Fotoausstellungen

02.03.2018 - 13.04.2018
Fotoausstellung Wien . Ellen von Unwerth inszenierte mit einer Leica S eine Serie in der sie in loser assoziativer Folge eine Mädchen-Gang auf der Jagd nach dem Glück im Wilden Westen folgt. Die unkonventionellen Bildwelten der Fotografin leben von der besonderen Mischung aus Witz, Frechheit, Frivolität und Verspieltheit.
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Ellen von Unwerth - Wild Wild West
Fotoausstellung Wien . Ellen von Unwerth inszenierte mit einer Leica S eine Serie in der sie in loser assoziativer Folge eine Mädchen-Gang auf der Jagd nach dem Glück im Wilden Westen folgt. Die unkonventionellen Bildwelten der Fotografin leben von der besonderen Mischung aus Witz, Frechheit, Frivolität und Verspieltheit.






"Ich fotografiere Menschen gerne, bevor sie wissen, aus welcher Perspektive sie am besten aussehen,“ erklärt die bekannte deutsche Fotografin Ellen von Unwerth.  Für die Serie konnte sie Stars zum Mitspielen mobilisieren: Marilyn Manson als Bösewicht, ebenso dabei sind der Schauspieler Micah Fitzgerald, die Musikerin Caroline Vreeland und die Performance-Künstlerin Millie Brown. Sie alle laden ein, genau hinzusehen und sich von den fast schon filmischen Sequenzen mitreißen zu lassen.

 

 


Ellen von Unwerth stammt aus Frankfurt am Main und arbeitete weltweit. Nach einer Kindheit im Waisenhaus ging sie als 16 Jährige nach München. Sie trat als Nummern-Girl im Zirkus Roncalli auf, bis ein Fotograf sie für ein Foto-Shooting der Zeitschrift Bravo buchte. Dort entdeckte sie der Chef der Modelagentur Elite. Sie zog nach Paris und arbeitete in den nächsten zehn Jahren als Top-Model mit den größten Modefotografen dieser Zeit zusammen. Erfolgreicher als jedes andere ehemalige Model hat sie sich von einem Star vor der Kamera zu einem hinter der Kamera entwickelt. Sie hat mit den berühmtesten Models, Magazinen
und Labels gearbeitet und ist bekannt dafür, Claudia Schiffer entdeckt zu haben. Sie lebt und arbeitet heute in Paris und New York.

Die Fotografien der Ausstellung sind auf 10 Stück limitiert und können käuflich erworben werden.

Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien

09.02.2018 - 07.04.2018
Ausstellung München Zu ihrem 50-jährigen Bestehen zeigt die Galerie Rüdiger Schöttle zwei ihrer interessantesten Künstler: Chen Wei wurde im Jahr 2010 erstmals in Deutschland bei Rüdiger Schöttle gezeigt, Thomas Ruff ist seit langem mit der Galerie verbunden und hatte 1981 das erste Mal eine Ausstellung in der Münchner Galerie.
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Chen Wei / Thomas Ruff
Ausstellung München Zu ihrem 50-jährigen Bestehen zeigt die Galerie Rüdiger Schöttle zwei ihrer interessantesten Künstler: Chen Wei wurde im Jahr 2010 erstmals in Deutschland bei Rüdiger Schöttle gezeigt, Thomas Ruff ist seit langem mit der Galerie verbunden und hatte 1981 das erste Mal eine Ausstellung in der Münchner Galerie.

 

 Chen Wei, Fragment, 2013, Archival Inkjet Print, 64 x 80 cm
© Chen Wei, courtesy Galerie Rüdiger Schöttle

 

 

Was auch großen Museen oft schwer gelingt ist, zu weltweit bekannten großen Künstlern eine intensive andauernde Beziehung aufzubauen, ist dem Galeristen Rüdiger Schöttle gelungen, der mit großen Erfolg seine Galerie im Rückgebäude der Schwabinger Amaienstraße betreibt! In seiner Galerie kann man immer wieder die Großen der Kunstszene bewundern sei es Andreas Gursky, einer der höchstgehandelten Fotografen der Welt der kanadische Fotokünstler Jeff Wall oder der berühmte Holzbildhauer Stefan Balkenhol.

Zum 50-jährigen Jubiläum seines Galeristen Daseins hat der immer sehr zurückhaltend agierende Rüdiger Schöttle den chinesischen Künstler Chen Wei und Thomas Ruff ausgewählt:

 

Chen Wei, Two Lights, 2016, Archival Inkjet Print, 40 x 50 cm
© Chen Wei, courtesy Galerie Rüdiger Schöttle

 

Die Werke der neuen Ausstellung Falling Light von Chen Wei vereinen Motive und Schwerpunkte aus dem Schaffen vergangener Jahre des Künstlers: Menschenleere urbane Räume, bühnenhafte Settings mit starken Lichteffekten, nasser Untergrund, vereinzelte Personnagen oder deren Hände in isolierten Szenen, symbolisch aufgeladene Elemente wie funkelnde Münzen. Das Unvollendete taucht in den noch nicht fertig verlegten Pflastersteinen von Fresh Paint auf, das Gewesene auf dem gekachelten Boden eines Nachtlokals in Fragment, wo die Überreste einer Party, zerbrochene Flaschenscherben, am Boden verstreut sind.
In der Arbeit Two Lights sind zwei Ringe um einen Zeige- und Mittelfinger befestigt, die mit kleinen Leuchtapplikationen in weißem und blauem Licht versehen sind. Welche Funktion haben die leuchtenden Ringaufsätze? Sind es zeitgemäße Schmuckstücke in einer technoiden Ästhetik oder sind es digitale Messgeräte wie sie beim health tracking eingesetzt werden? Wo landen unsere Körperdaten in einem solchen Fall?.

Chen Wei wurde 1980 in der Provinz Zhejiang in China geboren. Er lebt und arbeitet in Peking. 2017 hatte er eine Einzelausstellung im Centre for Contemporary Photography in Melbourne, 2016 in der JNBY Foundation in Hangzhou, 2015 war sein Werk ist in der Gruppenausstellung Zeitgenössische chinesische Fotografie am Museum Folkwang in Essen zu sehen sowie in einer Einzelausstellung am K11 Art Space in Shanghai. Arbeiten von Chen Wei sind in zahlreichen internationalen Sammlungen vertreten.

 

Thomas Ruff, neg◊lapresmidi_01, 2016, C-Print, 71 x 61 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018,
courtesy Galerie Rüdiger Schöttle

 

Seit 2014 arbeitet Thomas Ruff an seiner Serie Negative, in der er die typischen Sepiatöne historischer Fotografien in Cyantöne umwandelt und damit nicht nur an frühe Cyanotypien erinnert, sondern in erst Linie das Positiv zum Negativ werden lässt und damit das Mittel zum Zweck, die Vorform der endgültigen Fotografie zur Kunstform erhebt. Innerhalb dieser Serie ist ein neuer Zyklus mit dem Titel neglapresmidi entstanden, der in dieser Ausstellung in seinem Zusammenhang gezeigt wird. In einer Abfolge von 24 Fotografien folgt Thomas Ruff den Spuren der Tanzlegende Vaslav Nijinsky (1889-1950). Nijinsky war ein virtuoser Tänzer von Weltruhm, der durch seine Sprünge scheinbar die Schwerkraft zu überwinden schien.

 

Thomas Ruff, neg◊lapresmidi_11, 2016, C-Print, 71 x 61 cm,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018, courtesy Galerie Rüdiger Schöttle

 

Überliefert ist das Ballet Nijinskis durch die Aufnahmen von Baron Adolphe de Meyer, einem Pionier der Fotografie, dem es in diesen Fotografien erstmals gelang die Bewegung und Choreografie des Tanzes miteinzufangen. Basierend auf diesem historischen und fotogeschichtlich interessanten Quellenmaterial de Meyers schafft Thomas Ruff einen Zyklus, der nicht nur die einzelnen Sequenzen dieser einzigartigen Ballettaufführung wiederbelebt, sondern auch die außergewöhnliche Sinnlichkeit der Körper und ihrer Bewegungen auf geniale Weise erfasst. Licht und Schatten werden zu visuellen Äquivalenten von Bewegung.Fotografie als Reminiszenz an Tanz, Musik und historische Fotografie, interpretiert durch den innovativsten Fotografen unserer Zeit.

 

Galerie Schöttle, Amalienstraße 41, München

 

28.01.2018 - 08.04.2018
Fotoausstellung Berlin . „Drive Drove Driven“ zeigt in der kommunalen Galerie Berlin unterschiedliche Automodelle und künstlerische Ansätze in über 60 Aufnahmen sowie ein vielschichtiges Gesellschaftsbild, in dem ein Abgesang auf unsere automobile Gegenwart genauso aufblitzt wie die noch immer weitverbreitete Faszination für den schlichten Gegenstand – zwischen Alltags- und Designobjekt.
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Drive Drove Driven - Autos in der zeitgenössischen Fotografie
Fotoausstellung Berlin . „Drive Drove Driven“ zeigt in der kommunalen Galerie Berlin unterschiedliche Automodelle und künstlerische Ansätze in über 60 Aufnahmen sowie ein vielschichtiges Gesellschaftsbild, in dem ein Abgesang auf unsere automobile Gegenwart genauso aufblitzt wie die noch immer weitverbreitete Faszination für den schlichten Gegenstand – zwischen Alltags- und Designobjekt.

Foto Jens Liebchen

 

Vertreten sind in der Gruppenausstellung „Drive Drove Driven- Autos in der zeitgenössischen Fotografie“ 23 künstlerisch arbeitende Fotografen mit völlig unterschiedlichen Einzelwerken oder Bildserien. Als des Deutschen liebstes Kind bestimmt das Auto seit über 100 Jahren das Alltagsleben vieler Menschen, und es gibt?gleichzeitig wohl kaum einen Gegenstand, der so sehr polarisiert. Autos sind Fluch und Segen?zugleich, Designwunder und Umweltkiller, Symbole für Flexibilität und Freiheit, Kultobjekte und?geradezu erotische Statussymbole.?All das wird von einer überaus innovativen Autoindustrie mit Werbebildern und -filmen befeuert?sowie von einer einflussreichen Autolobby unterstützt.

 

Foto Philipp von Recklinghausen, Night Patrol, Berlin 1992


 Die Ausstellung konfrontiert mit Bildern von Unfällen?und leeren Straßen, parkenden oder wild abgestellten, verfallenden Autos, mit Oldtimer-Rallys?und gleich mehrfach mit dem sprichwörtlichen Unterwegssein im Auto.
Nach der ersten Ausstellungsstation im fernen Omaha (Nebraska/USA) eröffnet die Kommunale Galerie Berlin  die Gruppenausstellung Drive Drove Driven, kuratiert von Matthias Harder, mit Werken von: Clara Bahlsen, Jürgen Baumann,?Xiomara Bender, Beni Bischof, Daniela Comani, Stephan Erfurt, Larry Ferguson, Aris Georgiou,?Oliver Godow, James Hendrickson, Charles Johnstone, Martin Klimas, Jens Liebchen, Serge?Marcel Martinot, Arwed Messmer, Ralf Meyer, Bernhard Moosbauer, Melina Papageorgiou, Philipp?von Recklinghausen, Christian Rothmann, Marc Volk, Maurice Weiss und Michael Witte.

 

Foto: Serge Marcel Martinot DS 23 Paris 1998
 

Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, Berlin


 

28.01.2018 - 14.04.2018
Fotoausstellung Graz . Über 15 Jahre lang hat Christian Jungwirth die Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz immer wieder getroffen und fotografiert. Die Ausstellung anlässlich ihres 50. Geburtstages zeigt im Grazer Atelier Jungwirth erstmals Privataufnahmen ebenso wie Pressebilder der Schauspielerin.
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flashlight#6: Aglaia Szyszkowitz by Christian Jungwirth
Fotoausstellung Graz . Über 15 Jahre lang hat Christian Jungwirth die Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz immer wieder getroffen und fotografiert. Die Ausstellung anlässlich ihres 50. Geburtstages zeigt im Grazer Atelier Jungwirth erstmals Privataufnahmen ebenso wie Pressebilder der Schauspielerin.

 

Guck in die Luft, Venedig 2018 Foto: Christian Jungwirth



Aglaia Szyszkowitz (*1968) begann nach der Matura ein Medizinstudium, fand aber bald auf der Bühne und vor der Kamera ihre Berufung. Sie absolvierte die Schauspielschule des Wiener Volkstheaters und spielte ihre ersten Rollen in Krefeld, Würzburg und Münster. Ab 1995 begann sie ihre Karriere im TV und Kino. Komödien und Krimis, darunter auch der „Tatort“, „Der letzte Bulle“ und „Polizeiruf 110“, machten sie einem breiten Publikum bekannt. Im Kino bewunderten sie viele in Filmen wie „Das Sams“, „Klimt“ mit John Malkovich und „Almanya – Willkommen in Deutschland“.

 

Aglaia Szyszkowitz, Graz, 2004  Foto: Christian Jungwirth

 

John Malkovic, Aglaia Szyszkowitz, Wien 2015 Foto: Christian Jungwirth

 


Die Bühne freilich hat sie nie hinter sich gelassen. Insbesondere Stücke nach literarischen Vorlagen von Daniel Glattauer („Gut gegen Nordwind“, „Die Wunderübung“) konnte sie mit ihrer Darstellung zu Publikumserfolgen machen. Am 29. Jänner erlebt dann auch „Die Wunderübung“ ihre Kino-Premiere in Graz. In den Hauptrollen sind neben Aglaia Szyszkowitz Devid Striesow und Erwin Steinhauer zu sehen. Regie führte Michael Kreihsl.

 

Aglaia Szyszkowitz, Venedig, 2018 Foto: Christian Jungwirth


Atelier Jungwirth Opernring 12, Graz


Weitere Informationen www.atelierjungwirth.com






27.01.2018 - 06.05.2018
Fotoausstellung Hannover . Die niederländische Fotografin Rineke Dijkstra ist vor allem für ihre Kinder- und Jugendporträts bekannt geworden. Mit der Ausstellung ehrt das Sprengel Museum eine der herausragenden Fotografinnen der Gegenwart.
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Figures in Motion: Rineke Dijkstra und die Sammlung des Sprengel Museums
Fotoausstellung Hannover . Die niederländische Fotografin Rineke Dijkstra ist vor allem für ihre Kinder- und Jugendporträts bekannt geworden. Mit der Ausstellung ehrt das Sprengel Museum eine der herausragenden Fotografinnen der Gegenwart.

Rineke Dijkstra, Amy, The Krazyhouse, Liverpool, England, December 23, 2008
© courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin

 

Rineke Dijkstra betrachtet die Fotografie als eine Möglichkeit, sich mit grundsätzlichen Fragen menschlicher Existenz auseinanderzusetzen. Die Fotografie ist dabei Beobachtungs- und Erkenntnismittel. Das genaue und detailinteressierte Sehen, das sie in ihren mit Großformat- oder Videokamera entstehenden Bildern zum Nachvollzug anbietet, offenbart die ständige Wandelbarkeit des menschlichen Seins.

 

Rineke Dijkstra, Three Sisters 2008-2014 (Cécile), 2012
© courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin

 

Rineke Dijkstra, die 1959 im niederländischen Sittard geboren wurde, lebt in Amsterdam. Für ihre Ausstellung im Sprengel Museum Hannover hat die Künstlerin nun erstmals eine Präsentationsform entwickelt, die auf einem Dialog von ausgewählten Werken ihres eigenen Œuvres mit Werken aus der museumseigenen Sammlung aufbaut. In der Konfrontation von Fotografien aus den frühen neunziger Jahren (z. B. die „Beach Portraits“) und aktuellen Arbeiten mit Gemälden von Max Beckmann und Alexej von Jawlensky sowie zahlreichen modernen Skulpturen eröffnet sich ein neuartiger Blick auf die spezifische Bildsprache der niederländischen Künstlerin. Die Auswahl ihrer Porträts, die Dijkstra für die Präsentation im Sprengel Museum Hannover getroffen hat, macht deutlich, wie sehr sich viele der Dargestellten eines Vorgangs des Fotografiert-Werdens bewusst sind. In den Fotografien ist es die Spannung zwischen dem Ideal der entspannten Selbstdarstellung und der angespannten Pose, dem Exhibitionismus und der Verdinglichung einer durch die Optik der Kamera bewussten Haltung, die zu dem komplexen Bild eines Individuums wird.

 

 Rineke Dijkstra, Marianna and Sasha, Kingisepp, Russia, November 2, 2014
© courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin

 

Die Künstlerin erhielt im Oktober 2017 den legendären Hasselblad Award, ihr Gesamtwerk ist im Rahmen einer Retrospektive zu sehen, die vom Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk (DK) ausgeht. Darüber hinaus kann Dijkstra auf zahlreiche internationale Ausstellungen zurückblicken, u. a. im San Francisco Museum of Modern Art, dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York, sowie der Tate Liverpool.


 Rineke Dijkstra
Odessa, Ukraine
August 7, 1993
© courtesy the artist and Galerie Max Hetzler, Berlin


Die Auszeichnung mit dem SPECTRUM Internationaler Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen würdigt die stilbildende Kraft dieses Œuvres und die künstlerische Konsequenz, mit der Rineke Dijkstra die Auseinandersetzung mit dem fotografischen Porträt in ihren filmischen Arbeiten fortführt. 

Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover

 

27.01.2018 - 29.03.2018
Ausstellung Berlin . Erstmals stellt boxoffberlin die Mauerbilder des Fotografen Michael Hughes vor. Seine „Photo-Synthesen“ holen die Mauer in das Berlin der Gegenwart: zwei Zeitebenen markanter Orte vereint zu surrealen Ansichten eines Berlins mit und ohne Mauer zugleich.27. Januar bis 29. März 2018
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Michael Hughes – Ghosts of Place
Ausstellung Berlin . Erstmals stellt boxoffberlin die Mauerbilder des Fotografen Michael Hughes vor. Seine „Photo-Synthesen“ holen die Mauer in das Berlin der Gegenwart: zwei Zeitebenen markanter Orte vereint zu surrealen Ansichten eines Berlins mit und ohne Mauer zugleich.27. Januar bis 29. März 2018




Michael Hughes, „Zimmerstrasse 1986/2014“ © Michael Hughes



Fast drei Jahrzehnte teilte ein monströses Bauwerk die Metropole: die Berliner Mauer, Bestandteil und Symbol des Kalten Krieges. Anfang der 1980er Jahre kam der Fotograf Michael Hughes nach Berlin-Kreuzberg. Die Mauer war mittlerweile, zumindest für die Westberliner, alltäglich geworden. Doch auf den ehemaligen Geschichtsstudenten mit dem fotografischen Blick übte der „antifaschistische Schutzwall“ eine eigentümliche Faszination aus. Hughes zog es mit seiner Kamera immer wieder an die Stellen, an denen die Mauer eine Szene begrenzte, den Blick auf das Dahinter verwehrte, und hielt dieses Ambiente in eindrücklichen Schwarz-Weiß-Bildern fest.

Zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall kehrte Michael Hughes an genau diese Orte zurück und fotografierte sie – diesmal in Farbe – erneut. Er verwendete meist dasselbe Objektiv, wählte bis auf den Millimeter die gleiche Perspektive, um doch ein ganz anderes Stadtbild einzufangen.


Michael Hughes, „Albrechts Teerofen 1984/2015“ © Michael Hughes



Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es, zu erkennen wo die Mauer stand, geschweige denn die Absurdität dieses Bauwerks zu begreifen. Dieser Gedanke brachte Hughes auf die Idee seiner „Photo-Synthesis“, der Verschmelzung seiner beiden Fotoserien. Umgesetzt hat er sie nun in dem dokumentarisch-künstlerischen Projekt „Ghosts of Place“. Hughes vereinigt zwei Zeitebenen eines Ortes in einem Bild. Das Ergebnis ist verblüffend, faszinierend und rätselhaft: ein Berlin mit und ohne Mauer zugleich. Zur surrealen Magie der Collagen trägt auch die Synthese von Schwarz-Weiß- und Farbfotografie bei. Über den Künstler:
Michael Hughes ist in London geboren und aufgewachsen. Nach dem Studium der Geschichte an der Universität London Anfang der 1970er Jahre entdeckt Hughes die Fotografie für sich – zuerst als Hobby, dann als erzählerischen Ersatz für den Roman, den er immer noch schreiben will. 1983 Umzug nach Berlin. Arbeit als Bildjournalist für verschiedene Zeitschriften und Magazine (u.a. Stern, Wochenpost). Es folgen Buchveröffentlichungen: „Schöne Autowelt“, Neue Gesellschaft für bildende Kunst (Hrsg.), Berlin 1992; „Souvenirs“, FiveFootSix, London 2008; „Inside Kreuzberg“, Berlin Story Verlag, Berlin 2013. Diverse Gruppen- und Einzelausstellungen in London, Glasgow und verschiedenen deutschen Städten. Michael Hughes ist verheiratet und lebt in Berlin.

Boxoffberlin, Zimmerstraße 11, Berlin-Kreuzberg



27.01.2018 - 29.04.2018
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt das Werk des Visionärs Jaromír Funke erstmals in Deutschland. Der tschechische Fotograf Jaromír Funke lotete die Grenzen der modernen Fotografie radikal neu aus, vor allem mit dem Spiel von Licht und Schatten. In der Ausstellung sind rund 70 Fotografien aus Funkes avantgardistischer Phase in den 1920er und 1930er Jahren.
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Jaromír Funke – Fotograf der Avantgarde
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt das Werk des Visionärs Jaromír Funke erstmals in Deutschland. Der tschechische Fotograf Jaromír Funke lotete die Grenzen der modernen Fotografie radikal neu aus, vor allem mit dem Spiel von Licht und Schatten. In der Ausstellung sind rund 70 Fotografien aus Funkes avantgardistischer Phase in den 1920er und 1930er Jahren.

After the Carnival I / Nach dem Karneval I, 1924-26
© Miloslava Rupešová-Funková / Jaromír Funke

 

Jaromír Funke (1896–1945) zählt zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Avantgarde- Fotografie. Oft vorausschauend griff er in seinen Arbeiten Impulse aus Kubismus, Neuer Sachlichkeit, Abstrakter Kunst und Surrealismus in unverwechselbarer Weise auf.

Jaromír Funke studiert nach dem Abitur 1915 zunächst einige Semester Medizin, Jura und Philosophie, ehe er sich nach dem Ersten Weltkrieg der Fotografie zuwendet. Neben frühen Landschaftsaufnahmen im Stil des Piktorialismus entstehen ab 1923 erste moderne Arbeiten: Minimalistische Kompositionen mit Tellern oder Glasflaschen, Stillleben mit Glasobjekten, Glühlampen und Seesternen. Immer aufs Neue experimentiert Funke mit Spiegelung, Transparenz und Reflektion – und hinterfragt die Wahrnehmung des Betrachters.

 

Loneliness an Glasses /Einsamkeit und Brille, ca. 1924
© Miloslava Rupešová-Funková / Jaromír Funke

 

In seiner Serie „Abstract Photo“ (1927–29) arbeitet Funke nicht mehr direkt mit Gegenständen, sondern nur mit deren Schatten. Sein Ziel ist, „zwei Gegensätze hervorzuheben, zwei Realitäten zu kontrastieren, verschiedene Elemente in einem einzigen Foto zu verbinden“, wie er 1935 schreibt. Parallel treibt Funke die Möglichkeiten und Entwicklung des Mediums Fotografie auch theoretisch voran: als Mitglied progressiver Fotografen-Gruppen, Autor und Mitherausgeber von Fotografie-Zeitschriften, Essays und Büchern und als Dozent, u.a. an der Staatlichen Kunsthochschule Prag.

Jaromír Funkes Arbeiten sind in vielen großen Sammlungen zu finden, u.a. im Paul-Getty-Museum (Los Angeles), Museum of Modern Art (New York) und Centre Pompidou (Paris). Seine Bedeutung für die avantgardistische Fotografie wurde jedoch erst vor einigen Jahren erkannt. Die Ausstellung JAROMÍR  FUNKE. FOTOGRAF  DER AVANTGARDE im FFF (27.01.–29.04.2018) entstand in Zusammenarbeit mit Funkes Tochter Miloslava Rupešová, der Leica Gallery Prag und Vladimír Birgus, Kurator und Funke-Biograf. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

 

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30-32, Frankfurt am Main

26.01.2018 - 21.05.2018
Fotoausstellung Hamburg . 25 neue, herausragende Positionen aus dem Kreis der Gute Aussichten-Preisträger der Jahre 2004 bis 2015, deren künstlerisches Schaffen sich in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt hat, zeigt die Ausstellung "Gute Aussichten deluxe - junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule" im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen. 26. Januar bis 21. Mai 2018
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Gute Aussichten deluxe
Fotoausstellung Hamburg . 25 neue, herausragende Positionen aus dem Kreis der Gute Aussichten-Preisträger der Jahre 2004 bis 2015, deren künstlerisches Schaffen sich in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt hat, zeigt die Ausstellung "Gute Aussichten deluxe - junge deutsche Fotografie nach der Düsseldorfer Schule" im Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen. 26. Januar bis 21. Mai 2018

Nicolai Rapp: Aus der Porträtserie c6h602 - Teil der Werkserie Chicks, Rags, Hopes,
2014 -2016, Fine-Art Print auf Hahnemühle Photo Rag + Bleichcreme, 70x90 cm,
freischwebend in Objektrahmen, Unikate
© Nicolai Rapp

 

Die Ausstellung spiegelt den Fortbestand und Wandel des Mediums Fotografie in all seinen Facetten und bietet einen einzigartigen Überblick über eine Generation von jungen Fotografen, die das Primat der Du?sseldorfer Schule hinter sich gelassen hat und sich visuell klar in der Gegenwart verortet. So hat sich die zeitgenössische Fotografie vom reinen Abbild längst verabschiedet. Die durch die Düsseldorfer Schule postulierte Objektivität des Bildes ist − trotz oder gerade wegen der anhaltenden Bilderflut auf allen medialen Kanälen − dahin.

 

Georg Brückmanns: Aus der Serie Kundmanngasse 19, 2015-2017,
Fine Art-Print, 75x97 cm, hinter Glas gerahmt,
© Georg Brückmanns



Gesucht und untersucht wird von den jungen Talenten, welche Rolle die Fotografie im medialen Kanon der Bilder spielt und welche neuen Ausdrucks- und Erscheinungsformen man ihr entlocken kann. Ausgehend von den Rändern der etablierten Fotografie erweitert sich so das zeitgenössische Bild in aktuelle mediale Ausdrucksformen. Die jungen Lichtbildner nutzen dafür alle Mittel der digitalen und analogen Bilderzeugung und -umsetzung, bedienen sich unterschiedlicher medialer Strategien ebenso selbstverständlich, wie sie mit Bewegtbildern, Sound und der Malerei hantieren oder sich mit ihren Werken installativ in den Raum bewegen. Mit aktuellen Werken der Preisträger Nadja Bournonville, Georg Brückmann, Claudia Christoffel, Monika Czosnowska, Felix Dobbert, Sonja Kälberer, Katrin Kamrau, Alwin Lay, Kolja Linowitzki, Tamara Lorenz, Marian Luft, Sara-Lena Maierhofer, Thomas Neumann, Nicolai Rapp, Jewgeni Roppel, Rebecca Sampson, Helena Schätzle, Luise Schröder, Stefanie Schroeder, Sarah Straßmann, Stephan Tillmans, Markus Uhr, Anna Simone Wallinger, Christina Werner und Maja Wirkus.

 

Kolja Linowitzki: Aus der Serie Digits of Light, 2017, Unikatbelichtung auf PE Papier,
50x60 cm, kaschiert auf Vollaluminium, in weißen Alu-Distanzrahmen, Museumsglas
© Kolja Linowitzki

 

Begleitet zur Ausstellung erscheint das Gute Aussichten deluxe Magazin in deutscher und englischer Sprache, 180 S., ca. 300 Abb., 20 x 28 cm, streng limitierte Auflage für 10 Euro.

 

Haus der Photographie, Deichtorhallen, Deichtorstraße 1-2, Hamburg

25.01.2018 - 04.02.2018
Fotoausstellung Hannover . Was der Nachwuchs kann, zeigt die Bachelorausstellung 2018|1 des Studiengangs Fotojournalismus der Hochschule Hannover in der Galerie für Fotografie.Von 25. Januar bis 4. Februar 2018
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Bachelorausstellung 2018/1
Fotoausstellung Hannover . Was der Nachwuchs kann, zeigt die Bachelorausstellung 2018|1 des Studiengangs Fotojournalismus der Hochschule Hannover in der Galerie für Fotografie.Von 25. Januar bis 4. Februar 2018

 

 Foto Ivanka Penjak


Einen spannenden Blick auf die fotografischen Arbeiten jungen Menschen zeigt die Ausstellung in der Galerie für Fotografie, GAF. Für ihre Bachelorarbeiten waren die Studenten des Studiengangs „Fotojournalismus und Dokumentarfotografie“ der Hochschule Hannover viel unterwegs und realisierten ihre Reportagen in Asien, Afrika, Europa und Amerika Mitgebracht haben sie Bilder, Videos und einen ganz eigenen Blick auf die Welt.

 

In „Heimat, aber grau (Q1/NR.152)“ beschäftigt sich Sebastian Cunitz multimedial mit den Antworten einer anonymen Untersuchung im Netz: Zehn offene Fragen zur kulturellen Identität der Befragten und ihrer Beziehung zu Deutschland. Die von den Antworten inspirierten Arbeiten laden die Betrachter zu einer Auseinandersetzung mit stereotypischen und individuellen Bildern ein. Tom Gerhardt zeigt in seiner Fotoserie „Die Natur des Menschen“ Personen, die sich eine nachhaltige Lebensweise zum Mittelpunkt gemacht haben. Chris Harker untersucht in „Scala Naturae“ den Anthropozentrismus – jene Weltanschauung, welche den Menschen als vermeintlichen Mittelpunkt der Welt verortet. „The time to go has come and gone“ ist der Titel von Pascal Gieses dokumentarisches Video über das McDowell County in den USA, welches am 8. November 2016 mit einer eindeutigen Mehrheit für Donald Trump stimmte.


Bild: Fanny Harlan



Fanny Harlan bittet Menschen verschiedener Herkunft in „Facial Feedback“ darum, Gesichtsausdrücke zu eine der sieben „Basisemotionen“ für 60 Sekunden vor der Kamera zu halten und zu erklären. Ivanka Penjak stellt ihr Fotobuch „Der weiße Fleck - Hohenschönhausen oder die vergessene Stadt“ zur DDR und Staatssicherheit vor. Martin Pötter reist für sein Projekt „The Mountains are calling and I must go“ in das Yosemite Valley in Kalifornien um die Beziehung zwischen Mensch und Natur zu untersuchen. Für seine Arbeit „Die sich in den Bergen niederlegen“ besuchte Fritz Schumann in den Bergen von Japan asketische Mönche, die verbunden mit der Natur leben: Die Yamabushi kombinieren Buddhismus, Schamanismus und die Religion der tausend Götter, Shinto, zu einer Tradition, die lange Zeit als verboten galt im modernen Japan. „In einem Jahr um die Sonne“ nähert sich Jakob von Siebenthal mit Alltagsbeobachtungen visuell der Stadt Marseille. Er sieht die Stadt als Raum des Temporären und Provisorischen – ein Ort der ständig im Wandel ist. Für „co.ke“ trifft Janek Stroisch in Kenia auf selbstbewusste Entrepreneure, die das digitale Potential des Kontinents nutzen: Seit 2009 ermöglicht ein Unterseekabel dem Land in Afrika Teil einer globalen Tech-Community zu sein. Der fotografische Essay zeigt Entwicklungen und Mitspieler in diesem Markt. 

GAF Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15 d, Hannover

 

 

21.01.2018 - 27.05.2018
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen präsentiert die Ausstellung „SHOOT! SHOOT! SHOOT! Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection. 21. Januar bis 27. Mai 2018.
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SHOOT! SHOOT! SHOOT!
Fotoausstellung Oberhausen . Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen präsentiert die Ausstellung „SHOOT! SHOOT! SHOOT! Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection. 21. Januar bis 27. Mai 2018.

 

 Ausstellungsansicht SHOOT! SHOOT! SHOOT!, 2016 © Münchner Stadtmuseum

 

Die Beatles, ausgelassen bei einer Kissenschlacht, Brigitte Bardot mit blonder Mähne, Yves Saint Laurent nackt: Prominenz fotografiert von Superstars wie Richard Avedon, Bert Stern oder Helmut Newton, lassen in der Ludwiggalerie das Lebensgefühl der 1960er und -70er Jahre aufleben.

Aus der Zeit datiert die einzigartige Verbindung von verschiedenen Disziplinen des künstlerischen Ausdrucks. Party und Politik, Mode und Musik, Kunst und Körperkult werden unter anderem durch Warhols Factory und die dort vertretene New Yorker Szene ins Bild gesetzt. Warhol erhebt die Massenmedien selbst zur Kunst. Die Performance als Ausdruck des Körpers, sei es durch Musik, Tanz oder als künstlerische Aktion, erlebt eine Hochphase. Und die Mode, ihre Modelle und deren fotografische Manifestierung gelten, in dieser Zeit der schillernden Oberflächlichkeit, als gleichberechtigte Kunstform.

Die Fotografien finden Verbreitung in der Tagespresse, in Magazinen und Illustrierten. Sie werden als Werbung oder Promotion eingesetzt. Dabei nimmt Fotografie eine unverzichtbare Rolle bei der Ausbildung des Star-Images ein und gewährt (z.T. inszenierte) Einblicke in das Privatleben.

 

 

Yves Saint Laurent, posing for a publicity shot for his eau de toilette, Paris, 1971 © Jeanloup Sieff
© 2017 LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

 

 

Die Beatles, Twiggy und die Stars aus Hollywood spiegeln in eindrucksvollen Porträts bedeutende Momente der Zeit. Natürlich werden auch die Schattenseiten dieses Lebensstils, wie selbstzerstörerische Exzesse durch Drogen oder Alkohol sichtbar. Die Non Stop-Vergnügungssucht der Reichen und Schönen sowie der Künstler bezeichnet Warhol selbstironisch als social disease. Feiern dient – wie vielleicht auch heute – als Ausgleich zu den politischen Krisen der Zeit.

Die Ausstellung zeigt überwiegend Schwarz-Weiß-Fotografien und besticht durch die Kombination von musealen Werken und atmosphärischen Paparazzi-Aufnahmen. Über 200 Werke aus der Schweizer Nicola Erni Collection versammeln das Who is Who der Celebrity-Gesellschaft.

In ihrem Ausdruck von Kult um die eigene Person, Sinnenfreude und Hingabe an den Moment, üben die Fotografien eine ungebrochene Faszination aus. Um mit Andy Warhol zu sprechen: „People are so fantastic, you can’t take a bad picture”.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Dr. Ulrich Pohlmann, Stadtmuseum München/Sammlung Fotografie, und Ira Stehmann in Zusammenarbeit mit der Nicola Erni Collection.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung und WDR 3.

Nähere Informationen zu dem die Ausstellung begleitenden museumspädagogischen Angebot und zum Rahmenprogramm gibt es unter: www.ludwiggalerie.de

 

Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, Oberhausen

 

18.01.2018 - 17.03.2018
Fotoausstellung München . In ihrer viel­schich­ti­gen Foto­se­rie „Korean Dreams“ erkun­det die kana­di­sche Foto­gra­fin Natha­lie Daoust die geheim­nis­volle Welt Nord­ko­reas. Ihre expe­ri­men­tell ver­frem­de­ten Bil­der, von denen 25 in der Aus­stel­lung bei Ingo Seufert in der Galerie für Fotografie der Gegenwart zu sehen sein wer­den, zei­gen ein Land, das aus der Zeit gefal­len zu sein scheint, wie eine sorg­fäl­tig insze­nierte Fata Morgana.
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Nathalie Daoust: Korean Dreams
Fotoausstellung München . In ihrer viel­schich­ti­gen Foto­se­rie „Korean Dreams“ erkun­det die kana­di­sche Foto­gra­fin Natha­lie Daoust die geheim­nis­volle Welt Nord­ko­reas. Ihre expe­ri­men­tell ver­frem­de­ten Bil­der, von denen 25 in der Aus­stel­lung bei Ingo Seufert in der Galerie für Fotografie der Gegenwart zu sehen sein wer­den, zei­gen ein Land, das aus der Zeit gefal­len zu sein scheint, wie eine sorg­fäl­tig insze­nierte Fata Morgana.

 

Bicycles (2012)
Pigment print on Hahnemühle Photo Rag®
70 x 50 cm, edition of 15
Price on request
The late Kim Jong Il reportedly felt that the sight of a woman on a bike was potentially damaging to public morality.
It was the last straw when, in the mid nineties, the daughter of a top general was killed on a bike.
From this point forward, the law has periodically banned women from riding bicycles and they are generally
restricted from holding driving licenses.

 

Natha­lie  Daoust (geb. 1977) hat stets eine kind­li­che Ver­ach­tung gegen­über der Rea­li­tät offen­bart. Die in Mon­treal gebo­rene und auf­ge­wach­sene kana­di­sche Foto­gra­fin hat sich mit ihrem Fai­ble für Inti­mi­tät ganz einer Kunst ver­schrie­ben, die die Geheim­nisse ent­hül­len will, wel­che unter der vor­geb­li­chen Sta­bi­li­tät unse­res Lebens ver­bor­gen lie­gen. Daoust trat zum ers­ten Mal 1997 in Erschei­nung, als sie die The­men­zim­mer des Carl­ton Arms Hotels in New York foto­gra­fierte. Die­ses Pro­jekt, ihre erste Ein­zel­aus­stel­lung, wurde dann als Buch mit dem Titel „New York Hotel Story“ ver­öf­fent­licht.
Seit­dem hat Daoust meh­rere neue kon­zep­tu­elle Pro­jekte kre­iert, die sie in die ganze Welt geführt haben, von den Lie­bes­ho­tels in Tokio über ein Bor­dell in Bra­si­lien, ein Dar­kroom in Syd­ney bis hin zur ver­träum­ten Land­schaft der schnee­be­deck­ten Schwei­zer Alpen.

 

 

Higher Education (2012)
Pigment print on Hahnemühle Photo Rag®
70 x 50 cm, edition of 15
Price on request
Kim Il Sung University, founded in October 1946, is the country’s only comprehensive higher education institution offering Bachelors, Masters, and Doctoral degrees. The University plays an important role in preparing the ruling elite for positions in the party and government. Students have access to a research room with internet access but websites are monitored and restricted, while all books and material are pre-approved by the government.

 


Ihr Ziel als Künst­le­rin ist es, die Gren­zen der Foto­gra­fie durch expe­ri­men­telle Metho­den zu erwei­tern. Indem sie mit neuen Medien arbei­tet und neue Dun­kel­kam­mer­tech­ni­ken ent­deckt, erforscht Daoust den unde­fi­nier­ba­ren Bereich zwi­schen Wahr­heit, Fan­ta­sie und dem mensch­li­chen Wunsch nach Eska­pis­mus.
In ihrer viel­schich­ti­gen Foto­se­rie „Korean Dreams“ erkun­det sie die geheim­nis­volle Welt Nord­ko­reas. Natha­lies Daousts Bil­der zei­gen ein Land, das aus der Zeit gefal­len zu sein scheint, wie eine sorg­fäl­tig insze­nierte Fata Mor­gana. Viele Bil­der ihres bis­he­ri­gen Foto­gra­fen­le­bens the­ma­ti­sie­ren die dop­pel­ge­sich­tige Welt der Fan­ta­sie: die ver­steck­ten Sehn­süchte und Bedürf­nisse, die die Men­schen dazu brin­gen zu träu­men, sich zu ver­klei­den, die Gren­zen der Kon­ven­tio­nen zu über­schrei­ten. Mit „Korean Dreams“ unter­sucht sie jedoch ein Flucht­ver­hal­ten, das hier nicht eine Ein­zel­ent­schei­dung ist, son­dern ein Lebens­ge­fühl, das einer gan­zen Nation auf­ge­zwun­gen wird.

Galerie für Fotografie der Gegenwart, Schleißheimer Straße 44, München

16.01.2018 - 21.03.2018
Fotoausstellung Köln . Die erste Einzelausstellung des bekannten französischen Fotografen Vincent Munier in Deutschland zeigt die Kölner in focus Galerie von Burkhard Arnold. Das Thema die schneeverwehten kargen Landschaften der Polarkreise “Im Eisigen Weiss”.
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Vincent Munier - Im Eisigen Weiss
Fotoausstellung Köln . Die erste Einzelausstellung des bekannten französischen Fotografen Vincent Munier in Deutschland zeigt die Kölner in focus Galerie von Burkhard Arnold. Das Thema die schneeverwehten kargen Landschaften der Polarkreise “Im Eisigen Weiss”.

Moschusochsen fotografiert von Vincent Munier



Unter den extremsten Bedingungen und zumeist vollkommen allein ist der französische Fotograf Vincent Munier in der Arktis und Antarktis unterwegs. Mehrere hundert Kilometer durchwandert er die schneeverwehten und kargen Landschaften der Polarkreise um deren Bewohnern aus nächster Nähe zu begegnen. Zahlreiche Expeditionen hat er in das Gebiet der weißen Wölfe unternommen, zu den „Geistern der Tundra“, wie die Inuit sie nennen, die ihn ganz besonders in ihren Bann ziehen.
Die in focus Galerie – B. Arnold präsentiert nun eine spektakuläre Auswahl seiner in unvergleichlicher Ästhetik gestalteten Bilder. Der Besucher wird eingeladen, die raue Welt dieser eisigen Weiten zu entdecken, die hier lebenden Tiere kennenzulernen und die Fragilität dieser Welt wahrzunehmen.

 

Schneeeule fotografier von Vincent Munier


Vincent Munier (geboren 1976) hat sich seit früher Jugend auf Tier- und Landschaftsfotografie spezialisiert.  Seine Reportagen entstanden auf vielen Reisen rund um den Globus. Er publizierte zahlreiche Bücher – darunter 2008 bei Knesebeck “Kamtschatka – Unberührte Wildnis” oder 2016 “Im Eisigen Weiss”. Er erhielt als einziger Fotograf dreimal in Folge den Eric Hosking Award des BBC Wildlife Photographer of the Year. Seine Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen weltweit gezeigt.

 

in focus Galerie, Hauptstraße 114, Köln

 

15.01.2018 - 06.04.2018
Fotoausstellung Hannover . Wolfgang Bartels zeigt eine Auswahl von etwa 50 Fotos in der unter Denkmalschutz stehenden Villa der Deutschen Angestellten Akademie, DAA. Die Bilder entstanden auf mehreren Reisen in Nigeria, das bevölkerungsreiche Vielvölkerland in Westafrika.
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Wolfgang Bartels - Nigeria zwischen Tradition und Moderne
Fotoausstellung Hannover . Wolfgang Bartels zeigt eine Auswahl von etwa 50 Fotos in der unter Denkmalschutz stehenden Villa der Deutschen Angestellten Akademie, DAA. Die Bilder entstanden auf mehreren Reisen in Nigeria, das bevölkerungsreiche Vielvölkerland in Westafrika.





Die überwiegend in Schwarzweiß gehaltenen Fotos umfassen schwerpunktmäßig Fotoarbeiten vom UNESCO Weltkulturerbe Holy Oshun Shrine aus der mystischen Erdkultur der Yorubas, des größten nigerianischen Volksstamms und aus einer Privataudienz beim Emir von Zazzau in Zaria, Nordnigeria. Daneben sind Porträts verschiedener Ethnien, abstrahierte Formen und Strukturen von tropischen Pflanzen und Bäumen sowie Streetlife-Szenen zu sehen.

 



Wolfgang Bartels, 1948 in Hannover geboren, wurde mit seinen Bildern schon in verschiedenen Einzel und Gemeinschaftsausstellung im In- und Ausland gezeigt. „Ich lebe die Fotografie – sie ist bedeutender Teil meines Lebens. Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich fotografisch mit den Themenbereichen Länderporträts, Landschaft, insbes. Moorlandschaft, Situationen – Wahrnehmungen, Porträts, Kinder, Architektur u. Abstraktion“, so Wolfgang Bartels.


Deutsche Angestellten Akademie ( DAA ), Adolfstraße 8, Hannover



14.01.2018 - 03.04.2018
Fotoausstellung Ostseebad Heringsdorf . Eine Hommage an die Wurzeln der Fotografie, die Geduld und die Konzentration auf das Wesentliche sind die Fotografien von Joachim Lindner, die mit der Camera Obscura entstanden sind und im Museum Villa Irmgard ausgestellt werden. 14. Januar bis 3. April 2018
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Lange Zeit – Lichtbilder der Baltischen See
Fotoausstellung Ostseebad Heringsdorf . Eine Hommage an die Wurzeln der Fotografie, die Geduld und die Konzentration auf das Wesentliche sind die Fotografien von Joachim Lindner, die mit der Camera Obscura entstanden sind und im Museum Villa Irmgard ausgestellt werden. 14. Januar bis 3. April 2018



Zehn Jahre lang hat der Fotograf Joachim Lindner insgesamt sieben Länder an der Ostsee bereist und etliche Kilometer Küstenlinie durchwandert, um mit seiner Robert Rigby Pinhole Camera die Schönheit der Baltischen See durch ein winziges Loch hindurch auf 4/5 inch- Diafilm zu bannen. Entschleunigung und die Rückkehr zur traditionellen Fotografie waren dabei sein zentrales Anliegen.  
Im Januar 2017 erschien dieses Projekt als hochwertiger Bildband beim Berliner Verlag seltmann+söhne. Unterstrichen durch feinsinnige und emotionale Texte seiner Tochter Lisa, finden sich 144 der schönsten Aufnahmen in dem Bildband.
Zahlreiche Abbildungen geben einen Einblick in die Ursprünge der Fotografie. In einzigartigen Motiven visualisieren sie die „Lange Zeit“, die es dauert ein solches Foto zu belichten. Die Exponate, der Bildband sowie dessen Sonderedition inklusive hochwertigem, signiertem Fine Art Print können erworben werden.


Museum Villa Irmgard, Maxim-Gorki-Str. 12, Heringsdorf

Mehr Informationen zu dem Projekt:
http://www.jl-fotografie.de/lange-zeit-i





Joachim Lindner, geboren 1962 in Fürth, arbeitet seit 1985 hauptberuflich als Werbefotograf. 1990 absolviert er die Meisterprüfung, seit 1997 ist er Studioleiter und Ausbilder bei Kaletsch Medien in Nürnberg, seit 2015 Mitglied im Prüfungsausschuss. In seiner Freizeit beschäftigt er sich überwiegend mit konzeptionellen Themen der Fotografie, teils langfristigen Arbeiten, die eine Publikation zum Ziel haben. Mit drei seiner Kollegen veröffentlicht er 2005 den Bildband „Randzonen – Ansichten der Städte Nürnberg und Fürth“, 2009 zusammen mit seiner Frau Jutta eine Dokumentation über den Künstler bruno da Todi „stelle e pane – von den Sternen zum Brot“.




13.01.2018 - 15.04.2018
Fotoausstellung Berlin . Das Interesse der Menschheit an Muschelschalen und Schneckengehäusen geht bis in frühkulturelle Zeiten zurück und hat in der Kulturgeschichte viele Spuren hinterlassen, nicht zuletzt in der Bildenden Kunst. Die Alfred Ehrhardt Stiftung präsentiert Bilder zu diesem Thema dem sich viele Fotografen gewidmet haben, in einer umfassende Ausstellung. 13. Januar bis 15. April 2018
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Nautilus - Schnecken, Muschel und andere Mollusken in der Fotografie
Fotoausstellung Berlin . Das Interesse der Menschheit an Muschelschalen und Schneckengehäusen geht bis in frühkulturelle Zeiten zurück und hat in der Kulturgeschichte viele Spuren hinterlassen, nicht zuletzt in der Bildenden Kunst. Die Alfred Ehrhardt Stiftung präsentiert Bilder zu diesem Thema dem sich viele Fotografen gewidmet haben, in einer umfassende Ausstellung. 13. Januar bis 15. April 2018

 

Bernard F. Eilers
Glasnegativ 1922, Abzug 2017
64 × 61 cm
aus der Serie Schelpen, Wendingen
1923, No. 8/9
© Bernard F. Eilers, Nederlands
Fotomuseum, Rotterdam



Die ungewöhnlichen Formen von Gehäusen  von  Schnecken,  Muscheln  und  anderen Mollusken  begeistern viele Menschen schon von Kindheit an. Auch in der Fotografie sind sie ein beliebtes Motiv, dass auch viele berühmte Fotografen wie unter anderem Edward Weston, Man Ray, Imogen Cunningham und Otto Steinert aufgegriffen und die faszinierenden Gebilde in wunderschöne Bilder umgesetzt haben.

Conchylien  waren  für  Künstler  und  Fotografen  nicht  nur aufgrund  ihres  faszinierenden  Formenreichtums,  ihrer  Schönheit,  ihrer  skulpturalen  Qualität sowie  der  Magie  ihres  mathematisch  exakten  Spiralwachstums  ein  beliebtes  Motiv.  Mehr  als durch  jedes  andere  künstlerische  Medium  wurde  die  Conchylie  durch  die  Fotografie  als kosmisches, religiöses, mythologisches oder sexuelles Symbol zum Bedeutungsträger einer Welt jenseits des Materialen von überzeitlicher Gültigkeit.  


Imogen Cunningham
Five Shells
um 1930, späterer Abzug
Silbergelatine, 35,6 × 45,7 cm
© 1930-2017 Imogen Cunningham
Trust 

 

Mit  der  Erfindung  der  Fotografie  ergab  sich  in  der zweiten  Hälfte  des  19.  Jahrhunderts  eine  neue  Möglichkeit  der  wissenschaftlichen  Dokumentation,  für  die  gerade  auch  Muscheln  und Schnecken als Motive dienten. Eine besondere Stellung nahm dabei die Röntgenfotografie ein, die Einblicke in die innere Struktur der Schalentiere eröffnete. In den zwanziger Jahren wurden Conchylien zum Bildthema einer nun künstlerisch autonomen Fotografie. Naturphilosophische und  neusachliche  Aspekte  spielten  dabei  ebenso  eine Rolle  wie  die  vermeintliche Vorbildfunktion dieser ›Bauformen der Natur‹ für Architektur und Design. AmBeginn steht ein 1923 erschienenes, damals viel beachtetes Themenheft der holländischen Avantgarde-Zeitschrift ›Wendingen‹ (1923) mit Muschel- und Schneckenfotografien von Bernard F. Eilers und J. B. Polak.

 

 
Edward Weston
Shell
1927, Abzug 1970er-Jahre
35 × 40 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

In den USA schuf  Edward Weston mit seinen Muschelaufnahmen wenig später Ikonen der  Fotomoderne,  die  1929  auch  auf  der  einflussreichen  Ausstellung  ›Film  und  Foto‹  in Stuttgart zu sehen waren. Seine Aufnahme ›Nautilus Shell‹ (1927) zählt heute zu den teuersten Fotos  überhaupt.  Unter  den  amerikanischen  Fotografen  haben  sich  u.a.  auch Edward Steichen und Imogen Cunningham kreativ mit Muscheln und Schnecken beschäftigt.
Im  deutschsprachigen  Raum  sind  verschiedene  Vertreter  der  sachlichen  Fotografie  durch Aufnahmen von Muscheln und Schnecken hervorgetreten − von Fred Koch über Aenne Mosbacher, Fritz  Kühn bis Gerhard  Kerff.  Eine  Besonderheit  bilden  dabei  die  erst kürzlich wiederentdeckten Röntgenfotos des Hamburger Architekten und Fotografen Fritz Block. Einen Höhepunkt schließlich stellen die  Aufnahmen dar, die Alfred  Ehrhardt  für sein Buch ›Muscheln und Schnecken‹ (1941) angefertigt hat. Eine gänzlich andere Sicht auf diese  Naturobjekte  vermitteln  hingegen  Beispiele  in surrealistischem  Kontext  mit Aufnahmen von Herbert Bayer, Man Ray oder Herbert List. Die Ausstellung schließt mit  einem  Ausblick  auf  fotografische  Positionen,  die  sich  nach  1945  auf  unterschiedliche Weise mit dem Bildthema ›Muscheln und Schnecken‹ auseinandergesetzt haben – von Josef Sudek über Andreas  Feininger zu Wols oder Otto  Steinert. Zusätzlich wird Alfred  Ehrhardts preisgekrönter Film ›Tanz der Muscheln‹ (1956) gezeigt.  

 

Otto Steinert
Stillleben mit Pfeife
1958
© Nachlass Otto Steinert, Museum
Folkwang, Essen. Courtesy Sammlung
Ann und Jürgen Wilde, Zülpich 

 

Neben  Originalfotografien  werden  auch  reale  Conchylien  aus  der  Sammlung  von  Alfred Ehrhardt gezeigt, ergänzt um Leihgaben des Museums für Naturkunde Berlin. Durch das Thema und  seine  Darstellungsweise  soll  zugleich  dem  gewachsenen  Interesse  von  Publikum  und Forschung  am  wissenschaftlichen  Bild,  also  der  fruchtbaren  Wechselbeziehung  zwischen Naturkunde und Fotografie Rechnung getragen werden.

 

Herbert Bayer
Kurz vor der Dämmerung
1936, späterer Abzug
Silbergelatine, 28 × 35,4 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Courtesy
Galerie Kicken Berlin



Die  Ausstellung  wurde  vom  20.  Mai  bis  27.  August  2017  im  Landesmuseum  für  Kunst  und
Kulturgeschichte  Oldenburg  präsentiert  und  vom  8.  Oktober  bis  31.  Dezember  in  der Kunsthalle Erfurt, bevor sie in die Alfred Ehrhardt Stiftung wandert. In Oldenburg und Erfurt wurde  sie  maßgeblich  um  zeitgenössische  Positionen erweitert,  mit  Arbeiten  von  David LaChapelle, Pierre et Gilles, Natascha Borowsky, Hans Hansen, Christian Diehl und anderen.

128-seitiger  Katalog  mit  50  Farb-  +  78  SW-Abbildung
en  und  drei  Textbeiträgen,  Hardcover,
Michael Imhof Verlag, € 19,95

 






12.01.2018 - 18.02.2018
Mit Wolfgang Tillmans, einem der großen Fotografen und Künstler unserer Zeit, realisiert das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) die Ausstellungstournee „Fragile“, die in den kommenden Jahren in verschiedenen afrikanischen Städten gezeigt wird und am 12. Januar ihre Premiere im Musée d'Art Contemporain et Multimédias, Echangeur de Limete, Kinshasa, Demokratische Republik Kongo hat und dort bis 18. Februar 2018 zu sehen ist.
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Die ifa Ausstellung mit Wolfgang Tillmans tourt durch Afrika
Mit Wolfgang Tillmans, einem der großen Fotografen und Künstler unserer Zeit, realisiert das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) die Ausstellungstournee „Fragile“, die in den kommenden Jahren in verschiedenen afrikanischen Städten gezeigt wird und am 12. Januar ihre Premiere im Musée d'Art Contemporain et Multimédias, Echangeur de Limete, Kinshasa, Demokratische Republik Kongo hat und dort bis 18. Februar 2018 zu sehen ist.

 

Wolfgang Tillmans, August self portrait, 2005


Wolfgang Tillmans gehört sicher zu einem der spannendsten Künstler unserer Zeit. Jedes seiner Kunstwerke will ergründet sein, nie schleicht sich Oberflächlichkeit ein. Auch wenn Tillmans vorrangig für seine Fotografie bekannt ist, kann man sein künstlerisches Tun keinesfalls darauf beschränken. So gehören auch skulpturale Objekte, Videoprojektionen und Musik bis hin zum kuratorischem Moment der Installation zu seinem Werk. Und so mag man das ifa für diese Künstlerauswahl beglückwünschen. Ein kleines Bedauern bleibt, dass man in unseren Landen die Ausstellung nicht zu sehen bekommt

 

 Wolfgang Tillmans, Deer Hirsch, 1995

 

Die Ausstellung in Kinshasa wird für Tillmans die erste auf dem afrikanischen Kontinent sein.
Die Hauptstadt des Kongo ist ein Zentrum der Kunst-, Musik-, Performance- und Modeszene: eine Metropole in Bewegung, spontan und kreativ – trotz der angespannten politischen Lage, die jederzeit zu kippen droht. Zwischenmenschliche Beziehungen, Verbundenheit und Vertrauen stützen das soziale Gefüge. Es sind Motive, die sich auch in der Ausstellung „Fragile“ von Wolfgang Tillmans wiederfinden.
Seit seinen ersten Ausstellungen und Veröffentlichungen in den frühen 1990er Jahren hat Wolfgang Tillmans seine Praxis konstant weiterentwickelt: Er befragt die Fotografie als Bild und Objekt immer wieder neu, sei es für den Raum des Museums oder abgedruckt in einer Publikation. Seine Arbeit basiert auf einer unbändigen Neugierde, recherche-intensiven Vorbereitungen und dem permanenten Ausreizen und Weiterentwickeln des Mediums mit seinem technischen und ästhetischen Potential.

 

Wolfgang Tillmans, astro crusto, a, 2012


Tillmans‘ Haltung lässt sich als Aufruf zur Freiheit verstehen und als Einladung, dem Anderen mit offener Neugier und ohne Angst zu begegnen. Das Annehmen der Fragilität, die uns als Individuen und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen bestimmt, versteht Tillmans nicht als Schwäche, sondern vielmehr als Stärke. Fehler, Brüche und Zerbrechlichkeit sind immer wieder Impulse zur Entwicklung neuer Prozesse. Sie verweisen auf die Unvollkommenheiten unseres Lebens und eröffnen gleichzeitig ungeahnte Perspektiven auf dessen Materialität.

„Fragile“ gibt einen umfassenden Überblick der facettenreichen künstlerischen Ausdrucksformen von Wolfgang Tillmans: angefangen bei großformatigen Drucken, über skulpturale Objekte, Videoprojektionen und Musik bis hin zum kuratorischen Moment der Installation.  

Die Werkauswahl für die ifa-Tourneeausstellung „Fragile“ umfasst mehr als 200 Arbeiten aus dem Zeitraum von 1986 bis 2017: Neben gerahmten und ungerahmten fotografischen Arbeiten mit unterschiedlichen Formaten werden auch Tillmans‘ Tisch-Installation truth study center, Video-Arbeiten sowie zahlreiche Publikationsprojekte zu sehen sein. Jede Station der Tournee zeigt wie alle Ausstellungen Tillmans‘ eine auf den spezifischen Ausstellungsraum, dessen Architektur und Umgebung reagierende Installation.

 

Wolfgang Tillmans, Love (hands in hair), 1989


Die Premierenstation in Kinshasa wird in Zusammenarbeit mit demGoethe-Institut Kinshasa, dem Musée d'Art Contemporain et Multimédias und der Académie des Beaux-Arts realisiert.

Im Rahmen der Ausstellungstournee erscheint eine Publikation auf Englisch und Französisch. Sie wird jeweils um einen lokalen Beitrag ergänzt.
Autorinnen und Autoren: Christine Eyene, N’Goné Fall, Bart van der Heide, Ashraf Jamal und Patrick Mudekereza für Kinshasa

 

Über das ifa
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Es fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen. Als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vernetzt es Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft. Es initiiert, moderiert und dokumentiert Diskussionen zu internationalen Kulturbeziehungen.
Das ifa ist weltweit vernetzt und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit, 2017 feierte es sein 100-jähriges Bestehen. Es wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

21.12.2017 - 18.03.2018
Fotoausstellung Hamburg . Einer interessanten und schillernden Persönlichkeit widmet das Museum für Kunst und Gewerbe eine umfassende Retrospektive: Madame D’Ora, 1881 mit dem bürgerlichen Namen Dora Philippine Kalmus in Wien geboren. Ihr Nachlass befindet sich zum großen Teil im Museum für Kunst und Gewerbe.
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Madame D’Ora. Machen Sie mich schön!
Fotoausstellung Hamburg . Einer interessanten und schillernden Persönlichkeit widmet das Museum für Kunst und Gewerbe eine umfassende Retrospektive: Madame D’Ora, 1881 mit dem bürgerlichen Namen Dora Philippine Kalmus in Wien geboren. Ihr Nachlass befindet sich zum großen Teil im Museum für Kunst und Gewerbe.

Madame D’Ora
Marquis George de Cuevas mit Balletttänzerin um 1955
Silbergelatineabzug 17,4 x 21,5 cm
© Nachlass d’Ora/Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg



Die Ausstellung versammelt rund 170 fotografische Arbeiten aus der Sammlung des MKG, der Sammlung Bonartes, Wien, der Sammlung des Ullstein Verlags und aus Privatsammlungen. Gezeigt werden zudem Modeobjekte aus dem MKG, dem Wien Museum und der Universität für angewandte Kunst Wien. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Photoinstitut Bonartes, Wien.
In den Vordergrund rücken das persönliche Umfeld der Fotografin und die teils radikalen Auswirkungen der gesellschaftlichen, ökonomischen und poli¬tischen Veränderungen auf ihr Schaffen. Neu eingesehenes Material aus ihrem schriftlichen Nachlass und zahlreiche neu entdeckte Foto¬grafien geben Aufschluss über ihre Wurzeln im jüdischen Wiener Bürgertum, ihre lange Freundschaft mit Maurice Chevalier und der Pariser Modistin Madame Agnès sowie über die vielschichtige Arbeit für den Ballettimpresario Marquis de Cuevas. Die Ausstellung versammelt rund 170 fotografische Arbeiten aus der Sammlung des MKG, der Sammlung Bonartes, Wien, der Sammlung des Ullstein Verlags und aus Privatsammlungen. Gezeigt werden zudem Modeobjekte aus dem MKG, dem Wien Museum und der Universität für angewandte Kunst Wien. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Photoinstitut Bonartes, Wien.

 

Madame d'Ora
Colette, um 1955

Silbergelatineabzug 12,7 x 11 cm
© Nachlass d’Ora/Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

Madame d'Ora
Maurice Chevalier, um 1955

Silbergelatineabzug 23 x 16,8 cm
© Nachlass d’Ora/Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 


Wer sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Madame d‘Ora porträtieren lässt, verleiht seiner Person einen Hauch französischer Eleganz. Von 1910 bis in die 1930er Jahre inszeniert Madame d’Ora die Wiener und Pariser Gesellschaft und die Künstlerbohème. Sie fotografiert Schriftsteller wie Arthur Schnitzler, die russische Primaballerina Anna Pawlowa, die skandalumwitterte Nackttänzerin Anita Berber, Josephine Baker und Größen der Modewelt wie Coco Chanel und Madame Agnès. Die Bilder aus dem Atelier d’Ora spiegeln den Anspruch der Abgelichteten auf einen Platz in der Welt der schönen, gebildeten und berühmten Menschen. Durch die äußerst erfolgreiche Kooperation mit Bild- und Zeitschriftenagenturen erreicht Madame d’Ora eine breite Öffentlichkeit. Ihre Porträts und Modefotografien zeigen den Übergang von aristokratischen Idealen zu einem Bild von der „neuen Frau“, welches von der Welt des Theaters und Films geprägt ist, die sich in einer sich rasant entwickelnden Zeitschriftenkultur verbreitet. Während des nationalsozialistischen Regimes verschlechtert sich die Auftragslage der jüdischen Fotografin zunehmend. 1942 flüchtet sie vor der Deportation in ein Bergdorf in der Ardèche. Zurück in Paris nimmt sie 1945 die Porträtfotografie wieder auf. Doch das Un¬fassbare hinterlässt Spuren: Madame d’Ora wendet sich den Opfern der Gesellschaft und des Krieges zu und fotografiert in österreichischen Flücht¬lingslagern und Pariser Schlachthäusern.

 

Madmae d'Ora
Hängende Schafsköpfe und Gedärme 1956/57

aus der Schlachthof-Serie
Silbergelatineabzug 35,4 x 28,2 cm
© Nachlass d’Ora/Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 


Die Ausstellung konzentriert sich auf drei Themen in d’Oras Spätwerk. 1946 und 1948 dokumentiert sie in Wien und Salzburg das Schicksal von Flüchtlingen, vermutlich im Auftrag der UNO. Ihre Arbeit zeigt dabei weniger die sozialen Umstände der längst nicht mehr provisorischen Lager. Mit ihren Porträts beschreibt sie vor allem das individuelle Schicksal einzelner Menschen. Dabei unterscheidet sie die „Displaced Persons“, wie sie damals bereits genannt werden, nicht in jüdische oder deutsche Aussiedler und Flüchtlinge, sondern fotografiert deutschsprachige Vertriebenen aus Ost-und Südosteuropa und jüdische Flüchtlinge gleichermaßen. Besonders interessiert sie das Schicksal bestimmter Gruppen: alte Menschen, Kinder und im Flüchtlingslager untätige Männer.
 

Madame d'Ora
Madame de La Haye-Jousselin in einem Reitkostüm
à la Elisabeth von Österreich von Pierre Balmain, 1955

Silbergelatineabzug 26,8 x 19,7 cm
© Nachlass d’Ora/Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg


 
Die Serie um den Marquis de Cuevas zeigt auf, wie sich der Fokus im Werk d’Oras in dieser Zeit verschiebt. Dem schönen Anschein und dem Glamour, die sie so oft fotografiert hatte, stellt sie das Vergängliche gegenüber und macht die Brüchigkeit sichtbar. So zeigt sie den alternden und gebrechlichen Ballett-Impressario Marquis de Cuevas im Rollstuhl, umringt von jungen und schönen Tänzerinnen. Das Motiv des Morbiden findet sich auch in ihren neuen Porträts. Den Literaten William Somerset Maugham, die Schriftstellerin und Journalistin Colette und den Chansonier und Schauspieler Maurice Chevalier zeigt sie als gealterte Menschen mit zerfurchten Gesichtern im Bett liegend.
Die wohl verstörendste Serie schafft d‘Ora 1949 und zwischen 1956 und 1957. Hier fotografiert sie Tierkadaver im Abattoir Ivry Les Halles und im Abattoir Rue Brancion, den Schlachthöfen von Paris. D’Ora entwickelt zwei unterschiedliche Zugänge: Während es sich bei Aufnahmen von 1949 um vermehrt surrealistische Inszenierungen einzelner Körperteile von Tieren handelt, zeigen die Fotografien aus den 1950er Jahren eher dokumentierende Eindrücke des Schreckens. In beiden Phasen, die schonungslos die brutale Praxis der Schlachthäuser offenlegen, legt d’Ora einen Schwerpunkt auf den Bildausschnitt, auf fragmentarische Details und die Texturen der tierlichen Überreste. Die Serie zeigt das Morbide so als gleichzeitig grausige wie ästhetische Komposition. Sie ist in der Literatur als künstlerische Reaktion auf die Gräuel des Krieges verstanden worden.

 

Atelier d'Ora
"Die Verführung des heiligen Sebastian" – Sebastian Droste und Anita Berber
Silbergelatineabzug 21,7 x 12,8 cm
© Nachlass d’Ora/Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 


 
Es erscheint ein Katalog mit dem Titel Madame d’Ora. Machen Sie mich schön! Hg. von Monika Faber, Esther Ruelfs und Magdalena Vukovic, mit Beiträgen u.a. von Andrea Amort, Christian Brandstätter, Monika Faber, Jean-Marc Dreyfus, Cathrin Hauswald, Sylvie Lécallier, Peter Schreiner, Esther Ruelfs, Aenne Soell, Katharina Sykora, Magdalena Vukovic u.a., 355 Seiten, Brandstätter Verlag, Buchhandelsausgabe 49,90 Euro, Museumsausgabe 39,90 Euro.

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

09.12.2017 - 24.02.2018
Fotoausstellung Berlin. Die Ausstellung bei Camera Work umfasst neue und nie zuvor gezeigte Arbeiten von Christian Tagliavini aus der mit Spannung erwarteten neuen Serie „1406", an der Christian Tagliavini mehr als zwei Jahre gearbeitet hat. Im zweiten Teil der Ausstellung werden Hauptwerke des Künstlers aus weiteren Serien präsentiert: „1503“, „Carte“ und „Voyages Extraordinaires“.
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Christian Tagliavini -1406
Fotoausstellung Berlin. Die Ausstellung bei Camera Work umfasst neue und nie zuvor gezeigte Arbeiten von Christian Tagliavini aus der mit Spannung erwarteten neuen Serie „1406", an der Christian Tagliavini mehr als zwei Jahre gearbeitet hat. Im zweiten Teil der Ausstellung werden Hauptwerke des Künstlers aus weiteren Serien präsentiert: „1503“, „Carte“ und „Voyages Extraordinaires“.

 Tolemaide

 

Seit zwei Jahren arbeitet Christian Tagliavini an seiner neuen Serie mit dem Titel „1406“. In dieser mit Spannung erwarteten Serie verbindet Christian Tagliavini die Kunst des 15. Jahrhunderts und dem Quattrocento Italiens mit zeitgenössischer Fotokunst. In einem bereits mehr als zwei Jahre andauernden Arbeitsprozess erschafft Christian Tagliavini ergreifende Porträts, in denen die Würde, die Grazilität, die Anmut und die Kraft der Frührenaissance auflebt und erstrahlt. Der Titel der Serie ist eine Referenz an den italienischen Maler Filippo Lippi (1406–1469), der zu den wichtigsten Künstlern der Frührenaissance zählt. Wie bei der weltbekannten Serie »1503« zitiert Christian Tagliavini auf seine ganz eigene künstlerische Weise die Kunstgeschichte. Dabei versteht er es auf hoch geschätzte Art und Weise, die Epoche in einen Werken zu huldigen, ohne sie jedoch zu kopieren.

 

 Dora da Faltugnano

 

Christian Tagliavini designt die prachtvollen Kleider selbst, baut sämtliche im Bild befindlichen Objekte selbst und kreiert diesmal sogar mit modernster Lasertechnik kleinste und liebevoll bis ins Detail ausgearbeitete Ornamente und Verzierungen. Auch die aufwendigen Hüte sind in langer Arbeit selbst produziert. Natürlich verwendet Christian Tagliavini für die Kleider und Roben auch diesmal historische und hochqualitative Materialien. Damit investiert Christian Tagliavini durchschnittlich zwei bis drei Monate Arbeitszeit in nur ein einziges Werk. In der Ausstellung wird eine Auswahl von originalen Objekten zu sehen sein.

 

 Alchimiade

 

Die Arbeiten aus der Serie „1406“ unterstreichen mit ihrer Präsentationsform die zeitgenössische Herangehensweise an das Kunstwerk und sind in ihrer Qualität absolut „state-of-the-art“. Jede Arbeit ist in den beiden bei Christian Tagliavini üblichen Formaten von 160 x 128 cm sowie 85 x 68 cm innerhalb einer Edition von 15 erhältlich. Die Archival Pigment Prints sind auch bei der Serie »1406« unter Diasec®-Glas gefasst und mit einem jeweils eigens handgefertigten Schattenfugen-Holzrahmen gerahmt.

Der Ausstellung bei CAMERA WORK folgt eine Retrospektive im Museum Fotografiska in Stockholm, die im März 2018 eröffnen wird. Das Museum Fotografiska ist das größte und bedeutendste Museum für Fotografie in Europa. Damit reiht sich Christian Tagliavini in eine Riege von Fotokünstlern wie Herb Ritts, Irving Penn, Patrick Demarchelier und Anton Corbijn ein, denen ebenfalls die Ehre einer Retrospektive im Museum Fotografiska zuteil wurde.

 

Camera Work, Kantstrasse 149, Berlin

09.12.2017 - 11.03.2018
Fotoausstellung Berlin . Als einziger Ort und erstmalig in Deutschland stellt C/O Berlin mit der Ausstellung Joel Meyerowitz . Why Color? Retrospectivedie Vintageprints in Farbe sowie alle wichtigen Schaffensphasen von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart des New Yorker Fotografen vor. Es ist die weltweit erste Austellung, die seine Farbfotografien in Bezug zu den Entwicklungen der frühen Arbeiten in Schwarzweiß stellt. Vom 9.12.2017 bis 11.3. 2018
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Joel Meyerowitz . Why Color? Retrospective
Fotoausstellung Berlin . Als einziger Ort und erstmalig in Deutschland stellt C/O Berlin mit der Ausstellung Joel Meyerowitz . Why Color? Retrospectivedie Vintageprints in Farbe sowie alle wichtigen Schaffensphasen von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart des New Yorker Fotografen vor. Es ist die weltweit erste Austellung, die seine Farbfotografien in Bezug zu den Entwicklungen der frühen Arbeiten in Schwarzweiß stellt. Vom 9.12.2017 bis 11.3. 2018

 

 

 

 „Take it in – absorb it.“ Joel Meyerowitz.  Wolkenkratzer, Fifth Avenue, Wasserdampf zwischen Kanaldeckeln, Schönheitssalons, Billboards und Diners, eine Gruppe von vier jungen Frauen vor einem Geschäft. Sie schminken ihre Gesichter, blicken in die Kamera oder scheu weg und scheinen vergnügt. Ihre Kleider leuchten bunt, ihre Pumps weiß, ihre Haare sind toupiert und zurechtgemacht. Was wäre dieses Bild aus dem Jahr 1963 ohne Farbe? Vermutlich könnten wir die intensiven Kontraste, die Nuancen und die entscheidenden Details wie das Glitzern der Haarbrosche kaum wahrnehmen – dieses Bild in Schwarz-Weiß wäre wohl kaum so reizvoll oder gar belanglos. Und dann – New York, 1965, ein Mann mit Pudel auf dem Arm oder ein küssendes Paar vor einem Kino am belebten Times Square: hier werden Inhalt und Darstellung durch die grafische Struktur in Schwarz-Weiß unterstützt und machen die Fotografie erst zum Bild.

 

 

Es ist dieser Strom aus Alltagsmomenten, aus denen der New Yorker Fotograf Joel Meyerowitz  es immer wieder schafft, die überraschenden und manchmal kuriosen Augenblicke herauszufiltern und durch den gezielten Einsatz von Farbe eine ganz eigene Lebendigkeit und malerische Intensität herauszuarbeiten. Der Zufall und sein außergewöhnliches Auge leiten seinen Blick. Er führt uns durch die Straßen, Städte und urbanen Landschaften Amerikas. Ab 1962 beginnt Meyerowitz zu fotografieren und experimentiert von Anfang an mit Farbe, bevor er wenig später auch die Schwarz-Weiß-Fotografie in seine Arbeit integriert. Die besonderen Eigenschaften der Farbfotografie nutzt er an jenen Stellen, an denen das Bild die farblichen Abstufungen und die Leuchtkraft benötigt. Dabei ist Farbe für Meyerowitz nicht allein Ausdrucksmittel, sondern eine Form, die Welt um ihn zu verstehen und zu fühlen, und das in ihrem gesamten Farbspektrum. Während Schwarz und Weiß bei Meyerowitz dann gezielt erst zum Einsatz kommt, wenn es ihm darum geht, die Unterschiede der Bildelemente gestalterisch der grafisch aufzuzeigen.

Zu Beginn der Fotogeschichte war der Himmel sehr grau und das Diktum der künstlerischen Fotografie und des Fotojournalismus lange Zeit schwarz-weiß. Bereits 1935 kam der erste verwertbare Diapositivfilm auf den Markt, dennoch galt die Farbfotografie bis in die 1980er-Jahre der Werbewelt vorbehalten und damit lange Zeit als vulgär, amateurhaft und kommerziell.

Heute hat die Farbfotografie ihren anerkannten Platz in der Kunstgeschichte. Mit seinem Werk aus mehr als fünf Jahrzehnten hat Joel Meyerowitz nicht nur wesentlich zu diesem Paradigmenwechsel beigetragen, sondern viele nachfolgende Generationen sichtbar beeinflusst.

Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, Berlin

 

01.12.2017 - 13.05.2018
Fotoausstellung Berlin . Rund um die Modefotografie dreht sich die Ausstellung Guy Bourdin. Image Maker / Helmut Newton. A Gun for Hire / Angelo Marino. Another Story. Neben den beiden berühmten Modefotografen Guy Bourdin und Helmut Newton stellt die Helmut Newton Stiftung auch Angelo Marino , den ehemaligen Assistenten von Helmut Newton mit Arbeiten vor.
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Guy Bourdin. Image Maker, Helmut Newton. A Gun for Hire, Angelo Marino. Another Story
Fotoausstellung Berlin . Rund um die Modefotografie dreht sich die Ausstellung Guy Bourdin. Image Maker / Helmut Newton. A Gun for Hire / Angelo Marino. Another Story. Neben den beiden berühmten Modefotografen Guy Bourdin und Helmut Newton stellt die Helmut Newton Stiftung auch Angelo Marino , den ehemaligen Assistenten von Helmut Newton mit Arbeiten vor.

Guy Bourdin
VOGUE Paris, May 1970
Copyright Guy Bourdin Estate, 2017 /
Courtesy Louise Alexander Gallery 

 

 

Guy Bourdin und Helmut Newton revolutionierten in den 1960er- und 1970er-Jahren die Modefotografie. Beide arbeiteten für die gleichen Magazine und direkt für Klienten aus der Modewelt; dabei entwickelten sie – neben der offensichtlich zeitlosen Eleganz in ihrem Werk – unabhängig voneinander die Idee des „Radical Chic“. In der Berliner Ausstellung werden die beiden einflussreichen Modefotografen erstmals gemeinsam mit ausgewählten Auftragsarbeiten in diesem Umfang gezeigt.

 

Guy Bourdin
Charles Jourdan, Spring 1976
Copyright Guy Bourdin Estate, 2017 /
Courtesy Louise Alexander Gallery

 

 

Helmut Newton
Thierry Mugler, Milan, 1998
copyright Helmut Newton Estate

 

Von Guy Bourdin werden unter dem Titel „Image Maker“ exemplarisch Aufnahmen aus unterschiedlichen Veröffentlichungszusammenhängen vorgestellt; ins­be­son­dere seine Bildikonen und die fantasievollen Werbebilder für Schuhe von Charles Jourdan, nebst weniger bekannten Werken, Vintage prints und Layouts der French Vogue. In Helmut Newtons „A Gun for Hire“ sehen wir vor allem Auftragsarbeiten aus den 1990er-Jahren für Modedesigner wie Thierry Mugler, Valentino und Blumarine oder Firmen wie Absolut Vodka und Villeroy & Boch; zunächst in deren Modebüchern veröffentlicht, wurden manche vom Fotografen später neu vergrößert und so ins eigene Werk übernommen.

In der Fotografie – auch in der Modefotografie, die den Zeitgeist beschreibt und immer wieder neu definiert – gilt es, spannende und überraschende Geschichten mit Bildern zu erzählen. Bourdin und Newton beherrschten das geradezu perfekt.

Der kleine, intime „June’s Room“ der Helmut Newton Stiftung ist Freunden und Wegbegleitern vorbehalten, diesmal Helmut Newtons ehemaligem Assistenten Angelo Marino. Ergänzend zu Bourdin und Newton stellt er unter dem Titel „Another Story“ einen sehr individuellen Blick auf seine unmittelbare Umwelt vor: schnappschussartige Porträts und Landschaften in surrealer Farbigkeit.

Helmut Newton Stiftung, Jebensstrasse 2, Berlin

 

25.11.2017 - 27.01.2018
Fotoausstellung Greifswald . Die Galerie STP stellt in der Ausstellung „Aus den Bergen“ Fotografien des österreichischen Fotografen Peter Mathis vor dessen Liebe der Landschaftsfotografie bevorzugt bei Regen, Schnee oder Nebel gilt. 25. November2017 bis 27. Januar 2017
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Peter Mathis – Aus den Bergen
Fotoausstellung Greifswald . Die Galerie STP stellt in der Ausstellung „Aus den Bergen“ Fotografien des österreichischen Fotografen Peter Mathis vor dessen Liebe der Landschaftsfotografie bevorzugt bei Regen, Schnee oder Nebel gilt. 25. November2017 bis 27. Januar 2017





Bergspitzen erheben sich aus mystischem Nebel, schroffe Klippen verweilen in bedrohlicher Schönheit.
Peter Mathis (1961) in Hohenems (Österreich) geboren, ist seit den 80er-Jahren als Berufsfotograf in der Motorrad- und Outdoorbranche tätig. Seine große Leidenschaft als erfahrener Alpinist brachte ihn schlussendlich zurück zur Landschaftsfotografie. Inzwischen ist er, durch zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, seiner großformatigen SW-Fotografien bekannt. Die Berg- und Seenwelten bilden dabei seine bevorzugten Motive. Am liebsten fotografiert er in einzigartigen Lichtstimmungen, bei Regen, Schnee oder Nebel. Oft wandert er tagelang durch tiefsten Schnee, auf die höchsten Gipfel, um das eine Bild zu machen. Er bezeichnet sich selbst als „Sammler“ von Bildern. Auf „Schatzsuche“ ist er unterwegs, um den richtigen Moment zu finden und festzuhalten.
Peter Mathis, der mit dem Hasselblad Master und  dem Master of European Professional Photography ausgezeichnet wurde, war mit seiner Arbeit schon in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen wie unter anderem  im Museum für Angewandte Kunst in Gera, im Schloss Detmold und in der Galerie Jungwirt in Graz.


Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald



25.11.2017 - 31.01.2018
100 Jahre Unternehmensgeschichte sind Anlass genug, um in einer Ausstellung zu zeigen, welche vielschichtige und erfolgreiche Zeit hinter einem liegt. Am Schweizer Nikon Hauptsitz in Egg/Zürch wird es vom 25.11.2017 bis 31.01.2018 deshalb eine umfangreiche Ausstellung geben, die Geschichte und den Mythos der „Nikon“ und ihrer Fotografen zeigt.
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Ausstellung Schweiz: „Leben 24/7“ – 100 Jahre Nikon
100 Jahre Unternehmensgeschichte sind Anlass genug, um in einer Ausstellung zu zeigen, welche vielschichtige und erfolgreiche Zeit hinter einem liegt. Am Schweizer Nikon Hauptsitz in Egg/Zürch wird es vom 25.11.2017 bis 31.01.2018 deshalb eine umfangreiche Ausstellung geben, die Geschichte und den Mythos der „Nikon“ und ihrer Fotografen zeigt.

Foto Ed Ruscha

 

Reportagen und Dokumentationen, Bildikonen und Konzeptserien: Die Ausstellung „Leben 24/7 – 100 Jahre Nikon“, die in Zusammenarbeit mit dem NRW-Düsseldorf entstanden ist und von Damian Zimmermann kuriert wurde, zeigt die unterschiedlichen Aspekte des menschlichen Lebens mit Arbeiten unter anderem von Jodi Bieber, David Douglas Duncan, Thekla Ehling, Volker Hinz, Heidi & Hans-Jürgen Koch, Harald Schmitt, Peter Lindbergh, Joel Marklund, Steve McCurry, Duane Michals, Ed Ruscha, Moises Saman, Jérôme Sessini, Michael Wesely, Ami Vitale und der NASA.

 

Foto "Sommerherz" von Thekla Ehling

 

 Foto Volker Ruscha

 

Fotografen und Fotojournalisten sind mit ihren Kameras dabei, wenn Weltgeschichte geschrieben wird, sie haben grosse Ikonen geschaffen und kleine Momente festgehalten und die unterschiedlichsten Facetten des menschlichen Lebens dokumentiert. Die Ausstellung „leben 24/7 – 100 Jahre Nikon“ präsentiert eine Auswahl an Nikon-Fotografien aus den letzten Jahrzehnten und zeigt, wie eine Kamera dabei selbst zur Legende wurde.

 

 Die erste Nikon

 

Neben den Fotografien präsentiert die Ausstellung auch mehr als 30 Nikon-Kamera- und Objektiv-Exponate, von den Anfängen der Kameraentwicklung Ende der 40er Jahre bis heute. Darunter legendäre Kameras wie die Nikon I aus dem Jahre 1948, Nikons erste Kamera überhaupt, oder die Nikon F mit Motor F250 aus dem Jahr 1959, Nikons erste Spiegelreflexkamera mit dem F-Bajonett.

 

Weitere Bestandteile der Ausstellung sind eine einzigartige Linsen-Skulptur des Schweizer Künstlers Fabian Oefner zur Visualisierung des Strahlengangs eines der legendärsten NIKKOR-Objektive überhaupt, dem Noct-NIKKOR 58mm f/1.2, sowie die Präsentation eines Querschnitts durch Nikons Produktanzeigen der letzten Jahrzehnte. Zudem werden die Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs I AM 100 auf einer digitalen Installation visualisiert.

 

 

 

25.11.2017 - 22.04.2018
Fotoausstellung Salzburg . Räumliches Sehen und Vorstellungen von räumlichen Dimensionen, ihrer Ausdehnung und Veränderung entsprechen eigentlich nicht der Zweidimensionalität der technischen Aufnahme. Gerade aus diesem Grund setzen sich Fotografen seit den Anfängen der Fotografie mit der Darstellung von Raum auseinander. In Raum & Fotografie präsentiert das Museum der Moderne Salzburg zu dieser Thematik erstmals Werke von 35 Künstlern aus vierzehn Ländern, mit Exponaten von 1860 bis heute. Bis 22.4.2018
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Raum & Fotografie
Fotoausstellung Salzburg . Räumliches Sehen und Vorstellungen von räumlichen Dimensionen, ihrer Ausdehnung und Veränderung entsprechen eigentlich nicht der Zweidimensionalität der technischen Aufnahme. Gerade aus diesem Grund setzen sich Fotografen seit den Anfängen der Fotografie mit der Darstellung von Raum auseinander. In Raum & Fotografie präsentiert das Museum der Moderne Salzburg zu dieser Thematik erstmals Werke von 35 Künstlern aus vierzehn Ländern, mit Exponaten von 1860 bis heute. Bis 22.4.2018


Hito Steyerl
HOW NOT TO BE SEEN: A Fucking Didactic Educational .MOV File, 2013
Einkanal-Videoprojektion, chromogene Abzüge, C- Stative, Bodeninstallation
Courtesy: Hito Steyerl und Andrew Kreps Gallery, New York



Das inhaltliche Spektrum der Ausstellung reicht von Arbeiten zu architektonischen und virtuellen Räumen, u. a. von Wolfgang Tillmans, bis hin zu Fotografien zu sozialen, ökonomischen und konzeptuellen Themen etwa von Santu Mofokeng. „Als Kompetenzzentrum für künstlerische Fotografie verknüpfen wir in dieser Ausstellung das Medium der Fotografie mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen zum Raum, insbesondere auch zu immer häufiger auftretenden Grenzen und Normierungen“, so Sabine Breitwieser, Direktorin am Museum der Moderne Salzburg. „Unser Anliegen ist es, Fotografie einerseits in formaler und technischer Hinsicht sowie andererseits in ihrer Entwicklung von Genres und Themen in unterschiedlichen geografischen und sozialpolitischen Zusammenhängen zu beleuchten.“

 

Wolfgang Tillmans
Book for Architects, 2014
Zweikanal-Videoinstallation
2 High-Definition Videos Sprengel Museum Hannover
© Wolfgang Tillmans

 

Die historische Tiefe und kulturelle Breite von Raum & Fotografie unterstreicht Christiane Kuhlmann, Kuratorin für Fotografie und Medienkunst: „Wir zeigen neben Arbeiten aus der Anfangszeit der Fotografie vor allem auch zeitgenössische Werke von Künstlern, die von außerhalb Europas stammen und aufgrund ihrer unterschiedlichen sozialen Prägungen und Lebensbedingungen Raum anders wahrnehmen und interpretieren, als es aus eurozentrischer Sicht lange Zeit üblich war.“ Die fotografischen Exponate reichen von einer begehbaren Camera obscura, in der das Licht der Salzburger Altstadt zum projizierten Bild wird, bis hin zu der Installation How Not to Be Seen (2013) von Hito Steyerl, in der man – entgegen aktueller Überwachungsszenarien – unsichtbar werden kann.
Thematisch gliedert sich die Ausstellung Raum & Fotografie in sechs Kapitel, beginnend mit frühen Bildverfahren und experimenteller Fotografie als Urform des Mediums. Mit den technischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts und damit einhergehenden neuen Methoden und Möglichkeiten der Kamera, menschliche Sichtweisen und räumliches Sehen zu imitieren, beginnt das nächste Ausstellungskapitel. Dem „Neuen Sehen“, das im frühen 20. Jahrhundert durch die Entwicklung moderner Kameratechniken entstand und zusammen mit den Ideen des „Neuen Bauens“ eine Neubetrachtung des architektonischen Raums mit sich brachte, ist ein weiterer Themenschwerpunkt gewidmet. Neusachliche Fotograf_innen wie der Bauhauslehrer László Moholy-Nagy nahmen diese Neubetrachtung zum Anlass für ihre experimentellen Bildkonzepte, die eine Erweiterung der Seheindrücke ermöglichten. Die anschließenden Kapitel befassen sich mit der fotografischen Wiedergabe des gebauten Raums und dem Einfluss von Architektur auf die Gesellschaft. Die Expansion der Städte mit der Entstehung von Randbezirken und Wohntürmen ist ein Thema der

 

Jindrich Eckert
Junge Frau am Fenster mit Buch, um 1870
Albuminabzug
© Albertina,
Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt, Wien



Arbeiten des Konzeptkünstlers Stephen Willats und des Fotografen Wolfgang Tillmans, aber auch der Bildhauerin Isa Genzken. Die Videoinstallation Book for Architects von Tillmanns, die 2014 auf der Architekturbiennale in Venedig vorgestellt wurde, zeugt von der Faszination, die das Leben in der Stadt und die gegensätzlichen gestalterischen Einzelentscheidungen für den Künstler haben. Mit dem Film The Forgotten Space (2010) von Allan Sekula und Noël Burch und Dayanita Singhs Museum of Chance von 2015 widmet sich der abschließende Teil der Ausstellung den Grenzen in politischen Systemen, Wirtschaftsräumen und solchen, die vor allem virtuell bestehen.

 

Philip Kwame Apagya
Come on Board, 2000
Chromogener Abzug
© Philip Kwame Apagya,
Courtesy CAAC The Pigozzi Collection und Walther Collection



Mit Werken von Philip Kwame Apagya (1958, Shama, GH), Herbert Bayer (1900 Haag am Hausruck, AT – 1985 Montecito, CA, US), Giacomo Brogi (1822–1881 Florenz, IT), Franz Bergmüller (1966 Hüttau, AT – Salzburg, AT), Jind?ich Eckert (1833 – 1905 Prag, CZ), Hans-Peter Feldmann (1941 Düsseldorf, DE), Seiichi Furuya (1950 Izu, JP – Graz, AT), Isa Genzken (1948 Bad Oldesloe, DE – Berlin, DE), Johannes Gramm (1964 Essen, DE – Essen, DE / Westkapelle, NL), Birgit Graschopf (1978 Wien, AT), Florence Henri (1893 New York, NY, US – 1982 Compiègne, FR), M. Hoffmann (Lebensdaten unbekannt), Kenneth Josephson (1932 Detroit, MI, US – Chicago, IL, US), Wolfgang Kudrnofsky (1927–2010 Wien, AT), Georges Lévy & Moyse Léon (Léon & Lévy) (1833–1913 bzw. geb. 1812), Werner Mantz (1901 Köln, DE – 1983 Eijsden, NL), Ingrid Martens (KwaZulu-Natal, ZA – Johannesburg, ZA), Santu Mofokeng (1956 Soweto, Johannesburg, ZA), László Moholy-Nagy (1895 Bácsborsód, HU – 1946 Chicago, IL, US), Negretti & Sambra (Crystal Palace Company): Henri Negretti (1818 Como, IT – 1879 London, GB), Joseph W. Sambra (1822 Saffron Walden, GB – 1897 South Hampstead, GB), Beaumont Newhall (1908 Lynn, MA, US – 1993 Santa Fe, NM, US), Gregor Sailer (1980 Schwaz, AT – Vomp, AT), Alfons Schilling (1934 Basel, CH – 2013 Wien, AT), Allan Sekula / Noël Burch (1951 Erie, PA, US – 2013 Los Angeles, CA, US / 1932 San Francisco, CA, US – Frankreich), Dayanita Singh (1961 Neu-Delhi, IND), Margherita Spiluttini (1947 Schwarzach im Pongau, AT – Wien, AT), Hito Steyerl (1966 München, DE – Berlin, DE), Sasha Stone (1895 St. Petersburg, RU – 1940 Perpignan, FR), Clare Strand (1973 Brighton, GB), Yutaka Takanashi (1935 Tokio, JP), Wolfgang Tillmans (1968 Remscheid, DE – Berlin, DE), Umbo (Otto Umbehr 1902 Düsseldorf, DE – 1980 Hannover, DE), Felix Weber (1929 Langenwang, AT – Mürzzuschlag, AT), Stephen Willats (1940 London, GB)

Museum der Moderne, Mönchsberg 32, Salzburg

24.11.2017 - 27.01.2018
Fotoausstellung München . Innerhalb weniger Jahre hat sich die Schwabinger Galerie Immagis mit interessanten und abwechslungsreichen Ausstellungen einen Namen in der Fotoszene gemacht. Elephants in Heaven mit den berührenden Bildern des Fotografen Joachim Schmeisser ist sicher ein weiterer Erfolgsmeilenstein und ein Magnet für Fotografieliebhaber. 24. November 2017 bis 27. Januar 2018.
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Joachim Schmeisser: Elephants in Heaven
Fotoausstellung München . Innerhalb weniger Jahre hat sich die Schwabinger Galerie Immagis mit interessanten und abwechslungsreichen Ausstellungen einen Namen in der Fotoszene gemacht. Elephants in Heaven mit den berührenden Bildern des Fotografen Joachim Schmeisser ist sicher ein weiterer Erfolgsmeilenstein und ein Magnet für Fotografieliebhaber. 24. November 2017 bis 27. Januar 2018.



Joachim Schmeisser
Dust III, Kenya 2010
© + courtesy Joachim Schmeisser


In Elephants in Heaven nimmt uns der Fotograf Joachim Schmeisser mit auf seine ganz persönliche Reise in das Gebiet des David Sheldrick Wildlife Trust, wo er die verwaisten Elefantenkinder, ihre Hüter und den tagtäglichen Kampf gegen die Wilderer fotodokumentierte. Ca. 25 Werke, die z.T. großformatig und teilweise als edler Platin Palladium Print präsentiert werden, bilden die Highlights aus dem gleichnamigen Buch.

 

Joachim Schmeisser
Orphaned elephant with his
keeper
Kenya, 2013
© + courtesy Joachim Schmeisser

 


Elefanten werden gerne als Dickhäuter bezeichnet und dadurch ergibt sich der Trugschluss, ihnen könnte nichts und niemand etwas antun. Doch damit liegen wir falsch. Elefanten werden seit jeher gejagt und aufgrund ihres Elfenbeins getötet. Was jedoch oft ignoriert wird: die getöteten Elefanten hinterlassen Jungtiere, die traumatisiert und verängstigt als Waisen weiterleben müssen. Der Fotograf Joachim Schmeisser erzählt ihre Geschichte. Durch eine eigene Elefantenpatenschaft kam er in Kontakt mit dem David Sheldrick Wildlife Trust, der weltweit größten und erfolgreichsten Rettungs- und Auswilderungsstation für Elefantenwaisen, die in Nairobi beheimatet ist. Dort kümmern sich professionalle Tierpfleger um die Aufzucht der Elefantenbabies, bis sie alt genug sind, sich selbst zu ernähren. Nach einiger Zeit werden die Jungen in die Auswilderungsstation des Trusts gebracht, bevor man sie in die Freiheit entlässt. Ziel ist es, die Elefanten in ihren natürlichen Kreislauf zu integrieren und mit anderen ausgewilderten Tieren leben zu lassen, so dass sie Nachwuchs zeugen und alt werden können. Ohne den Trust hätten die Elefantenwaisen keinerlei Überlebenschance. All diese Schritte hat Schmeisser vielfach begleitet und die Aufzucht der Elefanten bis hin zur Auswilderung in faszinierenden, kraftvollen wie einfühlsamen Bildern festgehalten. Das Buch „Elephants in Heaven“ bebildert die Aufzucht der traumatisierten Elefantenkinder an einem für sie wahrlich himmlischen Ort und gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen einer Aufzuchtstation.

 

Joachim Schmeisser
Elephant bull looking at Bird
Kenya, 2017
© + courtesy Joachim Schmeisser

 


Über das Buch: Elephants in Heaven. Joachim Schmeisser, erscheint bei teNeues, mit einem Vorwort von Dr. Matthias Harder (Kurator der Helmut Newton Stiftung) und Dame Daphne Sheldrick (Gründerin des David Sheldrick Wildlife Trust), 27,5 x 34 cm, 176 Seiten, Hardcover, ca. 15 Farb- und 93 Schwarz-Weiss-Fotografien, Texte in Deutsch, Englisch und Französisch, Preis: € 59,90



IMMAGIS Fine Art Photography, Blütenstraße 1, München


18.11.2017 - 25.02.2018
Fotoausstellung Wien . Das Phänomen Polaroid stellt WestLicht Schauplatz für Fotografie in einer großen Ausstellung zum ersten Mal in seiner gesamten Breite vor. Gezeigt werden rund 200 Polaroids von knapp 100 Fotografinnen und Fotografen ebenso wie Kameramodelle, Konzepte und Prototypen, die verdeutlichen welche innovative Technik diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte.
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The Polaroid Project
Fotoausstellung Wien . Das Phänomen Polaroid stellt WestLicht Schauplatz für Fotografie in einer großen Ausstellung zum ersten Mal in seiner gesamten Breite vor. Gezeigt werden rund 200 Polaroids von knapp 100 Fotografinnen und Fotografen ebenso wie Kameramodelle, Konzepte und Prototypen, die verdeutlichen welche innovative Technik diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte.



Luigi Ghirri
World no.1
1980
Polaroid 20x24 Polacolor
© Eredi di Luigi Ghirri, Courtesy Fotosammlung OstLicht



Polaroid! Die Marke ist längst zum universellen Mythos geworden. Sie hat Gebrauchsweisen initiiert, die – ein Blick auf Instagram genügt – die Alltagsfotografie noch heute beeinflussen. An der Schnittstelle von Kunst und Technologie zeigt die Ausstellung das Phänomen Polaroid zum ersten Mal in seiner gesamten Breite. Herausragende Künstler – von Ansel Adams bis Andy Warhol – haben im Medium der Sofortbildfotografie neue Wege beschritten und die Ästhetik einer Ära geprägt. Ihren einzigartigen Werken stellt The Polaroid Project mit Kameramodellen, Konzepten und Prototypen jene innovative Technik an die Seite, die diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte. Wien – dank der Initiative von Peter Coeln seit 2010 die neue Heimat der International Polaroid Collection – ist die erste Station der Ausstellung in Europa.

 

Nobuyoshi Araki
Lady Gaga
2009
Polaroid SX-70
© Nobuyoshi Araki, Courtesy Fotosammlung OstLicht



Präsentiert werden rund 200 Polaroids von knapp 100 Fotografinnen und Fotografen, von den Anfangstagen der Corporation bis heute, mit einem Schwerpunkt auf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben diesen Unikaten in den charakteristischen Formaten – vom bekannten SX-70 Schnappschuss mit seinem weißen Rahmen (8,8x10,7 cm) bis zum faszinierend detailreichen 20x24 Inch Großformat (50x60 cm) – demonstriert der Fokus auf die Technik der Sofortbildfotografie, dass die Kreativität von Unternehmensgründer Edwin Land und seinem Team derjenigen der Kunstschaffenden in nichts nachstand. Bevor die Firma in den 1990er-Jahren den Anschluss an die digitale Entwicklung verpasste, war Polaroid ein Synonym für visionäre Technologie, vergleichbar nur mit dem Status von Apple zum Beginn des neuen Jahrtausends. Nicht von ungefähr zählte Steve Jobs zu den größten Bewunderern von Land und seinen Erfindungen.

 

 

Dennis Hopper
Los Angeles, Back Alley
1987
Polaroid SX-70
© Dennis Hopper, Courtesy The Hopper Art Trust

 

Robert Mapplethorpe
Untitled (Diane)
c. 1974
Polaroid 4x5 Positiv/Negativ Type 55
© Robert Mapplethorpe Foundation, Courtesy Fotosammlung OstLicht

 



Das Phänomen Polaroid ist, auch als analoger und einzigartiger Gegenentwurf zur Masse digitaler Bilder, gerade in der jüngeren Generation populärer denn je. Eine Traditionsmarke wie Leica hat erst kürzlich ihre erste Sofortbildkamera auf den Markt gebracht. Und The Impossible Project, das nach der Pleite von Polaroid das Sofortbildverfahren wiederbelebte, firmiert – mit neuen Filmen und einer neuen Kamera im Gepäck – inzwischen unter dem legendären Namen in frischem Gewand: Polaroid Originals.


 

Konzeptstudie aus Balsaholz für eine neue Faltkamera
ca. 1970
© MIT Museum, Cambridge, MA



Polaroid selbst arbeitete von seiner Gründung an eng mit Fotografinnen und Fotografen zusammen. Zu den frühesten Beratern von Edwin Land gehörte kein Geringerer als Ansel Adams, Übervater der amerikanischen Landschaftsfotografie. Im sogenannten Artist Support Program stellte die Corporation sowohl arrivierten Größen als auch unbekannten Talenten der Kunst- und Fotoszene Filmmaterial und Kameras zur Verfügung und erhielt im Gegenzug nicht nur Feedback zu ihren Produkten, sondern auch ausgewählte Werke für die Sammlung. Für Künstlerinnen und Künstler boten die Erfindungen aus dem Hause Land eine Spielwiese, die sie auf ihre je eigene Art und Weise nutzten und damit der Fotografie neue Impulse verliehen. In den Arbeiten spiegeln sich die unterschiedlichen künstlerischen
Temperamente, aber auch die Charakteristika von Material und Technik: Das Studiosetting
der massiven 20x24 Kamera lud zur Inszenierung aufwendiger Stillleben und zu akribischen Porträtsitzungen ein, der Objektcharakter der SX-70 Polaroids stiftete zu Collagen und Übermalungen an, und das handliche 4x5 Format und der Polacolor Film eigneten sich hervorragend für Ausschnitte aus dem Alltag. Die sofortige Verfügbarkeit der Aufnahme – obwohl nach heutigen, digitalen Maßstäben „sofort“ in Zeiten von Polaroid ein durchaus dehnbarer Begriff war – übte eine gewaltige Faszination auf Kunstschaffende aus. Sie erlaubte etwa den spontanen Austausch mit den Modellen und ein Höchstmaß an Kontrolle über den Arbeitsprozess, der buchstäblich und direkt in den eigenen Händen lag.


Dieser Austausch zwischen der Kunst und dem Unternehmen bildete die Grundlage der spektakulären Polaroid Collection, mit Standorten in Cambridge, USA, und Amsterdam. The Polaroid Project vereint erstmals in einer Ausstellung den amerikanischen mit dem europäischen Teil der Sammlung, der sogenannten International Polaroid Collection, die
2010, nach dem Bankrott der Corporation durch den Einsatz von Peter Coeln und WestLicht
vor dem Ausverkauf gerettet werden konnte und seitdem in Wien beheimatet ist. Mit zusätzlichen Leihgaben von den Künstlern und Künstlerinnen selbst und deren Nachlässen zeigt die Ausstellung auf den internationalen Stationen ihrer Tournee das Phänomen Polaroid an der Schnittstelle von Kunst und Technologie erstmals in seiner gesamten Breite.


Mit Polaroids von Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, Anna & Bernhard Blume, Guy Bourdin, Ellen Carey, Helen Chadwick, Chuck Close, Marie Cosindas, Barbara Crane, Philip- Lorca diCorcia, Joan Fontcuberta, Toto Frima, Luigi Ghirri, Richard Hamilton, Robert Heinecken, Gottfried Helnwein, Jan Hnizdo, David Hockney, Barbara Kasten, David Levinthal, Ulrich Mack, Robert Mapplethorpe, James Nitsch, Robert Rauschenberg, Lucas Samaras, Fazal Sheikh, William Wegman, Erwin Wurm u. v. a.


The Polaroid Project ist eine Koproduktion von WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Wien, dem MIT Museum, Cambridge, Massachusetts und der Foundation for the Exhibition of
 
Photography, Minneapolis / New York / Paris / Lausanne; kuratiert von Deborah G. Douglas, William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Rebekka Reuter und Gary Van Zante.



Das Buch zur Ausstellung


Anhand von über 300 Werken international renommierter Künstlerinnen und Künstler beleuchtet das Buch erstmals umfassend das Phänomen Polaroid an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Mit Texten von Christopher Bonanos, Todd Brandow, Peter Buse, Deborah G. Douglas, William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Dennis Jelonnek, Rebekka Reuter, John Rohrbach und Gary Van Zante.
Das Polaroid Projekt – Die Eroberung durch die Kunst, Hirmer Verlag 2017, 288 Seiten, Hardcover, 49 Euro




WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien


17.11.2017 - 31.01.2018
Fotoausstellung Wien . Bilder, die an abstrakte Malerei erinnern, Spuren von Tieren oder Traktoren, die wie schwarze Pinselstriche aussehen: Kacper Kowalski hat gefrorene Landschaften in wunderschöne Kunstwerke verwandelt. Zu sehen bei AnzenbergerGallery vom 17. November 2017 bis 31. Januar 2018.
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Kacper Kowalski: Over
Fotoausstellung Wien . Bilder, die an abstrakte Malerei erinnern, Spuren von Tieren oder Traktoren, die wie schwarze Pinselstriche aussehen: Kacper Kowalski hat gefrorene Landschaften in wunderschöne Kunstwerke verwandelt. Zu sehen bei AnzenbergerGallery vom 17. November 2017 bis 31. Januar 2018.

 Foto Kacper Kowalski

 

Vor 20 Jahren entdeckte Kacper Kowalski für sich das Fliegen. Für ihn war es wie ein verwunschener Garten. Er fand sich selbst in einem motorisierten Paraglider und betrat damit einen Raum, den er mit niemanden teilen musste. Er konnte den Wind schmecken und riechen. Fliegen wurde zu einer Droge und die Fotografie wurde zur Rechtfertigung, allein mitten in der Unendlichkeit zu sein. Zu dieser Zeit gab es keine Digitalkameras oder Dronen. Die Bilder wurden zu Trophäen, die er zurück brachte, um sie denen zu zeigen, die die Welt noch nie aus seinem Blickwinkel gesehen hatten.

Nach zwei Jahrzehnten des Fliegens und all die Risiken in Kauf nehmend, verlor Kowalski den Glauben an das, was er tat. Wie konnte er solche Risiken rechtfertigen? Machte das alles noch Sinn? Dronen überströmten den Himmel und sein verwunschener Garten war voller Eindringlinge.

Dann fiel der erste Schnee und bedeckte die Landschaft, verwandelte sie in eine weiße Leinwand. Kowalski blickte tief in seine Seele und fühlte ungeahnte Möglichkeiten. In seiner neuen Serie OVER fotografierte er die Erde mit großem Augenmerk auf Form, Gestaltung und Muster, er verwandelte die gefrorene Landschaft in atemberaubende Kunstwerke.

 

Foto Kacper Kowalski

 

Einige der Bilder erinnern uns an abstrakte Malerei, wo Spuren von Tieren oder Traktoren wie schwarze Pinselstriche aussehen. In anderen fühlt es sich an, als ob wir in ein Mikroskop oder Teleskop schauen. Der wichtigste Aspekt ist, dass wir heute weder einen Nachweis erbringen müssen, wie die Welt von oben aussieht, noch ist es wichtig, welches Bild das Auge mechanisch registriert. Für Kowalski ist wesentlich, was unser Bewusstsein erkennt.

Kacper Kowalski wurde 1977 geboren und studierte Architektur an der Technischen Universität in Danzig. Nachdem er vier Jahre als Architekt arbeitete, widmete er sich dem Fliegen und der Fotografie. Er machte viele Luftaufnahmen von ländlichen und urbanen Umgebungen in seiner Heimat Polen. Er erhielt viele Auszeichnungen für seine Bilder wie etwa den World Press Photo Preis (2009, 2014, 2015) und wird seit 2013 von der AnzenbergerGallery vertreten. Sein erstes Buch Side Effects wurde 2014 publiziert. Soeben ist sein zweites Buch Over erschienen. Kowalski lebt und arbeitet in Gdingen, Polen.

 

AnzenbergerGallery , Absberggasse 27, Wien

17.11.2017 - 02.04.2018
Ausstellung Berlin . Mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentieren die National Gallery of Australia (NGA) und der me Collectors Room Berlin einen umfangreichen Einblick in die Welten der traditionellen und modernen Kunst der indigenen Australier zwischen dem frühen 19. Jahrhundert und der Gegenwart. 17.11.2017 bis 2.4.2018
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Indigenous Australia
Ausstellung Berlin . Mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentieren die National Gallery of Australia (NGA) und der me Collectors Room Berlin einen umfangreichen Einblick in die Welten der traditionellen und modernen Kunst der indigenen Australier zwischen dem frühen 19. Jahrhundert und der Gegenwart. 17.11.2017 bis 2.4.2018

 Brenda L. Croft, Oh look the Antichrist, from the series Alt(a)red Angels in the series
In my faher's House, 1998 direct positive colour photograph 126 x 99cm,
National Gallery of Australia, Canberra copyright VGBild-Kunst, Bonn 2017



Rund 100 der bedeutendsten Werke der indigenen Australier aus der weltweit größten Sammlung von Kunstwerken der Völker der Aborigines und der Torres-Strait-Insulaner zeigt die Ausstellung, die erstmalig in Deutschland zu sehen ist. Gemälde und Malereien, stehen für die große Vielfalt der Kunststile  wie Fotografien, Videos und Skulpturen.
Die National Gallery of Australia verfügt über die weltweit größte Sammlung von Kunstwerken der Völker der Aborigines und der Torres-Strait-Insulaner, eine der „ältesten, reichsten und komplexesten“ Kunsttraditionen der Menschheitsgeschichte. Aus diesem großen und bedeutsamen kulturellen Schatz hat Franchesca Cubillo, NGA Senior Curator of Aboriginal and Torres Strait Islander Art, rund 100 der bedeutendsten Werke ausgewählt, die mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentiert werden.

 

Christian Thompson, Heat, 2010, (video still) three channel digital video, sound,
durations 5 minutes 52 seconds, collection of the National Gallery of Australia, Canberra
copyright courtesy of the artist and Sarah Scout Presents, Melbourne

 


Viele Werke sind inspiriert durch tiefe Spiritualität, die in den traditionellen Kulturen und ihrer Verbindung zur Natur zum Ausdruck kommt. Auch die Mythologie der „Traumzeit“ nimmt häufig einen wichtigen Platz ein, was sich in komplexen Mustern und bewegten Formen spiegelt. Gleichzeitig erinnern Titel wie „Meeting the White Man“ (Tommy McRae) daran, dass es für diese Kulturen in der vergangenen Geschichte Zeiten großer Umbrüche und Veränderungen gab. KünstlerInnen bedienten sich verschiedener Medien, um die
Lebensweisen ihrer Völker, ihre Mythologie und traditionellen Riten zu dokumentieren und
damit für zukünftige Generationen zu bewahren. Viele der Arbeiten setzen sich unmittelbar mit Themen auseinander, die heute die Gesellschaften der Aborigines beschäftigen: Identität, Politikund die gemeinsame, komplexe Geschichte.
Seit den 1980er Jahren kommt in den Werken ein immer breiteres Spektrum an Medien und Stilen zum Einsatz, ohne dabei im Kern die zentralen Themen Natur, Land und soziale wie politische Gemeinschaft aufzugeben, womit sie tief in den Stilen und Traditionen ihrer Kultur verwurzelt bleiben.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation „Indigenous Australia: Masterworks from the
National Gallery of Australia“ für 19,90 Euro.

me Collectors Room, Auguststraße 68, Berlin.

15.11.2017 - 05.03.2018
Fotoausstellung Berlin . Die Fotografie am Chicagoer New Bauhaus und dem daraus hervorgegangenen Institute of Design präsentiert das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung bis 5. März 2018 in einer großen Ausstellung. Anlass für die Ausstellung ist das 80. Jubiläum der 1937 von dem Avantgardekünstler und ehemaligen Bauhaus-Lehrer László Moholy-Nagy gegründeten Bauhaus-Nachfolgeinstitution, die sich zu einer bedeutenden Ausbildungsstätte für Fotografie in den USA entwickelte.
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New Bauhaus Chicago. Experiment Fotografie und Film
Fotoausstellung Berlin . Die Fotografie am Chicagoer New Bauhaus und dem daraus hervorgegangenen Institute of Design präsentiert das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung bis 5. März 2018 in einer großen Ausstellung. Anlass für die Ausstellung ist das 80. Jubiläum der 1937 von dem Avantgardekünstler und ehemaligen Bauhaus-Lehrer László Moholy-Nagy gegründeten Bauhaus-Nachfolgeinstitution, die sich zu einer bedeutenden Ausbildungsstätte für Fotografie in den USA entwickelte.


 

Gyoergy Kepes Ohne Titel 1942 Bauhaus-Archiv Copyright Juliet Kepes Stone




„Wir zeigen die bisher umfassendste Schau zur Fotografie am New Bauhaus und dem Institute of Design außerhalb der USA. Die Grundlage bilden die einzigartigen Bestände des Bauhaus-Archivs zur legendären Chicagoer Schule mit vielseitigem Material aus den späten 1930er- bis 1980er-Jahren“, erklärt Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung. „Diese konnten im Rahmen der Ausstel- lungsvorbereitungen durch Schenkungen abermals erweitert werden. Dafür danke ich allen Gebern ganz herzlich.“ Punktuelle Leihgaben namhafter Kulturinstitutionen in Chicago runden die Präsentation ab.

Die Ausstellung gibt einen tiefen Einblick in die Lehrpraxis sowie die Bandbreite der fotografischen und filmi- schen Arbeit von Lehrenden und Studierenden. Renommierte Fotokünstler wie György  Kepes, Nathan Lerner, Arthur Siegel, Harry Callahan  und Aaron Siskind prägten Generationen von Fotografen. Arbeiten von Absol- venten wie Barbara Crane, Joseph Jachna, Yasuhiro Ishimoto, Kenneth Josephson und Ray K. Metzker bele- gen, welche Inspirationsquelle die Ausbildung lebenslang für sie war. Im Zentrum standen experimentelle Herangehensweisen, die von Fotogrammen über vielfältige Spielformen der Fotografie bis hin zum bewegten Bild reichten.

Neben rund 200 Fotografien und 20 Filmen umfasst die Ausstellung eine Vielzahl von Dokumenten und Publi- kationen und vermittelt so die Geschichte und die Besonderheiten des Fotografieprogramms  am New Bau- haus und dem Institute of Design, das über die Jahre hinweg zwar zahlreiche Änderungen, aber auch zentrale Konstanten aufweist. In der Lichtwerkstatt angesiedelt, war der Fotografieunterricht zunächst Teil des interdis- ziplinär angelegten Vorkurses. Licht wurde als eigener Werkstoff betrachtet und behandelt. Die Ausbildung zielte darauf ab, mit Fotografie der eigenen Kreativität einen Ausdruck zu verleihen und sich einen souverän gestaltenden Blick anzueignen.

Die Verwandtschaft heutiger fotografischer Fragestellungen zur Fotografie am Institute of Design veranschau- lichen unabhängig entstandene, zeitgenössische Positionen aus Chicago, etwa von Doug Fogelson, Sonja Thomsen oder Clarissa Bonet. Am Institute of Design bestand das Fotografieprogramm bis 2001.

„New Bauhaus Chicago: Experiment Fotografie und Film“ ist die letzte Ausstellung im Gebäude des Bau- haus-Archiv / Museum für Gestaltung, bevor die Berliner Bauhaus-Institution im Frühjahr 2018 aus dem Museumsbau ausziehen wird. Dieser wird in den kommenden Jahren denkmalgerecht saniert und um einen Neubau erweitert.

Näheres zu dem im Hirmer Verlag erschienenen Katalog finden Sie in unserer Rubrik Hitliste Fotobücher

Bauahaus Archiv Museum für Gestaltung, Klinglhöferstraße 14, Berlin

12.11.2017 - 11.02.2018
Fotoausstellung Salzburg . Die Leica Galerie im Schloss Arenberg stellt die Bilder des niederländischen Fotografen L.J.A.D. Creyghton unter dem Motto „Hindenburgline Project“ vor. 12. November 2017 bis 11. Februar 2018
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L.J.A.D. Creyghton - Hindenburgline Project
Fotoausstellung Salzburg . Die Leica Galerie im Schloss Arenberg stellt die Bilder des niederländischen Fotografen L.J.A.D. Creyghton unter dem Motto „Hindenburgline Project“ vor. 12. November 2017 bis 11. Februar 2018



Bellum transit, amor manet (Krieg geht vorbei, Liebe bleibt)... Der niederländische Fotograf L.J.A.D. Creyghton folgte— mit literarischer Unterstützung des befreundeten Dichters/Historikers/Schriftstellers Serge R. van Duijnhoven—in den vergangenen Jahren der über tausend Kilometer langen Westfront–Hindenburglinie, die vom belgischen Nieuwpoort durch Nordfrankreich, das Elsass und die Vogesen zum Grenzstein Nr. 111 in der Nähe des Dorfes Pfetterhouse an der Schweizer Grenze verläuft. Ausgangspunkt dieser Suche sind die ergreifenden und persönlichen Aufzeichnungen von Soldaten in den Laufgräben von 1914 bis 1918, Männern, die trotz der Feindschaft die (Mit)Menschlichkeit nicht aus den Augen verloren.
L.J.A.D. Creyghton ist Fotograf/bildender Künstler und arbeitet Teilzeit als Professor an der renommierten Akademie für Kunst und Design AKV | St. Joost in den Niederlanden. Er lebt und arbeitet in Haaren(NL) und ist mit Ausstellungen im In– und Ausland vertreten. Seine monumentalen Fotos zeigen uns nicht nur die Schönheit der Landschaft, sondern auch ihre Ungreifbarkeit und ihren Reichtum. Sie zwingen uns, genau hinzuschauen, uns dafür Zeit zu nehmen und sie tiefgründig nachwirken zu lassen. Seine Arbeiten wurden in verschiedene öffentliche und private Sammlungen aufgenommen.

Leica Galerie im Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, Salzburg

08.11.2017 - 21.01.2018
Fotoausstellung Berlin . Bereits zum dritten Mal präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V den größten Fotowettbewerb der Welt: die Sony World Photography Awards 2017. Vom 8. November 2017 bis 21. Januar 2018
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Sony World Photography Award
Fotoausstellung Berlin . Bereits zum dritten Mal präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V den größten Fotowettbewerb der Welt: die Sony World Photography Awards 2017. Vom 8. November 2017 bis 21. Januar 2018


© Sandra Hoyn, Germany, Category Winner,  Professional Competition, Daily Life,
2017 Sony World Photography Awards

 

Rund 200 Fotos der Preisträger sind in der Ausstellung erstmals in Deutschland zu sehen. Der internationale, renommierte Wettbewerb zeigt im zehnten Jahr das Beste, was die zeitgenössische Fotografie, vom Studenten über Amateur bis hin zu Profifotografen, zu bieten hat. Aus insgesamt 227.000 Einsendungen haben die Juroren in diesem Jahr erneut die bewegendsten und beeindruckendsten Werke ausgewählt.

 

Photographer of the Year Frederik Buyckx Belgium Professional Landscape
courtesy of SWPA 2017

 

Der Belgier Frederik Buyckx ist der „Photographer of the Year“ bei den Sony World Photography Awards. Als Gewinner erhielt er ein Preisgeld von 25.000 Dollar. Im Winter zeigt die Natur ihr zweites Gesicht. Ihre Schönheit hat Frederik Buyckx mit seiner Fotoserie „Whiteout“ virtuos eingefangen.

 

 © Peter Franck, Germany, Shortlist,  Professional Competition, Landscape,
2017 Sony World Photography Awards


Willy Brandt Haus, Wilhelmstraße 140, Berlin




04.11.2017 - 06.05.2018
Ausstellung Frankfurt am Main. Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird erstmals in einer Einzelausstellung im Museum für Angewandte Kunst die berühmte Modedesignerin Jill Sander mit allen Facetten ihrer Arbeit vorgestellt. 4. November 2017 bis 6. Mai 2018
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Jil Sander. Präsens
Ausstellung Frankfurt am Main. Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird erstmals in einer Einzelausstellung im Museum für Angewandte Kunst die berühmte Modedesignerin Jill Sander mit allen Facetten ihrer Arbeit vorgestellt. 4. November 2017 bis 6. Mai 2018


Portrait Jil Sander
© Peter Lindbergh



Jil Sander gehört zu den einflussreichsten Modedesigner/innen ihrer Generation. In ihrer weltweit ersten Einzelausstellung in einem Museum präsentiert Jil Sander in raumgreifenden  multimedialen Installationen und Tableaus die Auswirkungen ihrer Gestaltungshaltung auf Ästhetik, Material und Form von Mode- und Produktdesign, Architektur und Gartenkunst. Die Präsentation, die facettenreicher kaum sein könnte, macht den Erfindungsreichtum und die kreative Kraft einer Gestalterin sichtbar, der es darum geht, die Persönlichkeit eines Menschen hervorzuheben.

 

Jil Sander Kampagne
Frühling - Sommer 2005
© David Sims


Jil Sanders Bedeutung als Modedesignerin beruht auf der außerordentlichen Sensibilität, mit der sie Zeitströmungen und Veränderungen in der Gesellschaft erspürte und daraus neue, moderne Formen entwickelte. Ihr Purismus veränderte die Vorstellungen von Schönheit und Identität. Ihre Gestaltungsprinzipien –
Harmonie der Proportionen, durchdachte Dreidimensionalität der Entwürfe, Understatement und dynamische Eleganz – blieben immer dieselben, und fanden doch in jeder Kollektion einen neuen Ausdruck.
In der Vorbereitung der Ausstellung hat sich Jil Sander erstmals der Vergangenheit zugewendet. Das ist für sie, deren Interesse immer dem galt, was noch kommt, eine neue Erfahrung. Das Ergebnis von mehr als anderthalb Jahren intensiver Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten einer Ausstellung zeigt sich im Zusammenwirken von Architektur, Farbe, Licht, Film, Klang,Text, Fotografie, Mode und Kunst in dynamischen Raumkompositionen.
Entstanden ist keine retrospektive Übersichtsausstellung, sondern ein neues, aktuelles Gesamtwerk, das durch Jil Sanders Präsenz zum ästhetischen Ereignis wird.

 

Jil Sander Kampagne
Herbst - Winter 2013/2014
Model: Edie Campbell
© David Sims

 


Thematisch gliedert sich die von Matthias Wagner K in enger Zusammenarbeit mit Jil Sander kuratierte Ausstellung in die Bereiche Laufsteg, Backstage, Atelier,  Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst. Sie bespielt das gesamte Museumsgebäude auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.


Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Frankfurt am Main



27.10.2017 - 04.02.2018
Fotoausstellung Hamburg . Mit der Neueröffnung Sammlung Fotografie und neue Medien im Museum für Kunst und Gewerbe beginnt auch die Ausstellung „Jochen Lempert/Peter Piller. Fotografie neu ordnen: Vögel“, die die Ausstellungsreihe des Museum „Fotografie neu ordnen“ einläutet. 27. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018
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Jochen Lempert/Peter Piller. Fotografie neu ordnen: Vögel
Fotoausstellung Hamburg . Mit der Neueröffnung Sammlung Fotografie und neue Medien im Museum für Kunst und Gewerbe beginnt auch die Ausstellung „Jochen Lempert/Peter Piller. Fotografie neu ordnen: Vögel“, die die Ausstellungsreihe des Museum „Fotografie neu ordnen“ einläutet. 27. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

 

Peter Piller (*1968) aus der Serie "behind time" 2017
© Peter Piller

 

In der neuen Ausstellungsreihe Fotografie neu ordnen lädt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) zeitgenössische Fotografen ein, eigene Arbeiten mit Exponaten aus der Sammlung Fotografie und neue Medien in Beziehung zu setzen. Mit Jochen Lempert (*1958) und Peter Piller (*1968) gestalten zwei Fotografen den Auftakt, die in ihrer Herangehensweise an die Fotografie kaum verschiedener sein könnten: Motive aus der alltäglichen Natur und Kultur (Lempert) treffen auf Bilder des Absichtslosen (Piller).

 

Jochen Lempert (*1958)
Anschütz 2005
© Jochen Lempert

 

In Fotografie neu ordnen: Vögel werden Lempert und Piller gemeinsam künstlerisch-kuratorisch tätig. Sie begreifen die fotografische Sammlung des MKG als Fundus und stellen aus dem historischen Material eine Auswahl von Vogelaufnahmen zusammen, die sie mit ihren eigenen Fotografien neu kombinieren. Die Ausstellung Fotografie neu ordnen: Vögel zeigt rund 100 Exponate. Vögel sind ein immer wiederkehrendes Motiv im Werk von Jochen Lempert: Seine Bewegungsstudien und Beobachtungen von Vögeln stellt er für die Ausstellung im MKG zu einer neuen Rauminstallation zusammen. Peter Piller hat in seinem Werk bisher vor allem mit gefundenen Bildern und den daraus entstehenden Bedeutungsverschiebungen gearbeitet. In seiner neuen, im MKG erstmals gezeigten Serie behind time (2017) greift er selbst zur Kamera und hält gerade jene Augenblicke fest, in denen ein Vogel nicht optimal zu sehen ist und die in der Tierfotografie als verfehlt gelten würden. Die Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten von Jochen Lempert und Peter Piller sowie historische Aufnahmen von Harold Egerton, Johann H. W. Hamann, Walter Hege, Karl Stülcken und Hedda Walther.

 

Johann H. W. Hamann ( 1859-1935)
Uhu um 1905
Museum für Kunst und Gewerbe

 

Neueröffnung der Sammlung

Die Neueröffnung der Sammlung Fotografie und neue Medien bildet einen ersten Abschluss der umfangreichen Umbaumaßnahmen, die die Hermann Reemtsma Stiftung mit 600.000 Euro im Rahmen der Initiative Kunst auf Lager ermöglicht hat. Das MKG beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen der Fotografie in Deutschland. Sie umfasst heute rund 75.000 Exponate von den Anfängen des Mediums bis in die Gegenwart. Mit dem neuen, rund 120 Quadratmeter großen Depot wird die bisherige Depotfläche wesentlich erweitert. So erhalten die kostbaren historischen Bestände endlich die notwendige Fläche und Ausstattung für eine angemessene Lagerung unter klimatisch optimalen Bedingungen. In einem dem Depot angegliederten Studienraum können Mitarbeiter und angemeldete Gäste zukünftig die Originale sichten und mit ihnen arbeiten. Auf einer neuen, zentral gelegenen Ausstellungsfläche von 140 Quadratmetern will das MKG die fotografische Sammlung in den Dialog mit zeitgenössischen Themen und Bildautoren bringen.  Inklusive der Förderung durch die Hermann Reemtsma Stiftung, konnte das MKG insgesamt über eine Million Euro für die Zukunftssicherung der Sammlung Fotografie und neue Medien einwerben. Die Mittel wurden von verschiedenen Förderern bereitgestellt für die Restaurierung und Rahmung der historischen Fotografien, die wissenschaftliche Erschließung der Sammlung, die Überblicksausstellung ReVision in 2016, für einen Sammlungskatalog sowie für die digitale Bereitstellung von bis jetzt 9.000 Werken auf http://sammlungonline.mkg-hamburg.de/de

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz, Hamburg

 

 

26.10.2017 - 04.03.2018
Fotoausstellung München . Dank der Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne konnte 2004 die Originalvorlage von Arakis Buch „Tokyo“ erworben werden. Diese 28 exquisiten Diptychen bilden jetzt die Grundlage der Ausstellung mit dem Werk des japanischen Fotokünstler Nobuyoshi Araki, der vor allem auch durch seine provokanten Aktbilder weltweit berühmt wurde. 26.10.2017 bis 4.3.2018
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Araki.Tokyo
Fotoausstellung München . Dank der Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne konnte 2004 die Originalvorlage von Arakis Buch „Tokyo“ erworben werden. Diese 28 exquisiten Diptychen bilden jetzt die Grundlage der Ausstellung mit dem Werk des japanischen Fotokünstler Nobuyoshi Araki, der vor allem auch durch seine provokanten Aktbilder weltweit berühmt wurde. 26.10.2017 bis 4.3.2018

Nobuyoshi Araki, Ohne Titel, 1971, aus: Tokyo, 1973
Silbergelatineabzug, je ca. 8,5 x 13 cm
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der
Pinakothek der Moderne, München

2004 erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne (GV 162)
© Nobuyoshi Araki

 

Nobuyoshi Arakis Werk „Tokyo“ gehört zu den frühesten eigenständigen Buchprojekten des Fotografen  und erschien 1973 in kleiner Auflage, eingeleitet durch einen Text von K?ji Taki, dem legendären Gründer der avantgardistischen Zeitschrift „Provoke“. „Tokyo“ steht am Beginn der intensiven, bis heute andauernden Auseinandersetzung Arakis mit dem Lebens- und Stadtraum seiner Heimatstadt.

 

 

 Nobuyoshi Araki, Ohne Titel, aus: The Days We Were Happy, 1972
Silbergelatineabzug, 12 x 16 cm
Courtesy Sammlung Eva Felten
© Nobuyoshi Araki

 

 

 

Nobuyoshi Araki, Ohne Titel, aus: Xeroxed Photo Album, Vol 1:
70 Faces, Tokyo 1970

Xerox-Kopien, versch. Maße
Courtesy Fotosammlung OstLicht, Wien
© Nobuyoshi Araki

 

Der Japaner Nobuyoshi Araki, 1940 in der Pärfektur Toky geboren zählt zu den wohl produktivsten, aber auch provokativsten Fotografen unserer Zeit. Seit den 1960er-Jahren eignet sich Araki die ihn umgebende Welt täglich und obsessiv mit Hilfe der Kamera an, eine Aneignung, die bis heute in mehr als 500 Büchern und Hundertausenden von Fotografien Niederschlag gefunden hat. Sein künstlerisches Werk umspannt ein vielfältiges Spektrum an Themen, von hocherotischen Frauendarstellungen, die international großes Aufsehen erregten, über artifizielle Stillleben, Pflanzenfotografien, reportagehaft anmutende Alltagsdarstellungen und Architekturaufnahmen bis hin zu sehr persönlichen, fast tagebuchartigen Fotografien von sich und seiner früh verstorbenen Frau Yoko.

 

Porträt Nobuyoshi Araki, 1985
Courtesy of Yoshiko Isshiki Office, Tokio

 

Oft kombiniert der Künstler Momentaufnahmen namenloser Passanten, die er an belebten Straßenkreuzungen beobachtete, mit den anspielungsreichen erotischen Selbstinszenierungen einer jungen Frau. Die Kombination aus schnappschussartigen Straßenfotografien und den Aufnahmen eines in zunehmend eindeutigen sexuellen Posen in Szene gesetzten Frauenkörpers bedeuten für Araki bis heute die adäquate Form, Tokio zu beschreiben, eine Verbindung, die sein gesamtes fotografisches Werk kennzeichnet. Die Gegensätze zwischen anonym und vertraut, bekleidet und nackt wie Innen- und Außenwelt fungieren als subtile Verweise auf die Trennung zwischen öffentlicher und privater Lebenswelt, zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Passanten erscheinen wie der Betrachter in der Rolle der anonymen Zuschauer und dringen zugleich in die verborgene Sphäre einer sich der Überwachung und Normierung entziehenden Stadt ein.

 

Nobuyoshi Araki, Ohne Titel, 1971, aus: Tokyo, 1973
Silbergelatineabzug, je ca. 8,5 x 13 cm
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der
Pinakothek der Moderne, München

2004 erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne (GV 162)
© Nobuyoshi Araki 

 

 

Die Ausstellung führt erstmals die nur als Unikat existierende „Tokyo“-Serie mit weiteren ikonischen Arbeiten aus dem Frühwerk zusammen. Neben umfänglichen Serien wie „The Past“ (1972) und „The Days We Were Happy“ (1972) sind die äußerst seltenen „Xerox Photo Alben“ sowie lange vergriffene Künstlerbücher Arakis aus den frühen 1970er-Jahren zu sehen, die verschiedene europäische Sammlungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt haben. Mehr als vierzig Jahre nach dem ersten Erscheinen wird „Tokyo“ in einer bibliophilen Monographie nochmals publiziert, ergänzt mit dem erstmals auf Deutsch und Englisch verfügbaren Essay von K?ji Taki sowie Beiträgen von Yasufumi Nakamori und Inka Graeve Ingelmann. Die nur in limitierter Auflage verfügbare Publikation ist im Museumsshop erhältlich („Araki.Tokyo“, ISBN: 978-3-9818339-3-5, Museumsausgabe € 28,90).

Parallel zur Ausstellung „Araki.Tokyo“ wird die Dia-Projektion „Walking Piece“ (1966) gezeigt, die eine der frühsten Performances der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (*1929) dokumentiert.  

 

Begleitend zur Ausstellung lädt die Pinakothek der Moderne zu einer Reihe von Veranstaltung ein, die sich mit der Ausrichtung der japanischen Fotografie befassen aber auch eine Reihe interessanter Filme zeigen.

 

Pinakothek der Moderne, Barer Straße 29, München

www.pinakothek.de

20.10.2017 - 21.01.2018
Fotoausstellung Berlin . Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung über die Neuzulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Europäischen Union zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Ausstellung „Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen“ mit Fotografien von Pablo E. Piovano. Der Fotograf Pablo E. Piovano dokumentiert die Folgen von 20 Jahren des wahllosen Einsatzes von Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens und dessen katastrophale Auswirkungen auf die Menschen und ihre Umwelt. 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018
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Pablo E. Piovano - Landwirtschaft der Gifte
Fotoausstellung Berlin . Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung über die Neuzulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Europäischen Union zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Ausstellung „Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen“ mit Fotografien von Pablo E. Piovano. Der Fotograf Pablo E. Piovano dokumentiert die Folgen von 20 Jahren des wahllosen Einsatzes von Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens und dessen katastrophale Auswirkungen auf die Menschen und ihre Umwelt. 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018

 


Die Menschheit nimmt unfreiwillig an einem der größten Experimente weltweit teil. Glyphosat ist das meistverkaufte Pflanzengift der Welt. Es ist allgegenwärtig in der Nahrungskette. Vor allem durch den Import von gentechnisch veränderten Glyphosat-resistenten Futtermitteln u.a. aus Argentinien gelangt es in den menschlichen Organismus. Über eine Million Menschen in der EU unterschrieben bereits die Petition gegen die EU-Neuzulassung einer Chemikalie, die mit Krebs, Geburtsdefekten und Fortpflanzungsschäden im Zusammenhang steht. Es geht um den Schutz der Gesundheit der Menschheit und um ihr Überleben.

 

 


1996 genehmigte die argentinische Regierung den Anbau transgener Sojabohnen und den Einsatz von Glyphosat-Herbiziden auf genetisch modifizierten Nutzpflanzen, wobei sie sich ausschließlich auf herstellerinternen Studien der Firma Monsanto verließ. Nach fast zwei Jahrzehnten, in denen ein Drittel der Landesbevölkerung direkt oder indirekt von Glyphosat-Spritzmitteln betroffen war, ist Argentinien zu einer Feldstudie für Giftkatastrophen geworden.
Hunderte wissenschaftlicher Studien und medizinischer Untersuchungen bestätigen die tödlichen Wirkungen des Unkrautvernichtungsmittels: Die Krebsrate bei Kindern hat sich verdreifacht, die Häufigkeit von Fehlgeburten und Geburtsschäden mit ungeklärter Ursache ist dramatisch angestiegen. Atemwegs- und Hautkrankheiten, geistige Behinderungen sind nur einige der nachgewiesenen gesundheitlichen Auswirkungen auf die Menschen, die im Bereich der Spritzmittel leben. Trotz dieser unbequemen Wahrheit hat es bisher keinerlei systematische Information von offizieller Seite gegeben.

 


Pablo Ernesto Piovano (*1981) lebt als Fotojournalist in Buenos Aires, Argentinien und arbeitet als Fotograf für die Zeitung Página/12. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, u.a. beim Festival Internacional de la Imagen in Mexiko, den International Photography Awards, den internationalen Fotojournalismus-Preises von Days Japan sowie den Nachhaltigkeitspreis beim LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover.
Im Kehrer Verlag erscheint der Katalog zur Ausstellung: Pablo E. Piovano, The Human Cost of Agrotoxins / El Costo Humano de los Agrotóxicos, 144 Seiten, ISBN 978-3-86828-767-7
 
Parallel wird die Ausstellung Der Skandal Minamata 1971-73. Fotografien von W. Eugene Smith. gezeigt.
 
Ausstellung vom 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V., Stresemannstraße 28, Berlin

11.10.2017 - 28.01.2018
Fotoausstellung München . Im Kunstfoyer präsentiert die Versicherungskammer Kulturstiftung einen Fotografen, der wie wohl kaum ein anderer gesellschaftliche Phänomene mit witzig-ironischem Blick in bunte Bilder umsetzt. „Souvenir“ ist die erste retrospektive und zugleich aktuelle Ausstellung über den Fotografen Martin Parr. Eine Ausstellung die ein reines Vergnügen ist und die man nicht versäumen sollte.
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Martin Parr. Souvenir – A Photographic Journey
Fotoausstellung München . Im Kunstfoyer präsentiert die Versicherungskammer Kulturstiftung einen Fotografen, der wie wohl kaum ein anderer gesellschaftliche Phänomene mit witzig-ironischem Blick in bunte Bilder umsetzt. „Souvenir“ ist die erste retrospektive und zugleich aktuelle Ausstellung über den Fotografen Martin Parr. Eine Ausstellung die ein reines Vergnügen ist und die man nicht versäumen sollte.

Knokke Le Zoute. Belgien, 2001 copyright Martin Parr / Magnum Photos und Kunstfoyer


Britischer Humor ist etwas Besonderes! Wenn man ihn in der Fotografie sucht, dann landet man unwilkürlich bei Martin Parr, einem der der bedeutendsten Dokumentarfotografen unserer Zeit. An rund 200 Bildern kann man sich in der Ausstellung erfreuen, die Werke aus den Zyklen "Last Resort / Bored Couples / Mexico / Scotland / Luxury / Knokke le Zoute / Small world / Think of England / Dance / Autoportraits / Common Sense" zeigen und von Martin Parr persönlich zusammengestellt wurden. Ergänzt werden die Farbbilder von der frühen SW-Serie "Non Conformists".

 

Aus der Serie "Common Sense" Munich. Germany, 1997
copyright Martin Parr / Magnum Photos und Kunstfoyer

 

Aus der Serie "Bores Couples", Paris. France, 1992.
Ausnahmsweise ein gestelltes Motiv, denn das ist das Ehepaar Paar.
copyright Martin Parr / Magnum Photos und Kunstfoyer

 

Martin Parr in seiner Münchner Ausstellung
vor einem Bild aus der Serie "Think of England".

 


Ins Auge fällt bei den Aufnahmen vor allem auch ihre leuchtende Farbigkeit und da stellt sich die Frage, ob der Fotograf seine Digitalbilder mit Photoshop nachbearbeitet. „Ich benutzte Amateurfilme, in letzter Zeit Fuji 400 Superior für die 6 x 7- Kamera und Agfa Ultra oder Fuji 100 Asa-Filme für Ringblitz und Makroobjektiv. Mit Blitzlicht kombiniert ergibt das eine sehr hohe Farbsättigung, dazu braucht man kein Photoshop“, erklärt Parr.
Sicher erstaunt es immer wieder wie nahe Martin Parr fremden Menschen bei seiner Fotografie kommt. „Wenn man lange fotografiert, dann entwickelt man ein gewisses Verständnis für solche Sachen wie Körpersprache. Oft sehe ich die Menschen, die ich fotografiere, gar nicht an, vor allem nicht hinterher. Und wenn ich ein Foto haben will, dann werde ich auch furchtlos, und das hilft schon sehr. Es wird immer jemanden geben, der sich dagegen wehrt, fotografiert zu werden, und in dem Fall geht man eben weiter.“
Bei der Eröffnung seiner Ausstellung wurde Martin Parr gefragt, ob er denn die Menschen, die er fotografiert vorher um Erlaubnis fragen würde oder zumindest im nach hinein  sich die Genehmigung zur Veröffentlichung geben ließe – nein das tut er nicht und meint, dass man in England das auch nicht ganz so eng sieht wie in Deutschland.
Die fotografische Karriere des 1952 in Epsom, Surrey, GB, geborenen Martin Parr nahm schon früh ihren Anfang. „Für Fotografie interessierte ich mich zum ersten Mal, als ich Teenager war und meinen Großvater in der Nähe von Bradford besuchte, der ein begeistertet Amateurfotograf war. Er lieh mir eine Kamera und wir gingen zusammen auf Knipstour. Bei der Heimkehr entwickelten wir die Filme und machten Abzüge, und seit der Zeit wollte ich immer Fotograf werden“, berichtet Martin Parr von der Initialzündung seiner Fotografie.

Von 1970 bis 1973 studierte Martin Parr Fotografie am Manchester Polytechnic und hat seitdem an zahlreichen Fotoprojekten gearbeitet. Seine innovative Bildsprache, sein ironischer Umgang mit sozialdokumentarischer Fotografie und sein Beitrag zur Fotokultur sowohl in Großbritannien als auch im Ausland verschafften ihm ein internationales Renommee.

 

Martin Parr mit Andréa Holzherr, Mitarbeiterin Fotoagentur Magnum und Isabel Siben, Leitung Kunstfoyer


1994 wurde er Vollmitglied der Fotoagentur Magnum. Parr entwickelte auch ein Interesse fürs Filmemachen und begann seine Fotografie in unterschiedlichen Genres wie Mode und Werbung zu verwenden.
Karrierestationen des Fotografen waren unter anderem die Professur für Fotografie an der University of Wales in Newport, die mehrjährige Präsidentschaft von Magnum Photos und die künstlerische Leitung des Fotofestivals Rencontres d’Arles. Martin Parr  erhielt 2006 den Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, seine Ausstellung Assorted Cocktail wurde anschließend auf der photokina in Köln eröffnet. Im April 2017 wurde Parr der Sony World Photography Award für seinen herausragenden Beitrag zur Fotografie verliehen.
Martin Parr hat über 100 Bücher mit eigenen Werken veröffentlicht und weitere 30 herausgegeben.

Brigitte Henninges



+ Experten-Führungen

Andréa Holzherr, Mitarbeiterin der legendären Fotoagentur Magnum, führt
durch die Ausstellung im Kunstfoyer.

11. Oktober / 12. Oktober / 13. Oktober / 14. Oktober jeweils um 18 Uhr
sowie am 14. Oktober um 12 Uhr

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei. Die Termine sind öffentlich
(ohne Anmeldung).
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung, Maximilianstraße 53, München

https://www.versicherungskammer-kulturstiftung.de/


28.09.2017 - 11.02.2018
Fotoausstellung Berlin . Rund 70 spektakuläre Fotografien, Grafiken, Zeitschriften und Dokumente europäischer Fotografinnen zum Kriegsgeschehen 1914 – 1945 an Front und Heimatfront zeigt das Verborgene Museum unter dem Titel Kriegsalltag und Abenteuerlust.
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Kriegsalltag und Abenteuerlust
Fotoausstellung Berlin . Rund 70 spektakuläre Fotografien, Grafiken, Zeitschriften und Dokumente europäischer Fotografinnen zum Kriegsgeschehen 1914 – 1945 an Front und Heimatfront zeigt das Verborgene Museum unter dem Titel Kriegsalltag und Abenteuerlust.

 

Mrs Albert (Christina) Broom: Offiziere der Frauenpolizei, die von Inspektor Mary Allen, einer ehemaligen Frauenrechtlerin, geleitet wird, erhalten Anweisungen für die Womens War Work Exhibition, Knightsbridge, London, Mai 1916
[©Imperial War Museum, Ref: Q 66159]

 

Fotografinnen, Journalistinnen, Amateurfotografinnen und fotografierende Krankenschwestern waren zwischen 1914 und 1945 an den beiden Angriffskriegen in Europa sowie am Spanischen Bürgerkrieg mit und ohne Akkreditierung als Kriegskorrespondentinnen beteiligt. Sie haben die Versorgung der Verwundeten im Lazarett, die Betreuung der Soldaten in der Etappe und den Krieg aus nächster Nähe an der Front ebenso wie das Leben zu Hause an der Heimatfront dokumentiert.

Sie waren überwiegend gegen Wilhelminismus, Faschismus und Nationalsozialismus eingestellt, aber weiblichen Geschlechts zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig Pazifistin zu sein. Die Österreicherin Alice Schalek beispielsweise war vom Krieg fasziniert. In England waren es die Suffragetten, die für das Wahlrecht der Frauen und mit Beginn des Krieges auch für ihren Einsatz im Krieg gekämpft haben.

 

 Florence Farmborough: Erschöpfte russische Soldaten, die sich der fahrenden Rote-Kreuz-Station
angeschlossen haben, machen Pause in der Nähe von Grodzisko, Polen, August 1915
[©Imperial War Museum, Ref: Q 98415]

 

Die Rolle der Fotografinnen als Dokumentaristinnen des Spanischen Bürgerkriegs fand bisher mit einer Ausnahme kaum Beachtung: Gerda Taro ist heute die bekannteste Kriegsfotografin in Europa. Die internationale Teilnahme fotografierender Frauen steigt im Zweiten Weltkrieg weiter an. Im Winter 1944 hat Germaine Krull für den militärischen Pressedienst der Freien Französischen Streitkräfte über die Befreiung des Elsass durch die Alliierten eine ausführliche Reportage gemacht; Eva Besnyö hat als verfolgte Jüdin in den Niederlanden lebend, 1940 Rotterdam nach der Zerstörung durch die deutsche Luftwaffe fotografiert.

 

Sensationell sind die Beispiele zweier sowjetischer Kriegskorrespondentinnen, Natalja Bode und Olga Lander, die im Dienst der Roten Armee für die zentralen Presseagenturen fotografiert haben. Ihr Leben und ihre Arbeit sind nur in groben Zügen rekonstruiert, ihre Bilder u.a. vom Krieg um Stalingrad sind einmalige Dokumente und werden außerhalb der Sowjetunion hier zum ersten Mal gezeigt.

 

Die Ausstellung schließt mit wenigen Beispielen des unbearbeiteten Kapitels deutscher Fotografinnen im Zweiten Weltkrieg. Ilse Steinhoff z.B. fotografierte in den besetzten Gebieten auf dem Balkan 1941-43 für die gleichgeschaltete nationalsozialistische Presse, u.a. die »BIZ«, »Signal« und »Die Wehrmacht« sowie 1942 in Libyen.

 

Das Verborgene Museum - Dokumentation der Kunst von Frauen e.V., Schlüterstraße 70, Berlin

 

 

28.09.2017 - 10.06.2018
Fotoausstellung München . Die Pinakothek der Moderne zeigt 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Bis 10. Juni 2018
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Germaine Krull. Métal
Fotoausstellung München . Die Pinakothek der Moderne zeigt 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Bis 10. Juni 2018

 
 Germaine Krull,
Tour Eiffel, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen



Ihre Bedeutung als Künstlerin der Avantgarde verdankt die Fotografin Germaine Krull (Wilda 1897 – 1985 Wetzlar) ihrem wegweisenden Mappenwerk „Métal“, das 1928 in Paris bei A. Calavas, Librairie des Arts Décoratifs in kleiner Auflage erschien. In 64 Lichtdrucktafeln setzt sie darin eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten „Tanz der nackten Metalle“ werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Es war wohl gerade diese Veröffentlichung, die Walter Benjamin veranlasste, Germaine Krull in seiner „Kleinen Geschichte der Fotografie“ (1931)  in einem Atemzug mit den bedeutenden Fotografen August Sander und Karl Blossfeldt zu nennen.

 

Germaine Krull,
Brückenkran Rotterdam, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen 

 

 

Germaine Krull,
Tour Eiffel, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen


 
Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Zusätzlich ist der Kurzfilm „De Brug“ (1928) des niederländischen Filmemachers und Dokumentaristen Joris Ivens zu sehen. Hier zeigt sich nicht nur die persönlich künstlerische Verbindung der beiden, sondern auch die wechselseitige Inspiration der technischen Bildmedien Film und Fotografie in der Moderne.

 

Germaine Krull,
Selbstporträt mit Icarette 1925
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen


 
Germaine Krull, die ihre Ausbildung an der Münchner Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie absolviert hatte und 1920 aufgrund ihrer politischen Gesinnung aus Bayern ausgewiesen wurde, lebte nach Stationen in Moskau, Berlin und Amsterdam ab 1926 in Paris. Dort avancierte sie zu einer gefragten Werbe- und Porträtfotografin und arbeitete als Fotojournalistin. Trotz reger Ausstellungs- und Publikationstätigkeit in den 1920er- und 1930er-Jahren geriet sie nach 1945 in Vergessenheit.
 
Ann und Jürgen Wilde konnten Germaine Krull 1974 in Nordindien ausfindig machen und richteten ihr 1977 eine erste Retrospektive in Deutschland aus. Diese leitete die Wiederentdeckung der Fotografin und ihres bedeutenden Werkes ein.
 
 
Führungen:
 
18.10.2017 und 14. März 2018 | 15.00
Aus erster Hand | Kuratorenführung mit Simone Förster
 
26.11. 2017 und 28.1. 2018 | 15.00
Führung mit Constanze Lindner Haigis

Pinakothek der Moderne und Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Barer Str. 29, München



09.09.2017 - 28.01.2018
Fotoausstellung Winterthur . Was passiert, wenn Fotografen und Künstler Hobbys zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, um etablierte künstlerische Praktiken und Hierarchien herauszufordern? Zu diesem Thema stellt das Fotomuseum Winterthur amüsante und spannende Bilder in der Ausstellung „The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobbyfotografie“ vor.
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The Hobbyist
Fotoausstellung Winterthur . Was passiert, wenn Fotografen und Künstler Hobbys zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, um etablierte künstlerische Praktiken und Hierarchien herauszufordern? Zu diesem Thema stellt das Fotomuseum Winterthur amüsante und spannende Bilder in der Ausstellung „The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobbyfotografie“ vor.


Eckhard Schaar, Bodybuilder, 1993
copyright Eckhard Schaar



Wie stellen Hobbyisten ihre Leidenschaft über die Fotografie dar, nicht zuletzt in Zeiten digitaler Kommunikation? Das Schweizer Museum Winterthur präsentiert die erste grosse Ausstellung, die das Verhältnis von Fotografie und Hobbykultur zum Thema hat, und sich dabei sowohl dem Fotografieren von Hobbys wie auch der Fotografie als Hobby widmet
Mit viel Feingefühl, Leidenschaft, Tiefsinn aber auch Witz wurden für die Ausstellung Werke in groben Überkategorien wie Hobby & Konsum, Ideologien, Spuren und Amateurkultur recherchiert, zusammengetragen und entsprechend im Raum inszeniert. Nebst geplantem künstlichem Rasen im Museum bauen wir unter anderem eine Impro-Bühne in den Ausstellungsraum sowie eine heimelige Sofalounge, welche an das Wohnzimmer Zuhause erinnern soll.

 

Ricardo Cases, aus Paloma al aire, 2011
copyright Ricardo Cases

 

Stephanie Kiwitt, aus GYM, 2013
© Stephanie Kiwitt / 2017, Pro Litteris, Zürich



In fünf Kapiteln geht die Ausstellung The Hobbyist der Frage nach, was ein Hobby in einer Zeit sein könnte, in der sich mit dem Wirkungsgrad des Internets das Verständnis von privaten und sozialen Räumen verschoben hat. Wurde durch die Digitalisierung möglicherweise das Ende der Hobbykultur heraufbeschworen? Oder haben Phänomene wie YouTube und die medialen Entwicklungen der Fotografie nicht erst das Hobbytum und die Freizeitbeschäftigung mit neuem Leben erfüllt?
Vor diesem Hintergrund untersucht die Ausstellung das Phänomen des Hobbys und reflektiert dessen Bedeutungsvielfalt innerhalb der Spannungsfelder von Freizeit undArbeit, Ideologie und Konsum, Amateurkultur und Professionalisierung.

 

 Simone Nieweg, Hütte unter Pflaumenbäumen, Ay-sur Moselle, 2009
© Simone Nieweg/Courtesy Galerie m Bochum

 

 Xiaoxiao Xu, aus Aeronautics, 2000
© Xiaoxiao Xu


Von den Hippie-Kulturen und Avantgarde-Strömungen der 1960er über die Do-it-yourself-Bewegung der 1980er Jahre bis hin zur heutigen „Maker“-Bewegung erkundet The Hobbyist konkrete Orte, an denen Hobbys stattfinden, sowie deren kommerzialisierte Ausformungen durch Konsum und Lifestyle. Anhand von Dokumenten der frühen 1970er Jahre, wie beispielsweise dem Whole Earth Catalog, ermöglicht die Ausstellung einen Rückblick auf die damaligen Gegenkulturen der Hippie- und frühen Computer-Community, aus denen heraus sich prototypische Werkzeuge für die Zukunft entwickelten, die rund zwei Generationen später selbstverständllicher Teil unserer Lebenswelt geworden sind. Dass Hobbys in Form ritualisierter Leidenschaften praktiziert werden, zeigen Inhalt und Umfang der fotografischen Werke, deren Urheber_innen sich oftmals an der Schnittstelle von Dokumentarist_innen und Hobbyist_innen, Experten und Amateur_innen bewegen und dabei das Verhältnis der Fotografie zu ziemlich skurrilen und enthusiastisch betriebenen Hobbys erkunden.

Die Ausstellung zeigt Werke von:
Kenneth Anger, Diane Arbus, Benedikt Bock, Mohamed Bourouissa, Chris Burden, Ricardo Cases, Bruce Davidson, David De Beyter, Jeremy Deller/Alan Kane, Glen Denny, Jeff Divine, Craig
Fineman, Robert Frank, Fuzi, Alberto García-Alix, William Gedney, Kirill Golovchenko, Carol Goodden/Gordon Matta-Clark/Tina Girouard/Suzanne Harris/Rachel Lew, Volker Heinze, Stephanie Kiwitt, Les Krims, Mike Mandel, Ari Marcopoulos, Eva & Franco Mattes, Hana Mileti?, Neozoon,
Simone Nieweg, Jenny Odell, Bill Owens, Lotte Reimann, Alexander Remnev, Cosmos Andrew Sarchiapone, Eckhard Schaar, Joachim Schmid,Oliver Sieber, Alec Soth und Xiaoxiao Xu.

Die Ausstellung wurde von Pierre Hourquet, Anna Planas und Thomas Seelig kuratiert. Begleitend erscheint ein Magazin (in den Sprachen Deutsch und Englisch) im Spector Verlag, mit Künstlerinterviews, anekdotischen Kurztexten und vertiefenden Essays, von u.a. Theodor W. Adorno, Olivia Baeriswyl, Jeremy Deller/Alan Kane, Thilo Koenig, Neozoon, Evgeny Morozov und Therese Steffen.


Imumfangreichen Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung können in Form von Do-it-yourself-Workshops, vertiefenden Gesprächen und performativen Lesungen weitere Aspekte der Freizeitkultur entdeckt werden.


Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44+45, Winterthur


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