Fotoausstellungen

01.07.2017 - 17.09.2017
Fotoausstellung Ulm . Eine umfangreiche Auswahl von Fotografien aus den verschiedenen Serien von Herlinde Koelbl von den Anfängen bis zu ihren aktuellsten Werken zeigt das Stadthaus Ulm.
...Klick zum Weiterlesen
Herlinde Koelbl – Mein Blick
Fotoausstellung Ulm . Eine umfangreiche Auswahl von Fotografien aus den verschiedenen Serien von Herlinde Koelbl von den Anfängen bis zu ihren aktuellsten Werken zeigt das Stadthaus Ulm.

Aus der Serie
"Refugees - eine Herausforderung für Europa"2016,
Foto: © Herlinde Koelbl 

 

Mit einem sicheren Blick für das Menschsein fotografiert Herlinde Koelbl Personen aus unterschiedlichsten Schichten, seien es berühmte Politiker und Künstler, der Nachbar von nebenan oder auch Flüchtlinge. Die Fotografin ist vor allem bekannt für ihre Langzeitprojekte in deren Bilder man den deutschen Alltag ebenso wahrnimmt wie ungewöhnliche Situationen und Menschen.

 

Aus der Serie "Schlafzimmer"
(2000 - 2002)
Berlin (2000)
Foto: © Herlinde Koelbl

 

So ist „Das Deutsche Wohnzimmer“ ebenso wie das deutsche Schlafzimmer ein Blick in die deutsche Wohnwirklichkeit wie sie kaum deutscher sein könnte. Spannend auch ihre Serie „Spuren der Macht - Die Verwandlung des Menschen durch das Amt" (1991 bis 1999) für die sie Prominenz wie Angela Merkel, Joschka Fischer und Gerhard Schröder über Jahre begleitete.
Aktuell setzte sich Herlinde Koelbl auch mit der Situation der Flüchtlinge in Europa auseinander ("Refugees - Eine Herausforderung für Europa", 2016). Darüber hinaus macht Koelbl Dokumentarfilme und führt Interviews, etwa für das "Zeit Magazin".

 

Aus der Serie "Kleider machen Leute":
Kanae Asakusa; Geisha, Japan
Foto: © Herlinde Koelbl

 

Herlinde Koelbls Fotografien zeigen ihre herausragende Fähigkeit, den Menschen nahezukommen. Trotz eines sehr intimen Blicks auf ihr Gegenüber verletzt sie nie die Privatsphäre, agiert nicht voyeuristisch, sondern mit großem Einfühlungsvermögen und Respekt, egal, ob es um Figur, Nacktheit oder Statussymbole geht.

Projektleitung: Karla Nieraad und Andrea Kreuzpointner

Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, Ulm

28.06.2017 - 16.09.2017
Ausstellung Frankfurt am Main . In der Präsentation „Bewegung im Bild“ stehen rund 60 Fotoarbeiten von 21 Künstlern aus der DZ BANK Kunstsammlung drei informellen Gemälden von Bernard Schultze, Emil Schumacher und Hann Trier aus der Kunstsammlung der ehemaligen WGZ BANK gegenüber.
...Klick zum Weiterlesen
Bewegung im Bild
Ausstellung Frankfurt am Main . In der Präsentation „Bewegung im Bild“ stehen rund 60 Fotoarbeiten von 21 Künstlern aus der DZ BANK Kunstsammlung drei informellen Gemälden von Bernard Schultze, Emil Schumacher und Hann Trier aus der Kunstsammlung der ehemaligen WGZ BANK gegenüber.




Isabel Munoz
Flamenco, Nr. 94

 

Alles zwischen Stillstand und Explosionen – das zeigt die DZ Bank in der neuen Ausstellung „Bewegung im Bild – die informelle Malerei trifft auf die Geste in der Fotografie. Die unterschiedlichen Ansätze der Geste in der Fotografie finden sich in der Bewegung bis zum abrupten Stillstand, in den verschiedenen Formen von explosiven Kräften sowie im Wandel der Natur. Dazu gehört auch die Abstrahierung eines gegenständlichen Motivs wie zum Beispiel die Einwirkung von Schimmel auf das Fotomaterial.

 

Beza von Jacobs
Water area, 2013

 

Marc Lueders
Objekt 709-7-2, 2006


Vertreten sind in dieser Ausstellung im ART FOYER Fotoarbeiten aus der Sammlung von Sonja Braas, John Chamberlain, Torben Eskerod, Richard Hamilton, Timo Kahlen, Peter Keetman, Sandra Kranich, Barbara und Michael Leisgen, Jouko Lehtola, Marc Lüders, Isabel Muñoz, Detlef Orlopp, Helena Petersen, Jorma Puranen, Patrick Raynaud, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Günther Uecker, Beza von Jacobs sowie Neuerwerbungen von Anna Vogel und Raphael Hefti.

 

Helena Petersen
Colour LVII, aus der Serie: Pyrographie, 2015

 

 

Thomas Ruff
Substrat 10 I, 2002


So findet sich in den Nagelbildern von Günther Uecker, die er gestisch übermalt, das Phänomen der Bewegung gleichsam gedoppelt wieder oder Beza von Jacobs verwandelt mit blauen und weißen Farbsetzungen das Abbild ihrer Bettdecke in eine aufgewühlte Wasseroberfläche. In ihren Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Reihe „Flamenco“ fängt die Fotokünstlerin Isabel Muñoz mit wirbelnden Stoffbahnen die Dynamik der tänzerischen Bewegungen ein. Zudem trägt sie in einem aufwendigen Edeldruckverfahren eine chemische Platinlösung per Hand mit dem Pinsel auf das Fotopapier auf und doppelt so die Dynamik der Bewegung. Auch Thomas Ruff überführt ein gegenständliches Motiv in eine abstrakte Bildkomposition, indem er ein psychedelisches Farbspiel durch das mehrfache Überlagern japanischer Manga-Zeichnungen entstehen lässt.


ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung, Platz der Republik, Frankfurt am Main.
Öffentlicher Zugang: Friedrich-Ebert-Anlage / Cityhaus 1.





24.06.2017 - 10.09.2017
Fotoausstellung Berlin . „ Foto-Auge Fritz Block: Neue Fotografie – Moderne Farbdias“ heißt die Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung, die eine repräsentative Retrospektive des Schaffens von Fritz Block zeigt.
...Klick zum Weiterlesen
Foto-Auge Fritz Block: Neue Fotografie – Moderne Farbdias
Fotoausstellung Berlin . „ Foto-Auge Fritz Block: Neue Fotografie – Moderne Farbdias“ heißt die Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung, die eine repräsentative Retrospektive des Schaffens von Fritz Block zeigt.

Fritz Block: Ballspiel am Strand von Juan les Pins 1931

 

Der deutsch-jüdische Fotograf Fritz Block (1889–1955) war ein äußerst vielseitiger Exponent der Fotomoderne. Sein Werk reicht von der Neuen Fotografie der späten 1920er Jahre in Deutschland über die Reisefotografie der 1930er Jahre bis zur Farbfotografie der 1940er Jahre in den USA. Aufgrund seines Exils für lange Zeit in Vergessenheit geraten, erfährt dieser Fotograf nun eine Wiederentdeckung. Denn erstmals kann mit dieser Ausstellung aus dem Nachlassarchiv eine repräsentative Retrospektive seines Schaffens gezeigt werden. Sie umfasst 130 Schwarz-Weiss-Abzüge (vintage prints) und 20 Farbvergrößerungen nach originalen Farbdias sowie zahlreiche Druckbelege aus der fotoillustrierten Presse. Für diese ungewöhnliche Materialfülle wurde eine kompakte, filmstreifenartige Präsentationsform gewählt, die zugleich der Anordnung von Fotografien in Printmedien und Ausstellungen zur Zeit der Weimarer Republik nahe kommt.

 

Fritz Block Kraftwerk der Ford Fabrik Detroit 1931

 

Die Biografie des Fotografen ist ebenfalls facettenreich: Zunächst trat Block als engagierter Architekt des Neuen Bauens hervor. In Hamburg betrieb er ab 1921 mit einem Partner das Architektenbüro Dr. Block & Hochfeld. Die Dokumentation der Bauausführung eigener Gebäude führte ihn 1929 zur Fotografie. Mit der Kleinbildkamera ›Leica‹ richtete Block sein Foto-Auge im Sinne der Neuen Sachlichkeit auf technische Konstruktionen im Hamburger Hafen. Zugleich besaß er ein Gespür für die ausdrucksstarke Wiedergabe von Menschen, vom Werftarbeiter bis zum Zirkusclown. Naturkundliches Interesse bewies er mit seinen Fotos von Tieren, Studien von Pflanzen sowie Objekt- und Röntgenaufnahmen von Muscheln und Schnecken. Außerdem experimentierte Block mit Ausdrucksformen des Neuen Sehens und arrangierte seine Aufnahmen zu Fotoreportagen.

Seine Spezialität aber war die gleichfalls zeittypische Städte- und Reisefotografie. In Berlin betrachtete Block den Funkturm aus ungewöhnlichen Perspektiven. In Paris faszinierte ihn die Konstruktion des Eiffelturms ebenso wie das Leben in den Boulevard-Cafés oder auf dem Großmarkt Les Halles. In Marseille nutzte er den Pont Transbordeur für einen ›Blick von oben‹ und an der Côte d'Azur hielt er das ungezwungene Strandvergnügen fest. Eine Rundreise durch die USA im Herbst 1931 fiel besonders ertragreich aus. In New York fotografierte Block die Skyline von Manhattan, Hochhäuser wie das gerade fertiggestellte Empire State Building, die Brooklyn Bridge und die neue George Washington Bridge, den Broadway bei Nacht, aber auch Menschen der verschiedenen Ethnien und die Schausteller von Coney Island. In Detroit entstand eine eindrucksvolle Serie von Aufnahmen der Ford-Fabrik, ihrer Schornsteine, Fließbandarbeit und Produkte.

 

Fritz Block: Blick vom Kaufhaus Galerie Lafayette Paris 1930

 

Obwohl kein Berufsfotograf, wertete Block seine Fotos auch zur Veröffentlichung in der illustrierten Presse aus. In der Wochenbeilage der Tageszeitung Hamburger Anzeiger ist er Anfang der 1930er Jahre mehrfach mit Titelfotos und Fotoreportagen vertreten.

Aufnahmen von ihm finden sich auch in Die Form, dem Organ des Deutschen Werkbundes, oder in fotografischen Jahrbüchern. Außerdem beteiligte sich Block 1930 an der Internationalen Ausstellung Das Lichtbild in München und 1932 an der Internationalen Foto-Ausstellungin Hamburg.

Allerdings war seiner fotografischen Karriere in Deutschland nur ein kleines Zeitfenster beschieden. Denn als Jude konnte Block seine Fotos hier ab 1933 nicht mehr publizieren (und auch als Architekt nicht mehr selbständig arbeiten). Er entschied daher, fortan nur noch auf seinen Auslandsreisen zu fotografieren: 1933 unternahm Block einen Zeppelin-Flug nach Brasilien, 1935 schuf er eine Bilderserie vom Petticoat Lane Market in London und 1938 diente ihm eine Kreuzfahrt um die Welt bereits zur Sondierung von möglichen Exilorten.

Ende 1938 emigrierte Fritz Block in die USA, wo er in Los Angeles die Fotografie zu  seinem Hauptberuf machte und sich der Kodachrome-Farbfotografie zuwandte. In den 1940er Jahren produzierte und vertrieb er (in Zusammenarbeit mit dem Museum of Modern Art in New York) neuartige Farbdia-Serien mit eigenen Aufnahmen von Bauten und Interieurs der Architekturmoderne in Kalifornien sowie von Formgestaltungen in Kunst, Technik und Natur für einen zeitgemäßen Kunstunterricht in den Vereinigten Staaten – eine singuläre, bisher übersehene Einzelleistung im Bereich der Exilfotografie.

 

 

Alfred Ehrhardt Stiftung , Auguststr. 75, Berlin

 

 

23.06.2017 - 17.08.2017
Fotoausstellung Wien . In der Anzenberger Gallery werden die Bilder des berühmten Wiener Praters vorgestellt, fotografiert von Frank Robert. Zur gleichen Zeit sind Lynn Savarese – Plumigeri und Rob McDonald - Birdhouses zu sehen.
...Klick zum Weiterlesen
Frank Robert: Endstation Sehnsucht- Der Wiener Prater
Fotoausstellung Wien . In der Anzenberger Gallery werden die Bilder des berühmten Wiener Praters vorgestellt, fotografiert von Frank Robert. Zur gleichen Zeit sind Lynn Savarese – Plumigeri und Rob McDonald - Birdhouses zu sehen.

Bild: Frank Robert 

 

Der Wiener Prater ist einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt, aber seine Landschaft verändert und verschiebt sich ständig. In Endstation Sehnsucht beleuchtet Frank Robert  diese Welt der Illusionen, die dem Ernst des Alltags entsagt und so die Komik im Schrecken erlaubt, Märchenschlösser erbaut und Geschick mit Stofftieren belohnt. Um den ironischen und doch zutiefst menschlichen Charakter des Praters zu offenbaren, sucht und findet Robert einzelne Besucher, die in diese Welt eingetaucht und versunken sind. Daneben tummeln sich wie selbstverständlich Feuerlöscher am Palmenstrand, hinter Hausecken lauern Krokodile und eine verschneite Meerjungfrau erwartet geduldig die ersten Sonnenstrahlen. 

 

Bild Rob McDonald

 

 

Bild: Lynn Savarese

 

Anzenberger Gallery, Brotfabrik, Wien

 

 

 

 

20.06.2017 - 29.07.2017
Fotoausstellung München . Die Doppelausstellung in der Galerie Ingo Seufert stellt Land­schafts­auf­nah­men der heute in Süd­ita­lien leben­den, nor­we­gi­schen Künst­le­rin Ina Otzko den Arbeiten des Ber­li­ner Klang­künst­lers Alois Späth gegenüber.
...Klick zum Weiterlesen
Ina Otzko . Alois Späth - land­scape soundscape
Fotoausstellung München . Die Doppelausstellung in der Galerie Ingo Seufert stellt Land­schafts­auf­nah­men der heute in Süd­ita­lien leben­den, nor­we­gi­schen Künst­le­rin Ina Otzko den Arbeiten des Ber­li­ner Klang­künst­lers Alois Späth gegenüber.

 

Ina Otzko
Leviathan #3 (2015)

 

Ina Otzko beschäftigt sich in ihrem Pro­jekt Leviathan mit­ttels der Polaroid-Fotografie mit dem bei Neapel liegenden schlafenden Vulkan Solfa­tara und mit dme Dis­kurs über die zivi­li­sa­to­ri­sche Ver­ant­wor­tung des Men­schen gegen­über den natür­li­chen Res­sour­cen.

 

Ina Otzko
Leviathan #7 (2015)

 

„Wahr­heit ist auch das Stre­ben nach ihr selbst: So wie Glück wird auch sie nicht beste­hen. Sogar die Dich­tung fängt an, sich in der Säure zu lösen. Stre­ben, stre­ben. Ein Wind regt sich sachte, dreht sich im Kreis, sehr kalt. Wie sol­len wir’s sagen? Im nor­ma­len Gespräch – wir müs­sen jetzt reden. Ich bin mir der Worte nicht län­ger sicher, das Uhr­werk der Welt. Uner­klär­lich ist es, das ‚Zuviel der Dinge‘, täg­lich leuch­tet der Him­mel mit die­ser Vor­herr­schaft, und wir sind das Jetzt gewor­den. Wir müs­sen jetzt reden. Furcht ist Furcht. Aber wir ver­las­sen ein­an­der.“ Levia­than, aus New Collec­ted Poems von George Oppen (1908–1984).

 

Alois Späth
Mein Herz Es Dampft (2015)
Bild/Klang-Installation für LED-Leuchtkasten, Zuspielgerät und Bluetooth-Kopfhörer

 

Alois Späth nimmt dagegen Bilder von Wasser und einem Baum auf. Mit Aus­nahme des Sounds zu „Mein Herz Es Dampft“ prä­sen­tiert Alois Späth kei­nen Klang, keine Klang­in­stal­la­tion oder musi­ka­li­sche Kom­po­si­tion son­dern reine Bild­kunst. Damit tritt Späth aus dem Kreis­lauf der Erwar­tun­gen an ihn als Klang­künst­ler ebenso aus, wie er aus dem Loop einer Selbst­de­fi­ni­tion her­aus eine Rich­tungs­än­de­rung vor­nimmt, einen Haken schlägt.
Nach­dem im Bild „Göt­ter“ noch loop-behaftete Spie­ge­lungs– und Wie­der­ho­lungs­tech­ni­ken ange­wen­det wur­den, um ein abs­trak­tes Motiv zu erhal­ten, ändert sich in „Baum (Sequenz)“ und „Welle (Tri­pty­chon)“ die Tech­nik, die Form und damit auch der ver­mit­telte Inhalt des Bil­des:
In „Baum (Sequenz)“ wur­den vier Foto­gra­fien des glei­chen Aus­schnitts von sich im Wind bewe­gen­den Ästen eines Bau­mes über­ein­an­der gelegt — es ent­steht das ver­dich­tete Moment einer Video­auf­nahme. Jedoch ist es auch kein zeit­lo­ser Moment, da die Bewe­gun­gen – anders als bei sei­nen Klang­in­stal­la­tio­nen – nicht krei­sen und in sich künst­lich / künst­le­risch geschlos­sen wur­den. Die Form bricht auf, Bewe­gun­gen ste­chen in ver­schie­dene Rich­tun­gen und kom­pro­mit­tie­ren damit gera­dezu das weite Hell­blau des Him­mels­raums als platte hell­blau gestri­chene Flä­che oder Wand.

 

 

 

Alois Späth
Baum (Sequenz) (2017)
LED-Leuchtkasten-Bild


Galerie Ingo Seufert, Schleißheimer Straße 44, München

 

16.06.2017 - 10.08.2017
Fotoausstellung Lübeck . Mit viel Liebe zur norddeutschen Landschaft und zum Detail sind die Bilder von Heiko Westphalen entstanden, die jetzt im Quartier feine Künste gezeigt werden.Vom 16. Juni bis 10. August 2017
...Klick zum Weiterlesen
Heiko Westphalen - Überwiegend Blau
Fotoausstellung Lübeck . Mit viel Liebe zur norddeutschen Landschaft und zum Detail sind die Bilder von Heiko Westphalen entstanden, die jetzt im Quartier feine Künste gezeigt werden.Vom 16. Juni bis 10. August 2017

Die Motive lassen die enge Verbundenheit des Künstlers Heiko Westphalen mit der norddeutschen Landschaft erkennen, in der geboren und aufgewachsen ist. Jedes seiner Bilder wird individuell, mit viel Liebe zum Detail, gefertigt und ist kein Produkt von der „Stange“, also kein Resultat von etwaigen Smartphone-Apps.

 

 

 

Professionelles Knowhow, gepaar mit dem Interesse mehr als „nur“ die Fotografie zu erschaffen, lassen außergewöhnliche Kunstwerke entstehen. Der Malerei recht artverwand, wird bei seinen Bildern auch in Schichten- oder Ebenen gearbeitet, die kunstvoll übereinandergelegt zum fertigen Bild führen. Dabei verfolgt Westphalen ein anderes Ziel wie viele andere Fotografen, denn Störungen- oder grobes Korn sind in seinen Bildern ausdrücklich gewünscht und Bestandteil seiner künstlerischen Interpretation. Denn, sehnen wir uns nicht alle, nach ein wenig Unvollkommenheit?



Quatier feine Künste, Fleischhauerstrasse 67, Lübeck

15.06.2017 - 13.08.2017
Fotoausstellung Wien . Die erste retrospektive Ausstellung von Bruce Davidson (*1933, Chicago) in Österreich zeigt WestLicht Schauplatz für Fogorafie vom 15. Juni bis 13. August 2017. Als führender Vertreter der humanistischen Fotografie und mit knapp sechzig Jahren Mitgliedschaft ist Bruce Davidson einer der prominentesten Fotografen der Agentur Magnum Photos.
...Klick zum Weiterlesen
Bruce Davidson – Retrospektive
Fotoausstellung Wien . Die erste retrospektive Ausstellung von Bruce Davidson (*1933, Chicago) in Österreich zeigt WestLicht Schauplatz für Fogorafie vom 15. Juni bis 13. August 2017. Als führender Vertreter der humanistischen Fotografie und mit knapp sechzig Jahren Mitgliedschaft ist Bruce Davidson einer der prominentesten Fotografen der Agentur Magnum Photos.

Brooklyn, New York, 1959
© Bruce Davidson / Magnum Photos



Davidson gehört zu den prägendsten Fotografen der Agentur, wie kaum ein anderer hat er mit seinen Reportagen über marginalisierte Lebenswelten und Subkulturen dem Genre die Richtung gewiesen. Die Ausstellung bietet einen Überblick seines gesamten, mehr als fünf Jahrzehnte umspannenden Schaffens, bis hin zu einem seiner jüngsten Projekte, Nature of Los Angeles (2008-2013). Im Zentrum stehen seine bekanntesten Serien, darunter Brooklyn Gang (1959), Time of Change: Civil Rights Movement (1961-1965) und East 100th Street (1966-1968). Davidsons leidenschaftliche Beziehung zur Fotografie begann bereits im Alter von zehn Jahren.

 

 

Jimmy Armstrong, The Palisades, New
Jersey, 1958
© Bruce Davidson / Magnum Photos

 

Coney Island, Brooklyn, New York, 1959
© Bruce Davidson / Magnum Photos

 

Seine Arbeiten sind weniger durch einen bestimmten Stil beeinflusst, vielmehr ist es der persönliche Blick auf die Realität, der sein Werk über das Einzelbild hinaus kennzeichnet und sich in der Wiederholung und Gegenüberstellung von Themen und Charakteren manifestiert. Zu den Menschen in Davidsons Bildern entsteht eine fast intime Beziehung, ermöglicht durch die Präsenz des Fotografen, dem die Porträtierten vertrauen und Zugang in ihr Leben gewähren, selbst wenn es um kontroverse Themen geht. Davidsons Arbeiten vermitteln stets auch eine moralische Haltung, die sein Werk weit über einen reinen Dokumentarismus hinaushebt.
Eine Ausstellung der Fundación MAPFRE in Zusammenarbeit mit WestLicht. Schauplatz für Fotografie und Magnum Photos, realisiert mit Unterstützung der TERRA Foundation for American Art

WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, Wien



14.06.2017 - 28.08.2017
Fotoausstellung Wetzlar . Die Bildgeschichten von Jesse Diamond wirken oft rätselhaft und doch fasziniert bei jeder Aufnahme die ungewöhnliche Komposition. Die Leica Galerie in Wetzlar stellt die Schwarzweiß-Aufnahmen des US-amerikanischen Fotografen Jesse Diamond unter dem Titel "White Noise" vor.
...Klick zum Weiterlesen
Jesse Diamond - White Noise
Fotoausstellung Wetzlar . Die Bildgeschichten von Jesse Diamond wirken oft rätselhaft und doch fasziniert bei jeder Aufnahme die ungewöhnliche Komposition. Die Leica Galerie in Wetzlar stellt die Schwarzweiß-Aufnahmen des US-amerikanischen Fotografen Jesse Diamond unter dem Titel "White Noise" vor.

 

 

„Ich konzentriere mich auf die Momente des realen Lebens und suche nach den seltenen Begebenheiten, die sich mit Worten nicht beschreiben lassen“, so der Fotograf Jesse Diamond.
 Jesse Diamond hält mit der Kamera viele scheinbar zufällig festgehaltene Momente des städtischen Alltags fest. Auffällig sind in der mit einer analogen Leica M6 erarbeiteten Schwarzweißserie „White Noise“ die grafischen, fast gänzlich abstrakten Strukturen und Flächen – das Motiv scheint bisweilen fast aufgelöst – neben überraschenden Details. Dabei leben alle Motive von der einzigartigen Darstellung einer unterschwelligen Spannung zwischen Ruhe und Dynamik

Die früheste Aufnahme dieser Bildserie entstand bereits 1999 bei einem Aufenthalt in Indien und zeigt aus fotografischer Fernsicht an einem Küstenstreifen zwei entfernte Gruppen von jeweils vier Männern, wobei die Bildkomposition von den horizontal verlaufenden Strand- und Wasserflächen bestimmt wird. Ein ganz typisches Bild der Serie. „Ich liebe den Look des weißen Raumes und die Art, wie das Thema aus der Mitte der Bilder herauswächst. Das ist der eigentliche Fokus: Dinge in einer Landschaft, die von weißem Licht herausgewaschen werden. Daher erscheint mir der Titel ‚White Noise‘ als sehr passend.“

Jesse Diamond, geboren 1970 in Los Angeles, besuchte die Cal Arts University, an der er als Musiker ausgebildet wurde und als zweites Fach Bildende Kunst studierte. Inspiriert von einer Reise nach Afrika im Jahr 1995, fasste er den Entschluss, sich ganz auf die Fotografie zu konzentrieren. Seine Karriere als professioneller Fotograf ist so vielfältig wie seine Themen. Neben seinen künstlerischen Einzelprojekten arbeitet er auch als Auftragsfotograf. 2004 wurde Diamond als Fine Art Photographer des Jahres von den International Photography Awards ausgewählt. Im Jahr 2012 war er Mitgründer von eyeist.com, einem online Portfolio-Review-Service für Fotografen. Jesse Diamond lebt in Los Angeles.


10.06.2017 - 27.08.2017
Ausstellung Frankfurt . Legendäre Bands und Musiker wie Janis Joplin, Udo Lindenberg, Frank Zapa und Die Toten Hosen sind on stage und backstage auf den einzigartigen Fotoaufnahmen in der Ausstellung „Rock.Funk.Punk“ im Fotografie Forum Frankfurt zu sehen. Außerdem kann man auch eine Auswahl von Plattencovern bewundern. 10. Juni bis 27. August 2017
...Klick zum Weiterlesen
Rock.Funk.Punk
Ausstellung Frankfurt . Legendäre Bands und Musiker wie Janis Joplin, Udo Lindenberg, Frank Zapa und Die Toten Hosen sind on stage und backstage auf den einzigartigen Fotoaufnahmen in der Ausstellung „Rock.Funk.Punk“ im Fotografie Forum Frankfurt zu sehen. Außerdem kann man auch eine Auswahl von Plattencovern bewundern. 10. Juni bis 27. August 2017

Gijsbert Hanekroot
Frank Zappa, Amsterdam, 1972
© Gijsbert Hanekroot

 

 

Iggy Pop, Janis Joplin, Udo Lindenberg, Frank Zappa, Dead Kennedys, The Rolling Stones, Motörhead, Coldplay, Beth Ditto, Jay Z, Metallica und Die Toten Hosen – mehr als 150 Arbeiten der Fotografen Michael L. Abramson, Susan Barnett, Pep Bonet, Anton Corbijn, Stanley Greene, Bob Gruen, Gijsbert Hanekroot, Barbara Klemm, Günter & Felix Pfannmüller sowie Derek Ridgers zeigen die Größen der Rco, Funk und Punk-Musik.

Emotionen, Eskapaden, Exzesse: Die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt (FFF) lässt das Lebensgefühl und die Wirkungsgeschichte der drei titelgebenden Musikgenres Rock.Funk.Punk. gegenwärtig werden. Die Bands und Musiker sind on stage zu sehen, in teilweise weltberühmten Posen, aber auch backstage, intim und unmittelbar. Ob farbiger Rauch, jubelnde Massen, Glamour oder Ekstase der Stars: „Diese Fotografien vermitteln die Intensität der Musikszene“, sagt Celina Lunsford, künstlerische Leiterin des FFF und Kuratorin der Schau. „Und sie vermitteln das Erlebnis, das uns die Musiker bieten: Leidenschaft und die Freiheit, sie zu leben.“

Die zehn Fotografen der Schau unterscheiden sich durch Stil und Bildsprache.Zugleich lassen ihre Arbeiten erkennen, wer sie waren, was sie interessierte und was sie mit ihren Bildern einfangen wollten. Stanley Greene, der am 19. Mai 2017 im Alter von 68 Jahren gestorben ist, zog es nach seinem Fotografie-Studium in New York ans San Francisco Art Institute, den Mittelpunkt der gerade entstehenden Punk-Szene. Greene, der sich früh politisch engagiert hatte, war fasziniert von der Andersartigkeit dieser Protestbewegung. „This white noise, it just grabbed me and wouldn’t let me loose“, sagt der Gründer der Fotoagentur NOOR in seinem Buch “The Western Front” (2013). Seine Bilder zeigen die Mischung aus Kunst, Musik und Performance, die den Punk und seine Provokation ausmachten. „Es waren vor allem Stanleys Greenes Arbeiten, die mich zu dieser Ausstellung inspirierten“, sagt Celina Lunsford.

 

Stanley Greene
Freddy Fox lead singer of The Mutants
at the Deaf Club on Valencia Street in 1979
aus der Serie »The Western Front«
© Stanley Greene / NOOR

 

 

 

Barbara Klemm
Tina Turner, Frankfurt, 1971
© Barbara Klemm

 

Mit Gespür für den Moment hielt die deutsche Fotografin Barbara Klemm als junge Pressefotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) das »verrückteste Konzert« ihres Lebens fest, als Janis Joplin in einer Nacht und auf einer Bühne praktisch zwei Konzerte gab – aus Liebe zu ihren Fans und zu ihrem Tequila. Klemm fotografierte in den 1970/80er Jahren eine Vielzahl weltberühmter Rockstars bei Konzerten in Frankfurt, darunter Mick Jagger, Tina Turner, Bob Dylan und Joe Cocker. Außerdem dokumentierte sie das Nightlife in den legendären Frankfurter Clubs Dorian Gray und Omen.

Die Vintage-Fotografien des niederländischen Fotografen Gijsbert Hanekroot entstanden vor der Kommerzialisierung der Musikindustrie, ohne Barrieren wie Body Guards oder Bühnenabsperrungen. Hanekroots Studioaufnahmen, Konzertbilder und Schwarz-Weiß-Porträts von Frank Zappa, David Bowie oder Neil Young faszinieren durch ihre Direktheit und ihre große Nähe zu den Stars.

Wie sehr Rock, Funk und Punk auch Kleidungsstil und Identität der Fans prägten, zeigen insbesondere die Arbeiten der US-amerikanischen Fotografin Susan Barnett. Ihre Fotos zeigen Fashion-Statements von Musik-Fans: textile Bekenntnisse zu ihren Idolen und zur Welt der Bühne – zur Schau getragen auf dem Rücken ihrer T-Shirts. Fotograf Michael L. Abramson verbrachte seine Nächte in Chicagos Blues-, R&B- und Funk-Clubs und dokumentierte die Szene in Chicago-South mit Aufnahmen von Tänzern, Sängern und ihrer Mode. Der britische Fotograf Derek Ridgers gilt mit seinem Buch „London Youth 1978–87“ als maßgeblicher Chronist des Punk und seiner stilprägenden Wirkung auf die Jugend in

Großbritannien. Auch seine eigene erfolgreiche Modefotografie ist bis heute stilistisch von der Punk- Zeit beeinflusst. Zwei Lichtgestalten des Rock vervollständigen die FFF-Show im Bild: John Lennon, großformatig porträtiert von seinem Freund Bob Gruen, und Nirvana-Frontman Kurt Cobain, verewigt vom fotografischen Multitalent Anton Corbijn.

09.06.2017 - 05.08.2017
Fotoausstellung Salzburg . Eine außergewöhnliche Fotografin mit einer außergewöhnlichen Bildserie: Die Leica Galerie in Salzburg präsentiert vom 9. Juni bis 5. August 2017 die Ausstellung „Wild, Wild West“ der Motiven Ellen von Unwerth.
...Klick zum Weiterlesen
Ellen von Unwerth – Wild, Wild West
Fotoausstellung Salzburg . Eine außergewöhnliche Fotografin mit einer außergewöhnlichen Bildserie: Die Leica Galerie in Salzburg präsentiert vom 9. Juni bis 5. August 2017 die Ausstellung „Wild, Wild West“ der Motiven Ellen von Unwerth.

 

 

Das ehemalige Model Ellen von Unwerth ist eine der einflussreichsten Fotografinnen der Gegenwart und als renommierte Protagonistin in der männerdominierten Welt der Modefotografie – zumindest hinter der Kamera – eine Ausnahmeerscheinung. „Ich mag einfach Menschen, die Persönlichkeit haben und die sich vor meiner Kamera austoben!“ äußert Ellen von Unwerth, eine der einflussreichsten Fotografinnen der Gegenwart und als renommierte Protagonistin in der männerdominierten Welt der Modefotografie eine Ausnahmeerscheinung.

 

 

Fu?r das S Magazin 8 inszenierte Ellen von Unwerth mit einer Leica S (Typ 007) eine einzigartige Serie: ohne Einschränkungen eines kommerziellen Auftraggebers, aber voller typischer Momente ihrer lebensprallen Fotografie. In loser assoziativer Folge begleiten wir eine Mädchen-Gang auf der Jagd nach dem Glu?ck im Wilden Westen. Die erfrischend unkonventionellen Bildwelten der Fotografin leben von der besonderen Mischung aus Witz, Frechheit, Frivolität und Verspieltheit. Fu?r das S Magazin konnte sie große Stars zum Mitspielen mobilisieren. Es tritt auf: Marilyn Manson als Bösewicht, ebenso dabei sind der Schauspieler Micah Fitzgerald, die Musikerin Caroline Vreeland und die Performance-Ku?nstlerin Millie Brown. Sie alle laden ein, genau hinzusehen und sich von den fast schon filmischen Sequenzen mitreißen zu lassen.

 

 

Ellen von Unwerth wurde 1954 in Frankfurt am Main geboren, nach einer Kindheit im Waisenhaus ging sie als 16 Jährige nach Mu?nchen. Sie trat als Nummern-Girl im Zirkus Roncalli auf, bis ein Fotograf sie fu?r ein Foto-Shooting der Zeitschrift Bravo buchte. Dort entdeckte sie der Chef der Modelagentur Elite. Sie zog nach Paris und arbeitete in den nächsten zehn Jahren als Top-Model mit den größten Modefotografen dieser Zeit zusammen. 1986 entstanden während einer Modeproduktion in Kenia die ersten eigenen Aufnahmen. Sie lebt und arbeitet heute in Paris und New York.

 

Leica Galerie, Gaisbergstraße 12, Salzburg

08.06.2017 - 30.09.2017
Fotoausstellung Gelsenkrchen . IM Pixelprojekt¬_Ruhrgebiet setzen sich 2017 in 21 Fotoserien 18 Fotografen mit verschiedenen regionalen historischen und aktuellen Aspekten auseinander des Ruhrgebiets auseinander und formen damit ein regionales Gedächtnis mit den Mitteln der Fotografie. Ausschnitte aller Serien werden im Original im Wissenschaftspark Gelsenkirchen ausgestellt.
...Klick zum Weiterlesen
Pixelprojekt_Ruhrgebiet
Fotoausstellung Gelsenkrchen . IM Pixelprojekt¬_Ruhrgebiet setzen sich 2017 in 21 Fotoserien 18 Fotografen mit verschiedenen regionalen historischen und aktuellen Aspekten auseinander des Ruhrgebiets auseinander und formen damit ein regionales Gedächtnis mit den Mitteln der Fotografie. Ausschnitte aller Serien werden im Original im Wissenschaftspark Gelsenkirchen ausgestellt.

Foto: Jasmine Shah aus der Serie "No Go - Go Now / Duisburg-Marxloh"




Seit seiner Gründung 2003 wächst das Pixelprojekt_Ruhrgebiet Jahr für Jahr: 2017 um weitere 21 Fotoserien von 18 Fotografen. Diese setzen sich mit verschiedenen regionalen historischen und aktuellen Aspekten auseinander. Sie haben Bilder mit jeweils eigener künstlerischer und zumeist dokumentarischer Sprache geschaffen. Aus allen in diesem Jahr aufgenommenen Serien werden in der Ausstellung Ausschnitte gezeigt, um damit die Qualität und Einzigartigkeit der sonst nur im Netz sichtbaren Bilder zu dokumentieren. Mit den Neuaufnahmen wächst das Projekt auf 477 Fotoserien von insgesamt 293 Fotograf*innen mit nahezu 9.000 Einzelbildern.

 

 

Foto: Yolanda vom Hagen aus der Serie "Im Pott"


Jenseits des Mainstreams setzen sich die Neuaufnahmen bereits zum 14. Mal mit historischen und aktuellen Aspekten der Metropole auseinander und formen damit ein einzigartiges regionales Gedächtnis mit Mitteln der Fotografie im Internet.


Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr das Thema Flüchtlinge: Brigitte Kraemer beleuchtet in der Serie „Das große Warten – Geflüchtete im Ruhrgebiet“ die regionale Migrationsgeschichte, und auch Alexandra Breitenstein mit der Serie „Home Stories – Unsere neuen Nachbarn“ sowie Jutta Schmidt mit der Serie „4 Tonnen Luft“ nehmen sich der Thematik an.

 

Foto: Tom Stern aus der Serie "FIBO"


Einen Blick auf ganz unterschiedliche Menschen wirft auch das Fotografenduo Uwe Engels und Jacqueline Kraemer. In der Porträtserie „ICH“ fokussieren sie intensiv und rücksichtsvoll die Individualität jedes einzelnen Schülers der Hilda-Heinemann-Schule (Bochum), einer Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensräumen stehen auch in den Serien „Im Pott“ von Yolanda vom Hagen, „FIBO“ von Tom Stern und in „PAIN!“ von David Klammer im Mittelpunkt. Auch die historischen Serien „Im Gleisdreieck“ von Frank B. Napierala und „Kohlenpott-Kinder“ von Karsten Fricke thematisieren das soziale Miteinander im Ruhrgebiet.

Vergänglichkeit und Veränderung fängt die Fotografin Jutta Schmidt mit Fotos rund um den Dortmunder Phoenixsee sowie in der Serie „Reinhard geht“ ein. Vom Wandel im architektonischen Bereich berichten die Serien „Umbau“ von Wolfgang Fröhling und „Vergangenheimat“ von Martin Strathmann. Im Gegensatz dazu versucht die Serie „Panda Ruhr“ von Simon Grunert an den Rändern des urbanen und industriellen Bereiches eine Charakterbestimmung – fernab von naheliegenden fotografischen Projektionsflächen – zu erschaffen.

 


Foto: Engels Kraemer aus der Serie "Ich"



Zudem geht Cornelia Wimmer in „Dortmund Nord“ auf eine fotografische Entdeckungsreise mitten in der Stadt, während sich Jasmine Shah in ihrer Serie „No Go - Go Now / Duisburg - Marxloh“ die Frage stellt, warum man eigentlich diesen Stadtteil nicht mehr aufsuchen sollte. Christoph Jendral befasst sich in der Serie „Mercedes-Benz“ hingegen mit den schöneren Seiten des Lebens und widmet seine Fotografien „Auto-Schraubern“ aus Bochum. Unter dem Titel „Das Große Spiel: Ausstellungsaufbau“ gewährt Tom Stern Einblicke in den Aufbau einer Sonderausstellung im Ruhr Museum Essen. Durch die Linse von Daniel Kessen gibt es gleich zwei Blicke auf das Ruhrgebiet: Zum einen in der Serie
„hier und jetzt - mein zwanzig Pfennig Ruhrgebiet“. Zum anderen zeigt er in seiner Serie „Castroper Sümpfe“ die grüne Seite der Region. Tierisch geht es bei Robert Schumacher zu: Er inszeniert auf stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotografien Tiere in der Serie „Zootopia“.

„Die Themenvielfalt hat uns auch in diesem Jahr wieder positiv überrascht“, sagt Projektleiter Peter Liedtke, „wir freuen uns, mit dem Pixelprojekt_Ruhrgebiet eine ganz besondere Art von Regionalität erfahrbar zu machen; eine Regionalität, die über die Augen direkt ins Herz geht.“

Im Internet unter  www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de ist die gesamte Bildsammlung zu sehen. Sie wird damit in diesem Jahr auf insgesamt mehr als 9.000 Fotografien in 477  Fotoserien wachsen.


Pixelprojekt_Ruhrgebiet wird gefördert und möglich gemacht durch: Sparkasse Gelsenkirchen, Stadt Gelsenkirchen, Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Ruhr Museum, werkbund nrw, Kulturserver NRW, Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet,



Wissenschaftspark, Munscheidstraße 14, Gelsenkirchen

08.06.2017 - 03.09.2017
Ausstellung Essen . Mit über 150 Fotografien, zahlreichen Wandinstallationen, Folianten mit Hunderten von Fotografien und Diaprojektionen widmet sich der Fotograf und Bildarchäologe Arwed Messmer einem wichtigen Kapitel bundesdeutscher Geschichte, vorgestellt im Museum Folkwang. Bis 3. September 2017
...Klick zum Weiterlesen
Arwed Messmer : RAF – No Evidence / Kein Beweis
Ausstellung Essen . Mit über 150 Fotografien, zahlreichen Wandinstallationen, Folianten mit Hunderten von Fotografien und Diaprojektionen widmet sich der Fotograf und Bildarchäologe Arwed Messmer einem wichtigen Kapitel bundesdeutscher Geschichte, vorgestellt im Museum Folkwang. Bis 3. September 2017

Andreas Baaader, Rathaus Berlin-Schöneberg, 1967
© Arwed Messmer unter Verwendung eines Negativs
der Polizeihistorischen Sammlung Berlin

 

 

Die damalige gesellschaftliche Debatte über die Studentenproteste 1967 und die spätere terroristische Abspaltung wurde erbittert in den Medien geführt. Von der Roten Armee Fraktion existiert eine Vielzahl von Bildern, doch nur einige wenige sind in Erinnerung geblieben. Kannte die Generation der 1970er Jahre noch die Aufnahme des toten Holger Meins oder die 1978 im Stern veröffentlichten Fotografien der „Todesnacht“ in Stammheim, so denkt man heute eher an die Raster der Fahndungsplakate oder an das Videostill und die Polaroid-Aufnahmen des von der RAF entführten Hanns-Martin Schleyer im sogenannten Volksgefängnis. Diese Bilder gehören zum kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Doch mit der Konzentration auf einige wenige Bilder, geht auch eine Verarmung historischer Zeugenschaft einher.

 

Arwed Messmers Ausgangspunkt sind die bisher unbeachtet gebliebenen unterschiedlichen Aufnahmen von Polizeifotografen – Fotos von Demonstrationen, Tatortbilder und erkennungs- dienstliche Aufnahmen –, die er in verschiedenen staatlichen Archiven gesichtet hat. Messmer stellt die Frage, wie diese ehemalige kriminalistische Spurensuche heute als künstlerische Recherche produktiv werden kann – im Sinne einer anderen Erkenntnis dieser Zeit.

 

Seine Erzählung spannt den Bogen von den Jahren 1967 bis 1977, von den Anfängen der RAF hin zur multiplen Gewaltentladung des Jahres 1977, der Entführung und Ermordung von Hanns- Martin Schleyer und dem Tod von Andreas Baader, Gudrun  Ensslin und Jan-Carl Raspe in der JVA Stammheim.

Seit mehr als 10 Jahren arbeitet Arwed Messmer mit fotografischem Archivmaterial, das seinen eigentlichen, funktionalen Wert eingebüßt hat, nicht selten visueller Ausschuss der Geschichte geworden ist – und dem der Künstler nun neue Leseweisen abgewinnt. In Zusammenarbeit mit Annett Gröschner erschien 2016 die Neuauflage des vielbeachteten Bandes Die Inventarisierung der Macht. Die Berliner Mauer aus anderer Sicht. Zuletzt legte er den Band Zelle/Cell vor, der die Entführung des Politikers Peter Lorenz 1975 mit vergleichbarem Bildmaterial der Polizei nachzeichnet.

Für sein Projekt zur Erforschung der staatlichen Bildarchive zur RAF wurde Arwed Messmer 2014 mit dem Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stipendium für Zeitgenössische Deutsche Fotografie ausgezeichnet.

 

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, Essen

 

03.06.2017 - 19.09.2017
Fotoausstellung Berlin . Testinos „Undressed“ ist eine ortsspezifische, für die Helmut Newton Stiftung exklusiv konzipierte Installation aus Mode- und Aktaufnahmen, darunter zahlreiche unveröffentlichte Studioporträts, die jetzt im Museum für Fotografie gezeigt werden. 3.6.2017 bis 19.11.2017
...Klick zum Weiterlesen
Mario Testino. Undressed
Fotoausstellung Berlin . Testinos „Undressed“ ist eine ortsspezifische, für die Helmut Newton Stiftung exklusiv konzipierte Installation aus Mode- und Aktaufnahmen, darunter zahlreiche unveröffentlichte Studioporträts, die jetzt im Museum für Fotografie gezeigt werden. 3.6.2017 bis 19.11.2017

Mario Testino Vogue Italia, Paris 2000 copyright Mario Testino

 

Bei dieser Bildauswahl geht es um die Visualisierung und Materialisierung des „Ausziehens“, um eine Analyse der Übergänge von Mode, Erotik und Anatomie, welche uns einen tiefen Einblick in Testinos Archive und Arbeitsmethodik gewährt. 50 überlebensgroße Porträts werden direkt auf die Wände der drei Ausstellungssäle geklebt, wobei die Bilder selbst bis in die Ecken und hoch zur Decke reichen. Diese außergewöhnliche Präsentationsform, die in Testinos Werk und in der Ausstellungshistorie der Stiftung ohne Vergleich und Vorbild ist, füllt den Raum mit Körpern und Emotionen an.

 

Helmut Newton Heather looking through a keyhole, Paris, 1994
copyright Helmut Newton Estate

 

Die abgelichteten Menschen – Frauen und Männer in ihren Zwanzigern und Dreißigern – sind teilweise unbekleidet und großflächig tätowiert; ihre Nacktheit wird jedoch so natürlich dargestellt, dass es niemals obszön oder pornografisch wirkt. Auf anderen Aufnahmen wird die Haut der Modelle nur spärlich durch Mäntel, Badeanzüge oder Unterwäsche bedeckt. Testino hat die Modefotografie mit der Kunst verquickt, denn seine Motivwahl ist seit jeher durch Alte Meister der Kunstgeschichte inspiriert. Von Helmut Newton wurden Originalabzüge unterschiedlicher Formate aus dem Stiftungsarchiv ausgewählt, die bislang überwiegend noch nicht gezeigt wurden. Sie ergänzen das bekannte Werk Newtons, darunter Porträts von Jeremy Irons im Londoner Hotel Ritz oder von Michael Gross in einem Dortmunder Schwimmstadium, sowie Aktaufnahmen in einem italienischen Weingut oder für ein Ballett von Jan Fabre. Newton kombinierte Nacktheit und Mode sehr subtil – und macht uns Bildbetrachter bis heute unweigerlich zu Voyeuren. So begleiten und kommentieren Newtons Aufnahmen den Wandel der Rolle der Frau in der westlichen Gesellschaft jener Zeit. Dieser Aspekt ist für sein gesamtes Werk voller zeitloser Eleganz zu konstatieren – und das Gleiche gilt für Mario Testino.

 

Mario Testino. Undresse Installation shot Helmut Newton Foundation Berlin 2017
Foto Gerhard Kassner

 

In June´s Room zeigt die Stiftung „Pool Party“ von Jean Pigozzi; eine ebenfalls installative Präsentation von kleinformatigen, schnappschussartigen Aufnahmen rund um Pigozzis Swimming Pool am Cap d’Antibes, wo sich neben Helmut und June Newton auch zahlreiche andere Prominente entspannten oder ausgelassen feierten. Jean Pigozzi, Kunstsammler und internationaler Geschäftsmann, war bereits 2008 mit Porträts und Selbstporträts in der Paparazzi-Ausstellung der Helmut Newton Stiftung vertreten. Wieder sind es spontane und private Freundschaftsbilder; sie entstanden am Pool, nahe der von Ettore Sottsass 1953 für Pigozzis Vater Henri erbauten Villa Dorane. Wir begegnen in den Aufnahmen u.a. Mick Jagger und Bono, Liz Taylor und Naomi Campbell, also vielen Modellen, die auch Newton porträtierte.

Zur Ausstellung erscheint der begleitende Katalog „Mario Testino. Undressed“ im Taschen-Verlag. Die Buchbesprechung steht unter unserer Rubrik Hitliste Fotobücher.

 

Museum für Fotografie, Jebenstraße 2, Berlin

01.06.2017 - 10.09.2017
Ausstellung München . Mit rund 350 Objekten aus der Hand des bedeutenden Grafikdesigners und Art Directors, würdigt das Museum Villa Stuck das Schaffen von Willy Fleckhaus, der die visuelle Kultur Deutschlands von den 1960er- bis 80er-Jahren geprägt hat.
...Klick zum Weiterlesen
Willy Fleckhaus - Design, Revolte, Regenbogen
Ausstellung München . Mit rund 350 Objekten aus der Hand des bedeutenden Grafikdesigners und Art Directors, würdigt das Museum Villa Stuck das Schaffen von Willy Fleckhaus, der die visuelle Kultur Deutschlands von den 1960er- bis 80er-Jahren geprägt hat.

 


Frankfurter Allgemeine Magazin, Nr. 28, 1980,
Fotografie: anonym, Grafische Gestaltung:
Willy Fleckhaus, © Hans Döring

 

Als Willy Fleckhaus mit 58 Jahre 1983 starb, war „Art Director“ zu einem festen Begriff bei der Herstellung von Zeitschriften ebenso wie von Büchern und anderen Druckwerken geworden. In der Ausstellung „Design, Revolte, Regenbogen“, kuratiert von Michael Koetzle, gelingt es an Hand von Magazinen, Fotografien, Illustrationen, Büchern, Buchreihen und Plakaten sich ein umfassendes Bild der Arbeit von Willy Fleckhaus zu machen,. Fleckhaus war auf allen Gebieten visueller Kommunikation tätig. Er hat Zeitschriften und Bücher gestaltet, Buchreihen und Umschläge konzipiert, Plakate und Signets genauso wie Kataloge und Festschriften entworfen, er hat Erscheinungsbilder und Firmenbilanzen betreut. Er war als Berater tätig, hat Vorschläge für das Redesign von Tageszeitungen erarbeitet und Ausstellungen gestaltet. Seine herausgehobene Position und die damit verbundene Machtfülle wurde jedoch auch nicht unkritisch gesehen. Nicht ohne Grund nannte man Willy Fleckhaus den „teuersten Bleistift Deutschlands“.

 

 Twen, Nr. 12, 1966, Fotografie: Sam Haskins,
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus,
© Carsten Wolff, FINE GERMAN DESIGN, Frankfurt am Main

 

 

Als Willy Fleckhaus zu gestalten begann, wurden Zeitschriften von Einrichtern, bestenfalls Grafikern betreut, die im Impressum der Magazine keine besondere Würdigung fanden. Als Fleckhaus mit nicht einmal 60 Jahren verstarb, war die „Art Direction“ zum festen Begriff und zur gehobenen Position im Prozess der Herstellung geworden.

Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Entwürfe für die Buchreihen des Suhrkamp Verlags, die Bibliothek Suhrkamp(ab 1959), die edition suhrkamp(ab 1963), bekannt als „Regenbogenreihe“, und die Reihe suhrkamp taschenbuch. Er war gestalterisch verantwortlich für das Magazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Logos der Zeitschrift Quick, der Aktion „Ein Herz für Kinder“ und des WDR wurden ebenfalls von Fleckhaus entworfen. Zu seinen ikonischen Arbeiten gehört die 1959 gegründete Jugendzeitschrift twen(1959 - 1971), die in Form und Inhalt die innovativen, provokanten und revolutionären Ideen von Willy Fleckhaus widerspiegelt. Gestaltet mit großen Fotostrecken, einprägsamer Typografie und ungewöhnlichem Layout widmete sich Twen Life-Style-Themen wie Mode, Musik und Freizeit, aber auch Fragestellungen zur sexuellen Befreiung und Homosexualität oder politischen Themen wie Antisemitismus.

 

twen, Nr. 2, 1962
Fotografie: Christa Peters
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus
© MAKK

 

 

In der Ausstellung kommt den von Fleckhaus gestalteten Medien eine wichtige Rolle zu. Sie sind kombiniert mit zahlreichen Vintage-Fotografien der oft von ihm auf der photokina in Köln entdeckten und für eigene Projekte engagierten Fotografen, die später internationale Bedeutung erlangten. Von den drei Schwerpunkten der Ausstellung steht die Zeitschrift twen im Vordergrund. Ein großes Gewicht liegt dabei auf originalen Fotografien, oft ganzen Strecken, aus denen Fleckhaus seine Bildreihen zusammenstellte. In großen Aufnahmen zu sehen sind Stars wie Juliette Gréco, Tina Turner, Jean Paul Belmondo oder Mick Jagger. Viele große Fotografen der Zeit sind vertreten, allen voran Will McBride, aber auch Richard Avedon mit seinen Porträts oder Ulrich Mack mit seiner berühmten Pferdeserie.

 

Aufwärts, Nr. 16, 1954, Fotografie: Christa Peters,
Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus, © Hans Döring

 

Ein weiteres wichtiges Kapitel der Ausstellung bilden Fleckhaus' Arbeiten für Suhrkamp und andere Verlage. 1959 konzipierte er die Bibliothek Suhrkampmit schlichter Typografie auf weißem Grund und einem zurückhaltend umlaufenden Farbstreifen. Ab 1963 erscheint die edition suhrkamp in jeweils einfarbigen Taschenbuchbänden, deren Buchrücken, in korrekter Erscheinungsfolge aufgestellt, einmal durch das Farbenspektrum wandern. Nach 48 Bänden beginnt der Regenbogen von neuem.

In der gesamten Ausstellung ist Willy Fleckhaus mit Zitaten, Fotos, Skizzen und persönlichen Erinnerungsstücken präsent, dazu kommen speziell für die Ausstellung entstandene Interviews mit Weggefährten wie dem Fotografen und Filmemacher Roger Fritz, den Fotografen Guido Mangold und Michael Friedel und dem Art Director Uwe Göbel.

Als optisch überraschender und abschließender Höhepunkt der Ausstellung können die schwarz umrandeten Magazine für die Frankfurter Allgemeine Zeitunggesehen werden. Fleckhaus' Umgang mit Bildausschnitten und, mehr noch, seine Motivwahl sind freier und unabhängiger geworden und verleihen den äußerlich unscheinbaren Heften einen bleibenden Wert.

Eine Ausstellung des Museums Villa Stuck in Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunst, Köln, und dem Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

 

 

 Will McBride: Willy Fleckhaus, um 1970 © Will McBride Estate

 

 

Begleitprogramm

Führungen: 21.6., 19.7. und 5.9.17, Führung mit Hans-Michael Koetzle, Kurator

Führungen der Münchner Volkshochschule ab Sonntag 4.6., wöchentlich, 15.30 Uhr, € 7,-- zzgl. erm. Eintritt

Sa, 29.7.17, 11:30 – 12.30 Uhr: Führung in Gebärdensprache mit Helen Wollstein-Gouba für max. 10 Teilnehmer, € 7,- zzgl. ermäßigter Eintritt, Anmeldung unter anne.marr@muenchen.de oder info@gmu.de

 

Zur Ausstellung ist der Katalog Willy Fleckhaus. Design, Revolte, Regenbogen erschienen.
Herausgeber: Michael Buhrs, Petra Hesse. Mit Beiträgen von Carsten Wolff und Hans-Michael Koetzle.
240 Seiten und zahlreiche farbige Abbildungen, zweisprachig (deutsch/englisch)

 

 

Museum Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, München

 

 

31.05.2017 - 10.09.2017
Fotoausstellung München . Nach den ersten beiden Stationen im Museum Folkwang in Essen und im Haus der Photographie in den Deichtorhallen, Hamburg wird Peter Keetman. Gestaltete Welt – Ein fotografisches Lebenswerk bis 10. September 2017 im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung, München gezeigt.
...Klick zum Weiterlesen
Peter Keetman – Gestaltete Welt
Fotoausstellung München . Nach den ersten beiden Stationen im Museum Folkwang in Essen und im Haus der Photographie in den Deichtorhallen, Hamburg wird Peter Keetman. Gestaltete Welt – Ein fotografisches Lebenswerk bis 10. September 2017 im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung, München gezeigt.


Peter Keetman: Blick vom Maximilianeum, München um 1955
© Nachlass Peter Keetman / Stfitung F.C. Gundlach


Zum 100. Geburtstags von Peter Keetman (1916 – 2005) bietet die umfangreiche Retrospektive die Möglichkeit, das Lebenswerk des Fotografen neu zu entdecken. Die Ausstellung zeichnet nicht nur Keetmans fotografische Laufbahn nach, sondern dokumentiert gleichzeitig die vielgestaltige Karriere des Mediums Fotografie zwischen freiem künstlerischem Schaffen und angewandter Arbeit.

Mit rund 360 Exponaten stellt die Ausstellung in neun Kapiteln Keetman als jungen Wilden der stilbildenden Gruppe fotoform vor. Sie zeigt ihn aber auch als einen der innovativsten und poetischsten Fotografen der Nachkriegszeit, der in seinem umfassenden Oeuvre Natur- und Bewegungsstudien, fotografische Experimente, Industriefotografie und angewandte Arbeit miteinander verband.

 

 Peter Keetman: Trister Bahnhof, 1953
© Nachlass Peter Keetman / Stiftung F.C. Gundlach

 

Das Werk Peter Keetmans (1916-2005) nimmt einen zentralen Platz in der fotografischen Nachkriegsmoderne Deutschlands ein. Wie es der Titel der Ausstellung „Gestaltete Welt“ zum Ausdruck bringt, führt es zwei zentrale Strömungen dieser Jahre zusammen. Auf der einen Seite den modernistischen Willen zur Form, zur Gestaltung, zum Experiment und zur Abstraktion, auf der anderen Seite einen humanistischen Weltbezug und die Hinwendung zum Wiederaufbau, zur Stadt, zur Natur, bis hin in ihre elementaren Bausteine. Diese große Retrospektive, ausgerichtet von der Stiftung F.C. Gundlach und vom Museum Folkwang, zeigt, wie diese beiden Strömungen im Werk Keetmans fließend ineinander übergehen.

Untrennbar verbunden mit Fotografie und Biografie Keetmans ist aber auch die deutsche Geschichte. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal in dieser Breite frühe Arbeiten des jungen Fotografen in der Sichtweise der Neuen Sachlichkeit, Aufnahmen aus dem München der Nazizeit und Fotografien vom Krieg gegen die Sowjetunion, aus dem Keetman als Invalide zurückkehrt.

 

Peter Keetman: Wassertropfen, um 1956
© Nachlass Peter Keetman / Stiftung F.C. Gundlach 

 

Ende der 1940er Jahre streift Keetman das Altväterliche seiner Ausbildungsjahre in München und bei Adolf Lazi in Stuttgart ab. Keetman gehört fortan zu den jungen Wilden der Gruppe fotoform, die, inspiriert von den Experimenten der Vorkriegsavantgarden, eine neue Sprache der Fotografie entwickeln wollen, basierend auf formaler Reduktion, auf der gestalterischen Kraft des Lichts und der Subjektivität individueller Welterfahrung. Zusammen mit Otto Steinert und den anderen Mitstreitern von fotoform steht Peter Keetman für den Aufbruch der Fotografie. 

 

 Peter Keetman: Aufbauten auf Transportgestellen, VW-Werk Wolfsburg 1953
© Nachlass Peter Keetman / Stiftung F.C. Gundlach


Seiner berühmten Serie im Wolfsburger Volkswagenwerk von 1953 und den „Schwingungen“– Keetmans großartiger Signatur im Geschichtsbuch der experimentellen Fotografie – widmet die Ausstellung jeweils ein eigenes Kapitel. Aber auch das spannende Ineinandergreifen von freier Fotografie und angewandtem Auftrag ist Gegenstand der Ausstellung, die uns eine zentrale Figur der Nachkriegsfotografie in ihren vielen Facetten entdecken lässt.

Kunstfoyer, Versicherungskammer Kulturstiftung, Maximilianstraße 53, München

Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog im Steidl Verlag erschienen:

Herausgeber: F.C. Gundlach
Texte: Ludger Derenthal, Florian Ebner, Ute Eskildsen, F.C. Gundlach,
Gottfried Jäger, Sebastian Lux und Petra Steinhardt
Gestaltung: Claas Möller
Preis: 48 € / ISBN 978-3-95829-204-8

 

 

28.05.2017 - 01.10.2017
Ausstellung Riehen/Basel . Die Fondation Beyeler zeigt in ihrer Sommerausstellung Werke des bekannten deutschen Künstlers Wolfgang Tillmans. Ausgestellt werden bis 1. Oktober 2017 ca. 200 fotografische Arbeiten von 1986 bis 2017 und eine neue audio-visuelle Installation.
...Klick zum Weiterlesen
Fondation Beyeler - Wolfgang Tillmans
Ausstellung Riehen/Basel . Die Fondation Beyeler zeigt in ihrer Sommerausstellung Werke des bekannten deutschen Künstlers Wolfgang Tillmans. Ausgestellt werden bis 1. Oktober 2017 ca. 200 fotografische Arbeiten von 1986 bis 2017 und eine neue audio-visuelle Installation.

 

Wolfgang Tillmans, Blautopf, Baum, 2001
Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Cologne, Maureen Paley, London, David Zwirner, New York

 

Bekannt wurde Tillmans in den frühen 1990er Jahren mit heute ikonischen Bildern über das Lebensgefühl einer Generation, geprägt von unbeschwertem Freiheitsdrang und der Lust, das Leben im Moment zu geniessen. Doch schon bald erweiterte er den Fokus und nutzte das Experimentieren mit den Mitteln der Fotografie zum Erfinden einer neuen Bildsprache. Es entstanden Arbeiten mit und ohne Kamera sowie mit dem Fotokopierer

Neben traditionellen Genres wie Porträts, Aktdarstellungen, Stillleben oder Landschaftsbilder präsentiert die Ausstellung abstrakte Werke, die mit der Grenze des Sichtbaren spielen. Sie wird zeigen, dass nicht Fotografie im klassischen Sinn im Vordergrund des Werkes von Tillmans steht, sondern das Schaffen von Bildern. Nachdem der Künstler bereits 2014 auf Einladung des Museums einen Raum mit Gemälden und Skulpturen aus der Sammlung und zwei eigenen Arbeiten eingerichtet hatte, ist die Ausstellung mit Wolfgang Tillmans die erste umfassende Auseinandersetzung mit dem Medium der Fotografie in der Fondation Beyeler. Die Ausstellung in der Fondation Beyeler versucht eineandere Annäherung an das Schaffen von Wolfgang Tillmans.

Die Fondation Beyeler mit ihrer Sammlung von herausragenden Werken der klassischen Moderne und Gegenwart erscheint als idealer Kontext, um zu zeigen, wie Tillmans das mechanische Medium der Fotografie in eine ausdrucksstarke eigenständige Bildsprache verwandelt hat. Eine Bildsprache, in der das Sehen als solches und damit auch die Wahrnehmung der Welt zum Thema werden.

 

Wolfgang Tillmans, Nite Queen, 2013 Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Cologne,
Maureen Paley, London, David Zwirner, New York

 

Die Auswahl der Bilder für die Ausstellung in der Fondation Beyeler ebenso wie die Installation in den zwölf Räumen des Museums werden zeigen, wie Tillmans die Möglichkeiten der Fotografie nutzt, um Sichtbarkeit zu evozieren und eine Bildstrategie zu entwickeln, die der Wahrnehmung der Welt eine neue, menschliche Qualität zu geben vermag.

Wolfgang Tillmans wurde 1968 in Remscheid geboren. Als 20-Jähriger lebte er in Hamburg, wo seine künstlerische Arbeit ihren Anfang nahm. Anfang der 1990er Jahre studierte er am College of Art and Design in England. Von 1992 bis 2007, lebte und arbeitete er vorwiegend in London; danach verlegte er seinen Schwerpunkt nach Berlin. Seit den frühen 1990er Jahren wird sein Schaffen international wahrgenommen und ausgestellt.

Umfassende Ausstellungen zu seinem Werk gab es unter anderem in der Kunsthalle Zürich (1995 und 2012), den Deichtorhallen, Hamburg (2001), in der Tate Britain, London (2003) und in der Tokyo Opera City Art Gallery

2000 wurde Tillmans, als erster Fotograf und nicht - britischer Künstler, mit dem Turner Prize ausgezeichnet. 2015 erhielt er den International Award in Photography der Hasselblad Foundation, Göteborg.

 

Fondation Beyeler, Baselstrasse 101  CH-4125 Riehen/Basel

 

 

 

17.05.2017 - 12.07.2017
Fotoausstellung Wien . Mit Beginn der warmen Jahreszeit verwandelt sich die Leica Galerie mit Affen, Elefanten, Hund, Katz und Schwein in eine Menagerie, die sich vor dem Schönbrunner Zoo nicht zu verstecken braucht. In der Wiener Leica Galerie ist die Ausstellung „ Animalia – Tiere im Bild“ bis 12. Juli zu sehen.
...Klick zum Weiterlesen
Animalia – Tiere im Bild
Fotoausstellung Wien . Mit Beginn der warmen Jahreszeit verwandelt sich die Leica Galerie mit Affen, Elefanten, Hund, Katz und Schwein in eine Menagerie, die sich vor dem Schönbrunner Zoo nicht zu verstecken braucht. In der Wiener Leica Galerie ist die Ausstellung „ Animalia – Tiere im Bild“ bis 12. Juli zu sehen.

 

Elliott Erwitt, Paris 1989
© Elliott Erwitt / Magnum Photos, courtesy OstLicht Gallery 

 

Die Fotografien inszenieren sie als Symbol und Trophäe, als Passant, Beute und Accessoire, als Wildtier, Nutztier, Haustier, als Comic Relief und nicht zuletzt auch als flauschiges Requisit großer Fische der Filmindustrie wie James Dean, Gérard Depardieu oder Walt Disney. Tiere, sieht man hier, waren schon immer die besseren Menschen – oder immerhin die besseren Schauspieler. Nie hat man einem Tier sagen mu?ssen, es solle ganz natu?rlich sein, nie musste man es auffordern: „Sei einfach Du selbst“. Es weiß, was die Kamera erwartet – vorausgesetzt, der Fotograf ist schnell genug.

 

 René Burri, Kälberherde, Buenos Aires 1958
© René Burri / Magnum Photos, courtesy OstLicht Gallery


Neben den bekannten Vierbeinerenthusiasten Elliott Erwitt und William Wegman widmen sich in der Ausstellung auch andere Schwergewichte der Fotogeschichte dem Animalischen unter uns. So fotografierte etwa Eve Arnold eine Katze zwischen loungenden Warhol-Superstars, Henri Cartier-Bresson erwischte Straßengänse im entscheidenden Moment, Klaus Pichler begegnete 2010 einem Hai in den Katakomben des Naturhistorischen Museums, Daniel Gebhart de Koekkoek lichtete Hauskatzen im freien Fall ab und dass Irving Penn nicht nur Jahrhundertporträtist sondern auch Besitzer zweier Haustiere mit Namen Fido und Mauki war, zeigen zwei Aufnahmen von Roland Pleterski. Nicht fehlen darf in der Leica Galerie schon derNamensähnlichkeit wegen Hündin Laika, die 1957 als erstes Lebewesen in der Erdumlaufbahn der gesamten Menschheit um knappe vier Jahre voraus war.

 

Nobuyoshi Araki, Erotos 1993
© Nobuyoshi Araki, courtesy OstLicht Gallery 

 

Mit Fotografien von Lola Álvarez Bravo, Nobuyoshi Araki, Eve Arnold, Roger Ballen, Bruno Barbey, Werner Bischof, Brassaï, René Burri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Bruce Davidson, Peter Dressler, Elliott Erwitt, Joan Fontcuberta, Daniel Gebhart de Koekkoek, Mario Giacomelli, ThomasHöpker, Tore Johnson, Sergio Larrain, Jaques-Henri Lartigue, Andrei Liankevich, Ulrich Mack, Pierre Manevy, Klaus Pichler, Roland Pleterski, Osvaldo Salas, Tazio Secchiaroli, Aldo Sessa, PaulSlade, Alfred Stieglitz, Dennis Stock, Takeuchi Toshinobu, William Wegman, Manfred Willmann und Yoko Yamamoto.

 

Leica Galerie Wien, Walfischgasse 1, Wien

 

 

 

13.05.2017 - 20.08.2017
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen präsentiert die Arbeit der niederländischen Fotografin Viviane Sassen zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in einem großen deutschen Ausstellungshaus. Bis 20. August 2017
...Klick zum Weiterlesen
Viviane Sassen – Umbra
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen präsentiert die Arbeit der niederländischen Fotografin Viviane Sassen zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in einem großen deutschen Ausstellungshaus. Bis 20. August 2017

 

Four Shoes 2005

 

Bekannt wurde Viviane Sassen durch ihre Farbfotografien, bei denen die Form am Rande der Abstraktion eine starke Rolle spielt. Die dargestellten menschlichen Körper werden in den Arbeiten zu Akteuren surrealer Szenerien. Einzelne Gliedmaßen scheinen ein Eigenleben zu führen und wirken oft wie abstrakte Skulpturen, die durch geschickt platzierte Spiegel in ihre Einzelteile zerlegt wurden. Mit ihrem sehr persönlichen und einzigartigen Stil setzte Viviane Sassen auch in der Modefotografie Akzente und hebt sich durch ihre emotionale Bildsprache von den weitgehend kommerziell ausgerichteten Modefotografen ab. In Werbekampagnen für weltbekannte Marken wie Stella McCartney, Adidas, Miu Miu, Hermès, Bottega Veneta oder Louis Vuitton bildet sie den kreativen, experimentellen und modernen Charakter der zeitgenössischen Mode ab.

 

 

Yellow Vlei, 2014

 

Das Haus der Photographie präsentiert mit der Werkserie UMBRA (lat. Schatten) das wohl persönlichste Werk der Künstlerin. Die Schau konzentriert sich auf das Spiel zwischen Licht und Schatten, ein besonderes Stilmittel Sassens. Charakteristisch  ist  außerdem das überspitzte  Kolorit,  das wiederum  tiefe Schatten hervorruft.  Der harte  Kontrast  zwischen Hell und Dunkel, zwischen Realismus und Abstraktion  wird  in UMBRA zur Metapher für widerstreitende Emotionen wie Angst und Begehren, Erinnerung und Erwartung, Fantasie und Illusion.

Die Ausstellung UMBRA ist in acht verschiedene Serien gegliedert, wobei jede einen eigenen Charakter aufweist  (TOTEM,  LARVAE,  HURTLING, REBUS, SOIL, CARBON,  AXIOM und AURA). Die Auswahl der eingesetzten Medien reicht dabei von Fotografie über Video, Zeichnungen und Lichtprojektionen bis hin zu Spiegeln. Die meisten dieser Werkreihen wurden explizit für die Werkschau UMBRA produziert. In einigen Teilen der Werkserie lassen sich Bezüge auf traditionelle,  abstrakte  Maler wie Kasimir Malewitsch  (Das schwarze Quadrat, 1915), Piet Mondrian oder Mark Rothko erkennen. Andere stehen in Beziehung zu literarischen, naturwissenschaftlichen und philosophischen Ansichten von Plato und Carl Gustav Jung bis hin zu der jungen niederländischen Schriftstellerin Maria Barnas, die eigens für UMBRA Gedichte verfasste.

 

In ihrer Ausstellung nimmt Viviane Sassen die Besucher mit auf eine Reise durch Licht und Schatten und integriert dabei sogar deren physische Präsenz in die Traumwelt, die sie mit UMBRA erschafft.

Viviane Sassen studierte Fashion Design bevor sie sich mit einem Fotografie-Studium in Utrecht und einem Master in Fine Arts in Arnheim der bildenden Kunst widmete. Ihre Arbeiten wurden weltweit ausgezeichnet und ausgestellt, darunter im Museum of Modern Art 2011 im Institute of Contemporary Art?und in The Photographer’s Gallery in London sowie im Fotomuseum Winterthur, der GP Gallery in Tokyo, der City Gallery in  Wellington,  Neuseeland und  im  Fotomuseum  Rotterdam.  Weiter  präsentierte  Sassen ihre Arbeiten  in der Ausstellung  „Encyclopedic  Palace“  auf der 55. Biennale 2013  in Venedig.  Die Deutsche Fotografische Akademie verlieh ihr 2015 für außergewöhnliche Leistung in der Fotografie die David- Octavius-Hill Medaille.

 

Haus der Photographie, Deichtorstraße 1-2, Hamburg

 

09.05.2017 - 08.07.2017
Fotoausstellung Köln . Den Schwerpunkt der Ausstellung legt die in focus Galerie auf Herbert Döring-Spenglers neuen Arbeiten, der „Diazetta“ Serie. Daneben werden auch ausgewählte Arbeiten seiner frühen Polaroid Werke der letzten 30 Jahre gezeigt. Bis 8.7.2017
...Klick zum Weiterlesen
Herbert Döring-Spengler - Polaroid + Diazetta
Fotoausstellung Köln . Den Schwerpunkt der Ausstellung legt die in focus Galerie auf Herbert Döring-Spenglers neuen Arbeiten, der „Diazetta“ Serie. Daneben werden auch ausgewählte Arbeiten seiner frühen Polaroid Werke der letzten 30 Jahre gezeigt. Bis 8.7.2017

 

 

Schon lange setzt sich der Fotokünstler Herbert Döring-Spengler in seinen Fotografien mit dem Menschen und seiner Einbindung in die Welt und in die Gesellschaft auseinander. Die Fotografie ist dabei für ihn ein künstlerisches Mittel, das er in Überblendungen und Überarbeitungen mit den unterschiedlichsten Techniken immer wieder zu einer künstlerisch-malerischen Aussage verändert, die sich nun in den neuesten Entwicklungen in sogenannte Diazetten umgesetzt finden. Dabei werden verschiedene Bilder in Überblendungen zusammengefasst. Es entstehen Bildcollagen, die immer wieder bestimmte Situationen und historisch politische Ereignisse reflektieren. Diese Diazetten stehen den aus seinem Werk geläufigen Polaroidarbeiten gegenüber, in denen Döring- Spengler mit Überarbeitungen und Veränderungen die Einmaligkeit des Polaroids in die Einmaligkeit der künstlerischen Gestaltung überträgt und hier Bildnisse von Menschen in Situationen festhält, die gleichsam aus der eigentlichen Dokumentation heraus in eine überzeitliche Qualität gebracht werden.

 

 

 

In den Diazetta-Motiven wiederum erleben wir Herbert Döring-Spengler als einen ganz alltagsorientierten politisch denkenden Künstler, der sich zu unterschiedlichen Ereignissen der Weltgeschichte in neuerer Zeit mit diesen Arbeiten äußert. Sei es die erfolgreiche Wahl eines „Lautsprechers“ in Amerika oder der Brexit mit seinen Konsequenzen für die Börse, die aber letztlich Konsequenzen beinhaltet für die Menschen, die davon betroffen sind. Die Diazetten entwickeln sich durch die Überlagerungen und die Veränderungen im Sujet allerdings in ähnlichen Strukturen wie wir es von seinen Polaroidarbeiten kennen und zeigen uns eine Welt, wie sie uns täglich vor Augen tritt, in der alles mit allem vernetzt ist, alles von allem überlagert wird und sich eine Vielfalt und eine Vielfarbigkeit entwickelt, die manchmal den „Durchblick“ erschwert.

 

 

In focus Galerie, Hauptstraße 114, Köln

 

05.05.2017 - 09.07.2017
Fotoausstellung Berlin . Wie stark Bilder unseren Eindruck von Personen und Situationen im Boulevardbereich ebenso wie in der Kunst und dem Zeitgeschehen prägen, zeigen die ausgewählten Werke von renommierten Fotografen, die der Martin-Gropius-Bau präsentiert. 5. Mai bis 9. Juli 2017
...Klick zum Weiterlesen
Foto.Kunst.Boulevard
Fotoausstellung Berlin . Wie stark Bilder unseren Eindruck von Personen und Situationen im Boulevardbereich ebenso wie in der Kunst und dem Zeitgeschehen prägen, zeigen die ausgewählten Werke von renommierten Fotografen, die der Martin-Gropius-Bau präsentiert. 5. Mai bis 9. Juli 2017

 Andreas Mühe: Helmut Kohl am Brandenburger Tor

 

Die Ausstellung zeigt dokumentarische und inszenierte Fotografien, Zeitgeschichte und Alltag, Köpfe und Kurioses aus dem Boulevardjournalismus der letzten Jahre, alle im Auftrag der Bildzeitung fotografiert. Präsentiert werden 26 Fotografen und Fotografinnen: Lars Berg, Daniel Biskup, Michel Comte, Esther Haase, Attila Hartwig, Meiko Herrmann, Kiki Kausch, Tom Lemke, Kevin Lynch, Christoph Michaelis, Andreas Mühe, Konrad R. Müller, Peter Müller, Nigel Parry, Thomas Rabsch, Oliver Rath, Paul Ripke, Holde Schneider, Martin Schoeller, Florian Sommet, Andreas Thelen, Antoine Verglas, Wolfgang Volz, Ellen von Unwerth, Wolfgang Wilde, Frank Zauritz.

 

Daniel Biskup: Angela Merkel in Washington

 

Peter Müller: Lebensmut, Freetown 2010 

 

Es ist eine kleine Auswahl aus der Masse der Bilder, die uns tagtäglich das Wesen der Welt vermitteln. Längst ist die Fotografie des Boulevards auch Teil der Kulturgeschichte geworden und etliche Aufnahmen haben Eingang in unser kollektives Gedächtnis gefunden. Die Ausstellung zeichnet die Geschichte dieser Bilder nach – und mit ihr jene Geschichten, die jedes von ihnen erzählt.

 

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

05.05.2017 - 17.09.2017
Ausstellung München . Muss man in eine Ausstellung gehen, um die Bilder eines Fotografen kennenzulernen oder genügt nicht auch der Blick in ein Buch, ein Magazin oder ins Internet? Nein es genügt nicht, man muss in die Ausstellung – zumindest wenn es sich um Thomas Struth mit seinen Werken handelt, die im großen Rahmen im Haus der Kunst präsentiert werden. 5. Mai bis 17. September 2017
...Klick zum Weiterlesen
Thomas Struth – Figure Ground
Ausstellung München . Muss man in eine Ausstellung gehen, um die Bilder eines Fotografen kennenzulernen oder genügt nicht auch der Blick in ein Buch, ein Magazin oder ins Internet? Nein es genügt nicht, man muss in die Ausstellung – zumindest wenn es sich um Thomas Struth mit seinen Werken handelt, die im großen Rahmen im Haus der Kunst präsentiert werden. 5. Mai bis 17. September 2017

 Helle Sonnenblume – N° 1, Winterthur 1991
Chromogenic print

84,0 x 66,0 cm
© Thomas Struth

 

Die bislang umfangreichste Präsentation des Werkes von Thomas Struth, einem der bedeutendsten deutschen Fotografen der Jetztzeit, stellt das Haus der Kunst vor. Gezeigt werden rund 130 Werke, zwei Videoinstallationen und eine Auswahl an Archivmaterial, die einen vollständigen Überblick über Struths künstlerische Entwicklung gibt.

„Malerei gab es schon vor Hunderten von Jahren, was konnte ich da noch tun – Fotografieren oder Malen? Ich bin ein ungeduldiger Mensch und fotografieren geht schneller“, begründet  Thomas Struth sein Tun. Dass er mit der Entscheidung die richtige Wahl getroffen hat, beweist sein Erfolg. Aber erst war es die Malerei , die er bei Gerhard Richter an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, bevor er in die Klasse für Fotografie von Bernd und Hilla Becher wechselte, die mit diesen Schülerjahrgang der deutschen Fotografiewelt eine ganz Reihe heutiger Stars wie Andreas Gürsky, Thomas Ruff oder Candida Höfer bescherte.

 

Crosby Street, Soho, New York 1978
Silver gelatin print

66,0 x 84,0 cm
© Thomas Struth

 

Tokamak Asdex Upgrade Periphery, Max Planck IPP, Garching 2009
Chromogenic print

109,3 x 85,8 cm
© Thomas Struth

 

Man bekommt nur einen ungenügenden Eindruck der Qualität der Arbeit von Thomas Struth, wenn man sie nicht großformatig an den Wänden präsentiert sieht, wie es jetzt im Haus der Kunst der Fall ist. Die Auswahl und Zusammenstellung ist dem Künstler und seinem Kurator Thomas Weski, ehemals stellvertretender Direktor vom Haus der Kunst, hervorragend gelungen. Wobei Thomas Struth gestand, dass er den Kurator mit der Arbeit über lange Strecken allein ließ. „Ich bin 62 und wollte mich einfach mal zurücklehnen.“

 

National Gallery 2, London 2001
Chromogenic print

148,0 x 170,4 cm
© Thomas Struth


Mit sicherer Hand geordnet hängen nun die Bilder in diversen Sälen und lösen Begeisterung aus. Dort findet man bekannte Serien wie „Straßen“, „Portraits“, „Museumsbilder“ oder „Paradise“. Die Architekturaufnahmen sind von einer bestechenden Klarheit, irgendwie sehr aufgeräumt, wie man sie in diesem Motivbereich sonst nicht sieht. Vom Werk  „New Pictures from Paradise“ kennen viele schon das ein oder andere Motiv, aber zu mehreren in einem der Säle gehängt, sind diese von undurchdringlichem  Grün des Dschungel oder dem üppigen Rot eienr  Blumenpracht einfach berauschend. Nicht zu vergessen ist das soziale Interesse von Struth, das sich bildlich vor allem in dem Raum zeigt, wo die Bilder hängen, die er für ein Krankenhaus in Winterthur fotografierte und die den Patienten bei der Genesung unterstützen sollten.

 

Im Haus der Kunst Bilder aus Paradise von Thomas Struth

 

Kyoko und Tomoharu Murakami, Tokio, 1991
Chromogenic print

105,5 x 126,0 cm
© Thomas Struth

 

 

Wer ist der Künstler, wo hat er veröffentlicht, welche Ausstellungen gehabt? Viele Fragen für die es in der Ausstellung noch mehr Antworten gibt.  Denn aus dem Archiv steht hier zahlreiches Material zur Ansicht, dass über Thomas Struth Auskunft gibt und auch den Prozess der künstlerischen Umsetzung bis zur Fertigstellung der Bilder vermittelt.

 

Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München

 

03.05.2017 - 31.07.2017
Fotoausstellung Köln . Schlüsselwerke aus der Sammlung Michael Horbach zeigt die Ausstellung sehnsucht |anhelomit rund 150 Arbeiten in der Kölner Michael Horbach Stiftung . Seit gut anderthalb Jahrzehnten sammelt Michael Horbach Fotografie, und er sammelt bewusst gegen den Strich. Die Ausstellung ist bis 31. Juli 2017 geöffnet.
...Klick zum Weiterlesen
sehnsucht | anhelo
Fotoausstellung Köln . Schlüsselwerke aus der Sammlung Michael Horbach zeigt die Ausstellung sehnsucht |anhelomit rund 150 Arbeiten in der Kölner Michael Horbach Stiftung . Seit gut anderthalb Jahrzehnten sammelt Michael Horbach Fotografie, und er sammelt bewusst gegen den Strich. Die Ausstellung ist bis 31. Juli 2017 geöffnet.

Pierrot Men, o. T.
Madagascar, 2013


Michael Horbach als Initiator eines Kunst- und Kulturzentrums ist bekannt - unter anderem vergibt er alle zwei Jahre einen hoch dotierten Fotopreis sowie regelmäßig Aufenthaltsstipendien an junge Kreative vorzugsweise aus Lateinamerika. Weniger bekannt hingegen ist der Sammler Michael Horbach. Wobei er auch in dieser Rolle hauptsächlich junge, engagierte Kamerakünstler unterstützt. Seit gut anderthalb Jahrzehnten sammelt Michael Horbach Fotografie, und er sammelt bewusst gegen den Strich. Nicht die jeweils aktuellen Trends, hoch gehandelten Namen, klingenden Ismen oder gar „sicheren Werte“ sind es, die ihn interessieren. Michael Horbachs Leidenschaft zielt auf Positionen, die man einer – im weitesten Sinne – modernen, zeitgemäßen „Photographie humaniste“ zuordnen könnte. Im Kern zielt Michael Horbachs Passion auf vorzugsweise schwarzweiße Bilder, auf Arbeiten, die die Balance wahren zwischen formal-ästhetischer Exzellenz und einer humanistischen Botschaft – kurz auf Bilder, die sich mit den großen wie alltäglichen menschlichen Seinsfragen auseinandersetzen und zugleich als „große stille Bilder“ (Norbert Bolz), als wichtige, überraschende, gut gesehene Bilder überzeugen.

 

Flor Garduño, Músico en la nada
Escoma, Bolivia, 1990

 

Erstmals gibt nun eine umfangreiche Ausstellung in den Räumen der Michael Horbach Stiftung Einblick in diesen Teilbereich der privaten Kollektion des Kölner Sammlers. Ab 1. Mai  zeigen die Kunsträume in der Wormser Straße rund 150 Arbeiten von 24 Künstlern, darunter bekannte Fotografen wie Alberto Korda, Sebastião Salgado, Christina García Rodero oder Flor Garduño, aber auch in Europa praktisch unbekannte jüngere Positionen mit Namen wie Juan Carlos Alom, Raúl Cañibano Ercilla, Arien Chang Castán oder Alfredo Sarabia. Was die Künstler verbindet, sind Neugier, ein ausgeprägtes Interesse an sozialen Phänomenen, ein teilnehmender Blick sowie eine ganz eigene, dabei suggestive Bildsprache. Mit Beat Presser (Schweiz), Pep Bonet (Spanien), Jan Grarup, (Dänemark), Thomas Dorn oder Frank Gaudlitz (Deutschland) sind auch europäische Fotografen mit ihrer Sicht auf Afrika oder Lateinamerika vertreten. Zugleich liegt der Schwerpunkt der Schau auf den fotografischen Kulturen Kubas und Lateinamerikas, auf Künstlern deren besonderer Zugriff auf die Welt bereits der legendären Schweizer Ausstellungsmacherin Erika Billeter aufgefallen war. Bilder aus Lateinamerika seien – so Billeter – immer ohne Umschweife erfasste „Dokumente der Menschlichkeit“. Nicht zufällig trägt ihre 1994 erschienene Anthologie lateinamerikanischer Fotografie den Untertitel „Canto a la Realidad“. Die Fotografen Lateinamerikas experimentieren nicht, sagt Billeter, „sie sehen.“

Ausdrücklich verfolgt Michael Horbach mit seiner Ausstellungs- wie Sammeltätigkeit ein kulturelles ebenso wie ein soziales Anliegen. Ein Stück Aufklärung kommt hinzu. „Viele der Fotografien wecken in mir Fernweh“, beschreibt Michael Horbach seine Affinität zu bestimmten Aufnahmen. „Sehnsucht nach fernen Ländern und den Menschen dort. Nach den so ganz anderen Farben, dem Licht und den Gerüchen. Nach einem einfachen und normalen Leben – aber auch Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit. Durch meine Sammlung will ich einer Haltung Ausdruck geben, eine Botschaft verkünden: Lasst uns über den eigenen Tellerrand gucken – was heute nötiger ist, denn je. Lernen wir von fremden Kulturen! Sehen wir ihren Reichtum – trotz der materiellen Armut!“

 

 

Begleitend erscheint im Kehrer Verlag ein vom Berliner Designer Detlev Pusch ideenreich gestaltetes Buch, herausgegeben und mit einem Essay von Hans-Michael Koetzle: sehnsucht – anhelo: Sammlung Michael Horbach (180 Seiten, gebunden, 115 Abbildungen).

Michael Horbach Stiftung, Wormser Straße 23, Köln

 

 

29.04.2017 - 01.09.2017
Fotoausstellung Berlin . Im Rahmen des Gallery Weekend 2017 stellt Kicken Berlin das Werk von Sibylle Bergemann, eine der bekanntesten Fotografinnen der früheren DDR vor. Ihre Bilder geben Zeugnis vom Status quo der 1970er und -80er Jahre in Ostdeutschland und den Veränderungen der Nachwendezeit.
...Klick zum Weiterlesen
Der Rand der Welt. Sibylle Bergemann in Dialogue
Fotoausstellung Berlin . Im Rahmen des Gallery Weekend 2017 stellt Kicken Berlin das Werk von Sibylle Bergemann, eine der bekanntesten Fotografinnen der früheren DDR vor. Ihre Bilder geben Zeugnis vom Status quo der 1970er und -80er Jahre in Ostdeutschland und den Veränderungen der Nachwendezeit.

Sibylle Bergemann
Berlin, Palast der Republik, 1987
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



Die Ausstellung „Der Rand der Welt. Sibylle Bergemann in Dialogue“ das  Werk der Fotografin im Dialog mit ihren ostdeutschen Zeitgenossen, Freunden und Wegbegleitern wie Ursula Arnold, Arno Fischer, Harald Hauswald, Ute und Werner Mahler, Roger Melis, Helga Paris, Sabine Peuckert, Evelyn Richter und Gundula Schulze Eldowy. Die einfühlsame Darstellung von Menschen und Orten jenseits stereotyper Sichtweisen vereint die Protagonisten der Schau.
Charakteristisch für Sybille Bergemann (1941-2010) sind ihre behutsame Annäherung  an die ostdeutsche Lebensrealität und ihre unverwechselbare, subjektive Sicht, die der Realität immer neue poetisch-surreale Bilder abgewonnen  hat. Bergemann lernte die Fotografie ab Mitte der 1960er Jahre von ihrem späteren Mann Arno Fischer. Virtuos beherrschte sie die verschiedenen Genres, ob Porträt und Landschaft, Mode und Reportage. Seit den 1970er Jahren arbeitete sie für renommierte Kulturzeitschriften wie Sonntag, Das Magazin oder Sibylle.

 

Sibylle Bergemann
Mitte, Augusttraße, 1967
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



Die Stadtlandschaft in Berlin ist ein zentrales Element  in Bergemanns  Werk.  Sowohl die Prestigeobjekte und zentralen Orte der ostdeutschen Stadtplanung, die Plattenbauten, der Palast der Republik, wie auch  das von den Spuren der Geschichte gezeichnete Berlin-Mitte inszenierte Bergemann auf unvergleichliche  Weise. Ihr Interesse galt dem „Rand der Welt“, wie sie selbst sagte, dem Unverwechselbaren und Rätselhaften jenseits der Konformität.

Zur Wendezeit rückt auch die zuerst  trennende und bald verbindende  Stadtgrenze, die Mauer,  in den Blick der Fotografin. Einen besonderen Werkkomplex  stellen die Fensterbilder dar, denen 2011 posthum  ein eigenes  Buch gewidmet  war.  Als  Bild  im Bild  sind  sie  zugleich  Lebenszeichen   wie abstrakte Kompositionen. Sie bezeugen Gegenwart und Vergangenheit, Vielfalt und Verfall.

Zu Bergemanns subjektiver Weltsicht gesellen  sich weitere Protagonisten der ostdeutschen Fotografie. Ursula Arnold und Evelyn Richter, beide ein gutes Jahrzehnt älter  als Sibylle Bergemann, gehörten mit Arno Fischer zu den ersten ostdeutschen Fotografen, die der offiziellen Sichtweise ihre sozial  engagierte,  persönliche  Sichtweise  gegenüberstellten  und damit  ins  kollektive Gedächtnis eingingen. Arno Fischer prägt ikonische Bilder der Gegenwart vor dem Mauerbau in Ost- und West- Berlin und bindet die in ihnen sichtbare  Geschichte  der Stadt  in beiläufigen  Beobachtungen  ein. Fischer, Bergemann, Roger Melis u.a. fanden sich in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre in der 1969 so benannten  Gruppe „Direkt“ zusammen,  die für eine engagierte  und unabhängige  künstlerische Bildsprache stand.

 

Sibylle Bergemann
Miss Albena, Berlin, 1985
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



In dieser Tradition  arbeiten auch Harald Hauswald und Ute und Werner Mahler (wie Sibylle Bergemann 1990 Gründungsmitglieder der Agentur Ostkreuz). Sie haben  in ihren Reportagen und Projekten die andere, nicht-offizielle Seite Ostdeutschlands ebenso teilnehmend wie präzise ins Bild gesetzt.  Menschen  und Orte stehen  im Zentrum von Helga  Paris’  Auseinandersetzung  mit dem Alltag in der DDR. Gundula Schulze Eldowy offenbart Einsamkeit, Verletzlichkeit, aber auch Würde und Selbstbewußtsein der Menschen am Rand der Gesellschaft in schonungsloser Offenheit. Sabine Peuckert hat als bildende  Künstlerin die historische Substanz der Straßen in Berlin-Mitte festgehalten, die sie parallel auch in ihren Zeichnungen zeigt.

Die Ausstellung Der Rand  der  Welt. Sibylle Bergemann  in  Dialogue  ist Teil eines umfassenden Werküberblicks an drei Orten in Kooperation mit dem Nachlass Sibylle Bergemann  und der Loock Galerie.  Dort  sind  ab  dem 28.  April unter dem Titel Sibylle  Bergemann.  Frauen.  Und in Farbe Farbaufnahmen der 1990er Jahre und Frauenporträts zu sehen. Parallel wird ab dem 29. April in den Reinbeckhallen Berlin die retrospektive Werkschau Sibylle Bergemann  gezeigt.

Kicken Berlin, Liniensraße 161A, Berlin

www.kicken-gallery.com

29.04.2017 - 02.07.2017
Fotoausstellung Berlin . C/O Berlin widmet dem 89-jährigen amerikanischen Fotografen eine umfangreiche Retrospektive. Die Ausstellung zeigt nicht allein William Kleins der Blick auf die Städte New York, Moskau, Rom oder Tokio, sondern stellt ihn auch als Transformer zwischen den Medien Fotografie und Film vor.
...Klick zum Weiterlesen
William Klein . Photographs and Films
Fotoausstellung Berlin . C/O Berlin widmet dem 89-jährigen amerikanischen Fotografen eine umfangreiche Retrospektive. Die Ausstellung zeigt nicht allein William Kleins der Blick auf die Städte New York, Moskau, Rom oder Tokio, sondern stellt ihn auch als Transformer zwischen den Medien Fotografie und Film vor.



Club Allegro Fortissimo, Paris, 1990, painted contact 2001
copyright William Klein

 


William Klein, 1928 in New York als Sohn immigrierter ungarischer Juden geboren, reist nach eine Soziologiestudium 1947 als GI nach Europa, wo Paris sein Lebensmittelpunkt wird. Nach der Beschäftigung mit der Malerei interessiert er sich zunehmend für Fotografie und Film. Er führt ein fotografisches Tagebuch und arbeitet mit Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini und Louis Malle an Filmprojekten. Bis 1965 ist er als Modefotograf für die Vogue tätig. Die Titel seiner Fotobücher wie New York, 1956, Rom, 1959, Moskau, 1964, In & Out of Fashion, 1994, Close Up, 1989, Paris + Klein, 2002, sind zu festen Bestandteilen der Nachkriegsgeschichte der internationalen Fotografie geworden. Daneben entstehen über 20 Spiel- und Dokumentarfilme, u.a. Mr. Freedom, 1969, Muhammad Ali, the Greatest, 1964-74, die viel von seinem politischen Engagement und Interesse am Zeitgeschehen zeigen. Sowohl in seiner Street Photography als auch in seinen späteren Filmen setzt Klein sich für die Rechte der Afroamerikaner ein und porträtiert Persönlichkeiten wie Muhammad Ali, Little Richard und Eldridge Cleaver.
Die Ausstellung umfasst rund 300 Exponate – große Tableaus, Vintageprints, Kontaktbögen, Bücher und Magazine sowie Filme. Sie setzt sein fotografisches und filmisches Werk in Bezug, das in den vergangenen 60 Jahren entstanden ist. Mit seinem einzigartigen Stil ist Klein Vorbild und Inspirationsquelle für viele junge Fotografen und Filmemacher.

 

Georgian shows his son in front of the universityy, Moscow 1960
copyright William Klein



William Kleins berühmteste Arbeit ist das Fotobuch New York 1954-1955, für das er Mitte der 1950er Jahre in seine Heimatstadt zurückkehrt. Er will die Stadt neu erfassen – subjektiv, intuitiv und mit unerwarteten Perspektiven. Schließlich porträtiert er die boomende Metropole, die Stadt von Coca Cola, großen Autos und blinkenden Reklametafeln als einen dunklen, rauen und bedrückenden Ort.
Auch als Modefotograf arbeitet Klein stets am Rande konventioneller Beschränkungen. Er testet neue Bildsprachen und kehrt die Verhältnisse des fo-tografischen Prozesses kreativ um. Für Klein ist das Medium Fotografie ein Experimentierfeld, in dem er sich frei fühlt. Wie Malereien auf Leinwand gestaltet er lichtempfindliche Oberflächen von Fotopapier als Fotogramme. Er fängt dazu das Licht mit der Kamera fotografisch ein oder fotografiert gleichzeitig in Langzeitbelichtungen den Lichtstrahl einer Taschenlampe und ein Modebild.

 

Aleksandra Yablochkina, Russian's Sarah Bernhardt, Moscow 1960
copyright William Klein



Als er die Modefotografie 1965 hinter sich lässt, sagt er nicht ohne Stolz, dass seine Fotos sicher die mit Abstand unpopulärsten seien, die jemals in der Vogue veröffentlicht wurden. Seine Filme Qui êtes-vous, Polly Maggoo? (1966) und später Mode in France (1984) sind satirische Kommentare auf die Modewelt.

Die Titel der Fotobücher von William Klein wie New York, 1956, Rom, 1959, Moskau, 1964, In & Out of Fashion, 1994, Close Up, 1989, Paris + Klein, 2002, sind zu festen Bestandteilen der Nachkriegsgeschichte der internationalen Fotografie geworden. Daneben entstehen über 20 Spiel- und Dokumentarfilme, u.a. Mr. Freedom, 1969, Muhammad Ali, the Greatest, 1964-74, die vielfach von seinem politischen Engagement und Interesse am Zeitgeschehen geprägt sind.

 

Dorothy + light gung, Paris 1962
copyright William Klein



William Klein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Prix Nadar, dem International Photography Award und dem Lucie Award for Lifetime Achievement.



C/O Berlin . Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24 , Berlin



27.04.2017 - 23.08.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . In einer großen Überblicksausstellung zeigt das Städel Museum ehemalige Schüler der legendären Becher-Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, die es als Fotografen zu Ruhm und Ehren gebracht haben: Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hu?tte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich. 27. April bis 13. August 2017
...Klick zum Weiterlesen
Fotografien werden Bilder
Fotoausstellung Frankfurt am Main . In einer großen Überblicksausstellung zeigt das Städel Museum ehemalige Schüler der legendären Becher-Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, die es als Fotografen zu Ruhm und Ehren gebracht haben: Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hu?tte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich. 27. April bis 13. August 2017

 

Andreas Gursky (*1955)
Paris, Montparnasse, 1993 (vor 2003)
Chromogener Farbabzug, 207 x 422 cm
Leihgabe des Ku?nstlers / Courtesy Spru?th Magers
© Andreas Gursky; VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Courtesy Spru?th Magers

 

Anhand von rund 200 Fotografien geht die Ausstellung der Frage nach, welchen Einfluss Bernd und Hilla Becher auf ihre Studentinnen und Studenten an der Düsseldorfer Kunstakademie ausu?bten. Was eint bzw. trennt die Arbeiten der Schülerinnen und Schu?ler von ihren Lehrern? Gibt es u?berhaupt so etwas wie eine Becher-Schule oder haben wir es ‚nur’ mit einer Gruppe sehr erfolgreicher Fotografinnen und Fotografen zu tun, die in einem besonders günstigen historischen Moment am ‚richtigen Ort’ studiert haben?

 

 

Bernd (1931–2007) und Hilla Becher (1934–2015)
Gutehoffnungshu?tte, Oberhausen, Ruhrgebiet, 1963
Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, 75,3 x 91,4 cm
Art Collection Deutsche Börse
Deutsche Börse Photography Foundation
© Estate Bernd & Hilla Becher

 

 

Die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ nimmt das Werk des Künstlerpaares als Ausgangspunkt, um die radikale Veränderung im Umgang mit dem Medium der Fotografie, die sich ab den 1980er- und vor allem in den 1990er-Jahren in den Arbeiten der Becher-Schüler manifestiert, aufzuzeigen und ihre kunsthistorische Tragweite bis in unsere Gegenwart zu untersuchen. Zu sehen sind großformatige Hauptwerke sowie zentrale Frühwerke der wohl einflussreichsten deutschen Fotografengeneration.

 

 Candida Höfer (*1944)
Bibliothèque Nationale de France Paris XIII 1998, 1998
Chromogener Farbabzug, 155 x 215 cm
Art Collection Deutsche Börse
Deutsche Börse Photography Foundation
© Candida Höfer, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Jörg Sasse (*1962)
7341, 1996
Chromogener Farbabzug, 93 x 150 cm
DZ BANK Kunstsammlung im Städel Museum
© Jörg Sasse; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Thomas Ruff (*1958)
Porträt (G. Benzenberg), 1985
Chromogener Farbabzug, 41 x 33 cm
Leihgabe des Ku?nstlers
© Thomas Ruff; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Die Studentinnen und Studenten der ersten von vielen aufeinanderfolgenden Becher-Klassen an der Düsseldorfer Kunstakademie haben die Kunst unserer Gegenwart in Bezug auf ihre ästhetischen, medialen und ökonomischen Rahmenbedingungen elementar verändert. Sie prägten nicht nur die Fotografie in den 1990er-Jahren auf internationaler Ebene in entscheidendem Maße, sondern bestimmten zugleich den Stellenwert und die Wahrnehmung der künstlerischen Fotografie allgemein vollkommen neu. Ihre Werke sind Ausdruck einer selbstbewussten Emanzipation derFotografie als künstlerisches Medium und reflektieren zugleich jenen – nicht nur digitalen – Moment, in dem sich die medialen Grenzen auflösen.

Gefördert wird die Präsentation durch die DZ BANK AG.

 

Städel Museum, Schaumainkai 63, Frankfurt

 

20.04.2017 - 03.07.2017
Fotoausstellung Berlin . Witz, Charme und Phantasie zeichnen die Motive von Juergen Teller aus, dessen ungeschönte Selbstinszenierungen sofort den Blick auf sich ziehen. Der Martin-Gropius-Bau stellt eine Vielzahl seiner Bilder und Serien aus. Bis 3. Juli 2017
...Klick zum Weiterlesen
Juergen Teller – Enjoy Your Life!
Fotoausstellung Berlin . Witz, Charme und Phantasie zeichnen die Motive von Juergen Teller aus, dessen ungeschönte Selbstinszenierungen sofort den Blick auf sich ziehen. Der Martin-Gropius-Bau stellt eine Vielzahl seiner Bilder und Serien aus. Bis 3. Juli 2017

Juergen Teller
Emanuele Mascioni,
Plates/Teller No.5, 2016
© Juergen Teller

 

„Was mich letztlich einzig und allein interessiert, ist die Interaktion zwischen zwei Menschen. Einer von denen bin ich, der Fotograf. Und wenn mich diese Begegnungen berühren, dann ist es gut“, so Juergen Teller zu seiner Fotografie, für die er mit seinem sehr eigenen Gespür für Personen, Situationen, Milieus und Klischees er scheinbar ganz einfach Bildkompositionen schafft. 

 

Juergen Teller
Irene, Ilka, Karoline & Gisela Teller
at Bundeskunsthalle Bonn 2016
© Juergen Teller

 

In Modekampagnen für namhafte Label versetzt er Schauspieler, Supermodels, Popstars oder andere Prominente in neue, teils irritierende visuelle Zusammenhänge.  Andere Werkgruppen und Reportagen sind autobiografisch geprägt und zeigen als subjektive Dokumentationen die Auseinandersetzung mit seiner Jugend und Heimat.

 

Juergen Teller
Self portrait, London 2015
© Juergen Teller

 

 

Juergen Teller fordert von seinen Modellen die Bereitschaft zum Unverfälschten und Ungeschönten, so, wie sein unermüdlicher, ehrlicher, neugieriger, offener und unverstellter Blick auf das Motiv auch beim Betrachter Toleranz und Neugier voraussetzt. Er agiert wie ein Regisseur mit seiner Kamera, mit dem Set, den Requisiten und vor allem den Protagonisten seiner Bilder. So ist nachzuvollziehen, dass auch andere Personen den Auslöser der Kamera betätigen, wenn er selbst zum Modell seiner Inszenierungen wird. „Alles ist im weitesten Sinne eine Art Selbstporträt. Es ist einfach die Art, wie Du die Dinge siehst, und wie gewisse Dinge Dich neugierig machen und Dich einfach mitreißen.“, so Teller.

Nachdem er – aus einer Instrumentenbauerfamilie stammend – seine Bogenmacherlehre aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste, studierte er an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München und zog 1986 als freier Fotograf nach London. Dort begann er für Musik-, Zeitgeist- und Modemagazine zu fotografieren und wurde 1991 bekannt, als er die Band Nirvana auf ihrer Nevermind Release-Tour begleitete und seine sensiblen Fotos des schüchternen Frontmannes Kurt Cobain veröffentlicht wurden.

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

13.04.2017 - 27.08.2017
Fotoausstellung München . Ob er Supermodels oder Courturiers fotografierte, ob er Choreografen und Tänzer vor der Kamera hatte, immer strahlen die Abgebildeten in Peter Lindberghs Bilder Natürlichkeit und Eleganz aus. In der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung ist nun das facettenreiche Werk des Fotografen vom 13. April bis 27. August 2017 zu sehen.
...Klick zum Weiterlesen
Peter Lindbergh: From Fashion to Reality
Fotoausstellung München . Ob er Supermodels oder Courturiers fotografierte, ob er Choreografen und Tänzer vor der Kamera hatte, immer strahlen die Abgebildeten in Peter Lindberghs Bilder Natürlichkeit und Eleganz aus. In der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung ist nun das facettenreiche Werk des Fotografen vom 13. April bis 27. August 2017 zu sehen.

Zur Ausstellung in der München Kunsthalle: von links:
Roger Diederen, Thierry- Maxime Loriot, Peter Lindbergh und Emily Ansenk

 

 

„München ist eine so schöne Stadt, ich kann mir nicht vorstellen, dass hier früher normale Menschen gewohnt haben, das waren sicher alles Prinzen“, freut sich Peter Lindbergh bei seinem München-Besuch zur Eröffnung seiner Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung. Und für Schönheit hat Lindbergh einen Blick  - nicht für das Glatte überschminkte wie es in der Mode – und Glamourwelt meist zu sehen ist, sondern für eine natürliche Schönheit, „ Es geht nicht darum Frauen zu verunstalten, sondern sie zu lassen wie sie sind. Man nennt das natürlich und echt. Wenn man Frauen fotografiert muss man überlegen wie die aussehen. Mit Photoshop kann man jede menschliche Regung ausschalten“, sagt Lindbergh. In einem Interview erklärte er 2014: „Darin sollte heute die Verantwortung der Fotografen liegen: Frauen und letztlich jedermann vom Terror des Jugend- und Perfektionswahns zu erlösen.“

 

Charlotte Rampling, Paris, 1987
Vanity Fair
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris
/ Gagosian Gallery)

 

Gerade seine Bilder der Größen aus der Mode- und Filmwelt wie Kate Moss, Milla Jovovich oder Tatjana Patitz zeigen, dass er die Frauen, so liebt wie sie sind. Auf die Frage welches nun bei seinen zahllosen Produktionen sein liebstes Modell war, kommt nur ein Schmunzeln. Nein, das verrät er nicht, möchte er die vielen, vielen anderen doch nicht vor den Kopf stoßen.

 

Die Ausstellung


White Shirts: Estelle Léfebure, Karen Alexander, Rachel Williams, Linda Evangelista,
Tatjana Patitz & Christy Turlington, Malibu, 1988
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)



Die Ausstellung mit der sich Kurator Thierry-Maxime Loriot und auch die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung alle Ehre machen, zeigt über 220 Fotografien zu denen ebenso seine ikonischen Bilder wie auch bisher unveröffentlichte Fotografien und weiteres, nie gezeigtes Material gehören darunter persönliche Notizen, Storyboards, Requisiten, Polaroids, Kontakt-Abzüge, Filme und großformatige Drucke. Diese umfassende Zusammenstellung der Arbeit von Peter Lindbergh wurde nur möglich, weil der Fotograf Thierry-Maxime Loriot uneingeschränkten Zutritt zu seinem Archiv ermöglichte. Eingeteilt ist die Ausstellung, die sich über mehrere Säle erstreckt, in Themen, die abwechslungsreich unterschiedlich gestaltet präsentiert werden, sei es in großformatig gerahmten Ansichten oder direkt an die Wände ungerahmt vorgestellter Motive.

 

 

Tribute to Nijinski (Kristen McMenamy), New York, 1993
Harper’s Bazaar
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)
Valentino, Spring/Summer 1993

 

Themen sind „Tanz“, „Die Dunkelkammer“, „Das Unbekannte“, „Silver Screen“ und „Ikonen“. Neben den Kultfotos der 1990er-Jahre werden in dem Kapitel „Supermodels Interviews und Fotografien von der Wiedervereinigung der Supermodels (veröffentlicht in der italienischen Vogue im September 2015) gezeigt, die deutlich machen, dass sie auch 25 Jahre später nichts von ihrer Schönheit und ihrer ausdrucksstarken Persönlichkeit verloren haben.

Das Thema „Zeitgeist“ lässt die Einstellung Peter Lindberghs zu den rigiden Konventionen des Modebusiness aufleuchten. Seine humanistische Haltung zeigen beispielweise Serien wie „Give Peace a Chance“ mit Models bei einer inszenierten Antikriegsdemonstration, die er 2004 für Harper’s Bazaar gestaltete.

 

 

Michaela Bercu, Linda Evangelista & Kirsten Owen, Nancy, 1988
Comme des Garçons advertising campaign,
S/S 1988
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)

 

Als Erster nutzte Lindbergh Modefotografie, um Geschichten zu erzählen, präsentiert unter dem Thema „Das Unbekannte“ Oftmals gleichen seine Fotogrien Film-Stills. Gezeigt wird u.a. seine berühmte Serie von 1990 mit dem dänischen Model Helena Christensen und der Schauspielerin Debbie Lee Carrington.

In „Silver Screens“ werden Lindberghs stilistische Inspirationen u.a. in der Ästhetik der internationalen Filmavantgarden der 1920er- bis 1950er-Jahre klar wie die Maschinenräume aus Fritz Langs Metropolis. Außerdem nutzt er immer wieder schroffe Industriearchitektur als Setting, wie er sie in seiner Kindheit und Jugend in Duisburg erlebt hatte.

 

Milla Jovovich, Paris, 2012
Vogue Italia
With crystals from Swarovski
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)
Gaultier Paris, F/W 2012-2013

 

Oftmals als „Fotograf der Wahrheit“ oder als „Poet des Glamour“ bezeichnet, empfindet Peter Lindbergh seine Arbeit selber eher als anti-glamourös. Das Kapitel „Ikonen“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch vierzig Jahre zeitloser Bilder: Lindbergh lichtete Größen der Popkultur ab: von Kate Winslet bis Charlotte Rampling, von Eddie Redmayne bis Christoph Waltz, von Tina Turner bis Pharrell Williams.

Neben einer filmischen Biografie über Lindbergh ist seine Dokumentation Models. The Film (1991, 52 Minuten) zu sehen sowie Interviews mit Mitarbeitern, Models und Schauspielern, darunter Grace Coddington, Nicole Kidman, Cindy Crawford und dem deutschen Supermodel Nadja Auermann.

 

Ist das Kunst?

Ob das Fotokunst ist, empfindet Peter Lindbergh als unwichtig. „Professionelle Fotografen können sich nur dadurch behaupten, dass sie einen Standpunkt haben und das über Jahrzehnte.“ Anstrengung ist dabei laut Lindberg nutzlos, es zählt nur das Talent. Die Smartphone und Amateurfotografie empfindet er dabei oft als anregend‚ „bei den Smartphonefotografen kann man viel lernen vor allem die Leichtigkeit“.

Seine Ansicht, dass digital das Ende der Fotografie sei, kommt allerdings weniger aus der Ablehnung der Technik – ‚welche Kamera ist doch vollkommen egal‘ – sondern aus dem Umgang mit ihr: „Da macht man bei der Produktion ein Kabel an die Kamera und dann sieht man auf dem Monitor was der Fotograf gerade im Bild hat – schrecklich.“ Schrecklich weil ihm dann der eine oder andere in seiner Bildgestaltung dazwischenredet. Die Angst, des Kopierens von Bildern in der Digitalwelt bewegt den Fotografen weniger, „eigentlich ist Kopieren nicht so schlimm, was interessiert mich zum Beispiel, was einer in Wladiwostok mit dem Bild macht.“

Heute ist es bedauerlicherweise mehr als üblich jeden Fotografen, der tapfer sein Geld mit seiner Arbeit verdient, gut beschäftigt ist, mehrfach veröffentlicht wurde und auch schon die eine oder andere Ausstellung hatte, als einen der bedeutendsten, führendsten und weltbekanntesten seiner Zunft hinzustellen, ‚Größen‘ von denen man aber oftmals nicht einmal den Namen kennt. Peter Lindbergh wird zu Recht als solcher in der Ausstellung vorgestellt, die auch den letzten Zweifler überzeugt, dass man es hier mit einem der Großen der Fotografenzunft zu tun hat.

 

Brigitte Henninges

 

Peter Lindbergh: From Fashion to Reality

Die Ausstellung läuft vom 13. April bis 27. August 2017

Im Taschen Verlag ist der Band „Peter Lindbergh. A Different Vision on Fashion Photography“ erschienen (Auf www.dasfotoporal.de in der Hitliste Fotobücher vorgestellt). Nur in der Münchner Kunsthalle ist das Werk inclusive mit dem von Peter Lindbergh signierten Jutebeutel zu haben.

 

Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung, Theatinerstraße 8, München

 

Nähere Informationen über Führungen und Begleitprogramm:

http://www.kunsthalle-muc.de

 

01.04.2017 - 12.07.2017
Fotoausstellung Salzburg . Die Foto-Arbeiten von Kai Kuss zeigen die Bucht von Almarien in Andalusien, die schon oftmals als Drehort von Filmen gedient hat. Kunst im Traklhaus auf der Festung Hohensalzburg stellt die Arbeiten von Kai Kuss aus. Bis 12. Juli 2017
...Klick zum Weiterlesen
Kai Kuss – San Lucar
Fotoausstellung Salzburg . Die Foto-Arbeiten von Kai Kuss zeigen die Bucht von Almarien in Andalusien, die schon oftmals als Drehort von Filmen gedient hat. Kunst im Traklhaus auf der Festung Hohensalzburg stellt die Arbeiten von Kai Kuss aus. Bis 12. Juli 2017

 

Der Fotograf Kai Kuss wurde in Hallein geboren und lebt und arbeitet heute in Salzburg. Kuss hat die Hochschule für angewandte Kunst in Wien besucht. Seine Erfahrungen konnte er unter anderem bei Auslandsstipendien des Landes Salzburg in Arizona und Mexiko sammeln. Er begann ab 1990, mit seinen vorwiegend fotografischen Werken an die Öffentlichkeit zu gehen.

 

Kunst im Traklhaus auf der Festung Hohensalzburg, Mönchsberg 34, Salzburg

29.03.2017 - 15.09.2017
Fotoausstellung Boltenhagen und Markneukirchen . An zwei Orten werden die Bilder „Sea & Sirens“ von Wim Westfield präsentiert, die weibliche Models zeigen, die nur ein Kleid aus Wasser tragen.
...Klick zum Weiterlesen
Wim Westfield – Sea & Sirens
Fotoausstellung Boltenhagen und Markneukirchen . An zwei Orten werden die Bilder „Sea & Sirens“ von Wim Westfield präsentiert, die weibliche Models zeigen, die nur ein Kleid aus Wasser tragen.

 

Models, die nur ein Kleid aus Wasser tragen, behaupten sich gegen hawaiische Brandungswellen, tauchen ohne Atemgerät in den Ozean hinab oder schwimmen nackt mit Haien in einer polynesischen Lagune.

Die Ausstellung Sea & Sirens des Fotografen Wim Westfield zeigt außergewöhnliche Fotos, die den Betrachter fesseln – von den atemberaubenden Wellen vor den Küsten von Maui, Oahu oder Kapstadt bis hin zu den sinnlichen Sirenen in der Tiefe des Meeres. Die Bilder vereinen die Energie des Wassers und die Ästhetik weiblicher Körper zu einem Fest für die Sinne.

 

 

Nach großem Erfolg in Dubrovnik, Zagreb, Hamburg, Frankfurt/M sowie in Skandinavien wird die Ausstellung Sea & Sirens ab Ende März 2017 gleich zwei Mal parallel in Deutschland zu sehen sein. Im Iberotel im Ostseebad Boltenhagen und in der Galerie Catgut im thüringischen Markneukirchenkann man die Bilder ein halbes Jahr bewundern.

Auf großformatigen Original-Fotografien zeigt der Künstler die eindrucksvollsten Wellen der Welt sowie die Anmut weiblicher Körper in Konfrontation mit der Kraft der Ozeane. Die Motive für die Ausstellung fotografierte Westfield während einer zehn Jahre dauernden Foto-Odyssee über die Meere der Welt.

Die Bilder der Ausstellung sind fotochemische Vergrößerungen, die im DiaSec-Verfahren hinter optischem Acrylglas versiegelt sind. Der Betrachter erlebt dadurch eine faszinierende optische Tiefenwirkung mit brillanten Farben.

Westfields Bilder werden in limitierter, nummerierter und handsignierter Auflage von jeweils sechs Exemplaren hergestellt und an Kunstsammler verkauft.

 

www.seaandsirens.com

 

Iberotel Boltenhagen: Ausstellungsdauer bis 15. September 2017

Catgut Markneukirchen, Ausstellungsdauer bis 29. Oktober 2017

 

 

 

 

26.01.2017 - 01.07.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ein ungewöhnliches Projekt präsentiert die DZ BANK Kunstsammlung mit den Bildern Nadelstreifen von Loredana Nemes. In fast zwei Jahren standen 70 Mitarbeiter der Bank vor der Kamera der Künstlerin und hat die Banker in etwas ungewöhnlichem Outfit auch wenn sie in ihrer Berufsuniform dem Anzug angetreten waren, aufgenommen. Ab 27. Januar 2017 bis Sommer 2017
...Klick zum Weiterlesen
Loredana Nemes: Nadelstreifen
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ein ungewöhnliches Projekt präsentiert die DZ BANK Kunstsammlung mit den Bildern Nadelstreifen von Loredana Nemes. In fast zwei Jahren standen 70 Mitarbeiter der Bank vor der Kamera der Künstlerin und hat die Banker in etwas ungewöhnlichem Outfit auch wenn sie in ihrer Berufsuniform dem Anzug angetreten waren, aufgenommen. Ab 27. Januar 2017 bis Sommer 2017

 Nemes, Loredana (*1972), Udo, 2016, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

„Eine Befragung mit der Kamera“ liegt den 27 Arbeiten der Ausstellung „ Loredana Nemes: Nadelstreifen“ zugrunde, die ab dem 27. Januar 2017 im Schaufenster DZ BANK Kunstsammlung zu sehen sein wird. 70 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen der Bank haben an dem Kunstprojekt teilgenommen. Die Serie „Nadelstreifen“ ist das mittlerweile siebte Projekt, an dem Mitarbeiter der DZ BANK unmittelbar beteiligt waren. Als Mitwirkende konnten sie einen Einblick in die Entstehung eines Kunstprojektes gewinnen, erlebten die Gedanken und Verwerfungen der Künstler mit und wurden selbst Teil dieses Prozesses.

In der dabei entstandenen Porträtserie „Nadelstreifen“ fotografiert die Künstlerin mit einer analogen Mittelformatkamera Bankmitarbeiter in ihrer Berufsuniform, dem Anzug. Doch spontan entstand die Idee, ihre Anzugsjacken von innen nach außen zu kehren, so dass der Futterstoff sichtbar wird. So wird das, was normalerweise versteckt ist, an die Oberfläche befördert.

 

 Nemes, Loredana (*1972), Philipp, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

 

Nemes, Loredana (*1972), Moritz 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe



Das lässt sich analog auf die abgelichteten Personen beziehen: Durch das Umkehren der Sakkos und der ihnen zumeist instinktiv zugeordneten Attribute werden verborgenen Seiten sichtbar und ins Bild gerückt. Loredana Nemes zeigte dabei ein tiefes Interesse am Menschlichen  und befragte die Personen vor der Kamera nach ihrem Sein, ihren Interessen, ihren Erfahrungen, ihren Gefühlen.

Gleichzeitig fühlt sich der Betrachter an die Malerei der Niederländer oder der italienischen Renaissance erinnert, denn die Künstlerin lässt mit den Jacken an historische Bildformen denken.

 

Nemes, Loredana (*1972), Andreas 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

Nemes, Loredana (*1972), Sebastian 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

Die Berliner Fotografin  Loredana Nemes, die 1972 in Sibiu in Rumänien geboren wurde und als 14-Jährige nach Deutschland kam, hat aus eigener Initiative gemeinsam mit 70 Mitarbeitern der DZ BANK ein fast zwei Jahre dauerndes Kunstprojekt realisiert.

„Diese Porträts vermitteln ein Erlebnis von tiefer Lebendigkeit. Ich freue mich, dass die Mitarbeiter in diesem beruflichen Umfeld, wo es gilt, die Form zu wahren, solch persönliche Haltungen zeigen. Das beeindruckende Projekt entwickelte sich mit der Bereitschaft beider Seiten, aufeinander zuzugehen und ist damit auch ein Sinnbild unserer Unternehmenskultur“, so Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung.

Die Künstlerin Loredana Nemes ist bereits mit drei Serien, die 37 Bilder umfassen, in der
DZ BANK Kunstsammlung vertreten. Aus der 30-teiligen Serie „Nadelstreifen“ wurden für die Sammlung nun weitere 27 Arbeiten erworben.

 

Schaufenster, DZ BANK Kunstsammlung, Cityhaus II, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

20.01.2017 - 30.06.2017
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017
...Klick zum Weiterlesen
lebenswelt | life-world
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017

 

Subjektive Alltagserfahrungen, zeitliche Abläufe in der Natur, die zwischenmenschliche Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Kunstwerke aus Japan. Die  japanischen Fotografin Rinko Kawauch (geboren 1972 in Shiga, Japan) ist in ihrem Heimatland eine bedeutende Künstlerin, die in Europa und den USA auch immer bekannter wird. In ihren Fotografien verwandelt sie Alltag oder Natur in etwas atemberaubend Neues. Aus der Serie „Ametsuchi“ zeigt die Ausstellung großformatige Fotografien. Reduzierte Landschaftsbilder von traditioneller Brandrodung thematisieren anhand der zerstörerischen, gleichzeitig verjüngenden Kraft des Feuers, das Verhältnis von Mensch, Natur, Zeit. Weiterhin werden aus der Serie „Illuminance“ kleine, intime Fotografien gezeigt. Hier widmet sich Rinko Kawauchi – basierend auf persönlichen Erfahrungen – sanft, teils auch verstörend, alltäglichen Dingen oder Tätigkeiten. Durch die Wahl der Ausschnitte und Perspektiven und den subtilen Einsatz von natürlichem Licht in Kombination mit oft durchscheinenden Farben hat Rinko Kawauchi in ihrer Fotografie eine ganz eigene Charakteristik und Sprache gefunden. Ihre Werkgruppen lassen den Betrachter die alltägliche Umwelt bewusster, weiter und mit veränderten Augen sehen.

 

Die zusammen mit den Fotografien gezeigten Skulpturen verstärken diese Empfindung. In einem in der Kunst eher ungewöhnlichen Medium – dem vielschichtig zu verarbeitenden Material Glas – gehen sie auf unmittelbare, subjektive Erfahrungen des Menschen ein. Die Daseinswelt von menschlichen Behausungen wird in einer dreiteiligen Installation von dem Architekten Tadao Ando dargestellt.

Der Titel der Ausstellung „lebenswelt | life-world“ ist eine Anspielung auf das gleichnamige Konzept in der Phänomenologie. Damit ist die Welt gemeint, wie sie unmittelbar und direkt in der Subjektivität des alltäglichen Lebens erlebt wird (Edmund Husserl). Diesen Ansatz, alltägliche Phänomene individuell aber auch in ihrem sozialen und kommunikativen Kontext (Jürgen Habermas) wahrzunehmen, visualisieren die für die Ausstellung ausgewählten Kunstwerke.

Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert Kunst und Wissenschaft. Sie wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung in München gegründet. Die Stiftung engagiert sich unter ihrem übergreifenden Programm "Kunst und Wissenschaft" ganz bewusst für das Spezielle, das Besondere oder auch das Vernachlässigte, Übersehene.

 

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München 

 

Die für die Ausstellung von der Stiftung angekauften Objekte der 21 Künstlerinnen und Künstler sind fast alle zum ersten Mal außerhalb Japans zu sehen.

 

 

Nutzungsbedingungen / AGB's   |   Presse   |   Impressum   |   Datenschutzerklärung   |   Haftungsausschluss