Fotoausstellungen

13.05.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Köln . Mit zwei Künstlerinnen ist die Kölner in focus Galerie zu Gast in der Michael Horbach Stiftung: Scarlett Hooft Graafland von der „Soft Horizons“ und Ellen Bornkessel von der „Embassy of Trees“ präsentiert wird. 13. bis 27. Mai 2018.
...Klick zum Weiterlesen
Scarlett Hooft Graafland und Ellen Bornkessel
Fotoausstellung Köln . Mit zwei Künstlerinnen ist die Kölner in focus Galerie zu Gast in der Michael Horbach Stiftung: Scarlett Hooft Graafland von der „Soft Horizons“ und Ellen Bornkessel von der „Embassy of Trees“ präsentiert wird. 13. bis 27. Mai 2018.

Foto: Ellen Bornkessel


Ellen Bornkessels großformatigen Fotografien von Bäumen war schon vor dem Kölner Dom zu sehen. Zu dieser Serie ist eine erweiterte Ausstellung im Mai in der Michael Horbach Stiftung zu besichtigen. Die "Embassy of Trees" bringt die Natur in die Stadt zurück und gibt den Bäumen eine Stimme. Sie ist das Projekt der Künstlerin Ellen Bornkessel. Die "Botschaft der Bäume"richtet einen Appell an uns, sich mit der Natur zu versöhnen und sich für den Klimaschutz einzusetzen.

 


“Ich suche immer unglaubliche Landschaften auf”, berichtet Scarlett Hooft Graafland zu ihren Bildern, “und ich mag es, dass Leute denken, meine Bilder seien photoshopped.” Aber keine ihrer Arbeiten ist digital, sie arbeitet ausschließlich analog und mit C-Prints. “Alles, was man sieht, ist real, nichts ist später manipuliert.”

Michael Horbach Stiftung, Wormser Straße 23, Köln


10.05.2018 - 10.03.2019
Ausstellung Mannheim . Nach dem Erfolg der Mitmach-Ausstellung "Total genial!" bieten die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim auch in diesem Jahr ein Highlight für die ganze Familie an. Die Schau "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." im Museum Weltkulturen ist eine überraschende Safari in die Welt der Tiere.Die Besucher können selbst Teil der Szenerie werden. Mit der eigenen Kamera oder dem Handy kann man die witzigsten Szenen einfangen. 10. Mai 2018 bis 10. März 2019
...Klick zum Weiterlesen
Rem Mannheim: "Einfach tierisch eine Safari für die ganze Familie“ ab 10.5.2018
Ausstellung Mannheim . Nach dem Erfolg der Mitmach-Ausstellung "Total genial!" bieten die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim auch in diesem Jahr ein Highlight für die ganze Familie an. Die Schau "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." im Museum Weltkulturen ist eine überraschende Safari in die Welt der Tiere.Die Besucher können selbst Teil der Szenerie werden. Mit der eigenen Kamera oder dem Handy kann man die witzigsten Szenen einfangen. 10. Mai 2018 bis 10. März 2019

  © Tricture by eli - eine lose Idee - GmbH

 

Einen Dinosaurier füttern, mit Tiger und Leoparden auf Tuchfühlung gehen, einen Delfin streicheln, mit Fischen tauchen oder eine Mammutfamilie retten – all das und noch viel mehr erwartet große und kleine Besucher ab 10. Mai 2018 in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. Die Mitmach-Ausstellung "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." lädt zu einer außergewöhnlichen Safari mit besonderem Foto-Spaß und spielerischer Wissensvermittlung ein.

 

  © Tricture by eli - eine lose Idee - GmbH

 

 

Der Museumsbesuch verwandelt sich in ein Abenteuer: Große fotorealistische Bilder entführen in die Welt der Tiere – von der Zeit der Saurier bis heute, von den Tiefen des Ozeans bis hoch in die Lüfte, von der Savanne Afrikas über den chinesischen Bambuswald bis ins heimische Maisfeld. Die Besucher begegnen vielen unterschiedlichen Tieren. Sie stehen Dino, Panda & Co. jedoch nicht nur Auge in Auge gegenüber, sondern können selbst Teil der Szenerie werden. Welche Pose sie einnehmen, bleibt den Gästen selbst überlassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Besucher können die Aktion mit ihrer eigenen Kamera oder dem Handy festhalten – ein Gewinn für jedes Familienalbum und Spaßgarantie für Facebook & Co. Die Bilder sind bis zu 6 Meter lang und 3,60 Meter hoch. Sie wurden zweidimensional gemalt, durch trickreiche Gestaltung und mit den Besuchern entsteht beim Fotografieren jedoch ein überraschender 3D-Effekt.  

Gleichzeitig nimmt die Schau Kinder und Erwachsene auf eine interaktive Wissensreise durch die Welt der Tiere mit. Eindrucksvolle Objekte aus dem Naturreich wie beispielsweise der Schädel eines T-Rex oder das Skelett eines großen Flugsauriers bringen den Besuchern die Giganten der Vorzeit nah. An zahlreichen Stationen ist Anfassen ausdrücklich erwünscht. Wie fühlt sich beispielsweise die Haut eines Hais oder der Zahn eines Mammuts an? Spannende Wissensinfos zu den einzelnen Tieren sorgen garantiert für Aha-Erlebnisse. Bei einem Quiz stellen die Gäste ihr neu gewonnenes Wissen unter Beweis.

Die Ausstellung "Einfach tierisch!" ist vom 10. Mai 2018 bis 10. März 2019 im Museum Weltkulturen D5 der Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen.

www.rem-mannheim.de

05.05.2018 - 29.07.2018
Fotoausstellung Hannover . Mit seinem bevorzugten Medium Fotografie und inspiriert von der industriellen Kultur des Spätkapitalismus untersucht Christopher Williams Bedeutungs- und Ordnungssysteme. Die Kestner Gesellschaft präsentiert in der Einzelausstellung „Normative Models“ sieben Fotos von Christopher Williams. 5. Mai bis 29. Juli 2018
...Klick zum Weiterlesen
Christopher Williams – Normative Models
Fotoausstellung Hannover . Mit seinem bevorzugten Medium Fotografie und inspiriert von der industriellen Kultur des Spätkapitalismus untersucht Christopher Williams Bedeutungs- und Ordnungssysteme. Die Kestner Gesellschaft präsentiert in der Einzelausstellung „Normative Models“ sieben Fotos von Christopher Williams. 5. Mai bis 29. Juli 2018

Christopher Williams
Harvest Season
Courtesy the artist, Galerie Gisela Capitain, Cologne and David Zwirner, New York / London / Hong Kong
The copyright is with the artist.


Christopher Williams studierte in den späten 1970er Jahren am California Institute of the Arts unter anderem bei John Baldessari, Douglas Huebler und Michael Asher. Der Künstler arbeitet häufig mit Bühnenbildnern, Models und Technikern zusammen; die daraus resultierenden technisch präzisen Fotos erinnern an die Bildwelten der Werbung aus den 1960er Jahren und der Zeit des Kalten Kriegs. Gleichzeitig verweisen sie auf die Geschichte der Kunst, der Fotografie und des Kinos, von Pop Art und Kapitalistischem Realismus bis zur Neuen Sachlichkeit und zum Surrealismus.
Die sieben Fotos der Ausstellung „Normative Models“ sind zentrale Beispiele einer bestimmten Arbeitsweise, die charakteristisch für Williams’ fotografische Praxis ist: Exemplarische Bildtypen aus allen Lebensbereichen werden oft sehr direkt repliziert, allerdings mit einem erhöhten Produktionsaufwand und mit einer Genauigkeit und Aufmerksamkeit für Details, die eine längere Betrachtung weit mehr belohnt als die Bilder, die üblicherweise in der heutigen visuellen Kultur zu finden sind. Williams’ Fotografien zeigen alltägliche Sujets wie Autos, Kinder, Kochgeschirr, Tiere, Pflanzen und Möbel, die wohl jeder in der westlichen Konsumgesellschaft kennt. Die Art ihrer Präsentation und Gegenüberstellung legt jedoch die unterschiedlichen Kontexte offen, in denen Bilder und Kunstwerke verbreitet werden. Dazu gehören Display-Strukturen, Ausstellungsdesign, grafische Kommunikation, Publikationen und Pressematerial als Elemente innerhalb größerer diskursiver, gesellschaftlicher und politischer Zusammenhänge und Geschichten.

 

 

Christopher Williams
Courtesy the artist, Galerie Gisela Capitain, Cologne and David Zwirner, New York / London / Hong Kong
The copyright is with the artist.


Die elf beweglichen Ausstellungswände sind fast exakte Nachbildungen einer Ausstellungswand, die Williams 2009 in einer von Christina Végh kuratierten Schau mit dem Künstler Mathias Poledna im Bonner Kunstverein benutzte. Die Nachbildung der Wände verbindet diese Ausstellungssituation mit Williams’ Nachahmung existierender fotografischer Modelle im Besonderen und mit dem Thema der Reproduzierbarkeit der Fotografie im Allgemeinen. Die »vervielfältigten« Wände betonen die Bedingungen des Sehens durch die Brille der Kultur- und Architekturgeschichte und des Erbes der Institutionskritik. Die Bewegungen und Blicke der Besucherinnen und Besucher werden dabei so geleitet, dass eine Analyse der kodierten Sehgewohnheiten und Erwartungen, welche durch die Nachbildung institutionell verwalteter, kultureller Orthodoxien normiert werden, möglich wird.
Anlässlich der Ausstellung erscheinen zwei Publikationen mit identischem Design und identischen Bildfolgen, aber jeweils mit einem anderen Text. Die erste enthält einen Essay des österreichischen Kunsthistorikers Helmut Draxler über die Ausstellung von Poledna und Williams 2009 im Bonner Kunstverein, die zweite einen Nachdruck von Bertolt Brechts Hörspiel »Das Verhör des Lukullus«, das während der NS-Zeit veröffentlicht wurde und zu großen Kontroversen während des Kalten Kriegs führte. Diese Varianten demonstrieren die komplexe Symbiose zwischen Bild, Kontext und Bedeutung – Themen, mit denen sich die Ausstellung wiederholt befasst. Dabei zeigt sich, dass
fotografische Bilder und ihre Rezeption abhängige Elemente sind, die innerhalb der normativen Deutungssysteme von architektonischen, diskursiven und theatralischen Modellen inszeniert werden.

Christopher Williams ist 1956 in Los Angeles geboren. Seit 2008 ist er Professor für Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Überblicksausstellung »The Production Line of Happiness« wurde 2014-15 im Art Institute of Chicago, dem Museum of Modern Art in New York und der Whitechapel Gallery in London gezeigt. Weitere monografische Ausstellungen u.a.: ETH Exhibitions, Zürich (2017), La Triennale di Milano, Mailand (2017), Museum Morsbroich, Leverkusen (2011), Bergen Kunsthall (2010), Staatliche Kunsthalle Baden-Baden (2010) und Bonner Kunstverein (2009).
Die Ausstellung wird von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Förderkreis der Kestner Gesellschaft unterstützt.
Kuratorinnen der Ausstellung: Christina Végh und Lea Altner

Kestner Gesellschaft, Goseriede 11, Hannover

04.05.2018 - 22.07.2018
Die Ausstellung Karte und Gebiet im Museum Folkwang ist die erste museale Auseinandersetzung mit Ghirris Fotografien außerhalb seines Heimat-landes Italien. Die Ausstellung konzentriert sich auf Ghirris Schaffen in den 1970er Jahren und präsentiert rund 300 seiner ausdrucksstarken Farbfotografien. Die Essener Präsentation bildet den Auftakt eines Ausstellungsprojektes, das Ghirris Werk im Anschluss nach Madrid und Paris führt. 4.5. bis 22.7.2018
...Klick zum Weiterlesen
Luigi Ghiri – Karte und Gebiet
Die Ausstellung Karte und Gebiet im Museum Folkwang ist die erste museale Auseinandersetzung mit Ghirris Fotografien außerhalb seines Heimat-landes Italien. Die Ausstellung konzentriert sich auf Ghirris Schaffen in den 1970er Jahren und präsentiert rund 300 seiner ausdrucksstarken Farbfotografien. Die Essener Präsentation bildet den Auftakt eines Ausstellungsprojektes, das Ghirris Werk im Anschluss nach Madrid und Paris führt. 4.5. bis 22.7.2018


Luigi Ghirri
Modena, 1979
C-Print, 28 x 38 cm
© Eredi Luigi Ghirri


Luigi Ghirri (1943–1992) zählt zu den Pionieren der europäischen Farbfotografie. Das Museum Folkwang widmet dem italienischen Fotografen die erste umfassende Einzelausstellung in Deutschland. Die Fotografien geben Einblicke in seine konzeptionelle – oft mit scharfsinniger Ironie versehene –  Arbeitsweise. Sein Werk thematisiert in Stillleben sowie Landschafts- und Architekturmotiven das Verhältnis zwischen Menschen und ihrer natürlichen und künstlichen Umgebung.

 

Luigi Ghirri
Riva di Tures, 1977
C-Print, 30 x 41,4 cm
© Eredi Luigi Ghirri

 


In den 1970er Jahren durchstreift der gelernte Vermessungstechniker Luigi Ghirri mit seiner Kamera die Straßen, Plätze und Vororte Modenas – immer auf der Suche nach Motiven und Themen. „Mich interessieren flüchtige Architekturen, die Welt der Provinzen, Objekte, die allgemein dem schlechten Geschmack zugeordnet werden, es für mich aber nie waren, Ob-jekte, die erfüllt sind von Wünschen, Träumen, kollektiven Erinnerungen… Fenster, Spiegel, Sterne, Palmen, Atlanten, Globen, Bücher, Museen“, bemerkt Ghirri. Aufmerksam betrachtet er die Umgebung seiner Heimatstadt Reggio Emilia. Sein Blick richtet sich insbesondere auf die von Menschen geschaffenen Landschaften und Lebensräume. Präzise dokumentieren Ghirris Fotografien, wie sich die Welt durch neue Formen des Wohnens, der Freizeitgestal-tung und der Werbung verändert. Er nimmt Tausende dieser Motive auf und entwickelt dabei nicht nur seine spezifische Farbigkeit, die sich durch eine von Pastelltönen dominierte Farb-skala charakterisieren lässt, sondern auch seinen ausdrucksstarken Stil.
Karte und Gebiet greift die poetische Kartografie jener bedeutenden Ausstellung Vera Foto-grafia in Parma 1979 auf. Sie spiegelt Ghirris beständige Faszination für die verschiedenen Repräsentationen der Welt, wie sie sich in Reproduktionen, Bildern, Plakaten, Modellen und Karten offenbaren und als solche bisweilen zeichenhaft inmitten der Stadt oder der Land-schaft eingebettet sind. Die Vermittlung jener Erfahrungswerte in Form von Fotografien in einem Italien, das zwischen dem Alten und dem Neuen balancierte, stellt für Ghirri ein uner-schöpfliches Erkundungsgebiet dar.
Die Ausstellung wird kuratiert von James Lingwood, London; organisiert vom Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang, Essen, und der Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris.
Gefördert von der Kunststiftung NRW

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, Essen
 




26.04.2018 - 03.06.2018
Fotoausstellung Zingst . Unter dem Titel "Wenn die Fllut kommt Drowing World" zeigt die Leica Galerie Bilder von Gideon Mendel aus einer Welt, wo Städte, Landschaften, Straßen und Häuser in gewaltigen Wassermassen untergehen. Berührende Bilder aus dem Langzeitprojekt des Fotografen, die auch auf die Folgen des weltweite Klimawandels hinweisen wollen.
...Klick zum Weiterlesen
Gideon Mendel - Drowing World
Fotoausstellung Zingst . Unter dem Titel "Wenn die Fllut kommt Drowing World" zeigt die Leica Galerie Bilder von Gideon Mendel aus einer Welt, wo Städte, Landschaften, Straßen und Häuser in gewaltigen Wassermassen untergehen. Berührende Bilder aus dem Langzeitprojekt des Fotografen, die auch auf die Folgen des weltweite Klimawandels hinweisen wollen.

Submerged Portraits – Ahmed
Pakistan, September 2010
Fotograf: Gideon Mendel


 



In vier Kapiteln erzählt der in London lebende Fotograf die Geschichten jener, deren Leben unter Wasser versunken ist. Ein Teil seiner Arbeit sind die »Submerged Portraits« (Portraits), in denen er die Menschen zeigt, die alles verloren haben. Und zwar in dem Moment, wenn sie in ihre Häuser zurückkehren und sich über das Ausmaß der Zerstörung bewusst werden. Seine inszenierten Porträts zeigen ihre Verzweiflung und Wut, gleichermaßen auch die Kraft, mit der sie der Situation begegnen. Die »Floodlines« (Flutlinien) beschäftigen sich auf eine sehr formale Weise damit, welche Spuren das Wasser in und an den überfluteten Häusern hinterlassen hat – der Fotograf nimmt uns mit in die Häuser und zeigt in Wohn- und Schlafzimmern, dass das Wasser vor nichts halt macht und jeden Alltag versinken lässt.

 

Floodlines (Flutlinien) – Das Haus von Shirley Armitage,
Vereinigtes Königreich, April 2014
Fotograf: Gideon Mendel

 

 

 

Die »Watermarks« (Wasserzeichen) sind durch das Wasser farblich veränderte und oft unkenntlich gemachte persönliche fotografische Erinnerungen und Familienbilder, die Gideon Mendel in den Häusern und außerhalb schwimmend eingesammelt hat. Diese Fundstücke zeigen nicht nur die rein materielle Zerstörungskraft des Wassers, sondern ganz symbolhaft auch, wie sich ein bis dahin gelebtes Leben durch die Flut verändert. Als viertes Kapitel fungiert ein Film mit dem Titel »The Water Chapters« (Die Wasser-Kapitel) die durch das Bewegtbild eine weitere Ebene in das Projekt bringt – Mendel begleitet seine Protagonisten per Film auf dem Weg zu ihren Häusern, zeigt ihre jeweilige Nachbarschaft und lässt vor allem die Stille der Flutgegenden zu, in denen alles zum Stillstand gekommen ist.

 

Submerged Portraits – Florence Abraham
Nigeria, November 2012
Fotograf: Gideon Mendel



In der Zingster Leica-Galerie werden alle vier Kapitel, die in 13 Ländern rund um den Globus entstanden sind, zu einem ebenso beeindruckenden wie bedrückenden Gesamteindruck zusammengeführt. Die Ausstellung ist in Medienpartnerschaft mit dem Magazin GEO entstanden.

Leica Galerie Zingst

Vernissage mit dem Fotografen: 27.05.2018 | 16:00 Uhr

Ausstellungsführung: 28.05.2018 | 15:00 Uhr

Foto-Talk: 27.05.2018 | 12:30 Uhr

24.04.2018 - 05.08.2018
Fotoausstellung Berlin . Das Pullman Hotel Berlin stellt den Fotografen Michael Nischke mit seinen Berlin-Fotos zum Thema Spiegelungen vor. Bis 5. August 2018
...Klick zum Weiterlesen
Michael Nischke – Reflections
Fotoausstellung Berlin . Das Pullman Hotel Berlin stellt den Fotografen Michael Nischke mit seinen Berlin-Fotos zum Thema Spiegelungen vor. Bis 5. August 2018


Deutsches Technik Museum copyright Michael Nischke



Pullman Hotels präsentiert mit dem „Pullman Artist Playground”, einen per-manenten Art Corner mit wech¬selnden Kunst- und Designausstellungen. Mit dem Ziel, Neugier zu wecken und die Gäste zu inspirieren, macht jeder „Playground” das Hotel zum Teil der lokalen Kunst- und Kulturszene. Zur Zeit wird der Fotograf und Galerist Michael Nischke mit seinen Bildern „Reflections“ vorgestellt. Nischke sucht die “ungewohnte” Sicht der Dinge. Dabei liegt die Besonderheit im aufgefächerten Blickwinkel. Der Fotograf  bannt viele Orte auf ein Panorama-Bild. Er nennt das „Slow Photography“. Dabei nimmt er seine Motive zumeist vom Stativ mit längeren Belich-tungszeiten auf. So kann er seinem Konzept der „Unplugged Photography“ genügen.

 



Deutscher Bundestag copyright Michael Nischke



Michael Nischke (* 3.3.1956 Berlin) ging nach dem Foto-Studium in Köln zu Professor Heinrich Riebesehl, der neben Bernd und Hilla Becher als einer der wichtigsten Dokumentarfotografen Deutschlands gilt und Nischke nachhaltig beeinflusste. Danach war er als Werbefotograf und Chefredakteur tätig, bevor er sich ganz der Kunstfotografie widmete und 2004 in München seine eigene Fotogalerie eröffnete. Nischke zählt zu einem der wichtigsten Wegbereiter der Panorama-Fotografie in Deutschland. Bereits 1994 erschien von ihm ein Fachbuch zu diesem Thema. Weiterhin veröffentlichte er eine Reihe von preisgekrönten Bildbänden und kann auf eine große Anzahl von Auszeichnungen und Ausstellungen zurückblicken. Die Fotografien von Michael Nischke (DGPh) sind Bestandteil vieler privater Sammlungen, und seit kurzem wird er in Japan von der Galerie TOSEI in Tokyo vertreten.  

 

Potsdamer Platz copyright Michael Nischke


    
Wie ein Geschichtenerzähler vermag Michael Nischke dem Medium neue Bilder einzu-hauchen. Dabei eröffnet sich neben atemberaubenden und ungewohnten Blickwinkeln eine weitere Ebene, die als beinahe mystisch zu bezeichnen ist. Mit dem Konzept, Ge-wohntes anders abzulichten, generiert er neue Raumansichten von Stadtarchitektur und Landschaft. Inhaltlich setzt sich Nischke mit der Wahrnehmung der Bundeshauptstadt – zwischen Klassik und Moderne, Gestern und Heute sowie Mode und Kultur – auseinander. Beinahe wie Sinnestäuschungen wirken die facettenreichen Bilder, in denen das Auge auf die Suche geht. Dabei spielt die Zeit eine nicht unbedeutende Rolle: Nischke ermöglicht dem Betrachter in unserer schnelllebigen Zeit den Luxus sich in Ruhe mit dem Gesehenen auseinanderzusetzen.

Artist Playground des Pullman Berlin Schweizerhof, Budapester Straße 25, Berlin

 

21.04.2018 - 08.07.2018
Fotoausstellung Darmstadt. Die Kunsthalle Darmstadt stellt eine Auswahl der seit 2010 entstandenen Fotografien des Langzeitprojekts „990 Faces“ von Hans-Jürgen Raabe aus. Vom 21. April bis 8. Juli 2018
...Klick zum Weiterlesen
Hans-Jürgen Raabe – 990 Faces
Fotoausstellung Darmstadt. Die Kunsthalle Darmstadt stellt eine Auswahl der seit 2010 entstandenen Fotografien des Langzeitprojekts „990 Faces“ von Hans-Jürgen Raabe aus. Vom 21. April bis 8. Juli 2018

Hans-Jürgen Raabe, Face 527 (Colombo), aus der Serie 990 Faces, © Hans-
Jürgen Raabe.

 

Dank der Förderung durch kulturMut, einer Initiative von Aventis Foundation, Kulturfonds Frankfurt RheinMain und Startnext, sowie der BS Kulturstiftung der Darmstädter Investoren Peter Biskupek und Ulrich Scheinert wird Hans-Jürgen Raabe mit seinen Porträts nicht nur die Räume der Kunsthalle, sondern fernab des klassischen Ausstellungs­kontextes auch den Darmstädter Stadtraum bespielen können. Für diese Erweiterung der Ausstellung konnten Teilnehmer wie das Fachärztezentrum am Klinikum oder die Bar apéro in der Schulstraße gewonnen werden. Auch einige Plakatsäulen und -wände werden dann einmal nicht Werbung, sondern eine Auswahl der „990 Faces“ tragen.

 

Hans-Jürgen Raabe, Face 437 (Riace), aus der Serie 990 Faces, © Hans-
Jürgen Raabe.

 

Hans-Jürgen Raabe, Face 512 (Colombo), aus der Serie 990 Faces, © Hans-
Jürgen Raabe. 

 

 

Hans-Jürgen Raabe, Face 339 (Forbidden City), aus der Serie 990 Faces, © Hans-
Jürgen Raabe.

 

Hans-Jürgen Raabe (*1952 in Deutschland) sammelt Gesichter. Seit 2010 verfolgt der Fotograf sein Langzeitprojekt 990 Faces, dessen Ziel es ist, an 33 atmosphärischen Orten weltweit jeweils 30 Porträts – am Ende also 990 an der Zahl – aufzunehmen. Er will damit nicht nur ein Porträt der Menschen vor Ort, sondern auch des Ortes selbst schaffen, die nach der Überzeugung Hans-Jürgen Raabes untrennbar miteinander verwoben sind.


Kunsthalle Darmstadt, Studienplatz 1, Darmstadt

 

 

14.04.2018 - 07.07.2018
Fotoausstellung Köln . Die in focus Galerie von Burkhard Arnold zeigt Werke berühmter Fotografen in denen die Schönheit der Frauen im Mittelpunkt steht. „So beautiful“ präsentiert dabei Meisterwerke der Fotografie von 1940 bis heute. 14. April bis 7. Juli 2018
...Klick zum Weiterlesen
So beautiful
Fotoausstellung Köln . Die in focus Galerie von Burkhard Arnold zeigt Werke berühmter Fotografen in denen die Schönheit der Frauen im Mittelpunkt steht. „So beautiful“ präsentiert dabei Meisterwerke der Fotografie von 1940 bis heute. 14. April bis 7. Juli 2018




Mary Ellen Mark, Miami, 1986


Die Ausstellung "so beautiful" nimmt sich die Freiheit gerade im Rahmen der #MeToo Diskussion Schönheit und Ästhetik zu thematisieren und stellt sich gegen einen Trend in der aktuellen Fotografie das Alltägliche, das Banale und das Häßliche darzustellen.

 

Willy Ronis


Gerhard Richter (geb. 1932) einer der erfolgreichsten Künstler der Gegenwart sagte 2005:
»Es ist schwierig mit der Schönheit, wir sind uns nicht mehr einig, was darunter zu verstehen sein sollte. Sicher liegt es auch daran, dass der Begriff Schönheit so abgedroschen ist oder klingt. So wie
»das Gute« und »das Wahre«. Aber das ändert nichts am Wert solcher idealen Eigenschaften und daran , dass die Menschen Schönheit brauchen. Für mich war Schönheit immer ein Kriterium für die Qualität von Kunstwerken, gleich welcher Art und aus welcher Zeit. [...] Ganz simpel ist Schönheit erst mal das Gegenteil von Zerstörung und Auflösung und Beschädigung, und damit ist sie schonmal untrennbar mit Form verbunden, ohne die nichts entstehen kann.« (Spiegel Nr. 33, S. 128 - 132)

 

F. C. Gundlach, Berlin, 1955, Grit Huebscher mit Weissfuchsstola, Vintage



Ein dominierender Schwerpunkt in der Sammlung der Galerie waren immer Frauenbilder; ob in humanistischen, modischen oder konzeptionellen Kontexten, ein Thema von Eleganz und Grazie vereint sie über Kulturen und Zeiträume hinweg. Ergänzend erzählen die Fotografien in dieser Ausstellung vom Alltagsleben, von Moralvorstellungen, vom Wandel der Mode und vom Schönheitsideal einer Epoche.

Die Gruppenausstellung zeigt Werke berühmter Fotografen u.a.: Lillian Bassman, Ruth Bernhard, Edouard Boubat, Jean Philippe Charbonnier, Lucien Clergue, Frantisek Drtikol, Elliott Erwitt, Franco Fontana, Greg Gorman, René Groebli, FC Gundlach, Frank Horvat, William Klein, Helmut Newton, Marc Riboud, Willy Ronis, Jan Saudek, Jeanloup Sieff und Karin Székessy.

in focus Galerie, Hauptstraße 114, Köln



14.04.2018 - 12.05.2018
Fotoausstellung München . Das Auffallende im Unauffa?lligen zeigt das Projekt „Beyond the Hidden“ von Thomas Elsner vorgestellt in der Nicole Gnesa Galerie. 14. April – 12. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Thomas Elsner: Beyond the Hidden
Fotoausstellung München . Das Auffallende im Unauffa?lligen zeigt das Projekt „Beyond the Hidden“ von Thomas Elsner vorgestellt in der Nicole Gnesa Galerie. 14. April – 12. Mai 2018

Lubeca My Reflection copyright Thomas Elsner


Subtil skizziert Elsner das Auffallende im Unauffa?lligen. Dabei fotografiert er fast streunend Planen, Häuser, Autos oder Spielplätze, mehr Portraits als Situationen, meistens menschenleere Orte. Die Wirklichkeit, die uns jeden Tag umgibt, aber in ihrer äußerlichen Skurrilita?t als solche nicht mehr wahrgenommen wird, wird ihrer ursprünglichen Bedeutungsebene enthoben und symbolisch neu aufgeladen. Vornehmlich interessieren Thomas Elsner hierin verhüllte oder versteckte Objekte. Die Verpackung, durch die letzten Endes nur noch die Form des urspru?nglichen sichtbar wird, steht sinnbildlich für den Reiz und die Spannung der in Abstraktion durchfurchten Oberfläche und für die Neugier auf das Verborgene.

‚Elsner hat den Blick für das Besondere, und er scheut sich nicht, in dunkle Nischen zu leuchten.’ wie Sönke Krüger in der Zeitung ‚Die Welt’ vom 20.11.2017 erkennt. Durch die Überhöhung mit starken Schatten und Licht Kontrasten und einer exzentrischen Linienführung auf den Fotografien werden scheinbare Nebensächlichkeiten auf eine Bühne gehoben. Es ist so, als würden diese Orte oder Gegenstände wie ein Schatz aus Erinnerung und Wahrheit geborgen werden.

Einige der ausgestellten Fotografien sind in Elsners vor kurzem publizierten und bereits vielbesprochenen Fotobuch „Lubeca my Reflection“ mit Texten von Björn Engholm, Larissa Beham, Karl-Hermann Leukert und Ingo Siegmund (Distanz Verlag, Berlin) erschienen.

Thomas Elsner lebt in München. Anfang der Achtziger Jahre gründete er zusammen mit Michael Reinboth und Christian Wegener das erste deutsche Indie Kultur Magazin ‚Elaste’, wo er bereits mit vielen namhaften Künstlern zusammenarbeitete. Seither ist er einer der bekanntesten Artdirektoren Deutschlands. Die Fotografie begleitet ihn immer.


Nicole Gnesa Galerie, Kolosseumstraße 6, Innenhof,  München

12.04.2018 - 06.05.2018
Fotoausstellung Hannover . In der Galerie für Fotografie in Hannover (GAF) wird die Fotoserie „Right here, right now“ des Berliner Fotografen Maziar Moradi gezeigt. Moradi hat das mit 10.000 Euro dotierte Fotostipendium „Hannover Shots“ der Hannover Stiftung erhalten. 12. April bis 6. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Maziar Moradi - Right here, right now
Fotoausstellung Hannover . In der Galerie für Fotografie in Hannover (GAF) wird die Fotoserie „Right here, right now“ des Berliner Fotografen Maziar Moradi gezeigt. Moradi hat das mit 10.000 Euro dotierte Fotostipendium „Hannover Shots“ der Hannover Stiftung erhalten. 12. April bis 6. Mai 2018

 

 

Mit seiner Serie „Right here, right now“ rückt Maziar Moradi Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen, die in Hannover leben und hier „angekommen sind“ in den Fokus. Die Ausstellung umfasst große Panoramen, inszenierte Szenen undklassische dokumentarische Porträts. In gewissem Sinne sieht der Künstler die Hannover-Serie als Fortsetzung und Endpunkt seiner bisherigen, hochgelobten Arbeiten über Integration. Die inszenierten Bilder stellen individuelle Erlebnisse von Menschen mit Migrationsgeschichte aus Hannover dar. In intensiven Gesprächen über Erlebnisse, Hoffnungen und Träume, ergab sich für Maziar Moradi eine genaue Idee für ein Bild der jeweiligen Personen.

 

 

Die Porträtierten schlüpften in die Hauptrolle ihrer eigenen Lebensgeschichte, die vom Fotografen destilliert und neu entworfen wurde. Sie fordern den Betrachter heraus, über die dargestellte Szene, ihr Davor und Danach, nachzudenken: Was bedeuten etwa die medizinischen Instrumente im Innenfutter des Mantels eines jungen Mannes, was das Akkordeon in den Händen eines anderen? Tatsächlich sind viele der inszenierten Bildgegenstände ein Schlüssel zum Verständnis der Bilder und der Geschichten der hier Angekommenen. Daneben stehen eher dokumentarisch angelegte Arbeiten, sie wurden an den Wohnorten, im Büro, mit Familienmitgliedern und während der Freizeitaktivitäten der Porträtierten aufgenommen.

 

 

Einige der Fotografierten leben schon lange in Hannover und prägen etwa als Politiker und Vertreter verschiedener Organisationen das öffentliche und kulturelle Leben der niedersächsischen Landeshauptstadt. Maziar Moradi (*1975 in Teheran), will seine aktuellen Arbeiten so verstanden wissen, dass „wir angekommen sind und unser Leben hier leben, zusammen mit euch, „right here, right now“! Moradi studierte Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg (HAW). Seit 2007 arbeitet er als freier Fotograf und nimmt Lehraufträge für Fotografie wahr, u.a. an der HAW Hamburg und der Ostkreuzschule Berlin. Moradi erhielt u. a. Stipendien der VG BILD-KUNST, den Otto-Steinert-Preis sowie den Dokumentarfotografie-Förderpreis der Wüstenrot-Stiftung. Seine Arbeiten werden international ausgestellt.

Das Stipendium „HannoverShots” wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Galerie für Fotografie (GAF) Eisfabrik, Seilerstraße 15d, Hannover

07.04.2018 - 23.06.2018
Fotoausstellung Greisfwald . Zum 75. Geburtstag des Stralsunder Fotoku?nstlers Volkmar Herre, zeigt die Galerie STP Werke aus seinem Schaffen mit der Camera obscura. Einen Schwerpunkt bilden sogenannte „Herrographien“, Sinnbilder mit malerischer Anmutung. 7. April bis 23. Juni 2018
...Klick zum Weiterlesen
Volkmar Herre –linsenlos
Fotoausstellung Greisfwald . Zum 75. Geburtstag des Stralsunder Fotoku?nstlers Volkmar Herre, zeigt die Galerie STP Werke aus seinem Schaffen mit der Camera obscura. Einen Schwerpunkt bilden sogenannte „Herrographien“, Sinnbilder mit malerischer Anmutung. 7. April bis 23. Juni 2018


Herrographie Marienkirche Stralsund. 375 Tage 2016



Angeregt zu seiner Arbeit hat Volkmar Herre der Malers Siegward Sprotte (1913–2004). Unterschiedliche Handhabungen von Lochkameras fu?hren zu verschiedenen Wirkungen, wie es die vier Komplexe der Ausstellung in der Galerie STP mit dem Titel „linsenlos“ belegen.

Der Künstler zu seiner Arbeit:
Archaische Anmutung
Die Lochgröße vom Bruchteil eines Millimeters bietet eine erstaunliche Schärfe.
Notwendige Belichtungszeiten jenseits des Augenblicks werden von mir als Prozess der Entschleunigung regelrecht zelebriert. Unsere wahrgenommene Dynamik des Lebens erfährt in einem Sammelbecken von Zeit Verwandlungen: Unruhe wird zur Stille, Vertrautes wird Fremdes.

 

Herrographie Hommage an CDF Eldena 360 Tage 2016-2017

 


Märchenhafte Natur
Bei der Abkehr vom optimierten Loch zum sogenannten Zonensystem, einem Loch im Zentrum mehrerer lichtdurchlässiger Kreise, bestimmen weiche Lichtsäume die Bilder: Träumerische Bilder voller Poesie.

Abstraktion
Wirkt Licht durch Schlitze, Bögen, Kreuze oder andere Formen, wird reale  Welt inGegenstandslose Bilder transformiert: Einladungen zur freien Assoziation.

 

Lochfotografie aus dem Zyklus Poesien des Lichts Botschaft der Sonne 2005



Transzendenz
Bei dem ju?ngsten Projekt geht es um extrem lange Belichtungen. Papier analogerFotografie wird in Lochkameras u?ber Monate, manchmal ein Jahr oder länger belichtet. Die auf der Emulsion ohne Entwicklung entstandenen Bildspuren werden nach der Entnahme aus dem Dunkel digital „fixiert“ und erhalten am Rechner subjektive Ausformungen. Die Enddaten dieser „Herrographien“ erlauben Prints
in verschiedenen Verfahren: Spirituelle Fotografie.


Kurzvita


1943 in Freiberg (Sachsen) geboren
Abitur; Ausbildung zum Akzidenz-Schriftsetzer
1963–1968 Fotografiestudium an der HGB Leipzig
Mitglied des Ku?nstlerbundes MV im BBK
1970–1990 freischaffend in Leipzig fu?r Kunstverlage
Ru?gen wird zum „Atelier“
1996 Eigenverlag „Edition herre“
1997 Beginn linsenloser Fotografie
Ausstellungen im In- und Ausland lebt und arbeitet in Stralsund

Weitere Informationen: www.edition-herre.de

Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald

25.03.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Koblenz . Das Haus der Kulturgeschichte des Landesmuseums Koblenz zeigt das Schwarzweißprojekt "Männer und ihre Tiere" von Ruth Marvus, das mit Unterstützung von Tecco entstand. Über 70 Aufnahmen wurden für die Ausstellung großformatig auf feinsten Teccopapieren gedruckt. 25. März bis 27. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Ruth Marcus - Männer und ihre Tiere
Fotoausstellung Koblenz . Das Haus der Kulturgeschichte des Landesmuseums Koblenz zeigt das Schwarzweißprojekt "Männer und ihre Tiere" von Ruth Marvus, das mit Unterstützung von Tecco entstand. Über 70 Aufnahmen wurden für die Ausstellung großformatig auf feinsten Teccopapieren gedruckt. 25. März bis 27. Mai 2018



Der Wolfsmann: Werner Freund © Ruth Marcus


Für Ruth Marcus ist die zentrale Frage hinter den Themen eine existenzielle: Was vermittelt dem Menschen Lebenssinn? Warum steht man jeden Tag auf, strengt sich an, freut sich, trauert, leidet, um dann irgendwanndoch zu sterben? Kirche und Familie fallen als Sinn gebendes Korsett zunehmend weg; in asphaltglatten Städten ist die Natur nicht zu spüren. Menschliche Beziehungen werden als kompliziert erlebt, grundlegende Bedürfnisse nach Liebe, seelischer und körperlicher Nähe und Zuwendung nicht erfüllt. Tieren scheint die Befriedigung dieser Bedürfnisse oft zu gelingen. Sie lassen uns fühlen, warum wir leben, lassen uns spüren, dass wir geboren sind, um zu lieben, zu beschützen, zu pflegen, zu vermissen. Sie erinnern uns daran, dass wir Teil der Natur und eines großen Ganzen sind.

 

Der Burgfalkner © Ruth Marcus


„Männer mit einem Tier im Arm sind entspannt. Durch die Authentizität des Tieres an ihrer Seite gewinnensie selbst an Authentizität,“ so die Künstlerin.

 

Der Tenero © Ruth Marcus



Verwendet wurden die Baumwollpapiere BT270 Baryt und PFR200 FineArt Rag, beide gut
geeignet und zertifiziert für Ausstellungen.

Landesmuseum Koblenz, Festung Ehrenbreitstein, Koblenz.



24.03.2018 - 23.06.2018
Fotoausstellung Nürnberg . Die Leica Galerie stellt die beeindruckenden Bilder „Mein wildes Deutschland“ von dem bekannten Naturfotografen Norbert Rosing vor. Die Galerie präsentiert eine Auswahl seiner neuesten Naturfotografien und diesmal von dem Fotografen die Natur ganz in schwarzweiß umgesetzt. 24. März - 23. Juni 2018
...Klick zum Weiterlesen
Norbert Rosing – Mein wildes Deutschland
Fotoausstellung Nürnberg . Die Leica Galerie stellt die beeindruckenden Bilder „Mein wildes Deutschland“ von dem bekannten Naturfotografen Norbert Rosing vor. Die Galerie präsentiert eine Auswahl seiner neuesten Naturfotografien und diesmal von dem Fotografen die Natur ganz in schwarzweiß umgesetzt. 24. März - 23. Juni 2018

 

 

 

Norbert Rosing hat seit zwei Jahrzehnten intensiver Arbeit als Naturfotograf zahlreiche Bildbände, Kalender und Poster mit seinen Bildern gestaltet, Bildern die außergewöhnlich sind und im Gedächtnis bleiben. Im Jahr 2012 wurde er zum UN-Dekade-Botschafter für die Biologische Vielfalt vom Bundesumweltminister ernannt. Neugier, Liebe zur Fotografie und zur Natur und eine große Reiselust bringen die Leidenschaft hervorragende Motive zu verwirklichen. DDen größten Teil des Jahres ist Norbert Rosing unterwegs im Auto, im Flugzeug, auf dem Boot oder Motorschlitten, um zu seinen Tieren oder entlegenen Landschaften zu gelangen.

 

 

Norbert Rosings Fotografien kann man in Bildbänden ebenso bewundern wie in Reisevorträgen und jetzt dann eben in der neuen Ausstellung in der Nürnberger Leica Galerie bewundern. In jüngster Zeit hat Norbert Rosing die Liebe zur Schwarzweiß-Fotografie entdeckt. Mit einer Kamera, die ausschließlich monochrome Bilder erstellen kann – aber dies in exzellenter Qualität. Mit dem Blick und dem Gefühl für besondere Stimmungen in der Natur hat er Augenblicke gesucht, gesehen und festgehalten.

 

 

Man kann sehsüchtig werden, wenn man erlebt, welche Stimmungen in Grautönen die Bilder aus „seinem wilden Deutschland“ vermitteln können. Doch Norbert Rosings Fotografien sind mehr als schöne Bilder. Sie sind auch eine Kampfansage, eine Aufforderung sich für den Erhalt dieser Schönheit einzusetzen. Je mehr die Wildnis dem Menschen weicht, umso stärker wurde sein Bemühen, mit seinen Bildern ein Zeichen zu setzen. Immer wieder fährt er zu Orten, wo er besondere Momente der Natur erhofft, erwartet, antrifft. Er tut das, wie er sagt, um dem Zufall eine Chance zu geben, ihn mit außergewöhnlichen Bildern für seine Beharrlichkeit zu belohnen. Dafür nimmt er beschwerliche Reisen, unwirtliches Gelände und vergebliches Warten immer wieder in Kauf. Aber seine Bilder schärfen auch den Blick für die Schönheit der Wildnis vor unserer Haustür, das wilde Deutschland. Leica Galerie Nürnberg Obere Wörthstraße 8, Nürnberg

22.03.2018 - 15.07.2018
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die präsentierten Werke reflektieren politische Themen und gesellschaftliche Krisen unserer Gegenwart, die in der Presse durch Bilder verbreitet wurden und hinterfragen den vermeintlich authentischen Charakter der Pressefotografien. Viele der Arbeiten thematisieren dabei die Prägung unserer visuellen Vorstellungskraft durch die Medienbilder.
...Klick zum Weiterlesen
Image Profile - Aspekte des Dokumentarischen in der fotografischen Sammlung des MMK
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die präsentierten Werke reflektieren politische Themen und gesellschaftliche Krisen unserer Gegenwart, die in der Presse durch Bilder verbreitet wurden und hinterfragen den vermeintlich authentischen Charakter der Pressefotografien. Viele der Arbeiten thematisieren dabei die Prägung unserer visuellen Vorstellungskraft durch die Medienbilder.

Abisag Tüllmann, Stuttgart, Beerdigung von
Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan Carl Raspe, Oktober 1977, 1977
© bpk/Abisag Tüllmann, Foto/photo: Axel Schneider





Ob auf dem Smartphone, in der Zeitung oder am Computer – jeden Tag nehmen wir unsere Welt über eine Flut von Fotografien wahr. Die Ausstellung „Image Profile. Aspekte des Dokumentarischen in der fotografischen Sammlung des MMK“ zeigt, wie sich Künstlerinnen und Künstler aus der Sammlung des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main in ihren Werken mit Bildern aus den Medien auseinandersetzen. Die Präsentation umspannt ein breites Spektrum aktueller Ausdrucksformen von gesellschaftspolitischer Reportagefotografie bis hin zu Aspekten subjektiver, konzeptueller oder inszenierter Fotografie.
Mit ihren technischen Implikationen, ihren bildnerischen Möglichkeiten und ihrem dokumentarischen Charakter war die Fotografie schon immer eines der signifikantesten Medien der Moderne. Seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1991 wurde Fotografie in der Sammlung gleichbedeutend neben Malerei, Skulptur, Zeichnung oder Film und Videoinstallation gesammelt. Heute umfasst die fotografische Sammlung über 2.500 Werke der internationalen Gegenwartsfotografie von mehr als 90 Künstlerinnen und Künstlern.

 

Joe Rosenthal, Flag Raising at Iwo Jima, 1945
© Joe Rosenthal, Foto/photo: Axel Schneider



Die vielfältige fototechnische Bandbreite reicht in „Image Profile“ von Vintage Prints auf Barytpapier über monumentale Cibachrome bis hin zu Inkjet-Prints und Offsetdrucken auf Papier.
Die präsentierten Werke reflektieren politische Themen und gesellschaftliche Krisen unserer Gegenwart, die in der Presse durch Bilder verbreitet wurden und hinterfragen den vermeintlich authentischen Charakter der Pressefotografien. Viele der Arbeiten thematisieren dabei die Prägung unserer visuellen Vorstellungskraft durch die Medienbilder.

 

Wolfgang Tillmans, growth (Frankfurt Installation), 2011
© Wolfgang Tillmans, Foto/photo: Axel Schneider

 


Die Ausstellung findet ihren Auftakt in dem fünfteiligen Werk „Klause“ (2006) von Thomas Demand, das als Auftragsarbeit speziell für das MMK entstanden ist. Die raumgreifende Installation basiert vor allem auf Pressebildern. Thomas Demand verwendet diese aber nicht eins-zu-eins, sondern rekonstruiert sie zunächst in seinem Atelier. Diese dreidimensionalen „Bilder“ werden aus farbigem Papier und Pappe im Größenverhältnis 1:1 als Kulisse gebaut, dann fotografiert und in großformatigen Diasec-Prints präsentiert. Der Bildzyklus der „Klause“ thematisiert einen Fall von Kindesmissbrauch, der sich über Jahre im Hinterzimmer einer deutschen Stadtteilkneipe, der sogenannten Tosa-Klause, zugetragen hat. Er handelt aber auch von dem damit verbundenen sehr langwierigen Strafverfahren, das über Monate hinweg Schlagzeilen in der Boulevardpresse machte. Das Wissen um die Sachverhalte und Fakten sind dagegen diffus. Thomas Demands Werk stellt die Wirklichkeit, ihre mediale Vermittlung und deren schier grenzenlose technische Manipulierbarkeit in Frage.

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung
Nobuyoshi Araki, Kader Attia, Christian Boltanski, David Claerbout, Larry Clark, Thomas Demand, Stefan Exler, Hans-Peter Feldmann, Fischli/Weiss, Günter Förg, Douglas Gordon, Ilja C. Hendel, Noritoshi Hirakawa, Axel Hütte, Barbara Klemm, Mike Mandel, Ryuji Miyamoto, Santu Mofokeng, Anja Niedringhaus, Inge Rambow, Joe Rosenthal, Thomas Ruff, Larry Sultan, Taryn Simon, Dayanita Singh, Beat Streuli, Wolfgang Tillmans, Abisag Tüllmann, Jeff Wall, Tobias Zielony



MMK, Domstraße 10, Frankfurt am Main




17.03.2018 - 26.05.2018
Fotoaussstellung Wien . Mit der Trilogie "Awakening" stellt die Galere OstLicht den Bildzyklus von Thomas Jacobi vor.Seit vier Jahren bereist der ehemalige Stern Artdirector Tom Jacobi die sieben Kontinente und kreiert mit seinen großformatigen Landschaftsfotografien einen fokussierten Blick auf durch Natureinflüsse über Jahrtausende geformte Orte. 17.3. bis 26.5.2018
...Klick zum Weiterlesen
Tim Jacobi - Awakening
Fotoaussstellung Wien . Mit der Trilogie "Awakening" stellt die Galere OstLicht den Bildzyklus von Thomas Jacobi vor.Seit vier Jahren bereist der ehemalige Stern Artdirector Tom Jacobi die sieben Kontinente und kreiert mit seinen großformatigen Landschaftsfotografien einen fokussierten Blick auf durch Natureinflüsse über Jahrtausende geformte Orte. 17.3. bis 26.5.2018

 Peaceful Mind aus der Serie "Grey Matter(s)" Island, 2015 copyright Tom Jacobi


"Awakening" umfasst die Serien "Grey Matter(s)" (2014–2015), "Into the Light" (2015–2017) und "The Light Within" (2018) besteht. Erst düster und geheimnisvoll, dann kühl und klar, schließlich kontemplativ und einladend – jede der drei Werkgruppen strahlt eine individuelle Atmosphäre aus, die Jacobi mithilfe natürlich vorgefundener Lichtsituationen bewusst hervorbringt  und konsequent verfolgt.
Für »Grey Matter(s)« fotografierte Jacobi in Afrika, Nord- und Südamerika, Australien, Europa, Neuseeland, in der Antarktis und auf Island. So vielfältig die bereisten Länder, so divers die Motive: Da funkeln Eiskristalle wie Diamanten auf einem isländischen Strand, ein Steingebilde auf Vågsøy, Norwegen, wirkt wie eine Kreatur aus einem Science-Fiction-Film, satt wächst ein einsamer Baum in der Wüste Arizonas. Gemein ist ihnen die Stimmung; alle Aufnahmen entstanden in der Zwielichtstunde, dem Zeitraum zwischen Nacht und Sonnenaufgang: Das erste Morgenlicht erhellt bereits die Landschaft, aber färbt sie noch nicht ein. Durch diesen weitgehenden Verzicht auf Farbe und der damit einhergehenden Reduktion auf die Form, erschafft Jacobi die für seine erste Serie prägende Grundstimmung einer Welt in mystischem Grau.

 

 Restlessness aus der Serie "Into zhe Light" New Mexico, 2071 copyright Tom Jacobi



Gleichsam ursprünglich und ungeschliffen begegnen uns die Sujets der darauf folgenden, bisher noch nie präsentierten Serien. Während »Into The Light« eine menschenleere Umgebung ganz in Weiß zeigt – durchzogen von fragilen Linien, wir sehen Spiegelungen wie Schattenrisse mit exakt mittiger Horizontlinie, helle Silhouetten in klarem Licht – kreist Jacobis Blick in »The Light Within« um zwei nackte Menschen. Die beiden Yogis, die er in den weiten Landschaften Chiles in Szene setzt, umgibt eine transzendente, in warmen Erdtönen gehaltene Atmosphäre.

 

Namaste aus der Serie "The Light Within" Atacama Wüste Chile 2018 copyright Tom Jacobi



Tom Jacobi hat mit seiner Trilogie eine Huldigung an die Natur und den Planeten Erde geschaffen und reiht sich mit seiner Visualisierung und Herangehensweise in die landschaftsfotografische Tradition von Ansel Adams oder Sebastião Salgado. Obwohl Farbigkeit aus seinen Arbeiten überwiegend verbannt ist, modelliert Jacobi hochgradig facettenreiche Nuancen innerhalb der Spektren von Grau, Weiß und Bronze zu einem Kosmos, den er selbst als »unbunte Farbwelt« bezeichnet. Der Fotograf knüpft »Awakening« zudem an eine spirituelle Erzählung: Während die
 
Teile Eins und Zwei ein Streben nach Erleuchtung darstellen, sieht der Künstler diese Suche in der dritten Serie beendet, wenn er die Quelle der Erkenntnis in das Innere der Protagonisten verlegt.

Verkauf
Die Fotografien sind als Archival Pigment Prints in limitierter Edition in zwei Formaten erhältlich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Corina Lueger: lueger@ostlicht.at

Biografie
Tom Jacobi wurde 1956 in Bonn geboren und wuchs in Washington, D.C. und in Schleswig-Holstein auf. Nach einem Jura-Studium begann seine fotografische Karriere 1976 im Genre der Porträtfotografie, wobei sein Schwerpunkt auf dem Porträtieren führender deutscher Politiker lag, darunter Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl. Das Folgejahr bildete den Startpunkt seiner langjährigen Karriere bei Stern, für den Tom Jacobi zunächst bis 1986 als Fotograf arbeitete. Insgesamt schuf er 29 Titelbilder für das Magazin und gewann für seine prägende Arbeit Auszeichnungen des Art Directors Club. In den folgenden 14 Jahren war Tom Jacobi als freier Fotograf tätig und arbeitete für Magazine wie New York Times Magazine, Amica und The New Yorker, bevor er im Jahr 2000 als Artdirector und Mitglied der Chefredaktion zum Stern zurückkehrte. Seine im gleichen Jahr fertiggestellte Fotoausstellung »Wo Gott wohnt« wurde international präsentiert und das gleichnamige Fotobuch avancierte schnell zu einem Bestseller. Im Jahr 2005 gründete Tom Jacobi das Magazin View, für das er bis 2008 als Chefredakteur arbeitete. Seitdem ist Tom Jacobi als Fotokünstler tätig, er wohnt und arbeitet in Hamburg.

 

OstLicht, Galerie für Fotografie, Absberggasse 27, Wien

16.03.2018 - 17.06.2018
Fotoausstellung Hamburg . auf ihrer Wanderung durch die Welt macht die Ausstellung „The Polaroid Projekt“ Station im Museum für Kunst und Gewerbe. Herausragende Künstlerinnen und Künstler – von Ansel Adams über Nobuyoshi Araki bis Andy Warhol – haben im Medium der Sofortbildfotografie neue Wege beschritten und die Ästhetik einer Ära geprägt. 16. März bis 17. Juni 2018
...Klick zum Weiterlesen
The Polaroid Projekt
Fotoausstellung Hamburg . auf ihrer Wanderung durch die Welt macht die Ausstellung „The Polaroid Projekt“ Station im Museum für Kunst und Gewerbe. Herausragende Künstlerinnen und Künstler – von Ansel Adams über Nobuyoshi Araki bis Andy Warhol – haben im Medium der Sofortbildfotografie neue Wege beschritten und die Ästhetik einer Ära geprägt. 16. März bis 17. Juni 2018

 

André Kertész, August 13, 1979, 1979, Polaroid SX-70, 10,7 x 8,8 cm,
© The Estate of André Kertész, courtesy Stephen Bulger Gallery

 

 

 

Polaroid  hat Gebrauchsweisen ermöglicht, die  die Alltagsfotografie bis heute beeinflussen. Die Ausstellung positioniert das Phänomen Polaroid an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Mit rund 240 Werken von 120 Künstlern beleuchtet sie das ästhetische Spektrum der Sofortbildfotografie und stellt mit 87 Kameramodellen und Prototypen jene innovative Technik vor, die diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte. Die gezeigten Polaroids reichen von den Anfängen des Unternehmens 1955 bis 2015. Der Schwerpunkt liegt auf Arbeiten aus den 1980er und 1990er Jahren. Der von Edwin H. Land 1947 in New York erstmals vorgestellte Sofortbildfilm verkürzt den zeitlichen Ablauf von Herstellung, Entwicklung und dem gemeinsamen Betrachten einer Fotografie auf wenige Minuten. Damit wurden Anwendungsformen initiiert, die in der digitalen Fotografie und in dem Teilen von Bildern oder Selfies auf Foto-Portalen im Internet fortleben. Der aktuelle Hype um Polaroid-Apps für Smartphones und die wieder auf den Markt gebrachten Sofortbildkameras zeigen die anhaltende Popularität des Mediums. In der digitalen Bilderflut hat sich jedoch die Einzigartigkeit des Polaroids in ihrem Charakter zu einem Gegenentwurf gewandelt: Mit der Aufnahme eines einmaligen Moments oder eines sozialen Ereignisses hält man ein analoges Unikat in der Hand und wartet mit Spannung und Vorfreude darauf, dass das Bild wie von Zauberhand langsam erscheint.

 

 

 Andy Warhol, Andy Sneezing, 1978, Polaroid SX-70,
© The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Courtesy OstLicht Collection Vienna

 

Polaroid selbst arbeitet von seiner Gründung an eng mit Fotografen und Künstlern zusammen. Zu den frühesten Beratern von Edwin H. Land, Erfinder und Mitbegründer der Polaroid Corporation, gehört Ansel Adams, Übervater der amerikanischen Landschaftsfotografie. In der Selbstdarstellung und im Marketing kooperiert man mit bekannten Künstlern, obwohl das Hauptgeschäft der Amateurmarkt ist. In seinem Artist Support Program stellt das Unternehmen der Kunst- und Fotoszene Filmmaterial und Kameras zur Verfügung. Die 1977 gebaute Großbild-Polaroid-Kamera wird ausschließlich für das Artist Support Program entwickelt. Im Gegenzug erhält die Firma nicht nur Feedback zu ihren Produkten, sondern auch ausgewählte Werke für die Unternehmenssammlung. Für Künstler bieten die Erfindungen aus dem Hause Land eine Spielwiese, die sie auf ihre je eigene Art und Weise nutzen und damit der Fotografie neue Impulse verleihen. Durch die sofortige Verfügbarkeit des Bildes werden neue Ausdrucksformen wie Übermalungen, Bearbeitungen der Oberfläche und das prozessuale Arbeiten angeregt. Zahlreiche Künstler – allen voran Andy Warhol – nutzen das Medium in den 1980er Jahren intensiv und verschaffen dem Polaroid seinen Platz in der Sphäre der Kunst.

 

Nobuyoshi Araki, Lady Gaga, 2009, Polaroid SX-70,
© Nobuyoshi Araki, Courtesy OstLicht Collection, Vienna

 

Dieser Austausch zwischen der Kunst und dem Unternehmen bildet die Grundlage der spektakulären Polaroid Collection, die seit den 1960er Jahren in der Konzernzentrale in Cambrigde in den USA aufgebaut wird. Erstmals nach ihrer Auflösung 2009 vereint The Polaroid Project in einer Ausstellung diesen amerikanischen mit dem europäischen Teil der Sammlung, der ursprünglich in Amsterdam angesiedelten International Polaroid Collection. Mit zusätzlichen Leihgaben von Künstlern und deren Nachlassverwaltern sowie mit Objekten aus dem MIT Museum in Cambridge zeigt die Ausstellung auf ihrer internationalen Tournee das Phänomen Polaroid erstmals in seiner gesamten Breite. Der Blick auf die Technik der Sofortbildfotografie demonstriert dabei, dass die Kreativität des Unternehmensgründers Land und seines Teams von Wissenschaftlern und Ingenieuren derjenigen der Kunstschaffenden in nichts nachstand.

 

Mit Polaroids von Ansel Adams, Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, Anna und Bernhard Blume, Guy Bourdin, Ellen Carey, Chuck Close, Barbara Crane, Philip-Lorca diCorcia, Harold Edgerton, Walker Evans, Gisèle Freund, Toto Frima, Luigi Ghirri, Hans Hansen, David Hockney, Dennis Hopper, Barbara Kasten, André Kertesz, Ulrich Mack, Robert Mapplethorpe, Robert Rauschenberg, Toshio Shibata, Andy Warhol, William Wegman u.v.m.

 

Die Ausstellung The Polaroid Project wurde von der Foundation for the Exhibition of Photography Minneapolis/New York/Paris/Lausanne, dem MIT Museum Cambridge (Massachusetts) und WestLicht. Schauplatz für Fotografie (Wien) in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg entwickelt. Kuratoren der Ausstellung sind Deborah G. Douglas, William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Rebekka Reuter und Gary Van Zante.

 

Nach den Stationen in Wien (WestLicht. Schauplatz für Fotografie: 17. November 2017 bis 25. Februar 2018) und Hamburg (16. März bis 17. Juni 2018) geht die Schau nach Berlin (C/O Berlin: 7. Juli bis 23. September 2018), Singapur (National Museum of Singapore: 1. November 2018 bis 17. Februar 2019) und Montreal (Musée McCord: 14. Juni bis 15. September 2019), bevor sie abschließend im MIT Museum in Cambridge, Massachusetts (Ende 2019) gezeigt wird.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit dem Titel Das Polaroid Projekt. Die Eroberung durch die Kunst im Hirmer Verlag, mit Beiträgen von William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Deborah G. Douglas, Gary Van Zante, Rebekka Reuter, Christopher Bonanos, Todd Brandow, Peter Buse, Dennis Jelonnek und John Rohrbach, Museumsausgabe 39,90 Euro, Buchhandelsausgabe 49,90 Euro.

 

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

14.03.2018 - 17.05.2018
Fotoausstellung Hamburg . Zwei Bildserien der Fotografin Ina Schoenenburg stellt die Freelens Galerie vor: "Schnmale Pfade", die in der Freelens Galerie erstmals präsentiert wird und "Blickwechsel", die sich um ihre Fame und sie selbst dreht. 5. April bis 17. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Ina Schoenenburg. Schmale Pfade | Blickwechsel
Fotoausstellung Hamburg . Zwei Bildserien der Fotografin Ina Schoenenburg stellt die Freelens Galerie vor: "Schnmale Pfade", die in der Freelens Galerie erstmals präsentiert wird und "Blickwechsel", die sich um ihre Fame und sie selbst dreht. 5. April bis 17. Mai 2018






Wild wirkt die Landschaft Brandenburgs in den Fotos von Ina Schoenenburg, dort, wo Deutschland und Polen aneinanderstoßen. Immer wieder taucht die Fotografin tief in diesen Landstrich ein und bringt von ihren Ausflügen bildgewaltige Szenen mit, die voller Brüche sind und gleichzeitig faszinieren und irritieren. Wirken die Landschaften ungezähmt, so sind die Menschen, denen sie begegnet, eigenartig traumverloren. An einem Fluss sitzt ein einsamer Angler. Kinder posieren als Gespenster inmitten einer blühenden Wiese. Eine Frau blickt ungerührt in die Ferne, während Rehe durch ihren riesigen Garten huschen. Der Mensch in der Landschaft stellt ein romantisches Urmotiv dar, das die Fotografin geschickt für ihre Erzählung nutzt. Eine andere Eigenschaft ihrer Bilder ist, dass diese jegliche Gewissheiten vermeiden wollen. Einmal ragt in der Ferne, eingeklemmt zwischen zwei Gebäuden der Kopf eines steinzeitlichen Mammuts hervor. Das Urtier scheint einfach vergessen worden zu sein, um heute an eine in der Eiszeit geschaffene Landschaft zu erinnern, an die Rückstände von Gletschern, die die Natur vor Ort bis jetzt prägen.

 



Die aus Berlin stammende Fotografin, die oft hierher kommt, weil sie diese Landschaft liebt und weil ihre Eltern hier wohnen, beweist einen emphatischen Blick. So bleibt ihr auch die Härte, die die Idylle birgt, nicht verborgen. Man sieht Sturmschäden, abgesackte Erde, kleine Versehrtheiten der Landschaften, aber auch eine Einsamkeit und Melancholie, die sich in den Begegnungen mit den Porträtierten ablesen lässt. Brandenburg ist dünn besiedelt, in manchen Landstrichen leben nur 25 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Der nächste Nachbar wohnt oft weit weg und es gibt genug Platz, um Eigenheiten zu kultivieren.

In »Blickwechsel«, einer zweiten Serie, nimmt die Fotografin ihre eigene Familie in den Fokus – und sich selbst. Sie untersucht die Beziehung zu ihren Eltern und das Aufwachsen ihrer Tochter. Intimität und Vertrauen im Umgang miteinander sind ebenso sichtbar wie Verstimmung und Erschöpfung. Ina Schoenenburg zeigt ihre Familie seit sieben Jahren, so wie sie diese sieht. Ein liebevoller Blick, der auch die Schwächen einschließt. Die Eltern scheinen nie zu posieren, die Mutter zeigt sich in ihren Gefühlen erstaunlich offen. Ina Schoenenburgs Gespür für das besondere Licht und feine Stimmungen macht die Introspektion zu einem besonderen Erlebnis.

Ina Schoenenburg, 1979 in Ost-Berlin geboren, hat von 2009 bis 2012 Fotografie an der Ostkreuzschule studiert. Seit 2016 ist sie Mitglied der Fotografenagentur Ostkreuz. Ihre Arbeiten erscheinen in zahlreichen Magazinen wie Zeit Magazin, Geo oder Stern. Für ihr Langzeitprojekt »Blickwechsel« erhielt die Fotografin mehrere Auszeichnungen, darunter 2017 den Otto-Steinert-Preis der DGPh und den Vonovia Award. Ina Schoenenburgs Arbeiten sind in Frankreich, Italien, Luxemburg und der Schweiz ausgestellt worden.

Freelens Galerie, Alter Steinweg 15, Hamburg

11.03.2018 - 26.04.2018
Fotoausstellung Köln . Mit großer Intensität setzt sich der Schweizer Fotograf und Filmschaffende Beat Presser mit seinen Themen auseinander, die ihn rund um die Welt geführt haben. Die Ausstellun "Beat Presser - Einmal um die Welt" läuft in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung vom 11. März bis 26. April 2018.
...Klick zum Weiterlesen
Beat Presser – Einmal um die Welt
Fotoausstellung Köln . Mit großer Intensität setzt sich der Schweizer Fotograf und Filmschaffende Beat Presser mit seinen Themen auseinander, die ihn rund um die Welt geführt haben. Die Ausstellun "Beat Presser - Einmal um die Welt" läuft in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung vom 11. März bis 26. April 2018.

 

 

Reist man mit der Pilatusbahn durch das Schweizer Hochgebirge, überwindet man auf 4,6 km eine Höhendifferenz von 1635 m. Beat Presser zeigt die schwindelerregende Schmalspurstrecke aus der Zahnradbahn, die auf einen kleinen Tunnel zusteuert. Die Geschwindigkeit wird durch eine Unschärfe am unteren Bildrand sichtbar. Anstieg, Strecke und Geschwindigkeit – all das steht sinnbildlich auch für Beat Pressers Werk. I

Vom Schweizer Hochgebirge in buddhistische Klöster nach Burma, Korea und Ladakh führt die Reise weiter zu den Moais auf die Osterinsel, nach Ägypten, Madagaskar, auf traditionelle Segelschiffe, den Dhaus im Indischen Ozean und schließlich zu Filmsets den Fitzcarraldo, Cobra Verde und Invincible von Werner Herzog nach Peru, Brasilien, Ghana und ins Baltikum. Daneben sind Arbeiten aus seinem Frühwerk zu sehen. Ein Affenbrotbaum, ein buddhistischer Mönch mit seinen Aufzeichnungen, eine im Wasser schwebende Frau – die Bilder Beat Pressers gewähren einen intensiven Einblick in perfekte Szenerien, die geradezu als Sinnbilder ihrer Entstehungsorte gelten könnten. Landschaften wechseln sich ab mit Portraits, Schwarzweiß-Fotografien mit farbigen, stille Bilder – wie den aus dem Fenster blickenden Mönch – mit lauten – wie dem Fische tragenden Frau, deren Umgebung das Möwengeschrei am Hafen erahnen lässt.

 

 

Jedes Bild für sich erzählt eine Geschichte, die für ein oder mehrere Bücher reichen würde. er die Gelegenheit hat, im Archiv von Beat Presser, das über 400 000 Negative fasst, einen Augenschein zu nehmen, ist beeindruckt, mit welcher Intensität sich der Schweizer Fotograf und Filmschaffende mit seinen selbst gewählten Themen auseinandersetzt, mit welcher Akribie er seine Arbeiten vorbereitet, realisiert und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Wer ihn fragt, was er fotografiere, bekommt zur Antwort, er sei ein moderner Geschichtenerzähler, unterwegs in der Welt mit seiner Leica und/oder Hasselblad und einem Notizbuch.

Beat Presser hat eine klassische Ausbildung zum Fotografen genossen. Die Entscheidung Fotograf zu werden, stand früh fest. Mit 20 beginnt er in Basel, später in Paris und New York eine klassische Ausbildung zum Fotografen und Kameramann. 1976 - 1978 publiziert er zusammen mit Rolf Paltzer die Fotozeitschriften Palm Beach News und The Village Cry, Anfang 1981 beginnt die Zusammenarbeit mit Werner Herzog und Klaus Kinski für Fitzcarraldo in Südamerika. Über die Jahre hat sich Beat Presser mit vielen fotografischen und filmischen Aufgaben auseinandergesetzt: von der experimentellen Fotografie zur Architektur, der Mode zum Portrait, der Werbung zur Landschaftsfotografie, von der Standfotografie zur weltweiten Lehrtätigkeit für Fotografie und Film an Filmhochschulen und Universitäten. Er publiziert Bücher und präsentierte und präsentiert seine Fotografien in Hunderten von Einzelausstellungen auf allen fünf Kontinenten.

Kunsträume Michael Horbach Stiftung, Wormser Straße 23, Köln

11.03.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Ulm . Es gibt sicher wenige Fotografen deren Bilder so einen Spass machen wie die von Martin Parr. Das Stadthaus in Ulm zeigt die Ausstellung „Souvenir – A Photographic Journey“ des Dokumentarfotografen, die sicher ein reines Vergnügen ist. Zu Beginn seines 25. Programmjahrs startet das Stadthaus mit einer Retrospektive des britischen Fotografen. 11. März bis 27. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Martin Parr: Souvenir – A Photographic Journey
Fotoausstellung Ulm . Es gibt sicher wenige Fotografen deren Bilder so einen Spass machen wie die von Martin Parr. Das Stadthaus in Ulm zeigt die Ausstellung „Souvenir – A Photographic Journey“ des Dokumentarfotografen, die sicher ein reines Vergnügen ist. Zu Beginn seines 25. Programmjahrs startet das Stadthaus mit einer Retrospektive des britischen Fotografen. 11. März bis 27. Mai 2018


Sedlescombe, England, 1995-1999
Aus der Serie "Think of England" 1996-2003
© Martin Parr / Magnum Photos


Die satten, schrill-bunten Farben seiner Bilder, ihr gnadenloser Realismus, ihre schräg-skurrile Weltsicht haben Martin Parr  berühmt gemacht. Seine liebsten Motive sind gesellschaft¬liche Realitäten und ihre Auswüchse. Keiner entlarvt die Eigenarten und Ticks der verschiedenen Nationalitäten so gemein wie der Brite: dicke Deutsche, facegeliftete Amerikanerinnen, sonnenverbrannte Briten. Ein Klischee wird bei Parr zur neuen Sicht auf die Wirklichkeit. Parr provoziert, indem er die alltäglichen Banalitäten und Klischees unserer Welt in den Mittelpunkt rückt. Fast liebevoll legt er dabei den Fokus auf ungeschönte Momente, auf das Hässliche, auf Dinge, die andere als Bildmotiv lieber vermeiden oder retuschieren. Parr provoziert, indem er die alltäglichen Banalitäten und Klischees unserer Welt in den Mittelpunkt rückt. Dass Parr außerhalb Großbritanniens bekannter ist als in seiner Heimat, sieht er als normal an: „Ich glaube, das das auch damit zu tun hat, dass in anderen Ländern eine gewisse Schadnfreude darüber herrscht, wie England auf meinen Bildern zu sehen ist.“

 

Knokke, Belgien, 2000
Aus der Serie "Knokke le Zoute"
© Martin Parr / Magnum Photos

 

Scarborough, England,1999
Aus der Serie "Think of England" 1996-2003
© Martin Parr / Magnum Photos


Die fotografische Karriere des 1952 in Epsom, Surrey, GB, geborenen Martin Parr nahm schon früh ihren Anfang. „Für Fotografie interessierte ich mich zum ersten Mal, als ich Teenager war und meinen Großvater in der Nähe von Bradford besuchte, der ein begeistertet Amateurfotograf war. Er lieh mir eine Kamera und wir gingen zusammen auf Knipstour. Bei der Heimkehr entwickelten wir die Filme und machten Abzüge, und seit der Zeit wollte ich immer Fotograf werden“, berichtet Martin Parr von der Initialzündung seiner Fotografie.

 

New Brighton, England, 1983-85.
Aus der Serie "The last Resort"
© Martin Parr / Magnum Photos



Von 1970 bis 1973 studierte Martin Parr Fotografie am Manchester Polytechnic und hat seitdem an zahlreichen Fotoprojekten gearbeitet. Seine innovative Bildsprache, sein ironischer Umgang mit sozialdokumentarischer Fotografie und sein Beitrag zur Fotokultur sowohl in Großbritannien als auch im Ausland verschafften ihm ein internationales Renommee.
Martin Parr veröffentlichte über 80 Bücher, realisierte weit über 100 Ausstellungen rund um die Welt.

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 2, Ulm


08.03.2018 - 18.05.2018
Fotoausstellung München . Die ins­ge­samt 19 Fine ­Art Prints umfas­sende Aus­stel­lung in den Räu­men von Widen­mayer Rechts­an­wälte stellt Bilder aus verschiedenen Serien der Mün­chner Foto­künst­le­rin Sonja Her­pich vor.
...Klick zum Weiterlesen
Sonja Her­pich // stran­ger things
Fotoausstellung München . Die ins­ge­samt 19 Fine ­Art Prints umfas­sende Aus­stel­lung in den Räu­men von Widen­mayer Rechts­an­wälte stellt Bilder aus verschiedenen Serien der Mün­chner Foto­künst­le­rin Sonja Her­pich vor.

 nachts ist es kälter als draußen - tor (2012)


Die Ein­zel­aus­stel­lung der Münch­ner Foto­gra­fin Sonja Her­pich (* 1979) prä­sen­tiert einen Quer­schnitt ihrer Serien „hide and seek“, „future_ present_past“ und „nachts ist es käl­ter als draus­sen”, die, an unter­schied­lichs­ten Schau­plät­zen ent­stan­den, leit­mo­ti­visch eine gewisse Situa­ti­ons­ko­mik und skur­rile Moment­auf­nah­men des All­täg­li­chen beinhal­ten.

 

 das leben - an der nordsee 2 (2011)

 

 

 

future_present_past // hi (2012)

 


Mit ihrer jüngs­ten, umfang­rei­chen Arbeit „hide and seek“, die Her­pich im Zuge meh­re­rer Auf­ent­halte in Kali­for­nien foto­gra­fiert hat, por­trä­tiert sie nicht die glit­zern­den Mega­ci­ties und tou­ris­ti­schen High­lights, son­dern wid­met sich eher ver­steck­ten Plät­zen vol­ler Inti­mi­tät und lässt sich ebenso auf unbe­merkte Situa­tio­nen ein. In die­sem fort­lau­fen­den Pro­jekt, aus dem die hier gezeig­ten Bil­der nur einen klei­nen Aus­schnitt dar­stel­len, blickt die Foto­gra­fin hin­ter die eigent­li­chen Objekte und erfasst sie kon­se­quen­ter­weise als Rücken­an­sicht, ja oft­mals sind die zen­tra­len Motive erst beim zwei­ten Hin­se­hen zu erken­nen. Dabei legt Her­pich ver­steckte Schön­heit frei und ver­an­lasst den Betrach­ter zu einer auf­merk­sa­men Erkun­dung des Dar­ge­stell­ten, die ihn mit inter­es­san­ten, unge­wöhn­li­chen Ansich­ten des nur schein­bar Bana­len belohnt.

 

 flamethrower (2017)


Gebo­ren und auf­ge­wach­sen in einer baye­ri­schen Klein­stadt, zog es die Foto­gra­fin mit 18 Jah­ren nach Mün­chen. Dort begann sie eine Foto­gra­fen­aus­bil­dung und arbei­tete als Fotoas­sis­ten­tin. Im Laufe der Jahre fes­tigte sich ihre auf­ge­räumte und linear struk­tu­rierte Bild­spra­che. Die Neben­säch­lich­keit und Lan­ge­weile, meist gepaart mit sub­ti­ler Iro­nie, wird zu ihrer Lei­den­schaft. Diese wird 2012 mit einer Aus­zeich­nung bei den Lead Awards hono­riert.
Neben ihren künst­le­ri­schen Pro­jek­ten wid­met sich Sonja Her­pich beruf­lich den Berei­chen rund um die The­men Hei­mat, Nach­hal­tig­keit und ist in der Bio­bran­che tätig. Seit eini­gen Jah­ren ist sie maß­geb­lich für die Bild­spra­che von Bio­land ver­ant­wort­lich und hat 2015 in Zusam­men­ar­beit mit dem Baye­ri­schen Rund­funk ein Buch zu dem Thema „Hei­matrau­schen“ ver­öf­fent­licht. Ein grö­ße­rem Publi­kum wurde Her­pich durch ihr Lang­zeit­pro­jekt „half kit­chen“ bekannt, für das sie sich als Wiesn­be­die­nung täg­lich vor und nach der Arbeit foto­gra­fiert hat.

 

Widen­mayer Rechts­an­wälte, Widen­may­er­straße 34, Mün­chen

 

04.03.2018 - 22.07.2018
Fotoausstellung Wolfsburg . In der Ausstellung „Robert Lebeck. 1968“ Im Kunstmuseum Wolfsburg werden – fünfzig Jahre später – die im mythisierenden Rückblick bislang nicht immer wahrnehmbaren roten Fäden des Jahres zwischen Aufbruch, Protest, Beharren und Scheitern anhand beispielhafter Fotografie-Serien sichtbar, die der deutsche Fotograf, Bildjournalist und Sammler Robert Lebeck in New York, Bogotá, Kassel, Belfast oder Wolfsburg erstellt hat.
...Klick zum Weiterlesen
Robert Lebeck 1968
Fotoausstellung Wolfsburg . In der Ausstellung „Robert Lebeck. 1968“ Im Kunstmuseum Wolfsburg werden – fünfzig Jahre später – die im mythisierenden Rückblick bislang nicht immer wahrnehmbaren roten Fäden des Jahres zwischen Aufbruch, Protest, Beharren und Scheitern anhand beispielhafter Fotografie-Serien sichtbar, die der deutsche Fotograf, Bildjournalist und Sammler Robert Lebeck in New York, Bogotá, Kassel, Belfast oder Wolfsburg erstellt hat.

Robert Lebeck
Schweißer in den Produktionshallen des Volkswagenwerks, Wolfsburg, 21. Juni 1968
© Archiv Robert Lebeck


„Das Jahr der Studentenunruhen fand ohne mich statt“ so resümiert Robert Lebeck (1929–2014) in den „Erinnerungen eines Fotoreporters“ seine Erfahrung des Jahres 1968: „Als in Paris die Barrikaden brannten, arbeitete ich in Florida an einer Serie über zwei ermordete Studentinnen; während Studenten vor dem Springer-Hochhaus demonstrierten, fotografierte ich die Taufe von Hildegard Knefs Kind; und als die Russen in Prag einmarschierten, begleitete ich gerade den Papst nach Bogotá.“

 

Robert Lebeck
Mutter und Tochter auf dem Bootssteg aus der Fotoserie «Die geschiedene  Frau», 5. Juni 1968
© Archiv Robert Lebeck

 

 


Bei genauerer Betrachtung der Kontaktbogen, Fotoabzüge sowie Reportagen von Robert Lebeck, die in eben diesem epochemachenden Jahr für den „Stern“, eine der damals auflagenstärksten Illustrierten Deutschlands, entstanden sind und in dieser Ausstellung erstmals umfassend präsentiert werden, zeigt sich allerdings, wie sehr sich entgegen der Einschätzung des Fotografen die gesellschaftlichen Veränderungen in seinen pointierten Aufnahmen spiegeln.

 

Robert Lebeck
Joseph Patrick, der älteste Sohn des ermordeten Präsidentschaftskandidaten,
an der Spitze der Sargträger bei der Beerdigung von Robert F. Kennedy auf dem Nationalfriedhof von Arlington,
8. Juni 1968

© Archiv Robert Lebeck

 

Robert Lebeck
Demonstranten während der Eröffnungsrede der 4. documenta,  Kassel,
27. Juni 1968
© Archiv Robert Lebeck

 


Viele der im Kunstmuseum vorgestellten Motive sind – das macht den besonderen Reiz der Ausstellung aus – nie gedruckt worden und der Öffentlichkeit bislang komplett unbekannt. Ob „Geschiedene Frauen“, Rudi Dutschke in Prag, Robert F. Kennedys Beerdigung oder Joseph Beuys auf der documenta: Stets trifft in Robert Lebecks Arbeiten verdichtete Zeitgeschichte auf starke Bildreportage sowie Fotokunst.

Die Schau beginnt suggestiv mit einem raumhohen All-Over der Fotografie Robert Lebecks und Originaltondokumenten von 1968. Nach einem Saal zu „1968“, der die unterschiedlichsten Aktionsfelder des Fotojournalisten in diesem Jahr sichtbar macht, folgen dann die zentralen acht Ausstellungskapitel und Fotoreportagen in chronologischer Reihenfolge vom Prager Frühling bis zum nordirischen Winter. Medienstationen und Großprojektionen bilden die zeitgeschichtliche Folie, auf der die Bedeutsamkeit der Fotoreportagen Robert Lebecks umso deutlicher wird. Original-Kontaktbogen und „Stern“-Hefte geben den Besuchern zudem vertieften Einblick in die fotografische Arbeit Lebecks und die bildredaktionelle Praxis jener Jahre.

 

Robert Lebeck
Richard Nixon während des Vorwahlkampfes zur Wahl des 46. Präsidenten der USA,
Manchester, New Hampshire, 16. Februar 1968

© Archiv Robert Lebeck

 

Robert Lebeck
Zeitungslesende als sichtbares  Zeichen der neuen Pressefreiheit, Prag, 17. April 1968
© Archiv Robert Lebeck

 


Die Ausstellung „Robert Lebeck. 1968“ findet in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) der Stadt Wolfsburg statt und wird gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg.

Der Katalog
Das Buch zur Ausstellung, herausgegeben von Ralf Beil und Alexander Kraus, gestaltet von Cordula Lebeck, erscheint im Steidl Verlag, Göttingen, und vereint Essays zur Zeitgeschichte, Bildreportage und Fotokunst von Ralf Beil, Michael Glasmeier, Fabian Köster, Alexander Kraus, Aleksandar Nedelkovski, Stefanie Pilzweger-Steiner, Stephan Ruderer, Annette Vowinckel, Martina Winkler und Ulf Erdmann Ziegler, eine umfangreiche Auswahl bislang unveröffentlichter Fotografien und Kontaktbogen sowie die wichtigsten Reportagen des Jahres 1968. Hardcover, 320 Seiten, 226 Abbildungen, 22,5 x 30 cm, deutsche und englische Ausgabe, 48 € im Museumshop, 58 € im Buchhandel.

 

Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerpl. 1, Wolfsburg










02.03.2018 - 08.07.2018
Fotoausstellung Köln . Die Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentiert die Ausstellung „Witterungen – Photographische Aufzeichnungen zwischen Landschaft und Lebenswelt von Laurenz Berges, Michael Collins und Paola De Pietri“. Zeitgleich läuft die Ausstellung „Blick in die Sammlung: Landschaft – Transformation – Bildraum“.
...Klick zum Weiterlesen
Witterungen – Photographische Aufzeichnungen
Fotoausstellung Köln . Die Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentiert die Ausstellung „Witterungen – Photographische Aufzeichnungen zwischen Landschaft und Lebenswelt von Laurenz Berges, Michael Collins und Paola De Pietri“. Zeitgleich läuft die Ausstellung „Blick in die Sammlung: Landschaft – Transformation – Bildraum“.



Paola De Pietri: No title (01), aus der Serie „Questa Pianura“, 2014
© Paola De Pietri




Das Projekt „Witterungen“  in Raum 1 stellt drei Positionen aus drei verschiedenen Ländern vor: Laurenz Berges (*1966) aus Düsseldorf, Michael Collins (*1961) aus London und Paola De Pietri (*1960) aus Reggio Emilia, Italien. Mit ihren Photographien fokussieren sie auf landschaftliche und bauliche Phänomene, die sie überwiegend in der näheren Umgebung ihrer Ateliers bzw. Wohnorte entdeckt haben und insofern einer langfristigen Betrachtung unterziehen können. Alle drei bemerken in aller Achtsamkeit den minutiös verlaufenden Wandel ihrer Umwelt und nutzen ihre Großbildkameras und die damit erreichbare hohe Abbildungsqualität zur Dokumentation der faktischen und atmosphärischen Gegebenheiten.

 

Laurenz Berges: Schulstraße, 2013
© Laurenz Berges, VG Bild-Kunst, Bonn, 2017


Der Begriff „Witterung“ findet in den Photographien der drei Künstler vielschichtige Analogien. Er kann sich auf das Wetter beziehen, aber auch eine Form von Intuition und Zersetzung, der Auflösung und Transformation finden Veranschaulichung. Vorgestellt werden dokumentarische, vor allem aber kontemplative Photographien, die sich vorschnellen Antworten verweigern, das Metier an seine Grenzen führen und die visuelle Neugierde herausfordern.
Das Motivspektrum von Laurenz Berges bezieht sich auf Konstellationen urbaner Landschaft, auf Bauten, Konstruktionen und Räume, die über Jahrzehnte genutzt, ge- und verbraucht, oft auch verlassen von der Geschichte alltäglicher Geschehnisse berichten. Das Ruhrgebiet ist ein bevorzugtes Arbeitsterrain. Dort findet er etwa schlicht gebaute Reihenhäuser der Nachkriegszeit; entdeckt einen Fassadenvorsprung eines Gründerzeithauses, der eine skurrile, scheinbar zwecklose, hölzerne Umrahmung aufweist; drei an einer unzählige Abnutzungspuren aufweisenden Wand angeordnete Klingeln, deren Namenschilder nur noch verschwommen lesbar sind; eine Platane, die vor langer Zeit gepflanzt, ihr Wurzelwerk unter den Gehweg geschoben hat, sodass einige Steinplatten bereits abgehoben sind. Doch niemand scheint diesen Weg mehr entlang zu gehen, die Straßenzüge, die Berges photographiert, wirken verwaist ohne ein Anzeichen zukünftiger Modernisierung.

 

Michael Collins: Hoo Flats diptych,  2016 (right),
© Michael Collins


Von Michael Collins wird eine Auswahl aus drei unterschiedlichen Werkbereichen vorgestellt. Das Diptychon „Hoo Flats“ zeigt landschaftliche Ansichten im Mündungsgebiet der Flüsse Themse und Medway östlich von London und bildet den Höhepunkt von Collins sieben Jahre währender Arbeit in diesem Gebiet. Im Park Hampstead Heath in London hat der Künstler den imposanten Baum vorgefunden und aus drei verschiedenen Blickpunkten abgelichtet. Mit den drei im industriellen Bereich entstandenen Aufnahmen nähert sich der Photograph dem darstellerischen Bereich des Skulpturalen an. Auch sind die Bilder historische Zeugnisse getaner Arbeit und situativer Atmosphären. Collins reflektiert in seinem Oeuvre das Medium der Photographie in seinen metaphysischen Qualitäten, er sieht die Photographie in Korrespondenz anderer künstlerischer Medien wie der Malerei.
Die von Paola De Pietri zwischen 2014 und 2017 photographierten Ruinen verfallener ehemaliger Bauernhöfe und Bäume befinden sich in der norditalienischen Ebene des Flusses Po, in den Regionen Emilia Romagna, Lombardei und Veneto. Paola De Pietris fein ausgearbeitete Schwarz-Weiß-Aufnahmen kennzeichnet eine diskret stringente Ästhetik. Die Motive sind als für die Gegend typische Solitäre zentral ins Bild gesetzt. Durch einen verhältnismäßig tief heruntergezogenen Horizont veranschaulicht sich der weitläufige Charakter der fruchtbaren Ebene mit ihren Feldern und Fluchten. Das dunstige Aufnahmewetter, die blattlosen Bäume dokumentieren eine kältere und weniger bunte Jahreszeit, die sich De Pietri für ihre Arbeit zunutze macht, um eine optische Betonung der modellhaft erscheinenden Motive zu bewirken. Die Konturen der entfernteren Gegenstände lösen sich auf und gehen in einem hell nebeligen Fond auf.
Die drei Positionen begegnen sich in der Ausstellung zum ersten Mal. Sie eint ihr Gespür und der genaue Blick für zeitbedingte sowie zeitlose Wirklichkeiten, für Fakten und allmähliche Transformationen ebenso wie ihre Sensibilität für die spezifisch feine Ästhetik, die daraus erwächst.
Zur Ausstellung erscheint zu jeder Position ein Leporello (Texte dt./engl.). Zusammengefasst in einem Schuber, sind die Leporellos als künstlerische Publikationen mit sammlerischem Wert angelegt. (Snoeck Verlag, Köln, Gestaltung: Claudia Ott, Düsseldorf)

zeitgleich in Raum 2:
Blick in die Sammlung: Landschaft – Transformation – Bildraum


Mit dieser die Hauptausstellung begleitenden Präsentation stellt Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur historische und zeitgenössische Werke vor, die die künstlerischen Fragestellungen an die Thematik nochmals mehr vertiefen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei ausgewählte Arbeiten, die 2017 als Dauerleihgaben aus dem Eigentum der Stiftung Kunst im Landesbesitz, NRW, vertreten durch die Kunstsammlung NRW, der Photographischen Sammlung übertragen wurden. Diese Werke von Boris Becker, Elger Esser und Candida Höfer werden nun in einer Gruppenausstellung mit Positionen aus den eigenen Beständen von Lawrence Beck, Lee Friedlander und Pierre Bonnard und Albert Renger-Patzsch thematisch und formal in Beziehung gesetzt.
Hinzu treten Arbeiten von Albert Renger-Patzsch, Burkhard Jüttner und Klaus Rinke aus dem LVR-LandesMuseum Bonn, die sich konzeptuell einbinden. Ausgelotet werden auch darin landschaftliche Darstellungsoptionen, die den Zugriff des Menschen auf die Natur zur Anschauung bringt ebenso wie die Relation von Sujet und konzeptueller Umsetzung.

Raum 3:
Blick in die Sammlung: Paul Dobe, Photographische Naturstudien und Formfindung

 

Paul Dobe: Erle, 29.7.1916
© Nachlass Paul Dobe

Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur Köln/Dauerleihgabe Privatsammlung



Von Paul Dobe (1880–1965) befindet sich ein umfangreicher Bestand an Abzügen, Negativen, Dias, graphischen Motiven und weiteren Dokumenten in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Dobe, ausgebildeter Zeichner, konzentrierte sich in seinem Werk auf das Studium der Natur. Blumen und Pflanzenstrukturen galt seine Aufmerksamkeit. Möglicherweise ist er 1905 während seines Studiums an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums Karl Blossfeldt begegnet, der dort zu dieser Zeit als Lehrer für „Pflanzenmodellieren“ tätig war.
Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen Paul Dobes zeigen Blumen und Bäume ebenso wie photographische Reproduktionen seiner Zeichnungen. Aufgenommen mit großer Präzision, sind die Bilder sorgfältig montiert und beschriftet: Mit quasi wissenschaftlichen Anspruch und vor botanischem Hintergrund suchte Dobe nach Konstruktionsprinzipien, nach einem der Natur zugrunde liegenden Formgesetz. Mit vergleichbarem Impetus hat sich Dobe der photographischen Darstellung von unterschiedlichen Wolkenformationen gewidmet, die ebenfalls zu sehen sind. Überraschend wirken dazu photographische Blätter, die der Idee der aus der Natur gewonnenen Ordnungsprinzipien in abstrakter Weise folgen und schließlich auf die Neuschöpfung reiner Formen verdichten.

Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, Köln

 

23.02.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Hamburg . Hans Hansen ist bekannt für seine hervorragende Fotografie von Objekten, die sich weit von der Menge an Werbebilder abhebt. Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg stellt den Fotografen innerhalb seiner Ausstellungsreihe „Fotografie neu ordnen“ vor.
...Klick zum Weiterlesen
Hans Hansen. Fotografie neu ordnen: Dinge
Fotoausstellung Hamburg . Hans Hansen ist bekannt für seine hervorragende Fotografie von Objekten, die sich weit von der Menge an Werbebilder abhebt. Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg stellt den Fotografen innerhalb seiner Ausstellungsreihe „Fotografie neu ordnen“ vor.

 

 

 

Insgesamt zeigt die Ausstellung Fotografie neu ordnen: Dinge rund 100 Exponate aus dem Werk Hansens und aus der Sammlung Fotografie des MKG. Einem Bild von Hans Hansen kann man im Editorial eines Magazins begegnen, aber ebenso an der Wand eines Museums. Die Unterscheidung zwischen angewandter Fotografie und freier künstlerischer Arbeit, die den Betrachtern vermeintlich Orientierung verschaffen soll, ist für diesen Fotografen unwichtig. Was für ihn zählt, ist ein gutes Bild. Aber was macht ein solches Bild aus, wie fotografiert Hans Hansen Lebensmittel, wie ein Automobil von Daimler-Benz und wie die Stühle des Designunternehmens Vitra? Die Ausstellung will die Besonderheit seiner Vorgehensweise deutlich machen. Hansen reduziert den Gegenstand auf das Wesentliche, er strukturiert die Form, die Farbe, das Material. Er ordnet die Objekte und kommt so zu einem Minimalismus und einer Perfektion, die seine Fotografien aus der Masse der Motive herausheben, die uns in der Produktwerbung ständig begegnen. Hansens reduzierter Blick hat das Auftreten von Firmen wie Lufthansa oder Vitra geprägt. Die Betrachter lässt er mit neuer Klarheit auf die alltägliche Dingwelt schauen.

 

 

 Hans Hansen wird 1940 in Bielefeld geboren. Er absolviert eine Ausbildung zum Lithografen bei der Druckerei Thomas & Kurzberg und studiert anschließend Angewandte Grafik bei Walter Breker an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Seine Tätigkeit als Fotograf beginnt Hansen 1962 als Autodidakt. Im Auftrag von Tapio Wirkkala entstehen erste Studien von Glasobjekten. Zwischen 1963 und 1967 fotografiert Hansen weltweit Werbekampagnen für Lufthansa. Ab 1968 folgen Aufträge von VW, später auch von anderen Automobilherstellern in Deutschland, Frankreich, Italien und den USA. Nach der Gründung seines ersten Ateliers 1970 in Hamburg konzentriert sich Hansen verstärkt auf die Sachfotografie. Parallel realisiert er redaktionelle Beiträge und ab 1980 verstärkt auch freie, künstlerische Projekte.

Künstlergespräch
So. 25. März 2018, 15 Uhr, mit Hans Hansen und der Kuratorin Dr. Esther Ruelfs

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz,  Hamburg

 

22.02.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Bonn . Das Kunstmuseum Bonn zeigt aus einer Zusammenstellung von acht Werkgruppen Bilder von Heidi Specker, deren Fotografie auch immer die Reflexion über Fotografie beinhaltet, so wie die Ausstellung auch die Reflexion über das Ausstellen von Fotografie sichtbar machen.
...Klick zum Weiterlesen
Heidi Specker - Fotografin
Fotoausstellung Bonn . Das Kunstmuseum Bonn zeigt aus einer Zusammenstellung von acht Werkgruppen Bilder von Heidi Specker, deren Fotografie auch immer die Reflexion über Fotografie beinhaltet, so wie die Ausstellung auch die Reflexion über das Ausstellen von Fotografie sichtbar machen.

 

 

 

 Heidi Specker, Magie Mountain, Pfütze, 2007, Archival Fine Art Print,85 x 56 cm; UBS Art Collection,
©
Heidi Specker,VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

Bekannt wurde Heidi Specker Mitte der 90er Jahre mit den Speckergruppen (1995/96) und anderen Werkreihen, die Betonbauten in den Mittelpunkt stellten, womit sie sozusagen die Neubewertung dieser Art von Nachkriegsarchitektur vorwegnahm. Zugleich gehörte Specker zu den Pionieren der Digitalfotografie. Beinahe all ihren Werken ist gemeinsam, dass sie einer künstlerisch visuellen Untersuchung historischer Werke und Gegebenheiten dienen, indem sie mit dem Blick der Kamera deren Strukturen erforschen. Dabei sind Heidi Speckers Bilder auch immer eine Reflexion des Mediums, in dem sie arbeitet, und seiner Rezeption.

Aus einer Zusammenstellung von acht Werkgruppen hat die Künstlerin eine dichte Ausstellung entworfen. Die Betrachter sind eingeladen, auf eigenen Wegen den motivischen, formalen oder auch intuitiven Linien in Speckers Werk zu folgen.

 

Heidi Specker, Re-Prise, Kottbusser Tor, 2015, Archival,Fine Art Print, 37 x so cm
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Zülpich;© Heidi Specker,VG Bild-Kunst,Bonn 2018

 

Heidi Specker (* 1962 Damme) lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Projekte wurden in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert, so beispielsweise 2005 im Sprengel Museum (Hannover), 2009 und 2017 im Mies van der Rohe Haus (Berlin), 2012 im Leopold-Hoesch-Museum (Düren), 2015 in der Pinakothek der Moderne (München) und 2016 in der Berlinischen Galerie. Heidi Specker ist Leiterin der Klasse Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Die meisten ihrer Werkgruppen erscheinen auch als Künstlerbuch.

Begleitend zur Ausstellung wird ein umfangreicher von Stephan Müller gestalteter, reich bebildeter Katalog erscheinen, mit Beiträgen von Barbara J. Scheuermann, Christoph Schreier sowie einem Gespräch von Martina Löw und Gerhard Vinken.

 

 

Begleitprogramm:

Sonntag, 25.2.2018, 11 Uhr: Kuratorinnenführung mit Dr. Barbara J. Scheuermann

Mittwoch, 2.5.2018, 19 Uhr: PHOTOGRAPHY TALKS – Zeitgenössische Fotografie im Gespräch, mit Heidi Specker

Sonntag, 27.5.2018, 11 Uhr: Kuratorinnenführung mit Dr. Barbara J. Scheuermann

 

 

 

 

21.02.2018 - 10.05.2018
Fotoausstellung München . Die subtile Handhabung der Linie eint als signifikantes Merkmal die Arbeiten der drei Starfotografen – Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn! Die Ausstellung „The Concept of Lines“ im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung präsentiert von ihnen Werke aus der Sammlung Gundlach.
...Klick zum Weiterlesen
The Concept of Lines
Fotoausstellung München . Die subtile Handhabung der Linie eint als signifikantes Merkmal die Arbeiten der drei Starfotografen – Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn! Die Ausstellung „The Concept of Lines“ im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung präsentiert von ihnen Werke aus der Sammlung Gundlach.

 

Richard Avedon, Nastassja Kinski and the serpent, Los Angeles 1981
© The Richard Avedon Foundation

 

Mit einer Ausstellung hervorragender Fotografien startet das Programm des Kunstfoyers in das Jahr 2018.. Gezeigt werden von Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn Porträts prominenter Persönlichkeiten, u.a. von Miles Davis, Marlene Dietrich, Greta Garbo, Gary Cooper, Nastassja Kinski, Allen Ginsberg, Veruschka, Truman Capote, John Ford, Joe Lewis, Jean Cocteau, Jean Genet, Igor Strawinsky etc., zudem außergewöhnliche Modeinszenierungen, Akte und Körperbilder.

 

 

George Hoyningen-Huene, Bathing Fashion, Paris 1930
© Horst; Estate of Hoyningen-Huene

 

 

 

Irving Penn, Girl in veiled hat (Jean Patchett), New York 1949
© The Irving Penn Foundation

 

Die Ausstellung wird von Dr. Sabine Schnakenberg, Deichtorhallen Hamburg, Sammlungskuratorin Haus der Photographie, für das Kunstfoyer München als exklusive zweite Station kuratiert. Alle ausgestellten Arbeiten stammen aus der berühmten Sammlung F.C. Gundlach, mit deren Stifter das Kunstfoyer bereits Ausstellungen über Martin Munkacsi (2011) sowie Peter Keetman (2017) realisiert hat.

https://www.versicherungskammer-kulturstiftung.de/kunstfoyer/the-concept-of-lines-richard-avedon-george-hoyningen-huene-und-irving-penn/

Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München

16.02.2018 - 19.05.2018
Fotoausstellung Wien . Gilbert Garcin ist nicht nur gleichzeitig Regisseur, Bühnenbauer und Fotograf. In seinem Gartenhäuschen schafft er mit Schere, Klebstoff, fotografischen Selbstportraits und Papier in schwarzen Kartons zauberhafte kleine analoge Werke und Welten, die er wieder abfotografiert, immer schwarzweiss. AnzenbergerGallery stellt sein Werk vor. 16. Februar bis 19. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Gilbert Garcin: Das Leben ist ein Theater
Fotoausstellung Wien . Gilbert Garcin ist nicht nur gleichzeitig Regisseur, Bühnenbauer und Fotograf. In seinem Gartenhäuschen schafft er mit Schere, Klebstoff, fotografischen Selbstportraits und Papier in schwarzen Kartons zauberhafte kleine analoge Werke und Welten, die er wieder abfotografiert, immer schwarzweiss. AnzenbergerGallery stellt sein Werk vor. 16. Februar bis 19. Mai 2018

 

 

 

Als ‚Cousin von Jaques Tati’ und ‚seelischer Verwandter von Rene Magritte’ wird Gilbert Garcin bezeichnet, wenn von seinen Fotografien die Rede ist. Der Könner des surrealistischen Genre beginnt erst spät mit der Fotografie. Nachdem er sein Lampengeschäft schließt, beginnt er sich mit 65 Jahren in seiner Pension mit Kunst und Fotografie auseinanderzusetzen und belegt mehrere Workshops beim Fotofestival Rencontres International de la Photographie in Arles. Danach beginnt er sein zweites Abenteuer mit Licht, das bis heute andauert. In seinen mitunter ironischen Selbstinszenierungen scheint die gesamte Bandbreite der menschlichen Komödie angelegt zu sein. Jede seiner minimalistisch gestalteten Fotografien gleicht einem theatralischen Akt auf der obskuren Bühne des Lebens. Gilbert Garcin wurde 1929 im französischen La Ciotat geboren und lebt in Marseille. Nach seinem Wirtschaftsstudium war er Besitzer einer Fabrik, die Lampen herstellte. Erst nach seinem Rückzug aus dem Geschäftsleben entdeckte er 1993 die Fotografie. Zuerst war er ein begeisterter Hobbyfotograf, der sich mit anderen Enthusiasten in verschiedenen Clubs zusammentat. Dann gewann er einen Fotopreis, der es ihm ermöglichte, Workshops mit den Fotografen Pascal Dolémieux, Michel Séméniako und Arnaud Claass im Rahmen des Festivals Rencontres Internationales de la Photographie in Arles teilzunehmen. Hier lernte er die Photomontage kennen. Er begann mit diesem Potential der Transformation im Ansatz zu experimentieren, und dieser Zugang wurde zu seiner bevorzugten Form seiner Ausdrucksweise sowie zum charakteristischen Merkmal seiner Arbeit. Er fing an, sich selbst in Alltagskleidung als einzelne Figur zu fotografieren; ein bisschen schäbig ausssehend und leicht abwesend schauend, so als ob er in Gedanken versunken wäre. Ein Charakter war geboren (manchmal Mister G. genannt), von Gilbert Garcin gespielt, aber mit surrealen Nebendarstellungen der Mysterien der menschlichen Existenz unterlegt. Ab 1999 kommt auch Gilbert Garcins Frau Monique in seinen Fotografien oft vor. Sie wird zu einer bereitwilligen Mitstreiterin, die Allegorien des Auf und Abs des gemeinsamen Lebens darzustellen. Getrieben vom Wunsch, seine Ansichten über das Leben mit einem größeren Publikum und der Welt zu teilen, hat Gilbert Garcin über die letzten zwanzig Jahre mehrere Bücher veröffentlicht und an unzähligen Ausstellungen teilgenommen. Seine Arbeiten wurden auf der ganzen Welt ausgestellt und sind in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Einige davon sind etwa das Maison Européenne de la Photographie (Paris), Fonds National pour l’Art Contemporain (Paris), Veendam Artotheque (Niederlande), West Collection (Philadelphia), Sammlung Titze (Wien). AnzenbergerGallery, Brotfabrik Wien, Absberggasse 27, Wien

15.02.2018 - 15.05.2018
Fotoausstellung Zingst . Geheimnisvoll ebenso wie dokumentarisch sind die Motive, die man in der Leica Galerie in Zingst an der Ostsee mit Simone Puschmanns personal work bewundern kann. Bilder aus fünf unterschiedlichen Bilderserien werden in der Ausstellung vorgestellt, die in der Zeit von 2015 bis heute entstanden sind. Vom 15. Februar bis 15. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Fotoschau von Simon Puschmann – personal work
Fotoausstellung Zingst . Geheimnisvoll ebenso wie dokumentarisch sind die Motive, die man in der Leica Galerie in Zingst an der Ostsee mit Simone Puschmanns personal work bewundern kann. Bilder aus fünf unterschiedlichen Bilderserien werden in der Ausstellung vorgestellt, die in der Zeit von 2015 bis heute entstanden sind. Vom 15. Februar bis 15. Mai 2018

„personal work“ experimentelle Fotografie ©Simon Puschmann

 

Mit vielen Auszeichnungen bedacht, hat Simon Puschmannschon für prestigeträchtige Kunden wie Mercedes Benz, BMW und Lufthansa gearbeitet. Aber kann man als Arbeit bezeichnen, wenn Jemand mit solcher Leidenschaft einer Tätigkeit nachgeht? Ob aus dem beim Flug über die Anden und California. Im März 2017 verbrachte er vier Tage in Havanna und fotografierte für?die Bilderserie Cuba die Stadt aus dem Taxi heraus.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die kreative Bandbreite des fotografischen Werks von Simone Puschmann. Die Fotografie ist in Puschmanns Alltag omnipräsent, seit neuestem gepaart mit filmischen Elementen.

 

„personal work“ Cuba ©Simon Puschmann

 

Bei der in Cuba entstandenen Bilderserie experimentiert er mit den unterschiedlichen Auswirkungen von Farbe, basierend auf dem Prinzip der Dreifarbentheorie (rot, grün, blau als Grundfarben des menschlichen Sehens). Simon Puschmann nimmt seine Umwelt bewusst wahr, mit offenen Augen geht er durch seine Heimatstädte Los Angeles, Hamburg und Boston, um verwundete Gebäude, die „open wounds“ aufzunehmen. Dieser Zustand des Verfalls ist meist?nur für ein paar Tage sichtbar, danach sind sie für immer Geschichte.

Im Jahr 2017 hat Simon Puschmann seine fotografische Arbeit um die Einbeziehung filmischer Elemente erweitert. „365_2017“ heißt sein fotografisches Tagebuch, welches der Bildschirm in der Ausstellung zeigt. Simon Puschmann kombiniert Fotografie und Filmproduktion – er „schießt“ einen Film und bringt die Qualität seines Schaffens auf eine neue Ebene, brandaktuell am Puls der Zeit.

Simon Puschmann über seine Einstellung zur Fotografie: „Es gibt keinen Zweifel. Ich habe Fotografie gefunden und sie hat mich gefunden. Es ist eine so feste Ehe wie die, die ich mit meiner Frau Susanne habe. Ich mag es, meine Kunden, das Publikum, sogar mich selbst zu überraschen. Die Kunden wissen, dass sie das Unerwartete erwarten können und dass ich mich anstrengen werde. Ich erfinde, liebe, lache, arbeite, lebe und atme Fotografie.“

 

 

 

 

07.02.2018 - 12.05.2018
Fotoausstellung Frankfurt am Main. Ein spannendes Thema hat die DZ Bank Kunstsammlung an den Anfang des Jubiläumsjahres ihres 25-jährigen Bestehens gewählt: Fotografie und Psychologie. Gezeigt werden im Art Foyer 58 Exponate aus Kunst und Wissenschaft, an denen sich vielschichtige, äußere und innere Bilder des Menschen ablesen lassen.
...Klick zum Weiterlesen
Inside Out – Fotografie und Psychologie
Fotoausstellung Frankfurt am Main. Ein spannendes Thema hat die DZ Bank Kunstsammlung an den Anfang des Jubiläumsjahres ihres 25-jährigen Bestehens gewählt: Fotografie und Psychologie. Gezeigt werden im Art Foyer 58 Exponate aus Kunst und Wissenschaft, an denen sich vielschichtige, äußere und innere Bilder des Menschen ablesen lassen.

Roger Ballen

One arm goose, 2004
Shadow Chamber


 

In welcher Weise haben die Ergebnisse psychologischer Forschung die künstlerischen Bildwelten beeinflustt und welche Rolle spielt die Fotografie für die Arbeit von Psychologen? Die Gastkuratoren Steffen Siegel und David Keller haben dazu eine Präsentation mit 58 Exponaten aus Kunst und Wissenschaft zusammengestellt.

Vertreten sind Fotoarbeiten aus der Sammlung von Michael Ackerman, Roger Ballen, Alexandra Baumgartner, Sibylle Bergemann, Sophie Calle, Gregory Crewdson, Altan Eskin, Valie Export, Hans-Peter Feldmann, John Hilliard, Aino Kannisto, Robert Longo, Arnulf Rainer, Walter Schels, Laurie Simmons, Taryn Simon, Annegret Soltau und Peter Weibel.

Die Ausstellung mit dem programmatischen Titel „Inside Out“ betrachtet das Verhältnis von Psychologie und Fotografie, in dem Sichtbares und Unsichtbares, Äußeres und Inneres unmittelbar aufeinander bezogen werden. Kein anderer  Teilbereich der Psychologie hat das Nachdenken  über die Psyche mehr geprägt als die Psychoanalyse. Robert Longo (*1953 in Brooklyn, USA) nähert  sich in seiner mehrteiligen Arbeit „The Freud Cycle“ auf ebenso  intime wie geisterhafte Weise den einstigen Wohn- und Arbeitsräumen Sigmund Freuds.

 

 

John Hilliard

Distorted Vision (A), 1991


 

Freud war von der Psychodynamik des Unheimlichen fasziniert. Im Begriff des Unheimlichen eingeschlossen sind die Worte „Heim“ und „heimlich“, mit denen  sich widersprüchliche Assoziationen verbinden. Das Heim ist das Schutz bietende Haus und zugleich der Ort des Geheimnisvollen und des Verborgenen. Gregory Crewdson (*1962 in Brooklyn, USA) hat betont, dass seine Bilder von Sigmund Freuds Aufsatz „Das Unheimliche“ (1919) beeinflusst sind. Die von ihm mysteriös inszenierten Szenen sind von einer filmischen Ästhetik inspiriert, in denen  das Leuchten zugleich effektvoll und unheimlich ist. Der Betrachter fragt sich, ob in seinen Bildern oder auch jenen von Aino Kannisto  (*1973 in Espoo, Finnland) und Taryn Simon (*1975 in New York) das Heim tatsächlich noch ein Ort des Schutzes ist. Oder lauert die Gefahr vielmehr im Inneren dieser Häuser?

 

Sibylle Bergemann

Hollywood, 1984


 

Auch in den Arbeiten von Sibylle Bergemann (*1941 in Berlin; † 2010 bei Gransee) und dem in Berlin lebenden Michael Ackerman (*1967 in Tel Aviv) scheint sich das Vertraute in Unvertrautes  zu verwandeln. Gerade in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielen die verschiedenen  Ausdrucksformen  des Menschen  – seine Mimik, Gestik, Stimme und Handschrift – für die psychologische Diagnostik eine prominente Rolle. Erwartungen an die Lesbarkeit des Gesichts scheint Arnulf Rainer (*1929 in Baden bei Wien) mit seinen Fotoautomaten-Selbstporträts entgegenzukommen, um sie jedoch sogleich zu durchkreuzen.

 

Arnulf Rainer

Ohne Titel (Automatenportraits), 1969



Auch die Porträts von Alexandra Baumgartner (*1973 in Salzburg) sind psychoanalytisch inspiriert. Ihre Fotocollagen sind drastische Interventionen in die Oberfläche des fotografischen Bildes, bei denen  ein latenter Eindruck von Zwang und Gewalt entsteht.

 

Dobermann, Gans und Schaf präsentieren sich in direktem Blickkontakt auf den großformatigen Tierporträts von Walter Schels (*1936 in Landshut). Sie sind ganz in der klassischen Konvention der Porträts gehalten und schärfen den Begriff von Identität und Individualität. Kleidung ist ein wichtiges Instrument zur Inszenierung des Ich. Hans-Peter  Feldmann (*1941 in Düsseldorf) beschreibt die Individualität einer Frau, indem er auf 70 Aufnahmen ihre Kleidung und Schuhe zeigt.

 

Altan Eskin (*1979 in Hanau) durchsuchte die Fotoalben seiner Familie nach Abbildungen von den Händen seines verstorbenen Vaters. Ausschnitt für Ausschnitt fächern die insgesamt 42 Bilder ein ganzes Leben auf.

 

Die Psychologie fasst Bindungen und Beziehungen  als zentrale Grundbedürfnisse der menschlichen Existenz auf. Dem Wunsch nach stabilen und sicheren Beziehungen  steht zugleich die Sorge vor Kränkung, Zurückweisung und Verletzung entgegen. In der Arbeit der österreichischen Performancekünstlerin und Filmemacherin Valie Export (*1940 in Linz, Österreich) trifft der Wunsch nach Nähe auf die Unverfügbarkeit des Anderen: Ein Bild von einem Arm trifft auf ein Bild von einem Bild von einem Arm.

 

Die Bilder von Annegret Soltau  (*1946 in Lüneburg) evozieren Gefühle von Melancholie und Schwermut  und sind voller psychologischer Implikationen. Die Künstlerin verschwindet über die Bildabfolge hinweg in einem immer dichter werdenden Kokon, bis sie schließlich ganz von einer dunklen Schicht umschlossen  wird.

Die kargen, stets schwarz-weißen Tableaus des in Südafrika lebenden US-Amerikaners Roger Ballen (*1950 in New York) erzählen von einer Welt jenseits bloßer Vernunft. Bewohnt werden  die befremdlich anmutenden Räume von merkwürdigen Gestalten, die mit Enten, Katzen oder Mäusen irritierende Allianzen eingegangen sind. Getragen von Apathie, Schmerz und Gewalt widmen sich die Bilder der Schattenseite der Psyche, ihren Abgründen  und Ausnahmezuständen.

John Hilliard (*1945 in Lancaster, England) betont sowohl die speziellen Aspekte des Mediums Fotografie als auch die relative Wahrnehmung des Betrachters. Die Identität der Figur ist für den Betrachter nicht zu fassen. Zwischen hinten und vorne, innen und außen  öffnet sich ein Spiel von Bezügen.

ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung,, Platz der Republik, Frankfurt am Main.

 

 

 

 

02.02.2018 - 27.04.2018
Fotoausstellung Eschborn . In Kooperation mit der Fotoklasse Liebscher der HfG Offenbach und dem Studiengang Curatorial Studies der Goethe-Universität/Städelschule in Frankfurt zeigt die Deutsche Börse Photography Foundation in der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse, The Cube, die Ausstellung „ The Biography of Thing“. 2. Februar 2018 bis 27. April 2018
...Klick zum Weiterlesen
The Biography of Things“
Fotoausstellung Eschborn . In Kooperation mit der Fotoklasse Liebscher der HfG Offenbach und dem Studiengang Curatorial Studies der Goethe-Universität/Städelschule in Frankfurt zeigt die Deutsche Börse Photography Foundation in der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse, The Cube, die Ausstellung „ The Biography of Thing“. 2. Februar 2018 bis 27. April 2018

Felicitas von Lutzau, ohne Titel, aus der Serie "Amerika", 2017
copyright Felicitas von Lutzau

 

Die Ausstellung geht der Frage nach, wann und wie Dinge durch die Fotografie zu Akteuren werden und neue Realitäten entfalten können. Was können wir über Dinge in der Welt lernen, wenn wir uns die Welt der Dinge ansehen? In unserem Alltag sind wir überall von Objekten umgeben. Sie sind nicht nur ein Teil unserer Umgebung, sondern auch ein Indiz dessen, was wir sind. Sie geben Auskunft darüber, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und selbst wahrgenommen werden wollen. „The Biography of Things“ widmet sich dem Thema, wie sich die Biografie der Dinge verändert, wenn in künstlerischer Auseinandersetzung diese Verhältnisse inszeniert und festgehalten werden. Die Kamera nimmt dabei eine Vermittlerrolle ein – ein Fernrohr mit Sicht in die Welt der Dinge, die eigenen Gesetzen unterworfen zu sein scheint und unsere Wahrnehmung auf die Probe stellt. In unserem Alltag sind wir überall von Objekten umgeben. Sie sind nicht nur ein Teil unserer Umgebung, sondern auch ein Indiz dessen, was wir sind. Sie geben Auskunft darüber, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und selbst wahrgenommen werden wollen.

 

Laura Brichta, Ultimatum, aus der Serie "Von Feldwegen und Fischfang", 2016
copyright Laura Brichta 

 

 

„The Biography of Things“ widmet sich dem Thema, wie sich die Biografie der Dinge verändert, wenn in künstlerischerAuseinandersetzung diese Verhältnisse inszeniert und festgehalten werden. Die Kamera nimmt dabei eine Vermittlerrolle ein – ein Fernrohr mit Sicht in die Welt der Dinge, die eigenen Gesetzen unterworfen zu sein scheint und unsere Wahrnehmung auf die Probe stellt. Auf Initiative der Deutsche Börse Photography Foundation haben Studierende des Frankfurter Masterprogramms Curatorial Studies eine Ausstellung mit fotografischen Werken der Klasse Liebscher der HfG Offenbach kuratiert. Ziel des Projekts war es, beiden Studiengängen die praktische Erfahrung zu ermöglichen, eine gemeinsame Ausstellung zu realisieren.

Das Konzept wurde über einen Zeitraum von zwei Semestern mit großem Engagement von insgesamt 26 Studierenden erarbeitet. Geleitet wurde es von Anne-Marie Beckmann, Deutsche Börse Photography Foundation, Stefanie Heraeus, Curatorial Studies und Martin Liebscher, Hochschule für Gestaltung Offenbach. Die Deutsche Börse Photography Foundation hat dieses Projekt im Rahmen ihres umfangreichen Engagements im Bereich der Nachwuchsförderung unterstützt. Eine Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung in Offenbach besteht seit 2010, gemeinsam vergeben beide jährlich den HfG Fotoförderpreis.

Auf den Ausstellungsflächen in The Cube sind rund 80 Arbeiten von 15 Studierenden der HfG zu sehen. Diese werden von einer umfangreichen Auswahl an Werken der Art Collection Deutsche Börse ergänzt, die das Thema der Ausstellung ebenfalls reflektieren. Präsentiert werden u.a. Arbeiten von Jessica Backhaus, Anna und Bernhard Blume, Peter Fischli und David Weiss, Geert Goiris, Chantal Michel, Ricarda Roggan und Erwin Wurm, die ebenso die Biografie der Dinge erforschen.

Ergänzend zur Ausstellung in The Cube wird in der Frankfurter Innenstadt vom 12. Februar bis 5. März 2018 auf der C-Ebene der Hauptwache ein temporäres Ausstellungsprojekt mit Arbeiten von fünf HfG-Künstlern im Außenraum installiert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Die Studierenden der HfG, deren Arbeiten in „The Biography of Things“ gezeigt werden, sind: Zani Arkadina, Janine Bächle, Jennifer Bannert, Laura Brichta, Urs Tilman Daun, Béla Feldberg, Annika Grabold, Dennis Haustein, Johannes Lenzgeiger, Felicitas von Lutzau, Nico Anthony Mason, Malte Sänger, Robert Schittko, Jochen Stierberger und Rudi Weissbeck.

 

The Cube, Mergenthalerallee 61, Eschborn

27.01.2018 - 06.05.2018
Fotoausstellung Hannover . Die niederländische Fotografin Rineke Dijkstra ist vor allem für ihre Kinder- und Jugendporträts bekannt geworden. Mit der Ausstellung ehrt das Sprengel Museum eine der herausragenden Fotografinnen der Gegenwart.
...Klick zum Weiterlesen
Figures in Motion: Rineke Dijkstra und die Sammlung des Sprengel Museums
Fotoausstellung Hannover . Die niederländische Fotografin Rineke Dijkstra ist vor allem für ihre Kinder- und Jugendporträts bekannt geworden. Mit der Ausstellung ehrt das Sprengel Museum eine der herausragenden Fotografinnen der Gegenwart.

Rineke Dijkstra, Amy, The Krazyhouse, Liverpool, England, December 23, 2008
© courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin

 

Rineke Dijkstra betrachtet die Fotografie als eine Möglichkeit, sich mit grundsätzlichen Fragen menschlicher Existenz auseinanderzusetzen. Die Fotografie ist dabei Beobachtungs- und Erkenntnismittel. Das genaue und detailinteressierte Sehen, das sie in ihren mit Großformat- oder Videokamera entstehenden Bildern zum Nachvollzug anbietet, offenbart die ständige Wandelbarkeit des menschlichen Seins.

 

Rineke Dijkstra, Three Sisters 2008-2014 (Cécile), 2012
© courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin

 

Rineke Dijkstra, die 1959 im niederländischen Sittard geboren wurde, lebt in Amsterdam. Für ihre Ausstellung im Sprengel Museum Hannover hat die Künstlerin nun erstmals eine Präsentationsform entwickelt, die auf einem Dialog von ausgewählten Werken ihres eigenen Œuvres mit Werken aus der museumseigenen Sammlung aufbaut. In der Konfrontation von Fotografien aus den frühen neunziger Jahren (z. B. die „Beach Portraits“) und aktuellen Arbeiten mit Gemälden von Max Beckmann und Alexej von Jawlensky sowie zahlreichen modernen Skulpturen eröffnet sich ein neuartiger Blick auf die spezifische Bildsprache der niederländischen Künstlerin. Die Auswahl ihrer Porträts, die Dijkstra für die Präsentation im Sprengel Museum Hannover getroffen hat, macht deutlich, wie sehr sich viele der Dargestellten eines Vorgangs des Fotografiert-Werdens bewusst sind. In den Fotografien ist es die Spannung zwischen dem Ideal der entspannten Selbstdarstellung und der angespannten Pose, dem Exhibitionismus und der Verdinglichung einer durch die Optik der Kamera bewussten Haltung, die zu dem komplexen Bild eines Individuums wird.

 

 Rineke Dijkstra, Marianna and Sasha, Kingisepp, Russia, November 2, 2014
© courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin

 

Die Künstlerin erhielt im Oktober 2017 den legendären Hasselblad Award, ihr Gesamtwerk ist im Rahmen einer Retrospektive zu sehen, die vom Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk (DK) ausgeht. Darüber hinaus kann Dijkstra auf zahlreiche internationale Ausstellungen zurückblicken, u. a. im San Francisco Museum of Modern Art, dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York, sowie der Tate Liverpool.


 Rineke Dijkstra
Odessa, Ukraine
August 7, 1993
© courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin


Die Auszeichnung mit dem SPECTRUM Internationaler Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen würdigt die stilbildende Kraft dieses Œuvres und die künstlerische Konsequenz, mit der Rineke Dijkstra die Auseinandersetzung mit dem fotografischen Porträt in ihren filmischen Arbeiten fortführt. 

Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover

 

27.01.2018 - 29.04.2018
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt das Werk des Visionärs Jaromír Funke erstmals in Deutschland. Der tschechische Fotograf Jaromír Funke lotete die Grenzen der modernen Fotografie radikal neu aus, vor allem mit dem Spiel von Licht und Schatten. In der Ausstellung sind rund 70 Fotografien aus Funkes avantgardistischer Phase in den 1920er und 1930er Jahren.
...Klick zum Weiterlesen
Jaromír Funke – Fotograf der Avantgarde
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt das Werk des Visionärs Jaromír Funke erstmals in Deutschland. Der tschechische Fotograf Jaromír Funke lotete die Grenzen der modernen Fotografie radikal neu aus, vor allem mit dem Spiel von Licht und Schatten. In der Ausstellung sind rund 70 Fotografien aus Funkes avantgardistischer Phase in den 1920er und 1930er Jahren.

After the Carnival I / Nach dem Karneval I, 1924-26
© Miloslava Rupešová-Funková / Jaromír Funke

 

Jaromír Funke (1896–1945) zählt zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Avantgarde- Fotografie. Oft vorausschauend griff er in seinen Arbeiten Impulse aus Kubismus, Neuer Sachlichkeit, Abstrakter Kunst und Surrealismus in unverwechselbarer Weise auf.

Jaromír Funke studiert nach dem Abitur 1915 zunächst einige Semester Medizin, Jura und Philosophie, ehe er sich nach dem Ersten Weltkrieg der Fotografie zuwendet. Neben frühen Landschaftsaufnahmen im Stil des Piktorialismus entstehen ab 1923 erste moderne Arbeiten: Minimalistische Kompositionen mit Tellern oder Glasflaschen, Stillleben mit Glasobjekten, Glühlampen und Seesternen. Immer aufs Neue experimentiert Funke mit Spiegelung, Transparenz und Reflektion – und hinterfragt die Wahrnehmung des Betrachters.

 

Loneliness an Glasses /Einsamkeit und Brille, ca. 1924
© Miloslava Rupešová-Funková / Jaromír Funke

 

In seiner Serie „Abstract Photo“ (1927–29) arbeitet Funke nicht mehr direkt mit Gegenständen, sondern nur mit deren Schatten. Sein Ziel ist, „zwei Gegensätze hervorzuheben, zwei Realitäten zu kontrastieren, verschiedene Elemente in einem einzigen Foto zu verbinden“, wie er 1935 schreibt. Parallel treibt Funke die Möglichkeiten und Entwicklung des Mediums Fotografie auch theoretisch voran: als Mitglied progressiver Fotografen-Gruppen, Autor und Mitherausgeber von Fotografie-Zeitschriften, Essays und Büchern und als Dozent, u.a. an der Staatlichen Kunsthochschule Prag.

Jaromír Funkes Arbeiten sind in vielen großen Sammlungen zu finden, u.a. im Paul-Getty-Museum (Los Angeles), Museum of Modern Art (New York) und Centre Pompidou (Paris). Seine Bedeutung für die avantgardistische Fotografie wurde jedoch erst vor einigen Jahren erkannt. Die Ausstellung JAROMÍR  FUNKE. FOTOGRAF  DER AVANTGARDE im FFF (27.01.–29.04.2018) entstand in Zusammenarbeit mit Funkes Tochter Miloslava Rupešová, der Leica Gallery Prag und Vladimír Birgus, Kurator und Funke-Biograf. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

 

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30-32, Frankfurt am Main

26.01.2018 - 21.05.2018
Fotoausstellung Hamburg . 25 neue, herausragende Positionen aus dem Kreis der Gute Aussichten-Preisträger der Jahre 2004 bis 2015, deren künstlerisches Schaffen sich in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt hat, zeigt die Ausstellung "Gute Aussichten deluxe - junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule" im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen. 26. Januar bis 21. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Gute Aussichten deluxe
Fotoausstellung Hamburg . 25 neue, herausragende Positionen aus dem Kreis der Gute Aussichten-Preisträger der Jahre 2004 bis 2015, deren künstlerisches Schaffen sich in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt hat, zeigt die Ausstellung "Gute Aussichten deluxe - junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule" im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen. 26. Januar bis 21. Mai 2018

Nicolai Rapp: Aus der Porträtserie c6h602 - Teil der Werkserie Chicks, Rags, Hopes,
2014 -2016, Fine-Art Print auf Hahnemühle Photo Rag + Bleichcreme, 70x90 cm,
freischwebend in Objektrahmen, Unikate
© Nicolai Rapp

 

Die Ausstellung spiegelt den Fortbestand und Wandel des Mediums Fotografie in all seinen Facetten und bietet einen einzigartigen Überblick über eine Generation von jungen Fotografen, die das Primat der Du?sseldorfer Schule hinter sich gelassen hat und sich visuell klar in der Gegenwart verortet. So hat sich die zeitgenössische Fotografie vom reinen Abbild längst verabschiedet. Die durch die Düsseldorfer Schule postulierte Objektivität des Bildes ist − trotz oder gerade wegen der anhaltenden Bilderflut auf allen medialen Kanälen − dahin.

 

Georg Brückmanns: Aus der Serie Kundmanngasse 19, 2015-2017,
Fine Art-Print, 75x97 cm, hinter Glas gerahmt,
© Georg Brückmanns



Gesucht und untersucht wird von den jungen Talenten, welche Rolle die Fotografie im medialen Kanon der Bilder spielt und welche neuen Ausdrucks- und Erscheinungsformen man ihr entlocken kann. Ausgehend von den Rändern der etablierten Fotografie erweitert sich so das zeitgenössische Bild in aktuelle mediale Ausdrucksformen. Die jungen Lichtbildner nutzen dafür alle Mittel der digitalen und analogen Bilderzeugung und -umsetzung, bedienen sich unterschiedlicher medialer Strategien ebenso selbstverständlich, wie sie mit Bewegtbildern, Sound und der Malerei hantieren oder sich mit ihren Werken installativ in den Raum bewegen. Mit aktuellen Werken der Preisträger Nadja Bournonville, Georg Brückmann, Claudia Christoffel, Monika Czosnowska, Felix Dobbert, Sonja Kälberer, Katrin Kamrau, Alwin Lay, Kolja Linowitzki, Tamara Lorenz, Marian Luft, Sara-Lena Maierhofer, Thomas Neumann, Nicolai Rapp, Jewgeni Roppel, Rebecca Sampson, Helena Schätzle, Luise Schröder, Stefanie Schroeder, Sarah Straßmann, Stephan Tillmans, Markus Uhr, Anna Simone Wallinger, Christina Werner und Maja Wirkus.

 

Kolja Linowitzki: Aus der Serie Digits of Light, 2017, Unikatbelichtung auf PE Papier,
50x60 cm, kaschiert auf Vollaluminium, in weißen Alu-Distanzrahmen, Museumsglas
© Kolja Linowitzki

 

Begleitet zur Ausstellung erscheint das Gute Aussichten deluxe Magazin in deutscher und englischer Sprache, 180 S., ca. 300 Abb., 20 x 28 cm, streng limitierte Auflage für 10 Euro.

 

Haus der Photographie, Deichtorhallen, Deichtorstraße 1-2, Hamburg

26.01.2018 - 03.06.2018
Fotoausstellung München . Das Museum Mensch und Natur im Münchner Schloss Nymphenburg zeigt die Luftbilder von Bernhard Edmaier. Die Ausstellung präsentiert 45 großformatige Aufnahmen, die in den verschiedensten Regionen der Welt entstanden.
...Klick zum Weiterlesen
Wasser wie es unsere Erde formt
Fotoausstellung München . Das Museum Mensch und Natur im Münchner Schloss Nymphenburg zeigt die Luftbilder von Bernhard Edmaier. Die Ausstellung präsentiert 45 großformatige Aufnahmen, die in den verschiedensten Regionen der Welt entstanden.

Arktische Permafrost-Landschaft im Sommer, Mackenzie Delta/Kanada



Aufsteigende Wolkentürme, helle Sandfächer in grün schimmernden Seen oder driftende Eistrümmer in trübem Gletscherwasser – die ausdrucksstarken, großformatigen Fotografien von Bernhard Edmaier präsentieren Wasser von einer bisher kaum wahrgenommenen Seite – als die wichtigste landschaftsgestaltende Kraft auf unserer Erde.
Die 45 großformatigen Aufnahmen gliedern die Ausstellung in drei Kapitel: Wasser in seinen drei Aggregatszuständen flüssig, fest und gasförmig, Wasser, das destruktiv, transportierend und konstruktiv sein kann und schließlich der Klimawandel, der diese Prozesse beschleunigt und die Verteilung von flüssigem und gefrorenem Wasser drastisch verändert. Die Fotografien sind zumeist Luftbilder, die in den verschiedensten Regionen der Erde aufgenommen wurden. Ausführliche geografische und geologische Informationen dazu bieten die Bildtexte der Wissenschaftspublizistin Angelika Jung-Hüttl.

 

Schuttbänder (Moränen) auf dem Viedma-Gletscher, Patagonien/Argentinien

 


Das Museum Mensch und Natur hat die Fotoausstellung WASSER – wie es unsere Erde formt um zahlreiche interaktive Exponate ergänzt. So kann der Besucher erkunden, wie viel Wasser es auf der Erde gibt und wie die Verteilung von Salz- und Süßwasser ist. Er kann der Frage nachgehen, welche Eigenschaften die Verbindung H2O hat und wie der Wasserkreislauf abläuft. Auch den Themen, wie sich der Klimawandel auf Gletscher und Meeresspiegel auswirkt, sind Exponate gewidmet.
Weiterhin machen Gesteinsproben begreifbar, wie deren Entstehungsgeschichte von Wasser und Eis geprägt ist. Ein weiteres Highlight stellt die Augmented Reality Sandbox dar. An dieser interaktiven Station können Besucherinnen und Besucher selbst eine Landschaft gestalten und beobachten, wie sich Wasser in dieser Umgebung verhält.
Das Buch zur Ausstellung ist im Prestel Verlag erschienen.


21.01.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen präsentiert die Ausstellung „SHOOT! SHOOT! SHOOT! Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection. 21. Januar bis 27. Mai 2018.
...Klick zum Weiterlesen
SHOOT! SHOOT! SHOOT!
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen präsentiert die Ausstellung „SHOOT! SHOOT! SHOOT! Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection. 21. Januar bis 27. Mai 2018.

 

 Ausstellungsansicht SHOOT! SHOOT! SHOOT!, 2016 © Münchner Stadtmuseum

 

Die Beatles, ausgelassen bei einer Kissenschlacht, Brigitte Bardot mit blonder Mähne, Yves Saint Laurent nackt: Prominenz fotografiert von Superstars wie Richard Avedon, Bert Stern oder Helmut Newton, lassen in der Ludwiggalerie das Lebensgefühl der 1960er und -70er Jahre aufleben.

Aus der Zeit datiert die einzigartige Verbindung von verschiedenen Disziplinen des künstlerischen Ausdrucks. Party und Politik, Mode und Musik, Kunst und Körperkult werden unter anderem durch Warhols Factory und die dort vertretene New Yorker Szene ins Bild gesetzt. Warhol erhebt die Massenmedien selbst zur Kunst. Die Performance als Ausdruck des Körpers, sei es durch Musik, Tanz oder als künstlerische Aktion, erlebt eine Hochphase. Und die Mode, ihre Modelle und deren fotografische Manifestierung gelten, in dieser Zeit der schillernden Oberflächlichkeit, als gleichberechtigte Kunstform.

Die Fotografien finden Verbreitung in der Tagespresse, in Magazinen und Illustrierten. Sie werden als Werbung oder Promotion eingesetzt. Dabei nimmt Fotografie eine unverzichtbare Rolle bei der Ausbildung des Star-Images ein und gewährt (z.T. inszenierte) Einblicke in das Privatleben.

 

 

Yves Saint Laurent, posing for a publicity shot for his eau de toilette, Paris, 1971 © Jeanloup Sieff
© 2017 LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

 

 

Die Beatles, Twiggy und die Stars aus Hollywood spiegeln in eindrucksvollen Porträts bedeutende Momente der Zeit. Natürlich werden auch die Schattenseiten dieses Lebensstils, wie selbstzerstörerische Exzesse durch Drogen oder Alkohol sichtbar. Die Non Stop-Vergnügungssucht der Reichen und Schönen sowie der Künstler bezeichnet Warhol selbstironisch als social disease. Feiern dient – wie vielleicht auch heute – als Ausgleich zu den politischen Krisen der Zeit.

Die Ausstellung zeigt überwiegend Schwarz-Weiß-Fotografien und besticht durch die Kombination von musealen Werken und atmosphärischen Paparazzi-Aufnahmen. Über 200 Werke aus der Schweizer Nicola Erni Collection versammeln das Who is Who der Celebrity-Gesellschaft.

In ihrem Ausdruck von Kult um die eigene Person, Sinnenfreude und Hingabe an den Moment, üben die Fotografien eine ungebrochene Faszination aus. Um mit Andy Warhol zu sprechen: „People are so fantastic, you can’t take a bad picture”.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Dr. Ulrich Pohlmann, Stadtmuseum München/Sammlung Fotografie, und Ira Stehmann in Zusammenarbeit mit der Nicola Erni Collection.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung und WDR 3.

Nähere Informationen zu dem die Ausstellung begleitenden museumspädagogischen Angebot und zum Rahmenprogramm gibt es unter: www.ludwiggalerie.de

 

Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, Oberhausen

 

01.12.2017 - 13.05.2018
Fotoausstellung Berlin . Rund um die Modefotografie dreht sich die Ausstellung Guy Bourdin. Image Maker / Helmut Newton. A Gun for Hire / Angelo Marino. Another Story. Neben den beiden berühmten Modefotografen Guy Bourdin und Helmut Newton stellt die Helmut Newton Stiftung auch Angelo Marino , den ehemaligen Assistenten von Helmut Newton mit Arbeiten vor.
...Klick zum Weiterlesen
Guy Bourdin. Image Maker, Helmut Newton. A Gun for Hire, Angelo Marino. Another Story
Fotoausstellung Berlin . Rund um die Modefotografie dreht sich die Ausstellung Guy Bourdin. Image Maker / Helmut Newton. A Gun for Hire / Angelo Marino. Another Story. Neben den beiden berühmten Modefotografen Guy Bourdin und Helmut Newton stellt die Helmut Newton Stiftung auch Angelo Marino , den ehemaligen Assistenten von Helmut Newton mit Arbeiten vor.

Guy Bourdin
VOGUE Paris, May 1970
Copyright Guy Bourdin Estate, 2017 /
Courtesy Louise Alexander Gallery 

 

 

Guy Bourdin und Helmut Newton revolutionierten in den 1960er- und 1970er-Jahren die Modefotografie. Beide arbeiteten für die gleichen Magazine und direkt für Klienten aus der Modewelt; dabei entwickelten sie – neben der offensichtlich zeitlosen Eleganz in ihrem Werk – unabhängig voneinander die Idee des „Radical Chic“. In der Berliner Ausstellung werden die beiden einflussreichen Modefotografen erstmals gemeinsam mit ausgewählten Auftragsarbeiten in diesem Umfang gezeigt.

 

Guy Bourdin
Charles Jourdan, Spring 1976
Copyright Guy Bourdin Estate, 2017 /
Courtesy Louise Alexander Gallery

 

 

Helmut Newton
Thierry Mugler, Milan, 1998
copyright Helmut Newton Estate

 

Von Guy Bourdin werden unter dem Titel „Image Maker“ exemplarisch Aufnahmen aus unterschiedlichen Veröffentlichungszusammenhängen vorgestellt; ins­be­son­dere seine Bildikonen und die fantasievollen Werbebilder für Schuhe von Charles Jourdan, nebst weniger bekannten Werken, Vintage prints und Layouts der French Vogue. In Helmut Newtons „A Gun for Hire“ sehen wir vor allem Auftragsarbeiten aus den 1990er-Jahren für Modedesigner wie Thierry Mugler, Valentino und Blumarine oder Firmen wie Absolut Vodka und Villeroy & Boch; zunächst in deren Modebüchern veröffentlicht, wurden manche vom Fotografen später neu vergrößert und so ins eigene Werk übernommen.

In der Fotografie – auch in der Modefotografie, die den Zeitgeist beschreibt und immer wieder neu definiert – gilt es, spannende und überraschende Geschichten mit Bildern zu erzählen. Bourdin und Newton beherrschten das geradezu perfekt.

Der kleine, intime „June’s Room“ der Helmut Newton Stiftung ist Freunden und Wegbegleitern vorbehalten, diesmal Helmut Newtons ehemaligem Assistenten Angelo Marino. Ergänzend zu Bourdin und Newton stellt er unter dem Titel „Another Story“ einen sehr individuellen Blick auf seine unmittelbare Umwelt vor: schnappschussartige Porträts und Landschaften in surrealer Farbigkeit.

Helmut Newton Stiftung, Jebensstrasse 2, Berlin

 

04.11.2017 - 06.05.2018
Ausstellung Frankfurt am Main. Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird erstmals in einer Einzelausstellung im Museum für Angewandte Kunst die berühmte Modedesignerin Jill Sander mit allen Facetten ihrer Arbeit vorgestellt. 4. November 2017 bis 6. Mai 2018
...Klick zum Weiterlesen
Jil Sander. Präsens
Ausstellung Frankfurt am Main. Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird erstmals in einer Einzelausstellung im Museum für Angewandte Kunst die berühmte Modedesignerin Jill Sander mit allen Facetten ihrer Arbeit vorgestellt. 4. November 2017 bis 6. Mai 2018


Portrait Jil Sander
© Peter Lindbergh



Jil Sander gehört zu den einflussreichsten Modedesigner/innen ihrer Generation. In ihrer weltweit ersten Einzelausstellung in einem Museum präsentiert Jil Sander in raumgreifenden  multimedialen Installationen und Tableaus die Auswirkungen ihrer Gestaltungshaltung auf Ästhetik, Material und Form von Mode- und Produktdesign, Architektur und Gartenkunst. Die Präsentation, die facettenreicher kaum sein könnte, macht den Erfindungsreichtum und die kreative Kraft einer Gestalterin sichtbar, der es darum geht, die Persönlichkeit eines Menschen hervorzuheben.

 

Jil Sander Kampagne
Frühling - Sommer 2005
© David Sims


Jil Sanders Bedeutung als Modedesignerin beruht auf der außerordentlichen Sensibilität, mit der sie Zeitströmungen und Veränderungen in der Gesellschaft erspürte und daraus neue, moderne Formen entwickelte. Ihr Purismus veränderte die Vorstellungen von Schönheit und Identität. Ihre Gestaltungsprinzipien –
Harmonie der Proportionen, durchdachte Dreidimensionalität der Entwürfe, Understatement und dynamische Eleganz – blieben immer dieselben, und fanden doch in jeder Kollektion einen neuen Ausdruck.
In der Vorbereitung der Ausstellung hat sich Jil Sander erstmals der Vergangenheit zugewendet. Das ist für sie, deren Interesse immer dem galt, was noch kommt, eine neue Erfahrung. Das Ergebnis von mehr als anderthalb Jahren intensiver Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten einer Ausstellung zeigt sich im Zusammenwirken von Architektur, Farbe, Licht, Film, Klang,Text, Fotografie, Mode und Kunst in dynamischen Raumkompositionen.
Entstanden ist keine retrospektive Übersichtsausstellung, sondern ein neues, aktuelles Gesamtwerk, das durch Jil Sanders Präsenz zum ästhetischen Ereignis wird.

 

Jil Sander Kampagne
Herbst - Winter 2013/2014
Model: Edie Campbell
© David Sims

 


Thematisch gliedert sich die von Matthias Wagner K in enger Zusammenarbeit mit Jil Sander kuratierte Ausstellung in die Bereiche Laufsteg, Backstage, Atelier,  Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst. Sie bespielt das gesamte Museumsgebäude auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.


Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Frankfurt am Main



28.09.2017 - 10.06.2018
Fotoausstellung München . Die Pinakothek der Moderne zeigt 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Bis 10. Juni 2018
...Klick zum Weiterlesen
Germaine Krull. Métal
Fotoausstellung München . Die Pinakothek der Moderne zeigt 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Bis 10. Juni 2018

 
 Germaine Krull,
Tour Eiffel, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen



Ihre Bedeutung als Künstlerin der Avantgarde verdankt die Fotografin Germaine Krull (Wilda 1897 – 1985 Wetzlar) ihrem wegweisenden Mappenwerk „Métal“, das 1928 in Paris bei A. Calavas, Librairie des Arts Décoratifs in kleiner Auflage erschien. In 64 Lichtdrucktafeln setzt sie darin eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten „Tanz der nackten Metalle“ werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Es war wohl gerade diese Veröffentlichung, die Walter Benjamin veranlasste, Germaine Krull in seiner „Kleinen Geschichte der Fotografie“ (1931)  in einem Atemzug mit den bedeutenden Fotografen August Sander und Karl Blossfeldt zu nennen.

 

Germaine Krull,
Brückenkran Rotterdam, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen 

 

 

Germaine Krull,
Tour Eiffel, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen


 
Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Zusätzlich ist der Kurzfilm „De Brug“ (1928) des niederländischen Filmemachers und Dokumentaristen Joris Ivens zu sehen. Hier zeigt sich nicht nur die persönlich künstlerische Verbindung der beiden, sondern auch die wechselseitige Inspiration der technischen Bildmedien Film und Fotografie in der Moderne.

 

Germaine Krull,
Selbstporträt mit Icarette 1925
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen


 
Germaine Krull, die ihre Ausbildung an der Münchner Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie absolviert hatte und 1920 aufgrund ihrer politischen Gesinnung aus Bayern ausgewiesen wurde, lebte nach Stationen in Moskau, Berlin und Amsterdam ab 1926 in Paris. Dort avancierte sie zu einer gefragten Werbe- und Porträtfotografin und arbeitete als Fotojournalistin. Trotz reger Ausstellungs- und Publikationstätigkeit in den 1920er- und 1930er-Jahren geriet sie nach 1945 in Vergessenheit.
 
Ann und Jürgen Wilde konnten Germaine Krull 1974 in Nordindien ausfindig machen und richteten ihr 1977 eine erste Retrospektive in Deutschland aus. Diese leitete die Wiederentdeckung der Fotografin und ihres bedeutenden Werkes ein.
 
 
Führungen:
 
18.10.2017 und 14. März 2018 | 15.00
Aus erster Hand | Kuratorenführung mit Simone Förster
 
26.11. 2017 und 28.1. 2018 | 15.00
Führung mit Constanze Lindner Haigis

Pinakothek der Moderne und Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Barer Str. 29, München



Nutzungsbedingungen / AGB's   |   Presse   |   Impressum   |   Datenschutzerklärung   |   Haftungsausschluss