Ausstellung bewundern. Vorgestellt wird der jüdisch amerikanische Fotograf und Maler Saul Leiter, eine der herausragenden Figuren der Nachkriegsfotografie und führenden Pioniere der Farbfotografie des 20. Jahrhunderts. Bis 15. September 2019

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 Saul Leiter, Untitled, 1950er (Selbstporträt), © Saul Leiter Foundation

 

In den Aufnahmen von Saul Leiter fließen die Genres der Street-, Life-, Porträt-, Still-Life-, Mode- und Architekturfotografie zusammen. Der Künstler verstand sich immer mehr als Maler denn als Fotograf. "Saul Leiters Straßenfotografie - damit ist er beispiellos in diesem Genre - ist eigentlich Fotografie gewordene Malerei", so Fotojournalist und Dozent Rolf Nobel zu den Werken von Saul Leiter. 

 

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 Saul Leiter, Taxi, ca. 1957, © Saul Leiter Foundation

 

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 Saul Leiter, Red Umbrella, ca. 1958, © Saul Leiter Foundation

 

 

Saul Leiter fand seine Motive wie Schaufenster, Passanten, Autos, Schilder und immer wieder Regenschirme in der unmittelbaren Umgebung seiner New Yorker Wohnung im East Village, die er fast 60 Jahre lang bewohnte.  Sein fotografischer Ansatz ist weder auf spektakuläre Momente des Alltags noch auf spannungsgeladene soziale Konflikte ausgerichtet, sondern auf scheinbar belanglose und flüchtige Eindrücke des urbanen Lebens, die er in seinen Aufnahmen atmosphärisch verdichtet. Das Experimentieren mit Farbfilmen gab ihm die Möglichkeit, den fotografischen Augenblick in die Nähe der Malerei zu übertragen.

 

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 Saul Leiter, Postmen, 1952, © Saul Leiter Foundation

 

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 Saul Leiter, Soames Bantry, Nova, 1960, © Saul Leiter Foundation

 

Die Unschärfe im Detail, die Verwischung von Bewegung und die Minderung der Tiefenschärfe, den Ausgleich oder gewollten Entzug von notwendigem Licht und die Verfremdung durch Fensterdurchsichten und Spiegelungen - dies alles verschmilzt zur Farbsprache eines halb realen, halb abstrahierten urbanen Raums.

 

Saul Leiter (1923–2013) erfährt erst seit wenigen Jahren die verdiente Würdigung als einer der führenden Pioniere der Farbfotografie. Das mag daran liegen, dass Leiter sich selbst lange in erster Linie als Maler verstand. 1946 nach New York gekommen, stellte er gemeinsam mit den Abstrakten Expressionisten (u.a. Willem de Kooning) aus. In den späten 1940er Jahren begann er, neben der Malerei, schwarz-weiß zu fotografieren. Wie Robert Frank oder Helen Levitt fand er seine Motive auf den Straßen New Yorks, war dabei aber sichtbar an Abstraktion interessiert. Edward Steichen war einer der Ersten, der Leiters Fotografien entdeckte und sie in den 1950er-Jahren in zwei wichtigen Fotoausstellungen und in seinem Diavortrag Experimental Photography in Color im New Yorker MoMA zeigte. Farbfotografie galt damals noch als Gebrauchskunst, deren Platz in der Werbung war.

 

Saul Leiters Farbfotografie lebt von den farbigen und kompositorischen Ausdrucksmitteln, mit denen er an die Tradition und visuelle Sprache der abstrakten „New York School“ anknüpft, etwa in Anleihen bei Mark Rothkos Farbfeldmalerei oder Franz Klines kraftvollen Bildkompositionen. 

"Eines Tages kaufte ich eine Rolle Farbfilm. Mir gefiel was ich sah!", so lautete der lapidare Kommentar von Saul Leiter zum Thema Farbfotografie. Sowohl in seiner Malerei als auch in seinen Fotografien tendiert er deutlich zu Abstraktion und Flächigkeit. Oft findet man große, tiefschwarze, von Schatten hervorgerufene Flächen, die bis zu drei Viertel seiner Fotografien einnehmen. Passanten werden nicht als Individuen in das Bild aufgenommen, sondern als verschwommene Farbimpulse, überlagert von Scheiben oder zwischen Hauswänden und Verkehrszeichen. Die Übergänge zwischen Abstraktion und Figurativem in seinen Malereien und Fotografien sind beinahe nahtlos. 

Ende der 50er Jahre begann Saul Leiter seine Karriere als Mode- und Werbefotograf. "Ich dachte Mode sei vielleicht etwas was ich machen könnte." Henry Wolf, Art Director, sah in dem lyrischen Fotostil die Chance für die Entwicklung neuartiger Fotostrecken, auch und gerade in Farbe. Insgesamt fotografierte er rund zwanzig Jahre für verschiedene klassische und neue Magazine.

 

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 Saul Leiter, Lanesville, ca. 1958, © Saul Leiter Foundation

 

Auch Akt gehört zu Saul Leiters Werk. Schwarzweißbilder bildeten die Grundlage für übermalte Aktfotos und erinnern zugleich an seine abstrakte Malerei.

Erst Anfang der 1990er Jahre integrierte Jane Livingston Saul Leiter in ihrem Buch „The New York School: Photographs 1936 – 1963“ und machte den Galeristen Howard Greenberg auf ihn aufmerksam. Es folgten Ausstellungen in Greenbergs Galerie in New York und mit dem Erscheinen der ersten Monografie „Early Color“ wird die internationale Fotoszene auf den Künstler Saul Leiter aufmerksam. Heute gelten seine Werke aus den 1940er und 1950er Jahren als Ikonen der modernen Farbfotografie. 

Saul Leiter stirbt  am 26. November 2013 in New York.

Versicherungskammer Kulturstiftung, Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München

31.05.2019 - 15.10.2019
Fotoausstellung Zingst . Zum Fotofestival horizonte zingst wird die Leica Galerie die ungewöhnlichen Tierporträts von Ekaterina Sevrouk zeigen, die mit ihren Bildern  in letzte Paradiese entführt.  Die kunstvollen Anordnungen aus Tierrpräperaten und Pflanzenarrangements der Künstlerin Ekaterina Sevrouk beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und Phantasie.24.5. bis 15.10.2019
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Ekaterina Sevrouk – Last Paradise
Fotoausstellung Zingst . Zum Fotofestival horizonte zingst wird die Leica Galerie die ungewöhnlichen Tierporträts von Ekaterina Sevrouk zeigen, die mit ihren Bildern  in letzte Paradiese entführt.  Die kunstvollen Anordnungen aus Tierrpräperaten und Pflanzenarrangements der Künstlerin Ekaterina Sevrouk beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und Phantasie.24.5. bis 15.10.2019

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Fotoausstellung „Last Paradise“ mit Bildern von Ekaterina Sevrouk.
Gedruckt wurden die Exponate in der intensiven Farbgebung
des Chromaluxe-Farbsublimationsverfahren.

 

Für ihr Projekt „Last Paradise“ besuchte die Fotografin immer wieder naturkundliche Museen und hatte freien Zugang zu Bereichen, die als „toter Zoo“ benannt werden. Die Zahl dieser Präparate wächst ständig um weitere Exemplare. „Last Paradise” schärft den Blick für eine wundervolle Natur, die schon Vergangenheit ist und mahnt damit, der weiteren Zerstörung Einhalt zu gebieten.

 

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Die Fotoausstellung “Last Paradise“ von Ekaterina Sevrouk zeigt
in kunstvollen Arrangements bedrohte und bereits ausgestorbene Tierarten.

 

 

Ekaterina Sevrouk:  „Ich möchte, ohne wie ein Moralapostel zu wirken, eine morbide Ästhetik des „letzten Paradieses“, unserer überwältigenden Ignoranz schaffen. Gewiss ist auch ein humoristisches Element vorhanden – die Prämisse und ihre Verwirklichung erinnern ein wenig an russischen Humor.“

 

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Fotoausstellung „Last Paradise“  von Ekaterina Sevrouk.
Die Bilder haben eine suggestive Anziehungskraft und beziehen
ihre Wirkung aus Perfektion und kunstvollem Arrangement.

 

In Moskau geboren zog sie nach dem Studium der deutschen Philologie und Kunstgeschichte 2011 nach Wien. Seit 2015 lebt sie in Berlin, wo sie als selbständige Fotografin mit dem Schwerpunkt auf sozial engagierten Kunstprojekten tätig ist.

Mit ihrer Leica S ist es der Fotografin gelungen, alle Details bis ins Kleinste sichtbar und lebendig zu machen. Die Ausstellungsbilder wurden im ChromaLuxe-Farbsublimationsverfahren gedruckt, um ein Maximum an Intensität und Leuchtkraft zu erzielen.

 

 

30.05.2019 - 23.06.2019
Fotoausstellung Berlin . Für den diesjährigen World Press Photo Wettbewerb wählte die Jury die Sieger aus rund 78.801 Fotos von 4.738 Fotografen aus 129 Ländern aus. Die Ausstellung umfasst Arbeiten von allen 42 preisgekrönten Fotografen. Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus präsentiert die World Press Photo Ausstellung zum 16. Mal im Willy-Brandt-Haus.. 30.5. bis 23.6.2019
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World Press Photo Ausstellung im Willy-Brandt-Haus zu Gast
Fotoausstellung Berlin . Für den diesjährigen World Press Photo Wettbewerb wählte die Jury die Sieger aus rund 78.801 Fotos von 4.738 Fotografen aus 129 Ländern aus. Die Ausstellung umfasst Arbeiten von allen 42 preisgekrönten Fotografen. Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus präsentiert die World Press Photo Ausstellung zum 16. Mal im Willy-Brandt-Haus.. 30.5. bis 23.6.2019

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Foto Nadia Shira Cohen

 

 

Der jährliche World Press Photo Award ist der weltweit größte und renommierteste Wettbewerb für Pressefotografie. Die Mission der World Press Photo Foundation ist seit 1955 „hohe professionelle Standards im Fotojournalismus aufrechtzuerhalten und für einen freien und uneingeschränkten Informationsaustausch einzutreten“. 

 

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Foto Chris McGrath Getty Images

 

 

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Foto Mário Cruz

 

 

25.05.2019 - 31.08.2019
Fotoausstellung Zingst . Im Max Hünten Haus in Zingst an der Ostsee werden anlässliche des Fotofestivals horizonte die Bilder des japanischen Naturfotografen Takehiko Sato gezeigt. Außerdem wird der Fotograf in diesem Jahr mit dem "horizonte international photo award" ausgezeichnet. Fotoausstellung Zingst .
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Takehiko Sato - Geheimnisvolle Welt - magische Natur"
Fotoausstellung Zingst . Im Max Hünten Haus in Zingst an der Ostsee werden anlässliche des Fotofestivals horizonte die Bilder des japanischen Naturfotografen Takehiko Sato gezeigt. Außerdem wird der Fotograf in diesem Jahr mit dem "horizonte international photo award" ausgezeichnet. Fotoausstellung Zingst .

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Tanz der Schmetterlinge.
Hunderte von Schmetterlingen auf dem Weg zu einer Wasserquelle. Der Fotograf lag inmitten des Geschehens,
als ein großer Schwarm seinen Durst stillen wollte (Thailand).

 

 

Die Fotografien von Takehiko Sato lassen sich zwar der Naturfotografie zuzordnen, aber innerhalb dieses Spektrums von Motiven bewegt sich der Fotograf völlig frei von konventionellen Vorstellungen der Makrofotografie. Viele der Lebewesen, die Takehiko Sato fotografiert, sind so klein, dass sie für gewöhnlich übersehen werden. Solche „unsichtbaren“ Lebewesen ziehen ihn als Motive geradezu magisch an. Wenn er in entlegenen Wäldern unterwegs ist und auf diese kleinen Kreaturen trifft, spürt er immer eine besondere Atmosphäre. Zum Beispiel gibt es eine bestimmte Art von Bakterien, die zur Familie der Amöben zählt, die weder Pflanzen noch Tiere noch Pilze sind. Sato findet solche Entdeckungen hochspannend, weil er bei ihnen so etwas wie den Ursprung des Lebens spürt. Der Fotograf nimmt sich die Zeit, um genau hinzuschauen. Denn auf den ersten Blick ist selten zu erkennen, was ein Lebewesen wirklich ausmacht.

 

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Wunderliches Netzwerk auf dem Waldboden.
Schleimpilze sind weder Pilze noch Tier noch Pflanze. Es sind einzellige Lebewesen,
die in mannigfaltigen Farben und Mustern ein eigenes Aderwerk bilden.

 

Takehiko Sato bekennt: „Ich würde mir wünschen, dass der Betrachter meiner Bilder die Vielfalt und das Wunder des Lebens spüren kann. Aber ich denke, dass die meisten Menschen in ihrem Alltag vergessen haben, dass sie zu einem großen Ganzen gehören und das Bewusstsein dafür möchte ich wecken.“ Denn wenn es das Leben gibt, dann gibt es auch den Tod. Dieser Teil des Lebens ist absolut natürlich und kann jedes Lebewesen sofort und ohne Vorwarnung treffen. In seinen Fotografien möchte Takehito Sato tote und lebendige Dinge gleichzeitig zeigen, Bilder, in denen der Tod zu neuem Leben führt. Es gibt beispielsweise ein Bild mit den Schmetterlingen, das geradezu mysteriös ist. Es zeigt die Spannung zwischen Schönheit und Vergänglichkeit. Das ist für Sato die tiefe Empfindung der Natur, das Geheimnis des Lebens.

Der Japaner ist Jahrgang 1983. Nach seinem Studium der Forstzoologie, entschied sich Takehiko Sato für die Fotografie. Im Jahr 2018 gewann er den Japan Photography Association Newcomer Award.

 

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Preisverleihung „horizonte international photo award“ v.l.n.r. Kuratur des Festivals Klaus Tiedge, 
Geschäftsführer der Kur- und Tourismusgesellschaft Zingst, Matthias Brath, der Fotograf Takehiko Sato und
Andreas Kuhn, ehemaliger Bürgermeister von Zingst.

 

Der japanische Naturfotograf Takehiko Sato wird in diesem Jahr mit dem „horizonte international photo award“ ausgezeichnet. Die Anerkennung wird dem Fotografen zuerkannt, weil er mit seiner Kamera in bisher nicht bekannte Motivwelten vordringt. Sato lädt die Betrachter zu einer Entdeckungsreise voller visueller Überraschungen in verborgene Bereiche ein.

 

 

 

 

 

23.05.2019 - 08.08.2019
Fotoausstellung Hannover . Licht spielt in der Arbeit des brasilianischen Fotografen Gustavo Minas eine wichtige Rolle. Er fühlt sich von Farben magisch angezogen. Zur Eröffnung der Ausstellung mit Gustavo Minas am Donnerstag, dem 23. Mai 2019 in der Freelens Galerie spricht Lois Lammerhuber, Fotograf und Verleger.
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Gustavo Minas - Maximum Shadow Minimal Light
Fotoausstellung Hannover . Licht spielt in der Arbeit des brasilianischen Fotografen Gustavo Minas eine wichtige Rolle. Er fühlt sich von Farben magisch angezogen. Zur Eröffnung der Ausstellung mit Gustavo Minas am Donnerstag, dem 23. Mai 2019 in der Freelens Galerie spricht Lois Lammerhuber, Fotograf und Verleger.

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Oft ist Gustavo Minas früh morgens unterwegs, noch lieber aber am späten Nachmittag, wenn die urbane Kulisse beginnt, ihre langen Schatten zu werfen. Minas streift durch das Licht- und Schattenreich der brasilianischen Großstädte und bringt sich nach und nach in einen Zustand der Selbstvergessenheit. Ein Zustand, der ihn überaus produktiv werden lässt. Das Sonnenlicht verfängt sich auf den Fronten von Läden und in den Gesichtern der Passanten und verändert sie auf faszinierende Weise. Es sind genau diese Momente, für die der Fotograf ein Auge hat. Die Ergebnisse bergen komplexe Licht- und Spiegelsituationen in sich, die für den Betrachter nicht so einfach zu entschlüsseln sind.

 

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Minas Szenen sind bestimmt von schillernden Farben, Reflexionen auf Glas, Schattenspiel, bunten Kleidern und dem Zusammenspiel von menschlichen Gesten und geometrischen Formen. Immer wieder erreicht der Fotograf eine faszinierende Balance aus formalen Elementen und überraschenden Inhalten. Das eine Mal sind seine Bilder äußerst rätselhaft, ein anderes Mal fesseln sie durch die Einfachheit des Vorgefundenen. Gustavo Minas ist jemand, der sich üblichen Konzepten der Straßenfotografie entzieht und dem es gelingt, alltägliche Szenen in Mysterien zu verwandeln.

 

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Gustavo Minas (Jahrgang 1981) hat zunächst Journalismus studiert, um darauf ein Jahr nach Europa zu reisen und in London als Kellner zu jobben. Nach seiner Rückkehr in sein Heimatland arbeitete er für eine etablierte Tageszeitung in São Paulo. Während dieser Zeit entdeckte er auch die Fotografie für sich und studierte bei dem bekannten brasilianischen Fotografen Carlos Moreira. Seit 2009 fotografiert er und hat seither mit seinen Arbeiten verschiedene Preise gewonnen. Minas Fotos wurden in internationalen Magazinen veröffentlicht und in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. »Maximum Shadow Minimal Light« ist seine erste Einzelausstellung in Europa.

Zeitgleich zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Buch im Lammerhuber Verlag.

 

 

19.05.2019 - 19.09.2019
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwiggalerie zeigt in der Ausstellung Fotografien aus der John Kobel Foundation mit glamourösen Bildern von Hollywood Ikonen wie unter anderem Audrey Hepburn, Alfred Hitchcock und Marion Brando. Die Schau widmet sich der Porträt- und Standbildfotografen der Goldene Ära der amerikanischen Filmbranche. Ihre Fotografien, die in die ganze Welt geschickt werden, sind essentiell für die Erschaffung eines Starimages und für die Bewerbung der Kinofilme. 19.5.-19.9.2019
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Hollywood Icons
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwiggalerie zeigt in der Ausstellung Fotografien aus der John Kobel Foundation mit glamourösen Bildern von Hollywood Ikonen wie unter anderem Audrey Hepburn, Alfred Hitchcock und Marion Brando. Die Schau widmet sich der Porträt- und Standbildfotografen der Goldene Ära der amerikanischen Filmbranche. Ihre Fotografien, die in die ganze Welt geschickt werden, sind essentiell für die Erschaffung eines Starimages und für die Bewerbung der Kinofilme. 19.5.-19.9.2019

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Audrey Hepburn by Bud Fraker for Sabrina Fair,1954. Paramount Pictures
© John Kobal Foundation

 

Die Ausstellung zeigt die größten Namen der Filmgeschichte, angefangen mit den Stummfilm-Legenden Charlie Chaplin und Mary Pickford, über brillante Interpreten der frühen Tonfilm-Ära wie Marlene Dietrich und Cary Grant bis hin zu Nachkriegsgiganten wie Marlon Brando, Sophia Loren und Marcello Mastroianni. In den frühen 1920er Jahren ist das Filmemachen als Industrie in und um Los Angeles angesiedelt. Darsteller, Regisseure und Techniker strömen nach Kalifornien, um Ruhm und Reichtum zu suchen. Garbo stammt aus Schweden, Dietrich aus Deutschland, Hedy Lamarr aus Österreich, Chaplin und Cary Grant stammen aus England, aber es ist Hollywood, das jedem von ihnen zu internationalem Ruhm verhilft.

 

 

Icons Marlon Brando by Irving Lippman, 1953. Columbia Pictures ∏ John Kobal Foundation

Marlon Brando by Irving Lippman for The Wild One, 1953. Columbia Pictures
© John Kobal Foundation

 

 

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Marlene Dietrich by Eugene Robert Richee for Morocco, 1930. Paramount Pictures
© John Kobal Foundation

 

 

Die Filmgeschichte wird zumeist aus der Sicht von Schauspielern oder Regisseuren geschrieben, wobei dem gigantischen Unternehmen, das ihre Filme möglich macht, wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. ´ Hollywood Icons präsentiert die damals noch  unbekannten Porträt- und Standbildfotografen, die ungesehen hinter den Kulissen arbeiten, deren glamouröse Fotografien jedoch für den Ruhm der Stars und die Werbung für Filme von entscheidender Bedeutung sind. Die vielen Millionen Bilder, die die Hollywood-Studios während des Goldenen Zeitalters verteilen, sind das Werk von Kamerakünstlern, die schnell, effizient und manchmal brillant an der Förderung des Hollywood-Stils weltweit arbeiten.

 

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Director Alfred Hitchcock by Ernest Bachrach for Notorious, 1946. RKO
© John Kobal Foundation

 

 

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Gary Cooper by Bud Frakerfor Mr. Deeds Goes to Town, 1936. Frank Capra Productions/Columbia Pictures
© John Kobal Foundation

 

John Kobal hat sich intensiv mit diesem Hollywood-Material auseinandergesetzt. Er beginnt als Filmliebhaber, wird später Journalist, dann Schriftsteller und schließlich ein herausragender Filmhistoriker. Die Fotografien dieser Ausstellung stammen aus seiner Sammlung und lassen den alten Glanz des klassischen Hollywoods wieder lebendig werden.
Die Ausstellung zeigt vor allem Schwarz-Weiß-Fotografien, doch auch Farbaufnahmen finden sich unter den Werken. Über 200 Werke aus der John Kobal Foundation versammeln die großen Namen Hollywoods. Ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern von Judy Garland bis Fred Astaire, von James Dean bis Elizabeth Taylor.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Simon Crocker, dem Vorsitzenden der John Kobal Foundation, und Robert Dance, John Kobal Foundation, in Zusammenarbeit mit der Terra Esplêndida.

 

Die Ausstellung wird gefördert vom Freundeskreis der LUDWIGGALERIE. Kulturpartner ist WDR 3.

Ludwiggalerie, Konrad-Adenauer-Allee 46, Oberhausen

 

 

 

16.05.2019 - 07.07.2019
Fotoausstellung Zürich . Die Photobastei zeigt in der Ausstellung "Halt die Ohren steif!" "Keep A Stoff Upper Lit" die unbekannte Seite zweier Künstler aus ehemals verfeindeten Welten, dem New Yorker Fotografen Robert Frank und der Ostberliner Fotografin Gundula Schulze Eldowy. Bis 7. Juli 2019
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Gundula Schulze Eldowy - Halt die Ohren steif!
Fotoausstellung Zürich . Die Photobastei zeigt in der Ausstellung "Halt die Ohren steif!" "Keep A Stoff Upper Lit" die unbekannte Seite zweier Künstler aus ehemals verfeindeten Welten, dem New Yorker Fotografen Robert Frank und der Ostberliner Fotografin Gundula Schulze Eldowy. Bis 7. Juli 2019

Ihre Wege kreuzten sich erstmals am 8. Juni 1985 in Ostberlin. Die Fotografin war damals einunddreissig Jahre, er doppelt so alt. Nachdem er ihre Fotos angesehen hatte, fragte er sie spontan, ob sie nicht in New York ausstellen wolle?

 

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Gundula Schulze Eldowy: New York, 1990, aus der Serie "In einem Wind aus Sternenstaub"


Zwischen 1985 und 1989 schrieben sie sich über einen Westberliner Kontaktmann Briefe, die in wenigen Worten den Zeitgeist wiedergeben; 1988 schmuggelte sie ihre ersten Fotografien nach New York. In Robert Frank hatte Gundula Schulze Eldowy einen Verbündeten und Gleichgesinnten gefunden. Trotz der Unterschiede schienen sie sich erstaunlich nah. Sie waren Menschen, die sich gegenseitig ins Herz schauten.

 

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Gundula Schulze Eldowy: New York, 1992

 


Im Herbst 1989 überschlugen sich die Ereignisse in Berlin, die Mauer fiel. Robert Frank erneuerte seine Einladung. Schon im Mai 1990 wohnte Gundula Schulze Eldowy wochenlang bei Robert Frank und seiner Frau June Leaf in der Bleecker Street, Downtown New York.

 

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June Leaf: Robert Frank und Gundula Schulze Eldowy, New York 1990


Oft luden sie die Berliner Fotografin abends zum Essen ein und waren neugierig auf ihre Erlebnisse. Sie amüsierten sich über ihren naiven Blick oder wunderten sich, wie gut sie beispielsweise über das Werk von Diane Arbus Bescheid wusste. Gundula Schulze Eldowy fühlte sich angekommen in ihrer Gemeinde. Eines Tages kritzelte sie auf einen Zettel, bevor sie ausging, die folgenden Zeilen:

Zwei Eisbären unter Wasser
Ich bin nicht
nach Rom gefahren
und auch nicht nach Paris
jedoch bin ich hinüber
ins kleine Paradies

Er antwortete auf dieselbe Art, schrieb »Keep A Stiff Upper Lip« auf ein weisses Blatt, was frei übersetzt Halt die Ohren steif« heisst.

Photobastei, Sihlquai 125, Zürich

 

15.05.2019 - 22.09.2019
Fotoausstellung Aachen . as Centre Charlemagne – zwischen Dom und Rathaus – präsentiert mit der Ausstellung Through a Solideres Lens – Europe in the Fifties Arbeiten des in New York lebenden Fotografen Bill Perlmutter. Vom 15.5. bis 22.9.2019
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Through a Soldier’s Lens: Europe in the Fifties
Fotoausstellung Aachen . as Centre Charlemagne – zwischen Dom und Rathaus – präsentiert mit der Ausstellung Through a Solideres Lens – Europe in the Fifties Arbeiten des in New York lebenden Fotografen Bill Perlmutter. Vom 15.5. bis 22.9.2019

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Im Dezember 1954 besteigt der damals 22-Jährige Bill Perlmutter einen Truppentransporter nach Deutschland, um für US-amerikanische Armeemagazine zu arbeiten. Zuvor hat er die USA nie verlassen und reist mit einer Vorstellung von Europa an, wie er es aus Filmen und der Literatur kennt.

Zwar sind die Spuren des Krieges knapp zehn Jahre nach dessen Ende noch überall sichtbar, doch interessiert sich der junge Fotograf in erster Linie für die Menschen, die sich trotz aller Entbehrungen wieder in ihrem Alltag eingerichtet haben. Voller Neugier und mit großer Empathie hält Perlmutter Szenen und Momente des Alltagslebens fest, in Deutschland, aber auch Frankreich, Italien, Spanien und Portugal, wo er sich in den nächsten beiden Jahren aufhält. Er findet die „wunderbaren Orte“, von denen er gelesen hatte, kann manches Vorurteil revidieren und unerwartete Eindrücke gewinnen.

 

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Bill Perlmutters Werk reflektiert eine Zeit des Neuanfangs und wie auch des Beharrens, festgehalten in den Gesichtern, Gesten und Haltungen der Menschen. Besonders in den Kindern findet er seine Protagonisten, die mit großer Unbefangenheit vor der Kamera agieren. Die Bühne ihrer Aufführungen sind die Straßen, Plätze und Parks. Hier stößt Perlmutter auf eine Fülle von Sujets und erlaubt sich in Bildausschnitt und Perspektive bisweilen humorvolle Kommentare.

Das Gespür für den richtigen Augenblick zwischen Nähe und Distanz kennzeichnet die Arbeiten Perlmutters auch nach mehr als 60 Jahren seit ihrer Entstehung. Die Ausstellung Through a Soldier´s Lens - Europe in the Fifties zeigt mit 80 Arbeiten eine Auswahl seiner 6 x 6 Rolleiflex Aufnahmen aus den Jahren 1954-1956.

 

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Bill Perlmutter / Courtesy Galerie Hilaneh von Kories

 

Bill Perlmutter wurde am 5. September 1932 in New York geboren. Nach einem Studium der Filmtechnik und ersten fotografischen Arbeiten in New York schloss er 1954 sein Fotografiestudium an der Army Signal Corps School in Fort Monmouth, New Jersey, ab. Nach seiner zweijährigen Tätigkeit als angestellter Pressefotograf für Zeitschriften der US-Armee arbeitete Perlmutter ab 1958 als freier Fotograf. In fast sechs Jahrzehnten hat er weltweit fotografiert und seine Bilder wurden in zahlreichen Magazinen und Bildbänden veröffentlicht.
Perlmutters Fotos sind in diversen US-amerikanischen Museumskollektionen vertreten, u.a. in den New Yorker Sammlungen des Museum of Modern Art, The Whitney Museum of American Art, The Smithsonian Museum und The Museum of the City of New York.

Heute lebt und arbeitet Bill Perlmutter in New York City.

 

In Zusammenarbeit mit der Galerie Hilaneh von Kories Berlin und dem Suermondt-Ludwig-Museum Aachen

 

 

 

 

 

04.05.2019 - 13.07.2019
Fotoausstellung Nürnberg . Man kann fast sagen, sie sind sein Markenzeichen – die Eisbären. Auf vielen Reisen hat der bekannte Naturfotograf Norbert Rosing faszinierende einmalige Motive von den größten an Land lebenden Raubtieren geschossen. Die Nürnberger Leica Galerie zeigt eine Auswahl seiner Bilder aus der Arktis. 4. Mai bis 13. Juli 2019
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Norbert Rosing: Wilde Arktis – Im Reich der Eisbären
Fotoausstellung Nürnberg . Man kann fast sagen, sie sind sein Markenzeichen – die Eisbären. Auf vielen Reisen hat der bekannte Naturfotograf Norbert Rosing faszinierende einmalige Motive von den größten an Land lebenden Raubtieren geschossen. Die Nürnberger Leica Galerie zeigt eine Auswahl seiner Bilder aus der Arktis. 4. Mai bis 13. Juli 2019

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Norbert Rosing ist einer der renommierteste Arktis- und Eisbärenkenner Deutschlands. Zwei Jahrzehnte durchquerte er auf über fünfzig Reisen die kanadische Arktis und Spitzbergen im äußersten Norden Europas, um die Faszination dieses großen Lebensraums zu fotografieren. 

 

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Es begann aus Liebe zur Fotografie, zur Natur und Rosings unbändigen Reiselust und Neugier. Der Weg ist das Ziel, immer wieder auf Entdeckungsreisen zu sein ist Norbert Rosings  Leben. Den größten Teil des Jahres ist Norbert Rosing unterwegs im Auto, im Flugzeug, auf dem Boot oder Motorschlitten, um zu seinen Tieren oder zu entlegenen Landschaften zu gelangen. 

Die Bilder, die er auf diesen Reisen schafft, sind legendär, ganz besonders seine prächtigen Farbaufnahmen von wilden Tieren in der arktischen Natur - aber inzwischen auch seine ausdrucksstarken, äußerst ästhetischen Schwarzweiß-Fotografien.

Im Herbst 2016 verbrachte er mehrere Wochen an der Westküste Grönlands. Die imposanten Eisberge, das atemberaubende Licht und die unendlichen Weiten der Landschaft schlugen ihn in ihren Bann, und er hielt seine Eindrücke mit der Kamera fest.

Und immer wieder hat es ihm ein Tier besonders angetan: der Eisbär mit seinem kräftigen Körper, mit seinem dichten, fast weißen Fell, aber auch mit seinem ausgeprägten Sozialverhalten. Wie keinem anderen ist es dem Fotografen gelungen, das Leben dieses Tieres in seinem arktischen, zunehmend bedrohten Lebensraum in eindrucksvollen Bildern festzuhalten. Der Eisbär, der mit dem Reifen spielt, die Eisbärenmutter mit ihren Jungen, der Eisbär auf der treibenden Eisscholle … Bilder die weltberühmt geworden sind. 

Leica Galerie Nürnberg, Obere Wörthstraße 8, Nürnberg

 

 

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Einen Eindruck von Norbert Rosings Bilderwelt vermittelt auch der im Knesebeck Verlag erschienene Bildband "Up Here". Das Buch ist eine unvergleichliche Kollektion seiner schönsten Bilder. Es versammelt die besten Aufnahmen von Norbert Rosing aus der Zeit von 1988 bis 2016. 

Knesebeck Verlag

Norbert Rosing

Up Here Fotografische Abenteuer im hohen Norden

Gebunden, 160 Seitenmit 150 Farbabbildungen

Preis 75 Euro

ISBN 978-3-86873-918-3

 

 

 

 

03.05.2019 - 07.07.2019
Fotoausstellung Amsterdam . Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Art Collection Deutsche Börse zeigt das Foam Fotografiemuseum Amsterdam mit „Changing Views – 20 Years of Art Collection Deutsche Börse“ ein umfangreiches Spektrum an Werken aus der bedeutenden Sammlung zeitgenössischer Fotografie. Die Art Collection Deutsche Börse umfasst mittlerweile rund 1.800 Werke von über 120 internationalen Künstlern, zu denen berühmte Fotokünstler ebenso gehören wie neue fotografische Entdeckungen.  3.5.-7.7.2019
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Changing Views - 20 Years of Art Collection Deutsche Börse
Fotoausstellung Amsterdam . Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Art Collection Deutsche Börse zeigt das Foam Fotografiemuseum Amsterdam mit „Changing Views – 20 Years of Art Collection Deutsche Börse“ ein umfangreiches Spektrum an Werken aus der bedeutenden Sammlung zeitgenössischer Fotografie. Die Art Collection Deutsche Börse umfasst mittlerweile rund 1.800 Werke von über 120 internationalen Künstlern, zu denen berühmte Fotokünstler ebenso gehören wie neue fotografische Entdeckungen.  3.5.-7.7.2019

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Richard Mosse, Drag, South Kivu, from the series “The Enclave”, 2012
© Richard Mosse, Courtesy of the artist

 

Im Ausstellungszeitraum werden insgesamt über 150 Werke der Sammlung in vier aufeinanderfolgenden Kapiteln gezeigt. Dies ermöglicht einen vielfältigen Einblick in verschiedene Themenbereiche und Positionen der Art Collection. Die vier Kapitel in Folge sind: „Germany“ (3.–19. Mai), , „Traces of Disorder“ (11.–23. Juni) und „Youth Culture“ (25. Juni – 7. Juli). 

 

„Germany“ 3.–19. Mai

 

Den Auftakt bildet das Kapitel „Germany“. Unter anderem würdigt die Sammlung Werke deutscher Fotografen und die Darstellung Deutschlands. Dabei sind bekannte Größen der sogenannten „Düsseldorfer Becher-Schule“ ebenso vertreten wie bisher weniger bekannte Fotografen der ehemaligen DDR. Thomas Ruff, Thomas Struth, Candida Höfer und Jörg Sasse, sie alle gehören zu den ersten Studenten, die von Bernd Becher an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf unterrichtet wurden. 

 

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Thomas Struth, The Schaefer Family, 1990
© Thomas Struth, Courtesy of the artist

 

 

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Arnold Odermatt, Buochs, 1965
© Arnold Odermatt, Courtesy of the artist

 

 

„Icons“ 21. Mai – 9. Juni

 

Menschen sowie das Ausloten der Bedingungen ihres Daseins und ihre Verortung in der Welt sind zentrales Thema der Art Collection Deutsche Börse. Das zweite Kapitel „Icons“ zeigt das Schaffen von Größen der Fotografiegeschichte. Ikonen aus verschiedenen Zeiten und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, die mit ihren Werkgruppen zur Entstehung bildhafter gemeinsamer Identitäten in unseren Gesellschaften beigetragen haben. So wirken Fotografien, wie von Diane Arbus, Philip-Lorca diCorcia, Rineke Dijkstra, Walker Evans, David Goldblatt, Dana Lixenberg, Nicholas Nixon und Martin Parr als Spiegel, in denen wir uns selbst erkennen können. 

 

Traces of Disorder“ 11.–23. Juni

 

Für das darauffolgende Kapitel, „Traces of Disorder“ wurden Fotografien ausgewählt, die sich mit den Spuren politischer Konflikte und gestörter oder sich wandelnder sozialer Ordnungen befassen. Es zeigt Arbeiten sowohl klassischer Fotojournalisten wie Philip Jones Griffiths und Anja Niedringhaus als auch von Fotografen wie Simon Norfolk und Julian Röder, die neue Wege in der kritischen Dokumentation beschreiten. Richard Mosses beeindruckende Arbeiten lenken auf ästhetisch ungewöhnliche Weise, wie z.B. die Verwendung von militärischem Filmmaterial, die Aufmerksamkeit auf die dringlichsten politischen Konflikte unserer Zeit. 

 

„Youth Culture“ 25. Juni – 7. Juli

 

Das vierte und letzte Kapitel namens „Youth Culture“ präsentiert Werkgruppen von Fotografen, die feinfühlig beobachten, wie die junge Generation lebt und denkt. Die Porträts von Joseph Szabo aus den Siebzigern und Achtzigern offenbaren die bisweilen auf Teenagern lastende Melancholie, aber auch deren unbändige Lebenslust. Eine der einflussreichsten Serien zu diesem Thema ist „The Prince Street Girls“ von Susan Meiselas, in der sie eine Gruppe von Mädchen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleitet. Mike Brodie fotografierte seine Freunde, die als Eisenbahntramps auf Freiheitssuche eine ungewöhnliche Lebensform praktizierten. Tobias Zielonys Fotos zeigen Jugendliche im öffentlichen Raum. Ob die Fotos in Wales, Marseille oder Los Angeles entstanden sind, das Sujet blieb dasselbe: das Agieren auf der Straße und auf selbst erwählten „Bühnen“ wie Parkplätzen oder Tankstellen. 

 

 

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Philip-Lorca diCorcia, Untitled, from the series “Heads”, 2000
© Philip-Lorca 

 

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Mitch Epstein, West Side Highway, from the series “Recreation”, 1977
© Mitch Epstein, Courtesy of the artist

 

2019 feiert die Deutsche Börse Photography Foundation das 20-jährige Jubiläum der Art Collection Deutsche Börse mit einem vielfältigen Programm an Ausstellungen und Veranstaltungen. Unter dem Motto „From another perspective“ hat die Stiftung Experten dazu eingeladen, ihre jeweilige Sicht auf die Sammlung zu teilen. Zu diesem besonderen Anlass wechseln die bedeutenden Werke aus ihrer gewohnten Umgebung bei der Gruppe Deutsche Börse in die Museumsräume von Foam. Die ausgewählten Arbeiten geben einen abwechslungs- und facettenreichen Einblick in die wichtigsten künstlerischen Positionen innerhalb der Art Collection Deutsche Börse. Die Sammlung widmet sich den zentralen Themen der zeitgenössischen Fotografie ab der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Bogen an Sujets spannt sich von Landschaftsaufnahmen und Porträts über Stillleben und Interieurs bis hin zur Street Photography. Anne-Marie Beckmann, Direktorin der Deutsche Börse Photography Foundation, hat die Sammlung seit Beginn als Kuratorin aufgebaut. 

 

Mehr Informationen: 

www.deutscheboersephotographyfoundation.org. 

26.04.2019 - 27.07.2019
Fotoausstellung Ludwigshafen . In einer Sonderausstellung zeigt das Stadtmuseum Ludwigshafen über 50 schwarz-weiß-Fotografien, die Annedore Rieder in den Jahren 1950-54 mit einer zweiäugigen Rollencord-Kamera aufnahm. 26.4. bis 27.7.2019
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Annedore Rieder - Eine Stadt und ihre Menschen in den 1950er Jahren
Fotoausstellung Ludwigshafen . In einer Sonderausstellung zeigt das Stadtmuseum Ludwigshafen über 50 schwarz-weiß-Fotografien, die Annedore Rieder in den Jahren 1950-54 mit einer zweiäugigen Rollencord-Kamera aufnahm. 26.4. bis 27.7.2019

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Flirt - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Die originalen Negative von  Annedore Rieder wurden im Format 50 auf 50 cm aktuell digital restauriert sowie bearbeitet im Sinn der Fotografin und der damaligen Praxis. Diese modern prints bestehen aus Abzügen auf Barytpapier mit dem Trägermaterial Alu-Dibond. Hinzu kommt eine weitere Auswahl von Fotografien in Form digitaler Diashows auf Monitoren.

 

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Lutherkirche Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Die 1950er-Jahre waren für Ludwigshafen, seine Stadtentwicklung und sein wachsendes Selbstverständnis nachdem Ende des Zweiten Weltkriegs eine prägende Epoche. Die Industriebetriebe nahmen ihre Arbeit wieder auf, das Stadtbild veränderte sich, neue Bau- und Verkehrskonzepte entstanden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen jedoch die Menschen dieser Stadt, inmitten von Alltagssituationen. In schwarzweiß  fotografiert wurden sie von Annedore Rieder, die im Jahr 1919 als Annedore Reinhard in Ludwigshafen zur Welt kam.

 

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Hafen - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

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Markt - Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

Als junge Frau war sie erfolgreiche Leichtathletin beim TSG Friesenheim und erlernte dann den Beruf der Chemotechnikerin. Nach ihrer Heirat mit dem Physiker und BASF-Angestellten Dr. Fritz Rieder wohnte die Familie am Ebertpark im Stadtteil Friesenheim. Als Mutter von drei Kindern war ihr eine eigene Karriere im Kontext des Familienmodells und Frauenbildes ihrer Zeit verwehrt.

In ihrer Freizeit befreundete sich Annedore Rieder mit Paul Carell, der das erste namhafte Fotostudio in der Ludwigstraße inne hatte. Durch ihn erlernte sie das professionelle Fotografieren. Ihre künstlerisch beeindruckenden Aufnahmen stammen größtenteils aus den Stadtteilen Friesenheim, Hemshof, Oppau sowie der Innenstadt. Die von ihr benutzte Kamera war eine kostbare zweiäugige Rolleicord. Annedore Rieder verstarb in Ludwigshafen im Jahr 2007.

 

Viadukt 02

ViaduktStadtmuseum Ludwigshafen am Rhein, Nachlass Annedore Rieder

 

 

Die Ausstellung präsentiert eine behutsam kuratierte Auswahl aus dem Gesamtbestand der Fotografin. Entstanden ist ein eindrückliches Portrait von Menschen in ihrer Stadt Ludwigshafen zu einer Zeit, als der Wiederaufbau noch nicht vom sogenannten Wirtschaftswunder abgelöst worden war.

Ein Ausstellungskatalog ist in Planung.

Stadtmuseum Ludwigshafen, Im Rathaus-Center (obere Ebene), Rathausplatz 20, Ludwigshafen am Rhein

11.04.2019 - 29.06.2019
Fotoausstellung Köln . Zehn bis dreißig Jahre alt sind die Polaroids von HG Esch, die in der mirko mayer Galerie gezeigt werden. Diese zunächst nur als Test genutzten Bilder haben eine eigene Geschichte hinter sich: Oberflächenrisse und kleine Knicke verleihen ihnen eine geheimnisvolle Aura. 11.4. bis 29.6..2019
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HG Esch - Vom Proof zur Kunst
Fotoausstellung Köln . Zehn bis dreißig Jahre alt sind die Polaroids von HG Esch, die in der mirko mayer Galerie gezeigt werden. Diese zunächst nur als Test genutzten Bilder haben eine eigene Geschichte hinter sich: Oberflächenrisse und kleine Knicke verleihen ihnen eine geheimnisvolle Aura. 11.4. bis 29.6..2019

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Burj al Arab, 2001

 

Zur Zeit erlebt das Sofortbild eine Renaissance. Welchen Charme dieses Medium auch nach Jahrzehnten entwickelt zeigen die Bilder des Architekturfotografen HG Esch. Die in der Ausstellung vorgestellten Polaroids sind mindestens zehn bis dreißig Jahre alt, meist erheblich mehr. Sie haben also eine eigene Geschichte hinter sich, sind durch Oberflächenrisse und kleine Knicke, oft gar durch ganze Schicht-Abreißungen. Es spricht für die Umsicht des Fotografen HG Esch, die er seinem Werk angedeihen lässt, dass er solche Bilder nicht wegwirft oder aussondert, sondern so lagert, dass sie eines Tages neue Interpretationen erfahren können.
Die letzten der hier vorgestellten Polaroid-Arbeiten stammen aus den Jahren 2004 und 2005. Ein wenig ist, wie erwähnt, von dem Sofortbild noch übriggeblieben. 

 

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Sankt Mauritius Cologne, 1993

 

 

FP Christi_Auferstehung_Cologne_1996

Christi Auferstehung Cologne, 1996

 

 

HG Esch, 1964 in Neuwied geboren, absolvierte eine klassische Fotoausbildung. Seit 1989 arbeitet er als freischaffender Architekturfotograf für nationale und internationale Architekturbüros. Neben Auftragsarbeiten ist dabei ein eigenständiges Werk entstanden. Bekannt wurden die vielfach international ausgestellten und in mehreren Buchpublikationen veröffentlichten Serien wie Megacities, City and Structure oder Cities Unknown, die sich mit westlichen und asiatischen Megastädten beschäftigen.

 

mirko mayer Galerie, Erftstraße 29, Köln

07.04.2019 - 23.06.2019
Fotoausstellung Aachen . Diese Retrospektive im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion Aachen zeigt erstmals in Deutschland den Facettenreichtum von Bruce Davidsons Werk in der größten Übersicht über sein Gesamtwerk. Vom 7. April bis 23. Juni 2019. Vernissage 7. April 12 Uhr
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Bruce Davidson – Retrospektive
Fotoausstellung Aachen . Diese Retrospektive im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion Aachen zeigt erstmals in Deutschland den Facettenreichtum von Bruce Davidsons Werk in der größten Übersicht über sein Gesamtwerk. Vom 7. April bis 23. Juni 2019. Vernissage 7. April 12 Uhr

New York City, USA, 1962© Bruce Davidson_Magnum Photos

New York City, USA, 1962
© Bruce Davidson /Magnum Photos

 

 

Exakt 60 Jahre ist es her, dass Bruce Davidson 1959 von Magnum Photos als vollwertiges Mitglied aufgenommen wurde. Damals war der US-Amerikaner gerade einmal 26 Jahre alt. Seither hat er die Agentur, von der er von keinem Geringeren als Magnum-Mitgründer Henri Cartier-Bresson erfuhr, als sie sich im Paris der 1950er begegneten, geprägt wie kaum ein anderer. In den Folgejahren bi s in die 1960er hinein schärfte Bruce Davidson sein Profil mit Arbeiten über Subkulturen und Lebenswelten am Rand der Gesellschaft. Dazu gehören Serien über einen Kleinwüchsigen in der Zirkuswelt (The Dwarf), eine Clique junger Freigeister (Brooklyn Gang), Alltag rund um Rassentrennung versus Integration (Freedom Rides). Davidson gilt heute daher als richtungsweisender Pionier der Sozialdokumentarischen Fotografie. In den 1960ern lichtete er die Bürgerrechtsbewegung (Time of Change) ebenso ab wie Harlem als sozialen Brennpunkt New Yorks (East 100th Street). Jahrzehnte später wendete er sich Landschaften zu, zuletzt bis 2013 der Nature of Los Angeles.

Diese Retrospektive zeigt erstmals in Deutschland den Facettenreichtum von Bruce Davidsons Werk in der größten Übersicht über sein Gesamtwerk. Der humanistische Ansatz seiner Fotografie und eine moralische Haltung schimmern stets durch, wenn der 1933 Geborene sich länderübergreifend eine Vielzahl von Realitäten stets mit persönlichem Blick und Hingabe visuell zu eigen macht.

Kunst- und Kulturzentrum, Austraße 9, Aachen

Weitere Infos:

www.kuk-monschau.de

 

04.04.2019 - 21.07.2019
Fotoausstellung Wien . Bei Westlicht Schauplatz für Fotografie werden zwei neue Ausstellungen eröffnet: Édouard Baldus „Transit und Monument“ (4.4.-21.7.2019) und Katharina Gaenssler „Atlas und Sequenz“ (5.4.-21.7.2019)
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Édouard Baldus/ Katharina Gaenssler
Fotoausstellung Wien . Bei Westlicht Schauplatz für Fotografie werden zwei neue Ausstellungen eröffnet: Édouard Baldus „Transit und Monument“ (4.4.-21.7.2019) und Katharina Gaenssler „Atlas und Sequenz“ (5.4.-21.7.2019)

Édouard Baldus - Transit und Monument

 

FP 006_BALDUS

Édouard Baldus Pont de la Mulatière, Lyon Albuminabzug, aus dem Album:
Chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée, 1861–1863

 

Anlässlich des 180. Geburtstags der Fotografie unternimmt WestLicht eine Reise in die Frühzeit des Mediums: Mit dem deutsch-französischen Pionier Édouard Baldus (1813–1889), der als einer der ersten professionellen Architekturfotografen gilt, wird eine Schlüsselfigur der Fotografie im 19. Jahrhundert gewürdigt. Die Ausstellung eröffnet den Blick in sein fulminantes Werk Chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée aus dem Jahr 1863, das zu den bedeutendsten Fotobüchern der Geschichte zählt. Weltweit sind lediglich acht vollständige Exemplare des Albums bekannt, das jetzt gezeigte befindet sich im Besitz der Fotosammlung OstLicht in Wien.

 

 

FP 002_BALDUS

Édouard Baldus Toulon Albuminabzug, aus dem Album:
Chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée, 1861–1863

 

Kuratiert von Anna Auer
Die Werke von Édouard Baldus stammen aus der Fotosammlung OstLicht, Wien.

 

Katharina Gaenssler - Atlas und Sequenz

 

FP 008_GAENSSLER

 

Katharina Gaenssler HD (Turm) D LC, 2013 Buchobjekt,
35 × 25 × 3,5 cm 248 Fotografien, 252 Seiten 

 

Katharina Gaenssler (*1974) hat sich auf die fotografische Komprimierung und Transposition von Räumen spezialisiert. In tausenden Aufnahmen scannt sie mit ihrer Kamera Orte und durchfahrene Distanzen akribisch ab und errichtet sie an anderer Stelle als wandfüllende Kollagen neu oder bindet sie zu voluminösen, mitunter mehrbändigen Atlanten.

Parallel zu den historischen Reise- und Architekturaufnahmen der Alben von Édouard Baldus eröffnet WestLicht erstmals in Österreich einen Einblick in das umfassende Buchwerk der international präsentierten und vielfach ausgezeichneten Künstlerin. Im Erblättern der einzelnen Seiten werden Gaensslers Reisen – etwa die Sechstagetour mit der Transsibirischen Eisenbahn – und die von ihr durchmessenen, für die Öffentlichkeit oft unzugänglichen Räume neu erfahrbar. Griffig und widerständig zugleich, können ihre Bücher als Archive gelesen werden, in denen sich aktuelle bildtheoretische Perspektiven ebenso entfalten wie ein betörender Eigensinn der Objekte.

Kuratiert von Rebekka Reuter

23.03.2019 - 30.06.2019
Fotoausstellung Mannheim . Was würde besser zu einer Frühlingsausstellung passen als das Thema Paris. Mit einem der populärsten Reporter im Paris der 1930er Jahren Gaston Paris  beginnen die Reisse-Engelhorn-Museen eine Kooperation mit dem berühmten Museum Centre Pompidou. 23.3.  bis 30.6.2019
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Gaston Paris – Die unersättliche Kamera
Fotoausstellung Mannheim . Was würde besser zu einer Frühlingsausstellung passen als das Thema Paris. Mit einem der populärsten Reporter im Paris der 1930er Jahren Gaston Paris  beginnen die Reisse-Engelhorn-Museen eine Kooperation mit dem berühmten Museum Centre Pompidou. 23.3.  bis 30.6.2019

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Kiki de Montparnasse
Kiki de Montparnasse (1901-1953) war eine feste Größe der Pariser Bohème, Sängerin,
Schauspielerin und Modell berühmter Maler.
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Nein – auch wenn man meinen könnte, dass ein Fotograf, der sich auf Bilder der Seine-Stadt konzentriert – den Namen Paris als Künstlernamen gewählt hätte, es ist nicht so. Denn der äußerst talentierte, fleißige und viel publizierte Fotograf wurde wahrlich1905 als Gaston Paris geboren. Kaum ein Motiv in Paris, dass er nicht mit seiner Kamera festhielt seien es Tänzerinnen der Folies Bergère, die berühmte Sängerin Edith Piaf, die Armen der Pariser Vorstädte oder eine ungewöhnliche Ansicht des Eiffelturms.

 

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Blick vom Eiffelturm
Paris, 1937
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Edith Piaf
Die französische Sängerin Edith Piaf (1915-1963) bei einer Schallplattenaufnahme
Paris, 1937-1938
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Gefangenenlager
Gefangenenlager „Oradour“, errichtet von der französischen Besatzungsmacht für Nazi-
Gefangene in Tirol, 1945/46. Der Name „Oradour“ erinnert an den Ort in Frankreich, den die
SS aus Rache für Partisanenangriffe vollkommen zerstört hatte.
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

 

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Fotostudio
Fensterauslage eines Fotostudios
Berlin, 1945
© Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Mit seinen zahlreichen Reportagen in französischen illustrierten Zeitungen, vor allem im legendären Magazin VU, schuf der Fotograf ein schillerndes Bild von Paris und der französischen Gesellschaft vor dem Zweiten Weltkrieg. Nach 1945 folgten Bildberichte aus den französischen Besatzungszonen in Deutschland und Österreich, bevor Gaston Paris weiter auf die Welt der Illusionen setzte und für das neue Genre der Fotoromane fotografierte. 

 

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Plakat „Gaston Paris: Die unersättliche Kamera“
Gestaltung: rem gGmbH, Foto: © Gaston Paris / Roger-Viollet

 

Die Schau ist der Auftakt zu einer Kooperation mit dem Centre Pompidou Paris. Erstmals wird eine Ausstellung des weltweit renommierten Museums zuerst an einem anderen Ort gezeigt, bevor sie in Paris zu bewundern ist.

 

Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus C5, Mannheim

 

22.03.2019 - 30.08.2019
Ausstellung München . Fotoarbeiten aus China des amerikanischn Künstlers  Robert Rauschenberg und zeitgenössische Installationen und Skulpturen aus Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak und Terry Winters zeigt die Alexander Tutsek Stiftung. 22.3.bis 30.8.2019
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Robert Rauschenberg – Study for Chinese Summerhall
Ausstellung München . Fotoarbeiten aus China des amerikanischn Künstlers  Robert Rauschenberg und zeitgenössische Installationen und Skulpturen aus Glas von Mona Hatoum, Hassan Khan, Jana Sterbak und Terry Winters zeigt die Alexander Tutsek Stiftung. 22.3.bis 30.8.2019

Robert Rauschenberg_Study for Chinese Summerhall (6)

Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation / 
Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind die Fotografien von Robert Rauschenberg (1925-2008): Anfang der 1980er Jahre ging der Amerikaner als einer der ersten westlichen Künstler nach China. Dort erkundete er mit einer Hasselblad Kamera das ihm unbekannte Land. Er ging nach China mit dem Wunsch, ein Zeichen zu setzen, eine Geste des Interesses an der fernen und fremden Kultur. Im interkulturellen Austausch sah er die Möglichkeit den Frieden in der Welt zu wahren. Zum ersten Mal benutzte Rauschenberg Farbfilme für eine Serie  und hat daraus ein künstlerisch wie politisch aufregendes Projekt entwickelt.

 

Robert Rauschenberg_Study for Chinese Summerhall (3)

 

Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation
/ Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 201

 

 

Die dabei entstandenen Fotografien lesen sich wie Aufzeichnungen von Gesten des Alltags, des modernen wie des traditionellen Lebens in einer sich wandelnden chinesischen Gesellschaft. Aus dem Fundus von über fünfhundert Farbfotografien schuf er nach seiner Rückkehr in die USA eine große Bildmontage unter dem Titel „Chinese Summerhall“ (1982), eine Installation in einer Länge von über 30 Metern. Dieses Werk brachte er 1985 nach China zurück. Es wurde enthusiastisch gefeiert. Innerhalb von 18 Tagen haben 300.000 Besucher die Ausstellung im heutigen National Art Museum gesehen.

 

Robert Rauschenberg_Study for Chinese Summerhall (7)

 

Robert Rauschenberg, Untitled aus dem Portfolio „Study for Chinese Summerhall“, 1983
100 x 75 cm, Sammlung Alexander Tutsek -Stiftung 
© Robert Rauschenberg Foundation / 
Graphicstudio, University of South Florida, Tampa / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Aus der Serie der über fünfhundert Farbfotografien wählte er 28 Motive aus und edierte sie 1983 als „Study for Chinese Summerhall“, die in der Münchner Ausstellung zu sehen sind. Jedes einzelne Blatt trägt seine Signatur. Bisher selten gezeigt, ziehen sie sich nun wie ein Band durch die Räume der Jugendstilvilla.

 

Winters, Terry_Marseille Template_8

Terry Winters, Marseille Template/8 2004-2006, 
75 x 34x 34 cm,Glas, formgeblasen, Holz
Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung
© Terry Winters, Courtesy Matthew Marks Galerie

 

Rauschenbergs Fotoserie sind vier Arbeiten in Glas von renommierten internationalen Künstlerinnen und Künstlern gegenübergestellt. So präsentiert die Künstlerin Mona Hatoum ihr Werk Turbulence (Black) aus dem Jahr 2014, für das sie tausende von schwarzen Glasmurmeln neben- und übereinander legt. Die kanadische Künstlerin Jana Sterbak (*1955) schafft mundgeblasene Schalen und schachtelt sie eng ineinander, sodass der Eindruck einer Spirale entsteht („Hard Entry“, 2004). Der ägyptische Künstler Hassan Khan (*1975) macht die kunstvolle Replik eines Knotens in Glas („The Knot“, 2012) und der amerikanische Künstler Terry Winters (*1949) transformiert die Idee des Gefäßes in intuitive organische Formen wie Sphären und Blasen („Marseille Templates“, 2004-2006).

 

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München

 

 

 

 

 

 

 

08.03.2019 - 30.06.2019
Fotoausstellung Frankfurt . Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin Graciela Iturbide mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.  8. März bis 30. Juni 2019 
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Graciela Iturbide
Fotoausstellung Frankfurt . Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin Graciela Iturbide mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.  8. März bis 30. Juni 2019 

iturbide 01

Our Lady of the Iguanas, Juchitán, Mexika, 1979
 copyright Gracia Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, Madrid, 2019

 

Ihre Bilder sind immer schwarzweiß – und zeigen zugleich alle Schattierungen der menschlichen Existenz. Traditionen und ihre Brüchigkeit, Glaube und Religion, Gemeinschaft und Tod gehören zu den zentralen Themen von Graciela Iturbide. Ihr über fünf Jahrzehnte entstandenes OEuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der mexikanischen und der gesamten lateinamerikanischen Fotografie. 

 

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Angel Woman, Sonoran Desert, Mexika, 1979
copyright Gracia Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, Madrid, 2019

 

Zu sehen sind frühe Arbeiten wie die Langzeitstudie »Juchitán de las Mujeres«. Die Dokumentation der matriarchalen Gemeinschaft im südmexikanischen Staat Oaxaca, entstanden zwischen 1979 und 1986, machte Iturbide bekannt – und zeigt ihre einzigartige Handschrift. Ihre Bilder pendeln stets zwischen dem Dokumentarischen und dem Poetischen, zeigen mehrere Realitätsebenen und spiegeln so symbolträchtig die Vielschichtigkeit des Lebens. Kulturelle Spannungen zwischen Tradition und westlicher Moderne etwa macht die Fotografin sichtbar in ihrem Projekt mit den indigenen Seri-Indianern in der Sonora-Wüste. Außerdem zeigt das FFF Porträts der Straßengang »White Fence« im Los Angeles der 1980er Jahre, sehr persönliche Innenaufnahmen aus dem Haus von Frida Kahlo, sowie Sujet-Bilder von Gärten, Landschaften und Vögeln, die Iturbide in ihrem Heimatland und auch auf ihren Reisen nach Indien, Italien, Korea oder Madagaskar schuf. 

 

iturbide 02

Rosario, Christina, Ester, White Fence Gang, East Los Angeles, USA 1986
copyright Gracia Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, Madrid, 201

 

Graciela Iturbide, Tochter einer traditionellen katholischen Familie, studierte zunächst Film an der Nationalen Universität Mexico City, ehe sie inspiriert von ihrem Lehrer Manuel Álvaro Bravo die Fotokamera für sich entdeckte. Zugleich war die Fotografie für sie ein Weg, den Tod ihrer sechsjährigen Tochter zu verarbeiten. Iturbides Arbeiten wurden in aller Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem W. Eugene Smith Fund Grant, dem International Grand Prize of the Museum of Photography in Hokkaido, Japan, und dem renommierten Hasselblad-Award (2008). Graciela Iturbide lebt und arbeitet im Künstlerviertel Coyoacán in Mexico-City. 

 

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30-32, Frankfurt am Main

 

 

28.02.2019 - 17.11.2019
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019
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Ann Wilde: Re – visions
Fotoausstellung München . Aus Anlass ihres achtzigsten Geburtstages öffnet die bekannte Sammlerin Ann Wilde für die Pinakothek der Moderne erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart. 28. Februar bis 17. November 2019

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Kathleen Seltzer, ohne Titel., 1976
Silbergelatineabzug
© Kathleen Seltzer

 

Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde mit Leidenschaft, Engagement und Fachkenntnis eine gleichermaßen vielfältige wie einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen. Sie umfasst mehrere tausend Fotografien, die Künstlerarchive zu Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch, eine umfangreiche Fachbibliothek und zahlreiche Dokumente zur Geschichte der Fotografie.

 

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Marcia Resnick, aus der Serie: Re – visions, 1978
 Silbergelatineabzug
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München
© Marcia Resnick

 

 

 

 

Seit 2010 sind diese außerordentlichen Bestände als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Kathleen Seltzer, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Dank dieses frühen Engagements konnte sich das Werk der Fotografinnen als fester Bestandteil der Fotografiegeschichte etablieren.

 

Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres Geburtstages öffnet die Stifterin nun erstmals ihre private Sammlung, die auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Künstlerinnen umfasst. „Re-visions“ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie-Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva-Maria Schön, Kathrin Sonntag, Heidi Specker und Vibeke Tandberg.

 

Judith Joy Ross, Michelle Fraser Protesting the US War in Iraq, Bethlehe...

Judith Joy Ross, Michelle Fraser, Protestin the war in Iraq, Bethlehem,
Pennsylvannia, 2006
Silbergelatineabzug
Sammlung Ann Wilde, Zülpich
© Judith Joy Ross

 

 

Pinakothek der Moderne, Barerstraße 29, München

22.02.2019 - 30.06.2019
Ausstellung Aachen . Schon in der Münchner Hypo Kunsthalle war die spannende Ausstellung "Lust der Täuschung - Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality" mit 280.000 Besucher ein Riesenerfolg. Jetzt ist die Ausstellung in das Aachener Kunstforum gewandert.. Mit Exponaten aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und mit Virtual-Reality-Arbeiten bietet die Ausstellung einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Parcours durch visuelle Spielformen von Schein und Illusion. Von 22.2. bis 30.6.2019
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Lust der Täuschung - Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality
Ausstellung Aachen . Schon in der Münchner Hypo Kunsthalle war die spannende Ausstellung "Lust der Täuschung - Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality" mit 280.000 Besucher ein Riesenerfolg. Jetzt ist die Ausstellung in das Aachener Kunstforum gewandert.. Mit Exponaten aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und mit Virtual-Reality-Arbeiten bietet die Ausstellung einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Parcours durch visuelle Spielformen von Schein und Illusion. Von 22.2. bis 30.6.2019

06 John De Andrea, Das Paar-zoomer

 

John De Andrea, Das Paar, 1978, lebensgroß, Polyester/Fiberglas/Ölfarbe/ Kleidung, Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Schenkung Peter und Irene Ludwig © John De Andrea/Louis K. Meisel Gallery, Foto © Anne Gold 



Seit jeher spielt die Kunst mit unserer Wahrnehmung und führt uns vor Augen, wie leicht wir zu täuschen sind. Seien es antike Fresken, die räumliche Tiefe simulieren, barocke Kirchenausstattungen, die das Irdische um göttliche Sphären zu erweitern scheinen oder heutige computergenerierte virtuelle Welten, in die man interaktiv eintauchen kann, anstattsie nur zu betrachten.

Die faszinierende Wirkung täuschender Kunst entsteht, indem der Betrachter ihrer Täuschung visuell erliegt, zugleich aber realisiert, dass er es mit einem Trick zu tun haben muss. Und selbst wenn die Konstruktionsweise von Werken wie Hans Peter Reuters Kachelraum (1976) oder James Turrells Elliptical Glass KEPLER 452b (2017) durchschaut ist, kann man sich ihrer Sogwirkung nicht entziehen. 

 

Wie steht es um unser Bild von der vermeintlichen Realität? In Zeiten von Photoshop und digitaler Filmanimation führen uns z.B. Evan Pennys abfotografierte hyper-realistische Porträtbüsten (2011) vor Augen, wie leicht wir etwas auf einem Foto Dargestelltes für ‚wahr‘ halten und getäuscht werden können.

Viele visuelle Täuschungen sind heute fester Bestandteil unseres Alltags. Dabei ist die Geschichte von Optik und künstlerischer Täuschung aufs Engste mit der technischen Weiterentwicklung der Medien verbunden: Der illusionistischen Wirkung einer Filmvorführung der Gebrüder Lumière konnten sich 1896 die damaligen Zuschauer – so die berühmte Anekdote – nicht entziehen: Sie meinten, ein Zug würde aus der Leinwand auf
sie zurasen. Beim heutigen kinoerfahrenen Betrachter löst dieser Film keinen vergleichbaren Effekt mehr aus. Einen ähnlich überraschenden Moment kann jedoch in der Ausstellung erleben, wer eine Virtual-Reality-Brille aufsetzt und in Chris Milks Arbeit Evolution of Verse (2015) eintaucht – noch ist das Medium so neu und die Umsetzung so überraschend, dass die Wahrnehmung eindrucksvoll getäuscht wird.

Im Unterschied zur Münchner Präsentation liegt der Fokus im Ludwig Forum stärker auf der Kunst der Gegenwart, bis hin zu immersiven Arbeiten, die mittels Digitaltechnik das Eintauchen in künstlerisch-virtuelle Welten ermöglichen.

Kontextualisiert und erweitert wird die Aachener Ausstellung durch zahlreiche Werke aus der Sammlung von Peter und Irene Ludwig.

Eine fantastische Schau für die ganze Familie, in der Kinder ebenso ihren Spaß haben wie Erwachsene.

 

 

Toast VR (Richard Eastes, Toni Eastes, Daniel Todorov)
Richie’s Plank Experience, 2017
Virtual Reality/Unity3D/Holzplanke
© Toast VR

 



Philipp Messner
Only you can make me Feel this Way (München), 2013
240 x 110 cm, Pigmentdruck/Hahnemühle Papier
Besitz des Künstlers
© Philipp Messner / VG Bild-Kunst, Bonn

 


KATALOG
Im Hirmer Verlag erscheint begleitend zur Ausstellung ein umfangreicher Katalog mit ca. 200 Farb-
abbildungen. Hrsg. v. Roger Diederen und Andreas Beitin. Mit Beiträgen aus den Neurowissenschaften so-
wie der Kunst-, Kultur- und Mediengeschichte von Andreas Beitin, Ute Engel, Marion Kern, Rudolf E. Lang,
Susanna Partsch und Monika Wagner.
ISBN 978-3-7774-3139-0


Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße  97-109, Aachen

22.02.2019 - 21.07.2019
Fotoausstellung Köln . Die Ausstellung „Poesie der Pflanze“ in der Photographischen Sammlung/ SK Stiftung Kultur stellt den Arbeiten Karl Blossfeldts etwa 40 Heliogravüren des amerikanischen Künstlers Jim Eine gegenüber. Im Zentrum der Ausstellung steht einerseits um das Sehen, das Beobachten und empfindsame Wahrnehmen von Pflanzen und Pflanzenwelten, dokumentiert via Kamera; andererseits um ein achtsames Anschauen photographischer Bilder, gefertigt aus der Hand zweier Künstler.22. Februar bis 21. Juli 2019
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Poesie der Pflanze – Photographien von Karl Blossfeldt und Jim Dine
Fotoausstellung Köln . Die Ausstellung „Poesie der Pflanze“ in der Photographischen Sammlung/ SK Stiftung Kultur stellt den Arbeiten Karl Blossfeldts etwa 40 Heliogravüren des amerikanischen Künstlers Jim Eine gegenüber. Im Zentrum der Ausstellung steht einerseits um das Sehen, das Beobachten und empfindsame Wahrnehmen von Pflanzen und Pflanzenwelten, dokumentiert via Kamera; andererseits um ein achtsames Anschauen photographischer Bilder, gefertigt aus der Hand zweier Künstler.22. Februar bis 21. Juli 2019

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Karl Blossfeldt: Freesie, o. J.
© Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln
in Kooperation mit der Sammlung Karl Blossfeldt in der Universität der Künste,
Berlin, Universitätsarchiv, 2019

 

Die immer wieder neu zu entdeckende Natur, die Vegetation mit ihren vielzähligen Gewächsen und Formen, ihre räumliche Disposition, das sie umspielende Licht ebenso wie die übergreifende Wirkung all dessen bilden das Zentrum der Ausstellung.

Die Werke von Karl Blossfeldt (1865–1932) und Jim Dine (*1935) gehen auf verschiedene künstlerische Richtungen und Generationen zurück, und doch wird in ihren Arbeiten deutlich, dass das Geheimnis der Natur, ihr Zauber ebenso wie ihre Regelmäßigkeit und Ordnung eine für die schöpferische Arbeit nicht versiegende Quelle ist. Beide Künstler verbindet die Liebe zur Natur, die differenzierte Auseinandersetzung mit ihrem Bildgegenstand ebenso wie ihre Präzision in der Umsetzung ihrer photographischen Kompositionen. 

 

 

Blossfeldt_Karl_Ananas

Karl Blossfeldt: Ananas. Fruchtstand, o. J.
© Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln in Kooperation
mit der Sammlung Karl Blossfeldt in der Universität der Künste, Berlin,
Universitätsarchiv, 2019

 

Karl Blossfeldtvon dem in der Ausstellung über 70 originale Photographien, umgesetzt als Gelatinesilberabzüge, gezeigt werden, erarbeitete seine Ansichten vor dem Hintergrund seiner Lehrtätigkeit an der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbemuseums, Berlin. Dort hatte der in Schielo (Harz, Sachsen-Anhalt) geborene Blossfeldt zwischen 1884/85 und 1888 studiert und in Folge als Modelleur in der Bronzewerkstatt gearbeitet. 

Das Jahr 1898 gilt als der eigentliche Beginn seiner photographischen Tätigkeit, denn Blossfeldt nutzte die von ihm erarbeiteten Photographien im Kunstunterricht zur Erarbeitung kunsthandwerklicher Stücke und individueller Zeichenentwürfe. Mittels photographischem Abbild konnte er seinen Studenten das von ihm in der Umgebung Berlins gesammelte Pflanzenmaterial nicht nur in quasi frisch dokumentiertem Zustand vor Augen führen – natürliche Pflanzen welkten und veränderten sich oft zu schnell –, sondern er konnte die Pflanzenteile in vielfach vergrößerter Auflösung und gelegentlich in von ihm fokussierter und spezifisch präparierter Gestalt zeigen. Blossfeldts Intention richtete sich vor allem auf die Besonderheit der einzelnen, ihn faszinierenden Formen, die er in aller Präzision herausarbeitete. Typisch für die Photographien von Karl Blossfeldt ist, dass er die Gestalt der Pflanze vor einem flächig neutralen Hintergrund freistellte. Insofern griff er zu einer der puristischsten Möglichkeiten einer Bildkomposition, die dem quasi wissenschaftlichen Aufzeigen anvisierter Gegebenheiten dient. 

Blossfeldts Ruhm begann mit der 1926 von Galerist Karl Nierendorf in Berlin ausgerichteten Ausstellung seiner Photographien gemeinsam mit Skulpturen aus Afrika und Neuguinea. 1928 veröffentlichte Blossfeldt seine bahnbrechende Publikation Urformen der Kunst, zu Beginn des Jahres 1932 folgte Wundergarten der Natur. Am 3. Dezember 1932 verstarb Karl Blossfeldt in Berlin. Heute gehört er zu den anerkanntesten Künstlern und Photographen des 20. Jahrhunderts. Ebenso wie die Arbeiten von August Sander und Albert Renger-Patzsch zählen die Pflanzenansichten Blossfeldts zu den entscheidenden Werken der Neuen Sachlichkeit in der Photographie.

 

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Jim Dine: Entrada Drive, 2001-2003
© Jim Dine, VG Bild-Kunst, Bonn 2019;
courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

 

Die Ausstellung „Poesie der Pflanze“ stellt den Arbeiten Blossfeldts etwa 40 Heliogravüren des amerikanischen Künstlers Jim Dine gegenüber. Sie sind größeren Formats und nähern sich der poetischen Wirkung der Pflanzenwelt in formal anderer und doch verwandter Weise. Hier wie da treffen wir auf eine höchst intensive Auseinandersetzung mit dem Bildgegenstand und der davon im Einzelnen auszuführenden Photographie gleichwie deren Einbindung in eine aufschlussreich weiterführende Bildreihe. 

 

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Jim Dine: Entrada Drive, 2001-2003
© Jim Dine, VG Bild-Kunst, Bonn 2019;
courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

 

Jim Dine, der in vielen verschiedenen künstlerischen Medien, sei es der Malerei, der Bildhauerei, der Druckgraphik, auch der Literatur und Lyrik Zuhause ist, wurde Ende der 1950er-Jahre im Kontext der Pop-Art-Szene in New York berühmt. Vor allem seine Werke, die Motive wie Bademäntel, Herzformen, Farbpaletten, Pinsel und Werkzeuge zeigen, sind heute einem großen Publikum bekannt. Aber auch das von der Natur Geschaffene erwarb sein unentwegtes Interesse, wie die Darstellungen und installativen Einbeziehungen von Bäumen, Ästen und Blumen verdeutlichen. Bereits 1969 entstand Dines Portfolio Vegetables, seine früheste Arbeit, die sich mit botanischen Formen und Farben auseinandersetzt. 

 

Photographische Sammlung/ SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, Köln 

 

15.02.2019 - 30.06.2019
Fotoausstellung Thiemsburg .  In einer Sonderausstellung zeigt das Nationalparkzentrum Thiemsburg im Thüringer Nationalpark Hainich Fotografien des bekannten Naturfotografen Norbert Rosing unter dem Titel „Mein wildes Deutschland“. 15.2. bis 30.6.2019
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Norbert Rosing – Mein wildes Deutschland
Fotoausstellung Thiemsburg .  In einer Sonderausstellung zeigt das Nationalparkzentrum Thiemsburg im Thüringer Nationalpark Hainich Fotografien des bekannten Naturfotografen Norbert Rosing unter dem Titel „Mein wildes Deutschland“. 15.2. bis 30.6.2019

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Die Besucher erwarten  in der Ausstellung spektakuläre Schwarz-Weiß-Naturaufnahmen aus den schönsten Wildnisgebieten Deutschlands. Als besonderes Zuckerl wird Norbert Rosing persönlich bei der Eröffnung am 15. Februar 2019 um 15 Uhr anwesend sein wird, in die Ausstellung einführen, durch die Ausstellung begleitet und im Anschluss noch zum Bücher signieren zur Verfügung stehen.

Norbert Rosing ist seit vielen Jahren als Tier- und Naturfotograf weltweit unterwegs und hat dabei viele internationale Auszeichnungen erhalten. Seine Bücher „Wildes Deutschland – Bilder einzigartiger Naturschätze“ und „Deutschlands wilde Wälder – Eine Liebeserklärung“ zeigen unser Land und unsere Wälder, wie sie kaum jemand kennt. Natürlich auch immer wieder von ihm gern besucht und fotografiert: der Nationalpark Hainich! Norbert Rosings Buch zur Ausstellung heißt „Wildnis“ und zeigt eine Auswahl der schönsten Naturaufnahmen.

 

Adresse 9947 Schönstedt OT Alterstedt/Thiemsburg

 

 

 

 

 

 

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