Fotoausstellungen

13.05.2017 - 20.08.2017
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen präsentiert die Arbeit der niederländischen Fotografin Viviane Sassen zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in einem großen deutschen Ausstellungshaus. Bis 20. August 2017
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Viviane Sassen – Umbra
Fotoausstellung Hamburg . Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen präsentiert die Arbeit der niederländischen Fotografin Viviane Sassen zum ersten Mal in einer Einzelausstellung in einem großen deutschen Ausstellungshaus. Bis 20. August 2017

 

Four Shoes 2005

 

Bekannt wurde Viviane Sassen durch ihre Farbfotografien, bei denen die Form am Rande der Abstraktion eine starke Rolle spielt. Die dargestellten menschlichen Körper werden in den Arbeiten zu Akteuren surrealer Szenerien. Einzelne Gliedmaßen scheinen ein Eigenleben zu führen und wirken oft wie abstrakte Skulpturen, die durch geschickt platzierte Spiegel in ihre Einzelteile zerlegt wurden. Mit ihrem sehr persönlichen und einzigartigen Stil setzte Viviane Sassen auch in der Modefotografie Akzente und hebt sich durch ihre emotionale Bildsprache von den weitgehend kommerziell ausgerichteten Modefotografen ab. In Werbekampagnen für weltbekannte Marken wie Stella McCartney, Adidas, Miu Miu, Hermès, Bottega Veneta oder Louis Vuitton bildet sie den kreativen, experimentellen und modernen Charakter der zeitgenössischen Mode ab.

 

 

Yellow Vlei, 2014

 

Das Haus der Photographie präsentiert mit der Werkserie UMBRA (lat. Schatten) das wohl persönlichste Werk der Künstlerin. Die Schau konzentriert sich auf das Spiel zwischen Licht und Schatten, ein besonderes Stilmittel Sassens. Charakteristisch  ist  außerdem das überspitzte  Kolorit,  das wiederum  tiefe Schatten hervorruft.  Der harte  Kontrast  zwischen Hell und Dunkel, zwischen Realismus und Abstraktion  wird  in UMBRA zur Metapher für widerstreitende Emotionen wie Angst und Begehren, Erinnerung und Erwartung, Fantasie und Illusion.

Die Ausstellung UMBRA ist in acht verschiedene Serien gegliedert, wobei jede einen eigenen Charakter aufweist  (TOTEM,  LARVAE,  HURTLING, REBUS, SOIL, CARBON,  AXIOM und AURA). Die Auswahl der eingesetzten Medien reicht dabei von Fotografie über Video, Zeichnungen und Lichtprojektionen bis hin zu Spiegeln. Die meisten dieser Werkreihen wurden explizit für die Werkschau UMBRA produziert. In einigen Teilen der Werkserie lassen sich Bezüge auf traditionelle,  abstrakte  Maler wie Kasimir Malewitsch  (Das schwarze Quadrat, 1915), Piet Mondrian oder Mark Rothko erkennen. Andere stehen in Beziehung zu literarischen, naturwissenschaftlichen und philosophischen Ansichten von Plato und Carl Gustav Jung bis hin zu der jungen niederländischen Schriftstellerin Maria Barnas, die eigens für UMBRA Gedichte verfasste.

 

In ihrer Ausstellung nimmt Viviane Sassen die Besucher mit auf eine Reise durch Licht und Schatten und integriert dabei sogar deren physische Präsenz in die Traumwelt, die sie mit UMBRA erschafft.

Viviane Sassen studierte Fashion Design bevor sie sich mit einem Fotografie-Studium in Utrecht und einem Master in Fine Arts in Arnheim der bildenden Kunst widmete. Ihre Arbeiten wurden weltweit ausgezeichnet und ausgestellt, darunter im Museum of Modern Art 2011 im Institute of Contemporary Art?und in The Photographer’s Gallery in London sowie im Fotomuseum Winterthur, der GP Gallery in Tokyo, der City Gallery in  Wellington,  Neuseeland und  im  Fotomuseum  Rotterdam.  Weiter  präsentierte  Sassen ihre Arbeiten  in der Ausstellung  „Encyclopedic  Palace“  auf der 55. Biennale 2013  in Venedig.  Die Deutsche Fotografische Akademie verlieh ihr 2015 für außergewöhnliche Leistung in der Fotografie die David- Octavius-Hill Medaille.

 

Haus der Photographie, Deichtorstraße 1-2, Hamburg

 

09.05.2017 - 08.07.2017
Fotoausstellung Köln . Den Schwerpunkt der Ausstellung legt die in focus Galerie auf Herbert Döring-Spenglers neuen Arbeiten, der „Diazetta“ Serie. Daneben werden auch ausgewählte Arbeiten seiner frühen Polaroid Werke der letzten 30 Jahre gezeigt. Bis 8.7.2017
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Herbert Döring-Spengler - Polaroid + Diazetta
Fotoausstellung Köln . Den Schwerpunkt der Ausstellung legt die in focus Galerie auf Herbert Döring-Spenglers neuen Arbeiten, der „Diazetta“ Serie. Daneben werden auch ausgewählte Arbeiten seiner frühen Polaroid Werke der letzten 30 Jahre gezeigt. Bis 8.7.2017

 

 

Schon lange setzt sich der Fotokünstler Herbert Döring-Spengler in seinen Fotografien mit dem Menschen und seiner Einbindung in die Welt und in die Gesellschaft auseinander. Die Fotografie ist dabei für ihn ein künstlerisches Mittel, das er in Überblendungen und Überarbeitungen mit den unterschiedlichsten Techniken immer wieder zu einer künstlerisch-malerischen Aussage verändert, die sich nun in den neuesten Entwicklungen in sogenannte Diazetten umgesetzt finden. Dabei werden verschiedene Bilder in Überblendungen zusammengefasst. Es entstehen Bildcollagen, die immer wieder bestimmte Situationen und historisch politische Ereignisse reflektieren. Diese Diazetten stehen den aus seinem Werk geläufigen Polaroidarbeiten gegenüber, in denen Döring- Spengler mit Überarbeitungen und Veränderungen die Einmaligkeit des Polaroids in die Einmaligkeit der künstlerischen Gestaltung überträgt und hier Bildnisse von Menschen in Situationen festhält, die gleichsam aus der eigentlichen Dokumentation heraus in eine überzeitliche Qualität gebracht werden.

 

 

 

In den Diazetta-Motiven wiederum erleben wir Herbert Döring-Spengler als einen ganz alltagsorientierten politisch denkenden Künstler, der sich zu unterschiedlichen Ereignissen der Weltgeschichte in neuerer Zeit mit diesen Arbeiten äußert. Sei es die erfolgreiche Wahl eines „Lautsprechers“ in Amerika oder der Brexit mit seinen Konsequenzen für die Börse, die aber letztlich Konsequenzen beinhaltet für die Menschen, die davon betroffen sind. Die Diazetten entwickeln sich durch die Überlagerungen und die Veränderungen im Sujet allerdings in ähnlichen Strukturen wie wir es von seinen Polaroidarbeiten kennen und zeigen uns eine Welt, wie sie uns täglich vor Augen tritt, in der alles mit allem vernetzt ist, alles von allem überlagert wird und sich eine Vielfalt und eine Vielfarbigkeit entwickelt, die manchmal den „Durchblick“ erschwert.

 

 

In focus Galerie, Hauptstraße 114, Köln

 

06.05.2017 - 28.05.2017
Fotoausstellung Dortmund . Sie sind wieder auf der Reise die 150 besten Bilder des World Press Photo Contests 2017. Eine der ersten Stationen weltweit ist im Kulturort Depot, wo zum sechsten Mal in Kooperation mit der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH die preisgekrönten Fotos präsentiert werden. 6. bis 28. Mai 2017.
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World Press Photo Ausstellung
Fotoausstellung Dortmund . Sie sind wieder auf der Reise die 150 besten Bilder des World Press Photo Contests 2017. Eine der ersten Stationen weltweit ist im Kulturort Depot, wo zum sechsten Mal in Kooperation mit der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH die preisgekrönten Fotos präsentiert werden. 6. bis 28. Mai 2017.

© 2016 Amber Bracken

 

Jedes Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation in einem internationalen Wettbewerb die besten Pressefotografien aus. In einer Wanderausstellung werden die preisgekrönten Fotos rund um den Globus gezeigt und ziehen mehrere Millionen Besucher an.

 

Foto Valery Melnikov

 

Alles was die Welt bewegt wird von Fotografen rund um die Welt in spektakulären  Aufnahmen festgehalten. Seien es die kriegerischen Auseinandersetzungen, Einblicke in die Flüchtlingsproblematik, seien es sportliche Höchstleistungen oder Naturbilder der faszinierenden Tier und Pflanzenwelt auf der Erde oder auf oder unter Wasser.  Fotoreportagen mit persönlichen Geschichten finden bei World Press Photo ebenso Beachtung wie soziale Brennpunkte. Da alle wichtigen nachrichtenbezogenen Ereignisse des Vorjahres abgebildet sind, bietet die Ausstellung außerdem einen Rückblick auf die Geschehnisse des vergangenen Jahres.

Das Hauptziel der World Press Photo Foundation ist die internationale Unterstützung und Förderung professioneller Pressefotografen. Beim World Press Photo Contest wurden in diesem Jahr insgesamt 45 Fotografen aus 25 Nationen ausgezeichnet. Die Auswahl wurde aus 80.408 Bildern von 5.034 Fotografen aus 125 Ländern getroffen.

Kulturort Depot e. V., Immermannstraße 29, Dortmund

 

05.05.2017 - 09.07.2017
Fotoausstellung Berlin . Wie stark Bilder unseren Eindruck von Personen und Situationen im Boulevardbereich ebenso wie in der Kunst und dem Zeitgeschehen prägen, zeigen die ausgewählten Werke von renommierten Fotografen, die der Martin-Gropius-Bau präsentiert. 5. Mai bis 9. Juli 2017
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Foto.Kunst.Boulevard
Fotoausstellung Berlin . Wie stark Bilder unseren Eindruck von Personen und Situationen im Boulevardbereich ebenso wie in der Kunst und dem Zeitgeschehen prägen, zeigen die ausgewählten Werke von renommierten Fotografen, die der Martin-Gropius-Bau präsentiert. 5. Mai bis 9. Juli 2017

 Andreas Mühe: Helmut Kohl am Brandenburger Tor

 

Die Ausstellung zeigt dokumentarische und inszenierte Fotografien, Zeitgeschichte und Alltag, Köpfe und Kurioses aus dem Boulevardjournalismus der letzten Jahre, alle im Auftrag der Bildzeitung fotografiert. Präsentiert werden 26 Fotografen und Fotografinnen: Lars Berg, Daniel Biskup, Michel Comte, Esther Haase, Attila Hartwig, Meiko Herrmann, Kiki Kausch, Tom Lemke, Kevin Lynch, Christoph Michaelis, Andreas Mühe, Konrad R. Müller, Peter Müller, Nigel Parry, Thomas Rabsch, Oliver Rath, Paul Ripke, Holde Schneider, Martin Schoeller, Florian Sommet, Andreas Thelen, Antoine Verglas, Wolfgang Volz, Ellen von Unwerth, Wolfgang Wilde, Frank Zauritz.

 

Daniel Biskup: Angela Merkel in Washington

 

Peter Müller: Lebensmut, Freetown 2010 

 

Es ist eine kleine Auswahl aus der Masse der Bilder, die uns tagtäglich das Wesen der Welt vermitteln. Längst ist die Fotografie des Boulevards auch Teil der Kulturgeschichte geworden und etliche Aufnahmen haben Eingang in unser kollektives Gedächtnis gefunden. Die Ausstellung zeichnet die Geschichte dieser Bilder nach – und mit ihr jene Geschichten, die jedes von ihnen erzählt.

 

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

05.05.2017 - 17.09.2017
Ausstellung München . Muss man in eine Ausstellung gehen, um die Bilder eines Fotografen kennenzulernen oder genügt nicht auch der Blick in ein Buch, ein Magazin oder ins Internet? Nein es genügt nicht, man muss in die Ausstellung – zumindest wenn es sich um Thomas Struth mit seinen Werken handelt, die im großen Rahmen im Haus der Kunst präsentiert werden. 5. Mai bis 17. September 2017
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Thomas Struth – Figure Ground
Ausstellung München . Muss man in eine Ausstellung gehen, um die Bilder eines Fotografen kennenzulernen oder genügt nicht auch der Blick in ein Buch, ein Magazin oder ins Internet? Nein es genügt nicht, man muss in die Ausstellung – zumindest wenn es sich um Thomas Struth mit seinen Werken handelt, die im großen Rahmen im Haus der Kunst präsentiert werden. 5. Mai bis 17. September 2017

 Helle Sonnenblume – N° 1, Winterthur 1991
Chromogenic print

84,0 x 66,0 cm
© Thomas Struth

 

Die bislang umfangreichste Präsentation des Werkes von Thomas Struth, einem der bedeutendsten deutschen Fotografen der Jetztzeit, stellt das Haus der Kunst vor. Gezeigt werden rund 130 Werke, zwei Videoinstallationen und eine Auswahl an Archivmaterial, die einen vollständigen Überblick über Struths künstlerische Entwicklung gibt.

„Malerei gab es schon vor Hunderten von Jahren, was konnte ich da noch tun – Fotografieren oder Malen? Ich bin ein ungeduldiger Mensch und fotografieren geht schneller“, begründet  Thomas Struth sein Tun. Dass er mit der Entscheidung die richtige Wahl getroffen hat, beweist sein Erfolg. Aber erst war es die Malerei , die er bei Gerhard Richter an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, bevor er in die Klasse für Fotografie von Bernd und Hilla Becher wechselte, die mit diesen Schülerjahrgang der deutschen Fotografiewelt eine ganz Reihe heutiger Stars wie Andreas Gürsky, Thomas Ruff oder Candida Höfer bescherte.

 

Crosby Street, Soho, New York 1978
Silver gelatin print

66,0 x 84,0 cm
© Thomas Struth

 

Tokamak Asdex Upgrade Periphery, Max Planck IPP, Garching 2009
Chromogenic print

109,3 x 85,8 cm
© Thomas Struth

 

Man bekommt nur einen ungenügenden Eindruck der Qualität der Arbeit von Thomas Struth, wenn man sie nicht großformatig an den Wänden präsentiert sieht, wie es jetzt im Haus der Kunst der Fall ist. Die Auswahl und Zusammenstellung ist dem Künstler und seinem Kurator Thomas Weski, ehemals stellvertretender Direktor vom Haus der Kunst, hervorragend gelungen. Wobei Thomas Struth gestand, dass er den Kurator mit der Arbeit über lange Strecken allein ließ. „Ich bin 62 und wollte mich einfach mal zurücklehnen.“

 

National Gallery 2, London 2001
Chromogenic print

148,0 x 170,4 cm
© Thomas Struth


Mit sicherer Hand geordnet hängen nun die Bilder in diversen Sälen und lösen Begeisterung aus. Dort findet man bekannte Serien wie „Straßen“, „Portraits“, „Museumsbilder“ oder „Paradise“. Die Architekturaufnahmen sind von einer bestechenden Klarheit, irgendwie sehr aufgeräumt, wie man sie in diesem Motivbereich sonst nicht sieht. Vom Werk  „New Pictures from Paradise“ kennen viele schon das ein oder andere Motiv, aber zu mehreren in einem der Säle gehängt, sind diese von undurchdringlichem  Grün des Dschungel oder dem üppigen Rot eienr  Blumenpracht einfach berauschend. Nicht zu vergessen ist das soziale Interesse von Struth, das sich bildlich vor allem in dem Raum zeigt, wo die Bilder hängen, die er für ein Krankenhaus in Winterthur fotografierte und die den Patienten bei der Genesung unterstützen sollten.

 

Im Haus der Kunst Bilder aus Paradise von Thomas Struth

 

Kyoko und Tomoharu Murakami, Tokio, 1991
Chromogenic print

105,5 x 126,0 cm
© Thomas Struth

 

 

Wer ist der Künstler, wo hat er veröffentlicht, welche Ausstellungen gehabt? Viele Fragen für die es in der Ausstellung noch mehr Antworten gibt.  Denn aus dem Archiv steht hier zahlreiches Material zur Ansicht, dass über Thomas Struth Auskunft gibt und auch den Prozess der künstlerischen Umsetzung bis zur Fertigstellung der Bilder vermittelt.

 

Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München

 

03.05.2017 - 31.07.2017
Fotoausstellung Köln . Schlüsselwerke aus der Sammlung Michael Horbach zeigt die Ausstellung sehnsucht |anhelomit rund 150 Arbeiten in der Kölner Michael Horbach Stiftung . Seit gut anderthalb Jahrzehnten sammelt Michael Horbach Fotografie, und er sammelt bewusst gegen den Strich. Die Ausstellung ist bis 31. Juli 2017 geöffnet.
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sehnsucht | anhelo
Fotoausstellung Köln . Schlüsselwerke aus der Sammlung Michael Horbach zeigt die Ausstellung sehnsucht |anhelomit rund 150 Arbeiten in der Kölner Michael Horbach Stiftung . Seit gut anderthalb Jahrzehnten sammelt Michael Horbach Fotografie, und er sammelt bewusst gegen den Strich. Die Ausstellung ist bis 31. Juli 2017 geöffnet.

Pierrot Men, o. T.
Madagascar, 2013


Michael Horbach als Initiator eines Kunst- und Kulturzentrums ist bekannt - unter anderem vergibt er alle zwei Jahre einen hoch dotierten Fotopreis sowie regelmäßig Aufenthaltsstipendien an junge Kreative vorzugsweise aus Lateinamerika. Weniger bekannt hingegen ist der Sammler Michael Horbach. Wobei er auch in dieser Rolle hauptsächlich junge, engagierte Kamerakünstler unterstützt. Seit gut anderthalb Jahrzehnten sammelt Michael Horbach Fotografie, und er sammelt bewusst gegen den Strich. Nicht die jeweils aktuellen Trends, hoch gehandelten Namen, klingenden Ismen oder gar „sicheren Werte“ sind es, die ihn interessieren. Michael Horbachs Leidenschaft zielt auf Positionen, die man einer – im weitesten Sinne – modernen, zeitgemäßen „Photographie humaniste“ zuordnen könnte. Im Kern zielt Michael Horbachs Passion auf vorzugsweise schwarzweiße Bilder, auf Arbeiten, die die Balance wahren zwischen formal-ästhetischer Exzellenz und einer humanistischen Botschaft – kurz auf Bilder, die sich mit den großen wie alltäglichen menschlichen Seinsfragen auseinandersetzen und zugleich als „große stille Bilder“ (Norbert Bolz), als wichtige, überraschende, gut gesehene Bilder überzeugen.

 

Flor Garduño, Músico en la nada
Escoma, Bolivia, 1990

 

Erstmals gibt nun eine umfangreiche Ausstellung in den Räumen der Michael Horbach Stiftung Einblick in diesen Teilbereich der privaten Kollektion des Kölner Sammlers. Ab 1. Mai  zeigen die Kunsträume in der Wormser Straße rund 150 Arbeiten von 24 Künstlern, darunter bekannte Fotografen wie Alberto Korda, Sebastião Salgado, Christina García Rodero oder Flor Garduño, aber auch in Europa praktisch unbekannte jüngere Positionen mit Namen wie Juan Carlos Alom, Raúl Cañibano Ercilla, Arien Chang Castán oder Alfredo Sarabia. Was die Künstler verbindet, sind Neugier, ein ausgeprägtes Interesse an sozialen Phänomenen, ein teilnehmender Blick sowie eine ganz eigene, dabei suggestive Bildsprache. Mit Beat Presser (Schweiz), Pep Bonet (Spanien), Jan Grarup, (Dänemark), Thomas Dorn oder Frank Gaudlitz (Deutschland) sind auch europäische Fotografen mit ihrer Sicht auf Afrika oder Lateinamerika vertreten. Zugleich liegt der Schwerpunkt der Schau auf den fotografischen Kulturen Kubas und Lateinamerikas, auf Künstlern deren besonderer Zugriff auf die Welt bereits der legendären Schweizer Ausstellungsmacherin Erika Billeter aufgefallen war. Bilder aus Lateinamerika seien – so Billeter – immer ohne Umschweife erfasste „Dokumente der Menschlichkeit“. Nicht zufällig trägt ihre 1994 erschienene Anthologie lateinamerikanischer Fotografie den Untertitel „Canto a la Realidad“. Die Fotografen Lateinamerikas experimentieren nicht, sagt Billeter, „sie sehen.“

Ausdrücklich verfolgt Michael Horbach mit seiner Ausstellungs- wie Sammeltätigkeit ein kulturelles ebenso wie ein soziales Anliegen. Ein Stück Aufklärung kommt hinzu. „Viele der Fotografien wecken in mir Fernweh“, beschreibt Michael Horbach seine Affinität zu bestimmten Aufnahmen. „Sehnsucht nach fernen Ländern und den Menschen dort. Nach den so ganz anderen Farben, dem Licht und den Gerüchen. Nach einem einfachen und normalen Leben – aber auch Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit. Durch meine Sammlung will ich einer Haltung Ausdruck geben, eine Botschaft verkünden: Lasst uns über den eigenen Tellerrand gucken – was heute nötiger ist, denn je. Lernen wir von fremden Kulturen! Sehen wir ihren Reichtum – trotz der materiellen Armut!“

 

 

Begleitend erscheint im Kehrer Verlag ein vom Berliner Designer Detlev Pusch ideenreich gestaltetes Buch, herausgegeben und mit einem Essay von Hans-Michael Koetzle: sehnsucht – anhelo: Sammlung Michael Horbach (180 Seiten, gebunden, 115 Abbildungen).

Michael Horbach Stiftung, Wormser Straße 23, Köln

 

 

29.04.2017 - 28.05.2017
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung Impressum zeigt sechs fotografischen Positionen von Absolventinnen und Absolventen der Neuen Schule für Fotografie. Die Arbeiten von Leo Braun, Lukas Becker, Loïc Laforge, Ilja Niederkirchner, Julia Novy und Julian Slagman eint der persönliche Blick auf seine Protagonisten.
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Impressum Abschlussausstellung #21
Fotoausstellung Berlin . Die Ausstellung Impressum zeigt sechs fotografischen Positionen von Absolventinnen und Absolventen der Neuen Schule für Fotografie. Die Arbeiten von Leo Braun, Lukas Becker, Loïc Laforge, Ilja Niederkirchner, Julia Novy und Julian Slagman eint der persönliche Blick auf seine Protagonisten.

 

 

Foto Leo Braun

 

Der Titel Impressum, lateinisch für "Hineingedrücktes" oder "Aufgedrücktes", steht für den Teil einer Publikation, der Angaben über die Herkunft macht und die Verantwortlichen benennt. Mit der Wahl dieses Titels wollen die Studierenden ihre Autorenschaft betonen und auf die Identifikation und Empathie ihrer Blicke und ihre künstlerische Praxis verweisen.

Leo Brauns Bilder seines Großvaters "Willi" zeigen leicht überzeichnet und großformatig eine Beziehung, in der sein Großvater wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint.  Details in Form eines Brillenetuis oder eines gehäkelten Kissens offenbaren seine Einsamkeit.

 

Dem Geheimnis der Liebeserfahrung darf in der Serie "The only thing that matters" von Ilja NIederkirchner beigewohnt werden. Durch die Begegnung mit ihren Ängsten, Sehnsüchten und körperlichen Begehren verändert sich das Beisammensein der Liebenden miteinander.

In der Arbeit "The Escape" von Julia Novy erhalten vermeintlich gewöhnliche Momente Achtsamkeit mittels Fotografie. Das Schwimmengehen in einem See bringt sie den Betrachtern auf eine anteilnehmende Art und Weise filmisch und fotografisch näher.
Loïc Laforge beobachtet in seiner Arbeit "Touche d´espoir" eine politische Gemeinschaft und gibt einen Einblick in das Leben von palästinensischen Kindern.

 

Bild Lukas Becker



Lukas Becker berichtet in seiner Serie "Freunde der Nacht" vom Zusammenhalt einer Gemeinschaft der Gotic-Szene, die sich über Musik und eine gemeinsame Lebenseinstellung definiert.


Die assoziative Arbeit "Vergissmeinnicht" von Julian Slagman erzählt in ähnlicher Manier von der Nähe zur Amateurfotografie, in der die Fotografie als Mitglied der Familie und als gemeinschaftsbildend verstanden wird.

 

Bild: Julian Slagman

 

Neue Schule für Fotografie, Brunnenstr. 188-190, Berlin

 

29.04.2017 - 01.09.2017
Fotoausstellung Berlin . Im Rahmen des Gallery Weekend 2017 stellt Kicken Berlin das Werk von Sibylle Bergemann, eine der bekanntesten Fotografinnen der früheren DDR vor. Ihre Bilder geben Zeugnis vom Status quo der 1970er und -80er Jahre in Ostdeutschland und den Veränderungen der Nachwendezeit.
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Der Rand der Welt. Sibylle Bergemann in Dialogue
Fotoausstellung Berlin . Im Rahmen des Gallery Weekend 2017 stellt Kicken Berlin das Werk von Sibylle Bergemann, eine der bekanntesten Fotografinnen der früheren DDR vor. Ihre Bilder geben Zeugnis vom Status quo der 1970er und -80er Jahre in Ostdeutschland und den Veränderungen der Nachwendezeit.

Sibylle Bergemann
Berlin, Palast der Republik, 1987
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



Die Ausstellung „Der Rand der Welt. Sibylle Bergemann in Dialogue“ das  Werk der Fotografin im Dialog mit ihren ostdeutschen Zeitgenossen, Freunden und Wegbegleitern wie Ursula Arnold, Arno Fischer, Harald Hauswald, Ute und Werner Mahler, Roger Melis, Helga Paris, Sabine Peuckert, Evelyn Richter und Gundula Schulze Eldowy. Die einfühlsame Darstellung von Menschen und Orten jenseits stereotyper Sichtweisen vereint die Protagonisten der Schau.
Charakteristisch für Sybille Bergemann (1941-2010) sind ihre behutsame Annäherung  an die ostdeutsche Lebensrealität und ihre unverwechselbare, subjektive Sicht, die der Realität immer neue poetisch-surreale Bilder abgewonnen  hat. Bergemann lernte die Fotografie ab Mitte der 1960er Jahre von ihrem späteren Mann Arno Fischer. Virtuos beherrschte sie die verschiedenen Genres, ob Porträt und Landschaft, Mode und Reportage. Seit den 1970er Jahren arbeitete sie für renommierte Kulturzeitschriften wie Sonntag, Das Magazin oder Sibylle.

 

Sibylle Bergemann
Mitte, Augusttraße, 1967
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



Die Stadtlandschaft in Berlin ist ein zentrales Element  in Bergemanns  Werk.  Sowohl die Prestigeobjekte und zentralen Orte der ostdeutschen Stadtplanung, die Plattenbauten, der Palast der Republik, wie auch  das von den Spuren der Geschichte gezeichnete Berlin-Mitte inszenierte Bergemann auf unvergleichliche  Weise. Ihr Interesse galt dem „Rand der Welt“, wie sie selbst sagte, dem Unverwechselbaren und Rätselhaften jenseits der Konformität.

Zur Wendezeit rückt auch die zuerst  trennende und bald verbindende  Stadtgrenze, die Mauer,  in den Blick der Fotografin. Einen besonderen Werkkomplex  stellen die Fensterbilder dar, denen 2011 posthum  ein eigenes  Buch gewidmet  war.  Als  Bild  im Bild  sind  sie  zugleich  Lebenszeichen   wie abstrakte Kompositionen. Sie bezeugen Gegenwart und Vergangenheit, Vielfalt und Verfall.

Zu Bergemanns subjektiver Weltsicht gesellen  sich weitere Protagonisten der ostdeutschen Fotografie. Ursula Arnold und Evelyn Richter, beide ein gutes Jahrzehnt älter  als Sibylle Bergemann, gehörten mit Arno Fischer zu den ersten ostdeutschen Fotografen, die der offiziellen Sichtweise ihre sozial  engagierte,  persönliche  Sichtweise  gegenüberstellten  und damit  ins  kollektive Gedächtnis eingingen. Arno Fischer prägt ikonische Bilder der Gegenwart vor dem Mauerbau in Ost- und West- Berlin und bindet die in ihnen sichtbare  Geschichte  der Stadt  in beiläufigen  Beobachtungen  ein. Fischer, Bergemann, Roger Melis u.a. fanden sich in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre in der 1969 so benannten  Gruppe „Direkt“ zusammen,  die für eine engagierte  und unabhängige  künstlerische Bildsprache stand.

 

Sibylle Bergemann
Miss Albena, Berlin, 1985
copyright Nachlass Sibylle Bergemann; Ostkreuz
Courtesy kicken Berlin und Look Galerie



In dieser Tradition  arbeiten auch Harald Hauswald und Ute und Werner Mahler (wie Sibylle Bergemann 1990 Gründungsmitglieder der Agentur Ostkreuz). Sie haben  in ihren Reportagen und Projekten die andere, nicht-offizielle Seite Ostdeutschlands ebenso teilnehmend wie präzise ins Bild gesetzt.  Menschen  und Orte stehen  im Zentrum von Helga  Paris’  Auseinandersetzung  mit dem Alltag in der DDR. Gundula Schulze Eldowy offenbart Einsamkeit, Verletzlichkeit, aber auch Würde und Selbstbewußtsein der Menschen am Rand der Gesellschaft in schonungsloser Offenheit. Sabine Peuckert hat als bildende  Künstlerin die historische Substanz der Straßen in Berlin-Mitte festgehalten, die sie parallel auch in ihren Zeichnungen zeigt.

Die Ausstellung Der Rand  der  Welt. Sibylle Bergemann  in  Dialogue  ist Teil eines umfassenden Werküberblicks an drei Orten in Kooperation mit dem Nachlass Sibylle Bergemann  und der Loock Galerie.  Dort  sind  ab  dem 28.  April unter dem Titel Sibylle  Bergemann.  Frauen.  Und in Farbe Farbaufnahmen der 1990er Jahre und Frauenporträts zu sehen. Parallel wird ab dem 29. April in den Reinbeckhallen Berlin die retrospektive Werkschau Sibylle Bergemann  gezeigt.

Kicken Berlin, Liniensraße 161A, Berlin

www.kicken-gallery.com

29.04.2017 - 02.07.2017
Fotoausstellung Berlin . C/O Berlin widmet dem 89-jährigen amerikanischen Fotografen eine umfangreiche Retrospektive. Die Ausstellung zeigt nicht allein William Kleins der Blick auf die Städte New York, Moskau, Rom oder Tokio, sondern stellt ihn auch als Transformer zwischen den Medien Fotografie und Film vor.
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William Klein . Photographs and Films
Fotoausstellung Berlin . C/O Berlin widmet dem 89-jährigen amerikanischen Fotografen eine umfangreiche Retrospektive. Die Ausstellung zeigt nicht allein William Kleins der Blick auf die Städte New York, Moskau, Rom oder Tokio, sondern stellt ihn auch als Transformer zwischen den Medien Fotografie und Film vor.



Club Allegro Fortissimo, Paris, 1990, painted contact 2001
copyright William Klein

 


William Klein, 1928 in New York als Sohn immigrierter ungarischer Juden geboren, reist nach eine Soziologiestudium 1947 als GI nach Europa, wo Paris sein Lebensmittelpunkt wird. Nach der Beschäftigung mit der Malerei interessiert er sich zunehmend für Fotografie und Film. Er führt ein fotografisches Tagebuch und arbeitet mit Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini und Louis Malle an Filmprojekten. Bis 1965 ist er als Modefotograf für die Vogue tätig. Die Titel seiner Fotobücher wie New York, 1956, Rom, 1959, Moskau, 1964, In & Out of Fashion, 1994, Close Up, 1989, Paris + Klein, 2002, sind zu festen Bestandteilen der Nachkriegsgeschichte der internationalen Fotografie geworden. Daneben entstehen über 20 Spiel- und Dokumentarfilme, u.a. Mr. Freedom, 1969, Muhammad Ali, the Greatest, 1964-74, die viel von seinem politischen Engagement und Interesse am Zeitgeschehen zeigen. Sowohl in seiner Street Photography als auch in seinen späteren Filmen setzt Klein sich für die Rechte der Afroamerikaner ein und porträtiert Persönlichkeiten wie Muhammad Ali, Little Richard und Eldridge Cleaver.
Die Ausstellung umfasst rund 300 Exponate – große Tableaus, Vintageprints, Kontaktbögen, Bücher und Magazine sowie Filme. Sie setzt sein fotografisches und filmisches Werk in Bezug, das in den vergangenen 60 Jahren entstanden ist. Mit seinem einzigartigen Stil ist Klein Vorbild und Inspirationsquelle für viele junge Fotografen und Filmemacher.

 

Georgian shows his son in front of the universityy, Moscow 1960
copyright William Klein



William Kleins berühmteste Arbeit ist das Fotobuch New York 1954-1955, für das er Mitte der 1950er Jahre in seine Heimatstadt zurückkehrt. Er will die Stadt neu erfassen – subjektiv, intuitiv und mit unerwarteten Perspektiven. Schließlich porträtiert er die boomende Metropole, die Stadt von Coca Cola, großen Autos und blinkenden Reklametafeln als einen dunklen, rauen und bedrückenden Ort.
Auch als Modefotograf arbeitet Klein stets am Rande konventioneller Beschränkungen. Er testet neue Bildsprachen und kehrt die Verhältnisse des fo-tografischen Prozesses kreativ um. Für Klein ist das Medium Fotografie ein Experimentierfeld, in dem er sich frei fühlt. Wie Malereien auf Leinwand gestaltet er lichtempfindliche Oberflächen von Fotopapier als Fotogramme. Er fängt dazu das Licht mit der Kamera fotografisch ein oder fotografiert gleichzeitig in Langzeitbelichtungen den Lichtstrahl einer Taschenlampe und ein Modebild.

 

Aleksandra Yablochkina, Russian's Sarah Bernhardt, Moscow 1960
copyright William Klein



Als er die Modefotografie 1965 hinter sich lässt, sagt er nicht ohne Stolz, dass seine Fotos sicher die mit Abstand unpopulärsten seien, die jemals in der Vogue veröffentlicht wurden. Seine Filme Qui êtes-vous, Polly Maggoo? (1966) und später Mode in France (1984) sind satirische Kommentare auf die Modewelt.

Die Titel der Fotobücher von William Klein wie New York, 1956, Rom, 1959, Moskau, 1964, In & Out of Fashion, 1994, Close Up, 1989, Paris + Klein, 2002, sind zu festen Bestandteilen der Nachkriegsgeschichte der internationalen Fotografie geworden. Daneben entstehen über 20 Spiel- und Dokumentarfilme, u.a. Mr. Freedom, 1969, Muhammad Ali, the Greatest, 1964-74, die vielfach von seinem politischen Engagement und Interesse am Zeitgeschehen geprägt sind.

 

Dorothy + light gung, Paris 1962
copyright William Klein



William Klein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Prix Nadar, dem International Photography Award und dem Lucie Award for Lifetime Achievement.



C/O Berlin . Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24 , Berlin



27.04.2017 - 23.08.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . In einer großen Überblicksausstellung zeigt das Städel Museum ehemalige Schüler der legendären Becher-Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, die es als Fotografen zu Ruhm und Ehren gebracht haben: Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hu?tte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich. 27. April bis 13. August 2017
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Fotografien werden Bilder
Fotoausstellung Frankfurt am Main . In einer großen Überblicksausstellung zeigt das Städel Museum ehemalige Schüler der legendären Becher-Klasse an der Düsseldorfer Kunstakademie, die es als Fotografen zu Ruhm und Ehren gebracht haben: Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hu?tte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich. 27. April bis 13. August 2017

 

Andreas Gursky (*1955)
Paris, Montparnasse, 1993 (vor 2003)
Chromogener Farbabzug, 207 x 422 cm
Leihgabe des Ku?nstlers / Courtesy Spru?th Magers
© Andreas Gursky; VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Courtesy Spru?th Magers

 

Anhand von rund 200 Fotografien geht die Ausstellung der Frage nach, welchen Einfluss Bernd und Hilla Becher auf ihre Studentinnen und Studenten an der Düsseldorfer Kunstakademie ausu?bten. Was eint bzw. trennt die Arbeiten der Schülerinnen und Schu?ler von ihren Lehrern? Gibt es u?berhaupt so etwas wie eine Becher-Schule oder haben wir es ‚nur’ mit einer Gruppe sehr erfolgreicher Fotografinnen und Fotografen zu tun, die in einem besonders günstigen historischen Moment am ‚richtigen Ort’ studiert haben?

 

 

Bernd (1931–2007) und Hilla Becher (1934–2015)
Gutehoffnungshu?tte, Oberhausen, Ruhrgebiet, 1963
Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, 75,3 x 91,4 cm
Art Collection Deutsche Börse
Deutsche Börse Photography Foundation
© Estate Bernd & Hilla Becher

 

 

Die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ nimmt das Werk des Künstlerpaares als Ausgangspunkt, um die radikale Veränderung im Umgang mit dem Medium der Fotografie, die sich ab den 1980er- und vor allem in den 1990er-Jahren in den Arbeiten der Becher-Schüler manifestiert, aufzuzeigen und ihre kunsthistorische Tragweite bis in unsere Gegenwart zu untersuchen. Zu sehen sind großformatige Hauptwerke sowie zentrale Frühwerke der wohl einflussreichsten deutschen Fotografengeneration.

 

 Candida Höfer (*1944)
Bibliothèque Nationale de France Paris XIII 1998, 1998
Chromogener Farbabzug, 155 x 215 cm
Art Collection Deutsche Börse
Deutsche Börse Photography Foundation
© Candida Höfer, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Jörg Sasse (*1962)
7341, 1996
Chromogener Farbabzug, 93 x 150 cm
DZ BANK Kunstsammlung im Städel Museum
© Jörg Sasse; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Thomas Ruff (*1958)
Porträt (G. Benzenberg), 1985
Chromogener Farbabzug, 41 x 33 cm
Leihgabe des Ku?nstlers
© Thomas Ruff; VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Die Studentinnen und Studenten der ersten von vielen aufeinanderfolgenden Becher-Klassen an der Düsseldorfer Kunstakademie haben die Kunst unserer Gegenwart in Bezug auf ihre ästhetischen, medialen und ökonomischen Rahmenbedingungen elementar verändert. Sie prägten nicht nur die Fotografie in den 1990er-Jahren auf internationaler Ebene in entscheidendem Maße, sondern bestimmten zugleich den Stellenwert und die Wahrnehmung der künstlerischen Fotografie allgemein vollkommen neu. Ihre Werke sind Ausdruck einer selbstbewussten Emanzipation derFotografie als künstlerisches Medium und reflektieren zugleich jenen – nicht nur digitalen – Moment, in dem sich die medialen Grenzen auflösen.

Gefördert wird die Präsentation durch die DZ BANK AG.

 

Städel Museum, Schaumainkai 63, Frankfurt

 

22.04.2017 - 02.06.2017
Ausstellung Köln . Politisch, feministisch, innovativ das beschreibt die Künstlerin Ulrike Rosenbach. Priska Pasquer widmet der documenta-Teilnehmerin der Jahre 1977 und 1987 eine breit angelegte Überblicksausstellung mit Videos, Medieninstallationen, Fotografien, Zeichnungen, Collagen und Arbeiten auf Papier von 1969 bis heute. Bis 2. Juni 2017
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Ulrike Rosenbach – Art Meets Feminism No. 1
Ausstellung Köln . Politisch, feministisch, innovativ das beschreibt die Künstlerin Ulrike Rosenbach. Priska Pasquer widmet der documenta-Teilnehmerin der Jahre 1977 und 1987 eine breit angelegte Überblicksausstellung mit Videos, Medieninstallationen, Fotografien, Zeichnungen, Collagen und Arbeiten auf Papier von 1969 bis heute. Bis 2. Juni 2017

 

Ulrike Rosenbach
Zeichenhaube, 1973
Video Still
© Ulrike Rosenbach, courtesy | PRISKA PASQUER, Cologne

 

 

In über 45 Jahren hat Ulrike Rosenbach, die Pionierin der Aktions-, Performance- und Video-Kuns,t ein OEuvre geschaffen, dessen radikale Modernität gerade heute neu diskutiert wird. Zukunftsweisend ist auch ihre künstlerische Arbeit in Netzwerken. Bereits 1969 hatte Rosenbach als Studentin von Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie eine Künstlerinnengruppe gegründet, die Kontakte zur amerikanischen Women’s-Liberation-Szene hatte. 1970 wurde sie von Lucy Lippard zur ersten großen amerikanischen Kunstausstellung „1000 miles from here“, an der ausschließlich Künstlerinnen beteiligt waren, eingeladen.

 

 

Ulrike Rosenbach
Art is a criminal action, 1969-70
© Ulrike Rosenbach, courtesy | PRISKA PASQUER, Cologne

 

 

Ulrike Rosenbach
Salto Mortale, 1977/2009
object photography
© Ulrike Rosenbach, courtesy | PRISKA PASQUER, Cologne

 

Priska Pasquer, Albertusstraße 18, Köln

20.04.2017 - 03.07.2017
Fotoausstellung Berlin . Witz, Charme und Phantasie zeichnen die Motive von Juergen Teller aus, dessen ungeschönte Selbstinszenierungen sofort den Blick auf sich ziehen. Der Martin-Gropius-Bau stellt eine Vielzahl seiner Bilder und Serien aus. Bis 3. Juli 2017
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Juergen Teller – Enjoy Your Life!
Fotoausstellung Berlin . Witz, Charme und Phantasie zeichnen die Motive von Juergen Teller aus, dessen ungeschönte Selbstinszenierungen sofort den Blick auf sich ziehen. Der Martin-Gropius-Bau stellt eine Vielzahl seiner Bilder und Serien aus. Bis 3. Juli 2017

Juergen Teller
Emanuele Mascioni,
Plates/Teller No.5, 2016
© Juergen Teller

 

„Was mich letztlich einzig und allein interessiert, ist die Interaktion zwischen zwei Menschen. Einer von denen bin ich, der Fotograf. Und wenn mich diese Begegnungen berühren, dann ist es gut“, so Juergen Teller zu seiner Fotografie, für die er mit seinem sehr eigenen Gespür für Personen, Situationen, Milieus und Klischees er scheinbar ganz einfach Bildkompositionen schafft. 

 

Juergen Teller
Irene, Ilka, Karoline & Gisela Teller
at Bundeskunsthalle Bonn 2016
© Juergen Teller

 

In Modekampagnen für namhafte Label versetzt er Schauspieler, Supermodels, Popstars oder andere Prominente in neue, teils irritierende visuelle Zusammenhänge.  Andere Werkgruppen und Reportagen sind autobiografisch geprägt und zeigen als subjektive Dokumentationen die Auseinandersetzung mit seiner Jugend und Heimat.

 

Juergen Teller
Self portrait, London 2015
© Juergen Teller

 

 

Juergen Teller fordert von seinen Modellen die Bereitschaft zum Unverfälschten und Ungeschönten, so, wie sein unermüdlicher, ehrlicher, neugieriger, offener und unverstellter Blick auf das Motiv auch beim Betrachter Toleranz und Neugier voraussetzt. Er agiert wie ein Regisseur mit seiner Kamera, mit dem Set, den Requisiten und vor allem den Protagonisten seiner Bilder. So ist nachzuvollziehen, dass auch andere Personen den Auslöser der Kamera betätigen, wenn er selbst zum Modell seiner Inszenierungen wird. „Alles ist im weitesten Sinne eine Art Selbstporträt. Es ist einfach die Art, wie Du die Dinge siehst, und wie gewisse Dinge Dich neugierig machen und Dich einfach mitreißen.“, so Teller.

Nachdem er – aus einer Instrumentenbauerfamilie stammend – seine Bogenmacherlehre aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste, studierte er an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München und zog 1986 als freier Fotograf nach London. Dort begann er für Musik-, Zeitgeist- und Modemagazine zu fotografieren und wurde 1991 bekannt, als er die Band Nirvana auf ihrer Nevermind Release-Tour begleitete und seine sensiblen Fotos des schüchternen Frontmannes Kurt Cobain veröffentlicht wurden.

 

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Berlin

 

13.04.2017 - 27.08.2017
Fotoausstellung München . Ob er Supermodels oder Courturiers fotografierte, ob er Choreografen und Tänzer vor der Kamera hatte, immer strahlen die Abgebildeten in Peter Lindberghs Bilder Natürlichkeit und Eleganz aus. In der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung ist nun das facettenreiche Werk des Fotografen vom 13. April bis 27. August 2017 zu sehen.
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Peter Lindbergh: From Fashion to Reality
Fotoausstellung München . Ob er Supermodels oder Courturiers fotografierte, ob er Choreografen und Tänzer vor der Kamera hatte, immer strahlen die Abgebildeten in Peter Lindberghs Bilder Natürlichkeit und Eleganz aus. In der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung ist nun das facettenreiche Werk des Fotografen vom 13. April bis 27. August 2017 zu sehen.

Zur Ausstellung in der München Kunsthalle: von links:
Roger Diederen, Thierry- Maxime Loriot, Peter Lindbergh und Emily Ansenk

 

 

„München ist eine so schöne Stadt, ich kann mir nicht vorstellen, dass hier früher normale Menschen gewohnt haben, das waren sicher alles Prinzen“, freut sich Peter Lindbergh bei seinem München-Besuch zur Eröffnung seiner Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung. Und für Schönheit hat Lindbergh einen Blick  - nicht für das Glatte überschminkte wie es in der Mode – und Glamourwelt meist zu sehen ist, sondern für eine natürliche Schönheit, „ Es geht nicht darum Frauen zu verunstalten, sondern sie zu lassen wie sie sind. Man nennt das natürlich und echt. Wenn man Frauen fotografiert muss man überlegen wie die aussehen. Mit Photoshop kann man jede menschliche Regung ausschalten“, sagt Lindbergh. In einem Interview erklärte er 2014: „Darin sollte heute die Verantwortung der Fotografen liegen: Frauen und letztlich jedermann vom Terror des Jugend- und Perfektionswahns zu erlösen.“

 

Charlotte Rampling, Paris, 1987
Vanity Fair
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris
/ Gagosian Gallery)

 

Gerade seine Bilder der Größen aus der Mode- und Filmwelt wie Kate Moss, Milla Jovovich oder Tatjana Patitz zeigen, dass er die Frauen, so liebt wie sie sind. Auf die Frage welches nun bei seinen zahllosen Produktionen sein liebstes Modell war, kommt nur ein Schmunzeln. Nein, das verrät er nicht, möchte er die vielen, vielen anderen doch nicht vor den Kopf stoßen.

 

Die Ausstellung


White Shirts: Estelle Léfebure, Karen Alexander, Rachel Williams, Linda Evangelista,
Tatjana Patitz & Christy Turlington, Malibu, 1988
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)



Die Ausstellung mit der sich Kurator Thierry-Maxime Loriot und auch die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung alle Ehre machen, zeigt über 220 Fotografien zu denen ebenso seine ikonischen Bilder wie auch bisher unveröffentlichte Fotografien und weiteres, nie gezeigtes Material gehören darunter persönliche Notizen, Storyboards, Requisiten, Polaroids, Kontakt-Abzüge, Filme und großformatige Drucke. Diese umfassende Zusammenstellung der Arbeit von Peter Lindbergh wurde nur möglich, weil der Fotograf Thierry-Maxime Loriot uneingeschränkten Zutritt zu seinem Archiv ermöglichte. Eingeteilt ist die Ausstellung, die sich über mehrere Säle erstreckt, in Themen, die abwechslungsreich unterschiedlich gestaltet präsentiert werden, sei es in großformatig gerahmten Ansichten oder direkt an die Wände ungerahmt vorgestellter Motive.

 

 

Tribute to Nijinski (Kristen McMenamy), New York, 1993
Harper’s Bazaar
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)
Valentino, Spring/Summer 1993

 

Themen sind „Tanz“, „Die Dunkelkammer“, „Das Unbekannte“, „Silver Screen“ und „Ikonen“. Neben den Kultfotos der 1990er-Jahre werden in dem Kapitel „Supermodels Interviews und Fotografien von der Wiedervereinigung der Supermodels (veröffentlicht in der italienischen Vogue im September 2015) gezeigt, die deutlich machen, dass sie auch 25 Jahre später nichts von ihrer Schönheit und ihrer ausdrucksstarken Persönlichkeit verloren haben.

Das Thema „Zeitgeist“ lässt die Einstellung Peter Lindberghs zu den rigiden Konventionen des Modebusiness aufleuchten. Seine humanistische Haltung zeigen beispielweise Serien wie „Give Peace a Chance“ mit Models bei einer inszenierten Antikriegsdemonstration, die er 2004 für Harper’s Bazaar gestaltete.

 

 

Michaela Bercu, Linda Evangelista & Kirsten Owen, Nancy, 1988
Comme des Garçons advertising campaign,
S/S 1988
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)

 

Als Erster nutzte Lindbergh Modefotografie, um Geschichten zu erzählen, präsentiert unter dem Thema „Das Unbekannte“ Oftmals gleichen seine Fotogrien Film-Stills. Gezeigt wird u.a. seine berühmte Serie von 1990 mit dem dänischen Model Helena Christensen und der Schauspielerin Debbie Lee Carrington.

In „Silver Screens“ werden Lindberghs stilistische Inspirationen u.a. in der Ästhetik der internationalen Filmavantgarden der 1920er- bis 1950er-Jahre klar wie die Maschinenräume aus Fritz Langs Metropolis. Außerdem nutzt er immer wieder schroffe Industriearchitektur als Setting, wie er sie in seiner Kindheit und Jugend in Duisburg erlebt hatte.

 

Milla Jovovich, Paris, 2012
Vogue Italia
With crystals from Swarovski
© Peter Lindbergh (Courtesy of Peter Lindbergh, Paris / Gagosian Gallery)
Gaultier Paris, F/W 2012-2013

 

Oftmals als „Fotograf der Wahrheit“ oder als „Poet des Glamour“ bezeichnet, empfindet Peter Lindbergh seine Arbeit selber eher als anti-glamourös. Das Kapitel „Ikonen“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch vierzig Jahre zeitloser Bilder: Lindbergh lichtete Größen der Popkultur ab: von Kate Winslet bis Charlotte Rampling, von Eddie Redmayne bis Christoph Waltz, von Tina Turner bis Pharrell Williams.

Neben einer filmischen Biografie über Lindbergh ist seine Dokumentation Models. The Film (1991, 52 Minuten) zu sehen sowie Interviews mit Mitarbeitern, Models und Schauspielern, darunter Grace Coddington, Nicole Kidman, Cindy Crawford und dem deutschen Supermodel Nadja Auermann.

 

Ist das Kunst?

Ob das Fotokunst ist, empfindet Peter Lindbergh als unwichtig. „Professionelle Fotografen können sich nur dadurch behaupten, dass sie einen Standpunkt haben und das über Jahrzehnte.“ Anstrengung ist dabei laut Lindberg nutzlos, es zählt nur das Talent. Die Smartphone und Amateurfotografie empfindet er dabei oft als anregend‚ „bei den Smartphonefotografen kann man viel lernen vor allem die Leichtigkeit“.

Seine Ansicht, dass digital das Ende der Fotografie sei, kommt allerdings weniger aus der Ablehnung der Technik – ‚welche Kamera ist doch vollkommen egal‘ – sondern aus dem Umgang mit ihr: „Da macht man bei der Produktion ein Kabel an die Kamera und dann sieht man auf dem Monitor was der Fotograf gerade im Bild hat – schrecklich.“ Schrecklich weil ihm dann der eine oder andere in seiner Bildgestaltung dazwischenredet. Die Angst, des Kopierens von Bildern in der Digitalwelt bewegt den Fotografen weniger, „eigentlich ist Kopieren nicht so schlimm, was interessiert mich zum Beispiel, was einer in Wladiwostok mit dem Bild macht.“

Heute ist es bedauerlicherweise mehr als üblich jeden Fotografen, der tapfer sein Geld mit seiner Arbeit verdient, gut beschäftigt ist, mehrfach veröffentlicht wurde und auch schon die eine oder andere Ausstellung hatte, als einen der bedeutendsten, führendsten und weltbekanntesten seiner Zunft hinzustellen, ‚Größen‘ von denen man aber oftmals nicht einmal den Namen kennt. Peter Lindbergh wird zu Recht als solcher in der Ausstellung vorgestellt, die auch den letzten Zweifler überzeugt, dass man es hier mit einem der Großen der Fotografenzunft zu tun hat.

 

Brigitte Henninges

 

Peter Lindbergh: From Fashion to Reality

Die Ausstellung läuft vom 13. April bis 27. August 2017

Im Taschen Verlag ist der Band „Peter Lindbergh. A Different Vision on Fashion Photography“ erschienen (Auf www.dasfotoporal.de in der Hitliste Fotobücher vorgestellt). Nur in der Münchner Kunsthalle ist das Werk inclusive mit dem von Peter Lindbergh signierten Jutebeutel zu haben.

 

Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung, Theatinerstraße 8, München

 

Nähere Informationen über Führungen und Begleitprogramm:

http://www.kunsthalle-muc.de

 

07.04.2017 - 17.06.2017
Fotoausstellung Wien . Die AnzenbergerGallery stellt die Serie „This will change your life forever“ von Klaus Pichler vor, die aus Produktfotos, Nachinszenierungen gefundener Fotografien und Visualisierungen esoterischer Theorien besteht. Vom 7. April bis 17. Juni 2017
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Klaus Pichler – This Will Change Your Life Forever
Fotoausstellung Wien . Die AnzenbergerGallery stellt die Serie „This will change your life forever“ von Klaus Pichler vor, die aus Produktfotos, Nachinszenierungen gefundener Fotografien und Visualisierungen esoterischer Theorien besteht. Vom 7. April bis 17. Juni 2017

Orgon-Energie-Helm, dient angeblich zur Anziehung positiver Energie,
die mittels Bergkristall-Fernsteuerung auf bestimmte Körperteile gelenkt werden kann

 

 

Esoterik ist eines von mehreren 'alternativen' Glaubenssystemen, die vorgeben, die jeweils eigene (spirituelle, politische oder pseudowissenschaftliche) 'Wahrheit' gefunden zu haben. Esoterische Ansätze – egal, wie irrational oder spekulativ sie auch sein mögen - nisten sich langsam inmitten der Gesellschaft ein und sind einerseits ein Spiel mit den Hoffnungen leichtgläubiger oder verzweifelter Menschen, andererseits einträgliche Geschäftsmodelle zwischen Marketing und Heilsversprechen.

 

 

 

Steckdosen-Harmonisierer, 298 , online bestellt. Dient angeblich dazu,
mittels eines energetisierten Chips den Strom zu reinigen und von negativer Energie zu befreien,
damit die Stereoanlage wieder besser klingt.



Klaus Pichler wollte mehr wissen: Zwei Jahre lang gab er vor, selbst ein fanatischer Esoterikanhänger zu sein. Er wurde in Onlineforen aktiv, besuchte Esoterikmessen, bestellte Produkte und nahm Dienstleistungen in Anspruch. Dadurch drang er in die irrationale Welt der Esoterik zwischen Fernheilung, Aurasprays und Einhornessenzen ein und beobachtete eine Mischung aus Leichtgläubigkeit, Humbug und Betrug. Das Resultat seiner Annäherung ist die Serie „This will change your life forever“, die aus Produktfotos, Nachinszenierungen gefundener Fotografien und Visualisierungen esoterischer Theorien besteht.


AnzenbergerGallery, Brotfabrik Wien, Absberggasse 27, Wien

07.04.2017 - 27.05.2017
Fotoausstellung München . Nicht nur große Museen zeigen die großen Namen der Fotografie in ihren Ausstellungen. Wer immer wieder mit großartigen Ausstellungen glänzen kann, ist die Münchner Galerie Rüdiger Schöttle, die jetzt erneut Arbeiten aus den aktuellsten Werkzyklen von Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth präsentiert.
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Candida Höfer - Thomas Ruff - Thomas Struth
Fotoausstellung München . Nicht nur große Museen zeigen die großen Namen der Fotografie in ihren Ausstellungen. Wer immer wieder mit großartigen Ausstellungen glänzen kann, ist die Münchner Galerie Rüdiger Schöttle, die jetzt erneut Arbeiten aus den aktuellsten Werkzyklen von Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth präsentiert.

 

 

Thomas Ruff
press++01.55, 2016
chromogener Abzug
223 x 185 cm
© VG Bild - Kunst, Bonn 2017

 

 

Immer wieder setzt es einen in Erstaunen wie aus einer Klasse gleich eine Reihe weltberühmter Fotografen hervorgehen kann. So ist es mit den Becher Schülern Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth, die Anfang der 1980er Jahre gemeinsam in der Klasse von Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie studierten. In der Galerie Schöttle werden jetzt ihre aktuellsten Bilder präsentiert.

 

Candida Höfer
Elbphilharmonie Hamburg Herzog & de Meuron Hamburg I 2016
C-Print
180 x 197,9 cm
© VG Bild - Kunst, Bonn 2017



Bei Candida Höfer sind im letzten Jahr über 20 Arbeiten zur gerade eröffneten Hamburger Elbphilharmonie entstanden. Die Innenräume sind in gewohnter Manier aus der Zentralperspektive aufgenommen, aber auch Außenansichten und Details wie Fenster und die Empore sowie die Modelle der Architekten Herzog & de Meuron wurden von ihr beleuchtet. Darüber hinaus beschäftigt sich Candida Höfer auch vermehrt mit den nichtig erscheinenden Randphänomenen der Kulturstätten und überrascht mit kleinformatigen Detailaufnahmen. Sie stehen im Kontrast zu den so oft akkurat angeordneten Hauptschauplätzen.

In seiner neuen Press ++ Serie zeigt Thomas Ruff enorm vergrößerte Pressebilder, die er aus  unterschiedlichen Pressearchiven erworben hat. Während er sich in den 1990er Jahren dem analogen Pressebild über Zeitungsfotos näherte, indem er diese mit ihrer schwarzen Körnung isoliert als Bild vergrößert darstellte und somit die Beziehung zum begleitenden Text aufhob, vereint Thomas Ruff in seiner neuen Press++ Serie das ursprüngliche Bilddokument mit den Anmerkungen der Bildredaktion und legt beides als gleichwertige Bestandteile übereinander. Bild, Schrift, Festlegung des Bildausschnittes und Retuschen sind vereint zu einem informativen Ganzen: Recto und Verso bilden einen gemeinsamen ästhetischen Wert.

 

 

Thomas Struth
AGLAE, C2RMF, Paris, 2013
InkJet Print
101,8 x 68,9 cm
© Thomas Struth

 



Seit 2007 erweitert Thomas Struth fortlaufend den Technik-Zyklus. Dabei sucht er für die Öffentlichkeit meist verschlossene Räume von Wissenschaftlern und Forschern auf und konfrontiert uns mit der Welt von morgen. Eines dieser Werke trägt den zunächst kryptisch erscheinenden Titel „AGLAE, C2RMF, Paris 2013“. Darauf zu sehen ist eine antike Bronze, die von einem komplexen, verkabelten Gerät angesteuert wird. Kunstgeschichte und moderne Technik treffen hier aufeinander. Die Szenerie in der Restaurierungswerkstatt des Pariser Louvre spiegelt den technischen Fortschritt wider, in dem sich auch das Schöpferische in der Kunst immer wieder aufs Neue bewähren muss.

Ab dem 27. April richtet das Frankfurter Städel dieser ersten Generation der Düsseldorfer Becher-Klasse eine groß angelegte Ausstellung unter dem Titel „Fotografien werden Bilder“ aus. Candida Höfers Aufnahmen der Elbphilharmonie sind noch bis 1. Mai in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen. Eine Übersichtsausstellung zu Thomas Struths Werkgruppen wird Anfang Mai im Münchner Haus der Kunst eröffnet und die Whitechapel Gallery in London plant für Ende des Jahres eine Einzelausstellung mit Thomas Ruff.

 

Galerie Rüdiger Schöttle, Amalienstrasse 41, München

 

07.04.2017 - 05.06.2017
Fotoausstellung Salzburg . Die französische Modedesignerin Coco Chanel (1883-1971) gehört sicher zu bekanntesten und erfolgreichsten Persönlichkeiten, die es in der Modewelt gab und deren Ruhm bis heute nachwirkt. Willy Rizzo hat von Coco Chanel faszinierende Schwarzweißbilder gemacht, die jetzt in der Salzburger Leica Galerie zu sehen sind.
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Coco Chanel by Willy Rizzo & Vogue Covers
Fotoausstellung Salzburg . Die französische Modedesignerin Coco Chanel (1883-1971) gehört sicher zu bekanntesten und erfolgreichsten Persönlichkeiten, die es in der Modewelt gab und deren Ruhm bis heute nachwirkt. Willy Rizzo hat von Coco Chanel faszinierende Schwarzweißbilder gemacht, die jetzt in der Salzburger Leica Galerie zu sehen sind.




Willy Rizzo´s (1928 – †2013) Schwarzweiß-Fotografien zählen zu den persönlichsten und besten Aufnahmen, die von der Grand Dame der Mode, Coco Chanel, je gemacht wurden. Sie war u?berzeugt von seiner Arbeit als Ku?nstler- die Chemie zwischen ihnen stimmte - und sie schenkte ihm großes Vertrauen. Das sieht und spu?rt man deutlich in seinen Aufnahmen.

 

 

 


Die Bilder der Ausstellung sind käuflich erwerblich, in einer geringen Edition streng limitiert und vom Ku?nstler selbst signiert.
Erweitert wird die Ausstellung um eine Selektion von Newcomer der Modefotografie, die alle durch die online Plattform der Photo-Vogue bekannt wurden. Experimentell, jung und frech präsentieren sich die Fotografen.     
 

 

Leica Galerie & Boutique Salzburg, Gaisbergstraße 12, Salzburg



06.04.2017 - 24.05.2017
Fotoausstellung Hamburg . Eine fotografische Auseinandersetzung mit der Schweiz ist die Arbeit „Helvetica“ von Andreas Herzaus. Die neueste Arbeit des Fotografem wird in der FREELENS Galerie erstmals ausgestellt wird. 6. April bis 24. Mai 2017
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Andreas Herzau – Helvetica
Fotoausstellung Hamburg . Eine fotografische Auseinandersetzung mit der Schweiz ist die Arbeit „Helvetica“ von Andreas Herzaus. Die neueste Arbeit des Fotografem wird in der FREELENS Galerie erstmals ausgestellt wird. 6. April bis 24. Mai 2017




Über ein halbes Jahrzehnt hat der Hamburger Fotograf Andreas Herzau für das Projekt immer wieder sein Nachbarland besucht und die verschiedensten Sujets, Gesellschaftsgruppen und Orte fotografiert.

Ihm geht es allerdings nie um Vollständigkeit, sondern darum, eigene, oft von Klischees verstellte Vorstellungen mit dem Vorgefundenen abzugleichen. Herzau porträtiert ein Land, das er wegen dessen Errungenschaften schätzt – allerdings bald erkennt, dass es sich mit seinen eigenen Ansprüchen schwer tut. Es sind genau diese Bruchstellen, auf die der Fotograf seinen Blick richtet.

 

 

 


 
Die Schweiz ist eine Nation, die von wirtschaftlichem Wohlstand geprägt ist, ausgestattet mit der langen Tradition direkter Demokratie und außenpolitischer Neutralität und doch herrschen gleichzeitig starke nationalistische Abwehrreflexe vor. Herzau spielt geschickt mit dem Klischee, zeigt die Widersprüche und reflektiert die eigene Rolle des Fremden in einer fulminanten Bildserie über unsere helvetischen Nachbarn.

Ein Auslöser für diese Arbeit war das Buch »Die Deutschen« von René Burri, welches 1962 erschien und Herzau bei der Vorbereitung zu einem Vortrag über Fotobücher in die Hände fiel. Daraufhin entwickelte er die Idee, den Schweizern einen Gegenbesuch abzustatten. Analog zu Burris Werk, in dem deutsche Autoren kurze Texte zu den Bildern stellten, werden in der Ausstellung zu den Fotos kurze Texte des Lyrikers Eugen Gomringer präsentiert.

Begleitend zur Ausstellung lädt die FREELENS Galerie am Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 19 Uhr zu einem Künstlergespräch ein. Andreas Herzau wird mit Peter Lindhorst, Kurator der FREELENS Galerie, seine Herangehensweise an die Fotografie, seine Interpretation von Mensch und Raum sowie die ausgestellte Serie »Helvetica« vorstellen.

 

 

 



Das Projekt "Helvetica" wurde gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst.

Andreas Herzau, geb. 1962, setzt sich als Fotograf, Hochschuldozent und Autor künstlerisch, theoretisch und angewandt mit Fotografie auseinander. Als engagierter Bildjournalist mit intensiver und oft überraschender Bildsprache erweitert er in seinen Arbeiten die Grenzen der klassischen Reportagefotografie, durchbricht Sehgewohnheiten und hinterfragt damit nicht zuletzt soziale (Wahrnehmungs-) Stereotype. Essayistisch-narrative und analytisch-abstrahierende Elemente werden in Herzaus Fotos zu dichten Bildgeschichten verknüpft, die er in Buchprojekten, Ausstellungen und Zeitschriften veröffentlicht. Neben seiner künstlerischen Arbeit am Bild publiziert er Texte und Essays über Fotografie.

FREELENS e.V. / Galerie, Steinhöft 5, Hamburg

 

01.04.2017 - 12.07.2017
Fotoausstellung Salzburg . Die Foto-Arbeiten von Kai Kuss zeigen die Bucht von Almarien in Andalusien, die schon oftmals als Drehort von Filmen gedient hat. Kunst im Traklhaus auf der Festung Hohensalzburg stellt die Arbeiten von Kai Kuss aus. Bis 12. Juli 2017
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Kai Kuss – San Lucar
Fotoausstellung Salzburg . Die Foto-Arbeiten von Kai Kuss zeigen die Bucht von Almarien in Andalusien, die schon oftmals als Drehort von Filmen gedient hat. Kunst im Traklhaus auf der Festung Hohensalzburg stellt die Arbeiten von Kai Kuss aus. Bis 12. Juli 2017

 

Der Fotograf Kai Kuss wurde in Hallein geboren und lebt und arbeitet heute in Salzburg. Kuss hat die Hochschule für angewandte Kunst in Wien besucht. Seine Erfahrungen konnte er unter anderem bei Auslandsstipendien des Landes Salzburg in Arizona und Mexiko sammeln. Er begann ab 1990, mit seinen vorwiegend fotografischen Werken an die Öffentlichkeit zu gehen.

 

Kunst im Traklhaus auf der Festung Hohensalzburg, Mönchsberg 34, Salzburg

29.03.2017 - 15.09.2017
Fotoausstellung Boltenhagen und Markneukirchen . An zwei Orten werden die Bilder „Sea & Sirens“ von Wim Westfield präsentiert, die weibliche Models zeigen, die nur ein Kleid aus Wasser tragen.
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Wim Westfield – Sea & Sirens
Fotoausstellung Boltenhagen und Markneukirchen . An zwei Orten werden die Bilder „Sea & Sirens“ von Wim Westfield präsentiert, die weibliche Models zeigen, die nur ein Kleid aus Wasser tragen.

 

Models, die nur ein Kleid aus Wasser tragen, behaupten sich gegen hawaiische Brandungswellen, tauchen ohne Atemgerät in den Ozean hinab oder schwimmen nackt mit Haien in einer polynesischen Lagune.

Die Ausstellung Sea & Sirens des Fotografen Wim Westfield zeigt außergewöhnliche Fotos, die den Betrachter fesseln – von den atemberaubenden Wellen vor den Küsten von Maui, Oahu oder Kapstadt bis hin zu den sinnlichen Sirenen in der Tiefe des Meeres. Die Bilder vereinen die Energie des Wassers und die Ästhetik weiblicher Körper zu einem Fest für die Sinne.

 

 

Nach großem Erfolg in Dubrovnik, Zagreb, Hamburg, Frankfurt/M sowie in Skandinavien wird die Ausstellung Sea & Sirens ab Ende März 2017 gleich zwei Mal parallel in Deutschland zu sehen sein. Im Iberotel im Ostseebad Boltenhagen und in der Galerie Catgut im thüringischen Markneukirchenkann man die Bilder ein halbes Jahr bewundern.

Auf großformatigen Original-Fotografien zeigt der Künstler die eindrucksvollsten Wellen der Welt sowie die Anmut weiblicher Körper in Konfrontation mit der Kraft der Ozeane. Die Motive für die Ausstellung fotografierte Westfield während einer zehn Jahre dauernden Foto-Odyssee über die Meere der Welt.

Die Bilder der Ausstellung sind fotochemische Vergrößerungen, die im DiaSec-Verfahren hinter optischem Acrylglas versiegelt sind. Der Betrachter erlebt dadurch eine faszinierende optische Tiefenwirkung mit brillanten Farben.

Westfields Bilder werden in limitierter, nummerierter und handsignierter Auflage von jeweils sechs Exemplaren hergestellt und an Kunstsammler verkauft.

 

www.seaandsirens.com

 

Iberotel Boltenhagen: Ausstellungsdauer bis 15. September 2017

Catgut Markneukirchen, Ausstellungsdauer bis 29. Oktober 2017

 

 

 

 

12.03.2017 - 05.06.2017
Fotoausstellung Bad Homburg . Einen Einblick in das Werk von Thomas Wrede bietet die Ausstellung im Museum Sinclair-Haus. Mit Fotografien von den frühen 1990er Jahren bis zu den aktuellen Werkgruppen dokumentiert sie erstmals die Zusammenhänge und künstlerischen Entwicklungen der Arbeiten des Fotokünstlers. Sein Ausgangspunkt ist dabei immer wieder die Sehnsucht nach der Natur und die Frage nach ihrer medialen Vermittlung und ihrem Abbild. Bis 5. Juni 2017
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Thomas Wrede - Modell Landschaft
Fotoausstellung Bad Homburg . Einen Einblick in das Werk von Thomas Wrede bietet die Ausstellung im Museum Sinclair-Haus. Mit Fotografien von den frühen 1990er Jahren bis zu den aktuellen Werkgruppen dokumentiert sie erstmals die Zusammenhänge und künstlerischen Entwicklungen der Arbeiten des Fotokünstlers. Sein Ausgangspunkt ist dabei immer wieder die Sehnsucht nach der Natur und die Frage nach ihrer medialen Vermittlung und ihrem Abbild. Bis 5. Juni 2017


 

 

Thomas Wrede, Domestic Landscapes, Gebirgslandschaft mit Kissen und Stehlampe, 2000
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017 

 

Auf der dänischen Insel Samsø entstehen Anfang der 1990er Jahre Fotografien einer sterbenden Landschaft, deren Oberfläche von landwirtschaftlich genutzten Kunststoffbahnen entstellt wurde. Wrede zeigt hier gleichermaßen das Hässliche und das Pittoreske dieser von Plastikfolien durchwirkten Landschaft. 1994 hält er in großformatigen Schwarz-Weiß-Arbeiten die Abdrücke des Aufpralls von Vögeln auf Fensterscheiben fest, die wie Geister zwischen dem Hier und dem Jenseits, zwischen dem Moment und der Unendlichkeit zu schweben scheinen.

 

Thomas Wrede, Real Landscapes, Früher Morgen bei den Korallenmoosinseln, 2012
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

 

 

Thomas Wrede, Liegende und Spielende, 2004, aus der Serie „Seascapes“
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Schließlich beginnt Wrede zunehmend die Grenze zwischen Abbild und Wirklichkeit zu suchen. Die Welt wird in seinem Werk mehr und mehr als eine Art Modellbausatz wiedergegeben, als eine große Inszenierung im kleinen Maßstab, zwischen Idyll und Katastrophe. In seinen „Real Landscapes“ werden etwa Spielzeugautos und kleine Modellhäuser auf den Stränden der Nordseeinseln und Sandgruben so platziert, dass aus einer Pfütze ein See und aus einem Erdhaufen ein Gebirge entsteht. Die fotografische Täuschung seiner Scheinwelten wird nicht durch digitale Bearbeitung, sondern durch das Fehlen von Größenverhältnissen in der realen Landschaft hervorgerufen. In weiteren fotografischen Serien zeigt Thomas Wrede den Versuch des Menschen, in Freizeitparks „realistische“ Landschaften zu bauen und alltäglichem Wohnraum durch Naturtapeten Weite zu geben. Die „Seascapes“ schließlich, Fotografien von sommerlichen Strandszenen, wirken irritierend inszeniert und unwirklicher als die „Real Landscapes“. Und genau durch dieses verwirrende Wechselspiel von „Schein“ und „Sein“ weist Thomas Wrede mit seinem Werk sukzessive darauf hin, dass unser stets individuelles Bild von der Realität letztlich von der jeweiligen Perspektive abhängt.

 

Thomas Wrede, Ohne Titel, 1997, aus der Serie „Magic Feelings“
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Thomas Wrede (geb. 1963) studierte an der Kunstakademie Münster (Meisterschüler 1991) und bei Dieter Appelt in Berlin. Seit 2015 lehrt er als Professor für Fotografie und Medien an der Hochschule der bildenden Künste in Essen.

 

Museum Sinclair-Haus, Löwengasse 15 Eingang Dorotheenstraße,  Bad Homburg

 

 

05.03.2017 - 18.06.2017
Ausstellung Alkersum/Föhr . Das Museum Kunst der Westküste zeigt malerische und fotografische Werke, die um den kleinen Fischerort Skagen an der nördlichsten Spitze Dänemarks entstanden sind. Skagen entwickelte sich schon seit den 1870er-Jahren zu einer über die Landesgrenzen hinaus international Aufsehen erregende Künstlerkolonie. 5. März bis 18. Juni 2017
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Von P. S. Krøyer bis Joakim Eskildsen - In Skagens Licht
Ausstellung Alkersum/Föhr . Das Museum Kunst der Westküste zeigt malerische und fotografische Werke, die um den kleinen Fischerort Skagen an der nördlichsten Spitze Dänemarks entstanden sind. Skagen entwickelte sich schon seit den 1870er-Jahren zu einer über die Landesgrenzen hinaus international Aufsehen erregende Künstlerkolonie. 5. März bis 18. Juni 2017

 Joakim Eskildsen Skagen XIV 2008 Fotografie 110x130

 

In dem kleinen Fischerort Skagen an der nördlichsten Spitze Dänemarks, wo zwei Meere aufeinandertreffen, entwickelte sich seit den 1870er-Jahren eine über die Landesgrenzen hinaus international Aufsehen erregende Künstlerkolonie. Die besonderen Lichtverhältnisse, der helle, ausgedehnte Sandstrand, die hohen Dünen an der als ausgesprochen ursprünglich angesehenen Küste und das harte Leben der Menschen begeisterten dänische Künstler ebenso wie Maler aus Norwegen, Schweden und Deutschland. Alle hatten sich zuvor in Paris mit den modernsten künstlerischen Entwicklungen – mit Freilichtmalerei und Impressionismus  auseinandergesetzt. Nun fanden sie in Skagen im Freien malend zu ihrem eigenen Ausdruck und zu individuellen, auf den Alltag und die Landschaft bezogene Themen.

 

Joakim Eskildsen Skagen

 

 

Joakim Eskildsen Skagen

 

Zu den Protagonisten zählen Anna und Michael Ancher, Oscar Björck, Viggo Johansen, Christian Krohg, P. S. Krøyer und Marie Krøyer, Carl Locher, Frits Thaulow und Laurits Tuxen.

Das Museum Kunst der Westküste verfügt über den wohl größten Bestand in einem Museum außerhalb Dänemarks: Etwa 60 Werke aus der Sammlung werden – orientiert an der Salonhängung, wie sie die Skagener Maler wählten – präsentiert. Drei ausgewählte internationale zeitgenössische Positionen – Joakim Eskildsen (DK, Abb.), Birgit Fischötter (DE) und Ulrik Møller (DK) – erweitern die Schau um mehr als 30 Werke. Sie zeigen, dass die künstlerische Beschäftigung mit dem Ort und dem Thema „Skagen“ auch im 21. Jahrhundert aktuell ist.

 

Museum Kunst der Westküste, Hauptstraße 1, Alkersum/Föhr

 

04.03.2017 - 04.06.2017
Ausstellung Herford . Von Fotografie über Skulptur bis zu Malerei reichen die Arbeiten, die das Museum Marta Herford in der spannenden Ausstellung „ Die innere Haut – Kunst und Scham“ vorstellt. Vom 4. März bis 4. Juni 2017
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Die innere Haut – Kunst und Scham
Ausstellung Herford . Von Fotografie über Skulptur bis zu Malerei reichen die Arbeiten, die das Museum Marta Herford in der spannenden Ausstellung „ Die innere Haut – Kunst und Scham“ vorstellt. Vom 4. März bis 4. Juni 2017

 

Juergen Teller

Vivienne Westwood, No.1, London 2009
C-Print, 202,5 x 293 x 7,5 cm
Courtesy the artist

© Juergen Teller

 

Scham entsteht, wenn man dem Blick eines Anderen schutzlos ausgeliefert ist. Wann man sich und wer sich schämt, hängt stark vom sozialen Umfeld ab und ändert sich mit der Zeit. In der bildenden Kunst besitzt das Motiv der Scham mit Darstellungen von Adam und Eva bereits eine lange Tradition. Angesichts der weiten Verbreitung von Nacktbildern in den Medien scheint das Thema heute aktueller denn je. Doch was beschämt oder provoziert überhaupt noch und welche Rolle spielen KünstlerInnen in diesem Zusammenhang? Mit sinnlichen und berührenden, aber auch humorvollen Arbeiten untersucht die Ausstellung, inwiefern es heute eines besonderen Rüstzeugs bedarf oder das Teilen von Intimitäten ein Gefühl von Gemeinschaft erzeugen kann.

 

Bruce Gilden
JAMIE, aus der Serie: Faces, 2014
C-Print (Leica S), 270 x 180 cm
© Bruce Gilden / Magnum Photos für Leica S magazin

 

KünstlerInnen: Ulf Aminde, François-Marie Banier, John Bock, Michaël Borremans, Louise Bourgeois, Leigh Bowery / Fergus Greer, Berlinde De Bruyckere, Miriam Cahn, Donigan Cumming, , Rineke Dijkstra, Marlene Dumas, Albrecht Dürer, Nezaket Ekici, Tracey Emin, EVA & ADELE, VALIE EXPORT, Gao Brothers, Josephine Garbe, Toussaint Gelton (Kelton), Bruce Gilden, Nan Goldin, John Isaacs, Jamie Isenstein, Jürgen Klauke, Gustav Kluge, Eva Kot’átková, Clemens Krauss, Oleg Kulik, Ulrike Lienbacher, Johannes Lingelbach, Sarah Lucas, Boris Mikhailov, Michael Najjar, Shahryar Nashat, Virgile Novarina, Yoko Ono, Oksana Pasaiko, Laure Prouvost, Jon Pylypchuk, Jan Symonsz Pynas, Lotte Reimann, Julian Rosefeldt, Lars Rosenbohm, Bojan Šar?evi?, Gary Schneider, Santiago Sierra, John Stark, Juergen Teller, David Teniers D.J., Miroslav Tichý, Larry Towell, Stefanie Trojan, Gillian Wearing, Erwin Wurm

 

 

Jamie Isenstein
The Eyehole, 2006
Mixed media, 18 x 6 x 5 cm
Courtesy the artist and Meyer Riegger

© Jamie Isenstein                                   

 

 

Marta Herford GmbH, Goebenstraße 2–10, Herford

 

 

 

03.03.2017 - 30.05.2017
Fotoausstellung Garching . Im Münchner U-Bahn Garching kann man bis 30. Mai 2017 den wichtigsten Protagonisten der deutschen Kabarettszene begegnen, denn dort hängen Fotografien von Künstlern wie Dieter Hildebrandt, Ottfried Fischer und Helmut Schleich alle porträtiert von Herbert Becke.
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Herbert Becke - 40 Jahre Kabarett
Fotoausstellung Garching . Im Münchner U-Bahn Garching kann man bis 30. Mai 2017 den wichtigsten Protagonisten der deutschen Kabarettszene begegnen, denn dort hängen Fotografien von Künstlern wie Dieter Hildebrandt, Ottfried Fischer und Helmut Schleich alle porträtiert von Herbert Becke.

 

Die deutsche Kabarettlegende Dieter Hildebrandt

 

Nach der Eröffnung des Garchinger Bürgerhauses im Jahre 1979 baute Herbert Becke, der ehemalige Leiter der vhs-München-Nord, eine ganz besondere Kabarett- und Kleinkunstreihe auf, die sog. „Kulturdonnerstage“. Jeden ersten Donnerstag im Monat im großen Saal des Garchinger Bürgerhauses. Ein Synonym für lebendige Kulturarbeit und weit über die Münchner Region hinaus ein Begriff.  Der „KuDo“ , wie er liebevoll von den Besuchern genannt wurde, hatte Kultcharakter. Insgesamt 247 Abende mit über 156.000 Besuchern fanden hier statt. Alles, was "Rang und Namen" in der deutschsprachigen Kabarettszene hatte, aber auch viele unbekannte Interpreten waren auf der Garchinger Brettlbühne zu Gast. Seit 1982/83 dann 25 Jahre lang, Monat für Monat mit 720 Besuchern ununterbrochen ausverkauft.

 

Priol, bekannt vor allem auch aus seinen Fernsehsendungen wie "Neues aus der Anstalt"

 

 

Der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist Richard Rogler

 

Helmut Schleich, schon in vielenRollen als Politiker im Fernsehen zu sehen.



Diese "Kulturdonnerstage" hat Herbert Becke mit seiner Kamera fotografisch begleitet. Es entstand ein "Who is Who" der Kabarettszene der letzten  Jahrzehnte von über 300 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern.

Die Ausstellung im Garchinger U-Bahnhof zeigt eine kleine Auswahl davon. Zu sehen sind Bilder von den ersten Veranstaltungen, wie  z.B. von dem bayerischen Barden Fredl Fesl im Neuwirt-Saal im Januar 1978. T oder von Konstantin Wecker in der Aula des Werner Heisenberg Gymnasiums.

Unter anderem sind im U-Bahnhof auch Django Asül, Dr. Eckart von Hirschhausen, Helmut Schleich, Georg Schramm, Claus von Wagner, Sigi Zimmerschied, Dieter Hildebrandt, Sissi Perlinger, Martina Schwarzmann, Jürgen Becker, Luise Kinseher, Hannelore Hoger, Urban Priol, Hans-Dieter Hüsch, Josef Hader, Jörg Hube, Stefan Gwildis, Ina Müller, Fredl Fesl, Andreas Giebel, Christian Ude, Andreas Rebers,  Claudia Schlenger und Hans Meilhamer zu sehen.

 

 

U-Bahnhof Garching, Helmut-Karl-Platz, München

Weitere Infos: www.derbecke.de

 

01.03.2017 - 17.06.2017
Ausstellung Frankfurt am Main . Dreizehn mehrteilige Werke des Bildhauers und Fotokünstlers Johannes Brus stellt die DZ BANK Kunstsammlung in einer Ausstellung vor. Die Arbeiten datieren von „Blaues Pferd“ von 1979/85 bis hin zur kleinen Skulptur „Elefant“ von 2012 als jüngstes Werk. 1. März bis 17. Juni 2017
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Johannes Brus – Das Unsichtbare im Sichtbaren
Ausstellung Frankfurt am Main . Dreizehn mehrteilige Werke des Bildhauers und Fotokünstlers Johannes Brus stellt die DZ BANK Kunstsammlung in einer Ausstellung vor. Die Arbeiten datieren von „Blaues Pferd“ von 1979/85 bis hin zur kleinen Skulptur „Elefant“ von 2012 als jüngstes Werk. 1. März bis 17. Juni 2017

Johannes Brus
Grünes Nashorn, 1982

 

 

Die fotografischen Arbeiten des 1942 in Gelsenkirchen geborenen Künstlers Johannes Brus entführen in eine andere Sphäre, die teilweise exotisch-mystisch, manchmal aber auch komischskurril anmutet. Johannes Brus ist Bildhauer und als solcher ein Wanderer zwischen den Welten. Auch seine Fotografien sind modulierte Konstruktionen in der Dunkelkammer, in denen der skulpturale Gedanke angelegt ist. Durch chemische und physikalische Veränderungen im Entwicklungsverfahren, durch Nachkolorierung, Überblendung und Montage verfremdet Brus Bilder der realen Welt und eröffnet dadurch einen neuen Kosmos.

 

Johannes Brus
Blaues Pferd, 1979/85

 

In seinen Werken spielen mystische und psychologische Kräfte eine Rolle, aber auch die Kräfte des Materials. Unerwartetes wird sichtbar gemacht und verschwindet wieder. Das Unsichtbare kann das Unbekannte sein, das Unterbewusste oder auch das noch nicht Gesehene.

„Brus fotografische Bilder wimmeln von kunstgeschichtlichen und literarischen Anspielungen, symbolischen und anthropologischen Verweisen, mythologisch und (auch) empirisch erfahrbaren Zusammenhängen“, beschreibt der Kunstkritiker und Theoretiker für künstlerische Fotografie Klaus Honnef die Arbeiten von Johannes Brus.

 

Johannes Brus
Teller, 1978
Courtesy: Gmyrek Arts, Düsseldorf; Foto: Mick Vincenz

 

 

Johannes Brus lebt heute in Essen. Er studierte von 1964 bis 1971 Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Nach einem Lehrauftrag an derselben Akademie hatte er von 1986 bis 2007 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig inne. Er ist Träger desKunstpreises der Villa Romana, Florenz (1979) und des Defet-Preises des Deutschen Künstlerbundes (1982).

 

Art Foyer der DZ Bank, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

 

27.02.2017 - 18.06.2017
Fotoausstellung Ulm . Die Ausstellung „Bilder aus Nordkorea“ im Stadthaus Ulm stellt die Arbeiten der drei Fotografen Nathalie Daoust, Reinhard Krause und Julia Leeb vor, die mit ihren Bildern einen Blick über den Tellerrand unserer westlichen Welt hinaus in ein fremdes System geben. 5. März bis 18. Juni 2017
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Bilder aus Nordkorea - Nathalie Daoust, Reinhard Krause und Julia Leeb
Fotoausstellung Ulm . Die Ausstellung „Bilder aus Nordkorea“ im Stadthaus Ulm stellt die Arbeiten der drei Fotografen Nathalie Daoust, Reinhard Krause und Julia Leeb vor, die mit ihren Bildern einen Blick über den Tellerrand unserer westlichen Welt hinaus in ein fremdes System geben. 5. März bis 18. Juni 2017

 Brautpaar in Kaesong copyright Julia Leeb

 

Nordkorea, das derzeit am schwersten zugängliche Land der Welt, schottet sich hermetisch ab. Gelingt es Bildjournalisten, Zugang zu bekommen, wird das Zustandekommen von Fotos streng kontrolliert und manipuliert. Heimliche und angeblich heimliche Schnappschüsse überschwemmen den Markt, zeigen indes die immer gleichen Motive. Aufgabe von Fotografen aber ist es, Wahrhaftigkeit hinter den Fassaden zu suchen, ohne die nordkoreanische Bevölkerung auf alberne Marionetten, Klischees und Feindbilder zu reduzieren. Das gelingt den drei Fotografen mit ihren Bildern, die jetzt im Stadthaus Ulm gezeigt werden.

 

 Arirang-Festival copyright Nathalie Daoust

 

 

Die Kanadierin Nathalie Daoust, Jahrgang 1977, erkundet Geheimnisse und Tabuisiertes, balancierend auf dem feinen Grat zwischen Vorstellungsgabe und Realität. Bei der Entwicklung ihrer Serie "Korean Dreams" aus der mysteriösen Welt von Nordkorea strebte sie eine Unschärfe an, die an sich im Moment des Erwachens auflösende Traumbilder erinnert. Es ist ihr Versuch, einer Wahrheit hinter der äußeren Erscheinung der Propagandamaschine näherzukommen.  Die Arbeiten von Nathalie Daoust werden international ausgestellt und sind Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen.

Der im Ruhrgebiet aufgewachsene Reinhard Krause, Jahrgang 1959, ist Global Pictures Desk Editor der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Als Krisen- und Kriegsreporter war er an vielen Brennpunkten  dieser Erde und von 2004 bis 2009 als Reuters Chief Photographer China im Büro Peking auch für die Bildberichterstattung aus Nordkorea zuständig. Er reiste nicht nur mehrfach in das Land, er betrachtete  es auch von der chinesischen Grenze aus. Reinhard Krauses Arbeiten sind preisgekrönt, die Filmdokumentation „Shooting Under Fire“ (2005) wurde mehrfach ausgestrahlt.

 

 

Soldaten am Ufer des Yalu bemerken, dass sie fotografiert werden.
Copyright Reinhard Krause/Reuters

 

Die Journalistin, Fotografin und Filmerin Julia Leeb hat bereits an die 90 Länder, darunter viele Krisenherde, bereist. Ihre Bilder zeigen u.a. die bekannten Massenchoreografien und sozialistische Architektur, sie hat dabei aber - und dies unterscheidet  sie von vielen anderen Nordkorea-Fotografen - den individuellen Menschen innerhalb der monumentalen  Inszenierung im Fokus. Julia Leeb sieht das Land bunter als man es üblicherweise  zu sehen bekommt und wendet sich, ohne das Regime zu beschönigen, den Menschen selbst mit einem freundlichen Blick zu.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 5. März 2017, um 11 Uhr eröffnet mit einer Podiumsdiskussion mit Nathalie Daoust, Reinhard Krause und Julia Leeb. Die Moderation übernimmt Stefan Drößler. Ursprünglich Journalist ist er Mitglied bei amnesty international und im Beirat der Ulmer Stiftung Menschenrechtsbildung.

 

Stadthaus Ulm, Münsterplatz, Ulm

25.02.2017 - 28.05.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Der Pionierin des Fotojournalismus Inge Morath, die als erstes weibliches Mitglied von Magnum Photos brillierte, widmet sich die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt. Für ihre Arbeit ging Morath weltweit auf Reisen, immer wieder auch auf und entlang der Donau, die auch das Thema der Ausstellung ist in der über 100 Arbeiten von acht Fotografinnen und auch Bilder von Inge Morath vorstellt werden. 25. Februar bis 28. Mai 2017
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Donaureise . Auf den Spuren von Inge Morath
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Der Pionierin des Fotojournalismus Inge Morath, die als erstes weibliches Mitglied von Magnum Photos brillierte, widmet sich die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt. Für ihre Arbeit ging Morath weltweit auf Reisen, immer wieder auch auf und entlang der Donau, die auch das Thema der Ausstellung ist in der über 100 Arbeiten von acht Fotografinnen und auch Bilder von Inge Morath vorstellt werden. 25. Februar bis 28. Mai 2017

 

 Inge Morath

 

Im Sommer 2014 machten sich acht junge Fotografinnen zu einer Donaureise auf – von der Quelle im Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer. 34 Tage, 2800 Kilometer, 19 Städte. Unterwegs dokumentierten sie ihre Sicht auf Menschen, Natur und Lebensthemen am Fluss. Entstanden sind ganz unterschiedliche fotografische Positionen: dokumentarische, konzeptionelle, interaktive und abstrakte Fotografien, die ein facettenreiches Bild der Kulturregion Donau formen. Auf allen Zwischenstopps wurden außerdem Donau-Fotografien von Inge Morath gezeigt – in einem Truck, der zur mobilen Galerie umgebaut worden war.

 

Inge Morath

 

 

2016 hat Celina Lunsford, künstlerische Leitung des Fotografie Forum Frankfurt, die Arbeiten der Donaureise zu einer Ausstellung für die Fundación Telefónica in Madrid kuratiert. 100 Arbeiten der acht Fotografinnen und Bildjournalistinnen Olivia Arthur (GB), Lurdes R. Basolí (E), Kathryn Cook (USA/CH), Jessica Dimmock (USA), Claudia Guadarrama (MEX), Claire Martin (AUS), Emily Schiffer (USA) und Ami Vitale (USA) präsentiert die Ausstellung. Alle sind Preisträgerinnen des Inge-Morath-Awards, der jährlich von der Magnum-Foundation und der Inge-Morath-Foundation zur Förderung herausragender Fotografinnen vergeben wird. Ergänzt wird die Schau durch Originalfotos von Inge Morath.

 

Lurdes R. Basolí aus der Serie My Danube, 2014 copyright Lurdes R. Basolí

 

Inge Morath, 1923 in Graz geboren, zog mit ihren Eltern in den 30er Jahren nach Darmstadt und anschließend nach Berlin, studierte dort Romanistik und Sprachwissenschaften und konnte eben noch ihr Staatsexamen ablegen bevor sie in einem Berliner Betrieb arbeitsverpflichtet wurde.  Später arbeitete Morath als Journalistin in Salzburg und Wien und kam mit Unterstützung des Fotografen Ernst Haas 1949 nach Paris. Dort schrieb sie für die Fotoagentur Magnum verfiel aber zusehends der Faszination der Fotografie. Nach einem Praktikum in London, arbeitete sie ab 1953 für Magnum. 1962 heiratete sie den Schriftsteller Arthur Miller, den sie bei den Dreharbeiten zu dem Marilyn Monroe Film „Misfits“ kennengelernt hatte, mit dem die Schauspielerin bis 1961 verheiratet war. Neben Reisereportagen entstanden viele Bildbände und Arbeiten, die in Ausstellungen und von Museen international gewürdigt wurden. Bekannt wurde Morath auch durch zahlreiche Künstlerporträts, etwa von Henry Moore und Jean Cocteau. Die Fotografin Inge Morath ist 2002 im Alter von 78 Jahren in einem New Yorker Krankenhaus gestorben.

Neun Frauen, acht Länder, ein Fluss: Unter dem Titel „Donaureise . Auf den Spuren von Inge Morath“ zeigt das Fotografie Forum Frankfurt einen fotografischen Roadtrip quer durch Europa.

Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30–32, Frankfurt am Main

 

26.01.2017 - 01.07.2017
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ein ungewöhnliches Projekt präsentiert die DZ BANK Kunstsammlung mit den Bildern Nadelstreifen von Loredana Nemes. In fast zwei Jahren standen 70 Mitarbeiter der Bank vor der Kamera der Künstlerin und hat die Banker in etwas ungewöhnlichem Outfit auch wenn sie in ihrer Berufsuniform dem Anzug angetreten waren, aufgenommen. Ab 27. Januar 2017 bis Sommer 2017
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Loredana Nemes: Nadelstreifen
Fotoausstellung Frankfurt am Main . Ein ungewöhnliches Projekt präsentiert die DZ BANK Kunstsammlung mit den Bildern Nadelstreifen von Loredana Nemes. In fast zwei Jahren standen 70 Mitarbeiter der Bank vor der Kamera der Künstlerin und hat die Banker in etwas ungewöhnlichem Outfit auch wenn sie in ihrer Berufsuniform dem Anzug angetreten waren, aufgenommen. Ab 27. Januar 2017 bis Sommer 2017

 Nemes, Loredana (*1972), Udo, 2016, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

„Eine Befragung mit der Kamera“ liegt den 27 Arbeiten der Ausstellung „ Loredana Nemes: Nadelstreifen“ zugrunde, die ab dem 27. Januar 2017 im Schaufenster DZ BANK Kunstsammlung zu sehen sein wird. 70 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen der Bank haben an dem Kunstprojekt teilgenommen. Die Serie „Nadelstreifen“ ist das mittlerweile siebte Projekt, an dem Mitarbeiter der DZ BANK unmittelbar beteiligt waren. Als Mitwirkende konnten sie einen Einblick in die Entstehung eines Kunstprojektes gewinnen, erlebten die Gedanken und Verwerfungen der Künstler mit und wurden selbst Teil dieses Prozesses.

In der dabei entstandenen Porträtserie „Nadelstreifen“ fotografiert die Künstlerin mit einer analogen Mittelformatkamera Bankmitarbeiter in ihrer Berufsuniform, dem Anzug. Doch spontan entstand die Idee, ihre Anzugsjacken von innen nach außen zu kehren, so dass der Futterstoff sichtbar wird. So wird das, was normalerweise versteckt ist, an die Oberfläche befördert.

 

 Nemes, Loredana (*1972), Philipp, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

 

Nemes, Loredana (*1972), Moritz 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe



Das lässt sich analog auf die abgelichteten Personen beziehen: Durch das Umkehren der Sakkos und der ihnen zumeist instinktiv zugeordneten Attribute werden verborgenen Seiten sichtbar und ins Bild gerückt. Loredana Nemes zeigte dabei ein tiefes Interesse am Menschlichen  und befragte die Personen vor der Kamera nach ihrem Sein, ihren Interessen, ihren Erfahrungen, ihren Gefühlen.

Gleichzeitig fühlt sich der Betrachter an die Malerei der Niederländer oder der italienischen Renaissance erinnert, denn die Künstlerin lässt mit den Jacken an historische Bildformen denken.

 

Nemes, Loredana (*1972), Andreas 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

Nemes, Loredana (*1972), Sebastian 2015, 2016,
Aus der Serie: Nadelstreifen / Pinstripe

 

Die Berliner Fotografin  Loredana Nemes, die 1972 in Sibiu in Rumänien geboren wurde und als 14-Jährige nach Deutschland kam, hat aus eigener Initiative gemeinsam mit 70 Mitarbeitern der DZ BANK ein fast zwei Jahre dauerndes Kunstprojekt realisiert.

„Diese Porträts vermitteln ein Erlebnis von tiefer Lebendigkeit. Ich freue mich, dass die Mitarbeiter in diesem beruflichen Umfeld, wo es gilt, die Form zu wahren, solch persönliche Haltungen zeigen. Das beeindruckende Projekt entwickelte sich mit der Bereitschaft beider Seiten, aufeinander zuzugehen und ist damit auch ein Sinnbild unserer Unternehmenskultur“, so Dr. Christina Leber, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung.

Die Künstlerin Loredana Nemes ist bereits mit drei Serien, die 37 Bilder umfassen, in der
DZ BANK Kunstsammlung vertreten. Aus der 30-teiligen Serie „Nadelstreifen“ wurden für die Sammlung nun weitere 27 Arbeiten erworben.

 

Schaufenster, DZ BANK Kunstsammlung, Cityhaus II, Platz der Republik, Frankfurt am Main

 

20.01.2017 - 30.06.2017
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017
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lebenswelt | life-world
Ausstellung München . Zeitgenössische Kunst aus Japan unter dem Titel „lebenswelt | life-world“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München mit Fotografien von Rinko Kawauchi, zeitgenössischen Skulpturen von 21 japanischen Künstlern und einer Installation von Tadao Ando. Bis 30. Juni 2017

 

Subjektive Alltagserfahrungen, zeitliche Abläufe in der Natur, die zwischenmenschliche Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Kunstwerke aus Japan. Die  japanischen Fotografin Rinko Kawauch (geboren 1972 in Shiga, Japan) ist in ihrem Heimatland eine bedeutende Künstlerin, die in Europa und den USA auch immer bekannter wird. In ihren Fotografien verwandelt sie Alltag oder Natur in etwas atemberaubend Neues. Aus der Serie „Ametsuchi“ zeigt die Ausstellung großformatige Fotografien. Reduzierte Landschaftsbilder von traditioneller Brandrodung thematisieren anhand der zerstörerischen, gleichzeitig verjüngenden Kraft des Feuers, das Verhältnis von Mensch, Natur, Zeit. Weiterhin werden aus der Serie „Illuminance“ kleine, intime Fotografien gezeigt. Hier widmet sich Rinko Kawauchi – basierend auf persönlichen Erfahrungen – sanft, teils auch verstörend, alltäglichen Dingen oder Tätigkeiten. Durch die Wahl der Ausschnitte und Perspektiven und den subtilen Einsatz von natürlichem Licht in Kombination mit oft durchscheinenden Farben hat Rinko Kawauchi in ihrer Fotografie eine ganz eigene Charakteristik und Sprache gefunden. Ihre Werkgruppen lassen den Betrachter die alltägliche Umwelt bewusster, weiter und mit veränderten Augen sehen.

 

Die zusammen mit den Fotografien gezeigten Skulpturen verstärken diese Empfindung. In einem in der Kunst eher ungewöhnlichen Medium – dem vielschichtig zu verarbeitenden Material Glas – gehen sie auf unmittelbare, subjektive Erfahrungen des Menschen ein. Die Daseinswelt von menschlichen Behausungen wird in einer dreiteiligen Installation von dem Architekten Tadao Ando dargestellt.

Der Titel der Ausstellung „lebenswelt | life-world“ ist eine Anspielung auf das gleichnamige Konzept in der Phänomenologie. Damit ist die Welt gemeint, wie sie unmittelbar und direkt in der Subjektivität des alltäglichen Lebens erlebt wird (Edmund Husserl). Diesen Ansatz, alltägliche Phänomene individuell aber auch in ihrem sozialen und kommunikativen Kontext (Jürgen Habermas) wahrzunehmen, visualisieren die für die Ausstellung ausgewählten Kunstwerke.

Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert Kunst und Wissenschaft. Sie wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung in München gegründet. Die Stiftung engagiert sich unter ihrem übergreifenden Programm "Kunst und Wissenschaft" ganz bewusst für das Spezielle, das Besondere oder auch das Vernachlässigte, Übersehene.

 

Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Straße 27, München 

 

Die für die Ausstellung von der Stiftung angekauften Objekte der 21 Künstlerinnen und Künstler sind fast alle zum ersten Mal außerhalb Japans zu sehen.

 

 

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