Fotoausstellungen

25.11.2017 - 27.01.2018
Fotoausstellung Greifswald . Die Galerie STP stellt in der Ausstellung „Aus den Bergen“ Fotografien des österreichischen Fotografen Peter Mathis vor dessen Liebe der Landschaftsfotografie bevorzugt bei Regen, Schnee oder Nebel gilt. 25. November2017 bis 27. Januar 2017
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Peter Mathis – Aus den Bergen
Fotoausstellung Greifswald . Die Galerie STP stellt in der Ausstellung „Aus den Bergen“ Fotografien des österreichischen Fotografen Peter Mathis vor dessen Liebe der Landschaftsfotografie bevorzugt bei Regen, Schnee oder Nebel gilt. 25. November2017 bis 27. Januar 2017





Bergspitzen erheben sich aus mystischem Nebel, schroffe Klippen verweilen in bedrohlicher Schönheit.
Peter Mathis (1961) in Hohenems (Österreich) geboren, ist seit den 80er-Jahren als Berufsfotograf in der Motorrad- und Outdoorbranche tätig. Seine große Leidenschaft als erfahrener Alpinist brachte ihn schlussendlich zurück zur Landschaftsfotografie. Inzwischen ist er, durch zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, seiner großformatigen SW-Fotografien bekannt. Die Berg- und Seenwelten bilden dabei seine bevorzugten Motive. Am liebsten fotografiert er in einzigartigen Lichtstimmungen, bei Regen, Schnee oder Nebel. Oft wandert er tagelang durch tiefsten Schnee, auf die höchsten Gipfel, um das eine Bild zu machen. Er bezeichnet sich selbst als „Sammler“ von Bildern. Auf „Schatzsuche“ ist er unterwegs, um den richtigen Moment zu finden und festzuhalten.
Peter Mathis, der mit dem Hasselblad Master und  dem Master of European Professional Photography ausgezeichnet wurde, war mit seiner Arbeit schon in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen wie unter anderem  im Museum für Angewandte Kunst in Gera, im Schloss Detmold und in der Galerie Jungwirt in Graz.


Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald



24.11.2017 - 27.01.2018
Fotoausstellung München . Innerhalb weniger Jahre hat sich die Schwabinger Galerie Immagis mit interessanten und abwechslungsreichen Ausstellungen einen Namen in der Fotoszene gemacht. Elephants in Heaven mit den berührenden Bildern des Fotografen Joachim Schmeisser ist sicher ein weiterer Erfolgsmeilenstein und ein Magnet für Fotografieliebhaber. 24. November 2017 bis 27. Januar 2018.
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Joachim Schmeisser: Elephants in Heaven
Fotoausstellung München . Innerhalb weniger Jahre hat sich die Schwabinger Galerie Immagis mit interessanten und abwechslungsreichen Ausstellungen einen Namen in der Fotoszene gemacht. Elephants in Heaven mit den berührenden Bildern des Fotografen Joachim Schmeisser ist sicher ein weiterer Erfolgsmeilenstein und ein Magnet für Fotografieliebhaber. 24. November 2017 bis 27. Januar 2018.



Joachim Schmeisser
Dust III, Kenya 2010
© + courtesy Joachim Schmeisser


In Elephants in Heaven nimmt uns der Fotograf Joachim Schmeisser mit auf seine ganz persönliche Reise in das Gebiet des David Sheldrick Wildlife Trust, wo er die verwaisten Elefantenkinder, ihre Hüter und den tagtäglichen Kampf gegen die Wilderer fotodokumentierte. Ca. 25 Werke, die z.T. großformatig und teilweise als edler Platin Palladium Print präsentiert werden, bilden die Highlights aus dem gleichnamigen Buch.

 

Joachim Schmeisser
Orphaned elephant with his
keeper
Kenya, 2013
© + courtesy Joachim Schmeisser

 


Elefanten werden gerne als Dickhäuter bezeichnet und dadurch ergibt sich der Trugschluss, ihnen könnte nichts und niemand etwas antun. Doch damit liegen wir falsch. Elefanten werden seit jeher gejagt und aufgrund ihres Elfenbeins getötet. Was jedoch oft ignoriert wird: die getöteten Elefanten hinterlassen Jungtiere, die traumatisiert und verängstigt als Waisen weiterleben müssen. Der Fotograf Joachim Schmeisser erzählt ihre Geschichte. Durch eine eigene Elefantenpatenschaft kam er in Kontakt mit dem David Sheldrick Wildlife Trust, der weltweit größten und erfolgreichsten Rettungs- und Auswilderungsstation für Elefantenwaisen, die in Nairobi beheimatet ist. Dort kümmern sich professionalle Tierpfleger um die Aufzucht der Elefantenbabies, bis sie alt genug sind, sich selbst zu ernähren. Nach einiger Zeit werden die Jungen in die Auswilderungsstation des Trusts gebracht, bevor man sie in die Freiheit entlässt. Ziel ist es, die Elefanten in ihren natürlichen Kreislauf zu integrieren und mit anderen ausgewilderten Tieren leben zu lassen, so dass sie Nachwuchs zeugen und alt werden können. Ohne den Trust hätten die Elefantenwaisen keinerlei Überlebenschance. All diese Schritte hat Schmeisser vielfach begleitet und die Aufzucht der Elefanten bis hin zur Auswilderung in faszinierenden, kraftvollen wie einfühlsamen Bildern festgehalten. Das Buch „Elephants in Heaven“ bebildert die Aufzucht der traumatisierten Elefantenkinder an einem für sie wahrlich himmlischen Ort und gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen einer Aufzuchtstation.

 

Joachim Schmeisser
Elephant bull looking at Bird
Kenya, 2017
© + courtesy Joachim Schmeisser

 


Über das Buch: Elephants in Heaven. Joachim Schmeisser, erscheint bei teNeues, mit einem Vorwort von Dr. Matthias Harder (Kurator der Helmut Newton Stiftung) und Dame Daphne Sheldrick (Gründerin des David Sheldrick Wildlife Trust), 27,5 x 34 cm, 176 Seiten, Hardcover, ca. 15 Farb- und 93 Schwarz-Weiss-Fotografien, Texte in Deutsch, Englisch und Französisch, Preis: € 59,90



IMMAGIS Fine Art Photography, Blütenstraße 1, München


18.11.2017 - 25.02.2018
Fotoausstellung Wien . Das Phänomen Polaroid stellt WestLicht Schauplatz für Fotografie in einer großen Ausstellung zum ersten Mal in seiner gesamten Breite vor. Gezeigt werden rund 200 Polaroids von knapp 100 Fotografinnen und Fotografen ebenso wie Kameramodelle, Konzepte und Prototypen, die verdeutlichen welche innovative Technik diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte.
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The Polaroid Project
Fotoausstellung Wien . Das Phänomen Polaroid stellt WestLicht Schauplatz für Fotografie in einer großen Ausstellung zum ersten Mal in seiner gesamten Breite vor. Gezeigt werden rund 200 Polaroids von knapp 100 Fotografinnen und Fotografen ebenso wie Kameramodelle, Konzepte und Prototypen, die verdeutlichen welche innovative Technik diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte.



Luigi Ghirri
World no.1
1980
Polaroid 20x24 Polacolor
© Eredi di Luigi Ghirri, Courtesy Fotosammlung OstLicht



Polaroid! Die Marke ist längst zum universellen Mythos geworden. Sie hat Gebrauchsweisen initiiert, die – ein Blick auf Instagram genügt – die Alltagsfotografie noch heute beeinflussen. An der Schnittstelle von Kunst und Technologie zeigt die Ausstellung das Phänomen Polaroid zum ersten Mal in seiner gesamten Breite. Herausragende Künstler – von Ansel Adams bis Andy Warhol – haben im Medium der Sofortbildfotografie neue Wege beschritten und die Ästhetik einer Ära geprägt. Ihren einzigartigen Werken stellt The Polaroid Project mit Kameramodellen, Konzepten und Prototypen jene innovative Technik an die Seite, die diese visuelle Revolution überhaupt erst ermöglichte. Wien – dank der Initiative von Peter Coeln seit 2010 die neue Heimat der International Polaroid Collection – ist die erste Station der Ausstellung in Europa.

 

Nobuyoshi Araki
Lady Gaga
2009
Polaroid SX-70
© Nobuyoshi Araki, Courtesy Fotosammlung OstLicht



Präsentiert werden rund 200 Polaroids von knapp 100 Fotografinnen und Fotografen, von den Anfangstagen der Corporation bis heute, mit einem Schwerpunkt auf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben diesen Unikaten in den charakteristischen Formaten – vom bekannten SX-70 Schnappschuss mit seinem weißen Rahmen (8,8x10,7 cm) bis zum faszinierend detailreichen 20x24 Inch Großformat (50x60 cm) – demonstriert der Fokus auf die Technik der Sofortbildfotografie, dass die Kreativität von Unternehmensgründer Edwin Land und seinem Team derjenigen der Kunstschaffenden in nichts nachstand. Bevor die Firma in den 1990er-Jahren den Anschluss an die digitale Entwicklung verpasste, war Polaroid ein Synonym für visionäre Technologie, vergleichbar nur mit dem Status von Apple zum Beginn des neuen Jahrtausends. Nicht von ungefähr zählte Steve Jobs zu den größten Bewunderern von Land und seinen Erfindungen.

 

 

Dennis Hopper
Los Angeles, Back Alley
1987
Polaroid SX-70
© Dennis Hopper, Courtesy The Hopper Art Trust

 

Robert Mapplethorpe
Untitled (Diane)
c. 1974
Polaroid 4x5 Positiv/Negativ Type 55
© Robert Mapplethorpe Foundation, Courtesy Fotosammlung OstLicht

 



Das Phänomen Polaroid ist, auch als analoger und einzigartiger Gegenentwurf zur Masse digitaler Bilder, gerade in der jüngeren Generation populärer denn je. Eine Traditionsmarke wie Leica hat erst kürzlich ihre erste Sofortbildkamera auf den Markt gebracht. Und The Impossible Project, das nach der Pleite von Polaroid das Sofortbildverfahren wiederbelebte, firmiert – mit neuen Filmen und einer neuen Kamera im Gepäck – inzwischen unter dem legendären Namen in frischem Gewand: Polaroid Originals.


 

Konzeptstudie aus Balsaholz für eine neue Faltkamera
ca. 1970
© MIT Museum, Cambridge, MA



Polaroid selbst arbeitete von seiner Gründung an eng mit Fotografinnen und Fotografen zusammen. Zu den frühesten Beratern von Edwin Land gehörte kein Geringerer als Ansel Adams, Übervater der amerikanischen Landschaftsfotografie. Im sogenannten Artist Support Program stellte die Corporation sowohl arrivierten Größen als auch unbekannten Talenten der Kunst- und Fotoszene Filmmaterial und Kameras zur Verfügung und erhielt im Gegenzug nicht nur Feedback zu ihren Produkten, sondern auch ausgewählte Werke für die Sammlung. Für Künstlerinnen und Künstler boten die Erfindungen aus dem Hause Land eine Spielwiese, die sie auf ihre je eigene Art und Weise nutzten und damit der Fotografie neue Impulse verliehen. In den Arbeiten spiegeln sich die unterschiedlichen künstlerischen
Temperamente, aber auch die Charakteristika von Material und Technik: Das Studiosetting
der massiven 20x24 Kamera lud zur Inszenierung aufwendiger Stillleben und zu akribischen Porträtsitzungen ein, der Objektcharakter der SX-70 Polaroids stiftete zu Collagen und Übermalungen an, und das handliche 4x5 Format und der Polacolor Film eigneten sich hervorragend für Ausschnitte aus dem Alltag. Die sofortige Verfügbarkeit der Aufnahme – obwohl nach heutigen, digitalen Maßstäben „sofort“ in Zeiten von Polaroid ein durchaus dehnbarer Begriff war – übte eine gewaltige Faszination auf Kunstschaffende aus. Sie erlaubte etwa den spontanen Austausch mit den Modellen und ein Höchstmaß an Kontrolle über den Arbeitsprozess, der buchstäblich und direkt in den eigenen Händen lag.


Dieser Austausch zwischen der Kunst und dem Unternehmen bildete die Grundlage der spektakulären Polaroid Collection, mit Standorten in Cambridge, USA, und Amsterdam. The Polaroid Project vereint erstmals in einer Ausstellung den amerikanischen mit dem europäischen Teil der Sammlung, der sogenannten International Polaroid Collection, die
2010, nach dem Bankrott der Corporation durch den Einsatz von Peter Coeln und WestLicht
vor dem Ausverkauf gerettet werden konnte und seitdem in Wien beheimatet ist. Mit zusätzlichen Leihgaben von den Künstlern und Künstlerinnen selbst und deren Nachlässen zeigt die Ausstellung auf den internationalen Stationen ihrer Tournee das Phänomen Polaroid an der Schnittstelle von Kunst und Technologie erstmals in seiner gesamten Breite.


Mit Polaroids von Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, Anna & Bernhard Blume, Guy Bourdin, Ellen Carey, Helen Chadwick, Chuck Close, Marie Cosindas, Barbara Crane, Philip- Lorca diCorcia, Joan Fontcuberta, Toto Frima, Luigi Ghirri, Richard Hamilton, Robert Heinecken, Gottfried Helnwein, Jan Hnizdo, David Hockney, Barbara Kasten, David Levinthal, Ulrich Mack, Robert Mapplethorpe, James Nitsch, Robert Rauschenberg, Lucas Samaras, Fazal Sheikh, William Wegman, Erwin Wurm u. v. a.


The Polaroid Project ist eine Koproduktion von WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Wien, dem MIT Museum, Cambridge, Massachusetts und der Foundation for the Exhibition of
 
Photography, Minneapolis / New York / Paris / Lausanne; kuratiert von Deborah G. Douglas, William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Rebekka Reuter und Gary Van Zante.



Das Buch zur Ausstellung


Anhand von über 300 Werken international renommierter Künstlerinnen und Künstler beleuchtet das Buch erstmals umfassend das Phänomen Polaroid an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Mit Texten von Christopher Bonanos, Todd Brandow, Peter Buse, Deborah G. Douglas, William A. Ewing, Barbara P. Hitchcock, Dennis Jelonnek, Rebekka Reuter, John Rohrbach und Gary Van Zante.
Das Polaroid Projekt – Die Eroberung durch die Kunst, Hirmer Verlag 2017, 288 Seiten, Hardcover, 49 Euro




WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien


17.11.2017 - 31.01.2018
Fotoausstellung Wien . Bilder, die an abstrakte Malerei erinnern, Spuren von Tieren oder Traktoren, die wie schwarze Pinselstriche aussehen: Kacper Kowalski hat gefrorene Landschaften in wunderschöne Kunstwerke verwandelt. Zu sehen bei AnzenbergerGallery vom 17. November 2017 bis 31. Januar 2018.
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Kacper Kowalski: Over
Fotoausstellung Wien . Bilder, die an abstrakte Malerei erinnern, Spuren von Tieren oder Traktoren, die wie schwarze Pinselstriche aussehen: Kacper Kowalski hat gefrorene Landschaften in wunderschöne Kunstwerke verwandelt. Zu sehen bei AnzenbergerGallery vom 17. November 2017 bis 31. Januar 2018.

 Foto Kacper Kowalski

 

Vor 20 Jahren entdeckte Kacper Kowalski für sich das Fliegen. Für ihn war es wie ein verwunschener Garten. Er fand sich selbst in einem motorisierten Paraglider und betrat damit einen Raum, den er mit niemanden teilen musste. Er konnte den Wind schmecken und riechen. Fliegen wurde zu einer Droge und die Fotografie wurde zur Rechtfertigung, allein mitten in der Unendlichkeit zu sein. Zu dieser Zeit gab es keine Digitalkameras oder Dronen. Die Bilder wurden zu Trophäen, die er zurück brachte, um sie denen zu zeigen, die die Welt noch nie aus seinem Blickwinkel gesehen hatten.

Nach zwei Jahrzehnten des Fliegens und all die Risiken in Kauf nehmend, verlor Kowalski den Glauben an das, was er tat. Wie konnte er solche Risiken rechtfertigen? Machte das alles noch Sinn? Dronen überströmten den Himmel und sein verwunschener Garten war voller Eindringlinge.

Dann fiel der erste Schnee und bedeckte die Landschaft, verwandelte sie in eine weiße Leinwand. Kowalski blickte tief in seine Seele und fühlte ungeahnte Möglichkeiten. In seiner neuen Serie OVER fotografierte er die Erde mit großem Augenmerk auf Form, Gestaltung und Muster, er verwandelte die gefrorene Landschaft in atemberaubende Kunstwerke.

 

Foto Kacper Kowalski

 

Einige der Bilder erinnern uns an abstrakte Malerei, wo Spuren von Tieren oder Traktoren wie schwarze Pinselstriche aussehen. In anderen fühlt es sich an, als ob wir in ein Mikroskop oder Teleskop schauen. Der wichtigste Aspekt ist, dass wir heute weder einen Nachweis erbringen müssen, wie die Welt von oben aussieht, noch ist es wichtig, welches Bild das Auge mechanisch registriert. Für Kowalski ist wesentlich, was unser Bewusstsein erkennt.

Kacper Kowalski wurde 1977 geboren und studierte Architektur an der Technischen Universität in Danzig. Nachdem er vier Jahre als Architekt arbeitete, widmete er sich dem Fliegen und der Fotografie. Er machte viele Luftaufnahmen von ländlichen und urbanen Umgebungen in seiner Heimat Polen. Er erhielt viele Auszeichnungen für seine Bilder wie etwa den World Press Photo Preis (2009, 2014, 2015) und wird seit 2013 von der AnzenbergerGallery vertreten. Sein erstes Buch Side Effects wurde 2014 publiziert. Soeben ist sein zweites Buch Over erschienen. Kowalski lebt und arbeitet in Gdingen, Polen.

 

AnzenbergerGallery , Absberggasse 27, Wien

17.11.2017 - 02.04.2018
Ausstellung Berlin . Mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentieren die National Gallery of Australia (NGA) und der me Collectors Room Berlin einen umfangreichen Einblick in die Welten der traditionellen und modernen Kunst der indigenen Australier zwischen dem frühen 19. Jahrhundert und der Gegenwart. 17.11.2017 bis 2.4.2018
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Indigenous Australia
Ausstellung Berlin . Mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentieren die National Gallery of Australia (NGA) und der me Collectors Room Berlin einen umfangreichen Einblick in die Welten der traditionellen und modernen Kunst der indigenen Australier zwischen dem frühen 19. Jahrhundert und der Gegenwart. 17.11.2017 bis 2.4.2018

 Brenda L. Croft, Oh look the Antichrist, from the series Alt(a)red Angels in the series
In my faher's House, 1998 direct positive colour photograph 126 x 99cm,
National Gallery of Australia, Canberra copyright VGBild-Kunst, Bonn 2017



Rund 100 der bedeutendsten Werke der indigenen Australier aus der weltweit größten Sammlung von Kunstwerken der Völker der Aborigines und der Torres-Strait-Insulaner zeigt die Ausstellung, die erstmalig in Deutschland zu sehen ist. Gemälde und Malereien, stehen für die große Vielfalt der Kunststile  wie Fotografien, Videos und Skulpturen.
Die National Gallery of Australia verfügt über die weltweit größte Sammlung von Kunstwerken der Völker der Aborigines und der Torres-Strait-Insulaner, eine der „ältesten, reichsten und komplexesten“ Kunsttraditionen der Menschheitsgeschichte. Aus diesem großen und bedeutsamen kulturellen Schatz hat Franchesca Cubillo, NGA Senior Curator of Aboriginal and Torres Strait Islander Art, rund 100 der bedeutendsten Werke ausgewählt, die mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentiert werden.

 

Christian Thompson, Heat, 2010, (video still) three channel digital video, sound,
durations 5 minutes 52 seconds, collection of the National Gallery of Australia, Canberra
copyright courtesy of the artist and Sarah Scout Presents, Melbourne

 


Viele Werke sind inspiriert durch tiefe Spiritualität, die in den traditionellen Kulturen und ihrer Verbindung zur Natur zum Ausdruck kommt. Auch die Mythologie der „Traumzeit“ nimmt häufig einen wichtigen Platz ein, was sich in komplexen Mustern und bewegten Formen spiegelt. Gleichzeitig erinnern Titel wie „Meeting the White Man“ (Tommy McRae) daran, dass es für diese Kulturen in der vergangenen Geschichte Zeiten großer Umbrüche und Veränderungen gab. KünstlerInnen bedienten sich verschiedener Medien, um die
Lebensweisen ihrer Völker, ihre Mythologie und traditionellen Riten zu dokumentieren und
damit für zukünftige Generationen zu bewahren. Viele der Arbeiten setzen sich unmittelbar mit Themen auseinander, die heute die Gesellschaften der Aborigines beschäftigen: Identität, Politikund die gemeinsame, komplexe Geschichte.
Seit den 1980er Jahren kommt in den Werken ein immer breiteres Spektrum an Medien und Stilen zum Einsatz, ohne dabei im Kern die zentralen Themen Natur, Land und soziale wie politische Gemeinschaft aufzugeben, womit sie tief in den Stilen und Traditionen ihrer Kultur verwurzelt bleiben.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation „Indigenous Australia: Masterworks from the
National Gallery of Australia“ für 19,90 Euro.

me Collectors Room, Auguststraße 68, Berlin.

17.11.2017 - 01.01.2018
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung „Love & Lights“ in der CWC Gallery stellt Arbeiten des international bekannten Künstlers David Drebin vor. Love & Lights zeigt erstmals in Europa auch jene künstlerische Arbeit von David Drebin, die sich aus der Auseinandersetzung mit dem Medium der Fotografie heraus entwickelt hat. 17. November 2017 bis Januar 2018
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David Drebin - Love & Lights
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung „Love & Lights“ in der CWC Gallery stellt Arbeiten des international bekannten Künstlers David Drebin vor. Love & Lights zeigt erstmals in Europa auch jene künstlerische Arbeit von David Drebin, die sich aus der Auseinandersetzung mit dem Medium der Fotografie heraus entwickelt hat. 17. November 2017 bis Januar 2018


David Drebin Lips-and-Hips C Print copyright David Drebin


Die neue Einzelausstellung des international bekannten Künstlers David Drebin umfasst mehr als 30 Arbeiten, darunter neue großformatige Fotografien, spektakuläre Lightboxes, hochwertige Neon Light Installations und beeindruckende Skulpturen. Anlässlich der Ausstellung erscheint der gleichnamige Bildband im teNeues Verlag. David Drebins Leitmotiv der Darstellung der Frau mit ihren Sehnsüchten, Fantasien und ihrer eroti-sierenden Ausstrahlung verarbeitet der Künstler auch in den Kunstformen jenseits der Fotografie. Unnahbar, unerreichbar und zugleich unwiderstehlich umgibt die Frauen in den

David Drebin I AM YOU AND YOU ARE ME FRONT copyright David Drebin



Fotografien eine aufregende reizvolle Atmosphäre. Zum Voyeur werdend, genießt der Betrachter einen Blick in Apartments, in denen glamouröse wie starke Frauen geheimnisvoll inszeniert sind. Dabei lässt David Drebin den Betrachter scheinbar an den Sehnsüchten, Träumen und Hoffnungen der Frauen teilhaben. Dieses komplexe „Gefühlsgemenge“ verdichtet und ordnet David Drebin in seinen neuen Neon Light Installations. Brisant und unverblümt sprechen die Neon Installations aus, was in Gedanken zu einem unausgesprochenen Spiel verkommen würde.  
Der Betrachter wird mit in sich verkürzten Aussagen wie »Shut up and kiss me« konfrontiert, die wiederum einen szenischen Bildraum beim Betrachter evozieren. Hier schließt sich der künstlerische Kreis der Fotografien und der Neon Light Installations von David Drebin: Die Fotografien bilden den Spielraum einer Vielfalt von uneindeutigen Sehnsüchten von Frauen, die in den Neon Light Installations kompromisslos beantwortet werden. Die hochwertige, zeitgenössische Präsentationsform mit Verweisen auf Werbetafeln, Comic-Kultur und Pop-Art-Ästhetik potenziert die Kraft der Aussagen auf Drebins Neon Light Installations.

 

 David Drebin Clockwatcher C-Print copyright David Drebin


Der in New York City ansässige und international renommierte zeitgenössische Künstler und Fotograf David Drebin ist bekannt für seine spektakulären Bilder. Im Zentrum seiner Arbeit stehen einzelne Menschen und berühmte Persönlichkeiten, und seine Auftraggeber sind große, dynamische Marken wie Davidoff, Mercedes, American Express, Adidas, The May Fair Hotel, MTV, Nike, Breil, Sony und viele mehr. Seine Bilder erscheinen in Publikationen wie Vanity Fair, The New York Times Magazine, Rolling Stone, GQ, Condé Nast Traveler, National Geographic und ELLE.

CWC Gallery, Auguststraße 11-13, Berlin


Drebin publiziert exklusiv bei teNeues in Deutschland; der Verlag präsentiert mehrere großformatige Bildbände mit Arbeiten des Künstlers, darunter „The Morning After“ (2010), „Beautiful Disasters“ (2012), „Chasing Paradise“ (2015) und „Dreamscapes“ (2016).

David Drebin „Love & Lights“, Intro: Magnus Resch, 30 x 23,5 cm, 66 Seiten, inkl. 3 ausklappbare Seiten| Hardcover | ca. 45 Farbfotografien, englisch, erscheint im November 2017 (Europa)  70 Euro?

12.11.2017 - 20.12.2017
Fotoausstellung Sarbrücken . Mit seiner Fotoserie "Lost" wird Ralf Baumgarten im Saarbrücker Kunstraum „Sali e Tabacchi“ zu sehen sein. Der Fotograf zeigt in dieser Serie Objekte, die man oft am Wegesrand als Müll empfindet oder schon gar nicht mehr wahrnimmt. Die kleinen Dinge vom Straßenrand erzählen in seiner Ausstellung „Lost“ so einiges über uns und unser Leben.
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Ralf Baumgarten - Lost
Fotoausstellung Sarbrücken . Mit seiner Fotoserie "Lost" wird Ralf Baumgarten im Saarbrücker Kunstraum „Sali e Tabacchi“ zu sehen sein. Der Fotograf zeigt in dieser Serie Objekte, die man oft am Wegesrand als Müll empfindet oder schon gar nicht mehr wahrnimmt. Die kleinen Dinge vom Straßenrand erzählen in seiner Ausstellung „Lost“ so einiges über uns und unser Leben.




Wer 2012 beim Umweltfotofestival in Zingst oder auch bei der photokina in Köln war, der wird sich zweifellos an die beeindruckend großen Ausdrucke des  Fotoprojekts "Cyclists" von Ralf Baumgarten mit den Radfahrern auf den Straßen von Nanjing in China und Köln erinnern. Diesmal sind die Bilder der Ausstellung "Lost" wesentlich kleiner aber nicht weniger beeindruckend.

 

 


Ralf Baumgartern möchte mit den Bildern ermutigen,  mit offenen Augen für die kleinen Geschichten des Alltags durch die Welt zu gehen. Viele der Motive würden die meisten gar nicht beachten, sie gelten als Müll. Ralf Baumgarten sammelt mit seiner Kamera Objekte, die verloren gingen. Tiere verloren ihr Leben, Menschen fühlten sich als Verlierer oder verloren die Fassung und was sonst noch alles? „Get lost“ sagen wir, wenn wir jemandes überdrüssig sind.
Manchmal nimmt der studierte Kommunikationsdesigner Gegenstände mit, um sie in seiner Garage zu Objekten verarbeitet. Ein völlig verrostetes Emailsieb versieht er mit Glaskolben-Augen  oder eine alte französische Harke verbindet er mit einem in Texas gefundenen  Eisenbahnnagel an einem rostigen  Scharnier.

 

 



Ralf Baumgarten, 1960 geboren, studierte Kommunikationsdesign in Wuppertal, erhielt den Kodak-Nachwuchspreis und den ersten Preis beim Polaroidwettbewerb für Fotostudenten, hatte schon zahlreiche Ausstellung in denen seine Arbeiten gezeigt wurden ebenso wie sie in Büchern veröffentlicht wurden. Neben künstlerischen Projekten fotografiert Ralf Baumgarten Reportagen und Portraits für internationale Firmenkunden.



Saarbrücker Kunstraum „Sali e Tabacchi" Feldmannstraße  144, Saarbrücken
Öffnungszeiten: Montags und Mittwochs 16:00 - 18:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.

12.11.2017 - 11.02.2018
Fotoausstellung Salzburg . Die Leica Galerie im Schloss Arenberg stellt die Bilder des niederländischen Fotografen L.J.A.D. Creyghton unter dem Motto „Hindenburgline Project“ vor. 12. November 2017 bis 11. Februar 2018
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L.J.A.D. Creyghton - Hindenburgline Project
Fotoausstellung Salzburg . Die Leica Galerie im Schloss Arenberg stellt die Bilder des niederländischen Fotografen L.J.A.D. Creyghton unter dem Motto „Hindenburgline Project“ vor. 12. November 2017 bis 11. Februar 2018



Bellum transit, amor manet (Krieg geht vorbei, Liebe bleibt)... Der niederländische Fotograf L.J.A.D. Creyghton folgte— mit literarischer Unterstützung des befreundeten Dichters/Historikers/Schriftstellers Serge R. van Duijnhoven—in den vergangenen Jahren der über tausend Kilometer langen Westfront–Hindenburglinie, die vom belgischen Nieuwpoort durch Nordfrankreich, das Elsass und die Vogesen zum Grenzstein Nr. 111 in der Nähe des Dorfes Pfetterhouse an der Schweizer Grenze verläuft. Ausgangspunkt dieser Suche sind die ergreifenden und persönlichen Aufzeichnungen von Soldaten in den Laufgräben von 1914 bis 1918, Männern, die trotz der Feindschaft die (Mit)Menschlichkeit nicht aus den Augen verloren.
L.J.A.D. Creyghton ist Fotograf/bildender Künstler und arbeitet Teilzeit als Professor an der renommierten Akademie für Kunst und Design AKV | St. Joost in den Niederlanden. Er lebt und arbeitet in Haaren(NL) und ist mit Ausstellungen im In– und Ausland vertreten. Seine monumentalen Fotos zeigen uns nicht nur die Schönheit der Landschaft, sondern auch ihre Ungreifbarkeit und ihren Reichtum. Sie zwingen uns, genau hinzuschauen, uns dafür Zeit zu nehmen und sie tiefgründig nachwirken zu lassen. Seine Arbeiten wurden in verschiedene öffentliche und private Sammlungen aufgenommen.

Leica Galerie im Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, Salzburg

10.11.2017 - 14.01.2018
Fotoausstellung Zürich . Die Photobastei zeigt erstmals in der Schweiz einen retrospektiven Querschnitt durch Karin Székessys fotografisches Werk: Menschenbilder, Landschaften, Künstlerporträts, Stillleben, Akte. 10. November bis 14. Januar 2018
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Karin Székessy – Fotografien 1957-2017
Fotoausstellung Zürich . Die Photobastei zeigt erstmals in der Schweiz einen retrospektiven Querschnitt durch Karin Székessys fotografisches Werk: Menschenbilder, Landschaften, Künstlerporträts, Stillleben, Akte. 10. November bis 14. Januar 2018



Karin Székessy, geboren 1938 in Essen, zählt zu den wichtigsten europäischen Fotografinnen seit den 1960er Jahren. In diesem Zeitraum widmete sie sich vor allem der Kunst der Aktfotografie. Ihre Bilder verkörpern Ästhetik, Grazie und sind poetisch inszeniert. Ihre Werke thematisieren die Vergänglichkeit der Schönheit. In enger Zusammenarbeit mit Ihrem Mann, dem Grafiker und Bildhauer Paul Wunderlich, schaffte sie es ihren unverwechselbaren fotografischen Stil zu entwickeln, während er sich bei vielen seiner Werke, durch ihre Fotomotive inspirieren ließ. Beider Oeuvre wandelte dabei – auch wegen ihrer Perfektion – immer ein bisschen auf dem schmalen Grat zwischen erotischer unterlegter Phantastik und luxuriösem Kitsch. Und doch stehen sie vor allem für eine Vorstellung kultivierter kosmopolitischer Eleganz in der bundesrepublikanischen Kunstwelt der 60er und 70er, zu deren Stars die Fotografin und der Maler zählten.

 

Daneben nahm Karin Székessy aber auch zahlreiche Künstlerporträts auf, fotografierte Beiträge für renommierte Zeitschriften und hunderte von Buchcovern.
Inspiriert von Henri Cartier-Bresson, beginnt Karin Székessy in den frühen 1950er Jahren mit ersten dokumentarischen Versuchen bevor sie zwischen 1957 und 1959 am Institut für Bildjournalismus in München studiert und anschließend als Reportage¬Fotografin bei der Zeitschrift „Kristall“ tätig ist. Während dieser Zeit in den 1960er Jahren ist sie auch Mitglied der „Werkgruppe Zeitgenossen“, bevor sie 1967 bis 1969 einen Lehrauftrag an der Werkkunstschule Hamburg auf dem Fachgebiet Modefotografie übernimmt. In enger Zusammenarbeit mit ihrem Mann, dem Künstler Paul Wunderlich, entstehen bis zu dessen Tod im Jahr 2010 zahlreicheArbeiten, die von einer intensiven, wechselseitig inspirierten Bildwelt zeugen und heute zu Klassikern des Genres zählen.

In der Photobastei ist nun ein repräsentativer Querschnitt ihrer Arbeiten zu sehen.
Photobastei, Sihlquai 125, Zürich



08.11.2017 - 21.01.2018
Fotoausstellung Berlin . Bereits zum dritten Mal präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V den größten Fotowettbewerb der Welt: die Sony World Photography Awards 2017. Vom 8. November 2017 bis 21. Januar 2018
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Sony World Photography Award
Fotoausstellung Berlin . Bereits zum dritten Mal präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V den größten Fotowettbewerb der Welt: die Sony World Photography Awards 2017. Vom 8. November 2017 bis 21. Januar 2018


© Sandra Hoyn, Germany, Category Winner,  Professional Competition, Daily Life,
2017 Sony World Photography Awards

 

Rund 200 Fotos der Preisträger sind in der Ausstellung erstmals in Deutschland zu sehen. Der internationale, renommierte Wettbewerb zeigt im zehnten Jahr das Beste, was die zeitgenössische Fotografie, vom Studenten über Amateur bis hin zu Profifotografen, zu bieten hat. Aus insgesamt 227.000 Einsendungen haben die Juroren in diesem Jahr erneut die bewegendsten und beeindruckendsten Werke ausgewählt.

 

Photographer of the Year Frederik Buyckx Belgium Professional Landscape
courtesy of SWPA 2017

 

Der Belgier Frederik Buyckx ist der „Photographer of the Year“ bei den Sony World Photography Awards. Als Gewinner erhielt er ein Preisgeld von 25.000 Dollar. Im Winter zeigt die Natur ihr zweites Gesicht. Ihre Schönheit hat Frederik Buyckx mit seiner Fotoserie „Whiteout“ virtuos eingefangen.

 

 © Peter Franck, Germany, Shortlist,  Professional Competition, Landscape,
2017 Sony World Photography Awards


Willy Brandt Haus, Wilhelmstraße 140, Berlin




05.11.2017 - 26.11.2017
Zwei Fotopreisträger teilen sich in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten Fotopreis der Michael Horbach Stiftung: Miquel Frontera Serra, Mallorca und Alfredo Sarabía, Cuba. Die beiden Gewinner werden zusammen mit den Fotografen Thomas Rusch, Jan Thau und Pepe Cañabate in der Kölner Michael Horbach Stiftung ausgestellt. 5. bis 26. November 2017
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Miquel Frontera Serra und Alfredo Sarabia
Zwei Fotopreisträger teilen sich in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten Fotopreis der Michael Horbach Stiftung: Miquel Frontera Serra, Mallorca und Alfredo Sarabía, Cuba. Die beiden Gewinner werden zusammen mit den Fotografen Thomas Rusch, Jan Thau und Pepe Cañabate in der Kölner Michael Horbach Stiftung ausgestellt. 5. bis 26. November 2017


Foto: Alfredo Sarabia



Seit 2003 wird der Fotopreis alle zwei Jahre mit dem Ziel verliehen, Künstler für ihre sozialkritische Fotografie auszuzeichnen und ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.
1962 wurde Miquel Frontera Serra auf Mallorca geboren und lebt dort in St. Maria del Cami. Als Biologe und Fotograf beschäftigt er sich mit der Erhaltung und Ausbreitung der Natur: Kunst – Ökologie – Poesie – Miquel Frontera Serra schafft in seinen Büchern und Fotografien eine Verbindung dieser drei Fachgebiete.
Er hat verschiedene Bücher veröffentlicht, die sich den bekanntesten Naturräumen auf den Balearischen Inseln widmen. Das sind z. B. der Naturpark „Parque Nacional de Cabrera“, die „Albufera de Mallorca“, die Amunts von Ibiza oder die Salinen der Balearen. Weitere Werke sind „Poesía y sostenibilidad“ (Poesie und Nachhaltigkeit), „Bosques de Baleares, imaginario y ecología“ (Die Wälder auf den Balearen, Gedächtnis und Ökologie), „Mirar la naturaleza con Miró“ (Die Natur mit Miró betrachten) und „Pintar la ausencia (die Abwesenheit malen), eine Arbeit, die dem amerikanischen Maler Ritch Miller gewidmet ist.

 

Foto Miquel Frontera Serra

 



Alfredo Sarabia  (Junior) wurde 1986 in Ciudad de La Habana, Cuba, geboren. Heute arbeitet er als Künstler und Professor an der Universität der Künste CUBA (ISA).
Die Serie „Ich weiß es, aber ich kann es nicht sagen, ich kann es sagen, aber ich weiß nicht wie“ wurde in einem der wichtigsten Friedhöfe in Kuba realisiert, „El Cementerio de Colon“ (Der Friedhof von Colon), der sich in der Stadt Habana befindet. Zu Beginn lag dieser in einem Vorort, außerhalb der Stadt, aber das urbane Wachstum hat dazu geführt, dass sich die Totenstadt schließlich inmitten der Metropole befand.
Der erste Teil des Titels dieser Serie entspricht dem Umstand, am Leben zu sein und dem Versuch, den Tod zu erklären. Der zweite Teil entspricht dem Gedanken tot zu sein und den Tod nicht mehr erklären zu können. Die zentrale Sinnhaftigkeit dieser Arbeit liegt in der Beziehung Leben/Tod und in der Möglichkeit, die Betrachter exakt auf den schmalen Grenzpfad dazwischen zu führen. Zwei weitere Serien sind: "Esperanza" und "En camino".



Foto: Thomas Rusch

 

2016 fotografierte Thomas Rusch Kinder im Atlasgebirge in Marokko, die eine von der ABURY Foundation geförderte Vorschule besuchen. Mit dem Verkauf der Portraits wird den Kindern die Vorschulbildung finanziert. Die Portraits sind als signierte Unikate über www.portraid.org und während der Ausstellungslaufzeit für 490 Euro erhältlich. In der Michael Horbach Stiftung zeigt Thomas Rusch diese Serie, die Teil der Aktion PortrAid ist. Die PortrAid wurde 2015 von der ABURY Foundation und dem Fotografen Thomas Rusch ins Leben gerufen. „PortrAid“ soll fortgesetzt werden: Die Idee ist, weiterhin Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit dem Verkauf von Portraits zu helfen und zugleich Sammlern und Fotografieliebhabern zu ermöglichen, mit dem Erwerb etwas Gutes zu bewirken. Die bereits gestarteten Projekte „I see you see“ und „I see you learn“ werden in Zukunft von wechselnden renommierten Fotografen weiter geführt. Thomas Rusch wurde 1962 in Freiburg geboren. Er lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin.

 

Foto Jan Thau



Jan Thau, geboren 1975, lebt seit 2004 in Sachsen als freischaffender Künstler. Er beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit sozialen und politischen Inhalten, die er mal auf einer direkten, mal auf einer subtilen, humorvollen Weise behandelt. Das Medium Fotografie spielte über die Jahre, angefangen mit analoger Fotografie bis hin zum Digitalen, eine immer stärkere Rolle – von der Grafik / Collage bis hin zu Installationen und Aktionskunst. In der Arbeit „Wir wollen bleiben!“ zeigen junge Roma, wie sie sich selbst sehen, wie sie gesehen werden wollen und wie sie glauben, von Betrachter gesehen zu werden. Durch ein visuelles Spiel mit Maskierung und Demaskierung entsteht ein Spannungsfeld zwischen Selbstdarstellung, Abwehr, Vorurteil, Öffnung, Selbstbewusstsein und Authentizität. Dabei spielen persönliche Erlebnisse der Porträtierten, die von Diskriminierung oder der Unsicherheit des Flüchtlingsstatus geprägt sind, ebenso eine Rolle, wie das Selbstbewusstsein als Mensch und die individuelle Persönlichkeit. Die Arbeiten sind im Workshop „Wir wollen bleiben“ in Zusammenarbeit mit der Brücke/Most-Stiftung Dresden und dem sächsischen Flüchtlingsrat entstanden. Die Fotografien wurden von den Teilnehmern unter Anleitung selbst erstellt – Konzeption, Auswahl und digitale Bearbeitung erfolgte durch Jan Thau.

 

Foto Pepe Cañabate



Pepe Cañabate erhielt 2017 als Gewinner des Sonderpreises für Fotografie im XXXVIII Certamen d’Arts Plàstiques de Binissalem (Mallorca) ein Stipendium der Michael Horbach Stiftung, um seine Eindrücke von der Stadt Köln fotografisch festzuhalten. Pepe Cañabate erklärt seinen Arbeitsprozess so: „ (...) Aber dann endlich fand ich das Thema: der Rhein. Vielleicht, weil wir auf Mallorca keinen Fluss haben, und deswegen zog er meine Aufmerksamkeit so stark auf sich. Aber ich sah ihn so, als hätte er ein eigenes Leben. Alle Fotografien der Ausstellung sind vom Rhein, den Schiffen, den angrenzenden Gebäuden, den gefundenen Landschaften... zusammengefasst der Rhein."


Kunsträume Michael Horbach Siftung, Wormser Straße 23, Köln



04.11.2017 - 06.05.2018
Ausstellung Frankfurt am Main. Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird erstmals in einer Einzelausstellung im Museum für Angewandte Kunst die berühmte Modedesignerin Jill Sander mit allen Facetten ihrer Arbeit vorgestellt. 4. November 2017 bis 6. Mai 2018
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Jil Sander. Präsens
Ausstellung Frankfurt am Main. Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird erstmals in einer Einzelausstellung im Museum für Angewandte Kunst die berühmte Modedesignerin Jill Sander mit allen Facetten ihrer Arbeit vorgestellt. 4. November 2017 bis 6. Mai 2018


Portrait Jil Sander
© Peter Lindbergh



Jil Sander gehört zu den einflussreichsten Modedesigner/innen ihrer Generation. In ihrer weltweit ersten Einzelausstellung in einem Museum präsentiert Jil Sander in raumgreifenden  multimedialen Installationen und Tableaus die Auswirkungen ihrer Gestaltungshaltung auf Ästhetik, Material und Form von Mode- und Produktdesign, Architektur und Gartenkunst. Die Präsentation, die facettenreicher kaum sein könnte, macht den Erfindungsreichtum und die kreative Kraft einer Gestalterin sichtbar, der es darum geht, die Persönlichkeit eines Menschen hervorzuheben.

 

Jil Sander Kampagne
Frühling - Sommer 2005
© David Sims


Jil Sanders Bedeutung als Modedesignerin beruht auf der außerordentlichen Sensibilität, mit der sie Zeitströmungen und Veränderungen in der Gesellschaft erspürte und daraus neue, moderne Formen entwickelte. Ihr Purismus veränderte die Vorstellungen von Schönheit und Identität. Ihre Gestaltungsprinzipien –
Harmonie der Proportionen, durchdachte Dreidimensionalität der Entwürfe, Understatement und dynamische Eleganz – blieben immer dieselben, und fanden doch in jeder Kollektion einen neuen Ausdruck.
In der Vorbereitung der Ausstellung hat sich Jil Sander erstmals der Vergangenheit zugewendet. Das ist für sie, deren Interesse immer dem galt, was noch kommt, eine neue Erfahrung. Das Ergebnis von mehr als anderthalb Jahren intensiver Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten einer Ausstellung zeigt sich im Zusammenwirken von Architektur, Farbe, Licht, Film, Klang,Text, Fotografie, Mode und Kunst in dynamischen Raumkompositionen.
Entstanden ist keine retrospektive Übersichtsausstellung, sondern ein neues, aktuelles Gesamtwerk, das durch Jil Sanders Präsenz zum ästhetischen Ereignis wird.

 

Jil Sander Kampagne
Herbst - Winter 2013/2014
Model: Edie Campbell
© David Sims

 


Thematisch gliedert sich die von Matthias Wagner K in enger Zusammenarbeit mit Jil Sander kuratierte Ausstellung in die Bereiche Laufsteg, Backstage, Atelier,  Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, Mode und Kunst, Architektur und Gartenkunst. Sie bespielt das gesamte Museumsgebäude auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.


Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Frankfurt am Main



27.10.2017 - 04.02.2018
Fotoausstellung Hamburg . Mit der Neueröffnung Sammlung Fotografie und neue Medien im Museum für Kunst und Gewerbe beginnt auch die Ausstellung „Jochen Lempert/Peter Piller. Fotografie neu ordnen: Vögel“, die die Ausstellungsreihe des Museum „Fotografie neu ordnen“ einläutet. 27. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018
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Jochen Lempert/Peter Piller. Fotografie neu ordnen: Vögel
Fotoausstellung Hamburg . Mit der Neueröffnung Sammlung Fotografie und neue Medien im Museum für Kunst und Gewerbe beginnt auch die Ausstellung „Jochen Lempert/Peter Piller. Fotografie neu ordnen: Vögel“, die die Ausstellungsreihe des Museum „Fotografie neu ordnen“ einläutet. 27. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

 

Peter Piller (*1968) aus der Serie "behind time" 2017
© Peter Piller

 

In der neuen Ausstellungsreihe Fotografie neu ordnen lädt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) zeitgenössische Fotografen ein, eigene Arbeiten mit Exponaten aus der Sammlung Fotografie und neue Medien in Beziehung zu setzen. Mit Jochen Lempert (*1958) und Peter Piller (*1968) gestalten zwei Fotografen den Auftakt, die in ihrer Herangehensweise an die Fotografie kaum verschiedener sein könnten: Motive aus der alltäglichen Natur und Kultur (Lempert) treffen auf Bilder des Absichtslosen (Piller).

 

Jochen Lempert (*1958)
Anschütz 2005
© Jochen Lempert

 

In Fotografie neu ordnen: Vögel werden Lempert und Piller gemeinsam künstlerisch-kuratorisch tätig. Sie begreifen die fotografische Sammlung des MKG als Fundus und stellen aus dem historischen Material eine Auswahl von Vogelaufnahmen zusammen, die sie mit ihren eigenen Fotografien neu kombinieren. Die Ausstellung Fotografie neu ordnen: Vögel zeigt rund 100 Exponate. Vögel sind ein immer wiederkehrendes Motiv im Werk von Jochen Lempert: Seine Bewegungsstudien und Beobachtungen von Vögeln stellt er für die Ausstellung im MKG zu einer neuen Rauminstallation zusammen. Peter Piller hat in seinem Werk bisher vor allem mit gefundenen Bildern und den daraus entstehenden Bedeutungsverschiebungen gearbeitet. In seiner neuen, im MKG erstmals gezeigten Serie behind time (2017) greift er selbst zur Kamera und hält gerade jene Augenblicke fest, in denen ein Vogel nicht optimal zu sehen ist und die in der Tierfotografie als verfehlt gelten würden. Die Ausstellung zeigt aktuelle Arbeiten von Jochen Lempert und Peter Piller sowie historische Aufnahmen von Harold Egerton, Johann H. W. Hamann, Walter Hege, Karl Stülcken und Hedda Walther.

 

Johann H. W. Hamann ( 1859-1935)
Uhu um 1905
Museum für Kunst und Gewerbe

 

Neueröffnung der Sammlung

Die Neueröffnung der Sammlung Fotografie und neue Medien bildet einen ersten Abschluss der umfangreichen Umbaumaßnahmen, die die Hermann Reemtsma Stiftung mit 600.000 Euro im Rahmen der Initiative Kunst auf Lager ermöglicht hat. Das MKG beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen der Fotografie in Deutschland. Sie umfasst heute rund 75.000 Exponate von den Anfängen des Mediums bis in die Gegenwart. Mit dem neuen, rund 120 Quadratmeter großen Depot wird die bisherige Depotfläche wesentlich erweitert. So erhalten die kostbaren historischen Bestände endlich die notwendige Fläche und Ausstattung für eine angemessene Lagerung unter klimatisch optimalen Bedingungen. In einem dem Depot angegliederten Studienraum können Mitarbeiter und angemeldete Gäste zukünftig die Originale sichten und mit ihnen arbeiten. Auf einer neuen, zentral gelegenen Ausstellungsfläche von 140 Quadratmetern will das MKG die fotografische Sammlung in den Dialog mit zeitgenössischen Themen und Bildautoren bringen.  Inklusive der Förderung durch die Hermann Reemtsma Stiftung, konnte das MKG insgesamt über eine Million Euro für die Zukunftssicherung der Sammlung Fotografie und neue Medien einwerben. Die Mittel wurden von verschiedenen Förderern bereitgestellt für die Restaurierung und Rahmung der historischen Fotografien, die wissenschaftliche Erschließung der Sammlung, die Überblicksausstellung ReVision in 2016, für einen Sammlungskatalog sowie für die digitale Bereitstellung von bis jetzt 9.000 Werken auf http://sammlungonline.mkg-hamburg.de/de

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Steintorplatz, Hamburg

 

 

26.10.2017 - 04.03.2018
Fotoausstellung München . Dank der Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne konnte 2004 die Originalvorlage von Arakis Buch „Tokyo“ erworben werden. Diese 28 exquisiten Diptychen bilden jetzt die Grundlage der Ausstellung mit dem Werk des japanischen Fotokünstler Nobuyoshi Araki, der vor allem auch durch seine provokanten Aktbilder weltweit berühmt wurde. 26.10.2017 bis 4.3.2018
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Araki.Tokyo
Fotoausstellung München . Dank der Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne konnte 2004 die Originalvorlage von Arakis Buch „Tokyo“ erworben werden. Diese 28 exquisiten Diptychen bilden jetzt die Grundlage der Ausstellung mit dem Werk des japanischen Fotokünstler Nobuyoshi Araki, der vor allem auch durch seine provokanten Aktbilder weltweit berühmt wurde. 26.10.2017 bis 4.3.2018

Nobuyoshi Araki, Ohne Titel, 1971, aus: Tokyo, 1973
Silbergelatineabzug, je ca. 8,5 x 13 cm
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der
Pinakothek der Moderne, München

2004 erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne (GV 162)
© Nobuyoshi Araki

 

Nobuyoshi Arakis Werk „Tokyo“ gehört zu den frühesten eigenständigen Buchprojekten des Fotografen  und erschien 1973 in kleiner Auflage, eingeleitet durch einen Text von K?ji Taki, dem legendären Gründer der avantgardistischen Zeitschrift „Provoke“. „Tokyo“ steht am Beginn der intensiven, bis heute andauernden Auseinandersetzung Arakis mit dem Lebens- und Stadtraum seiner Heimatstadt.

 

 

 Nobuyoshi Araki, Ohne Titel, aus: The Days We Were Happy, 1972
Silbergelatineabzug, 12 x 16 cm
Courtesy Sammlung Eva Felten
© Nobuyoshi Araki

 

 

 

Nobuyoshi Araki, Ohne Titel, aus: Xeroxed Photo Album, Vol 1:
70 Faces, Tokyo 1970

Xerox-Kopien, versch. Maße
Courtesy Fotosammlung OstLicht, Wien
© Nobuyoshi Araki

 

Der Japaner Nobuyoshi Araki, 1940 in der Pärfektur Toky geboren zählt zu den wohl produktivsten, aber auch provokativsten Fotografen unserer Zeit. Seit den 1960er-Jahren eignet sich Araki die ihn umgebende Welt täglich und obsessiv mit Hilfe der Kamera an, eine Aneignung, die bis heute in mehr als 500 Büchern und Hundertausenden von Fotografien Niederschlag gefunden hat. Sein künstlerisches Werk umspannt ein vielfältiges Spektrum an Themen, von hocherotischen Frauendarstellungen, die international großes Aufsehen erregten, über artifizielle Stillleben, Pflanzenfotografien, reportagehaft anmutende Alltagsdarstellungen und Architekturaufnahmen bis hin zu sehr persönlichen, fast tagebuchartigen Fotografien von sich und seiner früh verstorbenen Frau Yoko.

 

Porträt Nobuyoshi Araki, 1985
Courtesy of Yoshiko Isshiki Office, Tokio

 

Oft kombiniert der Künstler Momentaufnahmen namenloser Passanten, die er an belebten Straßenkreuzungen beobachtete, mit den anspielungsreichen erotischen Selbstinszenierungen einer jungen Frau. Die Kombination aus schnappschussartigen Straßenfotografien und den Aufnahmen eines in zunehmend eindeutigen sexuellen Posen in Szene gesetzten Frauenkörpers bedeuten für Araki bis heute die adäquate Form, Tokio zu beschreiben, eine Verbindung, die sein gesamtes fotografisches Werk kennzeichnet. Die Gegensätze zwischen anonym und vertraut, bekleidet und nackt wie Innen- und Außenwelt fungieren als subtile Verweise auf die Trennung zwischen öffentlicher und privater Lebenswelt, zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Passanten erscheinen wie der Betrachter in der Rolle der anonymen Zuschauer und dringen zugleich in die verborgene Sphäre einer sich der Überwachung und Normierung entziehenden Stadt ein.

 

Nobuyoshi Araki, Ohne Titel, 1971, aus: Tokyo, 1973
Silbergelatineabzug, je ca. 8,5 x 13 cm
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der
Pinakothek der Moderne, München

2004 erworben von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne (GV 162)
© Nobuyoshi Araki 

 

 

Die Ausstellung führt erstmals die nur als Unikat existierende „Tokyo“-Serie mit weiteren ikonischen Arbeiten aus dem Frühwerk zusammen. Neben umfänglichen Serien wie „The Past“ (1972) und „The Days We Were Happy“ (1972) sind die äußerst seltenen „Xerox Photo Alben“ sowie lange vergriffene Künstlerbücher Arakis aus den frühen 1970er-Jahren zu sehen, die verschiedene europäische Sammlungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt haben. Mehr als vierzig Jahre nach dem ersten Erscheinen wird „Tokyo“ in einer bibliophilen Monographie nochmals publiziert, ergänzt mit dem erstmals auf Deutsch und Englisch verfügbaren Essay von K?ji Taki sowie Beiträgen von Yasufumi Nakamori und Inka Graeve Ingelmann. Die nur in limitierter Auflage verfügbare Publikation ist im Museumsshop erhältlich („Araki.Tokyo“, ISBN: 978-3-9818339-3-5, Museumsausgabe € 28,90).

Parallel zur Ausstellung „Araki.Tokyo“ wird die Dia-Projektion „Walking Piece“ (1966) gezeigt, die eine der frühsten Performances der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (*1929) dokumentiert.  

 

Begleitend zur Ausstellung lädt die Pinakothek der Moderne zu einer Reihe von Veranstaltung ein, die sich mit der Ausrichtung der japanischen Fotografie befassen aber auch eine Reihe interessanter Filme zeigen.

 

Pinakothek der Moderne, Barer Straße 29, München

www.pinakothek.de

21.10.2017 - 14.01.2018
Fotoausstellung Aachen . Mit rund 100 eindrucksvollen, vorwiegend Schwarzweiß-Fotografien präsentiert das Suermondt-Ludwig-Museum die Ausstellung „Blicke, die bleiben – Fotografische Porträts aus der Sammlung Fricke“. Bis 14. Januar 2018
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Blicke, die bleiben
Fotoausstellung Aachen . Mit rund 100 eindrucksvollen, vorwiegend Schwarzweiß-Fotografien präsentiert das Suermondt-Ludwig-Museum die Ausstellung „Blicke, die bleiben – Fotografische Porträts aus der Sammlung Fricke“. Bis 14. Januar 2018

Lotte Jacobi: Albert EInstein, Princeton, 1938,
copyright The Lotte Jacobi Collection University of New Hampshire, USA

 


Die Ausstellung bietet eine spannende Zeitreise durch die Entwicklung der Porträtfotografie  von 1898 bis 2017. Wurde zunächst der Malerei alleine die Fähigkeit zugesprochen, die verschiedenen Facetten eines Menschen im Bild zusammenzuführen, hat die Fotografie die Malerei auf diesem Feld rasch beerbt. Zwar suchten die Fotografen im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert ihre künstlerische Legitimation noch in „malerisch“ anmutenden Aufnahmen zur Verschleierung des technischen Vorgangs, doch erkannten andere wie Edward Curtis oder José Ortiz Echagüe die enormen Chancen des neuen Mediums und hielten in umfangreichen Fotoserien das kulturelle Erbe ihrer Länder fest. Ihre Aufnahmen, die zu den frühesten der Ausstellung gehören, berühren durch ihre ästhetische Kraft wie auch den eindringlich dokumentarischen Charakter.
Die fotografische Avantgarde der 1920er und 30er Jahre setzte dann neue ästhetische und konzeptuelle Maßstäbe. Den Arbeiten Lotte Jacobis widmet die Ausstellung ein vergleichsweise umfangreiches Kapitel. Ihr gelingen zunächst in Berlin und später in den USA meisterliche Porträts, die individuelle Momente durch eine mitunter  ungewöhnliche  Bildsprache hervorheben. Jacobis Aufnahme von Albert Einstein in der Lederjacke (1938) wurde vom Magazin LIFE für die Veröffentlichung mit der Begründung abgelehnt, die unkonventionelle Darstellung sei für den berühmten Physiker und Nobelpreisträger nicht angemessen.

 

Robert Lebeck: Romy Schneider, Berlin 1976 copyright Cordula Lebeck


Robert Lebecks eindringliche  Porträts von Romy Schneider entstanden  im Auftrag großer Magazine. Dennoch sind sie weniger dem schnelllebigen Fotojournalismus verpflichtet als vielmehr Ausdruck des Vertrauens und der gegenseitigen Wertschätzung zwischen dem Fotografen und der Schauspielerin.

 

Engelbert Reineke, Willy Brandt 1976 copyright Engelbert Reineke

 


Dr. Christiane und Karsten Fricke haben in mehr als 40 Jahren eine bemerkenswerte Fotografie- Sammlung zusammengetragen. In der Kollektion sind Arbeiten von rund 150 Fotografenpersönlich- keiten vereint. Der Bildjournalismus ist ein zentraler Schwerpunkt, der Mensch und das Porträt sind weitere wichtige  Säulen dieser Fotosammlung. Zur Sammlung gehören ebenso Sach- und Landschafts- aufnahmen, darunter exemplarische Arbeiten der subjektiven Fotografie. Christiane und Karsten Fricke sind dem Museum seit Jahren verbunden, allein schon durch ihr stetiges Interesse an der Ausstellungs- tätigkeit des Hauses. Seit 2013 ist die Sammlung Fricke mit ihren fotografischen Preziosen als Dauerleihgabe im Suermondt-Ludwig-Museum.

Die Ausstellung wird kuratiert von Sylvia Böhmer, Suermondt-Ludwig-Museum  Aachen. In den vergangenen Jahren zeichnete sie unter anderem für Fotografie-Ausstellungen  zu Dennis Stock (2014), Sabine Weiss (2011), Dirk Reinartz (2010), Roger Melis (2009), Arthur Leipzig (2008), Werner Bischof (2007) und Willy Ronis (2004) verantwortlich  und baute die Fotografie-Sammlung des Museums auf.

 

Ralph Gibson Ohne Titel, 1981 copyright Ralph Gibson

 



Die Fotografen der Ausstellung


Hans Christian Adam (1948 Bad Münder – lebt in Göttingen)
Nomi Baumgartl (1950 Donauries – lebt in Murnau am Staffelsee)
Christian Behnke (1970 Wörgl – lebt in London und München)
Sibylle Bergemann (1941 Berlin – Berlin 2010)
Werner Bokelberg (1937 Bremen – lebt in Hamburg und Paris)
Karl Wilhelm Boll (1938 Wuppertal – lebt in Köln)
Harald Christes (1953 – Grevenbroich 2007) Rosemarie Clausen (1907 Berlin – Hamburg 1990)
Edward S. Curtis (1868 Whitewater – Los Angeles 1952)
Hugo Erfurth (1874 Halle/Saale – Gaienhofen 1948)
Franz Fischer (1937 Walsrode – lebt in Bonn)
Bettina Flitner (1961 Köln – lebt in Köln und Berlin)
Abe Frajndlich (1946 Frankfurt/M. – lebt in New York)
Karsten Fricke Münster (1948 – lebt in Wachtberg/Bonn)
André Gelpke (1947 Beienrode – lebt in Zürich)
Lotte Genzsch (1907 Hamburg – Hamburg 2003)
Ralph Gibson (1939 Los Angeles – lebt in New York)
Horst Hahn (1937 Bergisch-Gladbach – lebt in Köln)
Jürgen Hebestreit (1946 Sechtem – lebt in Rösrath)
Udo Hesse (1955 Troisdorf  – lebt in Berlin)
Rudolf Holtappel (1923 Münster – Duisburg 2013)
Lotte Jacobi (1896 Thorn/Toru?/Westpreußen – Concord/USA 1990)
Wilfried Kaute (1948 Duisburg – lebt in Köln)
Fritz Kempe (1909 Greifswald – Hamburg 1988)
Birgit Kleber (1956 Hannover – lebt in Berlin)


Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18, Aachen


20.10.2017 - 21.01.2018
Fotoausstellung Berlin . Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung über die Neuzulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Europäischen Union zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Ausstellung „Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen“ mit Fotografien von Pablo E. Piovano. Der Fotograf Pablo E. Piovano dokumentiert die Folgen von 20 Jahren des wahllosen Einsatzes von Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens und dessen katastrophale Auswirkungen auf die Menschen und ihre Umwelt. 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018
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Pablo E. Piovano - Landwirtschaft der Gifte
Fotoausstellung Berlin . Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung über die Neuzulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Europäischen Union zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Ausstellung „Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen“ mit Fotografien von Pablo E. Piovano. Der Fotograf Pablo E. Piovano dokumentiert die Folgen von 20 Jahren des wahllosen Einsatzes von Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens und dessen katastrophale Auswirkungen auf die Menschen und ihre Umwelt. 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018

 


Die Menschheit nimmt unfreiwillig an einem der größten Experimente weltweit teil. Glyphosat ist das meistverkaufte Pflanzengift der Welt. Es ist allgegenwärtig in der Nahrungskette. Vor allem durch den Import von gentechnisch veränderten Glyphosat-resistenten Futtermitteln u.a. aus Argentinien gelangt es in den menschlichen Organismus. Über eine Million Menschen in der EU unterschrieben bereits die Petition gegen die EU-Neuzulassung einer Chemikalie, die mit Krebs, Geburtsdefekten und Fortpflanzungsschäden im Zusammenhang steht. Es geht um den Schutz der Gesundheit der Menschheit und um ihr Überleben.

 

 


1996 genehmigte die argentinische Regierung den Anbau transgener Sojabohnen und den Einsatz von Glyphosat-Herbiziden auf genetisch modifizierten Nutzpflanzen, wobei sie sich ausschließlich auf herstellerinternen Studien der Firma Monsanto verließ. Nach fast zwei Jahrzehnten, in denen ein Drittel der Landesbevölkerung direkt oder indirekt von Glyphosat-Spritzmitteln betroffen war, ist Argentinien zu einer Feldstudie für Giftkatastrophen geworden.
Hunderte wissenschaftlicher Studien und medizinischer Untersuchungen bestätigen die tödlichen Wirkungen des Unkrautvernichtungsmittels: Die Krebsrate bei Kindern hat sich verdreifacht, die Häufigkeit von Fehlgeburten und Geburtsschäden mit ungeklärter Ursache ist dramatisch angestiegen. Atemwegs- und Hautkrankheiten, geistige Behinderungen sind nur einige der nachgewiesenen gesundheitlichen Auswirkungen auf die Menschen, die im Bereich der Spritzmittel leben. Trotz dieser unbequemen Wahrheit hat es bisher keinerlei systematische Information von offizieller Seite gegeben.

 


Pablo Ernesto Piovano (*1981) lebt als Fotojournalist in Buenos Aires, Argentinien und arbeitet als Fotograf für die Zeitung Página/12. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, u.a. beim Festival Internacional de la Imagen in Mexiko, den International Photography Awards, den internationalen Fotojournalismus-Preises von Days Japan sowie den Nachhaltigkeitspreis beim LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover.
Im Kehrer Verlag erscheint der Katalog zur Ausstellung: Pablo E. Piovano, The Human Cost of Agrotoxins / El Costo Humano de los Agrotóxicos, 144 Seiten, ISBN 978-3-86828-767-7
 
Parallel wird die Ausstellung Der Skandal Minamata 1971-73. Fotografien von W. Eugene Smith. gezeigt.
 
Ausstellung vom 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V., Stresemannstraße 28, Berlin

20.10.2017 - 14.01.2018
Fotoausstellung Essen. Balthasar Burkhard hatte sein ganzes Leben der Fotografie verpfl ichtet. Ein halbes Jahrhundert Schaffenszeit zeichnet die Ausstellung im Museum Folkwang nach, geprägt von der Selbsterfindung eines Künstlers, kolossalen Formaten und fotografischen Erfindungen. 20. Oktober 2017 bis zum 14. Januar 2018
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Balthasar Burkhard
Fotoausstellung Essen. Balthasar Burkhard hatte sein ganzes Leben der Fotografie verpfl ichtet. Ein halbes Jahrhundert Schaffenszeit zeichnet die Ausstellung im Museum Folkwang nach, geprägt von der Selbsterfindung eines Künstlers, kolossalen Formaten und fotografischen Erfindungen. 20. Oktober 2017 bis zum 14. Januar 2018

 
Flower© Estate Balthasar Burkhard, 2017

 

Die Retrospektive im Museum Folkwang zeichnet das facettenreiche Werk Balthasar Burkhards (1944–2010) in Etappen nach – beginnend 1952 mit Fotografien aus seiner Kindheit und Ausbildungszeit beim bekannten Berner Fotografen Kurt Blum. Überdies widmet sich die Ausstellung der Rolle Burkhards als Wegbegleiter des berühmten Kurators Harald Szeemann und als Figur der Berner Bohème der 1960er und 1970er Jahre. Viele Aufnahmen der legendären Documenta von 1972 oder der einflussreichen Ausstellung When Attitudes Become Form im Jahr 1969 stammen von Balthasar Burkhard. Mit dem erweiterten Kunstbegriff der 1960er Jahre, dem Siegeszug von Performance und installativen Arbeiten kam auch der Fotografie eine neue, zentrale Bedeutung zu; erst durch sie sind viele der damals neuartigen, radikalen Arbeiten heute überhaupt erhalten.

 

 Kamel
© Estate Balthasar Burkhard, 2017

 

Füsse © Estate Balthasar Burkhard, 2017


Bisher spielten diese Fotografien von Balthasar Burkhard in der zeitgenössischen Kunstbetrachtung nur eine isolierte Rolle. Erstmals sind nun Burkhards Fotografien der späten 1960er und 1970er Jahre in einer umfassenden Zusammenschau zu sehen.
Als Dokumentarist machte Burkhard die flüchtigen Werke dieser Jahre für die Nachwelt erfahrbar. Doch bereits zu dieser Zeit experimentierte er mit künstlerischen Methoden. Einige seiner Arbeiten bewegen sich zwischen Lichtbild und Objekt.
Neben der wachsenden Freiheit der Fotografi e als Kunst in dieser Zeit werden jetzt auch kollaborative Aspekte in Burkhards Werk zunehmend sichtbar: In der Ausstellung sind weitere Werke aus Kooperationen mit Markus Raetz und Niele Toroni zu sehen.
Stets galt sein Interesse den Materialitäten des Bildes. Neben der spezifisch grauen Skala seiner Abzüge experimentierte Burkhard bis zum Ende seines Lebens mit den technischen Möglichkeiten der Fotografie. So schließt die Retrospektive mit im Edeldruckverfahren der Heliogravüre entstandenen Abzügen aus dem Jahr 2010.
Eine Ausstellung des Museum Folkwang in Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur, der Fotostiftung Schweiz und dem Museo d’arte della Svizzerra italiana

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, Essen


20.10.2017 - 25.11.2017
Fotoausstellung München . Nigin Beck hat für Ihre Ausstellung 'Places that are not- Nostalgia for Mahdieh' eine Werkreihe entwickelt, deren Ausgangspunkt die Erinnerung an ihre iranische Großmutter ist. Ausgestellt in der Galerie Jo van de Loo vom 20. Oktober bis 25. November 2017
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Nigin Beck – Places that are not
Fotoausstellung München . Nigin Beck hat für Ihre Ausstellung 'Places that are not- Nostalgia for Mahdieh' eine Werkreihe entwickelt, deren Ausgangspunkt die Erinnerung an ihre iranische Großmutter ist. Ausgestellt in der Galerie Jo van de Loo vom 20. Oktober bis 25. November 2017

 

'Die Spuren dessen, was man in der Kindheit gewesen ist, wie man sozialisiert wurde, wirken im Erwachsenenalter fort, selbst wenn die Lebensumstände ganz andere sind und man glaubt, mit der Vergangenheit abgeschlossen zu haben', schreibt der französische Philosoph und Soziologe Didier Eribon in seiner Autobiographie. Was als Auseinandersetzung mit einer deutsch-iranischen Identität begann, ist zur Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln geworden. Nigin Beck hat für Ihre Ausstellung 'Places that are not- Nostalgia for Mahdieh' eine Werkreihe entwickelt, deren Ausgangspunkt die Erinnerung an ihre iranische Großmutter ist. Die Trauer um den Verlust dieser Frau, mit der sie in der Kindheit jedes Wochenende verbrachte, wird in Objekten verarbeitet, die vielfältige Materialitäten besitzen. Es wir dem Anspruch gleich, sich den unterschiedlichen Aspekten eines verlorenen Menschen in allen Facetten nähern zu wollen. Die Erinnerungen an Rituale und Gegenstände aus der Kindheit werden in eigenständigen Artefakten umgesetzt und umfassen Schmerz genauso wie kindlichen Humor. 'Das Unterbewusste [als] eine dunkle Oase' (Chris Kraus) liefert zu allen Objekten ein direkt verknüpftes Erlebnis, mit welchem die Künstlerin eine sehr persönliche Ebene ihrer eigenen Geschichte preisgibt.

 

Galerie Jo van de Loo, Theresienstraße 48, München

13.10.2017 - 07.01.2018
Fotoausstellung München . Das Museum Fünf Kontinente stellt ein Projekt von Marie Köhler mit Kindern aus Burkina Faso und Ruanda vor, das Kinder in Afrika und deren Umwelt in den Mittelpunkt stellt. 13. Oktober 2017 bis 7. Januar 2018.
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Kids behind the Camera. Mach Dir ein Bild
Fotoausstellung München . Das Museum Fünf Kontinente stellt ein Projekt von Marie Köhler mit Kindern aus Burkina Faso und Ruanda vor, das Kinder in Afrika und deren Umwelt in den Mittelpunkt stellt. 13. Oktober 2017 bis 7. Januar 2018.

 

Bei deem Fotografierprojekt „Kids behind the Camera. Mach Dir ein Bild“ sind die afrikanischen Kinder manchmal Motiv und immer selbst Fotograf. Sie sind es, die sich selbst aussuchen, wen oder was sie wie abbilden. Einmischungen durch Erwachsene sind unerwünscht. Die Idee dazu stammt von der jungen Dortmunder Fotografin Marie Köhler. Die Ergebnisse sind niemals vorher einschätzbar. Weil die „erwachsene“ Regie fehlt, entstehen keine Klischee?Bilder. Fotos aus dem Alltag, von Festen, Handwerkskünsten, Tanz, Theater und Musik sehen auf diese Weise oft überraschend aus, erscheinen niemals in gewohnter Sichtweise.

Während eines Fotografieworkshops erhielt jedes Kind eine eigene Kamera. In einem bestimmten Zeitraum konnte es sein Umfeld schrittweise und mit zunehmender Intensität fotografisch erkunden. So entwickelten die Kinder bald individuelle Umgangsweisen mit ihrer Kamera, die zum ständigen Wegbegleiter wurde.

Das Ausstellungsprojekt hat das Ziel, erstarrte Sichtweisen aufzubrechen, den Blickwinkel Europas nach Afrika zu weiten und durch Ungewohntes zu ergänzen. „Europa und Afrika sind Nachbarn, die Kinder Nachbarskinder. Sie können einander näher kommen“, sagt Marie Köhler, „wenn sie ein ehrliches Bild voneinander bekommen“.

Museum Fünf Kontinente, Maximilianstraße 42, München

 

11.10.2017 - 28.01.2018
Fotoausstellung München . Im Kunstfoyer präsentiert die Versicherungskammer Kulturstiftung einen Fotografen, der wie wohl kaum ein anderer gesellschaftliche Phänomene mit witzig-ironischem Blick in bunte Bilder umsetzt. „Souvenir“ ist die erste retrospektive und zugleich aktuelle Ausstellung über den Fotografen Martin Parr. Eine Ausstellung die ein reines Vergnügen ist und die man nicht versäumen sollte.
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Martin Parr. Souvenir – A Photographic Journey
Fotoausstellung München . Im Kunstfoyer präsentiert die Versicherungskammer Kulturstiftung einen Fotografen, der wie wohl kaum ein anderer gesellschaftliche Phänomene mit witzig-ironischem Blick in bunte Bilder umsetzt. „Souvenir“ ist die erste retrospektive und zugleich aktuelle Ausstellung über den Fotografen Martin Parr. Eine Ausstellung die ein reines Vergnügen ist und die man nicht versäumen sollte.

Knokke Le Zoute. Belgien, 2001 copyright Martin Parr / Magnum Photos und Kunstfoyer


Britischer Humor ist etwas Besonderes! Wenn man ihn in der Fotografie sucht, dann landet man unwilkürlich bei Martin Parr, einem der der bedeutendsten Dokumentarfotografen unserer Zeit. An rund 200 Bildern kann man sich in der Ausstellung erfreuen, die Werke aus den Zyklen "Last Resort / Bored Couples / Mexico / Scotland / Luxury / Knokke le Zoute / Small world / Think of England / Dance / Autoportraits / Common Sense" zeigen und von Martin Parr persönlich zusammengestellt wurden. Ergänzt werden die Farbbilder von der frühen SW-Serie "Non Conformists".

 

Aus der Serie "Common Sense" Munich. Germany, 1997
copyright Martin Parr / Magnum Photos und Kunstfoyer

 

Aus der Serie "Bores Couples", Paris. France, 1992.
Ausnahmsweise ein gestelltes Motiv, denn das ist das Ehepaar Paar.
copyright Martin Parr / Magnum Photos und Kunstfoyer

 

Martin Parr in seiner Münchner Ausstellung
vor einem Bild aus der Serie "Think of England".

 


Ins Auge fällt bei den Aufnahmen vor allem auch ihre leuchtende Farbigkeit und da stellt sich die Frage, ob der Fotograf seine Digitalbilder mit Photoshop nachbearbeitet. „Ich benutzte Amateurfilme, in letzter Zeit Fuji 400 Superior für die 6 x 7- Kamera und Agfa Ultra oder Fuji 100 Asa-Filme für Ringblitz und Makroobjektiv. Mit Blitzlicht kombiniert ergibt das eine sehr hohe Farbsättigung, dazu braucht man kein Photoshop“, erklärt Parr.
Sicher erstaunt es immer wieder wie nahe Martin Parr fremden Menschen bei seiner Fotografie kommt. „Wenn man lange fotografiert, dann entwickelt man ein gewisses Verständnis für solche Sachen wie Körpersprache. Oft sehe ich die Menschen, die ich fotografiere, gar nicht an, vor allem nicht hinterher. Und wenn ich ein Foto haben will, dann werde ich auch furchtlos, und das hilft schon sehr. Es wird immer jemanden geben, der sich dagegen wehrt, fotografiert zu werden, und in dem Fall geht man eben weiter.“
Bei der Eröffnung seiner Ausstellung wurde Martin Parr gefragt, ob er denn die Menschen, die er fotografiert vorher um Erlaubnis fragen würde oder zumindest im nach hinein  sich die Genehmigung zur Veröffentlichung geben ließe – nein das tut er nicht und meint, dass man in England das auch nicht ganz so eng sieht wie in Deutschland.
Die fotografische Karriere des 1952 in Epsom, Surrey, GB, geborenen Martin Parr nahm schon früh ihren Anfang. „Für Fotografie interessierte ich mich zum ersten Mal, als ich Teenager war und meinen Großvater in der Nähe von Bradford besuchte, der ein begeistertet Amateurfotograf war. Er lieh mir eine Kamera und wir gingen zusammen auf Knipstour. Bei der Heimkehr entwickelten wir die Filme und machten Abzüge, und seit der Zeit wollte ich immer Fotograf werden“, berichtet Martin Parr von der Initialzündung seiner Fotografie.

Von 1970 bis 1973 studierte Martin Parr Fotografie am Manchester Polytechnic und hat seitdem an zahlreichen Fotoprojekten gearbeitet. Seine innovative Bildsprache, sein ironischer Umgang mit sozialdokumentarischer Fotografie und sein Beitrag zur Fotokultur sowohl in Großbritannien als auch im Ausland verschafften ihm ein internationales Renommee.

 

Martin Parr mit Andréa Holzherr, Mitarbeiterin Fotoagentur Magnum und Isabel Siben, Leitung Kunstfoyer


1994 wurde er Vollmitglied der Fotoagentur Magnum. Parr entwickelte auch ein Interesse fürs Filmemachen und begann seine Fotografie in unterschiedlichen Genres wie Mode und Werbung zu verwenden.
Karrierestationen des Fotografen waren unter anderem die Professur für Fotografie an der University of Wales in Newport, die mehrjährige Präsidentschaft von Magnum Photos und die künstlerische Leitung des Fotofestivals Rencontres d’Arles. Martin Parr  erhielt 2006 den Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, seine Ausstellung Assorted Cocktail wurde anschließend auf der photokina in Köln eröffnet. Im April 2017 wurde Parr der Sony World Photography Award für seinen herausragenden Beitrag zur Fotografie verliehen.
Martin Parr hat über 100 Bücher mit eigenen Werken veröffentlicht und weitere 30 herausgegeben.

Brigitte Henninges



+ Experten-Führungen

Andréa Holzherr, Mitarbeiterin der legendären Fotoagentur Magnum, führt
durch die Ausstellung im Kunstfoyer.

11. Oktober / 12. Oktober / 13. Oktober / 14. Oktober jeweils um 18 Uhr
sowie am 14. Oktober um 12 Uhr

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei. Die Termine sind öffentlich
(ohne Anmeldung).
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung, Maximilianstraße 53, München

https://www.versicherungskammer-kulturstiftung.de/


30.09.2017 - 25.11.2017
Fotoausstellung Nürnberg . Bilder mit Witz und Charme, das zeichnet die Fotografie von Andreas Riedel aus, die ein Bild der fränkischen Provinz zeigt. Seine Schwarzweißaufnahmen zeigen handwerkliches Können ebenso wie künstlerischen Anspruch.
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Andreas Riedel: Dunnerholler – so ein fränkischer Fotograf
Fotoausstellung Nürnberg . Bilder mit Witz und Charme, das zeichnet die Fotografie von Andreas Riedel aus, die ein Bild der fränkischen Provinz zeigt. Seine Schwarzweißaufnahmen zeigen handwerkliches Können ebenso wie künstlerischen Anspruch.

 

Wichtige Dinge nehmen ihren Anfang oft am Rand, an der Peripherie und in unscheinbaren Winkeln.  Der Fotograf Andreas Riedel kommt aus der fränkischen Provinz: Neustadt an der Aisch. Dort ist er 1970 geboren und dort lebt er noch heute, wo er ein Fotostudio betreibt. Er kennt sein Revier und Milieu, er beherrscht seinen Dialekt und sein Metier. Er ist einer, der sein Handwerk versteht, aber Kunst daraus macht.

Betrachtet man seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen vom ländlichen Leben Frankens mit den unverwechselbaren Gesichtern, Gebäuden und Gerätschaften, den Landschaften und Situationen,
dann spürt man seine hingebungsvolle Nähe zu den Gegenständen, aber auch die Klarsicht und Distanz des Künstlers, der die strukturierenden Formen, Flächen und Linien zum Vorschein bringt.

Immer wieder geht es ihm um das Ungestellte des Lebensalltags, das Zufällige, das scheinbar spontan, quasi aus der Hüfte heraus eingefangen und abgelichtet wird.

 

 



So entstehen Bilder voller Charakter, Tiefe und Wärme. Fotografie als Seelenkunst, als Schnittpunkt zwischen dem Momenthaften und Zeitlosen, dem Gewöhnlichen und  Wundervollen, dem Regionalen und Universalen.

Mit seinen Fotografien und Büchern wurde Andreas Riedel zum „Auge des Aischgrunds“.
Er ist einer, dem das Althergebrachte und Überlieferte ein Herzensanliegen ist, weil er weiß, dass alles Gegenwärtige dem Gesetz der Zeit unterworfen ist.

Er ist ein Mensch, der festhalten und aufheben möchte, was übersehen und missachtet wird, was verschandelt wird und verschwindet, der aber auch Humor und einen Sinn für das Skurrile und Absurde hat.

In der Unauffälligkeit der Provinz hat Andreas Riedel Großartiges und Bleibendes geschaffen.
            
(Quelle: Helmut Haberkamm, Mitautor und Buchpartner Andreas Riedels)




Leica Galerie Nürnberg, Obere Wörthstraße 8, Nürnberg


30.09.2017 - 10.12.2017
Fotoausstellung Ulm . Die vier renommierten Fotografen Sam Hobson, Yoko Ishii, Yoshinori Mizutani und Florian Möllers haben sich in Amsterdam und Nara, Tokio und Berlin umgeschaut und Graureiher und Sika-Hirsche, Halsbandsittiche und Wildschweine, Füchse, Waschbären und allerlei weitere Wildtiere fotografiert. Gezeigt werden die Bilder im Stadthaus Ulm vom 30. September bis 10. Dezember 2017
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Wilde Tiere in der Stadt
Fotoausstellung Ulm . Die vier renommierten Fotografen Sam Hobson, Yoko Ishii, Yoshinori Mizutani und Florian Möllers haben sich in Amsterdam und Nara, Tokio und Berlin umgeschaut und Graureiher und Sika-Hirsche, Halsbandsittiche und Wildschweine, Füchse, Waschbären und allerlei weitere Wildtiere fotografiert. Gezeigt werden die Bilder im Stadthaus Ulm vom 30. September bis 10. Dezember 2017



Aus der Serie "Dear Deer"
Foto: © Yoko Ishii

 

Schon immer haben die Städte die sogenannten Kulturfolger unfreiwillig im Schlepptau. Relativ neu ist, dass sich inzwischen jagdbares Wild in der Stadt einfindet. Hier weitgehend sicher vor Jägers Flinte durchwühlen Wildschweine Vorgärten, untergraben Füchse den Sandkasten und besetzen Rehe den Straßenraum. Berlin ist inzwischen zur Hauptstadt der frei lebenden Wildtiere geworden, und auch in Ulm sind sie immer wieder im Stadtgebiet anzutreffen.
Solche auf den ersten Blick paradiesischen Zustände zeigt unsere Ausstellung mit Bildern aus Europa und Asien.

 

Wildschweinrotte in Berlin
Foto: © Florian Möllers

 

Der Fotograf Florian Möllers etwa hat festgehalten, wie ganze Wildschweinrotten in Berlin die Straße überqueren oder wie ein Fuchs geduldig an einer Bushaltestelle wartet. Der studierte Biologe und Verhaltensökologe interessiert sich besonders für das zuweilen komplizierte Zusammenleben von Mensch und Tier. Seine Arbeiten wurden in Zeitschriften wie National Geographic, GEO, Huffington Post oder FAZ veröffentlicht. Mehrfach wurde Möllers bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet.

 

Aus der Serie "Dam Herons"
Foto: © Sam Hobson


Der Brite Sam Hobson fotografierte Graureiher, die im Amsterdamer Stadtbild überall zu finden sind: an den Grachten, an Bushaltestellen, auf öffentlichen Plätzen und an Mülleimern, über die sie sich auf der durchaus lohnenden Suche nach Essbarem hermachen. 2016 gewann Hobson den "Wildlife Photograhper of the Year"-Wettbewerb in der Kategorie "Urban" mit dem Bild eines Fuchses in Bristol, seiner Heimatstadt.

Die Stadt Nara im Süden japanischen Hauptinsel Honsh? zählt neben 400.000 menschlichen auch 1200 tierische Einwohner, die "heiligen Hirsche", die ohne Scheu in der Stadt herumstolzieren. Yoko Ishii hat sie mit ihrer Kamera vor den Auslagen des Gemüsehändlers, unter Betonbrücken oder auf ihren Wegen durch die Stadt festgehalten. Welch ein berührender Anblick, wenn die Tiere über den Asphalt schlendern oder ihre Köpfe ins Schaufenster stecken.

 

Aus der Serie "Tokyo Parotts"
Foto: © Yoshinori Mizutani

 


Die „Tokyo Parrots“ des Japaners Yoshinori Mizutani sind Schwärme von Halsbandsittichen, Nachfahren freigelassener Haustiere, wie sie inzwischen auch den Luftraum deutscher Städte entlang des Rheines erobert haben. Dass sich der künstlerische arbeitende Fotograf bei dem Anblick an Hitchcocks „Vögel“ erinnert fühlte, glaubt man bei seinen Bildern sofort. Mizutami: "Ich bin fasziniert von den Vögeln, denn eigentlich gehören sie nicht hierher, aber sind trotzdem da."
In Zusammenarbeit mit dem Naturkundlichen Bildungszentrum ist ein Quiz entstanden, das sich mit einem Besuch beider Häuser lösen lässt.

Der Eintritt in die Ausstellung des Naturkundlichen Bildungszentrums (Kornhausgasse 3, 89073 Ulm) ist mit dem Lösungswort aus dem Stadthaus-Rätsel frei. Der Eintritt in die Stadthaus-Ausstellung ist wie immer frei.
Ausstellungsführungen mit Projektleitern
Samstag, 28. Oktober 2017, 11 Uhr, mit Annette Schellenberg / Die Führung ist initiiert von der Lokalen Agenda Ulm 21 Donnerstag, 9. November, 17.00 Uhr, mit Dr. Raimund Kast
Ausstellungsführungen mit Max Wittlinger, Stadtförster Ulm
Donnerstag, 19. Oktober, 17.00 Uhr | Sonntag, 26. November, 11.30 Uhr
3,50 € pro Person, Kinder: 1,50 € (ab dem 2. Kind einer Familie 0,50 €)
Führungen im Naturkundlichen Bildungszentrum, Kornhausgasse 3, 89073 Ulm
Samstag, 28. Oktober, 13 Uhr | Donnerstag, 9. November, 15 Uhr | Sonntag, 26. November, 10.30 Uhr (jeweils ca. 45 Min.)
Eintritt in die Ausstellung: 2,40 € / Erwachsene (1,60 € erm.), Kinder ab 7 Jahre, Schüler, Studierende, ZDL, FSJ, FÖJ und Auszubildende: 1,50 €. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
Der Biber - Umgang mit einem eigenwilligen Zeitgenossen
Vortrag von Franz Spannenkrebs, Biberbeauftragte am Regierungspräsidium Tübingen
Sonnt

29.09.2017 - 10.12.2017
Ausstellung Berlin . Für den Martin-Gropius-Bau und das Programm Immersion entwickelt Ed Atkins eine Serie neuer Arbeiten, die auf dem allegorischen Potenzial seiner spezifischen Videoästhetik aufbaut und sich in immer gewagtere Bereiche von Begehren, Historizität, Melancholie und Dummheit vortastet. 29. September bis 10. Dezember 2017
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Ed Atkins - Old Food
Ausstellung Berlin . Für den Martin-Gropius-Bau und das Programm Immersion entwickelt Ed Atkins eine Serie neuer Arbeiten, die auf dem allegorischen Potenzial seiner spezifischen Videoästhetik aufbaut und sich in immer gewagtere Bereiche von Begehren, Historizität, Melancholie und Dummheit vortastet. 29. September bis 10. Dezember 2017

 

 Copyright Ed Atkins Cortesy oft the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin

 

Ein gigantisches Baby, ein affektierter Junge und ein ertrunkener Mann heulen, sabbern, verzehren groteske, mit Scheiße, Kadavern, Flaggen und Masken belegte Sandwiches – und lernen nichts daraus. Eine namenlose Menschenmenge schlittert in ein Loch, unaufhörlich, oder stellt in choreografierter Formation Buchstaben nach. Ein karges, gelooptes Klavierstück des Komponisten Jürg Frey wird in einer Betonzelle aufgeführt, in einer Einsiedlerhütte, in einem hochsommerlich-bukolischen Garten. Wandtexte des Onlinemagazins „Contemporary Art Writing Daily“ reflektieren eine barbarische Wirklichkeit, die in dieser Ausstellung nicht auftaucht. Ein Abspann suggeriert ein Ende, das nie anfängt und Social-Media-Konzerne sponsern das Ganze, anscheinend ungebeten.

Ed Atkins ist einer der markantesten Vertreter einer Künstlergeneration, die sich mit der Allgegenwärtigkeit digitaler Medien auseinandersetzt. In seinen computergenerierten Filmen schafft er Welten von forcierter Künstlichkeit, deren ramponierte und einsame Protagonisten er hypergenau und in entwaffnender Nähe in Szene setzt. Seine Animationen stellen ihre digitale Beschaffenheit aus, zielen jedoch zugleich auf einen verstörenden Realismus. Atkins’ Arbeiten gehen unter die Haut und erzeugen ein mulmiges Gefühl von Fäulnis, von substanziellem Unbehagen an Material und Konzept, ähnlich wie schon die Vorstellung von „altem Essen“ eine Ahnung von verschwendetem Nutzen und verdorbener Güte aufkommen lässt.

 

Copyright Ed Atkins Cortesy oft the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin



Für den Martin-Gropius-Bau und das Programm Immersion entwickelt Atkins eine Serie neuer Arbeiten, die auf dem allegorischen Potenzial seiner spezifischen Videoästhetik aufbaut und sich in immer gewagtere Bereiche von Begehren, Historizität, Melancholie und Dummheit vortastet. Bekannt wurde Ed Atkins durch eine Reihe von Videoinstallationen mit CGI-Avataren, die durch Motion-Capture-Technik animiert sind und mit der Stimme des Künstlers sprechen. In seinen jüngeren Arbeiten führt er seine Erforschung des Mediums fort und koppelt affektive autobiografische Figurationen an Fragen, die durch die Macht des Digitalen aufgeworfen werden. Wo zuvor in Atkins’ Werk der Tod Voraussetzung für die Liebe und logischer Endpunkt jedes Repräsentationswillens war, stellt „Old Food“ ein weniger morbides und weitaus unromantischeres System vor. Die Welt von „Old Food“ ist von vornherein verloren und besteht trotzdem fort, ohne jede Aussicht auf Erlösung. Wie ein Hamburger von McDonald’s wird „Old Food“ nie verderben, nie vermodern – er existiert einfach weiter und ist das Inbild einer melancholischen Welt, in der das, was verlorenging, niemals begriffen und erst recht nicht zurückgewonnen werden kann.

„Old Food“ ist Atkins’ bisher umfangreichste Installation und choreografiert auf Monitorwänden und Flat-Screens ein Kammerspiel, das auf dubiose Weise sentimental und historisch ungenau wirkt. Mit den Mitteln von Karikatur und Parabel beschwört es das Niemandsland nostalgischer TV-Fantasywelten herauf, deren entgleisender Eskapismus das Scheitern des Fantastischen ausgerechnet an romantischen Weltentwürfen vorführt. Anders als viele von Atkins’ vorangegangenen Arbeiten ist „Old Food“ langsam – lahmgelegt und erschöpft von der eigenen offenkundigen Oberflächlichkeit. Und doch bewegt sich „Old Food“, taumelnd gefangen in einem schwermütigen Konzert, nach innen und außen abkippend.

Copyright Ed Atkins Cortesy oft the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin



Atkins’ neuen computergenerierten Videoarbeiten steht eine umfangreiche Präsentation von Kostümen aus dem Fundus der Deutschen Oper Berlin gegenüber. Sie werden als Objet Trouvé so ausgestellt, wie sie dort eingelagert sind. Einerseits Elemente einer perversen Inszenierung, andererseits ganz pragmatisch schalldämpfende Auskleidungen des Raumes, laden die Kostüme zu einer Lesart der Videos als Ausdruck des Strebens nach Opernhaftigkeit ein – und als beschädigter historischer Traum. Sie stehen gleichermaßen für das Scheitern an einer angemessenen Auseinandersetzung mit der eigenen Zeitgenossenschaft, wie auch mit ihrer historischen und lokalen Verortung – vom Schottland des 11. Jahrhunderts über das antike Ägypten bis nach Berlin und in die Gegenwart. Sie sabotieren ihre eigentliche Rolle als Werkzeuge immersiven Geschichtenerzählens in demselben Maße, wie Atkins’ Videos kontinuierlich den eigenen Realismus und die ausgefeilte Technologie, durch die sie geschaffen sind, untergraben. Paradoxerweise ist die Wirkung eine substanzielle Gefährdung.

Ed Atkins wurde 1982 in Oxford, Großbritannien, geboren. Er studierte an Central Saint Martins (BA) und an der Slade School of Fine Art (MA) in London. Seinem Werk wurden in den letzten Jahren zahlreiche Einzelausstellungen gewidmet u.a. im MMK Frankfurt (2017), DHC/ART, Montréal (2017), dem Castello di Rivoli, Turin (2016), The Kitchen, New York (2016), dem Stedelijk Museum, Amsterdam (2015) und der Serpentine Gallery London (2014). Atkins ist zugleich als Schriftsteller tätig. 2016 erschien die Textanthologie „A Primer for Cadavers“ bei Fitzcarraldo Editions. Zuletzt erschien eine umfassende künstlerische Monografie im Skira Verlag in Zusammenarbeit mit dem Castello di Rivoli. 2015 erhielt Ed Atkins das DAAD-Künstlerstipendium; seitdem lebt und arbeitet er in Berlin.

Im Rahmen des Programms Immersion präsentieren die Berliner Festspiele Werke, die sich im Grenzbereich zwischen Ausstellung und Aufführung bewegen.

Martin-Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

Alle Bilder Copyright Ed Atkins Cortesy oft he artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin

29.09.2017 - 06.01.2018
Fotoausstellungen Frankfurt am Main . In diesem Jahr richtet Thomas Rietschel, ehemaliger Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, seinen Blick auf die DZ BANK Kunstsammlung und stellt 28 Arbeiten von dreizehn internationalen Künstlern vor, welche die Wahrnehmung gleich in mehrfacher Hinsicht infrage stellen??
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[AN-]SICHTEN: Vom Umgang mit der Wirklichkeit
Fotoausstellungen Frankfurt am Main . In diesem Jahr richtet Thomas Rietschel, ehemaliger Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, seinen Blick auf die DZ BANK Kunstsammlung und stellt 28 Arbeiten von dreizehn internationalen Künstlern vor, welche die Wahrnehmung gleich in mehrfacher Hinsicht infrage stellen??

 

Joan Fontcuberta
Typhatata Ppulcra, aus der Serie: Herbarium, 1982

 

Thomas Rietschel hat Fotografien der DZ Bank Kunstsammlung ausgewählt, die auf unterschiedliche Weise ein Spannungsfeld erzeugen zwischen der Wirklichkeit und dem, was sie als scheinbare Realität darstellen – ein Thema, das durch die politischen Lage und die Diskussion um „fake news“ gerade einen aktuellen Bezug erhält. Vertreten sind in dieser Ausstellung Fotoarbeiten aus der Sammlung von Gregory Crewdson, Thomas Demand, Valie Export, Joan Fontcuberta, Anton Henning, David Hockney, Barbara Klemm, Rosemary Laing, Louise Lawler, Ville Lenkkeri und Helen Sear sowie Neuerwerbungen von Barbara Probst und Michael Schäfer.

 

David Hockney
»Roses for Mother« December 4th 1995, 1995, DZ BANK Kunstsammlung im Städel Museum


Barbara Klemm
Abwahl des Parteivorsitzenden der SPD Rudolf Scharping, Mannheim, 1995

 

Das Ausstellungsformat [AN-]SICHTEN wird von einem Gastkurator aus einem anderen Kulturbereich gestaltet. In diesem Jahr richtet Thomas Rietschel, ehemaliger Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, seinen Blick auf die DZ BANK Kunstsammlung. Thomas Rietschel hat Fotografien der Sammlung ausgewählt, die auf unterschiedliche Weise ein Spannungsfeld erzeugen zwischen der Wirklichkeit und dem, was sie als scheinbare Realität darstellen – ein Thema, das durch die politischen Lage und die Diskussion um „fake news“ gerade einen aktuellen Bezug erhält.??Vertreten sind in dieser Ausstellung Fotoarbeiten aus der Sammlung von Gregory Crewdson, Thomas Demand, Valie Export, Joan Fontcuberta, Anton Henning, David Hockney, Barbara Klemm, Rosemary Laing, Louise Lawler, Ville Lenkkeri und Helen Sear sowie Neuerwerbungen von Barbara Probst und Michael Schäfer.

 

Art Foyer der DZ Bank Kunstsammlung, Platz der Republik, Frankfurt am Main


 

28.09.2017 - 11.02.2018
Fotoausstellung Berlin . Rund 70 spektakuläre Fotografien, Grafiken, Zeitschriften und Dokumente europäischer Fotografinnen zum Kriegsgeschehen 1914 – 1945 an Front und Heimatfront zeigt das Verborgene Museum unter dem Titel Kriegsalltag und Abenteuerlust.
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Kriegsalltag und Abenteuerlust
Fotoausstellung Berlin . Rund 70 spektakuläre Fotografien, Grafiken, Zeitschriften und Dokumente europäischer Fotografinnen zum Kriegsgeschehen 1914 – 1945 an Front und Heimatfront zeigt das Verborgene Museum unter dem Titel Kriegsalltag und Abenteuerlust.

 

Mrs Albert (Christina) Broom: Offiziere der Frauenpolizei, die von Inspektor Mary Allen, einer ehemaligen Frauenrechtlerin, geleitet wird, erhalten Anweisungen für die Womens War Work Exhibition, Knightsbridge, London, Mai 1916
[©Imperial War Museum, Ref: Q 66159]

 

Fotografinnen, Journalistinnen, Amateurfotografinnen und fotografierende Krankenschwestern waren zwischen 1914 und 1945 an den beiden Angriffskriegen in Europa sowie am Spanischen Bürgerkrieg mit und ohne Akkreditierung als Kriegskorrespondentinnen beteiligt. Sie haben die Versorgung der Verwundeten im Lazarett, die Betreuung der Soldaten in der Etappe und den Krieg aus nächster Nähe an der Front ebenso wie das Leben zu Hause an der Heimatfront dokumentiert.

Sie waren überwiegend gegen Wilhelminismus, Faschismus und Nationalsozialismus eingestellt, aber weiblichen Geschlechts zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig Pazifistin zu sein. Die Österreicherin Alice Schalek beispielsweise war vom Krieg fasziniert. In England waren es die Suffragetten, die für das Wahlrecht der Frauen und mit Beginn des Krieges auch für ihren Einsatz im Krieg gekämpft haben.

 

 Florence Farmborough: Erschöpfte russische Soldaten, die sich der fahrenden Rote-Kreuz-Station
angeschlossen haben, machen Pause in der Nähe von Grodzisko, Polen, August 1915
[©Imperial War Museum, Ref: Q 98415]

 

Die Rolle der Fotografinnen als Dokumentaristinnen des Spanischen Bürgerkriegs fand bisher mit einer Ausnahme kaum Beachtung: Gerda Taro ist heute die bekannteste Kriegsfotografin in Europa. Die internationale Teilnahme fotografierender Frauen steigt im Zweiten Weltkrieg weiter an. Im Winter 1944 hat Germaine Krull für den militärischen Pressedienst der Freien Französischen Streitkräfte über die Befreiung des Elsass durch die Alliierten eine ausführliche Reportage gemacht; Eva Besnyö hat als verfolgte Jüdin in den Niederlanden lebend, 1940 Rotterdam nach der Zerstörung durch die deutsche Luftwaffe fotografiert.

 

Sensationell sind die Beispiele zweier sowjetischer Kriegskorrespondentinnen, Natalja Bode und Olga Lander, die im Dienst der Roten Armee für die zentralen Presseagenturen fotografiert haben. Ihr Leben und ihre Arbeit sind nur in groben Zügen rekonstruiert, ihre Bilder u.a. vom Krieg um Stalingrad sind einmalige Dokumente und werden außerhalb der Sowjetunion hier zum ersten Mal gezeigt.

 

Die Ausstellung schließt mit wenigen Beispielen des unbearbeiteten Kapitels deutscher Fotografinnen im Zweiten Weltkrieg. Ilse Steinhoff z.B. fotografierte in den besetzten Gebieten auf dem Balkan 1941-43 für die gleichgeschaltete nationalsozialistische Presse, u.a. die »BIZ«, »Signal« und »Die Wehrmacht« sowie 1942 in Libyen.

 

Das Verborgene Museum - Dokumentation der Kunst von Frauen e.V., Schlüterstraße 70, Berlin

 

 

28.09.2017 - 10.06.2018
Fotoausstellung München . Die Pinakothek der Moderne zeigt 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Bis 10. Juni 2018
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Germaine Krull. Métal
Fotoausstellung München . Die Pinakothek der Moderne zeigt 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Bis 10. Juni 2018

 
 Germaine Krull,
Tour Eiffel, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen



Ihre Bedeutung als Künstlerin der Avantgarde verdankt die Fotografin Germaine Krull (Wilda 1897 – 1985 Wetzlar) ihrem wegweisenden Mappenwerk „Métal“, das 1928 in Paris bei A. Calavas, Librairie des Arts Décoratifs in kleiner Auflage erschien. In 64 Lichtdrucktafeln setzt sie darin eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten „Tanz der nackten Metalle“ werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Es war wohl gerade diese Veröffentlichung, die Walter Benjamin veranlasste, Germaine Krull in seiner „Kleinen Geschichte der Fotografie“ (1931)  in einem Atemzug mit den bedeutenden Fotografen August Sander und Karl Blossfeldt zu nennen.

 

Germaine Krull,
Brückenkran Rotterdam, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen 

 

 

Germaine Krull,
Tour Eiffel, 1927
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen


 
Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus einem von Germaine Krull an Jürgen Wilde gewidmeten Exemplar der Erstausgabe von „Métal“, ergänzt um originale Fotografien der Serie, Dokumente und Archivalien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Zusätzlich ist der Kurzfilm „De Brug“ (1928) des niederländischen Filmemachers und Dokumentaristen Joris Ivens zu sehen. Hier zeigt sich nicht nur die persönlich künstlerische Verbindung der beiden, sondern auch die wechselseitige Inspiration der technischen Bildmedien Film und Fotografie in der Moderne.

 

Germaine Krull,
Selbstporträt mit Icarette 1925
© Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen


 
Germaine Krull, die ihre Ausbildung an der Münchner Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie absolviert hatte und 1920 aufgrund ihrer politischen Gesinnung aus Bayern ausgewiesen wurde, lebte nach Stationen in Moskau, Berlin und Amsterdam ab 1926 in Paris. Dort avancierte sie zu einer gefragten Werbe- und Porträtfotografin und arbeitete als Fotojournalistin. Trotz reger Ausstellungs- und Publikationstätigkeit in den 1920er- und 1930er-Jahren geriet sie nach 1945 in Vergessenheit.
 
Ann und Jürgen Wilde konnten Germaine Krull 1974 in Nordindien ausfindig machen und richteten ihr 1977 eine erste Retrospektive in Deutschland aus. Diese leitete die Wiederentdeckung der Fotografin und ihres bedeutenden Werkes ein.
 
 
Führungen:
 
18.10.2017 und 14. März 2018 | 15.00
Aus erster Hand | Kuratorenführung mit Simone Förster
 
26.11. 2017 und 28.1. 2018 | 15.00
Führung mit Constanze Lindner Haigis

Pinakothek der Moderne und Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Barer Str. 29, München



23.09.2017 - 14.01.2018
Fotoausstellung Düsseldorf . Reisen und Schauen, Welt-Erfahrung und Natur-Wahrnehmung sind für die künstlerische Arbeit von Axel Hütte von großer Bedeutung. Für seine Aufnahmen bereist der Fotograf alle Kontinente der Welt. Das Museum Kunstpalast zeigt mit 70 Bildern einen Überblick über sein Werk.
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Axel Hütte. Night and Day
Fotoausstellung Düsseldorf . Reisen und Schauen, Welt-Erfahrung und Natur-Wahrnehmung sind für die künstlerische Arbeit von Axel Hütte von großer Bedeutung. Für seine Aufnahmen bereist der Fotograf alle Kontinente der Welt. Das Museum Kunstpalast zeigt mit 70 Bildern einen Überblick über sein Werk.

Axel Hütte, Rheingau/Nebel-2, Germany, 2009, Ditone Print, 115 x 145 cm
Courtesy Galerie Nikolaus Ruzicska, Salzburg © Axel Hütte

 

Der Fotokünstler Axel Hütte gehört zu den wichtigsten Vertretern der Düsseldorfer Fotoschule. Für seine Aufnahmen, die insbesondere die Wahrnehmung von Landschaft oder Architektur thematisieren, bereist er alle Kontinente. Zum künstlerischen Schaffen von Axel Hütte (*1951) zeigt das Museum Kunstpalast zum Teil neue und erstmals öffentlich präsentierte Tag- und Nachtbilder des Fotografen aus mehr als zwanzig Jahren. Kuratiert wurde die Ausstellung von Ralph Goertz gemeinsam mit dem Künstler. Neben den großformatigen Fotoarbeiten sind zum ersten Mal auch zwei der seltenen Videoarbeiten des Künstlers zu sehen: Attonitus (2014) und Detroit (2017).

 

Axel Hütte, Danum Valley-1, Borneo, 2008, Ditone Print, 225 x 155 cm,
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf © Axel Hütte

 

Axel Hütte, Tokyo-1, Japan, 2010, Duratrans-Print, 207 x 172 cm,
Courtesy Galerie Nikolaus Ruzicska, Salzburg © Axel Hütte

 

Axel Hütte, der seit langem als ein Meister der zeitgenössischen Landschaftsfotografie gilt, ist wie Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff und Candida Höfer aus der berühmten Klasse von Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie hervorgegangen. Gemeinsam mit ihnen zählt er zu den bedeutenden, international anerkannten Vertretern der Düsseldorfer Fotoschule.

 

 

19.09.2017 - 15.12.2017
Ausstellung Berlin . In ihrer dritten Präsentation der Reihe Mix Media präsentiert Kicken Berlin Architektur. In Mixed Media III werden neue Arbeiten von Joachim Brohm aus den Serien Mies Model Study und State of M. vorgestellt.
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Mixed Media III. About Architecture.
Ausstellung Berlin . In ihrer dritten Präsentation der Reihe Mix Media präsentiert Kicken Berlin Architektur. In Mixed Media III werden neue Arbeiten von Joachim Brohm aus den Serien Mies Model Study und State of M. vorgestellt.


LUCIA MOHOLY (1894 – 1989)
‚Wohnhaus Gropius in der Bauhausmeistersiedlung, von Westen‘, 1926
gelatin silver print
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Courtesy Kicken Berlin

 



Seit 2015 stellt Kicken Berlin in der Reihe Mixed Media Ausstellungen zur Kunst der Moderne im 20. Jahrhundert im Dialog verschiedener Medien - Fotografie, Malerei, Zeichnung, Grafik und Skulptur - vor. Nach den Themen Portrait (2015) und Abstraktion (2016) widmet sich die dritte Präsentation der Architektur

 

 

JOACHIM BROHM (*1955)
 ‘Untitled (Mondrian)‘, from the group ‘State of M.’
archival pigment print on alu-dibond, 2015
© Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Courtesy Kicken Berlin



In der aktuellen Ausstellung Mixed Media III bilden neue Arbeiten von  Joachim  Brohm  aus  den  Serien Mies  Model  Study und State  of M. den Ausgangspunkt für einen Dialog von Fotografien, Zeichnungen und  Modellen  verschiedener  Künstler,  darunter  Erich  Mendelsohn, Walter Gropius und Hans Poelzig, Enrico Prampolini und Hermann Finsterlin,  László  Moholy-Nagy  und  Lucia  Moholy,  Werner  Mantz, Albert Renger-Patzsch und August Sander oder legendäre Schulen wie das Bauhaus oder die russische Vkhutemas. Dabei kommen sowohl die klare und sachliche Struktur des Neuen Bauens zum Ausdruck wie die organisch-dynamischen Entwürfe der expressiven und futuristischen Utopien. Ihr Echo findet sich auch in den gewachsenen Formen der Industriearchäologie von Bernd und Hilla Becher wieder.

Joachim Brohm, der in seinen früheren Arbeiten die urbane Landschaft industriell geprägter Orte und ihre Veränderung u.a. im Ruhrgebiet und in den USA behandelt hat, wendet sich mit State of M. und Mies Model Study der Architekturmoderne zu, wie sie exemplarisch im Werk von Ludwig Mies van der Rohe zum Ausdruck kommen: dazu zählen die Dessauer Meisterhäuser des Bauhauses, die Villa Tugendhat in Brünn oder das 1:1-Modell eines nie realisierten Golfklubs in Krefeld. Transparenz, Lichtführung, Linearität, Volumen und Fläche sind die Parameter,  die  seine  Interpretation  der  ikonischen  Bauten  und Entwürfe bestimmen. Seine visuellen Deklinationen begegnen den Bildwerken der Neuen Sachlichkeit wie des Neuen Sehens, der tschechischen Moderne, dem Bauhaus und den Vkhutemas-Werkstätten mit ihrer Nähe zum Konstruktivismus und seiner strengen Geometrie.


BERND AND HILLA BECHER (1931-2007; 1934-2015)    
from ‘Coal Tipples, Goodspring, PA‘, 1975
4 gelatin silver prints
© Estate Bernd & Hilla Becher / Courtesy Kicken Berlin


Der Gedanke von „Urformen der Kunst“ in der Natur im Sinne Karl Blossfeldts  prägt  die  künstlerischen  Zeugnisse  in  den  ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Sie finden sich in naturmystischen und biosophischen Theorien, z.B. des Verlegers und Schriftstellers Ernst   Fuhrmann.   Mit   Albert   Renger-Patzsch   war   einer   der bedeutendsten neusachlichen Photographen für Fuhrmanns Auriga-Verlag tätig. Kristalle oder plastisch wirkende Pflanzenstrukturen finden ihre Pendants in utopischen Stadtentwürfen des Belgiers Edmond van Dooren ebenso wie in den anthropomorph belebten, visionären Architekturen eines Hermann Finsterlin, der auch an der expressionistisch geprägten Vereinigung Die gläserne Kette beteiligt war.

 

ED VAN DER ELSKEN (1925 – 1990)
‚Interior, Guggenheim Museum, New York‘, 1961
gelatin silver print
Nederlands Fotosmuseum, Rotterdam © Ed van der Elsken / Courtesy Kicken Berlin


Die intellektuelle  und ästhetischen  Suche der Künstler nach den ihrer Zeit angemessenen Formen  – der „von Grund aus neu erbauten Welt der Schönheit“, wie Walter Gropius 1919 zur „Ausstellung unbekannter Architekten“ schrieb – wird im Zusammenspiel der Künste exemplarisch  deutlich.  Stichworte  sind  Energie  und  Dynamik, Abstraktion und Entmaterialisierung sowie immer wieder das Licht, das  für  so unterschiedliche  Künstler  wie  Erich  Mendelsohn  oder László Moholy-Nagy  gleichermaßen  entscheidende  Bedeutung  besitzt. Darin verbinden sich Photographie und Architektur, Zeichnung und Skulptur.


Kicken Berlin, Linienstr. 161A, Berlin

16.09.2017 - 15.12.2017
Fotoausstellung Stuttgart . Das Spektrum der Bilder von Walter Schels ist breit und reicht vom Porträt bis zur Sachfotografie. Die Galerie ABTART zeigt mit rund 200 Bildern einen Querschnitt seiner umfangreichen Arbeit.
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Walter Schels Fotografie.
Fotoausstellung Stuttgart . Das Spektrum der Bilder von Walter Schels ist breit und reicht vom Porträt bis zur Sachfotografie. Die Galerie ABTART zeigt mit rund 200 Bildern einen Querschnitt seiner umfangreichen Arbeit.




Andy Warhol 1980 fotografiert von Walter Schels


In Sachen Fotografie macht ihm so schnell keiner was vor. Weder in ästhetisch-künstlerischer noch in technischer Hinsicht. Walter Schels, 1936 in Landshut geboren, könnte man als „uomo universale della fotografia“ bezeichnen. Doch nicht nur seine wunderbare Bilderwelt eröffnet neue Dimensionen, sondern das Gleiche gilt für jedes Gespräch mit ihm. Er repräsentiert eine allmählich aussterbende Haltung und die unermessliche Erfahrung eines weitgereisten Mannes. Alle Bilder Schels‘ künden nachdrücklich vom vitalen Leben. Selbst da, wo sie vom Tod handeln. Sie sind also im progressiven Sinne konservativ.

 

Schimpanse 1992 fotografiert von Walter Schels


Das Spektrum seiner fotografischen Kunst ist umfangreich. Noch nie zuvor wurde es im Zusammenhang gezeigt. Die Galerie ABTART unternimmt es zum ersten Mal in der von Klaus Honnef kuratierten Ausstellung. Wobei hinzugefügt werden muss: Notgedrungen in signifikanter Auswahl. Sie reicht von Menschen- und Tierporträts über Studien aller menschlichen Lebensphasen und Verhaltensweisen sowie den vielfältigen Herausforderungen des Lebens bis zur Sachfotografie und hier von Blumen bis zu Kanaldeckeln.

 

Angela Merkel fotografiert von Walter Schels


Darüber hinaus ist Schels unbestreitbar ein Neuerer. Beispiel Porträtfotografie. Sein kürzlich im renommierten S-Fischer Verlag erschienenes Buch „Hände“ bezeugt es. Auch schreckt er keineswegs vor chirurgischen und anderen Eingriffen in das fotografische Bild zurück. Die präzise Laborarbeit ist ebenso Element seiner fotografischen Kunst wie die Farb- und Formentwicklung während des Malens bei einem Maler.

 

Park-People NY 1973 fotografiert von Walter Schels


Das belegen vor allem die frappierenden Serien der strahlend blickenden Barbiepuppen oder eines Menschen, der nie altert, und die außergewöhnlich intensiven Bildnisse von Joseph Beuys und Andy Warhol. Die ästhetische Einstellung ist bei aller Unterschiedlichkeit der Motive identisch. Empathie bestimmt sie. Nicht von ungefähr erhielt Schels für eine Serie über Hospizpatienten den Hansel-Mieth-Preis, benannt nach einer der beiden einzigen Redaktionsfotografinnen des legendären Magazins „Life“. Berühmt wurden Schels´ einzigartige Tierporträts. Sie sind deshalb einzigartig, weil sie Tiere im Format und Stil von Menschenbildern darstellen, ohne sie auch nur um eine Nuance zu vermenschlichen. Die Travestie inspiriert ihre künstlerische Methodik. Erschienen sind seine Bilder in den meisten deutschen Fach- und Publikumszeitschriften und in ausländischen Magazinen, vor allem aber in seinen zahlreichen Büchern.
Walter Schels ist längst eine fotografische Legende. Die Kunstwelt muss ihn allerdings noch entdecken. Er nennt sich Fotograf, ist aber ein Künstler durch und durch.
Zur Ausstellung bei ABTART erscheint ein Katalog im Schuber mit fünf schmalen Bänden, die je einem besonderen Themenkreis gewidmet sind.



Galerie ABTART, Rembrandtstraße 18, Stuttgart

16.09.2017 - 13.01.2018
Fotoausstellung Oelde . In der neuen Leica Galerie in NRW zwischen Hannover und Düsseldorf läuft als erste Ausstellung "Was bleibt? Monochrom." mit Bildern des Inhabers und Galleristen der Leica Galerie, die sich um das Thema Porträt dreht. Bis zum 13. Januar 2018
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Lars Beusker - Was bleibt? Monochrom.
Fotoausstellung Oelde . In der neuen Leica Galerie in NRW zwischen Hannover und Düsseldorf läuft als erste Ausstellung "Was bleibt? Monochrom." mit Bildern des Inhabers und Galleristen der Leica Galerie, die sich um das Thema Porträt dreht. Bis zum 13. Januar 2018

Die neue Leica Galerie NRW copyright Lars Beusker

 

Die Leica Galerie NRW ist eine Hommage an die Weltausstellung 1929 getreu dem Motto „Form follows Funktion“ – angelehnt an die Architektur von Mies van der Rohes Barcelona-Pavillon. Der Glas-Holz-Bau verfügt über rund 200 Quadratmeter Innenfläche, eine große Terrasse und Wasserbecken sowie einen Leica Boutique, in der Kunden ausgewählte Leica Produkte und Accessoires erwerben können. In der Leica Galerie NRW werden künftig wechselnde Ausstellungen von Klassikern und zeitgenössischer Fotografie präsentiert. Den Auftakt zur Eröffnung macht Lars Beusker, Inhaber und Gallerist der Leica Galerie NRW, höchstpersönlich mit seiner Ausstellung „Was bleibt? Monochrom.“ – bestehend aus fünf Projekt-Reihen, die sich um das Thema Porträt drehen und bis zum 13. Januar 2018 in der Leica Galerie NRW zu sehen sind. Seine teilweise großformatigen Schwarzweiß-Aufnahmen fesseln durch ihre eindrucksvolle Intensität und Ausdruckskraft – seien es Bilder von Top-Models wie Nadja Auermann, bedeutenden Künstlern wie Peter Lindbergh, marokkanischen Bauern oder geltungsfreudigen Dandys aus aller Welt. Dabei ermöglicht sein intimer Blick auch formal ein besonderes Bilderlebnis. Präsentiert werden mehr als 50 Fine-Art-Prints von größter Brillanz.

 

Leica Galerie Lars Beusker People


Lars Beusker ist ein Fashion-, Lifestyle und Still-Life-Fotografie. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Faszination für Menschen, Mode und Trends, aber auch deren tiefliegenden Emotionen, Besonderheiten und Abgründe. Durch seine zahlreichen Auftragsarbeiten für internationale Kunden wie SØR, Gant, Wellensteyn, Louis Copeland, Emanuel Berg, L’Oréal oder Müller Maßmanufaktur hat sich der 44-jährige Fotograf Techniken und Herangehensweisen erarbeitet, die es ihm erlauben, den Inhalten in seinen freien Arbeiten besonders nah zu kommen. Während bei seinen werblichen Arbeiten der digitale Workflow überwiegt, empfindet er es bei freien Projekten als Wohltat, zu den analogen Wurzeln der Fotografie zurückzukehren. Dabei reizt ihn die Herausforderung, mit wenigen Aufnahmen „das eine stimmige Bild zu machen“.

 

 Leica Galerie Lars Beusker People, Marokko

 

Die Leica Camera AG unterstreicht mit der Eröffnung der Leica Galerie NRW erneut die hohe Bedeutung des geprinteten Bildes und bietet sowohl bekannten Fotografen als auch aufstrebenden Talenten eine weitere Plattform, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Leica Galerie NRW ist die fünfte Galerie in Deutschland von insgesamt 18 Leica Galerien weltweit.

 

Leica Galerie NRW, Mies von der Rohe Weg 1, Oelde

09.09.2017 - 28.01.2018
Fotoausstellung Winterthur . Was passiert, wenn Fotografen und Künstler Hobbys zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, um etablierte künstlerische Praktiken und Hierarchien herauszufordern? Zu diesem Thema stellt das Fotomuseum Winterthur amüsante und spannende Bilder in der Ausstellung „The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobbyfotografie“ vor.
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The Hobbyist
Fotoausstellung Winterthur . Was passiert, wenn Fotografen und Künstler Hobbys zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, um etablierte künstlerische Praktiken und Hierarchien herauszufordern? Zu diesem Thema stellt das Fotomuseum Winterthur amüsante und spannende Bilder in der Ausstellung „The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobbyfotografie“ vor.


Eckhard Schaar, Bodybuilder, 1993
copyright Eckhard Schaar



Wie stellen Hobbyisten ihre Leidenschaft über die Fotografie dar, nicht zuletzt in Zeiten digitaler Kommunikation? Das Schweizer Museum Winterthur präsentiert die erste grosse Ausstellung, die das Verhältnis von Fotografie und Hobbykultur zum Thema hat, und sich dabei sowohl dem Fotografieren von Hobbys wie auch der Fotografie als Hobby widmet
Mit viel Feingefühl, Leidenschaft, Tiefsinn aber auch Witz wurden für die Ausstellung Werke in groben Überkategorien wie Hobby & Konsum, Ideologien, Spuren und Amateurkultur recherchiert, zusammengetragen und entsprechend im Raum inszeniert. Nebst geplantem künstlichem Rasen im Museum bauen wir unter anderem eine Impro-Bühne in den Ausstellungsraum sowie eine heimelige Sofalounge, welche an das Wohnzimmer Zuhause erinnern soll.

 

Ricardo Cases, aus Paloma al aire, 2011
copyright Ricardo Cases

 

Stephanie Kiwitt, aus GYM, 2013
© Stephanie Kiwitt / 2017, Pro Litteris, Zürich



In fünf Kapiteln geht die Ausstellung The Hobbyist der Frage nach, was ein Hobby in einer Zeit sein könnte, in der sich mit dem Wirkungsgrad des Internets das Verständnis von privaten und sozialen Räumen verschoben hat. Wurde durch die Digitalisierung möglicherweise das Ende der Hobbykultur heraufbeschworen? Oder haben Phänomene wie YouTube und die medialen Entwicklungen der Fotografie nicht erst das Hobbytum und die Freizeitbeschäftigung mit neuem Leben erfüllt?
Vor diesem Hintergrund untersucht die Ausstellung das Phänomen des Hobbys und reflektiert dessen Bedeutungsvielfalt innerhalb der Spannungsfelder von Freizeit undArbeit, Ideologie und Konsum, Amateurkultur und Professionalisierung.

 

 Simone Nieweg, Hütte unter Pflaumenbäumen, Ay-sur Moselle, 2009
© Simone Nieweg/Courtesy Galerie m Bochum

 

 Xiaoxiao Xu, aus Aeronautics, 2000
© Xiaoxiao Xu


Von den Hippie-Kulturen und Avantgarde-Strömungen der 1960er über die Do-it-yourself-Bewegung der 1980er Jahre bis hin zur heutigen „Maker“-Bewegung erkundet The Hobbyist konkrete Orte, an denen Hobbys stattfinden, sowie deren kommerzialisierte Ausformungen durch Konsum und Lifestyle. Anhand von Dokumenten der frühen 1970er Jahre, wie beispielsweise dem Whole Earth Catalog, ermöglicht die Ausstellung einen Rückblick auf die damaligen Gegenkulturen der Hippie- und frühen Computer-Community, aus denen heraus sich prototypische Werkzeuge für die Zukunft entwickelten, die rund zwei Generationen später selbstverständllicher Teil unserer Lebenswelt geworden sind. Dass Hobbys in Form ritualisierter Leidenschaften praktiziert werden, zeigen Inhalt und Umfang der fotografischen Werke, deren Urheber_innen sich oftmals an der Schnittstelle von Dokumentarist_innen und Hobbyist_innen, Experten und Amateur_innen bewegen und dabei das Verhältnis der Fotografie zu ziemlich skurrilen und enthusiastisch betriebenen Hobbys erkunden.

Die Ausstellung zeigt Werke von:
Kenneth Anger, Diane Arbus, Benedikt Bock, Mohamed Bourouissa, Chris Burden, Ricardo Cases, Bruce Davidson, David De Beyter, Jeremy Deller/Alan Kane, Glen Denny, Jeff Divine, Craig
Fineman, Robert Frank, Fuzi, Alberto García-Alix, William Gedney, Kirill Golovchenko, Carol Goodden/Gordon Matta-Clark/Tina Girouard/Suzanne Harris/Rachel Lew, Volker Heinze, Stephanie Kiwitt, Les Krims, Mike Mandel, Ari Marcopoulos, Eva & Franco Mattes, Hana Mileti?, Neozoon,
Simone Nieweg, Jenny Odell, Bill Owens, Lotte Reimann, Alexander Remnev, Cosmos Andrew Sarchiapone, Eckhard Schaar, Joachim Schmid,Oliver Sieber, Alec Soth und Xiaoxiao Xu.

Die Ausstellung wurde von Pierre Hourquet, Anna Planas und Thomas Seelig kuratiert. Begleitend erscheint ein Magazin (in den Sprachen Deutsch und Englisch) im Spector Verlag, mit Künstlerinterviews, anekdotischen Kurztexten und vertiefenden Essays, von u.a. Theodor W. Adorno, Olivia Baeriswyl, Jeremy Deller/Alan Kane, Thilo Koenig, Neozoon, Evgeny Morozov und Therese Steffen.


Imumfangreichen Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung können in Form von Do-it-yourself-Workshops, vertiefenden Gesprächen und performativen Lesungen weitere Aspekte der Freizeitkultur entdeckt werden.


Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44+45, Winterthur


09.09.2017 - 14.01.2018
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt präsentiert Bilder und Fotoreportagen aus aller Weltvon Bruno Barbey . Zu sehen sind 100 Schwarzweiß- und Farbfotografien der fru?hen 1960er Jahre bis heute.
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Bruno Barbey – Passages
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt präsentiert Bilder und Fotoreportagen aus aller Weltvon Bruno Barbey . Zu sehen sind 100 Schwarzweiß- und Farbfotografien der fru?hen 1960er Jahre bis heute.

 

Bombay (Mumbai),
India, 1980
© Bruno Barbey / Magnum Photos

 

Ob Momente unbeschwerter Kindheit, der respektvolle Blick in fremde Kulturen oder Aspekte des Menschlichen in politischen Konflikten und Kriegen: Die Vielfalt seiner Themen und seine einfu?hlsame Bildsprache machen Bruno Barbey zu einem der erfolgreichsten Fotojournalisten der Gegenwart. Mit Bruno Barbey – Passages

zeigt das Fotografie Forum Frankfurt eine Retrospektive des französischen Fotografen. Zu sehen sind 100 Schwarzweiß- und Farbfotografien der fru?hen 1960er Jahre bis heute. Zusätzliche Einblicke in Barbeys Arbeit geben Filme von Caroline Thiénot-Barbey, Filmemacherin und Ehefrau des Fotografen.

 

 Rivière des Galets,
Réunion Island, France, 1991
© Bruno Barbey / Magnum Photos

 

Die Ausstellung präsentiert Bilder und Fotoreportagen von Bruno Barbey aus aller Welt. Den zeitlichen Anfang markieren Schwarzweißbilder aus »Les Italiens«, Barbeys erstem Fotoessay (1961–1964), der ihn im Alter von 25 Jahren zum Mitglied bei Magnum Photos machte. Zum Pionier der journalistischen Farbfotografie wurde der Franzose bereits 1966 mit einem Fotoauftrag in Brasilien. Seinen einzigartigen virtuosen Umgang mit Farben belegen später vor allem seine vielfältigen Aufnahmen aus Marokko, der Heimat seiner Kindheit. Einen Schwerpunkt der Schau bilden Barbeys Dokumentationen großer Weltereignisse – Sechstagekrieg im Nahen Osten, Vietnamkrieg, Studentenunruhen in den 1960er Jahren, Polen zur Zeit von Solidarno?? oder der Irak-Krieg Anfang der 1990er Jahre.

Die Ausstellung „Passages“  illustriert Bruno Barbeys einzigartige Position in der Geschichte der ju?ngeren Fotografie: Präzise in der Arbeitsweise, poetisch in der Sicht. Mit Bildern, die stets die Balance halten zwischen Distanz, Nähe und Empathie fu?r die Schönheit und die Zerbrechlichkeit des Seins. Als »Rendezvous with history« hat Barbey seine Arbeit mit der Kamera selbst einmal charakterisiert. Ebenso spu?rbar ist immer auch seine Liebe zum Rendezvous mit dem Leben.

 

Belém,
Pará, Brazil, 1966
© Bruno Barbey / Magnum Photos

 

Geboren wurde Bruno Barbey 1941 in Marokko, wo er auch seine Jugend verbrachte. 1959/60 studierte er an der École des Arts et Métiers, Vevey/Schweiz. Mit 25 Jahren wurde er Mitglied der Agentur Magnum Photos. Barbeys Fotografien sind in internationalen Zeitschriften und Magazinen erschienen, darunter Vogue, Stern, National Geographic, Time, Life, Paris Match. Außerdem sind seine Arbeiten in zahlreichen Bildbänden und Büchern veröffentlicht, u.a. mit Texten renommierter Autoren wie Jean-Marie Gustave Le Clézio und Jean Genet. Seit 2016 ist Bruno Barbey Mitglied der Académie des Beaux-Arts. Er lebt in Paris und arbeitet weltweit.

Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt Bruno Barbey – Passages« in Kooperation mit Bruno Barbey (www.brunobarbey.com) und dem Maison Européenne de la Photographie, Paris. Die Ausstellung ist zugleich Beitrag des FFF zum Ehrengastprogramm »Frankfurt auf Französisch« der Frankfurter Buchmesse 2017.

 

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30-32, Frankfurt am Main

08.09.2017 - 07.01.2018
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg zeigt die neue Werkserie von Peter Bialobrzeski, einem der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart, dessen Arbeiten schon vielfach ausgezeichnet wurden. “Die zweite Heimat“ ist die Fortsetzung seines Projekts „Heimat“, das erstmals 2005 publiziert wurde.
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Peter Bialobrzeski – Die zweite Heimat
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg zeigt die neue Werkserie von Peter Bialobrzeski, einem der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart, dessen Arbeiten schon vielfach ausgezeichnet wurden. “Die zweite Heimat“ ist die Fortsetzung seines Projekts „Heimat“, das erstmals 2005 publiziert wurde.

 Peter Bialobrzeski - Bochum 2012

 

Die Ausstellung ist der Auftakt der neuen Ausstellungsreihe „Hamburger Helden“. Zwischen 2011 und 2016 reiste Peter Bialobrzeski dafür durch Deutschland und  kam mit 30.000 Belichtungen von Orten und von Unorten zurück von denen in der Ausstellung rund 40 Farbfotografien aus dieser Zeit gezeigt werden zusammen mit 15 älteren Arbeiten aus Deutschland.

Er war unterwegs in Andernach, Berlin, Bottrop, Eisenhüttenstadt, Hamburg, Hagen, Haßloch, Meißen, Frankfurt, Offenbach, Wolfsburg, vor allem aber im weiten Dazwischen, im Fremdvertrauten eben, wo sich Garagentore, Laternen und Tankstellen aneinander reihen wie Henning Sußebachim begleitenden Buch des Verlags Hartmann Books schreibt.

Bialobrzeski unternimmt mit der Serie mehr als 30 Jahre nach Steven Shores berühmter Publikation „Uncommon Places“ den Versuch einer fotografischen Bestandsaufnahme deutscher Befindlichkeit. Er selber spricht von der „Erforschung der sozialen Oberfläche Deutschlands“. „Heimat also. Was ist das? Und wo? Darüber wird in Deutschland mal horizonterweiternd und mal hässlich gestritten. Gerade im Globalisierungszeitalter dient das Wort einigen zur Selbstfindung und anderen zur Abgrenzung. Mit dem Begriff Heimat wird Politik gemacht, Auflage generiert, Geld verdient, meist irgendetwas oder irgendjemand überhöht oder niedergemacht. Fast immer, wenn über Heimat gestritten wird, geht es um die Streitenden selbst, um ihren Blick auf die Welt und auf andere — nicht aber um das Objekt Heimat an sich“, so Buchautor Sußebach.

 

Peter Bialobrzeski - Berlin 2011

 

 

Peter Bialobrzeski - Bei Wismar 2012

 

Mit dieser Kabinettausstellung wird die loser Folge die Reihe „Hamburger Helden“ (Idee und Konzept: Ingo Taubhorn) eröffnet, die sich mit herausragenden Positionen von Fotografinnen und Fotografen beschäftigt, die ihren Sitz in der Hansestadt haben und von hier aus international agieren.

Peter Bialobrzeski studierte Politik und Soziologie bevor er in seiner Geburtsstadt Wolfsburg als Lokalreporter arbeitete. Nach seinem Studium des Kommunikationsdesigns mit Schwerpunkt Fotografie in Essen (Folkwangschule) und London (LCP) arbeitete er zunächst für internationale Zeitschriften, bevor er

Ende der 90er Jahre begann, seine Projekte in Buchform zu publizieren. Im März 2017 erschien sein 14. monographisches Buch. 2002 wurde Bialobrzeski als Professor für Fotografie an die Hochschule für Künste Bremen berufen. 2003 und 2010 gewann er einen WorldPressPhotoAward. 2012 wurde er mit dem Dr.

Erich Salomon Preis der deutschen Gesellschaft für Photographie geehrt. Seine Bücher wurden mehrfach gewürdigt, unter anderem mit dem „Deutschen Fotobuchpreis“, sowie der Auszeichnung „Eins der schönsten deutschen Bücher.“ Seine Fotografien sind in Einzel- und Gruppenausstellungen auf allen fünf Kontinenten gezeigt worden und befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. Peter Bialobrzeski lebt in Hamburg.

 

Haus der Photographie, Deichtorstr. 1-2, Hamburg

 

18.07.2017 - 30.11.2017
Fotoausstellung Salzburg . Im Foto-Raum auf der Festung Hohensalzburg zeigt Manfred Wakolbinger großformatige Unterwasser-Fotografien und ein Video unter dem Motto „Monsters, Beauties and Galaxies“ - Submarine Begegnungen. 18.7.bis 30.11.2017
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Manfred Wakolbinger - Monsters, Beauties and Galaxies
Fotoausstellung Salzburg . Im Foto-Raum auf der Festung Hohensalzburg zeigt Manfred Wakolbinger großformatige Unterwasser-Fotografien und ein Video unter dem Motto „Monsters, Beauties and Galaxies“ - Submarine Begegnungen. 18.7.bis 30.11.2017




Manfred Wakolbinger: Aus der Serie "Beauties"

 

Der international anerkannte Bildhauer und Foto-Künstler ist seit langem als Taucher auf der Suche nach speziellen Motiven, die in dem Gewölbe-Raum auf der Festung besonders gut zur Geltung kommen werden. Manfred Wakolbinger zeigt Einblicke in drei Serien von großformatigen Farbfotografien, die während seiner vielen Tauch-Reisen entstanden sind. Diese Bilder präsentieren eine ganz besondere Unterwasser-Welt, die der Künstler nur nach sehr langer Beobachtung und dem nötigen Wissen über die Flora und Fauna aufnehmen kann. Für diese Präsentation „ordnet“ er die aufgenommenen Lebewesen in Monster, Schönheiten und Galaxien.

 

Manfred Wakolbinger – Monster

 

Der Ausstellungsraum wird durch diese beeindruckenden und berührenden Details einer Welt, die tief unter dem Wasser liegt, verändert und anders erscheinen. In den Fotografien von Manfred Wakolbinger entdeckt jeder – die Fotografie-Spezialisten, Wissenschaftler und Touristen – etwas Neues.
Traklhaus auf der Festung:
Neben dem Museum (mit historischem Schwerpunkt) wird aktuelle, zeitgenössische Kunst präsentiert. Kunst im Traklhaus zeigt Fotoarbeiten, die speziell für diesen Raum konzipiert werden.







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