Fotoausstellungen

09.09.2017 - 28.01.2018
Fotoausstellung Winterthur . Was passiert, wenn Fotografen und Künstler Hobbys zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, um etablierte künstlerische Praktiken und Hierarchien herauszufordern? Zu diesem Thema stellt das Fotomuseum Winterthur amüsante und spannende Bilder in der Ausstellung „The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobbyfotografie“ vor.
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The Hobbyist
Fotoausstellung Winterthur . Was passiert, wenn Fotografen und Künstler Hobbys zum Gegenstand ihrer Arbeit machen, um etablierte künstlerische Praktiken und Hierarchien herauszufordern? Zu diesem Thema stellt das Fotomuseum Winterthur amüsante und spannende Bilder in der Ausstellung „The Hobbyist – Hobbys, Fotografie und Hobbyfotografie“ vor.


Eckhard Schaar, Bodybuilder, 1993
copyright Eckhard Schaar



Wie stellen Hobbyisten ihre Leidenschaft über die Fotografie dar, nicht zuletzt in Zeiten digitaler Kommunikation? Das Schweizer Museum Winterthur präsentiert die erste grosse Ausstellung, die das Verhältnis von Fotografie und Hobbykultur zum Thema hat, und sich dabei sowohl dem Fotografieren von Hobbys wie auch der Fotografie als Hobby widmet
Mit viel Feingefühl, Leidenschaft, Tiefsinn aber auch Witz wurden für die Ausstellung Werke in groben Überkategorien wie Hobby & Konsum, Ideologien, Spuren und Amateurkultur recherchiert, zusammengetragen und entsprechend im Raum inszeniert. Nebst geplantem künstlichem Rasen im Museum bauen wir unter anderem eine Impro-Bühne in den Ausstellungsraum sowie eine heimelige Sofalounge, welche an das Wohnzimmer Zuhause erinnern soll.

 

Ricardo Cases, aus Paloma al aire, 2011
copyright Ricardo Cases

 

Stephanie Kiwitt, aus GYM, 2013
© Stephanie Kiwitt / 2017, Pro Litteris, Zürich



In fünf Kapiteln geht die Ausstellung The Hobbyist der Frage nach, was ein Hobby in einer Zeit sein könnte, in der sich mit dem Wirkungsgrad des Internets das Verständnis von privaten und sozialen Räumen verschoben hat. Wurde durch die Digitalisierung möglicherweise das Ende der Hobbykultur heraufbeschworen? Oder haben Phänomene wie YouTube und die medialen Entwicklungen der Fotografie nicht erst das Hobbytum und die Freizeitbeschäftigung mit neuem Leben erfüllt?
Vor diesem Hintergrund untersucht die Ausstellung das Phänomen des Hobbys und reflektiert dessen Bedeutungsvielfalt innerhalb der Spannungsfelder von Freizeit undArbeit, Ideologie und Konsum, Amateurkultur und Professionalisierung.

 

 Simone Nieweg, Hütte unter Pflaumenbäumen, Ay-sur Moselle, 2009
© Simone Nieweg/Courtesy Galerie m Bochum

 

 Xiaoxiao Xu, aus Aeronautics, 2000
© Xiaoxiao Xu


Von den Hippie-Kulturen und Avantgarde-Strömungen der 1960er über die Do-it-yourself-Bewegung der 1980er Jahre bis hin zur heutigen „Maker“-Bewegung erkundet The Hobbyist konkrete Orte, an denen Hobbys stattfinden, sowie deren kommerzialisierte Ausformungen durch Konsum und Lifestyle. Anhand von Dokumenten der frühen 1970er Jahre, wie beispielsweise dem Whole Earth Catalog, ermöglicht die Ausstellung einen Rückblick auf die damaligen Gegenkulturen der Hippie- und frühen Computer-Community, aus denen heraus sich prototypische Werkzeuge für die Zukunft entwickelten, die rund zwei Generationen später selbstverständllicher Teil unserer Lebenswelt geworden sind. Dass Hobbys in Form ritualisierter Leidenschaften praktiziert werden, zeigen Inhalt und Umfang der fotografischen Werke, deren Urheber_innen sich oftmals an der Schnittstelle von Dokumentarist_innen und Hobbyist_innen, Experten und Amateur_innen bewegen und dabei das Verhältnis der Fotografie zu ziemlich skurrilen und enthusiastisch betriebenen Hobbys erkunden.

Die Ausstellung zeigt Werke von:
Kenneth Anger, Diane Arbus, Benedikt Bock, Mohamed Bourouissa, Chris Burden, Ricardo Cases, Bruce Davidson, David De Beyter, Jeremy Deller/Alan Kane, Glen Denny, Jeff Divine, Craig
Fineman, Robert Frank, Fuzi, Alberto García-Alix, William Gedney, Kirill Golovchenko, Carol Goodden/Gordon Matta-Clark/Tina Girouard/Suzanne Harris/Rachel Lew, Volker Heinze, Stephanie Kiwitt, Les Krims, Mike Mandel, Ari Marcopoulos, Eva & Franco Mattes, Hana Mileti?, Neozoon,
Simone Nieweg, Jenny Odell, Bill Owens, Lotte Reimann, Alexander Remnev, Cosmos Andrew Sarchiapone, Eckhard Schaar, Joachim Schmid,Oliver Sieber, Alec Soth und Xiaoxiao Xu.

Die Ausstellung wurde von Pierre Hourquet, Anna Planas und Thomas Seelig kuratiert. Begleitend erscheint ein Magazin (in den Sprachen Deutsch und Englisch) im Spector Verlag, mit Künstlerinterviews, anekdotischen Kurztexten und vertiefenden Essays, von u.a. Theodor W. Adorno, Olivia Baeriswyl, Jeremy Deller/Alan Kane, Thilo Koenig, Neozoon, Evgeny Morozov und Therese Steffen.


Imumfangreichen Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung können in Form von Do-it-yourself-Workshops, vertiefenden Gesprächen und performativen Lesungen weitere Aspekte der Freizeitkultur entdeckt werden.


Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44+45, Winterthur


09.09.2017 - 28.10.2017
Ausstellung Köln . Kunst im digitalen Zeitalter in unterschiedlichen ku?nstlerischen Medien ist das Thema der Kölner Galerie Priska Pasquer in der Ausstellung „ Reset III und Virtual Reality“. Vom 9. September bis 28. Oktober 2017
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Reset III und Virtual Reality
Ausstellung Köln . Kunst im digitalen Zeitalter in unterschiedlichen ku?nstlerischen Medien ist das Thema der Kölner Galerie Priska Pasquer in der Ausstellung „ Reset III und Virtual Reality“. Vom 9. September bis 28. Oktober 2017


Tamiko Thiel Avogadoriln The Opal Palace

 

Mit Virtual Reality (VR) findet ein Umbruch im digitalen Zeitalter statt. Durch die VR-Brillebetritt man eine neue Welt, statt sie nur auf einem flachen Bildschirm zu betrachten. Das menschliche Streben nach Immersion, das schon die Kammern ägyptischer Pyramiden, Freskenräume der Renaissance oder riesige Kinoleinwände bezeugen, scheint sich mit Virtual Reality nun zu erfüllen. Eine neue Ära des virtuellen Raumes ist angebrochen.

 

Banz & Bowinkel VR 2

 

DiMoDa 2 Rosa Menkman


Die Ausstellung Reset III und Virtual Realit beleuchtet die künstlerische Auseinandersetzung mit virtuellen Räumen vor dem Hintergrund des digitalen Zeitalters. Wie erzeugen Ku?nstler virtuelle Räume? Wie sieht ein solcher im Vergleich zur realen Umgebung aus? Was bedeutet das für Körper und Wahrnehmung? Die von Priska Pasquer  initiierte Reset-Ausstellungsreihe beschäftigt sich mit der Entwicklung von Kunst im digitalen Zeitalter in unterschiedlichen künstlerischen Medien. Sie untersucht, wie Künstler mit ihren Arbeiten auf die Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Transformation reagieren. Bedeutung und Definition des virtuellen Raumes sind einem stetigen Wandel unterworfen,der mit dem Aufkommen der heutigen Virtual Reality-Technologie in eine neue Phase tritt. Unter einem virtuellen Raum versteht man nicht nur einen Illusionsraum auf einer Fläche, sondern nun auch die immersiven Welten, die sich in der virtuellen Realität (VR) auftun. Der Unterschied ist, dass man durch die VR-Brille, dem Head-Mounted Display (HMD), nicht mehr von außen auf eine andere Welt blickt, sondern sich mittendrin befindet. Der Betrachter ist Mittelpunkt seiner Umgebung und entscheidet selbst, wo er hinschaut oder hingeht. Er spürt die Größenverhältnisse und nimmt die virtuelle Welt dreidimensional in Rundumsicht wahr.

Kuratiert von Tina Sauerländer (peer to space)
KÜNSTLER
Gazira Babeli (IT), Friedemann Banz & Giulia Bowinkel (DE), Dominik Halmer (DE), Carla Mercedes Hihn (ROU/DE), Claudia Larcher (AUT), Patrick Lichty (US/UAE), Judith Sönnicken (DE), The Swan Collective (DE), Tamiko Thiel (JP/DE), Fiona Valentine Thomann (FR/DE) & Alfredo Salazar-Caros (MEX/US) und William Robertsons (US) Digital Museum of Digital Art mit der Ausstellung Morphé Presence, kuratiert von Helena Acosta (US) und Eileen Isagon Skyers (PH/US), mit Arbeiten von Rosa Menkman (NL/DE), Brenna Murphy (US), Theo Triantafyllidis (GR/US) und Miyö Van Stenis (VEN/FR)

9. September bis 28. Oktober 2017

Zeitgleich zeigt die Galerie in ihrem Kabinett eine kleine Präsentation von Bauhaus Fotografien.

11.08.2017 - 24.09.2017
Fotoausstellung Braunschweig . Zum 85. Geburtstag des Künstlers Jürgen Beckerstellt das Museum für Photographie in Braunschweig mit rund 90 Arbeiten die fotografischer Bildserie „Jürgen Becker. New York 1972“ vor. 11.8 bis 24.9.2017
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Jürgen Becker – New York
Fotoausstellung Braunschweig . Zum 85. Geburtstag des Künstlers Jürgen Beckerstellt das Museum für Photographie in Braunschweig mit rund 90 Arbeiten die fotografischer Bildserie „Jürgen Becker. New York 1972“ vor. 11.8 bis 24.9.2017

Jürgen Becker, aus der Serie New York 1972, 1972/2016
© Jürgen Becker und SPRUNGTURM Verlag, Köln


Es stellt erstmals umfassend und  auf  musealer Ebene eine  fotografische Bildserie vor, die der renommierte und mit vielen  Preisen – darunter u.a.  der bedeutende Georg-Büchner-Preis –   ausgezeichnete   Schriftsteller   Jürgen  Becker  (*10.   Juli  1932,   lebt  in  Köln  und   im Bergischen Land  bei Köln) 1972  in New York aufnahm.

Die Serie wurde von seinem Sohn, dem  Fotokünstler Boris Becker (*1961) vor einigen Jahren wiederentdeckt  und   als Buch   in  dem   von  ihm  gegründeten SPRUNGTURM-Verlag  2012 publiziert. Aus  dem  umfangreichen Konvolut  der  1972  entstandenen Bilder  werden in der Ausstellung im Museum für Photographie Braunschweig ca. 90 Arbeiten gezeigt.
Sie stellen ein bislang weitgehend unbekanntes Segment des künstlerischen Interesses und Schaffens von  Jürgen Becker vor und  richten  sich  an  ein  Publikum, das nicht nur  an  der Fotografie, an der Geschichte der deutschen, amerikanischen- und der ‚Street-Photography’, sondern auch an  der  Literatur und  am  Film interessiert ist. Diese Aspekte verbindend, sind innerhalb der  Laufzeit der  Ausstellung besondere Vermittlungsprojekte in Ergänzung zu den allgemeinen Vermittlungsangeboten geplant.

 

Jürgen Becker, aus der Serie New York 1972, 1972/2016
© Jürgen Becker und SPRUNGTURM Verlag, Köln



Organisiert  vom  Goethe-Institut  befand sich  Jürgen Becker 1972  auf  einer zweimonatigen Lesereise durch die USA und  Kanada. Im Anschluss an diese blieb er einige Zeit in New York, wo ihm  der  befreundete und  zu  dieser  Zeit in New  York  lebende Schriftstellerkollege Max Frisch die Aufenthaltsmöglichkeit in einem Apartment eines Universitäts-Professors vermittelte.
Mit  einer Rollei  35  – ein  historisch  spannender Bezug   zu  Braunschweig als  ehemalige Produktionsstätte  des Unternehmens  wird  hier  eröffnet und  auch die  Originalkamera  wird ausgestellt – erkundete und  dokumentierte Jürgen Becker bildnerisch den  Stadtraum, hielt die  „täglichen Gänge durch  die  Stadt in  einer Art  von  visuellem Tagebuch  fest“ (Jürgen Becker).  Dieses  stellte für  ihn  eine  andere Möglichkeit  als das Schreiben dar  und  wurde bewusst  zu   einem  Mittel,  Erzählweisen  und    Wahrnehmung   ohne  Wörter   als  eigene
„Geschichten des Sehens“ mit konzeptueller Konsequenz umzusetzen.

Schon zuvor  hatte sich der  Schriftsteller mit den  konzeptuellen und  bildnerischen Möglichkeiten  der   Fotografie  beschäftigt  und   neben  seinen  Texten,  die   in  dieser  Zeit entstanden, an  fotografischen Serien gearbeitet.  Unter  dem  Titel  „Eine  Zeit ohne Wörter“ erschien    beispielsweise    1971     im    Suhrkamp   Verlag    ein    Fotobuch   zu    Bildserien.
Da  der   Suhrkamp  Verlag  sich  nicht  dafür interessierte,  die   Fotografien aus  New  York ebenfalls zu publizieren, verschwanden diese bis zu ihrer  Wiederentdeckung durch den  Sohn auf dem  Dachboden.
Die konzeptuell konsequente Qualität  der  Bilder-Serie »New  York  1972«, ihre  erzählerisch eigenständige, kompositorisch überzeugende und  dabei kunsthistorisch im Kontext der Fotografiegeschichte – etwa im Vergleich zu Walker  Evans, Lee Friedlander, Robert Adams, Robert Frank u.a.m. – zu betrachtende Bedeutung, stellt die  Motivation dar,  das Projekt im Museum für Photographie Braunschweig zu zeigen.

Einmal mehr möchte das  Museum damit auch übergreifende Diskussionsgrundlagen  zur Fotografie im Kontext einer kulturell mehrschichtig signifikanten und  historischen Betrachtungsmöglichkeit vorstellen und  sicherlich auch neue Besuchergruppen neugierig machen.


Sondereditionen zur Ausstellung / Jahresgaben Jürgen Becker:


Jürgen Becker, aus der Serie New York 1972, 1972/2016
Abzüge je 20 x 30 cm / Blatt je 24 x 34 cm
Fine Art Prints
Auflage  je 10 + 2 AP Preis je 300 Euro


Museum für Photographie Braunschweig / Torhäuser, HelmstedteStraße 1, Braunschweig


11.08.2017 - 14.10.2017
Fotoausstellung Salzburg . Den weiblichen Akt aus völlig neuer Sicht zeigt die Ausstellung „ Nude Silhouettes“ in der Leica Galerie Salzburg mit Arbeiten des 1981 in Zürich geborenen Wuales. 11. August bis 14. Oktober 2017
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Wuales – Nude Silhouettes
Fotoausstellung Salzburg . Den weiblichen Akt aus völlig neuer Sicht zeigt die Ausstellung „ Nude Silhouettes“ in der Leica Galerie Salzburg mit Arbeiten des 1981 in Zürich geborenen Wuales. 11. August bis 14. Oktober 2017

 

 

 

Wuales entdeckte seine Liebe zur Fotografie bereits mit sechs Jahren. Als Autodidakt, und über den Umweg der Sportfotografie, entwickelte er sich zum Kollaborateur namhafter Fotografen, unter anderem von Michel Comte. Mit der erworbenen Perfektion seiner technischen Fähigkeiten wuchs der Anreiz, neue Wege der Fotografie zu beschreiten. Er beschloss, sich völlig aus der kommerziellen Fotografie und Reportage zurückzuziehen, und sich ausschließlich der künstlerischen Umsetzung seiner visuellen Ideen und Inspirationen zu widmen; immer in dem Bemühen, eine perfekte Komposition aus Geometrie, Form und Tonalität zu schaffen.

 

 

Mit der Serie „Nude Silhouettes“ gelingt ihm das Kunststück, den weiblichen Akt aus völlig neuer Sicht darzustellen. Dabei bleibt Wuales seinen gestalterischen Prinzipien, Eleganz, Respekt und Ästhetik, treu. Die Faszination des Neuen und eine von ihm entwickelte, ausgefeilte Technik erlaubt es, die Bilder spielerisch in immer neue Formen zu verwandeln.

Wuales gibt dem/den BetrachterInnen Rätsel auf, und verführt zu einer Reise über mystische Formen zu immer neuen, erstaunlichen Kombinationen.

 

Leica Galerie, Gaisbergstraße 12, Salzburg

 

 

 

06.08.2017 - 02.11.2017
Ausstellung Salzburg . Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich Irene Andessner mit dem Körper und der Portrait-Ästhetik der Zukunft. Die Leica Galerie im Schloss Arenberg zeigt eine Auswahl ihrer Bilder aus verschiedenen Werksgruppen. 6. August bis 2. November 2017
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Irene Andessner …look at me!“
Ausstellung Salzburg . Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich Irene Andessner mit dem Körper und der Portrait-Ästhetik der Zukunft. Die Leica Galerie im Schloss Arenberg zeigt eine Auswahl ihrer Bilder aus verschiedenen Werksgruppen. 6. August bis 2. November 2017

 

Aus der Werksgruppe „I.A. Mozart(?)“, 2006

 

„Portraits funktionieren nur über Blicke“ erklärt die gebürtige Salzburgerin Irene Andessner. Initialzündung für ihr tiefes Interesse an Portraits war eine Ausstellung der Renaissancemalerin Sofonisba Anguissola im Kunsthistorischen Museum Wien: „Als ich ihre Selbstporträts sah, entdeckte ich diesen Blick. Einen Blick, der über Jahrhunderte gehalten hat. Ein Blick, der immer noch zu berühren vermag.“

Die Ausstellung “...look at me!” von Irene Andessner zeigt Arbeiten, welche Bezug zu Salzburg, zur Oper und zum Theater haben. Selbstporträts aus den Werkgruppen „Frauen zu Salzburg“,1999, sowie „I.A. Mozart(?)“, 2006, „Faust [Nacht-Spiel]“ und „Salonportraits“ von Dr. Helga Rabl-Stadler, Dr. Martin Hochleitner, Prof. Wilhelm Holzbauer, Dr. Karl Ludwig Vavrovsky, Raffaela von Salis und Thomas von Salis in unterschiedlichen Rollen. Mit stringenter Intensität recherchiert sie das Thema „Selbstporträt“ und „das Gefühl des Gesichts“.

 

Aus der Werksgruppe „Irrlichter – Milli Stubel-Orth“, 2000

 

Irene Andessner, 1954 in Salzburg geboren,  hat bei Emilio Vedova, Max Weiler und Arnulf Rainer an den Akademien der Bildenden Künste in Venedig und in Wien studiert.  Widmet sie sich erst der Malerei, setzt sie ab Mitte der 1990 Jahre ihre Konzepte mit dem Techniken Fotografie und Video um. Die Selbstinszenierung mit Rollenspiel tritt an die Stelle des gemalten Selbstporträts.


Die Künstlerin lebt und arbeitet in Wien und Venedig.

Leica Galerie im Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, Salzburg

 

29.07.2017 - 29.10.2017
Fotoausstellung Berlin. Unter dem Titel „Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU“ zeigt der Martin-Gropius-Bau Bilder der bekannten deutschen Fotografin Regina Schmeken. Es sind aufwühlende Dokumente von Orten, die auf den ersten Blick keinerlei Spuren einer Gewalttat aufweisen. Zwischen 2013 und 2016 besuchte die Fotografin mehrmals zwölf Tatorte in Deutschland. Es entstand ein Zyklus großformatiger Schwarz-Weiß-Fotografien, die vom 29. Juli bis 29. Oktober gezeigt werden.
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Regina Schmeken – Blutiger Boden
Fotoausstellung Berlin. Unter dem Titel „Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU“ zeigt der Martin-Gropius-Bau Bilder der bekannten deutschen Fotografin Regina Schmeken. Es sind aufwühlende Dokumente von Orten, die auf den ersten Blick keinerlei Spuren einer Gewalttat aufweisen. Zwischen 2013 und 2016 besuchte die Fotografin mehrmals zwölf Tatorte in Deutschland. Es entstand ein Zyklus großformatiger Schwarz-Weiß-Fotografien, die vom 29. Juli bis 29. Oktober gezeigt werden.

 

Michèle Kiesewetter (22) 25.4.2007 Heilbronn Theresienwiese
Copyright Regina Schmecken 2015

 

Regina Schmeken begann im Frühjahr 2013 die Tatorte des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) zu fotografieren, eine Verbrechensserie rechtsradikaler Terroristen inmitten deutscher Städte. Fast alle Opfer waren türkischer Herkunft. In der Serie geht es ihr um das Gedenken an die Ermordeten sowie um die Auseinandersetzung mit Orten, an denen die Taten geschahen.

„Das Beklemmendste an diesen Fotografien ist, dass auf ihnen weder die Mörder noch die Mordopfer zu sehen sind. An Schmekens Aufnahmen wirkt gerade das Unauffällige, Banale und Gewöhnliche unheimlich“, meint
Hans Magnus Enzensberger zu den Bildern.

 

Halit Yozgat (21) 6.4.2006 Kassel Holländische Straße
Copyright Regina Schmecken 2015

 

Zehn von Rechtsradikalen getötete Menschen zwischen 2000 und 2007 – in Dortmund, Hamburg, Heilbronn, Kassel, Köln, München, Nürnberg, Rostock. Das erste Opfer, der Blumenhändler Enver ?im?ek, wurde am 9. September 2000 in Nürnberg ermordet, das letzte Opfer, die Polizistin Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn. Bei einem Nagelbomben-Attentat in Köln wurden 22 Menschen verletzt, vier davon schwer. Der Prozess am Oberlandesgericht in München gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben sowie weitere fünf mutmaßlich Beteiligte begann 2013, das Urteil steht noch aus, ebenso die restlose Aufklärung der Taten.

In ihrer Arbeit geht es ihr um die Wahrnehmung der Wirklichkeit, ihren verschiedenen Bedeutungsebenen und deren Verdichtung.Die Ermordeten, acht türkischer, einer griechischer Herkunft und eine deutscher Herkunft wurden auf dem Boden liegend gefunden, brutal hingerichtet von rechtsradikalen Terroristen.

 

22 Verletzte und Schwerverletzte 9.6.2004 Köln Keupstraße
Copyright Regina Schmecken 2013

 

Feridun Zaimoglu nennt die Geschichte des NSU im Katalog zur Ausstellung „die Geschichte der großen Beschädigung“. Annette Ramelsberger schreibt „Die Reise an die Tatorte war eine Reise in ein Land von Schmerz und Tränen, von Gleichgültigkeit und klamm–heimlicher Freude über das, was geschehen ist. Als der NSU nach zehn Morden, zwei Sprengstoffattentaten und 15 Raubüberfällen aufflog, waren sich alle gewiss: So eine Terrorserie könne sich in Deutschland nicht wiederholen. Wer den NSU-Prozess verfolgt, der weiß: Dafür gibt es keine Garantie.“

 

Enver Simcek (38) 9.9.2000 Nürnberg
Copyright Regina Schmecken 2015

 

 

Die Ausstellung richtet sich gegen das Vergessen. Sie gedenkt derer, die ermordet wurden und sie fordert auf zum Nachdenken über das Geschehene und das künftige Zusammenleben.

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

 

 

 

 

 

 

29.07.2017 - 19.11.2017
Fotoausstellung Hannover . Das Sprengel Museum zeigt die Bilderwelt des mit 40 Jahren 2015 verstorbenen Fotokünstlers in der Ausstellung „Sascha Weidner - It’s all connected somehow. Nachlasssichtung I“ vom 29. Juli bis 19. November 2017.
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Sascha Weidner – It’s all connected somehow
Fotoausstellung Hannover . Das Sprengel Museum zeigt die Bilderwelt des mit 40 Jahren 2015 verstorbenen Fotokünstlers in der Ausstellung „Sascha Weidner - It’s all connected somehow. Nachlasssichtung I“ vom 29. Juli bis 19. November 2017.

 

Sasche Weidner Caché II 2010
Sammlung Niedersächsische Sparkassenstiftung / Sprengel Museum Hannover
© The Estate of Artist Sascha Weidner

 

Eine radikal subjektive Bilderwelt lernt man mit den Werken von Sascha Weidner kennen. Sie zeigen Sehnsüchte und Traumbilder einer Generation, deren Credo sich vielleicht am trefflichsten mit dem Slogan NO FUTURE – MUCH PRESENT überschreiben ließe. Im Hintergrund hämmern die Drums, schrappen die Gitarren. Doch Weidner schaute mit der Zärtlichkeit eines irritierten Romantikers auf diese Welt, die sich ihm bot, in Georgsmarienhütte, wo er 1976 geboren wurde und aufwuchs; in Braunschweig, wo er sein Studium 2004 als Meisterschüler von Prof. Dörte Eißfeldt abschloss; in Los Angeles, Berlin, Frankfurt, Sydney, Kyoto, Peking oder an einem der vielen "namenlosen" Orte dazwischen, an denen er war, um zu fotografieren.

 

Sascha Weidner Reh II 2013
Sprengel Museum Hannover, Schenkung Ole A. H. Truderung
© The Estate of Artist Sascha Weidner



Ob vermeintliche Tristesse der Provinz oder weltläufige Ferne: Weidner rang dem Sichtbaren stets unglaubliche Bilder ab: als wäre es egal, wo man denn sei, wenn denn vor allem sich selbst nah. Geradezu archetypisch scheinen in Weidners Fotografien Schönheit und Vergängliches miteinander zu kollidieren. Unfälle, Krankheit und Tod sind nahezu mystische Naturgewalten und von eben jener phantastisch-magischen Schönheit, die auch den brutalsten Schicksalsschlägen eigen ist. Farbe entsteht aus aufblitzendem, glitzerndem, vergehendem Licht, Körper stürzen oder fallen oder hängen oder schwingen sich auf oder sind auf irritierende Weise ineinander verschränkt.

 

Sascha Weidner Touché II 2005
Sprengel Museum Hannover, Schenkung Ole A. H. Truderung
© The Estate of Artist Sascha Weidner



Die Erfahrung der strukturellen Unbeherrschbarkeit des Seins ist vielleicht das Grundthema, das sich durch das Werk von Sascha Weidners zieht: Die menschliche Existenz ist geworfen in Schönheit. Sie ist konfrontiert mit Bildern, die sie produziert, derer sie Teil ist, die sie zerstört, aus denen sie, "einfach so", wieder verschwindet. Eine stille Melancholie paart sich hier mit einem lebensbejahenden Überschwang. Rainer Maria Rilke mag Bruder im Geiste sein: mit "Bleiben ist nirgends", entnommen seinen Duineser Elegien, ist denn auch eine frühe Arbeit Sascha Weidners überschrieben.


Das Sprengel Museum Hannover  bekam 2016 eine umfangreiche Schenkung aus dem Nachlass des Ku?nstlers und zeigt in Korrespondenz mit den von der Niedersa?chsischen Sparkassenstiftung erworbenen Werken die erste umfangreiche Ausstellung Sascha Weidners in einem Kunstmuseum.

 

Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover

24.07.2017 - 20.10.2017
Ausstellung München Zeitgenössische Kunst aus Japan zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi und Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation des Architekten Tadao Ando. Bis 20. Oktober 2017
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Lebenswelt /Life –World
Ausstellung München Zeitgenössische Kunst aus Japan zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi und Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation des Architekten Tadao Ando. Bis 20. Oktober 2017

Rinko Kawauchi, Untitled-from te series "Aila" 2004
copyright Rinko Kawauchi courtesy Prisque Pasquer, Köln
 



Gezeigt werden in der Ausstellung zeitgenössische Skulpturen japanischer Künstlerinnen und Künstler sowie Fotografien der japanischen Fotografin Rinko Kawauchi. Subjektive Alltagserfahrungen, zeitliche Abläufe in der Natur, die zwischenmenschliche Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Kunstwerke aus Japan.

Rinko Kawauchi (geboren 1972 in Shiga, Japan) ist in ihrem Heimatland eine bedeutende Künstlerin. In Europa und den USA ist sie bisher nur Eingeweihten bekannt. In ihren Fotografien verwandelt sie Alltag oder Natur in etwas atemberaubend Neues.

 Rinko Kawauchi, Untitled-from te series "Aila" 2004
copyright Rinko Kawauchi courtesy Prisque Pasquer, Köln
 

 

Rinko Kawauchi, Untitled-from te series "Illuminance" 2011
copyright Rinko Kawauchi courtesy Prisque Pasquer, Köln
 

 

Aus der Serie „Ametsuchi“ zeigt die Ausstellung großformatige Fotografien. Reduzierte Landschaftsbilder von traditioneller Brandrodung thematisieren anhand der zerstörerischen, gleichzeitig verjüngenden Kraft des Feuers, das Verhältnis von Mensch, Natur, Zeit. Weiterhin werden aus der Serie „Illuminance“ kleine, intime Fotografien gezeigt. Hier widmet sich Rinko Kawauchi – basierend auf persönlichen Erfahrungen – sanft, teils auch verstörend, alltäglichen Dingen oder Tätigkeiten. Durch die Wahl der Ausschnitte und Perspektiven und den subtilen Einsatz von natürlichem Licht in Kombination mit oft durchscheinenden Farben hat Rinko Kawauchi in ihrer Fotografie eine ganz eigene Charakteristik und Sprache gefunden. Ihre Werkgruppen lassen den Betrachter die alltägliche Umwelt bewusster, weiter und mit veränderten Augen sehen.

 

Ausstellungsansicht: Foto H. J. Becker copyright Alexander Tutsek-Stiftung


Die zusammen mit den Fotografien gezeigten Skulpturen verstärken diese Empfindung. In einem in der Kunst eher ungewöhnlichen Medium – dem vielschichtig zu verarbeitenden Material Glas – gehen sie auf unmittelbare, subjektive Erfahrungen des Menschen ein. Die für die Ausstellung von der Stiftung angekauften Objekte der 21 Künstlerinnen und Künstler sind fast alle zum ersten Mal außerhalb Japans zu sehen.
Die Installation „Form of Water“ aus freigeformtem und formgeschmolzenem Glas von Naomi Shioya zeigt Spuren, die das Wasser auf der Erde hinterlässt, ähnlich den Spuren der Zeit im menschlichen Leben. Auseinandersetzungen mit Phänomenen in der Natur finden sich auch bei Kana Tanaka mit ihrer lichten Installation „Petal Stream“ (Blütenfluss).
Die Daseinswelt von menschlichen Behausungen wird in einer dreiteiligen Installation von dem Architekten Tadao Ando dargestellt.  Das Werk ist einfach, zugleich aber komplex, entsprechend der minimalistischen Baukunst des Architekten. Tadao Ando (75) zählt zu den weltweit wichtigsten zeitgenössischen Architekten und wurde unter anderem mit dem renommierten Pritzker-Preis ausgezeichnet.
Künstler wie Yuko Fujitsuka und Sayo Fujita betonen in ihren Häuser-Skulpturen den Rückzugsort und geben ihren Arbeiten Titel wie „One week for meditation“ oder „Hokora“ (Schrein). Um größere Zusammenhänge in der Welt geht es Shima Koike mit ihren Fabelwesen („The world in my hands“) sowie Kyoko Hirako mit ihrer Installation „Sink into my mind“ aus geblasenen Glaskugeln. Die schon vor einigen Jahren von der Stiftung entdeckte Künstlerin Masayo Odahashi stellt eindrucksvoll komplexe seelische Zustände mit wortlos kommunizierenden Figuren dar. Besondere Wege im Umgang mit der Materialbeschaffenheit des Glases gehen Yoshiaki Kojiro und Sachi Fujikake. Ihre experimentellen Techniken verschaffen ihren Objekten eigene Gesetzmäßigkeiten, als würden sie zu einer anderen Welt gehören. Kojiro nennt sein aufgeschäumtes Glasobjekt schlicht „Be“.
Der Titel der Ausstellung „lebenswelt | life-world“ ist eine Anspielung auf das gleichnamige Konzept in der Phänomenologie. Damit ist die Welt gemeint, wie sie unmittelbar und direkt in der Subjektivität des alltäglichen Lebens erlebt wird (Edmund Husserl). Diesen Ansatz, alltägliche Phänomene individuell aber auch in ihrem sozialen und kommunikativen Kontext (Jürgen Habermas) wahrzunehmen, visualisieren die für die Ausstellung ausgewählten Kunstwerke.
Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert Kunst und Wissenschaft. Sie wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung in München gegründet. Die Stiftung engagiert sich unter ihrem übergreifenden Programm „Kunst und Wissenschaft“ ganz bewusst für das Spezielle, das Besondere oder auch das Vernachlässigte, Übersehene.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Japanischen Generalkonsulats München.

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München

20.07.2017 - 20.08.2017
Fotoausstellung Hannover . Einen faszinierenden Blick in den größten Regenwald der Erde bekommt man mit der Bildreportage „Amazonas“ des dänischen Dokumentarfotografen Mads Nissen, die in der Galerie für Fotografie, GAF, vorgestellt wird.
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Mads Nissen - Amazonas
Fotoausstellung Hannover . Einen faszinierenden Blick in den größten Regenwald der Erde bekommt man mit der Bildreportage „Amazonas“ des dänischen Dokumentarfotografen Mads Nissen, die in der Galerie für Fotografie, GAF, vorgestellt wird.

 

Ecuador, Nationalpark Yasuní - Zona Intangible, Bameno.
Ein Waorani Paar vor dem Bild eines Löwen
2008 © Mads Nissen

 

Mit der poetischen Arbeit Amazonas nimmt Mads Nissen den Betrachter mit auf eine faszinierende Reise tief in die Regenwälder Südamerikas mit. Seine fotografische Themenstellung umkreist Modernität und Tradition, menschliche Instinkte und Verlangen sowie verborgene Kulturen inmitten des Dschungels.

 

Ecuador, Nationalpark Yasuní - Zona Intangible, Bameno – pueblo indígena Waorani.
Ein Affe, der umarmt eine einheimische Katze
Mads Nissen/ info@madsnissen.com/ www.madsnissen.com 

 

Mit einer Familie der Chimane-Nomaden durchwandert er, Gebiete fernab der Zivilisation. Er fotografiert habgierige Goldgräbern, die für Geld ihre Leben riskieren um es für Frauen und billigen Alkohol auszugeben. Im Herzen des Regenwaldes, von jeglichem Zugang abgeschnitten, findet er eine im Exil lebende homosexuelle Gemeinschaft, eine schwimmende Stadt auf  dem gewaltigen Amazonas-Strom und ein unlängst abgestürztes Flugzeug. Dazu Waorani-, Huitoto- und Yanomami-Stämme, deren altertümliche Traditionen im Konflikt mit der zusehends drastischer eingreifenden Zivilisation stehen.

 

Colombia, KM.11 – pueblo indígena Huitoto. Giovany Morales schwimmt im Fluss,
der mit vielen Wasserpflanzen bedeckt ist.. Das kleine Dorf, KM.11,liegt isoliert im Südwesten
des kolumbianischen Dschungels.
Mads Nissen/ info@madsnissen.com/ www.madsnissen.com

 

Mads Nissens fotografisches Werk konzentriert sich überwiegend auf Gesellschaftsfragen, Menschenrechtsverletzungen und unseren destruktiven Umgang mit der Natur. So reiste er im Anschluss an das Studium an der Danish School of Media and Journalism in Aarhus (DK) etwa nach China, um dort die humanen Folgen des enormen Wirtschaftsbooms zu dokumentieren.

 

Südamerikas größte illegale Goldmine Garimpo Eldorado Do Juma in Brasilien. Alves do Silva
zeigt seine Goldzähne - aus Gold, das er selber fand. Er arbeitet seit über 30 Jahren als Goldgräber.

Mads Nissen/ info@madsnissen.com/ www.madsnissen.com

 

Mads Nissen arbeitet unter anderem für Time, Newsweek, Stern, Der Spiegel, GEO, The Guardian, Sunday Times und Internazionale. NGOs wie Ärzte ohne Grenzen (MSF), CARE und Human Rights Watch (HRW) gehören zu seinen Auftraggebern.

Seine Arbeiten wurden bereits dreifach mit dem World Press Photo Award und sechsfach mit dem Picture of the Year (POYi) ausgezeichnet. Auch mit dem Danish Picture of the Year wurden seine Fotografien sechzehn Mal gewürdigt. Beim hannoverschen LUMIX Festival wurden seine Arbeiten ebenfalls gezeigt und 2016 war er als Gastredner in Hannover. Zurzeit unterrichtet Mads Nissen die internationale Klasse des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover. Mads Nissen ist Mitglied der Agentur Panos Pictures und wird von Prospekt Photographers (IT) und laif (DE) vertreten.

 

GAF Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15d, Hannover

18.07.2017 - 30.11.2017
Fotoausstellung Salzburg . Im Foto-Raum auf der Festung Hohensalzburg zeigt Manfred Wakolbinger großformatige Unterwasser-Fotografien und ein Video unter dem Motto „Monsters, Beauties and Galaxies“ - Submarine Begegnungen. 18.7.bis 30.11.2017
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Manfred Wakolbinger - Monsters, Beauties and Galaxies
Fotoausstellung Salzburg . Im Foto-Raum auf der Festung Hohensalzburg zeigt Manfred Wakolbinger großformatige Unterwasser-Fotografien und ein Video unter dem Motto „Monsters, Beauties and Galaxies“ - Submarine Begegnungen. 18.7.bis 30.11.2017




Manfred Wakolbinger: Aus der Serie "Beauties"

 

Der international anerkannte Bildhauer und Foto-Künstler ist seit langem als Taucher auf der Suche nach speziellen Motiven, die in dem Gewölbe-Raum auf der Festung besonders gut zur Geltung kommen werden. Manfred Wakolbinger zeigt Einblicke in drei Serien von großformatigen Farbfotografien, die während seiner vielen Tauch-Reisen entstanden sind. Diese Bilder präsentieren eine ganz besondere Unterwasser-Welt, die der Künstler nur nach sehr langer Beobachtung und dem nötigen Wissen über die Flora und Fauna aufnehmen kann. Für diese Präsentation „ordnet“ er die aufgenommenen Lebewesen in Monster, Schönheiten und Galaxien.

 

Manfred Wakolbinger – Monster

 

Der Ausstellungsraum wird durch diese beeindruckenden und berührenden Details einer Welt, die tief unter dem Wasser liegt, verändert und anders erscheinen. In den Fotografien von Manfred Wakolbinger entdeckt jeder – die Fotografie-Spezialisten, Wissenschaftler und Touristen – etwas Neues.
Traklhaus auf der Festung:
Neben dem Museum (mit historischem Schwerpunkt) wird aktuelle, zeitgenössische Kunst präsentiert. Kunst im Traklhaus zeigt Fotoarbeiten, die speziell für diesen Raum konzipiert werden.







13.07.2017 - 10.09.2017
Ausstellung Berlin . Mit drei Ausstellungen im Amerika Haus startet CO Berlin in die Sommerssaison: „Josef Koudelka . Invasion / Exiles / Wall”, „Hans Hansen. Still Life” und „Optical Illusions . Contemporary Still Life“. 13.07.–10.09.2017
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Josef Koudelka . Hans Hansen . Optical Illusions
Ausstellung Berlin . Mit drei Ausstellungen im Amerika Haus startet CO Berlin in die Sommerssaison: „Josef Koudelka . Invasion / Exiles / Wall”, „Hans Hansen. Still Life” und „Optical Illusions . Contemporary Still Life“. 13.07.–10.09.2017

 

 

Das darf man bei einem sommerlichen Berlin Besuch nicht versäumen – die drei Ausstellungen bei C/O Berlin zu besuchen! Dort kann man sich von drei vollkommen unterschiedlichen fotografischen Ansätzen begeistern lassen. Zu sehen sind die Ausstellungen Josef Koudelka, Hans Hansen und Optical Illusions mit Werken von Lucas Blalock, Annette Kelm, Antje Peters und Oskar Schmidt.

 

Josef Koudelka . Invasion/ Exiles/ Wall


Tschechoslowakei 1968© Josef Koudelka / Magnum Photos

 

Prag, Wenzelsplatz, 22. August 1968: Ein Arm stößt ins Bild. Die Uhr am Handgelenk zeigt die Zeit an. In den Tagen zuvor waren Panzer des Warschauer Pakts in die Stadt gerollt, mit dem schrillen Geräusch ihrer auf dem Kopfsteinpflaster quietschenden Ketten. Dieses Foto von Josef Koudelka gehört zu seiner Serie Invasion, in der er den leidenschaftlichen Widerstand seiner Landsleute gegen die Entschlossenheit der Roten Armee zeigt, die demokratische Flamme des Prager Frühlings mit blutigen Mitteln zu ersticken.

 

 Tschechoslowakei 1968© Josef Koudelka / Magnum Photos

 

1970 verließ Koudelka die Tschechoslowakei, blieb im Westen und erhielt in England Asyl als politischer Flüchtling. 1971 wurde er Mitglied der Fotoagentur Magnum und zog 1980 nach Paris. Das Exil hat sein fotografisches Werk maßgeblich geprägt. In den zwanzig Jahren, die er ohne festen Wohnsitz unterwegs war, ohne Besitz, nur mit einer Kamera ausgestattet, schuf er zahlreiche Bilder von Landschaften, Menschen und dem Alltagsleben in Ländern wie Italien, Spanien, Portugal und Irland. Diese wurden erstmals 1988 unter dem Titel Exiles veröffentlicht. Zwischen 2008 und 2012 bereiste Koudelka Israel und die Palästinensergebiete und dokumentierte mit der Serie Wall die von Israel im Westjordanland errichtete Mauer sowie israelische Siedlungen.

 

 Tschechoslowakei 1968 © Josef Koudelka / Magnum Photos

 

Josef Koudelka (*1938) zählt zu den wenigen herausragenden Fotografen, deren Bilder die Entwicklung der Fotografiegeschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch ihren eindringlichen, bewegenden und authentischen Blick entscheidend beeinflusst haben. 

Erstmals nach fast 30 Jahren in Deutschland präsentiert C/O Berlin drei wesentliche Schaffensphasen aus Koudelkas Werk. Die Ausstellung umfasst rund 120 Fotografien und Projektionen. Sie wurde von Xavier Barral in Zusammenarbeit mit Sonia Voss kuratiert und in Partnerschaft mit dem Nederlands Fotomuseum in Rotterdam organisiert.

 

Hans Hansen . Still Life 

 

o. T. (Nikonobjektive), 1984, Hildmann Simon Rempen & Schmitz Credits © Hans Hansen


Ein VW Golf, Baujahr 1988, fein säuberlich und in knapp 7.000 Einzelteile zerlegt, grafisch arrangierte Glasblöcke, der Schattenriss einer Blüte oder die Aufnahme einer japanischen Holzmaske – Hans Hansens Blick auf die Dinge ist stark reduziert, linear und gleichzeitig voller Energie. Industriell hergestellte Produkte, handwerkliche Gebrauchsgegenstände und natürliche Dinge behandelt er stets mit der gleichen Präzision und Hingabe. Technische Genauigkeit und grafischer Minimalismus verleihen den Objekten ein visuelles Leben. Kaum ein anderer Fotograf hat unsere Wahrnehmung der alltäglichen Dingwelt seit den 1960er-Jahren so entscheidend geprägt wie Hans Hansen.

 

 

o. T. (Schildkröte) 2006, Verlag Gruner + Jahr, Magazine Geo © Hans Hansen 

 

Der gelernte Lithograf, Grafiker und fotografische Autodidakt verknüpfte erstmals Werbefotografie mit bildender Kunst und Design und setzte damit neue ästhetische Standards in freier wie angewandter Fotografie. Er zählt namhafte Firmen wie Lufthansa, Vitra und VW zu seinen Auftraggebern. Daneben erscheinen seine Aufnahmen in renommierten nationalen und internationalen Zeitschriften und Magazinen wie GEO Magazin, Greenpeace Magazin, Mare, Stern, Süddeutsche Zeitung Magazin und ZEITmagazin. Seit einigen Jahren widmet sich Hansen (*1940) verstärkt der freien Studiofotografie und bezeichnet diese gern als Experimentierfeld und kreativen Spielraum. 

 

o. T. (Noh-Maske), 2009, Sammlung des Museum Folkwang
© Hans Hansen

 

Die Ausstellung wurde von Felix Hoffmann und Hendrik Schwantes kuratiert. Begleitend erscheint eine Publikation bei Spector Books, Leipzig, mit Texten von Hartmut Böhme, Hannes Böhringer, Falk Haberkorn, Axel Kufus, Juhani Pallasmaa und Anna Voswinckel.

 

Optical Illusions . Contemporary Still Life


Same kinds of arguments, 2013 © Lucas Blalock /
Galerie Rodolphe Janssen


Die von Ann-Christin Bertrand kuratierte Ausstellung Optical Illusions . Contemporary Still Life präsentiert mit Werken von Lucas Blalock, Annette Kelm, Antje Peters und Oskar Schmidt vier künstlerische Positionen, die sich mit den unterschiedlichen Bedingungen der digitalen Bildproduktion und den ästhetischen Normen in der Fotografie neu auseinandersetzen.

 

 Portrait (No.1) , 2015 © Oskar Schmidt / Parrotta Contemporary Art

 

Gedeckte Tische, aufwendige Blumenarrangements, prunkvolle Kompositionen aus Büchern, Pokalen, Gläsern und Instrumenten – oder aber Parfüm, Kaubonbons, Haarshampoo, Starbucks-Becher und Pizzakartons: das traditionell malerische Sujet des Stilllebens gehört seit Jahrhunderten zum Kanon der europäischen Kunstgeschichte und erlebt in der zeitgenössischen Fotografie derzeit erneut eine Renaissance. Denn in einer digitalisierten Bilderwelt gehören Werbe- und Produktfotografie heute zum essentiellen, ästhetisch-visuellen Kanon unserer Gesellschaft und haben damit auch das Sujet des Stilllebens für junge zeitgenössische Künstler wieder in den Vordergrund gerückt. Ähnlich wie bereits in den 1920er- und 30er-Jahren werden die kunstvollen Arrangements jedoch über das abgebildete Sujet hinaus zum Experimentier- und Sezierfeld visueller Gewohnheiten und Erscheinungsformen, die sich den veränderten Produktions- und Distributionsformen zeitgenössischer Fotografie seit der Digitalisierung widmen. Neue technische Möglichkeiten werden ausgelotet, visuelle Codes ad absurdum geführt, unsere Wahrnehmungsgewohnheiten untersucht, in einer Zeit, in der Bilder zu machen und zu veröffentlichen für fast jeden zum Alltag geworden ist. 

 

Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22–24, Berlin

 

 

13.07.2017 - 15.09.2017
Fotoausstellung München - Unter dem Motto „Raus aus der Galerie – rein ins Hotel“ holt das Hotel Pullman Munich in Schwabing Kunst und Kultur in sein Haus. Ausgestellt werden zur Zeit die München Bilder des Fine-Art-Fotokünstler Michael Nischke, 18 großformjavascript:void(0)atige Fotografien, die seine ganz speziellen Blickwinkel auf „seine“ Stadt München zeigen. Bis 15. September.
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Michael Nischke – Best of München
Fotoausstellung München - Unter dem Motto „Raus aus der Galerie – rein ins Hotel“ holt das Hotel Pullman Munich in Schwabing Kunst und Kultur in sein Haus. Ausgestellt werden zur Zeit die München Bilder des Fine-Art-Fotokünstler Michael Nischke, 18 großformjavascript:void(0)atige Fotografien, die seine ganz speziellen Blickwinkel auf „seine“ Stadt München zeigen. Bis 15. September.

Ausstellung "Michael Nischke - Best of München" im Pullmann Hotel Munich 

 

 

„Wir sind sehr stolz, für unser neues Kunst-Programm einen solch populären Fotografen als Premieren-Aussteller gewonnen zu haben“, freut sich Direktor Jakob-Jan Blaauw. „Kunst wie die seine, noch dazu mit direktem Bezug zu München, passt wie geschaffen in unser Business- und Lifestyle-Hotel, das ganz grundsätzlich großen Wert auf Ästhetik legt.“

Artist Playground by Pullman lautet der offizielle Titel des Programms, dessen Auftakt der renommierte Münchner Fine-Art-Fotokünstler Michael Nischke bilden wird. Die Ausstellung ist im den öffentlichen Bereichen des Pullman Munich zu sehen und kann täglich bei freiem Eintritt besichtigt werden.

 

Bild Michael Nischke

 

Michael Nischke (*1956 in Berlin) gilt als einer der Protagonisten der Panorama-Fotografie in Deutschland und ist berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Neben seiner praktischen, fotografischen Arbeit für namhafte Verlage verfasste er eine Reihe von preisgekrönten Fachbüchern sowie Bildbänden. Seit vielen Jahren konzentriert sich der Wahlmünchner vollständig auf die künstlerische Arbeit. Die auf lange Sicht angelegten, weltweiten Fotoprojekte begleitet er konsequent mit seiner speziellen Panorama-Sichtweise. Auf der Suche nach einer andersartigen Bildsprache stieß Nischke bereits Anfang der 1980er Jahre auf diese spezielle Technik und nutzt bis heute vor allem den klassischen Film als Speichermedium. Seit 2004 sind seine Fotografien, Kunst-Kalender und Bildbände in der Galerie Nischke zu sehen. Diese Galerie hat sich in München als erste Adresse für hochwertige Fotokunst im Panorama-Format etabliert.

 

Ausstellung "Michael Nischke - Best of München" im Pullmann Hotel Munich 

 

Pullman Hotels haben sich Design, Kunst und Fotografie verschrieben – in enger Verbindung zur besonderen lokalen Kultur der wichtigsten pulsierenden Metropolen der Welt. Im Rahmen des Artist Playgrounds kooperieren wir mit Künstlern und Designern rund um den Globus und erwecken unsere Vorstellung von Design zum Leben.

In den Pullmann Hotels kann man unter diesem Konzept kann man faszinierende, multikulturelle Kunstwerke von aufstrebenden Talenten und erfahrenen Künstlern erleben.

Langfristig soll in jedem Pullman Hotel ein Art Corner installiert werden. So entsteht in den kommenden Monaten ein weiterer „Artist Playground“ im Pullman Berin Schweizerhof. In 2016 wurde bereits der erste „Artist Playground“ Deutschlands im Pullman Aachen Quellenhof eingeweiht.

 

 

 

Pullmann Munich, Theodor-Dombart-Starße 4, München

 

08.07.2017 - 23.09.2017
Fotoausstellung Nürnberg . Eine Auswahl eines historischen Schatzes aus der Welt der Fotografie zeigt die Leica Galerie mit den Bildern von Wolf-Diether Graf zu Castell-Rüdenhausen, der in den 30er Jahren bei seinen Flügen China von oben fotografierte. 8. Juli – 23. September 2017
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Wolf-Diether Graf zu Castell – Chinaflug
Fotoausstellung Nürnberg . Eine Auswahl eines historischen Schatzes aus der Welt der Fotografie zeigt die Leica Galerie mit den Bildern von Wolf-Diether Graf zu Castell-Rüdenhausen, der in den 30er Jahren bei seinen Flügen China von oben fotografierte. 8. Juli – 23. September 2017

Graf zu Castell-Rüdenhausen
Bilder bearbeitet durch Wolfram Reuter, Langenzenn

 

Wolf-Diether Graf zu Castell-Rüdenhausen (1905 – 1975) war ein visionärer und mutiger Pionier der Zivilfliegerei. Seit 1931 war er Pilot bei der damals noch jungen Deutschen Luft Hansa. Dort erkannte man seine fliegerischen Leistungen, aber auch seinen Mut und seinen Pioniergeist, und beauftragte ihn, das China jener Zeit für die zivile Luftfahrt zu erschließen. Dieser Auftrag dauerte von 1933 bis 1936.

 

Kansu Löss Terrassen
Graf zu Castell-Rüdenhausen

Bilder bearbeitet durch Wolfram Reuter, Langenzenn


 

Sommerpalast
Graf zu Castell-Rüdenhausen

Bilder bearbeitet durch Wolfram Reuter, Langenzenn

 

In seinen unzähligen Flügen über das Reich der Mitte, von Kanton bis zu den mongolischen Städten des Nordens, von der schon modernen Metropole Shanghai bis zu den gewaltigen unberührten Gebirgen des Himalaya sammelte er Eindrücke vom China der damaligen Zeit  -  und er hielt diese Eindrücke mit seiner Kamera fest.

Bei jedem Flug lag seine Leica II neben ihm, klein und handlich, einsatz-, schuss- und griffbereit.  Kurze Verschlusszeit, eingebauter Sucher und Entfernungsmesser und eine Handvoll Objektive dienten ihm dazu, weit über 1500 Bilder einzufangen. Es entstanden Perspektiven und Ansichten, wie sie vorher noch niemand gesehen hatte, nicht in China und nicht in anderen Teilen der Welt. Und es sind wohl die einzigen geblieben, die damals dieses riesige Land aus der Luft dokumentiert haben.

 

 

Chek-tai-shan
Graf zu Castell-Rüdenhausen

Bilder bearbeitet durch Wolfram Reuter, Langenzenn

 

Aus heutiger Sicht fanden die vielen Flüge innerhalb Chinas unter unvorstellbar abenteuerlichen Bedingungen statt: Ohne Funkverbindung, nur mit Kompass und unvollständigen Landkarten, mit störanfälliger Technik und schwierigsten Verständigungsmöglichkeiten. Dass es dennoch gewagt wurde, die ersten mutigen Schritte in Richtung einer Zivilluftfahrt zwischen den Erdteilen für künftige Generationen zu gehen, verdient höchsten Respekt und Dankbarkeit.

Graf zu Castell-Rüdenhausen hat seine pionierhaften Erlebnisse in einem Buch veröffentlicht, reich bebildert mit seinen eindrucksvollen Fotografien. Dieses Buch erschien 1938 unter dem schlichten Titel „Chinaflug“ und war ein großartiger Erfolg.

 

Leica Galerie, Obere Wörthstraße 8, Nürnberg

 

08.07.2017 - 01.10.2017
Ausstellung Düsseldorf . Zum ihrem 50-jährigen Jubiläum zeigt die Kunsthalle Düsseldorf die Ausstellung „Singular /Plural – Kollaborationen in der Post-Pop-Polit-Arena“. Von Candida Höfer über Sigmar Polke bis zu Katharina Sieverding reicht der bunte Reigen der Künstler, die in den 1970er Jahren in Düsseldorf lebten und gemeinsam arbeiteten und die jetzt im Fokus der Jubiläums-Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf stehen.
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Singular / Plural
Ausstellung Düsseldorf . Zum ihrem 50-jährigen Jubiläum zeigt die Kunsthalle Düsseldorf die Ausstellung „Singular /Plural – Kollaborationen in der Post-Pop-Polit-Arena“. Von Candida Höfer über Sigmar Polke bis zu Katharina Sieverding reicht der bunte Reigen der Künstler, die in den 1970er Jahren in Düsseldorf lebten und gemeinsam arbeiteten und die jetzt im Fokus der Jubiläums-Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf stehen.

 

 Katharina Sieverding, Düsseldorfer Szene, 1974. 144 Fotografien, 380 x 276 cm.
© Katharina Sieverding, Düsseldorf; VG Bild-Kunst, Bonn 2017; David Ertl, Kunstmuseum Bonn

 

Mit Den Protagonisten der Düseldorfer Ausstellung wird ein frischer Blick auf die Ausdifferenzierung der Künste der Nachkriegszeit sowie subkulturelle Impulse im deutschsprachigen sowie europäischen Raum gezeigt; die meisten der in Singular / Plural vertretenen Werke wurden noch nie in einer Ausstellung gezeigt. Es ist dabei zentral, dass diese lose wie kosmopolitisch orientierte Gruppe ihre Interessen und Strategien in Auseinandersetzung mit und in Abgrenzung vom Nachleben des deutschen Faschismus entwickelte. Von Interesse waren Malerei nach der Malerei, Musik, Fotografie, Diaprojektionen, Film und Intermedia, Performances, Alltag, die Riten des Rheinlandes, Comics, Popkultur, Rockabilly, Hippie- und Rockertum, Punk und New Wave: In der als Post-Pop-Polit-Arena definierten Konstellation ging es um politische Haltungen und die Neuanordnung der Mythen des Populären, um das Aneignen, Wiederholen, Sampeln, Umdeuten, Kopieren und Fälschen von visuellem Material jenseits des Mainstreams. Neben dem Versuch, innerhalb den engen Grenzen des Westens – und vor der Globalisierung des Kunstsystems – der Ordnung des Kalten Kriegs zu entkommen, formulierten die ausgestellten Künstler wichtige Fragen zur Funktion von Bildlichkeit in der sich formierenden Spaß- und Informationsgesellschaft.

 

 

Memphis Schulze u. a., Hochzeitsbild, 1977. Kaseinfarbe, Sprühlack auf Papier auf Leinwand kaschiert, 230 x 280 cm.
© Nachlass Memphis Schulze, Düsseldorf; VG Bild-Kunst, Bonn 2017 


Christof Kohlhöfer, Commedia dell’Arte of the coloured dogs, 1976. Offsetdruck, 28 x 21 cm.
Courtesy Christof Kohlhöfer


Christof Kohlhöfer und Emil Schult fertigten psychedelische Comicstrips, Bruno Demattio oder Stephan Runge erkundeten individuelle Mythologien und Gegenkulturen. Memphis Schulze, Achim Duchow und Sigmar Polke nahmen durch den Einsatz von Spraydosen das Interesse der Street Art an diesen Verfahren vorweg. Lutz Mommartz oder Astrid Heibach setzten sich zu einem für den deutschsprachigen Raum frühen Zeitpunkt mit den ehemaligen deutschen Kolonien auseinander und Michael Deistler reiste auf den Spuren des nationalsozialistischen Afrikafeldzugs nach Ägypten, während Candida Höfer einen ethnographischen Blick auf die eigene Gesellschaft wirft und Ingrid Kohlhöfer klischeehafte Vorstellungen von Freaks befragt. Tony Morgan, Ulrike Rosenbach oder Katharina Sieverding untersuchen genderkritische Positionen und die Rockposen der Popkultur und Conrad Schnitzler transformiert das Erbe der Pop Art durch neue Formen der elektronischen Musik. Viele der multimedialen Arbeiten konnten für die Ausstellung rekonstruiert werden und sind erstmals wieder zugänglich. So fertigte etwa Achim Duchow vertonte Diaprojektionen, die sich mit der Situation rund um die RAF, der Boulevardpresse oder dem Kunstmarkt in diesem „roten Jahrzehnt“ auseinandersetzen. Es ist dabei für das kuratorische Konzept zentral, dass innerhalb dieser Gruppe alternative Lebensmodelle erprobt und gleichzeitig eine singuläre Autorschaft aufgelöst wurde. Etwa Klaus vom Bruch oder Ilona und Wolfgang Weber porträtieren in Diashows oder Fotosammlungen die Düsseldorfer Gruppe, andere tauschten ihr Material untereinander oder erstellen, wie Sigmar Polke und Memphis Schulze oder Achim Duchow und Angelika Oehms gemeinschaftliche Werke.

Beteiligte Künstler: Michael Deistler, Bruno Demattio, Achim Duchow, Astrid Heibach, Candida Höfer, Christof Kohlhöfer, Ingrid Kohlhöfer, Klaus Mettig, Lutz Mommartz, Tony Morgan, Angelika Oehms, Sigmar Polke, Ulrike Rosenbach, Stefan Runge, Conrad Schnitzler, Emil Schult, Memphis Schulze, Katharina Sieverding, Klaus vom Bruch, Ilona & Wolfgang Weber.

 Die Ausstellung wurde kuratiert von Petra Lange-Berndt, Dietmar Rübel, Max Schulze und Gregor Jansen.

 

Kunsthalle Düsseldorf | KIT – Kunst im Tunnel Grabbeplatz 4, Düsseldorf 

 

 

 

 

 

 

 

 

01.07.2017 - 17.09.2017
Fotoausstellung Ulm . Eine umfangreiche Auswahl von Fotografien aus den verschiedenen Serien von Herlinde Koelbl von den Anfängen bis zu ihren aktuellsten Werken zeigt das Stadthaus Ulm.
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Herlinde Koelbl – Mein Blick
Fotoausstellung Ulm . Eine umfangreiche Auswahl von Fotografien aus den verschiedenen Serien von Herlinde Koelbl von den Anfängen bis zu ihren aktuellsten Werken zeigt das Stadthaus Ulm.

Aus der Serie
"Refugees - eine Herausforderung für Europa"2016,
Foto: © Herlinde Koelbl 

 

Mit einem sicheren Blick für das Menschsein fotografiert Herlinde Koelbl Personen aus unterschiedlichsten Schichten, seien es berühmte Politiker und Künstler, der Nachbar von nebenan oder auch Flüchtlinge. Die Fotografin ist vor allem bekannt für ihre Langzeitprojekte in deren Bilder man den deutschen Alltag ebenso wahrnimmt wie ungewöhnliche Situationen und Menschen.

 

Aus der Serie "Schlafzimmer"
(2000 - 2002)
Berlin (2000)
Foto: © Herlinde Koelbl

 

So ist „Das Deutsche Wohnzimmer“ ebenso wie das deutsche Schlafzimmer ein Blick in die deutsche Wohnwirklichkeit wie sie kaum deutscher sein könnte. Spannend auch ihre Serie „Spuren der Macht - Die Verwandlung des Menschen durch das Amt" (1991 bis 1999) für die sie Prominenz wie Angela Merkel, Joschka Fischer und Gerhard Schröder über Jahre begleitete.
Aktuell setzte sich Herlinde Koelbl auch mit der Situation der Flüchtlinge in Europa auseinander ("Refugees - Eine Herausforderung für Europa", 2016). Darüber hinaus macht Koelbl Dokumentarfilme und führt Interviews, etwa für das "Zeit Magazin".

 

Aus der Serie "Kleider machen Leute":
Kanae Asakusa; Geisha, Japan
Foto: © Herlinde Koelbl

 

Herlinde Koelbls Fotografien zeigen ihre herausragende Fähigkeit, den Menschen nahezukommen. Trotz eines sehr intimen Blicks auf ihr Gegenüber verletzt sie nie die Privatsphäre, agiert nicht voyeuristisch, sondern mit großem Einfühlungsvermögen und Respekt, egal, ob es um Figur, Nacktheit oder Statussymbole geht.

Projektleitung: Karla Nieraad und Andrea Kreuzpointner

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm

29.06.2017 - 17.09.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die Finalisten des Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2017 werden im MMK Museum für Modere Kunst in Frankfurt gezeigt. Die diesjährige Auswahl würdigt nicht nur etablierte fotografische Erzählungen, sondern auch experimentelle und konzeptionelle Ansätze in der Dokumentar-, Landschafts- und Porträtfotografie. Preisträgerin ist in diesem Jahr Dana Lixenberg. 29. Juni 2017 bis 17. September 2017
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Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Die Finalisten des Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2017 werden im MMK Museum für Modere Kunst in Frankfurt gezeigt. Die diesjährige Auswahl würdigt nicht nur etablierte fotografische Erzählungen, sondern auch experimentelle und konzeptionelle Ansätze in der Dokumentar-, Landschafts- und Porträtfotografie. Preisträgerin ist in diesem Jahr Dana Lixenberg. 29. Juni 2017 bis 17. September 2017

 Dana Lixenberg - Toussaint, 1993
copyright Dana Lixenberg Courtesy of the artist an Grimm, Amsterdam

 

Der Deutsche Börse Photography Foundation Prize wird jährlich an einen zeitgenössischen Fotokünstler beliebiger Nationalität vergeben, der im Vorjahr in Form einer Ausstellung oder Publikation einen bedeutenden Beitrag zur Fotografie in Europa geleistet hat. Als einer der renommiertesten Preise im Bereich Fotografie macht er auf bedeutende Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie aufmerksam und zeigt Werke von Künstlern, die die aktuelle internationale Fotoszene prägen. Die Deutsche Börse war seit 2005 Titelsponsor der mit 30.000 £ dotierten Auszeichnung.

 

Dana Lixenberg (geb. 1964, Niederlande), die diesjährige Gewinnerin, wurde für ihre Publikation Imperial Courts (Roma, 2015) nominiert. Lixenberg besuchte die Gegend South Central Los Angeles erstmals im Auftrag eines Magazins, um Aufnahmen zu den Unruhen rund um den Prozess zu Rodney King zu machen. Diese Reise inspirierte sie zu einem weiteren Besuch und führte sie zu Imperial Courts, einem staatlichen Wohnprojekt in Watts. Bei zahlreichen Besuchen über einen Zeitraum von 22 Jahren schuf sie ein Gesamtportrait über das sich wandelnde Leben der Bewohner. In dieser Zeit dokumentierte Lixenberg Bewohner, von denen einige getötet wurden, andere verschwunden oder im Gefängnis gelandet sind und wieder andere, die sie in deren Kindertagen bereits fotografiert hatte und die nun selbst Kinder haben. Damit zeigt Imperial Courts eine komplexe und bewegende Darstellung eines Teils der Stadt im Zeitverlauf, der anderweitig wenig Beachtung findet.

 

 Awoiska van der Molen # 364-18, 2013
Copyright Awoiska van der Molen Courtesy of the Artist


Awoiska van der Molen (geb. 1972, Niederlande) wurde für ihre Ausstellung Blanco im Foam Fotografiemuseum, Amsterdam (22. Jan. – 3. Apr. 2016), nominiert. Van der Molen erschafft abstrakte Schwarzweißfotos, die das Genre der Landschaftsfotografie wiederbeleben. Die Künstlerin verbringt lange Zeit in Einsamkeit und Stille – in den Landschaften fremder Länder, von Japan über Norwegen bis Kreta. Dabei untersucht sie die Identität eines Ortes und gibt diesem die Möglichkeit, seine spezifischen emotionalen und physischen Merkmale aufzuzeigen und die Künstlerin sich selbst darin erleben zu lassen. Mit diesem Ansatz versucht van der Molen auch, auf die weltweite Umweltkrise zu reagieren, indem sie die Art und Weise kritisiert, in der natürliche und vom Menschen geschaffene Umgebungen gemeinhin dargestellt und behandelt werden.

 

Taiyo Onorato und Nico Krebs : Zaha, 2013
Copyright Taiyo Onorato / Nico Krebs Courtesy of the Artist

 

Taiyo Onorato und Nico Krebs (beide geb. 1979, Schweiz) wurden für ihre Ausstellung EURASIA im Fotomuseum Winterthur (24. Okt. 2015 – 14. März 2016) nominiert. EURASIA nutzt auf spielerische Weise die Ikonographie eines Road Trips, die sich aus dem Erfahrungsschatz von Erinnerung und Imagination speist. Die Reise von Onorato und Krebs beginnt in der Schweiz, verläuft durch die Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan und Russland und endet in der Mongolei. Im Laufe dieser Reise trifft das Duo auf Landschaften und Menschen, die sich in einem ständigen Wandel von uralten Traditionen und postkommunistischen Strukturen hin zur Moderne und Bildung einer unabhängigen Identität befinden. Unter Einsatz einer Vielzahl analoger Medien und Techniken – darunter 16mm-Filme, großformatige Plattenkameras und installative Elemente – schaffen Onorato und Krebs ein Werk, das ebenso Fiktion wie Dokumentation ist.

 

 Sophie Calle: North Pole, 2009
copyright Sophie Calle Courtsy of the Artist

 

Sophie Calle (geb. 1953, Frankreich) wurde für ihre Publikation My All (Actes Sud, 2016) nominiert, in der sie ihr Gesamtwerk resümiert und als Postkartenset neu editiert hat. Diese Zusammenstellung dient als Portfolio ihrer gesamten Arbeit und bietet durch das neue Format gleichzeitig eine neue Perspektive auf diese. In den letzten 30 Jahren hat Calle z.B. Fremde eingeladen, in ihrem Bett zu schlafen, ist einem Mann durch die Straßen von Paris nach Venedig gefolgt, hat einen Detektiv angeheuert um ihr nachzuspionieren oder bat Blinde, von ihren letzten visuellen Erinnerungen zu berichten. Damit schafft es Calle kurze Momente des Lebens aufzuzeigen, zu denen sie für sich und andere die Spielregeln aufstellt.

 

MMK Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10, Frankfurt am Main

 

 

 

28.06.2017 - 16.09.2017
Ausstellung Frankfurt am Main . In der Präsentation „Bewegung im Bild“ stehen rund 60 Fotoarbeiten von 21 Künstlern aus der DZ BANK Kunstsammlung drei informellen Gemälden von Bernard Schultze, Emil Schumacher und Hann Trier aus der Kunstsammlung der ehemaligen WGZ BANK gegenüber.
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Bewegung im Bild
Ausstellung Frankfurt am Main . In der Präsentation „Bewegung im Bild“ stehen rund 60 Fotoarbeiten von 21 Künstlern aus der DZ BANK Kunstsammlung drei informellen Gemälden von Bernard Schultze, Emil Schumacher und Hann Trier aus der Kunstsammlung der ehemaligen WGZ BANK gegenüber.




Isabel Munoz
Flamenco, Nr. 94

 

Alles zwischen Stillstand und Explosionen – das zeigt die DZ Bank in der neuen Ausstellung „Bewegung im Bild – die informelle Malerei trifft auf die Geste in der Fotografie. Die unterschiedlichen Ansätze der Geste in der Fotografie finden sich in der Bewegung bis zum abrupten Stillstand, in den verschiedenen Formen von explosiven Kräften sowie im Wandel der Natur. Dazu gehört auch die Abstrahierung eines gegenständlichen Motivs wie zum Beispiel die Einwirkung von Schimmel auf das Fotomaterial.

 

Beza von Jacobs
Water area, 2013

 

Marc Lueders
Objekt 709-7-2, 2006


Vertreten sind in dieser Ausstellung im ART FOYER Fotoarbeiten aus der Sammlung von Sonja Braas, John Chamberlain, Torben Eskerod, Richard Hamilton, Timo Kahlen, Peter Keetman, Sandra Kranich, Barbara und Michael Leisgen, Jouko Lehtola, Marc Lüders, Isabel Muñoz, Detlef Orlopp, Helena Petersen, Jorma Puranen, Patrick Raynaud, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Günther Uecker, Beza von Jacobs sowie Neuerwerbungen von Anna Vogel und Raphael Hefti.

 

Helena Petersen
Colour LVII, aus der Serie: Pyrographie, 2015

 

 

Thomas Ruff
Substrat 10 I, 2002


So findet sich in den Nagelbildern von Günther Uecker, die er gestisch übermalt, das Phänomen der Bewegung gleichsam gedoppelt wieder oder Beza von Jacobs verwandelt mit blauen und weißen Farbsetzungen das Abbild ihrer Bettdecke in eine aufgewühlte Wasseroberfläche. In ihren Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Reihe „Flamenco“ fängt die Fotokünstlerin Isabel Muñoz mit wirbelnden Stoffbahnen die Dynamik der tänzerischen Bewegungen ein. Zudem trägt sie in einem aufwendigen Edeldruckverfahren eine chemische Platinlösung per Hand mit dem Pinsel auf das Fotopapier auf und doppelt so die Dynamik der Bewegung. Auch Thomas Ruff überführt ein gegenständliches Motiv in eine abstrakte Bildkomposition, indem er ein psychedelisches Farbspiel durch das mehrfache Überlagern japanischer Manga-Zeichnungen entstehen lässt.


ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung, Platz der Republik, Frankfurt am Main.
Öffentlicher Zugang: Friedrich-Ebert-Anlage / Cityhaus 1.





24.06.2017 - 10.09.2017
Fotoausstellung Berlin . „ Foto-Auge Fritz Block: Neue Fotografie – Moderne Farbdias“ heißt die Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung, die eine repräsentative Retrospektive des Schaffens von Fritz Block zeigt.
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Foto-Auge Fritz Block: Neue Fotografie – Moderne Farbdias
Fotoausstellung Berlin . „ Foto-Auge Fritz Block: Neue Fotografie – Moderne Farbdias“ heißt die Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung, die eine repräsentative Retrospektive des Schaffens von Fritz Block zeigt.

Fritz Block: Ballspiel am Strand von Juan les Pins 1931

 

Der deutsch-jüdische Fotograf Fritz Block (1889–1955) war ein äußerst vielseitiger Exponent der Fotomoderne. Sein Werk reicht von der Neuen Fotografie der späten 1920er Jahre in Deutschland über die Reisefotografie der 1930er Jahre bis zur Farbfotografie der 1940er Jahre in den USA. Aufgrund seines Exils für lange Zeit in Vergessenheit geraten, erfährt dieser Fotograf nun eine Wiederentdeckung. Denn erstmals kann mit dieser Ausstellung aus dem Nachlassarchiv eine repräsentative Retrospektive seines Schaffens gezeigt werden. Sie umfasst 130 Schwarz-Weiss-Abzüge (vintage prints) und 20 Farbvergrößerungen nach originalen Farbdias sowie zahlreiche Druckbelege aus der fotoillustrierten Presse. Für diese ungewöhnliche Materialfülle wurde eine kompakte, filmstreifenartige Präsentationsform gewählt, die zugleich der Anordnung von Fotografien in Printmedien und Ausstellungen zur Zeit der Weimarer Republik nahe kommt.

 

Fritz Block Kraftwerk der Ford Fabrik Detroit 1931

 

Die Biografie des Fotografen ist ebenfalls facettenreich: Zunächst trat Block als engagierter Architekt des Neuen Bauens hervor. In Hamburg betrieb er ab 1921 mit einem Partner das Architektenbüro Dr. Block & Hochfeld. Die Dokumentation der Bauausführung eigener Gebäude führte ihn 1929 zur Fotografie. Mit der Kleinbildkamera ›Leica‹ richtete Block sein Foto-Auge im Sinne der Neuen Sachlichkeit auf technische Konstruktionen im Hamburger Hafen. Zugleich besaß er ein Gespür für die ausdrucksstarke Wiedergabe von Menschen, vom Werftarbeiter bis zum Zirkusclown. Naturkundliches Interesse bewies er mit seinen Fotos von Tieren, Studien von Pflanzen sowie Objekt- und Röntgenaufnahmen von Muscheln und Schnecken. Außerdem experimentierte Block mit Ausdrucksformen des Neuen Sehens und arrangierte seine Aufnahmen zu Fotoreportagen.

Seine Spezialität aber war die gleichfalls zeittypische Städte- und Reisefotografie. In Berlin betrachtete Block den Funkturm aus ungewöhnlichen Perspektiven. In Paris faszinierte ihn die Konstruktion des Eiffelturms ebenso wie das Leben in den Boulevard-Cafés oder auf dem Großmarkt Les Halles. In Marseille nutzte er den Pont Transbordeur für einen ›Blick von oben‹ und an der Côte d'Azur hielt er das ungezwungene Strandvergnügen fest. Eine Rundreise durch die USA im Herbst 1931 fiel besonders ertragreich aus. In New York fotografierte Block die Skyline von Manhattan, Hochhäuser wie das gerade fertiggestellte Empire State Building, die Brooklyn Bridge und die neue George Washington Bridge, den Broadway bei Nacht, aber auch Menschen der verschiedenen Ethnien und die Schausteller von Coney Island. In Detroit entstand eine eindrucksvolle Serie von Aufnahmen der Ford-Fabrik, ihrer Schornsteine, Fließbandarbeit und Produkte.

 

Fritz Block: Blick vom Kaufhaus Galerie Lafayette Paris 1930

 

Obwohl kein Berufsfotograf, wertete Block seine Fotos auch zur Veröffentlichung in der illustrierten Presse aus. In der Wochenbeilage der Tageszeitung Hamburger Anzeiger ist er Anfang der 1930er Jahre mehrfach mit Titelfotos und Fotoreportagen vertreten.

Aufnahmen von ihm finden sich auch in Die Form, dem Organ des Deutschen Werkbundes, oder in fotografischen Jahrbüchern. Außerdem beteiligte sich Block 1930 an der Internationalen Ausstellung Das Lichtbild in München und 1932 an der Internationalen Foto-Ausstellungin Hamburg.

Allerdings war seiner fotografischen Karriere in Deutschland nur ein kleines Zeitfenster beschieden. Denn als Jude konnte Block seine Fotos hier ab 1933 nicht mehr publizieren (und auch als Architekt nicht mehr selbständig arbeiten). Er entschied daher, fortan nur noch auf seinen Auslandsreisen zu fotografieren: 1933 unternahm Block einen Zeppelin-Flug nach Brasilien, 1935 schuf er eine Bilderserie vom Petticoat Lane Market in London und 1938 diente ihm eine Kreuzfahrt um die Welt bereits zur Sondierung von möglichen Exilorten.

Ende 1938 emigrierte Fritz Block in die USA, wo er in Los Angeles die Fotografie zu  seinem Hauptberuf machte und sich der Kodachrome-Farbfotografie zuwandte. In den 1940er Jahren produzierte und vertrieb er (in Zusammenarbeit mit dem Museum of Modern Art in New York) neuartige Farbdia-Serien mit eigenen Aufnahmen von Bauten und Interieurs der Architekturmoderne in Kalifornien sowie von Formgestaltungen in Kunst, Technik und Natur für einen zeitgemäßen Kunstunterricht in den Vereinigten Staaten – eine singuläre, bisher übersehene Einzelleistung im Bereich der Exilfotografie.

 

 

Alfred Ehrhardt Stiftung , Auguststr. 75, Berlin

 

 

14.06.2017 - 28.08.2017
Fotoausstellung Wetzlar . Die Bildgeschichten von Jesse Diamond wirken oft rätselhaft und doch fasziniert bei jeder Aufnahme die ungewöhnliche Komposition. Die Leica Galerie in Wetzlar stellt die Schwarzweiß-Aufnahmen des US-amerikanischen Fotografen Jesse Diamond unter dem Titel "White Noise" vor.
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Jesse Diamond - White Noise
Fotoausstellung Wetzlar . Die Bildgeschichten von Jesse Diamond wirken oft rätselhaft und doch fasziniert bei jeder Aufnahme die ungewöhnliche Komposition. Die Leica Galerie in Wetzlar stellt die Schwarzweiß-Aufnahmen des US-amerikanischen Fotografen Jesse Diamond unter dem Titel "White Noise" vor.

 

 

„Ich konzentriere mich auf die Momente des realen Lebens und suche nach den seltenen Begebenheiten, die sich mit Worten nicht beschreiben lassen“, so der Fotograf Jesse Diamond.
 Jesse Diamond hält mit der Kamera viele scheinbar zufällig festgehaltene Momente des städtischen Alltags fest. Auffällig sind in der mit einer analogen Leica M6 erarbeiteten Schwarzweißserie „White Noise“ die grafischen, fast gänzlich abstrakten Strukturen und Flächen – das Motiv scheint bisweilen fast aufgelöst – neben überraschenden Details. Dabei leben alle Motive von der einzigartigen Darstellung einer unterschwelligen Spannung zwischen Ruhe und Dynamik

Die früheste Aufnahme dieser Bildserie entstand bereits 1999 bei einem Aufenthalt in Indien und zeigt aus fotografischer Fernsicht an einem Küstenstreifen zwei entfernte Gruppen von jeweils vier Männern, wobei die Bildkomposition von den horizontal verlaufenden Strand- und Wasserflächen bestimmt wird. Ein ganz typisches Bild der Serie. „Ich liebe den Look des weißen Raumes und die Art, wie das Thema aus der Mitte der Bilder herauswächst. Das ist der eigentliche Fokus: Dinge in einer Landschaft, die von weißem Licht herausgewaschen werden. Daher erscheint mir der Titel ‚White Noise‘ als sehr passend.“

Jesse Diamond, geboren 1970 in Los Angeles, besuchte die Cal Arts University, an der er als Musiker ausgebildet wurde und als zweites Fach Bildende Kunst studierte. Inspiriert von einer Reise nach Afrika im Jahr 1995, fasste er den Entschluss, sich ganz auf die Fotografie zu konzentrieren. Seine Karriere als professioneller Fotograf ist so vielfältig wie seine Themen. Neben seinen künstlerischen Einzelprojekten arbeitet er auch als Auftragsfotograf. 2004 wurde Diamond als Fine Art Photographer des Jahres von den International Photography Awards ausgewählt. Im Jahr 2012 war er Mitgründer von eyeist.com, einem online Portfolio-Review-Service für Fotografen. Jesse Diamond lebt in Los Angeles.


10.06.2017 - 27.08.2017
Ausstellung Frankfurt . Legendäre Bands und Musiker wie Janis Joplin, Udo Lindenberg, Frank Zapa und Die Toten Hosen sind on stage und backstage auf den einzigartigen Fotoaufnahmen in der Ausstellung „Rock.Funk.Punk“ im Fotografie Forum Frankfurt zu sehen. Außerdem kann man auch eine Auswahl von Plattencovern bewundern. 10. Juni bis 27. August 2017
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Rock.Funk.Punk
Ausstellung Frankfurt . Legendäre Bands und Musiker wie Janis Joplin, Udo Lindenberg, Frank Zapa und Die Toten Hosen sind on stage und backstage auf den einzigartigen Fotoaufnahmen in der Ausstellung „Rock.Funk.Punk“ im Fotografie Forum Frankfurt zu sehen. Außerdem kann man auch eine Auswahl von Plattencovern bewundern. 10. Juni bis 27. August 2017

Gijsbert Hanekroot
Frank Zappa, Amsterdam, 1972
© Gijsbert Hanekroot

 

 

Iggy Pop, Janis Joplin, Udo Lindenberg, Frank Zappa, Dead Kennedys, The Rolling Stones, Motörhead, Coldplay, Beth Ditto, Jay Z, Metallica und Die Toten Hosen – mehr als 150 Arbeiten der Fotografen Michael L. Abramson, Susan Barnett, Pep Bonet, Anton Corbijn, Stanley Greene, Bob Gruen, Gijsbert Hanekroot, Barbara Klemm, Günter & Felix Pfannmüller sowie Derek Ridgers zeigen die Größen der Rco, Funk und Punk-Musik.

Emotionen, Eskapaden, Exzesse: Die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt (FFF) lässt das Lebensgefühl und die Wirkungsgeschichte der drei titelgebenden Musikgenres Rock.Funk.Punk. gegenwärtig werden. Die Bands und Musiker sind on stage zu sehen, in teilweise weltberühmten Posen, aber auch backstage, intim und unmittelbar. Ob farbiger Rauch, jubelnde Massen, Glamour oder Ekstase der Stars: „Diese Fotografien vermitteln die Intensität der Musikszene“, sagt Celina Lunsford, künstlerische Leiterin des FFF und Kuratorin der Schau. „Und sie vermitteln das Erlebnis, das uns die Musiker bieten: Leidenschaft und die Freiheit, sie zu leben.“

Die zehn Fotografen der Schau unterscheiden sich durch Stil und Bildsprache.Zugleich lassen ihre Arbeiten erkennen, wer sie waren, was sie interessierte und was sie mit ihren Bildern einfangen wollten. Stanley Greene, der am 19. Mai 2017 im Alter von 68 Jahren gestorben ist, zog es nach seinem Fotografie-Studium in New York ans San Francisco Art Institute, den Mittelpunkt der gerade entstehenden Punk-Szene. Greene, der sich früh politisch engagiert hatte, war fasziniert von der Andersartigkeit dieser Protestbewegung. „This white noise, it just grabbed me and wouldn’t let me loose“, sagt der Gründer der Fotoagentur NOOR in seinem Buch “The Western Front” (2013). Seine Bilder zeigen die Mischung aus Kunst, Musik und Performance, die den Punk und seine Provokation ausmachten. „Es waren vor allem Stanleys Greenes Arbeiten, die mich zu dieser Ausstellung inspirierten“, sagt Celina Lunsford.

 

Stanley Greene
Freddy Fox lead singer of The Mutants
at the Deaf Club on Valencia Street in 1979
aus der Serie »The Western Front«
© Stanley Greene / NOOR

 

 

 

Barbara Klemm
Tina Turner, Frankfurt, 1971
© Barbara Klemm

 

Mit Gespür für den Moment hielt die deutsche Fotografin Barbara Klemm als junge Pressefotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) das »verrückteste Konzert« ihres Lebens fest, als Janis Joplin in einer Nacht und auf einer Bühne praktisch zwei Konzerte gab – aus Liebe zu ihren Fans und zu ihrem Tequila. Klemm fotografierte in den 1970/80er Jahren eine Vielzahl weltberühmter Rockstars bei Konzerten in Frankfurt, darunter Mick Jagger, Tina Turner, Bob Dylan und Joe Cocker. Außerdem dokumentierte sie das Nightlife in den legendären Frankfurter Clubs Dorian Gray und Omen.

Die Vintage-Fotografien des niederländischen Fotografen Gijsbert Hanekroot entstanden vor der Kommerzialisierung der Musikindustrie, ohne Barrieren wie Body Guards oder Bühnenabsperrungen. Hanekroots Studioaufnahmen, Konzertbilder und Schwarz-Weiß-Porträts von Frank Zappa, David Bowie oder Neil Young faszinieren durch ihre Direktheit und ihre große Nähe zu den Stars.

Wie sehr Rock, Funk und Punk auch Kleidungsstil und Identität der Fans prägten, zeigen insbesondere die Arbeiten der US-amerikanischen Fotografin Susan Barnett. Ihre Fotos zeigen Fashion-Statements von Musik-Fans: textile Bekenntnisse zu ihren Idolen und zur Welt der Bühne – zur Schau getragen auf dem Rücken ihrer T-Shirts. Fotograf Michael L. Abramson verbrachte seine Nächte in Chicagos Blues-, R&B- und Funk-Clubs und dokumentierte die Szene in Chicago-South mit Aufnahmen von Tänzern, Sängern und ihrer Mode. Der britische Fotograf Derek Ridgers gilt mit seinem Buch „London Youth 1978–87“ als maßgeblicher Chronist des Punk und seiner stilprägenden Wirkung auf die Jugend in

Großbritannien. Auch seine eigene erfolgreiche Modefotografie ist bis heute stilistisch von der Punk- Zeit beeinflusst. Zwei Lichtgestalten des Rock vervollständigen die FFF-Show im Bild: John Lennon, großformatig porträtiert von seinem Freund Bob Gruen, und Nirvana-Frontman Kurt Cobain, verewigt vom fotografischen Multitalent Anton Corbijn.

08.06.2017 - 30.09.2017
Fotoausstellung Gelsenkrchen . IM Pixelprojekt¬_Ruhrgebiet setzen sich 2017 in 21 Fotoserien 18 Fotografen mit verschiedenen regionalen historischen und aktuellen Aspekten auseinander des Ruhrgebiets auseinander und formen damit ein regionales Gedächtnis mit den Mitteln der Fotografie. Ausschnitte aller Serien werden im Original im Wissenschaftspark Gelsenkirchen ausgestellt.
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Pixelprojekt_Ruhrgebiet
Fotoausstellung Gelsenkrchen . IM Pixelprojekt¬_Ruhrgebiet setzen sich 2017 in 21 Fotoserien 18 Fotografen mit verschiedenen regionalen historischen und aktuellen Aspekten auseinander des Ruhrgebiets auseinander und formen damit ein regionales Gedächtnis mit den Mitteln der Fotografie. Ausschnitte aller Serien werden im Original im Wissenschaftspark Gelsenkirchen ausgestellt.

Foto: Jasmine Shah aus der Serie "No Go - Go Now / Duisburg-Marxloh"




Seit seiner Gründung 2003 wächst das Pixelprojekt_Ruhrgebiet Jahr für Jahr: 2017 um weitere 21 Fotoserien von 18 Fotografen. Diese setzen sich mit verschiedenen regionalen historischen und aktuellen Aspekten auseinander. Sie haben Bilder mit jeweils eigener künstlerischer und zumeist dokumentarischer Sprache geschaffen. Aus allen in diesem Jahr aufgenommenen Serien werden in der Ausstellung Ausschnitte gezeigt, um damit die Qualität und Einzigartigkeit der sonst nur im Netz sichtbaren Bilder zu dokumentieren. Mit den Neuaufnahmen wächst das Projekt auf 477 Fotoserien von insgesamt 293 Fotograf*innen mit nahezu 9.000 Einzelbildern.

 

 

Foto: Yolanda vom Hagen aus der Serie "Im Pott"


Jenseits des Mainstreams setzen sich die Neuaufnahmen bereits zum 14. Mal mit historischen und aktuellen Aspekten der Metropole auseinander und formen damit ein einzigartiges regionales Gedächtnis mit Mitteln der Fotografie im Internet.


Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr das Thema Flüchtlinge: Brigitte Kraemer beleuchtet in der Serie „Das große Warten – Geflüchtete im Ruhrgebiet“ die regionale Migrationsgeschichte, und auch Alexandra Breitenstein mit der Serie „Home Stories – Unsere neuen Nachbarn“ sowie Jutta Schmidt mit der Serie „4 Tonnen Luft“ nehmen sich der Thematik an.

 

Foto: Tom Stern aus der Serie "FIBO"


Einen Blick auf ganz unterschiedliche Menschen wirft auch das Fotografenduo Uwe Engels und Jacqueline Kraemer. In der Porträtserie „ICH“ fokussieren sie intensiv und rücksichtsvoll die Individualität jedes einzelnen Schülers der Hilda-Heinemann-Schule (Bochum), einer Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensräumen stehen auch in den Serien „Im Pott“ von Yolanda vom Hagen, „FIBO“ von Tom Stern und in „PAIN!“ von David Klammer im Mittelpunkt. Auch die historischen Serien „Im Gleisdreieck“ von Frank B. Napierala und „Kohlenpott-Kinder“ von Karsten Fricke thematisieren das soziale Miteinander im Ruhrgebiet.

Vergänglichkeit und Veränderung fängt die Fotografin Jutta Schmidt mit Fotos rund um den Dortmunder Phoenixsee sowie in der Serie „Reinhard geht“ ein. Vom Wandel im architektonischen Bereich berichten die Serien „Umbau“ von Wolfgang Fröhling und „Vergangenheimat“ von Martin Strathmann. Im Gegensatz dazu versucht die Serie „Panda Ruhr“ von Simon Grunert an den Rändern des urbanen und industriellen Bereiches eine Charakterbestimmung – fernab von naheliegenden fotografischen Projektionsflächen – zu erschaffen.

 


Foto: Engels Kraemer aus der Serie "Ich"



Zudem geht Cornelia Wimmer in „Dortmund Nord“ auf eine fotografische Entdeckungsreise mitten in der Stadt, während sich Jasmine Shah in ihrer Serie „No Go - Go Now / Duisburg - Marxloh“ die Frage stellt, warum man eigentlich diesen Stadtteil nicht mehr aufsuchen sollte. Christoph Jendral befasst sich in der Serie „Mercedes-Benz“ hingegen mit den schöneren Seiten des Lebens und widmet seine Fotografien „Auto-Schraubern“ aus Bochum. Unter dem Titel „Das Große Spiel: Ausstellungsaufbau“ gewährt Tom Stern Einblicke in den Aufbau einer Sonderausstellung im Ruhr Museum Essen. Durch die Linse von Daniel Kessen gibt es gleich zwei Blicke auf das Ruhrgebiet: Zum einen in der Serie
„hier und jetzt - mein zwanzig Pfennig Ruhrgebiet“. Zum anderen zeigt er in seiner Serie „Castroper Sümpfe“ die grüne Seite der Region. Tierisch geht es bei Robert Schumacher zu: Er inszeniert auf stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotografien Tiere in der Serie „Zootopia“.

„Die Themenvielfalt hat uns auch in diesem Jahr wieder positiv überrascht“, sagt Projektleiter Peter Liedtke, „wir freuen uns, mit dem Pixelprojekt_Ruhrgebiet eine ganz besondere Art von Regionalität erfahrbar zu machen; eine Regionalität, die über die Augen direkt ins Herz geht.“

Im Internet unter  www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de ist die gesamte Bildsammlung zu sehen. Sie wird damit in diesem Jahr auf insgesamt mehr als 9.000 Fotografien in 477  Fotoserien wachsen.


Pixelprojekt_Ruhrgebiet wird gefördert und möglich gemacht durch: Sparkasse Gelsenkirchen, Stadt Gelsenkirchen, Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Ruhr Museum, werkbund nrw, Kulturserver NRW, Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet,



Wissenschaftspark, Munscheidstraße 14, Gelsenkirchen

08.06.2017 - 03.09.2017
Ausstellung Essen . Mit über 150 Fotografien, zahlreichen Wandinstallationen, Folianten mit Hunderten von Fotografien und Diaprojektionen widmet sich der Fotograf und Bildarchäologe Arwed Messmer einem wichtigen Kapitel bundesdeutscher Geschichte, vorgestellt im Museum Folkwang. Bis 3. September 2017
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Arwed Messmer : RAF – No Evidence / Kein Beweis
Ausstellung Essen . Mit über 150 Fotografien, zahlreichen Wandinstallationen, Folianten mit Hunderten von Fotografien und Diaprojektionen widmet sich der Fotograf und Bildarchäologe Arwed Messmer einem wichtigen Kapitel bundesdeutscher Geschichte, vorgestellt im Museum Folkwang. Bis 3. September 2017

Andreas Baaader, Rathaus Berlin-Schöneberg, 1967
© Arwed Messmer unter Verwendung eines Negativs
der Polizeihistorischen Sammlung Berlin

 

 

Die damalige gesellschaftliche Debatte über die Studentenproteste 1967 und die spätere terroristische Abspaltung wurde erbittert in den Medien geführt. Von der Roten Armee Fraktion existiert eine Vielzahl von Bildern, doch nur einige wenige sind in Erinnerung geblieben. Kannte die Generation der 1970er Jahre noch die Aufnahme des toten Holger Meins oder die 1978 im Stern veröffentlichten Fotografien der „Todesnacht“ in Stammheim, so denkt man heute eher an die Raster der Fahndungsplakate oder an das Videostill und die Polaroid-Aufnahmen des von der RAF entführten Hanns-Martin Schleyer im sogenannten Volksgefängnis. Diese Bilder gehören zum kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Doch mit der Konzentration auf einige wenige Bilder, geht auch eine Verarmung historischer Zeugenschaft einher.

 

Arwed Messmers Ausgangspunkt sind die bisher unbeachtet gebliebenen unterschiedlichen Aufnahmen von Polizeifotografen – Fotos von Demonstrationen, Tatortbilder und erkennungs- dienstliche Aufnahmen –, die er in verschiedenen staatlichen Archiven gesichtet hat. Messmer stellt die Frage, wie diese ehemalige kriminalistische Spurensuche heute als künstlerische Recherche produktiv werden kann – im Sinne einer anderen Erkenntnis dieser Zeit.

 

Seine Erzählung spannt den Bogen von den Jahren 1967 bis 1977, von den Anfängen der RAF hin zur multiplen Gewaltentladung des Jahres 1977, der Entführung und Ermordung von Hanns- Martin Schleyer und dem Tod von Andreas Baader, Gudrun  Ensslin und Jan-Carl Raspe in der JVA Stammheim.

Seit mehr als 10 Jahren arbeitet Arwed Messmer mit fotografischem Archivmaterial, das seinen eigentlichen, funktionalen Wert eingebüßt hat, nicht selten visueller Ausschuss der Geschichte geworden ist – und dem der Künstler nun neue Leseweisen abgewinnt. In Zusammenarbeit mit Annett Gröschner erschien 2016 die Neuauflage des vielbeachteten Bandes Die Inventarisierung der Macht. Die Berliner Mauer aus anderer Sicht. Zuletzt legte er den Band Zelle/Cell vor, der die Entführung des Politikers Peter Lorenz 1975 mit vergleichbarem Bildmaterial der Polizei nachzeichnet.

Für sein Projekt zur Erforschung der staatlichen Bildarchive zur RAF wurde Arwed Messmer 2014 mit dem Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stipendium für Zeitgenössische Deutsche Fotografie ausgezeichnet.

 

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, Essen

 

03.06.2017 - 19.09.2017
Fotoausstellung Berlin . Testinos „Undressed“ ist eine ortsspezifische, für die Helmut Newton Stiftung exklusiv konzipierte Installation aus Mode- und Aktaufnahmen, darunter zahlreiche unveröffentlichte Studioporträts, die jetzt im Museum für Fotografie gezeigt werden. 3.6.2017 bis 19.11.2017
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Mario Testino. Undressed
Fotoausstellung Berlin . Testinos „Undressed“ ist eine ortsspezifische, für die Helmut Newton Stiftung exklusiv konzipierte Installation aus Mode- und Aktaufnahmen, darunter zahlreiche unveröffentlichte Studioporträts, die jetzt im Museum für Fotografie gezeigt werden. 3.6.2017 bis 19.11.2017

Mario Testino Vogue Italia, Paris 2000 copyright Mario Testino

 

Bei dieser Bildauswahl geht es um die Visualisierung und Materialisierung des „Ausziehens“, um eine Analyse der Übergänge von Mode, Erotik und Anatomie, welche uns einen tiefen Einblick in Testinos Archive und Arbeitsmethodik gewährt. 50 überlebensgroße Porträts werden direkt auf die Wände der drei Ausstellungssäle geklebt, wobei die Bilder selbst bis in die Ecken und hoch zur Decke reichen. Diese außergewöhnliche Präsentationsform, die in Testinos Werk und in der Ausstellungshistorie der Stiftung ohne Vergleich und Vorbild ist, füllt den Raum mit Körpern und Emotionen an.

 

Helmut Newton Heather looking through a keyhole, Paris, 1994
copyright Helmut Newton Estate

 

Die abgelichteten Menschen – Frauen und Männer in ihren Zwanzigern und Dreißigern – sind teilweise unbekleidet und großflächig tätowiert; ihre Nacktheit wird jedoch so natürlich dargestellt, dass es niemals obszön oder pornografisch wirkt. Auf anderen Aufnahmen wird die Haut der Modelle nur spärlich durch Mäntel, Badeanzüge oder Unterwäsche bedeckt. Testino hat die Modefotografie mit der Kunst verquickt, denn seine Motivwahl ist seit jeher durch Alte Meister der Kunstgeschichte inspiriert. Von Helmut Newton wurden Originalabzüge unterschiedlicher Formate aus dem Stiftungsarchiv ausgewählt, die bislang überwiegend noch nicht gezeigt wurden. Sie ergänzen das bekannte Werk Newtons, darunter Porträts von Jeremy Irons im Londoner Hotel Ritz oder von Michael Gross in einem Dortmunder Schwimmstadium, sowie Aktaufnahmen in einem italienischen Weingut oder für ein Ballett von Jan Fabre. Newton kombinierte Nacktheit und Mode sehr subtil – und macht uns Bildbetrachter bis heute unweigerlich zu Voyeuren. So begleiten und kommentieren Newtons Aufnahmen den Wandel der Rolle der Frau in der westlichen Gesellschaft jener Zeit. Dieser Aspekt ist für sein gesamtes Werk voller zeitloser Eleganz zu konstatieren – und das Gleiche gilt für Mario Testino.

 

Mario Testino. Undresse Installation shot Helmut Newton Foundation Berlin 2017
Foto Gerhard Kassner

 

In June´s Room zeigt die Stiftung „Pool Party“ von Jean Pigozzi; eine ebenfalls installative Präsentation von kleinformatigen, schnappschussartigen Aufnahmen rund um Pigozzis Swimming Pool am Cap d’Antibes, wo sich neben Helmut und June Newton auch zahlreiche andere Prominente entspannten oder ausgelassen feierten. Jean Pigozzi, Kunstsammler und internationaler Geschäftsmann, war bereits 2008 mit Porträts und Selbstporträts in der Paparazzi-Ausstellung der Helmut Newton Stiftung vertreten. Wieder sind es spontane und private Freundschaftsbilder; sie entstanden am Pool, nahe der von Ettore Sottsass 1953 für Pigozzis Vater Henri erbauten Villa Dorane. Wir begegnen in den Aufnahmen u.a. Mick Jagger und Bono, Liz Taylor und Naomi Campbell, also vielen Modellen, die auch Newton porträtierte.

Zur Ausstellung erscheint der begleitende Katalog „Mario Testino. Undressed“ im Taschen-Verlag. Die Buchbesprechung steht unter unserer Rubrik Hitliste Fotobücher.

 

Museum für Fotografie, Jebenstraße 2, Berlin

01.06.2017 - 10.09.2017
Ausstellung München . Mit rund 350 Objekten aus der Hand des bedeutenden Grafikdesigners und Art Directors, würdigt das Museum Villa Stuck das Schaffen von Willy Fleckhaus, der die visuelle Kultur Deutschlands von den 1960er- bis 80er-Jahren geprägt hat.
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Willy Fleckhaus - Design, Revolte, Regenbogen
Ausstellung München . Mit rund 350 Objekten aus der Hand des bedeutenden Grafikdesigners und Art Directors, würdigt das Museum Villa Stuck das Schaffen von Willy Fleckhaus, der die visuelle Kultur Deutschlands von den 1960er- bis 80er-Jahren geprägt hat.

 


Frankfurter Allgemeine Magazin, Nr. 28, 1980,
Fotografie: anonym, Grafische Gestaltung:
Willy Fleckhaus, © Hans Döring

 

Als Willy Fleckhaus mit 58 Jahre 1983 starb, war „Art Director“ zu einem festen Begriff bei der Herstellung von Zeitschriften ebenso wie von Büchern und anderen Druckwerken geworden. In der Ausstellung „Design, Revolte, Regenbogen“, kuratiert von Michael Koetzle, gelingt es an Hand von Magazinen, Fotografien, Illustrationen, Büchern, Buchreihen und Plakaten sich ein umfassendes Bild der Arbeit von Willy Fleckhaus zu machen,. Fleckhaus war auf allen Gebieten visueller Kommunikation tätig. Er hat Zeitschriften und Bücher gestaltet, Buchreihen und Umschläge konzipiert, Plakate und Signets genauso wie Kataloge und Festschriften entworfen, er hat Erscheinungsbilder und Firmenbilanzen betreut. Er war als Berater tätig, hat Vorschläge für das Redesign von Tageszeitungen erarbeitet und Ausstellungen gestaltet. Seine herausgehobene Position und die damit verbundene Machtfülle wurde jedoch auch nicht unkritisch gesehen. Nicht ohne Grund nannte man Willy Fleckhaus den „teuersten Bleistift Deutschlands“.

 

 Twen, Nr. 12, 1966, Fotografie: Sam Haskins,
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus,
© Carsten Wolff, FINE GERMAN DESIGN, Frankfurt am Main

 

 

Als Willy Fleckhaus zu gestalten begann, wurden Zeitschriften von Einrichtern, bestenfalls Grafikern betreut, die im Impressum der Magazine keine besondere Würdigung fanden. Als Fleckhaus mit nicht einmal 60 Jahren verstarb, war die „Art Direction“ zum festen Begriff und zur gehobenen Position im Prozess der Herstellung geworden.

Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Entwürfe für die Buchreihen des Suhrkamp Verlags, die Bibliothek Suhrkamp(ab 1959), die edition suhrkamp(ab 1963), bekannt als „Regenbogenreihe“, und die Reihe suhrkamp taschenbuch. Er war gestalterisch verantwortlich für das Magazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Logos der Zeitschrift Quick, der Aktion „Ein Herz für Kinder“ und des WDR wurden ebenfalls von Fleckhaus entworfen. Zu seinen ikonischen Arbeiten gehört die 1959 gegründete Jugendzeitschrift twen(1959 - 1971), die in Form und Inhalt die innovativen, provokanten und revolutionären Ideen von Willy Fleckhaus widerspiegelt. Gestaltet mit großen Fotostrecken, einprägsamer Typografie und ungewöhnlichem Layout widmete sich Twen Life-Style-Themen wie Mode, Musik und Freizeit, aber auch Fragestellungen zur sexuellen Befreiung und Homosexualität oder politischen Themen wie Antisemitismus.

 

twen, Nr. 2, 1962
Fotografie: Christa Peters
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus
© MAKK

 

 

In der Ausstellung kommt den von Fleckhaus gestalteten Medien eine wichtige Rolle zu. Sie sind kombiniert mit zahlreichen Vintage-Fotografien der oft von ihm auf der photokina in Köln entdeckten und für eigene Projekte engagierten Fotografen, die später internationale Bedeutung erlangten. Von den drei Schwerpunkten der Ausstellung steht die Zeitschrift twen im Vordergrund. Ein großes Gewicht liegt dabei auf originalen Fotografien, oft ganzen Strecken, aus denen Fleckhaus seine Bildreihen zusammenstellte. In großen Aufnahmen zu sehen sind Stars wie Juliette Gréco, Tina Turner, Jean Paul Belmondo oder Mick Jagger. Viele große Fotografen der Zeit sind vertreten, allen voran Will McBride, aber auch Richard Avedon mit seinen Porträts oder Ulrich Mack mit seiner berühmten Pferdeserie.

 

Aufwärts, Nr. 16, 1954, Fotografie: Christa Peters,
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus, © Hans Döring

 

Ein weiteres wichtiges Kapitel der Ausstellung bilden Fleckhaus' Arbeiten für Suhrkamp und andere Verlage. 1959 konzipierte er die Bibliothek Suhrkampmit schlichter Typografie auf weißem Grund und einem zurückhaltend umlaufenden Farbstreifen. Ab 1963 erscheint die edition suhrkamp in jeweils einfarbigen Taschenbuchbänden, deren Buchrücken, in korrekter Erscheinungsfolge aufgestellt, einmal durch das Farbenspektrum wandern. Nach 48 Bänden beginnt der Regenbogen von neuem.

In der gesamten Ausstellung ist Willy Fleckhaus mit Zitaten, Fotos, Skizzen und persönlichen Erinnerungsstücken präsent, dazu kommen speziell für die Ausstellung entstandene Interviews mit Weggefährten wie dem Fotografen und Filmemacher Roger Fritz, den Fotografen Guido Mangold und Michael Friedel und dem Art Director Uwe Göbel.

Als optisch überraschender und abschließender Höhepunkt der Ausstellung können die schwarz umrandeten Magazine für die Frankfurter Allgemeine Zeitunggesehen werden. Fleckhaus' Umgang mit Bildausschnitten und, mehr noch, seine Motivwahl sind freier und unabhängiger geworden und verleihen den äußerlich unscheinbaren Heften einen bleibenden Wert.

Eine Ausstellung des Museums Villa Stuck in Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunst, Köln, und dem Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

 

 

 Will McBride: Willy Fleckhaus, um 1970 © Will McBride Estate

 

 

Begleitprogramm

Führungen: 21.6., 19.7. und 5.9.17, Führung mit Hans-Michael Koetzle, Kurator

Führungen der Münchner Volkshochschule ab Sonntag 4.6., wöchentlich, 15.30 Uhr, € 7,-- zzgl. erm. Eintritt

Sa, 29.7.17, 11:30 – 12.30 Uhr: Führung in Gebärdensprache mit Helen Wollstein-Gouba für max. 10 Teilnehmer, € 7,- zzgl. ermäßigter Eintritt, Anmeldung unter anne.marr@muenchen.de oder info@gmu.de

 

Zur Ausstellung ist der Katalog Willy Fleckhaus. Design, Revolte, Regenbogen erschienen.
Herausgeber: Michael Buhrs, Petra Hesse. Mit Beiträgen von Carsten Wolff und Hans-Michael Koetzle.
240 Seiten und zahlreiche farbige Abbildungen, zweisprachig (deutsch/englisch)

 

 

Museum Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, München

 

 

31.05.2017 - 10.09.2017
Fotoausstellung München . Nach den ersten beiden Stationen im Museum Folkwang in Essen und im Haus der Photographie in den Deichtorhallen, Hamburg wird Peter Keetman. Gestaltete Welt – Ein fotografisches Lebenswerk bis 10. September 2017 im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung, München gezeigt.
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Peter Keetman – Gestaltete Welt
Fotoausstellung München . Nach den ersten beiden Stationen im Museum Folkwang in Essen und im Haus der Photographie in den Deichtorhallen, Hamburg wird Peter Keetman. Gestaltete Welt – Ein fotografisches Lebenswerk bis 10. September 2017 im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung, München gezeigt.


Peter Keetman: Blick vom Maximilianeum, München um 1955
© Nachlass Peter Keetman / Stfitung F.C. Gundlach


Zum 100. Geburtstags von Peter Keetman (1916 – 2005) bietet die umfangreiche Retrospektive die Möglichkeit, das Lebenswerk des Fotografen neu zu entdecken. Die Ausstellung zeichnet nicht nur Keetmans fotografische Laufbahn nach, sondern dokumentiert gleichzeitig die vielgestaltige Karriere des Mediums Fotografie zwischen freiem künstlerischem Schaffen und angewandter Arbeit.

Mit rund 360 Exponaten stellt die Ausstellung in neun Kapiteln Keetman als jungen Wilden der stilbildenden Gruppe fotoform vor. Sie zeigt ihn aber auch als einen der innovativsten und poetischsten Fotografen der Nachkriegszeit, der in seinem umfassenden Oeuvre Natur- und Bewegungsstudien, fotografische Experimente, Industriefotografie und angewandte Arbeit miteinander verband.

 

 Peter Keetman: Trister Bahnhof, 1953
© Nachlass Peter Keetman / Stiftung F.C. Gundlach

 

Das Werk Peter Keetmans (1916-2005) nimmt einen zentralen Platz in der fotografischen Nachkriegsmoderne Deutschlands ein. Wie es der Titel der Ausstellung „Gestaltete Welt“ zum Ausdruck bringt, führt es zwei zentrale Strömungen dieser Jahre zusammen. Auf der einen Seite den modernistischen Willen zur Form, zur Gestaltung, zum Experiment und zur Abstraktion, auf der anderen Seite einen humanistischen Weltbezug und die Hinwendung zum Wiederaufbau, zur Stadt, zur Natur, bis hin in ihre elementaren Bausteine. Diese große Retrospektive, ausgerichtet von der Stiftung F.C. Gundlach und vom Museum Folkwang, zeigt, wie diese beiden Strömungen im Werk Keetmans fließend ineinander übergehen.

Untrennbar verbunden mit Fotografie und Biografie Keetmans ist aber auch die deutsche Geschichte. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal in dieser Breite frühe Arbeiten des jungen Fotografen in der Sichtweise der Neuen Sachlichkeit, Aufnahmen aus dem München der Nazizeit und Fotografien vom Krieg gegen die Sowjetunion, aus dem Keetman als Invalide zurückkehrt.

 

Peter Keetman: Wassertropfen, um 1956
© Nachlass Peter Keetman / Stiftung F.C. Gundlach 

 

Ende der 1940er Jahre streift Keetman das Altväterliche seiner Ausbildungsjahre in München und bei Adolf Lazi in Stuttgart ab. Keetman gehört fortan zu den jungen Wilden der Gruppe fotoform, die, inspiriert von den Experimenten der Vorkriegsavantgarden, eine neue Sprache der Fotografie entwickeln wollen, basierend auf formaler Reduktion, auf der gestalterischen Kraft des Lichts und der Subjektivität individueller Welterfahrung. Zusammen mit Otto Steinert und den anderen Mitstreitern von fotoform steht Peter Keetman für den Aufbruch der Fotografie. 

 

 Peter Keetman: Aufbauten auf Transportgestellen, VW-Werk Wolfsburg 1953
© Nachlass Peter Keetman / Stiftung F.C. Gundlach


Seiner berühmten Serie im Wolfsburger Volkswagenwerk von 1953 und den „Schwingungen“– Keetmans großartiger Signatur im Geschichtsbuch der experimentellen Fotografie – widmet die Ausstellung jeweils ein eigenes Kapitel. Aber auch das spannende Ineinandergreifen von freier Fotografie und angewandtem Auftrag ist Gegenstand der Ausstellung, die uns eine zentrale Figur der Nachkriegsfotografie in ihren vielen Facetten entdecken lässt.

Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung, Maximilianstraße 53, München

Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog im Steidl Verlag erschienen:

Herausgeber: F.C. Gundlach
Texte: Ludger Derenthal, Florian Ebner, Ute Eskildsen, F.C. Gundlach,
Gottfried Jäger, Sebastian Lux und Petra Steinhardt
Gestaltung: Claas Möller
Preis: 48 € / ISBN 978-3-95829-204-8

 

 

28.05.2017 - 01.10.2017
Ausstellung Riehen/Basel . Die Fondation Beyeler zeigt in ihrer Sommerausstellung Werke des bekannten deutschen Künstlers Wolfgang Tillmans. Ausgestellt werden bis 1. Oktober 2017 ca. 200 fotografische Arbeiten von 1986 bis 2017 und eine neue audio-visuelle Installation.
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Fondation Beyeler - Wolfgang Tillmans
Ausstellung Riehen/Basel . Die Fondation Beyeler zeigt in ihrer Sommerausstellung Werke des bekannten deutschen Künstlers Wolfgang Tillmans. Ausgestellt werden bis 1. Oktober 2017 ca. 200 fotografische Arbeiten von 1986 bis 2017 und eine neue audio-visuelle Installation.

 

Wolfgang Tillmans, Blautopf, Baum, 2001
Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Cologne, Maureen Paley, London, David Zwirner, New York

 

Bekannt wurde Tillmans in den frühen 1990er Jahren mit heute ikonischen Bildern über das Lebensgefühl einer Generation, geprägt von unbeschwertem Freiheitsdrang und der Lust, das Leben im Moment zu geniessen. Doch schon bald erweiterte er den Fokus und nutzte das Experimentieren mit den Mitteln der Fotografie zum Erfinden einer neuen Bildsprache. Es entstanden Arbeiten mit und ohne Kamera sowie mit dem Fotokopierer

Neben traditionellen Genres wie Porträts, Aktdarstellungen, Stillleben oder Landschaftsbilder präsentiert die Ausstellung abstrakte Werke, die mit der Grenze des Sichtbaren spielen. Sie wird zeigen, dass nicht Fotografie im klassischen Sinn im Vordergrund des Werkes von Tillmans steht, sondern das Schaffen von Bildern. Nachdem der Künstler bereits 2014 auf Einladung des Museums einen Raum mit Gemälden und Skulpturen aus der Sammlung und zwei eigenen Arbeiten eingerichtet hatte, ist die Ausstellung mit Wolfgang Tillmans die erste umfassende Auseinandersetzung mit dem Medium der Fotografie in der Fondation Beyeler. Die Ausstellung in der Fondation Beyeler versucht eineandere Annäherung an das Schaffen von Wolfgang Tillmans.

Die Fondation Beyeler mit ihrer Sammlung von herausragenden Werken der klassischen Moderne und Gegenwart erscheint als idealer Kontext, um zu zeigen, wie Tillmans das mechanische Medium der Fotografie in eine ausdrucksstarke eigenständige Bildsprache verwandelt hat. Eine Bildsprache, in der das Sehen als solches und damit auch die Wahrnehmung der Welt zum Thema werden.

 

Wolfgang Tillmans, Nite Queen, 2013 Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Cologne,
Maureen Paley, London, David Zwirner, New York

 

Die Auswahl der Bilder für die Ausstellung in der Fondation Beyeler ebenso wie die Installation in den zwölf Räumen des Museums werden zeigen, wie Tillmans die Möglichkeiten der Fotografie nutzt, um Sichtbarkeit zu evozieren und eine Bildstrategie zu entwickeln, die der Wahrnehmung der Welt eine neue, menschliche Qualität zu geben vermag.

Wolfgang Tillmans wurde 1968 in Remscheid geboren. Als 20-Jähriger lebte er in Hamburg, wo seine künstlerische Arbeit ihren Anfang nahm. Anfang der 1990er Jahre studierte er am College of Art and Design in England. Von 1992 bis 2007, lebte und arbeitete er vorwiegend in London; danach verlegte er seinen Schwerpunkt nach Berlin. Seit den frühen 1990er Jahren wird sein Schaffen international wahrgenommen und ausgestellt.

Umfassende Ausstellungen zu seinem Werk gab es unter anderem in der Kunsthalle Zürich (1995 und 2012), den Deichtorhallen, Hamburg (2001), in der Tate Britain, London (2003) und in der Tokyo Opera City Art Gallery

2000 wurde Tillmans, als erster Fotograf und nicht - britischer Künstler, mit dem Turner Prize ausgezeichnet. 2015 erhielt er den International Award in Photography der Hasselblad Foundation, Göteborg.

 

Fondation Beyeler, Baselstrasse 101  CH-4125 Riehen/Basel

 

 

 

13.05.2017 - 20.08.2017
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen präsentiert die Arbeit der niederländischen Fotografin Viviane Sassen zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in einem großen deutschen Ausstellungshaus. Bis 20. August 2017
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Viviane Sassen – Umbra
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen präsentiert die Arbeit der niederländischen Fotografin Viviane Sassen zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in einem großen deutschen Ausstellungshaus. Bis 20. August 2017

 

Four Shoes 2005

 

Bekannt wurde Viviane Sassen durch ihre Farbfotografien, bei denen die Form am Rande der Abstraktion eine starke Rolle spielt. Die dargestellten menschlichen Körper werden in den Arbeiten zu Akteuren surrealer Szenerien. Einzelne Gliedmaßen scheinen ein Eigenleben zu führen und wirken oft wie abstrakte Skulpturen, die durch geschickt platzierte Spiegel in ihre Einzelteile zerlegt wurden. Mit ihrem sehr persönlichen und einzigartigen Stil setzte Viviane Sassen auch in der Modefotografie Akzente und hebt sich durch ihre emotionale Bildsprache von den weitgehend kommerziell ausgerichteten Modefotografen ab. In Werbekampagnen für weltbekannte Marken wie Stella McCartney, Adidas, Miu Miu, Hermès, Bottega Veneta oder Louis Vuitton bildet sie den kreativen, experimentellen und modernen Charakter der zeitgenössischen Mode ab.

 

 

Yellow Vlei, 2014

 

Das Haus der Photographie präsentiert mit der Werkserie UMBRA (lat. Schatten) das wohl persönlichste Werk der Künstlerin. Die Schau konzentriert sich auf das Spiel zwischen Licht und Schatten, ein besonderes Stilmittel Sassens. Charakteristisch  ist  außerdem das überspitzte  Kolorit,  das wiederum  tiefe Schatten hervorruft.  Der harte  Kontrast  zwischen Hell und Dunkel, zwischen Realismus und Abstraktion  wird  in UMBRA zur Metapher für widerstreitende Emotionen wie Angst und Begehren, Erinnerung und Erwartung, Fantasie und Illusion.

Die Ausstellung UMBRA ist in acht verschiedene Serien gegliedert, wobei jede einen eigenen Charakter aufweist  (TOTEM,  LARVAE,  HURTLING, REBUS, SOIL, CARBON,  AXIOM und AURA). Die Auswahl der eingesetzten Medien reicht dabei von Fotografie über Video, Zeichnungen und Lichtprojektionen bis hin zu Spiegeln. Die meisten dieser Werkreihen wurden explizit für die Werkschau UMBRA produziert. In einigen Teilen der Werkserie lassen sich Bezüge auf traditionelle,  abstrakte  Maler wie Kasimir Malewitsch  (Das schwarze Quadrat, 1915), Piet Mondrian oder Mark Rothko erkennen. Andere stehen in Beziehung zu literarischen, naturwissenschaftlichen und philosophischen Ansichten von Plato und Carl Gustav Jung bis hin zu der jungen niederländischen Schriftstellerin Maria Barnas, die eigens für UMBRA Gedichte verfasste.

 

In ihrer Ausstellung nimmt Viviane Sassen die Besucher mit auf eine Reise durch Licht und Schatten und integriert dabei sogar deren physische Präsenz in die Traumwelt, die sie mit UMBRA erschafft.

Viviane Sassen studierte Fashion Design bevor sie sich mit einem Fotografie-Studium in Utrecht und einem Master in Fine Arts in Arnheim der bildenden Kunst widmete. Ihre Arbeiten wurden weltweit ausgezeichnet und ausgestellt, darunter im Museum of Modern Art 2011 im Institute of Contemporary Art?und in The Photographer’s Gallery in London sowie im Fotomuseum Winterthur, der GP Gallery in Tokyo, der City Gallery in  Wellington,  Neuseeland und  im  Fotomuseum  Rotterdam.  Weiter  präsentierte  Sassen ihre Arbeiten  in der Ausstellung  „Encyclopedic  Palace“  auf der 55. Biennale 2013  in Venedig.  Die Deutsche Fotografische Akademie verlieh ihr 2015 für außergewöhnliche Leistung in der Fotografie die David- Octavius-Hill Medaille.

 

Haus der Photographie, Deichtorstraße 1-2, Hamburg

 

05.05.2017 - 17.09.2017
Ausstellung München . Muss man in eine Ausstellung gehen, um die Bilder eines Fotografen kennenzulernen oder genügt nicht auch der Blick in ein Buch, ein Magazin oder ins Internet? Nein es genügt nicht, man muss in die Ausstellung – zumindest wenn es sich um Thomas Struth mit seinen Werken handelt, die im großen Rahmen im Haus der Kunst präsentiert werden. 5. Mai bis 17. September 2017
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Thomas Struth – Figure Ground
Ausstellung München . Muss man in eine Ausstellung gehen, um die Bilder eines Fotografen kennenzulernen oder genügt nicht auch der Blick in ein Buch, ein Magazin oder ins Internet? Nein es genügt nicht, man muss in die Ausstellung – zumindest wenn es sich um Thomas Struth mit seinen Werken handelt, die im großen Rahmen im Haus der Kunst präsentiert werden. 5. Mai bis 17. September 2017

 Helle Sonnenblume – N° 1, Winterthur 1991
Chromogenic print

84,0 x 66,0 cm
© Thomas Struth

 

Die bislang umfangreichste Präsentation des Werkes von Thomas Struth, einem der bedeutendsten deutschen Fotografen der Jetztzeit, stellt das Haus der Kunst vor. Gezeigt werden rund 130 Werke, zwei Videoinstallationen und eine Auswahl an Archivmaterial, die einen vollständigen Überblick über Struths künstlerische Entwicklung gibt.

„Malerei gab es schon vor Hunderten von Jahren, was konnte ich da noch tun – Fotografieren oder Malen? Ich bin ein ungeduldiger Mensch und fotografieren geht schneller“, begründet  Thomas Struth sein Tun. Dass er mit der Entscheidung die richtige Wahl getroffen hat, beweist sein Erfolg. Aber erst war es die Malerei , die er bei Gerhard Richter an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, bevor er in die Klasse für Fotografie von Bernd und Hilla Becher wechselte, die mit diesen Schülerjahrgang der deutschen Fotografiewelt eine ganz Reihe heutiger Stars wie Andreas Gürsky, Thomas Ruff oder Candida Höfer bescherte.

 

Crosby Street, Soho, New York 1978
Silver gelatin print

66,0 x 84,0 cm
© Thomas Struth

 

Tokamak Asdex Upgrade Periphery, Max Planck IPP, Garching 2009
Chromogenic print

109,3 x 85,8 cm
© Thomas Struth

 

Man bekommt nur einen ungenügenden Eindruck der Qualität der Arbeit von Thomas Struth, wenn man sie nicht großformatig an den Wänden präsentiert sieht, wie es jetzt im Haus der Kunst der Fall ist. Die Auswahl und Zusammenstellung ist dem Künstler und seinem Kurator Thomas Weski, ehemals stellvertretender Direktor vom Haus der Kunst, hervorragend gelungen. Wobei Thomas Struth gestand, dass er den Kurator mit der Arbeit über lange Strecken allein ließ. „Ich bin 62 und wollte mich einfach mal zurücklehnen.“

 

National Gallery 2, London 2001
Chromogenic print

148,0 x 170,4 cm
© Thomas Struth


Mit sicherer Hand geordnet hängen nun die Bilder in diversen Sälen und lösen Begeisterung aus. Dort findet man bekannte Serien wie „Straßen“, „Portraits“, „Museumsbilder“ oder „Paradise“. Die Architekturaufnahmen sind von einer bestechenden Klarheit, irgendwie sehr aufgeräumt, wie man sie in diesem Motivbereich sonst nicht sieht. Vom Werk  „New Pictures from Paradise“ kennen viele schon das ein oder andere Motiv, aber zu mehreren in einem der Säle gehängt, sind diese von undurchdringlichem  Grün des Dschungel oder dem üppigen Rot eienr  Blumenpracht einfach berauschend. Nicht zu vergessen ist das soziale Interesse von Struth, das sich bildlich vor allem in dem Raum zeigt, wo die Bilder hängen, die er für ein Krankenhaus in Winterthur fotografierte und die den Patienten bei der Genesung unterstützen sollten.

 

Im Haus der Kunst Bilder aus Paradise von Thomas Struth

 

Kyoko und Tomoharu Murakami, Tokio, 1991
Chromogenic print

105,5 x 126,0 cm
© Thomas Struth

 

 

Wer ist der Künstler, wo hat er veröffentlicht, welche Ausstellungen gehabt? Viele Fragen für die es in der Ausstellung noch mehr Antworten gibt.  Denn aus dem Archiv steht hier zahlreiches Material zur Ansicht, dass über Thomas Struth Auskunft gibt und auch den Prozess der künstlerischen Umsetzung bis zur Fertigstellung der Bilder vermittelt.

 

Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München

 

29.04.2017 - 01.09.2017
Fotoausstellung Berlin . Im Rahmen des Gallery Weekend 2017 stellt Kicken Berlin das Werk von Sibylle Bergemann, eine der bekanntesten Fotografinnen der früheren DDR vor. Ihre Bilder geben Zeugnis vom Status quo der 1970er und -80er Jahre in Ostdeutschland und den Veränderungen der Nachwendezeit.
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Der Rand der Welt. Sibylle Bergemann in Dialogue
Fotoausstellung Berlin . Im Rahmen des Gallery Weekend 2017 stellt Kicken Berlin das Werk von Sibylle Bergemann, eine der bekanntesten Fotografinnen der früheren DDR vor. Ihre Bilder geben Zeugnis vom Status quo der 1970er und -80er Jahre in Ostdeutschland und den Veränderungen der Nachwendezeit.

Sibylle Bergemann
Berlin, Palast der Republik, 1987
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



Die Ausstellung „Der Rand der Welt. Sibylle Bergemann in Dialogue“ das  Werk der Fotografin im Dialog mit ihren ostdeutschen Zeitgenossen, Freunden und Wegbegleitern wie Ursula Arnold, Arno Fischer, Harald Hauswald, Ute und Werner Mahler, Roger Melis, Helga Paris, Sabine Peuckert, Evelyn Richter und Gundula Schulze Eldowy. Die einfühlsame Darstellung von Menschen und Orten jenseits stereotyper Sichtweisen vereint die Protagonisten der Schau.
Charakteristisch für Sybille Bergemann (1941-2010) sind ihre behutsame Annäherung  an die ostdeutsche Lebensrealität und ihre unverwechselbare, subjektive Sicht, die der Realität immer neue poetisch-surreale Bilder abgewonnen  hat. Bergemann lernte die Fotografie ab Mitte der 1960er Jahre von ihrem späteren Mann Arno Fischer. Virtuos beherrschte sie die verschiedenen Genres, ob Porträt und Landschaft, Mode und Reportage. Seit den 1970er Jahren arbeitete sie für renommierte Kulturzeitschriften wie Sonntag, Das Magazin oder Sibylle.

 

Sibylle Bergemann
Mitte, Augusttraße, 1967
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



Die Stadtlandschaft in Berlin ist ein zentrales Element  in Bergemanns  Werk.  Sowohl die Prestigeobjekte und zentralen Orte der ostdeutschen Stadtplanung, die Plattenbauten, der Palast der Republik, wie auch  das von den Spuren der Geschichte gezeichnete Berlin-Mitte inszenierte Bergemann auf unvergleichliche  Weise. Ihr Interesse galt dem „Rand der Welt“, wie sie selbst sagte, dem Unverwechselbaren und Rätselhaften jenseits der Konformität.

Zur Wendezeit rückt auch die zuerst  trennende und bald verbindende  Stadtgrenze, die Mauer,  in den Blick der Fotografin. Einen besonderen Werkkomplex  stellen die Fensterbilder dar, denen 2011 posthum  ein eigenes  Buch gewidmet  war.  Als  Bild  im Bild  sind  sie  zugleich  Lebenszeichen   wie abstrakte Kompositionen. Sie bezeugen Gegenwart und Vergangenheit, Vielfalt und Verfall.

Zu Bergemanns subjektiver Weltsicht gesellen  sich weitere Protagonisten der ostdeutschen Fotografie. Ursula Arnold und Evelyn Richter, beide ein gutes Jahrzehnt älter  als Sibylle Bergemann, gehörten mit Arno Fischer zu den ersten ostdeutschen Fotografen, die der offiziellen Sichtweise ihre sozial  engagierte,  persönliche  Sichtweise  gegenüberstellten  und damit  ins  kollektive Gedächtnis eingingen. Arno Fischer prägt ikonische Bilder der Gegenwart vor dem Mauerbau in Ost- und West- Berlin und bindet die in ihnen sichtbare  Geschichte  der Stadt  in beiläufigen  Beobachtungen  ein. Fischer, Bergemann, Roger Melis u.a. fanden sich in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre in der 1969 so benannten  Gruppe „Direkt“ zusammen,  die für eine engagierte  und unabhängige  künstlerische Bildsprache stand.

 

Sibylle Bergemann
Miss Albena, Berlin, 1985
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



In dieser Tradition  arbeiten auch Harald Hauswald und Ute und Werner Mahler (wie Sibylle Bergemann 1990 Gründungsmitglieder der Agentur Ostkreuz). Sie haben  in ihren Reportagen und Projekten die andere, nicht-offizielle Seite Ostdeutschlands ebenso teilnehmend wie präzise ins Bild gesetzt.  Menschen  und Orte stehen  im Zentrum von Helga  Paris’  Auseinandersetzung  mit dem Alltag in der DDR. Gundula Schulze Eldowy offenbart Einsamkeit, Verletzlichkeit, aber auch Würde und Selbstbewußtsein der Menschen am Rand der Gesellschaft in schonungsloser Offenheit. Sabine Peuckert hat als bildende  Künstlerin die historische Substanz der Straßen in Berlin-Mitte festgehalten, die sie parallel auch in ihren Zeichnungen zeigt.

Die Ausstellung Der Rand  der  Welt. Sibylle Bergemann  in  Dialogue  ist Teil eines umfassenden Werküberblicks an drei Orten in Kooperation mit dem Nachlass Sibylle Bergemann  und der Loock Galerie.  Dort  sind  ab  dem 28.  April unter dem Titel Sibylle  Bergemann.  Frauen.  Und in Farbe Farbaufnahmen der 1990er Jahre und Frauenporträts zu sehen. Parallel wird ab dem 29. April in den Reinbeckhallen Berlin die retrospektive Werkschau Sibylle Bergemann  gezeigt.

Kicken Berlin, Liniensraße 161A, Berlin

www.kicken-gallery.com

28.04.2017 - 01.10.2017
Fleury-devant-Douaumont, Frankreich . Die Sonderausstellung in der Gedenkstätte Mémorial du Verdun „Krieggsfotografen Wonach streben sie seit 160 Jahren“ beleuchtet die Männer und Frauen, die mit ihren Fotoapparaten in Konfliktherde losziehen. Sind sie stumme Zeugen, die lediglich das Beobachtete zeigen? Welches Streben versteckt sich hinter ihrer Aufgabe? 28. April bis 1. Oktober 2017
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Kriegsfotografie
Fleury-devant-Douaumont, Frankreich . Die Sonderausstellung in der Gedenkstätte Mémorial du Verdun „Krieggsfotografen Wonach streben sie seit 160 Jahren“ beleuchtet die Männer und Frauen, die mit ihren Fotoapparaten in Konfliktherde losziehen. Sind sie stumme Zeugen, die lediglich das Beobachtete zeigen? Welches Streben versteckt sich hinter ihrer Aufgabe? 28. April bis 1. Oktober 2017

Mathew Brady - Yokktown, Va., May 1862.-Library of congress



Seit etwa 1850 reisen Fotografen mitten in Kriegsgebiete, wo sie das Geschehen mit ihren Aufnahmen festhalten. Damals entstand der Wunsch, den Krieg neben den traditionellen grafischen und zeichnerischen Darstellungen zu dokumentieren. Die Kriegsfotografen zeigten bis dahin unbekannte Bilder des Konflikts, Fragmente einer unsichtbaren Realität.

Die Ausstellung rückt die Persönlichkeit der Kriegsfotografen stellt  verschiedene Fotoreporter von den Anfängen der Kriegsfotografie bis hin zu den heutigen Konflikten vor. Ein Rundgang folgt sechzehn Fotografen im geschichtlichen Kontext der von ihnen eingefangenen Konflikte vom Krimkrieg (1855) bis heute.  Die Ausstellung stellt zugleich fotografische Werke (Originale und Abzüge) und Presseausschnitte vor.

 

Bigitte Friang et Raoul Coutard 


Le Miroir - 7 mai 1916 - couv © Coll Mémorial de Verdun

 

Die Ausstellung zeigt die Bilder von sechzehn Fotografen im geschichtlichen Kontext der von ihnen eingefangenen Konflikte vom Krimkrieg (1855) bis heute. Neben den fotografischen Werken sind Presseausschnitte zu sehen, außerdem Fotoausrüstungen anhand derer die Entwicklung der Praktiken verschiedener Fotografengenerationen illustriert wird. Persönliche Gegenstände und Dokumente sowie Porträts veranschaulichen die gewählten Fotografen: Roger Fenton, Mathew Brady, Felice Beato, Jimmy Hare, Gérald Michel, Jean-Baptiste Tournassoud, Edouard Brissy, Charles Grauss, Robert Capa, Germaine Kanova, Raoul Coutard, Gilles Caron, Patrick Baz, Véronique de Viguerie, Edouard Elias sowie die Kriegsberichterstatter der Armee, vertreten durch drei ECPAD-Fotografen.

 

 

27.04.2017 - 23.08.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . In einer großen Überblicksausstellung zeigt das Städel Museum ehemalige Schüler der legendären Becher-Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, die es als Fotografen zu Ruhm und Ehren gebracht haben: Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hu?tte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich. 27. April bis 13. August 2017
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Fotografien werden Bilder
Fotoausstellung Frankfurt am Main . In einer großen Überblicksausstellung zeigt das Städel Museum ehemalige Schüler der legendären Becher-Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, die es als Fotografen zu Ruhm und Ehren gebracht haben: Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hu?tte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich. 27. April bis 13. August 2017

 

Andreas Gursky (*1955)
Paris, Montparnasse, 1993 (vor 2003)
Chromogener Farbabzug, 207 x 422 cm
Leihgabe des Ku?nstlers / Courtesy Spru?th Magers
© Andreas Gursky; VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Courtesy Spru?th Magers

 

Anhand von rund 200 Fotografien geht die Ausstellung der Frage nach, welchen Einfluss Bernd und Hilla Becher auf ihre Studentinnen und Studenten an der Düsseldorfer Kunstakademie ausu?bten. Was eint bzw. trennt die Arbeiten der Schülerinnen und Schu?ler von ihren Lehrern? Gibt es u?berhaupt so etwas wie eine Becher-Schule oder haben wir es ‚nur’ mit einer Gruppe sehr erfolgreicher Fotografinnen und Fotografen zu tun, die in einem besonders günstigen historischen Moment am ‚richtigen Ort’ studiert haben?

 

 

Bernd (1931–2007) und Hilla Becher (1934–2015)
Gutehoffnungshu?tte, Oberhausen, Ruhrgebiet, 1963
Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, 75,3 x 91,4 cm
Art Collection Deutsche Börse
Deutsche Börse Photography Foundation
© Estate Bernd & Hilla Becher

 

 

Die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ nimmt das Werk des Künstlerpaares als Ausgangspunkt, um die radikale Veränderung im Umgang mit dem Medium der Fotografie, die sich ab den 1980er- und vor allem in den 1990er-Jahren in den Arbeiten der Becher-Schüler manifestiert, aufzuzeigen und ihre kunsthistorische Tragweite bis in unsere Gegenwart zu untersuchen. Zu sehen sind großformatige Hauptwerke sowie zentrale Frühwerke der wohl einflussreichsten deutschen Fotografengeneration.

 

 Candida Höfer (*1944)
Bibliothèque Nationale de France Paris XIII 1998, 1998
Chromogener Farbabzug, 155 x 215 cm
Art Collection Deutsche Börse
Deutsche Börse Photography Foundation
© Candida Höfer, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Jörg Sasse (*1962)
7341, 1996
Chromogener Farbabzug, 93 x 150 cm
DZ BANK Kunstsammlung im Städel Museum
© Jörg Sasse; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Thomas Ruff (*1958)
Porträt (G. Benzenberg), 1985
Chromogener Farbabzug, 41 x 33 cm
Leihgabe des Ku?nstlers
© Thomas Ruff; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Die Studentinnen und Studenten der ersten von vielen aufeinanderfolgenden Becher-Klassen an der Düsseldorfer Kunstakademie haben die Kunst unserer Gegenwart in Bezug auf ihre ästhetischen, medialen und ökonomischen Rahmenbedingungen elementar verändert. Sie prägten nicht nur die Fotografie in den 1990er-Jahren auf internationaler Ebene in entscheidendem Maße, sondern bestimmten zugleich den Stellenwert und die Wahrnehmung der künstlerischen Fotografie allgemein vollkommen neu. Ihre Werke sind Ausdruck einer selbstbewussten Emanzipation derFotografie als künstlerisches Medium und reflektieren zugleich jenen – nicht nur digitalen – Moment, in dem sich die medialen Grenzen auflösen.

Gefördert wird die Präsentation durch die DZ BANK AG.

 

Städel Museum, Schaumainkai 63, Frankfurt

 

13.04.2017 - 27.08.2017
Fotoausstellung München . Ob er Supermodels oder Courturiers fotografierte, ob er Choreografen und Tänzer vor der Kamera hatte, immer strahlen die Abgebildeten in Peter Lindberghs Bilder Natürlichkeit und Eleganz aus. In der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung ist nun das facettenreiche Werk des Fotografen vom 13. April bis 27. August 2017 zu sehen.
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Peter Lindbergh: From Fashion to Reality
Fotoausstellung München . Ob er Supermodels oder Courturiers fotografierte, ob er Choreografen und Tänzer vor der Kamera hatte, immer strahlen die Abgebildeten in Peter Lindberghs Bilder Natürlichkeit und Eleganz aus. In der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung ist nun das facettenreiche Werk des Fotografen vom 13. April bis 27. August 2017 zu sehen.

Zur Ausstellung in der München Kunsthalle: von links:
Roger Diederen, Thierry- Maxime Loriot, Peter Lindbergh und Emily Ansenk

 

 

„München ist eine so schöne Stadt, ich kann mir nicht vorstellen, dass hier früher normale Menschen gewohnt haben, das waren sicher alles Prinzen“, freut sich Peter Lindbergh bei seinem München-Besuch zur Eröffnung seiner Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung. Und für Schönheit hat Lindbergh einen Blick  - nicht für das Glatte überschminkte wie es in der Mode – und Glamourwelt meist zu sehen ist, sondern für eine natürliche Schönheit, „ Es geht nicht darum Frauen zu verunstalten, sondern sie zu lassen wie sie sind. Man nennt das natürlich und echt. Wenn man Frauen fotografiert muss man überlegen wie die aussehen. Mit Photoshop kann man jede menschliche Regung ausschalten“, sagt Lindbergh. In einem Interview erklärte er 2014: „Darin sollte heute die Verantwortung der Fotografen liegen: Frauen und letztlich jedermann vom Terror des Jugend- und Perfektionswahns zu erlösen.“

 

Charlotte Rampling, Paris, 1987
Vanity Fair
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris
/ Gagosian Gallery)

 

Gerade seine Bilder der Größen aus der Mode- und Filmwelt wie Kate Moss, Milla Jovovich oder Tatjana Patitz zeigen, dass er die Frauen, so liebt wie sie sind. Auf die Frage welches nun bei seinen zahllosen Produktionen sein liebstes Modell war, kommt nur ein Schmunzeln. Nein, das verrät er nicht, möchte er die vielen, vielen anderen doch nicht vor den Kopf stoßen.

 

Die Ausstellung


White Shirts: Estelle Léfebure, Karen Alexander, Rachel Williams, Linda Evangelista,
Tatjana Patitz & Christy Turlington, Malibu, 1988
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)



Die Ausstellung mit der sich Kurator Thierry-Maxime Loriot und auch die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung alle Ehre machen, zeigt über 220 Fotografien zu denen ebenso seine ikonischen Bilder wie auch bisher unveröffentlichte Fotografien und weiteres, nie gezeigtes Material gehören darunter persönliche Notizen, Storyboards, Requisiten, Polaroids, Kontakt-Abzüge, Filme und großformatige Drucke. Diese umfassende Zusammenstellung der Arbeit von Peter Lindbergh wurde nur möglich, weil der Fotograf Thierry-Maxime Loriot uneingeschränkten Zutritt zu seinem Archiv ermöglichte. Eingeteilt ist die Ausstellung, die sich über mehrere Säle erstreckt, in Themen, die abwechslungsreich unterschiedlich gestaltet präsentiert werden, sei es in großformatig gerahmten Ansichten oder direkt an die Wände ungerahmt vorgestellter Motive.

 

 

Tribute to Nijinski (Kristen McMenamy), New York, 1993
Harper’s Bazaar
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)
Valentino, Spring/Summer 1993

 

Themen sind „Tanz“, „Die Dunkelkammer“, „Das Unbekannte“, „Silver Screen“ und „Ikonen“. Neben den Kultfotos der 1990er-Jahre werden in dem Kapitel „Supermodels Interviews und Fotografien von der Wiedervereinigung der Supermodels (veröffentlicht in der italienischen Vogue im September 2015) gezeigt, die deutlich machen, dass sie auch 25 Jahre später nichts von ihrer Schönheit und ihrer ausdrucksstarken Persönlichkeit verloren haben.

Das Thema „Zeitgeist“ lässt die Einstellung Peter Lindberghs zu den rigiden Konventionen des Modebusiness aufleuchten. Seine humanistische Haltung zeigen beispielweise Serien wie „Give Peace a Chance“ mit Models bei einer inszenierten Antikriegsdemonstration, die er 2004 für Harper’s Bazaar gestaltete.

 

 

Michaela Bercu, Linda Evangelista & Kirsten Owen, Nancy, 1988
Comme des Garçons advertising campaign,
S/S 1988
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)

 

Als Erster nutzte Lindbergh Modefotografie, um Geschichten zu erzählen, präsentiert unter dem Thema „Das Unbekannte“ Oftmals gleichen seine Fotogrien Film-Stills. Gezeigt wird u.a. seine berühmte Serie von 1990 mit dem dänischen Model Helena Christensen und der Schauspielerin Debbie Lee Carrington.

In „Silver Screens“ werden Lindberghs stilistische Inspirationen u.a. in der Ästhetik der internationalen Filmavantgarden der 1920er- bis 1950er-Jahre klar wie die Maschinenräume aus Fritz Langs Metropolis. Außerdem nutzt er immer wieder schroffe Industriearchitektur als Setting, wie er sie in seiner Kindheit und Jugend in Duisburg erlebt hatte.

 

Milla Jovovich, Paris, 2012
Vogue Italia
With crystals from Swarovski
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)
Gaultier Paris, F/W 2012-2013

 

Oftmals als „Fotograf der Wahrheit“ oder als „Poet des Glamour“ bezeichnet, empfindet Peter Lindbergh seine Arbeit selber eher als anti-glamourös. Das Kapitel „Ikonen“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch vierzig Jahre zeitloser Bilder: Lindbergh lichtete Größen der Popkultur ab: von Kate Winslet bis Charlotte Rampling, von Eddie Redmayne bis Christoph Waltz, von Tina Turner bis Pharrell Williams.

Neben einer filmischen Biografie über Lindbergh ist seine Dokumentation Models. The Film (1991, 52 Minuten) zu sehen sowie Interviews mit Mitarbeitern, Models und Schauspielern, darunter Grace Coddington, Nicole Kidman, Cindy Crawford und dem deutschen Supermodel Nadja Auermann.

 

Ist das Kunst?

Ob das Fotokunst ist, empfindet Peter Lindbergh als unwichtig. „Professionelle Fotografen können sich nur dadurch behaupten, dass sie einen Standpunkt haben und das über Jahrzehnte.“ Anstrengung ist dabei laut Lindberg nutzlos, es zählt nur das Talent. Die Smartphone und Amateurfotografie empfindet er dabei oft als anregend‚ „bei den Smartphonefotografen kann man viel lernen vor allem die Leichtigkeit“.

Seine Ansicht, dass digital das Ende der Fotografie sei, kommt allerdings weniger aus der Ablehnung der Technik – ‚welche Kamera ist doch vollkommen egal‘ – sondern aus dem Umgang mit ihr: „Da macht man bei der Produktion ein Kabel an die Kamera und dann sieht man auf dem Monitor was der Fotograf gerade im Bild hat – schrecklich.“ Schrecklich weil ihm dann der eine oder andere in seiner Bildgestaltung dazwischenredet. Die Angst, des Kopierens von Bildern in der Digitalwelt bewegt den Fotografen weniger, „eigentlich ist Kopieren nicht so schlimm, was interessiert mich zum Beispiel, was einer in Wladiwostok mit dem Bild macht.“

Heute ist es bedauerlicherweise mehr als üblich jeden Fotografen, der tapfer sein Geld mit seiner Arbeit verdient, gut beschäftigt ist, mehrfach veröffentlicht wurde und auch schon die eine oder andere Ausstellung hatte, als einen der bedeutendsten, führendsten und weltbekanntesten seiner Zunft hinzustellen, ‚Größen‘ von denen man aber oftmals nicht einmal den Namen kennt. Peter Lindbergh wird zu Recht als solcher in der Ausstellung vorgestellt, die auch den letzten Zweifler überzeugt, dass man es hier mit einem der Großen der Fotografenzunft zu tun hat.

 

Brigitte Henninges

 

Peter Lindbergh: From Fashion to Reality

Die Ausstellung läuft vom 13. April bis 27. August 2017

Im Taschen Verlag ist der Band „Peter Lindbergh. A Different Vision on Fashion Photography“ erschienen (Auf www.dasfotoporal.de in der Hitliste Fotobücher vorgestellt). Nur in der Münchner Kunsthalle ist das Werk inclusive mit dem von Peter Lindbergh signierten Jutebeutel zu haben.

 

Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung, Theatinerstraße 8, München

 

Nähere Informationen über Führungen und Begleitprogramm:

http://www.kunsthalle-muc.de

 

29.03.2017 - 15.09.2017
Fotoausstellung Boltenhagen und Markneukirchen . An zwei Orten werden die Bilder „Sea & Sirens“ von Wim Westfield präsentiert, die weibliche Models zeigen, die nur ein Kleid aus Wasser tragen.
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Wim Westfield – Sea & Sirens
Fotoausstellung Boltenhagen und Markneukirchen . An zwei Orten werden die Bilder „Sea & Sirens“ von Wim Westfield präsentiert, die weibliche Models zeigen, die nur ein Kleid aus Wasser tragen.

 

Models, die nur ein Kleid aus Wasser tragen, behaupten sich gegen hawaiische Brandungswellen, tauchen ohne Atemgerät in den Ozean hinab oder schwimmen nackt mit Haien in einer polynesischen Lagune.

Die Ausstellung Sea & Sirens des Fotografen Wim Westfield zeigt außergewöhnliche Fotos, die den Betrachter fesseln – von den atemberaubenden Wellen vor den Küsten von Maui, Oahu oder Kapstadt bis hin zu den sinnlichen Sirenen in der Tiefe des Meeres. Die Bilder vereinen die Energie des Wassers und die Ästhetik weiblicher Körper zu einem Fest für die Sinne.

 

 

Nach großem Erfolg in Dubrovnik, Zagreb, Hamburg, Frankfurt/M sowie in Skandinavien wird die Ausstellung Sea & Sirens ab Ende März 2017 gleich zwei Mal parallel in Deutschland zu sehen sein. Im Iberotel im Ostseebad Boltenhagen und in der Galerie Catgut im thüringischen Markneukirchenkann man die Bilder ein halbes Jahr bewundern.

Auf großformatigen Original-Fotografien zeigt der Künstler die eindrucksvollsten Wellen der Welt sowie die Anmut weiblicher Körper in Konfrontation mit der Kraft der Ozeane. Die Motive für die Ausstellung fotografierte Westfield während einer zehn Jahre dauernden Foto-Odyssee über die Meere der Welt.

Die Bilder der Ausstellung sind fotochemische Vergrößerungen, die im DiaSec-Verfahren hinter optischem Acrylglas versiegelt sind. Der Betrachter erlebt dadurch eine faszinierende optische Tiefenwirkung mit brillanten Farben.

Westfields Bilder werden in limitierter, nummerierter und handsignierter Auflage von jeweils sechs Exemplaren hergestellt und an Kunstsammler verkauft.

 

www.seaandsirens.com

 

Iberotel Boltenhagen: Ausstellungsdauer bis 15. September 2017

Catgut Markneukirchen, Ausstellungsdauer bis 29. Oktober 2017

 

 

 

 

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