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Fotoausstellungen

08.06.2018 - 09.09.2018
Fotoausstellung Berlin . Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts ist die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus gewidmet: Sie ehrt mit Bildern von Louise Gubb und Jürgen Schadeberg den südafrikanischen Widerstandkämpfer und ersten schwarzen Präsidenten Nelson Mandela, der am 18. Juli dieses Jahres 100 Jahre geworden wäre. 8. Juni bis 9. September 2018
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Louise Gubb und Jürgen Schadeberg – Nelson Mandela zum 100. Geburtstag
Fotoausstellung Berlin . Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts ist die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus gewidmet: Sie ehrt mit Bildern von Louise Gubb und Jürgen Schadeberg den südafrikanischen Widerstandkämpfer und ersten schwarzen Präsidenten Nelson Mandela, der am 18. Juli dieses Jahres 100 Jahre geworden wäre. 8. Juni bis 9. September 2018



© Louise Gubb

Feier, 27. Mai 1993, Südafrika

ANC-Präsident Nelson Mandela besucht die staatliche Schule Hlengiwe in der Nähe von Johannesburg, die unter der Apartheid als separate "farbige" Schülerschule bezeichnet wird, um die Bedeutung von Bildung im Leben hervorzuheben.


 Nelson Mandela zählt zu den großen Kämpfern gegen die Unterdrückung der Schwarzen. Für seinen Widerstand gegen die Apartheid wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Freilassung nach 27 Jahren markierte eine Wende in Südafrika. Als erster schwarzer Präsident führte er sein Land auf den Weg zu Demokratie und Versöhnung. In Erinnerung an den Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus Fotografien von Jürgen Schadeberg und Louise Gubb in einer gemeinsamen Ausstellung.

 

 © Jürgen Schadeberg
Nelson Mandela und Moses Kotane während des Verratsprozesses, 1958.

Im Morgengrauen des 5. Dezember 1955 trieb die Polizei 156 politische Anführer und Wissenschaftler zusammen, die verhaftet und wegen Verrats angeklagt wurden. Am 13. Oktober 1958 verlassen Moses Kotane (links), ein ANC-Führer, und Nelson Mandela (rechts) freudestrahlend das Gerichtsgebäude von Pretoria, nachdem die Anklage zurückgezogen wurde. Am 19. Januar 1959 wurde Nelson Mandela mit 29 anderen Aktivisten erneut vor Gericht gestellt, um zwei Jahre später für wieder für unschuldig befunden zu werden.


Die Schwarz-Weiß Aufnahmen von Jürgen Schadeberg wurden zu Ikonen der Fotografiegeschichte. Als einer der ersten weißen Fotografen dokumentiert er die Lebens- und Arbeitsbedingungen der schwarzen Bevölkerung und wird dabei zu einem wichtigen Chronisten der Unterdrückung und des Befreiungskampfes. Er begleitet den jungen Rechtsanwalt und ANC-Kämpfer Nelson Mandela in den 1950er und -60er Jahren und kehrt später mit ihm an den Ort seiner Haft auf Robben Island zurück. Die Bilder, die bei diesem Besuch 1994 entstehen, gehen um die Welt.

 

© Louise Gubb
Königliches Gedenken, 23. März 1995, Avalon Friedhof, Soweto, Südafrika

Die britische Königin Elizabeth II. spricht mit Präsident Nelson Mandela während der Enthüllung einer Gedenktafel zu Ehren der 616 hauptsächlich schwarzen südafrikanischen Truppen, die ertranken, als die SS Mendi 1917 in britischen Gewässern sank, eine der größten Tragödien in der Militärgeschichte. Die Königin war zu einem offiziellen Besuch in Südafrika.


 

 

 

Die Südafrikanerin Louise Gubb begleitet Nelson Mandela in den 1990er Jahren als Pressefotografin. Ihre Farbfotografien zeigen den Präsidenten Mandela bei verschiedenen offiziellen Anlässen. Auch wenn es keine privaten Momente sind, so gelingt es Louise Gubb doch, die Persönlichkeit jen-seits des Politikers einzufangen. Ihre Porträts zeigen die Lebensfreude, den Charme und Witz Nelson Mandelas. Sie selbst hat in Interviews immer wieder betont, wie freundlich und humorvoll ihr Mandela bei den Presseterminen begegnet ist.

 

© Jürgen Schadeberg
Mandelas Rückkehr nach Robben Island, 1994.

Bei einem seiner ersten Auftritte traf sich Mandela mit anderen ehemaligen politischen Gefangenen. "Robben Island ist zu einem Symbol für den Triumph der Freiheit über die Unterdrückung geworden. Ein Beweis für den Triumph der Gerechtigkeit über die Ungerechtigkeit. Aber dies wurde nur erreicht durch das Leiden und die Not der Inhaftierten hinter den schiefergrauen Wänden.“ Nelson Mandela, der zu lebenslanger Haft auf Robben Island verurteilt wurde, verbrachte 18 seiner 27 Jahre in Haft in einer 2 x 2,5 Meter großen Zelle im Gefängnis von Robben Island. Er wurde am 11. Februar 1990 aus dem Gefängnis entlassen und 1994 zum ersten schwarzen Präsident Südafrikas gewählt

 


Insgesamt werden 45 Fotografien in der Ausstellung präsentiert. Neben einigen frühen Bildern von 1951 bis 1955 sind es besonders die Fotos der 1990er Jahre, die an den Freiheitskämpfer und späteren Präsidenten Nelson Mandela erinnern.

Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 28, Berlin


02.06.2018 - 07.10.2018
Fotoausstellung Winterthur . Juergen Teller zählt international zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart, und seine Arbeiten, oft umfangreiche Serien, werden in Büchern, Zeitschriften, Magazinen und Ausstellungen veröffentlicht. Das Fotomuseum Winterthur stellt seine Arbeiten vor. 2.6.–7.10.2018
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Juergen Teller – Enyoy Your Life!
Fotoausstellung Winterthur . Juergen Teller zählt international zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart, und seine Arbeiten, oft umfangreiche Serien, werden in Büchern, Zeitschriften, Magazinen und Ausstellungen veröffentlicht. Das Fotomuseum Winterthur stellt seine Arbeiten vor. 2.6.–7.10.2018

 

Self-portrait, Plates/Teller, No.175, 2016
© Juergen Teller 

 

Juergen Teller bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und kommerzieller Fotografie, ein zentrales Interesse bildet das Porträt: In den Bereichen Musik, Mode, Alltag und Landschaft gelingt es ihm, mit eigenem Gespür für Personen und Situationen unmittelbare, manchmal scheinbar einfache Bildkompositionen zu schaffen. Gezielte Brüche von Sehgewohnheiten und Erwartungen sind einigen Arbeiten implizit, idealisierende, schönende oder verklärende Bildstrategien liegen ihm fern. Juergen Teller (*1964) zählt international zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart und seine Arbeiten, oft umfangreiche Serien, werden zahlreich in Büchern, Zeitschriften und Magazinen veröffentlicht.

 

 

Eva Herzigova, Mit dem Teller nach Bonn, No.3 2016
© Juergen Teller

 

Juergen Teller zählt international zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart, und seine Arbeiten, oft umfangreiche Serien, werden in Büchern, Zeitschriften, Magazinen und Ausstellungen veröffentlicht. Nachdem er – aus einer Instrumentenbauerfamilie stammend – seine Bogenmacherlehre aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste, studierte er an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München und zog 1986 als freier Fotograf nach London. Dort begann er für Musik-, Zeitgeist- und Modemagazine zu fotografieren und wurde 1991 bekannt, als er die Band Nirvana auf ihrer Nevermind Release- Tour begleitete und seine sensiblen Fotos des schüchternen Front- mannes Kurt Cobain veröffentlicht wurden.

 

 My mother, Plates/Teller, No.174, 2016
© Juergen Teller

 

Juergen Tellers Arbeiten bewegen sich seitdem permanent an der Schnittstelle zwischen Kunst und kommerzieller Fotografie, und sein Stilmittel ist das Porträt: In den Bereichen Musik, Fashion, VIPs, Alltag und Landschaft gelingt es ihm, mit einem sehr eigenen Gespür für Personen, Situationen, Milieus und Klischees unmittelbare, manchmal scheinbar einfache Bildkompositionen zu schaffen. Sie vermitteln eine gewisse Beiläufigkeit, die sich aber bei näherer Betrachtung als ausgewogene Bildkomposition und bewusste künstlerische Konzeption erweist. Gezielte Brüche von Sehgewohnheiten und Erwartungen sind einigen Arbeiten implizit und ideali- sierende, schönende oder verklärende Bildstrategien liegen ihm fern. Seine Bilder scheinen an die Substanz des Motivs zu reichen und die Visualisierung einer nicht perfekten Schönheit steht im Vordergrund.

 

Frogs and Plates No.13, 2016
© Juergen Teller

 

In bewusster Distanz zum immerwährenden Glamour im Bereich Mode- und People-Fotografie hat Juergen Teller eine exponierte Stellung: In Modekampagnen für namhafte Label versetzt er Schauspieler, Super- models, Popstars oder andere Prominente in neue, oft irritierende visuelle Zusammenhänge, wie z.B. in der Serie Kanye, Juergen & Kim, Château d'Ambleville von 2015, gestattet ihnen ihre Individualität zu ‚Stars‘, die selten so gekonnt und metaphorisch dargestellt werden: Das opulente Buch  Eating at Hotel Il Pellicano. Juergen Teller, Antonio Guida, Will Self zeigt Aufnahmen, für die Teller 2013 die Kreationen des Sternekochs Antonio Guidas in dem toskanischen Hotel in Szene setzt. Dieses künstlerische Prinzip überträgt er auch auf die nicht kommerziellen Arbeiten.

 „Was mich letztlich einzig und allein interessiert, ist die Interaktion zwischen zwei Menschen. Einer von denen bin ich, der Fotograf. Und wenn mich diese Begegnungen berühren, dann ist es gut.“ So basieren seine Shootings mit Charlotte Rampling auf großer spieler- ischer Freude und einem inzwischen bedingungslosen gegenseitigen Vertrauen, was auch die jüngsten Aufnahmen mit ihr Charlotte Rampling, a Fox, and a Plate (Teller) im neuen Londoner Atelier belegen.

Juergen Teller fordert von seinen Modellen die Bereitschaft zum Unverfälschten und Ungeschönten, so, wie sein unermüdlicher, ehrlicher, neugieriger, offener und unverstellter Blick auf das Motiv auch beim Betrachter Toleranz und Neugier voraussetzt. Er agiert wie ein Regisseur mit seiner Kamera, mit dem Set, den Requisiten und vor allem den Protagonisten seiner Bilder. So ist nachzuvoll- ziehen, dass auch andere Personen den Auslöser der Kamera betätigen, wenn er selbst zum Modell seiner Inszenierungen wird. „Alles ist im weitesten Sinne eine Art Selbstporträt. Es ist einfach die Art, wie Du die Dinge siehst, und wie gewisse Dinge Dich neugierig machen und Dich einfach mitreißen.“, so Teller. In den seit 2016 entstandenen Serien Plates/Teller fließen alle bisherigen Themen und Kompositionen als Konzentrat zusammen. Und als „storyteller“ reflektiert Teller das Medium Foto- grafie als Spiegel der Gesellschaft und untersucht fast intuitiv dessen Medienwirksamkeit.

 

Die Ausstellung war zuvor in der Bundeskunsthalle Berlin und in der Bundeskunsthalle  Bonn sowie in der Galerie Rudolfinum in Prag zu sehen.

 

Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44+45, Winterthur, Schweiz

01.06.2018 - 18.11.2018
Fotoausstellung Berlin . Die Berliner Helmut Newton Stiftung präsentiert die Ausstellung „Between Art & Fashion. Photographs from the Collections of Carla Sozzani / Alice Springs. Portraits mit über 200 Bildern. 1. Juni bis 18. November 2018.
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Between Art & Fashion
Fotoausstellung Berlin . Die Berliner Helmut Newton Stiftung präsentiert die Ausstellung „Between Art & Fashion. Photographs from the Collections of Carla Sozzani / Alice Springs. Portraits mit über 200 Bildern. 1. Juni bis 18. November 2018.

Alice Springs
Helmut Newton, Rue Aubriot, Paris 1976
copyright Alice Springs

 


Vorgestellt wurde die Ausstellung „Between Art & Fashion“ schon in der Pariser Galerie Azzedine Alaïa und in dem Schweizer  Museum of Fine Arts Le Locle (kuratiert von Fabrice Hergott). Jetzt zeigt die Helmut Newton Stiftung „Between Art & Fashion in völlig neuer Zusammenstellung erstmals auch in Deutschland. Aus dem umfangreichen Sammlungsbestand wurden über 200 Fotografien ausgewählt. Thematisch auf den aktuellen Ausstellungsort abgestimmt, werden einige Fotografen mit nur einer Arbeit präsentiert, andere mit einem kleinen Konvolut – eine Auswahl, in der es nicht um Vollständigkeit geht, sondern um Authentizität und Sichtbarmachung, um die Qualität autonomer und repräsentativer Bilder. Innerhalb der Berliner Präsentation ragen vier Kooperationen zwischen Carla Sozzani und Paolo Roversi, Sarah Moon, Bruce Weber und Helmut Newton heraus, jeder wird entsprechend viel Ausstellungsraum eingeräumt, u.a. mit Arbeitsfotos und Kontaktbögen der gemeinsamen Modeshootings.

 

Arthur Elgort
Azzedine Alaia and Naomi Campell, New York City, 1987
copyright Paolo Roversi

 


In June’s Room sind anlässlich des 95. Geburtstages von June Newton alias Alice Springs über 30 teilweise noch nicht gezeigte Porträts zu sehen, die aus dem Stiftungsbestand aus-gewählt wurden – im Kontext der Sozzani-Sammlung sind es vor allem Künstler, Fotografen und Modedesigner. Alice Springs hat seit den 1970er-Jahren ein eigenständiges fotografi-sches Werk geschaffen, das auch immer wieder in der Helmut Newton Stiftung gezeigt wor-den ist. Die Liste der von Alice Springs porträtierten Künstler, Schauspieler und Musiker liest sich wie ein Who’s Who der internationalen Kulturszene aus den vergangenen vierzig Jahren diesseits und jenseits des Atlantiks – von Yves Saint Laurent und Karl Lagerfeld über Billy Wilder und Diana Vreeland bis zu den Hell’s Angels. Auch wenn die meisten der von ihr Porträtierten zum Jetset gehören, macht sie doch grundsätzlich keinen Unterschied zwischen den gesellschaftlichen Schichten. Manche Aufnahmen sind im Auftrag für Zeitschriften zwischen Paris und Los Angeles entstanden, andere aus freiem Antrieb. Möglicherweise hilft ihr, der ausgebildeten Schauspielerin, die tiefe Kenntnis des Schauspiels, gleichzeitig auf und hinter die Fassade des Menschlichen zu schauen. Ihren Blick für und auf die Menschen konzentriert sie meist auf deren Gesichter; zuweilen fasst sie sie im engen Bildausschnitt als Brust- oder Dreiviertelporträt. Nur wenige Studioporträts sind darunter, die Mehrzahl entstand vielmehr – meist bei natürlichem Licht – im öffentlichen Raum sowie vor oder in den Wohnungen der Protagonisten.

 

Peter Lindbergh
Le Touquet, Linda Spierings and Tatjana Patitz, 1987
copyright Peter Lindbergh

 



Carla Sozzani, frühere Chefredakteurin der italienischen Elle und Vogue, hat über viele Jahre Fotografien gesammelt – und seit 1990 in ihrer Mailänder Galerie in enger Verbindung mit zahlreichen international renommierten Fotografen ausgestellt. So zeigte sie auch vier Ausstellungen mit Bildern von Helmut Newton: "Ritratti di donna" (1993), "Impressions, Polaroids" (1996), "Us and them" (1999), zusammen mit seiner Frau June, a.k.a. Alice Springs, und "Yellow Press" (2003). Die persönliche Freundschaft zwischen Carla Sozzani und Helmut Newton mündet 2018 in der Präsentation der vielschichtigen Sozzani-Sammlung in der Helmut Newton Stiftung unter dem Titel Between Art & Fashion.

 

Paolo Roversi
Meg. Alaia Dresse, 1987
copyright Paolo Roversi


Seit der Galeriegründung vor 28 Jahren gab es bei Carla Sozzani Hunderte von Fotografie-Ausstellungen, u. a. von Annie Leibovitz, Sarah Moon, Paolo Roversi, David Bailey, Hiro oder David LaChapelle. Darüber hinaus finden zweimal jährlich Ausstellungen zu Architektur und Design, etwa zum Werk von Carlo Mollino, Verner Panton oder Yayoi Kusama, und schließlich Modepräsentationen, u. a. von Pierre Cardin, André Courrèges oder Paco Rabanne, statt. Manche der ausgestellten Werke gelangen anschließend in Sozzanis Sammlung, die heute annähernd 1000 Werke umfasst und neben Modebildern auch Fotoexperimente von Berenice Abbott und Duane Michals, Akt-Porträts von Francesca Woodman und Daido Moriyama sowie Stillleben von Man Ray und William Klein beinhaltet. So entstand über viele Jahre eine heterogene Sammlung mit Fokus auf klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie, die wie ein Blick zurück in eine vergangene Zeit wirkt. Die Galerie Sozzani ist bis heute zentraler Bestandteil des von Carla Sozzani 1991 gegründeten ersten Concept Stores überhaupt: 10 Corso Como, mit Hauptsitz im Zentrum Mailands und inzwischen mit Ablegern in China, Korea und den USA. Die Galerie befindet sich seit 2016 unter dem Dach einer Stiftung.
Helmut Newton Stiftung, Jebenstraße 2, Hamburg


29.05.2018 - 19.08.2018
Fotoausstellung Wien . Bei WestLicht werden rund 100 zwischen den frühen 1950er- und den späten 1970er-Jahren entstandene Arbeiten Vivian Maiers, deren Werk erst 2009 entdeckt wurde, zu sehen sein. Dabei werden die klassischen, überwiegend mit der Rolleiflex aufgenommenen Schwarz-Weiß-Bilder durch Farbaufnahmen ergänzt, die sie mit der Leica fotografierte. 29.5. bis 19. 8. 2018
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Vivian Maier
Fotoausstellung Wien . Bei WestLicht werden rund 100 zwischen den frühen 1950er- und den späten 1970er-Jahren entstandene Arbeiten Vivian Maiers, deren Werk erst 2009 entdeckt wurde, zu sehen sein. Dabei werden die klassischen, überwiegend mit der Rolleiflex aufgenommenen Schwarz-Weiß-Bilder durch Farbaufnahmen ergänzt, die sie mit der Leica fotografierte. 29.5. bis 19. 8. 2018

Selbstporträt New York 1953
© Estate of Vivian Maier, Courtesy of Maloof Collection and Howard Greenberg Gallery, NY

 

„Ein Jahrhundertfund – und eine Geschichte, die man sich besser nicht hätte ausdenken können“, so WestLicht-Gründer Peter Coeln. Der Wiener Schauplatz für Fotografie holt die Arbeiten der US-amerikanischen Fotografin mit väterlichen Wurzeln in der k.u.k. Monarchie zum ersten Mal nach Österreich.

 

Selbstporträt 1978
© Estate of Vivian Maier, Courtesy of Maloof Collection and Howard Greenberg Gallery, NY

 

Die Entdeckung des Werks von Vivian Maier (1926–2009) schlug 2009 ein wie eine Bombe. Die Geschichte der bis dato völlig unbekannten Fotografin, die sich ihren Unterhalt zeitlebens als Kindermädchen verdient hatte und deren zu großen Teilen aus Negativen bestehendes Archiv auf einer Zwangsauktion eher zufällig in die Hände eines jungen Sammlers geraten war, begeisterte die Öffentlichkeit weit über die klassischen Fotozirkel hinaus.

Gleichsam über Nacht wurde Vivian Maier zum Star, in einem Atemzug genannt mit Größen wie Henri Cartier-Bresson, Robert Frank, Lee Friedlander oder Diane Arbus und gehandelt von den renommiertesten Galerien. Die hollywoodreife Erzählung wurde 2013 in einer Dokumentation verarbeitet, die weltweit in den Kinos lief und bei den Academy Awards 2014 für einen Oscar als Best Documentary Feature nominiert war. Vivian Maier selbst hat den späten Welterfolg nicht mehr erlebt. Sie starb 2009, zwei Jahre nachdem ihre Negative, Abzüge, 8 mm-Filme und Tonbänder versteigert worden waren, weil sie den Mietzins der Lagerräume schuldig geblieben war, in einem Altersheim an den Folgen eines Sturzes – nur wenige Tage, bevor der Sammler ihren letzten Wohnsitz ausfindig machen sollte.

 

Chicago 1963
© Estate of Vivian Maier, Courtesy of Maloof Collection and Howard Greenberg Gallery, NY

 

 


Selbstporträt undatiert
© Estate of Vivian Maier, Courtesy of Maloof Collection and Howard Greenberg Gallery, NY
 

 

„Die vielfach kolportierte – und ja tatsächlich fantastische – Erzählung einer ‚Mary Poppins mit Kamera‘ darf nicht den Blick auf Maiers Werk verstellen. Ihr Platz in der Fotogeschichte gebührt ihr wegen der Qualität ihrer Fotografie“, so WestLicht Chef-Kuratorin Rebekka Reuter. Viele von Maiers seit den 1950er-Jahren insbesondere in den Straßen von New York und Chicago entstandenen Arbeiten wirken wie unmittelbare Klassiker. Mit ihrem Gespür für den Moment und ihren souveränen Kompositionen beansprucht Maier nachhaltig einen Sitz im traditionell männlich dominierten Olymp der Street Photography. Ihre zahlreichen Selbstporträts in Spiegeln und Schaufenstern im Stadtraum brechen dabei mit der oft entlang archaischer Jäger-Beute-Schemata und konventioneller Geschlechterrollen konstruierten Erzählung des Genres.

Vivian Maier, geboren 1926 in New York City als Tochter einer französischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Verbringt ihre Kindheit und Jugend, den lückenhaften Anhaltspunkten nach zu urteilen, zwischen Frankreich und New York. Möglicherweise früher Kontakt zur Fotografie durch die Porträtfotografin Jeanne Bertrand, die zeitweise mit Maier und ihrer Mutter in New York wohnt. Ende der 1940er-Jahre in Frankreich erste Aufnahmen mit der Kodak Brownie Box. 1951 Rückkehr in die USA und Anstellung als Kindermädchen bei einer Familie in Southampton, NY. Erste Rolleiflex 1952. Umzug nach Chicago 1956. Einrichtung einer Dunkelkammer im Badezimmer. Bis in die frühen 1970er-Jahre Arbeit als Nanny in einem Chicagoer Vorort bei der Familie Gensburg, ab 1967 zusätzlich bei den Raymonds. Weltreise 1959/60. Wechselnde Anstellungen als Kinderfrau und Haushaltshilfe in den 1970er-Jahren. Hinwendung zur Farbfotografie und Arbeit mit Leica IIIc. Filmmaterial bleibt zu großen Teilen unentwickelt. In den 1980er- und 1990er-Jahren zunehmend angespannte finanzielle Situation. Einlagerung ihres Archivs in angemieteten Lagerräumen. Alleinstehend und ohne familiäre Bindungen Unterstützung vor allem durch die Söhne der Gensburg-Familie. 2009 stirbt Vivian Maier an den Folgen eines Sturzes in einem Altersheim in Chicago.

Aufgrund ausbleibender Mietzahlung versteigert die Lagerhausfirma 2007 den Inhalt der Lagerräume von Vivian Maier, über 100.000 Negative, mehrere Tausend Abzüge, Tonbandaufnahmen und 8 mm-Filme. John Maloof, ein junger Immobilienmakler, der gerade an einem Buch über ein Wohnviertel an Chicagos Northwest Side arbeitet und auf der Suche nach historischem Bildmaterial ist, erwirbt unbesehen einen ersten Karton mit Negativen für 400 US-Dollar. Beginnt, sich mit dem Material zu beschäftigen. 2009 Veröffentlichung von Bildern auf seinem Blog, über einen Link zur Plattform flickr werden die Fotografien zu einem viralen Phänomen. Sukzessive weitere Ankäufe durch Maloof, der heute den weitaus größten Teil des Nachlasses verwaltet.

WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40 Wien

 

27.05.2018 - 26.08.2018
Fotoausstellung Mannheim . Zephir – Raum für Fotografie in den Reiss-Engelhorn-Museen zeigt in der Ausstellung “Postkoloniale Erleuchtung” Kirchen und Kinos in Südindien von Haubitz + Zoche. 27. Mai bis 26. August 2018
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Postkoloniale Erleuchtung
Fotoausstellung Mannheim . Zephir – Raum für Fotografie in den Reiss-Engelhorn-Museen zeigt in der Ausstellung “Postkoloniale Erleuchtung” Kirchen und Kinos in Südindien von Haubitz + Zoche. 27. Mai bis 26. August 2018

 

 

St. Anthony´s Church, Peratta (2014)
© Stefanie Zoche / VG Bildkunst

 

 

Von 1998 bis 2014 arbeiteten Sabine Haubitz 1959 in Nördlingen geboren, und Stefanie Zoche, 1965 in München geboren unter dem Namen Haubitz + Zoche zusammen. In dieser Zeit entstanden die Bilder „Postkoloniale Erleuchtung“.

In der Ausstellung, die zum ersten Mal in Deutschland zu sehen ist, treffen die Serien der Kirchen und Kinos aufeinander. In beiden machen Haubitz + Zoche die Einflüsse verschiedener Kulturen und Epochen sichtbar und reflektieren so die dynamische Veränderung, die das Land prägt. Jenseits des Alltags scheinen Kinos wie Kirchen ihren jeweiligen Besuchern Orte ganz unterschiedlicher Erleuchtung anzubieten.

 

 

St. Joseph´s Chapel, Thuravoor (2014)
© Stefanie Zoche / VG Bildkunst

 

In den 1950er bis 1970er Jahren entstanden in Südindien sowohl in den Metropolen als auch in ländlichen Gegenden zahlreiche Kinosäle. Die Gebäude zeigen eine ungewöhnliche Mischung lokaler Baustile und westlicher Einflüsse. Die kulissenhaften, farbigen Fassaden bilden einen Vorgeschmack auf das Kinoerlebnis im Saal, in dem sich extravagante Formen und Verzierungen fortsetzen und den Zuschauer bereits vor der Filmvorführung auf die cineastische Welt einstimmen.

 

New Theaters, Trivandrum (2014)
© Stefanie Zoche / VG Bildkunst

 


Auf drei Reisen in den Jahren 2010 – 2014 dokumentierten Haubitz + Zoche diese Gebäude, deren Architektursprache man als eine hybride Moderne bezeichnen kann. Die Fotografien bezeugen eine reiche Kinokultur, die in Europa und Amerika schon verschwunden ist und bald auch in Indien von Multiplexen verdrängt wird.

 

Nach der Unabhängigkeit im Jahr 1947 wollte sich die indische Kirche vom historisierenden Baustil der Kolonialherren differenzieren und nahm moderne Architekturstile auf.
Bei den südindischen Kirchenbauten ist ein Einfluss des Modernismus erkennbar, wird aber von lokalen Bauelementen durchbrochen. Die Gebäude weisen häufig eine exaltierte, skulpturale Formensprache und die Verwendung intensiver Farben auf. Bei manchen der Kirchen werden christliche Symbole unmittelbar in eine dreidimensionale, monumentale Bauform übersetzt.

Durch die typologische Zusammenschau dieser Gebäude machen Haubitz + Zoche die vielfältigen westlichen Einflüsse und deren kulturell geprägte Neuinterpretation sichtbar.

ZEPHYR Raum für Fotografie, C4, 8, Mannheim

 

25.05.2018 - 28.09.2018
Als Teil der Fotografietriennale RAY 2018 zeigt die Deutsche Börse Photography Foundation von 25. Mai bis 28. September 2018 in der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse, The Cube, in Eschborn „EXTREME.TERRITORIES“.
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Deutsche Börse Photography Foundation: „EXTREME.TERRITORIES RAY 2018“
Als Teil der Fotografietriennale RAY 2018 zeigt die Deutsche Börse Photography Foundation von 25. Mai bis 28. September 2018 in der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse, The Cube, in Eschborn „EXTREME.TERRITORIES“.

 

 Christoph Bangert, Kandahar, Afghanistan

 

Die Ausstellung ist Teil der Fotografietriennale RAY 2018 in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet. In diesem Rahmen präsentieren über 15 RAY 2018 Partnerprojekte eigens kuratierte Ausstellungen und erfassen das diesjährige Thema EXTREME aus vielschichtigen Perspektiven in der zeitgenössischen Fotografie. 

Das Kuratorenteam von RAY 2018 setzt sich zusammen aus: Anne-Marie Beckmann (Art Collection Deutsche Börse), Peter Gorschlüter (MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main), Alexandra Lechner (Darmstädter Tage der Fotografie), Celina Lunsford (Fotografie Forum Frankfurt) und Matthias Wagner K (Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main). 

„EXTREME. TERRITORIES“ beschäftigt sich mit Gebieten, deren Bewohner durch politische und wirtschaftliche Entwicklungen außergewöhnlichen Bedingungen ausgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die in der Landschaft hinterlassenen Spuren und Verschiebungen, die Zeugnis ablegen von Entwurzelung, Abgrenzung und Entfremdung. Sie entstehen durch politische Konflikte und Umwälzungen ebenso wie durch die Auswüchse von rasantem wirtschaftlichen Wachstum. Gezeigt werden Arbeiten von Christoph Bangert, Anne Heinlein und Göran Gnaudschun, Sze Tsung Nicolás Leong, Gregor Sailer und Guy Tillim. 

 

 Guy Tillim, Grande Hotel Beira, Mozambique, 2008

 

Christoph Bangert (*1978 DE) setzt sich in „Hello Camel“ mit den extremen und bisweilen skurrilen Lebensbedingungen im Krieg auseinander. Er zeigt, wie Soldaten aus den USA, Großbritannien und Deutschland, die in Kriegsgebieten im Irak und Afghanistan stationiert sind, dort im Chaos des Krieges um ein Stück Normalität ringen. 

 

Das Projekt „Wüstungen“ von Anne Heinlein (*1977 DE) und Göran Gnaudschun (*1971 DE) zeigt Fotografien und Archivmaterial aus den geschleiften Grenzgebieten in der ehemaligen DDR. Dort wurde alles dem Erdboden gleichgemacht, was dem Schussfeld der Grenzpolizisten im Wege stand. „Wüstungen“ reflektiert die weitreichenden und dramatischen Folgen, die die Errichtung und Bewachung der innerdeutschen Grenze für viele Menschen in der ehemaligen DDR mit sich brachte. Für viele von ihnen bedeutete sie den Verlust von Haus, Hof und Heimat. 

 

Die Arbeiten von Sze Tsung Nicolás Leong (*1970 MX/GB/US) aus der Serie „History Images“ beschäftigen sich mit den rasanten und radikalen architektonischen Veränderungen des urbanen Raums in chinesischen Großstädten. Das dortige Wirtschaftswachstum sowie das Streben nach westlicher Lebensqualität führen zur Auslöschung ganzer Stadtteile, die durch gleichförmige schnell erbaute Hochhaussiedlungen ersetzt werden. Ärmere und ältere Menschen werden aus den Städten gedrängt, die somit ihre Geschichte und ihr Gedächtnis verlieren. 

 

Für seine Serie „Closed Cities“ spürte Gregor Sailer (*1980 AT) verborgene und hermetisch von der Außenwelt abgeschottete Städte in unterschiedlichen Regionen der Welt auf. Diese für einen begrenzten Zeitraum künstlich angelegten urbanen Zonen werden sowohl für den Abbau von Rohstoffen, militärische Übungen oder die Unterbringung von Flüchtlingen geschaffen. Sailer hinterfragt hiermit aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und verweist auf ihre Auswirkungen auf Landschaftsgestaltung und Architektur. Diese Betrachtungen führt er in seinem aktuellen Projekt „The Potemkin Village“ fort, welches der Idee von schnell hochgezogenen Attrappen folgt und ihn zu den erstaunlichsten Kulissen und Kopien geführt hat. 

 

Guy Tillim (*1962 ZA) hat seine Fotografien von Straßenzügen und Gebäuden in afrikanischen Großstädten „Avenue Patrice Lumumba“ nach dem ersten Premierminister des unabhängigen Kongo benannt. Auf den ersten Blick erscheinen die dort abgebildeten postkolonialen Bauwerke wie morbide architektonische Relikte von gescheiterten Utopien. Doch Tillim selbst nennt sie „Avenuen der Träume“, deren Monumente die Visionen von politischer Befreiung ebenso in sich tragen wie deren Scheitern. 

 

Die Deutsche Börse Photography Foundation ist Ausstellungspartner und Förderer von RAY 2018 sowie einer der Hauptförderer des RAY Partnerprojektes „Foam Talents“, das vom 24. Mai - 26. August im Frankfurter Kunstverein gezeigt wird. Im Rahmen von RAY 2018 - PLUS zeigt das MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst 22. Juni bis 9. September 2018 die Ausstellung des „Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2018“. 

Über RAY 2018 

RAY 2018 präsentiert zum dritten Mal herausragende Positionen der Fotografie an über zehn Standorten in Frankfurt und der Region Rhein-Main. Eröffnet wird RAY 2018 am 23. Mai 2018 im Festivalzentrum im MMK 3 des Museums für Moderne Kunst Frankfurt (Domstr. 3). Erstmalig findet auch ein viertägiges Festival statt: Vom 24. bis 27. Mai 2018 sind Fotobegeisterte, Fachbesucherinnen und -besucher sowie Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich zum Medium Fotografie und dem Triennale-Thema EXTREME auszutauschen. Das inhaltliche Konzept von RAY 2018 EXTREME wurde von fünf Kuratorinnen und Kuratoren beteiligter Institutionen und Sammlungen für Fotografie gemeinsam entwickelt. In Kooperation mit über 15 Partnerinstitutionen und Sammlungen der Region sowie mit zahlreichen Events verspricht RAY 2018 eine weitere facettenreiche Auseinandersetzung mit der Fotografie vor dem Hintergrund ihrer gesellschaftlichen Bedeutung. 

 

24.05.2018 - 20.10.2018
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ihr 25jähriges Bestehen feiert die DZ Bank Kunstsammlung mit einer Ausstellung über die Facetten der Mathematik in der Fotokunst. Ein Thema, das Kunst und Bankwesen in ihrer inneren Verflochtenheit sichtbar macht: den Zahlen und Ziffern, den Formeln und Gleichungen sowie der symbolischen Kraft der Chiffren. Gezeigt werden im Art Foyer rund 50 Arbeiten von zwanzig internationalen Künstlern, die sich mit Zahlenreihen, Messungen, Geometrie, aber auch philosophischen Facetten der Mathematik auseinandersetzen. Vom 24. Mai bis 20. Oktober 2018.
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Die Zahl als Chiffre in der Kunst
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ihr 25jähriges Bestehen feiert die DZ Bank Kunstsammlung mit einer Ausstellung über die Facetten der Mathematik in der Fotokunst. Ein Thema, das Kunst und Bankwesen in ihrer inneren Verflochtenheit sichtbar macht: den Zahlen und Ziffern, den Formeln und Gleichungen sowie der symbolischen Kraft der Chiffren. Gezeigt werden im Art Foyer rund 50 Arbeiten von zwanzig internationalen Künstlern, die sich mit Zahlenreihen, Messungen, Geometrie, aber auch philosophischen Facetten der Mathematik auseinandersetzen. Vom 24. Mai bis 20. Oktober 2018.

Olaf Metzel

Ohne Titel, 1988
Aus der Serie: Der Fälscher ist der Held der elektronischen Kultur
Silbergelatine, Lasurfarbe
50 x 60 cm

 

Schon 1993 begann die DZ Bank eine eigene Kunstsammlung aufzubauen, die sich auf zeitgenössische Fotokunst konzentriert. In einem Vierteljahrhundert entstand so eine renommierte Sammlung mit mehr als 7500 Werken von rund 800 Künstlern.
In der Ausstellung „Die Zahl  als Chiffre in der Kunst“ sind Fotoarbeiten aus der Sammlung von John Baldessari, Peter Bialobrzeski, Jan Dibbets, Tamara Grcic, Andreas Gursky, Astrid Klein, Imi Knoebel, Robert Longo, Mario Merz, Olaf Metzel, Martin Parr, Miguel Rothschild, Timm Ulrichs, Ignacio Uriarte und Anna Vogel sowie Neuerwerbungen von Gwenneth Boelens, Jan Paul Evers, Timm Rautert, Thomas Ruff und Adrian Sauer zu sehen.
„Die Zahl ist das Wesen aller Dinge“ stellte schon der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras fest. Zahlen sind omnipräsent: als Maßeinheit, im Handel, in der Forschung, Wirtschaft, Medizin, Technik, Architektur. Was sich in Zahlenwerte übersetzen lässt, suggeriert Messbarkeit, Erfolgskontrolle, Prognostizierbarkeit. Doch erst der Mensch gibt mit seiner Interpretation diesen Zahlen Sinn.
Die Zahl ist ein Phänomen, das sich durch alle Bereiche des Lebens zieht und auch in der Kunst seit jeher auf unterschiedlichste Weise thematisiert wird. Die Ausstellung beschäftigt sich mit fünf übergeordneten Bereichen: der Fibonacci-Reihe und dem Goldenen Schnitt, der Vermessung der Welt, der Zahlenmystik und der Spiritualität, dem Handel sowie der Digitalität, die in der Fotokunst einen Paradigmenwechsel herbeigeführt hat.

Fibonacci-Reihe und Goldener Schnitt

Die Suche nach einem ordnenden Prinzip in der Natur hat Mathematiker und Künstler von jeher umgetrieben. So verarbeitet Mario Merz (* 1925 in Mailand; † 2003 in Turin) die Fibonacci-Reihe in seinen Werkkomplexen seit 1970 immer wieder als elementare Grundidee. In seiner fotokünstlerischen Installation „Isola della frutta“ sind in Spiralform angeordnete Früchte mit Zahlen der Fibonacci-Reihe durchsetzt. Die ersten zehn Zahlen der unendlichen Zahlenfolge durchwandern auch an einer blau leuchtenden Kette aus Neonröhren seine Installation und bilden damit nicht nur einen ideellen, sondern auch einen physischen Bestandteil der „isola“.
Auch in den Stadträumen von Peter Bialobrzeski (* 1961 in Wolfsburg), in denen Ruinöses neben Unfertigem, Hochhäuser neben Baracken stehen, finden sich Anklänge an die „Göttliche Proportion“, die sich beim Betrachter als Ordnungsprinzip für den visuellen Zusammenhalt der Bilder einstellt. Später sprach man vom Goldenen Schnitt, einem besonders seit der Renaissance bekannten Bildaufbau, welcher der Fibonacci-Reihe folgt.
Timm Ulrichs (* 1940 in Berlin) bemalt die Häuser von Weinbergschnecken mit königsblauer Farbe, setzt sie gleichzeitig aus und lässt sie nach der Form eines blauen Quadrats streben.

 

Peter Bialobrzeski

Transition 20, 2007
chromogener Abzug auf PE-Papier
Rahmen: 126 x 152,5 cm


 

Vermessung der Welt

Der spanische Künstler Ignacio Uriarte (* 1972 in Krefeld) verweist auf die Kulturgeschichte des Vermessens, indem er mit Anordnungen unterschiedlicher Linealtypen experimentiert und sie in seiner Serie „Four Geometry Sets“ zu stellar anmutenden Mustern zusammenstellt.
Imi Knoebel (* 1940 in Dessau) hat Aufnahmen aus astronomischen Publikationen abfotografiert und zu einem Tableau angeordnet. Ein Loch, das er mit einer Nadel in das Firmament sticht, steht für einen neuen Stern: seine damals neugeborene Tochter Olga Lina, die für lange Zeit den Mittelpunkt der elterlichen Welt bilden wird.
Adrian Sauer (* 1976 in Berlin) variiert in seinem Tableau „Dark Star, Light Shadow, Third Point of View“ geometrische Formen, die er aus der weitergeführten Grundform eines Dodekaeders entwickelt hat.
Geometrische Irritationen durch collagenartigen Transfer verschiedener Architekturdetails zeichnen die Formensprache der Werke von Jan Dibbets (* 1941 in Weert, Niederlande) aus, die sich mit europäischer Architektur und Zentralperspektive beschäftigen.

 

Spiritualität und Zahl

In den Bildern der Rosenfenster französischer und spanischer Kathedralen des Wahlberliners Miguel Rothschild (* 1963 in Buenos Aires) sind scheinbar mosaikartige Szenen zu erkennen. Doch tatsächlich haben sich die Muster beim Perforieren des farbigen Tintenstrahldrucks ergeben, und das beim Lochungsprozess entstandene Konfetti lagert am unteren Bildrand.
Das Triptychon der dunklen Kathedralenbilder von Robert Longo (* 1953 in Brooklyn, USA) lässt an die die Zahl 3 denken, die in der mittelalterlichen Symbolsprache dem Vater, Sohn und heiligen Geist zugeschrieben wird. Auch Longos Vorgehen beruht auf einem Dreischnitt: Eine vorhandene Fotografie bildet die Vorlage, die er mit Kohle abzeichnet, um die so entstandenen Bilder erneut zu fotografieren. Die Expressivität der scheinbar ins Wanken geratenen Formen wird durch die Dreigliederung des Triptychons in einer Balance gehalten.
Auf fotografische Bildvorlagen greift auch Jan Paul Evers (* 1982 in Köln) zurück, um sie, in Lichtführung und Ausschnitt verändert, erneut zu fotografieren und exakt nur einen Silbergelatineabzug herzustellen. Diesen Auswahlprozess kann man in einem spirituellen Sinn als eine Art Auserwählung im Reich der Dunkelkammer verstehen.

 

Handel

Die dreiteilige Fotocollage „Life’s Balance (with Money)“ von John Baldessari (* 1931 in National City, Kalifornien) zeigt ausgelassen Feiernde, einen Akrobaten, einen Jongleur. Hervorgehoben sind ein rot und ein gelb kolorierter Ring, die den Bildaufbau zu stabilisieren scheinen. Doch die grünen Dollarnoten beherrschen die Komposition.
Die Bilder von Andreas Gursky (* 1955 in Leipzig) sind aus vielen verschiedenen Aufnahmen und Ansichten digital so montiert, dass sich eine Art Konzentrat ergibt und sich in dem Gewusel der Menschen an der Börse von Singapur eine fast choreografische Ordnung zeigt.
Das Interesse von Timm Rautert (* 1941 in Tuchel/Westpreußen) gilt der Welt des Kunsthandels, hier den Erlösen einer Auktion für Gegenwartskunst bei Christie's in New York. Um zu zeigen, dass nur das monetäre Äquivalent eines Kunstwerks zählt, versieht er Abbildungen aus dem Auktionskatalog mit einem selbst angefertigten roten Stempel und dem erzielten Preis.
Tamara Grcic (* 1964 in München) hat mit ihrer Serie „Die Bank“ – einem Mitarbeiterprojekt von 1999 – gleichsam das Innenleben des Geldhandels in Augenschein genommen: Details wie Tastaturen, Schneidemaschinen oder Telefonhörer, aber auch den temporären, persönlichen Krimskrams an den Arbeitsplätzen, der ein Stück Individualität in der Arbeitswelt behauptet.
Martin Parr (* 23. Mai 1952 in Epsom, Großbritannien) fotografiert Menschen ungeschönt bei ihrem Konsum- und Freizeitverhalten. Gleich zwei Tüten mit Softeis hält die Hand auf dem Foto „Melting Ice Cream Cones“, den dazugehörigen Arm ziert ein Band mit einem Strichcode. Stehen die beiden Eistüten für die Ziffer 2, die fünf Finger der Hand für die 5, so kann, nebeneinander betrachtet, die 25 für das 25-jährige Jubiläum der DZ BANK Kunstsammlung ausgelegt werden.

 

Timm Rautert

SOLD, New York, 2014
Aus der Serie: Artworks 1969-2016
Offsetdruck, gestempelt
verschiedene Größen
Installationsansicht Parrotta Contemporary Art, Stuttgart


 

Digitalität

Gewebe in unterschiedlicher Farbgestaltung sind bei Gwenneth Boelens (* 1980 in Soest, Niederlande) zu sehen – und die erste Assoziation, die sich zur Welt der Digitalisierung einstellt, ist der Jacquard-Webstuhl. Sein Erfinder „programmierte“ Anfang des 19. Jahrhunderts einen mechanischen Webstuhl mit Lochkarten, um komplizierte Muster in vielfältigen Farbschattierungen zu erstellen. Auch Boelens’ Fotogramme von Geweben haben thematisch Informationsübermittlung zum Gegenstand, kodifizierte Botschaften jenseits der Schrift.
Rationalisierung, quantitative Erfassung, Datenschutzprobleme – das waren bereits 1983, als Astrid Klein (* 1951 in Köln) die Arbeit „Gedankenchips“ schuf, Themen, welche die Gesellschaft umtrieben. Es war das Jahr der ersten geplanten Volkszählung, die Angst und Proteste hervorrief. Die Silhouette einer weißen Figur durchquert in großer Eile das Bildfeld, verfolgt von einer Zahlenkette.
Auch die Arbeiten von Olaf Metzel (* 1952 in Berlin), deren Titel „Der Fälscher ist der Held der elektronischen Kultur“ auf ein Zitat von Glenn Gould zurückgeht, greifen die kollektive Ängste vor elektronischer Überwachung auf. Expressiv kolorierte und durch Ritzungen verletzte Fotografien zeigen demolierte Schaltschränke, zerborstene Festplatten, flackernde Röhrenbildschirme, die in den Kontext seiner Installation von 1988 gehören.
Thomas Ruff (* 1958 in Zell am Harmersbach) beschäftigt sich mit stellaren und planetaren Bildwelten. In seinem Werkkomplex „ma.r.s.“ bearbeitet er Schwarz-Weiß-Aufnahmen vom Planeten Mars, die auf der Webseite der NASA öffentlich zugänglich sind, digital und überführt sie in eine gestauchte Schrägsicht: mittels einer 3D-Brille erscheinen runde Krater häufig als Ellipsen. Zudem rufen übereinandergelegte stereoskopische Aufnahmen einen frappierenden räumlichen Eindruck hervor.

Die Ausstellung ist ein Partnerprojekt der Fotografie-Triennale RAY 2018.
ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung,
Platz der Republik, 60325 Frankfurt am Main.
Öffentlicher Zugang: Friedrich-Ebert-Anlage / Cityhaus 1.


24.05.2018 - 01.09.2018
Fotoausstellung Gelsenkirchen . Mit der Entwicklung von Städten und Landschaften beschäftigt sich die kommende Fotografieausstellung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen: Mit „Diaolou – Die Wachtürme von Kaiping“ dokumentieren Sabine Bungert und Stefan Dolfen eine einzigartige Architektur im Süden Chinas. Vom 24. Mai bis 1. September 2018.
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Zeichen von Migration in der Architektur
Fotoausstellung Gelsenkirchen . Mit der Entwicklung von Städten und Landschaften beschäftigt sich die kommende Fotografieausstellung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen: Mit „Diaolou – Die Wachtürme von Kaiping“ dokumentieren Sabine Bungert und Stefan Dolfen eine einzigartige Architektur im Süden Chinas. Vom 24. Mai bis 1. September 2018.

 

Die Ausstellung dokumentiert unter dem Titel „Zeichen von Migration in der Architektur“ die Diaolou, eine einzigartige Architektur im Süden Chinas, die westliche und chinesische Stilelemente kombiniert. Ebenfalls charakteristische Spuren von Migration in der Architektur zeigen Arbeiten aus der Türkei und Hongkong. Insgesamt werden 55 großformatige Fotografien in der Glasarkade des Wissenschaftparks ausgestellt. Seit 2010 arbeiten Sabine Bungert und Stefan Dolfen gemeinsam an fotografischen Langzeitprojekten, die sich vornehmlich mit Entwicklungen aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen, wie Migration und Landflucht, beschäftigen.

Namensgeber der Ausstellung sind die Diaolou, hunderte Wohn- und Wachtürme, die in der südchinesischen Provinz Guangdong errichtet wurden. Rund 70 chinesische Dörfer haben die beiden Fotografen 2017 besucht, um die letzten noch stehenden Diaolou zu fotografieren. Diese Arbeit wurde durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst gefördert. Die Kaiping-Diaolou gelten heute als Zeitzeugen der Auswanderergeschichte der Übersee-Chinesen aus Kaiping.

 

 

Auch in den weiteren Arbeiten beschäftigen sich Sabine Bungert und Stefan Dolfen mit Veränderungen im urbanen und ländlichen Raum aufgrund von Migrationsbewegungen. Dazu haben sie in Chikan, dem einstigen Handelszentrum der Provinz Guangdong, die nächtlichen menschenleeren Straßen und Gassen fotografiert. In „Arrival Cities “ haben die Fotografe n Zuwandererviertel in den Städten Hongkong und Istanbul besucht. Die Höhlenwohnungen in den rauen Hochebenen Zentralanatoliens erzählen von Menschen, die früh Zuflucht suchend ganze Dörfer in den weichen Tuffstein gegraben haben. Hier verbinden sich abendländisch-christliche und türkisch-moderne Einflüsse zu einer einzigartigen doppelten Kulturlandschaft.

Sabine Bungert und Stefan Dolfen haben an der Folkwangschule Fotografie und Design studiert. Sabine Bungert arbeitet für nationale und internationale Zeitschriften und Magazine sowie für die Unternehmenskommunikation international tätiger Firmen. Stefan Dolfen ist Gründer und Geschäftsführer des eye-d Designbüros in Essen. Beide arbeiten seit 2010 gemeinsam an fotografischen Langzeitprojekten und sind Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Photographie e.V. (DGPh).

 

Wissenschaftsparks, Munscheidstraße 14, in Gelsenkirchen,

23.05.2018 - 03.06.2018
Fotoausstellung Zingst . Zum Umweltfotofestival horizonte in Zingst an der Ostsee wird die Olympus Community im Steigenberger Strandhotel die Ergebnisse des Fotowettbewerbs „Licht & Schatten“ vorstellen. 26. Mai bis 3. Juni 2018.
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Horizonte Zingst: Olympus Community Ausstellung „Licht & Schatten“
Fotoausstellung Zingst . Zum Umweltfotofestival horizonte in Zingst an der Ostsee wird die Olympus Community im Steigenberger Strandhotel die Ergebnisse des Fotowettbewerbs „Licht & Schatten“ vorstellen. 26. Mai bis 3. Juni 2018.

"Physalis"
Fotograf: MATTHIAS CLAUSEN




Zu der Wahl des Themas „Licht und Schatten“ für den Fotowettbewerb 2018 meinte Elisabeth Claußen-Hilbig, Communication Manager Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Olympus Deutschland: „Wir haben bewusst wieder ein sehr offenes Thema gewählt, das zum einen möglichst viele Fotofans anspricht und zum anderen eine große Bandbreite an Interpretationen ermöglicht. Bekommen haben wir viele kreative Einreichungen für eine bunte Ausstellung mit Beiträgen aus allen Bereichen der Fotografie“.

 

"Dreamnight"
Fotograf: PATRICK SCHEUBLE

 


Die Bildergebnisse beweisen, wie sehr das gestellte Thema den Teilnehmern gefallen hat und wie breit das Spektrum der Motive sich präsentiert, das sich durch kreative Ideen bildlich erfassen ließ. Von der konsequent durchgestalteten Sachaufnahme bis hin zur Vielfalt von Naturphänomenen wurde von den Teilnehmern alles mit zeitgemäßer Kameratechnik aufgenommen, was unter »Licht und Schatten« verstanden werden kann. Eine Jury, bestehend aus Festivalorganisatoren, Fotografen und Olympus wählte aus allen Einsendungen 40 herausragende Aufnahmen für die Ausstellung aus. Die drei Teilnehmer mit den besten Ergebnissen werden zum Umweltfotofestival „horizonte zingst“ nach Zingst eingeladen und dürfen sich außerdem über attraktive Preise freuen.


13.05.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Köln . Mit zwei Künstlerinnen ist die Kölner in focus Galerie zu Gast in der Michael Horbach Stiftung: Scarlett Hooft Graafland von der „Soft Horizons“ und Ellen Bornkessel von der „Embassy of Trees“ präsentiert wird. 13. bis 27. Mai 2018.
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Scarlett Hooft Graafland und Ellen Bornkessel
Fotoausstellung Köln . Mit zwei Künstlerinnen ist die Kölner in focus Galerie zu Gast in der Michael Horbach Stiftung: Scarlett Hooft Graafland von der „Soft Horizons“ und Ellen Bornkessel von der „Embassy of Trees“ präsentiert wird. 13. bis 27. Mai 2018.

Foto: Ellen Bornkessel


Ellen Bornkessels großformatigen Fotografien von Bäumen war schon vor dem Kölner Dom zu sehen. Zu dieser Serie ist eine erweiterte Ausstellung im Mai in der Michael Horbach Stiftung zu besichtigen. Die "Embassy of Trees" bringt die Natur in die Stadt zurück und gibt den Bäumen eine Stimme. Sie ist das Projekt der Künstlerin Ellen Bornkessel. Die "Botschaft der Bäume"richtet einen Appell an uns, sich mit der Natur zu versöhnen und sich für den Klimaschutz einzusetzen.

 


“Ich suche immer unglaubliche Landschaften auf”, berichtet Scarlett Hooft Graafland zu ihren Bildern, “und ich mag es, dass Leute denken, meine Bilder seien photoshopped.” Aber keine ihrer Arbeiten ist digital, sie arbeitet ausschließlich analog und mit C-Prints. “Alles, was man sieht, ist real, nichts ist später manipuliert.”

Michael Horbach Stiftung, Wormser Straße 23, Köln


13.05.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Köln . Mit der Ausstellung „Woodrow Wilson: Repairing bodies, rebuilding lifes“ in der Michael Horbach Stiftung mo?chte der Verein ANDO – modular aid Einblick in die Arbeit der internationalen Organisation Interplast geben und auf die dramatischen Folgen von seit der Geburt bestehenden oder durch Unfa?lle erworbenen Behinderungen von Menschen in Entwicklungsla?ndern aufmerksam machen und Wege aufzeigen wie man Leid effizient lindern kann. Durch den Kauf eines Bildes oder eine Spende kann Jeder das Projekt unterstützen. 13. bis 27. Mai 2018
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Woodrow Wilson: Repairing bodies, rebuilding lifes
Fotoausstellung Köln . Mit der Ausstellung „Woodrow Wilson: Repairing bodies, rebuilding lifes“ in der Michael Horbach Stiftung mo?chte der Verein ANDO – modular aid Einblick in die Arbeit der internationalen Organisation Interplast geben und auf die dramatischen Folgen von seit der Geburt bestehenden oder durch Unfa?lle erworbenen Behinderungen von Menschen in Entwicklungsla?ndern aufmerksam machen und Wege aufzeigen wie man Leid effizient lindern kann. Durch den Kauf eines Bildes oder eine Spende kann Jeder das Projekt unterstützen. 13. bis 27. Mai 2018

 Interplast Tonga Februar 2017

 

Der Fotograf Woodrow Wilson aus Melbourne, Australien, hat wa?hrend der letzten drei Jahre verschiedene Interplast Einsa?tze von der Mongolei bis Papua-Neuguinea begleitet und dokumentiert. Direkt und unmittelbar, aber zu jederzeit die Wu?rde und Scho?nheit des Menschen wahrend, zeigen die Bilder die dringliche Notwendigkeit und den Erfolg Rekonstruktiver Chirurgie in unterentwickelten La?ndern auf. In Jinja, Uganda soll mit dem „Jinja Centre for Reconstructive Surgery and Global Surgery“ ein fu?r Ostafrika einzigartiges Zentrum fu?r wiederherstellende Chirurgie entstehen. Mit dem Bau der Klinik soll eine langfristige und hochwertige chirurgische Versorgung fu?r Menschen aus dem gesamten o?stlichen Afrika ermo?glicht werden.

 

Interplast Vanimo, Papua New Guinea



Der aus Su?dafrika stammende Fotograf Woodrow Wilson lebt seit vielen Jahren in Melbourne, Australien. Beginnend mit Mode- und Portraitfotografie fu?r internationale Titel wie Vogue und Cosmopolitan sowie Reisereportagen fu?r Conde? Nast Traveler entwickelte Woodrow allma?hlich seinen vielseitigen und sehr individuellen fotografischen Stil. Vielseitigkeit und Flexibilita?t ermo?glichen ihm die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl internationaler Klienten sowie die Ausbildung von Studenten der Fotografie. Woodrow steht aktiv und u?berzeugt fu?r Menschenrechte ein und kooperiert gegenwa?rtig mit verschiedenen Nichtregierungsorganisationen wie Interplast.

Mo?chten Sie das Projekt finanziell unterstu?tzen, stellt der Verein gerne eine Spendenquittung aus. Die Spenden gehen zu 100% in den Klinikbau, da alle Beteiligten ehrenamtlich arbeiten. ANDO modular aid e.V., Verwendungszweck: „Jinja Projekt“, Volksbank Ko?ln Bonn, IBAN: DE61 3806 0186 5521 2100 11, BIC: GENODED1BRS

Durch den Kauf eines Abzugs der ausgestellten Bilder ko?nnen Sie ebenfalls das „Jinja- Projekt“ unterstu?tzen.

http://www.michael-horbach-stiftung.de/

10.05.2018 - 10.03.2019
Ausstellung Mannheim . Nach dem Erfolg der Mitmach-Ausstellung "Total genial!" bieten die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim auch in diesem Jahr ein Highlight für die ganze Familie an. Die Schau "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." im Museum Weltkulturen ist eine überraschende Safari in die Welt der Tiere.Die Besucher können selbst Teil der Szenerie werden. Mit der eigenen Kamera oder dem Handy kann man die witzigsten Szenen einfangen. 10. Mai 2018 bis 10. März 2019
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Rem Mannheim: "Einfach tierisch eine Safari für die ganze Familie“ ab 10.5.2018
Ausstellung Mannheim . Nach dem Erfolg der Mitmach-Ausstellung "Total genial!" bieten die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim auch in diesem Jahr ein Highlight für die ganze Familie an. Die Schau "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." im Museum Weltkulturen ist eine überraschende Safari in die Welt der Tiere.Die Besucher können selbst Teil der Szenerie werden. Mit der eigenen Kamera oder dem Handy kann man die witzigsten Szenen einfangen. 10. Mai 2018 bis 10. März 2019

  © Tricture by eli - eine lose Idee - GmbH

 

Einen Dinosaurier füttern, mit Tiger und Leoparden auf Tuchfühlung gehen, einen Delfin streicheln, mit Fischen tauchen oder eine Mammutfamilie retten – all das und noch viel mehr erwartet große und kleine Besucher ab 10. Mai 2018 in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. Die Mitmach-Ausstellung "Einfach tierisch! Spaß mit Dino, Panda & Co." lädt zu einer außergewöhnlichen Safari mit besonderem Foto-Spaß und spielerischer Wissensvermittlung ein.

 

  © Tricture by eli - eine lose Idee - GmbH

 

 

Der Museumsbesuch verwandelt sich in ein Abenteuer: Große fotorealistische Bilder entführen in die Welt der Tiere – von der Zeit der Saurier bis heute, von den Tiefen des Ozeans bis hoch in die Lüfte, von der Savanne Afrikas über den chinesischen Bambuswald bis ins heimische Maisfeld. Die Besucher begegnen vielen unterschiedlichen Tieren. Sie stehen Dino, Panda & Co. jedoch nicht nur Auge in Auge gegenüber, sondern können selbst Teil der Szenerie werden. Welche Pose sie einnehmen, bleibt den Gästen selbst überlassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Besucher können die Aktion mit ihrer eigenen Kamera oder dem Handy festhalten – ein Gewinn für jedes Familienalbum und Spaßgarantie für Facebook & Co. Die Bilder sind bis zu 6 Meter lang und 3,60 Meter hoch. Sie wurden zweidimensional gemalt, durch trickreiche Gestaltung und mit den Besuchern entsteht beim Fotografieren jedoch ein überraschender 3D-Effekt.  

Gleichzeitig nimmt die Schau Kinder und Erwachsene auf eine interaktive Wissensreise durch die Welt der Tiere mit. Eindrucksvolle Objekte aus dem Naturreich wie beispielsweise der Schädel eines T-Rex oder das Skelett eines großen Flugsauriers bringen den Besuchern die Giganten der Vorzeit nah. An zahlreichen Stationen ist Anfassen ausdrücklich erwünscht. Wie fühlt sich beispielsweise die Haut eines Hais oder der Zahn eines Mammuts an? Spannende Wissensinfos zu den einzelnen Tieren sorgen garantiert für Aha-Erlebnisse. Bei einem Quiz stellen die Gäste ihr neu gewonnenes Wissen unter Beweis.

Die Ausstellung "Einfach tierisch!" ist vom 10. Mai 2018 bis 10. März 2019 im Museum Weltkulturen D5 der Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen.

www.rem-mannheim.de

10.05.2018 - 09.09.2018
Ausstellung Nürnberg . Anhand von rund 240 Exponaten erzählt die Sonderausstellung „Licht und Leinwand - Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert“ im Germanischen Nationalmuseum die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, geprägt von Konkurrenzängsten, Experimentierfreude und Künstlerstolz. 10.5. bis 9.9.2018
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Licht und Leinwand – Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert
Ausstellung Nürnberg . Anhand von rund 240 Exponaten erzählt die Sonderausstellung „Licht und Leinwand - Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert“ im Germanischen Nationalmuseum die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, geprägt von Konkurrenzängsten, Experimentierfreude und Künstlerstolz. 10.5. bis 9.9.2018

Johann Vicor Krämer: Mitglieder der Wiener Hagengesellschaft, 1886/87,
Albumpapier (Doppelbelichtung), Wien, Albertina.



Neben ausgewählten Beispielen der Porträtkunst werden Akte und herausragende Naturdarstellungen zu sehen sein. Sie umfassen den Zeitraum von 1839 bis 1914, vom Beginn der Fotografie bis zu dem Moment, da sie erstmals als Kunstform voll anerkannt wurde. Anhand der Exponaten erzählt die Ausstellung vom Einfluss fotografischer Verfahren auf die Malerei sowie auf unsere Sehgewohnheiten.
Die „Geburtsstunde der Fotografie“ 1839 hat die internationale Bildwelt fasziniert und erschüttert zugleich. „Wer wird künftig malen, wenn das Daguerreotyp alle Bilder der Welt heißhungrig verschlingt?“ fragte die Wiener Satirezeitschrift Der Humorist. Die Malerei hatte ihre Aufgabe und Position neu zu bestimmen.

 

„Licht und Leinwand“, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg.


Für die Ausstellung wurden bislang kaum oder nie gezeigte Gemäldebestände des Germanischen Nationalmuseums aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Institut für Kunsttechnologie und Konservierung restauriert. Lange vergessene Werke u.a. von Carl Spitzweg, Emil Jakob Schindler, Lovis Corinth oder Max Slevogt werden zum Teil erstmals seit 1945 präsentiert. Sie treffen auf naturwissenschaftliche Fotografien von Lewis Morris Rutherfurd, auf Röntgenaufnahmen von Josef Maria Eder, auf Daguerrotypien von Alois Löcherer, auf den Erfinder der Chronofotografie, Eadweard Muybridges und vieles mehr.

Das Programm zur großen Sonderausstellung sowie das Führungsangebot finden Sie auf der Homepage des Germanischen Nationalmuseums: www.gnm.de/lichtundleinwand
 
Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, Nürnberg


05.05.2018 - 29.07.2018
Fotoausstellung Hannover . Mit seinem bevorzugten Medium Fotografie und inspiriert von der industriellen Kultur des Spätkapitalismus untersucht Christopher Williams Bedeutungs- und Ordnungssysteme. Die Kestner Gesellschaft präsentiert in der Einzelausstellung „Normative Models“ sieben Fotos von Christopher Williams. 5. Mai bis 29. Juli 2018
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Christopher Williams – Normative Models
Fotoausstellung Hannover . Mit seinem bevorzugten Medium Fotografie und inspiriert von der industriellen Kultur des Spätkapitalismus untersucht Christopher Williams Bedeutungs- und Ordnungssysteme. Die Kestner Gesellschaft präsentiert in der Einzelausstellung „Normative Models“ sieben Fotos von Christopher Williams. 5. Mai bis 29. Juli 2018

Christopher Williams
Harvest Season
Courtesy the artist, Galerie Gisela Capitain, Cologne and David Zwirner, New York / London / Hong Kong
The copyright is with the artist.


Christopher Williams studierte in den späten 1970er Jahren am California Institute of the Arts unter anderem bei John Baldessari, Douglas Huebler und Michael Asher. Der Künstler arbeitet häufig mit Bühnenbildnern, Models und Technikern zusammen; die daraus resultierenden technisch präzisen Fotos erinnern an die Bildwelten der Werbung aus den 1960er Jahren und der Zeit des Kalten Kriegs. Gleichzeitig verweisen sie auf die Geschichte der Kunst, der Fotografie und des Kinos, von Pop Art und Kapitalistischem Realismus bis zur Neuen Sachlichkeit und zum Surrealismus.
Die sieben Fotos der Ausstellung „Normative Models“ sind zentrale Beispiele einer bestimmten Arbeitsweise, die charakteristisch für Williams’ fotografische Praxis ist: Exemplarische Bildtypen aus allen Lebensbereichen werden oft sehr direkt repliziert, allerdings mit einem erhöhten Produktionsaufwand und mit einer Genauigkeit und Aufmerksamkeit für Details, die eine längere Betrachtung weit mehr belohnt als die Bilder, die üblicherweise in der heutigen visuellen Kultur zu finden sind. Williams’ Fotografien zeigen alltägliche Sujets wie Autos, Kinder, Kochgeschirr, Tiere, Pflanzen und Möbel, die wohl jeder in der westlichen Konsumgesellschaft kennt. Die Art ihrer Präsentation und Gegenüberstellung legt jedoch die unterschiedlichen Kontexte offen, in denen Bilder und Kunstwerke verbreitet werden. Dazu gehören Display-Strukturen, Ausstellungsdesign, grafische Kommunikation, Publikationen und Pressematerial als Elemente innerhalb größerer diskursiver, gesellschaftlicher und politischer Zusammenhänge und Geschichten.

 

 

Christopher Williams
Courtesy the artist, Galerie Gisela Capitain, Cologne and David Zwirner, New York / London / Hong Kong
The copyright is with the artist.


Die elf beweglichen Ausstellungswände sind fast exakte Nachbildungen einer Ausstellungswand, die Williams 2009 in einer von Christina Végh kuratierten Schau mit dem Künstler Mathias Poledna im Bonner Kunstverein benutzte. Die Nachbildung der Wände verbindet diese Ausstellungssituation mit Williams’ Nachahmung existierender fotografischer Modelle im Besonderen und mit dem Thema der Reproduzierbarkeit der Fotografie im Allgemeinen. Die »vervielfältigten« Wände betonen die Bedingungen des Sehens durch die Brille der Kultur- und Architekturgeschichte und des Erbes der Institutionskritik. Die Bewegungen und Blicke der Besucherinnen und Besucher werden dabei so geleitet, dass eine Analyse der kodierten Sehgewohnheiten und Erwartungen, welche durch die Nachbildung institutionell verwalteter, kultureller Orthodoxien normiert werden, möglich wird.
Anlässlich der Ausstellung erscheinen zwei Publikationen mit identischem Design und identischen Bildfolgen, aber jeweils mit einem anderen Text. Die erste enthält einen Essay des österreichischen Kunsthistorikers Helmut Draxler über die Ausstellung von Poledna und Williams 2009 im Bonner Kunstverein, die zweite einen Nachdruck von Bertolt Brechts Hörspiel »Das Verhör des Lukullus«, das während der NS-Zeit veröffentlicht wurde und zu großen Kontroversen während des Kalten Kriegs führte. Diese Varianten demonstrieren die komplexe Symbiose zwischen Bild, Kontext und Bedeutung – Themen, mit denen sich die Ausstellung wiederholt befasst. Dabei zeigt sich, dass
fotografische Bilder und ihre Rezeption abhängige Elemente sind, die innerhalb der normativen Deutungssysteme von architektonischen, diskursiven und theatralischen Modellen inszeniert werden.

Christopher Williams ist 1956 in Los Angeles geboren. Seit 2008 ist er Professor für Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Überblicksausstellung »The Production Line of Happiness« wurde 2014-15 im Art Institute of Chicago, dem Museum of Modern Art in New York und der Whitechapel Gallery in London gezeigt. Weitere monografische Ausstellungen u.a.: ETH Exhibitions, Zürich (2017), La Triennale di Milano, Mailand (2017), Museum Morsbroich, Leverkusen (2011), Bergen Kunsthall (2010), Staatliche Kunsthalle Baden-Baden (2010) und Bonner Kunstverein (2009).
Die Ausstellung wird von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Förderkreis der Kestner Gesellschaft unterstützt.
Kuratorinnen der Ausstellung: Christina Végh und Lea Altner

Kestner Gesellschaft, Goseriede 11, Hannover

05.05.2018 - 23.09.2018
Ausstellung Stuttgart . Im Württembergischen Kunstverein Stuttgart bezieht sich die Ausstellung „50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968“ auf die legendäre Schau vor 20 Jahren, die der Württembergische Kunstverein 1968 in Zusammenarbeit mit Bauhaus-Größen wie Walter Gropius und Herbert Bayer produzierte. 5. Mai bis 23. September 2018
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50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968
Ausstellung Stuttgart . Im Württembergischen Kunstverein Stuttgart bezieht sich die Ausstellung „50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968“ auf die legendäre Schau vor 20 Jahren, die der Württembergische Kunstverein 1968 in Zusammenarbeit mit Bauhaus-Größen wie Walter Gropius und Herbert Bayer produzierte. 5. Mai bis 23. September 2018



Bauhaus Laszlo Moholy Nagy

 

Die Einführung in die Ausstellung bildet eine Sammlung von Objekten, die – vom Ausstellungsmodell bis zu einer Tonaufzeichnung Walter Gropius’ – auf die Ausstellungvon 1968 und ihre Zeit verweisen und zentrale Anhaltspunkte für das aktuelle Projekt waren.

 

Deutsche Bauausstellung 1931

 

 

Foto Marianne Brandt

 

Den Prolog liefert Helmut Heißenbüttel am Eingang zum Vierecksaal: Auf Marcel Breuers berühmten B3 Stahlsessel (auch Wassily genannt) Platz nehmend, bringt ermit seinem Gedicht der mann, der lesbisch wurde (1967) die Geschlechterverhältnisse zu Fall: und damit die zentralen Pfeiler unserer modernen,
auf binären Denkweisen beruhenden Weltordnung.
Dem kontern im gegenüberliegenden Eingang zum Kuppelsaal gewissermaßen John Barker und László Vancsas mit ihrem für die Ausstellung neu produzierten Video Consequences, das unter anderem die männliche Dominanz der Bauhausdiskurse hervorhebt.
Die über 500 Exponate von rund 60 Künstler*innen und ca. 40 Leihgebern umfassen sowohl historische als auch zeitgenössische Werke und Dokumente aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur, Fotografie, Film, Design, Architektur und Stadtentwicklung.
50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968 ist Teil des großangelegten bundesweiten Jubiläumsprojektes 100 Jahre Bauhaus.


Württembergischer Kunstverein Stuttgart, Schlossplatz 2, Stuttgart

04.05.2018 - 22.07.2018
Die Ausstellung Karte und Gebiet im Museum Folkwang ist die erste museale Auseinandersetzung mit Ghirris Fotografien außerhalb seines Heimat-landes Italien. Die Ausstellung konzentriert sich auf Ghirris Schaffen in den 1970er Jahren und präsentiert rund 300 seiner ausdrucksstarken Farbfotografien. Die Essener Präsentation bildet den Auftakt eines Ausstellungsprojektes, das Ghirris Werk im Anschluss nach Madrid und Paris führt. 4.5. bis 22.7.2018
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Luigi Ghiri – Karte und Gebiet
Die Ausstellung Karte und Gebiet im Museum Folkwang ist die erste museale Auseinandersetzung mit Ghirris Fotografien außerhalb seines Heimat-landes Italien. Die Ausstellung konzentriert sich auf Ghirris Schaffen in den 1970er Jahren und präsentiert rund 300 seiner ausdrucksstarken Farbfotografien. Die Essener Präsentation bildet den Auftakt eines Ausstellungsprojektes, das Ghirris Werk im Anschluss nach Madrid und Paris führt. 4.5. bis 22.7.2018


Luigi Ghirri
Modena, 1979
C-Print, 28 x 38 cm
© Eredi Luigi Ghirri


Luigi Ghirri (1943–1992) zählt zu den Pionieren der europäischen Farbfotografie. Das Museum Folkwang widmet dem italienischen Fotografen die erste umfassende Einzelausstellung in Deutschland. Die Fotografien geben Einblicke in seine konzeptionelle – oft mit scharfsinniger Ironie versehene –  Arbeitsweise. Sein Werk thematisiert in Stillleben sowie Landschafts- und Architekturmotiven das Verhältnis zwischen Menschen und ihrer natürlichen und künstlichen Umgebung.

 

Luigi Ghirri
Riva di Tures, 1977
C-Print, 30 x 41,4 cm
© Eredi Luigi Ghirri

 


In den 1970er Jahren durchstreift der gelernte Vermessungstechniker Luigi Ghirri mit seiner Kamera die Straßen, Plätze und Vororte Modenas – immer auf der Suche nach Motiven und Themen. „Mich interessieren flüchtige Architekturen, die Welt der Provinzen, Objekte, die allgemein dem schlechten Geschmack zugeordnet werden, es für mich aber nie waren, Ob-jekte, die erfüllt sind von Wünschen, Träumen, kollektiven Erinnerungen… Fenster, Spiegel, Sterne, Palmen, Atlanten, Globen, Bücher, Museen“, bemerkt Ghirri. Aufmerksam betrachtet er die Umgebung seiner Heimatstadt Reggio Emilia. Sein Blick richtet sich insbesondere auf die von Menschen geschaffenen Landschaften und Lebensräume. Präzise dokumentieren Ghirris Fotografien, wie sich die Welt durch neue Formen des Wohnens, der Freizeitgestal-tung und der Werbung verändert. Er nimmt Tausende dieser Motive auf und entwickelt dabei nicht nur seine spezifische Farbigkeit, die sich durch eine von Pastelltönen dominierte Farb-skala charakterisieren lässt, sondern auch seinen ausdrucksstarken Stil.
Karte und Gebiet greift die poetische Kartografie jener bedeutenden Ausstellung Vera Foto-grafia in Parma 1979 auf. Sie spiegelt Ghirris beständige Faszination für die verschiedenen Repräsentationen der Welt, wie sie sich in Reproduktionen, Bildern, Plakaten, Modellen und Karten offenbaren und als solche bisweilen zeichenhaft inmitten der Stadt oder der Land-schaft eingebettet sind. Die Vermittlung jener Erfahrungswerte in Form von Fotografien in einem Italien, das zwischen dem Alten und dem Neuen balancierte, stellt für Ghirri ein uner-schöpfliches Erkundungsgebiet dar.
Die Ausstellung wird kuratiert von James Lingwood, London; organisiert vom Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang, Essen, und der Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris.
Gefördert von der Kunststiftung NRW

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, Essen
 




26.04.2018 - 03.06.2018
Fotoausstellung Zingst . Unter dem Titel "Wenn die Fllut kommt Drowing World" zeigt die Leica Galerie Bilder von Gideon Mendel aus einer Welt, wo Städte, Landschaften, Straßen und Häuser in gewaltigen Wassermassen untergehen. Berührende Bilder aus dem Langzeitprojekt des Fotografen, die auch auf die Folgen des weltweite Klimawandels hinweisen wollen.
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Gideon Mendel - Drowing World
Fotoausstellung Zingst . Unter dem Titel "Wenn die Fllut kommt Drowing World" zeigt die Leica Galerie Bilder von Gideon Mendel aus einer Welt, wo Städte, Landschaften, Straßen und Häuser in gewaltigen Wassermassen untergehen. Berührende Bilder aus dem Langzeitprojekt des Fotografen, die auch auf die Folgen des weltweite Klimawandels hinweisen wollen.

Submerged Portraits – Ahmed
Pakistan, September 2010
Fotograf: Gideon Mendel


 



In vier Kapiteln erzählt der in London lebende Fotograf die Geschichten jener, deren Leben unter Wasser versunken ist. Ein Teil seiner Arbeit sind die »Submerged Portraits« (Portraits), in denen er die Menschen zeigt, die alles verloren haben. Und zwar in dem Moment, wenn sie in ihre Häuser zurückkehren und sich über das Ausmaß der Zerstörung bewusst werden. Seine inszenierten Porträts zeigen ihre Verzweiflung und Wut, gleichermaßen auch die Kraft, mit der sie der Situation begegnen. Die »Floodlines« (Flutlinien) beschäftigen sich auf eine sehr formale Weise damit, welche Spuren das Wasser in und an den überfluteten Häusern hinterlassen hat – der Fotograf nimmt uns mit in die Häuser und zeigt in Wohn- und Schlafzimmern, dass das Wasser vor nichts halt macht und jeden Alltag versinken lässt.

 

Floodlines (Flutlinien) – Das Haus von Shirley Armitage,
Vereinigtes Königreich, April 2014
Fotograf: Gideon Mendel

 

 

 

Die »Watermarks« (Wasserzeichen) sind durch das Wasser farblich veränderte und oft unkenntlich gemachte persönliche fotografische Erinnerungen und Familienbilder, die Gideon Mendel in den Häusern und außerhalb schwimmend eingesammelt hat. Diese Fundstücke zeigen nicht nur die rein materielle Zerstörungskraft des Wassers, sondern ganz symbolhaft auch, wie sich ein bis dahin gelebtes Leben durch die Flut verändert. Als viertes Kapitel fungiert ein Film mit dem Titel »The Water Chapters« (Die Wasser-Kapitel) die durch das Bewegtbild eine weitere Ebene in das Projekt bringt – Mendel begleitet seine Protagonisten per Film auf dem Weg zu ihren Häusern, zeigt ihre jeweilige Nachbarschaft und lässt vor allem die Stille der Flutgegenden zu, in denen alles zum Stillstand gekommen ist.

 

Submerged Portraits – Florence Abraham
Nigeria, November 2012
Fotograf: Gideon Mendel



In der Zingster Leica-Galerie werden alle vier Kapitel, die in 13 Ländern rund um den Globus entstanden sind, zu einem ebenso beeindruckenden wie bedrückenden Gesamteindruck zusammengeführt. Die Ausstellung ist in Medienpartnerschaft mit dem Magazin GEO entstanden.

Leica Galerie Zingst

Vernissage mit dem Fotografen: 27.05.2018 | 16:00 Uhr

Ausstellungsführung: 28.05.2018 | 15:00 Uhr

Foto-Talk: 27.05.2018 | 12:30 Uhr

24.04.2018 - 05.08.2018
Fotoausstellung Berlin . Das Pullman Hotel Berlin stellt den Fotografen Michael Nischke mit seinen Berlin-Fotos zum Thema Spiegelungen vor. Bis 5. August 2018
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Michael Nischke – Reflections
Fotoausstellung Berlin . Das Pullman Hotel Berlin stellt den Fotografen Michael Nischke mit seinen Berlin-Fotos zum Thema Spiegelungen vor. Bis 5. August 2018


Deutsches Technik Museum copyright Michael Nischke



Pullman Hotels präsentiert mit dem „Pullman Artist Playground”, einen per-manenten Art Corner mit wech¬selnden Kunst- und Designausstellungen. Mit dem Ziel, Neugier zu wecken und die Gäste zu inspirieren, macht jeder „Playground” das Hotel zum Teil der lokalen Kunst- und Kulturszene. Zur Zeit wird der Fotograf und Galerist Michael Nischke mit seinen Bildern „Reflections“ vorgestellt. Nischke sucht die “ungewohnte” Sicht der Dinge. Dabei liegt die Besonderheit im aufgefächerten Blickwinkel. Der Fotograf  bannt viele Orte auf ein Panorama-Bild. Er nennt das „Slow Photography“. Dabei nimmt er seine Motive zumeist vom Stativ mit längeren Belich-tungszeiten auf. So kann er seinem Konzept der „Unplugged Photography“ genügen.

 



Deutscher Bundestag copyright Michael Nischke



Michael Nischke (* 3.3.1956 Berlin) ging nach dem Foto-Studium in Köln zu Professor Heinrich Riebesehl, der neben Bernd und Hilla Becher als einer der wichtigsten Dokumentarfotografen Deutschlands gilt und Nischke nachhaltig beeinflusste. Danach war er als Werbefotograf und Chefredakteur tätig, bevor er sich ganz der Kunstfotografie widmete und 2004 in München seine eigene Fotogalerie eröffnete. Nischke zählt zu einem der wichtigsten Wegbereiter der Panorama-Fotografie in Deutschland. Bereits 1994 erschien von ihm ein Fachbuch zu diesem Thema. Weiterhin veröffentlichte er eine Reihe von preisgekrönten Bildbänden und kann auf eine große Anzahl von Auszeichnungen und Ausstellungen zurückblicken. Die Fotografien von Michael Nischke (DGPh) sind Bestandteil vieler privater Sammlungen, und seit kurzem wird er in Japan von der Galerie TOSEI in Tokyo vertreten.  

 

Potsdamer Platz copyright Michael Nischke


    
Wie ein Geschichtenerzähler vermag Michael Nischke dem Medium neue Bilder einzu-hauchen. Dabei eröffnet sich neben atemberaubenden und ungewohnten Blickwinkeln eine weitere Ebene, die als beinahe mystisch zu bezeichnen ist. Mit dem Konzept, Ge-wohntes anders abzulichten, generiert er neue Raumansichten von Stadtarchitektur und Landschaft. Inhaltlich setzt sich Nischke mit der Wahrnehmung der Bundeshauptstadt – zwischen Klassik und Moderne, Gestern und Heute sowie Mode und Kultur – auseinander. Beinahe wie Sinnestäuschungen wirken die facettenreichen Bilder, in denen das Auge auf die Suche geht. Dabei spielt die Zeit eine nicht unbedeutende Rolle: Nischke ermöglicht dem Betrachter in unserer schnelllebigen Zeit den Luxus sich in Ruhe mit dem Gesehenen auseinanderzusetzen.

Artist Playground des Pullman Berlin Schweizerhof, Budapester Straße 25, Berlin

 

21.04.2018 - 08.07.2018
Fotoausstellung Darmstadt. Die Kunsthalle Darmstadt stellt eine Auswahl der seit 2010 entstandenen Fotografien des Langzeitprojekts „990 Faces“ von Hans-Jürgen Raabe aus. Vom 21. April bis 8. Juli 2018
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Hans-Jürgen Raabe – 990 Faces
Fotoausstellung Darmstadt. Die Kunsthalle Darmstadt stellt eine Auswahl der seit 2010 entstandenen Fotografien des Langzeitprojekts „990 Faces“ von Hans-Jürgen Raabe aus. Vom 21. April bis 8. Juli 2018

Hans-Jürgen Raabe, Face 527 (Colombo), aus der Serie 990 Faces, © Hans-
Jürgen Raabe.

 

Dank der Förderung durch kulturMut, einer Initiative von Aventis Foundation, Kulturfonds Frankfurt RheinMain und Startnext, sowie der BS Kulturstiftung der Darmstädter Investoren Peter Biskupek und Ulrich Scheinert wird Hans-Jürgen Raabe mit seinen Porträts nicht nur die Räume der Kunsthalle, sondern fernab des klassischen Ausstellungs­kontextes auch den Darmstädter Stadtraum bespielen können. Für diese Erweiterung der Ausstellung konnten Teilnehmer wie das Fachärztezentrum am Klinikum oder die Bar apéro in der Schulstraße gewonnen werden. Auch einige Plakatsäulen und -wände werden dann einmal nicht Werbung, sondern eine Auswahl der „990 Faces“ tragen.

 

Hans-Jürgen Raabe, Face 437 (Riace), aus der Serie 990 Faces, © Hans-
Jürgen Raabe.

 

Hans-Jürgen Raabe, Face 512 (Colombo), aus der Serie 990 Faces, © Hans-
Jürgen Raabe. 

 

 

Hans-Jürgen Raabe, Face 339 (Forbidden City), aus der Serie 990 Faces, © Hans-
Jürgen Raabe.

 

Hans-Jürgen Raabe (*1952 in Deutschland) sammelt Gesichter. Seit 2010 verfolgt der Fotograf sein Langzeitprojekt 990 Faces, dessen Ziel es ist, an 33 atmosphärischen Orten weltweit jeweils 30 Porträts – am Ende also 990 an der Zahl – aufzunehmen. Er will damit nicht nur ein Porträt der Menschen vor Ort, sondern auch des Ortes selbst schaffen, die nach der Überzeugung Hans-Jürgen Raabes untrennbar miteinander verwoben sind.


Kunsthalle Darmstadt, Studienplatz 1, Darmstadt

 

 

14.04.2018 - 07.07.2018
Fotoausstellung Köln . Die in focus Galerie von Burkhard Arnold zeigt Werke berühmter Fotografen in denen die Schönheit der Frauen im Mittelpunkt steht. „So beautiful“ präsentiert dabei Meisterwerke der Fotografie von 1940 bis heute. 14. April bis 7. Juli 2018
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So beautiful
Fotoausstellung Köln . Die in focus Galerie von Burkhard Arnold zeigt Werke berühmter Fotografen in denen die Schönheit der Frauen im Mittelpunkt steht. „So beautiful“ präsentiert dabei Meisterwerke der Fotografie von 1940 bis heute. 14. April bis 7. Juli 2018




Mary Ellen Mark, Miami, 1986


Die Ausstellung "so beautiful" nimmt sich die Freiheit gerade im Rahmen der #MeToo Diskussion Schönheit und Ästhetik zu thematisieren und stellt sich gegen einen Trend in der aktuellen Fotografie das Alltägliche, das Banale und das Häßliche darzustellen.

 

Willy Ronis


Gerhard Richter (geb. 1932) einer der erfolgreichsten Künstler der Gegenwart sagte 2005:
»Es ist schwierig mit der Schönheit, wir sind uns nicht mehr einig, was darunter zu verstehen sein sollte. Sicher liegt es auch daran, dass der Begriff Schönheit so abgedroschen ist oder klingt. So wie
»das Gute« und »das Wahre«. Aber das ändert nichts am Wert solcher idealen Eigenschaften und daran , dass die Menschen Schönheit brauchen. Für mich war Schönheit immer ein Kriterium für die Qualität von Kunstwerken, gleich welcher Art und aus welcher Zeit. [...] Ganz simpel ist Schönheit erst mal das Gegenteil von Zerstörung und Auflösung und Beschädigung, und damit ist sie schonmal untrennbar mit Form verbunden, ohne die nichts entstehen kann.« (Spiegel Nr. 33, S. 128 - 132)

 

F. C. Gundlach, Berlin, 1955, Grit Huebscher mit Weissfuchsstola, Vintage



Ein dominierender Schwerpunkt in der Sammlung der Galerie waren immer Frauenbilder; ob in humanistischen, modischen oder konzeptionellen Kontexten, ein Thema von Eleganz und Grazie vereint sie über Kulturen und Zeiträume hinweg. Ergänzend erzählen die Fotografien in dieser Ausstellung vom Alltagsleben, von Moralvorstellungen, vom Wandel der Mode und vom Schönheitsideal einer Epoche.

Die Gruppenausstellung zeigt Werke berühmter Fotografen u.a.: Lillian Bassman, Ruth Bernhard, Edouard Boubat, Jean Philippe Charbonnier, Lucien Clergue, Frantisek Drtikol, Elliott Erwitt, Franco Fontana, Greg Gorman, René Groebli, FC Gundlach, Frank Horvat, William Klein, Helmut Newton, Marc Riboud, Willy Ronis, Jan Saudek, Jeanloup Sieff und Karin Székessy.

in focus Galerie, Hauptstraße 114, Köln



07.04.2018 - 23.06.2018
Fotoausstellung Greisfwald . Zum 75. Geburtstag des Stralsunder Fotoku?nstlers Volkmar Herre, zeigt die Galerie STP Werke aus seinem Schaffen mit der Camera obscura. Einen Schwerpunkt bilden sogenannte „Herrographien“, Sinnbilder mit malerischer Anmutung. 7. April bis 23. Juni 2018
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Volkmar Herre –linsenlos
Fotoausstellung Greisfwald . Zum 75. Geburtstag des Stralsunder Fotoku?nstlers Volkmar Herre, zeigt die Galerie STP Werke aus seinem Schaffen mit der Camera obscura. Einen Schwerpunkt bilden sogenannte „Herrographien“, Sinnbilder mit malerischer Anmutung. 7. April bis 23. Juni 2018


Herrographie Marienkirche Stralsund. 375 Tage 2016



Angeregt zu seiner Arbeit hat Volkmar Herre der Malers Siegward Sprotte (1913–2004). Unterschiedliche Handhabungen von Lochkameras fu?hren zu verschiedenen Wirkungen, wie es die vier Komplexe der Ausstellung in der Galerie STP mit dem Titel „linsenlos“ belegen.

Der Künstler zu seiner Arbeit:
Archaische Anmutung
Die Lochgröße vom Bruchteil eines Millimeters bietet eine erstaunliche Schärfe.
Notwendige Belichtungszeiten jenseits des Augenblicks werden von mir als Prozess der Entschleunigung regelrecht zelebriert. Unsere wahrgenommene Dynamik des Lebens erfährt in einem Sammelbecken von Zeit Verwandlungen: Unruhe wird zur Stille, Vertrautes wird Fremdes.

 

Herrographie Hommage an CDF Eldena 360 Tage 2016-2017

 


Märchenhafte Natur
Bei der Abkehr vom optimierten Loch zum sogenannten Zonensystem, einem Loch im Zentrum mehrerer lichtdurchlässiger Kreise, bestimmen weiche Lichtsäume die Bilder: Träumerische Bilder voller Poesie.

Abstraktion
Wirkt Licht durch Schlitze, Bögen, Kreuze oder andere Formen, wird reale  Welt inGegenstandslose Bilder transformiert: Einladungen zur freien Assoziation.

 

Lochfotografie aus dem Zyklus Poesien des Lichts Botschaft der Sonne 2005



Transzendenz
Bei dem ju?ngsten Projekt geht es um extrem lange Belichtungen. Papier analogerFotografie wird in Lochkameras u?ber Monate, manchmal ein Jahr oder länger belichtet. Die auf der Emulsion ohne Entwicklung entstandenen Bildspuren werden nach der Entnahme aus dem Dunkel digital „fixiert“ und erhalten am Rechner subjektive Ausformungen. Die Enddaten dieser „Herrographien“ erlauben Prints
in verschiedenen Verfahren: Spirituelle Fotografie.


Kurzvita


1943 in Freiberg (Sachsen) geboren
Abitur; Ausbildung zum Akzidenz-Schriftsetzer
1963–1968 Fotografiestudium an der HGB Leipzig
Mitglied des Ku?nstlerbundes MV im BBK
1970–1990 freischaffend in Leipzig fu?r Kunstverlage
Ru?gen wird zum „Atelier“
1996 Eigenverlag „Edition herre“
1997 Beginn linsenloser Fotografie
Ausstellungen im In- und Ausland lebt und arbeitet in Stralsund

Weitere Informationen: www.edition-herre.de

Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald

25.03.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Koblenz . Das Haus der Kulturgeschichte des Landesmuseums Koblenz zeigt das Schwarzweißprojekt "Männer und ihre Tiere" von Ruth Marvus, das mit Unterstützung von Tecco entstand. Über 70 Aufnahmen wurden für die Ausstellung großformatig auf feinsten Teccopapieren gedruckt. 25. März bis 27. Mai 2018
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Ruth Marcus - Männer und ihre Tiere
Fotoausstellung Koblenz . Das Haus der Kulturgeschichte des Landesmuseums Koblenz zeigt das Schwarzweißprojekt "Männer und ihre Tiere" von Ruth Marvus, das mit Unterstützung von Tecco entstand. Über 70 Aufnahmen wurden für die Ausstellung großformatig auf feinsten Teccopapieren gedruckt. 25. März bis 27. Mai 2018



Der Wolfsmann: Werner Freund © Ruth Marcus


Für Ruth Marcus ist die zentrale Frage hinter den Themen eine existenzielle: Was vermittelt dem Menschen Lebenssinn? Warum steht man jeden Tag auf, strengt sich an, freut sich, trauert, leidet, um dann irgendwanndoch zu sterben? Kirche und Familie fallen als Sinn gebendes Korsett zunehmend weg; in asphaltglatten Städten ist die Natur nicht zu spüren. Menschliche Beziehungen werden als kompliziert erlebt, grundlegende Bedürfnisse nach Liebe, seelischer und körperlicher Nähe und Zuwendung nicht erfüllt. Tieren scheint die Befriedigung dieser Bedürfnisse oft zu gelingen. Sie lassen uns fühlen, warum wir leben, lassen uns spüren, dass wir geboren sind, um zu lieben, zu beschützen, zu pflegen, zu vermissen. Sie erinnern uns daran, dass wir Teil der Natur und eines großen Ganzen sind.

 

Der Burgfalkner © Ruth Marcus


„Männer mit einem Tier im Arm sind entspannt. Durch die Authentizität des Tieres an ihrer Seite gewinnensie selbst an Authentizität,“ so die Künstlerin.

 

Der Tenero © Ruth Marcus



Verwendet wurden die Baumwollpapiere BT270 Baryt und PFR200 FineArt Rag, beide gut
geeignet und zertifiziert für Ausstellungen.

Landesmuseum Koblenz, Festung Ehrenbreitstein, Koblenz.



24.03.2018 - 23.06.2018
Fotoausstellung Nürnberg . Die Leica Galerie stellt die beeindruckenden Bilder „Mein wildes Deutschland“ von dem bekannten Naturfotografen Norbert Rosing vor. Die Galerie präsentiert eine Auswahl seiner neuesten Naturfotografien und diesmal von dem Fotografen die Natur ganz in schwarzweiß umgesetzt. 24. März - 23. Juni 2018
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Norbert Rosing – Mein wildes Deutschland
Fotoausstellung Nürnberg . Die Leica Galerie stellt die beeindruckenden Bilder „Mein wildes Deutschland“ von dem bekannten Naturfotografen Norbert Rosing vor. Die Galerie präsentiert eine Auswahl seiner neuesten Naturfotografien und diesmal von dem Fotografen die Natur ganz in schwarzweiß umgesetzt. 24. März - 23. Juni 2018

 

 

 

Norbert Rosing hat seit zwei Jahrzehnten intensiver Arbeit als Naturfotograf zahlreiche Bildbände, Kalender und Poster mit seinen Bildern gestaltet, Bildern die außergewöhnlich sind und im Gedächtnis bleiben. Im Jahr 2012 wurde er zum UN-Dekade-Botschafter für die Biologische Vielfalt vom Bundesumweltminister ernannt. Neugier, Liebe zur Fotografie und zur Natur und eine große Reiselust bringen die Leidenschaft hervorragende Motive zu verwirklichen. DDen größten Teil des Jahres ist Norbert Rosing unterwegs im Auto, im Flugzeug, auf dem Boot oder Motorschlitten, um zu seinen Tieren oder entlegenen Landschaften zu gelangen.

 

 

Norbert Rosings Fotografien kann man in Bildbänden ebenso bewundern wie in Reisevorträgen und jetzt dann eben in der neuen Ausstellung in der Nürnberger Leica Galerie bewundern. In jüngster Zeit hat Norbert Rosing die Liebe zur Schwarzweiß-Fotografie entdeckt. Mit einer Kamera, die ausschließlich monochrome Bilder erstellen kann – aber dies in exzellenter Qualität. Mit dem Blick und dem Gefühl für besondere Stimmungen in der Natur hat er Augenblicke gesucht, gesehen und festgehalten.

 

 

Man kann sehsüchtig werden, wenn man erlebt, welche Stimmungen in Grautönen die Bilder aus „seinem wilden Deutschland“ vermitteln können. Doch Norbert Rosings Fotografien sind mehr als schöne Bilder. Sie sind auch eine Kampfansage, eine Aufforderung sich für den Erhalt dieser Schönheit einzusetzen. Je mehr die Wildnis dem Menschen weicht, umso stärker wurde sein Bemühen, mit seinen Bildern ein Zeichen zu setzen. Immer wieder fährt er zu Orten, wo er besondere Momente der Natur erhofft, erwartet, antrifft. Er tut das, wie er sagt, um dem Zufall eine Chance zu geben, ihn mit außergewöhnlichen Bildern für seine Beharrlichkeit zu belohnen. Dafür nimmt er beschwerliche Reisen, unwirtliches Gelände und vergebliches Warten immer wieder in Kauf. Aber seine Bilder schärfen auch den Blick für die Schönheit der Wildnis vor unserer Haustür, das wilde Deutschland. Leica Galerie Nürnberg Obere Wörthstraße 8, Nürnberg

22.03.2018 - 15.07.2018
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die präsentierten Werke reflektieren politische Themen und gesellschaftliche Krisen unserer Gegenwart, die in der Presse durch Bilder verbreitet wurden und hinterfragen den vermeintlich authentischen Charakter der Pressefotografien. Viele der Arbeiten thematisieren dabei die Prägung unserer visuellen Vorstellungskraft durch die Medienbilder.
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Image Profile - Aspekte des Dokumentarischen in der fotografischen Sammlung des MMK
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die präsentierten Werke reflektieren politische Themen und gesellschaftliche Krisen unserer Gegenwart, die in der Presse durch Bilder verbreitet wurden und hinterfragen den vermeintlich authentischen Charakter der Pressefotografien. Viele der Arbeiten thematisieren dabei die Prägung unserer visuellen Vorstellungskraft durch die Medienbilder.

Abisag Tüllmann, Stuttgart, Beerdigung von
Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan Carl Raspe, Oktober 1977, 1977
© bpk/Abisag Tüllmann, Foto/photo: Axel Schneider





Ob auf dem Smartphone, in der Zeitung oder am Computer – jeden Tag nehmen wir unsere Welt über eine Flut von Fotografien wahr. Die Ausstellung „Image Profile. Aspekte des Dokumentarischen in der fotografischen Sammlung des MMK“ zeigt, wie sich Künstlerinnen und Künstler aus der Sammlung des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main in ihren Werken mit Bildern aus den Medien auseinandersetzen. Die Präsentation umspannt ein breites Spektrum aktueller Ausdrucksformen von gesellschaftspolitischer Reportagefotografie bis hin zu Aspekten subjektiver, konzeptueller oder inszenierter Fotografie.
Mit ihren technischen Implikationen, ihren bildnerischen Möglichkeiten und ihrem dokumentarischen Charakter war die Fotografie schon immer eines der signifikantesten Medien der Moderne. Seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1991 wurde Fotografie in der Sammlung gleichbedeutend neben Malerei, Skulptur, Zeichnung oder Film und Videoinstallation gesammelt. Heute umfasst die fotografische Sammlung über 2.500 Werke der internationalen Gegenwartsfotografie von mehr als 90 Künstlerinnen und Künstlern.

 

Joe Rosenthal, Flag Raising at Iwo Jima, 1945
© Joe Rosenthal, Foto/photo: Axel Schneider



Die vielfältige fototechnische Bandbreite reicht in „Image Profile“ von Vintage Prints auf Barytpapier über monumentale Cibachrome bis hin zu Inkjet-Prints und Offsetdrucken auf Papier.
Die präsentierten Werke reflektieren politische Themen und gesellschaftliche Krisen unserer Gegenwart, die in der Presse durch Bilder verbreitet wurden und hinterfragen den vermeintlich authentischen Charakter der Pressefotografien. Viele der Arbeiten thematisieren dabei die Prägung unserer visuellen Vorstellungskraft durch die Medienbilder.

 

Wolfgang Tillmans, growth (Frankfurt Installation), 2011
© Wolfgang Tillmans, Foto/photo: Axel Schneider

 


Die Ausstellung findet ihren Auftakt in dem fünfteiligen Werk „Klause“ (2006) von Thomas Demand, das als Auftragsarbeit speziell für das MMK entstanden ist. Die raumgreifende Installation basiert vor allem auf Pressebildern. Thomas Demand verwendet diese aber nicht eins-zu-eins, sondern rekonstruiert sie zunächst in seinem Atelier. Diese dreidimensionalen „Bilder“ werden aus farbigem Papier und Pappe im Größenverhältnis 1:1 als Kulisse gebaut, dann fotografiert und in großformatigen Diasec-Prints präsentiert. Der Bildzyklus der „Klause“ thematisiert einen Fall von Kindesmissbrauch, der sich über Jahre im Hinterzimmer einer deutschen Stadtteilkneipe, der sogenannten Tosa-Klause, zugetragen hat. Er handelt aber auch von dem damit verbundenen sehr langwierigen Strafverfahren, das über Monate hinweg Schlagzeilen in der Boulevardpresse machte. Das Wissen um die Sachverhalte und Fakten sind dagegen diffus. Thomas Demands Werk stellt die Wirklichkeit, ihre mediale Vermittlung und deren schier grenzenlose technische Manipulierbarkeit in Frage.

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung
Nobuyoshi Araki, Kader Attia, Christian Boltanski, David Claerbout, Larry Clark, Thomas Demand, Stefan Exler, Hans-Peter Feldmann, Fischli/Weiss, Günter Förg, Douglas Gordon, Ilja C. Hendel, Noritoshi Hirakawa, Axel Hütte, Barbara Klemm, Mike Mandel, Ryuji Miyamoto, Santu Mofokeng, Anja Niedringhaus, Inge Rambow, Joe Rosenthal, Thomas Ruff, Larry Sultan, Taryn Simon, Dayanita Singh, Beat Streuli, Wolfgang Tillmans, Abisag Tüllmann, Jeff Wall, Tobias Zielony



MMK, Domstraße 10, Frankfurt am Main




17.03.2018 - 26.05.2018
Fotoaussstellung Wien . Mit der Trilogie "Awakening" stellt die Galere OstLicht den Bildzyklus von Thomas Jacobi vor.Seit vier Jahren bereist der ehemalige Stern Artdirector Tom Jacobi die sieben Kontinente und kreiert mit seinen großformatigen Landschaftsfotografien einen fokussierten Blick auf durch Natureinflüsse über Jahrtausende geformte Orte. 17.3. bis 26.5.2018
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Tim Jacobi - Awakening
Fotoaussstellung Wien . Mit der Trilogie "Awakening" stellt die Galere OstLicht den Bildzyklus von Thomas Jacobi vor.Seit vier Jahren bereist der ehemalige Stern Artdirector Tom Jacobi die sieben Kontinente und kreiert mit seinen großformatigen Landschaftsfotografien einen fokussierten Blick auf durch Natureinflüsse über Jahrtausende geformte Orte. 17.3. bis 26.5.2018

 Peaceful Mind aus der Serie "Grey Matter(s)" Island, 2015 copyright Tom Jacobi


"Awakening" umfasst die Serien "Grey Matter(s)" (2014–2015), "Into the Light" (2015–2017) und "The Light Within" (2018) besteht. Erst düster und geheimnisvoll, dann kühl und klar, schließlich kontemplativ und einladend – jede der drei Werkgruppen strahlt eine individuelle Atmosphäre aus, die Jacobi mithilfe natürlich vorgefundener Lichtsituationen bewusst hervorbringt  und konsequent verfolgt.
Für »Grey Matter(s)« fotografierte Jacobi in Afrika, Nord- und Südamerika, Australien, Europa, Neuseeland, in der Antarktis und auf Island. So vielfältig die bereisten Länder, so divers die Motive: Da funkeln Eiskristalle wie Diamanten auf einem isländischen Strand, ein Steingebilde auf Vågsøy, Norwegen, wirkt wie eine Kreatur aus einem Science-Fiction-Film, satt wächst ein einsamer Baum in der Wüste Arizonas. Gemein ist ihnen die Stimmung; alle Aufnahmen entstanden in der Zwielichtstunde, dem Zeitraum zwischen Nacht und Sonnenaufgang: Das erste Morgenlicht erhellt bereits die Landschaft, aber färbt sie noch nicht ein. Durch diesen weitgehenden Verzicht auf Farbe und der damit einhergehenden Reduktion auf die Form, erschafft Jacobi die für seine erste Serie prägende Grundstimmung einer Welt in mystischem Grau.

 

 Restlessness aus der Serie "Into zhe Light" New Mexico, 2071 copyright Tom Jacobi



Gleichsam ursprünglich und ungeschliffen begegnen uns die Sujets der darauf folgenden, bisher noch nie präsentierten Serien. Während »Into The Light« eine menschenleere Umgebung ganz in Weiß zeigt – durchzogen von fragilen Linien, wir sehen Spiegelungen wie Schattenrisse mit exakt mittiger Horizontlinie, helle Silhouetten in klarem Licht – kreist Jacobis Blick in »The Light Within« um zwei nackte Menschen. Die beiden Yogis, die er in den weiten Landschaften Chiles in Szene setzt, umgibt eine transzendente, in warmen Erdtönen gehaltene Atmosphäre.

 

Namaste aus der Serie "The Light Within" Atacama Wüste Chile 2018 copyright Tom Jacobi



Tom Jacobi hat mit seiner Trilogie eine Huldigung an die Natur und den Planeten Erde geschaffen und reiht sich mit seiner Visualisierung und Herangehensweise in die landschaftsfotografische Tradition von Ansel Adams oder Sebastião Salgado. Obwohl Farbigkeit aus seinen Arbeiten überwiegend verbannt ist, modelliert Jacobi hochgradig facettenreiche Nuancen innerhalb der Spektren von Grau, Weiß und Bronze zu einem Kosmos, den er selbst als »unbunte Farbwelt« bezeichnet. Der Fotograf knüpft »Awakening« zudem an eine spirituelle Erzählung: Während die
 
Teile Eins und Zwei ein Streben nach Erleuchtung darstellen, sieht der Künstler diese Suche in der dritten Serie beendet, wenn er die Quelle der Erkenntnis in das Innere der Protagonisten verlegt.

Verkauf
Die Fotografien sind als Archival Pigment Prints in limitierter Edition in zwei Formaten erhältlich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Corina Lueger: lueger@ostlicht.at

Biografie
Tom Jacobi wurde 1956 in Bonn geboren und wuchs in Washington, D.C. und in Schleswig-Holstein auf. Nach einem Jura-Studium begann seine fotografische Karriere 1976 im Genre der Porträtfotografie, wobei sein Schwerpunkt auf dem Porträtieren führender deutscher Politiker lag, darunter Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl. Das Folgejahr bildete den Startpunkt seiner langjährigen Karriere bei Stern, für den Tom Jacobi zunächst bis 1986 als Fotograf arbeitete. Insgesamt schuf er 29 Titelbilder für das Magazin und gewann für seine prägende Arbeit Auszeichnungen des Art Directors Club. In den folgenden 14 Jahren war Tom Jacobi als freier Fotograf tätig und arbeitete für Magazine wie New York Times Magazine, Amica und The New Yorker, bevor er im Jahr 2000 als Artdirector und Mitglied der Chefredaktion zum Stern zurückkehrte. Seine im gleichen Jahr fertiggestellte Fotoausstellung »Wo Gott wohnt« wurde international präsentiert und das gleichnamige Fotobuch avancierte schnell zu einem Bestseller. Im Jahr 2005 gründete Tom Jacobi das Magazin View, für das er bis 2008 als Chefredakteur arbeitete. Seitdem ist Tom Jacobi als Fotokünstler tätig, er wohnt und arbeitet in Hamburg.

 

OstLicht, Galerie für Fotografie, Absberggasse 27, Wien

16.03.2018 - 17.06.2018
Fotoausstellung Hamburg . auf ihrer Wanderung durch die Welt macht die Ausstellung „The Polaroid Projekt“ Station im Museum für Kunst und Gewerbe. Herausragende Künstlerinnen und Künstler – von Ansel Adams über Nobuyoshi Araki bis Andy Warhol – haben im Medium der Sofortbildfotografie neue Wege beschritten und die Ästhetik einer Ära geprägt. 16. März bis 17. Juni 2018
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The Polaroid Projekt
Fotoausstellung Hamburg . auf ihrer Wanderung durch die Welt macht die Ausstellung „The Polaroid Projekt“ Station im Museum für Kunst und Gewerbe. Herausragende Künstlerinnen und Künstler – von Ansel Adams über Nobuyoshi Araki bis Andy Warhol – haben im Medium der Sofortbildfotografie neue Wege beschritten und die Ästhetik einer Ära geprägt. 16. März bis 17. Juni 2018

 

André Kertész, August 13, 1979, 1979, Polaroid SX-70, 10,7 x 8,8 cm,
© The Estate of André Kertész, courtesy Stephen Bulger Gallery

 

 

 

Polaroid  hat Gebrauchsweisen ermöglicht, die  die Alltagsfotografie bis heute beeinflussen. Die Ausstellung positioniert das Phänomen Polaroid an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Mit rund 240 Werken von 120 Künstlern beleuchtet sie das ästhetische Spektrum der Sofortbildfotografie und stellt mit 87 Kameramodellen und Prototypen jene innovative Technik vor, die diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte. Die gezeigten Polaroids reichen von den Anfängen des Unternehmens 1955 bis 2015. Der Schwerpunkt liegt auf Arbeiten aus den 1980er und 1990er Jahren. Der von Edwin H. Land 1947 in New York erstmals vorgestellte Sofortbildfilm verkürzt den zeitlichen Ablauf von Herstellung, Entwicklung und dem gemeinsamen Betrachten einer Fotografie auf wenige Minuten. Damit wurden Anwendungsformen initiiert, die in der digitalen Fotografie und in dem Teilen von Bildern oder Selfies auf Foto-Portalen im Internet fortleben. Der aktuelle Hype um Polaroid-Apps für Smartphones und die wieder auf den Markt gebrachten Sofortbildkameras zeigen die anhaltende Popularität des Mediums. In der digitalen Bilderflut hat sich jedoch die Einzigartigkeit des Polaroids in ihrem Charakter zu einem Gegenentwurf gewandelt: Mit der Aufnahme eines einmaligen Moments oder eines sozialen Ereignisses hält man ein analoges Unikat in der Hand und wartet mit Spannung und Vorfreude darauf, dass das Bild wie von Zauberhand langsam erscheint.

 

 

 Andy Warhol, Andy Sneezing, 1978, Polaroid SX-70,
© The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Courtesy OstLicht Collection Vienna

 

Polaroid selbst arbeitet von seiner Gründung an eng mit Fotografen und Künstlern zusammen. Zu den frühesten Beratern von Edwin H. Land, Erfinder und Mitbegründer der Polaroid Corporation, gehört Ansel Adams, Übervater der amerikanischen Landschaftsfotografie. In der Selbstdarstellung und im Marketing kooperiert man mit bekannten Künstlern, obwohl das Hauptgeschäft der Amateurmarkt ist. In seinem Artist Support Program stellt das Unternehmen der Kunst- und Fotoszene Filmmaterial und Kameras zur Verfügung. Die 1977 gebaute Großbild-Polaroid-Kamera wird ausschließlich für das Artist Support Program entwickelt. Im Gegenzug erhält die Firma nicht nur Feedback zu ihren Produkten, sondern auch ausgewählte Werke für die Unternehmenssammlung. Für Künstler bieten die Erfindungen aus dem Hause Land eine Spielwiese, die sie auf ihre je eigene Art und Weise nutzen und damit der Fotografie neue Impulse verleihen. Durch die sofortige Verfügbarkeit des Bildes werden neue Ausdrucksformen wie Übermalungen, Bearbeitungen der Oberfläche und das prozessuale Arbeiten angeregt. Zahlreiche Künstler – allen voran Andy Warhol – nutzen das Medium in den 1980er Jahren intensiv und verschaffen dem Polaroid seinen Platz in der Sphäre der Kunst.

 

Nobuyoshi Araki, Lady Gaga, 2009, Polaroid SX-70,
© Nobuyoshi Araki, Courtesy OstLicht Collection, Vienna

 

Dieser Austausch zwischen der Kunst und dem Unternehmen bildet die Grundlage der spektakulären Polaroid Collection, die seit den 1960er Jahren in der Konzernzentrale in Cambrigde in den USA aufgebaut wird. Erstmals nach ihrer Auflösung 2009 vereint The Polaroid Project in einer Ausstellung diesen amerikanischen mit dem europäischen Teil der Sammlung, der ursprünglich in Amsterdam angesiedelten International Polaroid Collection. Mit zusätzlichen Leihgaben von Künstlern und deren Nachlassverwaltern sowie mit Objekten aus dem MIT Museum in Cambridge zeigt die Ausstellung auf ihrer internationalen Tournee das Phänomen Polaroid erstmals in seiner gesamten Breite. Der Blick auf die Technik der Sofortbildfotografie demonstriert dabei, dass die Kreativität des Unternehmensgründers Land und seines Teams von Wissenschaftlern und Ingenieuren derjenigen der Kunstschaffenden in nichts nachstand.

 

Mit Polaroids von Ansel Adams, Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, Anna und Bernhard Blume, Guy Bourdin, Ellen Carey, Chuck Close, Barbara Crane, Philip-Lorca diCorcia, Harold Edgerton, Walker Evans, Gisèle Freund, Toto Frima, Luigi Ghirri, Hans Hansen, David Hockney, Dennis Hopper, Barbara Kasten, André Kertesz, Ulrich Mack, Robert Mapplethorpe, Robert Rauschenberg, Toshio Shibata, Andy Warhol, William Wegman u.v.m.

 

Die Ausstellung The Polaroid Project wurde von der Foundation for the Exhibition of Photography Minneapolis/New York/Paris/Lausanne, dem MIT Museum Cambridge (Massachusetts) und WestLicht. Schauplatz für Fotografie (Wien) in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg entwickelt. Kuratoren der Ausstellung sind Deborah G. Douglas, William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Rebekka Reuter und Gary Van Zante.

 

Nach den Stationen in Wien (WestLicht. Schauplatz für Fotografie: 17. November 2017 bis 25. Februar 2018) und Hamburg (16. März bis 17. Juni 2018) geht die Schau nach Berlin (C/O Berlin: 7. Juli bis 23. September 2018), Singapur (National Museum of Singapore: 1. November 2018 bis 17. Februar 2019) und Montreal (Musée McCord: 14. Juni bis 15. September 2019), bevor sie abschließend im MIT Museum in Cambridge, Massachusetts (Ende 2019) gezeigt wird.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit dem Titel Das Polaroid Projekt. Die Eroberung durch die Kunst im Hirmer Verlag, mit Beiträgen von William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Deborah G. Douglas, Gary Van Zante, Rebekka Reuter, Christopher Bonanos, Todd Brandow, Peter Buse, Dennis Jelonnek und John Rohrbach, Museumsausgabe 39,90 Euro, Buchhandelsausgabe 49,90 Euro.

 

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

11.03.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Ulm . Es gibt sicher wenige Fotografen deren Bilder so einen Spass machen wie die von Martin Parr. Das Stadthaus in Ulm zeigt die Ausstellung „Souvenir – A Photographic Journey“ des Dokumentarfotografen, die sicher ein reines Vergnügen ist. Zu Beginn seines 25. Programmjahrs startet das Stadthaus mit einer Retrospektive des britischen Fotografen. 11. März bis 27. Mai 2018
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Martin Parr: Souvenir – A Photographic Journey
Fotoausstellung Ulm . Es gibt sicher wenige Fotografen deren Bilder so einen Spass machen wie die von Martin Parr. Das Stadthaus in Ulm zeigt die Ausstellung „Souvenir – A Photographic Journey“ des Dokumentarfotografen, die sicher ein reines Vergnügen ist. Zu Beginn seines 25. Programmjahrs startet das Stadthaus mit einer Retrospektive des britischen Fotografen. 11. März bis 27. Mai 2018


Sedlescombe, England, 1995-1999
Aus der Serie "Think of England" 1996-2003
© Martin Parr / Magnum Photos


Die satten, schrill-bunten Farben seiner Bilder, ihr gnadenloser Realismus, ihre schräg-skurrile Weltsicht haben Martin Parr  berühmt gemacht. Seine liebsten Motive sind gesellschaft¬liche Realitäten und ihre Auswüchse. Keiner entlarvt die Eigenarten und Ticks der verschiedenen Nationalitäten so gemein wie der Brite: dicke Deutsche, facegeliftete Amerikanerinnen, sonnenverbrannte Briten. Ein Klischee wird bei Parr zur neuen Sicht auf die Wirklichkeit. Parr provoziert, indem er die alltäglichen Banalitäten und Klischees unserer Welt in den Mittelpunkt rückt. Fast liebevoll legt er dabei den Fokus auf ungeschönte Momente, auf das Hässliche, auf Dinge, die andere als Bildmotiv lieber vermeiden oder retuschieren. Parr provoziert, indem er die alltäglichen Banalitäten und Klischees unserer Welt in den Mittelpunkt rückt. Dass Parr außerhalb Großbritanniens bekannter ist als in seiner Heimat, sieht er als normal an: „Ich glaube, das das auch damit zu tun hat, dass in anderen Ländern eine gewisse Schadnfreude darüber herrscht, wie England auf meinen Bildern zu sehen ist.“

 

Knokke, Belgien, 2000
Aus der Serie "Knokke le Zoute"
© Martin Parr / Magnum Photos

 

Scarborough, England,1999
Aus der Serie "Think of England" 1996-2003
© Martin Parr / Magnum Photos


Die fotografische Karriere des 1952 in Epsom, Surrey, GB, geborenen Martin Parr nahm schon früh ihren Anfang. „Für Fotografie interessierte ich mich zum ersten Mal, als ich Teenager war und meinen Großvater in der Nähe von Bradford besuchte, der ein begeistertet Amateurfotograf war. Er lieh mir eine Kamera und wir gingen zusammen auf Knipstour. Bei der Heimkehr entwickelten wir die Filme und machten Abzüge, und seit der Zeit wollte ich immer Fotograf werden“, berichtet Martin Parr von der Initialzündung seiner Fotografie.

 

New Brighton, England, 1983-85.
Aus der Serie "The last Resort"
© Martin Parr / Magnum Photos



Von 1970 bis 1973 studierte Martin Parr Fotografie am Manchester Polytechnic und hat seitdem an zahlreichen Fotoprojekten gearbeitet. Seine innovative Bildsprache, sein ironischer Umgang mit sozialdokumentarischer Fotografie und sein Beitrag zur Fotokultur sowohl in Großbritannien als auch im Ausland verschafften ihm ein internationales Renommee.
Martin Parr veröffentlichte über 80 Bücher, realisierte weit über 100 Ausstellungen rund um die Welt.

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 2, Ulm


04.03.2018 - 22.07.2018
Fotoausstellung Wolfsburg . In der Ausstellung „Robert Lebeck. 1968“ Im Kunstmuseum Wolfsburg werden – fünfzig Jahre später – die im mythisierenden Rückblick bislang nicht immer wahrnehmbaren roten Fäden des Jahres zwischen Aufbruch, Protest, Beharren und Scheitern anhand beispielhafter Fotografie-Serien sichtbar, die der deutsche Fotograf, Bildjournalist und Sammler Robert Lebeck in New York, Bogotá, Kassel, Belfast oder Wolfsburg erstellt hat.
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Robert Lebeck 1968
Fotoausstellung Wolfsburg . In der Ausstellung „Robert Lebeck. 1968“ Im Kunstmuseum Wolfsburg werden – fünfzig Jahre später – die im mythisierenden Rückblick bislang nicht immer wahrnehmbaren roten Fäden des Jahres zwischen Aufbruch, Protest, Beharren und Scheitern anhand beispielhafter Fotografie-Serien sichtbar, die der deutsche Fotograf, Bildjournalist und Sammler Robert Lebeck in New York, Bogotá, Kassel, Belfast oder Wolfsburg erstellt hat.

Robert Lebeck
Schweißer in den Produktionshallen des Volkswagenwerks, Wolfsburg, 21. Juni 1968
© Archiv Robert Lebeck


„Das Jahr der Studentenunruhen fand ohne mich statt“ so resümiert Robert Lebeck (1929–2014) in den „Erinnerungen eines Fotoreporters“ seine Erfahrung des Jahres 1968: „Als in Paris die Barrikaden brannten, arbeitete ich in Florida an einer Serie über zwei ermordete Studentinnen; während Studenten vor dem Springer-Hochhaus demonstrierten, fotografierte ich die Taufe von Hildegard Knefs Kind; und als die Russen in Prag einmarschierten, begleitete ich gerade den Papst nach Bogotá.“

 

Robert Lebeck
Mutter und Tochter auf dem Bootssteg aus der Fotoserie «Die geschiedene  Frau», 5. Juni 1968
© Archiv Robert Lebeck

 

 


Bei genauerer Betrachtung der Kontaktbogen, Fotoabzüge sowie Reportagen von Robert Lebeck, die in eben diesem epochemachenden Jahr für den „Stern“, eine der damals auflagenstärksten Illustrierten Deutschlands, entstanden sind und in dieser Ausstellung erstmals umfassend präsentiert werden, zeigt sich allerdings, wie sehr sich entgegen der Einschätzung des Fotografen die gesellschaftlichen Veränderungen in seinen pointierten Aufnahmen spiegeln.

 

Robert Lebeck
Joseph Patrick, der älteste Sohn des ermordeten Präsidentschaftskandidaten,
an der Spitze der Sargträger bei der Beerdigung von Robert F. Kennedy auf dem Nationalfriedhof von Arlington,
8. Juni 1968

© Archiv Robert Lebeck

 

Robert Lebeck
Demonstranten während der Eröffnungsrede der 4. documenta,  Kassel,
27. Juni 1968
© Archiv Robert Lebeck

 


Viele der im Kunstmuseum vorgestellten Motive sind – das macht den besonderen Reiz der Ausstellung aus – nie gedruckt worden und der Öffentlichkeit bislang komplett unbekannt. Ob „Geschiedene Frauen“, Rudi Dutschke in Prag, Robert F. Kennedys Beerdigung oder Joseph Beuys auf der documenta: Stets trifft in Robert Lebecks Arbeiten verdichtete Zeitgeschichte auf starke Bildreportage sowie Fotokunst.

Die Schau beginnt suggestiv mit einem raumhohen All-Over der Fotografie Robert Lebecks und Originaltondokumenten von 1968. Nach einem Saal zu „1968“, der die unterschiedlichsten Aktionsfelder des Fotojournalisten in diesem Jahr sichtbar macht, folgen dann die zentralen acht Ausstellungskapitel und Fotoreportagen in chronologischer Reihenfolge vom Prager Frühling bis zum nordirischen Winter. Medienstationen und Großprojektionen bilden die zeitgeschichtliche Folie, auf der die Bedeutsamkeit der Fotoreportagen Robert Lebecks umso deutlicher wird. Original-Kontaktbogen und „Stern“-Hefte geben den Besuchern zudem vertieften Einblick in die fotografische Arbeit Lebecks und die bildredaktionelle Praxis jener Jahre.

 

Robert Lebeck
Richard Nixon während des Vorwahlkampfes zur Wahl des 46. Präsidenten der USA,
Manchester, New Hampshire, 16. Februar 1968

© Archiv Robert Lebeck

 

Robert Lebeck
Zeitungslesende als sichtbares  Zeichen der neuen Pressefreiheit, Prag, 17. April 1968
© Archiv Robert Lebeck

 


Die Ausstellung „Robert Lebeck. 1968“ findet in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) der Stadt Wolfsburg statt und wird gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg.

Der Katalog
Das Buch zur Ausstellung, herausgegeben von Ralf Beil und Alexander Kraus, gestaltet von Cordula Lebeck, erscheint im Steidl Verlag, Göttingen, und vereint Essays zur Zeitgeschichte, Bildreportage und Fotokunst von Ralf Beil, Michael Glasmeier, Fabian Köster, Alexander Kraus, Aleksandar Nedelkovski, Stefanie Pilzweger-Steiner, Stephan Ruderer, Annette Vowinckel, Martina Winkler und Ulf Erdmann Ziegler, eine umfangreiche Auswahl bislang unveröffentlichter Fotografien und Kontaktbogen sowie die wichtigsten Reportagen des Jahres 1968. Hardcover, 320 Seiten, 226 Abbildungen, 22,5 x 30 cm, deutsche und englische Ausgabe, 48 € im Museumshop, 58 € im Buchhandel.

 

Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerpl. 1, Wolfsburg










02.03.2018 - 08.07.2018
Fotoausstellung Köln . Die Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentiert die Ausstellung „Witterungen – Photographische Aufzeichnungen zwischen Landschaft und Lebenswelt von Laurenz Berges, Michael Collins und Paola De Pietri“. Zeitgleich läuft die Ausstellung „Blick in die Sammlung: Landschaft – Transformation – Bildraum“.
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Witterungen – Photographische Aufzeichnungen
Fotoausstellung Köln . Die Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentiert die Ausstellung „Witterungen – Photographische Aufzeichnungen zwischen Landschaft und Lebenswelt von Laurenz Berges, Michael Collins und Paola De Pietri“. Zeitgleich läuft die Ausstellung „Blick in die Sammlung: Landschaft – Transformation – Bildraum“.



Paola De Pietri: No title (01), aus der Serie „Questa Pianura“, 2014
© Paola De Pietri




Das Projekt „Witterungen“  in Raum 1 stellt drei Positionen aus drei verschiedenen Ländern vor: Laurenz Berges (*1966) aus Düsseldorf, Michael Collins (*1961) aus London und Paola De Pietri (*1960) aus Reggio Emilia, Italien. Mit ihren Photographien fokussieren sie auf landschaftliche und bauliche Phänomene, die sie überwiegend in der näheren Umgebung ihrer Ateliers bzw. Wohnorte entdeckt haben und insofern einer langfristigen Betrachtung unterziehen können. Alle drei bemerken in aller Achtsamkeit den minutiös verlaufenden Wandel ihrer Umwelt und nutzen ihre Großbildkameras und die damit erreichbare hohe Abbildungsqualität zur Dokumentation der faktischen und atmosphärischen Gegebenheiten.

 

Laurenz Berges: Schulstraße, 2013
© Laurenz Berges, VG Bild-Kunst, Bonn, 2017


Der Begriff „Witterung“ findet in den Photographien der drei Künstler vielschichtige Analogien. Er kann sich auf das Wetter beziehen, aber auch eine Form von Intuition und Zersetzung, der Auflösung und Transformation finden Veranschaulichung. Vorgestellt werden dokumentarische, vor allem aber kontemplative Photographien, die sich vorschnellen Antworten verweigern, das Metier an seine Grenzen führen und die visuelle Neugierde herausfordern.
Das Motivspektrum von Laurenz Berges bezieht sich auf Konstellationen urbaner Landschaft, auf Bauten, Konstruktionen und Räume, die über Jahrzehnte genutzt, ge- und verbraucht, oft auch verlassen von der Geschichte alltäglicher Geschehnisse berichten. Das Ruhrgebiet ist ein bevorzugtes Arbeitsterrain. Dort findet er etwa schlicht gebaute Reihenhäuser der Nachkriegszeit; entdeckt einen Fassadenvorsprung eines Gründerzeithauses, der eine skurrile, scheinbar zwecklose, hölzerne Umrahmung aufweist; drei an einer unzählige Abnutzungspuren aufweisenden Wand angeordnete Klingeln, deren Namenschilder nur noch verschwommen lesbar sind; eine Platane, die vor langer Zeit gepflanzt, ihr Wurzelwerk unter den Gehweg geschoben hat, sodass einige Steinplatten bereits abgehoben sind. Doch niemand scheint diesen Weg mehr entlang zu gehen, die Straßenzüge, die Berges photographiert, wirken verwaist ohne ein Anzeichen zukünftiger Modernisierung.

 

Michael Collins: Hoo Flats diptych,  2016 (right),
© Michael Collins


Von Michael Collins wird eine Auswahl aus drei unterschiedlichen Werkbereichen vorgestellt. Das Diptychon „Hoo Flats“ zeigt landschaftliche Ansichten im Mündungsgebiet der Flüsse Themse und Medway östlich von London und bildet den Höhepunkt von Collins sieben Jahre währender Arbeit in diesem Gebiet. Im Park Hampstead Heath in London hat der Künstler den imposanten Baum vorgefunden und aus drei verschiedenen Blickpunkten abgelichtet. Mit den drei im industriellen Bereich entstandenen Aufnahmen nähert sich der Photograph dem darstellerischen Bereich des Skulpturalen an. Auch sind die Bilder historische Zeugnisse getaner Arbeit und situativer Atmosphären. Collins reflektiert in seinem Oeuvre das Medium der Photographie in seinen metaphysischen Qualitäten, er sieht die Photographie in Korrespondenz anderer künstlerischer Medien wie der Malerei.
Die von Paola De Pietri zwischen 2014 und 2017 photographierten Ruinen verfallener ehemaliger Bauernhöfe und Bäume befinden sich in der norditalienischen Ebene des Flusses Po, in den Regionen Emilia Romagna, Lombardei und Veneto. Paola De Pietris fein ausgearbeitete Schwarz-Weiß-Aufnahmen kennzeichnet eine diskret stringente Ästhetik. Die Motive sind als für die Gegend typische Solitäre zentral ins Bild gesetzt. Durch einen verhältnismäßig tief heruntergezogenen Horizont veranschaulicht sich der weitläufige Charakter der fruchtbaren Ebene mit ihren Feldern und Fluchten. Das dunstige Aufnahmewetter, die blattlosen Bäume dokumentieren eine kältere und weniger bunte Jahreszeit, die sich De Pietri für ihre Arbeit zunutze macht, um eine optische Betonung der modellhaft erscheinenden Motive zu bewirken. Die Konturen der entfernteren Gegenstände lösen sich auf und gehen in einem hell nebeligen Fond auf.
Die drei Positionen begegnen sich in der Ausstellung zum ersten Mal. Sie eint ihr Gespür und der genaue Blick für zeitbedingte sowie zeitlose Wirklichkeiten, für Fakten und allmähliche Transformationen ebenso wie ihre Sensibilität für die spezifisch feine Ästhetik, die daraus erwächst.
Zur Ausstellung erscheint zu jeder Position ein Leporello (Texte dt./engl.). Zusammengefasst in einem Schuber, sind die Leporellos als künstlerische Publikationen mit sammlerischem Wert angelegt. (Snoeck Verlag, Köln, Gestaltung: Claudia Ott, Düsseldorf)

zeitgleich in Raum 2:
Blick in die Sammlung: Landschaft – Transformation – Bildraum


Mit dieser die Hauptausstellung begleitenden Präsentation stellt Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur historische und zeitgenössische Werke vor, die die künstlerischen Fragestellungen an die Thematik nochmals mehr vertiefen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei ausgewählte Arbeiten, die 2017 als Dauerleihgaben aus dem Eigentum der Stiftung Kunst im Landesbesitz, NRW, vertreten durch die Kunstsammlung NRW, der Photographischen Sammlung übertragen wurden. Diese Werke von Boris Becker, Elger Esser und Candida Höfer werden nun in einer Gruppenausstellung mit Positionen aus den eigenen Beständen von Lawrence Beck, Lee Friedlander und Pierre Bonnard und Albert Renger-Patzsch thematisch und formal in Beziehung gesetzt.
Hinzu treten Arbeiten von Albert Renger-Patzsch, Burkhard Jüttner und Klaus Rinke aus dem LVR-LandesMuseum Bonn, die sich konzeptuell einbinden. Ausgelotet werden auch darin landschaftliche Darstellungsoptionen, die den Zugriff des Menschen auf die Natur zur Anschauung bringt ebenso wie die Relation von Sujet und konzeptueller Umsetzung.

Raum 3:
Blick in die Sammlung: Paul Dobe, Photographische Naturstudien und Formfindung

 

Paul Dobe: Erle, 29.7.1916
© Nachlass Paul Dobe

Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur Köln/Dauerleihgabe Privatsammlung



Von Paul Dobe (1880–1965) befindet sich ein umfangreicher Bestand an Abzügen, Negativen, Dias, graphischen Motiven und weiteren Dokumenten in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Dobe, ausgebildeter Zeichner, konzentrierte sich in seinem Werk auf das Studium der Natur. Blumen und Pflanzenstrukturen galt seine Aufmerksamkeit. Möglicherweise ist er 1905 während seines Studiums an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums Karl Blossfeldt begegnet, der dort zu dieser Zeit als Lehrer für „Pflanzenmodellieren“ tätig war.
Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen Paul Dobes zeigen Blumen und Bäume ebenso wie photographische Reproduktionen seiner Zeichnungen. Aufgenommen mit großer Präzision, sind die Bilder sorgfältig montiert und beschriftet: Mit quasi wissenschaftlichen Anspruch und vor botanischem Hintergrund suchte Dobe nach Konstruktionsprinzipien, nach einem der Natur zugrunde liegenden Formgesetz. Mit vergleichbarem Impetus hat sich Dobe der photographischen Darstellung von unterschiedlichen Wolkenformationen gewidmet, die ebenfalls zu sehen sind. Überraschend wirken dazu photographische Blätter, die der Idee der aus der Natur gewonnenen Ordnungsprinzipien in abstrakter Weise folgen und schließlich auf die Neuschöpfung reiner Formen verdichten.

Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, Köln

 

23.02.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Hamburg . Hans Hansen ist bekannt für seine hervorragende Fotografie von Objekten, die sich weit von der Menge an Werbebilder abhebt. Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg stellt den Fotografen innerhalb seiner Ausstellungsreihe „Fotografie neu ordnen“ vor.
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Hans Hansen. Fotografie neu ordnen: Dinge
Fotoausstellung Hamburg . Hans Hansen ist bekannt für seine hervorragende Fotografie von Objekten, die sich weit von der Menge an Werbebilder abhebt. Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg stellt den Fotografen innerhalb seiner Ausstellungsreihe „Fotografie neu ordnen“ vor.

 

 

 

Insgesamt zeigt die Ausstellung Fotografie neu ordnen: Dinge rund 100 Exponate aus dem Werk Hansens und aus der Sammlung Fotografie des MKG. Einem Bild von Hans Hansen kann man im Editorial eines Magazins begegnen, aber ebenso an der Wand eines Museums. Die Unterscheidung zwischen angewandter Fotografie und freier künstlerischer Arbeit, die den Betrachtern vermeintlich Orientierung verschaffen soll, ist für diesen Fotografen unwichtig. Was für ihn zählt, ist ein gutes Bild. Aber was macht ein solches Bild aus, wie fotografiert Hans Hansen Lebensmittel, wie ein Automobil von Daimler-Benz und wie die Stühle des Designunternehmens Vitra? Die Ausstellung will die Besonderheit seiner Vorgehensweise deutlich machen. Hansen reduziert den Gegenstand auf das Wesentliche, er strukturiert die Form, die Farbe, das Material. Er ordnet die Objekte und kommt so zu einem Minimalismus und einer Perfektion, die seine Fotografien aus der Masse der Motive herausheben, die uns in der Produktwerbung ständig begegnen. Hansens reduzierter Blick hat das Auftreten von Firmen wie Lufthansa oder Vitra geprägt. Die Betrachter lässt er mit neuer Klarheit auf die alltägliche Dingwelt schauen.

 

 

 Hans Hansen wird 1940 in Bielefeld geboren. Er absolviert eine Ausbildung zum Lithografen bei der Druckerei Thomas & Kurzberg und studiert anschließend Angewandte Grafik bei Walter Breker an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Seine Tätigkeit als Fotograf beginnt Hansen 1962 als Autodidakt. Im Auftrag von Tapio Wirkkala entstehen erste Studien von Glasobjekten. Zwischen 1963 und 1967 fotografiert Hansen weltweit Werbekampagnen für Lufthansa. Ab 1968 folgen Aufträge von VW, später auch von anderen Automobilherstellern in Deutschland, Frankreich, Italien und den USA. Nach der Gründung seines ersten Ateliers 1970 in Hamburg konzentriert sich Hansen verstärkt auf die Sachfotografie. Parallel realisiert er redaktionelle Beiträge und ab 1980 verstärkt auch freie, künstlerische Projekte.

Künstlergespräch
So. 25. März 2018, 15 Uhr, mit Hans Hansen und der Kuratorin Dr. Esther Ruelfs

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz,  Hamburg

 

22.02.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Bonn . Das Kunstmuseum Bonn zeigt aus einer Zusammenstellung von acht Werkgruppen Bilder von Heidi Specker, deren Fotografie auch immer die Reflexion über Fotografie beinhaltet, so wie die Ausstellung auch die Reflexion über das Ausstellen von Fotografie sichtbar machen.
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Heidi Specker - Fotografin
Fotoausstellung Bonn . Das Kunstmuseum Bonn zeigt aus einer Zusammenstellung von acht Werkgruppen Bilder von Heidi Specker, deren Fotografie auch immer die Reflexion über Fotografie beinhaltet, so wie die Ausstellung auch die Reflexion über das Ausstellen von Fotografie sichtbar machen.

 

 

 

 Heidi Specker, Magie Mountain, Pfütze, 2007, Archival Fine Art Print,85 x 56 cm; UBS Art Collection,
©
Heidi Specker,VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

Bekannt wurde Heidi Specker Mitte der 90er Jahre mit den Speckergruppen (1995/96) und anderen Werkreihen, die Betonbauten in den Mittelpunkt stellten, womit sie sozusagen die Neubewertung dieser Art von Nachkriegsarchitektur vorwegnahm. Zugleich gehörte Specker zu den Pionieren der Digitalfotografie. Beinahe all ihren Werken ist gemeinsam, dass sie einer künstlerisch visuellen Untersuchung historischer Werke und Gegebenheiten dienen, indem sie mit dem Blick der Kamera deren Strukturen erforschen. Dabei sind Heidi Speckers Bilder auch immer eine Reflexion des Mediums, in dem sie arbeitet, und seiner Rezeption.

Aus einer Zusammenstellung von acht Werkgruppen hat die Künstlerin eine dichte Ausstellung entworfen. Die Betrachter sind eingeladen, auf eigenen Wegen den motivischen, formalen oder auch intuitiven Linien in Speckers Werk zu folgen.

 

Heidi Specker, Re-Prise, Kottbusser Tor, 2015, Archival,Fine Art Print, 37 x so cm
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Zülpich;© Heidi Specker,VG Bild-Kunst,Bonn 2018

 

Heidi Specker (* 1962 Damme) lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Projekte wurden in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert, so beispielsweise 2005 im Sprengel Museum (Hannover), 2009 und 2017 im Mies van der Rohe Haus (Berlin), 2012 im Leopold-Hoesch-Museum (Düren), 2015 in der Pinakothek der Moderne (München) und 2016 in der Berlinischen Galerie. Heidi Specker ist Leiterin der Klasse Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Die meisten ihrer Werkgruppen erscheinen auch als Künstlerbuch.

Begleitend zur Ausstellung wird ein umfangreicher von Stephan Müller gestalteter, reich bebildeter Katalog erscheinen, mit Beiträgen von Barbara J. Scheuermann, Christoph Schreier sowie einem Gespräch von Martina Löw und Gerhard Vinken.

 

 

Begleitprogramm:

Sonntag, 25.2.2018, 11 Uhr: Kuratorinnenführung mit Dr. Barbara J. Scheuermann

Mittwoch, 2.5.2018, 19 Uhr: PHOTOGRAPHY TALKS – Zeitgenössische Fotografie im Gespräch, mit Heidi Specker

Sonntag, 27.5.2018, 11 Uhr: Kuratorinnenführung mit Dr. Barbara J. Scheuermann

 

 

 

 

26.01.2018 - 03.06.2018
Fotoausstellung München . Das Museum Mensch und Natur im Münchner Schloss Nymphenburg zeigt die Luftbilder von Bernhard Edmaier. Die Ausstellung präsentiert 45 großformatige Aufnahmen, die in den verschiedensten Regionen der Welt entstanden.
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Wasser wie es unsere Erde formt
Fotoausstellung München . Das Museum Mensch und Natur im Münchner Schloss Nymphenburg zeigt die Luftbilder von Bernhard Edmaier. Die Ausstellung präsentiert 45 großformatige Aufnahmen, die in den verschiedensten Regionen der Welt entstanden.

Arktische Permafrost-Landschaft im Sommer, Mackenzie Delta/Kanada



Aufsteigende Wolkentürme, helle Sandfächer in grün schimmernden Seen oder driftende Eistrümmer in trübem Gletscherwasser – die ausdrucksstarken, großformatigen Fotografien von Bernhard Edmaier präsentieren Wasser von einer bisher kaum wahrgenommenen Seite – als die wichtigste landschaftsgestaltende Kraft auf unserer Erde.
Die 45 großformatigen Aufnahmen gliedern die Ausstellung in drei Kapitel: Wasser in seinen drei Aggregatszuständen flüssig, fest und gasförmig, Wasser, das destruktiv, transportierend und konstruktiv sein kann und schließlich der Klimawandel, der diese Prozesse beschleunigt und die Verteilung von flüssigem und gefrorenem Wasser drastisch verändert. Die Fotografien sind zumeist Luftbilder, die in den verschiedensten Regionen der Erde aufgenommen wurden. Ausführliche geografische und geologische Informationen dazu bieten die Bildtexte der Wissenschaftspublizistin Angelika Jung-Hüttl.

 

Schuttbänder (Moränen) auf dem Viedma-Gletscher, Patagonien/Argentinien

 


Das Museum Mensch und Natur hat die Fotoausstellung WASSER – wie es unsere Erde formt um zahlreiche interaktive Exponate ergänzt. So kann der Besucher erkunden, wie viel Wasser es auf der Erde gibt und wie die Verteilung von Salz- und Süßwasser ist. Er kann der Frage nachgehen, welche Eigenschaften die Verbindung H2O hat und wie der Wasserkreislauf abläuft. Auch den Themen, wie sich der Klimawandel auf Gletscher und Meeresspiegel auswirkt, sind Exponate gewidmet.
Weiterhin machen Gesteinsproben begreifbar, wie deren Entstehungsgeschichte von Wasser und Eis geprägt ist. Ein weiteres Highlight stellt die Augmented Reality Sandbox dar. An dieser interaktiven Station können Besucherinnen und Besucher selbst eine Landschaft gestalten und beobachten, wie sich Wasser in dieser Umgebung verhält.
Das Buch zur Ausstellung ist im Prestel Verlag erschienen.


21.01.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen präsentiert die Ausstellung „SHOOT! SHOOT! SHOOT! Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection. 21. Januar bis 27. Mai 2018.
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SHOOT! SHOOT! SHOOT!
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen präsentiert die Ausstellung „SHOOT! SHOOT! SHOOT! Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection. 21. Januar bis 27. Mai 2018.

 

 Ausstellungsansicht SHOOT! SHOOT! SHOOT!, 2016 © Münchner Stadtmuseum

 

Die Beatles, ausgelassen bei einer Kissenschlacht, Brigitte Bardot mit blonder Mähne, Yves Saint Laurent nackt: Prominenz fotografiert von Superstars wie Richard Avedon, Bert Stern oder Helmut Newton, lassen in der Ludwiggalerie das Lebensgefühl der 1960er und -70er Jahre aufleben.

Aus der Zeit datiert die einzigartige Verbindung von verschiedenen Disziplinen des künstlerischen Ausdrucks. Party und Politik, Mode und Musik, Kunst und Körperkult werden unter anderem durch Warhols Factory und die dort vertretene New Yorker Szene ins Bild gesetzt. Warhol erhebt die Massenmedien selbst zur Kunst. Die Performance als Ausdruck des Körpers, sei es durch Musik, Tanz oder als künstlerische Aktion, erlebt eine Hochphase. Und die Mode, ihre Modelle und deren fotografische Manifestierung gelten, in dieser Zeit der schillernden Oberflächlichkeit, als gleichberechtigte Kunstform.

Die Fotografien finden Verbreitung in der Tagespresse, in Magazinen und Illustrierten. Sie werden als Werbung oder Promotion eingesetzt. Dabei nimmt Fotografie eine unverzichtbare Rolle bei der Ausbildung des Star-Images ein und gewährt (z.T. inszenierte) Einblicke in das Privatleben.

 

 

Yves Saint Laurent, posing for a publicity shot for his eau de toilette, Paris, 1971 © Jeanloup Sieff
© 2017 LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

 

 

Die Beatles, Twiggy und die Stars aus Hollywood spiegeln in eindrucksvollen Porträts bedeutende Momente der Zeit. Natürlich werden auch die Schattenseiten dieses Lebensstils, wie selbstzerstörerische Exzesse durch Drogen oder Alkohol sichtbar. Die Non Stop-Vergnügungssucht der Reichen und Schönen sowie der Künstler bezeichnet Warhol selbstironisch als social disease. Feiern dient – wie vielleicht auch heute – als Ausgleich zu den politischen Krisen der Zeit.

Die Ausstellung zeigt überwiegend Schwarz-Weiß-Fotografien und besticht durch die Kombination von musealen Werken und atmosphärischen Paparazzi-Aufnahmen. Über 200 Werke aus der Schweizer Nicola Erni Collection versammeln das Who is Who der Celebrity-Gesellschaft.

In ihrem Ausdruck von Kult um die eigene Person, Sinnenfreude und Hingabe an den Moment, üben die Fotografien eine ungebrochene Faszination aus. Um mit Andy Warhol zu sprechen: „People are so fantastic, you can’t take a bad picture”.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Dr. Ulrich Pohlmann, Stadtmuseum München/Sammlung Fotografie, und Ira Stehmann in Zusammenarbeit mit der Nicola Erni Collection.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung und WDR 3.

Nähere Informationen zu dem die Ausstellung begleitenden museumspädagogischen Angebot und zum Rahmenprogramm gibt es unter: www.ludwiggalerie.de

 

Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, Oberhausen

 

28.09.2017 - 10.06.2018
Fotoausstellung München . Die Pinakothek der Moderne zeigt 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Bis 10. Juni 2018
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Germaine Krull. Métal
Fotoausstellung München . Die Pinakothek der Moderne zeigt 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Bis 10. Juni 2018

 
 Germaine Krull,
Tour Eiffel, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen



Ihre Bedeutung als Künstlerin der Avantgarde verdankt die Fotografin Germaine Krull (Wilda 1897 – 1985 Wetzlar) ihrem wegweisenden Mappenwerk „Métal“, das 1928 in Paris bei A. Calavas, Librairie des Arts Décoratifs in kleiner Auflage erschien. In 64 Lichtdrucktafeln setzt sie darin eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten „Tanz der nackten Metalle“ werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Es war wohl gerade diese Veröffentlichung, die Walter Benjamin veranlasste, Germaine Krull in seiner „Kleinen Geschichte der Fotografie“ (1931)  in einem Atemzug mit den bedeutenden Fotografen August Sander und Karl Blossfeldt zu nennen.

 

Germaine Krull,
Brückenkran Rotterdam, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen 

 

 

Germaine Krull,
Tour Eiffel, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen


 
Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Zusätzlich ist der Kurzfilm „De Brug“ (1928) des niederländischen Filmemachers und Dokumentaristen Joris Ivens zu sehen. Hier zeigt sich nicht nur die persönlich künstlerische Verbindung der beiden, sondern auch die wechselseitige Inspiration der technischen Bildmedien Film und Fotografie in der Moderne.

 

Germaine Krull,
Selbstporträt mit Icarette 1925
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen


 
Germaine Krull, die ihre Ausbildung an der Münchner Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie absolviert hatte und 1920 aufgrund ihrer politischen Gesinnung aus Bayern ausgewiesen wurde, lebte nach Stationen in Moskau, Berlin und Amsterdam ab 1926 in Paris. Dort avancierte sie zu einer gefragten Werbe- und Porträtfotografin und arbeitete als Fotojournalistin. Trotz reger Ausstellungs- und Publikationstätigkeit in den 1920er- und 1930er-Jahren geriet sie nach 1945 in Vergessenheit.
 
Ann und Jürgen Wilde konnten Germaine Krull 1974 in Nordindien ausfindig machen und richteten ihr 1977 eine erste Retrospektive in Deutschland aus. Diese leitete die Wiederentdeckung der Fotografin und ihres bedeutenden Werkes ein.
 
 
Führungen:
 
18.10.2017 und 14. März 2018 | 15.00
Aus erster Hand | Kuratorenführung mit Simone Förster
 
26.11. 2017 und 28.1. 2018 | 15.00
Führung mit Constanze Lindner Haigis

Pinakothek der Moderne und Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Barer Str. 29, München



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